Freitag, 28. Februar 2014

Verwunschene Wunschkinder ......

...... und glückliche Krüppel


Sie wollten ein Kind


Und sie nahmen alle medizinische Hilfe in Anspruch, damals, im 1956/57, wo sie bezahlen konnten.
Und sie kriegten ein Kind. MICH!
















Aber das, wo sie kriegten, wollten sie NICHT!
"Wenn wir gewusst hätten", sagte mir mein Vater später, "dass es DICH gibt, DANN hätten wir DICH NICHT gemacht".
Hat mir mein Vater gesagt, als ich so etwa 22 war.


Endlich sind wir eine RICHTIGE Familie

Lesen wir immer wieder in der SI von so Wurst-Promis.
Und ehrlich gesagt:
ICH möchte NICHT das Kind sein!




Wir haben für DICH viel Geld bezahlt!

Ganz besonders tragisch wird's wenn die achsoliebenden Eltern , nun ja, wenn das Kindli ein Ergebnis der modernen High-Tech-Medizin ist.


Und noch viel, viel schlimmer muss es sein, das einzige Überlebende zu sein, von den Sieben Zwergen, wo ursprünglich im Mutterbauch herangewachsen sind, und weil sie ja bloss EINES wollten, dann weggemacht wurden.
OH NEIN! Ich möchte auch nicht dieses Kind sein!



Der glückliche Krüppel

 Es ist einige Jahre her, wo ich mit Xira im Chelleland am Abig noch ein Bier go trinken gegangen bin.


















Am Nebentisch sass ein Elternpaar mit ihrem Kind.
Einem Mann, einem Mann von etwa 40 Jahren.
Einem Möngi vom allerallerfeinsten.

Der Mann hat zu Xira geschaut und so, ihr wisst vielleicht was ich meine.
Ich bin mit ihr rüber, zu ihm, hab sie neben ihm sitzen lassen.
Ich hab seine Hand in meine genommen und mit seiner Hand habe ich Xira gestreichelt.

Wer jemals solche Freude hat spüren dürfen wie er sie hatte, als er Xira streicheln durfte, ich weiss nicht, ob DAS noch jemals von "unwertem Leben" sabbern könnte!


Unwertes Leben?

Es passt NICHT in unseren Lebensentwurf!
Es kostet ja nur!
Wir haben keine Zeit dafür!
Freunde, Bekannte und Nachbarn fragen immer wieder, weshalb wir diese Scheisse denn nicht weggemacht haben!


Wer  wirklich zwischen wertem und unwertem Leben unterscheiden kann, ist herzlich eingeladen, hier eine CB zu schreiben!

Und soll bitte auch erklären, weshalb es gar nicht so schlimm sei, so Dreckszeugs wegzumachen, bevor es unsere Gesellschaft belastet.
Dankeschön!


Nachtrag am 2.3.2014

Illustrierend meinen Kommentar vom 2. März 2014 15:34

















38 Kommentare:

fufi hat gesagt…

Ich bedaure jedes Kind, wo die Last eines "Wunschkindes" tragen muss!

fufi hat gesagt…

Und ich bedauere auch jedes Kind, wo die Last eines "ungewollten Kindes" tragen muss.

Kurzum:
Ich bedauere ALLE Kinder von SCHLECHTEN Eltern!

fufi hat gesagt…

Nazareth: Morning Dew
"You didn't hear no young man crying, Mama"
http://www.youtube.com/watch?v=vJUrqHRQrxA

Nazareth - Child in the sun
"one mor of your unwanted sons"
http://www.youtube.com/watch?v=rtBElII_bug

fufi hat gesagt…

Frage:
Werden die Kosten zur Erzeugung (NICHT Zeugung) von Embryonen ebenso fon der KK übernommen wie die Entfernung der zuviel erzeugten (NICHT gezeugten) aus dem Bauch der achsoglücklichen werdenden Mutter?

fufi hat gesagt…

Aber ja doch!

Immerhin hat "Carlos" wieder so ein wunderschönes "Sondersetting" erhalten!

fufi hat gesagt…

Und s'muss ja auch nicht immer so spektakulär sein.

Da gab's doch noch die Beiden, wo s'Müetti alljährlich geworfen hat.
Und erst das sechste war ein Büebli, wo dann auch noch denselben Vornamen verpasst kriegte wie der Pappi.

Das 7te, ein Mädchen, kam ein paar Jahre später.

fufi hat gesagt…

Nein, ich hab mir eine gewisse Empfindlichkeit längst abgewöhnt.

Aber in DIESEM Fall möchte ich diejenige Person, wo da ein "NEIN" angekreuzt hat ehrlich fragen, weshalb.
Im Sinne eines Diskussionsbeitrags.

