Samstag, 7. März 2015

It’s a mad men’s mad world!


Morgen ist wie jedes Jahr zwar nicht Ostern,
aber wie an jedem 8. März der internationale Tag der Frau.

Und ja doch, weiss der Teufel weshalb, aber die Frauen sind grossmehrheitlich halt immer noch die „Niggas der Welt“ (John Lennon).


Und ja doch, selbstverständlich hat da der Teufel seine Hände im Spiel, und zwar beide!


Die rechte Hand des Teufels


DAS sind die Religiösen!


Weil bei DENEN liegt alle Macht in Manneshand. Da bestimmen P****** darüber, was Frauen SEIN und/oder TUN dürfen, oder eben nicht.
Mit allen sozialen und strafrechtlichen Konsequenzen.


Die linke Hand des Teufels


DAS sind die Mammonisten!


Weil bei DENEN liegt alle Macht auf dem Bankkonto. Und da bestimmt der erwartete Verdienst darüber, was Frauen SEIN und/oder TUN dürfen, oder eben nicht.
Mit allen sozialen Konsequenzen für die Frauen und den zivilrechtlichen für die Männer, wenn denn die intersexuelle Wirtschaftsunion zu Bruch geht.


Und in den allermeisten Weltgegenden arbeiten die beiden Hände des Teufels ja höchst effizient zusammen.
Ganz harmonisch: Hand in Hand.


Und dennoch gibt’s Hoffnung


Vor allem in mammonistisch orientierten Gesellschaften. Weil, mal ehrlich gesagt, es spielt ja eigentlich nicht wirklich eine grosse Rolle, WER von beiden denn die Kohle beschafft.
Beispiele gibt’s zuhauf, ich nenne stellvertretend eine gewisse „Madonna“. Und den Kids geht’s dabei auch gut, weil für Nannies, Köche, PrivatlehrerInnen und so ist selbstverständlich gesorgt.
Wobei es auch Mischformen gibt, wie etwa „Uriella“. (I love her!)


Aber der mammonistische Trend ist klar: Hauptsache die Kasse stimmt.


Traditionalstische Hemmschuhe

Klar gibt’s auch hierzulande immer noch so Synkretisten wo versuchen den Mammonismus mit längst entschwundener Religiosität(?) zu verbinden. Interessanterweise treten DIESE – ganz entgegen der real existierenden Familienverhältnissen – noch immer bevorzugt im Schutz der 3 Helvetischen „VOLKS“-Parteien auf.


Wobei, genau besehen, geht’s da NICHT um Religiosität sondern um verzweifelte Versuche, ein religiös überhöhtes „Gestern“ in ein mammonitisches „Morgen“ hinüberzuretten.
Unter konsequenter Ausblendung des „Heute“.


Mögt ihr euch noch an meinen Kommentar zu Charlie erinnern?

MUSS ich tun, was ich tun kann?


MUSS ich als Frau eine Kader-Karriere machen?
Ab welcher Stellung gehöre ich als Frau zum Kader?
DARF ich als Frau, innerhalb der gegeben Umständen TUN was ICH will?
DARF ich als Frau, innerhalb der gegeben Umständen LASSEN was ICH will?

Muss ich mich, als Frau, den Ansprüchen beugen wo MÄNNER an mich haben?
Muss ich mich, als Frau, den Ansprüchen beugen wo FRAUEN an mich haben?


Die grosse Versöhnung naht


Wenn nämlich der Mammonismus sich mit dem Mammanismus vermählt!
DANN werden die Männer nichts mehr zu sagen haben!

Ok, diese Vor-Version hat’s noch nicht wirklich geschafft.


Und hier noch ein musikalisches Grüssli!
NICHT nur für die weiblichen Besucherinnen.

https://www.youtube.com/watch?v=JduG0nT1Q3s

59 Kommentare:

fufi hat gesagt…

Selbstredend soll ALLES was menschlich ist, ALLES wollen, dürfen und (erreichen) können.
Es gibt KEINEN Grund, auch keinen "göttlichen", weshalb Frauen was NICHT tun/sein dürften, was Schnäbeli sein und tun dürfen.

