Sonntag, 30. März 2014

Für Stadt und Land


Ich habe dem Züricher Tierschutz letzthin ein paar Franken gespendet, wegen der "Wolf-Aktion". Da haben sie nämlich so eine Broschüre verteilt mit dem Titel


HEIMKEHR eines RAUBTIERES






Aber ich hab mich dabei auch recht genervt. WEIL, wenn sie von der HEIMKEHR eines RAUBTIERES sprechen? 
Kannixverstan!

Oder andersrum:
Es heisst NICHT Raubvogel, sondern GREIFVOGEL!

Es heisst NICHT Fischreiher, sondern GRAUREIHER!



Igel sind RAUBTIERE


ebenso wie Spitzmäuse, Schwalben, Maulwürfe und Eichhörnchen!
Und die auch bei uns heimische Wasserspitzmaus ist erst noch eines der ganz, ganz wenigen GIFTIGEN Säugetiere, die es überhaupt gibt!

Weshalb sprechen die vom Wolf als RAUBTIER? Karnivore, meinetwegen, oder Beutegreifer? NICHT zu vergessen als AASFRESSER! Wenn er denn welches findet!
Ok, RAPTOR wäre auch nicht wirklich besser, besonders nach Jurässik Park I - XVII.


Ach ja, ich weiss schon


Die Kampagne richtet sich an spendenwillig-zahlungskräftige LinksGrünUrbane. Und DIE finden das - äxgüsi - geil, wenn von Raubtieren gesprochen wird.

Weil DIE lieben "Gottes freie Natur" ja so, zu Fuss, auf dem Bike, in Schneeschuhen, zuweilen auch motorisiert, aber selbstverständlich IMMER abseits der Wege.
Und s'Hundi muss eh NICHT an die Leine.
Und weder Abfall noch Hundekacke wird aufgenommen.

Ihr wisst, ich lebe im obersten Tösstal.
Da haben wir fast alles, ausser Steinbock, Wolf, Bär.
Sogar echte Wildschweine sind hier zuhause.
Und da kann es schon mal vorkommen, dass der Adler vom Tössstock die liebe Miezi holt. Oder der Luchs das Möhrli.


Ich frage: Möchten DIE das wirklich?


Die wo sich scheint’s SO schaurig ab der Heimkehr des Raubtieres freuen?
So ein Wolfsrudel im Wäldli nebenan?
Ich spreche NICHT von den Subventions-Schaf-Abzockern, sondern von denjenigen Menschen wo dort leben, wo jetzt auch diese RAUBTIERE leben möchten/dürfen/sollen.

Aber wenn die lieben Haustiere "vercharret" werden, auf der Strasse zur genossenschaftlichen Reihen-EFH-Siedlung? Kollateralschäden, so wie mit den Menschen wo zu Toten oder Krüppeln gefahren werden?
Oder gar überflüssig werden, lästig, oder Scheidungswaisen?
Die Tierheime sind VOLL davon!



Ich widme diesen Post JJ3


und allen anderen wildlebenden TIEREN, wo irgendeines Menschen Gewinn geschmälert haben und deshalb abgeknallt wurden. Und IMMER noch abgeknallt werden!

Oder wo auch bloss abgeknallt wurden, weil es möglich gewesen wäre, dass sie SO was Abscheuliches denn irgendwal mal tun könnten: den Menschen in die Quere kommen. Und deswegen IMMER noch abgeknallt werden!
Oder weil sie als tote Tiere gewinnbringend verkauft werden konnten! Und IMMER noch können! Und deswegen auch und gerade heute massenhaft getötet werden.

Ich widme diesen Post all den toten Krähen, Wölfen, Füchsen, Mardern, Luchsen, Labormäusen, all den toten Wildschweinen, Haifischflossen, Nerzen, Bären, Elefanten, Nashörnern, Tigern, all den toten Indianern, Aborigines, Negern und anderen Ureinwohnern!

Und ja, wer sich das wirklich antun will findet JJ3 im Naturmuseum Graubünden, in der Unterabteilung "Lebensraum GR". Er ist ausgestopft und hat unterdessen Gesellschaft bekommen vom M13, der wurde ebenfalls abgeknallt und ausgestopft.
Also ehrlich, in DIESEM Lebensraum möchte ICH nicht leben!