Orlando hat gesagt…

1/4
Die Theorie der Menschenrechte beruht gerade auf der Erwägung der Tatsache, daß der Mensch zum Unterschied von den Tieren und den Sachen nicht der Herrschaft von irgend jemandem unterworfen werden kann. Es muß auch auf jene Logik hingewiesen werden, die dazu neigt, die Personwürde mit der Fähigkeit zu verbaler, ausdrücklicher, auf alle Fälle erprobbarer Kommunikation gleichzusetzen. Es ist klar, daß unter solchen Voraussetzungen in der Welt kein Raum für den ist, der, wie das ungeborene Kind oder der Sterbende, ein von seiner physischen Konstitution her schwaches Wesen ist, auf Gedeih und Verderb anderen Menschen ausgeliefert und radikal von ihnen abhängig ist und mit dem Kommunikation nur durch die stumme Sprache einer tiefen Symbiose liebender Zuneigung möglich ist. Damit wird die Stärke zum Entscheidungs– und Handlungskriterium in den zwischenmenschlichen Beziehungen und im sozialen Zusammenleben. Doch das ist das genaue Gegenteil von dem, was den Rechtsstaat historisch als Gemeinschaft bestätigt hat, in der an die Stelle des »Rechts der Stärke« die »Stärke des Rechts« tritt.

Auf einer anderen Ebene liegen die Wurzeln des Widerspruchs zwischen der feierlichen Bestätigung der Menschenrechte und ihrer tragischen Verweigerung in der Praxis in einer Auffassung von Freiheit, die das einzelne Individuum zum Absoluten erhebt und es nicht zur Solidarität, zur vollen Annahme des anderen und zum Dienst an ihm veranlaßt. Wenn es wahr ist, daß sich die Auslöschung des ungeborenen oder zu Ende gehenden Lebens mitunter auch den Anstrich eines mißverstandenen Gefühls von Altruismus und menschlichen Erbarmens gibt, so kann man nicht bestreiten, daß eine solche Kultur des Todes in ihrer Gesamtheit eine ganz individualistische Freiheitsauffassung enthüllt, die schließlich die Freiheit der »Stärkeren« gegen die zum Unterliegen bestimmten Schwachen ist.

Genau in diesem Sinn kann man die Antwort Kains auf die Frage des Herrn »Wo ist dein Bruder Abel?« auslegen: »Ich weiß es nicht. Bin ich der Hüter meines Bruders?« (Joh 4, 9). Jawohl, jeder Mensch ist »Hüter seines Bruders», weil Gott den Menschen dem Menschen anvertraut. Und im Hinblick auf dieses Anvertrauen schenkt Gott auch jedem Menschen die Freiheit, die eine wesentliche Beziehungsdimension besitzt. Sie ist ein großes Geschenk des Schöpfers, so sie in den Dienst der Person und ihrer Verwirklichung durch die Selbsthingabe und die Annahme des anderen gestellt wird; wenn die Freiheit jedoch in individualistischer Weise verabsolutiert wird, wird sie ihres ursprünglichen Inhalts entleert und steht im Widerspruch zu ihrer Berufung und Würde.

Orlando hat gesagt…

2/4
Noch einen tiefgehenderen Aspekt gilt es zu unterstreichen: die Freiheit verleugnet sich selber, zerstört sich selber und macht sich zur Vernichtung des anderen bereit, wenn sie ihre grundlegende Verbindung mit der Wahrheit nicht anerkennt und nicht mehr respektiert. Jedesmal, wenn die Freiheit sich von jeder Tradition und Autorität befreien will und sich den wesentlichen Klarheiten einer objektiven und gemeinsamen Wahrheit als dem Fundament für das persönliche und soziale Leben verschließt, hört der Mensch auf, als einzigen und unanfechtbaren Anhaltspunkt für seine Entscheidungen nicht mehr die Wahrheit über Gut und Böse anzunehmen, sondern nur noch seine subjektive und wandelbare Meinung oder gar sein egoistisches Interesse und seine Laune.

In dieser Auffassung von Freiheit wird das soziale Zusammenleben tiefgreifend entstellt.
(…)
So schwindet jeder Bezug zu gemeinsamen Werten und zu einer für alle geltenden absoluten Wahrheit: das gesellschaftliche Leben läuft Gefahr, in einen vollkommenen Relativismus abzudriften. Da läßt sich alles vereinbaren, über alles verhandeln: auch über das erste Grundrecht, das Recht auf Leben.

Das geschieht denn auch in der Tat im eigentlich politisch-staatlichen Bereich: das ursprüngliche, unveräußerliche Recht auf Leben wird auf Grund einer Parlamentsabstimmung oder des Willens eines — sei es auch mehrheitlichen — Teiles der Bevölkerung in Frage gestellt oder verneint. Es ist das unheilvolle Ergebnis eines unangefochten herrschenden Relativismus: das »Recht« hört auf Recht zu sein, weil es sich nicht mehr fest auf die unantastbare Würde der Person gründet, sondern dem Willen des Stärkeren unterworfen wird. Auf diese Weise beschreitet die Demokratie ungeachtet ihrer Regeln den Weg eines substantiellen Totalitarismus. Der Staat ist nicht mehr das »gemeinsame Haus«, in dem alle nach den Prinzipien wesentlicher Gleichheit leben können, sondern er verwandelt sich in einen tyrannischen Staat, der sich anmaßt, im Namen einer allgemeinen Nützlichkeit — die in Wirklichkeit nichts anderes als das Interesse einiger weniger ist — über das Leben der Schwächsten und Schutzlosesten, vom ungeborenen Kind bis zum alten Menschen, verfügen zu können.

Alles geschieht scheinbar ganz auf dem Boden der Legalität, zumindest wenn über die Gesetze zur Freigabe der Abtreibung und der Euthanasie nach den sogenannten demokratischen Regeln abgestimmt wird. In Wahrheit stehen wir lediglich einem tragischen Schein von Legalität gegenüber, und das demokratische Ideal, das es tatsächlich ist, wenn es denn die Würde jeder menschlichen Person anerkennt und schützt, wird in seinen Grundlagen selbst verraten: »Wie kann man noch von Würde jeder menschlichen Person reden, wenn die Tötung des schwächsten und unschuldigsten Menschen zugelassen wird? Im Namen welcher Gerechtigkeit begeht man unter den Menschen die ungerechteste aller Diskriminierungen, indem man einige von ihnen für würdig erklärt verteidigt zu werden, während anderen diese Würde abgesprochen wird?«. Wenn diese Zustände eintreten, sind bereits jene Dynamismen ausgelöst, die zum Zerfall eines echten menschlichen Zusammenlebens und zur Zersetzung der staatlichen Realität führen.

Orlando hat gesagt…

3/4
Das Recht auf Abtreibung, Kindestötung und Euthanasie zu fordern und es gesetzlich anzuerkennen heißt der menschlichen Freiheit eine perverse, abscheuliche Bedeutung zuzuschreiben: nämlich die einer absoluten Macht über die anderen und gegen die anderen. Aber das ist der Tod der wahren Freiheit: »Amen, amen, das sage ich euch: Wer die Sünde tut, ist Sklave der Sünde« (Joh 8, 34).

»Ich muß mich vor deinem Angesicht verbergen« (Gen 4, 14): die Verfinsterung des Sinnes für Gott und den Menschen

Auf der Suche nach den tiefsten Wurzeln des Kampfes zwischen der »Kultur des Lebens« und der »Kultur des Todes« dürfen wir nicht bei der oben erwähnten perversen Freiheitsvorstellung stehen bleiben. Wir müssen zum Herzen des Dramas vorstoßen, das der heutige Mensch erlebt: die Verfinsterung des Sinnes für Gott und den Menschen, wie sie für das vom Säkularismus beherrschte soziale und kulturelle Umfeld typisch ist, der mit seinen durchdringenden Fangarmen bisweilen sogar christliche Gemeinschaften auf die Probe stellt. Wer sich von dieser Atmosphäre anstecken läßt, gerät leicht in den Strudel eines furchtbaren Teufelskreises: wenn man den Sinn für Gott verliert, verliert man bald auch den Sinn für den Menschen, für seine Würde und für sein Leben; die systematische Verletzung des Moralgesetzes, besonders was die Achtung vor dem menschlichen Leben und seiner Würde betrifft, erzeugt ihrerseits eine Art fortschreitender Verdunkelung der Fähigkeit, die lebenspendende und rettende Gegenwart Gottes wahrzunehmen.
(…)
»Denn das Geschöpf sinkt ohne den Schöpfer ins Nichts... Überdies wird das Geschöpf selbst durch das Vergessen Gottes unverständlich«. Der Mensch vermag sich nicht mehr als »in geheimnisvoller Weise anders« als die verschiedenen irdischen Lebewesen wahrzunehmen; er sieht sich als eines der vielen Lebewesen, als einen Organismus, der bestenfalls eine sehr hohe Vollkommenheitsstufe erreicht hat. In den engen Horizont seiner Körperlichkeit eingeschlossen, wird er gewissermaßen zu »einer Sache« und beachtet nicht mehr den »transzendenten« Charakter seines »Existierens als Mensch«. Er sieht das Leben nicht mehr als ein großartiges Geschenk Gottes an, als eine »heilige« Wirklichkeit, die seiner Verantwortung und damit seiner liebevollen Obhut, seiner »Verehrung« anvertraut ist. Es wird einfach zu »einer Sache«, die er als sein ausschließliches, total beherrschbares und manipulierbares Eigentum beansprucht.

Er ist daher nicht mehr in der Lage, sich angesichts des Lebens, das geboren wird, und des Lebens, das stirbt, nach dem wahren Sinn seines Daseins fragen zu lassen, indem er diese entscheidenden Augenblicke des eigenen »Seins« in echter Freiheit annimmt. Er kümmert sich nur um das »Machen« und bemüht sich unter Zuhilfenahme jeder Art von Technologie um die Planung, Kontrolle und Beherrschung von Geburt und Tod. Aus ursprünglichen Erfahrungen, die »gelebt« werden sollen, werden Geburt und Tod zu Dingen, die man sich einfach zu »besitzen« oder »abzulehnen« anmaßt.

Tiger hat gesagt…

a) Bist der komische Vogel im Föteli Du? Und wer ist der Bub? :-)

b) Die Tea-Party hat kein Problem, unlebenswertes Leben zu bezeichnen. Amerikaner sind nicht drunter, zumindest praktisch nicht. Das Gesocks im Nahen Osten (aka middle east) allerdings ist jetzt aber sicher schon unwert zu leben.

c) Selektive Abtreibung finde ich auch ziemlich falsch. Normale Abtreibung allerdings nicht prinzipiell. Ich definiere halt "Notlage" anders als Du, fufi. Wer aber aufgrund einer künstlichen Befruchtung Drillinge erwartet, soll nicht einfach zwei davon wegmachen können.

Orlando hat gesagt…

4/4
Wenn im übrigen einmal der Bezug zu Gott ausgeschlossen ist, überrascht es nicht, daß der Sinn aller Dinge tief entstellt zum Vorschein kommt, und die Natur selbst, nicht mehr »mater«, zu einem »Material« entwürdigt wird, das allen Manipulationen offensteht. Zu diesem Punkt scheint eine gewisse in der modernen Kultur vorherrschende technisch-wissenschaftliche Rationalität zu führen, die selbst die Vorstellung einer Wahrheit vom Schöpfer, der anzuerkennen ist, oder eines Planes Gottes vom Leben, das zu achten ist, leugnet. (...)

Wenn der Mensch wirklich lebt, »als ob es Gott nicht gäbe«, so kommt ihm nicht nur der Sinn für das Geheimnis Gottes, sondern auch für das Geheimnis der Welt und seines eigenen Seins abhanden.

Die Verfinsterung des Sinnes für Gott und den Menschen führt unvermeidlich zum praktischen Materialismus, (...) In einem solchen Gesamtrahmen wird das Leiden, eine unvermeidbare Belastung der menschlichen Existenz, aber auch ein Faktor möglichen personalen Wachstums, »beanstandet», als unnütz zurückgewiesen, ja als immer und auf jeden Fall zu vermeidendes Übel bekämpft. Kann man es nicht überwinden und schwindet die Aussicht wenigstens auf künftiges Wohlergehen, dann scheint das Leben jede Bedeutung verloren zu haben, und im Menschen wächst die Versuchung, das Recht zu seiner Beseitigung geltend zu machen.

Im selben kulturellen Umfeld wird der Körper nicht mehr als für die Person typische Wirklichkeit, nämlich als Zeichen und Ort der Beziehung zu den anderen, zu Gott und zur Welt, wahrgenommen. (Der Körper) ist auf einen rein materiellen Charakter verkürzt: er ist nur ein Komplex von Organen, Funktionen und Kräften, die nach reinen Kriterien von Genuß und Leistung zu gebrauchen sind. Infolgedessen wird auch die Sexualität entpersönlicht und instrumentalisiert: aus Zeichen, Ort und Sprache der Liebe, das heißt der Selbsthingabe und der Annahme des anderen, wie sie dem ganzen Reichtum der Person entspricht, wird sie immer mehr zu einer Gelegenheit und einem Werkzeug der Bestätigung des eigenen Ich und der egoistischen Befriedigung der eigenen Begierden und Instinkte.

