Freitag, 14. Februar 2014

De Marius isch gschtorbe


De Marius isch gschtorbe
 
Sie haben ihn abgeknallt, dort oben in Kopenhagen, mit einem Bolzengewehr.
 














Und dann haben sie IHN den Löwen verfüttert, den jungen Giraffenbullen.
















D’ Nummere 25162 isch au gschtorbe

Sie haben ihn abgeknallt, in irgendeinem Schlachthaus, mit einem Bolzengewehr.
















Und dann haben sie ihn aufbereitet




















bevor sie IHN den Menschen verfüttert haben, den jungen Bullen.













50 Kommentare:

fufi hat gesagt…

Kein Kommentar!

Orlando hat gesagt…

Paniertes Schnitzel – jetzt weiss ich, was ich zum Znacht mache (hatte das schon ewig nicht mehr)! Danke für den Tipp, Fufi.

fufi hat gesagt…

NEIN!

Ich hab absolut nichts gegen das Fleisch-Essen!

Aber ich bemühe mich, nur noch Fleisch von solchen Tieren zu essen, wo es ihnen bevor der Schlachtung so gut gegangen ist wie dem Marius.

KEIN M-Budget, oder so!

Grad letzthin haben wir nämlich 10kg Rindfleisch gekauft.
Von da:
www.heubode.ch

fufi hat gesagt…

Hey, Orli:

Das ist ein WIENER-Schnitzel!
Nicht bloss so eine paniertes Stück Altpapier!

En guete!

fufi hat gesagt…

Und hier noch ein Präventivschlag in Richtung der vegantinischen Weltverbesserer:

Ich meine, wenn ich ein Kopfsalat wäre, und mein Kopf so - ZACK! - vom Rumpf getrennt würde, und mein Kopf - ihr wisst schon:
In so 'nen Korb geworfen wird,
neuerdings sind die aus Plastik.

Humanoiderweise nennt sich das "guillotinieren".
En Guete!

No! I will not post this wih my real Nick! pout pout! hat gesagt…

Jesus as a Shnitzel? must be Texmex food.served with Shiner Bock Beer.

*snip*

what was that?

the guillotine.

fuck that was awesome, dude!

Hand me the vodka and shut up.

Kat.

Orlando hat gesagt…

Aus ihr sprach der Wodka.

Tiger hat gesagt…

"pout" heisst heute "duckface".

You're welcome, Kat.

fufi hat gesagt…

Meinst du damit, Orlando, dass Kat. fliessend russisch spricht?

Orlando hat gesagt…

Es wurde zwar gestern Abend, bis ich endlich zu meinem panierten Schnitzel kam, dafür wurd's ein veritables Cordon Bleu, mit Appenzeller Käse und saftigem Ormalinger Schinken. Kalb, Kuh und Schwein in bester Eintracht beieinander - herrlich!

fufi hat gesagt…

Aber dann hoffentlich ein Eiercognac drauf, Oder?

Anonym hat gesagt…

duckface is not a verb.

now duck your face for the eggnogs are flying.

Kat

Orlando hat gesagt…

Nein, einen Tessiner Merlot. Und statt den angeblichen Graben zu beschwören, habe ich die Rösti einfach als Beilage aufgegessen.

Ich habe mal zu einer Lebensabschnittspartnerin gesagt: Dein Mund ist so süss, wenn du schläfst, wie ein kleiner roter Entenmund. Dieser Lebensabschnitt wurde dann für ein paar Tage etwas sexloser...

Orlando hat gesagt…

Und jetzt hat es der grosse böse B. auch noch aufs Titelblatt des "Spiegels" geschafft!

Er darf finster vom Cover grinsen - für Menschen die wie Fufi an einer nervösen Blocher-Aversion leiden, muss dies ein Schlag ins Gesicht sein...

Wie dieses neue alte Europa sein wahres Gesicht offenbarte in der letzten Woche, dieses fatale Obrigkeitsdenken einer Politkaste die sich fpr die Lichtgestalten der Aufklärung halten, diese Kavalleristen-Fratzen wie sie ein Otto Dix hätte malen sollen, das Drohen, das Massregeln, da können sie noch so links sein, diese teutonischen Berufspolitiker, wenns um ihre an den Völkern vorbeigebastelte Fehlkonstruktion geht, dann gebärden sie sich wie Mini-Goebbelse, die jetzt die Schweiz, das kleine Stachelschwein mal gehörig kujonieren, wie sich das so nach alter Väter Sitte gehört gell. Wenn auch die Reiterstiefel Brionischuhen und die Wehrmachtuniform dem Nadelstreigenanzug gewichen sind: Ihre teils doch recht heftigen Flirts mit dem Totalitarismus wirken nach.

Ja, da müsste man als Schweizer tatsächlich Angst kriegen. Zum Glück aber sind wir aber ein mutiger, unbeugsamer und vor allem erolgreicher Kleinstaat, der der Welt die Stirne bietet!

Die Defätisten mögen jetzt lachen, in der Tat geht – unbemerkt und unregistriert in der nervösen Medienwirklichkeit – gerade ein patriotischer Ruck durch diese unsere Gesellschaft. Das ist zu begrüssen.

IchBinAuchSchweizer hat gesagt…

@Orlando

Auf die Gefahr hin, dass ich mich wiederhole:
Väterlicher- und mütterlicherseits geht's jeweils väterlicherseits zurück bis in Zeiten, wo da, wo ich herkomme, noch keine Schweiz war, sondern zuerst Habsburgergebiet und später dann erst auch noch bloss Untertanengebiet:
Züricher oberstes Oberland (Oberstes Tösstal), bzw. Brugg und aaurgauerisches Seeland.

Aber vielleicht darf ich mich grad deswegen auch als "absoluten" Europäer sehen.

fragt sich fufi

fufi hat gesagt…

Und Merlot zu Coprdon bleu?
Ein ziemlicher Foopass, meinen die Romanz!

Der grössenwahnsinnige Blocher hat gesagt…

Wer nicht mit uns ist, ist kein Demokrat.

G.K. hat gesagt…

Die Schweiz hat die Weichen wieder Richtung Reduit gestellt …

Volksabstimmung, – die Liturgie zu diesem Hochamt der Direkten Demokratie stammt tatsächlich aus dem 19. Jh. (… aber für den Weihrauch, der die Sinne der Schweizer am 9.2. massivst vernebelt hat, dafür war eine Partei und allen voran deren Geldgeber verantwortlich …).

So betrachtet ist das System der Direkten Demokratie, wie es in der Schweiz praktiziert wird, nur ein besonders eindrücklich erscheinender Aspekt der insgesamt ziemlich verkrusteten, politischen und institutionellen Strukturen in diesem Land. Es sind zum grossen Teil Spielregeln, die auf das 19. Jahrhundert gepasst haben.

Man könnte auch sagen, Blocher und seine SVP haben ein Wette gegen die EU lanciert und alles gesetzt, nämlich die Teilhabe am europäischen Binnenmarkt. Gewinnen, wenn man das überhaupt so nennen darf, können sie nur, wenn die EU auseinanderbricht.

Die anvisierte Kontingentierung wird vermutlich auf eine „2-Klassen-Einwanderung“ hinauslaufen:

1. Gut ausgebildete und hochspezialisierte Expats für die in der Schweiz tätigen globalen Firmen, Akademiker für Banken, Forschung, Wissenschaft, Gesundheitswesen (Ärzte) und Künstler und Direktoren für die Theater und Museen, und

2. Saisonniers, dh Arbeiter und Angestellte für die sog. „niederen“ Beschäftigungen wie Bau, Tourismus,
(… die mobilen ethnischen Minderheiten und sonstigen Flüchtlinge wären somit wieder aussen vor …)

Letztlich geht es wohl um die Frage, wie der „flächendeckende“ Wohlstand, um den die Schweiz von der ganzen Welt beneidet wird, in die Zukunft gerettet werden kann, ein Wohlstand, der nicht viel älter als hundert Jahre ist und massgeblich durch günstige Teilnahme an Export-Märkten ermöglicht wurde – also ein Wohlstand, denn die Schweiz letztlich ihren Nachbarstaaten, Europa und der Welt zu verdanken hat – da kann eine politische Entscheidung, wie sie am 9.2. „passiert“ ist, nur als Ausdruck einer Paranoia, Borderline oder dissoziative Identitätsstörung verstanden werden.

Es ist ein zutiefst fremdenfeindlicher Entscheid.

fufi hat gesagt…

Nein, ich würde den Entscheid eigentlich nicht fremdenfeindlich nennen.
Eher meine ich, dass die Mehrheit der Ja-Sager geleitet wurden von einer diffusen Besitzstandswahrung- und Zukunftsangst.

Ich meine die, wo irgndwie zwischen den Cüpli-Sozis und den Kaviar-Kapitalisten aufgerieben werden!

fufi hat gesagt…

Nein, Herr Blocher

Wer nicht meiner Meinung ist, ist kein Schweizer.
Und ICH bin SCHWEIZER DEMOKRAT!

Carolina hat gesagt…

G.K: '…..nur als Ausdruck einer Paranoia, Borderline oder dissoziative Identitätsstörung…..' Das Wort 'faschistisch' fehlt noch, oder?

Wie soll man auf dieser Basis diskutieren können? Was soll diese undifferenzierte Pathologisierung einer Mehrheit (von Abstimmenden)?

Man macht es sich ein wenig einfach, einfach alle Ja-Sager in die Dummen-/Naiven-/Manipulierten-Schubladen zu packen.

Orlando hat gesagt…

Kinderschänder! Ja-Stimmer sind Kinderschänder, Carolina.

J.C.Juncker hat gesagt…

Der Ausspruch "geostrategisches Unding" hat nun eine Projektionsfläche gefunden mit der souveränen CH und seinem politischen System.

Orlando hat gesagt…

Ein Hoch auf den souveränen Kinderschänder-CH und seinems politischer System!

Gürk de Türk.

Tiger hat gesagt…

Georg, überleg Dir bitte: Wenn es hierzulande keine direkte Demokratie auf Bundesebene gäbe, dann hätten die politischen Eliten diese Initiative (oder was sie jetzt auch immer gewesen wäre) abgelehnt, mit wenig Echo. Das Volk wäre nicht befragt gewesen. Entschieden hätten von ihm einmal, vor ein paar Jahren, gewählte Vertreter. Wäre dieser Entscheid besser gewesen? Klar, Du wärst mit ihm einverstanden gewesen, das schon, aber, von einem demokratischen Standpunkt aus, wäre er besser gewesen? Ich sage (und mit mir übrigens Orlando, der es sich ja verbitten würde, zu sagen, dass er mit mir das Heu zum Teil auf der gleichen Bühne haben würde): Nein, wäre er nicht. Entscheide des Volkes haben eine ganz eigene Legitimität. Man kann sich streiten, ob das Volk einen guten, ausgewogenen, durchdachten Entscheid fällt, aber da kommt es auch drauf an, was es gefragt wird, nicht wahr.

Wie ich ja schon sagte, das Resultat ist ein Schuss vor den Bug der Bevölkerungsmissachter. Von denen, die das Volk eigentlich als hinderlich betrachten für die wirkliche Politik. Von denen, die uns eigentlich verachten. Nun bin ich nicht illusionistisch. Die ärgern sich, ärgern sich sehr, aber sie werden nicht zwei Schritte zurück machen und sich besinnen. Dass sich Bern besinnt, werde ich nicht erleben.