Es gibt KEINEN, aber grad GAR KEINEN Grund, weshalb Frauen anders behandelt werden sollten als Männer. In KEINSTER Weise!

Ok, vielleicht sollten sie keine anderen Menschen abschlachten, im Namen irgendeines Götzen?
Aber DAS ist ein anderes Thema!

fufi hat gesagt…

Und dennoch, ich kann's nicht wirklich verstehen, weshalb bei "gleicher Qualifikation" (mal abgesehen davon, dass es DAS denn gar nicht gibt) eine Frau eimem Mann vorgezogen werden soll.

Ok, hab leider da auch so meine Erfahrungen gemacht:
Hab mich nämlich 3 mal in 3 Jahren um denselben Job beworben.
Und jedesmal waren "theologische Ausbildung" und "schurnalistische Erfahrung" gefragt.
Gut, das erste Mal hatte ich noch keine Erfahrung als Schurni (nur das 1te Mal!)

Jedesmal wurde mir eine Frau vorgezogen. Und jedesmal hatte dieselbge weder das eine noch das andere vorzuweisen.
Und jedesmal wurden in die jeweilige Frau so rund 20'000 Franken investiert, für Ausbildungen wo ICH bereits gratis mitgebracht hätte.
Und jedesmal haben die 3 betreffenden Frauen den Job noch im 1ten Jahr gekündigt.
Ihr entscheidender Vorteil war jeweils offenbar, dass sie etwas weniger in der Hose hatten als ich.
Auf's Hirn, und vielleicht auch auf's Herz wurde nicht geschaut.

Aber Ok, das ist eine persönliche Sache.

fufi hat gesagt…

Meine direkte Vorgesetzte ist eine Frau.

Und es ist gut mit ihr!

fufi hat gesagt…

Und ob's denn Frauen wirklich besser können?

Indira Gandhi?
Golda Meir?
Margareth Thatcher?

Tiger hat gesagt…

a) Den gereckten Zeigefinger ("grad Du als Vater...") solltest Du aber stante pede einziehen.

b) Stimmt, mila, Du sagtest "Tigri: Es liegt wirklich nicht an Dir, auf Parallelen hinzuweisen, die jemand anders nicht explizieren möchte." Und ich sagte halt, dass ich das dürfe, meiner Meinung nach. Ja und dabei hätt ich's bewenden lassen können.

c) Meinen Zorn, meine Enttäuschung hat Kat hervorgerufen, als sie meine Empathie als Grenzüberschreitung wertete. Das ist genau die Ursache, warum unsere Welt immer kälter wird: Man zeigt kein Mitgefühl mehr, aus Angst, das könnte missverstanden werden. Sorry, das will ich nicht. Wenn das bei Euch drüben ok ist, Scheisse, nicht wahr, aber hier, finde ich, ist es das nicht. Und zwar finde ich das entschieden.

Lies nochmals meinen Post und bemerke die Vorsicht darin. Ich suchte nach einer Formulierung, und mit "daneben benommen" habe ich, so glaube ich, eine sehr angemessene gefunden. Weniger geht, mehr darf nicht.

mila hat gesagt…

Siehst Du: Dir ist selbst die Andeutung, dass Du ein derartiges Verhalten bei Deinen Kindern nicht akzeptieren würdest - eine 'normale' Erziehungsanalogie, die allgemeiner nicht sein könnte - zuviel. Gerade deswegen verstehe ich nicht, wieso Du es nicht akzeptieren kannst, dass es bei so einem schwierigen und sehr persönlichen Thema als Grenzüberschreitung empfunden werden kann (und darf), wenn Du etwas anschneidest, worüber jemand anders von sich aus augenscheinlich nicht sprechen will.

Man könnte in so einer Situation auch einfach sagen: sorry, es war gut gemeint, aber leider offenbar übers Ziel geschossen. Kommt nicht wieder vor.

mila hat gesagt…

PS: Dir wurde übrigens nicht - dezidiert nicht - Dein Mitgefühl angekreidet. Aber das kann man durchaus auf zig andere Arten ausdrücken.

Tiger hat gesagt…


Durchsage des Bloggers Tiger: Die Störung in der fufilounge ist behoben. Die Blogger können wieder die normalen Blogwege einschlagen.

Tiger hat gesagt…

mila, bitte, wenn schon Analogien, dann doch bitte solche, die verheben. Ich habe mich dagegen verwahrt, mit gerecktem Zeigefinger Ratschläge verpasst zu kriegen. Ohne diesen kann ich Ratschläge annehmen, no bröblem.

Und das Wort "offenbar", das ginge mir nicht über die Lippen. Es erinnert mich daran, dass Leute sich manchmal so entschuldigen: "Falls ich Dich verletzt haben sollte, bitte ich um Entschuldigung." a) Ganz offensichtlich hat einer den anderen verletzt und b) ist das eine ganz krasse Einschränkung. Eine Entschuldigung ohne Wenn und aber sähe anders aus...

Noch was: Wir kennen alle die zuweilen etwas exhibitionistischen Persönlichkeitsmerkmale von Kat, und wir haben damit kein Problem. Kat, bitte sei nicht so empfindlich und vergrätze nicht Leute, die es gut mit Dir meinen. Und grab nicht Probleme aus, wo gar keine sind.

mila hat gesagt…

Du machst einfach immer weiter, gell, und musst immer noch eins drauflegen. Und wunderst Dich dann, dass einige Leute Dir konsequent aus dem Weg gehen (so wie ich). Ich kann mich nur - wieder einmal - bestätigt sehen.

Für diese (weitverbreitete) Art von psychologischem Ausweichmanöver gibt es sicher eine treffende Fachbezeichnung - wobei es sich im Grunde um ein eigentliches, unangenehmes Bedrängen anderer handelt. Und nur zu, wettere doch jetzt zur Abwechslung ein wenig gegen mich - Du kannst mir nur leider nicht das geringste anhaben, das weisst Du, und das wurmt Dich. Da Du nicht das geringste wirklich Private über mich weisst.

Es gibt einen sehr guten Grund, weshalb ich persönlich wie virtuell genau darauf achte, wo und wem ich mein Innerstes anvertraue. Die meisten Menschen können, wenn sie in eitelkeitsverletzte Wut geraten, nicht mit den Grenzen anderer umgehen. Insofern noch ein kleiner Tipp am Rande: wir alle möchten gerne beachtet werden, das ist nur zu menschlich. Aber Deine Versuchsmuster, um das zu erreichen, sind gelegentlich - im buchstäblichen Sinn des Wortes - ab-stossend. Also das Gegenteil von an-ziehend. Und damit ent-ziehe ich mich Dir auch gleich wieder.

mila hat gesagt…

@Fufi, Dich würde ich bitten, Tigris Kommentare mit Bezug auf andere Personen zu löschen - das gehört nicht hierher, da sind wir übrigen uns glaub ich alle einig. Meine durchaus gerne mit dazu, falls Du das für angebracht hältst.

fufi hat gesagt…

Off topicstens!

Soeben ist fufine vom Hundetraining heimgekommen.
Und sie hat mir 3 von der ersten Schneeglöggli mitgebracht, wo nun im Wald zu wachsen anfangen.
She's so fine!

fufi hat gesagt…

mila

Aus MEINER Sicht wär das ja ok, da bin ich mit dir einig.
Bloss würden da schon wieder NICHT-Betroffene was machen, wo eigentlich nur Betroffene betrifft und angeht.
Und in dieser Hinsicht gibt's nen Kommentar vom 5. März.
Ich würde das deshalb mal lieber so stehen lassen.

fufi hat gesagt…

Lieber Tiger

Du weisst, dass wir alle hier dich schätzen.

Und wir alle wissen um dein Mitgefühl für Menschen, denen es nicht gut geht. Und ich weiss sehr gut, wie einfach das geht, in gewissen Situationen mal mächtig über's Ziel hinauszuballern.

Hey, lass es gut sein, ja?
Weil, ich wiederhol mich wieder mal:
Man muss nicht immer alles sagen, wo man weiss!

Have a good time!

Tiger hat gesagt…

"Du kannst mir nur leider nicht das geringste anhaben, das weisst Du, und das wurmt Dich." mila, nur zwei Sachen hierzu. Grosses Missverständnis, ich will Dir gar nichts anhaben. Und wurmen tut mich nix. Das stimmt, mila, echt, wirklich, ernsthaft, glaub mir.

Und auch von wegen "Eitelkeit verletzt". mila. Eine Beleidigung ist keine verletzte Eitelkeit, das ist mehr. Da ich wenig eitel bin, gibt es da auch wenig zu verletzen. Das aber war wirklich, echt, mehr. Und da fühle ich mich halt auf den Schwanz getreten, verstehst Du das?

fufi, lösch nichts, ist nicht nötig, finde ich.

mila, dann darf Orlando also ad libitum Leute beleidigen, in den Dreck ziehen, einzelne Facetten ihres Daseins aufblasen, verzerren, ins Gegenteil drehen - und ich kleines Tigerchen darf etwas, was VIIIIEL kleiner, harmloser, geringer ist: nicht? Und wenn ich mich erfreche, Standardäusserungen eines Mitschreibers hier als "zuweilen etwas exhibitionistisch" zu bezeichnen (etwas, was sicher nicht nur ich finde), dann gehst Du schon wieder an die Decke? Mach Dich nicht lächerlich. Du darfst anderer Meinung sein, klar, aber meine Meinung ist diese, und ich darf die äussern. Du hast doch einfach Probleme damit, dass Tiger es wagt, manchmal etwas persönlicher zu werden, und Du findest, wahrscheinlich unbewusst, dass er doch einfach wieder das harmlose und nicht ernst zu nehmende Kätzchen werden soll. Bad news, mila. War ich nie, das war ein Missverständnis.

fufi, mila tut was mit mir, was ich prädiskriminieren nenne. Das soll ich nicht schreiben dürfen?

Tiger hat gesagt…

Kätzchen, naja.

fufi hat gesagt…

Nein, Tiger

Ich habs auch nicht angebracht gefunden, dein Verweis auf wen anderen!
Was solls?
Erinnere dich an früher, als du Schpinat hast essen müssen:
En Schluck und en Truck und dune isch es!
Und drauf vielleicht noch ein Gigantogörps?

Tiger hat gesagt…

Jou.

Orlando hat gesagt…

Haltet ein, ihr Furien!

Tiger trift keine Schuld. Katharina hat ihre "Story" ganz von selber ausgebreitet, damals im Maxblog, Details in Farbe und Stereo. Was draussen ist, ist draussen. Wer dabei war, erinnert sich halt.

Ansonsten bereue ich es nicht, diesen Blog nicht mehr zu frequentieren. Die Ansammlung von Halbheiten, Sophistereien und Therapiekitsch ist wirklich schwer zu ertragen.Wenn Kat auch hie und da in eine gewisse Tiefe vorstösst, verpufft das im allgemeinen Geschwätz. Eigentlich schade, dem auserwählten Volk entgeht in ihr ein erkenntnisfähiges Mitglied. Wäre sie ihrem Gott nicht in so abgründigem Hass zugetan, wären da interessante Entwicklungen möglich.

oh, und noch was @Fufi: Dein Geschreibsel weiter unten ist theologisch absolut unhaltbar. Zumindest nach christlicher Theologie. Das ist meinetwegen Waldorf-Pädagogik aus dem Bastelzentrum, wacker freihändig selber erfunden. Schon mal was vom Konzept der Sünde gehört? Wieso willst du dich abmühen und als Christ beweisen, Fufi? Es sind ja ein paar ganz nette Gedanken, die man auch im Lebenshilfe- und Eso-Regal im Ex Libris finden kann. Aber mit dem Christentum hat das nichts (mehr) zu schaffen.

Tiger hat gesagt…

Danke, Orlando.

(Hab ich das jetzt wirklich gesagt?)

fufi hat gesagt…

Vielen Dank, Orli, für dein Kompliment!

Und ja doch, ich wünsch dir viel Schpass, wenn du im Konzept der Sünde verharren magst!

ICH meinerseits ziehe das Konzept der Erlösung vor!

fufi hat gesagt…

Klarstellung:

Weshalb Unsa Allah Ulla es NICHT geschafft hat:
SIE ist keine Mamma!

Katharina hat gesagt…

Die klassische Täter/Opferverdrehung ist hier eindrücklich sichtbar.

Wer ausdrücklich sagt, dass die eigene Geschichte nicht angesichts der hier geschilderten persönlichen von Fufi einbezogen werden soll, wer ausdrücklich das betreffende eigene Kapitel von diesem Raum abschliess, hat Anrecht darauf, dass das respektiert wird. Genauso wie fufis Geschichte den Respekt verdient, hier in seiner Einzigartigkeit zu stehen (auch wenn sicher andere ähnliches erfahren haben). Fufi gebührt zudem Respekt dafür, den Mut zu haben, uns dies hier lesen zu lassen. Ihm gebührt zudem auch Respekt für die Bitte, sein Lebensdilemma nicht allzu gross auszureden. All dies hat Tigri missachtet. Ich erwarte von ihm zu seinem Rant eine Entschuldigung. Ich kann verstehen, dass uns allen mal ne Laus über die Leber kriecht. No problem. Seine Durchsage weisst ja auf das hin. Aber ich habe seine Anteilnahme ausdrücklich nicht kritisiert.

‚Wäre sie ihrem Gott nicht in so abgründigem Hass zugetan, wären da interessante Entwicklungen möglich. ‘ stimmt nicht. Das ist eine Unterstellung. Ich finde, ich darf mich dem Thema des Göttlichen auf meine Art und auf meinem Weg annähern. Und was ich dazu an Gedanken hier schrieb, ist mein derzeitiger Ort auf jenem Weg. Immerhin ist dies ja eine lebenslange Reflexion für uns alle.

Und Fufi: Spinat ist gut. Frisch, ganz leicht gedünstet mit Knoblauch und Pinienkernen.

mila hat gesagt…

Ich möchte an dieser Stelle auch nur eines noch (bescheiden) mitgeben: für (ausdrücklich) alle 'Kämpfer' für ein besseres Leben.

Sleeping at Last - Mars
https://www.youtube.com/watch?v=ZtU_7SHYEnI

Tiger hat gesagt…

Kat.
a) Eine Entschuldigung mache ich nicht, unter anderem weil die Gründe, die Orlando genannt hat, schon etwas haben.

b) Du hast Deine Ansicht, ich meine.

c) Ich wollte NIE IRGENDJEMANDEN von Euch verletzen. Wenn jemand verletzt sein sollte, dann finde ich das scheusslich. Meine Intentionen waren erstens Empathie zu zeigen und zweitens auf gewisse Parallelen hinzuweisen. Das ist irgendwie nicht angekommen. Schade, aber nicht mehr zu ändern. Und flickschustern werde ich es auch nicht.

Das muss reichen. Sorry, mehr gibt's nicht. Ich habe ja ein Rückgrat zu verteidigen.

Tiger hat gesagt…

Doch, halt, ich entschuldige mich fürs f.u. .

Tiger hat gesagt…

Es mag ein Topos sein, aber ein wahrer Topos: Das Internet vergisst nie, Kat. Darum: stell nie Nacktbilder oder so ins Internet, egal in welche obskuren Darknetseiten, sie kommen immer irgendwann ans Licht.

mila hat gesagt…

@Tigri: Dasselbe gilt für psychologische Muster, die man offenbar auch als virtuelle persona nicht verbergen kann. Aber dazu muss ich, wie ich denke, wirklich nichts (weiter) ausdeutlichen - sie sprechen ganz für sich.

