Samstag, 15. Oktober 2016

OK, ich hab gelogen!

Ich führ' die Lounge nämlich weiter!

Meistens zwar im Selbstbedienungs-Modus,
aber zuweilen werd' ich auch selbst anwesend sein.

Und heute geht's um Grundrechte für Tiere.

Dazu stand nämlich was im TA, und zwar DAS da:

http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/tiere-sollten-grundrechte-haben-wie-kleinkinder/story/15063574

Da hab ich mich natürli mal wieder nicht zurückhalten können
und hab dem Herrn Wild DAS da geschrieben:

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Sehr geehrter Herr Wild

Ich habe das Interview gelesen, im TA,
 
und um auf alle Ihre Gedanken einzugehen, müsste ich
eine mittlere Abhandlung schreiben ........ !!!
deshalb möchte Ihnen dazu bloss gerne ein paar Fragen stellen.
 
Und jetzt zunächst: Im Text steht, dass Sie
"für Grundrechte für GEWISSE Tiere eintreten."
Naja, weshalb nicht für ALLE Tiere?
Ist eine Wespe, eine Schnecke, ein Flusskrebs
ethisch gesehen weniger wert als, z.B. eine Giraffe?
 
Und weshalb sollte dieses, ich sag mal "Lebensrecht"
bloss auf Tiere eingeschränkt werden?
Ich sehe KEINEN qualitativen Unterschied zwischen
dem Leben eines "Tieres" und demjenigen einer Pflanze.
Oder einer Flechte, oder Pilz, oder Prokaryont oder so.
 
Entweder lebt was, oder es lebt eben nicht!
Ok, da müssten wir mal "Leben" definieren,
aber bleiben wir hier mal beim Mainstream.
 
 
Ach ja: Das Tötungsverbot
 
Wenn wir, konsequent wie wir sein sollten,
allem Lebendigen ein Lebensrecht zuerkennen,
Sie sehen das Problem!
 
Aber auch hier:
Macht es ethisch gesehen wirklich einen Unterschied,
ob ich eine Geiss töte oder einen Salatkopf abschneide?
In beiden Fällen habe ich getötet!
Mit einem kleinen Unterschied:
Die Geiss hat sich vielleicht fortpflanzen können,
der Salatkopf aber bestimmt nicht.
So (evolutions-)biologisch gesehen .... ??


Die Qual der Begründung
 
Sie können das Tötungsverbot (nur für "gewisse Tiere"?) NICHT
aus den sogenannt "grossen" Religionen ableiten,
und auch nicht aus der traditionellen Philosophie.
 
Dazu müssten Sie ein "universelles Lebensrecht" postulieren,
und da würden Sie sich in gefährliche Nähe begeben zu
zum Beispiel: "every sperm is sacred"
oder den esoterischen "Mutter-Erde-" und Gaja-Schpinnereien.
 
Und wenn wir uns auf Letzteres berufen:
Darf ich dann noch einen Stein von seinem "natürlichen" Platz
im Bachbett in mein Kräutergärtli "verpflanzen"? Eben!
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Ich gebe Ihnen in Vielem recht, Herr Wild.
Was die Tierhaltung und den Fleischkonsum angeht.
 
Andersrum:
Dass rund die Hälfte der jährlichen Soja-Ernte
zu BIO(?)-Benzin verarbeitet wird??????????
Ist DAS denn nicht ein noch grösserer Skandal?
 
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Ich wünsch euch Allen was!
 
de fufi

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