Dienstag, 29. Juli 2014

Indepandence day à la suisse

Fufi ist Schweizer

Ok, das steht nicht in meinem Profil.
Wobei, genau genommen und also eben:
Väterlicherseits geht sein Stammbaum so weit ins Tösstal zurück, als wie das Tösstal noch Habsburgerisch war. Das sind so ein paar Hundert Jahre.
Und Mütterlicherseits geht sein Stammbaum so weit ins Seetal zurück, als wie das Seetal noch Habsburgerisch war. Und das sind auch so ein paar Hundert Jahre.

Und auch wenn sich fufi durch und durch als Schweizer fühlt mag er sich halt trotzdem nicht der Partei der national orientierten Schweizern anschliessen.

















Fufi ist Christ

Ok, das wisst ihr ja schon.
Aber gerade deswegen kann er nichts, aber grad gar nichts anfangen mit der religiösen Verbrämung unseres "heiligen Schwiizerländlis" wie das in den kommenden Tagen von rechts wieder beschworen werden wird, weil ja die fromme Seele ahnt, was jetzt kommen wird:

Trittst im Morgenrot daher,
Seh'ich dich im Strahlenmeer,
Dich, du Hocherhabener, Herrlicher!
Wenn der Alpenfirn sich rötet,
Betet, freie Schweizer, betet!
Eure fromme Seele ahnt
Eure fromme Seele ahnt
Gott im hehren Vaterland,
Gott, den Herrn, im hehren Vaterland.


Und so geht's dann noch 3 Strophen weiter, mit den hach so frommen Seelen im hehren Vaterland!
Aber wen mag's denn wundern, der weiss, dass der Text zu diesem Song damals von einem Mönsch gedichtet wurde?
MÖNCH meinte ich, Mönch!


Fufi ist Sozialist

Schon gut, steht auch nicht in meinem Profil.

Dennoch: wenn er denn das da hört:

Wacht auf, Verdammte dieser Erde,
die stets man noch zum Hungern zwingt!
........

Heer der Sklaven, wache auf!
Ein nichts zu sein, tragt es nicht länger
Alles zu werden, strömt zuhauf!


mag er ja noch zustimmen mögen.
Aber wenn's denn SO weitergeht:


In Stadt und Land, ihr Arbeitsleute,
wir sind die stärkste Partei'n
Die Müßiggänger schiebt beiseite!
Diese Welt muß unser sein!
........
Erst wenn wir sie vertrieben haben
dann scheint die Sonn' ohn' Unterlaß!


Und wenn dann auch noch das Hohelied der Multikultis angestimmt wird,
von links

Und wenn dann auch noch das Hohelied des Kapitalismus angestimmt wird,
von rechts

Ideologie in Stereo, sozusagen!


Dann verzieht sich fufi in die Ferien!

Ihr wisst wo die Getränke sind, der Kühlschrank und die Tiefkühltruhe.
Den Backofen kennt ihr ebenso wie den Herd, die Mikrowelle und den Geschirrspüler!

Ich wünsch euch allen was Gutes!

Samstag, 26. Juli 2014

Fufi ist Christ

Fufi ist gegen jede Art von Gewalt als Mittel um die eigenen Interessen durchzusetzen.
Ok, DA sind viele mit fufi einverstanden.
So lasst uns also mal alle gemeinsam in den Spiegel schauen, ja?

Und Fufi ist ganz besonders gegen jede religiös motivierte Gewalt. Und er ist ganz ganz besonders gegen "religiöse" Gewalt wo bloss irgendwelche kulturellen Eigenarten durchsetzen soll.
Und ganz absolut besonders ist fufi gegen politische Gewalt die "religiös" begründet wird.

Und weil fufi wie bereits gesagt Christ ist, kann, darf, will und muss er sich denen widmen, die sich ebenso als solche bezeichnen tun.
Und das hat er getan!

Hier also der 2te und letzte Teil des 3tten und letzten Teiles:

--------------------------------------------------


Christus ist Jesus

a) Der Gekreuzigte: Gott

Zeichnet sich das Christentum unter den Religionen schon aufgrund seiner Struktur durch Schwachheit aus, so noch viel mehr von seinem Inhalt her. Ein Glaube, dessen grundlegendes Bekenntnis darin besteht, dass in diesem Menschen Jesus Gott selbst sich geoffenbart und also Gott selbst sich am Kreuz hat hinrichten lassen, kann sich seiner Umwelt gegenüber ganz einfach nicht als intolerante und arrogant-rechthaberische Religion präsentieren. Auch und gerade in der interreligiösen Begegnung wird sich ein Christ stets vor Augen halten müssen, dass es Vertreter derjenigen Religionsgemeinschaft waren, der Gott in seiner menschlichen Gestalt selbst angehörte, welche unter dem Vorwurf der Gotteslästerung seinen Tod forderten.  Ebenso seien hier auch diejenigen, die Jesus Christus vornehmlich als Weltherrscher und eschatologischen Richter zu verehren und zu 'Himmel und Hölle'-Spielen zu missbrauchen pflegen, wieder einmal daran erinnert, dass es sich dabei um keinen anderen handelt als um denjenigen, der um der Welt und der Menschen willen sein Kreuz auf sich genommen hat. 
Die Beziehung eines glaubenden Christen zu seiner Umwelt lässt sich folglich auf die paradox klingende Formel bringen, dass seine Fähigkeit zu Toleranz gegen aussen direkt von seiner Intoleranz gegen innen abhängt: Je kompromissloser er an seinem Glauben und dessen fundamentalen Dogmen festhalten wird, desto freier, offener und undogmatischer wird er seinen Mitmenschen begegnen können.


b) Die Botschaft: Evangelium

Schon die Bezeichnung, unter welcher der christliche Glaube das Christusereignis zusammenfasst, zeigt, dass dessen Verbreitung und die Form seiner religiösen Manifestation keinesfalls von Intoleranz geprägt sein kann: Einem euaggelion mit Gewalt Beachtung verschaffen zu wollen, ist schierer Unsinn.
Die Christenheit muss allerdings von allem Anfang an davon ausgehen, dass die Umwelt ihre Verkündigung nicht in diesem Sinne wird verstehen können, sie wird dies bedauern, aber sie wird nicht versuchen wollen, ihre Mitmenschen zu ihrem Glück zu zwingen. Bloss wird sie sich hoffentlich bemühen, ihre Botschaft noch überzeugter, überzeugender und inhaltlich angemessener, mit Blick auf die herrschenden Zustände: jedenfalls etwas fröhlicher auszurichten.


c) Die Forderung: Feindesliebe

Was immer die radikale Forderung der Feindesliebe an Fragen bezüglich ihrer Praktikabilität aufwerfen mag, nimmt man sie von ihrer Kehrseite her in den Blick, so wird jedenfalls deutlich, dass sie keinerlei Differenzierung des eigenen Verhaltens je nach dem Gegenüber zulässt: Es gibt nicht die geringste christliche Legitimation, einem Nichtchristen anders entgegenzutreten als einem Christen, jener verdient dieselbe Achtung, ja dieselbe Liebe wie dieser auch. Ein Christ hat keinen Menschen nach seiner Religion zu beurteilen, sondern er soll im Umgang mit ihm, als minimalster Form der Liebe, zumindest eine tolerante Haltung einnehmen.


d) Die Zukunft: Reich Gottes

Die Christen haben bezüglich der Aufrichtung des Gottesreichs nur einen, dafür einen ganz klar definierten Auftrag, der dahingehend lautet, sie sollen um sein Kommen beten. Weiter haben sie in dieser Sache nichts anderes zu tun, als dieses sein Kommen der Welt anzukündigen, indem sie ihr das Evangelium predigen.
Die Christenheit wird sich demnach nicht bemüssigt fühlen dürfen, der Verwirklichung des Gottesreiches in der Welt auf eigene Faust etwas nachhelfen zu wollen. Sie ist weder fähig noch beauftragt, die ganze Welt zum Glauben zu bringen (doch bestimmt eher: zu zwingen), noch irgendein politisch-religiöses Staatsgebilde zu installieren, das auch der unverbesserlichste Sympathisant nur als billige Karikatur eines Reichs Gottes zu bezeichnen vermöchte.
Hält sie sich aber an diese Vorgaben, dann wird die christliche Welt wohl oder übel warten und beten müssen, dass Gott sein Reich selbst aufrichten werde. Vorher hat sie ihr Verhalten nach der paulinischen Trias 'Glaube, Hoffnung, Liebe' zu richten, und sich vielleicht daran zu erinnern, dass die grösste dieser drei die Liebe sei, und dass diese keine, auch keine religiösen Grenzen anzuerkennen gewillt ist.


Allversöhnung?

Mit dem Thema der Allversöhnung ist ein ziemlich delikates Problem angesprochen: Nicht nur, dass der Begriff verdächtig nach Indifferenz und Libertinismus klingt , viel schwerer wiegt die Tatsache, dass ihre Verurteilung als Häresie einen der wenigen Punkte darstellt, worin alle christlichen Konfessionen übereinstimmen. Wer sich darauf einlässt muss also befürchten, auf theologisches Glatteis zu geraten, zumal sie sich vom Neuen Testament her nicht ausreichend begründen lässt. Gleichwohl halte ich sie durchaus für vertretbar und sachgemäss, lassen sich doch gewichtige systematische und auch biblische Argumente zu ihrer Unterstützung angeben, deren einige ich abschliessend kurz skizzieren will.
In erster Linie ist auf hier auf das Bekenntnis zur Allmacht Gottes zu verweisen, welches mit Blick auf seinen universalen Heilswillen (1Tim 2,4) zu dieser Behauptung führen muss, welche sich zweitens ebenfalls aus der Endgültigkeit und der universalen Geltung des Heilsgeschehens in Jesus Christus ergibt. Und drittens lautet auch der Missionsbefehl nicht etwa, sich an einen kleinen Kreis von Auserwählten zu richten, sondern das Evangelium der gesamten Menschheit zu verkündigen: "Gehet hin in alle Welt und prediget das Evangelium allen, die erschaffen sind!" (Mk 16,15).. Nun kann jedoch nur eine Tatsache verkündigt werden, die für den Adressaten zwar schon Gültigkeit hat, worüber er aber erst noch informiert werden muss, was nichts anderes bedeuten kann, als dass die ganze Welt in Jesus Christus tatsächlich mit Gott versöhnt worden ist und sich nun im Zustand der Versöhntheit mit ihm befindet (vgl. 2Kor 5,21).

Schliesslich darf nicht übersehen werden, dass Kol 1,20, immerhin auch Heilige Schrift, expressis verbis vom friedensstiftenden Kreuzesblut Christi spricht, das die Versöhnung Gottes mit allem, sei es im Himmel oder auf der Erde, erwirkt habe.


In diesem Sinne möchte ich das letzte Wort gerne Karl Barth überlassen: 

"Das ist sicher, dass es kein theologisches Recht gibt, der in Jesus Christus erschienenen Menschenfreundlichkeit Gottes unsererseits irgendwelche Grenzen zu setzen. Unsere theologische Pflicht ist, sie als immer noch grösser zu sehen und zu verstehen, als wir es zuvor getan haben."

Freitag, 18. Juli 2014

Fufi ist Jägermeister

Momoll!

Fufi kann eine Hirsch- von einer Milchkuh unterscheiden!














Und er kann einen Hahn von einem Brathendl unterscheiden













Er kann sogar ein Wasser- von einem Meer-Schwein unterscheiden!














Und irgendwie macht sie halt einfach schon Schpass, die Jägerei, weil die scheint ja wirklich ein gar lustig Ding zu sein!

https://www.youtube.com/watch?v=hd6lMfWH0aQ


Aber keine Sorge!

Auch wenn ich da so fast alles erschiessen mag, was mir so vor die Flinte gerät, so wie es mir eben grad gefällt, da kann ich dennoch unterscheiden:
Zwischen einem homo sapiens sapiens und einer bufo marinus!















Vor allem aber ist fufi Jägermeister

weil er so gerne mit weissen Mäusen spielt!

























Das rechts unten ist übrigens ein Männchen :-)))

Sonntag, 13. Juli 2014

Fufi ist Theologe ist Dogmatiker ist Theologe

Wie es sich für jedes bessere Medium gehört, will auch ich heuer eine kleine Sommerserie starten. Und zwar zu Themen, wo ich in meinem Profil aufgeschrieben habe.