Orlando hat gesagt…

Hmm, war der Tiger eigentlich damals im Maxblog, zirka 2010, schon dabei? Ich glaube nicht. Und der Eintrag wurde nach weniger als 24 Stunden wieder entfernt. Mir ist niemand bekannt, der ihn abgespeichert hätte. Auch ich habe keine Kopie. Ich habe nur das in Erinnerung, was ich einmalig gelesen habe damals. Nur so.

@Fufi: Das Ganze ist eben keine Pralinéschachtel wo man sich raussuchen kann, was man gern hat und den Rest schmeisst man mit der Schachtel weg. Man kann nicht einfach ignorieren, was für alle christlichen Denominationen und Kirchen verbindlich dazugehört.

Allversöhnung ist Häresie (jetzt bist Du bestimmt auch noch stolz nicht wahr?). das Ziel solcher Gedanken ist, die mit der Vertrebung aus dem Paradies (dem Sündenfall) und die daraus folgende, bis heute anhaltande Getrenntheit des Menschen von Gott zu negieren. das ist ein Verstümmelung ersten Grades, eine Entstellung der Botschaft.
Wir befinden uns gerade nicht in einem "Zustand der Erlöstheit", wie Du schreibst. Das wäre das Ende der Heilsgeschichte (und mit ihr jeder Historie). So einfach ist es eben nicht, mein Lieber. Was Du versuchst ist, das Opfer Jesu, Agnus Dei, in eine historische Vergangenheit zu rpcken und damit als in sich geschloessenes Historium zu entwerten, weil es ja dann keine Wirkung für uns mehr hätte als die alljährliche Erinnerung daran. Dabei vergisst du den Sinn des Opfers (der eben nicht bloss eine Selbst-Hinrichtung war) und negierst die allzeit wirkmächtige Dreieinigkeit Gottes.
Das nennst du dann das Fehlen eines eigentlichen christlichen Heilsweges": Geschenkt. Man kann in unserer Religion icht durch taten oder Worte oder Übungen oder derlei mehr das Heil erlangen, ein "Gerechter" unter den Menschen werden. Aber Jesus Christus hat nicht nur die Kirche ins Leben gerufen, er hat auch immer und überall betont, dass er gekommen ist, das alte Gesetz zu erneuern. Mit dem Schwert. Zur Rechten Gottes. Es ist geradezu fatal häretisch, zu leugnen, es gälten für den Christenmenschen nun keine Regeln mehr als das Gebot der Nächstenliebe als eine Art kommodes Sittengesetz, als eine Art ketegorischer Imperativ für die komischen Menschen, die an Gott glauben, "die Religiösen", wie Du sie so charmant oben in diesem Post ins Licht rückst.
Wie auch immer, es geht letztlich um die innere Haltung. Wollte Jesus eine militante Kirche oder eine Ansammlung von defätistischen Relativisten, die bei Grüntee und Räucherstäbchen sich ihrer Nöchstenliebe versichern und untätig warten, bis man den Löwen im Kolosseum zum Frass vorgewurfen würde? Nein. Wenn die frühen Christen nur sanft und freundlich und schüch ihre Umwelt "auf Jesus angesprochen" hätten, dann wäre das Christentum wahrscheinlich nicht wie eine Bombe eingeschlagen in den multikulturellen Metropolen der Mittelmeerraums und hätte schliesslich zum Untergang einer römischen Hochkultur und zum Übergang in ein religiös erneuertes Zeitalter geführt. Die Parallelen mit heute sind übrigens stupend.

Wer glaubt, dem ist das aktive Teilhabenlassen anderer an seinem Glauben (das Seelen-Fschen, Jesuswort Nr. sowieso, irgendwo) edelste Pflicht.

Soviel in Kürze zu den von Dir verbreiteten Missverständnissen über das Christentum.

Pax vobiscum!

