Donnerstag, 22. August 2013

Abt. Folksferplöhdung?

NEIN! Realsatire!

Der BLOCK macht sich nämlich Sorgen!


Wird das Fernsehen immer dümmer?


Heute startet mit «Reality Queens» die nächste Gaga-Show.

Wird das Fernsehen immer dümmer?
Dauernd doofe Spielchen und Busenwunder.

Experten schlagen Alarm: Unser Fernsehen wird immer dümmer.
Das ganze Gesabber gibt's hier:



Dabei präsentiert doch gerade der BLOCK

täglich den Star des Tages, zum Beispiel: Mary Grace steht auf Gentlemen



Tja, da frag ich mich schon,
ob zum Beispiel eine gewisse Nina Hagen die paar Buchstaben verstehen würde, wo täglich auch im BLOCK stehen, weil sie ja scheints so gerne TV glotzt?



Aber mal so ganz ehrlich:

ICH versteh die Aufregung nicht, weil: Können die BLOCK-LeserInnen denn NOCH dümmer werden, bloss weil sie dazu auch noch TV glotzen?



182 Kommentare:

fufi hat gesagt…

Und DIE wo sich für was Besseres halten ergötzen sich daran, zum Beispiel:
http://www.tagesanzeiger.ch/leben/gesellschaft/Forschung-am-Hoehepunkt-der-Frau/story/29337846

Orlando hat gesagt…

Mary Grace ist etwas mager, gefällt aber trotzdem.

Nina Hagen, Blickleser - Fufi, du bist unverbesserlich altmodisch!

Der Blick ist seit Frank A. Meiers und seines in ewiger Treue ergebenen Verlegers Regentschaft eine brave Boulevardzeitung mit Linksdrall geworden.

Das Scheitern der EU? Kriminelle Ausländer? Energiepolitik? Sozialstaat? Der Blick ist zuverlässig auf der Linie der regierungstreuesten der Braven und Staatsgläubigen in den Mittelinksparteien.

Das anarchische, unangenehme, dreckige, subversive und respektlose, welches guten Boulevard ausmacht? Wo ist es geblieben? Der Blick ist ein Klatschheftli für die Znünipause einer Büezerschaft geworden, die in Saus und Braus in Richtung einer wohlgenährten Pension mit driter Säule hinlebt und sich alles leisten kann und deshalb wohlstandsermüdet allen Sinn für das Brisante verloren hat.

Uns kann nichts mehr erschüttern. Deshalb haben wir auch keinen Boulevard.

Der Blick, der seinem namen gerecht wurde, ist addio bel passato!
Seufz!

fufi hat gesagt…

Wie sagt der VOLKS-Mund so schön:
Lieber einen BLOCK-vor dem Kopf als eine NZZ im Briefkasten!

Tiger hat gesagt…

Blick: Linksdrall? Unerschütterlicher Dummdrall eher. Der Blick bläst in die Richtung, wohin der Wind weht. Das tut er gut. Blicklesen ist nervtötend.

Der Käfer meint: Wenn doch nur die Schweiz auch zu den Blickfreien gehörte!

Und jetzt haben sie noch einen neuen Blickwart!

FAM geht mir auf den Geist. Wenn ich den Sehe, kommt mir die Kotze hoch, der mit seiner Eingebildetheit, der mit seinem Dünkel, seinem Checkertum. Ein richtiger Orlando.

Bin ich froh, bin ich kein Gentleman. Sonst müsste ich Mary Grace abwehren. Und die ist ja so dünn, die kriegt man nicht zu fassen.

Tiger hat gesagt…

Aber ehrlich gesagt, ihre Haarfarbe gefällt.

fufi hat gesagt…

Oh nein, Orlando,

Der einzige BLOCK wo Politik betreibt, ist der Schwarze, und DER treibt bestimmt und keinesfallstens Politik.
Auch wenn sie jetztbentlich eine so richtig UR-schweizerische Schtauffacherin als heilige Märtyrerin haben.

Und von wegen dem Massen(!)medium und der Politik:
Lies mal DAS:

Wie bringt BLOCK(fufi) die Leser dazu, sich für Politik zu interessieren?

http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/Mit-drei-Klicks-sehen-Sie-so-viel-nackte-Haut-dass-es-Ihnen-schlecht-wird/story/31382831

Tiger hat gesagt…

Also mir wird nicht so schnell schlecht beim Erblicken von nackiger Haut, aber vom Lüch kann ich das nicht sagen.

der Speaker hat gesagt…

Fiorentina liegt mit einem Tor vorne.

Auch das gibt's im BLOCK:
http://www.blick.ch/sport/fussball/europaleague/gc-fiorentina-id2401871.html

Durchsage der Leitstelle hat gesagt…

Bloggerbehinderung im fufi-Blog.
Das Bett ist für den durchgehenden Schlafbetrieb gesperrt.
Die Schlafzeuge bedienen nur die Schlafzeit bis 3 Uhr früh.
Wir bitten um Verständnis.

(Tiger schläft schlecht derzeit)

Orlando hat gesagt…

@Tiger: Blick: Linksdrall? Unerschütterlicher Dummdrall eher. Der Blick bläst in die Richtung, wohin der Wind weht.

Eben. Links. Weil Links = Dumm. Tscheggsch es?

C hat gesagt…

Meine Cousine in Deutschland hat mir mal erzählt, dass sie, wenn sie am Kiosk die Blöd verlangt, ohne Umstände die Bild ausgehändigt bekommt!

Mal eine Frage für all die Bildungsbürger, die das Lesen des Blicks für so degoutant halten:

Sind die Gratiszeitungen auch nur einen Deut besser? Oder ist es tatsächlich so, dass Boulevard-Zeitungen wenigstens die zum Lesen bringen, die sonst keine Zeitungen in die Hand nehmen würden?
Oder sind eventuell Blick & Co sogar geeignet, den Leser zur Weiterrecherche zu animieren?

Ich z.B. lese den Blick, manchmal auch die Bild, in den Ferien und den Blick am Sonntag (mein Mann behauptet für den Sport;-) - daneben aber auch noch andere (wir haben uns aus der prä-Kinder-Zeit die Liebe für Sonntage auf dem Sofa mit ganz vielen Zeitungen erhalten).

Mich beschleicht immer so ein seltsames Gefühl, wenn ich Menschen treffe, die seit Jahrzehnten dieselbe Tageszeitung lesen und zwar immer nur die eine. Menschen, die sich dann sogar empört geben, wenn sie vielleicht mal etwas lesen sollen, was ihren komfortabel eingerichteten Wohlfühl- und Erfahrungshorizont etwas herausfordern könnte (also sagen wir mal: lebenslange Tagi-Leser, die mal, aus reiner Neugier, die Weltwoche lesen könnten oder umgekehrt: Nur-NZZ-Leser, die das Lesen (und Anschauen;-) des Blicks vielleicht mal auflockern könnte; in England Guardian-Leser, die jeden Times-Leser für eine dem kapitalistischen System verpflichtete Sau halten.......

Als ich ein Kind war, haben meine Grosseltern immer die Welt am Sonntag bestellt (sehr aufwändig damals). Ich fand sie reaktionär, salbungsvoll und humorlos. Viele, viele Jahre später habe ich mal wieder eine in die Hände bekommen und fand sie plötzlich herausfordernd, in die Tiefe gehend, z.T. mit Humor und nicht mehr in diesem CDU-Prediger-Ton verfasst - sie gefällt mir mittlerweile besser als die FAS, die oft wie eine Gutmenschen-Missionierung daherkommt. Aber trotzdem lese ich die FAS - das Herausfordernde gehört zur politischen Meinungsbildung!

Vielleicht ist das Fazit: unsere Komfortzone ist wichtig, aber genauso wichtig ist es, ab und zu einen Blick ins (oft schon in Stein gemeisselte) 'feindliche Lager' zu werfen - manchmal ist es überraschend anregend, was man da zu sehen bekommt.

C hat gesagt…

Tiger: es war Vollmond! Oder plagt Dich etwas anderes?

Die paar Tage vor Vollmond schlafe ich auch schlecht, habe vor allem Albträume. Ich stehe jeden Morgen sehr früh auf (nicht so früh wie fufi) und decke die Morgen'schicht' ab - das hat auch sein Gutes. Meinen Kafi kann ich noch ganz in Ruhe nehmen, bevor es so richtig voll wird um den HB herum und wenn ich schlecht geschlafen habe, tut es richtig gut, frühmorgens nicht mehr im Bett herumzugrübeln, sondern aufzustehen, die Zeitungen zu lesen und das Stamm-Café aufzusuchen. Finde ich sehr, sehr zivilisiert hier in der Schweiz, dieses morgendliche Ritual.

Tiger hat gesagt…

Ich wollte halt mal VBZ geben. Was ist, weiss ich nicht. Wahrscheinlich zu viel Sex. Siebzehnmal am Tag ist schon etwas viel, meint auch Eliane und Dr Wermuth. Seich, wahrscheinlich zu wenig Stress. Das ändert nach den Ferien am Montag.

Mondbeeinflusst bin ich meines Wissens nicht. Mein Morgenritual heisst Katzenfüttern und Cappuccinobrauen. Das tu ich einigermassen manuell, also nicht via Knopfdruck. Aber den Zucker im Kaffee kann ich brauchen, neulich hat mich jemand "mager" genannt. Fiesling. Ich bin "schlank". Dann lieber noch jene alte Freundin aus Bern, die einmal auf meine Kaloriensparideen meinte "Werum? Du bisch ämu e Spränzu." Ich kann den ganzen Tag gar nichts essen, und kriege so gegen 3 am Nachmittag ein Hüngerchen. Das ist doch nicht normal das.

Aber wieder Irrtum, C, ich hasse Blickleser nicht, ich verachte sie auch nicht, würde sie nicht mal "dumm" nennen. Ich selbst finde es halt so enorm unergiebig, Blick zu lesen, auch wenn seine Form durchaus gefällig ist. Auch "Bild" ist durchaus nett zum Anschauen, aber sobald man mit Lesen beginnt, ist man froh ums Motilium.

-------- TK ---------

Nochmal schnell was zur Hardware von Computern. Der sehr beliebte Heimcomputer C64 der Achziger hatte eine Taktfrequenz von konstanten 1 MHz, also einer Million Impulse pro Sekunde (die ganzen Bauteile im IC kriegen, grob gesagt, eine Impulsdauer Zeit, ihren Job zu tun, und dann kommt der nächste Impuls und der nächste Job). Ein moderner PC macht davon 800 Millionen, und zwar, wenn er nix zu tun hat, und bis zu 4 Millionen, wenn er total ausgelastet ist. Damit ist das Ende der Fahnenstange eigentlich erreicht, die Industrie beschreitet seit langem andere Methoden, Computer noch schneller zu bauen. Dass immer mehr Logik auf einen Chip passt, nützt hier (gelinde gesagt). Er braucht auch nicht immer gleich viel Strom, wenn es zu tun gibt, schraubt er seinen Energiebedarf deutlich hoch (aufs Mehrfache des Ursprungs). Und zwar ruckzuck, er kann in ein paar Millionstelsekunden beschleunigen und abbremsen.

Dies Folge 2 des Telekurses "Computerbau füa Anfenga" (wir hatten einen Österreicher, der uns in "Systemsoftware" unterrichtete, wir nannten das Fach spasseshalber "Systemsoftwea füa Anfenga"). Beim nächsten Mal geht es um "Des Pfirsichs Kern und seine Repräsentation in der Philosophie von Plato bis Adorno".

Tiger hat gesagt…

4 Milliarden natürlich. Ein IC wird heute schneller, wenn Arbeit ansteht, und langsamer, wenn er nur drauf wartet.

Tiger hat gesagt…

Das ist er. Hat der gealtet. Aber ein kluger Kopf ist er.

fufi hat gesagt…

Tiger ist glaub schon lange nicht mehr Züri-Tram gefahren!

Es heisst nämli nüme "Durchsage der Leitstelle" sondern "Information derZüri-Linie". Bloss die INHALTE sind die eewiggleichen!

Tiger hat gesagt…

Ich abonniere keine Zeitung mehr. Aus Geldgründen, ehrlich gesagt. Ein Tagiabo kostet ja irgendwie 400 Franken im Jahr, und das ist halt schon ein bisschen viel Geld. Im Internet kann man sich super informieren, auch mit vielen verschiedenen Quellen, Spiegel, Focus, TA, NZZ. Ist halt etwas aufwendiger (ja, das schreibe ich ohne "ä", das fänd ich so hesslich). Und Welt, und Zeit, und Weltwoche (die lese ich auf Papier, wenn sie mal herumliegt im Restaurant), und so weiter.

Dass jemand vom Blick zum Recherchieren animiert wird, glaube ich nicht. Die allerallermeisten Blickenden brauchen ihn als One-Stop-Solution für Informationsbedürfnisse. 20 Minuten hat mittlerweile ein ganz ansehnliches redaktionelles und sprachliches Niveau erreicht, sie nehmen ihre Aufgabe als grösste Zeitung der Schweiz schon wahr. Klar, nach oben ist immer Raum. Jedenfalls nenne ich die Zeitung nicht mehr "2 Minuten" nach der Zeit, die ich für die Lektüre benötigte. Ich habe also dazugelernt (und die Zeitung auch, d'oh).

Der Blick am Abend ist allerdings schon nicht so gut. Was soll's. Wo Blick drauf steht, ist Blick drin.

fufi hat gesagt…

Tja, Tiger um 1424

Zum Glück hat der Herr 2 "s" in seinem Nachnamen?
:eut fzeu zt2oe2o"

C hat gesagt…

Fufi: das war auch mein erster Gedanke - typisch Blickleser halt;-))

Tiger: wolltest Du das Klischeebild, das der ehrenwerte Herr O von uns allen hat, bestätigen (siehe das Häufchen, das er letzte Nacht noch im letzten Thread gemacht hat), als Du Deinen Exkurs über 'wie funktioniert mein Computer' platziert hast?

fufi hat gesagt…

Wir hatten etwa 20 Jahre Lang den TA UND die NZZ abonniert.
Früher, als das noch nicht die WW war, hatte ich auch ein Abo für die Weltwoche.
Anyway: Irgendwann hab ich gelernt, die Fakten und die Intentionen wo in der Zeitung stehen zu trennen. (Hab sowas nicht zuletzt auch im Studium gelernt.) Und weil der Wissenschaftsteil der NZZ sich je länger je deutlicher nach unten nivelliert hat, hat halt die alte Dame fon der Valkenstrasse das Zeitliche segnen müssen.
Nachrichten von SFDRS sehe ich schon jahrelang keine mehr, von RadioDRS höre ich sie zuweilen.

Ich hab die Nachrichten von Vietnam gesehen und gehört, auch wenn ich die Sache erst viel später verstanden habe.
Die Studentenproteste in 68, die Heirat der Kennedy-Witwe mit dem griechischen Reeder, ich hab den Start der Saturn V gesehen, wo die Apollo 11 nach oben geschossen hat.
Und ich hab am Radio von LUCENS gehört, ohne zu wissen, worum es ging.
Dochdoch, nach 45+ Jahren Medienerfahrung masse ich mir an, zu extrahieren und zu verstehen.

Und zum Schluss noch DIES:

Den BLOCK hab ich etwa im 4/1982 letztmals "gelesen".

20 Minuten ist für mich ein MUSS, weil meine Zugsfreundin steigt jeweils am Stettbach aus um 6:48, und weil danach nur noch Tunnels kommen bis zum HB brauch ich so Zeugs wo ich meine Augen damit ablenken kann.

Ein MUSS ist auch der tägliche BLOCK-Aushang, weil dort steht, was die Schweiz heute bewegt!

Kennt ihr den Beamten-Triathlon?
Zuerst 20 Minuten lesen
dann 30 Minuten Pause
Und dann 180 Minuten schlafen.
Es soll übrigens welche geben, wo das Ziel erst mit grosser Verspätung erreichen!

C hat gesagt…

Ach übrigens, fufi, da wir schon im Blickmodus sind: ich benutze ein Shampoo namens Ficker, kein Witz. Zucke jedes Mal zusammen, wenn ich es in der Dusche sehe.... Für den Export definitiv nicht geeignet - also in deutschsprachige Länder!

fufi hat gesagt…

@C am 23. August 2013 15:25

"Fufi: das war auch mein erster Gedanke - typisch Blickleser halt;-))"

Meinst du wurklich, die typischen BLOCK-LeserInnen könnten denn 1 "s" von 2 "s" unterscheiden?

fufi hat gesagt…

Tja, C, immerhin ist "Ficker" bloss ein Shampoo.
Ich meine, sowas lässt sich mit einem Shame-popo ja wieder rauswaschen, gäll?
Stell dir mal for, das wär ein Reinigungsmittel für andere Regionen des weiblichen Körpers .... ?
Oder gar des maskulinen?

Tiger hat gesagt…

Hm, kommt aus dem Ficker so weisses glibbriges Zeugs heraus, das irgendwie so doof klebt? Vielleicht hast Du die Flasche verwechselt.

Mein Duschmittel heisst "Dove". Auf Italienisch heisst das "wo". Und das, denke ich, ist kein brauchbarer Name, das Zeugs heisst in Italien also sicher anders.

Aber das Thema "für gewisse geographische Zonen ungeeignete Marketingnamen" ist ein ziemlich lustiges. Der Toyota MR2 heisst in Frankreich ja auch anders, weil "J'ai pris une Merde" nicht soooo sexy klänge.

Leider aber ist mir das Bild, das Ihr von mir habt, weitgehend egal. Solang nicht irgend jemand meint, ich sei ein Krimineller, bin ich sehr entspannt.

Orlando hat gesagt…

Es kommt auf die Jahreszeit an. Jetzt im Sommer etwas vollmundiges aromatisches. Ich mag Fruchtgeschmack nicht so, kann aber die Duschmilch von "Le petit Marseillais" (ich glaube es hat Mandelöl und irgend eine Holznote, Zedern? darin) sehr empfehlen - obwohl ich jetzt ja auch kein Marseillais wäre und schon gar nicht "petit"...

Im Winter benutze ich oft ph-neutrales Zeug mit wenig Duft (weil das besser für die gereizte Haut ist und Düfte wenn schon raffinierter sein müssen als es Douches leisten können, weil wir uns ständig in geschlossenen Räumen aufhalten und nicht schwitzen).

Da ich etwas heikles Haar habe, benutze ich stets...Johnson & Johnson's Baby Shampoo. Ich gebe es zu. Seit Jahren schon.

Ich finde es auffallend, zu allen Jahreszeiten, wie viele übelriechende Menschen hier herumlaufen. Ungewaschenes Haar, tagelang nicht gewechselte Kleidung, die zu riechen beginnt, Männer, die noch nie etwas von der Erfindung des Deosticks gehört zu haben scheinen, ungeduschte Menschen (ja, ganz viele Frauen), die notdürftig billiges Parfüm drüber sprayen - ich weiss nicht, solche Dinge habe ich nie erlebt im Ausland. in New York, Paris, London, wo man wirklich eng aufeinander ist in der U-bahn,

Hier passiert es mir ständig, dass ich olfaktorisch belästigt werden durch jemandes Körpergeruch.

Sind die Schweizer Drecksäuli?

C hat gesagt…

Faszinerend, Orlando;-))
Fahren Sie mal nur eine Woche lang morgens und abends mit der tube - zusätzlich zum feucht-russigen Dampf eines ganzen Jahrhunderts der Gestank der Passagiere, oy vey! Ich habe mich früher durch halb London im Auto gequält, um dem zu entgehen. Ich finde Zürich sehr zivilisiert, olfaktorisch! Paris wird in der Hinsicht und in anderen total überschätzt!

fufi hat gesagt…

Tja, Orlando,

die olfaktorischen Belästigungen kennen wir wohl alle (und selbstverständlich sind's immer nur die anderen?),
aber DIE sind nämlich gar nicht so schlimm, weil nach ein paar Minuten Akkommodationszeit blendet das ZNS diese "Scheisse" nämlich ganz einfach aus unserem Bewusstsein aus.

Viel schlimmer sind dagegen die optischen und akustischen Belästigungen.
Ich meine diese Typen von allen 8 Geschlechtern, wo dir nur schon beim Ansehen kotzübel wird,
oder die "Diskussionen" der typischen BLOCK-Leserschaft, die du dir Anhören musst, auch wenn du am liebsten die betreffenden Stimmbänder entfernen möchtest. Ok, letzteres betrifft auch die achsowichtigen Geschäfts- und Familientelefonate.

