Donnerstag, 29. September 2011

Grundbedürfnisse - einst und jetzt!


Mögt ihr euch noch erinnern, an damals, als wir noch in Höhlen gewohnt haben?
Da waren wir ja noch ganz zufrieden, wenn das Feuer nicht ausging, wenn wir genug zu Essen hatten und die Raubtiere unsere Schlafplätze nicht erreichen konnten.





















Später, als wir dann in Dörfern wohnten, da wurden wir schon etwas anspruchsvoller, weil wir dann auch noch froh waren, wenn die Raubtiere "UNSERE" Tiere nicht klauten, und die "lieben Nachbarn" uns in Ruhe liessen - Letzteres galt im Fall gegenseitig!



















Noch viel später, in den Städten, hatten wir uns noch mit ganz anderen  Bösewichten herumzuschlagen, mit dem "Füürtüüfel", zum Beispiel.





















Und irgendwann wollten wir ja auch alle fliessendes Frischwasser.
Und einen Abwasserabschluss.
Und natürlich Gas und Elektrisches.
Und jederzeit fliessendes Heisswasser.


Und selbstverständlich Auto-Mobilität!
Und Parkplätze. Gratis, natürli!















Und eine Zentralheizung, gefälligst!
Und dann wieder Auto-Mobilität, auch wenn's halt teurer würde als gedacht.


Und irgendwann machte Graham Bell eine Erfindung.
Viele Jahre später machte die damalige PTT SOLCHE Werbung:
"Säg's doch schnäll per Telefon".
Aber das Allergeilste von Allem war ja schon das Ericofon:










































Ihr wisst alle, wie's weitergegangen ist.
Zuerst hiessen sie "tragbare Telefone".
Und schon wieder Auto-Mobilität, auch wenn's halt nochmals teurer würde als eh gedacht.
Und freie Fahrt für Freie Bürger! (KEINE -Innen!, im Phall!)





















Dann Natel. C, D. Nokia, Samsung, iPhone.
Noch freiere Fahrt, im Namen Gottes des Allmächtigen!
Amiga. Personal Computer. WWW. E-Mail.
Windows? iPad! Hasta la vista!

Jaja, unsere Bedürfnisse haben sich geändert:
«WLAN im Zug gehört zur Grundversorgung»



















meint heute wer im TA:

Aber bei der flächendeckenden Internet-Infrastruktur auf dem SBB-Schienennetz hapert es noch bis 2013. OMG! Noch im 21. Jahrhundert leben wir hier noch mindestens 2 Jahre lang in der Steinzeit!


Also ehrlich gesagt, mir kommt's irgendwie vor, wie wenn sich "irgendwo da draussen" eine gigantische Welle (Tsunami!) aufbauen würde, die irgendwann mal über uns alle rüberschwappen wird.

No place to run, no place to hide!

Nachtrag vom 3.10.11, aus bescheuertem Anlass:
Und gestern beim Tschutten:






















No place to run, no place to hide!

Dienstag, 27. September 2011

Filosofie am 27. September

Wo komm ich her?
von DA:














Wo geh ich hin?
DA hin:












Was erwartet mich?
DAS:

NACHTRAG vom 28.09.2011, 11:28:09
Illustration betreffend Kommentar zu pöh!s comment!

Samstag, 24. September 2011

Wahlkrampf 2011?

Hoffe, dass auch die, die mit mir politisch uneins sind, darüber schmunzeln können!

Wünsche ALLEN ein schönes WE!


Zürich, zur Herbstsonnenwende:
SVP will bei Friedhöfen sparen

An ihrer traditionellen Herbst-Sonnenwende-Sitzung unter dem herausfordernden Stichwort: "S' Sünneli schiint nümmeli" im „Ideen-Saal“ der ehemaligen Bier-Brauerei-Hürlimann


will die Zürcher SVP noch rechtzeitig vor den Wahlen eine nationale Volksinitiative zur Halbierung der Friedhöfe lancieren. Diese fordert, die Fläche der Friedhöfe und die Anzahl der Gräber solle auf die Hälfte des Standes vom 1. Januar 2000 reduziert werden.

Die SVP erwartet dadurch Einsparungen an Personal-, Verwaltungs- und Unterhaltskosten von mehreren hundert Franken. Zudem wäre nach einer im Entwurf des Initiativtextes ebenfalls geforderten Umzonung und anschliessendem Verkauf der in Frage kommenden Grundstücken für die Nutzung als Industrie- oder Wohnzonen mit Einnahmen in derselben Grössenordnung zu rechnen. Die SVP hat deshalb im Fall einer Annahme der Initiative bereits angekündigt, in allen Kantonen eine Senkung des Steuerfusses um mindestens 10% zu fordern.

Begründet wird das Volksbegehren vom SVP-Strategen und Ständeratskandidaten Dr. Christoph Blocher: „Die Hälfte von allen, die auf unseren Friedhöfen herumliegen, sind sowieso Scheintote“. (meuters/xr)

Nachtrag am 26.9., ca.16:00
Wir haben unsere Hündin via Internet gefunden. Die Züchterin hat sie von den Käufern zurückgekauft,  - ihr könnt euch veorstellen weshalb? Jedenfalls NICHT, weil sie es dort so schaurig gut gehabt hat. Anyway: SO haben wir sie kennengelernt:

Dienstag, 20. September 2011

Qui sedet ad dexteram patris

Das stammt aus der lateinischen Messe, bzw. aus dem lateinischen Glaubensbekenntnis und heisst auf deutsch:
"Der zur Rechten des Vaters sitzt."
Und meint Jesus, der zur Rechten Gottes sitzt.
Und zur RECHTEN sitzen heisst: Die Regierungsgeschäfte führen!

Weshalb diese Einführung?

Weil ich mich - nicht nur in meinen Betrachtungen zum Leben nach dem Tod -
http://fufislounge.blogspot.com/2011/09/ich-versuche-damit-eine-antwort-zu.html

ganz klar und ausdrücklichstens zum Glauben an die ALLVERSöhnung bekenne. Das heisst, dass ALLE Menschen in "den Himmel" kommen, was immer denn das genau heissen mag.

Denn wenn DIESER Jesus, den all die ach so gläubigen Christen als ihren HERRN verehren, denn auch wirklich DIESER Jesus sein täte, der "sich am Kreuz hingegeben hat" und jetzt "das göttliche Regiment" führt, dann, ja dann meine ich nicht, dass DIESER nun also zur Rechten Gottes sitzende Jesus auch nur 1 Menschen in die Hölle schicken würde!
Wisst ihr, was Gott tat, noch bevor er die Menschen aus dem Paradies vertrieb(Gen 3, 23!)? Er machte ihnen Röcke aus Fell! (Gen 3, 21!)

Interessierte finden weiterführende Infos zur Allversöhnung hier:


Oh ja, ich weiss nur zu genau, dass ALLE christlichen Glaubensrichtungen  die Allversöhnung als Häresie = Ketzerei bezeichnen.
Und s'hätte mich auch erstaunt, wenn auf meine Schreibe zum Leben nach dem Tod KEINE empörten Einwände von den lieben guten Christen gekommen wären!
Und ich kenne auch einige der Bibelstellen, die mir jetzt von den Frommen an die Birne geknallt werden können. Aber ich meinerseits verstehe unter Theologie und erst recht unter Dogmatik was anderes, als ein gegenseitiges sich mit Bibelzitaten zu bewerfen.

Denken, zum Beispiel, NACHdenken dessen, was gewisse biblische Autoren damals, in ihrem soziokulturellhistorischen Kontext gemeint haben könnten - wo zum Beispiel die Sklavenhaltung und das Aussetzen von Mädchen-Babys noch allgemeine Praxis war, und was das für uns Heutigen vielleicht auch noch bedeuten könnte.


Der Atheist und Philosoph Bertrand Russel hat leider recht - allzu recht - wenn er im Buch „Warum ich kein Christ bin“ sagt:
 „Ich muß sagen, dass diese ganze Lehre vom Höllenfeuer als Strafe für die Sünde eine grausame Lehre ist. Sie hat Grausamkeit in die Welt gebracht und für Generationen unbarmherzige Folgen.“

Allerempfehlenswertestens Büchlein!





Aber dazu gibt’s auch was von wirklich bedeutenden Theologen,zum
Beispiel vom Dogmatiker Karl Barth in seinem Vortrag "Die Menschlichkeit Gottes":
"Das ist sicher, dass es kein theologisches Recht gibt, der in Jesus Christus erschienenen Menschenfreundlichkeit Gottes unsererseits irgendwelche Grenzen zu setzen. Unsere theologische Pflicht ist, sie als immer noch grösser zu sehen und zu verstehen, als wir es zuvor getan haben."
Das Büchlein ist vergriffen, eine Kopie gibt's auf Anfrage bei fortissimo@bluewin.ch


Aber irgendwie ist's den Frommen scheint's halt doch lieber, im Himmel nur unter sich zu sein und ab und zu schadenfreudig einen Blick nach unten zu werfen?

Lasst mich das mit einem Gleichnis sagen:

Seepromenade an einem schönen Sommertag.
X Erwachsene und 2 Kinder.
Kind 1 töibelet lautstarkt: Ich will ein Glacé!
Kind 2 will auch ein Glacé, getraut sich aber nicht zu fragen.
Kind 1 töibelet weiter, Passanten schauen sich um.
Erwachsenes schimpft: Wenn du so tust, gibt's sicher kein Glacé.
Kind 2 bleibt stumm.
Kind 1 töibelet weiter und stampft mit den Füssen: Ich will aber jetzt ein Glacé.
10 Minuten später am Bürkliplatz: Erwachsenes kauft 2 Glacé, für jedes Kind 1.
Kind 2 beklagt sich fürchterlich: ICH war ja sooo braaav! Bloss Kind 1 hat sooo bööös getöibelet! Weshalb kriegt Kind 1 jetzt doch auch ein Glacé?

Tja, fufi meint, Kind 2 hat das bekommen, was es sich gewünscht hat?


Nein, ICH kenne sie nicht, die endgültige Antwort!



Sonntag, 18. September 2011

Versuch einer Antwort auf eine unbeantwortbare Frage

Ich versuche(!) damit, eine Antwort zu geben auf Biancas Frage zum möglichen "Leben nach dem Tod."

Ihre Frage findet ihr hier:


Liebe Bianca!

Du sprichst da ein ziemlich heikles Thema an.


1. Naturwissenschaftlich

Rein biologisch gesehen meine ich, dass mit dem Tod  - dem Ende der biophysiologischen Körperfunktionen - alles aus ist.

Der Main-Schalter steht auf "off". Da gibt's höchstens noch eine biodynamische Kondensator-Restspannung, die sich langsam in NICHTS auflöst, gemäss dem 2. Hauptsatz der Thermodynamik.
Over and done, sozusagen.
Und in einigen 100 Jahren werden WIR der Humus sein, auf dem das Gras, die Blumen und Bäume, und hoffentlich auch noch einiges Gemüse wächst.


Das Tröstliche dabei:
NICHTS wird mehr weh tun! Aber wirklich gar nichts!

auch knapp daneben ist daneben ...

Du sagst, Bianca:
"Viel gelesen habe ich in letzter Zeit über Nahtoderlebnisse, also Erinnerungen von Menschen die bereits klinisch tot waren und ins Leben zurückgeholt wurden. Einheitlich wird da berichtet, dass sich die Sterbenden selbst gesehen haben, wie sie da liegen und reanimiert werden. Auch die Ärzte, Sanitäter oder andere Personen, die dabei sind, werden teils detailliert beschrieben. Das spricht für die These, dass sich unsere Seele von unserem Körper löst und fortbesteht, zumindest für eine Weile. Die Aussage der meisten „Zurückgeholten“, dass sie sich während ihres Sterbens wohl fühlten und keinen Drang verspürten, zurückzukehren, ist tröstlich."



















