Samstag, 28. April 2012

Wünsche allen ein wunderschönes erstes Sommer WE!





Und dazu der passende Sound mit (un?)passenden Bildern:



Donnerstag, 26. April 2012

the same procedure as everyday …..

Fabian Cancellara steigt immer von links auf’s Velo,
Andy Warhol zog die rechte Socke stets über den linken Fuss – und umgekehrt, Dr. Ch.B. betritt jeden Raum grundsätzlich mit dem rechten Fuss voran und wenn George Clooneys morgendlicher Nespresso nicht bei genau 68,2 Grad Celsius serviert wird, ist er  - NICHT der Nespresso - danach den ganzen Tag unbrauchbar.




Wie auch immer, wenn’s auch frei erfunden ist: Söttige und ähnliche Gschichtli sind da und dort immer wieder zu lesen.

Es sind die RITUALE, wo ich meine.

Die haben sich nämlich schön längst aus ihrem ursprünglich religiösen Kontext emanzipiert und dennoch dienen sie uns heutigen Individualisten zum selben Zweck wie zu Urzeiten:

Rituale bringen die Welt in Ordnung.

Zwischenruf eines Skeptikes:
Manchmal schaffen sie aber auch Unordnung, wie zum Beispiel DIESES Ritual:



Ob’s vielleicht an der erwähnten Emantzipatzion lliegen könnte?
Aber darüber vielleicht mal später.


Jedenfalls:

Wir alle haben und pflegen unsere Rituale.

Das ist auch kein Problem. Es sind die Rituale, die uns im Leben nämlich vieles erleichtern.
Stets nehmen wir, zum Beispiel, denselben Weg vom Bahnhof ins Büro.
Wieso sollten wir das denn NICHT tun?
Sollten wir uns jeden Tag neu überlegen, ob wir jetzt so oder so oder gar so uns dorthin bewegen möchten?
Sicher nicht!
Rituale helfen uns nämlich, den Alltag SO zu bewältigen, dass wir uns möglichst in jeder Situation ganz „gewohnheitsmässig“ orientieren und entsprechend „vorteilhaft“ verhalten können!

Aber wie fast alles im Leben hat auch DIESER Moon eine dark side!

Die Rituale können sich nämlich – nach der Religion - auch noch von der Realität lösen und ein zerstörerisch-parasitäres Eigenleben entwickeln.
Was ursprünglich humorvoll gemeint sein kann: „Ich komme NIE ohne 2 Kaffe zur Arbeit“ wird brutalste Realität, wenn die Kaffeemaschine kapputt ist.
Das nennt man dann Psychose oder Wahnzustand oder wasweissichwas, jedenfalls ein Grund für die Klapsmühle!

Zum Beispiel R.S. aus B. wo sagt: „Mein grösster Stolz ist meine saubere Küche, und dafür schufte ich denn gerne ein ganzes Wochenende lang!“



So, und damit erlaubt sich der erlauchte untote Geheimrat die Frage zu stellen:

Wie haltet IHR das denn so,
mit den Ritualen?

Montag, 16. April 2012

Die lieben Verwandten ....

Hab letzten Donnerstag Verwandtenbesuch bekommen:

Die Tante Influenza




















Und die ist ziemlich lästig, weil sie mich erstens den ganzen Tag beansprucht und es zweitens von ihr nichts zu erben gibt.

Verbleibe deshalb für heute mit diesem Textlein:


Neulich im alten Orient

Es begab sich aber eines Tages, dass ein Narr und ein Weiser zur selbigen Stunde von starkem Durste gepeinigt wurden und sich beide zum Brunnen begaben, um sich daselbst eine kleine Erfrischung zu verschaffen. Als nun der Narr sah, wie der Weise nur mit der hohlen Hand, ganz ohne den Gebrauch eines zu diesem Zwecke geeigneten Werkzeuges, das kühle Wasser zum Munde führte, da befiehl ein Lachen, das seinen Körper erzittern liess wie eine junge Palme im Sandsturm, sodass er für sich selbst gar nicht mehr schöpfen konnte, mit seiner Gabel.




Ich wünsch euch allen, was ihr euch wünscht!

Montag, 9. April 2012

Wörter? - Worte!

Es ist Orlando, der zu Recht die "Leidensgeilheit" der Christen gegeisselt (!) hat.
Wie kann was CHRISTIGES ob dem Evangelium denn sich nicht einfach freuen?


Schlagworte
brechen dein Genick
Stichworte
treffen dein Herz
Widerworte
machen dich mutlos
Machtworte
machen dich wertlos

Worte der Liebe
haben keine Namen

Mittwoch, 4. April 2012

Wer hätts erfunde?

Vor vielen vielen Jahren - es mögen etwa 25 sein - fragte eine feministische Theologin im "Kirchenboten" des Kantons Zürich, ob denn ein MANN, nämlich JESUS, SIE als Frau durch seinen Kreuzestod überhaupt erlösen könne. Sie meinte NEIN!

Dabei hat sie wahrscheinlich wenig Mühe gehabt, zu akzeptieren, dass sie von einer Frau geboren wurde. Aber bevor sie geboren wurde, musste doch irgendwie auch noch ein Mann beteiligt gewesen sein. Und DAS gilt heute noch, denn das Klonen von Menschen funktioniert - nicht nur bei Frauen - auch heute noch nicht, und Parthenogenese gibt's bei  Primaten definitiv nicht!

Aber zurück zum Kreuzestod Jesu.
Es war eindeutig ein Mann, der diesen schrecklichen Tod starb - wenngleich bei weitem nicht nicht der einzige, denn die Kreuzigung war damals sozusagen gang und gäbe.






















Wer oder Was also liess damals bei den ersten "Christen" die Erkenntnis aufkommen, dass mit dem Tod Jesu nicht bereits alles verloren sei?

Am Anfang war das leere Grab!

Und WER hat's entdeckt? Nicht das Grab natürlich, sondern dass selbiges leer war:
RICHTIG - DIE FRAUEN!, die um Jesus trauerten und seinen Leichnam einbalsamieren wollten.
Im Neuen Testament ist das - mit Variationen - nachzulesen bei:
Matthäus, 28, 1 - 10 / Markus, 16, 1 - 8 /  Lukas, 24, 1 - 11 / Johannes, 20, 1 - 10

Nochmals:
Bei allen Differenzen in den biblischen Erzählungen bleibt eines gewiss:
Es waren Frauen, die entdeckt haben, dass das Grab LEER ist!
Und die damit sozusagen DEN Grundstein legten, auf dem später Petrus und andere Männer die Kirche bauten!











Zwischenbemerkung an alle AnhängerInnen von irgendwelchen Verschwörungstheorien:
Diese sind nämlich weder neu noch besonders originell: Bereits im Matthäus-Evangelium wird in 27, 62 -66 auf söttige Bezug genommen, und das wurde so um 80 p.c. geschrieben.

Aber was sollten die Frauen nach ihrer Entdeckung denn tun? - Achtung: wir befinden uns ungefähr im Jahr 33 p.c. im römisch beherrschten jüdischen Palästina, genauer: in Jerusalem, wo der Tempel des Gottes der Juden steht und der römische Statthalter sitzt!
Der ganzen Bevölkerung von ihrer Entdeckung erzählen? Aber das würde ja - und DAS wussten sie ganz genau - bedeuten, dass sie damit behaupten würden, dass DIESER Jesus von den Toten auferweckt worden wäre und deshalb der Christus - der Sohn Gottes, und damit eben doch der so sehnlichst erwartete "König der Juden" (Messias = Gesalbte) sei, was ja genau der Vorwurf der Gotteslästerung war, weswegen er denn auf Betreiben der herrschenden religiösen Klasse überhaupt erst ermordet wurde!

NEIN! DIESE Botschaft konnte einzig über Männer verbreitet werden, und zwar über solche, die über eine gewisse "religiöse Autorität" verfügten. Und SO ist es denn auch geschehen.



Bevor ihr jetzt empört die Tastatur traktiert bedenkt bitte noch, was der franziskanische Theologe und Philosoph Wilhelm von Ockham auch schon bedacht hat, nämlich:

Hätte Gott die Menschen auch erlösen können


wenn er Jesus als Esel hätte zur Welt kommen lassen?




















Wir beide meinen JA!
Aber die Menschen hätten es wohl nie verstehen können und wollen.

Genausowenig, wie wenn damals die "Frohe Botschaft" von Frauen verbreitet worden wäre!

Aber ehrlich gesagt, haben's die Christen auch heute noch so richtig kapiert -
so von wegen der FROHEN BOTSCHAFT!


In diesem Sinne wünsche ich euch allen frohe Ostern!

Und noch ein Gratistipp vom Theologen:
Passt bloss auf, dass euch Keiner ein faules Ei ins Körbchen legt!
:grins: