In the beginning:
die bourgeoise Revolution
Wisst ihr noch, wie die „Aufklärung“ von so ner
„filosofischen Schpinnerei“ zu einer politisch ersnstzunehmenden Kraft wurde?
Richtig! Das war, als das französische Bildungs- und vor
allem Geldbürgertum = die Bourgeoisie! beschloss, alles, was sich mit einem
Adelstitel schmückte - und, und dies vor allem: ihnen mehr Macht im Staat und
damit die Vermehrung ihres Reichtums verweigerte - von hier nach drüben zu befördern. Vermittelst einiger
Guillotinen, weil das sollte ja möglichst human vonstattenn gehen, natürlich.
Und weil ihnen zur Legitimierung ihres schändlichen Tuns
nichts gescheiteres einfiel, verneinten sie ganz einfach, dass es denn Gott
selbst sein solle, wo die Könige und ihre Adlaten einsetzen würde und erfanden
deshalb, indem sie das geltende "göttliche Recht" ausser Kraft setzten – schwuppdiwupp – die Menschenrechte.
Und das Ergebnis ihrer "neuen Weltordnung" nannten sie "Demokratie"!
Robespierre, nous avons des problèmes!
Und weil die Franzosen mit denselbigen halt doch noch so
einige Mühe hatten, nicht nur beim Guillotinieren, sondern auch was die Armen
und Leibeigenen betraf, wo ihnen denn ihren Reichtum auch weiterhin zu
gewährleisten hatten gefälligst .... .
Sprich mit der Interpretation dessen, was ein MENSCH sei,
für den die MENSCHEN-Rechte gelten sollten, kurzum: damit war’s halt schon
nicht so weit her, damals im Franzenland.
Tja, und schon damals wartete die gesamte aufgeklärte Welt
auf das militärische Eingreifen der USA (wo denn zwar schon gar nicht davon
träumen mochte, dass sie denn mal so bezeichnet würde) und die liess sich denn
nicht 2mal bitten: die besiegten die englischen Kolonisatoren und die
ewiggestrigen französischen Royalisten und versorgten danach die hehren Ziele
der christlich-abendländischen aufgeklärten Kulturgesellschaft in einem absolut
sicheren Tresor im Fort Knox.
Zur Beruhigung veröffentlichten sie dann die
„Bill-of-Rights“.
Menschenrechte: Ja, aber!
Was so saugut tönte brachte aber einen ganzen Haufen
neuerliche Probleme mit sich, nämlich die ewigliche Frage, WAS denn EIN MENSCH
sei.
Damit hatten ja sogar die Amerikaner so schaurig Mühe, ich
meine mit den Negern.
Aber immerhin waren/sind sie da ja nicht wirklich die
Einzigen, gälled!
Und irgenwie kätschen sie ja noch heute am Thema rum.
Und die Frage ist nämlich wirklich wichtig:
Sind Frauen Menschen?
Sind Männer Menschen?
Sind Muslime Menschen?
Sind Christen Menschen?
Sind Kommunisten Menschen?
Sind Kapitalisten Menschen?
Sind Schwule Menschen?
Sind Krüppel Menschen?
Sind Asylanten Menschen?
Sind Neonazis Menschen?
Sind Arme Menschen?
Sind Gewaltverbrecher Menschen?
Tja, immerhin werden Indigene heutzutage nicht mehr im
Zirkus oder im Zoo ausgestellt, sondern bloss noch im Netz blossgestellt.
Aber letzteres betrifft ja eh alles, was in den Augen eines
richtigen Menschen eben irgendwie halt doch kein Mensch ist!
Wann ist ein Mensch ein Mensch?
WER muss ein Mensch sein, um ein Mensch zu sein?
WAS muss ein Mensch tun, um ein Mensch zu sein?
WORAN muss ein Mensch glauben, um ein Mensch zu sein?
WIEVIEL muss ein Mensch haben, um ein Mensch zu sein?
In the end: die bourgeoise Revolution
Diesmal made in China
„Nun will sie noch an ihrer Haltung arbeiten, an ihrem Geschmack
und ihrem Selbstvertrauen. Daran könne der aristokratische Adel vom Geldadel
unterschieden werden, glaubt XYZABC, die in London studiert. «Wir führen
ein tolles Leben, zumindest materiell, also sollten wir auch kultiviert sein.»“
Mehr dazu gibt’s hier:



