Sonntag, 21. April 2013

Halali!

Der Wolff ist nach Zürich gekommen

Vom Calanda. Oder vom Wallis.
Oder von irgendwoher. So genau weiss das glaub keiner, nicht mal in Zürich.

Nun denn, liebe Aufrechte: bringt eure Schäfchen ins Trockene!



Aber ehrlich:
Wenn die Stadt Zürich keine grösseren Probleme hat als irgendwelche Velowege und Schlaglöcher in Nebenstrassen .... !
http://www.tagesanzeiger.ch/zuerich/stadt/Wolff-Es-ist-eine-Sensation/story/10015209
so ab Minute 1:50 .........

Naja, also ehrlich, meint fufi, da gäb's doch auch noch das oder das.
Working poor, zum Beispiel, oder (nicht nur Jugend-)Arbeitslosigkeit.
Oder so was wie Integrationsschwierigkeiten?

Aber DAMIT kriegen die Cüpli-Linken halt eben keine Stimmen!


und hier ein Gast-Nachtrag:

Rotkäppchen sagt
am 22.4.2013, 15:00

Also ehrlich: ICH fürchte mich nicht for dem Wolffeli!
Weil ich hätte ja schon früher achsogerne mal den einen Stadtratt oder die andere Stadträttin und das nur allzugerne mal gefragt:
Sag mal, warum hast du denn so ein grosses Maul?


fufi sagt am 22.4.13, 17:00
Und heute gibt's natürlich was zum Feiern:
Gratis Cüpli, nämlich, für alle Wölffli und Pfadis.
Und die anderen kriegen gratis Magenbitter, à discrétion!



fufi sagt am 22.4.13, 17:20
@Lupus

Klar wollen die Sozis den Wolf nicht.
Weil der könnte ja ihr Frühlingsfest 2014 gefährden.
Ich meine, wenn sie denn ihr geplantes Wahlsiegfest feiern wollen.
Mit grünen Nudeln an roter Sosse.
Und dazu gibt's natürli Cüpli à discrétion!

Also als Vollblutsozialist würde ich dabei denn nur noch 1:
KOTZEN!


und hier schon wieder ein Gast-Nachtrag:

Rotkäppchen sagt, diesmal am 23.4.2013, 14:45
@Anonym

Haste denn schon mal mein Märchen richtig gelesen?
Ich meine, wo ich dann meine Omi besucht habe, aber die Omi war kurz zuvor vom pöhsen Wolf gefressen worden, und dieser Perversiker hat sich danach auch noch die Frauenkleider angezogen und sich ins Bett(!) gelegt, um mich dortselbstigstens zu "empfangen".
Da hab ich mich doch schon damals gewundert, weshalb meine Omi denn so grosse Ohren habe, und vor allem ein SO grosses Maul!
Hast's jetzt es bitzeli besser verstanden?
Falls NEIN: Es soll da so Migro-Kurse geben, inklusive Cumulus-Punkte!

Und dann noch was, Anonym:
Das, was du als Gast hier von dier giebst ist schlechter Stiel, ganz schlechter Stiel!
Ich meine, könntest dir ja auch einen märchenhaften Nick zulegen, Schneeflittchen, zum Beispiel, oder Pantoffeltierchen?
Shame on you!

Und dann noch ein Gruss an lupuss!
:Grins:


fufi sagt am 22.4.13, 17:20
@Orlando, am 22.4.2013, 18:14

JA, Orli, in meinen Adern fliesst rotes Blot!
Und von wegen den Cüpli und dem dickmachenden Bier:
Sekt enthält 70 kcal/dl, bei 12% Alk
Bier entält 45 kcal/dl, bei 5% Alk
DAS macht nicht den ganz grossen Unterschied.
Allerdings, weil Sekt meist zusammen mit Snäcks und
Chäschüechli (kannste das auf schwiizertüütsch sagen?) genossen wird,
da kanns ja schon anhenken, oben wie unten!
Es sei denn, du trinkst "Wamperling Bitter"!


Und mit der Ecke habe ich die von dir ebenso gelobte
wie verteidigte RKK = die Papisten gemeint!
Sacra francisca!


fufi sagt am 22.4.13, 17:20
@Orlando, am 23.4.2013, 16:10

Der mit "Beweisen Sie mir die Liebe" ist nicht schlecht, aber den haste ja eh von mir, gäll!
Aber ehrlicherweise:
Bloss weil 90% einen Scheiss verzapfen, wird der Scheiss kein bisschen wahrer!!!!!
Oder meinst du dämit "die Dämokrätie"?


Rotkäppchen aka fufi aka Tiger aka Orli aka WhoAmI sagt am 24.4.13, 17:20
@Carolina, die Echte, am 23.4.2013, 20:47
Bischt ein schlaues Mädel!
@Orlando, am 24.4.2013, 10:28
Schade eigentlich. hätte dir DIES ja eigentlich gerne zugetraut!
Und kennst du, zum Beispiel:
The Arrival
The Black Hole
Event Horizon
Wünsch dir viel Spass mit deinen neuen DVD's!

Und von wegen dem Streit um der Päpstin's Barth
Orlando vs Atheist, meine ich,
da wird dann mal was kommen.
Ich muss das Ei bloss noch reifen lassen,
bevor ich's euch in's Nest legen kann!


fufi sagt am 25.4.13, 16:20
@Atheist

Also ehrlich und so, aber ich lade dich heute gerne zu einem Cüpli ein, mitsamt einem Chäschüechli!
DAS haste du dir redlich verdient!

Und von wegen den NICHT magnetisch angezogenenen Satelliten:
WERDEN denn die überhaupt von irgendwas "angezogen"?
Oder sind das nicht bloss so schtinkfaule Kerle, wo einfach den kürzesten Weg nehmen, im verkrümmten Raum, so nach ART meine ich?
Und bleib doch noch ein bisschen, bis ich mein Osterei für dich gelegt habe!
:grins:


fufi sagt am 25.4.13, 18:40
@Katharina am 25.4.13, 17:33

Bei allem gebotenen Respekt, aber schmeiss doch bitte NICHT die Teilchenkräfte Elektromagnetismus (fotonisch), schwache Kernkraft (fotonisch) und starke Kernkraft (gluonisch) in denselben Topf wie die Raumkraft = Gravitation!

Denn WENN die ART zutrifft, ist die Gravitation nämli KEINE Kraft - jedenfalls nicht im Newtonschen Sinn, sondern eine Raumstruktur, oder so.

Insbesondere, weil die Teilchenkräfte, ganz im Gegensatz zur Gravitation nämlich "Zeit-Los" sind, was heisst:
Einzig die Gravitation = die Raumstruktur strukturiert die Zeit!

Teilchenkräfte kümmern sich keinen Deut darum:
NIEMAND, nicht mal ein Atomkern oder so kann ein vorwärtschreitendes Elektron von einem rückwärtsschreitenden Positron unterscheiden!
Ich meine, wie sonst sollte denn ein "Positronen(!!!!)-Emissions-Tomograf" überhaupt funktionieren können?
Schon klar, hat was mit dem schrägen Beta-Zerfall zu tun!


fufi sagt am 26.4.13, 18:40
@Atheist am 25.4.13, 20:19

Also bitte, gäll: DAS bleibt denn unter uns, ja?
Weisst du, die klassische Mechanik, NEIN, DIE verstehe auch ich definitiv und schon gar nicht.
Jedenfalls nicht so, wie ich sie mir damals hätte einverleiben müssen.
Ich frag' mich immer noch: Was ist eine gleichbleibende Beschleunigung, so zum Beispiel?
delta2v/delta2t, oder delta2a/delta1t,oder so? - NIET!
Da meine ich, zum VERSTEHEN ist die Thermodynamik ja VIEL einfacher, ebenso die Quantenmechanik, die SRT, (ART ist etwas komplizierter), QED und die QCD, wobei bei letzterer halt ein gewisser Auswendig-Lern-Aufwand nötig wäre (rotwirdgrünundmanchmalgelbabernichtblauundso!)

Was mich zurück zum Wollff bringt:
Welches Gloun macht rot-grün zu schwarz-braun?
Sorry for that, aber ich MUSSTE diese Gelegenheit ergreifen! ;-)

Nachtrag:
Ich will ja nicht sagen, dass ich den 2. Hauptsatz der Thermodynamik verkörpere, aber ,,,,,

94 Kommentare:

orlando hat gesagt…

Als wäre zürich nicht so schon linksgrün genug gewesen. jetzt sinds sieben linke gegen 2 bürgerliche. Scheisse!

orlando hat gesagt…

Working poor? Das ist ein gerücht, nichts weiter.

Tiger hat gesagt…

Wer hat Angst vorm bösen Wolff? Orlando.

Camin kannst Du rauchen.

Zürcher hat gesagt…

Working Poor, Integrationsschwierigkeiten, ... Das sind primär mal Probleme der Betroffenen selber und nicht der Zürcher oder ihrer Regierung.

orlando hat gesagt…

@zürcher: für die verweichlicht-verschwulten linken ist der staat für ALLES zuständig, ganz besonders für das glück seiner bürger.

Tiger hat gesagt…

Stimmt, Orlando, während für die zackigen Rechten die Wirtschaft für alles zuständig ist, ganz besonders fürs Unglück der Bürger.

Orlando hat gesagt…

Was ist denn "die Wirtschaft", Tigri?

Wenn du darunter die Summe aller freien (=zwangslosen) Handlungen, Kontrakte und geldwerten Austauschgeschäfte zwischen Individuen oder freien Zusammenschlüssen von Individuen verstehst, sind wir nicht so weit auseinander. Der Staat, die Kantone, die Gemeinden sollen meinetwegen ruhig dort aktiv werden, wo Private die anstehenden Probleme nicht besser, günstiger oder effizienter machen können, also etwa im Strassenbau, der Landesverteidigung, im Polizei- und Gerichtswesen, in der Handels- und Aussenpolitik oder von mir aus sogar bei der Organisation eines hohen Ansprüchen genügenden Volksschulwesens.

Hingegen ist schlicht und einfach nicht einzusehen, wieso der Staat (das Gemeinwesen) quasi als Unternehmer etwa Eisenbahnen, Kinderkrippen, Kulturproduktion, Fernsehsender, Naturschutz, "sozialen Wohnungsbau" oder Energieproduktion betreiben soll - es sei denn, eine Bürgergesellschaft an einem bestimmten Ort kommt zum demokratischen Konsens, dass es ein Stadttheater, eine Hochschule, ein Erdwärmekraftwerk oder ein paar Armenwohnungen brauche. Dazu kommt noch eine unsägliche Subventionitis allüberall, von der Landwirtschaft wollen wir gar nicht erst anfangen.

Man sollte viel mehr über die "services publics" streiten, als einen in Stein gemeisselten Begriff von "Service Public" zu vergöttern!

Man müsste pflichtweise alle paar Jahre alle öffentlichen Etats in den Papierkorb werfen und in völlig neuen Budgets jede einzelne Position neu schaffen und sich überlegen, was es wirklich braucht. Da könnte sich der Staat von Unternehmen tatsächlich etwas abschauen. Aber die linken und netten Laienpolitiker helvetischen Zuschnitts warten jeweils, bis sich die allgemeine Lage so verschlechtert, dass die Zahlen rot sind und man unter Zwang handeln muss. Und dann dafür herzerschütternd heulen und jammern können.

Und vom ganzen sogenannten Sozialwesen habe ich jetzt noch gar nichts gesagt...