Wie heissts so schon:
Idiotie ist auch Verschmutzung!

fufi hat gesagt…

Der Himmel ist grauschwarz,
Regen labt den Boden nach sommerlicher Hitze,
die ersten Blätter fallen.

Ich wünsch euch ein schönes erstes Spätsommer-WE mit
Ken Hensley - Could autumn sunday
http://www.youtube.com/watch?v=o_E2Q69do1k

Anonym hat gesagt…
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Anonym hat gesagt…
Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.
fufi hat gesagt…

Nun denn Kat.,
mutatis mutandis wäre dazu zu sagen:
Glaub keiner Zeitung, die du nicht selbst geschrieben hast!

Anonym hat gesagt…
Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.
Tiger hat gesagt…

Pippi Langstrumpf benutzt Le petit Marseillais.
-
Apropos Mutatis Mutandis. Laut meinem Vater heisst das ja "Unterhosen wechseln", mutande sind Unterhosen auf Italienisch.

Feldweibel:
Soldaten!
Es ist uns endlich gelungen!
Nach sechs Monaten!
Die Genehmigung zu erhalten!
Die Unterhosen zu wechseln.

Fangen wir also gleich damit an.

Hungerbühler wechselt mit Hugentobler
Heimgartner mit Heinemann
...

--

Assad ist an einem bellum ja nicht interessiert, wenn die Amis oder die Nato dabei mittun, also "konstruiert" er sicher keinen casus dafür. wirklich, es scheint viel logischer, dass seine Gegner hier das steuern. Warum Assad die UNO-Inspektoren nicht vor Ort untersuchen lässt, verstehe ich grad nicht.

Die Karikatur auf dem Tagi zeigt Obamas Rotliniendilemma gut auf.

Ich kenne einen Syrer, netter Typ, muss ihn wieder mal treffen. Arbeitet in Luzern.

Katharina, ich kann Dir "House Of Cards" empfehlen, super Serie mit einem grandios fischigen Kevin Spacey.

Tiger hat gesagt…

Lest das und staunt ab der TSA.

Orlando hat gesagt…

100 Punkta an Kat für die Lageanalyse in Ägypten. Plötzlich sollen die Muslimbrüder Engel der Demokratie sein, ich lach mich krumm. Zwar bewundere ich die Organisation (wir sollten so was bei uns haben, einen schlagfertigen, gut vernetzten und einflussreichen Kampfbund für die Rechristianierung Europas, der Wahl um Wahl gewinnt), leider sind die Ziele gleich in zweierlei Hinsicht falsch: Erstens islamisch, zweitens so eine Art faschistisch.

Was ist über Nacht passiert? Diese hasspredigenden, mädchenbeschneidenden Israelhasser sollen quasi die Erben der friedlichen Mubarak-Absetzung am Tahrir-Platz sein?

Ja hat es dem Westen eigentlich ins Hirn geschneit? Dieser schnarnasige Tölpel im Oval Office hat von Tuten und Blasen keine Ahnung (kein Wunder, um die Sauerei wieder aufzuräumen, die unfähige Demokraten angerichtet haben, müssen dann wieder die Republikaner antreten...)

Was wir wiederum in Syrien erleben ist durch die Verschiebung der geopolitischen Gewichte zu verstehen: Nachdem die Chaos-Mujahedin in Afghanistan und im Irak gegen den grossen Satan Amerika gescheitert sind, ist das nun das letzte Aufgebot.
Allerdings hat der Westen dort nur noch die Wahl zwischen Pest (den Rebellen) und Cholera (dem Assad-Regime). Mir tut das syrische Volk leid, das in diesen Mühlstein geraten ist. Aber abgesehen von diesem humanitären Aspekt: was gehen uns diese innerarabischen Kämpfe an?

"Aber Orlando, es sind zwei Millionen Kinder auf der Flucht, da müssen wir als Westen doch etwas tun". Nein.
"Aber Orlando, man muss doch eingreifen, wenn irgendwo etwas Ungerechtes geschieht". Nein, weil George W. Bush hat man den bösesten und schlechtesten Präsidenten aller Zeiten geschumpfen, weil er Saddam Hussein und sein mörderisches Baath-Regime entfernt hat. Kein westlicher Politiker wird jemals wieder Kopf und Kragen riskieren und gegen etwas Ungerechtes irgendwo in der Welt zu Felde ziehen. Interventionismus ist out. Die mächtige Friedensbewegung sorgt dafür, dass die Diktatoren in Zukunft in Frieden weiterfoltern, unterdrücken und ihr Land ausbeuten können.

Der Pazifismus ist für Diktatoren die beste Erfindung, seit es Amerika gibt.

Witzig ist Broder in der neuen WeWo über einen deutschen Friedenspolitiker oder so, der gesagt hat: "Der Israel/Palästina-Konflikt ist die Mutter vieler Probleme".
Wenn das so ist, so Broder, dann müsse man nur noch wissen, wer der Vater ist, dann könne man die Probleme auch lösen.

Das Anti-Krieg-Paradigma (und vor allem die linke Solidarität mit Aufständischen per se) hat dazu geführt, dass Journalisten und Meinungsmacher im Westen heutzutage - in der "globalisierten" Welt! - so ahnungslos, naiv und überfordert sind, dass man von dieser Seite keine Einordnung der aktuellen Konflikte erwarten darf.

@C.: was finden Sie faszinierend? Dass ich nicht "petit" bin oder dass ich meine Haare mit Babyshampoo wasche?
Mir macht eher Sorgen, dass Sie beim Wort "Ficker" offenbar zuerst an eine Session alleine unter der Dusche denken...oder schrubbt sie wenigstens ihr Ehegespons mit dem Ficker ein? "Schatzi, ich bin in der Dusche, kommst du mich schnell einfickern?"
Im Laden: "Wie kann ich Ihnen helfen?" - "Ich habe kein Ficker mehr. Haben Sie noch auf Lager?"
Auf der Notfallaufnahme: "Ich bin in der Dusche auf meinem Ficker ausgerutscht und habe mir die Hand verstaucht".
Werbeslogan: "Immer mehr Frauen kaufen Ficker".

Ist alles fürchterlich geschmacklos, ich weiss. Aber lustig.

Tiger hat gesagt…

Petit Marseillais ("der kleine Marsianer") ist sicher super für den Kleinen am Orlando. Ich benutz' derweil Mammooth plus.

Orlando hat gesagt…

btw, here's who we're talking about: http://www.dailymail.co.uk/news/article-2324406/Syria-heart-eating-video-Our-slogan-eye-eye-tooth-tooth.html

Anonym hat gesagt…
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Orlando hat gesagt…

Sesamöl? Da riechst du dann ja wie die Küchenangestellten im "Peking Garden"...eine wandelnde Frühlingsrolle.

Shalimar...hm, ich hätte jetzt mindestens Aqua di Parma oder Penhaligon's vermutet.

So kann man sich täuschen ;-)

Anonym hat gesagt…
Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.
Tiger hat gesagt…

Ich will einfach gerne mal hören vom Ägyptischen Volk: "Ja, wir haben Scheisse gebaut letztes Jahr, als wir Mursi gewählt haben. Wir haben daraus gelernt und werden künftig weniger aus dem Bauch raus wählen sondern zuerst gründlich studieren. So wie Ihr." (wobei auch hier zu viele Leute einfach auf ihr persönliches Wohl schauen beim Wählen) Und dann ist gut. Nein, Mursi findet im Westen fast niemand gut, aber die Mechanismen der Demokratie schon. Darum soll man Mursi auch nicht einfach so mirnixdirnix absetzen dürfen. So eine Art Amtsenthebungsverfahren hätte ich bevorzugt. So, wie es jetzt läuft, ist es an sich aber nicht schlecht. Die neuen Toten finde ich aber katastrophal.

Düfte. Vendetta von Valentino finde ich gut, und Roma von Laura Biagiotti. Aber ich brauch die alle paar Monate einmal. Vendetta gibt es in normalen Parfümerien hierzulande nicht mehr, man muss es einfliegen lassen. Normalerweise rieche ich, wie ein rechter Mann, nach Karrenschmiere, Dieselöl und Kuhdung, jawoll. Seich natürlich.

Shalimar. Guter Tipp. Muss ich mal an Ivana ausprobieren, passt vielleicht auch zu ihr. Sieht ja etwas ähnlich aus wie Katharina.

Ah ja, und von wegen Wassersoftener: Ist in Zürich nicht nötig, hier ist das Wasser, da es zu einem grossen Teil dem See entnommen wird, sehr weich. Das Seewasser wird gefiltert und ist sauber. Unser Trinkwasser ist sehr gut (das sag nicht ich, das sagen die Labors, die das wissen).

Orlando hat gesagt…

Na also, das ist schon eher die Musik, die ich meinte.

Neulich am Flughafen machte Aqua di Parma (Kölnischwasser für kultivierte Menschen) eine Aktion mit ihren Klassikern. Ich erwarb gleich zwei Flacons: Colonia Essenza (zitrisch-frischen Noten und einem Hauch Orangenblüte, betörender Jasmin und Blumen als Herznote, etwas krautiger Rosmarin, harzig-süsse Ambra, weicher Moschus, Holz und Patchouli als kühle und rauchige Basis).

Eher verspielt, mit Bergamotte und Anis, etwas Frucht in der Mitte und wiederum mit zartgliedrigem Holz, Kaffe und natürlich Mandelmilch ist deren "Mandorla di Sicilia" - eine Sommerbrise.

Schon erstaunlich, wenn so ein Duft nach einer achtzehnstündigen Flugreise (mit Zwischenstopp) noch wunderbar hält!

Aber seien wir ehrlich: Für den Büroalltag taugt das alles wenig. Man ist schnell overdressed. Ein Duft ist ja wie ein Kleid. Ich laufe ja auch nicht ständig im Smoking rum.

Da braucht es etwas dezenteres. Terre d'Hommes in zurückhaltender Dosierung oder dieses Produkt von Roger y Gallet, das ich zurzeit trage. Etwas, das frisch, unverschnörkelt und unaufdringlich wahrnehmbar ist und trotzdem nicht nach schwulem Bubizeugs riecht.

p.s.: Guerlain war schon immer meisterhaft in der Kreation von Düften, die Kurven wie ein impressionistisches Gemälde aquarellieren

Na ja, als Werbetexterin hättest du wahrscheinlich keine Karriere gemacht ;-)

Orlando hat gesagt…

Nein, Mursi findet im Westen fast niemand gut, aber die Mechanismen der Demokratie schon. Darum soll man Mursi auch nicht einfach so mirnixdirnix absetzen dürfen.

Hättest du das 1933 bei Hitler auch gesagt?

C hat gesagt…

Merkwürdiger Mix hier aus Ernsthaftem und Leicht(fertig)em:

O, auch wenn es mir schwerfällt: ich stimme Ihrer Zusammenfassung zu - mit dem kleinen Proviso, dass ich eine Intervention für durchaus möglich halte. Für meine Begriffe eine ganz ähnliche Situation wie damals in Ex-Jugoslawien, als Europa auslandspolitisch ein für allemal zeigte, dass es nicht taugt als Ersatz-Amerika. Es ist eine durchaus berechtigte Frage, inwieweit sich der Westen/die USA überhaupt jemals wieder in einen (zum Bürgerkrieg gewordenen) Konflikt einmischen soll und darf. Ich persönlich bin der Meinung, dass angesichts dessen, was in Syrien geschieht, die Ausweitung auf den gesamten Nahen Osten und die geopolitische Gefahr ein UNO-Mandat viel zu lange auf sich warten lässt und ein Eingreifen der Amerikaner aus humanitären Gründen vertretbar ist - wie immer diskutieren die Europäer sich den Wolf und können vor lauter Interessenkonflikten und Ohnmacht zu keiner klaren Haltung kommen. Der Kosovo-Krieg, erst 20 Jahre her, war die grosse Schande der EU - das darf einfach nicht noch einmal geschehen (obwohl es ja schon wieder zu spät zu sein scheint).

O, merkwürdiger Mix: Petit Marseillais und Aqua die Parma und überraschend! Denn: Ich mische mir verschiedene Aqua di Parma Düfte zusammen, je nach Stimmung. Mein Mann benützt es und ich liebe es an ihm.
Und ich wechsle ab mit Guerlain - Aqua Allegoria. Unter der Dusche fast alles von Molton Brown (Ausnahme: The F-Shampoo).....

Tiger hat gesagt…

1933 hätte ich es bei Hitler sicher auch gesagt, weil er da noch ein unappetitlicher Maulheld war. Schon 1934 wäre eine Absetzung aber sicher gerechtfertigt gewesen.

Katharina, apropos Jugoslawien, was meinst Du, wie lange dauert es, bis der Serbe von der Strasse der NATO die Bombardierung von Belgrad verziehen hat? Ich weiss noch, ich weinte, als das geschah.

Orlando hat gesagt…

Tigri findet an der Machtergreifung der Nazis 1933 nichts antidemokratisches...

Wodurch wäre seine Absetzung 1934 denn gerechtfertigt gewesen?

Ist Demokratie also der blosse Mechanismus des Wählens? Das scheint mir die Denkverirrung vor allem von Linken zu sein.

Zu Dmokratie gehört mehr: Rechtsstaatlichkeit, das Bemühen um eine Meinungsvielfalt, freie Presse, ein verbindliches Regierungsprogramm der Gewählten, Opposition, Diskurs.
Demokratie heisst sicher nicht, sich wählen zu lassen, sofort die Verfassung abändern, damit man nicht mahr abgewählt werden kann und eine Art Gottesstaat light zu errichten.

Und wenn's nur ein Mechanismus wär: Die Ägypter würden den fehler kaum ein zweites Mal wiederholen, wie Umfragen zeigen.

Nur die westlichen Journalisten stehen zu den Muslimbrüdern. Weil westliche Journalisten die Armee immer ganz ganz pöhse finden. Egal, wie die Verhältnisse im Land sind.

Orlando hat gesagt…

Mehr Überblick hat dieser Leserbriefschreiber (fantastisch!)

http://now.msn.com/a-short-guide-to-the-middle-east-letter-to-the-editor-published-in-the-financial-times

Tiger hat gesagt…

Sobald Hitler an der Macht war, und Widerrechtliches gemacht hatte, hätte ich eine Absetzung zugestimmt. Aber er war ja demokratisch gewählt worden, also hätte er nicht sogleich gestürzt werden können. Allerdings stimmt 1934 nicht. Schon vorher hat er klar Völkerrechtswidriges begangen.

Disclaimer: Ich bin kein Historiker.

Tiger hat gesagt…

He, Orlando, Du bist doch so patent als Wadenbeisser. Fetz Dich doch mal ein bisschen mit gabi im Mamablog herum, das ist sicher lustig. Und wenn dem Typen jemand Paroli geben äh lassen äh blasen äh dingsda kann, dann Du.

Orlando hat gesagt…

Man muss nicht Historiker sein, um das Hirn einzuschalten, wenn es um Ereignisse in der vergangenheit geht...

ja, so weit kommt's noch, dass ich dem Pornoproduzenten die Ehre erweise, ihn direkt anzusprechen, ihn überhaupt wahrzunehmen.

Marseillais, gutes Stichwort C. Ich muss wieder go poschte. Und zur Diskrepanz: Vergessen Sie nicht, ich benutze sogar Babyshampoo und trotzdem teures Parfum. Aber eben: im Alltag eher selten. Zudem sind mir die Douches von Markenparfüms zu teuer zum simplen Zweck des Körperwaschens.

fufi hat gesagt…

Also ICH benutze zwecks korpuskulärer Reinigung die "I am" Linie vom Migro. Nach dem cartesianischen Motto: Ich dusche, also bin ich!

Und von wegen Ägypten:
S'ist meines wissens echt das erste Mal, dass die DEMOKRATIEN sich darüber freuen, dass eine DEMOKRATISCH gewählte Regierung vom Militär weggeputscht wurde.
So ganz nach der Intention der demokratie-bringenden Mächten:
Demokratie ist, wenn ihr DAS wählt, wo ICH will, dass ihr es wählt!

Und zu Syrien:
Irgendwie meine ich, dass es dort so ganz nach fufi's Motto kommen wird:
Befürchte NIE das Schlimmste, es wird nämlich noch viel, viel schlimmer kommen!

fufi hat gesagt…

Und noch ein Gratis-Tipp an Orlando:
MANN(!) muss auch kein Historiker sein, um das Hirn ainzuschalten, wenn es um AKTUELLE Ereignisse geht!

Orlando hat gesagt…

Fufi, du musst nur ein paar Posts zurückgumpen, dann siehst du, wie Demokratie definiert ist/resp. eben nicht definiert ist.

Also, ihr linken Idioten findet, die Muslimbrüder sollten einen Gottesstaat errichten, Mädchen beschneiden, Israel angreifen und die Opposition (zum Beispiel die Kopten) hinrichten und anzünden und ausplündern?

Und das Ganze sei dann "demokratisch", nur weil die Muslimbrüder mal demokratisch an die Macht gekommen sind?

(was sagte ich im letzten Post im vorderen Thread über linke Topoi...? q.e.d.)

Fufi, der Satz mus anders lauten: Wenn man mit Linken diskutiert, muss man immer befürchten, dass sie ganz entsetzlich dumme Sachen sagen werden. Und dann sagen sie noch viel, viel dümmere Sachen, als man befürchtet hat!

p.s.. wer soll das sein, "demokratie-bringende" Macht? Die Macht sei mit dir? Darth Vader im Prinzessin Leya-Pelz? Freudenbringende Weihnachtszeit? Und wie haben diese "bringenden Mächte" ihr Gut nach Ägypten gebracht? Haben sie es auf den Tahrir-Platz geschmuggelt? Oder waren das dort alles westliche Agenten?

*kopfschüttel*

Anonym hat gesagt…
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Anonym hat gesagt…
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Tiger hat gesagt…

Ja, fufi, wir kennen ja die folgende Erzählung:

Und mitten im Chaos sprach eine Stimme zu mir:
"Sei ruhig und sei froh, denn wisse,
es könnte noch viel schlimmer kommen."

Und ich wahr ruhig und ich war froh,

und es kam noch viel schlimmer.

--

Orlando, Dein "Wer nicht für mich ist, ist gegen mich"-Gebaren ist ja unappetitlichst. Ich äussere Bedenken. Ich sagte nicht, das sei absolut schlecht, was da vorgeht, ich sagte nur, dass ich nicht begeistert bin. Und ein Demokrat kann nicht begeistert sein. Für die Muslimbrüder bin ich nicht, ich war es nie, die Leute haben mich genauso geekelt wie die Tea Party oder der KGB oder die Roten Khmer (wenn ich da einmal eine ziemlich disparate Gruppe von Bösewichten zusammenstellen darf). Orlando, Dein Mangel an differenziertem Denken ist schon arg genug, dass Du solches aber auch bei anderen verachtest und übersiehst, das ist schon richtig ärgerlich.

--

Katharina, die Antwort, eine Antwort auf zwei rhetorische Fragen natürlich, lautet "Nie.". Katharina, die NATO hat Serbien bombardiert. Das ist keine "anonyme Volksgruppe". Ich hätte nie gesagt, dass es "Amerika" war. Lies bitte genau. Wenn Du meinen "Serben von der Strasse" meinst, dann, sorry, meine ich genau den. Ich denke nicht, dass Du viele Serben findest in Belgrad, die die NATO-Bombardierung befürworten. Und auch sonst in der Welt nicht.

Die Beschiessung eines Spitals hat keinen taktischen Sinn, ausser den des Terrorverbreitens.

Ich empöre mich nicht "heuchlerisch" - und ich verbitte mir, wenn wir schon dabei sind, die Identifizierung mit "meinem Land". Tja, so schnell schlägt ein Vorwurf zurück auf den/die VorwerfendeN.

Dass Serben hierzulande stark unterschätzt werden, ist ein Fakt. Jeder einzelne Serbe, den ich kenne oder kannte, ist ein flotter Typ. Milosevic ist genauso wenig ein Muster des Serben wie es Hitler eines des Österreichers war.

Katharina, dieser "Scam" hat ein paar hundert Tote gekostet. Nicht nix. Saddam hat seine Leute nicht gekillt, als eh die ganze Welt auf den Irak schaute. Er tat es, als der Irak noch eines der mittleren Kriesengebiete des nahen Ostens war (oder des "mittleren", wie Ihr Amis ja sagt). Er war überdies noch fest im Sattel, und würde es noch für viele Jahre sein. Assad hingegen hängt da schon seit Monaten angezählt herum.

Soo, happy evening efribödi. Me go to sleep now. Tomorrow's a day.

Anonym hat gesagt…
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Anonym hat gesagt…

Der Vergleich mit Jugoslawien hinkt trotzdem.

Jugoslawien ist nicht nur näher, sondern mitten drinn in Europa; es ging uns wirklich noch viel direkter was an.

Chaotisch und unübersichtlich ist Beides. Stimmt.

Aber damals dauerte es noch Einiges länger, wie - aus dem Nichtstun des Westens heraus - der internationale Djihad-Tourismus Bosnien entdeckte.

Im Falle von Syrien musste das ja, nach Bosnien, wie auch nach 9/11, Einiges schneller gehen. Schon nur, weil der Libanon (einst: die Schweiz des NahenOstens!), in dem diese Flickenteppich-Auseinandersetzungen schon seit Jahrzehnten wüten, direkt nebenan liegt.

Die Sache wird dort nur insofern "lustiger", als das hier der wahre Glaube den wahren Glauben bekämpft: Hisbollah gegen Al-Quaida... Sunniten gegen Schiiten. Da kommt viel Selbstaufopferungspotential zusammen. Von den Unschuldigen (der Herr wird die Seinen schon erkennen!) ganz zu schweigen. Aber die zählen in einem gottgefälligen Krieg ja sowieso nie.

Der Westen hätte vom Zerfall Jugoslawiens jedenfalls lernen können: Nichtstun verschlimmert die Sache nur und eingegriffen werden muss am Schluss dennoch.

Heute wie damals hält vor allem die Angst (der schlechte Ratgeber!) den Westen davon ab, dass damit Russland oder gar China vergrätzt werden könnte und unbedingt deren "Interessen" berücksichtigt gehörten.

Ich meine, in diesem beiden Fällen ist das Problem nicht ein Zuviel, sondern ein Zuwenig Interessenpolitik des Westens.

Ein zweites Afghanistan vor der Haustür kann es zweifellos nicht sein (und auch das hatten wir schon Moskau zu verdanken).

Dass der Wester überhaupt so doof war, Russland derart hoch kommen zu lassen, ohne es zu zwingen, sich seiner Vergangenheit zu stellen, ist wohl im Hinblick auf seine politische Reifung die zweite Katastrophe nach dem historisch folgenreichen Fehler, sich nicht von Napoleon besiegen zu lassen... Was für alle besiegten Staaten Europas zum Initalfunken der Moderne wurde.

Aber eben: Was tun in Syrien, wo es für Vernunft längst zu spät ist? No fucking idea anymore.

Und die Hinweise auf Ägypten: Es lässt sich noch so lang Demokratie wünschen. Wir kommen nicht weiter, wenn wir die Augen vom Kern der bestimmenden Hauptreligion der ganzen unglückseligen Gegend verschliessen.

Eine Religion, die sogar in der Hadsch als zentrales Element das Bekämpfen des Teufels ausserhalb seiner selbst (die Anderen! Immer die Anderen!) auf dem Programm hat (Steinigung der Säule, die den Teufel symbolisiert) und unbestreitbar das Vermächtnis eines Stifters bleibt, dessen Taten vollkommen heilig und sakrosankt sind, aber der sich selbst von zwei kleinen Spotliedsängerinnen derart bedroht sah, dass er zu ihrer Ermordung ermunterte, wird niemals fähig sein als tragendes Element einer Demokratie zu taugen.


(d. Uasprl)






Orlando hat gesagt…

"No fucking idea" - das hätte eigentlich gereicht. Wieso also so viel schreiben und mit deinem üblen Mundgeruch die Luft hier verpesten?

Das Spatzenhirn des geschwätzigen Pornoproduzenten ist leider nicht interessant genug, um ihm beim Denken zuzusehen. So ein Stuss habe ich ja schon lange nicht mehr gelesen.

Vade retro, du Langweiler!

C hat gesagt…

Shut up, Orlando! Ihre verdammte Arroganz und das Platzhirschgetue geht ganz sicher nicht nur mir auf den Zeiger!
Wenn Sie nicht Manns genug sind, auf durchaus berechtigte Posts zu antworten, ohne sich an den Karren gefahren zu fühlen, haben Sie vielleicht ein kleines Problem?
Was soll das - auch durch Ihre weibischen Wiederholungen nicht wahrer werdenden - Hinweisen auf den Pornoproduzenten?
Ist ja schon fast peinlich mit Ihnen.

Orlando hat gesagt…

Wieso, das hat er ja selber gesagt? Ist Gabi etwa kein Pornoproduzent?

Dann würde ich mich sofort bei ihm enschuldigen!

Im übrigen: Ich würde mir gern "an den Karren fahren" lassen. Aber soviel redselige Plattheiten wirken auf mich eher einschläfernd. Also wenn ich an Gabi...denke, (gähn) dann...also, an Gabi, dannnnnnn, bsssss....bsssss....ronfpsüüüüüü----schnarch......schnaaaarch

Joseph Goebbels hat gesagt…

So ziemlich off topic?
Oder vielleicht auch grad gar das Gegenteilige?
Jedenfalls, so die Römer recht gehabt haben mit ihrem Wort dass "nomen" eben auch "omen" sei.
Anyway:
"Oskar Freysingers neuer Medienverantwortlicher heisst Slobodan Despot. ..... Der ist nämlich der Ansicht, dass das Massaker von Srebrenica .. NICHT als Völkermord einzustufen sei."
Die ganze Abscheulichkeit gibt's HIER:
http://epaper.blick.ch/webreader/baa/download/?doc=BAA270813ZH
auf Seite 5

fufi hat gesagt…

Und wenn ich dran denke, dass der Oski Polizei- UND Bildungsminister ist?

fufi hat gesagt…

1. zu Ägypten:
WIE soll denn ein Volk, wo bisher noch nichts von Demokratie erlebt hat verstehen, dass ein demokratischer Wahl-SIEG nicht einfach heisst, dass die SIEGER tun und lassen können, wie es ihnen denn so belienben mag, sondern dass auch Minderheiten ein Lebensrecht haben sollen?

Ich meine, damit haben ja auch die Ur-Demokratischen US-Republikaner so ihre liebe Mühe, nöd wahr?
Ebenso wie die in Ungarn und die wählerstärkste Partei des Schweizervolkes ebenso.

Ich meine, da kann's ja wirklich vorkommen, dass die "richtigen" Demokraten nach einer demokratischen Wahl sagen: Also bitte, unsere Lieben, aber SO haben wir das mit der Demokratie ja denn doch nicht gemeint.
Ist auch in Afghanistan schon so geschehen, oder im Irak.
Vor vielen Jahren übrigens auch im Iran, wohin der Ayatollah K. damals zurückgekehrt ist, nachdem er die Revolution von Paris aus gesteuert hat!

fufi hat gesagt…

Ach ja, das mit dem Ayatollah K. war nicht so demokratisch, aber die Franzenosen haben ihn trotzdem machen lassen.

Und 2. mit Syrien:
DORT geht's ja gerade umgekehrt, weil DORT eine kleine Minderheit die grossen Mehrheiten unterdrückt.
Aber weil sich die Mehrheiten nicht auf eine einzige Mehrheit einigen werden wollen (-> Demokratie!).
Muss ich's wirklich sagen?

Tiger hat gesagt…

You are, I am, but the situation is veeeery dangerous.

gabi ist übrigens erstaunlich unschlüssig hier.

fufi hat gesagt…

Ach ja, von wegen dem BLOCK,
und ausgerechnet ICH poste diesen Link

http://epaper.blick.ch/webreader/baa/download/?doc=BAA270813ZH

Holy Handgranate!

Anonym hat gesagt…

Okay: Ich bin KEIN Pornoproduzent.

Und habe sowas niemals auch nur ernsthaft angedeutet.

(waren bloss Ihre Schwestern im Geiste, Orlando: die guten, alten Pasdaran)

Your turn.

((der Unaussprechliche))

Anonym hat gesagt…

fufi: Ohne bestreiten zu wollen, dass mir die von Ihnen aufgeführten Ländern auch Mühe bereiten, so stelle ich doch fest, dass es schwieriger und schwieriger wird, je mehr sich die entsprechenden Länder oder Gruppen auf der Seite Gottes wissen.

Auf Basis eines Glaubens ein Land zu gründen, scheint einfach so oder so eine ausgemachte Schnapsidee (siehe Pakistan; siehe selbst Israel).

Hat dieser Glaube dann aber noch die - in Ritualen der obligaten Pilgerreise tief verfestigt! - Tendenz, das Böse ausschliesslich ausserhalb seiner selbst zu verorten; es als etwas darzustellen, was es mit Gewalt zu bekämpfen, konkret zu steinigen, gilt, dann halte ich das tatsächlich für äusserst erschwerend.

- Ja, ist mir natürlich auch klar, dass die Steinigung des Teufels in Mina (übrigens nicht nur an einem Tag: ist ein ganz zentrales Element, das innerhalb des Ritus an mehreren Tagen praktiziert werden sollte) auch dahingehend gedeutet werden könnte, dass es gegen das Böse in sich selber gehe.

Ich glaube aber nicht, dass sich das im Bewusstsein der Mehrzahl der Pilger so verfestigt. Die Handlung ist eben dennoch nichts in sich Gekehrtes, Selbstanklagendes, sondern klar gegen aussen gerichtete Gewalt.

UND: Gleich nach der ersten Steinigung ist, schwuppdiwupp, bereits alles an vorherigen (eigenen) Sünden verziehen und vergessen!

Die Männer scheren sich den Kopf, die Frauen kürzen sich die Haare als Zeichen des neuen Lebensabschnitts nach der Sündenbefreiung.

Doch. Ich finde schon, es lohnt sich, sich einmal zu überlegen, was denn das genau heisst. Welche Unterschiede hier zu einer protestantischen Weltsicht (die, meiner Meinung nach, erst die Basis für das Werden von westlicher Demokratie überhaupt bildete) bestehen, wenn´s um die Befreiung von Sünden und um den Start eines Neubeginns geht.

Da herrscht schon ein Riesenunterschied, ob ich in mich gehen muss, um meine Sünden überhaupt auszukramen (bei Katholiken gar: auszusprechen) oder ob ich Sünden ganz allgemein, unpersönlich und eben auch in Form von etwas Anderem als mir selber, mit Steinen bewerfen soll.

Am Allerverheerendsten aber: Es ist ein unterschied, ob ich aufrichtig bereuen muss, um überhaupt mit Vergebung rechnen zu können oder ob ich nur ernsthaft genug bei der Sache sein muss, etwas ausserhalb von mir mit Gewalt zu bekämpfen... Als Voraussetzung zur Sündenbefreiung, wohlverstanden.


Man kann´s drehen und wenden, wie man will:

Der Koran ist und bleibt - unbesehen der Millionen anständigen Muslime, die das Gewaltpotential einfach ausblenden - das Vermächtnis eines Warlords mit ziemlich viel Blut an seinen Händen!

((der Unaussprechliche))



Anonym hat gesagt…

Und zu Freisingers Despot:

Vielleicht sollten wir uns einfach mal damit abfinden, dass die Eidgenossen nur ein verlorener jugoslawischer Stamm sind?

Wem die Verwandtschaft zw. Eidgenössischer Schwurhand und dem sogenannten Serbischen Gruss noch nie aufgefallen ist, ist selber schuld.

http://www.toonpool.com/user/3477/files/hc_strache_466269.jpg

;-)

Orlando hat gesagt…

Ja, dann entschuldige ich mich.

ich war der Ansicht, es kam von ihnen. Sie haben sich auch nie gewehrt, als ich es kolportierte.

Aber mich würde schon interessieren, was sie dort in Wien arbeiten, wenn sie so viel Tagesfreizeit zum Bloggen haben...

Anonym hat gesagt…

Gewehrt? Ihnen gegenüber? Wie kommen Sie darauf, dass mir etwas daran liegt?

Warum sollte ich mich mit jemandem ernsthaft abgeben, der hier in dieser Lounge sowieso nichts Anderes tut, als in Omnipotenzfantasien auf Dauergezetter zu schalten; sich dabei offenbar für einen selbständig Denkenden hält, aber zugleich abstruseste Behauptungen einiger durchgeknallter, keiffender Pasdaran für bare Münze nimmt?

Leute wie Sie, dürfen - ja sollen sogar! - gerne demonstrieren, wie liebend gerne sie bereit sind, noch plumpsten und niederste Anwürfen Glauben zu schenken.

... Oder irgendwelche Obszönitäten gleich selber zu entwickeln. Wie der Offizier und Kellerwitz-Guignol, der sich auch immer mal wieder hier auf ihren Niveau einfindet.

Wie peinlich müsste es mir wohl sein, wenn ausgerechnet Figuren wie Sie mit Hochachtung von mir sprächen?!

Aber - hihi... - eine Entschuldigung macht natürlich immer Spass.

Immerhin: Wenigstens schämen Sie sich nicht dafür, es einzugestehen. Das ist schon mehr, als man von den Pasdaran oder Guschti je behaupten könnte und das anerkenne ich!

...

Aber: Soso... Was ich mache interessiert sie also.

Am Schluss gar was Ähnliches, wie Sie, der Sie soviel Tagesfreizeit zum Bloggen haben...


:-)


((der Unaussprechliche))

Orlando hat gesagt…

Frage: was bringt ein Militärschlag?

2003 im Irak war der Fall klar: Saddam hatte WMDs, er setzte WMDs wiederholt gegen sein Volk und gegen Nachbarländer ein, er erzählte überall rum, er habe WMDs, er warf die UNO-Inspektoren aus dem Land die das untersuchen wollten, Bush errichtete eine Drohkulisse, um ihn zum Einlenken zu bewegen. Als er nicht einlenkte und das Ultimatum ablief, griffen die Alliierten an und entfernten Saddam und die Baath-Partei aus dem Amt und installierten eine neue, später demokratisch legitimierte Verfassung und Regierung.

As simple as that.

Und in Süürien?

Obama will Vergeltung. Vergeltung! An eye for an eye, wie im alten Testament. Für einen Giftgasangriff, von dem man noch nicht mal weiss, ob er und von wem er initiiert wurde. Von den Rebellen, unter denen sich Al Qaida und Islamisten befinden, die syrischen Soldaten das Herz herausreissen und es vor laufenden Kameras verspeisen? Oder von der Regierung? Nebenfrage: Wer hätte ein grösseres Interesse an einem Giftgaseinsatz, der ein internationales Echo auslöst? Die Rebellen oder die Regierung?

Was ist der Sinn, das Ziel, der Zweck eines "Vergeltungsschlages"? Gerechtigkeit? Was hat ein solcher Schlag zur Folge, was soll am Ende dabei herausschauen? Obama hat offenbar keinen Plan. Welche Interessen schützt er dabei? Amerikanische? UN-Mandat?

Also im aktuellen Stand der Dinge wäre das der kopfloseste, strategisch am unlegitimierteste und hirnrissigste Militäreinsatz der US-Geschichte.

Fazit: Im Gegensatz zu George W. Bushs Krieg im Irak ist Obamas Feldzug in Syrien eine Sinnlosigkeit erster Güte!

Das dümmste übrigens, was ich diese Woche gelesen habe, stammt von Larent Fabuis: "Es kommt nicht in Frage, nichts zu tun".

fufi hat gesagt…

Sauer? Saurer? Am Süürischte?
OMG!

fufi hat gesagt…

Und abgesehen davon, Orli, dass ich deiner GWB-Feschichtsklitterung schon grad gar nicht zustimmen kann,

dass SOWAS:
"Es kommt nicht in Frage, nichts zu tun"
HIRNRISS PUR
ist, tja, DA pflichte ich dir noch so gerne bei.

Bloss, irgendwie ist's ja auch "des Politikers" Lieblingsgedusel.
(Meitschi mitgemeint!)

Ich meine, irgendwann wird's verboten werden, Benzin in einen Autotank zu füllen ...... ?
Oder einen Hammer zuhause aufzubewahren?, ein Küchenmesser? oder (wie das japanische Beispiel zeigt) eine Kaffeetasse?
Zynisch? Selbstverständlich!

Und die neuen Abspritzboxen da in Züri, ich meine, NICHT-Züricher könnten damit ja eine Dienstleistung für das Karrosseriegewerbe vermuten?

freier Freier hat gesagt…

Abspritzboxen? Schtützliwösch!

C hat gesagt…

www.strichplatz.ch

Ich weiss echt nicht, ob ich lachen oder heulen soll.......

Nur bei der Frage ist die Sache klar: darf man auch mit einem Mobility-Fahrzeug reinfahren?

Orlando hat gesagt…

Nix da Klitterung: die reine, ungeschminkte Wahrheit, die dem hinterletzten (und -fotzigsten) Bush-Verteufler langsam, mit historischer Distanz um so mehr!, einleuchten kann.

Heisst: man darf auch im Nachhinein klüger werden!

Es war ein monatelanges Verfahren, durch alle Instanzen, breit abgestützt und hat ein geopolitisches Problem gelöst, einen Unsicherheitsfaktor beseitigt, der die ganze Weltregion destabilisierte. Seitdem ist Iran noch isolierter, die Kurden haben ein Land, der Irak ein friedliches Land, das sein eigenes Öl verkauft, die Al Qaida auf der Flucht und die Flamme der Freiheit hat in der gesamten arabischen Welt zu brennen begonnen. (Dass sie in Ägypten gerade wieder am verglühen ist, ist ja kaum Bushs Fehler, oder?).

Der Irak ohne Saddam drin ist ein besserer Irak. das gleiche jann von der Welt gesagt werden.

The USA waren - einmal mehr - eine Kraft des Guten.

fufi hat gesagt…

An den Unaussprechlichen
(und ich meine damit definitif NICHT JHWH)

Tja, DAS da ist noch recht interessant:
"fufi: Ohne bestreiten zu wollen, dass mir die von Ihnen aufgeführten Ländern auch Mühe bereiten, so stelle ich doch fest, dass es schwieriger und schwieriger wird, je mehr sich die entsprechenden Länder oder Gruppen auf der Seite Gottes wissen.

Auf Basis eines Glaubens ein Land zu gründen, scheint einfach so oder so eine ausgemachte Schnapsidee (siehe Pakistan; siehe selbst Israel)."

Schreib doch mal ne CB dazu, ja?
Ich meine, weshalb muss ich denn immer alles selbst tun?
Wenn's ander auch könnten?

Und schliesslich in Orlandos Sinne:
Was tuste denn, wenn du dich nicht grad hier verlustierst?

fufi hat gesagt…

@Orlando

und das meine ich im Fall echt ernst, weil DU dich in sowas glaub liebe reinkniest wie ich, aber dennoch:
War der Angriff auf den Irak von der UNO sanktioniert?
Und falls nein: Ging dem Angriff eine offizielle Kriegserklärung voraus?
Wie gesagt: ICH weiss es nicht.

Orlando hat gesagt…

@C.: O.M.G.! Wie peinlich....ich glaube ich lösche meinen Wohnort aus meinem FB-Profil und gebe statt dessen Unterkulm AG an...

Mobility Car-Sharing. Wie wärs mit Nutten-Sharing, das kommt vermutlich günstiger...
Oder ists wie beim Auto: Man leiht nie sein Auto aus, man würde ja auch nicht seine Freundin ausleihen.

Meine Frage: Kann ich mein hyper-urbanes Elektro-Stadtauto während des Geschlechtsverkehrs gleich aufladen?

fufi hat gesagt…

@C

Wie recht du hast!
Wenn's nicht derart zum Heulen wär', wär's ja derert von lächerlich:

"www.strichplatz.ch"

fufi hat gesagt…

@Orli

Nein!
Weil von "Unterkulm AG" kommteine liebe Mitarbeiterin.
Gib lieber "Rigi-Kulm" an, da wirste im Nullkammanichts Millionen asiatische FreuneInnen haben!

C hat gesagt…

Gute Idee - das Elektroauto gleich aufladen zu können.

Und ich warte gespannt auf die Preisliste! Und die ersten Taxifahrer, die ihr Taxi vor dem Dingsda ausleihen und, während der Freier in ihrem Taxi ein Nümmerchen schiebt, ein Cervelat essen. Vielleicht schlage ich das dem Sexboxblogbeauftragten (SBBB) der Stadt ZH noch vor!

Man könnte tatsächlich meinen, das Ganze wäre eine Giaccobo-Müller Idee.....

fufi hat gesagt…

@C und O (CO?, CO2?)

Kommt drauf an, wegen dem Aufladen, wieviel Energie denn bei der Triebabfuhr freigesetzt wird!
Abzüglich der Schadstoffe, natürlich!

C hat gesagt…

Fufi, ich gebe O zumindest teilweise Recht. Militärische Interventionen der USA, die sich im nachhinein als 'richtig' erwiesen haben, sind nicht deshalb abzulehnen, weil sie aus einem bestimmten politischen Lager kamen, oder? Auch in der zynischen Politik gibt es tatsächlich noch den moralischen Aspekt - ich sage das mit aller Vorsicht, denn ganz so blauäugig bin ich denn doch nicht, dass das Ergebnis zählt und nichts sonst.

Aber es würde mich tatsächlich interessieren, Gabi (und Du scheinst Dich ja mit den Verhältnissen in Ex-Jugoslawien gut auszukennen), was Du dazu meinst, wie militärische Interventionen zu beurteilen sind, ob z.B. zwingenderweise ein UNO-Mandat vorliegen muss? Gibt es einen moralischen Unterschied zwischen Interventionen, die eigene Energieversorgung sichern sollen und solchen, in denen eine Religion Gedankendiktatur zur Politik erhebt? Wie siehst Du die Nicht-Intervention und das Zaudern und Zögern der EU im Bosnien-Krieg im nachhinein?

Zu Deiner Stellungnahme zum Islam bzw Islamismus als der Wurzel des Uebels (für meine Begriffe gehören Israel und das Judentum nicht in diese Aufzählung): ich fürchte, wenn wir den Weltfrieden nicht gefährden wollen, müssen wir, jeder Staat, jeder Staatenverbund darauf achten, dass wir dem I nicht unsere Türen öffnen. Für mich steht fest, dass der Islam, der eben nicht 'nur' Religion ist, sondern Politik, totalitär ist.

fufi hat gesagt…

Und nochmal an den Unaussprechlichen
(und ich meine damit auch diesmal definitif NICHT JHWH)

Lies mal die
"Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft"

http://www.admin.ch/opc/de/classified-compilation/19995395/201303030000/101.pdf

und da musste nicht allzuweit lesen!

Ich meine, hach du weisst schon WAS ich meine!

Als "prospektive Selbstverfluchung" im Sinne von "und wenn ich mich denn NICHT daran halte, so soll ich ... "
Nein, ich glaube SO ist's denn doch auch nicht gemeint?

fufi hat gesagt…

@C

DAGEGEN würde ich mich ja nicht verwehren:

"Fufi, ich gebe O zumindest teilweise Recht. Militärische Interventionen der USA, die sich im nachhinein als 'richtig' erwiesen haben, sind nicht deshalb abzulehnen, weil sie aus einem bestimmten politischen Lager kamen, oder?"

Die Frage bleibt: was heisst "sich als 'richtig' erwiesen haben?
ICH meine damit:
Dass es ALLEN, den früheren Minderheiten, den früheren Mehrheiten und wasweissichwem danach BESSER geht.
Oder den früheren Mehrheiten jedenfalls nicht schlechter.
Und DAS ist, nach all dem wo ich so an Infos zu mir nehme, weder in Afghanistan der Fall, noch im Irak.
Und wird's bestimmt auch in Syrien nicht sein.
Wie in Libyen, zum Beispiel.

fufi hat gesagt…

Und namal an C,
von wegen den Religionen:

JEDE RELIGION,
so sie denn nicht durch das süsse Gift der Aufklärung und des Liberalismus (so Orlando), oder durch das noch viel viel süssere Gift von Geld, Konsum und Wohlstand sich sozusagen selbst aufgelöst hat,
JEDE RELIGION also, und Ideologie und Philosophie und jedes politische Grundsatzpapier erhebt, ebenso wie zum Beispiel jede "psychologische Schule", Anspruch auf Alleingültigkeit, ABSOLUTHEIT!

Leider!

Anonym hat gesagt…
Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.
fufi hat gesagt…

Nicht schlecht, Kat.
wirklich nicht schlecht!

Chirurgisch mit Kollateralschäden!

ein Hündeler hat gesagt…

Völlig off topicstens,
in der Hoffnung auf ein Schmunzeln zwischendurch:

Die einzige Terrier-Rasse,
wo ich wirklich mag, ist der

Jack Daniels

Orlando hat gesagt…

es würde mich tatsächlich interessieren, Gabi...

Ermuntern Sie ihn doch nicht auch noch...;-)

mediale Rhetorik von Flächenbrand entgegenwirken...
chirurgischen Eingriff aus der Ferne


Aber die Frage bleibt: Wozu? Was ist die Begründung und was ist das Ziel?

Vergeltung? "Bestrafung"?
Blosse Demonstration als Hegemon?
Waffen ausprobieren?
Also mir kommen nur noch dümmere Gründe in den Sinn. Was ich sagen will: Im Gegensatz zu dieser idiotischen Intervention ist der Irakkrieg ja fast ein Musterbeispiel von historischen Notwendigkeiten und edlen Zielen, die man in letzter Konsequenz mit militärischer Gewalt erreichen musste.

Und DAS ist, nach all dem wo ich so an Infos zu mir nehme, weder in Afghanistan der Fall, noch im Irak.

Dann nimmst du eben vielleicht die faschen Infos auf. Frage doch mal den Baghdader, der am George W. Bush sqare in Bagdad eien Kaffee trinkt. Oder den Kurden in Mosul, der gerade nicht von Saddams fliegern bobardiert wird. Oder den Shiiten in Basra, der gerade nicht von Saddams Schergen gefoltert wird.

Tz.

Hätte es 1939 eine UNO gegeben, wäre die Kriegserklärung der Alliierten nach dem Überfall auf Polen ganz sicher ohne Mandat erfolgt. Mögt ihr euch erinnern, wer 2002 im Sicherheitsrat den Vorsitz hatte: Joschka Fischer, der wenige Jahre zuvor in Frankfurt noch "Bullenschweine" spitalreif geschlagen hatte und dessen politische Weggefährten in marxistischen Kindergärten sich von ihren Schützlingen in den Hosenschlitz fassen liessen.
Zusammen mit dem senilen Amerikahasser Hirochirac und dem Ex-KGB-Agenten Putin brachte der nachmalige Gazprom-Propagandist Schröder die Resolution zu Fall.

Schöne Gesellschaft, fürwahr!

Orlando hat gesagt…

Blogge ich hier den ganzen Tag? Nein.

Bloggt Gabi im MB und hier (leider!) den ganzen Tag? Ja.

Ich nehme mir die Zeit, hier zu schreiben. Ich habe sie eigentlich gar nicht. So aufopferungsvoll bin ich ;-)

Anonym hat gesagt…
Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.
Anonym hat gesagt…
Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.
C hat gesagt…

Aber, aber, Orlando - Ihr Gedächtnis ist auch nicht mehr, was es mal war.... Ich erinnere an ganze Threads, die aus Ihren Aufsätzen bestanden, noch gar nicht so lange her. Mitbloggern zu unterstellen, dass sie arbeitslos seien, Pornoproduzenten etc heisst auf der Pippi-Klaviatur spielen - haben Sie keine Argumente?

Und dann das: Wenn Orlando sagt, GWB und seine Interventionen seien richtig und gut, obwohl man sehr wohl vertreten könnte, dass die Truppen ein Chaos hinterlassen haben, aber, weil es Obama ist, gegen eine Intervention in Syrien ist und ihm niedere Beweggründe unterstellt (was bei GWB ja strikt verboten war) - dann ist das nicht besonders glaubwürdig, Herr Oberlehrer Orlando.

Und ja: ich würde gern Gabi dazu hören. Soll ich es gross schreiben?

Katharina: Ihre Replik an fufi 18:08 ist sehr treffend.

Anonym hat gesagt…

Für Dich, Caro, werde ich mich morgen gerne äussern.

Ihnen, Fufi, sei gesagt: CB - Nö. Dazu war Ihre allererste Begrüssung hier, geprägt durch ähnlich plumpes Nachplappern von Fremdkolportiertem mir gegenüber (ganz ähnlich wie Orlando jetzt grad und peinlicherweise auch noch Geschwätz von alien), dann doch zu beleidigend, als dass ich dann ohne jede Entschuldigung Ihrerseits so täte, als wäre da nie was gewesen.

((d.UAspr))

Anonym hat gesagt…

Für Caro, also.

Auschwitz wurde nicht durch einen Hungerstreik seiner Insassen befreit!
Auch wenn Gandhi (First Name: Mohammed!) figurlich noch so gut in ein KZ gepasst hätte: Er wäre schlicht und einfach umgebracht worden.

Nichtstun ist keine Option?

Richtig: Nichtstun ist keine Option.

Allerdings ist etwas zu tun in diesem Falle mittlerweile nichts mehr, was dem zivilen, unschuldigen Teil der Bevölkerung Syriens von unmittelbaren Nutzen sein wird. Hoffentlich zumindest langfristig!

Etwas zu tun heisst in diesem Falle schon nur zu verhindern, dass ein fatales Signal in die Welt hinaus gesendet würde, dass jeder Despot, auch im Jahre 24 nach dem Fall des eisernen Vorhangs, tun und lassen kann, wie ihm grad lustig ist. Haben die Geheimdienste ihre Hausaufgaben einigermassen gemacht, was ich hoffe, so müsste es auch möglich sein damit ein klares Zeichen zu setzen, dass der säkulare, ursprünglich zivile Widerstand gegen ein Unrechtsregime nicht einfach zwischen alle Stühle fallen gelassen wird.

Dass die Sache mit der Verantwortung für den Giftgasangriff nicht endgültig geklärt werden kann, scheint dagegen nur allzu offensichtlich.

Wusstest Du, dass vor einigen Monaten Sarin an der Grenze der Türkei zu Syrien abgefangen wurde? ... Von Rebellengruppen geschmuggelt!

So schrecklich dies auch ist: Rücksichtslosigkeit gegenüber der eigenen Bevölkerung, zum einzigen Zweck der Intervention, kann Teil eines jeden Krieges werden. Du traust mir etwas Hintergrundwissen im Falle Jugoslawiens zu? - Dann erwähn ich doch einfach mal den Mörserangriff, der als Marakle-Massaker in Sarajewo in die Geschichte einging und der Nato den Grund zum Eingreifen lieferte: Vieles, was nachher an Informationen auftauchte, deutete auf gezieltes „friendly fire“ hin.

Aber: War das Eingreiffen deshalb schon falsch? - Nein: Aber viel, viel zu spät! Wie in Syrien. Dort hatten sich dann nämlich schon X islamische Kämpfer den Bosniern zur Seite gestellt, die ihre Fertigkeiten in Afghanistan erlernt hatten und später in Tschetschenien unter Beweis stellen würden.

Warum? Weil der Westen zu lange gewartet hatte. Weil man es bloss nicht mit den Russen verscherzen wollte, die uns schon Afghanistan eingebrockt hatten... Ganz im Geiste von Roosevelt (es wimmelte im alten Ostblock von Roosevelt-Strassen und -Plätzen. Für Churchill gab´s dagegen keine! Wusstest Du das?), der Stalin hemmungslos das allererste Kriegsopfer Hitlers, welcher der Sowjetunion nur die Hälfte zugestanden hatte, zum Geschenk machte, um ihn nur ja, ja, ja nicht zu vergräzen. Verrat an Polen.

Es ist richtig, dass wir uns auch eingestehen, dass sich Handlungen einst verlachter Protagonisten nachträglich als historisch angemessen erweisen können: Ronald Reagan hab ich damals ebenfalls verspottet. Dennoch hat er gemeinsam mit dem Papst (über den ich mich ebenfalls lustig machte) gegenüber der Sowjetunion das einzig Richtige getan: Sich nicht mehr länger alles bieten lassen und die Angst, sie verärgern zu können, abzulegen. Der kalte Krieg ist gewonnen worden; die Völker des Ostblocks befreit.

Andere Handlungen, und ihre Begründungen erst recht, erweisen sich nachträglich aber auch als grosser Irrtum. Ich gestehe, dass ich mich heute schäme, mit welcher Überzeugung ich den zweiten Irakkrieg begrüsst habe und wie willig ich den Lügen rund um die „mobilen WMD-Fabriken“ geglaubt habe. Mein einziger Trost heute ist, dass sich Colin Powell heute offenbar noch mehr für diese Lüge schämt.

Anonym hat gesagt…

Der niederträchtigere Betrug der Amis war allerdings nicht dies, sondern, dass sie die Menschen rund ums Sumpfgebiet des Tigris-Deltas, die sich am Ende des ersten (bzw. zweiten, wenn wir den Iran-Irak-Krieg dazu zählen) Irak-Krieges ermuntert von den Alliierten erhoben hatten, im Stich liessen. Ganz im Geiste von Budapest 1956, wo die Aufständischen über Radio Free Europe vollkommen sinnlos dazu aufgerufen wurden durchzuhalten, weiter zu kämpfen, sich zu opfern... Obwohl die Amis in keinem Moment daran dachten, tatsächlich Hilfe zu leisten.

Behauptungen, dass der Iran aufgrund des Irak-Krieges heute geschwächt sei, ist überraschend wissensfreier Humbug, der wirklich nur von einfachen Gemütern wie Orlando zusammenfantasiert werden kann: Im Gegenteil!

Der letzte Irakkrieg hat den wichtigsten und gefährlichsten Gegner des Iran in der Region ausgeschaltet: Saddam Hussein!

Ohne jeden Aufwand für die Eifferer von Teheran, hat der „grosse Satan“ für sie die Drecksarbeit gemacht und ihnen eine hübsche Landbrücke, rüber Richtung Syrien und Hisbollah, geschaffen. Eigentlich müssten die Irren in Persien George W. Bush dankbar sein und dort mindestens ein paar Plätze nach ihm benennen.
Die zuvor unterdrückten Schiiten des Irak können sich nun munter ihrer neuen Macht erfreuen, die unter Saddam nie und nimmer drin gelegen wäre... Ohne Iran geht gar nichts mehr rund um Irak!

Vollkommen richtig ist: Der Irak hätte mit einem Vielfachen an Truppen befreit UND eben auch gesichert gehört. Dies ist nicht geschehen und der Irak ist heute zu ebendem „playground for terrorists“ geworden, von dem der Verursacher zuvor gewarnt hatte.

Wer nicht vollkommen plemm-plemm ist, kann das täglich nach lesen oder sogar im TV sehen.

Es ist wenig trostreich für die Menschen dort, dass unter Saddam ebenfalls Massen von Menschen umgebracht worden sind (was stimmt: der Deadcount dieses Massenmörders war auch nicht harmloser) und unglaublicher Willkür ausgesetzt waren. Dennoch will ich mir einreden können, dass es unter den Alliierten natürlich bestimmt viel besser sein müsse, als unter Saddam. Kann ich heute allerdings - muss ich zugeben - so nicht mehr glauben.

Für den von den Engländern kontrollierten Teil (Irland-Erfahrung?) mag das stimmen, wie das schon in Vietnam für den von den Australiern kontrollierten Teil galt. Aber im Falle der US-Armee musste ich mir dennoch schweren Herzens ein gestehen, dass sie wirklich verstanden haben den wilden Elefanten im Porzellanladen zu geben. Die schrecklichen Bilder, die wir Bradley Manning - ein Held! - zu verdanken haben, sprechen Bände.

Dennoch bin ich für eine Reaktion der Alliierten in Syrien jetzt.

Schweren Herzens - Ja.

Wie gesagt: Geht einfach nicht, derart nah an der Zivilisation Irre mit Chemiewaffen rum fuchteln zu lassen. Das muss ALLEN damit klar gemacht werden. Auch der Gegenseite, die ev. sogar diese Giftgasattacke zu verantworten hat.

Hier nichts zu tun, ist noch viel gefährlicher.

Zivilisten gehen vielleicht drauf? ... Ach?! – Was der Gutmensch nicht sagt.

Zivilisten gehen ständig drauf. Das ist schrecklich aber ein Faktum. Und es gehen noch viel mehr und viel schneller welche drauf, wenn der Einsatz von derart üblen Massenvernichtungswaffen einfach hin genommen wird (Ich darf an diesem Punkt an eine Erkenntnis erinnern, die auch schon einem prominenten japanischen Politiker das Amt gekosten hat: Die Atombombe NICHT einzusetzen hätte ohne jeden Zweifel noch viel mehr Menschenleben gekostet, als jene, die in Hiroshima und Nagasaki drauf gegangen sind. Und zwar Alliierte UND Japaner!).

Anonym hat gesagt…

Hätte man früher nachdrücklicher in Syrien reagieren können, wär´s ja ev. gar nie so weit gekommen. Warum war das nicht möglich?

Wegen derselben, die den Westen schon im Jugoslawien-Konflikt hinderten zu einem Zeitpunkt ein zu greifen, an dem das einfacher gewesen wäre. Wegen derselben, denen wir heute das grauenhafte Chaos in einen Land zu verdanken haben, von dem heute noch viele, damals junge, Menschen schwärmen, die Afghanistan noch vor den Russen in den 70ern erlebt haben.

Ja: Putin gegenüber, der wirklich nichts ausser Knete machen und Stützpunkte zu sichern, im Sinn hat (gesehen, wie viele Russen jetzt abgezogen wurden, die offenbar immer noch im Land sind?), muss ebenfalls ein klares Stopp-Zeichen gesetzt werden.

Dennoch liegt eine Bodenoffensive (wie sie in vernünftigeren Grössen im Irak durchaus Sinn gemach hätte) nicht drin. Dazu ist das Chaos unter den Rebellengruppen schon zu gross. Es wird ein riesiges, grässliches Gemetzel werden. Und wenn Israel - das sich ständig und mit guten Grund bedroht sehen muss - noch eingreifen wird, erst recht.

Beklemmend.

Die grossen Fehler des Westens im Nahen Osten bleiben:

Älter:

Israel ist ne Schnapsidee. Die ihre Verwirklichung zudem nur dem wohlbegründeten schlechten Gewissen der Alliierten und einen nicht unerheblichen Teil seiner Konzeption dem grössten Feind der Juden zu verdanken hat (von Blut und Boden bis zum verkehrten Ariernachweis!). Dabei hatte schon Tivadar Herzel selber davor gewarnt, dass die Braut bereits vergeben war, lange bevor Juden aus der ganzen Welt den Bewohnern Palästinas begreiflich machten, dass dies im Fall schon immer ihre Heimat gewesen sei.

Jünger:

Algerien einerseits Demokratie zu verordnen, dann aber sofort die Ergebnisse der ersten freien Wahlen zu unterdrücken hat zu einem grauenhaften Bürgerkrieg, zu einem Gemetzel geführt, das uns einen Vorgeschmack auf Möglichkeiten von Lybien über Ägypten bis Syrien geben könnte. Womit der Westen alle in Arabien wohlgelittenen Verschwörungstheorien bestätigt und alle grossartigen, moralschwangeren Überlegenheitsparolen von Recht, Demokratie und freiem Willen desavouiert hat.
Ein unglaublicher, grauenhafter und in seinen Konsequenzen monströser Fehler.
Wie hätte Ägypten wohl in seiner ersten demokratischen Wahl entschieden, wenn es zuvor schon in der Nachbarschaft mitgekriegt hätte, wohin die Herrschaft von gewählten Staatenlenkern zwangsläufig führen muss, wenn diese keine Ideale ausser zeitenthobenen Koranfantasien zu bieten haben?!

Wir werden es leider nie erfahren.

Anonym hat gesagt…

Dafür dürfen wir ein weiteres Mal zu gucken, wie ein Konflikt zwischen Gruppen abläuft, die sich einen Deut ums Volkswohl kümmern. Ich hoffe sehr und bin gar dem Beten nah, dass der Westen eine Zusammenarbeit mit Säkularen zu organisieren und den Einfluss der Saudis und ihre irren Glaubenskämpfer zurück zu drängen vermag.

Dennoch graut mir vor dem, was kommt.

Und dennoch, selbst wenn´s nur im Hinblick auf ganz andere Despoten und düsteren Figuren wie Putin oder angesichts künftiger Gefahren erfolgen müsste: Wir dürfen diesem Gemetzel nicht länger nur zusehen.

Nichtstun ist keine Option.

Ich erinnere mich gut an eine Sternstunde des deutschen Fernsehens, als Cohn-Bendit und Joschka Fischer (noch) aus gegensätzlichen Positionen heraus - also bevor Letzterer zum Aussenminister ernannt wurde - um die Frage rangen, ob eine Intervention gegen Serbien angemessen wäre. Irgendwann blieb halt einfach nichts mehr Anderes übrig. Krieg ist nie „gerecht“, aber er kann notwendig sein.

Zivilisten werden sterben. Viele Zivilisten werden sogar noch sterben und das ist schrecklich.

Indem der Westen bloss zu guckt, sterben allerdings nicht weniger, sondern meiner Meinung nach sogar deutlich mehr Unschuldige. Und dies in mehr und mehr anderen, heute noch weit friedlicheren Ländern der Region. Schon jetzt sterben in der Türkei und im Libanon Menschen als direkte Folge dieses Krieges. Alle einfach nur weiterwursteln zu lassen, stärkt nur die, die von Anfang an nichts Besseres mit ihren Gesellschaften im Sinn haben, als sie auf Krieg und Gewalt zu trimmen. Von Warlords im Libanon bis hin zu den Herrschern Theherans (dessen des Fanatismus überdrüssige Bevölkerung längst auf eine Schwächung der Mullahs hofft!)

Ich hoffe, dass die Zusammenarbeit mit vernünftigen Kräften Syriens die humanitäre Situation der Zivilbevölkerung verbessert. Dass Krankenhäuser besser geschützt und die Versorgung einigermassen aufrecht erhalten werden kann.

Nein: Auschwitz ist nicht durch einen Hungerstreik seiner Insassen befreit worden. Heute wird den Alliierten von damals sogar von den Opfern selber vorgeworfen, dass die es nicht einziges Mal zu bombardieren versucht hatten. Diejenigen, die zumindest eine Chance gehabt hätten ein Bombardement der Infrastruktur der Todesfabrik zu überleben (in vor-“chirurgischen“ Bomber-Zeiten!), sind ihrer sicheren Vernichtung überlassen worden.

Nichtstun ist keine Option.

C hat gesagt…

Danke Gabi. Was ist das Fazit? Einfach: im nachhinein sind wir immer klüger? Dazu sind die geopolitischen Implikationen viel zu komplex, oder?

Ich komme aus einer weit verstreuten Familie, in der es viel Leid, Tod und Diaspora gegeben hat - daher schäme ich mich manchmal fast, wenn ich so tue, als hätte ich eine dezidierte Meinung zu dem, was wir hier diskutieren. Denn interessanterweise haben ja nicht alle Auschwitz-Ueberlebenden später die Alliierten wegen Nicht-Intervention angegriffen; nicht alle Flüchtlinge aus den ehemals deutschen Gebieten Osteuropas machten Stalin bzw die Russen für ihre Flucht verantwortlich, sondern ein Deutschland unter Hitler, das einen Unrechtskrieg und Massenvernichtung zu verantworten hatte; nicht alle Politiker haben die Gleichung Serbien=böse, Bosnien= gut vertreten. Ich meine damit nur, dass es wenig Sinn macht, im Nachhinein Rechtfertigungsversuche zu starten bzw die gleiche 'moralische' Latte bei allen zukünftigen Entscheidungen anzulegen. Entscheidend ist für mich, dass 'der Westen' vor allem gegenüber Kulturen, die islamische Hegemonieansprüche hegen und diese diktatorisch durchsetzen, eine ganz klare Linie durchzieht. Das sollte im Kleinen so sein (z.B. Thema Einwanderung) und im Grossen (z.B. grossflächiges Leiden der Bevölkerung). Es macht für meine Begriffe keinen Sinn, hier fälschlicherweise zu erwarten, dass nach einer Intervention das Paradies ausbricht - aber der Westen hat die verdammte Pflicht und Schuldigkeit, in diesen Fällen (Giftgasangriffe, egal ob von Rebellen oder dem Regime, eklatante Menschenrechtsverletzungen wie in Aegypten etc) seine Werte notfalls mit Waffen klarzumachen (I changed my tune, I know).

Wie Du richtig sagst: Reagan war für uns der Teufel. GWB war ein leicht bescheuerter Ex-Alkoholiker. Dafür fanden wir Clinton und anfangs Obama gut - ich wählte Tony Blair und jubelte, als er haushoch gewann! Klar schäme ich mich dessen ein wenig, auf der anderen Seite sind mir die Fehlermacher, die dazu stehen können, die Nichtdogmatiker lieber als die, für die die parteipolitische Ausrichtung zählt und nichts anderes und das oft ein ganzes Leben lang.

Entscheidend scheint mir die Einsicht, dass wir von Putin & Co und den herrschenden arabischen Kreisen nur respektiert werden, wenn wir handeln statt ständig zu diskutieren und zu hadern. Das ist für meine Begriffe auch der grosse Fehler der Schweiz - dieses Kotau-machen vor den amerikanischen Steuerbehörden, der EU etc. Respekt ist das einzige, das geopolitisch Einsicht herbeiführen kann.

C hat gesagt…

Zu Israel noch kurz:

Nach dem Holocaust, nach den Kriegsjahren und nach den Leichenbergen, unter deren Eindruck die Verhandlungen über die Gründung des Staates Israel standen, war gar nichts anderes möglich. Ich halte diesen Staat und seine Gründung heute noch für eines der grossen 'Wunder' der Staatenpolitik. (Der jüdische Teil meiner Familie ist und war übrigens durchaus unterschiedlicher Ansicht!). Wichtig war, dass Israel nicht als Religionsstaat vorgesehen war, sondern als säkulärer - obwohl natürlich schon Theodor Herzl sagte, dass da viel Blauäugigkeit im Spiel war.
Mein Grossvater, der sich, kaum war er in Grossbritannien angekommen, zu einem glühenden Briten verwandelte, aus Dankbarkeit heraus, sagte meinen Brüdern wohl immer, dass ein Nichtjude, ein Nichtverfolgter, der diese jahrhundertealten Pogrome, die sich mit ruhigeren Zeiten, die sich wie auf-dem-Vulkan-sitzen anfühlen mussten, abwechselten, nicht im Blut haben könne, nicht ermessen könne, was es bedeute, in Zukunft einen Hafen zu haben.

Auf einem völlig anderen Blatt steht - und ich habe nie begriffen, warum man das nicht deutlich sagen darf/durfte -, dass die Errichtung des Judenstaates neues Unrecht bezüglich Palästinas geschaffen hat. Das ist für mich aber noch lange kein Grund, die Gründung Israels als Fehler zu bezeichnen.

C hat gesagt…

Das noch und dann verziehe ich mich:

Wen es interesssiert: ab Sonntag kommt auf BBC2 die Serie 'The Story of the Jews' (10pm) vom wunderbaren Simon Schama.

Anonym hat gesagt…

Ach so... Zu diesen konkreten Fragen oder Aussagen noch:

"Wie siehst Du die Nicht-Intervention und das Zaudern und Zögern der EU im Bosnien-Krieg im nachhinein?

Als schrecklichen Fehler, wie gesagt.

"...ob z.B. zwingenderweise ein UNO-Mandat vorliegen muss?"

Nein. Ist gar nicht möglich. Dass dies überhaupt bei Korea der Fall war, scheint nur auf einem seltsamen Fehler der Russen zu beruhen.

Da gewichtige Mitglieder gar nicht an Zielen und der Charta der Vereinten Nationen interessiert sind (wie Russland und China), kann auch gar nie die notwendige Einstimmigkeit erzielt werden. Das geht dann wirklich nur, wenn jemand ALLEN STÄNDIG ans Bein pinkelt.

In den meisten Fällen (wie in Syrien) ist es ja aber so, dass diejenigen, die es zu verurteilen gälte, von denselben zur Gewalt ermuntert werden, die sie in der UNO verurteilen müssten.

Da hat Orlando leider Recht: Wie hätte eine UNO überhaupt auf den Überfall Polens reagieren können, wenn doch die Russen (wir spielen´s jetzt mit den heutigen Sicherheitsratsmitgliedern durch) Teil des Überfalls waren und sich im geheimen Ribbentropp-Zusatzprotokoll an der Beute beteiligten?

Was ist von einem Land zu erwarten, dass keinerlei Hemmungen hat, seine eigene Bevölkerung zu massakrieren, sondern dies offenkundig als legitimes Mittel der Politik betrachtet? (von Rjasan bis Grosny!)

Dann noch zu: "... bzw Islamismus als der Wurzel des Uebels (für meine Begriffe gehören Israel und das Judentum nicht in diese Aufzählung):"

Das wollte ich auch nicht so verstanden wissen: In seinen Möglichkeiten für begeisterte Krieger ist der Islam tatsächlich einzigartig und überhaupt nicht mit der mosaischen Reli zu vergleichen.

Meine Aussage war aber eine Andere: Einen Staat auf Basis einer Religion und deren Mythen zu errichten, halte ich in jedem Falle für schrecklich gefährlich.

Und da - bei der Gründungsbasis - ist nun mal Israel für mich in derselben Ecke wie Pakistan. Die Vorstellung, dass das heilige Land über Jahrhunderte für das jüdische Volk reserviert sei, ganz egal wer seither dort haust (zum grossen Teil ja die Nachfahren derjenigen, die sich einst ebenfalls als Juden bezeichneten), ist geradezu kriminell.

Die Blut- und Bodenvorstellung Israels, der "verkehrte" Arierausweis, mit Du beweisen musst, jüdischer Abstammung zu sein, um mitmachen zu können, spricht doch schon Bände. Und gründet auf den Mythen derjenigen Semiten, die seit den Zeiten der Römer die Diaspora bilden und beim jüdischen Glauben geblieben sind (im Gegensatz zum Grossteil jener, die einfach dort blieben)

Ich muss immer wieder das Beispiel der Magyaren nehmen: Was wäre wohl los in Jekatarinenburg beim Ural, wenn da plötzlich die Hälfte aller weltweit verstreuten Ungarn einfallen würden und behaupteten: Endlich wieder daheim! (und die wären dann sogar noch fast 1000 Jahre früher "zurückgekehrt"!)

Ich behaupte also nicht, dass der mosaische Glaube eine Reli mit ungeheurem kriegerischen Potential sei, aber ich stelle fest, dass es schlimme Folgen hat, wenn Du zur Gründung eines Staates Mythen eines jahrtausende alten Buches hernimmst, um die "verwirklichen" zu könnnen.

In diesem Sinne eben:

Hevenu Schalom a Lechem, bzw. Salam a Leikum, in der Aussprache der alten Verwandten, die damals vor Ort geblieben sind.

Anonym hat gesagt…

Oh... Hat sich überschnitten.

Caro: Ich bin voll und ganz mit Deinen Ausführungen einvertanden.

Na ja... bis auf die Einschätzung vielleicht, dass nicht alle die Russen mitverantwortlich machen, für das, was nach 39 geschah. Da mein ich schon, dass die allerallermeisten Polen dies sehr wohl so sehen. Und vergessen wir nicht, dass Stalin nach dem Krieg erst richtig zur Hochform auflief und damit auch jeden, der nur im Verdacht stand später ev. mal meinen zu können, die Russen seien nicht ausschliesslich die "Befreier" umbringen liess. Vergessen wir auch nicht, die vielen Irrenden, welche die Deutschen erst mal als Befreier begrüssten.

Zum sicheren Hafen: Ja. Natürlich verständlich.

Aber sicher? Im Gegenteil. Siehste ja jetzt grad wieder. Dieser Hafen kann nie sicher werden, da er auf neuem Unrecht fusst.

Zudem: Natürlich ist Israel als weltliches Gebilde gegründet worden. Aber halt doch aufgrund des Mythos seiner Überlieferung. Sonst hätt´s ja auch Uruguay werden können, oder?! Und die enormen Bemühungen, die Orthodoxen mit ins Boot zu holen, sind ebenfalls bekannt.
Die Orthodoxen, von denen ein kleiner Teil ja heute die "Wiederauferstehung Israels" ablehnt, weil der eben nur durch den Messias himself ausgerufen werden könnte.
Aber die Meisten haben mitgemacht und sind heute die grössten Zeusler, die sich aus einer isolierten Schriftgelehrtheit heraus (Schüler... Taliban, quasi) der Auserwähltheit versichern, für die Vorbesitzer ihrer Häuser und Gebiete nur Verachtung übrig haben, dabei aber vom Militär befreit sind und sich somit auch noch von den vernünftigeren Säkularen beschützen lassen, während sie alles noch verschlimmern.

Undenkbar ohne die mosaische Überlieferung!

Und "sicher" wird das dort unten so auch in drei Generationen nie. Schon nur, weil sich die Israelis derart klar rassistisch gegen jede Durchmischung wehren. (musste in der Sarazin-Debatte herzhaft lachen, über den Vorwurf, er würde Nazi-mässige Vererbungslehren verbreiten - was so nie stimmte - während in Israel rund ums jüdische Gen geforscht wurde und Leon de Winter längst einen Sience Fiction dazu abgeliefert hatte)

Wie sollen dann die Anderen je zufriedener werden, wenn sie doch nie partizipieren dürfen?

Daher bleib ich dabei: Schnappsidee.

Orlando hat gesagt…

Bla bla blabla bla bla bla bla blabla blablabla bla bla bhlabla blabla blablalablablabllblablablablabla blablabla bla bla blablabla bla bla bla blabla bla bla bl. Blöa bla bla bla bla bla, komma, bla bla bla bla blabla bla blablablabla bla bla bla bla

etc. da capo. ad lib.

@Kat: Ich komme später auf sie zurück, wenn sich die Schwätzer von einem anstrengenden, online verschwatzten Tag ihre wunden Finger einlegen und sich von den Strapazen ihres orientierungslosen Marathon-Gefasels erholen müssen.

Pfff...

Goldene Regel No. 1 hat gesagt…

Verliere keine Zeit mit Leuten, die sich nicht kurz fassen können. Oder die, wenn sie sich lang fassen, nur warme Luft produzieren.

Goldene Regel No. 2 hat gesagt…

Ein Dummkopf ist etwas mühsames, Ein Hohlkopf aber ist noch viel mühsamer.

Goldene Regel No. 3 aka Orlando (he who never ever uses different nicks) hat gesagt…

Gehen Sie zum Mittagessen, O, damit Ihr Blutzuckerspiegel wieder auf die Reihe kommt......

Und hören Sie endlich, endlich, endlich mit Ihrer Selbstbeweihräucherung auf - oder wenn das nicht geht, bleiben Sie doch einem Gespräch einfach mal fern.....

Anonym hat gesagt…

`Oldene Egäl, von `Oldene Ho-dä:

A`tung: Lutschgefah!

Mann - oh - Mann, ist das ein Kindergarten hier.

fufi hat gesagt…

@ Kat. am 28. August 2013 18:08
und C am 28. August 2013 19:08:

"Fufi: „JEDE RELIGION also, und Ideologie und Philosophie und jedes politische Grundsatzpapier erhebt, ebenso wie zum Beispiel jede "psychologische Schule", Anspruch auf Alleingültigkeit, ABSOLUTHEIT!“ finde ich in seiner Verallgemeinerung falsch."

Selbstredend habt ihr recht!
Hab's ja auch extra etwas "verabsolutiert".

BLOSS:
Ich hab hier NICHT von den VertreterInnen von wasweissich gesprochen, sondern von dem, wo irgendwo und irgendwie als "reine Lehre" geschrieben steht.

Und so wie's geschrieben steht, erhebt das Geschriebene eben den Anspruch auf "Absolutheit".
Schlimm, nein: z.K. wird's, wie Kat. richtig sagt, eigentlich erst dann, wenn die Vertreter (seltener Vertreterinnen) desselbigen sich selbst als die Fleischwerdung der ewig-absoluten Wahrheit verstehen und dieselbige gewaltsam?
Klaro?

fufi hat gesagt…

Und namal an Kat. und C:

Auch wenn's etwas am Thema vorbeigeht, in der WELT-Politik würde das denn schon zum Thema werden:

Der Unaussprechlliche wo bestimmt nicht JHWH ist, ist in der Lounge ebenso willkommen und wird ebenso zuvorkommend bedient wie alle meine anderen Gäste.

Dennoch meint ER, mich SO abkanzeln zu dürfen:
"Ihnen, Fufi, sei gesagt: CB - Nö. Dazu war Ihre allererste Begrüssung hier, geprägt durch ähnlich plumpes Nachplappern von Fremdkolportiertem mir gegenüber (ganz ähnlich wie Orlando jetzt grad und peinlicherweise auch noch Geschwätz von alien), dann doch zu beleidigend, als dass ich dann ohne jede Entschuldigung Ihrerseits so täte, als wäre da nie was gewesen."

Nein, ich versteh's nicht!
Ich meine, wie Kat. sagt: MANN könnte doch wenigstens versuchen, darüber zu sprechen?

fufi hat gesagt…

Und an Orli:

Gratulation zu DIESEM deinem Kommentar:

"Bla bla blabla bla bla bla bla blabla blablabla bla bla bhlabla blabla blablalablablabllblablablablabla blablabla bla bla blablabla bla bla bla blabla bla bla bl. Blöa bla bla bla bla bla, komma, bla bla bla bla blabla bla blablablabla bla bla bla bla
etc. da capo. ad lib."

Solltest für den NR kanditieren!

fufi hat gesagt…

An den Unaussprechlichen wo denn keinesfalls JHWH ist:

"Ihnen, Fufi, sei gesagt: CB - Nö. Dazu war Ihre allererste Begrüssung hier, geprägt durch ähnlich plumpes Nachplappern von Fremdkolportiertem mir gegenüber (ganz ähnlich wie Orlando jetzt grad und peinlicherweise auch noch Geschwätz von alien), dann doch zu beleidigend, als dass ich dann ohne jede Entschuldigung Ihrerseits so täte, als wäre da nie was gewesen."

Tja, wissen Sie, eigentlich schaue ich lieber vorwärts als zurück.
Allerdings glaub ich mich zu erinnern, dass Sie die Lounge nicht mit einem freundlichen "Grüezi mitenand" betreten haben, und bereits bei Ihrem ersten Besuch .... .
Ach, was soll's?

Wie gesagt, gestern war gestern!
Aber Sie dürfen sich gerne weiterhin ob meiner(?) Unfreundlichkeit(?) freuen. DAS überlasse ich gerne Ihnen!

Nein, oder Ja, Gabi
Ihre Antwort hat mich ehrlich etwas erstaunt.
Und geschmerzt.

Dennoch habe ich eine Bitte:
Unterschreiben Sie doch bitte ALLE Ihre unter "Anonym" veröffentlichten Kommentare, ja?
Auch wenn ihr Name unaussprechlich sein sollte.
Ich hab nämlich mal gesagt, dass ich anonyme Kommentare ungelesen ins digitale Nirwana senden werde.
Ich meine, s'hat was mit Anstand zu tun?

Ich grüsse Sie freundlich

FUFI

fufi hat gesagt…

Und ja, Gabi
Nicht mir pöhse sein, gäll

Aber wenn du DAS da sagst:
Mann - oh - Mann, ist das ein Kindergarten hier.

Also irgendwie und so unnd auch du?

fufi das foton hat gesagt…

Und damit verabschiede ich mich für heute zu erquickendem Schlaf in mein schwarzes Loch.

Guet Nacht allersiits!

Anonym hat gesagt…
Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.
Anonym hat gesagt…

Israel ist nicht ein Judenstaat?

Okay.

Aber es ist DER Judenstaat.

Streng nach Theodor Herzl, 1896: "der Judenstaat". Jene Schrift, die Israel selber als staatsbegründend ansieht... Haben Sie damit nun auch schon ein Problem, Kath?

Dass Israel demokratisch ist und in seiner Verfasung säkular, ändert dennoch nichts an der Tatsache, dass die Orthodoxe mit koscheren, aber gewichtigen Extrawürsten ins Boot der Staatsgründung geholt worden und heute Privilegie geniessen, die sich als grosse Last für aufgeklärte Israelis erweisen.

Wollen Sie das von der Hand weisen?

Das mit der Mitschuld, bzw. dem schlechten Gewissen der ehemaligen "Schutzmächte", habe ich ja selber schon erwähnt.