Die Verfinsterung des Sinnes für Gott und für den Menschen mit allen ihren mannigfachen, verhängnisvollen Auswirkungen auf das Leben vollzieht sich im Innern des sittlichen Gewissens. Dabei geht es zunächst um das Gewissen jedes einzelnen Menschen, der in seiner Einmaligkeit und Unwiederholbarkeit allein mit Gott ist. Doch es geht in gewissem Sinne auch um das »sittliche Gewissen« der Gesellschaft: (...) Das sittliche Gewissen sowohl des einzelnen wie der Gesellschaft ist heute auch wegen des aufdringlichen Einflusses vieler sozialer Kommunikationsmittel einer sehr ernsten und tödlichen Gefahr ausgesetzt: der Gefahr der Verwirrung zwischen Gut und Böse in Bezug auf das fundamentale Recht auf Leben. Ein Großteil der heutigen Gesellschaft zeigt sich ähnlich jener Menschheit, die Paulus im Römerbrief beschreibt. Sie besteht aus »Menschen, die die Wahrheit durch Ungerechtigkeit niederhalten« (1, 18): nachdem sie von Gott abgefallen sind und glaubten, das irdische Gemeinwesen ohne Ihn aufbauen zu können, »verfielen sie in ihrem Denken der Nichtigkeit, und ihr unverständiges Herz wurde verfinstert« (1, 21); »sie behaupteten weise zu sein, und wurden zu Toren« (1, 22); sie wurden zu Urhebern todesträchtiger Werke und »tun sie nicht nur selber, sondern stimmen bereitwillig auch denen zu, die so handeln« (1, 32). Wenn das Gewissen, dieses leuchtende Auge der Seele (vgl. Mt 6, 22-23), »das Gute böse und das Böse gut« nennt (Jes 5, 20), dann ist es auf dem Weg besorgniserregender Entartung und finsterster moralischer Blindheit.

Orlando hat gesagt…

dixi Ioannes Paulus PP. II (Evangelium vitae - über den Wert und die Unantastbarkeit des menschlichen Lebens, 1995)

zysi hat gesagt…

Aaron Jakob, né 20.2.2014

i grüesse euch aui.

Orlando, danke für die Zeilen.
Ich begründe die situative Ethik der heutigen modernen, aufgeklärten Gesellschaft oft so.
Fünf faule Äpfel werden verspeisst.
Der erste Apfel ist der marxistisch-leninistische Materialismus. Also der atheistische Kollektivismus resp. Kommunismus fault in sich durch vier Keime:
- Gott existiert nicht und der Mensch ist lediglich ein hochentwickeltes Tier ohne jegliche Hoffnung auf ein Leben nach dem Tod.
- die Wahrheit ist relativ (alles fliesst; wie in der griechischen Mythologie). Es gibt keinen wahrhaft moralischen Weg für das Leben. Jeder hat das Recht für sich selbst zu entscheiden, was richtig und falsch ist (Darum auch die Menschenrechte nach EU Gusto)
- Ein Einparteienregierung sollte in einem Land sowohl Wohlstand als auch den Weg zur Schaffung von Wohlstand anstreben. Sie kann den Wohlstand dann so verteilen (Mindestlohn, Einheits-KK), wie immer ihre Führer (Lenin, Stalin, Hitler, gutmenschliche Funktionäre aller Couleur) es wünschen. Das heisst, das Ziel ist die Kontrolle des Staates über die Wirtschaft, die Politik, die Bildung und Religion.
- Die menschliche Natur lässt sich formen und kann durch eine Änderung des Umfelds modifiziert werden. Wenn die Güter auf eine gemeinschaftliche Weise (=Kommunismus) geteilt werden, dann werden die Menschen in Frieden und Harmonie leben und die negativen Aspekte der menschlichen Natur werden angeblich verkümmern (Oh heiliger Sozialismus; lass deine Utopie doch wahr werden)....

Der zweite Apfel ist dann das wahrhaftige Redbull Getränk - der fitteste möge siegen im Sinne Darwins. Diese Phliosophie der Bedeutungslosigkeit als Instrument zur Befreiung, sowohl politisch wie auch wirtschaftlich (ich bin nicht zuständig für meine Daseinsberechtigung und WOhlergehen) aber vorallem in sexueller Hinsicht, hat es weit gebracht. Wir müssen uns nicht wundern, wenn jemand anfängt wie ein Tier zu handeln, nachdem man ihn gelehrt hat, dass er im Grunde nur ein Tier ist; mit zufälliger Weiterentwicklung zum gewissenhaften und vernunftbegabten Trockennasenaffen. Also die kosmogenetische Myhtologie des Zeitgeistes.

Der dritte faule Apfel dann wird von Freud angeknabbert. Diese Triebhaftigkeit ist nun heute aufgeklärt widerlegt; vermeintlich. Dieser instinktiv handelnde Mensch (in Fortsetzung von Apfel NR 2) hat also keine Wahl; wie auch die Schulmassaker an US-Schulen (als Bsp.) zeigen oder andere nette Menschliche Auslieferungen an das Schicksal, wo der freie Wille, keine Rolle spielte (siehe Kain).

diese drei Äpfel wirken als solche schon beachtlich stark.

