Ich hab die ersten Gedanken zu diesem Text schon vor einiger Zeit geschrieben.
Aber dann veröffentlichte der MB einen Beitrag zur „Kinderherz-Transplantation“, und irgendwie schien es mir dann richtig, diesen meinen Text erst später zu veröffentlichen.
Nun denn, sowie der erwähnte Text gestern als „Best off“ recycliert wurde:
(Liebe Carolina, verzeih mir bitte meinen Zynismus!)
Warten auf den Tod eines Fremden!
Weltweit warten soundsoviele Kranke sehnlichst darauf, dass mindestens ebensoviele Gesunde sterben. Weil die Kranken nämlich auf Organe von Gesunden warten, um weiterexistieren zu können.
Am besten sind Verkehrsunfälle.
Bin ich jetzt zynisch, wenn ich sage, dass diese Kranken früher ganz einfach gestorben wären? Was nämlich das Schicksal auch und gerade dieser Kranken ist.
Mit oder ohne fremde Organe, bloss dauert’s etwas länger .... .
Auge um Auge, Niere für Dollars
Ok, mit Niere, Leber und Knochenmark ist’s ja nicht so schwierig, weil in diesen Fällen Lebendspenden möglich sind. Wer hätte denn dem Freddy Mercury oder der Lady Di nicht eine Niere oder eine halbe Leber gespendet. Oder so.
Und wer das nötige Kleingeld hat, kauft sich sowas heute ja eh auf dem Schwarzmarkt. Da solls was ganz gesundes geben, denn auch mit nur 1 Auge/Niere oder bloss ½ Leber lässt’s sich zur Not in in der Not noch überleben. Und 5 Dollar sind 5 Dollar sind 5 Dollar, in den Slums vom Mumbay.
Und (wahrscheinlich nicht nur) im grossen Reich der Mitte stehen die Aerzte ja bei Exekutionen stets bereit, wenn halt eben gerade nicht, um getötetes Leben zu retten.
So weit so problematisch.
Aber jetzt geht’s erst so richtig los!
Weil, wenn’s denn gespendete Organe gibt, stellt sich erst recht die Frage, WER denn eines dieser Organe kriegen soll. Und von wem.
Die Frage ist im TA aufgeworfen worden, wo’s um eine ehemals drogenabhängige Frau ging:
Da meint eine Kommentatorin:
„ich mit organspender ausweis möchte aber unbedingt, dass meine organe an leute "verschenkt" werden, welche ihre gesundheit nicht absichtlich durch drogen, extrem übergewicht, alk etc. noch zusätzlich aufs spiel gesetzt haben. ich lebe sehr bewusst, gesund und achte auf mein wohlbefinden, dies soll auch jemanden zu gute kommen, der die gleiche lebenseinstellung hat.“
fufi versucht, politisch korrekt zu bleiben und fragt sich: dürfen Raser, Bungee Jumper oder sogar (Achtung Grauzone) Sozialhilfe-Empfangende oder sogar RaucherInnen ein Organ erhalten? Und wo liegt die Grenze zwischen Spendenden und Empfangenden?
Hautfarbe? Nazionalität? politische Einstellung? Jahreseinkommen?
Und WER legt die Grenze fest?
Und ehrlich gesagt, wenn denn so jede von jedem und so, dann könnte das ja doch echt zu wirklich krassen Situationen führen:
pöh!s Herz schlägt in Ospels Brust.
Tigers Hirn werkelt in Merkels Schädel.
alt-BR Dr. Ch.B. sieht die Welt durch fufis Augen.
Und Orli kriegt endlich vollste Anonymität!
Ach wenn’s doch – für einmal! – nur ums Geld ginge ...
Denn wenn wir Geld spenden, fürnehmlichst für so herzige verwaiste Tiere oder allenfalls auch für so herzige verwaiste N****, tja DA können wir ja wählen, wohin unsere Spende gehen soll.
Können wir? Können ich wirklich bestimmen, dass meine lumpigen 20 Fränkli zugunsten der Hungerhilfe in Somalia bloss einem genetisch gesunden Kind mit IQ 120plus zugute kommen soll? Oder meine 500 Franken für die Opfer des Erdrutschs in Gondo denn würkli einer Familie mit mindestens Sekundarschulabschluss für einen neuen TV weitergeleitet werden?
NEIN, auch bei Geldspenden können wir NICHT wirklich bestimmen, wem oder wozu unsere Spende helfen soll.
Ob vielleicht so Tierpatenschaften gerade deshalb so beliebt sind?
Dürfen wir wirklich .......
Dürfen Organspender (fufi ist keiner) wirklich bestimmen, WEM ihr Organ helfen soll? Oder sollten sie es dürfen?
MEIN Herz darf nur einem verheirateten Schreiner wo SCB-Fan ist eingepflanzt werden!
MEINE Lunge darf keinem XYZ verpflanzt werden.
Und wenn’s denn halt grad KEINEN söttigen Kranken gibt, werft meine Innereien lieber den Hunden vor. Oder vielleicht den Wölfen, damit sie keine Schafe fressen müssen?
Beachtet bitte, dass besagte Kommentatorin das Wort "verschenkt" so geschrieben hat:
"verschenkt"
Heisst: DA gibt's NICHTS geschenkt, DEREN Organe müssen hart verdient werden!
Rassismus, Sexismus, Ideologismus und so noch über den Tod hinaus?
ich zitiere:













