Freitag, 23. März 2012

Human? - Humanistisch? - Transhumanistisch?

Ich danke Kat. ganz herzlich, dass sie sich damit einverstanden erklärt, hat diesen ihren Kommentar als CB zur Diskussion zu stellen!

Thanks a lot!

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Die Transhumanistische Erklärung (V 2.4)

1
Die Menschheit wird in der Zukunft durch Technologie grundlegend verändert werden. Voraussichtlich werden sich Möglichkeiten eröffnen, die Bedingungen menschlichen Daseins neu zu gestalten und unter anderem die Unvermeidbarkeit des Alterns, die Grenzen menschlichen Verstandes und künstlicher Intelligenz, eine nicht selbstgewählte Psyche, menschliches Leiden und unser Gebundensein an den Planeten Erde zu überwinden.

2
Diese zukünftigen Entwicklungen und ihre langfristigen Auswirkungen sollten systematisch erforscht werden.

3
Transhumanisten vertreten die Ansicht, daß wir bessere Aussichten haben, aus neuen Technologien Nutzen zu ziehen, wenn wir sie begrüßen und ihnen mit Offenheit begegnen, als wenn wir versuchen, sie zu ächten oder zu verbieten.

4
Transhumanisten treten für das Recht derer ein, die technologische Mittel zur Erweiterung ihrer geistigen und körperlichen Fähigkeiten und zur Verbesserung der Kontrolle über ihr eigenes Leben einzusetzen wünschen. Wir streben nach individuellem Wachstum über unsere gegenwärtigen biologischen Grenzen hinaus.

5
Bei der Zukunftsplanung muß der zu erwartende gewaltige technische Fortschritt berücksichtigt werden. Es wäre tragisch, wenn potentieller Nutzen wegen abwegiger, grundloser Technikangst und unnötiger Verbote ausbliebe. Ebenso tragisch wäre es andererseits, wenn das intelligente Leben aufgrund einer durch neue Technologien verursachten Katastrophe oder aufgrund eines Krieges ausgelöscht würde, der mit fortgeschrittener Technologie geführt worden ist.

6
Wir halten die Schaffung von Foren zum Zwecke rationaler Diskussion über erforderliche Maßnahmen für notwendig, und wir brauchen eine soziale Ordnung, in der verantwortungsvolle Entscheidungen getroffen werden können.

7
Der Transhumanismus tritt für das Wohl aller fühlenden Lebewesen ein (seien es künstliche Intelligenzen, Menschen, Tiere oder mögliche außerirdische Spezies), und er beinhaltet viele Grundsätze des modernen weltlichen Humanismus. Der Transhumanismus unterstützt keine bestimmte Partei oder politische Richtung und keinen bestimmten Politiker.

http://www.detrans.de/intro/deklaration.html

Also: es geht um weit mehr als Cyborgs etc.

Dienstag, 20. März 2012

Ich bin wer ich bin

ACHTUNG!

DIES IST EIN SEHR, SEHR, SEHR PERSönlicher Text!

Er ist entstanden aus einer ebenso persönlichen ziemlich miserablen Situation.

Hab mir deshalb erlaubt, das, was früher DA gestanden hat, woandershin zu stellen!

fufi am 231.3.12, 16:25

Dienstag, 13. März 2012

Ferienwohnungen und Verrichtungsboxen

DIE SCHWEIZ hat abgestimmt. Das Volch!

Und zwar die ganze. Ueber ein Thema, das zwar die ganze Schweiz betrifft, aber einige Kantone ganz besonders. Oder bloss einige Gemeinden?
Jedenfalls hat's einigen Gemeinden denn gar nicht gepasst, wie DIE SCHWEIZ abgestimmt hat, zu einem Thema, wo die ganze Schweiz hat darüber abstimmen sollen/dürfen/müssen!

Diskriminierung, schreien sie!
Wir Bergler müssen uns von den bescheuerten Unterländern vorschreiben, was WIR zu tun haben.
Hach, die Armen!
Aber sind das nicht die, die am Finanzausgleichs-Tropf der Unterlands-Kantone hängen?
Die ihren Wohnsitz in Masans, Glarus-Süd (ex-Diesbach) oder Gambarogno behalten, auch wenn sie ihre Brötchen in Zürich verdienen? - Wochenaufenthalter, eben, auch wenn's denn VIELE Wochen am Stück sein könnten! Profitieren, ohne zu zahlen?

Haben sie vielleicht vergessen, wie oft sie den "Volchs-Willen" per Ständemehr im wahrsten Sinne des Wortes ver-NICHTET haben?
Beispiele:
- Bundesbeschluss über die Revision der Bürgerrechtsregelung in der Bundesverfassung (Erleichterte Einbürgerung für junge Ausländer)
- Bundesbeschluss über einen Kulturförderungsartikel in der Bundesverfassung (Art. 27septies BV)
-Bundesbeschluss über den Energieartikel in der Bundesverfassung
-Bundesgesetz über die politischen Rechte
-Bundesbeschluss über die Volksinitiative «zum Schutz der Mieter und Konsumenten (Weiterführung der Preiskontrolle)»

Und die legendäre Abstimmung vom Samichlaustag anno domini MXMII:
Die hatte ja auch dann nicht die geringste Chance gehabt, auch wenn ein paar 10'000 mehr dazu JA gesagt hätten!

Quelle:

Wie gesagt, ich spreche hier BLOSS vom Ständemehr!
Und ich will damit schon gar nicht behaupten, dass ich aufgrunddessen zu den "Verlierern" gehört hätte.
Es geht um die direkte Demokratie:
Mal gewinne ich, aber meist die Anderen!



Und auch die ZürcherInnen haben abgestimmt.

Und haben JA gesagt zu den

Verrichtungsboxen


im kommenden Trend-Quartier Altstetten-Nord. Ideal gelegen an den Haupt-Ausfallachsen in alle Richtungen, wohin sich die nach wohltuend-verrichteter Dinge befriedigten XXXX automobilistisch zurück ins traute, familiäre Milieu begeben.
"Pappi - tuesch mit mer Bäbi schpile?"

Und wenn da gewisse ewiggestrige Feministininnen denn monieren, das Ganze sei denn doch bloss eine Geldverschwendung zugunsten testosteron- und sozialsexuellgestörter - naja, es soll scheint's solche geben, die nicht mal mit den Hoden denken! - ....?
Ganz unrecht hat Bettina Weber, TA vom 13.3.12 ja nicht!

Schliesslich weiss ich als Hündeler ja auch, dass s'Hundi halt eben bitte bloss dort machen soll, wo der "Versäuberungsplatz" ist. Und dass ich die Hundekacke dann auch im RobiDog-Säckli aufnehmen soll und in einem entsprechend beschrifteten Behälter zu entsorgen habe.

Wär ja eigentlich auch noch 'ne Idee, anstatt den Boxen:

Wähle Dein Säckli!

Rosa mit Plüschfütterung, z.B., für Fr. 5.-, oder schwarzes Lederimitat mit Widerhaken für Fr. 20.- Und das Säckli nach Gebrauch bitte in den dafür bereitstehenden Grüselbehältern entsorgen.
Und en schöne Heiwäg und en schöne Abig!
Und Grüsse an Frau und Kinder!

Und wenn den Bettina Weber meint: "It's a mans world"

sagt Lysistrata: Nur, solange auch die Frauen "JA" stimmen!

Donnerstag, 8. März 2012

Zum 8. März 2012

Heute ist der 8. März!

Der Tag der Frauen!


Zuerst das Schlechte:
Leider haben die Frauen in meinem Büro heute KEINE Rosen bekommen.
Und das kommt daher, dass fufi heute NICHT im Büro gewesen ist.
Sonst hätte nämli jede von ihnen ein Rösli auf der Tastatur gefunfen, wenn sie denn zur Arbeit gekommen wären!

Und dann zum Guten:
Aber hier in der Lounge geht's anders: ALLE Frauen kriegen heute ALLES was sie möchten - naja, nicht ganz alles - aber jedenfalls GRATIS!

Und weil da irgendwelche sich unterdessen scheints für eine ECHTE Gleichstellung von Weibli und Männdli einsetzen wollen ....
siehe dazu:
http://www.tagesanzeiger.ch/zuerich/region/Gleichstellungsbuero-provoziert-die-Buergerlichen-mit-neuer-Stelle-/story/24876985

... kriegen auch alle Männdli - fast - alles, was sie möchten GRATIS!

Lasst mich doch bitte, zum Thema Gleichstellung, noch DAS sagen:
Fufi hatte sein Studium voreinigen Monaten abgeschlossen und bereits Erfahrung im kirchlichen Schurnalismus, als der Kirchenbote ZH eine/n RedaktorIn suchte.
Voraussetzung: Theologische Kenntnisse und schurnalistische Erfahrung.
Fufif Bewerbung kam kommentarlos zurück. Weil nämlich eine Frau eingestellt wurde, wo weder die einte noch die andere Voraussetzung erfüllte. Aber sie war eine Frau. Und es wurden rund Fr. 20'000 in ihre theologische und schurnalistische Ausbildung gesteckt. Learning by doing, eben.
Leider hat die Frau nach 1 Jahr gekündigt.

Also dasselbe zum 2ten.
Und wieder wurde eine - genial unqualifizierte - Frau der Bewerbung von fufi vorgezogen, obwohl der unterdessen noch 1 Jahr mehr an Schurnalistischer Erfahrung vorzuweisen hatte, und sich unterdessen in den interessierten Kreisen einen SEHR guten Ruf geschaffen hatte.
Und wieder die 20'000 Franken, und wieder die Kündigung nach 1 Jahr.

Ihr ahnt, wie's weiterging: The same procedure as every year!

Tja, ich weiss nicht ob's besser gewesen wär', oder ob's denn so besser war, wie's gekommen ist!

Sonntag, 4. März 2012

Virtuelle Sinnlichkeit

Liebe in Zeiten des WWW
Ich danke Marie herzlich für diesen Beitrag!