Apfel 4 und 5 gehören nahe zueinander als konsequente Weiterführung der vorgängigen. mit der Sexualehtik; (alles ist erlaubt, was lustvoll erscheint) die dem Lust/Unlustprinzip folgt gingen dann auch die ausserehelichen Triebe einher. Wozu eine Ehe von Mann und Frau? Daher war die Pille zwar nicht per se schlecht; aber seither gibt es mehr ungewollte Schwangerschaften ?????? Wie das? => Apfel 4 scmeckt gut.

Apfel 5 ist kurz und kräftig.

Wenn wir unseren Kindern die Bildung anhand der Bibel vorenthalten, dann müssen wir uns nicht wundern, wenn wir auch ohne Gottes Gnade unterwegs sind und die Gesellschaft weiter in seinen eigenen Strudel treibt. Zur Veranschaulichung ein fiktives Gespräch eines Schülers mit Gott, an dessen Schule/Seminar gerade (bspw. US oder in Olso/NOR) ein Massaker stattfand:
"Lieber Gott, warum lässt du solche Gewalt in unseren Schulen zu? Unterschrift: Ein besorgter Schüler."
Die Erwiderung:
" LIeber besorgter Schüler, ich wurde in euren Schulen verboten - Gott." (Nachtrag des Autor: dafür hilft dir sicherlich nun die UN Charta).

Also ich lese die faulen Äpfel für meinen Aaron Jakob aus wie auch für seine beiden Geschwister.

Häbet e gäbige erste Tag vor Wuche, i muess iz no dr Zopf i Bachofe tue, für morn z'Morge....


fufi hat gesagt…

Sorry, kann heute nur kurz reinschauen, und deshalb:

@zysi:
Herzliche Gratulation, und freue mich, dich wieder mal bewirten zu haben dürfen!
Und von wegen dem Aaron:
Da gibz ja noch sonen Segen, in der Bibel, den "Aaronitischen" nämlich.
Was der schönste Segen ist, wo's überhaupt gibt!
Und der geht so (in fufis Bearbeitung):
Gott segnet und beschützt dich!
Gott lässt sein Angesicht über dir leuchten und ist dir gnädig!

@den Tiger
Tja, scheint's hab ich da so nen spirituell-menschlichen Zwilling?
Ich meine, ich hab da oben noch 2 Bilder davon reingestellt!

Und @Orlando
Da haste aber viele schöne Buchstaben reingestellt. Wo der Papst mal von sich gegeben hat.
Bloss: Was meinst denn DU dazu?

fufi hat gesagt…

Weisst du, Orli:

Ich kenn das seit gut 30 Jahren:
Da schlagen sie wie die Wilden um sich, mit Bibelzitaten, mit Filosofenzitaten, mit Theologenzitaten, und leider nur allzuoft auch mit selbsterfundenen Zitaten.

Und dann frag ich sie:
WAS genau wollen Sie denn gamit sagen?
Und SIE sagen: Er hat gesagt "blablablablabla".

Und ICH frage zurück:
DAS hab ich wohl verstanden, aber WAS haben SIE damit sagen wollen?

HÄ????????

fufi hat gesagt…

@zysi

Also weisst du, die Sache mit den Äpfeln, also irgendwie trau ich dem Ganzen nicht wirklich!

Tiger hat gesagt…

Hm, fufi, dieser Segen gefällt mir auch sehr, immer wenn er kommt, am Schluss des Gottesdienstes, kommen mir die Tränen...

fufi hat gesagt…

Beachte Tiger, dass ich das im Prädikativ schreibe und sage und meine!

zysi hat gesagt…

Danke fufi. An diesen Segensspruch dachten wir übrigens gar nicht.
Ja, der kleine Köbeler hat übrigens eine Ohrmuschel wie ein Ringer, also zugeklebt. Auf dem anderen Ohr allestop - und ja er ist quasi beides. Leicht verkrüppelt und gewünscht:-)
es sind formatierte Äpfel ja. Haben wir die nicht alle irgendwie?

Orlando hat gesagt…

Zysi, deinem Post von gestern ist nichts hinzuzufügen. Schön, danke.

Fufi, wozu sich noch die Mühe machen? Wenn alles schon in schöneren Sätzen geschrieben steht, als man selber je zustandebrächte. Könnt ja Karol Wojtyla (@Johannes Paul II) einen Faschisten schelten...

Servus.

fufi hat gesagt…

Lieber Zysi

Ich hoffe, das ist nichts wirklich Schlimmes, mit dem Köbeler?