Den Anfang mache ich, ihr habt's bereits im Titel gelesen.

Und das Stichwort hat mir Orlando gegeben, in seinem Kommentar vom 12. Juli, 11:18, wo er nämlich das Christentum als "Schriftreligion" bezeichnet: "Denn schliesslich ist das Christentum eine Schriftreligion."
Dem will und muss ich ganz entschieden widersprechen!
Ich hab mir damals eben auch so ein paar Gedanken gemacht, zu genau DIESEM Thema, und die möchte ich euch nicht vorenthalten.



Ist das Christentum eine tolerante Religion?

a) Religion der Offenbarung


Das Christentum ist aufgrund seiner Struktur als Offenbarungsreligion in jedem Fall intolerant: in seinem zentralen Bekenntnis, dass nämlich in diesem Jesus von Nazareth Gott selbst Mensch geworden sei und gesprochen habe, liegt sein Anspruch auf das Wissen um die absolute, weil göttliche Wahrheit. In diesem Sinne wird die christliche Religion denn auch nie eine tolerante sein können, in formaler Hinsicht zeichnet sich das Christentum vielmehr wesenhaft aus durch Intoleranz, welche sich jedoch allein auf den erkenntnistheoretischen Bereich erstreckt.
Aus dieser formalen nun auch eine praktische Intoleranz der Christen in ihrem Verhalten zur Welt ableiten zu wollen, wäre ein ebenso falscher wie fataler denkerischer Kurzschluss, ein geistiger Salto mit mortalen Folgen für die Nichtchristen.
Die Beziehung des Christentums zu seiner nichtchristlichen Umwelt wird demzufolge erstens nicht von der Art und Herkunft des Wissens, sondern einzig von seinem Inhalt bestimmt sein können, und dies zweitens um so mehr, weil ebendieser Inhalt durch seinen Ursprung als Wille Gottes ausgezeichnet ist.
Was für jedes gesprochene Wort gilt, darf auch für dasjenige Gottes vorausgesetzt werden: es fordert zuallererst, gehört zu werden, die Autorität des Sprechers bestimmt in der Folge erst die Art seiner Aufnahme und Gewichtung durch den Hörer. Richtet nun Gott sein Wort an die Menschen, so besteht deren Teil zunächst im Hören auf das Gesagte, um das Gehörte daraufhin, entsprechend seiner göttlichen Herkunft, in ihrem Leben massgebend sein zu lassen. Seine Absicht kann gerade nicht darin liegen, dass die Menschen in (falschem) Respekt vor seinem Wort erstarren und infolgedessen die darin ausgesagte Botschaft überhören, oder dass ihr Inhalt aufgrund einer Ueberbetonung ihrer Herkunft bewusst zur Nebensache gemacht wird.
Nicht seiner Faktizität oder Divinität, nicht dem 'Dass', sondern dem 'Was' des in Jesus Christus offenbar gewordenen Wort Gottes kommt die entscheidende Bedeutung für das christliche Leben zu.


b) Buchreligion oder Religion des Wortes?

Damit ist bereits gesagt, dass die Definition als Buchreligion das Christentum nicht eigentlich zu charakterisieren vermag: Zwar verfügt es mit dem Neuen Testament über eine heilige Schrift, doch verstehen sich deren Autoren nicht entsprechend als 'heilige Schriftsteller' , sondern als Berichterstatter, als Chronisten und später als Ausleger des im Christusereignis offenbar gewordenen Gotteswortes. Die neutestamentlichen Texte, insbesondere die Evangelien lassen keinen Zweifel offen, dass sie nicht mit der Absicht entstanden, als diese Texte selbst heilig zu sein, ihr primäres Anliegen besteht vielmehr darin, über sich selbst hinaus woandershin, auf das eigentlich Wesentliche, den wirklich Heiligen zu verweisen.