Humble Pie – The sad bag of Shaky Jake

Freitag, 21. März 2014

Die Wahl der Qual

Es wird gewählt, im Kanton

Das heisst eigentlich: Es wird gewählt in den Gemeinden vom Kanton,
jedenfalls in den Meisten. Und meistens am 30 des aktuellen Monats.
Der Gemeinderat, oder in Gemeinden wo sich für was besseres halten:
Der Stadtrat.
Aber so wie so: Es wird gewählt!


Es sind Wahlen, im Frühling!

Und da wird sich ja wohl niemand ernsthaft wundern, wenn da im Wahlkampf ganz besonders kuriose Blüten spriessen mögen!

Zum Beispiel diese da:





































Also irgendwie frage ich mich ja schon, was ein Vortrag zum Herzkreislaufstillstand - ob mit oder ohne Übungen - mit (MIT!) einer Gemenderatswahl zu tun haben mag.
Und  als so interessierter medizynischer Laie frage ich mich zudem,
ob es denn einen Herz-Stillstand geben möchte, wo der Kreislauf dennoch weiterhin so zufrieden vor sich hin blubbert.
Oder einen Kreislaufstillstand, wo das Herz noch längstens munter weiterpöpperlet?

Aber trotzdem: So wahltaktisch ist's halt schon bemerkenswert!

Da hat der Andere ja schon fast keine Schanze mehr, 
auch wenn er sich mir SO anpreist:



Ich meine, der sollte doch, wenn nicht seine Steuerrechnung dann doch wenigstens seine Primarschulnoten offenlegen, besonders was "Ordnung und Reinlichkeit" betrifft.

Da hilft ja nicht mal mehr SO was:



Nein, irgendwie wirkt das auf die erhoffte Neben-Wählergruppe ja vielmehr und eigentlich so recht abschreckend, im Jargon: kontraproduktiv.
Und ist, gerade deswegen,  wenn auch ungewollt SEHR vielsagend!


Gemeindewahlen sind ja sowas von gähn

Scheint's, und das scheint auch schtatistisch bewiesen.
Und irgendwie scheint's auch wirklich so zu sein, trotz der Schtatik!
Das gilt scheint's auch für Gemeindeabstimmungen.
Oder Gemeindeversammlungen.

Jedenfalls solange die Gemeinde nicht Zürich ist. Oder Winti.
Weil DORT wird nämlich über wirklich wichtige Dinge abgestimmt.
Tempo 30-Zonen, 2Watt-Hirne und Hafenkräne.

Und ganz besonders: Freigabe des Cannabis-Konsums!
(Ok, DA hab ich gelogen: DARÜBER wurde NICHT abgestimmt!)


Langweilig? Uninteressant?

Nun denn, eigentlich ist das SO nicht eigentlich wahr, weil:

Unser aller erster Wahlkreis ist die Partnerwahl.
Und der zweite Wahlkreis ist die Wahl des Wohnsitzes.
Wenn wir denn DEN überhaupt wählen können.
Aber irgenwie tun wir das ja alle, mehr oder weniger unfreiwillig, vielleicht.
Ach ja, die Sache kann auch umgekehrt laufen, aber dennoch:

Die Wohngemeinde ist sozusagen unser zweiter Wahlkreis, wenn nicht der erste!
Alle unsere Steuern fliessen - wenn nicht an den Kanton oder den Bund - in UNSERE Gemeindekasse, zum Beispiel. Und das wissen die denn schon, wo in Rüschlikon wohnen, oder in Sonstwokon, wo's billig ist,
NEIN, NICHT das Wohnen sondern die Steuern. In Zumikon, zum Beispiel!


Weil Kasse IST zwar Kasse, aber Gemeinde ist NICHT gleich Gemeinde! 


LEBENSMITTELPUNKTE!

Weshalb kümmern sich denn so wenige um DAS, wo in ihren WOHN-Gemeinden abgeht?

Sind WOHN-Gemeinden SCHLAF-Gemeinden?
Oder FREIZEIT-Gemeinden?
GENUSS-Gemeinden?

Ist es wirklich so, dass UNSERE Lebensmittelpunkte DORT sind,
wo wir unser Leben verkaufen? Für mehr oder weniger Batzeli!