Oder soll ich sagen Jakobus?
Wie der Herrenbruder?

fufi hat gesagt…

Und @Orlando

Klar ist's besser, man lässt andere was sagen, wo Mann NICHT so gut sagen könnte ........... ??????????????

Aber hättest das wenigstens auf etwa 25 Zeilen zusammenfassen können!

fufi hat gesagt…

Und namal @ Orli

Biste sicher, dass das Geschreibsel vom Polen stammt?
Oder nicht etwa vom Kardinal Ratzinger?

Orlando hat gesagt…

Ist doch Wurscht/Kielbasa. Sind je eh beides Faschos in EUREN Augen...

Do Widzenia.

Tiger hat gesagt…

Congrats, zysi. Wieso reihst Du Dich bei jenen ein, die "gutmenschlich" pejorativ benutzen? Ein guter Mensch sein zu wollen ist doch ganz und gar positiv? Oder nicht? Das ist eine total Ernst gemeinte Frage.

Dann: An den US-Schulen, wo die Leute herumballern, wird Gott sicher nicht verboten. Dort wird die wissenschaftliche Lehre ja zum Teil verbannt. In der Schweiz gibt es Religionsunterricht UND Biounterricht, und die widersprechen sich nicht prinzipiell. Kein Biologe hat sich meinen Zweifeln an der offiziellen Lehre bisher angenommen, zumindest nicht offiziell. Bio zu unterrichten, das wäre darum nicht meins (nicht, dass ich es nicht könnte, wirklich nicht können täte ich Sport, Zeichnen und Werken unterrichten, alles andere liesse sich lernen für mich).

Köbi ist sicher locker operabel, oder, zysi? Er muss sicher nicht sein Leben mit langen Haaren herumlaufen, die seine Ohren verdecken.

Cześć, Orli!

fufi hat gesagt…

@Orlando am 3. März 2014 22:29

Also mit dem Polen, nun ja:
Der war irgeneine Mischung zwischen Marienkäfer und Gottesanbeterin. Nicht wirklich appettitlich!

Dem Gralshüter der richtigen Lehre hab ich übrigens gratuliert, zu seiner Wahl zum Oberhirten, per Mail!

Orlando hat gesagt…

Die Büchner-Preisträgerin Sibylle Lewitscharoff hat sich pointiert zum Thema geäussert, in ihrer skandalösen Dresdner Rede: Künstliche Fortpflanzung ist "widerwärtig", Onanieverbote sind "weise".

http://www.spiegel.de/kultur/literatur/lewitscharoff-rede-buechner-preistraegerin-zu-befruchtung-und-onanie-a-957254.html

Bitte unbedingt auch die Rede selber lesen.

Fufi, es ist erstaunlich, wie gut Du die Themen triffst, sehr zeitgeistig, aber wie du es immer wieder schaffst - aus keinem ersichtlichen Grund (bei mir war es wenigstens immer der Provokation willen...!) - deinen eigenen Blog mit infantilen Entgleisungen zu zerschiessen, ist und beibt mir ein Rätsel.

Wundert es dich eigentlich nicht, dass hier niemand mehr etwas beiträgt?

Cindy hat gesagt…

Neulich hat mein Stammfreier aber ganz gehörig Mundgeruch von billigem Messwein gehabt. Von zuviel Möbelpolitur auf der Beichtbank hab ich heute noch Schwielen.

Das kostet Dich dreizehn 'Gebenedeit sei mein Hintern' extra.

fufi hat gesagt…

@Orlando

Besten Dank dafür:
"Fufi, es ist erstaunlich, wie gut Du die Themen triffst, sehr zeitgeistig, "

Und bitte, kannste mir ein neuestes Beispiel geben, wo ich "infantil entgleist bin"- ich meins ehrlich!

Ich weiss, dass ich einen ziemlich unkonventionellen Humor habe.
Und es ist bald 30 Jahre her, wo mir ein Freund vorgeworfen hat, dass ich "Dinge vergleiche, die nicht verglichen werden dürfen" (soso?)

Eben.

Besten Dank!

fufi hat gesagt…

@ Cindy

Gib ihm doch fürderhin zuerst ein paar Gläsli Dalwhinnie, weinetwegen auch einige Zwätschge-Lutz, kommt ganz auf DEINEN Geschmack an, aber selbstverständlich auf seine Rechnung.

Und von wegen den Schwielen:
Der kann dir dieselbigen grad auch noch wegmachen, mit Bims(!)-Stein!

Tiger hat gesagt…

Cindy, so wie ich Orli kenne, läuft unter Lagavulin gar nichts. Und untersteh Dich, ihm einen Johnny Walker oder irgend so ein Spülwasser zu servieren.

Orlando hat gesagt…

Ich bin Bourbon-Trinker, wie oft muss ich denn das noch sagen?

@Cindy: da muss eine Verwechslung vorliegen. Wieso gehst du Luder aber auch mit jedem Proleten mit! Du weisst doch, wenn du mit mit zu tun hattest, hattest du danach mehr als ein paar Schwielen...die drei Erholungstage, die du danach jeweils benötigst, sprechen jedenfalls eine deutliche Sprache.

@Fufi: Ich bin zu faul zum suchen, Ich sag's dir einfach das nächste Mal, okay? Und das nächste Mal kommt bestimmt...

fufi hat gesagt…

A propos Wunschkinder

Da hat scheint's letzthin eine Frau eine Rede gehalten, zum Thema.
Tja, dem Tagi hat's nicht wirklich gefallen:

http://www.tagesanzeiger.ch/kultur/buecher/Zweierlei-Frevel/story/11403548

Klaro, meint fufi, im Allgemeinen werden die Suppen nicht ganz so heiss gelöffelt, wie sie gekocht werden.
Aber dennoch, als Gedankenanstoss nicht wirklich Nichts!

Das Ganze gibt's übrigens hier:
http://www.staatsschauspiel-dresden.de/download/18986/dresdner_rede_sibylle_lewitscharoff_final.pdf

Tiger hat gesagt…

Lewitscharoff, uau, coooooole Frau. Eine Frau mit Meinung. Vor allem über Sachen, von denen sie nix weiss.

a) Wenn Kinder, die durch künstliche Befruchtung entstanden sind, ja nur so Halbmenschen sind, wie redet sie dann mit denen? Würde sie ihre Ermordung befürworten?

b) Ich lebe dank moderner Medizin. Ohne die wäre ich tot, wie hier ja jeder weiss. Wenn die Frau die Medizin bei der Fortpflanzung verurteilt, dann wohl auch bei anderen lebensförderlichen Vorgängen. Na dank schön Sibylle.

fufi hat gesagt…

Danke Tiger für den Input!

Werde das in eigenen Posts abhandeln.

Für heute allerdings sind Frühlingsgefühle angesagt!
Die Vögel fliegen
und die Fliegen
Nein, es gibt noch gar keine Fliegen!

Aber dafür gibt's Gratis-Cüpli heute, und Spezli und Chäschüechli und Schinkegipfeli und sowiso alles!
FAST alles!

fufi hat gesagt…

Sorry Tiger,
Aber wenn DU DAS da sagst:
Wenn die Frau die Medizin bei der Fortpflanzung verurteilt, dann wohl auch bei anderen lebensförderlichen Vorgängen.

Also sag bitte, steht DAS SO in ihrer Rede?

Orlando hat gesagt…

Keine Antwort ist auch eine Antwort. Sowohl Tigri (als auch Fufi) haben die unangenehme Angewohnheit, Dinge in Texte hineinzulesen, die da nicht stehen.

"A sagt, die Arbeitslosigkeit sei zu hoch" - "Aha, dann will A bestimmt die Arbeitslosen alle töten, oder was?" (Tigri) - "Und was ist mit denen, wo Arbeit HABEN, aber dabei sehr unglucklich sind, waseliwas?" (Fufi)

Nach diesem Muster läuft das hier ab. Na, gute Nacht.

Lewitscharoffs Rede hatte ich übrigens hier drin schon vor drei Tagen ins Spiel gebracht, Fufi. Kannste oben nachlesen. Das zeigt auch, wie genau du hier mitliest.

Frau Lewitscharoff gehört ein alternatives Bundesverdienstkreuz umgehängt. Der deutsche Intellektuellen- und Geistes- (und um ihn herumgeschart der Medienbetrieb) ist in seiner Mehrheit eine Ansammlung von Gesinnungs-Gestapo und kleinen linksliberalen Freyslers. So kann man bequem alles, was als denkerische Herausforderung für die gemütliche bundesrepublikanische Nachkriegs-Geistesordnung gelten könnte, in den Ruch der eigenen Nazivergangenheit stellen. "Das darf man als DeutscheR nicht sagen!". Das regt mich auf an unseren Nachbarn. Dass da lauter kleine (kleingeistige) Gute rumrennen, kleine Beckmessers, die nur bis zum Jahr 1933 zurückdenken können und alles was davor war auradieren wollen - weil es ja angeblich alles auf direktem Wege in das Dritte Reich geführt hat, nicht wahr! Deshalb werden grosse Denker in Deutschland heute niedergemacht und auf Aldi-, Harz IV- und Menschen-bei-Maischberger-Niveau zusammengestaucht. No country for old men: Goethe, Beethoven, Thomas Mann - solche Leute wären heute in Deutschland gar nicht mehr möglich.

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