Ein erster Unterschied des Christentums gegenüber den 'klassischen' Buchreligionen des Judentums und des Islam besteht also darin, dass die Evangelien nicht für sich selbst stehen und auch nicht für sich selbst sprechen wollen, wogegen deren heilige Schriften sozusagen buchstäblichen Anspruch auf uneingeschränkte, göttliche Geltung für sich reklamieren. Eine weitere Differenz liegt im Umstand, dass ihr Inhalt zunächst an einen einzigen Propheten geoffenbart, und den Gläubigen erst dank dessen Vermittlung bekanntgemacht wurde. Er stellt deshalb ein esoterisches Spezialwissen dar, wogegen die christlich als solche bekannte Selbstkundgabe Gottes in Jesus Christus coram publico geschah und sich damit als öffentliches Ereignis der Nachprüfbarkeit preisgegeben hat. Insofern, und dies als drittes Merkmal, worin sich das Christentum von den Buchreligionen unterscheidet, handelt es sich bei ihm auch nicht eigentlich um eine prophetische Religion, denn die Welt wird nicht brutal und abrupt konfrontiert mit einem (schriftlich) fixierten Willen Gottes (Vogel friss oder stirb!), vielmehr tritt hier Gott selbst zu den Menschen hin und redet sie in lebendiger, verständlicher Sprache unmittelbar an .
Darüber hinaus verdeutlicht auch die Tatsache, dass das Christentum zwar einen Missionsbefehl zur Verkündigung des Evangeliums, jedoch keinen Auftrag zu dessen Verschriftung kennt, dass es in jeder Hinsicht als Religion des Wortes zu gelten hat: Erstens aufgrund seiner Bezogenheit auf das als Jesus Christus geoffenbarte göttliche Wort, und zweitens gerade auch vom Charakter seiner grundlegenden Schriften her, denn die Evangelien sind im wahrsten Sinne des Wortes Be-, oder vielmehr Nach-schreibung eines Geschehens. Sie erzählen die Geschichte Gottes, wie er sich mit seinem Wort an die Menschen gewandt hat, und sollen in ihrer schriftlichen Gestalt der Mit- und Nachwelt die Möglichkeit bieten, diese seine Geschichte immer wieder neu zu erzählen und zu hören , um dem Leser, beziehungsweise dem Hörer die Begegnung mit ihm zu eröffnen. Ihr Anliegen ist nicht eine ansonsten völlig isolierte Proklamation und Kodifizierung des Gotteswortes im Stil eines alttestamentlich-prophetischen "So spricht JHWH", sondern die umfassende Darstellung der Selbstoffenbarung Gottes: "So hat Gott gesprochen."


c) Anspruch als Ansprechen

Aufgrund seiner Struktur als Religion des Wortes kann das Christentum seinem Anspruch auf das Wissen um die endgültige, göttliche Wahrheit nur dadurch Ausdruck verleihen, indem es seine nichtchristliche Umwelt daraufhin anspricht. Es wird infolgedessen auch stets ihrem Widerspruch ausgesetzt sein, ohne sich dagegen zur Wehr setzen zu können, besitzt es doch kein göttliches Beglaubigungsschreiben, um die Richtigkeit seines Glaubens zu beweisen.  Es wird seinen Anspruch nur mit Worten vertreten, nicht aber mit irgendwelchen Machtmitteln durchsetzen und sein Gegenüber zum Glauben zwingen können.
Eine weitere Konsequenz aus der Bestimmung der christlichen als einer, oder vielmehr der Religion des Wortes liegt darin, dass sie keinen eigentlichen religiösen Heilsweg anzubieten hat. Sie wird also darauf verzichten müssen, sich mit dementsprechenden christlichen Anweisungen zu profilieren, und vor allem wird sie sich davor hüten müssen, mit derartigen Forderungen aufzutreten. Vielmehr wird sie auch in dieser Hinsicht nur von demjenigen berichten, und nur auf ihn zeigen können, von dem sie glaubt, dass in ihm allein das Heil ist.
Die einzige Form, in welcher das Christentum demnach seinen Wahrheitsanspruch legitimerweise geltend machen kann, ist diejenige der christlichen Predigt, der Verkündigung des Evangeliums.


d) Macht oder Ohnmacht der christlichen Religion?

Der Anspruch des Christentums an seine Umwelt wird sich als ein Ansprechen darauf beschränken müssen, die in den Evangelien dokumentierte Geschichte Jesu zu erzählen und sich zu ihm als dem Christus zu bekennen, doch wird es keinen Einfluss auf die Reaktion seiner Hörer nehmen können. Es wird sprechen können, dürfen und müssen, doch ob es dabei auf Aufmerksamkeit stösst und Gehör finden wird, ob sein Reden also zum Glauben führen wird, das zu erreichen steht nicht in seiner Macht: Ein Wort zu sagen ist das eine, dass dieses aber gehört und darüber hinaus auch noch geglaubt wird ist eine andere Sache, die sich mit keiner Macht der Welt erzwingen lässt.
Ebenso muss sich auch das Fehlen eines spezifisch christlichen Heilsweges und eines ebensolchen codex iuri divini, respektive christiani besonders in einer religiös aufgeladenen Umwelt als Schwachheit des Christentums auswirken: Die ganze Welt schreit nach Heil, und das Christentum hat ihr grundsätzlich nichts weiter zu bieten, als ihr dieses als bereits feststehende Tatsache zu verkündigen. Offensichtlich ist das der religiös suchenden Seele dann doch etwas zu dürftig … . 
Das Christentum als die Religion des Wortes kann deshalb eine strukturbedingte Schwachheit nicht abstreiten, sie hat wesenhaft Anteil an der 'Ohnmacht des Wortes'. Dennoch wird ihr dadurch auch eine gewisse Macht verliehen, denn indem die christliche Kirche um die Grenzen ihrer Möglichkeiten weiss, wird sie vor einem sinnlosen Einsatz ihrer Kräfte bewahrt und kann sich darauf beschränken, nur das was ihren Fähigkeiten entspricht, und das jedoch möglichst gut zu tun. Ihre Macht besteht gerade darin, von aussen an sie herangetragene, unerfüllbare (religiöse) Ansprüche zurückweisen zu können, und indem sie das tut wird sie zugleich die Macht desjenigen bezeugen, den sie als ihren Herrn bekennt.

Samstag, 12. Juli 2014

Entlich Ferien!

Entlich sind sie gekommen, die Sommerferien!

















Sei es auf der Alm ....



















... sei es am Meer!



















Ich wünsche ALLEN wo Ferien haben schöne Ferien!
 
Und zum Schluss noch dies:

 A Tribute to Orli and me

Oder: Wenn 2 dasselbe lesen .... ???




































Das ist im Fall wahr!
Ich hab das nämlich beides selbst geschrieben
Damals, in der NZZ vom 32. Juli 1991!


Sonntag, 6. Juli 2014

Zufall, Schicksal, Vorsehung?

Ich möchte hier eine Antwort geben auf Orlandos Kommentar vom 6. Juli, 11:33 zum Post "Germany, ihr wisst schon?).
Ich erlaube mir deshalb, des Orlandos Kommentar auch HIERHIN zu schreiben.
Wer will darf ihn aber auch an seinem Original-Platz lesen.

--------------------------------------
Mpf, was willlst du hören, dass es Vorsehung war? Nein, das wirst du nicht hören, jedenfalls nicht von mir. Wenn es Zufall ist, dass du hier mitschreibst, statt dein Dasein als Schmeissfliege in Indien oder als Stein im Weltall zu fristen...na und?

Der Erkenntnisgewinn scheint mir gering.

Ich würde da eher vom Begriff Schicksal ausgehen. Ja, es gibt ein Schicksal. Keine Kinder zeugen zu können ist Schicksal, in eine steinreiche Familie geboren werden ist Schicksal, schwul zu sein ist Schicksal, hochbegabt zu sein ist Schicksal. Mit einem schönen Körper geboren zu sein ist Schicksal. Dass wir nicht alle so gescheit sind wie Einstein ist Schicksal, aber auch, dass wir nicht alle indische Strassenkinder sind.

Was tun? Man kann natürlich ein Leben lang über sein Schicksal jammern (oder jeden Tag vor Freude weinen, und Gott danken, wie gut es das Schicksal mit einem meint).
Entscheidend ist, was man daraus macht. Das ist dann die menschliche Freiheit, entweder untätig und mit dem Schicksal hadernd zuzuschauen wie die eigene Erdenzeit abläuft oder selber nach dem Glück zu suchen, etwas zu tun, um seinem Leben einen Sinn und eine Richtung zu geben. Das macht mE sowohl der ISIS-Kämpfer wie der Shop-Owner in der Favela, als auch der Nigerianer, der an der Langstrasse Drogen dealt als auch die alleinerziehende Mutter, die nach Feierabend noch Sitzung mit der Schulpflege hat. Sie alle nehmen ihr Leben in die Hand und streben nach den je eigenen Glück. Genau dafür hat Gott uns mit einem freien Willen ausgestattet.

Dass man dabei nicht von gleichen Voraussetzungen ausgehen kann, ist mir klar. Religionsfreiheit zum Beispiel ist nicht überall gegeben (nebenbei bemerkt: je mehr Religionsfreiheit es gibt, desto mehr Christen gibt es).

Aber der Sohn eines orthodoxen Juden, die Tochter eines bärtigen Muslims ist trotzdem nicht rein zufällig dort geboren. Respektive - und darum geht es mir hier die ganze Zeit - er/sie befindet sich in einer ganzen Reihe von Ahnen, in einem kulturellen Raum und mit dessen Erbe vor, aus dem er das beste zu machen versucht. Das schicksalshafte Geborenwerden schafft vor allem Identität. Wenn alle einfach die Hände verrühren und sagen "ich bin ja nur zufällig überhaupt auf der Welt und noch zufälliger hier, wo ich nun mal bin", dann wäre damit gar nichts gewonnen. und es entspricht ja auch nicht der gelebten Wirklichkeit.

Sind deine Eltern aus Zufall deine Eltern, liebst du sie deshalb aus Zufall, Tigri? Ist deine Tochter nur ein Zufallsprodukt?

Der Schlüssel: Die Liebe. Vom Tag eins ist sie da. Das vierte Gebot sagt nicht explizit "du sollst deinen Vater und deine Mutter lieben", aber genau das ist gemeint. Stabile Gesellschaften, starke zwischenmenschliche Bünde und manchmal (vernunftlose) Liebe sind Gott sei Dank auf der Welt die Normalität. Dabei entstehen Volksgemeinschaften, kulturelle Werte, Religion und Nationen. Das schafft Stabilität, Frieden, Ordnung und Freiheit.

Wie billig und dumm ist es da, von einem Westler (der in all das obige hineingeboren wurde und dazu noch mit Wohlstand gemästet) zu hören: "Alles Scheisse, Leute, purer Zufall, wir sind bedeutungslos, lasst uns in unser Möbel-Pfister-Stube hocken und das Nichts denken, alles andere hat keinen Sinn".
-----------------------------------------

Zufall? Schicksal? Vorsehung?

Zunächst mein Versuch einer Begriffsklärung:

Zufall
Ist das wo die allermeisten Menschen denn grad gar nicht aushalten mögen, besonders dann nicht, wenn der Zufall weh tut..
Zufall heisst, dass wir alle irgendwelchen, blindwütig-zufälligen Mächten hilflos ausgesetzt sind, die wir erstens nicht kennen und deshalb zweitens nicht beinflussen können. Oder aber, noch VIEL schlimmer, dass eben ALLES ZUFALL sei, sodass es in unserem Leben KEINEN Sinn gibt. Und wenn WIR denn unserem Leben einen Sinn geben wollten? - ALLES Zufall!

Schicksal
Ist die "atheistische Variante" der -> Vorsehung.
Zwar sind auch hier die Menschen irgendwelchen Mächten ausgesetzt, aber irgendwie besagt "Schicksal" dass wir in einen grösseren Zusammenhang eingebettet seien, dass das Ganze einen Sinn ergeben soll.
NUR: Welchen Sinn denn?
NIEMAND kennt die Mächte die unser "Schicksal" bestimmen. Wenn wir also uns irgendwie benehmen in der Form, dass unser Benehmen einen "Sinn" ergeben soll, dann sind und bleiben es WIR wo den "SINN" unseres Handelns definieren.


Vorsehung
Hier fühlt sich Mensch ganz in einen grossen Zusammenhang eingebunden, und er GLAUBT auch zu wissen wie und weshalb. Er GLAUBT, er kenne seine Stellung in allem, er MEINT zu wissen, was er zu tun und zu lassen habe. Und das tut er denn meistens auch oder eben nicht.
Wer in die Vorsehung eingebunden ist ist individuell, einzigartig. Hat eine Geschichte, eine Zukunft und einen Auftrag.
Bloss: Hat der auch Verantwortung?