G.K. hat gesagt…

Der Jurist und Aktivist Stanley Cohen hatte mir mal erklärt, eine Republik sei (in Anlehnung an Alexis de Toqueville) eine Institution zum Schutz der Minderheit vor der Diktatur der Mehrheit. Und selbst wenn das eher eine ad-hoc-Definition war, ist doch was dran: Der Sinn einer demokratischen Republik ist eben genau der Ausgleich zwischen den Interessen. Bei rein basisdemokratischen Direktabstimmungen besteht dazu wenig Spielraum. Vor allem sind nicht alle politischen Fragen und Antworten auf ein simples Ja oder Nein (und darauf laufen Abstimmungen ja hinaus) reduzierbar.

fufi hat gesagt…

@ Orli am 18. Februar 2014 11:53

Wieder mal am ausflippen?
Haste deine Temesta vergessen einzunehmen, so wie du das eigentlich solltest?

fufi hat gesagt…

Hey G.K.

Von wegen Mehrheit:
das waren ein paar Nullkommaprozente!
Wenn die unterlegen Minderheit wirklich und so und davon überzeugt wäre, nun denn:
Weshalb nicht eine Initiative starten wo verlangt, dass der Text der MEI-Initiative aus der Bundesverfassung gestrichen wird?
Ich meine, wenn sich die 49.7% derart was von sicher sind, dass SIE eigentlich die Mehrheit seien:
Nullo Problemo!
Oder öppe nöd?

Aber ja, vielleicht getrauen SIE sich ja nicht?

Tiger hat gesagt…

Der Zwiespalt, ja der sich öffnende Abgrund zwischen den Demokratievorstellungen, ist riesig. Und ich stehe ja irgendwo auf der Brücke dazwischen, der schwankenden, und halte mich fest. Aber ich sehe halt auf der einen Seite die EU-Turbos, die Bevölkerungsmissachter und auf der anderen die Idioten von der SVP. Und niemand davon hat mein Vertrauen, wenn es ums Aufbauen eines Staates geht.

Ja, die Demokratie ist die schlechteste Staatsform von allen, mit Ausnahme jeder anderen. Aber wenn in Brüssel jemand sitzt und über Wohl und Wehe der, etwa, der Bündner bestimmt, dann passt mir das gar nicht. Das ist NICHT demokratisch, auch wenn der bestimmende zuvor demokratisch gewählt wurde, von den Schweizern etwa. Der Betreffende kommt viermal im Jahr für eine Woche heim und sieht seine Bünden, aber sonst lebt er in Brüssel. Und schon bald ist er ein Brüsseler und kein Ilanzer mehr. Und macht dann Politik, die gut ist für die Westeuropäer im Flachland und nicht für die Zentraleuropäer in den Bergen, etwa in der Surselva.

EU ist gut, aber ich denke wirklich, dass sie gründlich auf den Prüfstand sollte und zurecht gestutzt. Die Zeiten, wo ein USE, also ein United States of Europe, gebilldet werden konnte, sind viele hundert Jahre vorbei. In den USA ging das, weil man es unternahm, nicht zu lange, nachdem das Gebiet erobert worden war. Hier leben seit zehntausenden von Jahren Leute (dort auch, aber das ist eine andere Geschichte).

Die EU sollte endlich berücksichtigen, dass sie in Wahrheit aus vielen Gebieten besteht, die sehr verschieden sind, und wo die Leute unheimlich stark verbogen werden müssen, damit sie Bürger des selben Landes sein können. Ich habe aber keine Hoffnung, dass das passiert. Es werden noch viele, viele Europäer leiden müssen unter der EU.

fufi hat gesagt…

Weisst du, Tiger

Eigentlich gebe ich dir ja Recht, amit.

Frage mich aber dennoch, weshalb die USA so halbwegs funktioniert, aber die EU?

fufi hat gesagt…

Ich meine:

Stellt euch mal vor, Vermont -"Die Schweiz Amerikas", möchte so rückwirkend aus den USA austreten?
MirNichtsDirNichts?

fufi hat gesagt…

Oder andersrum:

WAS wären die USA heute, wenn damals Vermont - "Die Schweiz Amerikas", NICHT beigetreten wäre?

Orlando hat gesagt…

Tigri bekommt heute hundert Punkte und beide Daumen hoch von mir!

Tiger hat gesagt…

Ta'l disi mi, fufi, ta'l disi mi:

Dei Stati Uniti senza Vermont sarebbero dei Stati Uniti senza Vermont.

Anonym hat gesagt…
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Anonym hat gesagt…
Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.
Orlando hat gesagt…

Ja und nein.

Anonym hat gesagt…
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fufi hat gesagt…

@Katharina

"wie kann sichergestellt werden, dass keine Diktatur der Mehrheit (im Bilde eines Lynchmobs) entsteht?"

Also, ICH wünschte, ich würde DIESE Antwort kennen! :-((((((((

Andersrum:

Vox Populi XIX
----------------------------
Demokratisch
regiert der Pöbel
im Sonntagsgwändli.

fufi hat gesagt…

Und namal @Katharina

Ehrlich gesagt:
Ich weiss nicht mal WO Vermont ist.
Aber ich habe die Werbungen mitbekommen:
"Vermont - die Schweiz Amerikas"

Tja, vielleicht könnten wir das Teil ja mal kolonialisieren.
Aber bitte nur zu Bürozeiten!

Tiger hat gesagt…

Vermont ist dort, wo die Berge grün sind, newa ne.

Dass der Entscheid ziemlich zufällig ist, ist klar. Wenn er nur ein bisschen mehr Neins enthalten hätte, wäre er umgekehrt gewesen und genau so knapp. Aber die Diskussionen wären viel, viel ruhiger gewesen, obwohl es dafür natürlich keinen wirklichen Grund gegeben hätte. So sieht man, dass die direkte Demokratie kein Supermittel ist. Die indirekte aber natürlich auch nicht, auch im Parlament kann eine Abstimmung ja knapp herauskommen.

Lynchmob. Naja, ich denke wirklich, dass das diesmal definitiv NICHT so ist. Der Entscheid ist, wie Britschgi im heutigen Blick am Abend richtig sagte, kein Ausdruck von genereller Fremdenfeindlichkeit. Er ist Ausdruck davon, dass das Schweizervolk halt mitreden will, wie die PFZ ausgestaltet werden soll. Dass die EUrokraten das nicht mögen, weil es bei ihnen nicht so ist und sie diese Spielverderberrolle der Bevölkerung nicht mögen, ist schon lange klar, und es ist hier wieder einmal sichtbar geworden. Sie werden, wie gesagt, nichts lernen daraus, und sie werden nicht bescheidener werden und zurückhaltender. Sie werden vielleicht sogar etwas trötz- und schtämpfeln, aber so richtig dauern tun sie mich nicht.

Katarina, es wird in der Schweiz niemand gelyncht, davon sind wir WEIT entfernt. Die USA nur knapp fünfzig Jahre, wie Du Dich erinnerst (in den späten Sechzigern wurde noch jemand gelyncht). Und die Stimmung in der Schweiz ist WEIT entfernt von jeglicher Pogromstimmung. Ausländer sind hierzulande absolut sicher. Was sich geändert hat, ist eine gewisse, richtig, Rechtssicherheit in Punkto Ausländer und Arbeit. Aber gell, in dieser Hinsicht habe ich ja eh grosse Probleme, und Probleme gesehen. Ich meine damit SEHR grosse Probleme. Und zwar Probleme für Schweizer, die nichts mit Ausländern zu tun haben.

Übrigens haben sich die beiden Glückspilze von WhatsApp vor fünf Jahren bei Facebook beworben und wurden schnöd abgelehnt. Dann kochten sie halt ihr eigenes Süppchen, das sie jetzt facebook verkauften. Für die bescheidene Summe von $19 000 000 000. Ich bin sicher, dass der damals verantwortliche HR-Schlufi heute sich sehr sehr schlecht fühlt. Dass die "Personaler" (wie sich die HRler ja hierzulande hochtrabend nennen) sich hintersinnen, ist aber absolut ausgeschlossen.

Wegen WhatsApp: Eigentlich ist die Idee davon genial simpel. Technisch ist es wirklich nicht Saturn-V-mässig, aber es war genau das, was der Markt gewollt hat.

Anonym hat gesagt…
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Tiger hat gesagt…

Facebook hat mich ja nicht mehr als Mitglied, seit mehreren Jahren (irgendwie drei glaube ich). Wenn ich aber auch von Google wegginge, wäre der Gewinn an Privacy klein und der potenzielle Verlust an Funktionalität recht gross. Müsste ich ausprobieren. Ich habe halt ein Smartphone, und ein solches ohne Google-Integration zu betreiben geht nicht so gut (ersetzt Google durch Apple, wenn nötig, die Aussage bleibt gleich).

Technisch eine Ahnung zu haben, informiert zu bleiben, erreichbar zu sein und immer andere erreichen zu können (in meinem aktuellen Beruf geht es nicht ohne, wirklich nicht, eine Kollegin hat ein Dumbphone, und sie ist immer mal wieder bei Gettogethers nicht dabei, weil sie kein WhatsApp hat) - das erfordert der Verzicht auf viel Privacy. Google weiss wohl in Teilen mehr über mich als meine Mutter. Ohne jeden Scheiss.

Man kann es ihnen schwer machen, indem man die Daten in der Dropbox und in Microsoft Skydrive und in Google Drive verschlüsselt mit Truecrypt, aber das ist halt mühsam. Ich benutze Wuala, das ist schweizerisch und deren Server laufen in der EU (und in Zürich). Auf Whatsapp verzichten kann man nicht gut, wenn man halt in einen Kollegenkreis eingebunden ist, der es benutzt (und wenn man, wie ich, mit den Kindern via WhatsApp gelegentlich Zeugs austauscht). Die Inhalte der ausgetauschten Dokumente sind ja fast nie heikel, nirgends, wenn irgendein NSAler meine Texte zur Jugendpsychologie oder meine Fehlermeldungen für Geogebra liest, ist mir das egal. Nein, ein Problem ist in der Tat, dass Facebook jetzt mein gesamtes Telefonbuch hat, Google auch schon (und Microsoft dank Skype nur einen kleinen Ausschnitt davon), und dass ich sicher in einigen Dutzenden Telefonbüchern von Kollegen und Kolleginnen drin bin. Also auch wenn ich mich wie ein digitaler Neandertaler verhalten würde, die Datenkraken hätten dennoch Zugriff auf mich.

Google weiss genau, von wo ich diesen Text schreibe. Ich sag es auch Euch: von der Bibliothek der Universität Luzern aus. Google kann ohne Problem herausfinden, warum ich hier bin und wie lange und mit wem ich zusammen arbeite. Klar, sie WISSEN nicht, wo ich heute Abend sein werde, aber das weiss ich ja selbst noch nicht genau. Google, hast Du mir einen Vorschlag? :-) Google, übrigens habe ich einen Acer-Computer, trinke Apfelschorle und Cappuccino, den ich von der netten Portugiesin bei der "Snackbox" unten gekauft habe und esse Birchermüesli. Das Tablet habe ich nicht dabei übrigens, das tut mir sehr leid, Jungs.

Kleine Anekdote in Punkto digital native übrigens. Ich hoffe, ich habe sie nicht schon mal gebracht, sonst überlest sie bitte. Ich habe eine kleine externe Tastatur fürs Tablet gekauft, die ich mit ihm via Bluetooth gepaart habe. Dann musste ich noch die Tastaturbelegung einstellen, was ich nicht sofort hinkriegte und vertagte. Meine 14-jährige, die von Android wenig Ahnung hat, da ein iPhone besitzend ("Die Sek in Wollerau ist eine Hipster-Schule", meinte sie lachend) hat eine Minute in den Einstellungen herumgewühlt und schwupps gingen die üs und ös wie wenn sie zur Ottonormalstandardtastatureinstellung gehörten. Und das mir!

Tiger hat gesagt…

Katharina, eine Verfassung hat Europa nicht. Nicht, weil man keine machen wollte, Giscard d'E hat sich ja Mühe gegeben damit, aber diverse europäische Völker haben sie abgelehnt, und so ist das Projekt jetzt wohl tot (zumindest riecht es ziemlich tot). Man sieht, so Zeugs muss das Volk dann doch noch absegnen, und das läuft dann schief. In diesem Zusammenhang sollte man die Abstimmung vom Weekend eigentlich sehen.

Heute ware im Tagi einige Gespräche mit Schweizern und Ausländern zu diesem Thema zu lesen, und der Tenor ist kein Ausländerfeindlicher. Eine amerikanisch-Schweizerische Doppelbürgerin hat die Initiative angenommen, eine Tierärztin. Leicht hat sie sich die Sache nicht gemacht. Die "denen-haben-wirs-gezeigt-höhö"-Kommentare sind lange nicht so verbreitet, wie Du vielleicht denkst. Der Lynchmob ist allegorisch, stimmt. Das passt mir besser. Das Wort "allegorisch" ist nicht in meinem aktiven Wortschatz, Katharina, Du hast Dir in Deinen dreissig USA-Jahren ein Deutsch bewahrt, das ist ja irrsinnig.

Damit will ich nicht sagen, dass es keine Idioten gibt in der Schweizerbevölkerung, Leute, die sich die Sache sehr sehr einfach machen, zum Teil einfach, weil sie halt nix Komplexes im Kopf verarbeiten können. Das SPIELTE eine Rolle, klar, und die Idioten werden von der SVP gescheit als Wahl- und Stimmvolk instrumentalisiert. Logisch, das sehe ich natürlich. So funktioniert Populismus, nix Neues. So geht das sicher auch in den USA.

Ich würde nie sagen, die USA sei viel schlimmer oder so. Ich denke, wenn man die Länder vergleichen will, hat man sehr viel zu tun, weil man viele Details untersuchen muss, und jedes ist anders. Idioten gibt's überall.

Beim Vorlegen der PFZ waren halt viele Details noch unklar, und Prognosen sind ja eh etwas Schwieriges (insbesondere, wenn sie die Zukunft betreffen, newa). Man sieht jetzt viel genauer, wie sie sich auswirkten, als damals, als die Schweizer ihnen zustimmten. Dass viele Probleme damit eben gar nicht Probleme mit den Ausländern sind sondern mit unserer egoistischen Wirtschaft, das ist noch nicht so allgemein bekannt.

Zum Initiativtext: Leider enthält er in der Tat sehr Unappetitliches, Du hast es ja genannt. Die Mechanismen der direkten Demokratie sind halt so, dass so Zeugs nur im Extremfall wirklich wichtig wird. Meist segeln sie unter dem Radar mit und diskutiert werden die grossen Linien (was auch ok ist, denke ich). Am Schluss sagt man "ja" oder "nein", und nicht "ja, aber die Familienmitglieder von Ausländern will ich schon nachziehen lassen" und auch nicht "nein, aber die Schweden, die will ich im Fall nicht".

Gelyncht wird auch bei Euch nicht mehr. Ich bin sicher, ein Schwarzer wird nicht ungestraft umgebracht. Grenzfälle wie neulich sind die Ausnahmen, die die Regel bestätigen.

fufi hat gesagt…

@Tiger

Tja, hab den Artikel auch gelesen.
Vergeudetes Papier und verschwendete Bits!

http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/Warum-Ja--warum-Nein/story/17603181

DA werden mal wieder alle nur denkbaren Klischees bedient.
Der Appenzeller Finanzscheff und der Biobauer sagen NEIN, aber die Tierärztin, die Psycho-therapeutin und so sagen JA.
HACH, wie niedlich!

Und vor allem:
ALLE JA-Sager haben denn schon grad gar nichts gegen Ausländer, sie sind zum Teil sogar halbe.
Ihre Argumente:
- "In den Tierkliniken arbeiten meiner Meinung nach zu viele Deutsche."
- "Damit wir uns richtig verstehen: Ich habe zwar Ja gestimmt, aber nichts gegen Ausländer. ................... Trotzdem befürchte ich, dass wir Schweizer unsere Identität verlieren."
- "Ich komme aus dem südlichsten Zipfel der Schweiz, aus dem Mendrisiotto. Und dort haben wir das Problem, dass wir vom Verkehr erstickt werden. Die Personenfreizügigkeit hat dafür gesorgt, dass Jahr für Jahr mehr Grenzgänger aus Italien in die Schweiz fahren, jeden Tag passieren rund 100 000 Autos die Grenze. Ich habe überhaupt nichts gegen diese Menschen, ich bin nicht rassistisch, bin selber halbe Italienerin. Doch ich engagiere mich für ökologische Anliegen und bin Mitglied der Grünen Partei. Ich halte Pendeln für umweltschädlich und finde, dass man am gleichen Ort wohnen und arbeiten sollte."
fufi: Als ob Pendeln mit der PFZ und der MEI was zu tun hätten!

DAS finde ich irgendwie das ALLERSCHLIMMSTE:
MEIN JA ist denn im Phall KEIN fremdenfeindliches JA!
Gottsverdammte, oberfeige Arsc ......

fufi hat gesagt…

Ich meine, Tiger, magste dich noch erinnern an damals vor 77 Jahren, in Hannover:
"Ich habe Freunde, wo Juden sind!"

Sportpapi hat gesagt…

@Orlando: Die Abstimmung ging verloren, weil eine Mehrheit in der Schweiz wollte, dass wir wieder souveräner, unabhängiger unsere Politik gestalten. Und die gleiche Truppe wird nun nicht müde, über die marode EU zu lästern? Was geht uns die an?
Dass die Politiker dort aber ebenso die Interessen ihrer Länder zu vertreten haben, und sie deshalb nun reagieren, wie jeder vernünftige Mensch in der Schweiz wusste, wie sie das tun werden, kann ihnen ja wohl kaum zum Vorwurf gemacht werden. Es ist doch nicht Erpressung, wenn man nicht mehr mit Leuten spielen möchte, die gerade eben auch gesagt haben, dass sie nicht mehr möchten.
Ich gehe nun davon aus, dass die "Vernünftigen" in der Politik, auch im Interesse der SVP (was sie aber natürlich nicht am populistischen Jammern hindern wird), wieder Lösungen mit der EU finden wird. Und wie beim EWR-Nein wird es am Schluss offensichtlich zum Nachteil unseres Landes sein, und keiner wird dafür die Verantwortung tragen.
Katharina hat schon recht: Es ging im Wesentlichen gegen die bilateralen Verträge. Doch eine Kündigung dieser Verträge wäre niemals mehrheitsfähig gewesen. Also musste man den Leuten versprechen, dass diese selbstverständlich nicht gefährdet werden, weil reiche Schweiz für die marode EU viel wichtiger ist als umgekehrt. Haben wir in den letzten Jahren nicht schon genug solche Machtpoker verloren?
Man wünschte sich, man würde die SVP einfach mal machen lassen. Aber wir können und wollen uns das wohl eher nicht leisten. Und mit ihrer Propagandamaschinerie würden sie wohl noch jede Niederlage zu einem kleinen Sieg schönreden.

Orlando hat gesagt…

Nein.

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