Lupus hat gesagt…

Aber Fufi, die "Cüpli-Linken" wollten den Wolff doch gar nicht haben! Weil, er ist ja eben keiner!

Haha, und die beleidigten Leberwürste von der SVP fordern den Rückzug der restlichen Rechten aus dem Stadtrat - wohl um dem frechen und blöden Volch eine Lektion zu erteilen was denn passiert, wenn es nicht so abstimmt, wie es sollte!

Lupus hat gesagt…

Und Philipp Müllers "Arschloch" ist anscheinend UBS-Ermotti.

Kann man ihm schwerlich widersprechen.

Tiger hat gesagt…

Orlando, der wesentliche, der entscheidende Unterschied im Wesen von Staat und nichtstaatlicher Wirtschaft ist der Horizont. Während der Staat locker auch längere Zeiträume überblicken kann, auch mehr als fünf Jahre, ist das der freien Wirtschaft so gut wie unmöglich. Nicht nur, dass sie das gar nicht wollte, sie darf es gar nicht. Die Wirtschaft muss innert kurzer Zeit Erträge erzielen, ja Gewinne, wenn immer möglich.

Schau SpaceX, das bedeutendste Unternehmen, das als NASA-Ableger fungiert. Wenn diese Firma die Raumfahrt hätte begründen müssen, dann wäre sie nach wenigen Monaten eingegangen. Und der Mond wäre nach wie vor einfach der Himmelskörper, den die Verliebten in der Nacht anträumen (nicht das schlechteste Schicksal, ehrlich gesagt). Die NASA (und ihre sowjetischen Konkurrenten) hatten aber einen längeren Atem. Hunderte von Steuer-Millionen, ja Milliarden wurden verbuttert in den Traum, Hunde und Menschen in den Orbit zu schicken, den Mond zu betreten, einen Shuttle zu bauen, Raumstationen zu betreiben. Und diese Träume hatten einen langen Atem, fünf, sieben, zehn Jahre. Diese Dinge sind es, die uns, die Menschen, mit Stolz erfüllen. Mich tun sie es zumindest. Viel hätte ich darum gegeben, an jenem 21. Juli 1969 vor dem Fernseher mitfiebern zu können. Aber, ach, ich war zu klein, nicht einmal ein halbes Jahr alt. Und um 4 Uhr morgens tat ich, was Babies um diese Zeit zu tun pflegen.

Genau gleich ist es mit Dingen wie AlpTransit. Es geht hier um eine Sache mit einer Laufzeit von rund fünfunddreissig (!!!) Jahren, bis nur erst einmal Erträge sichtbar werden auf Seiten der Auftraggeber. Bis zum Break-Even wird es noch deutlich länger dauern. Welcher private Investor hätte hier mitgemacht? Die UBS??? Pruuuust!

Nein, der Staat, mit seinem langen Atem, muss hier die Sache durchplanen. Baufirmen wie die Strabag führen die Sache aus, und sie nehmen schon heute Geld ein, was für ein wirtschaftlich operierendes Unternehmen ja nötig ist.

Das gleiche gilt für den Naturschutz. Die Natur braucht dringend einen Anwalt mit weitem Horizont, mit langem Atem. Die Wirtschaft hätte allein NIEMALS Dinge wie den Katalysator eingeführt, sie würde Elektroantriebe beim Auto von sich aus niemals fördern. Unser CO2-Ausstoss wäre viel höher als er es ist, und er würde schnell wachsen, weil in der Wirtschaft niemand einsieht, wieso er auf Gewinne verzichten soll, heute, wenn er dafür irgendwann überübermorgen eventuell vielleicht an der Rettung der Welt mitverantwortlich sein darf.

Die anderen von Dir erwähnten Dinge lassen sich ganz ähnlich behandeln, Orlando. Neben Missverständnissen (Kulturproduktion läuft ganz wesentlich privat ab, sozialen Wohnungsbau hat es schon vor vielen, vielen Jahren gegeben, auch in Ländern, die nicht kommunismusverdächtig sind, etwa in den USA) beobachte ich bei Dir die altbekannte Kurzsichtigkeit, Deine wirklich sattsam bekannte Dummheit. Du wirst nicht mehr gescheit, Orlando. Du mit Deinem Fundamentalismus, mit Deiner Sturheit.

Ich habe Dich in die Sonntagsfrage des Spiegels geschmuggelt, Orlando. Sensationelle 0% der Leute sagten, sie wollen, dass Orlando in Zukunft eine geringere Rolle spielt. 0% sagten allerdings, dass er überhaupt eine Rolle spielt.

--

Wenn ich Ermotti wäre, würde ich die finanzielle Unterstützung der FDP sofort einstellen. Was zum Verschwinden der FDP führt. Mir kommen die Tränen.

Tiger hat gesagt…

Aus "La Luna" von Edoardo Bennato, 1989

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Ma lei è luna, nessuno la potrà cambiare
e quando è sera, lei sa quello che deve fare
Lei deve attraversare i sogni
di chi la guarda e si innamora
di chi vuole restare sola con lei...
con lei... di chi vuole
restare con lei

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Diese Worte treiben mir, einem währschaften Ingenieur, die Tränen in die Augen.

Orlando hat gesagt…

Das hinkt alles ganz gewaltig, lieber Tigri.

- die Raumfahrt ist dem Wettbewerb zwischen Sowjetunion und USA im kalten Krieg geschuldet, nichts anderem, deshalb ist die ganze Mondfliegerei sozusagen verschwunden, als dieser vorbei war. Die konkreten Folgenutzen der Raumfahrt (Satelliten, Technologie etc) bestreite ich nicht. Aber die werden ja auch nicht von einem Staat genutzt und betrieben...

- Alptransit, Neat etc.: zeigen genau wo die so gepriesene Planungssicherheit und der "lange Atem" des Staates (=niemand fühlt sich verantwortlich, weil es nicht sein eigenes Geld ist, das er investiert und niemand darauf eine Rendite erzielen muss) zu Misswirtschaft, immer neuen Verzögerungen und verlochten Milliarden führt

- Der Abgaskatalysator: lies bitte mal die Geschichte dieses Teils im Wiki nach. Erfunden und auf den Markt gebracht von Privaten. Zur Einführung des Obligatoriums ab 1986 in der Schweiz: Natürlich soll der Gesetzgeber nach seinen Möglichkeiten umweltschützerisch aktiv werden, dagegen habe ich doch gar nichts gesagt. Damals hat er aber keinen Rappen ausgegeben, und es nicht etwa aus Staatsgeldern subventionieren lassen. Falsch ist es jedenfalls, wenn man Leuten zwei Drittel der Kosten für ein Solarpanel auf ihrem Privathaus erstattet - aus öffentlichen Geldern!

- Kultur: Nein, der ganze Kulturbetrieb (-kuchen) ist hochgradig von Transferleistungen abhängig. Wie gesagt habe ich nichts dagegen, wenn ein Kanton ein Opernhaus, eine Hochschule oder eine Stadt Museen, Bibliotheken etc. finanzieren will. Wieso der Bund aber Filmförderung betreiben soll ist mir ein Rätsel. Man sieht ja an den Resultaten, wohin das führt...

Nein, ein starker Staat hat noch immer zu Fehlentwiklungen geführt. Schon vergessen, dass es noch nicht einmal 20 Jahre her ist, dass der glorreiche Sozialismus im östlichen Europa Ruinen von Volkswirtschaften hinterlassen hat, die sich erst jetzt langsam durch marktwirtschaftliche Gesundungskur einigermassen von den verwüstungen erholen? - ökönomisch! Die gesellschaftlichen Narben des sozialistischen Experiments werden noch eine Weile schmerzhaft sichtbar bleiben.

C hat gesagt…

Sorry, mische mich mich nur kurz ein.
Tiger, noch zu DCB:
Tut mir Leid, aber in der Frage Sexualität mit Kindern (angedacht, ausgeübt, ausgesprochen, egal) kenne ich kein Pardon. Und es ist mir auch piepegal, ob man das im Nachhinein im Kontext der 68er sehen 'muss'. Für einen gesunden Erwachsenen ist in jedem Kontext nur schon die Erwähnung in einem Buch (die ja auch nicht gerade auf Unrechtsbewusstsein hinweist) ein absolutes No-go.
Und klar nervt es mich noch ganz besonders, dass die 68er, die ja ach-so-heilig aufgeräumt haben und gesellschaftsliche Misstände benannt und angeblich geändert haben, auch noch die sind, die solche Aeusserungen für verzeihlich halten.
Auf diesem Gebiet verzeihe ich nichts, aber auch gar nichts.

Orlando hat gesagt…

Hahaha, die schlimmen UBS-Schrottpapiere haben der Nationalbank 6 Milliarden Franken Gewinn eingebracht. Wenn ich an das Gejammere vor vier Jahren denke, die linken Jammeri zuvorderst...in your faces, suckers! Zum Glück verstehen die Verantwortlichen an den richtigen Stellen im Krisenfall etwas von ihrem Metier - und hören nicht auf hyperventilierende Journalisten und Weichei-Politiker! :-D

http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/unternehmen-und-konjunktur/Moeglich-dass-es-die-UBS-auch-alleine-geschafft-haette/story/18121675

Und doch gehe ich einig: Die too-big-to-fail-Problematik muss mit strengeren Auflagen an Eigenkapital und der Vermeidung von Klumpenrisiken jetzt angegangen werden. Fazit: es entstand ein grosser Imageschaden für die Schweizer Banken (den jetzt alle ausländischen Blutsaugerregierungen ausnützen und unsere schwache aktuelle Landesregierung leistet dem noch Vorschub!) und es ist nicht okay, dass mit NB-Geld die UBS-Aktionäre mitgerettet wurden.

Atheist hat gesagt…

"Auf diesem Gebiet verzeihe ich nichts, aber auch gar nichts."

C, ihre grosse Heldin Maggie, die hatte da wesentlich weniger Berührungsängste:

http://www.dailymail.co.uk/news/article-2253929/Jimmy-Saviles-private-letters-Margaret-Thatcher-Files-edited-2-months-ago.html

C hat gesagt…

Ja, habe ich gelesen. Aber ich bin nicht Maggie Thatcher, sie ist und war nie meine Heldin, aber ich finde, dass sie zur rechten Zeit am rechten Ort war. Und mein Ekel vor auch nur der vagesten Gutheissung von Pädophilie hat ganz bestimmt keine Parteigrenzen.

C hat gesagt…

Zu diesen Parteigrenzen noch dieses:

http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/missbrauchs-debatte-cohn-bendit-bedauert-aeusserungen-ueber-intimitaeten-mit-kindern-a-895575.html

Vor allem der letzte Abschnitt ist denkenswert....

Orlando hat gesagt…

Seine damaligen Äußerungen - etwa über erotische Spiele mit Kindern - seien eine "unerträgliche Provokation" und hätten "so nicht geschrieben werden dürfen". Er ordnete sie ein in den historischen Kontext der 68er Bewegung, die von Tabu-Brüchen geprägt gewesen sei.

Ja genau, das war halt grad en vogue, ein wahrer Mitläufer muss doch mit dem Zeitgeist gehen, die Nazis verstanden sich ja auch als Tabu-Brecher. Vielleicht bleibt uns am Schluss, nachdem alle Tabus gebrochen sind, nichts mehr anderes übrig, als den Tabubrechern das Genick zu brechen. Wär doch mal was!

Und wer tritt als Laudator auf? Roger de Weck, unser oberster Staatsfernsehapparatschick, unser europageiles Aristokratenarsch, unser herablassender Linksverdreher, unser herablassender pblizistischer Kotzbrocken, dessen Tochter ganz grausam schlechte Dialoge im tagesanzeiger schreiben darf.

Daniel touch-my-penis-kiddo-Cohn-Bendit - ein erbärmlicher kleiner Mitläufer wie all die anderen Strehles seiner Zeit. Na kommt schon Leute, etwas Revanchismus mögt ihr tabubrechenden RAF-Fans und ungewaschenen Kommunarden doch allemal vertragen. Das hat nichts mit "Verleumdung" zu tun.

Widerlich!

Tiger hat gesagt…

Oh, Carolina, versteh mich richtig: Ich persönlich finde Bendits Äusserungen nicht nur grenzwertig, wie ich sagte, ich finde sie äusserst unappetitlich, unverständlich und verwerflich. Bendit nur schon deswegen fallen zu lassen halte ich für nicht falsch. Ich habe absolut kein Verständnis für Kindersex jedwelcher Art. Dass die Franzosen ein anderes Verhältnis zu Sex haben als wir, haben wir ja gerade in den letzten Jahren gemerkt. Entschuldigen werde ich sowas niemals.

Dass Katharina meine Haltung anerkennt, adelt mich, denke ich, irgendwie.

Orlando, das Fräulein de Weck finde ich ganz toll. Mit der würde ich gerne einmal einen Cappuccino trinken. Die Dialoge sind gar nicht schlecht, im Gegenteil, sie sind immer wieder erfüllt von lustigen Wendungen. Gez. Tiger Reich-Ranicki.



Tiger hat gesagt…

Ich guck übrigens heute noch mal Homeland s01e12, auf Deutsch. Gnadenlos gute Schauspieler, alle zusammen.

Orlando hat gesagt…

Man muss dann ja eigentlich das Meiste, was diese 68er-Wirrköpfe so unternommen haben, als eine "unerträgliche Provokation" abtun. Oder wo zieht Cohn-Bendit hier eine Grenze?

Tatsache ist, es ist derselbe Cohn-Bendit, der den Marsch durch die Institutionen gegangen ist, die ein und dieselbe Person, die sich ja auch ansonsten nicht von seiner 68er-Radikalo-Vergangenheit distanziert, wie eben Joschka Fischer und dieser Strehle-Bursche. Dasselbe Hirn, dieselbe politische Haltung, der gleiche Mensch.

Deshalb ist das vollkommen unglaubwürdig.

Und ein Schlag ins Gesicht von allen Missbrauchs-Opfern, inklusive denen, die von katholischen Kirchenangehörigen geschändet wurden.

fufi hat gesagt…

Und wieder steht Orli das Glück hold, einen direkten Kommentar meinesgleichnigstens zu erhalten:
JEDE Kinderschändung ist MEHR als nur allzuwiderlichstens!
Ich meine damit auch DIE, die aus DEINER Ecke(!) begangen wurden und noch immer nicht zugegeben,und also schon keineswegstens gesühnt(!) sind!

So nach dem Motto:
Allerheiligste Muttergottes, vergib mir, ich werds auch nie wieder tun.
Soso?

Ulla Meinicke - nie wieder??????????
http://www.youtube.com/watch?v=CyMCuVCBHEA

fufi hat gesagt…

Und WER waren damals die,
wo Kinder ihren Müttern weggenommen und als Verdingkinder verkauft haben, damit die Sozialhilfekosten gesenkt werden konnten?
wo Kinder ihren Müttern weggenommen und in Heime und zu "Pflege"-Eltern gesteckt haben, damit wenigstens aus den Kindern was "RECHTES" werden soll?
UndUndUnd?

JA, DAS waren die Liberal-Freisinnigen (heute FDP), die Katholisch-Konservativen (heute CVP), und gebietsweise die Bauern, Gewerbler und Füdlibürger (heute SVP).

Kloster Fischingen, zum Beispiel?

Aber immerhin hat sich das herzige Dorli-National bei den Verdingkindern entschuldigt.
Obwohl's von denen ja nicht mehr allzuviele gibt, weil die meisten schon verdingt oder später an Drogen, Alk oder so verreckt sind.

Aber immerhin hat sich das herzige Dorli-National entschuldigt.
Obwohl sie keine Ahnung hat, dass das Leid und die Scheisse der Verdingkinder weitergegeben wurde.
An ihre Kinder, Enkel und Grossenkel und so.
Und was das denn für DIE heissen kann.
Ich meine, das "ERBE" zu tragen, wo ihnen von denen, wo ihre Vorfahren verarscht haben, eingebrockt wurde.
Den Liberalen, den Christen und den Völkischen!

Tiger hat gesagt…

Ich gebe gern zu, im Wettrennen um den oder die vom Tiger am meisten verachtete PolitikerIn hat Leuthard die allerbesten Chancen. Weit noch vor Mörgeli, Blocher, Giezendanner und Consorten.

Auf den Punkt, fufi.

C hat gesagt…

Solange die Themen Kindsmissbrauch (dazu gehören natürlich auch die Verdingthematik, das ungeöffnete Fass von Kindern, die den Sinti und Roma in den fünfziger und sechziger Jahren weggenommen wurden, wo die Akten bis heute Verschlussache sind, Heimkinder und das, was fufi erwähnte) als parteipolitische oder ideologische Schuldzuweisung daherkommt, zeigt sich damit nur, dass das Thema immer noch in der Schmuddelecke ist. Diese Abgründe beim Thema Kindsmissbrauch tun sich überall auf, überall da, wo Menschen meinen, sie könnten Macht ausüben über Kleinere, Schwächere, Unterlegenere. Und solange wir nicht begreifen, dass es das auf jeder gesellschaftlichen Ebene gibt und gegeben hat, können wir das Thema nicht lösen, denn sobald man gewisse Kreise von vornherein vorauseilend 'freispricht' bzw die einen als Täter für wahrscheinlicher hält als die anderen, macht man die Betroffenen mundtot, die vielleicht von genau diesen geschützten Kreisen in irgendeiner Form ausgebeutet werden.
Das Thema ist viel zu wichtig, um ideologisch missbraucht zu werden.

fufi hat gesagt…

Ja, und wenn ich mal wieder online kommentieren darf, also zum Kommentar von vorhin um 16:04:

FUFI weiss nämlich wovon er schreibt!

Urgrossvater1 wurde als Verdingbub in DAS Dorf verkauft, wo fufi und fufine heute leben.
Er hat's dann nach Züri geschafft, wo er Urgrossmüetti1 12 Kinder gemacht hat, wobei er sich kurz nach der Zeugung des 12ten nach ganz oben verabschiedet hat.
S'Urgrossmüetti1 hat dann beim Sozialamt "gearbeitet", sozusagen. Jaja, und 1:12 war der Grosspapi, und von ihm kam dann der Pappi.

Urgrossvater2 wurde von den Eltern in die Fabrik geschickt, anstatt in die Schule. Aus wahrhaft existentiellen Gründen.
Was er dann wiederum, ebenfalls aus existentiellen Gründen, auch mit seiner ältesten Tochter getan hat.
Und die hat er später, weil sie so schön war, halt auch jahrelang zu seiner sexuellen Triebabfuhr benutzt.
Das Töchterli wurde dann die Mutter von fufi's Mutter.

Aber, so könnt ihr jetzt ja zurecht fragen:
Weshalb sagst du das?
DIE sind ja NIE armengenössig geworden!
DIE haben ja ihre EIGENVERANTWORTUNG stets wahrgenommen!

Orlando hat gesagt…

Hahaha @Fufi, WAS bitte ist ein Vollblutsozialist? Fliesst in deinen Adern etwa rotes Blut, du Prolet? Und was genau du immer mit den Cüpli-Sozialisten hast...! Wenn ich die Wahl habe, dann trinke ich also auch lieber Sekt als (dickmachendes) Bier. Das macht mich jetzt wohl zum Cüpli-Konservativen!

Ich habe übrigens viele EckeN und Kanten, aber keine "deine Ecke". Und schon gar nicht, wenn es um Kinderschändung geht.
Vergebung ist ohnehin in solchen Fällen nur von Gott möglich. Und mein Gott ist - du weisst es ja - ein strafendes, zürnendes und unergründliches Wesen. Der erwartet mit grausigem Folterwerkzeug an der Himmelspforte auf Kinderschänder und andere Sünder. Und sein Sohn ad dexteram erzählt ihm haargenau, was da im grossen Sündenregister aufgeschrieben steht.

Und was, Fufi, was hat die alte Verdingkinder-Litanei hier verloren?

Anonym hat gesagt…

"und hier ein Gast-Nachtrag:

Rotkäppchen sagt
am 22.4.2013, 15:00"

Wenn das Besagte nicht hier nachlesbar gesagt hat, dann nur an anderem Ort, bzw. wie ich vermute als E-Mail auf die hier hinterlegte Kontaktadresse zum Blog.

Das ist als Gastgeber hier ganz schlechter Stil, fufi.

Lupus hat gesagt…

...oder, verehrtes Anonym, das Rotkäppchen ist der Fufi himself - was auch für jeden, der sich halbwegs geistiger Gesundheit erfreut und das Märchen vom Rotwölfchen kennt, ziemlich klar ist.

Orlando hat gesagt…

Fufi ein Voll-Rotkäppchen? Ich weigere mich, das zu glauben...

Tiger hat gesagt…

Merke: fufi hat die 1:12-Innitiative familienintern bereits verwirklicht.

Orlando, bist denn Du so gewiss, dass im Büchlein, das der Sohn Gottes anlässlich Deiner Heimkehr ins Reich seinem Vater vorliest, über Dich gar nichts vermerkt ist? Bist Du sicher, dass auf Dich eine Schalmei wartet und ein Privatwölklein? Ich nicht. Orlando, Du wirst Deiner Strafe nicht entgehen. (Ob Du die verdienst oder nicht, keine Ahnung, aber meine Auffassung von Gott ist ja eh anders.)

Lasciate ogni speranza, voi ch'entrate! (Dante Alighieri, Divina Commedia) Orlando, t'aspetta il purgatorio anche te, se gia' ci credi.

Be afraid. Be very afraid.

Tiger hat gesagt…

Hm, bei der nächsten Tourismus-Initiative könnte der Initiator sie wirklich "Innitiative" nennen. Die würde ich blind befürworten, mit so einem listigen Namen.

Orlando hat gesagt…

Ja, vielleicht schimpft er kurz mit mir, dass in früher Jugend ein gottloser Sozialist war und die ganze Schwulerei in Schutz genommen habe. Und dass ich zum Tiger immer so böse war.

Dann aber gibts ein Schulterklopfen und Erzengel Gabriel bringt die Flasche Champagner, mit der wir auf mein Ableben anstossen. Wir scherzen ein wenig miteinander und Gott bietet mir eine Zigarre an, die wir über den Zustand der Welt sinnierend rauchen. Dann bekomme ich die Schlüssel zu meiner himmlischen Wohnung und gehe in den ewigen Frieden ein.

Gegen Abend lasse ich dann die 70 Jungfrauen kommen...oder gibt's die nur für im Dschihad sich opfernde Muselmannen? Scheisse, falscher Glaube!

Atheist hat gesagt…

Fun Facts about Religion:

Die "72 Jungfrauen", auf die sich jeder islamistische "Märtyrer" freut, beruhen auf einem Übersetzungsfehler - es handelt sich in Tat und Wahrheit dabei um Weinbeeren.

Da werden einige aber ganz schön blöd aus dem Nachthemd kucken.

(Christoph Luxenberg, "Die Syro-Aramäische Lesart des Koran", 2000)

Tiger hat gesagt…

Ich bestell übrigens grad den Koran, auf Deutsch übersetzt (mein Arabisch ist ziemlich schwach, es beschränkt sich auf schukran, allah akhbar, und elhamdulillah. Elhamdulillah, das übrigens ziemlich gleich klingt wie halleluja, und auch das gleiche bedeutet.)

Orlando hat gesagt…

Also, ehrlich gesagt: 70 Weiber wäre ja okay. Aber Jungfrauen? Ich meine, nirgendwo steht, dass es hübsche junge Mädchen sind, die defloriert werden müssen. Es könnten auch alte Junfern sein, oder hässliche mittelalterliche, die von Tuten und Blasen keine Ahnung haben, total unerfahren (als Jungfrau!). Und gleich 70 davon! Das klingt eher nach viel Arbeit.

Da freue ich mich doch auf meine christlichen himmlischen Freuden, unter denen ich mir wenigstens selber ausmalen darf, worin sie bestehen.

Ich werde mich da dann wohl am Ehesten an die heilige Dreifaltigkeit halten - im Bett. Ich und zwei 16-jährige, eine Blonde und eine Schwarzhaarige. Eine mit grossen dicken und die andere mit kleinen spitzigen...Ha, was für ein Porno das wird!

So erscheint die Anstrengung, ein gottgefälliges Leben zu führen doch gleich wieder in einem anderen Licht :-)

Atheist hat gesagt…

In 'nem ziemlich schrägen Comic, den ich mal gelesen habe ("Army@Love") stellten sich die 70+ Jungfrauen als weibliche Babies heraus, die alle paar Stunden frisch gewickelt werden mussten - der "Märtyrer" war darob doch ziemlich konsterniert und fühlte sich, man kanns verstehen, auch etwas verscheissert - im wahrsten Sinne.

Tiger hat gesagt…

Atheist, entweder erzählst Du hier totalen Scheiss oder Du bist schief gewickelt.

(Laura, als sie drei oder so war, ganz stolz, als ich ihr einen Fehler vorhielt mit "Da bist Du schief gewickelt.": "Miich mus me nüme wickle!!!" - diese Szene werde ich immer als eine der lustigsten in Erinnerung behalten.)

Orlando hat gesagt…

@Tigri: Warum bestellst du den Koran? Ist dir das WC-Papier ausgegangen? Oder musst du den Boden aufwischen, der beim Waterboarding nass geworden ist?

Nein, im Ernst: Lies mal die Sure 9.5 und zeig mir ein entsprechendes Gotteswort aus der Bibel. Wenn du das schaffst, dann bist du gut. Und hast eine Menge über Religion gelernt.

@Atheist: Bist du ein Deutscher?
Für dich spielt das ewige Leben ohnehin keine Rolle. Denn wenn du stirbst wirst du ja einfach zu Kompost. Ende, aus, finito. Das ganze Leben für die Katz. Du musst dich trotzdem nicht grämen: Ich bete für deine Seele, auf dass auch sie einst von den Toten wird auferstehen können. Und siehe, so selbstlos bin ich!

Atheist hat gesagt…

Yup, das "ewige Leben" gibt's nicht - noch nicht, auf jeden Fall. Darum hat das Leben hier für mich auch einen besonderen Wert und ist nicht bloss der Wartsaal für das, was nachher kommt.

Was wiederum der Grund ist, warum Atheismus eine lebensbejahende Weltsicht ist; im Gegensatz zu all den religiösen Todeskulten.

Was hat mein Deutschsein oder -nichtsein damit zu tun?

Orlando hat gesagt…

Weil du so komische Formulierungen benutzt.

Nein, im Gegenteil, das Leben hätte keinerlei Wert, wenn es mit dem Tode einfach vorbei wäre. Wenn nicht die Seele über die menschliche Hülle triumphieren und Unsterblichkeit erlangen wollte. Wenn der Tod diese Macht über uns hätte, hätte alles keinen Sinn. Durch seine Auferstehung hat Jesus eben gerade den Tod überwunden, das ist die Botschaft. Der Tod hat keine Macht mehr über uns, seine Macht ist gebrochen.

Statt dessen glaubst du und deinesgleichen an die Macht des Todes. Du glaubst an seine totale Allmacht, weil nach ihm nichts mehr kommt. Aus dem Nichts kommst du und gehst ins Nichts. Wie banal, nur eine biologische Hülle und ein paar Hirnfunktionen. Nicht mehr als eine Pflanze.

Nihilismus ist eine schlimme Krankheit, mein junger Freund. Man kann sie aber behandeln.

Am besten, du beginnst gleich nach deinem 18 Geburtstag damit, ja?

Atheist hat gesagt…

Was ist denn das für eine verquere Logik?

Wieso sollte ein Leben ohne magisches "Weiterleben nach dem Tod" keinen Sinn haben?
Und ich glaube doch nicht an "die Macht des Todes" - der Tod ist ein Teil des Lebens und unabdingbar, ohne ihn gäbe es auch kein Leben. "Er" ist keine "Macht" oder was auch immer.

Und wie gesagt: ich (und "meinesgleichen") habe nur dieses eine Leben, diese Einsicht schützt einem ziemlich gut vor Nihilismus. Im Gegensatz zu religiösen Eiferern, die hier nihilistisch wüten können, und danach gibt's im Jenseits 72 Weintrauben oder so.

Ehrlich, ihr Gläubigen und eure Geisterwelten, manchmal muss ich schon ein wenig lachen.

Atheist hat gesagt…

" Aus dem Nichts kommst du und gehst ins Nichts. Wie banal."

Was ist daran banal, bitte sehr? Ich bin "Sternenstaub" der für einen kurzen Moment Bewusstsein erlangt und sich selber erkennt! Das ist alles andere als banal!

Banal ist die Idee, das alles hier sei von einem grossen Modellbauer zusammengebastelt worden.

Orlando hat gesagt…

Ist dir der Ausdruck Seele geläufig. Glaubst du, du hast eine Seele?

Papst Johannes Paul nannte die Krankheit unserer Zeit die "Kultur des Todes" - die offenbar gänzlich aus tiefer Hoffnungslosigkeit geborene Uberzeugung, dass wir so etwas wie seelenfreie Bioroboter seien, die bei Ereichen des Verfallsdatums einfach im sprichwörtlichen Sinne den Geist aufgeben, Kompost werden, futsch gehen.
Es gibt ausser dieser unserer sterblichen Hülle nichts (nihil). Aus dieser seelen-losen Grundüberzeugung, dass es keine Hoffnung, keinen Gott, kein ewiges Leben gibt leiten sich sodann eine ganze Reihe von Irrtümern ab, eben zum Beispiel jener, dass Menschqualität erst vorliege, wenn das Baby ausgesondert und selber atme etc., dass man also zu jedem Zeitpunkt ein Kind abtreiben könne. Hier ist der Damm schon weit gerissen, das Leben hat keinen Wert und verdient auch keinen Schutz, und scon gar keinen absoluten. Von da ist es ein kleiner Schritt zu Massenmord oder Euthanasie, weil das menschliche Leben jederzeit durch den Tod beendet werden kann, dass also der Tod mächtiger ist als das Leben. Weil der kollektive Glaube dahingeht, dass die menschliche Seele nicht zu etwas Heiligem transzendieren kann (weil es nichts Heiliges geben darf!), sondern mit dem biologischen Zerfall sich einfach in Luft auflöst - der pure Materialismus.

Die Vernachlässigung der Quantität Seele im scheinbar so "aufgeklärten" Diskurs und ihre Verbannung in das Reich der Spiritualität und der Esoterik ist einer der folgenschwersten Irrtümer im Denken unserer Zeit. Mich stimmt allerdings munter, dass sich doch noch etwa 90 Prozent der Menschen auf unserem Planeten zu einem Gott bekennen, und an die Transzendenz ihrer Seelen glaubt, in welcher Form auch immer.

Es ist ja nett, dass wir besser verstehen, welche Chemikalien und biologischen Prozesse in unserer Körperhülle fliessen, wie sich unsere Art entwickelt haben soll, wie wir Bomben zünden können und wie wir uns die Erde noch effizienter untertan machen können. Aber unser kultischer Rationalismus scheitert schon, wenn wir Musik von Mozart hören, wenn wir uns verlieben oder wenn wir Gott erkennen.

Im Film "Contact" (USA, 1992) fragt die von Jody Foster gespielte Wissenschaftlerin einen Pfarrer, wie er denn zu beweisen gedenke, dass es einen Gott gebe. Er fragt sie: "Did you love your father?" (den sie als kleines Mädchen bei einem Unfall verloren hatte und als Waise aufwuchs). Sie sagt verdutzt "natürlich liebe ich meinen Vater". Dann sagt der Pfarrer: "Beweisen sie es".

Ich bin "Sternenstaub" der für einen kurzen Moment Bewusstsein erlangt und sich selber erkennt! Das ist alles andere als banal!

Bewusstsein! Erkenntnis!

Wir stehen auf den Schultern von Riesen, lieber Atheist. Ich rede nicht von 500 Jährchen Humanismus oder 200 Jährchen exklusiven Vernunftsglauben, diesen Kult des Rationalen, das doch nur Ausschnitte umfasst und niemals das Ganze. Ich rede von 2000 Jahren Christentum, von 5000 Jahren Judentum. Und wieviele Tausend jahre denken und erkennen Menschen in Indien, China? Wir sind (Achtung: Helvetismus) schon lustige junge Schnaufer :-)

Ich lächle ein mildes Lächeln.

Anonym hat gesagt…

fufi, ich sage ja Du bist ein sehr schlechter, vulgärer, Gastgeber ohne Stil. Jammerst über anonyme und bepostest Deinen eigenen Blog mit etwa einem Dutzend Nicks. Von den anderen Blogs wollen wir nicht mal anfangen, denn dort tauchen die gleichen Namen auch auf.

fufi hat gesagt…

@Anonym

Ums mit Herr Moers zu sagen:
Auch wenn du mein Gast bist,
so biste dennoch ein Riesenarschloch!

Carolina (die echte!) hat gesagt…

Hihi, fufi, gib es doch endlich zu: Du bist O, Tiger, Carolina, Gabi und sämtliche anonymen Tubelis in Personalunion - habe ich mir immer schon gedacht ;-) Aber da muss man/frau schon ein rechter Hilfssheriff sein, um das zu durchschauen. Respekt!

Orlando hat gesagt…

@Fufi: Neinnein, der mit "Beweisen sie mir Liebe" habe ich aus dem Film, "Contact", der sich bereits seit sieben Jahren als DVD in meinem Besitz befindet.

Jemand wie Atheist würde in diesem Film vermutlich bis zum Schluss einen Sci-Fi-Streifen identifizieren. Damit hat er ja nicht unrecht, aber die tiefere Wahrheit des Films liegt darn, dass die Reise ins All mithilfe der "ausserirdischen" Baupläne, eine Reise ins innere tiefe Selbst der Hauptfigur ist.
das einte ich vorgestern auch zu Tigri, der die Raumfahrt so glorifizierte (und hier wieder der Link zu gestern: nicht das "wie" ist interessant, sondern das "warum", nicht die Technik ist interessant, sndern der Zweck wozu sie verwendet wird, nicht die Erfassung objektiver Wissensbestände stellt das grosse menschliche Experiment dar, sindern das Erkennen von Sinn).

Dass wir Raketen auf den Mond geschossen haben, damit Menschen auf ihm wandeln, schmälert das die mythopoetische Bedeutung des Mondes, den Wölfe anheulen und Verliebte verzückt beglotzen?

Atheist hat gesagt…

Gibt es eine Seele? Kommt drauf an, wie man die definiert. Wenn sie darunter das "Ich" eines Menschen verstehen, seine "Persönlichkeit", so gibt es diese Seele ganz bestimmt. Sie ist allerdings eine komplexe Funktion unseres Körpers und nicht etwas davon Abgespaltenes, Eigenes. Und ja, sie entsteht mit der menschlichen Entwicklung und endet mit dem (Hirn-)Tod.
Wenn sie darunter aber so eine Art "göttlichen Lebensfunken" verstehen, so gibt es absolut keinen Hinweis auf so etwas – im Gegenteil.
(Wie könnte die "Seele" via Körper (Psychopharmaka, Drogen, Gehirnverletzungen etc.) beeinflusst und verändert werden, wenn sie eine vom Körper abgekoppelte Funktion wäre?)
Ich verstehe auch nicht so ganz, warum eine "Seele" als Funktion des Körpers irgendwie weniger wert sein soll als eine von einem Gott eingepflanzte. Wenn man sie als Produkt eines seit 3.5 Mia Jahren laufenden Prozesses begreift (oder, wenn man so will, eines seit 13 Mia Jahren laufenden Prozesses: Sternenstaub!), der immer komplexere Lebensformen hervorbrachte: für mich ist diese Vorstellung erhabener, ehrfurchtgebietender, als jede göttliche "Erklärung".
Genau so wenig kann ich nachvollziehen, warum "Ethik" und "Moral" sofort den Bach runtergehen sollen (Euthanasie! Massenmord!), wenn wir auf Religion verzichten. Im Gegenteil: Religionen waren, was "Ethik" und "Moral" angeht, schon immer ziemlich zweischneidig und haben durchaus ihren Anteil an Massenmorden auf dem Gewissen (was v.a. auch damit zu tun hat, dass man mit "heiligen Schriften" grundsätzlich alles und dessen Gegenteil begründen kann, aber dies nur nebenbei.) Nein, ich glaube nicht, dass Religionen einen Anspruch darauf haben, sich als Hüter von "Ethik" und "Moral" zu gebärden.
Mozart: nein, die Musik von Mozart ist kein Beweis für Gott, sie ist ein Beweis für das Genie Mozarts.
90%: Es gab auch eine Zeit, in dem 90% der Menschen an ein geozentrisches Weltbild glaubten.
Beweisen sie es: Abgesehen davon, dass die Existenz eines Gefühls und die Existenz einer übernatürlichen, allmächtigen Wesenheit nicht ganz dasselbe sind: ich kann Experimente durchführen (neurologische, psychologische) mit denen ich die Existenz von Gefühlen durchaus beweisen kann.
2000 Jahre Christentum/5000 Jahre Judentum: ich rede von einer 3.5 Mia Jahre langen Liste von Vorfahren, die nie abgerissen ist! 3.5 Mia Jahre!

Orlando hat gesagt…

In aller Kürze:

Schade, ich hätte mir mindestens die Lektüre der zu diesem Thema gehörigen Wikipedia-Einträge gewünscht. Sie haben sich derweil für die Aus-dem-Stegreif-Variante entschieden. Sozusagen aus der Hüfte geschossen.

1) Wenn die "Liste von Vorfahren" und ein "seit 3,5 Milliarden ablaufender Prozess" besteht, wieso ist dieser Prozess dann mit dem Homo Erectus, mit dem Erscheinen des Menschen einfach abgerissen? Wieso ist nach dem Menschen nichts weiteres mehr gekommen? Wueso sind keine "immer komplexeren Lebensformen" hinzugekommen?

2) Ihre verwendung des Begriffs "Seele" ist chaotisch und beliebig. Sie können Seele schlicht nicht von Psyche und Geist und Gefühl unterscheiden, richtig? Strenggenommen dürften sie gar nicht an die Seele glauben, da sie "nicht beweisbar" ist. Wer nicht sucht, der nichts findet. Wie ein verwöhnter Gast in einem Restaurant sitzen sie da und verlangen, dass man ihnen "Beweise" bringt. Nun, ich kann ihnen das Nachforschen und Erkennen nicht abnehmen, mein Freund. Suchen sie und sie werden finden!

3) Ethik und Moral (do you know the difference?): Der absolute Schutz des menschlichen Lebens wird relativiert, wenn ihm keine Heiligkeit mehr zukommt. Darauf wollte ich hinaus und das beweist die Geschichte der letzten 200 Jahre. In keinem Weltzeitalter wurden mehr Menschen von anderen Menschen getötet, als im 20. Jahrhundert. Tendenz zunehmend.

4) Das Genie Mozarts ist ein Beweis für Gott.

5) Liebe ist mehr als ein Gefühl. Ich gehe mit ihnen einig, dass man Gefühle biochemomotorisch und so nachweisen (und womöglich beeinflussen) kann. Psychologisch sowieso, aber das ist für sie bestimmt auch so ein spakulativ-esoterischer Wunderplunder, nicht? Sehen sie: Wo sie von Psychopharmaka reden, rede ich von Tiefenpsychologie.

Ansonsten sind ihre Gedanken bedenkenswert.

Atheist hat gesagt…

Auch nur kurz, da Arbeit ruft:

0) Es ist ja nicht so, dass ich mir über diese Dinge zum ersten Mal Gedanken mache (ich bin in einem katholischen Elternhaus aufgewachsen). Somit schiesse ich zwar aus der Hüfte, aber mit viel Übung - Doc Holliday of Atheism, sozusagen.

1) Der Prozess ist doch nicht abgerissen, wer sagt denn sowas? Der läuft natürlich nach wie vor - aber er ist halt auch langsam, vor allem bei einem Lebewesen wie dem Menschen mit einer so langen Generationsspanne. Bei Lebewesen mit kurzen Generationen ist die Evolution durchaus bei der Arbeit beobachtbar.

2) Ich habe zwei Definitionen von "Seele" gegeben - wenn die ihnen zu beliebig sind, so müssen sie mir schon mit ihrer eigenen Definition helfen.

3) Ja, ich kenne den Unterschied - er soll hier aber keine Rolle spielen, da es mir nur darum geht, ob "ethisches Handeln" (ganz allgemein) ohne Religionen möglich ist.

4) Das ist eine Behauptung, kein Beweis.

5) Was ist denn "Liebe"? Psychologie würde ich jetzt nicht allgemein als "Wunderplunder" bezeichnen, Tiefenpsychologie (Freud et al) allerdings schon.

6) Sieh an, sie sind ja tatsächlich zu einem Gedankenaustausch auf einem normalen Aggressionslevel fähig! Ich staune!

Atheist hat gesagt…

Falls es sie tatsächlich interessiert: hier ein kurzer Blick auf die Evolution des Menschen in den letzten 10'000 Jahren - es ist doch erstaunlich, wieviel sich in diesem relativ kurzen Zeitraum verändert hat.

Link

Orlando hat gesagt…

ad 6) Aggressionslevel? Meinen sie das hier: Und dann beginne ich auch gleich an Feen, Kobolde, fliegende Spaghettihaufen und klitzekleine Godzillas die in den Ärschen von Katholen hausen zu glauben (Atheist, 2. April 2013 12:32) oder den hier: Freysinger ist entweder dumm oder Nazi oder beides. Wie Orlando. (26. März 2013 20:41)

Hausen in den Ärschen ihrer werten Eltern demnach klitzekleine Kobolde?

Zum Rest später.

Atheist hat gesagt…

Ach kommen sie, tun sie jetzt nicht so, als wäre das alles vollkommen unprovoziert dahergekommen!

Man kann sich gegenseitig beschimpfen oder miteinander diskutieren - beides zusammen geht meiner Meinung nach nicht.

(Und, dies einfach zur Richtigstellung, in den Ärschen von Katholiken hausen klitzekleine Godzillas! Keine Kobolde!)

Orlando hat gesagt…

0) Passen sie beim Schiessen aus der Hüfte bloss auf, dass nicht gleich der vererbte Godzilla mit rausschiesst...

1) Nein, der Mensch ist die Krone der Schöpfung und unterscheidet sich von allen anderen Lebewesen in so hohem Masse, dass ziemlich uplausibel ist, dass die gepriesene Evolution nach ihm noch "komplexere Lebensformen" hervorbringt. (Oder, um es in ihrem Slang auszudrücken: "Es besteht überhaupt kein Hinweis, darauf, dass dies eintreffen könnte"). Die Art und Weise wie wir, die ER nach seinem Bilde schuf, dem Auftrag unseres Schöpfers nachkommen und sich die Erde untertan machen erleben gerade in unserem Zeitalter eine ungeheure Vervollkommnung - nicht nur ist der Mensch, wie noch nie in seiner Geschichte, technologisch in der Lage, alle 5 Milliarden Menschen (wenigstens theoretisch) zu ernähren - nein er ist auch in der Lage, sie alle auf einen Schlag zu vernichten. Wir leben daher in wahrhaft spannenden Zeiten, so als Gottesgeschöpfe!

2) Die Seele ist unsterblich.

3) Ich glaube nein. Nicht mal Kant glaubte, dass es ohne Gott geht.

5) Ich unterscheide zwischen Liebe und Verliebtsein. Das eine ist ein universales Prinzip und das andere ist eine hormonell-emotional-gefühlige Angelegenheit.

Zu Mozart: Man kann seine Musik analysieren, ihre Wirkungsweisen untersuchen, daraus Regeln und Gesetzmässigkeiten ableiten und womöglich ein Computerprogramm schaffen, das auch Musik schreibt. Man kann aber Genie nicht klonen, vervielfältigen oder kopieren. Viele andere wollten so komponieren wie Mozart - es gelang ihnen nicht. Man weiss eben nicht, wie dieses Genie zustandekommt, geschweige warum, und warum gerade bei diesem fehlerhaften, infantilen Menschen der nur 35 Jahre lebte. Dort müsste man ansetzen. Die eigene (oft unerklärliche) Ergriffenheit in der Kunst ist ein gutes Tor für die Sinnsuche auf anderen Gebieten. Erschütterung nur wer sie empfinden kann, wird auf die Suche gehen. Es ist daher kein Zufall, dass viele Menschen gerade nach einem harten Schicksalsschlag ihre Suche nach Gott beginnen. Wer jedoch im Schneckenhaus postmoderner Beliebigkeit und Genügsamkeit, oszillierend zwischen selbstreferentieller Diesseitsanbetung und materialistischer Oberflächlichkeit, steckenbleibt, def wird solcherlei Erfahrung nie teilhaftig werden. Er ist dann einfach in seinem Leben nie über den Zustand des Gerade-Eben-Noch, des Nur-Fast und des Es-Geht-Auch-So hinauskommen.

Das stelle ich mir reichlich langweilig vor.

ein Leser hat gesagt…

Das sind alles Annahmen, Orlando. Annahmen.

Atheist hat gesagt…

0) "Schiessen", Orlando, nicht verwechseln mit "Scheissen"!

1) Die "Krone der Schöpfung" (als Konzept grundsätzlich schon diskutabel, aber nehmen wir mal an, es sei so), ist ein Wanderpreis. Andere Spezies hatten die auch schon auf und auch wir werden sie wohl eines Tages weitergeben müssen.
Ausserdem ist die Dauer unserer Amtszeit mit sehr grosszügig gerechneten 2 Mio Jahren (homo habilis: etwa 1.40 gross, 40 kg schwer, Gehirnvolumen um den halben Liter – alles in allem noch ziemlich weit weg von der Krone) gegenüber der von z.B. Tyrannosauroidea (um die 100 Mio Jahre) bisher doch noch ziemlich kurz.
Und von wegen "…unterscheidet sich von allen anderen Lebewesen in so hohem Masse…": unser Erbgut unterscheidet sich von dem eines Schimpansen um etwa 2%.
Und dass "unser Schöpfer uns nach seinem Bilde schuf" dürfte ein vom Schwanz her aufgezäumtes Ross sein – wir schufen uns unsere Götter nach unserem Ebenbild.
(Abgesehen davon: was bedeutet denn dieses "Gott erschuf uns nach seinem Ebenbild"? Dass Gott ein gigantisches menschliches Wesen (ausgestattet mit Superkräften) ist?)

2) Naja, das hilft als Definition nun ja nicht wirklich weiter (und unterscheidet sich auch nicht wesentlich von meinem "göttlichen Lebensfunken"). Können sie mir wenigstens sagen, wie sich die Existenz dieser Seele bemerkbar macht? Gemäss ihnen hat sie ja nichts mit Psyche oder Geist zu tun.

3) Nicht, dass ich mich auch nur annähernd mit Kant messen möchte: aber es gibt durchaus eine ganze Reihe anderer kluger Köpfe, die Kritik an der "Kritik" üben. Ausserdem bin ich mir nicht so sicher, ob ein Kant mit dem heutigen Wissensstand nicht zu ganz anderen Schlüssen käme (seine Vorstellung von Raum und Zeit zumindest, wäre wohl eine andere).

4) Mozart: es hat auf allen Gebieten immer wieder Menschen gegeben, die Aussergewöhnliches geleistet haben, über aussergewöhnliche Fähigkeiten verfügten. Wie daraus eine Art Gottesbeweis gebastelt werden soll, das erschliesst sich mir nicht wirklich. Viel eher ist es ein Beleg dafür, dass geistige Gaben einer Normalverteilung unterliegen. Und Mozart et al (Beethoven, Bach, etc.) liegen oberhalb der 99. Perzentile.

5) "Liebe ist ein universales Prinzip" - was heisst das? Und wie geht diese Idee mit ihrer Vorstellung von Gott ("Und mein Gott ist ein strafendes, zürnendes und unergründliches Wesen.") zusammen? "Und willst du nicht mein Schäfchen sein, so schlag ich dir den Schädel ein"?

Langweilig? Zu verstehen, wie diese Welt funktioniert? Zu staunen, wie eine Handvoll (relativ) einfacher Prinzipien ein Universum unvorstellbarer Komplexität hervorgebracht hat? Langweilig? Aber ganz im Gegenteil! Es gibt nichts Spannenderes!

(Langweilig und sehr unbefriedigend erscheint mir doch eher die "Erklärung" Gott für Alles und Jedes – die erklärt nämlich genau nichts.)

Atheist hat gesagt…

Fufi: Kim Stanley Robinson - Mars Trilogie
Hard Sci-Fi, beschreibt die 200 Jahre umfassende Besiedlung und Terraformung des Marses. Sehr gut recherchiert - als "Kosmologe" dürfte dir das gefallen!

Orlando hat gesagt…

"was bedeutet denn...", "bin ich mir nicht so sicher, ob...", "Naja, das hilft mir als Definition nun ja nicht wirklich weiter...", "Können sie mir wenigstens sagen...", "das erschliesslt sich mir nicht wirklich..."

Also, abgesehen davon, dass ich noch nie im Leben aus der Hüfte geschissen habe bin ich nicht dazu da, dich wie einen obermühsamen Gast in meinem Restaurant zu bewirten, der grundsätzlich meckert und selbst an meinen schönsten Kreationen noch etwas auszusetzen findet. Oder dir die Welt zu erklären, wie einem Kinde. Zumal ich nicht damit rechnen kann, dass mein Service auch geschätzt wird. Aber egal.

Ich nehme mir die Zeit gern, als Lehrer quasi, sobald ich dazu komme. Aber solange du meine Fragen nicht bantwortest, ist es eben etwas einseitig finde ich. Glaubst du an den freien menschlchen Willen? Hat der Mensch einen freien Willen? Oder ist alles naturwissenschaftlich determniert, vom Sternenstaub bis zum physikalischen Gesetz? Frei nach Marx: es sind die (gesellschaftlichen) Verhältnisse, die das Denken des Menschen bestimmen, blablabla, et cetera?

"Und willst du nicht mein Schäfchen sein, so schlag ich dir den Schädel ein"

Heutzutage wird niemand gezwungen Katholik oder Mormone oder sonstwas zu sein. Das ist eine freie Entscheidung. In einem Club, der mir nicht passt, muss ich auch nicht Mitglied sein, oder?
Gott hat uns frei gemacht (...Link zu "nach seinem Bilde"...). Unsere Freiheit besteht darin, unser Leben so zu führen, wie wir wollen. Er hat aber gleichzeitig vorgegeben, wie zu leben wäre. Die Gebote und ihre Bekräftigung in Jesus Christus weisen den Weg zur Erlösung. Sonst hätte er uns ja einfach versklaven können und uns zwingen, nach seinem Gesetz zu leben. Der Weg zur Erlösung ist der schwierigste von allen, ich weiss. Nicht jeder packt das...

wie eine Handvoll (relativ) einfacher Prinzipien ein Universum unvorstellbarer Komplexität hervorgebracht hat

Ganz von selbst, oder wie? Ein perpetuum Mobile vn aus sich selbst neu entstehenden Lebens? Gibt es nicht wenigstens einen Schub, oder eine Richtung?

Atheist hat gesagt…

Schiessen/Scheissen - Na, weil der klitzekleine Godzilla doch im Arsch lebt, und sie mich davor warnten, den herauszuschiessen.

Ansonsten: Auch wenn sie selber ihre Kreationen als schön empfinden (sie wissen ja, Schönheit liegt vor allem im Auge des Betrachters) macht sie das ja nicht automatisch wahr, nicht?
Als Atheist bin ich mich eben nicht daran gewöhnt, Dinge unhinterfragt zu akzeptieren - sie verzeihen also hoffentlich, wenn ich ihre Glaubenssätze nicht als Tatsachen betrachte, sondern als mehr oder (eher) weniger gut fundierte Welterklärungsversuche, die vor allem mit Zirkelschlüssen "argumentieren".

Lassen wir doch den "freien Willen" mal noch beiseite, in unseren 5 Punkten ist nach wie vor genügend Diskussionsstoff enthalten.
Ich habe allerdings leicht den Eindruck, dass sie sich der Diskussion nicht weiter stellen wollen?

"Und willst du nicht mein Schäfchen sein, so schlag ich dir den Schädel ein"

Das bezog sich natürlich auf das Verhältnis ihres strafenden, zürnenden Gottes zu seinen Schäfchen bzw. Nicht-Schäfchen. Diese "Wer nicht mit mir ist, ist gegen mich"-Mentalität, der er anscheinend unterliegt. Die für mich mit dem "universalen Prinzip Liebe" (was immer das auch genau sein soll) nicht wirklich vereinbar scheint.

"Ein perpetuum Mobile von aus sich selbst neu entstehenden Lebens? Gibt es nicht wenigstens einen Schub, oder eine Richtung?"

Verstehen sie, wie Evolution funktioniert (und, dies nebenbei, wissen sie, was ein perpetuum mobile ist)? Wenn ich obiges lese, muss ich sehr daran zweifeln. Ich erklär's ihnen gerne, einfacher wär's aber, wenn sie sich selber schlau machen würden.

Btw: Ihr Restaurant? Mmh.

Orlando hat gesagt…

"Wehret den Anfängen!" - Ach, setzt selber einen brauchbaren!

(Botho Strauss, 1992)

Weisst du, mein kleiner nihilistischer Clown, wenn ich dich (und andere, frühere - und auch originellere - wie dich) nicht so genau kennen würde, würde ich darauf hereinfallen. Meinst du eigentlich ich bin so blöd, dir alle Weisheit pfannenfertig zu servieren, damit du bequem vom Sofa deiner selbstverschuldeten Unmündigkeit aus alles mit Hohn und Spott übergiessen und uninformierte und improvisierte Gegenfragen (und noch nicht mal die richtigen!) als "Argumente" verstanden wissen willst?

Man kann alles hinterfragen und grundsätzlich "kritisch" betrachten. Ein Kreis ist rund - "ist das wirklich so...?". Ein Tisch braucht mindestens drei Beine damit er steht - "kommt drauf an, was man als Beine bezeichnet". Eine Ehe besteht aus einem Mann und einer Frau - "diese 'Argumentation' überzeugt mich nicht". Etc.

Zum Glück postulierst du hier genug wirres Zeugs, das ich in genau gleicher Weise hinterfragen könnte. Mir genügt das aber nicht, verstehst du? Eine systematisierte Widerrede ist eben keine Gegenrede. Ein Dialog bestünde aber aus Rede und Gegenrede.

Ein Beispiel: Ich frage nach dem Prinzip Leben, nach einem Schub, nach einer Richtung. Und was bekomme ich als Antwort? Sieh selbst nach.

Das Werk des Teufels ist es ja, alles in kleinste Einzelheiten zu zerlegen, so dass man den Blick fürs Ganze verliert und sich in extremis noch um Begriffe und Wörter streitet.

Und lass doch man den "zürnenden, strafenden Gott" weg, das war ein augenzwinkerndes Schmankerl an den Fufi, der an einen Gott glaubt, der seit Jesu Tod in Pension ist und im Himmel Golf spielt und sich nicht weiter mehr ums Tagesgeschäft kümmert, weil wir ja alle seit ca. dem Jahr 36 n. Chr. erlöst sind. Eine Deistische Position. Aber um diese Zusammenhänge zu verstehen, braucht es eben etwas mehr als das Heimsofa, Wikipedia und die Chipstüte.

Und: ich weiss natürlich, wieso du dich so schwertust mit dem freien Willen. Die Frage ist offen genug formuliert, dass du tatsächlich etwas selber formulieren und postulieren müsstest (eine Haltung einnehmen), die ich dann - bequem aus der Hüfte von meinem Restaurantsofa aus - zerschiessen könnte, so wie du es stets tust. Das ist dir zuwider. Kann ich verstehen ;-)

Atheist hat gesagt…

Ok, sie sind also wieder beim Beschimpfen angelangt - bzw. dem alten Dorfpfarrer-Trick: "Hier Stimme heben, da Argument schwach."

Nicht, dass es mich überrascht hätte - aber im Moment hab' ich darauf keine Lust.

Einen kleinen Hinweis möchte ich ihnen allerdings noch mitgeben: Machen sie sich schlau über den Unterschied zwischen "Argument" und "Behauptung".

Ansonsten betrachte ich das Experiment "Ernsthafte Diskussion führen mit Orlando" als beendigt (und, leider, gescheitert).

Zumindest bis auf Weiteres.

Gehen sie mit Gott, aber gehen sie!

Atheist hat gesagt…

Nachtrag:

"Ein Beispiel: Ich frage nach dem Prinzip Leben, nach einem Schub, nach einer Richtung. Und was bekomme ich als Antwort? Sieh selbst nach."

Orlando, meinst du eigentlich ich bin so blöd, dir alle Weisheit pfannenfertig zu servieren, damit du bequem vom Sofa deiner selbstverschuldeten Unmündigkeit aus alles mit Hohn und Spott übergiessen und uninformierte und improvisierte Gegenfragen (und noch nicht mal die richtigen!) als "Argumente" verstanden wissen willst?

Orlando hat gesagt…

Wie erwartet: Die Diva ist empfindsam, dumm und faul.

Sorry, Kleiner, du musst dir einen anderen Leitstern suchen, den du als trostloser Satelit umkreisen kannst, weil er dich magnetisch anzieht.

Dieser Leitstern hat gewisse Ansprüche.

Atheist hat gesagt…

Sterne haben keine Satelliten, und Satelliten werden nicht magnetisch angezogen.

Sie sollten an ihren Metaphern arbeiten.

ein Leser hat gesagt…

Wenn ich das hier so lese, dann denke ich

...der Atheist ist ehrlich und gibt Zweifeln und Entwicklungen Raum.

...Orlando glaubt anscheinend an den christlichen Gott, lässt jedoch die Früchte seines christlichen Glaubens vermissen. Wenn schon, denn schon, und richtig, bitte.

Fazit: Ich höre viel lieber Leuten zu, die nicht alles behaupten zu wissen.


Viele Grüsse,
ein Leser

Anonym hat gesagt…
Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.
Orlando hat gesagt…

Dann könnt ihr Nerds euch ja gegenseitig mit dem Austausch von belanglosem Kleinzeugs und zusammengeklauten Bonmots langweilen. Da stehe ich ja niemandem im Wege. Möglicherweise reicht ja auch einfach das Volkshochschulwissen nicht ganz aus um selbständig einen Entwurf hinzubekommen. Man Bedarf der wärmenden Sonne um fluchtartig den kühlen Schatten zu suchen. Dann ist alles immer ein Gegen-Entwurf, ein Schattendasein, ein Anti-Etwas, ein A-Theismus. Man hat mal was gehört von der kritischen Methode und stellt sich nun (o wie mutig!) jenen entgegen, die etwas zu sagen haben. Kleine Geister, Nibelungenvolk. Nietzsches "letzte Menschen" in Reinkultur. Ha!

Wie bereits gesagt: Ich brauche eine Gegenrede, These-Antithese und kein nörgeliges Herumgeeiere und "das erschliesst sich mir nicht wirklich"-Unvermögen.
Etwa gleich sinnvoll ist es, einem Blinden das Sehen zu erklären. Oder noch schlimmer, einem, der sich auch dann noch weigert die Augen aufzumachen, wenn man durch einsein Augenlicht wiederhergestellt hat.
Die Wundertätigkeit und Heiligkeit der Muttergottes und der Bann in den sie die Menschen seit Jahrhunderten zu ziehen vermag ist nicht eine Frage von Simulacrum-Simulacren. Ein Künstler kann sein Kunstwerk auch nicht immer erklären wie ein Ikea-Möbel. Sonst ist es keine Kunst mehr - sondern eben ein Ikea-Möbel.

Lebst du schon oder wohnst du noch?

Atheist hat gesagt…

Katharina: ich glaube nicht, dass es nötig ist, Schrödinger oder Heisenberg zu bemühen, Orlando scheint bereits mit Newton ziemlich am Anschlag zu sein, bereits Einstein würde ihn komplett überfordern.

Atheist hat gesagt…

Fufi, die Einladung nehme ich gerne an und bin gespannt auf's Überraschungsei!

Und von wegen ART: wie gesagt, ich denke Orlando ist mit klassischer Mechanik schon genügend herausgefordert.

Orlando hat gesagt…

Sehen sie, blosses Namedropping. Nichts eigenes, nur Referieren auf Dinge, von denen man selber wenig bis gar nichts weiss. Couch potato!

Herrjeh! Ja, der Begriff Leitstern war falsch gewählt und Magnetismus/Gravitation war möglicherweise verwechselt, was weiss ich, das interessiert mich alles nicht so wahnsinnig. Einstein hat bekanntlich eine ganze Menge davon verstanden. Und Einstein glaubte an Gott!

Die Metapher wurde ja offenbar trotzdem verstanden ;-)

Irgendwie erinnert mich diese Situation an die kläffenden, jaulenden, knurrenden und winselnden Jornalisten, die Mörgeli, Freysinger und Blocher seit Jahren "kritisch" (und "Zweifeln und Entwicklungen Raum gebend", hahaha) ans Bein pinkeln und doch nichts erreichen.

Atheist hat gesagt…

Ich brauche eine Gegenrede, These-Antithese und kein nörgeliges Herumgeeiere

Mal ganz abgesehen davon, dass ihr gesamter Post von 17:42 nichts anderes ist als "nörgeliges Herumgeeiere" der allerhöchsten Güteklasse, ist die Aussage ganz einfach eine glatte Lüge.

90% der Dialoge, in die sie hier verwickelt sind, werden von ihrer Seite her mit argumentativ wenig bis gar nicht unterfütterten Behauptungen und ad hominem Attacken geführt. Erzählen sie doch nicht, sie seien an einer ernsthaften Diskussion interessiert.

Sie suchen einfach Streit.

Die paar Male, in denen ein Dialog mit ihnen wirklich interessant zu werden drohte (siehe Beispiel dieser Thread) und sie nicht mehr einfach haltlose Behauptungen hätten in den Raum stellen können bzw. hätten wirkliche Argumente dafür liefern müssen; in diesen paar Fällen haben sie die Diskussion jedesmal abgebrochen: mit Ignorieren relevanter Punkte, mit Ablenken zu völlig anderen Fragestellungen, mit Beleidigungen & Beschimpfungen, oder, ihrer bevorzugten Methode: mit allem zusammen.

(Sie sind nicht ganz der brilliante Rhetoriker, für den sie sich zu halten scheinen, das nur nebenbei. In jedem College Debattierclub würden sie mit Haut und Haar aufgefressen werden.)

Nun gut, wir sind wieder auf dem Niveau "ihr seid alles Idioten und Orlando ist der Leuchtturm des Wissens" angelangt - ich gebs zu, für einen kurzen Moment hätten sie mich fast gehabt, fast hätt' ich an einen echten Dialog zu glauben begonnen - wird mir nicht nochmals passieren.

Atheist hat gesagt…

Einstein war praktisch Atheist, du Depp!

Atheist hat gesagt…

Und Danke für den Post von 21:39. Als hätt's die Bestätigung noch gebraucht.

Orlando hat gesagt…

Ächz! Vielleicht habe ich einfach zu wenig Freizeitanteil in meinem Leben, um mich in eine Diskussion verwickeln zu lassen, wo der Gegenpart so gar nichts Eigenes bringt, nur auf Fremdes (unausgegoren Irgendwann-Gelesenes) referenziert und im Zweifelsfall einfach ein infantiles "das überzeugt mich nicht so" parat hat. Wie gesagt (und ich zweifle ja noch nicht mal daran, dass sie ein aufrichtiges Interesse an den Themen hier haben, oder in den letzten Tagen entwickelt haben): Es kann gut sein, dass man ein Leben lang von den Dummen und Faulen bewundert wird dafür, dass man mit einiger Konsequenz und systematisch eine Anti-(...)-Haltung einnimmt. Dabei liegt aber eine Verwechslung vor: Die Welt gehört den Starken, den Akteuren, den (im intellektuellen Sinne) Handelnden - und nicht jenen, die ohne Konzepte, Ideen und ohne Lebenssaft in sich herumlaufen und sich nur (wohl aus grünem Neid) an den anderen aufreizen - jenen, die eben etwas zu sagen haben und es auch laut und deutlich tun.

Ach wissen sie, seit Jahren höre ich immer wieder die Leier "man kann mit Orlando nicht diskutieren, er ist ein Grossmaul, ein Grobian, beleidigend und extrem" - und doch kommen sie alle zurück um sich aufzuregen oder dagegenzuhalten.

Ich bin ganz gewiss kein "Leuchtturm des Wissens". Aber ich denke in der Tat sehr viel nach und schreibe dann meine Gedanken hier nieder. Ich habe es aufgegeben, jemanden von meiner Sichtweise, von meinen Werten und von meinen Ansichten überzeugen zu wollen. Die sind für sich allein stark genug, die bedürfen keiner expliziten Zustimmung. Wenn also alle paar Wochen so ein A-Theist oder ein A-Orlando daherkommt und mir vorwirft, "argumentativ wenig bis gar nicht unterfütterte Behauptungen" abzugeben, dann lächle ich nur milde. Das hier ist, auf lange Sicht, ein Wettbewerb um geistiges Format, mein Freund. Und ich denke, sie stehen noch ganz am Anfang. Lassen wir doch einfach das stumm mitlesende Publikum entscheiden. Ganz so wie in einem Debattierclub ;-)

In diesem Sinne: Vielleicht werde ich mal noch dazu kommen, das unausgegorene Debattierzeugs, das sie geschrieben haben, unter die Lupe zu nehmen und freundlicherweise darauf zu antworten. Heute schien mir der Aufwand im Lichte ihrer Faulheit und Rüpelhaftigkeit einfach nicht angemessen.

Orlando hat gesagt…

I do not share the crusading spirit of the professional atheist whose fervor is mostly due to a painful act of liberation from the fetters of religious indoctrination received in youth. I prefer an attitude of humility corresponding to the weakness of our intellectual understanding of nature and of our own being.

I want to know how God created this world. I am not interested in this or that phenomenon, in the spectrum of this or that element. I want to know his thoughts. The rest are details.

What separates me from most so-called atheists is a feeling of utter humility toward the unattainable secrets of the harmony of the cosmos.


(Albert Einstein, div. Quellen)

Was für ein wohltuender Kontrast zum Gezeter unseres hauseigenen kleinen Atheisten! Einstein, wenn er von Gott spricht, sagt auch stets: "I do not believe...", "To me, the concept od God...", "in my opinion, the idea of God is a..." etc.
Dem Atheisten ist das natürlich zu schwach (der Agnostiker Einstein war ja auch nur "praktisch" ein Atheist). Atheist hingegen gibt vor, zu wissen, dass es das nicht gibt, durch dessen Verneinung er sich gerade definiert: Gott.

Gute Nacht, Logik.

Atheist hat gesagt…

"I do not believe in immortality of the individual, and I consider ethics to be an exclusively human concern with no superhuman authority behind it."
Albert Einstein, Brief an einen Pastor, 1953

"I cannot conceive of a God who rewards and punishes his creatures, or has a will of the type of which we are conscious in ourselves. An individual who should survive his physical death is also beyond my comprehension, nor do I wish it otherwise; such notions are for the fears or absurd egoism of feeble souls. Enough for me the mystery of the eternity of life, and the inkling of the marvellous structure of reality, together with the single-hearted endeavour to comprehend a portion, be it never so tiny, of the reason that manifests itself in nature."

Albert Einstein, The world as I see it

Atheist hat gesagt…

Und gleich nochmals, weil's so schön ist:

An individual who should survive his physical death is also beyond my comprehension [...]; such notions are for the fears or absurd egoism of feeble souls.

Einstein

Orlando hat gesagt…

Bezeichnend ist die Auslassung unseres kleinen Atheisten: An individual who should survive his physical death is also beyond my comprehension, nor do I wish it otherwise

Einstein hat sich schon abgesichert gegen Extremisten wie Herr Atheist :-D

Aber hören wir Albert Einstein doch noch ein wenig länger zu:

We should take care not to make the intellect our god; it has, of course, powerful muscles, but no personality.

Imagination is more important than knowledge.

The most beautiful thing we can experience is the mysterious. It is the source of all true art and science.


Und was hat der Herr Hawkings dazu zu sagen?

What I have done is to show that it is possible for the way the universe began to be determined by the laws of science. In that case, it would not be necessary to appeal to God to decide how the universe began. This doesn't prove that there is no God, only that God is not necessary.

STEPHEN HAWKING, Der Spiegel, 17. Oktober 1988

Orlando hat gesagt…

Hm, nein, den nehm ich zurück. "nor do I iit otherwise" soll wohl die etwas umständliche Übersetzung des deutschen "mag ich mir nicht denken" darstellen. Einstein lebte 1930, als er dies sagte, in Berlin.

Aber fällt ihnen auf, wie Einstein keinen einzigen apodiktischen Satz formuliert, wenn es um Gott geht? Wie er im Gegenteil von seinem persönlichen, bescheidenen Unvermögen spricht, wie er den Respekt wahrt? Wie er sich genau dem Totalitarismus der Ratio, der Wissenschaft(lichkeit) versagt indem er auf das Mystische hinweist?

Orlando hat gesagt…

Grmpf. Nor do I wish it otherwise sollte es heissen. Damn typos.

Orlando hat gesagt…

As I said before, the most beautiful and most profound religious emotion that we can experience is the sensation of the mystical. And this mysticality is the power of all true science.”

The finest emotion of which we are capable is the mystic emotion. Herein lies the germ of all art and all true science. Anyone to whom this feeling is alien, who is no longer capable of wonderment and lives in a state of fear is a dead man. To know that what is impenatrable for us really exists and manifests itself as the highest wisdom and the most radiant beauty, whose gross forms alone are intelligible to our poor faculties – this knowledge, this feeling … that is the core of the true religious sentiment. In this sense, and in this sense alone, I rank myself amoung profoundly religious men.


ALBERT EINSTEIN (1879-1955)

Atheist hat gesagt…

Nein, es ist die Übersetzung von "und ich halte es auch nicht für eine wünschenswerte Vorstellung" - schieben sie es bitte nicht Einstein in die Schuhe, wenn ihr Englisch zu schwach ist.

Und wenn sie nicht kapiert haben, dass Einsteins "Religiosität" mit ihrer grad mal gar keinen Berührungspunkt hat, dass sein "Göttliches" mit ihrem nur gerade den Namen gemeinsam hat, dass sie unmöglich Einstein oder Hawkings (ein bekennender Atheist, nota bene) als Zeugen für ihre Sache aufrufen können, dann ist ihnen wahrlich nicht zu helfen.

Dafür, dass sie "zu wenig Freizeitanteil" in ihrem Leben haben, um sich "in eine Diskussion verwickeln zu lassen, wo der Gegenpart so gar nichts Eigenes bringt" ereifern sie sich ob mir doch ziemlich intensiv.

Ich denke, von meiner Seite her ist damit eigentlich alles gesagt und ich lasse ihnen gerne das letzte Wort, dass sie sich wohl eh nicht werden verkneifen können.

Tschö!

Orlando hat gesagt…

Nee, ich ereifere mich ob ihrer Sturheit, Faulheit und dem Unvermögen, mir recht zu geben! Dabei habe ich heute nichts eigenes gebracht, nur Einstein zitiert. Wie sie auch.
Und weil sie dabei verloren haben (geben sie's zu!) und erschrocken sind, zotteln sie jetzt murmelnd und fluchend ab, beleidigte Leberwurst (das verstehen sie ja, als Deutscher).

Melden sie sich doch einfach dann wieder, wenn sie wiklich was Substanzielles zu sagen haben, ja?

Tschüss.

Orlando hat gesagt…

Geht das nur mir so, oder sind Blogspot die Bildli mit den Hausnummernschildern ausgegangen, die man als Sicherheitscode eingeben muss?

Wobei ich mich immer gefragt habe, wieso diese Amis so faul sind und nicht einfach schöne Namen für ihre vielen Strassen erfinden, sondern ihre langweiligen Washington/Roosevelt/Kennedy/Mickeymouse-Boulevards mit Hausnummern aufnummerieren, die in die Zehntausende gehen.

Viel gescheiter wäre doch, all jene jungen Männer mit einem Strassenabschnitt zu ehren, die am Hindukusch, in Vietnam, in Korea und im Irak ihr Blut für die Sicherheit und Freiheit der (ganzen!) westlichen Zivilisation hingegeben haben. DAS sind in jedem Fall grössere Helden als irgendwelche toten Präsidenten.

Anonym hat gesagt…
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Anonym hat gesagt…
Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.
Atheist hat gesagt…

Katharina: mit einer unglaublichen Arroganz zum Beispiel einem wahrhaft kreativen und devoten Menschen wie Albert Einstein gegenüber

Ich weiss nicht, wieviel sie über Einstein wissen - ich hab' relativ (haha) viel von und über ihn gelesen. Ein faszinierender Mensch. Und ich werde ihn dagegen verteidigen, von Orlando in Geiselhaft genommen zu werden.

Schauen wir uns Einsteins "Religiosität" doch mal genauer an (und ich schreibe "Religiosität" in Anführungszeichen, da wir später sehen werden, dass der Einsteinsche Religiositätsbegriff mit dem Orland'schen nichts, aber auch gar nichts gemein hat):

Einstein glaubte nicht an einen persönlichen Gott, im Gegenteil, er fand die Idee naiv und hielt mit dieser Meinung auch nicht zurück sondern äusserte sie bei verschiedenen Gelegenheiten:

"The idea of a personal God is quite alien to me and seems even naïve."

"I have repeatedly said that in my opinion the idea of a personal God is a childlike one."

"It seems to me that the idea of a personal God is an anthropological concept which I cannot take seriously. I feel also not able to imagine some will or goal outside the human sphere."

Ebenso absurd empfand er die Idee einer unsterblichen Seele:

"An individual who should survive his physical death is also beyond my comprehension, nor do I wish it otherwise; such notions are for the fears or absurd egoism of feeble souls."

Feeble souls!

Und nicht zuletzt: Einstein war strenger Determinist! Kein freier Wille! (Was übrigens die wahre Bedeutung des "Gott würfelt nicht"-Zitates ist, dass einem Christen so gerne präsentieren.)

Einstein war ein Fan von Spinoza. Kennen sie das Gottesbild Spinozas? Sehen sie da irgendeine Überschneidung mit Orlandos Gottesbild?

Nein, es ist ganz einfach eine absurde, arrogante Unverschämtheit, wenn Orlando Einstein zum Zeugen seiner Sache aufruft!

Und Hawking (so heisst der Mann) sagt nur, was jedem wissenschaftlich geschulten Menschen klar ist: dass sich die Nicht-Existenz von etwas ebenso nicht beweisen lässt, wie die Existenz. Was ich hier (klitzekleine Godzillas in Katholenärschen, remember) schon andauernd tue.

Nope, die Arroganz, Unflätigkeit und Dummheit liegt definitiv nicht auf meiner Seite - da verwahre ich mich dagegen!

Orlando hat gesagt…

@Katharina: Ein dodekaphonischer Kontrapunkt im harmonischen Weltgefüge ist eben manchmal durchaus vonnöten und gibt dem Grossen und Ganzen eine Schärfe und Würze.

Wow, Sukkurs von Katharina wäre so das letzte, was ich erwartet hätte. Sie bringt auch auf den Punkt, warum dieses Exemplar von störrischem, kleinlichem, humorlosem A-(...)*-ismus auf die Dauer nervt. es macht sich wer ganz einfach, hinzustehen und zu sagen: Ich bin anti. Das meinte ich auch mit dem Zitat von Botho Strauss.

Sein Umgang mit aus dem Internet zusammengesuchten Zitätchen von Einstein zeigt dies wieder eindrücklich. Er versteht ganz einfach nicht, was Einstein da sagt. Er hört auf zu Lesen und zu Denken, wenn er sieht "I do not believe in a personal God".
Ich habe den agnostischen Physiker ja nicht "als Zeuge für meine Sache" zitiert, sondern ihn ins Feld geführt um diesen kruden Atheismus, der hier vertreten wird, zu konterkarieren. Dass wir darüber streiten, welchem "Lager" Einstein zugehörig ist, hätte sich der Professor energisch verbeten.

Machen wir einen Test: Was ist denn ein "persönlicher Gott", Atheist? Bin gespannt auf ihre Ausführungen.
Und wie haben sie es denn so mit dem Determinismus/kein freier Wille? Hm?

Dass es da keinen Sinn macht, die Grundprinzipien einer Theologie mühsam zu erklären, liegt auf der Hand. Das habe ich hier schon zur Genüge getan. Versteht man das Ganze dann als eine Lebensaufgabe, als einen lifelong quest, dann ist es manchmal einfach auch vergebens, sich hier Schlagworte und unausgereifte Scheingewissheiten an den Kopf zu werfen. In gewisse Dinge muss man sich eben auch SELBER zuerst mal einlesen, man muss sie verstehen, bevor man sie entweder adaptiert oder kritisiert, mein Freund.
Und ausgerechnet unser kleiner Atheist erwähnt Spinoza! Nun denn: ignorantia non est argumentum - "(Theologische) Unwissenheit ist kein Argument". Und schon gar nicht gegen die Theologie, wäre anzufügen.

Danke, Katharina.

*beliebiges einsetzen, was der "Nazi" Orlando so vertritt

Atheist hat gesagt…

Eigentlich wollte ich ja ihre schrägen und intellektuell herausgeforderten Tiraden ignorieren, aber dieser Unfug hier ist doch zu hübsch, um ihn einfach unkommentiert vorübergehen zu lassen:

ignorantia non est argumentum - Sie haben keine Ahnung, in was für einem Zusammenhang Spinoza dieses Zitat zugeschrieben wird, stimmt's?
Ich helf' ihnen: Spinoza meint damit, dass Unwissenheit nicht als Beweis für die Existenz Gottes gelten kann.

Nur so apropos Zitate im Internet zusammensuchen, die man nicht versteht.

Und von Spinozas Weltbild wissen bzw. verstehen sie offenbar etwa so viel wie von dem Einsteins: Nichts.
(Oder "nihil", hihi.)

You feeble soul, you!

Orlando hat gesagt…

*facepalm* Der kapiert noch nicht mal die Kunst der Analogie. Also mit so einem eindimensionalen intellektuellen Anfänger lohnt sich das Gespräch wirklich nicht. Schade, eigentlich.

Anonym hat gesagt…
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Anonym hat gesagt…
Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.
Atheist hat gesagt…

Oh ja, Orlando, facepalm indeed!

Fangen sie mal an damit rauszufinden, was der Begriff "ignorantia" in Spinozas Zitat bedeutet, vielleicht finden sie dann sogar selber raus, warum sie das Zitat nicht einfach umkehren und für sich verwenden können.

(Viel wetten würd' ich darauf allerdings nicht. Auch, da sie Begriffe und deren Bedeutungen ja für nicht so interessant halten.)

Sie werden langsam anstrengend in ihrer dumpfen Starrköpfigkeit und ich belasse es bis auf Weiteres mit einem fröhlichen "Hasta la vista, baby!".

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