Verantwortung

Kann immer und jederzeit leicht von sich gewiesen werden. Die beliebtesten Ausreden sind:
bei Zufall/Schicksal: Ich bin nur mir selbst verantwortlich!
bei Vorsehung: ICH habe ein gutes Gewissen.

Nun ja, aber gerade bei der Vorsehung ist das so richtig allerekelhaftestens!
Im Sinne von:
Es ist halt Vorsehung, dass ICH weiss, reich und schön bin, und DU schwarz, arm und fett!

Heisst nichts anderes als dass ICH weiss, was "Gottes Wille" ist.
Nämlich dass ich noch reicher werde und der andere halt leider - ave Maria - verrecken muss.

NEIN!

Es gibt KEINE Vorsehung ohne Verantwortung für ANDERE!





Samstag, 5. Juli 2014

Germany for World Champion 2014

Es sei Tschütteli-Weltmeisterschaft

Haben sie am Radio gesagt, und das ist auch in der Zeitung gestanden und sogar im Fernsehen gekommen. Und zwar in Brasilien, und sogar im Urwald. Und die GANZE Welt schaue in den brasilianischen Urwald, wegen der Tschütteli-Meisterschaft.

Nicht etwa wegen den Quadratkilometern Regenwald, wo dort stündlich vernichtet werde, oder den Slums wo nicht mal Gott selbst mehr die Gewalt stoppen kann, sondern wegen der Tschütteli-Meisterschaft.

Also irgendwie muss DIE ja schon ganz WAHNSINNIG wichtig sein, diese Tschütteli-Weltmeisterschaft in Brasilien?


Brot und Spiele und Milliarden

Da waren die alten Römer ja schon fast altruistisch, wenn sie dem geplagten Voulch so Zirkus-Spiele anboten. Ok, DIE gingen manchmal tödlich aus, aber scheint's wird an der WM auch so lustig um sich gebissen und da geht dann auch mal ne Lendenwirbelsäule zu Bruch.
Der Sport lebt von Emotionen sagen sie - und die Wirtschaft auch
Wieviele NAZIONAL-Trikots wohl wieder verkauft wurden? und andere Fan(antiker)-Artikel?

Und wenn der Beisser da sone Busse von 100'000 Dollar zahlen muss, tja, so einen Wochenlohn mag der Arme Sünder wohl verschmerzen.
Und NIEMAND regt sich darüber auf, dass der Beisser und andere so Tschütteler und "Sportler" ein Vielfaches von dem Abzocken, was die Abzocker abzocken!
5 Millionen Euro für 1 Jahr Tschüttelen?


Hypes sind Hypes sind Hypes

Mag sich noch wer erinnern, dass da im 2012 Olympische Spiele waren, in London?
Da waren doch alle Medien voll davon. Und da haben MillionenMilliarden Menschen zugeschaut, zum Beispiel dem Final im Hochsprung der Frauen.
WER von denen weiss heute noch wer gewonnen hat?
Ok, ich mach's einfacher: Sotschi war erst vor 5 Monaten.
WER wurde Olympiasiegerin im Slalom der Frauen?

Und weil wir grad beim Tschüttelen sind:
WER gewann 2010 das Spiel um den 3tten Platz gegen WEN?


Over and gone!


Die im Dunkeln sieht man nicht

Und dann gibt's daneben noch andere wo auch Sport machen. Spitzensport sogar.
Ich kannte, als ich noch ein Bübli war eine, wo Synchronschwimmen gemacht hat.
6 Tage pro Woche Training. Sie wurde CH-Meisterin bei den Juniorinnen.
Mein Nachbar ist zweifacher Europameister. Im Eisstockschiessen.

Ich hatte mal einen Studienkollegen, der war blind.
Und er wurde CH-Meister im Torball.
Und er hat sich für die Paralympics qualifiziert, im 200m-Lauf.
Und 1 Woche vor Beginn hat er sich beim Training den Knöchel gebrochen.

Ich widme diesen Post all den Spitzensportlern im Dunkeln!