Das "Völkerrechtlich" abgesegnet entbindet niemanden davon nach zu denken, ob´s wohl den vorigen Einwohnern und den Vertriebenen gegenüber rechtmässig war. Sie können sich bei neuen israelsichen Historikern gern etwas auf Vordermann bringen lassen.

Dass es diese Historiker und Politaktivisten in Israel gibt, beweist zwar wiederum, dass Israel eine Zivilgesellschaft besitzt und das das freie Wort hoch gehalten wird.

Leider ändert das aber wiederum nichts, dass die "Aufnahmebedingungen" dem Prozedere rund um den "Ariernachweis" recht nahe kommen.

Niemand wird "einfach so" mal schnell Israeli. Sie müssen Ihre jüdischen Wurzeln belegen können, remember. Ausser natürlich, Sie gehören zu den wenigen Arabern die nicht vertrieben worden sind, kommen dann aber nie aus dem Status des zweitklassigen Israelis, auf den "echte" Israelis runterblicken raus.

Tragisch genug, dass es denen dennoch oft genug besser geht, wie ihren Volksgenossen rund herum bei den Nachbarn oder in deren Flüchtlingslagern.

Sicher.

Aber eben: Ohne Israel gäb´s ja jene Flüchtlingslager auch wieder nicht.

Jedenfalls ist es eine Krux.

Und keine saubere: Da hilft der UNO-Segen von damals auch nix... Ist ja dieselbe UNO, in der eben auch Staaten wie China und Russland ihre schützende Hand über Assad halten, oder?!

Ist ja dann auch "völkerrechtlich okay", oder?

((der Unaussprechliche))

Anonym hat gesagt…
Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.
Anonym hat gesagt…

Hihi...

Am Lustigsten, Katharina, werden Sie einfach immer, wenn Sie im Unterstellen von vereinheitlichender Denke (auch wenn Sie das Anti-Wort hier - brav! - verkrampft vermeiden) Ihre vereinheitlichende Denke beim Unterstellen demonstrieren.

Und mischen Sie doch nicht schon wieder Dinge zusammen, nur um sie anschliessend vorwurfsvoll als falsch zusammengemischt zu entlarven:

Nirgends schreibe ich, man kriege nur einen Pass dank genetischer Analyse. Chabis!
Und zu Zeiten, des von Ihnen als nötiges Schreckbild so geschätzten Dölphys gab´s ja noch gar keine solche. Und unter DNA im Zusammenhang mit "Blut und Boden"-Mythen dürfte sich der durschnittliche Reichsbewohner höchstens so etwas wie "Deutsches Nibelungen Ariertum" zusammenfantasiert haben.

Was ein Ariernachweis war, ist was Anderes. Und ich darf doch - auch wenn Sie wie in unserer guten alten Zeit zum Ablenken neigen - annehmen, Sie wissen es genau: Ein nach den Vorgaben der Regierung zu erbringender Beweis, dass die Abstammung auch wirklich den Anforderungen dessen entspricht, was die ollen Nazis als "richtigen Germanen" ansahen.

Dass dies im Falle eines Staates, der sich selbst von Anfang an ausschliesslich (im wahrsten Sinne des Wortes) für Juden konstituiet hatte, schon nur aus der Vorstellung der Matrilinearität anders aussehen musste, als das - ursprünglich - strenge Aufnahmeverfahren der Partei, liegt auf der Hand.

Natürlich erhalten Sie keine Mühe einen israelischen Pass zu erhalten! Aber stellen Sie sich bitte nicht unnötig dumm: Sie wissen genau so gut, dass ich oder fufi oder meine Nachbarin ihn eben nicht erhält, wenn wir nichts vorweisen können, um unsere jüdische Abstammung zu beweisen.


Und ein Araber, der von Aussen käme (was ja bereits physisch recht schwer wird) erst recht nicht.

Falls sich Ihr Intellekt immer noch dieser ebenso schlichten wie unbestreitbaren Tatsache erwehren möchte, dann darf ich einfach an die grossen Auseinandersetzungen rund um die "schwarzen Juden" erinnern (die zudem gleich auch ein eigentümliches Licht auf die Vorstellung werfen, Israel sei schliesslich durch und durch säkular):

"...Von nun an müssen Äthiopier individuelle Einreiseanträge stellen. Vor allem ultraorthodoxe Rabbiner haben Zweifel, dass es sich bei den Äthiopiern wirklich um Juden handelt. Nach ihrer Ankunft mussten sie daher noch einmal zum Judentum konvertieren."

Ein von Fremdkörpern gesäubertes Gebiet wird nun eben - so gut es geht - "rein" gehalten.

Anonym hat gesagt…

Den Hinweis auf die Genetik habe ich in Zusammenhang mit Sarazin eingestreut, dem man in der Debatte nicht zuletzt deshalb rechtes Gedankengut unterstellte, weil er mit Vererbungslehre hantiert habe (was so ebensowenig stimmt, wie Ihre Unterstellungen mir gegenüber), während ich daran erinnere, dass da Leon de Winter längst schon seinen Roman "Recht auf Rückkehr" raus gebracht hatte und diese Vorstellung sogar schon kommerziell ausgeschlachtet wird: http://www.igenea.com/de/juden

Angesichts Ihrer Tendenz Menschen und Dinge gerne in grosse, selbst angeschriebene, Töpfe zu schmeissen, über die es sich dann ganz ungehemmt pauschalurteilen lässt, passen Ihre Endlösungfantasien für die Anderen (diese Anderen aber immer auch!), die sich immer knapp am Rand von "Nuke them" bewegen, bestens.

Rechtes Gedankengut halt, das Sie Anderen umso bestimmter unterstellen.

Wird mit Ihrer Ängsten zusammenhängen. Wussten Sie übrigens dass es Untersuchungen dazu gibt? Überzeugte Linkswähler scheinen in ihren Hirnstrukturen die Empathieregionen deutlich stärker entwickelt zu haben, während es bei Rechten die Angst eine grössere Rolle spielt.

Interessant, nicht?

Und grosse Gruppen kann man ja nicht nur besser gesamtverurteilen, man kann sich auch erst mal viel besser vor ihnen fürchten (wem sagen Sie das, wenn wir an unser gemeinsames Schreckbild Islamisten denken, wa?!).

Bevor Sie also derart nonchallant darüber hinweg gehen, was auch dem Grossteil der vollkommen unschuldigen Palästinensern angetan wurde, sollten Sie lieber mal über Caros Worte nachdenken: Dass ein Verbrechen eben nicht ein andere Rechtfertigen kann. Oder: Es gibt kein richtiges Leben im falschen.

Und winden Sie sich zumindest nicht über die Tatsache, dass der jüdische Staat als jüdischer Staat konzipiert ist und sich daher nach Kräften "rein jüdisch" zu halten versucht.

Ganz im Sinne der Nationalstaatenvorstellungen, die im 19.Jhdt so überhaupt erst entstanden sind und deren Geist jene unseligen Gestalten erst hervor gebracht hatten, die im 20. Jhdt jenen Wahnsinn auslebten, der den Staat Israel erst möglich gemacht hat.


Damit es ein "Aussen" gibt, vor dem man sich zwar fürchtet (und einige gute Gründe für diese Furcht und das schlechte Gewissen), aber das eben auch Identität stiftet, bzw. die sich - zu Recht und mit guten Grund - bedrohten Staatsangehörigen bei der Stange hält.


"Kommen Sie nicht von aussen und besudeln Sie nicht... " - Jaja: die Anderen. Immer diese Anderen.

((der Unaussprechliche))

Anonym hat gesagt…

Und fufi:

Doch; ich bin der Meinung, dass es für die Gestaltung der Zukunft von grosser Wichtigkeit ist, sich der Vergangenheit zu stellen (siehe Israeldebatte, by the way).

So auch unserer.

Einer Ihrer allerersten Entgegnungen, die mich hier begrüssten, waren die Gewissheit, der Sie Ausdruck gaben, dass ich "hier meine Kotze" ausbreiten würde.


Das haben Sie offenbar inzwischen gelöscht.

Aber es hallt in den weiteren, nichtglöschten Kommentaren nach

http://fufislounge.blogspot.co.at/2012/02/fufi-sagt.html

http://fufislounge.blogspot.co.at/2012/01/auguste-hat-gesagt.html

Meine ineressante (und zweiffellos etwas gemeine) Frage dazu lautet:


Wenn´s Ihnen doch nur darum geht, dass Sie lieber vorwärts schauen... Warum dann überhaupt noch Spuren der Vergangenheit, die nicht mehr ins jüngere Selbstbild passen, löschen?!

Ist damit nicht erst Recht - und viel unehrlicher - grosses Gewicht auf den Umgang mit dem Gestern gelegt?

;-)

((der Unaussprechliche))

Orlando hat gesagt…

Hier stinkt's nach Kotze.

C hat gesagt…

Natürlich ist Israel ein Judenstaat bzw ein jüdischer Staat. Zum ersten Mal in der Geschichte ist 'man' davon ausgegangen, dass das Jüdisch-sein nicht nur Religion ist, sondern auch Nationalität.
Ich habe überhaupt kein Problem damit, dass, wer einen israelischen Pass will, seine jüdische Herkunft beweisen muss (mir ist kein Land der Welt bekannt, das nicht irgendeine Form von Bezug zum Land verlangt, wenn man die Nationalität annimmt).

Der Gründungszweck war genau das: dass Juden, vorerst noch aller Nationalitäten und auch natürlich den damals noch Staatenlosen, zum ersten Mal eine Nation und Nationalität zugestanden wurde.. Was ist daran verwerflich? Die damals jüngste Vergangenheit hatte selbstverständlich einen riesigen Einfluss darauf, dass zukünftig dieses Land der Willkür gegenüber Juden über die Jahrhunderte hinweg ein Ende setze.

Ich sehe natürlich auch, dass Israel keine perfekte Demokratie ist. Aber es auf die Orthodoxen zu reduzieren, ist unfair. Diese - übrigens absolut nicht homogenen - Gruppierungen mit den unterschiedlichsten Abstufungen an Dogmatismus sind den meisten Menschen in Israel ein Dorn im Auge. Die säkuläre Idee eines Staates bedeutet aber auch, dass ein unvollkommenes Staatssystem diese Gruppierungen oft genug als Zünglein an der Waage in irgendeiner Form zu integrieren hat, auch wenn es zum Himmel schreit, dass die Orthodoxen sich nicht als Nationalität begreifen und jeglichen Dienst an der Gemeinschaft verweigern (inklusive oft genug die Bezahlung von Steuern).

Natürlich will ich auch das Unrecht, dass den Palästinensern angetan wurde, nicht schönreden. Israel wurde unter dem Eindruck des Holocaust gegründet und dann sich selber überlassen. Es konnte gar nicht anders als sich gegen seine Feinde zu wehren, denn die UNO hat zu der Zeit keinerlei Interesse daran gehabt, den Vermittler zu spielen.
Aber Palästinenser sind nicht einfach nur arme, unwissende, mitleiderregende Bewohner von Flüchtlingslagern: P heisst auch Arafat, Hamas, Terror, PLO. Wer von uns, Gabi, kann hier ein für allemal feststellen, wo in diesem Teufelskreis der Anfang war, wo die Henne und das Ei?

Bei mir läuten immer alle Alarmglocken, wenn die Palästinenser als Nur-Opfer und die Israelis als Nur-Täter dargestellt worden - die Nah-Ost-Sache ist mindestens so vertrackt und vielschichtig wie die Jugoslawien-Frage. Mit simplen Antworten kommt man da nicht weiter.

Für mich ist die Existenzberechtigung Israels nicht verhandelbar, ihre Politik selbstverständlich sehr wohl. Und das gilt auch für die Palästinenser!

C hat gesagt…

Seit 11:38 stinkt's nach Schwefel!

Anonym hat gesagt…

Aber ich will´s ja gar nicht reduzieren. Weder auf die Orthodoxen, noch auf Vorstellungen, es sei die perfekte Lösung, weil demokratisch (für die, die mit machen dürfen) und "völkerrechtlich" legitimiert.

Aber ich zweifle an den Schlüssen. Etwa diesem: "... dass zukünftig dieses Land der Willkür gegenüber Juden über die Jahrhunderte hinweg ein Ende setze." Hat Israel das bewirkt?

Okay; in Israel vielleicht (obwohl: Eben - what about den schwarzen Juden?). Aber weltweit dient´s doch nur als weiterer Beweis der grossen jüdischen Verschwörung, die sogar ein Land in einer Gegend zu errichten vermag, wo vorher grad noch - und jahrhundertelang - jemand anders zu Hause war.

Mir kommt auch nicht in den Sinn, Palästinenser als Nur-Opfer darstellen zu wollen, von der Vorstellung alle Israelis (oder gleich alle Juden überhaupt) seien Täter: Nichts ist meinem Wesen ferner.

Im Gegenteil: Manchmal fange ich mich ja selbst knapp vor rechtsisraelischem Gedankengut ab, wenn ich fast schon finde: Ihr Araber habt halt jetzt gopferdelli verloren und Ihr habt Euch nun einfach damit abzufinden - basta!

Aber knapp davor merk ich dann doch wieder: Wenn das Recht der Stärkeren einzig zählen sollte, dann weiss ich wirklich nicht, wie ich dann Hitler genau diese Vorstellung noch vorhalten kann ("der Sieger braucht sich nie zu rechfertigen" - oder ähnlich. Bei der Armenierverfolgung durch die Türken als Blueprint dessen, was durch ihn noch kommen sollte)

Die Existenz Israels ist selbstverständlich eine Tatsache, um welche die Welt heute nicht mehr rumkommt.

Die Gründungsberechtigung in dieser Form (durch die bewusste - und aktiv unterstützte - Inkaufnahme der Vertreibung der Palästinenser, wie sie von seriösen israelischen Historikern nicht mehr bestritten wird) sehe ich nicht gegeben.

Heisst aber nicht, dass ich glaube, dass liesse sich heute nochmal auf zivilisiertum Wege rückgänig machen. Und dass ich den unzivilisierten Weg verabscheue, wirst Du mir glauben.

Ich sag und bleibe aber dabei: Es war eine Schnappsidee!

Die Frage nach Henne und Ei allerdings, ist und bleibt nur unklar, wenn die Frage erst ab 48/49 gestellt wird.

Vor den Massen jüdischer Emigranten, welche - auch gegen den Widerstand der Briten - anlandeten, wird´s dann schnell ziemlich eindeutig.... Bis hin zum Sager, dass Terrorismus niemals als Basis einer Staatswerdung verwendet werden dürfe: Schöne Grüsse aus dem "King David"-Hotel!

Den Juden, die schon Generationen zuvor friedlich mit ihren Palästinenschien Nachbarn zusammengelebt hatten, graute vor dem, was die Neusiedler hervor brachten ja nicht minder!

Die Frage ist halt: Nach wieviel Generationen ist zu finden "nun ist Schluss mit dem Gedenken an früher"; ab nun gilt halt einfach Status Quo.

Wenn ich an den unangenemen Russen denke, mit dem ich in der Ferien zu tun hatte und der allen Ernstes meinte Moskau hole sich Byzanz zurück, weil das nämlich ihr Recht sei, dann weisst Du, was für ein Tohuwabohu hier lauert.

Anonym hat gesagt…

Und wenn ich mich nicht ans Unrecht bei der, vergleichsweise jungen, israelischen Staatswerdung erinnern soll: Warum dann sollten die Polen Grund zu Klönen haben? Die Armenier Entschuldigung verlangen wollen? Oder den Deutschen der Holocaust vor gehalten werden können?

Warum dürften dann noch immer Fragen nach Rückgabe willkürlich enteigneter oder "arisierter" Güter verhandelt werden (was für mich übrigens tatsächlich nicht verhandelbar ist und die Grundvoraussetzung jedes Augleichs wo und zwischen wem auch immer, bleibt!)???

Das mit dem Bezug zum Land ist ja klar. Aber erkundige Dich doch mal, bitte: Auch die "Gastarbeiter" Israels haben nach einigen Jahren einen Bezug zum Land. In Europa kannst Du dann erwarten eingebürgert zu werden. Guck mal, wie das in Israel für Nichtjuden ohne den Nachweis der "Jüdischheit" aussieht: Es sieht nach "Blut und Boden" und nach "rein halten" der Nation aus. Nach "Ihr von Aussen, habt uns nichts zu... " eben auch(Kath lässt grüssen).

Das ist zwar verständlich für einen Staat, der sich auf einer Kultur gründet, die sich über Jahrhunderte abzukapseln verstanden hat (wasüber diesen Zeitraum meiner Meinung nach sowieso nur mit der Matrilineritätsidee gelingen konnte).
Aber für einen Staat - und eben nicht "nur" eine Diaspora - verbaut dies es eben auch die Durchmischung mit den Nachbarn, die dafür sorgen könnte, dass die Gegensätze und die Ränder nicht immer scharf wie am ersten Tag der Auseinandersetzung bleiben müssen. Also wird noch bis zum St.Nimmerleinstag über die Zwei-Staaten-Lösung verhandelt werden, die meiner Meinung nach gar nicht mehr klappen kann und nicht zuletzt mit der Siedlunspolitik aktiv hintertrieben wird.

Zwei Staaten mit Grenzmauern und Stacheldraht in einem Gebiet, das ja BEIDE als ihr Zuhause betrachten können wollen, ist doch von vornherein zum Scheitern veruteilt.

Eine vermeintlich "einfache Antwort", meiner Meinung nach.

"...die Nah-Ost-Sache ist mindestens so vertrackt und vielschichtig wie die Jugoslawien-Frage. Mit simplen Antworten kommt man da nicht weiter. "

Geb ich Dir Recht. Drum hab ich auch keine. Aber dass die Art der Gründung ne Schnapsidee war, das möchte ich doch feststellen dürfen.

Dass die Gründung des Judenstaates ohne die Verbrechen Hitlers in dieser Form niemals denkbar gewesen wäre, und dass dabei Israel heute ausgerechnet seine Variante der "Reinheit des Volkes" exerziert, ist eine geradezu hämische Ironie der Geschichte, die mit etwas Abstand betrachtet, halt einfach sauer aufstossen muss.

((der Unaussprechliche))

fufi hat gesagt…

An den Unaussprechlichen wo definitiv nicht JHWH ist am 30. August 2013 09:35.

Offenbar habe ich den betreffenden Kommentar damals, und sozusagen in einer Zeit vor unserer Zeit gelöscht, weil
1. ich ihn für unangemessen hielt und
2. als Wirt hier das kann und darf (:grins:)

Und von wegen der gemeinen Frage:
Kann schon sein, meinetwegen. Vielleicht aber auch nicht, gäll?

Aber wie schon gesagt: Es gibt Situationen, wo mich das Gestern denn wirklich nicht mehr interessiert.
Und die DIESE da ist definitiv eine söttige.
Antworte deshalb gerne AUCH mit

;-)


fufi hat gesagt…

Und JA!

ISRAEL IST DER JUDENSTAAT!
Oder vielleicht:
Der Staat der Juden?
Der Staat FÜR die Juden?

Ok, meinetwegen: Der Staat den die Christen für die Juden so extra geschaffen haben. (Hat hier wer was gesagt von: "um sie loszuwerden?") Und ob sie (die Christen) das im Sinne eines Ghetto-Staates verstanden? ICH weiss es nicht!

Und eigentlich: weshalb kein "jüdischer "Staat? Es gibtja auch einige sogenannte "islamische"Staaten, kommunistische, kapitalistische und sogar "christliche". BTW: Der Vatikan ist glaube (nachdem die CH diesen Schritt getan hat) der EINZIGE Staat, wo der UNO NICHT angehört!

Was ich aber weiss, und ich meine, gerade DA liegt das Problem:
Das "moderne" Israel liegt so ungefähr dort, wo sich schon das alttestamentliche "Heilige Land" Israel befunden hat.
Zwischenruf: Hätten denn die Juden ein Land an der Mündung des Yukon (beispielsweise) akzeptiert und besiedelt?
Und DAS macht die Sache halt etwas komplizierter, zumindest religiös).
WEIL: Das Land der Juden von heute ist das Land der Juden von VorVorVorgestern. Und die Juden von VorVorVorgestern warten bis heute auf den Messias. Den Maschiach. Den Gesalbten Gottes. Den Gotteskönig, wo mit Schwert und Scharia (sozusagen) seine MACHT in der Welt aufrichten und alles, was NICHT jüdisch ist, vernichten wird.

Ich frage: Wisst ihr, welche staatlich verordneten Privilegien die ULTRA-orthodoxen in Isreal geniessen?
Zum Beispiel: Die Laizistischen machen Militärdienst um die ULTRAS zu beschützen, wo nämli keinen machen müssen!

Da ist ja die Geschichte mit dem Carlos aus Zürich schon fast keine BLOCK-Zeile mehr wert!

Orlando hat gesagt…

@Kat: (wenn diese dumpfbackigen Vielquassler schon mal eine Viertelstunde Pause machen...)

Abgesehen davon, dass nach wie vor nicht erwiesen ist, wer und ob überhaupt Giftgas eingesetzt worden ist:

Bestrafung kann und darf keine ausreichende Grundlage für einen Krieg sein.
Als nachvollziehbares Motiv bei Streitigkeiten zwischen Staaten, bewaffneten Gruppen oder meinetwegen Sippen und Individuen mag das hinlangen, aber nicht als Grundlage, wenn die freie Welt einen Krieg gegen ein Land oder eine Partei in einem Bürgerkrieg führen will.

Wer darf Sanktionieren? Wer nimmt sich das Recht hinaus, in der Welt herumzugehen und vermeintliche oder echte Evildoers zu "bestrafen"?

Ein solcher Krieg wäre nur gerechtfertigt, wenn die Interessen eines oder mehrerer der beteiligten Staaten gefährdet sind, oder die Unversehrtheit ihrer Bürger. Beides ist in Syrien nicht gegeben. Im Gegenteil: Von Assad geht nicht die geringste Bedrohung für den Westen oder irgend ein anderes Land aus.

Wir hätten es deshalb mit einem Paradigmenwechsel zu tun, wenn eine Gruppe von mächtigen und hochgerüsteten Nationen (auf welcher Grundlage? mit welchem moralischen common sense? mit welcher völkerrechtsgenügenden Autorität zum "Bestrafen"?) ein Land dafür bestraft, ganz einfach um des Strafens willen, weil irgend ein sich auf dem hohen Ross der Moral sitzend verortender Dozent, der zufällig Präsident wurde, eine "rote Linie" zieht.

Das wäre der Despotismus einer moralischen Hegemonialmacht.

Wen bestrafen wir also als nächstes? Wen müssen wir als nöchstes angreifen, um "Vergeltung" wegen irgendetwas zu üben? China, hoffentlich morgen schon, weil es böse ist gegen Oppositionelle und Falun Gong? Die Nordiren, weil sie die Katholiken belästigen? Kolumbien, weil es so gemein ist zu den FARC? Armenien, weil es in Berg-Karabach vielleicht Giftgas gegen Aseris eingesetzt hat? Oder gar die USA selbst, weil sie eine genz schlimme Schlachtbank für gänzlich unschuldige Unschuldslämmer auf Guantanamo betreibt?

fufi hat gesagt…

Und für historisch Interessierte:
DAS kennen wir doch schon seit 5000 - 7000 Jahren, dort unten!

Schon damals haben die Iraker die Iraner bekämpft. Und die Syrer die Iraner und die Israeli. Und die Ägypter die Syrer und die Iraker die Ägypter und und die Syrer die Israeli und die Israeli die Iraker und so weiter.
Bloss bezeichten sich die einten und anderen noch anders. Hethiter, z.B. oder Babylonier.
Und der arme Libanon kam damals schon immer gehörig unter die Räder der Kampfwagen!

Und dennoch bezeichnen wir Heutigen dieses Gebiet des "fruchtbaren Halbmondes" als wiede der christlich-abendländischen Kultur.

Kultur?

fufi hat gesagt…

WIEGE sollte es heissen, oder URSPRUNG oder sowas!

Orlando hat gesagt…

Wie kommt es eigentlich, dass der Staat Israel ständig in Frage gestellt wird und seine Legitimität beweisen muss (und womöglich sich christlicher als der Papst und so hilflos wie die ausgemergelten Skelette auf dem Weg in die Gaskammer verhalten soll - aus besonderer moralischer Verpflichtung) - wenn seit 1949 Dutzende problematischer neuer Staatsgebilde sich zu den schon früher problematisch bestehenden gesellt haben (von den letzteren wllen wir gar nicht erst anfangen!)?

Es gibt keinen Unterschied von Antisemitismus und der unverholen geforderten Zweitvernichtung des jüdischen Volkes, resp. dessen souveränen Staat Israel.
Wer sagt "Judenstaat" verrät sowieso seine Denke.

Aber es ist jetzt Israel und wird es bkeiben - für immer!

Und sowieso: It is the jews turn now for a change, to be the bullies. I have no problems at all with that.

Maccabi forever!

fufi hat gesagt…

@Orlando am 30. August 2013 15:24

Jetzt musst du mir aber, bittebitte sagen, weshalb denn die USA von Grenada derart in ihrer nazionalen Existenz bedroht waren, dass sie diese unbedeutende Insel, ach, du weisst schon!

Oder ist's wahr, was in Wiki steht?
"Die Operation wurde zunächst auch damit begründet, die Sicherheit US-amerikanischer Staatsbürger auf Grenada zu garantieren. Wahrscheinlicher ist, dass die US-Regierung eine starke Anlehnung von Grenada an Kuba und Nicaragua befürchtete."

Aber ehrlich:
Ronald Reagan ist mir letzthin ein mikromü sympathischer geworden, weil er scheint's gesagt haben soll:
"Es ist nicht bewiesen, dass harte Arbeit schadet, aber ich möchte das Risiko dennoch nicht auf mich nehmen!"

fufi hat gesagt…

Ach ja, und wenn sich denn SO eine kleine Insel an den STARKEN Rücken von Kuba anlehnt?
Zum Lachen!

Anonym hat gesagt…

Raaah-ha-ha-ha!

Ich lach mich scheckig, über derart voreingenommene Einfältigkeit.

Der ist ja ähnlich doof, wie damals der Knieschuss mit der Stutenbissigkeit der Pasdaran!

Theodor Herzel als Antisemit, der seine Denke 1896 verraten hat!

Zum Brüllen.


:-)


((der Unaussprechliche))

Anonym hat gesagt…

Zu verschiedenem:

fufi:

"WEIL: Das Land der Juden von heute ist das Land der Juden von VorVorVorgestern. "

So nicht ganz. Das wird auch von neuesten historischen Erkenntnissen gestützt: Das Land ist eben auch das Land der Palästinenser von "vorvorvorvorgestern". Weil das schlicht die Bewohner waren, die da blieben. Und vorher nicht minder Juden waren. Womit wir wieder bei der Relgionsbegründung wären. Ganz abgesehen davon, dass ja auch "die Juden" sich erst aus einem Koglomerat vieler verschiedener Stämme entwickelt hat, die beschlossen, die Mythen und die Geschichte des Einen (somit Wahren?) zu übernehmen.

Interessant in diesem Zusammenhang wär ja auch, der Geschichte der Chasaren. Aber eben: Macht einfache Weltbilder bloss immer komplizieter, weshalb wohlweisslich die Finger davon gelassen wird.

Ausserdem auch: Historisch Interessierte sollten an Zeiträume von 5-7000 Jahren denken, in welchen sich diese (!) Völker dort begriegten?

Sorry. Das ist ein fataler Irrtum, der diese vertrackte Situation wieder und wieder in allen Gegenden der Welt gebiert, die sich auf derart lange Zeiträume berufen wollen. Ein dummer Denkfehler, den Hitler übrigens genauso unterlaufen ist, in seiner Vorstellung des Germanen, der über Jahrtausende hinweg, ein Volk, ein Reich... etc. sei.

Die Völker mischen sich wild. Nehmen wir nur die Sprachen. Da übernimmt auch mal eine Mehrheit die Sprache einer Minderheit. Oder - eben - die Mythen des eines Stammes, werden plötzlich allen Stämmen, die auch mitmachen wollen übertragen. Oder die Verwandschaft der feindlichsten Brüder, die sich aufs schiere Gegenteil des Geschichtsbildes berufen, sprechen noch immer in ähnlichen Formeln: Sallam a Leikum / Schalom a Lechem.

Dass immer noch so getan wird, als müssten ausgerechnet jene Art von Mythen um geschichtsüberlieferten Boden, gottgegebene Auserwählt- oder Überlegenheit in reale Politik umgesetzt werden, ist - sorry, wenn ich wieder bei dieser hämischen Ironie der Geschichte lande - doch perverserweise genau die Denke dieses irren Schikelgruber!

- Hallo!

Die Ultras, die keinen Militärdienst leisten, ständig zeuseln (dabei z.T. sogar die Legitimität des Staates Israel bestreiten, von wegen Messiasprivileg und so!), aber sich dabei auch noch vom Rest beschützen lassen, hab ich alleine heute schon mehrmals angeschnitten.

Ja: Staat der Juden, jüdischer Staat, etc. All the same. Warum benutze ich dennoch ganz bewusst den "Judenstaat"?

- Schon nur um darauf aufmerksam zu machen, wie sehr auf Wortklaubereien reagiert wird. Was ist denn das "Reizteil" an diesem Wort? Bitte! Erklärung!?

Es bedeutet nicht nur dasselbe (und ist in anderen Sprachen einfach nur normal), sondern es ist - gerne nochmal erwähnt - der Terminus, den T. Herzel als Titel seiner Staatsbegründenden Schrift 1896 (auf Deutsch, bitteschön!) gewählt hat. Wofür er heute noch von Israel bis Basel verehrt wird.

Also anstatt über mich zu weinen: Überlegt Euch doch einfach selber, wo da genau Euer Problem steckt. Meines ist es gewiss nicht.


Zu Syrien und Chemie und von wegen "wer masst sich an nach welchen Grundsätzen zu richten?" noch ein Wort.

Hab mir gestern ein Gespräch mit Paddy Ashton gegönnt. Da muss wirklich nicht lange gesucht werden, auch wenn ich ebenfalls erst über ihn drauf gekommen bin. Ich war vollkommen überrascht über diesen simplen Tatbestand, aber das Argument ist schlagend. Es heisst einfach nur:

Genfer Konvention!

;-)


((der Unaussprechliche))


Orlando hat gesagt…

Theodor Herzl würde ich nie und nimmer mit einem halbschlauen Goj verwechseln. Wirf deine antisemitische Gülle gefälligst über die kackbraunen Felder eurer Hinterwäldlerrepublik aus, du strunzdoofe Quasselstrippe.

http://www.newyorker.com/online/blogs/comment/2013/08/the-debate-over-intervention-in-syria.html

http://www.tagesanzeiger.ch/ausland/naher-osten-und-afrika/Syrische-Rebellen-sollen-Giftgas-eingesetzt-haben/story/24592795?track

@Fufi: Unter dem Eindruck des kalten Kriegs liesse sich sehr wohl über Grenada diskutieren, aber eben nur in diesem Kontext. Seit 1989 ist aber eine andere welt, einverstanden? Und bitte eines nicht vergessen: Die USA wurden am 11. September angegriffen. Was folgte, war konsequent und richtig: Die Beseitigung der Regimes, welches die Angreifer beherbergte und machen liess. Und auch Irak kam bekanntlich nicht aus heiterhellem Himmel. Sämtliche Geheimdienste der freien Welt zälten A und B zusammen und errechneten C (C-Waffen-Besitz und -einsätze im eigenen Land und gegen Nachbarn) und hatten Hinweise, dass im grossen Stil WMDs vorhanden waren.
Wieso hat Saddam nicht die Karten offengelegt und die Inspektoren herausfinden lassen, dass da nichts ist? Er wäre heute noch an der Macht.

Geschichte verstehen, heisst, in Alternativen zu denken.

Ich weiss, es kränkt die Eitelkeit und das Gefühl, das berühmte, selbstgerechte, helfen zu müssen. Aber manchmal ist der Welt nicht zu helfen. Syrien is verloren. Auch Jogoslawien ging verloren. Alle Interventionen hätten diesen Verlust nicht aufhalten können. Der unterbelichtete Aktionismus vor allem linker westlicher Zeitgenossen ist ein schrecklicher Fehler. Man kann nur helfen, Flüchtlinge aufnehmen. Mehr zu tun wäre fahrlässig. Und sehr dumm.

fufi hat gesagt…

@Gabi (weil's einfacher ist!)

Selbstverständlich hat's dort schon immer NICHT-Juden gegeben!
Lies bloss mal, wie die biblischen Profeten gegen den pöhsen Baal gewettert haben (Baal war der Wettergott wo dafür ferantwortlich war, dass es wieder mal regnete und das Gras und das Korn wuchs. Und so.) Und da gabst auch noch die Astarte, so ne allgemein nahöstliche Göttin, wo sie denn als Gattin des Unaussprechlichen und allereinzigen Gottes verkehrt haben!
Inl. des Festes des göttlichen Verkehrs!

Oder wie Esra und Nehemia sich einsetzten, dass denn alle, aber auch wirklich alle maskulinen Juden ihre NICHT-jüdischen Frauen verstossen täten.
Bekannt unter:
"Esras Kampf gegen die Mischehen."
Heisst:
Die Frauen wurden a) in die Bettelei b) in die Hurerei c) in den Tod getrieben.
Und Esra sagt zu seinen "Erfolgen":
"Gedenke mir's, mein Herr, zum Besten."
Könnte von einem Nazi-Pfaff stammen!

Und von wegen der Sprache:
Das ist in der Geschichte des Gottes-Voulches etwas kompliziert, aber sicher ist:
Zur Zeit Jesu sprachen dort unten ALLE aramäisch.
Hebräisch wurde bloss noch im "KULT" gesprochen.
Auch wenn's denn die Wenigsten überhaupt verstanden haben.
Aber sowas kennen wir ja auch von unseren allahistischen Freundinnen, wo so Arabisch brabbeln und keine Ahnung haben, was sie denn von sich geben?

Anonym hat gesagt…

natürlich hat´s dort auch immer schon Nichtjuden gegeben.

Und klar wurde aramäisch gequasselt. Natürlich auch von denen, die zurückblieben und der Arabischen Conquista unterlagen.

Eben.

E-B-E-N!

Also wie dann noch vom einen Volk sprechen wollen, dass dadurch - wodurch denn nun genau!? - Rechte geltend machen kann, die zudem fast 2000 Jahre als wären. Während die direkten Verwandten dort blieben und sich diese Jhdt. später erklären lassen müssen, dass es im Fall nicht Ihre Heimat sei, sondern die derjenigen, die seit fast zwei Jahrtausenden weg waren.

Wie klingt denn das?!

- Nach einer Schnapsidee, die ohne die Verbrechen Hitlers so niemals denkbar (und wohl auch niemals so von einem derart grossen Teil der Juden angestrebt) gewesen wäre.

((d.U.))

fufi hat gesagt…

@Orlando
Einverstanden, soweit.

Bloss:
"Und bitte eines nicht vergessen: Die USA wurden am 11. September angegriffen."

Tja, Orli, DIESES abscheulich-verabscheuenswürdige Ereignis könnte ja eigentlich auch SO beschrieben werden:

Am 11. September 2001 wurden 3 Objekte in den USA von islamistischen Terroristen angegriffen. 1 Objekt wurde dabei zerstört.

Aber SOWAS rechtfertiegt ja keinen Krieg, wo MillionenMilliarden Dollar kostet, gäll!

Ach ja, und was dabei dieCH betrifft, und ganz besonders die STZH:

http://www.heiligenlexikon.de/KalenderSeptember/11.htm&PHPSESSID=d5e6b0230a677c828a5074a4af6c4f29

Wünsch Dir was!

fufi hat gesagt…

Nun denn Gabi

Wenn du das denn wirklich wissen willst, wo du am 30. August 2013 18:07 fragst,
ich meine:

Wie klingt denn das?!

Kennst du die Herrliberger Nazionalhymne?

fufi hat gesagt…

Ach ja:
Das Voulch ist DAS wo an MICH glaubt!

Anonym hat gesagt…

Nein, kenne ich nicht fufi. Und wüsste auch nicht, worauf Sie anspielen.

Aber ich bin immer interessiert dazu zu lernen.

Klären Sie mich auf?

fufi hat gesagt…

Ich meine damit:
Es soll SchweizerInnen geben.
Und SCHEIN-SchweizerInnen.
Und Papierli-SchweizerInnen.
Und Links-Nette NICHT-SchweizerInnen.

Aber RICHTIGE SchweizerInnen
sind nur DIE wo söttige
SchweizerInnen sind
wie ICH sage,
wie SchweizerInnen zu sein haben!

Und irgendwie, meine ich,
ist DIESE Ungeisteshaltung halt
E-B-E-N!
NICHT so schaurig neu?

Anonym hat gesagt…

Die Ungeisthaltung von wem?

- ich vermag nicht zu folgen.

Anonym hat gesagt…

Hey Katharina.. Aufgrund dieser typischen Sich-selbst-überlist-Pointen hab ich grad heut im Auto an Sie denken müssen (so im Geist des Wunderrabi-Witzes: „Warum sollte der Allmächtige einem Lügner erscheinen?!“).

Und zwar weil hier ein selten dummer Wahlspot lief, bei dem die Grundaussage des Spots den Slogan krass unterlief. Also einer der klassischen Knieschusspointen:

Nachdem ein Kind in unglaubwürdiger Kindersprache irgend was von „Wer ist eigentlich Papa Staat?“ und: „Warum sagt Papa immer, dass ihm Papa Staat so viel Geld wegnimmt?“ quaselt und eine allwissende Mutti dann dem begriffsstutzigen Vorschulkind erklärt, dass Papa Staat nicht nett ist und alles verschwende, was Papa (jetzt Papa Papa und nicht Papa Staat - das Script ist wirklich derart verwirrend geschrieben worden!) verdiene, meldet sich der Absender mit dem Slogan:

"Politik ist keine Lösung. Politik ist das Problem!"

... Um also mit diesem Spot - festhalten! - ins Parlament gewählt werden will, um sich im Namen dieser Wähler politisch betätigen zu dürfen.

Besonderes Schmankerl zum Abschluss: Die Partei nennt sich „Partei der Vernunft“

Was habe ich hinterm Steuer lachen müssen!

Orlando hat gesagt…

Nein, 2,996 "Objekte" wurden am 11. September 2011 angegriffen, und 2996 davon wurden zerstört. Über die verletzten gibt es keine genauen Angaben. Man schätzt, dass gegen 700 New Yorker Kinder zu Halbwaisen wurden an diesem tag.

Aber SOWAS rechtfertiegt ja keinen Krieg, wo MillionenMilliarden Dollar kostet, gäll!

Das müssen ja die wissen, die es bezahlen, oder? Und sicher nicht du.

Und bitte, Fufi: Vergiss nicht die heimatmüden SchweizerInnen, jene denen an der Schweiz nichts liegt, so dass sie doch auch in der Union aufgehen könnte. Um die ging es stets, und nicht darum, was du dir da irgendwie erfindest in deinem paranoiden Feierabendräuschchen.

Orlando hat gesagt…

Nun gut, was am 11. September 2011 genau geschah, weiss ich nicht mehr, ich bezog mich ja auch eher auf den 11. September 2001.

Wenigstens denke ich noch klar und erfinde nicht Dinge, welche die pöhse SVP gesagt haben soll oder insinuiert haben soll oder die ich mir mal zusammenerfunden habe, gell. Und dies gegenüber einem Ausländer.

A propos: Interessant dass arbeitsunfähige und fürsorgeabhängige Soziopathen in Österreich vom Staat ein Auto bekommen.

C hat gesagt…

O, könnten Sie bitte damit aufhören? Ich frage höflich, denn wir alle haben ein Interesse daran, uns auf einer anderen Ebene weiter auszutauschen.

Ich empfehle übrigens - habe ich mir gestern nacht noch zugeführt - den Link von Gabi zu letztem Jahr:
http://fufislounge.blogspot.co.at/2012/01/auguste-hat-gesagt.html

Mir wurde beim Lesen mal wieder klar, dass Sie, O, auch anders können als primitiv und dass dieser O, der sich da am Ende des threads zeigt, einer ist, mit dem man diskutieren kann, auch wenn's manchmal wehtut.

fufi hat gesagt…

@Orli zum 11.9.2011
Kleines Feierabendräuschen? Oder KomaSuff?
Anyway: Ich find's ziemlich blöd, was du da gesagt hast.
Bei einer EW-Zahl 314.167.157 (16. August 2012) sind 2996 immer noch kein Angriff auf die USA als Ganzes!
Ich meine, bei einer Fläche von 9.629.091km2 würde das kanpp 9 km2 bedeuten, und das ist sogar noch einiges kleiner als Grenada, z.B.

Mehr dazu:
Zahl der Verkehrstoten in den USA:

•2006: 42 642 (innerhalb von 30 Tagen an den Folgen des Unfalls verstorben, 70% Männer, 30% Frauen)
•2007: 41 059
•2008: 37 261
•2009: 33 808
•2010: 32 885
•2011: 32 367
Zahl der Verletzten im Straßenverkehr: 3 305 237 (2006)

http://www.zukunft-mobilitaet.net/7310/verkehrssicherheit/verkehrstote-weltweit-unfaelle/verkehrstote-in-den-usa/

fufi hat gesagt…

Und

"A propos: Interessant dass arbeitsunfähige und fürsorgeabhängige Soziopathen in Österreich vom Staat ein Auto bekommen."

Ist ja klar: Damit diese Armen endlich mal vorwärtskommen!

fufi hat gesagt…

ok, s'wären 90 km2, aber auch DAS ist bloss ein Einhunderttausendstel!

Anonym hat gesagt…
Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.
C hat gesagt…

Gabi, ich habe versucht, mich durch diesen Wust oben durchzuarbeiten, aber ganz ehrlich: mir erscheint es tatsächlich ziemlich sinnlos, Fehler der Vergangenheit immer und immer wieder hochzuholen. Bewertungen im nachhinein sind einfach. Man übersieht schnell, dass es im Falle der Gründung Israels auch um eine hochemotionale Angelegenheit ging - das muss man nicht gut finden, man kann aber die damaligen Umstände und Gegebenheiten in die Beurteilung mit einbeziehen.
Mich treibt immer noch die Frage um, inwieweit Menschen fähig sind, aus Geschichte zu lernen, also z.B. eine mögliche Syrien-Intervention im Kontext beurteilen können. Wir alle wissen, dass auch Politiker, die UNO und Militärs nicht in die Zukunft sehen können, also ist jede Entscheidung selbstverständlich Ergebnis von unglaublich vielen Parametern und Zielkonflikten, die kaum durchschaubar sind.

Im Falle Israels ist es gar keine Frage (und ich wüsste nicht, wer sie überhaupt stellt), dass der Holocaust, die Verbrechen der Nazis, dieser Entscheidung wesentlich den Weg bereitet haben - ohne diesen letzten grossen Horror in der Geschichte der Juden hätte es dafür keine Chance gegeben, da bin ich mir sicher.
Die Frage ist, ob sich daraus auch eine völkerrechtliche Legitimation ergibt und da ist meine Antwort ganz klar: ja! Mit allen Vor- und Nachteilen, mit allem Unrecht, das den Palästinensern angetan wird und wurde - aber es greift viel, viel zu kurz, die Israelis zum Täter hochzustilisieren.

Anonym hat gesagt…

Klingt halt einfach mehr als nur ein bisschen hart und ungerecht:

" Mit allen Vor- und Nachteilen, mit allem Unrecht, das den Palästinensern angetan wird und wurde" ... Sollten die sich jetzt halt trotzdem einfach damit abfinden.

Ich hab weiss Gott nicht die gute Idee, wie sich der gordische Knoten jetzt noch entwirren lassen sollte. Aber die Schlussstrich-Mentalität, während ein Grossteil jener Menschen, die vertrieben und enteignet worden sind, noch leben, find ich schon sehr zynisch. Insbesondere, wenn die Aufforderung von jenen kommt, die heute in ebenjenen Orten und z.T. sogar Häusern wohnen, aus welchen sie vertrieben wurden und deren Schlüssel sie noch heute besitzen.

Apropsos:
http://religionv1.orf.at/projekt02/news/0210/ne021015_sepharden_fr.htm

...Und das ist schon 500 Jahre her!

Es geht also nicht einfach um "Bewertungen" im Nachhinein. (die allerdings tatsächlich sehr einfach wäre), sondern um die Gestaltung der Zukunft. Ob wir für die Zukunft bloss auf das Recht des Stärkeren setzen wollen, oder ob ein paar verbindliche Regeln, das Zusammenleben bestimmen müssten, die dann eben auch für den Stärkeren zu gelten hätten.

Der Weg, der wirklich am vernünftigsten wäre, ist leider ganz offenbar nicht gangbar: Dass die beiden Gruppen sich wieder zu einer Bevölkerung mischen würden. Doch das ist "Blut und Boden" - und Religion noch obendrauf - schlicht nicht möglich.

Es war ne Schnapdiee, welche der Welt, den Arabern, den Juden, West und Ost, auf unabsehbare Zeit noch Riesenärger und immer neues Chaos bescheren werden.

Anonym hat gesagt…

Und übrigens.... (das richtet sich selbstredend nicht an Caro)

http://www.arte.tv/guide/de/042586-000/das-exil-der-juden?autoplay=1

Sogar schon auf Arte! Dieser Antisemitismus allenthalben.


(alter jüdischer Witz: Grün rennt viel zu spät zum Bahnhof und sieht schliesslich den Zug nur noch wegrollen, worauf er in sich hineinmurmelt: "ungeheuer, dieser Antisemitismus überall!")

C hat gesagt…

Was denn für eine Schlussstrich-Mentalität, Gabi? Von mir ist die sicher nicht. Ich weise nur immer wieder darauf hin, dass der Staat Israel gegründet ist, existiert und das wohlbemerkt völkerrechtlich sanktioniert bzw gewollt.
Ich sehe die israelische Politik durchaus kritisch, die merkwürdige Haltung der Grossmächte nach der Gründung und nach den ersten aggressiven Akten der Araber (wir haben Euch das Land gegeben, den Rest müsst ihr schon allein machen) sehe ich aber auch - und ich ahne, dass da viele, viele von uns kaum durchschaubare Machtspiele, Ränke und übelste Manipulationen stattfinden und stattfanden. Und natürlich treffen die immer die schwächsten, keine Frage.
Auch ich bedaure, dass ein Friedensprozess nach dem anderen auf mehr als ungute Weise endete; auch ich wünschte, dass die frummen Schmarotzer sich in die Wüste zurückzögen, dass dem unglückseligen Siedlungsbau endlich ein Ende gemacht wird. Und vor allem würde ich mir wünschen, dass die, die Israel am lautesten kritisieren, endlich Nägel mit Köpfen machen und Palästina einen eigenen Staat zugestehen - die arabischen Freunde zu vereinigen in dieser Frage, vor allem das Terror-Regime von Hamas und Hisbollah endlich auch von der libanesischen Regierung und diversen arabischen Nachbarn blosszustellen und ans Licht zu bringen, inwieweit da überhaupt ein wirkliches Interesse an einem freien, demokratischen Volkwillen ist - das wünsche ich mir alles auch.

Uebrigens und ziemlich off-topic: ich habe die Erfahrung gemacht, dass Menschen, die sich ständig über angeblichen Antisemitismus, Rassismus, Anti-was-weiss-ich beschweren, die ständig alles darauf abklopfen, inwieweit sie gerade vielleicht wieder beleidigt worden sind, auch die Politische Korrektheit für richtig, edel und adequat halten. Diese Haltung, diese ewige Empörungshaltung, hat oft zur Folge, dass man seinen kleinen Tunnel nicht mehr verlassen muss, da ja alles ausserhalb unter Umständen böse ist - man könnte genauso gut tot sein, wenn alles, was weh tut, verbannt wird! Und da sind 'die Juden' keinesfalls die einzigen - das ist eher eine Generationenfrage. Angst regiert die Welt! Und daher ist die Gründung eines Staates Israel mMn eine mutige Tat - auch heute noch.

Orlando hat gesagt…

Was ihr Schwachköpfe bloss immer mit diesem Völkerrecht habt...tztz. Wer so argumentiert, als gebe es eherne irgendwie abstrakt formulierte Rechtsgrundsätze, die absolut für alle Völker und Länder gelten und unumstösslich sind, der hat mit Verlaub von der Welt nichts verstanden und offenbart peinliches Fehlverständnis von "Recht" an sich.
Zum einen den Absolutheitsanspruch von religiösen Wertsystemen verhöhnen und verteufeln, zum Anderen den eigenen zusammenhalluzinierten Absolutheitsanspruch von wackligen, diffusen Rechtsgrundsätzen als Allheilmittel für die eigene modern-verdummte westeuropäische Borniertheit und Ignoranz hochhalten - na bravo.

Also unter solchen Voraussetzungenm, auf diesem Tubeli-Niveau llhnt sich ein Dialog wwirklich nicht mehr. Aber eigentlich greife ich in die Tasten, um auf eine ganz andere monströse Abartigkeit hinzuweisen:

Bei einer EW-Zahl 314.167.157 (16. August 2012) sind 2996 immer noch kein Angriff auf die USA als Ganzes!
Ich meine, bei einer Fläche von 9.629.091km2 würde das kanpp 9 km2 bedeuten,
Mehr dazu:
Zahl der Verkehrstoten in den USA:
usw.

Da bleibt sogar einem wie mir die Spucke weg.

Hey, Fufi, und die 6 Millionen ermordeten Juden im Holocaust, entspricht das inetwa der Fläche des Bundelandes Hessen im europäischen Zusammenhang?
Und bei der Bombe von Hiroshima handelte es sich auch nicht um einen Angriff aus Japan "als Ganzes"?
War der Holocaust auch ein Verkehrsunfall, weil ja dabei Eichmanns Züge zum Einsatz kamen?
Bauen die Amerikaner im Auto etwa Unfälle um Amerikaner zu töten?

Also, das ist so gruuuusig, dass du dich nicht einmal mehr schämen kannst dafür.

Psycho-Caro hat gesagt…

Hey Orlando:
Die Psychotante verordnet Ihnen, 100 mal in Ihre Bibel (Sie wissen schon, die freien Seiten hinten) den Satz zu schreiben:

Ich nenne andere in diesem Blog nicht mehr Schwachkopf.
Ich nenne andere in diesem Blog nicht mehr Schwachkopf.

Mit freundlichen Grüssen

die doofe Zwetschge

Anonym hat gesagt…

Dein Off-Topic ist ja hier alles Andere als Off-Topic, liebe Caro (und wenn´s dann im Detail immer wirrer und widersprüchlicher wird, wie da oben grad, dann passt´s erst recht).

Ich stimm Dir in vielem zu.

Mit dem "Völkerrecht" in diesem Zusammenhang kann ich allerdings wenig anfangen. Wenn die UNO beschlösse, Nordkoreanische Exilanten ein Gebiet zwischen Zug und Zürich zu zu weisen... Wär das dann damit schon völlig legitim?

Und was heisst schon "die Araber", die das Land angeblich gegeben hätten?

- Wenn Blocher (und der wäre zumindest demokratisch legitimiert!) nach obiger, imaginärer UN-Resolution fände: Ja, das geht schon in Ordnung! Dann dürfte später die Wohnung meiner Cousine in Zürich entschädigungsfrei von Nordkoreanern übernommen werden?


... Jaja... Natürlich ist das extrem verkürzt und vereinfacht. Aber es bietet doch einigen Stoff, sich mal konkret vor zu stellen, wie das für die betroffenen Menschen, die schon eine Vielzahl von Generationen länger dort Zuhause waren, wirken musste.



((der Unaussprechliche))

PS: Ich staun schon immer, welche Engelsgeduld Du für derart vulgäre Hooligans, wie oben grad, immer wieder aufzubringen vermagst. Ein Jammer für das Christentum, dass es eine derartige Galionsfigur seiner Werte nicht für sich vereinnahmen kann!

;-)

Orlando hat gesagt…

@doofe Zwetschge

Ich nehme den Schwachkopf in ihrem Fall zurück. Aber nur in ihrem Fall. Wenn Sie Obiges lesen, werden Sie verstehen warum...
Sorry, meine Lebenszeit ist mir zu wertvoll, als sie an geistig Herausgeforderte zu verschwenden, die Verben nicht mal richtig deklinieren können. Das ist ja kein Asyl hier, oder?

Meine Bibel hat hinten keine leeren Seiten mehr, sorry. Da habe ich schon den Satz hineingeschrieben: Denkt nicht, ich sei gekommen, um Frieden auf die Erde zu bringen. Ich bin nicht gekommen, um Frieden zu bringen, sondern das Schwert! (Matthäus-Evangelium, Kapitel 10, Vers 34)

C hat gesagt…

Aber O, da hat es mir doch gerade das Sandwich verbröselt......

Nur soviel: 'Asyl' ist die beste Beschreibung, die ich bislang von diesem Betrieb hier gelesen habe! Es ist eben genau das: ein Aufnahmelager von in irgendeiner Weise Gehandicappierten. Für die schweren Fälle haben wir spezielle Betreuung: für die 'grammatically challenged' unseren Oberlehrer Tiger, für die 'mentally challenged' eine Psychotante, für die 'morally challenged' einen veritablen Oberkatholiken und einen echten Pastor und für die Auslandspolitik eine echte Emigrantin - und ab und zu schneit noch jemand hinein, der unser aller Nächstenliebe braucht.
Dieses Asyl hat eine Auszeichnung verdient - es wird spielend mit allen Suchenden fertig und schafft es, ich würde sagen: dank eines langmütigen, grosszügigen, wenn auch nicht immer nachvollziehbaren Gastgebers, liebgewordene Vorurteile und Vorverurteilungen immer irgendwann abzulegen (die Hoffnung stirbt zuletzt!).

Waffen bitte am Eingang abgeben!

En Guete!

Orlando hat gesagt…

Sie vergessen eins: Einige Nutjobs habe ich alle mit dem Schwert verscheucht (Meta, Pöh, den Analsex-Experten etc.), denen ist das Asyl nicht wirklich gut bekommen...

Und für einen, der uns in drei geschwätzigen 7000-Zeichen-Posts rudernd an seinem leider überaus beschränkten Nachdenken teil haben lässt, für den sehe ich wenig Platz.

Wenn ich langatmige Beiträge von Hilfsschülern überlesen will, dann kann ich ja gleich zurück zum MB...:-)

fufi hat gesagt…

Hey Orli!

Schau, ich hab dir hier eine Honigmilch!
Setz dich hin und sieh der die schönen Bildli hier an, aus der Lutherbibel von 1860!

Orlando hat gesagt…

Hat der Matth.-10,34-Spruch in deiner Theologie des Selektiven keinen Platz, hä?

fufi hat gesagt…

Also, DAS da, Orlando:

"Hey, Fufi, und die 6 Millionen ermordeten Juden im Holocaust, entspricht das inetwa der Fläche des Bundelandes Hessen im europäischen Zusammenhang?
Und bei der Bombe von Hiroshima handelte es sich auch nicht um einen Angriff aus Japan "als Ganzes"?
War der Holocaust auch ein Verkehrsunfall, weil ja dabei Eichmanns Züge zum Einsatz kamen?"
hat glaub's mit 4711, xgüsi: 9/11 schon grad gar nichts zu tun?

Und von wegen dem da:
"Bauen die Amerikaner im Auto etwa Unfälle um Amerikaner zu töten?"
Nein, das tun sie nur in sehr seltenen Fällen.
Aber sie nehmen's in Kauf, dass sie Landsleute töten, AmerikanerInnen, und das in Amerika, in God's own Country!

Gottgegebene Tote, sozusagen!
Obwohl eigentlich: DU weisst ja, was steht in 5.Mose, 5,7?

fufi hat gesagt…

NEIN, Orlando am 2. September 2013 15:00,
ehrlich gesagt: NEIN!

Weisst du, ich könnte jetzt was hochtheologisches sabbern, von Textkritik und so. Und von wasweissichwas.

Will ich aber nicht!
Ich meine bloss: Lies mal das vom Samaritaner, von den Arbeitern im Weinberg, von den Geldwechslern vor dem Tempel, den Huren und den Zöllnern.
Und ja: auch das vom Reich Gottes wo kommt wie ein Dieb in der Nacht!

Wärs't DU bereit, Orli?
Könnte überhaupt irgendein Mensch bereit sein?

Siehste!
Und deshalb, DU magst die Stelle kennen, wo er sagt:
In MIR ist das Gesetz erfüllt!
Und wie Johannes so schön schreibt, und ich spreche NICHT nur von 3:15: tetelestai! ES IST VOLLBRACHT!

efhapax! EIN FÜR ALLEMAL!

fufi hat gesagt…

Und ob das selektiv sein soll, Orlando?

Würd's nicht wirklich SO sagen!

König sticht Dame, viel Spass rundum.
Aber zuweilen sticht Bauer ein As!

fufi hat gesagt…

Und DAS da, Orlando:
"Sie vergessen eins: Einige Nutjobs habe ich alle mit dem Schwert verscheucht (Meta, Pöh, den Analsex-Experten etc.)"

erinnert mich irgendwie an Esra und Nehemiah.

Und das ist KEIN Kompliment!

Anonym hat gesagt…

Mich erinnerts an Guschti (wie mich Orlando eigentlich oft an Guschti erinnerte):

Der hat auch ständig von den erfolgreichen Trolljagden vergangener Zeiten geschwärmt...


Jaja... Früher war einfach alles besser.

:D

((d.U.))

fufi hat gesagt…

Jaja, früher war wirklich alles besser!

Ausser die Antibiotika, die Autobahnverbindungen oder der digitale TV-Empfang.

Aber ehrlich: Früher war's etwas weniger hektisch!
;-)

Anonym hat gesagt…
Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.
Anonym hat gesagt…
Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.
Orlando hat gesagt…

Marvin Hamlish! R.I.P.

Anonym hat gesagt…

Übrigens:


http://www.spiegel.de/international/world/opponents-of-syria-intervention-must-review-lessons-from-bosnia-a-920126.html

Gabi

Anonym hat gesagt…

Schade, dass Assad übrigens nicht deutsch kann.


Der hätte sich hier oder im MB richtig heimelig gefühlt, mit den lustigen, sich selbst torpedierenden, gegenteiligen Wahrheiten, die er so verbreitet.

http://www.spiegel.de/politik/ausland/syrien-assad-auf-propaganda-tour-gegen-us-angriff-a-920583.html

... Mal 300 km durch Bürgerkriegsgebiet entführte Kinder, mal ein Tunnel mit einem Rebellenunfall, den niemand zu lokalisieren weiss.

So gut.

Fast wie mila selig, wenn sie sich wieder mal in der Ursachen-Wirkungs-Achse etwas vertan hatte...

:D

Gabi

Anonym hat gesagt…

Uff...

Gott sei´s gedankt.

Endlich, endlich, endlich Licht am Horizont:

http://www.orf.at/stories/2197307/

Wusste jemand hier übrigens, dass während des ersten Irakkrieges, bzw. des Iran-Irak-Konfliktes, Tausende persischer Juden, aus Verbundenheit und Liebe zu ihrer alten Heimat Chomeini zur Seite springen und gegen den (vom Westen inspirierten) irakischen Aggressor kämpfen wollten? - Konnte der natürlich aber aus seinen fanatischen Vorstellungen heraus schlecht annehmen...

Wie auch immer: Die Botschaft Rouhanis ist ein Segen und eine kaum verhohlener Hinweis, dass Assads Drohungen, bei einem Militärschlag würde er ganzen Nahen Osten in Brand setzen, nicht von Rouhani unterstützt wird.

Toll. Etwas beruhigend. Gut.

Anonym hat gesagt…
Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.
Anonym hat gesagt…

Versuchen Sie mal einfach die "Mitschuld" der Briten - bzw. das Weggucken der Allierten bis hin zu Einanderunsbeschränkungen der USA, die wesentlich unverständlicher waren als die, der umzingelten Schweiz - mal zu trennen von der schwer zu bestreitenden Tatsache, dass da unten einfach schon sehr viele Menschen lebten. Wie Herzl von zwei vorgeschickten Rabbis vorab bestätigt gekriegt hat und die absurderweise zu einem nicht unerheblichen Teil Juden waren, die den Glauben an Allah angenommen hatten (bzw. dazu gezwungen worden waren).
... womit die Idee eines "neuen" Staates auf diesem Gebiet eben eine Schnapsidee war, die Zoff nach sich ziehen MUSSTE.
Alleine diese Überlegung bereits als "Antisemitismus" diffamieren zu wollen, grenzt an infantile Lächerlichkeit. Oder dem Unvermögen, sich die Situation auch nur annähernd (mangelnde Empathiefähigkeit unterstelle ich Ihnen sofort!) für die Betreffenden einmal vorstellen zu können.

Gabi

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