Virtuelle Sinnlichkeit
Von Marie
Sich auf eine unromantische Weise an die Liebe anzunähern, ist ein schwieriges Unterfangen, denn der Begriff ist in unserer Kultur einerseits stark von der christlichen Sichtweise geprägt und artete im Zeitalter der sprichwörtlichen Romantik zum Kontrastprogramm aus. Und beides dominiert uns heute noch. Die Sehnsucht auf ein besseres, liebevolleres, gefühlvolleres Leben in harten Zeiten hält an. Nichts Modernes, nichts Neues also? Ein Aspekt, der einerseits gesellschaftlich auf Ablehnung stösst, gleichwohl aber zu faszinieren vermag, ist die Suche nach Liebe, nach zwischenmenschlichen Beziehungen im Internet.
Die Generation Internet wächst damit ganz natürlich auf. Wir hatten Radio, Rekorder, Fernseher, Video. Auch hier warnten Experten vor dem Verludern der Jugend und das Abstumpfen des Geistes bei zu hohem Konsum dessen (was durchaus seine Berechtigung hat/hatte). Doch ist die heutige Kritik an das Internet, so viele Welten sie uns auch beschert und damit bereichern kann, so viele Reisen in ungeahnten Gefilden mitsamt den unvorhersehbaren Folgen, genauso gerechtfertigt? Denn Bewusstsein, Wahrnehmung und menschliche Beziehungen werden dadurch zeitweilig aufs neue einschneidend verändert! Ob wir wollen oder nicht. Immerhin entstehen doch auch, fast wie in der Literatur, im Internet erfundene, wunderbar phantasievoll erfüllte Räume, auch abenteuerliche, die sonst nie möglich gewesen wären. Es kommt freilich auf den Mut und die Substanz an, die da freigesetzt werden und dabei weltweit ein globaler, immaterieller, neuer gesellschaftlicher Raum entstehen lassen. Jedenfalls kann ein freier gemeinsamer Innenraum entstehen, wo Verborgenes, Intimes ausgetauscht wird, wo eine gefährliche Berührung der Seelen stattfindet, die weder in der Familie, noch in normalen Freundschaften möglich ist. Weder Aussehen, Alter, noch Hemmungen und Schüchternheit oder soziale Unterscheide spielen im Internet eine Rolle. Anonymität heisst das Zauberwort. Auf einmal kann man über Themen diskutieren, die nicht denkbar wären, sähe man sich dabei in die Augen. Je nach Projektion des anderen wird nach eigenen Träumen und Wünschen erschaffen. Jedoch treffen diese Traumwesen bei einer realen Begegnung sehr oft hart und gnadenlos auf die physische und soziale Wirklichkeit.
Die Kommunikationswissenschaftler sind sich einig, dass „wegen der physischen Ferne im Netz zwischen Menschen eine besondere gedankliche Nähe entsteht“ und dabei kann „die eigene Identität phantasievoll gestaltet werden“. Wem im wirklichen Leben der Mut fehlt, sich zu outen, der findet im Internet Gleichgesinnte und kann sogar über den erotikbezogenen Erfahrungsaustausch hinaus viele Beziehungen eingehen, die für ihn verloren gewesen wären, hätte es das Internet nicht gegeben. Ein guter Freund von mir, bekennender Surfer auf zweckdienlichen Internet-Plattformen, vertraute mir vor einiger Zeit an, diese Dienstleistung für die Flucht aus seiner Ehehölle, zu beanspruchen, übrigens genau wie viele andere. Seine Flucht begründete er damit, aus den Zumutungen des neuen Kapitalismus mit seiner Gier nach Flexibilität und Mobilität, den natürlichen Feinden von Liebe, Partnerschaft, Familie und den daraus entstehenden Konflikten, zu entfliehen. Zudem macht ihm die Einsicht und die Verbindlichkeit einem anderen die ganze Welt zu bedeuten, das Leben schwer, würde ihn überfordern. Auf diesen Plattformen fiel ihm unter anderem auf, wie sensibel und absolut die inserierenden Frauen in ihrer Erfüllungssehnsucht sind, besonders lebenshungrig. Das erotische Geschehen ist allerdings nur Instrument für jene Sehnsucht (Er trifft sich übrigens selten mit diesen Frauen und über die inserierenden Männer konnte er keine weitereren Aussagen machen.). Die romantische Chatbeziehung verkommt fast zu einem realen Traum. Das erinnert markant an Michel de Montaignes Geisteshaltung des Sprunghaften, es sei so viel Schönheit da in diesen frischen Seitensprüngen und Wechseln, und am meisten da, wo sie nach „Lässigkeit und Zufall aussehen“. Dazu kommt die körperliche Abwesenheit des anderen, was die Angst vor leiblichem Versagen, ansteckenden Krankheiten, ungewollter Schwangerschaft oder sexuellen Übergriffen usw überflüssig macht. Doch geht es hier nicht um eine ganz neue Tendenz in den Beziehungen und um eine neue Zeit in dieser Substanz? Es ist schwierig, ambivalent, diese neue Treulosigkeit fassen zu wollen, sie ist des einen Freud, des anderen Leid, ist moralisch nicht festzumachen, weil sie selbst mit dieser Unfassbarkeit spielt. Wir sind dafür nicht geschaffen, jedenfalls die meisten nicht. In der Liebe und Sinnlichkeit ist es am bittersten und dramatischsten spürbar, äusserst problematisch, weil sich Schein und Sein, Betrug und Echtheit im Internet vermischen und diese Vermischung, die es in der Liebe immer schon gab, sich enorm steigern lässt, und zwangsläufig in Absurditäten endet. Jetzt aber erreicht diese Geisterwelt die Sinne, ein neuer immaterieller Raum entsteht im Internet, der aber wie ein Blitz auf das dafür unvorbereitete menschliche Biotop trifft, das nicht weiss, wie ihm geschieht, was es aushalten muss. Und dieses Leid ist vor allem verheerend in der Erotik und Liebe, wenn sie über dieses körperlose Gerät vermittelt werden. So werden von diesem neuen Medium viele zur Wahlmöglichkeit verführt, und es entsteht dabei genug Elend, weil die Weisheit dieser Einsicht heute (noch) nicht funktioniert.
Wenn die ganze Welt eine Bühne ist, wie Shakespeare sagt, und wenn uns eine Welt bevorsteht, die zu einem elektronischen Medienraum wird, wie McLuhan prophezeit, und wenn die virtuellen Datennetze der Zukunft jeden einzelnen in die Lage versetzt, an jedem beliebigen Ort jede beliebige Rolle in jedem Cyberspace zu spielen, was werden wir dann… tun?