Aber weiss ich denn, was ich glaube?
Tja, DA kann NichtNurMann sich das einfach machen, sehr,
sehr einfach!
Ich glaube an (Zutreffendes bitte ankreuzen,
Mehrfachnennungen sind möglich):
a – Die BIBEL
b – Dass es KEINEN GOTT gibt
c – Den MARKT
d – Die GERECHTIGKEIT
e – Den Marxismus-Leninismus
f – Die WIEDERGEBURT
g – EIN HÖHERES WESEN
h – EIGENE Glaubenssätze, wie etwa: "wqeutp2qurpetr1 245alk dqepkt 1$"
i – DAS und nur DAS was naturwissenschaftlich-mathematisch
bewiesen ist!
j – Ich bin Agnostiker
und glaube an grad gar nichts!
So, und jetzt mach’ auch ICH es mir (zuerst) einfach!
Und verzichte ganz auf einen Kommentar zu „c bis h“ und
widme mich zunächst nur denjenigen wo ein „i und/oder j“ angekreuzelt haben.
@ i:
Diejenigen wo glauben, sie würden wissen.
Also DIE machen es mir wirklich einfach, SEHR einfach, weil
DIE kann ich verweisen auf IHRESGLEICHEN,
zum Beispiel auf Sir Bertrand Russel:
bevor wir WISSEN, was wir GLAUBEN dürfen, sagt er!
oder, etwas neueren Datums, auf einen Herrn Martin Bojowald:
GLAUB-würdig soll sie sein, die mathematische
Naturwissenschaft, sagt er!
Alles klar?
@ j:
Diejenigen wo sich nicht entscheiden wollen.
Wobei, an’s 1te oder andere glauben die denn sehr wohl auch,
zum Beispiel an „d“ oder „g“, aber in der Frage ob „a“ oder „b“ wollen sie sich
denn halt um’s Verrecken (!?!) nicht festlegen. Ist ja aber irgendwie KEIN
theologisches oder religiöses Problem, sondern gehört recht eigentlich
psychiatrisch begutachtet: Weshalb will ich mich denn nicht entscheiden?
Fürchte ich die Konsequenzen meiner eigenen Entscheidung?
Habe ich Angst, DAS zu sein, wo ich wäre, wenn ich DAS wäre, was ich sein
möchte?
Vor ein paar Jahrhunderten hat sich übrigens ein gewisser
Blaise Pascal die Frage auch gestellt, nach „a“ oder „b“, und ist zum Schluss
gelangt, es sei wohl besser, an Gott zu glauben, weil wenn’s denn den wirklich
geben täte, würde das Ergebnis echt besser rauskommen, als wenn er NICHT an ihn
glauben würde.
BP gilt heute als einer der Begründer der Wahrscheinlichkeitsrechnung.
HACH, und jetzt wird’s schwierig!
Weil die Verfechter von „a“ und „b“ so ziemlich einfach
gestrickte Gemüter und deshalb argumentativ so ziemlich unerreichbar sind.
@ b:
Die wo WISSEN dass es keinen Gott gibt.
Nun denn, die möchte ich ganz einfach fragen, woher sie denn
dieses Wissen haben.
@ a:
Die wo WISSEN dass es einen Gott gibt und an die BIBEL „glauben“.
Nun denn, auch die möchte ich ganz einfach fragen, woher sie
denn dieses Wissen haben.
Und sind sie denn wirklich sicher, dass die Welt erst so ein
paar 1000 Jahre alt ist, und dass Moses damals das Meer geteilt hat, und dass
Hasen Wiederkäuer sind, und so.
Sind sie so sicher? Und weshalb?

Also ICH würde meinen, wenn sie jetzt sagen würden: „Weil
das in der Bibel steht“, dann wäre das ein ebensolcher Zirkelschluss als wie
wenn sie sagen täten: „Ich weiss, dass GOTT das so gesagt und in die Bibel
geschrieben hat.“
Ich weiss, dass ich NICHTS weiss
Hey, lüg mich nicht an, Sokrates, du antiker Sack!
Du weisst nämlich sehr wohl dass du VIEL, SEHR viel weisst
von dem wo in deinem (damaligen) Lebenskontext so als „Wissen“ gilt.
Sei doch einfach ehrlich, und DAS würde dich als Filosofen
nämlich ehren, und sag doch ganz einfach dass du von ALLEM was du weisst, bloss
GLAUBST, dass du es WEISST!
Es ist absolut unmöglich, die Existenz von sowas wie "GOTT" zu beweisen.
Und es ist absolut unmöglich, die NICHT-Existenz von sowas wie "GOTT" zu beweisen.
DAS hat ein gewisser Herr Gödel bewiesen!
Und zum Schluss noch DIES
Und es ist absolut unmöglich, die NICHT-Existenz von sowas wie "GOTT" zu beweisen.
DAS hat ein gewisser Herr Gödel bewiesen!


