Sonntag, 7. April 2013

Diktatoren, Quotenfrauen und Mani Matter

Zunächst an C:
Habe den letzten Thread – infolge von du weißt schon weshalb – jedenfalls eigentastaturistig deletet, zugunsten von dem, was da kommen mag!
also denn: auf Los geht’s Los!


Koreanische Winterspiele


Im 2018 werden die Olympidiotischen Winterspiele in Korea ausgetragen.
In Südkorea, genauer gesagt, wenn’s denn das DANN noch gibt.
Und ganz präzise in Pyeongchang, wenn’s denn auch das DANN noch gibt.

Verwechselt DIESES Kaff aber bitte nicht mit Pjöngjang, was nämlich die Hauptstatt von NORD-Korea ist und offenbar schaurig traurig, dass die Winterspiele eben nicht in Pjöngjang sondern in Pyeongchang stattfinden sollen.
Drum haben sie in Pjöngjang ja scheint’s beschlossen, IHRE Winterspiele bereits im 2013 durchzuführen.

Und irgendwie machen sie das ja noch ganz gut, weil:
Ich meine, bei aller Spannung un dem damit verbundenen TV-induzierten Nervenkitzel:
So 150-kmh-Ski-Abfahrtsrennen und Suizidschlitteln im Eiskanal, also seien wir ehrlich SOWAS haben wir ja eigentlich gesehen, sozusagen.

Da lässt so ein kleiner Atomkrieg unseren Adrenalinspiegel doch auf ganz andere Höhen schnellen, nöd wahr, jedenfalls solange wir bloss am TV davon betroffen werden.
Und da nimmt der Great Dictätor ja auch das olümpische Motto so ernst wie seit langem Niemand mehr:

Mitmachen ist wichtiger als gewinnen!



Und auch die Frauen sollen mitmachen dürfen!


Und drum haben die Züricher Gemeinderätinnen mit untertänigster Hilfe ihrer maskulinen Verehren beschlossen, dass in der Stadtzüricher Verwaltung fortan mindesten 35% Frauen in Kaderpositionen gehieft werden müssen.

Also zunächst frag ich mich ja, wie das denn so rein mathematisch aufgehen soll?
Und dann frag ich mich weiter, WO denn „das Kader“ beginnt?
Und bei den schlechtbezahlten Jobs darf die Weiberquote auch weiterhin bei 99.99% liegen?
 


Und wie steht’s denn wenn, wie etwa bei „uns“, wo 66.666% des Obersten Kaders aus Frauen besteht? Müssen wir da eine entlassen?
Oder spielt’s keine Rolle, wenn Männli keine Chance haben, bloss weil sie eben was zuviel zwischen den Beinen haben – und eben drum KEINE Mämmeli sind?


Sind Frauen besser?


Ok, fufi kann DAS so direkt nicht beantworten.
Aber was er weiss:
Er hat sich damals, als er nach dem Studium arbeitslos war, drei mal als Schurni beworben, bei so einem Blatt der kantonalzüricherischen reformierten Kirche. 
Die Anforderungen waren stets dieselben, nämli theologische Ausbildung und schurnalistische Erfahrung.

Zugegeben: beim 1ten Mal hatte fufi noch keine schurnalistische Erfahrung.
Aber das hatte auch die Frau nicht, wo eingestellt wurde. Und die hatte auch keine theologische Bildung. Kein Wunder, dass sie nach 1 Jahr und gut 15'000 Fr. Ausbildungskosten gekündigt hat.

Beim 2ten Mal war fufi eine bekannte Schurni-Grösse in der kirchlichen Presse.
Und die Frau, wo eingestellt wurde war das nicht. Und die hatte auch keine theologische Bildung. Kein Wunder, dass sie nach 1 Jahr und gut 15'000 Fr. Ausbildungskosten gekündigt hat.

Und weil scheint’s aller guten Dinge 3 sein sollen:
Die Frau hatte weder schurni noch theologische Bildung. Kein Wunder, dass sie nach 1 Jahr und gut 15'000 Fr. Ausbildungskosten gekündigt hat.

Aber irgendwie hatten sie halt alle unten nichts wo fufi was hat und oben was wo fufi nichts hat.

Neinei, ich mein nicht ganz oben!



Quoten sind GEIL!


Weil die helfen ja, dass in einem Unternehmen sozusagen die ganze soziale Schichtung abgebildet wird, 1 zu 12 sozusagen. Und das Unternehmen sich dann so richtig sozial nennen darf, zumindest von oben gesehen. 
Also, ich hab da nachgedacht, und da sind mir noch einige Quoten in den Sinn gekommen, wo der sozialen Durchmischung und infolgedessen des sozialen Friedens zuliebe unbedingt und sofort durchgesetzt werden müssen:
Singleqoute, Verheiratetenqoute, Eltern- und Grosselternqoute, Altersquote, Homoquote, Heteroquote, Ch-Quote, Asländerinnenqoute, Afrikaner- und Asiatinnenquote, Urner-, Berner und andere Kantonalqouten. Raucher- und Nichtraucherinnenqouten, Muslim- oder Arierqouten?

Qoutenqouten !!!!!!!
e / 0 = 42/ei


Koreanische Winterspiele - reprise


Und wie alles, was eine grosse Show werden will, am Anfang muss, auch und gerade in Asien, ein Riesenfeuerwerk abgehen, mit Raketen und so.

Aber hoffentlich mag sich der Kim-Klein-Jung an seine Schulzeit erinnern, die in der Schweiz meine ich, und vielleicht hat er damals ja sogar DAS da gehört:
Mani Matter - s'Zündhölzli
http://www.youtube.com/watch?v=LcoPeeeIPc4



8.4., 18:15

Ok, die eiserne Lady ist tot.
NOCH schöner wär allerdings, wenn der Iron Cameron die sozialpolitische Iron Maiden wieder dorthin verstauen würde, wo sie hin gehört, in den dunkelsten Keller der europäischen Geschichte. Aber irgendwoher müssen die Reichen ja ihr Hundefutter kriegen, und woher denn, bittesehr, wenn nicht von den Armen?
Und weil der Iron Blockhead mit Europa ja glaub eh nichts zu tun haben will!!
http://www.tagesanzeiger.ch/ausland/europa/Das-hat-nicht-einmal-Thatcher-gewagt/story/29642105

8.4., 18:30

Und irgendwie, nun ja, aber unter IHRER Frauschaft haben ja die Tschütteler nicht mal einen Blumentopf gewonnen.
Weil, ich meine, sowas hätte ihre Untertanen denn doch schon mehr gefreut als die Sache mit den Falklandinseln.
Wissen die denn überhaupt, WO diese Inseln liegen, weil die Kanalinseln sind das sicher nicht!

Ach ja, und billiger wär's ja erst noch auch gewesen, mit dem Tschüttelen!

92 Kommentare:

Tiger hat gesagt…

Suizidschlitteln kenne ich... ich und ein Kollege, nachts, dunkel, stockbesoffen, auf einem kleinen Einerdavoser den Bachtel (oder war's das Hörnli? Das Rosinli war es jedenfalls nicht) hinunter, da hatten wir so den Eindruck, die Strasse gehe weiter gradaus, dabei ging es um eine Kurve nach links und gradaus war eine Kuhweide, was ja wenig problematisch gewesen wäre, wäre diese Weide nicht mit einem Stacheldraht umzäunt gewesen --- naja, wir bremsten ziemlich rasant, und zwar mit Hilfe des Stacheldrahts und des Gesichts meines Mitfahrers... die Narben sieht man wohl immer noch... Seine Blessuren zahlte die Unfallversicherung, meine neue Winterjacke ich selber...

Nachtschlitteln gehört zu den grösseren Norisknofun-Sportarten, die es hierzulande gibt.

Anonym hat gesagt…

Liebe Caro

Du wirst das hier am Ehesten lesen:

Gestern habe ich wirklich ständig an Dich denken müssen.

So vieles das wir ähnlich sahen, rund um beschwichtigendes Weggucken - und bei dem wir gar mit Sportpapi heftig über Kreuz lagen - ist mit so vielen guten, aber auch abschreckenden Beispielen angesprochen worden, in dem Buch, dass ich

- hoppla: jetzt ist auch noch die Thatcher grad gestorben. "I ll tramp the dirt down" fällt mir dazu nur von Elvis Costello ein - ...

Wow. Das bringt mich grad durcheinander, ist aber nicht minder britisch (und die Thatcher kommt auch über Gebühr drin vor).

Also: Ich bin gestern in Christopher Hitchens pre-mortaler Autobiografie (The Hitch) schliesslich zum Kapitel Salman Rushdie gelangt. Welche seltsamen, verstörenden und alle zuvor postulierten aufklärerischen Werte zertrammpelnden Meldungen dazu von einem Teil der Linken wie auch der Erzkonservativen zu hören waren, ist frappierend. Genau dieses Relativieren und Wägen wollen, von freier Rede einerseits und fanatischem Töten zur Unterdrückung derselben andererseits...

Bitte lies es. Aber im Original! Denn ich habe auch voller Neid an Dich gedacht: Auch wenn ich mir´s nicht zutraue, so was im Original zu lesen, so hab ein ganz gutes Gefühl dafür, was von Wortgewalt als auch von Doppeldeutigkeiten wohl alles bei der Übersetzung auf der Strecke bleiben muss.

Du wirst alle Annekdoten, zotigen Wortspielereien, aber auch chirurgisch präzise Definitionen im Original verstehen.

Tu Dir das bitte an; ich glaube kaum, dass Du das bereust!

Gruss aus W.
((der Unaussprechliche))

Tiger hat gesagt…

tsts, der macht auf charmant... sowas...

Anonym hat gesagt…

Hat mit Lesen und Beschäftigen zu tun.

Erwachsene (im eigentlichen Sinne des Wortes) und erarbeitete Meinungen und so...

Also nicht Ihr Ressort, alien.

Da kennen Sie sich sowieso nicht aus.

Tiger hat gesagt…

Beleidigen ist leider immer noch unwirksam bei mir. Hier bin ich noch nicht so Züricher geworden.

Anonym hat gesagt…

Sehr gut. Dann werden Sie´s als treffende Einschätzung akzeptieren können.

Sie wissen´s ja eigntlich selber, da bin ich mir recht sicher. (und sonst hätten Sie doch auch mal was mit etwas Substanz, jenseits der allzu plakativen pc-Schubladen, bringen können)

Tiger hat gesagt…

PC? Ich? Ich bin nur anständig. Von PC halte ich gar nichts.

Zum Mitschreiben: ich bin an stän dig (ich weiss, schwieriges Wort, aber Du schaffst es, das zu verstehen, ich weiss es). Aber Anstand ist natürlich ein obsoleter Modus. Normal ist für Dich a) Spott und b) Anbiederung.

Wenn das zu den Merkmalen des Erwachsenseins gehört, dann bin ich halt ein ewiger Kindskopf. So ein Pech aber auch.

Anonym hat gesagt…

Dagegen hat ja niemand was.

Einfach bitte die Kindereien (wozu übrigens auch allzu plakative Gewaltfantasien fürs infantile s/w-Raster gehören)lassen, wenn Erwachsene sich ernsthaft unterhalten, ja?!

;-)

C hat gesagt…

Gabi, da erwischst Du mich auf einem peinlichen Fuss. Ich glaube, ich habe damals in Vanity Fair die Vorabdrucke gelesen - wenn mich nicht alles täuscht. Bin ein langjähriger Fan von CrHi, nicht so sehr, weil ich alle seine Positionen teile/teilte, sondern weil ich ein ganz besonderes Interesse an Menschen habe, die im Laufe ihres Lebens ihre Haltungen markant ändern und dazu stehen! Er war absolut brutal und einschüchternd in seiner Art - aber Respekt hat er von allen gehabt.
Seit langer Zeit ist eines der Bücher, die bei mir stapelweise herumliegen, sein 'Mortality' und Hitch-22 liegt sicher auch noch irgendwo. Problem ist, mich musst Du nicht überzeugen - es gibt für mich kaum jemand Glaubwürdigeren als CrHi -, sondern diejenigen, die tatsächlich immer noch glauben, das wird schon irgendwie......
Aber ich versuch's, wenigstens das Salman-Rushdie-Chapter zu lesen. (Zuviel Bloggerei, das kommt davon ;-).

And to the Iron Lady I offer my deepest respect: I don't tend to have heroes but she is one! Was Löpfe drüben als 'Nachruf' geschrieben hat, ist uninformierter, aus dem Kontext gerissener, klassenkämpferischer bullshit.

Als kleiner Beleg dafür, wie 'weird and wonderful' CrHi AND MT waren:
http://www.youtube.com/watch?v=t6jGjYMMvXI

C hat gesagt…

Noch etwas und ich glaube, das schulde ich Tiger/alien seit einiger Zeit:
HIer sind viele Vorwürfe und Vorhaltungen an ihn gerichtet worden, u.a. auch von mir, die ich heute als falsch und tendenziös betrachte. Klar geht er mir mit seinen Bankster-Fantasien auch auf den Keks, aber dafür darf er mich dann mal wieder Her Ladyship with the big chip on her shoulder nennen. Also, Tiger, für irgendwelche Verdächtigungen entschuldige ich mich - und ich weiss natürlich, dass es zwischen Euch beiden keine grosse Liebesaffäre mehr geben wird, aber man könnte es ja theoretisch mal versuchen.........

Anonym hat gesagt…

Weiss ich doch, dass ich Dich nicht überzeugen muss.

Das ist es nicht.

Aber ich nehme echt an, dass das for a very british native speaker ein Erlebniss sein muss.

Und das Rushdie-Kapitel wird Dich nicht überzeugen (müssen), sondern hat einfach extrem treffende Formulierungen und Überlegungen drin. Hinweise, auf schier peinigende Widersprüche, in denen plötzlich das, was wir - jep, da nehm ich Dich rein - verteidigen zu müssen glauben, als Vorwand hinhalten muss, um genau das zu zerstören.

Wahnsinn, halt. Und erst noch gut geschrieben (grrrr... Ich wünschte, ich wär meinen britischen Wurzeln um eine Biligual-Möglichkeit näher gekommen).

;-)

Anonym hat gesagt…

hmm..., gibts was neues aus dem pjöngjang inn?

wenn nicht, dann halt: neies ausm wiener kaffeehaus...

g: des miesens lesen, caro, herzerl.
c: was denn, mein bester?
g: ah geh, dös buech vom "hitch".
c: für daumen hoch am strassenrand bin ich mittlerweile zu reif.
g: ah geh, caro, du doch net, herzerl!
c: da lacht das herz einer reifen vanity fair couch potato.
a: süssholzraspler, damischer.
g: koa süss/sauer-raster, alien!
a: gibt es auch jemand über den die oesterreicher unausprechliche witze machen können?
g: haider ist tot und jetzt au die maggie - boild gibts nur no feministinnen... und muslime.
c: das fegefeuer steht kurz vor der privatisierung.
g: tot oder im wiener exil. grösse hots schwer die tag.
a: ...oder fährt sich nachts besoffen in einer kurve tot.
g: jetz langt's dann. glei fahr i schlitten mit dir, alien.
a: das kann ich schon viel länger als du volldepp.
g: dös wor jetzt politisch total inkorrekt.
c: er ändert sich nie.
g: normalerweise mog i stur- und einfachheit.
c: hass ist nur die kehrseite der liebesmedaille.
a: ich hasse banker, numismatiker und gabi auch.
g. so is recht - sprechen's es ruhig aus...
c: morgen kauf ich noch eine weitere couch. soviel potentielle kundschaft hier.

auguste - gabi ist orlando mit dachschaden

C hat gesagt…

Ich werde es mir vornehmen, kann aber dauern. Du hast britische Wurzeln?

Fufi, ich habe, glaube ich, vor einiger Zeit mal von meinem Grossvater erzählt, der den winter of discontent (waren glaube ich zwei Winter...) hautnah und ohne Arbeit, weil zwangsausgeschlossen, miterlebt hat, obwohl er, ein einfacher Arbeiter, nichts, aber auch gar nichts mit dem Klassenkampf eines Arthur Scargills oder Neil Kinnocks anfangen konnte, wie Millionen anderer aber von den Gewerkschaften in Geiselhaft genommen worden war. Das war kurz, bevor er pensioniert wurde. Ich war ein Teenager, politisch interessiert, aber meinte, mich 'solidarisieren' zu müssen und fand MT so ziemlich das allerletzte. Unser Grossvater hat uns Kindern in vielem die Augen geöffnet. England war VOR Thatcher ein Land auf dem Boden, Labour war in einem grauenhaften Zustand, regierte nicht, sondern verwaltete the British Misery, die Entindustrialisierung, die alle heute so gern Thatcher vorwerfen, hatte längst begonnen. De facto Enteignungen durch die hohen Inflationsraten, sozialisierte Staatsbetriebe, Gewerkschaften ausser Rand und Band und soziale Unruhen von einer Art, wie wir sie uns kaum mehr vorstellen können, machten Thatcher überhaupt nur möglich. Für die plummy-voiced Tories, dieser league of gentlemen war sie eher peinlich und so mancher kam mit ihr überhaupt nicht zurecht. Aber sie hatte, zum ersten Mal, einen Gegenentwurf zur britischen Krankheit, der auch funktionierte. Mein Grossvater und seine Kollegen konnten irgendwann wieder in ihren Betrieb, haben wieder ihren vollen Lohn bekommen - aber vorher waren sie, die eigentlich Armen, von den Gewerkschaften als Rammbock missbraucht worden. Drum, fufi, reagiere ich ausgesprochen allergisch auf so dumpfe Artikel wie die von Löpfe heute im TA. Für meine Begriffe hat es etwas mit Volksverdummung zu tun, die gerade Medien gern betreiben, wenn sie immer und immer wieder mit den gleichen Schlagworten einen Eindruck manifestieren, der dann irgendwann zur Tatsache erhoben wird.

Gute Nacht.

C hat gesagt…

Ja, da schau her - seh grad, wer uns da mit seinem Besuch beehrt. Ich würde mal sagen, dass haben wir uns verdient ;-))

Anonym hat gesagt…

Jep; ich könnte einen britischen Pass besitzen, hätte ich zu Thatchers Zeiten einen bestellt.
Ich werfe ihr nicht vor, dass Sie die Macht der Gewerkschaften gebrochen hat. Das war überfällig um den bleiernen Stillstand zu überwinden, der sich seit dem Ende des Krieges wie Vulkanasche langsam auf der Wirtschaft zu einem undurchdringlichen Panzer verfestigt hatte.
Es war ihr Wille und ihre Dynamik. Akzeptiert.
Klug war sie dennoch nicht: Sie hat diesen ersten grossen Triumph dann einfach zum Selbstläufer werden lassen. Oder viel mehr zum eigenständigen Irrlicht. Irgendwann - und ich fürchte schon früh - war sie einfach nicht fähig sich vor zu stellen, dass Privatisierung an sich noch kein Allheilmittel für alles und jedes ist. Sondern, dass man sich erst mal vorstellen muss, bei was und wie feste.
Dass man sich nicht abfingerln kann, dass auch der „fittest“ unter den Bahnanbietern immer noch dieselbe Schiene benutzen muss, wie alle Anderen und dass man auf Geleisen nicht einfach überholen kann, scheint ihre Intelligenz überfordert zu haben. Dabei ist das 1 x 1.
Guck Dir die British Rail heute an. An die Wand gefahren im Mutterland der Eisenbahn. Gewinne privatisieren, Kosten verstaatlichen... Das Mantra der Totengräber Europas. Das Schienennetz ist - nach wieviel Unfällen durch Schlamperei in den 90ern? - nach wie vor nicht zum privatwirschaftlichen Renner geworden.
Ja; die Eiserne Lady hat die Macht der Gewerkschaften gebrochen, welche britischen Regierungen zuvor noch den Marsch blasen konnten. Doch was für einen noch viel allmächtigen Molloch hat sie dafür hinterlassen?
Heute zittert nicht nur die britische Regierung vor der wahren Macht, die das Parasitentum (Offshoreleaks zeugt bloss einmal mehr davon) zur höchsten Form der Wirtschaft erklärt und glauben machen will, dass der Tertiäre Wirtschaftssektor, die Dienstleisungsgesellschaft, als eine Art riesiges Perpetum Mobile bis in alle Ewigkeit Pyramiden- und Hüttchenspiele spielen könne. (während alle Skandale immer wieder beweisen, dass die „Boys in the city“ genau wissen, dass alles nur noch auf Lug und Trug aufbaut).
Für mich fällt die Bilanz der Iron Lady - erst Recht in der zerstörerischen Reichweite ihrer Folgen - heute vernichtend aus.
Die Macht der Gewerkschaften, die einst das Königreich lähmte, hat sie zwar gebrochen. Doch nur um dem Bankenkollos der Londoner City noch viel weit reichendere, zerstörerische und um ein Vielfaches parasitärere, die Gesellschaft aushöhlende und unbeschränkte Macht zu verleihen.

Diese Frau hat weit mehr als nur die Macht der Gewerkschaften gebrochen.

Anonym hat gesagt…

kleiner Nachtrag:

Natürlich muss ich dennoch anerkennen, dass ihr im Verbund mit dem Papst und Ronnie Reagan auch der Fall der Mauer zu verdanken ist. Und ich bin froh, dass sie dem Auftrag ihrer Verfassung nachkam und die Bürger ihres Landes vor dem Zugriff einer grausamen und verrückten Militärdiktatur - nichts anderes war die Falklandintervention - in Schutz nahm.
Sie war unschlagbar in ihrer Fähigkeit mit all ihrer persönlichen Rücksichtslosigkeit und Stärke GEGEN etwas zu sein.
Ich hab darüber hinaus dennoch nie glaubhaft ausmachen können, FÜR was sie kämpfen konnte.
Wie denn auch? - „there is no such a thing as society“! ... Als Führerin eines bedeutenden Landes ein verheerend querer Ansatz! Was gibt´s dann überhaupt an „Zusammenballungen“; das der Aufmerksamkeit bedarf? Parteitage. Arbeiterverbände offenbar nicht. Aber viele anonyme Kapitalgesellschaften.
Die Iron Lady hat die alte Industrie platt gemacht, aber nichts dafür entwickelt. Die alten Industriestädte wie Liverpool liegen darnieder, sie hat ihre Virilität pulverisiert.
Von was diese Städte prosperieren sollten, welche Güter in ihnen hergestellt werden könnten, welche Sektoren man mit welchen Investitionsanreizen tatsächlich staatlich fördern sollte, war Thatcher nie auch nur einen Gedanken wert. Ging sie doch nichts an!
Sie hat lohnende Dinge, durch einen geradezu abergläubischen Kult des freien Marktes, nur „ermöglicht“ (sprich: unkontrolliert wuchern lassen).
So eben auch den Bankenplatz London in seiner heutigen Ausprägung, der uns schmerzhaft lehrt, dass auch der hübscheste (oder eben auch nur der eitelste) Vertreter der „Dienstleistungsindustrie“ kein Ersatz für die Produktion echter, greifbarer und beständiger Werte sein kann... Sondern sie im schlimmsten Fall sogar aktiv verhindert.


C hat gesagt…

Gabi, MT war der exakte Gegenpol, der offensichtlich nötig war, um GB wieder 'great' zu machen. Dass sie dabei, in den Augen des Westens (übrigens nicht der Amerikaner) übertrieb und mit ihrem fast schon sentimentalen Patriotismus ihren unglaublichen Ehrgeiz und ihre Machtgelüste versuchte zu übertünchen, bestreite ich nicht. Mit einem Abstand von 20 Jahren ordnet sich manches neu. Thatcher hatte allerdings ein Land übernommen, das längst industriell zu einem Stillstand gekommen war - die grossen Industrien, Stahl, Kohle, Auto sind nach dem 2. Weltkrieg nie wieder gross geworden. Und wenn man fair ist, muss man eben auch sagen, dass die Nationalisierungen unter Labour pre-Thatcher nichts, aber auch gar nichts gelöst oder gebracht haben. Thatchers Gegenentwurf eines freien Marktes und Eigenverantwortung bzw dass Fleiss sich wieder lohnen muss war, im damaligen Kontext gesehen, absolut radikal. Er richtete sich natürlich vor allem an die damals noch existierenden middle classes, die tatsächlich in den ersten Jahren einen Aufschwung erlebten. Big Bang war eine konsequente (wenn auch nicht nachhaltige) Folge davon, staatliche Kontrollen soweit wie möglich abzuschaffen. (Ich finde es übrigens immer sehr amüsant, dass die Kritik an Big Bang gerne von manchen Kreisen in der Schweiz und Deutschland kommt - gerade die Schweiz wird und wurde ja, wie heute alle wissen, von Rest-Europa als Reichen- und Steuersünderparadies gesehen, in dem staatliche Kontrolle nichts zu suchen hat und das von vielen anderen Ländern als unmoralisch angesehene Bankgeheimnis immer noch verteidigt wird).
Thatcher ist in ihrer dritten Amtszeit für meine Begriffe grössenwahnsinnig geworden - das passiert häufiger, Kohl hat es mMn auch getroffen, daher halte ich zwei Amtszeiten für weise. Vor allem hat sie sich immer mehr von ihren Antipathien leiten lassen: die angebliche 'special relationship' mit den Amerikanern (von der man auch damals schon munkelte, dass sie auf äusserst tönernen Füssen stand), ihre altmodische Ablehnung (um es freundlich zu sagen) allen, was 'from the continent' kam und ihre geradezu phobische Ablehnung der dt Wiedervereinigung und natürlich der EU katapultierten sie ins Aus - obwohl in den USA ihre Rolle als Vermittlerin zwischen Ost und West bei der Beendigung des Kalten Krieges und vor allem der Unterstützung Gorbatchows gelobt wird.

Was von ihr bleibt? Gewisse Kreise in England tun sich durch 'Ding-Dong the witch is dead' Geschrei hervor - kann man so sehen. Ich halte ihre Politik heute noch für einen gültigen Gegenentwurf zu einem ausufernden Welfare State (der nach ihr sofort wieder aufgebrezelt wurde), in der mittlerweile die fünfte oder sechste Generation ganz selbstverständlich keine Schulbildung geniesst, weil ja die Familie immer schon off the state gelebt hat, in der vor lauter political correctness und Weichspülerei (MT hat nicht umsonst die zaudernden, ständig peinlich berührten Tory-Gentlemen alter Schule 'wets' genannt) gerade nach ihrer Zeit ganze Städte zu Immigranten-Ghettos wurden, die heute islamische/islamistische Parallelwelten beherbergen, gegen die die Politik völlig machtlos geworden ist.

Fazit: hätte es die verheerende dritte Amtszeit nicht gegeben, wäre das vielleicht die Chance gewesen, ihre Ideen in moderater und nicht mehr polarisierender Form auch in eine Zeit nach ihr einzubauen. So wird sie leider oft nur noch an dieser, das ist sicher so, verheerenden Amtszeit gemessen (übrigens noch eines: die Poll Tax, die immer wieder als ihr Downfall angeführt wird, wurde auch von ihren Nachfolgern immer beibehalten, Aufforderungen zur Abschaffung wurden ignoriert).

Und noch etwas und dann muss ich wirklich nach Hause: Wusstest Du, dass MT die Miterfinderin von Softeis war? Heute morgen im Radio gehört - must be true!

Schönen Tag!

Anonym hat gesagt…

Stimmt ja! Soft-Ice.

Hab ich so vor 10 Jahren mal irgendwo aufgeschnappt. Dabei sah sie mir weiss Gott nicht wie ein Schleckermäulchen aus.

Ich stimm Dir in Vielem zu. Und die Industrie lag tatsächlich am Boden, wie ich auch schon erwähnte. (was hat meine Grossmama in London die "tapfere Frau" für ihren Kampf gegen die Commies gepriesen!)

Bloss eben: Platt machen alleine hat doch nur dazu geführt, dass England heute nichts dergleichen mehr hat.

Der freie Markt alleine ist gar nix. Man muss den Staat auch zu einer aktiven Rollen einzusetzen wissen; Anreize schaffen... Die eben nicht nur Big Business zu Riesengewinnen stimulieren, sondern auch small Business; das Fundament der Gesellschaft, in die von kleinen Steuerzahlern eben mehr zurück fliesst, als von Off-Shore-Schwindlern grossen Zuschnitte.
...Zum Wohle der "society", welche der Krämertochter fatalerweise nicht bekannt zu sein schien.

Ich find, das Bild passt mir irgendwie: Kolonialwarengeschäft. Sollen doch alle Leute anderen Leuten einfach Waren verkaufen, die irgendwo fern von uns von irgendjemandem Billigen her gestellt werden... Dann ging´s uns doch allen gut!

Nein: ich finde nicht, dass die Intelligenz der guten Maggie mit ihrem Ehrgeiz und ihrem rücksichtslosen Durchsetzungswillen mitgehalten hat.

Anonym hat gesagt…

"gerade die Schweiz wird und wurde ja, wie heute alle wissen, von Rest-Europa als Reichen- und Steuersünderparadies gesehen, in dem staatliche Kontrolle nichts zu suchen hat und das von vielen anderen Ländern als unmoralisch angesehene Bankgeheimnis immer noch verteidigt wird"

Nun ja... Von genau der Art Menschen wie alien für mich einer ist: Judgement by image.

Bin hier auch schon in mancher Diskussion rund ums Thema gestanden, bei dem immer nur offensichtlich wurde, dass sich die Leute mit keinerlei Hintergrundinfos auf zu munitionieren glauben müssen. Da ist es dann schon sehr schräg, wenn ausgerechnet im Anschlussverdrängerland Österreich über die böse, böse Schweiz geklagt wird und die dann vollkommen überrascht sind, wenn man auf Dinge wie die Historikerkommission oder die Bemühungen rund um die nachrichtenlosen Vermögen verweist.

Aber eben: 2013 - das Image hält! (fast wie Drei-Wetter-Taft). Selbst während Österreich mit Klauen und Zähnen das eigne Bankgeheimnis auf eine Art verteidigt, welche sich die Schweiz nie trauen würde.

Aber wie auch immer (und von wo auch immer die Kritik komme): Es geht ja nicht einfach darum, der City etwas zu neiden, sondern ich behaupte, dass sich Grossbritanien mit dieser Zügellosigkeit nur selber ins Fleisch geschnitten hat.

Vielleicht sollten wir London als Schweizer höchstens noch dankbar sein, dass die uns rund um die angeblichen nachrichtenlosen Vermögen und den Vorwürfen rund um Geldwäsche, derart in die Schranken gewiesen haben, dass die Schweiz nicht derart absurd aufblähen konnte, wie es der berühmte Cityboy schon vor dem Kollaps aufzeigte.

"the city" (gutes Wort übrigens, für die Letzte, die in Grossbritanien in Wohlstand übrig blieb!) ist gleichsam Folge als auch Strafe für jene Politik, die MT verantwortete.

(und Dir natürlich auch einen schönen Tag)

Atheist hat gesagt…

Schon ihre Frisur wirkte ja jeweils so, als würde sie jeden Morgen erneut mit dem Soft-Ice Dispenser aufgetragen.

Ansonsten halte auch ich es mit dem bereits erwähnten Mr MacManus:
"When they finally put you in the ground
I'll stand on your grave and tramp the dirt down."

Atheist hat gesagt…

Haha, "Ding dong, the witch is dead" aus "Wizard of Oz" ist in den UK iTunes charts bereits auf Platz 10.

Tiger hat gesagt…

Also, ich lese Euer Zeugs schon noch heute Abend, aber im Moment bin ich wieder einmal futsch vom Zügeln, die dritte Zügelaktion in zwei Wochen war das... Jetzt sind meine ganzen Weinflaschen hier (etwa 40), die probier ich, und wenn sie noch gut sind, schenk ich sie der Lounge.

Aber es freut einem doch, dass ich nicht allen stets auf den Wecker gehe. Carolina, ich habe Deine Anerkennung mit Freude registriert. Und a geh in Wien woa I no net aba da muess I no moouchn gö.

Anonym hat gesagt…

Die Linke wird immer dreister, faschistischer, und geht inzwischen soweit, dass sie mit gefälschten Leaks Leute vorschnell an den Pranger stellt. Die Zeit ist reif für Gegensteuer und Gegenmassnahmen. Etwa indem die Journies entblösst werden.

C hat gesagt…

Letzter Anonym: Ich dachte, O ist in den Ferien?

Tiger: Melde Dich wieder, wenn Du alle 40 Flaschen probiert hast - offene nimmt die Lounge sowieso nicht.

Gabi: melde mich später - muss jetzt zum Schaffen (übrigens: mein Kind läuft am WE in Wien beim Marathon mit (halbe Strecke).......

Mit der sprichwörtlichen Fairness der Briten hat übrigens das Ding-Dong und auf ihrem Grab tanzen wollen nichts zu tun - viel mehr damit, dass da ein ganzer Haufen Idioten rumschreit.

Atheist hat gesagt…

Nun ja, Costello (und viele andere auch) wollte bereits in den 80ern den Dreck auf ihrem Grab so festtreten, auf dass sie sicher nicht wieder rauskommt - und jeden, der jetzt nicht auf "nichts Böses über die Toten" macht sondern nach wie vor zu seiner Meinung steht, als Idioten zu bezeichnen, dünkt mich dann auch etwas gar einfach.

On a sidenote: Sind nicht sie eine derjenigen, die sich jeweils gegen PC ins Zeug legt?

Tiger hat gesagt…

Ja, C, ich hasse sie nicht, aber ich hab mich immer vor ihr gefürchtet, und wenn ich so mitgekriegt habe, was sie alles gebosget hat, dann kann ich den Hass auf sie schon verstehen, Du nicht? Wie immer, man kann unterschiedlicher Meinung sein.

Die Apartheid hatte ja auch ihre guten Seiten, wie uns U. Schlüer in einem Vortrag in der Geographiestunde einmal, das muss 86 gewesen sein, auseinandersetzte. Oder war es im 85? Kann sein. Jedenfalls in grauer Vorzeit.

Bei MT kommt mir zuerst TINA in den Sinn. There is no alternative. Sehr dummer Spruch. Es gibt ja immer Alternativen.

Anonym hat gesagt…

Nein. Alternativen gibt es SELBSTVERSTÄNDLICH nicht immer.

Und zur Beendigung eines Plansozialismus ohne Plan, wie er nach dem 2.Wk in Grossbritannien auch von den Torries zu lange hingenommen wurde, gab es keine Alternative.

Bisschen schwanger gab´s da nicht mehr... Denn in jenen Zustand, in welchem das Land, und vor allem die Industrie, darnieder lag, hat sich ja genau aus diesem lauen laisser-faire, à la "wird dann schon irgendwie" (hihi... fast hätt ich im Gedenken an WS noch "im Sinne der Frauen" geschrieben), über zwei Jahrzehnte hinweg ergeben.

Dass dieser Zustand alternativlos beendet werden musste, seht ausser Frage.

Dennoch war es einfach nur dumm, mit den Gewerkschaften die veraltete Industrie auch noch gleich zu zerstören, aber nicht zu kapieren, dass all die kahlgeschlagenen Gegenden auch wieder (staatliche) Investitionen benötigt hätten, um auf die Beine zu kommen.

Dass es also nicht genügt, nur kapput zu machen, sondern dass auch wieder aufgebaut werden sollte und dass dazu staatliche Anreize und Vorgaben durchaus Sinn machen können und dies noch nicht mit - Gott-steh-uns-bei! - Kommunismus gleich zu setzen ist.

Dies ist mein schwerwiegendster Vorwurf gegen sie: M. Thatcher wusste nur GEGEN etwas zu sein. Gegen alle Dinge, die ein Krämerladen belasten würden. Gegen hohe Steuern, gegen staatliche Vorgaben, gegen Wellfare, die den Handlungsdruck der Arbeitslosen nur herab setzte, gegen Reglementierungen was wie wer zu verkaufen oder zu kaufen hatte.... Gegen, gegen, gegen alles, was den tertiären Wirtschaftssektor - sozusagen die Krone der ökonomischen Schöpfung - irgendwie einschränkte.

Aber dass sie nicht zu begreifen schien, dass die Gesellschaft alleine durch die Vorstellung, es mögen doch einfach alle nur noch im tertiären Wirtschaftssektor glücklich werden, nur dazu führt, dass auch das letzte Bare noch aus den darniederliegenden Gegenden rausgeholt und in jene fernen, fernen, Weltgegenden transferiert wird, wo Menschen noch reale Werte produzieren.
Weit, weit weg von England, aber über den grossen Themsen-Reibach mit mit dicken Provisionen durch die City abgeflossen und in der Weite der Welt versickert.

Auch wenn es zum Zerschlagen des vorigen Zustandes, sozusagen Plansozialismus ohne Plan, keine Alternativ mehr gab, so hätte unendlich viele Alternativen gegeben, wie das Land danach wieder aufgebaut hätte werden können.

Aber DAS war eben nicht so ihres. Ausser der Vorstellung einfach alles neoliberal zu entfesseln, ist ihr KEINE Alternative eingefallen.

Atheist hat gesagt…

"Ding Dong" nun auf Platz 2 - haha, diese Briten.

C hat gesagt…

Ich habe gestern abend spät noch etwas geschrieben, was wieder mal im Aether verschwunden ist, Herrgott. Habe wenig Zeit heute, deshalb mache ich es mir einfach und verweise auf einen Spon- und einen NYT-Artikel, die ich beide unterschreiben würde:

http://www.nytimes.com/2013/04/09/world/europe/former-prime-minister-margaret-thatcher-of-britain-has-died.html?_r=1&

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/margaret-thatchers-wirtschaftspolitik-a-893229.html

Atheist: es wäre un-PC, wenn ich es super fände, dass Leute auf MT's Grab rumtanzen? Einseitige Verdammung UND Verherrlichung von Margaret Thatcher beweisen beide doch nur, dass es sich jemand sehr einfach macht. Für mich ein Zeichen der Zeit - der Gegenpol ist die Verherrlichung und massenhysterische Trauer über eine Princess Diana oder einen Papst. Ja, das nenne ich primitiv. (Obwohl ich über Ding-Dong natürlich auch gegrinst habe....)

Und Gabi: ist alles verschütt gegangen, aber ich stimme mit Deiner Analyse der Finanzkrise überhaupt nicht überein - das ist alles sehr viel komplexer. Irgendwann setze ich mich hin und schreibe nochmal, sorry, aber nicht jetzt. Tschö.




Anonym hat gesagt…

Das tut mir leid... Wär wirklich gespannt gewesen. Insbesondere auf Deine Vorstellung, was uns in die Finanzkrise hinein versegglet hat.

Übrigens hat grad der von mir hochverehrte George Soros seinen Quali-Senf (okay; jedenfalls zur Eurokrise) dazu gegeben. Und der alte Kostolany hat´s sowieso schon vor der Einführung des Euros längst gewusst und bennant, dass sich die verschiedenen europäischen Geld-Mentalitäten keinesfalls einen Gefallen damit tun.

- Aber das geht die nicht Euroler auf der Insel eigentlich sowieso nicht ganz so direkt an; I know.
;-)

Tiger hat gesagt…

Bitte, Anonymus, benenne Dich doch irgendwie sinnvoll, will ya? Nicht, dass "Tiger" sonderlich viel aussagte, meine Stimme ist im Vergleich zu der des grandiosen Welshmans ziemlich kümmerlich, aber wenn Tiger dransteht, ist Tiger drin, und wo Anonym dransteht, kann alles drin sein.

Es ist auch für mich sehr wohl denkbar, dass es zur Beendigung des Wirtschaftssystems der Siebziger in UK keine wirkliche Alternative gab, die dieses System sinnvoll zukunftstauglich gemacht hätte. In der Ausführung der Schleifung des Sozialstaats (das ist jetzt sicher leicht exaggerated) hätte es aber natürlich sehr wohl Alternativen gegeben. Ich pflichte also zu und stimme bei.

Ein bisschen mehr Keynes und Krugman und ein bisschen weniger Friedman und Hayek. Aber das wäre sicher über den Horizont der guten Maggie hinaus gegangen.

Tiger hat gesagt…

Was ich gerade lese, ist, dass MT scheints auch die Liberalisierung der Telekommunikation initiiert hat in Europa, und da habe ich immerhin rund eine Million verdient (verteilt über viele Jahre natürlich, und gebraucht für meinen Lebensunterhalt, reich bin ich ja keineswegs).

Carolina hat gesagt…

Bin ich die einzige hier, der das passiert? Macht mich wahnsinnig! Nächster Versuch:

Ich bin kein Wirtschaftshistoriker, Gabi, aber soviel weiss ich: es ist ein ewiger Streit, ob Big Bang für die heutigen Zustände verantwortlich ist oder nicht. Thatcher war, im Rückblick, die einzige, der ich eine radikale Aenderung der damaligen Zustände zugetraut hätte - ihre weichgespülten Vorgänger und Nachfolger (wovon Tony-I-love-you-do-you-love-me-too-Blair ja derjenige war, der Thatcherite policies am innigsten umarmt hat) hatten viel zu viel Angst vor ihrer eigenen Courage - sie war weit und breit die einzige, der es egal war, was man von ihr dachte, die die Drecksarbeit machen konnte, weil sie so von sich selber überzeugt war und, wie einer ihrer Biografen meint, den toffeeheads in ihrer eigenen Partei, die ja meistens mindestens upper middle-class waren, zeigen musste, dass sie ihnen mindestens ebenbürtig war. Für die damalige Zeit war sie ein Segen. Dass sie keine crystal bowl hatte, bestreite ich nicht - überhaupt: kannst Du mir einen Politiker neueren Datums nennen, der soviel Weitsicht hatte, dass er heute noch bestehen könnte?

Ich bestreite ganz entschieden, dass Big Bang bzw MT für den Niedergang der britischen Industrie verantwortlich war. British Steel z.B. war ein Geldgrab, als MT antrat, als sie ging, schrieb es knapp schwarze Zahlen. Die Bude meines Grossvaters, eine nationale Druckerei, erholte sich unter Thatcher soweit, dass sie sogar private Pensionspläne und Sparpläne für die Belegschaft anbieten konnte. (Ist übrigens noch ein interessanter Aspekt: mein Grossvater war der grösste Patriot, den man sich denken kann - GB hatte ihn im Krieg aufgenommen, ihn gut behandelt und er konnte seine Familie ohne Angst unterhalten, als er den britischen Pass erhielt, war er ein glücklicher Mann. Aber was Labour mit seinem geliebten Land machte, war für ihn der reinste Horror, er schämte sich dafür, dass Arbeiter wie er von Gewerkschaften und angeblichen Arbeiterführern, die doch eigentlich seine natürlichen Freunde sein sollten, so ins Elend geritten worden waren. MT war ihm anfänglich ein Horror - diese Sprache, dieses women's institute Getue. Aber sie sprach eine ganz wichtige Sache in ihm an: sie versprach, sie würde Britain wieder gross machen und das war ihm und ich würde mal sagen, vielen anderen einfachen Leuten, extrem wichtig, sie wurde also auch von seinen Leuten gewählt).

Carolina hat gesagt…

(Sorry, ich rede zuviel und es wird ein Durcheinander): es gibt durchaus ernst zu nehmende Wirtschaftswissenschaftler, die die Abschaffung von Bretton Woods als ersten Sündenfall sehen. Big Bang deregulierte, d.h. es hob die Trennung zwischen Investment und Retailbanking auf, es regulierte aber auch neu: z.B. wurde das old boys network (das immer weiter hinter andere Finanzplätze zurückfiel) zum ersten Mal mit Regeln bzgl Bilanzierungsrichtlinien, Offenlegungspflichten, private trading, front running und insider dealing konfrontiert. Und es öffnete die alten Strukturen einem internationalen Markt (der alteingesessene Broker, bei dem ich arbeitete, um mein Studium zu finanzieren, wurde innerhalb eines Jahres sang- und klanglos von einer CH-Bank übernommen).
In den Jahren darauf erlebte GB einen ungeheuren Aufschwung, der neue Reichtum und die Wettbewerbsfähigkeit der City bewirkten ein wahres Wirtschaftswunder. Ich bestreite überhaupt nicht, dass es aufgrund dieser Liberalisierung Exzesse gegeben hat, aber ich ärgere mich, dass die Exzesse der City pre Big Bang selten thematisiert werden.
Dann gibt es noch die Deregulierung der Banken kurz vor der 2009 Krise, die Gordon Brown empfahl - für viele ist die Tatsache, dass die nach Thatcher folgenden Regierungen trotz ständiger Missfallensäusserungen keine wirksame Regulierungen zustandebrachten (die FSA war von Anfang an ein Witz), mit ein Grund für die Krise (Herr Steinbrück machte übrigens dasselbe in De - warum ihn dafür heute keiner steinigt, ist mir einigermassen schleierhaft).

Gabi, kannst Du Dich an eine Diskussion mit einer gewissen Amanda erinnern, weiss nicht mehr wann? Sie hat für mich sehr klar ausgedrückt, dass es keine einzige Wurzel allen Uebels gibt, sondern dass wir alle mitverantwortlich sind - auch mit unseren kleinen Sparkonten, Pensionskassen, der Gier, mit der wir die Mär von immer höheren Renditen geglaubt haben. Die wirkliche Geissel unserer Zeit
und das ging bereits vor Big Bang los, ist die immer mehr zunehmende Staatsverschuldung der westlichen Länder inkl. USA, dieser Versuch darüber hinwegzutäuschen, dass wir seit Jahrzehnten über unsere Verhältnisse leben. Die jetzige, seit 2009 anhaltende Krise, ist für meine Begriffe 'nur' ein Symptom der Krankheit, dass der Westen seit langer Zeit über seine Verhältnisse lebt und längst nicht so wohlhabend ist, wie er seinen Bürgern weismachen will.

Orlando hat gesagt…

@C. Ich BIN in den Ferien (soe wissen schon, Sonne, Strand, Drinks, BBQ usw.). Von mir hoert man fruehestens uebernaechstes WE wieder. Das sollte die Unterscheidung von mir und Anfaenger-Anonyms erleichtern...

;-)

Anonym hat gesagt…

Ja, weiss, was Du meinst. Und glaube übrigens, wir sind gar nicht so weit voneinander weg.

Ihre - extrem wichtigen - Anfangserfolge gegen die Gewerkschaften bestreite ich doch nie. Und es war überfällig, weil sich alle nur davor gedrückt haben und voller Schiss auf die Umfragewerte schielten.

Aber guck mal den Satz hier von Dir an:

"...für viele ist die Tatsache, dass die nach Thatcher folgenden Regierungen trotz ständiger Missfallensäusserungen keine wirksame Regulierungen zustandebrachten (die FSA war von Anfang an ein Witz), mit ein Grund für die Krise "

Ist wie bei rechts - links in der Politik: Je älter ich werde, desto eher schliessen sich die beiden Enden am Schlus wieder zu einem Kreis.

So offenbar auch in der Wirtschaft: Ja. Keine der nachfolgenden Regierungen hat sich getraut die (Fehl)Entwicklungen von Thatcher rückgängig zu machen. Genau gleich, wie alle Regierungen VOR ihr. Alle die Hosen voll und keinen Mumm zu kämpfen.

Weil... Gegen die Gewerkschaften kommt man sowieso nicht an. Hörst Du den ähnlichen Klang, wenn nach Thatcher erklärt wurde, wieso man gegen die city sowieso keine Chance habe?

Auch wenn ich all die sinnvollen ersten Kämpfe von ihr anerkenne, so kann ich dennoch nicht die Augen davor verschliessen, dass sie ausser dem Zerschlagen der Gewerksschaftsmacht und einem geradezu abergläubischen Marktfanatismus nichts, aber auch gar nichts an Visionen auf den Weg brachte, wie in den von ihr geplätteten Regionen neues Leben entstehen sollte.

Überschuldung, unsere persönliche Gier, etc.: Okay. Nicht gut. Doch die Schere finde ich noch viel, viel schlimmer... Und alle Vergleiche, mit demokratischen Ländern, in welchen die Schwere bewusst - staatlich gelenkt - klein gehalten wird, spricht Bände.

Vielleicht hat der Staat nicht einfach nur seinen Bürger (also allen) was vor gemacht: Dadurch, dass in der Krise doch wieder nur die Masse geschröpft, der obere Teil der Schere selber jedoch nicht angetastet wird, ist doch eine ganz besondere Art des (nachträglich) darüber hinweg Täuschens: Vermittelt wird dadurch doch vor allem, dass einfach die Masse über ihren Verhältnissen gelebt hat. "Alle" bis hin zu den "working poor". Aber keinesfalls jene Gruppe, die keine 10% der Bevölkerung ausmacht, aber weit über 50% des Reichtums hortet.

Äh... Waischwasimain?

Hihi... Komm mir nicht mit Armanda! Das bin doch angeblich sowieso ich. Die war doch beim ersten grossen Brusttrommeln von mila, nach den von WS erwarteten Bionic Hobbit-Offenbarungen plötzlich vor Ort, als mila da unvermittelt auch in den grossen, fantastischen Unterstellungschor einsetzte. Amanda (oder Armanda?) ist mila dann, nach meinen ersten, mühsamen, "Bsp. bitte!"-Schlaufen aus dem Nichts angefahren, sie solle doch nun einfach mal was Konretes bringen und antworten, anstatt immer nur weiter und schräger zu schwurbeln, worauf als einzige Entgegnung nur kommen konnte, dass das sicherlich bloss eine Sockenpuppe von mir sei.

:-)

PS: Ja; ich weiss, was Du meinst, wenn plötzlich
alle Geschriebene verschwunden ist, weil man irgendwie auf die Seite, an einen falschen Ort geklickt hat (ist das nur bei Mac?)

((der nur von Caro Aussprechliche))

Atheist hat gesagt…

Es ist vollbracht! "Ding Dong" auf Platz 1!

Ding Dong! The Witch is dead. Which old Witch? The Wicked Witch!
Ding Dong! The Wicked Witch is dead.
Wake up - sleepy head, rub your eyes, get out of bed.
Wake up, the Wicked Witch is dead. She's gone where the goblins go,
Below - below - below. Yo-ho, let's open up and sing and ring the bells out.
Ding Dong' the merry-oh, sing it high, sing it low.
Let them know
The Wicked Witch is dead!

Anonym hat gesagt…

Atheist zu sein ist sicherlich beruhigend, wenn man mit Freude und Einsatz über frisch Verstorbne höhnt...
;-)

((der Unaussprechliche))

Atheist hat gesagt…

Ach, jetzt kommen wieder die PC Vertreter hervorgekrochen. Über Tote nicht nur Gutes zu sagen - das tut "man" doch einfach nicht! "Empör*
;-)

Warum "der Unaussprechliche"?

Atheist hat gesagt…

Das habe ich eh noch nie verstanden: warum Leute, die zu Lebzeiten Arschlöcher und Kotzbrocken waren, kaum sind sie tot, schwuppdiwupp, auf automagische Weise irgendwie zu Zierden der Spezies mutieren.

Wenn man Maggie bereits zu Lebzeiten verabscheute, warum soll man sich über ihren Abgang nicht freuen dürfen? Lange genug musste man ja warten.

Atheist hat gesagt…

Osama bin Laden, leider viel zu früh von uns gegangen wordener Terrorfürst und Städteplaner, dessen radikal-ästhetische Eingriffe in die New Yorker Skyline erst nach seinem Ableben wirklich wertgeschätzt wurden.

Anonym hat gesagt…


Der "Unaussprechliche", weil hier mit meinem ersten Erscheinen schon Unmengen von Jauche über mir ausgeleert wurden (auch der "Gastgeber" hat sich damals eher damit, denn mit Ruhm bekleckert), anhand von "Tatsachen" über mich, die mich noch heute staunen lassen. Hat sich dann hochgeschaukelt, bis diejenigen, die sich ganz besonders für das Wahre und Gute einsetzen, sich sogar noch in ziemlich obszöne und negrophile Phantasien rein steigerten, um zu umschreiben, was ICH wohl für einer sein müsse... Rohrschachtest-Aficionados halt. Und natürlich keinesfalls Schubladisierer.

Da dachte ich mir, wenn alleine mein Erscheinen hier schon derartige Pein bereitet, wollte ich die Leidenden nicht noch mit meinem Namen quälen.

Aber natürlich gibt´s auch Andere. Und die dürfen mich gerne bei meinem Namen nennen (und tun das wie Caro auch).

:-)

- Also hören Sie mal: Ich bin, wie nachlesbar,ja wirklich auch kein Thatcher-Bejubler. Aber ein Grundrespekt hat auch sie verdient.
Echte Leichenschändung bedarf stets erst einmal der Grenzüberschreitung in Worten (gäll, Guschi!?). Dessen sollte man sich einfach bewusst sein... Grad wenn man sich moralisch überlegen glauben will.

Und mir scheint, dass tun wir zwei gegenüber der ollen Maggie ja, oder?"

Atheist hat gesagt…

"Aber ein Grundrespekt hat auch sie verdient."

Da bin ich eben klar anderer Meinung. Sie war nun auch nicht jemand, der mit einer guten Portion Grundrespekt gegenüber anderen Meinungen ausgestattet war (was ja nicht zuletzt einer der Gründe ist, warum ihr Fandom sie so liebt) - insofern sehe ich keine Veranlassung, ihr solchen entgegen zu bringen.

Noch so ein Vorteil des Atheistentums: ich muss nicht die andere Wange hinhalten.

;-)

Atheist hat gesagt…

Was muss man sich denn unter "negrophilen Phantasien" vorstellen? Oder ist's ein Tippfehler und sollte "nekrophil" heissen?

(Womit wir dann wenigstens den Kreis zum Leichenschänden geschlossen hätten.)

Anonym hat gesagt…

Ja: natürlich nekro.

Ich habe hier im Forum von Guschti erfahren, dass es mir gewiss eine Freude sein müsse, in Kellern über geschändeten Frauenleichen zu onanieren. Der selbsternannte Troll-Jäger hat sich dabei in seinen Fantasien verloren und an lüsternen Details geweidet... Aber natürlich NUR, um zu verdeutlichen, was ICH wohl für einer sei.

:-)

Ich sag ja: Rohrschachtest-Aficionados allenthalben.

Dennoch: Wir haben das Heu nicht auf derselben Bühne, Atheist. Auch wenn Maggie noch leben würde und eine aktive politische Rolle inne hätte, ist ein plumpes Herabwürdigen - ohne dass die Frau einem persönlich einen beleidigenden Anlass dazu gäbe - nur kontraproduktiv. Argumente wiegen mehr.

(und übrigens: Es ist bloss eine Untergruppe der Theisten, welche "die andere Wange hin halten" predigt)

Atheist hat gesagt…

"Die Frau" ist ein neoliberales Poster-Girls, ein Symbol.
Und sie jetzt zu Veräppeln macht ja ihr kaum mehr was aus sondern hat das Ziel ihren Fanclub zu ärgern. Durchaus ein legitimes Unterfangen.

Versuchen sie hier mal mit dem lokalen Clown zu diskutieren und denken sie dann nochmals über "Argumente wiegen mehr." nach. ;-)

Was war das mit dem Heu? Hab' ich sie irgendwo gegen ihren Willen in meine Weltsicht integriert? Nichts läge mir ferner.

Jaja, natürlich gilt die Wange nur für die in unseren Breitengraden am weitesten verbreitete Sekte - geschenkt!

Atheist hat gesagt…

Und einen 60 Jahre alten Song auf Platz 1 der Charts zu hieven würde ich jetzt doch nicht als "plumpes Herabwürdigen" bezeichnen - das ist eine ziemlich kreative und lustige Art des Beleidgens. Finde ich.

Anonym hat gesagt…

Es gibt sicher Schlimmeres.

Aber auch Klügeres.

Sie sagen es selbst ja sehr treffen: Fanclub ärgern wollen.

Ja. Auf diesem Fussballclubanhänger-Niveau spielt sich´s ab. Genau das meine ich.

Gewiss nichts, was dazu beiträgt, das Sinnvolle vom Dummen auseinander zu klamüseln... Um ähnliche Fehler in Zukunft vermeiden zu können!

Denn ins Detail braucht ja sowieso niemand zu gehen: Hauptsache wir provozieren den gegnerischen Club lauter!

Atheist hat gesagt…

Ach kommen sie - haben Sie je Meinungs-Blogs erlebt, wo (ausser in Ausnahmefällen) je wirklich konstruktive Diskussionen zwischen "verfeindeten" Lagern stattfanden?

Es endet immer in "Hauptsache wir provozieren den gegnerischen Club lauter!"

Atheist hat gesagt…

Denn wer äussert sich in diesen Blogs (und ich nehme mich da ganz explizit nicht aus)?

Leute, die sich ihre Meinung bereits gemacht haben und sich im Besitze "der Wahrheit" wähnen. Und gestritten wird dann nach der Bush Doktrin: entweder du bist für mich, oder gegen mich.

Anonym hat gesagt…

Es ist tragisch, scheint aber - und ich hab zuvor (vorm MB jetzt) gar keine Blogs gekannt - tatsächlich so zu sein.

Nein... Ich hab allen Ernstes gedacht, könnte ein interessantes Austauschforum sein. Und ich darf immerhin behaupten, dass ich bei ein, zwei interessanten Themen tatsächlich meine Meinung geändert habe oder zumindest in meiner vorherigen Meinung verunsichert wurde. - Was ich als bereichernd empfand!

Allerdings natürlich niemals von den beschränkten Krakeelern, sondern - eben - von jenen, die echte Freude am Austausch hatten und diesen ganz offensichtlich auch nicht fürchten müssen.

Weil Sie über Argumente verfügen. Was sie von kreischenden Phrasendreschern, deren einzige Flucht stets ins Schimpfen, Diffamieren und Unterstellen kippen muss, natürlich essentiell unterscheidet.

Aber dass ich zu unfreif und stolz bin, solchen allzu doofen Provokationen wortlos aus zu weichen, dafür bin ich selbst verantwortlich.

Trotz dieser Streitlust: Eigentlich find ich einen bereichernden Austausch besser... Und wen mich jemand mit bisher von mir nicht Bedachtem um zu stimmen vermag, so erlebe ich das keineswegs als Niederlage, sondern als Bereicherung... Was Phraseologie-Junkies qua Definition ja schon schlecht möglich ist.

Atheist hat gesagt…

Das sehe ich nicht viel anders: Ein gepflegtes Streitgespräch mit Argumenten anstelle von Lautstärke und Beschimpfungen ist auf jeden Fall gewinnbringender. Allerdings genügt eben bereits ein Krakeeler, der möglichst noch persönlich wird, um die ganze Sache zu kippen - und meist hat's ja nicht nur einen davon.

Sich mit denen zu balgen, das ist dann natürlich nur noch pures Entertainment - auch nicht ganz reizlos, wenn man's mag (ich steh' da auch nicht drüber).

Mit einem gegenseitig befruchtenden Meinungsaustausch hat das aber natürlich gar nichts mehr zu tun.

Anonym hat gesagt…

Hihi... Ich glaub, dass jenen, die mich am Meisten hassten, der Gedanke an etwas "Befruchtendes" meinerseits sowieso schon ein ungeheuer anekelndes Greuel sein musste!

(ein Highlight im MB war nach meinem "Outing" als Pornoproduzent gar, ich sei Vergewaltiger!)

:-)

Anonym hat gesagt…

"Osama bin Laden, leider viel zu früh von uns gegangen wordener Terrorfürst und Städteplaner, dessen radikal-ästhetische Eingriffe in die New Yorker Skyline erst nach seinem Ableben wirklich wertgeschätzt wurden. " - Fuck you.

Kat.

C hat gesagt…

Natürlich hat Thatcher Visionen gehabt, Gabi: diese Visionen waren 'making Britain Great again' und ein unbedingter Glaube an die Freiheit des Individuums.

Dass, vor allem in der Schweiz, wie immer insinuiert wird, eine Umverteilung von unten nach oben stattgefunden hat, kann ich nicht akzeptieren. Ich habe jetzt keine Lust, in Zahlen herumzustöbern, aber wenn ich mich nicht irre, sind die '10%, die 50 % des Reichtums horten' auch die, die 70 % (?) des Gesamtsteueraufkommens ausmachen. Es hat mir noch nie jemand erklären können, welchen Sinn es macht, die bösen Reichen sozusagen aus dem Land zu steuern bzw solange mit immer neuen Steuern bzw Abgaben zu belasten, bis sie eben nicht mehr reich sind oder das Land verlassen. Wo genau ist der Sinn? ich bin doch um jeden Reichen froh, der in diesem Land konsumiert, Arbeit gibt und so zu unserer (Noch-)Schlaraffenlandinfrastruktur beiträgt.

'... Doch die Schere finde ich noch viel, viel schlimmer... Und alle Vergleiche, mit demokratischen Ländern, in welchen die Schwere bewusst - staatlich gelenkt - klein gehalten wird, spricht Bände...'
Wie meinst Du das?

Jetzt komme ich mal meinen Emanzipationsverpflichtungen nach und koche das Abendessen - ooops, falscher Ansatz ;-))))

Anonym hat gesagt…

Da meinte ich tatsächlich - ich schäme mich fast, es aus zu sprechen... Aber ist offenbar in allen Rankings wirklich immer so - die Glücklichsten in Europa: Die Skandinavier.

Irgend was muss dran sein, an Staaten, die zwar wirklich viel Steuern abverlangen, aber dem Bürger eben auch offen zeigen, dass damit kein Schindluder getrieben wird.

Nix gegen Thatcher´s Idee des freien Individuums.

... Aber Einige sind halt doch schnell etwas "freier" als Andere geworden.

C hat gesagt…

Aber Gabi, da enttäuschst Du mich jetzt aber schon: das ist ja, als wenn man seinen Wohn- und Lebensort nach den alle Jahre wieder kommenden Städterankings festlegen würde. Je nachdem ob die Touristik-, die Finanz- oder die Betreuungsindustrie diese Studien ausarbeiten lässt, ändern sich die Rankings.
Ich habe keine Belege dafür, aber mich machen Staaten, die als fast ideal angesehen werden, grundsätzlich misstrauisch und ich habe wirklich nur anecdotal evidence dafür, dass unsere dänischen Freunde ganz Skandinavien, aber vor allem ihr eigenes, so harmlos aussehendes Land für eines halten, dass sie gängelt und in dem Konflikte gern unter den Tisch geschoben werden. Ich persönlich möchte auf gar keinen Fall, dass, als Gegenleistung dafür, dass mir ein Staat (und damit satte, gleichgültige und selbstüberzeugte Beamte) alle grösseren Tagesgeschäfte abnimmt (Kinder- und Altenbetreuung z.B.) der gläserne Bürger sein, der schnell aneckt, wenn er es anders machen will.

Dieses skandinavische Modell, das alle so loben, aber von dem wir eigentlich kaum etwas wissen (das gebe ich zu), ist für meine Begriffe der Gegenpol zu einer Staatsform, die sich die (relative) Freiheit des Individuums leisten kann, weil sie (einigermassen) transparent agiert. Was ist z.B. mit der Schweiz?

Anonym hat gesagt…

Die Nordlichter:

Auch ich war nur einmal in Skandinavien; ich geb´s zu. Hab aber einen guten dänischen Freund ("ä Kolleg", wie die freunschaftsverklemmten Helvetier zu sagen pflegen), lasse mir von ihm berichten, hatte ganz und gar nie das Gefühl, dass der ein besonders Angepasster, aber eben dennoch ein sehr Umgänglicher ist, der sich des Wertes der Solidarität (Sportklubfreund, übrigens)und eines - freiwilligen - Engagements bewussst ist, und darf schon fest stellen, dass offenbar ausgerechnet die - trotz der Steuerlast! - sich selber immer als Glücklichste Europas (oder gar der Welt?) bezeichnen.


Was ist mir der Schweiz?

Tja. Macht´s schon auch recht gut.

Nicht zuletzt, weil man sich eben - ganz unmaggiemässig - auch auf einen Begriff wie Service Public einigen konnte und so ein Schwachsinn wie im Mutterland der Eisenbahn hier wohl ebensowenig passieren würde, wie die Privatisierung der Wasserversorgung (für mich der vorläufige Gipfel der vergierten Dummheit).
Weil Entscheidungen - im Gegensatz zu anderen Ländern - tatsächlich recht transparent zustande kommen. Und weil in der Schweiz weiterhin, und trotz schwachem Euro! - produziert wird. Werte erarbeitet werden und nicht ausschliesslich Hüttchenspiele getrieben werden, über denen einfach "privat" steht, um sie zu legitimieren.
Dennoch meine ich, dass die Schere ein grosses, grosses Problem wurde.
Bzw. die Mentalität, die HEUTE hinter dem Geld steht. Die legendäre Diskretion und Bescheidenheit, die einst auf Vorstellungen eines Zwingli oder eines Calvin stand, kommen abhanden.

Wem fiele etwa heute noch ein, beim Zweitwagen denselben Typ zu bestellen, wie der Erste... Damit das bei gleichzeitigen Ausfahrten von Frau und Mann nicht zu mondän aussehe?!

Eine solche Haltung hätte auch einige Gehalts- und Boniexzesse längst als das benennen können, was es ist: ein dekadenter Tanz Richtung Abgrund.

Ich bin kein Commie, der hier billiges Reichenbashing betreiben will, sondern ich glaube, dass es an der Zeit ist, Superreichen klar zu machen, dass reich sein wie in Russland oder Südafrika auch keinen Spass macht on the long run.

Dass ich auch als Reicher nichts davon habe, dass alle rund um mich herum nur noch von Almosen leben, wenn ich dann ständig um meinen Besitz, meine Frau, meine Kinder bibbern muss und mich nur noch mit Leibwächtern bewege.

Je mehr "working poor" wir zulassen, desto mehr unterhöhlen wir alle Grundlagen, die eine Schweiz - wo sich in Fasnachtscliquen Bankdirektor und Müllmann einst noch als Gleichwertige auf Augenhöhe begegnen konnten - erst gross gemacht hat.

In ihrer unendlichen Markthöhrigkeit hat eine Thatcher diese fatale Entwicklung auf den Weg gebracht. Das Finanzsystem ist heute das neue Symbol dieses Molochs, an den sich - GENAU GLEICH wie einst bei den Gewerkschaften vor Maggie! - nun niemand ran traut, während alle zugucken, wie diese Irren alles weg erodieren, für was (Mittel-)Europa einst stand.

Ich hab Ende 2008 ganz naiv gemeint: "Bin gespannt, wie lange es geht, bis jetzt endlich die Tobin-Tax eingeführt wird" Ich glaubte ganz naiv: Halbes Jahr oder so... Pustekuchen!

Alles schlimmer denn je:

http://www.telegraph.co.uk/finance/newsbysector/banksandfinance/9985280/Big-banks-more-dangerous-than-ever-IMFs-Christine-Lagarde-says.html

(Ich finde die Lagarde sowieso klasse und danke dem flatterhaften Pan, dass er dafür sorgte, dass sich DSK so grandios selber ins Peniswurzelknie geschossen hat!)



Anonym hat gesagt…

Kurzum und wieder:

Wir haben heute - Europa und Weltweit - GENAU DIESELBE Situation, die Maggie vor ihrem Kampf gegen die Gewerkschaften vorfand. "gegen die kommen wir nicht an" - "too big to fail".

Lassen wir sie nur machen... Kommt dann schon irgendwie gut.

Mir feht also eine neue Maggie Thatcher. Eine, die den Mumm hat, DAS anzugehen... Und die hoffentlich nicht so doof ist, wie die echte und einzige MT, bei ihrem - berechtiten und wichtigen - Kampf über alle Kollateralschäden hinweg zu stampfen und vor allem nicht, ein noch grösseres, neues Monster zu gebären, wie die Iron Lady das leider getan hat.

Anonym hat gesagt…

Oh... Mist: das ging verloren. Ganz oben (über "die Nordlichter") hätte hin gehört:


Moment mal... Das mit den Städterankings: Ich glaub, dass die Thatcher die alten, grossen Industriestädte zunichte gemacht hat und da heute nichts Vergleichbares mehr ist (und daher erst recht wieder mit Wohlfahrt gepäppelt werden muss, WEIL diese Zwetschge immer nur auf den freien Markt des Himmels gewartet hat!), hat bestimmt kein Statistiker erfunden...

C hat gesagt…

So unterschiedlich können Wahrnehmungen sein. Als mein Bruder neulich im MB ein wenig herumgestöbert hat, hat er sich wahnsinnig über das Ich-Ich-Ich-Geschrei aufgeregt (seine Worte!) und das ganze Ding kurzerhand als Zeitverschwendung bezeichnet. Und wir hatten danach mal wieder eine Diskussion darüber, warum unsere ganze Familie Selbstverantwortung einfordert, staatliche Kontrollausweitung (die in unseren Augen immer mit scheinbaren Geschenken einhergeht) hasst wie die Pest und vor allem eine gewisse Dankbarkeit einfordert und hoffentlich auch selber hat (was natürlich alles jetzt wieder wahnsinnig arrogant rüberkommt, ich weiss). Wir sind als Kinder von unseren Eltern durch die Krisengebiete der Welt geschleppt worden, meine Brüder arbeiten einen Teil des Jahres für MsF. Wenn unsere Erziehung unter einem Motto stand, war das: 1. Get a grip und 2. Mustn't be ungrateful. Wir alle hassten es, wahrscheinlich weil wir irgendwo im Hinterstübchen eine Ahnung davon hatten, wie lächerlich unsere Befindlichkeiten sein mussten im Vergleich mit einem Spital voller im Bürgerkrieg vergewaltigter Frauen. Heute mache ich dasselbe mit meinen Kindern, ich versuche ihnen immer wieder zu sagen, wie verdammt gut der Westen es hat. Das heisst nicht, dass es keine Armut hat, das wäre lächerlich zu behaupten. Aber eine der grossen Errungenschaften der 70 Jahre nach dem 2. Weltkrieg im westlichen Europa ist die Tatsache, dass wir Krieg nur dem Hörensagen nach kennen, fast alle eine Rundumversorgung geniessen, aber trotzdem immer mehr Angst haben, die schlimmste Angst, die Menschen kennen, nämlich unseren Wohlstand zu verlieren.
Die Schweiz hat innerhalb der OECD die geringste Arbeitslosen- und höchste Erwerbsquote. Sie ist eines der wenigen Länder, in denen die Lohnquote nie zurückging, weist eine hohe Sparquote auf und hat eine der besten (kapitalgedeckten) Altersversorgungen der Welt. Der Mittelstand in der CH, der bei weitem wichtigste Faktor für eine gesunde Wirtschaft (nicht ein paar Oligarchen, die - immer schon - Häuser in St Moritz gekauft haben), ist vor Aufweichung und Schaden deshalb (noch) geschützt, weil die Schweiz sich mit dieser Mitte bzw aus dieser Mitte heraus definiert. Daraus resultiert eine Ablehnung aller Extreme (wie Du richtig schreibst) und eine historische (keinesfalls neue) genaue Beobachtung der sog Eliten.
Die ständige mediale Beschäftigung mit den Superreichen führt auch dazu, dass Menschen ihre eigenen Positionen neu bewerten. Gefühlt ist so gut wie jeder 'arm', verglichen mit was-weiss-ich-wem. Dankbarkeit dafür, dass, zumindest in der Schweiz, ein funktionierender Mittelstand (den England übrigens schon lange vor Maggie Thatcher nicht mehr hatte) noch für relativen Wohlstand für alle sorgt, für hohe Wettbewerbsfähigkeit und Flexibilität, erodiert da natürlich im Laufe der Zeit. Und je mehr sich der Staat durch neue Abgaben und höhere Steuern in das Gefüge der Wirtschaft einmischt (natürlich rede ich nicht von klaren Richtlinien und Grenzziehungen, die allerdings auch angewendet werden müssen, denn es gibt sie längst), desto grösser wird die Gefahr, dass sich auch der Mittelstand 'einrichtet' und Energien nicht mehr darauf verschwendet, zu arbeiten und kreativ zu sein.

Auf die Gefahr hin, dass das schrecklich arrogant klingt (deswegen habe ich so weit ausgeholt, um vielleicht ein wenig Verständnis für meine Haltungen herauszukitzeln): ich war und bin eine Verfechterin von staatlicher Hilfe für die, die sie wirklich brauchen (und da grosszügig), aber warum Menschen, die Ausbildungen erhalten und arbeiten können, vom Staat Subventionen erhalten sollen, wenn man doch einfach die Steuerlast senken könnte, erschliesst sich mir nicht.


C hat gesagt…

Und zu den Nordlichtern später (vielleicht) mehr - wenn Du es noch ertragen kannst...... Sorry, I get carried away.

Anonym hat gesagt…

Du hast absolutes Verständnis von mir für Deine Haltung.

Übrigens meine ich auch, nicht dermassen extrem im Superreichen-Bashing zu sein und ich teile über weite Strecken auch Deine Einschätzung der Schweiz; dass sie sich aus der Mitte definiert und dazu neigt, die Extreme zu vermeiden.

Ich mein auch nicht, prinzipiell einfach Subventionen im Giesskannenprinzip zu verteilen, sondern Leitplanken zu definieren, die eben nicht nur Grosse (und ich fürchte mich viel eher vor Multis als vor Superreichen!) fördert, und die Kleine, die sich mit guten Ideen und viel Einsatz einbringen, schätzt.

Schau... Ums ab zu kürzen:

Service Public.

So was wie Bahn privatisieren wollen, ist einfach nur Unfähigkeit rechnen zu können; Wasserversorgung gar an Investoren auslagern zu wollen ist schlicht Wahnsinn (und ein Plündern der Öffentlichkeit, dass alle Vorstellungen eines fehlgeleiteten - den ich so natürlich auch niemals befürworte - Sozialismus übersteigt).

Ich fürchte mich vor einer Entwicklung, welche in diese Richtung gehen könnte. Das klingt in der Argumentation dieser Interessengruppe eben auch immer nur nach: "Eigenverantwortung"... Private können das einfach besser, etc.

Mir liegt vollkommen fern, Dir das als Absicht unterstellen zu wollen (Du weisst, wie sehr ich Dich schätze), aber - hallo Maggie - ich meine, wir müssen sehr, sehr, sehr aufmerksam sein, um nicht am Nasenring genau dieser Argumentation einfach in ein nächstes Desaster geführt zu werden.


Apropos: ich erinnere mich gut, wie ein Blocher kurz vor dem Platzen der Dotcom-Blase (die ja wirklich nur ein Schuhdrückproblemchen war, gegenüber dem was seit 2008 kam) darüber schwadronierte wie unglaublich doof es sei, dass die AHV nicht viel mehr von den offenkundigen Profitmöglichkeiten des Aktienmarktes profitieren könnte....

Know what I mean?

Anonym hat gesagt…

Hat Ralph Sommer, ganz auf meiner Linie, in "never mind the markets" grad super auf den Punkt gebracht:

"Für Grund-Infrastruktur kann es keinen Markt geben, denn dies würde mehrere Instanzen derselben Infrastruktur benötigen, d.h mehrere Wasser-, Strom-, und Telefon-Leitungen, mehrere Bahntrassen, usw, you name it, damit man aufgrund der aktuellen Marktsituation den Anbieter wechseln kann, wenn nötig auch mehrmals täglich. Tatsächlich exisitiert eine Art “Markt” für Infrastruktur nur einmalig alle paar Jahre bei der Ausschreibung einer Betreiber-Lizenz — etwa bei der Wasserversorgung. Danach existieren dieselben Monopolbedingungen wie unter einem Staatsbetrieb, mit dem zusätzlichen Nachteil der De-Investition, da kein profitgeiler Betreiber in Infrastruktur investiert, wenn er in 10 Jahren die Lizenz wieder verlieren kann. Diese Tatsache lässt sich — oh Überraschung — in Thatcher’s own country beobachten: schlecht gewartete Bahngeleise (Potter’s bar), 3.6 Millionen Kubikmeter versickerndes Wasser — täglich! — aus Leitungen privatisierter Wasserfirmen, fünffach überteuerte privat finanzierte öffentliche Bauvorhaben (Skye bridge), etc. etc. ad nauseam.

"

((d.U.))

C hat gesagt…

Ich habe mit dem, was Du in punkto Privatisierung sagst, kein Problem. Ich habe ja lange genug in England gelebt, um zu wissen, dass die Privatisierungen, die übrigens zum Teil von den Nachfolgern von Thatcher in die Wege geleitet wurden, auch übertrieben wurden (wie pre-Thatcher die Verstaatlichungen). Grundsätzlich meine ich, dass Wasser, Luft, öffentliche Infrastruktur, Strom unter staatliche Aufsicht gehören (ich betone das Wort 'Aufsicht'!). Allerdings finde ich es legitim, dass man grosse staatliche Instanzen auf möglichst kleine herunterbricht (wo das angemessen ist) - in der CH z.B. die Wassergenossenschaften -, die auf Gemeindeebene eine relativ grosse Eigenständigkeit haben. Also: Individuelle Freiheit bzw Eigenverantwortlichkeit sind nur dann zu haben, wenn die Grundlagen auch für alle frei sind. Privatisierungen sind keinesfalls immer ein Zeichen für Eigenverantwortlichkeit, das sehe ich auch so.
(Ich bin überhaupt, vielleicht habe ich das nicht richtig ausgedrückt, nicht ein anbetender Fan von MT - ich sehe halt vieles im Kontext der Zeit und Umstände, was manches relativiert und was die Weitsicht angeht: siehe im nächsten Abschnitt).

Für mich schwingt bei allem, was wir diskutieren (übrigens auch Skandinavien) immer eines im Hintergrund mit - der menschliche Faktor. Menschen sind nunmal nicht perfekt, guter Willen ersetzt nicht Fachwissen und überall, wo Menschen agieren, gibt es auch Korruption bzw Dummheit. Das beschränkt sich keineswegs auf Parteien, Länder, Geschlecht oder was-auch-immer, deswegen bin ich da sehr zynisch und ich sehe in vielen angeblich so deutlichen Unterschieden immer nur Nuancen der Abweichung. Weitsicht ist, ausser in ganz seltenen Fällen, in der Politik überall eher die völlige Ausnahme, warum soll das in Banken, Versicherungen etc anders sein? Das Entscheidende - und das wird sooft einfach unter den Tisch gewischt - ist die Kontrolle und sind Richtlinien, die auch umgesetzt werden müssen. Bei allen Skandalen der letzten Jahre und Jahrzehnte kommt irgendwann heraus, dass die Kontrollen eigentlich längst da waren, sie wurden aber nicht angewendet - aus Dummheit, Eigennutz oder Korruption.

C hat gesagt…

/2 (sorry, es geht noch weiter!):

Ich habe gerade gestern mit einer Freundin, die Halb-Norwegerin ist, über unsere Diskussion gesprochen: sie sagte mir, dass Skandinavien keineswegs ein einig Volk von Brüdern sei und sie es hasse, wenn alle Länder S's im gleichen Atemzug genannt würden. Norweger seien z.B., in Gegensatz zu Schweden (ihre Worte), eher etwas naiv, sehr freundlich, sehr offen und hätten dieser Tatsache auch das riesige Ausländerproblem zu verdanken. Sie meinte, dass in Oslo und in anderen grossen Städten bereits No-go-areas existierten, in den vor allem islamische Einwanderer das Sagen hätten und sich der Kontrolle des Staates bereits völlig entzogen hätten. Der Amoklauf von B hat das wohl ganz deutlich gemacht und die Problematik wurde eine Weile diskutiert, eine neue Offenheit und Durchsetzung der demokratischen Vorstellungen verlangt, aber es ist längst wieder alles beim alten. Dadurch, dass Norwegen so oil-rich ist und mit Weitsicht (hier scheint es ihn zu geben) den Staatsfonds seit Jahren mit viel Geld, das auch für zukünftige Generationen noch ausreichen soll, ist die politische Situation auch völlig anders. Die Staatsverschuldung ist natürlich sehr gering, es wird sparsam gewirtschaftet und der Wohlfahrtsstaat ist wesentlich weniger ausgeprägt als z.B. in Schweden. Ihrer Ansicht nach ist eigentlich Schweden sowieso das Land, das gemeint ist, wenn die Leute von Skandinavien sprechen - Dänemark sei wesentlich moderater, was Steuerpolitik, staatliche Einflussnahme und quasi-sozialistische Politik angeht, Finnland sowieso ein Sonderfall und Norwegen s.o.
Es würde mich wirklich mal interessieren, einen kompetenten Vergleich der politischen und gesellschaftlichen Situation in den einzelnen skandinavischen Ländern zu lesen - ist mir schon klar, dass eine Freundin oder ein paar Zeitungsartikel ziemlich nichtssagend sind.

Musste übrigens laut lachen, als ich Potter's Bar las! Mein Mann, der steam train nerd, liebt PB, aus genau dem Grund, weil es der Erneuerung und Wartung bisher weitgehend entgangen ist. Und bist Du in letzter Zeit mal in Deutschland Zug gefahren? Die abgefuckten Bahnhöfe, Unkräuter, die die abgestellten Waggons und Züge schier überwuchern, Graffiti und null Wartung sind Legende. Dagegen hat man im Bundesland Baden-Württemberg in letzter Zeit hervorragende Erfahrungen damit gemacht, den Autobahn-Bau und die Instandsetzung an private Firmen zu vergeben, mit strikten Zeitlimits, vorgegebenen Budgets und happigen Vertragsstrafen.
Und zum neuen Berliner Flughafen oder der Hamburger Elboper muss ich ja nichts sagen, oder ;-)))

Sorry, Gabi, ich bin eben das, was O beliebig nennt: ich glaube nicht daran, dass es eine richtige Theorie oder Politik gibt. Das einzige, woran ich wirklich in diesem Zusammenhang glaube, ist, dass eine Kontrolle durch das Volk, wie unzulänglich sie auch manchmal ist, wie hier in der CH, wirklich funktioniert.

Anonym hat gesagt…

Ich seh wieder mal nicht - langweilig! - wo wir uns eigentlich gross unterscheiden täten, liebe Caro.

Bist und bleibst halt auch nur ne Sockenpuppe von mir!

;-)

PS: Fand ich sehr interessant, die Beschreibung Deiner Freundin.

Und zu den Kontrollen noch... Überall gibt´s die, und entsprechende Sanktionsmöglichkeiten, dann offenbar doch nicht. Nimm bloss den Eurobeitritt Griechenlands (aber auch den EU-Beitritt Rumäniens oder Bulgariens):
Hoppla. Ist was falsch gelaufen? Öh... Haben wir für so einen Fall was vorgesehen? Nicht?! - na gut. Dann seid Ihr jetzt drin.

Carolina hat gesagt…

Genau das meine ich mit meinem sozusagen genetischen Misstrauen: ich traue allen Menschen, inklusive (ich habe nicht gesagt, besonders!!!!) Politikern, VIPs, Intellektuellen eigentlich so ziemlich alles zu - mein Kriterium bei der Bewertungsfrage ist eher: wie gut kann sie/er dazu stehen? Jemand, der ums Verrecken keine Fehler zugeben kann, aber auch jemanden, der Entschuldigungen sozusagen zur Politik erhebt, ist bei mir ziemlich schnell unten durch. (Diese Haltung hat gravierende Nachteile im zwischenmenschlichen Zusammenleben - ich verlange da scheints manchmal arg viel).

Klar bin ich 'ne Sockenpuppe von mir ;-)))) Ich sehe, Du bist drüben wieder am Täubelen?
Uebrigens, ganz was anderes: sind Dir eigentlich die vielen interessanten neuen Nicks drüben aufgefallen? Besonders beim vorletzten Thema? Mili, Roshan, Marlisa Bachmann - hmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmm

Anonym hat gesagt…

Ja: ich hab sie sehr wohl wahr genommen.

Aber gerade weil mir das jeweils immer unterstellt wurde und ich nur wenige Dinge verabscheuenwürdiger finde, als nicht mit offenem Visier für Sachen ein stehen zu können, will ich mich nicht auf diese Spekulationen und Unterstellungen einlassen.

Lässt sich - ausser man ist so ausgesprochen doof wie Pippi bei ihrem Selbstgespräch mit Mondscheinchen - sowieso nicht beweisen.

Ja: Ich täubele wieder rum.

Vielleicht gerade zu aus einer Art erstauntem Unglauben heraus: Wie lange vermag man das eigentlich durch zu ziehen? Wie lange kann man immer und immer wieder an der Inhaltslosigkeit oder der schieren Selbstauflösung seiner "Argumente" scheitern, ohne dass man mal inne hält und sich überlegt, wieso es eigentlich immer genau gleich scheitert.

Öh... Womit wir ja mitten im Thema wären: Ja. Was ist es nur, das Menschen zu derart selbsterniedrigenden Handlungsweisen veranlasst, bloss weil sie glauben, sie würden das Gesicht verlieren, wenn sie sich dem Offenkundigen einmal stellen würden.

"Jemand, der ums Verrecken keine Fehler zugeben kann, aber auch jemanden, der Entschuldigungen sozusagen zur Politik erhebt... " - Was würdest Du in Österreich leiden!

:-)

Hab grad vorgestern nen Versicherungsfall klären müssen, bei dem ich - einmal mehr - erleben durfte, wie Menschen (der Makler) vollkommen die Facon verlieren, wenn man sie einfach nur dran erinnert, dass sie doch bitte ihre Verantwortung nicht verwässern und dazu stehen mögen (was in einem Versicherungsfall sehr schnell Folgen hätte!). Einfach bloss korrekt und klar in einer Mail zusammengefasst... Und sofort verlieren diese Art Menschen vollkommen "das Gesicht", wie der Chinese es ausdrückt, und fangen an über ähnlich zusammenhanglose Dinge zu keifen wie eine Widerspenstige.

Ja; da find ich schon, dass die Schweizer im Allgemeinen klarer und offener ist.

Apropos Verantwortung, Privatisierung und das ganze Pi-Pa-Po: Welche andere Nation hatte schon Beamte, die im schriftlichen Austausch mit dem Bürger Floskeln wählten, wie diese: "your servant"?

(irgendwo in mir gibt´s diesen zutiefst britischen Patrioten)

Anonym hat gesagt…

Hab gestern übrigens noch ganz muslimfeindlich lachen müssen:

An der Bushaltestelle um die Ecke stand grad wieder ne Vollvermummte (die ich statistisch ja gar nie sehen dürfte, weil´s die doch eigentlich kaum gibt!) mit ihrem Salafistengatten mit Bart, wie sich´s geziemt. Da bog ein Hund (unrein!) um die Ecke und geriet über diese unheimliche Erscheinung in Vollschwarz, bis auf den Augenschlitz, in hellen Aufregungsschreck und bellte die Beiden zusammen, dass es den Propheten (gelobt sei sein Name) noch aus dem Schlaf hätte hochfahren lassen.

Der Gedanke, dass dies nur einmal mehr beweise, wie notwendig die Einführung der Scharia sei (unreine Viecher sind ja wohl aus Haushalten zu verbannen!), liess mich im Vorbeifahren laut auflachen.
;-)



C hat gesagt…

Gerade aus 'Deiner Stadt' zurück und ja, es fällt mir auch auf (schon vor ein paar Wochen), wieviele Burkas und Nicabs zu sehen sind.
Der Hund kann aber wohl kaum zwischen Burka, Nonnengewand und Priestergewand unterscheiden - obwohl: wer weiss. Vor der Nonnenschule, auf die ich ein paar Jahre gehen 'durfte', lebte rechts vom Ausgang ein Schäferhund in seinem Zwinger - er tobte jedes Mal, aber wirklich jedes Mal, wenn er jemanden in schwarzen Wallegewändern erspähte....... ;-)

Anonym hat gesagt…

Gibt ja auch die Hunde, die vor allem auf Uniformen wild sind.

Ich glaub aber schon, dass der Schrecken vor allem dem Gesichtslosen (die hatte wirklich nur nen cm-Schlitz) geschuldet ist.

Zur Thatcher noch:

http://www.mirror.co.uk/news/uk-news/margaret-thatcher-tax-snatcher-mystery-1828441

Man kommt halt schon nicht umhin, dass all das Geschwafel von individueller Freiheit am Schluss doch nur dazu diente, sich und anderen Extrawürste zu genehmigen. Einfach halt nicht mehr den Gewerkschaften oder dem Bodensatz der Gesellschaft.

Nein. Die Thatcher war nicht sauber.

Anonym hat gesagt…

Zeit, den grabschändenden pietätlosen, dreist nur diebisch fordernden Jusos die Grenzen zu zeigen, in dem das Wort Nein beigebracht wird.

Wien wird von den Ottomanen zurückerobert, hahaha, das tut der Vanille Kipferl Paranoia aber gar nicht gut.

Die wie eine Pekingente watschelnde Schickse sollte besser auf die Zeitstempel achten, wenn sie von Ausflügen in den Schmäh redet.

Anonym hat gesagt…

Ujujujuiiiiih...

Tourette-Syndrom oder so, anonym II?

((d.U.))

Tiger hat gesagt…

Hyperventilierendes Tourette. Übel, übel, ganz übel.

Anonym hat gesagt…

Einer, der die Ferndiagnose Asperger hat, sollte sich hüten, Tourette fern zu diagnostizieren, Tiger.

Dass das Wiener Chuchichäschtli nur eine Schublade hat, nur so nebenbei. Weil es dort drin wohl etwas überbevölkert wird, ist seine Hyperventilation wohl eine chronische Erscheinung.

Bei jedem Tic einen Klaps auf den Hinterkopf wird es wohl richten, wie er ja in seinen erziehungsbelehrenden Ergüssen selber rät.

Peking Duck with extra pancakes, please hat gesagt…

Schon mal was von Laptops gehört - Tourettin? Hatte schon erwartet, dass mich irgendjemand wegen des wochenendlichen CO2-Sündenfalls abstrafen würde, aber so...? Meine Güte, Tourettin, get a life!

Gabi, wie findest Du es, dass ES jetzt von Dir schon in der Majestätsform spricht?

Anonym hat gesagt…

Wir sind darüber höchst amused.

:-)

Die watschelnde Pekingenten-Shiksa (häh?) hat gesagt…

Gabi, zu Deinem Thatcher-Link: würde mich jetzt nicht besonders wundern - ihr Sohn war schon öfter in merkwürdige Machenschaften verwickelt, kann mich aber nicht mehr an Details erinnern.
Ich habe ja ein paarmal gesagt, dass MT für mich weder eine Heilige ist/war, aber auch nicht der Devil Incarnate - aber ich bleibe dabei: für die Zeit, in diesem damaligen Kontext war sie die richtige.

Ab morgen bin ich mit den Kindern in London (Anonym II: sollte ich den Laptop mitnehmen? Ich meine nur, falls Sie mit mir in Kontakt treten wollen.....), bin gespannt auf die Stimmung. Aber würde ziemlich viel Geld darauf verwetten, dass nach der Trauerfeier alles wieder seinen alten Weg geht und das Thema ganz schnell wieder in der Kiste verstaut wird (pardon my pun).

Anonym hat gesagt…

Oh!

Ich beneide Dich.

Dann mal viel Amusement!

(und ich wollt Dir nie blinde Thatcher-Hörigkeit unterstellen. Ja; sie war die Richtige, um den Stillstand zu überwinden und die Gewerkschaften zu brechen. Aber für alles, was sie draus gemacht hat, war sie die Falsche)

Carolina hat gesagt…

Ich glaube, jetzt kapiere ich die obige Pekingente - habe gerade den heutigen Thread im MB nachgelesen und da antwortet eine Pekingente in feinstem Deutsch auf Dich, Gabi. Fühle mich geschmeichelt, anonymes Tourette, aber war leider nicht ich - obwohl die Meinung meine ziemlich genau widergibt, das stimmt.
Aber im Gegensatz zu den Roshans und Anonyms poste ich immer (!!!!) unter einem einzigen Nick.
Tja, sorry, gäll?

Anonym hat gesagt…

Roshan!

- Nicht wahr?!

Genau an die dachte ich auch.

Wahrscheinlich grad - wie beim Tschador-Kläffer - erst Recht ein Grund, sich noch leidenschaftlicher für die wahre Befreiung ein zu setzen:

Was ist das nur für eine schreckliche Welt, in welcher einen das Patriarchat nötigt, ständig seine Identität zu verleugnen?!

:-)

((d.U.))

Anonym hat gesagt…

Wer sich dauernd bemühen muss, darauf hinzuweisen, nur unter einem Namen zu kommentieren, und dies, obwohl sogar hier nachlesbar das nicht stimmt, hat wohl seinen Grund. Vom mangelnden Selbstwertgefühl, das sich anscheinend nur dadurch stärkt, beliebige anonyme Subjekte demonstrativ zutiefst zu verachten, müssen Wir ja nicht weiter reden, denn dies ist eine Eigenschaft, die Sie mit Ihrem monologen Partner teilen.

Anonym hat gesagt…

Dann reden wir doch einfach weiter über das was "nachlesbar hier nicht stimmt", Anonymer:

Wo denn, bitte?

:-)

(Gott, muss das aber auch schwierig sein, sich vorher mal kurz eine Übersicht über mögliche Argumente zu verschaffen)

((d.U.))

Anonym hat gesagt…

Peking Duck with extra pancakes, 15. April 2013 11:40

Die watschelnde Pekingenten-Shiksa, 15. April 2013 12:50

Wer lesen kann, ist natürlich im Vorteil. Aber vielleicht hast du selber einfach zuviele Klapse auf den Hinterkopf bekommen, du geistiger Hinterwäldler!

Anonym hat gesagt…

Ach so... Caro und ich sind ja auch längst eins.

Jaja. Die Welt verschwimmt zusehends.

Und Psychopharmaka machen´s da auch nicht leichter, hm?!


Hm.... We two are one


:-)


(Wenn Sie so drunter leiden... Wieso kommen Sie dann nicht einfach mal hoch aus Ihrem feuchten Kellerlein? Sie halten sich selber davon ab; das bin nicht ich!)

Anonym hat gesagt…

"poste ich immer (!!!!) unter einem einzigen Nick."

Abwiegeln und ablenken und verschleiern. Wieviele Ausnahmen lässt denn immer mit 4 Fragezeichen dahinter zu, you stupid fuck?

Anonym hat gesagt…

Bisschen vulgärer geht immer, wenn´s sonst nix mehr geht, hm?


:-)


Trösten Sie sich. Schon meine Lehrer haben drunter gelitten, dass es mit blossen Behauptungen nicht getan ist.

Sie kommen irgendwann drüber weg (dass Sie dazu lernen und sich mal ans Unterfüttern wagen würden, glaub ich ja, offen gesagt, nicht mehr)

((d.U. - damit nicht sogar hierraus noch eine Unterstellung gebastelt werden kann... Aber Sie finden auch so Spielmaterial. Ich weiss))

Anonym hat gesagt…

Puh....

Caro: Hab gestern "Sicko" von Michael Moore gesehen.

Jessesnei. Der wird mir noch einige Zeit nach gehen.

Ein wirklich brillanter polemischer Politfilm. Ungeheur kreative Pointen.

Und natürlich musste ich an das Mantra der Privatisierung denken, die wir besprachen. Es ist zum Verrücktwerden, wie sich die Art, wie hier Geld aus der Volkswirtschaft gezogen wird, genau dem gleicht, dass die Neoliberalen zu bekämpfen vorgegen (bis hin zu Plansollvorgaben für Versicherungsärzte). Krank.

Hast den mal gesehen? - Unglaublich.

((d.U.))



Orlando hat gesagt…

Gabi ist Pornoproduzent? So richtig mit slowakischen und ungarischen Billigmaedchen, die arbeitslosen Brasilianern in einer Motorradgarage einen blasen?

Widerlich! Solche Menschen sollte man mit dem Helikopter aufs Meer fliegen und dann runterschubsen.

Anonym hat gesagt…

Richtig!

Ich finde brasilianische Arbeitslose ebenfalls eine absolute Plage!

(sorry; aber die ungarischen und slowakischen Mädchen benötige ich selber noch!)

Orlando hat gesagt…

@Fufi: Gratuliere zu deiner obigen (ganz oben) Rundumschlag-Rhapsodie. Eines solltest du mir aber versprechen, gell: Dem Nonnenmacher (nomen est omen?) sein Geschreibse aus London nicht wirklich ernstzunehmen. Das ist nämlich nur eine Arbeitsbeschaffungsmassnahme für alte 68er, die sonst nicht viel können (ähnlich wie Killian in Washington). Die Stossrichtung dieser seltsamen Artikel ist jeweils schon im Voraus klar (Tories bad - Labour good).

Frage: Nach Thatcher und Major waren doch nachher 14 Jahre lang Labour an der Macht (Blair/Brown). Die wurden ja auch vom Volk dreimal hintereinander gewählt. Wieso haben die denn nichts getan, um die doch so schädlichen Charakteristika der Thatcherpolitik zu beseitigen, Industrien wieder zu verstaatlichen, den Sozialstaat ausbauen, die "Finanzwirtschaft" einzudämmen?

Nein, nein, du solltest besser mit einem dieser Millionen Engländer reden, die mit dem Wohlstandslift der Firma Thatcher & Sons seit 1980 in die Höhe gefahren sind. Fazit: England geht es heute hundertfach besser als 1979 und wo es nicht besser geht, da ist die hohe Einwanderung schuld. Ganz einfach.

Noch zu den angeblich so drastischen "Kürzungen" im Sozialbereich: Es handelt sich im Wesentlichen Ist es nicht logisch, dass den Speckgürtel, den man sich offenbar in den florierenden Jahren des wirtschaftlichen Aufschwungs zugelegt hat (und an den man sich halt schnell mal gewöhnt - wieso sollte es Aufgabe der Gemeinden sein, kostenlos gratis und franko Schuldenberatung oder Büchereien zur Verfügung zu stellen? Meines Wissens haben wir das in der Schweiz ja auch nicht - gleiche Diskussion wie die unselige Schulmilchsache, die Thatcher gestrichen haben soll, wo sich nachträglich Schweizer Bünzlis enervieren, obwohl wir hier ja auch nie gratis Schulmilch bekommen haben - dann wären wir hier ja unter unetrträglichen sozialen Bedingungen aufgewachsen, wenn dies quasi ein Menschenrecht darstellte, das der Staat den Schulkindern Milch geben muss!!), in schlechteren Zeiten wieder enger zu schnallen.

Fazit: Die Linken können jammern, leichenfleddern und ein Liedli runterladen und erreichen grad mal gar nichts, wenn sie mal an der Regierung sind. Wir Konservative, wie Thatcher, verändern die Verhältnisse nachhaltig - zum Besseren und zum Nutzen der grösseren Zahl.

R.I.P. Maggie. Rule Britannia!

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