So weit so tröstlich, ABER:
Bei allen Nah-Tod und sonstigen was-weiss-ich-was-für-Erlebnissen:
Bisher ist - naturwissenschaftlich beweisbar - eben doch noch niemand von dort drüben zurückgekehrt!


2. Philosophisch


Auch in der Philosophie ist ein Leben nach dem Tod kein wirklich grosses Thema, es sei denn, es stamme von sogenannten "christlichen Philosophen".
Aber ehrllich gesagt: "christliche Philosophie" ist, um es mit den Worten des Theologen Karl Barth zu sagen, ein "hölzernes Eisen"! Entweder wir betreiben Dogmatik = christliche Philosophie, als zwar als Theologen, und stehen zu unserer Basis, oder wir lassen es bleiben!


3. Religiöserseits sieht's natürlich anders aus

Dazu gibt's aus meiner Sicht die 3 grossen Möglichkeiten:

a) Religionen der Naturvölker und so

Da sind oben die Götter und unten die Menschen und irgendwo dazwischen die Toten.
Und die ganz lieben und guten Toten werden von den Göttern aufgenommen. Und alle andern schwirren da noch irgendwo herum, und je nachdem sind sie uns gut oder böse gestimmt.
Da gibt's nur 1: Einhalten der Rituale und der Gebote, gefälligst!


b) "Wiedergeburt zur Scheidung der Gerechten"

Gemeinsam ist allen diesen Religionen (v.a. Buddhismus, Judentum und Islam), dass sich der Mensch in diesem SEINEM JETZTIGEN Leben das spätere Gute verdienen muss!
Die Idee der Auferstehung der Toten entstand im altjüdischen Kontext, aber deren Auferstehung erfolgte zum "ewigen GERICHT"!




















Ebenso wie diejenige, die vom Islam versprochen wird.
NUR die GERECHTEN werden Leben! Hallelujah! - oder so?

Ganz schlimm sieht's auch im oft ach so hochgelobten Buddhismus aus!
Ich kenne einige BuddhistInnen, die haben im Fall derart Angst vor dem Sterben.
Werden sie erlöst? Nein!
Und als was kommen sie zurück? Als Schnecke, zum Beispiel?
Und NEIN, ich esse kein Kalbfleisch! Meine Tante kam vielleicht als Kalb .. ?
Und mein Onkel als Ananasbaum?
Klaro?

Zwischenruf von fufi


Aber ICH meine, da geht's ja nur allzuhäufig auch nicht ums Jenseits, sondern darum, uns bereits im Diesseits eine derartige Angst vor drüben einzujagen, dass wir denn den SELBST-ernannten GOTT-StellvertreterInnen denn ja bedingungslos gehorchen möchten!

Wer möchte denn schon als Ziesel wiederkommen - zur Strafe! - oder in der Hölle schmoren, wo doch die ach so Heiligen voller Schadenfreude nach unten schauen und sich ob ihrer eigenen Scheinheiligkeit gar nicht mehr zu Benehmen wissen und sich auf ewig mit Ambrosia vollsaufen?

















Und - ehrlich gesagt - ich glaub auch nicht, dass ich bis in alle Ewigkeit irgendwelche "Huri" deflorieren möchte, weil ich da unten nämlich so lieb und so brav war und dazu noch 23 ungläubige Hunde getötet habe!

NEIN, NEIN und NEIN!

All das tumbe Geschnörre von Schuld und Sünde und vor allem von "jetzt musst du aber ganz besonders brav und lieb sein um in den Himmel zu kommen" und nämlich ganz besonders fest genau DAS machen, was ICH sage, was du zu tun hast ...?
Also ICH weiss nicht, was da - in IRGENDWELCHER Religion irgendein vollkrankes Arschloch als irgendein Gott verehrt werden sollte!
Und deshalb sag ich: HIERBEI mags um ALLES gehen, BLOSS NICHT um Gott!



4. Erlösung? JA - ein für Allemal! - in Christus!

Dazu zunächst eine Erinnerung an meinen Dogmatik-Professor, einen Schwaben, der nach einer recht turbulenten Seminar-Sitzung sich in allerbestem Schwäbisch ereiferte:
Wiedergeburt? - Meinetwegen! Aber nur 1 Mal: In Christus!

RICHTIG! Meine ich!
Ich weiss zwar nicht, was das denn "konkret" bedeuten sollte. War noch nicht drüben, bisher!
Aber es wird bestimmt nichts Böses oder Schlimmes sein!
Ich möchte mich da diskutatorisch nicht in die tiefsten theologischen Abgründe begeben, aber ich behaupte - theologisch fundiert, natürli:

Wir kommen ALLE in den Himmel!

Und wenn ich ALLE sage, meine ich ALLE!
Alles was lebt, oder vielmehr: ALLES was stirbt!
Ja, ich weiss was ich damit sage.

Und was sagt Jesus, gemäss dem Johannes-Evangelium, als letztes?
"tetelestai" - ES ist vollbracht!
Vollbracht! Ganz!, nicht nur so ein bisschen, und jetzt müssen sie denn noch ganz lieb sein.
NEIN: Vollbracht!

Und was meint der Apostel Paulus dazu?
"efhapax" - EIN für allemal!
Hat Christus sich als Sühne(Sünde)opfer dargebracht, für ALLE! (ist natürlich biblisch-religiöse Sprache, aber dennoch?)


5. Mein Gott!

Viele, ich denke, die meisten von uns (Christen) lernen "Gott" zuerst kennen als "den lieben Gott", und Jesus als den "Heiland".

Und erst später "lernen" wir, wie wir denn gefälligst sein zu hätten, damit der - unterdessen NICHT mehr liebe Gott - "Freude" an uns haben könne. Obwohl wir - glaub's - noch immer "seine" Kinder sein möchten?
HEILIGE SCHEISSE!

Vielleicht hat's ja was, wenn JvN sagt: (Mt 18,3)
"Amen, ich sage euch, wenn ihr nicht umkehrt und werdet wie die Kinder, werdet ihr nicht ins Himmelreich hineinkommen."

Obwohl er das (siehe oben) später denn revidiert hat!
Denn bei Gott ist nichts unmöglich, da gehen sogar Kamele durch Nadelöhre!
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Und wenn du, liebe Bianca, dich sorgst um später:
"Was ist aber mit dem Schmerz, den man im irdischen Leben bei seinen Liebsten zurücklässt?"
Weißt du, Bianca, wenn der liebe Gott zu DIR gut sein wird, und DAS glaube ich, wird er es auch zu den DEINEN sein!


















In diesem Sinn wünsche ich Dir, Bianca, und den Deinen ganz besonders,
und allen anderen ebenso
ein herzliches
Bhüet eu Gott!

Samstag, 17. September 2011

Alptraum? menschlich? allzumenschlich?


Wie Donald Duck im Trickfilm schaust du dir selbst zu, wie du rennst und rennst und rennst und dich nicht um einen halben Schritt nach vorne quälen kannst. Erwachen möchtest du, doch wie könntest du darauf verzichten, den Ausgang des Traumes zu erfahren? Wer bist du, was wird aus dir werden, welches ist dein Schicksal, der Sinn deiner anscheinend sinnlosen Existenz? Nein, beiss auf die Zähne, halte aus, da vorne an der Ecke erwartet dich deine Lieblingstante.
Ihre blonden Haare schimmern noch immer so golden wie damals, als du ihr das erstemal begegnet bist. Wie hast du sie nur geliebt, alles hättest du hergegeben, um in ihren Armen erwachsen, zum Mann zu werden.

Nein, aufwachen liegt nicht drin, du willst durchhalten, du musst das Ziel erreichen, denn ewig lockt das Weib. In deinem Kopf nur, in deinen Träumen?

Nein, deine Stunde ist gekommen, nutze sie, was kümmern dich die Schatten, die sich unerbittlich in die tiefe Häuserschlucht senken? Was gehen dich all die Löcher an, die sich vor deinen Füssen unheilverkündend öffnen?
Nein, nein, nein: einmal im Leben wirst du der Gewinner sein, die dunklen Mächte des Lebens um Haaresbreite nur hinter dich lassen. Im Lorbeer des Siegers vor SIE treten, cool, überlegen, endlich wird eine, SIE, dich erkennen, als das, was du schon immer gewesen bist und immer sein wirst.

Der Asphalt unter deinen Schuhen wird zu flüssigem, klebrigem Teer. Du bist stärker, schüttelst dich ab vom Gedanken an die Einöde des Alltags. Du, du, du bist der Sieger, nichts kann dich aufhalten beim Sturz in die Tiefe deiner lebensentleerten Phantasien.

Samstag, 10. September 2011

Und es war der elfte Tag vom September ....

Ich war am Arbeiten, damals, und hab bloss die ersten Meldungen dazu gelesen, online.
Danach ging ich ins Krafttraining, wo so ein junger S... meinte: Geschieht ihnen recht, den Amis. Ich fragte ihn, wie's denn wäre, wenn seine Freundin ..  . Er meinte, so was wo so wo arbeiten würde, hätte ER denn sicher NIE zur Freundin.
OK, ich fragte NICHT, wie's denn wäre, wenn sein Bruder, seine Schwester, seine Mutter, sein Vater .... ?


nine-eleven

Symbolhaft die Türme, symbolhaft auch ihr Zusammenbruch?
Medial verhunderttausendfacht.
Ein Schandmal, jedenfalls. Ein Schandmal für ALLE!
Für alle wo nebeneinander leben müssen, aber NICHT miteinander leben wollen.


9/11 - damals und heute: was ist anders?

Der Anschlag auf die Twin-Towers war jenseits jeder Beschreibung. Dazu ist wahrscheinlich schon alles gesagt worden, weshalb ich mich zum Konreten nicht äussern will.
Aber was bewirkte dieser Terrorakt, frage ich mich, und zwar im Grossen, global?
Was ist anders heute, als damals? Ist überhaupt etwas "anders", wirklich anders?


Ich meine ganz klar NEIN: NICHTS ist anders!


Das feige, widerliche Attentat hätte ja eigentlich auch aufgefasst werden können als Signal, dass die von der USA dekretierte - und von der grossen Mehrheit der "habenden Staaten" mitgetragene - "new world order" (mehr dazu weiter unten) vielleicht etwas angepasst werden sollte, in dem Sinn nämlich, dass selbige denn wirklich für die ganze Welt gelten könnte.
DAS hätte aber qualitative Veränderungen im globalen Werkeln der Herrschenden bedeutet, heisst vor allem auch: etwas - wenn auch nur ein ganz ganz kleines bisschen - Selbstkritik.

Was aber wirklich vorgenommen wurde, NICHT nur in USA, war rein quantitativer Natur:
NOCH mehr Krieg, NOCH mehr Ueberwachung, NOCH mehr Folter, NOCH mehr von allem, was bisher schon getan wurde. (P.Watzlawick bezeichnet das als das "mehr-desselben-Prinzip", kurz gesagt: typisch neurotisch - und vor allem völlig kontraproduktiv!)
Symptomatisch vielleicht die Finanzmärkte - ach, ihr kennt ja die Geschichte!

Und auch in der CH fanden Staatsschützer und Schwiizerländliparanoide mal wieder so richtig böse Feinde! Kopftücher sind neuerdings staatszersetzend, und der "Islamische Zentralrat" der public enemy No.1!
Welch unverdiente Ehre!

Endlich ist's wieder wie früher! Gott(?) sei Dank!




Wirklich grosse Ereignisse ...

.... Ereignisse nämlich, die unser aller Leben irreversibel und nachhaltig verändert haben, waren denn eigentlich NIE kriegerischer oder humanoid-gewalttätiger Natur, beispielsweise:
Das Erdbeben von Lissabon
Die Entdeckung mangelnder Hygiene als Ursache des Kindbettfiebers
Die Entdeckung der Röntgenstrahlen
Die Entdeckung der antibakteriellen Wirkung von Penicillin
Die Entwicklung des ersten Impfstoffs gegen Kinderlähmung
Die Erfindung des Buchdrucks
Die Erfindung der Dampfmaschine
Die Erfindung des Verbrennungsmotors
Die Erfindung des Telefons
Die Erfindung des Transistors



Aber ist der 11. Septembertag denn nicht ein sehr spezieller Tag?

Was da denn schon alles geschah - eine nicht repräsentative Auswahl:

(Ich habe darauf verzichtet, gewisse Ereignisse/Einzel-Infos speziell zu markieren!)

1609: Henry Hudson entdeckt die Insel Manhattan


















1857: Beim Mountain-Meadows-Massaker überfallen Mormonen, die sich mit den Vereinigten Staaten im Krieg befinden, einen Siedlerzug aus Arkansas. Alle Erwachsenen werden getötet, die Kinder an mormonische Familien abgegeben.

1941: Der Grundstein für das Pentagon wird gelegt.















1944: In der sog. „Brandnacht“ in Darmstadt sterben bei einem Großangriff der Royal Air Force mit anschließendem Feuersturm 11.500 Menschen.

1949: In der Schweiz wird die Volksinitiative Rückkehr zur direkten Demokratie angenommen.

1973: In Chile findet unter Augusto Pinochet und der Unterstützung durch die US-Regierung ein Militärputsch gegen die Regierung Salvador Allendes statt. Der darauffolgenden Militärregierung fallen nach offiziellen Schätzungen ca. 3000 Chilenen zum Opfer (Anm. fufi: und wie steht's mit inoffiziellen Zahlen?)

1989: Ungarn öffnet den Eisernen Vorhang, um Deutschen aus der DDR die Möglichkeit zur Ausreise in den Westen zu geben.

1990: US-Präsident George H. W. Bush hält eine Rede, in der er zum ersten Mal vor großem Publikum über die „neue Weltordnung“ (new world order) spricht.
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1912: In Berlin wird die Diesel-Sulzer-Klose-Thermolokomotive für die Preußischen Staatseisenbahnen fertiggestellt, die weltweit erste Diesellokomotive.

1952: Der US-amerikanische Arzt Charles A. Hufnagel setzt dem ersten Patienten eine künstliche Herzklappe ein, die er selbst entwickelt hat.

1961: Der World Wide Fund for Nature (WWF) wird unter dem Namen World Wildlife Fund in der Schweiz gegründet.
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1962: Die Beatles nehmen ihre erste Single Love Me Do auf.












1965: Erster Deutschland-Auftritt der Rolling Stones in der Halle Münsterland in Münster.
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1822: Die katholische Kirche gibt durch die Kongregation der römischen und allgemeinen Inquisition bekannt, dass die Lehre über das heliozentrische Weltbild generell verbreitet werden darf.


Ironie des Schicksals?

1995: Auf dem Südturm des World Trade Centers in New York City beginnt die Schachweltmeisterschaft 1995 zwischen Titelverteidiger Garri Kasparow und Herausforderer Viswanathan Anand.
Anm. Fufi: Gewonnen hat der Russe!


Und zum Schluss noch dies:

JA! der 11. September ist ein spezieller Tag!

Es ist nämlich der Tag, an dem die Stadt Zürich ihren Stadtheiligen - Felix, Regula, Exuperantius, dem treuen Mietsklaven - gedenkt. Was wäre Zürich denn ohne sie?
 









Und dazu gehört natürlich auch ein richtiges Volksfest.
Und ein richtiges VOLKS-Fest gehört natürlich ins Albisgüetli!
Und all denen, die sich übers WE dort den Magen oder das Gehirn rauszentrifugieren lassen wollen, wünsche ich VIEL Vergnügen!