Tiger hat gesagt…

Orlando, was ich weiss, weiss ich halt. Woher, ist eigentlich egal, oder? Und es gibt Sachen, die hinterlassen Eindruck, wenn man sie mitbekommt, andere nicht. Die hier war wohl von der ersten Sorte. Ich war allerdings davon überzeugt, dass es sich für eine bekannte, also wirklich bekannte Sache handle, und so war es nicht. Für dieses Missverständnis bitte ich Dich, Katharina, auch um Entschuldigung.

mila, meine Webpersona ist kaum konstruiert, sie hat einfach viel weniger Konturen als meine echte. Tutto qua.

fufi hat gesagt…

Es gibt so ne Redensart, bei uns, und die geht SO:
Wenn alles gut läuft, dann gibt's noch immer die interne Post.
Und wenn auch DIE gut läuft, gibt's immer noch den dreckigen Kühlschrank.
Und wenn auch der Kühlschi sauber ist, gibt's noch die Kafimaschine.
Und wenn auch DIE sauber ist, gibt's Streit!

In diesem Sinne:
Würd's euch denn SO schwer fallen, des Tiegers "Verfehlung" hinter euch zu lassen?
Klaro hätt' ich das gelöscht, wenn Kat. mich drum gebeten hätte.
HAT sie aber nicht!

Ich hab's glaub angemerkt, dass ich seinen Kommentar in gewissen Aussagen nicht angebracht fand.
Bloss:
Wer ohne Sünde ist, schreibe den nächsten Kommentar?

fufi hat gesagt…

OMG!
Nein! SO hab ich's eigentlich auch nicht gemeint!
Oder doch?

VOLLGRINS!

fufi hat gesagt…

Und ja doch Orli

Ich glaub wir sind uns schon längst einig, dass wir uns (nie?) einig sein werden.
Oder wie mal wer gesagt hat (war's ein teutonischer Kaiser?):
Sie sollen nach IHRER Façon selig werden!

Bloss, wenn ich das denn so anfügen darf, von wegen dem Seelen-Fischen:
Da gibt's doch so ziemlich einige Methoden, beim Fischen.
Schleppnetze, zum Beispiel, und gewöhnliche Netze.
Angeln mit Haken, mit oder ohne Würmer und Fliegen als Köder, damit sie anbeissen, die Fische.
Steinzeitlich mit Speeren und neuzeitlich mit Dynamit.

Nicht wirklich so meine Art, halt.
Ich hab's da eher mit dem ollen Franz, wo ihnen das Evangelium gepredigt hat.

Und schliesslich schpielt's ja auch noch ne Rolle, WO Christ fischt, ich meine wegen den Fischen, wo man hier nicht oder nur hier fischen kann, und weils an einigen Stellen halt leichter ist als wie an anderen.
Kommt's auf die Qualität an von dem, was Mann WO kriegen kann?
Oder nur, ob's leichter ist, welche zu fangen oder schwieriger?

FANGEN? Hab ich wirklich FANGEN gesagt, wo DU doch FISCHEN gemeint hast?

https://www.youtube.com/watch?v=8u7-Ht05v2M

fufi hat gesagt…

Und namal an Orli:
Das haste vielleicht schon mal von wem Anderen gehört, aber ich sag's dir gern auch nochmal:
ICH bin nicht zu den Gerechten gekommen!

http://de.wikipedia.org/wiki/Apostelkonzil

Orlando hat gesagt…

Also ich pflege die Fische zuerst mit dem Revolver zu erschiessen und erst dann einzusammeln ;-)

Flossen hoch!

Ach, Fufi, ich bin ja nur aufgeschreckt, wie unkritisch deine Gäste deine privaten Theologiedarlegungen kommentierten. Weil es halt schön und nett tönt. Pseudospirituelle Wellness für postmoderne Westeuropäerinnen. Nur ja nichts, was anstrengend oder herausfordernd ist oder den Finger auf den Wunden Punkt legt.

In diesem Zusammehnag sehr zu empfehlen, was das Magazin Cicero vor genau einem Jahr über die berüchtigte Dresdner Rede von Sibylle Lewitscharoff schrieb: Welche Aufgabe hat denn heutzutage der Intellektuelle, der Denker, der Dichter zumal? Welche, wenn nicht weh zu tun, aufzurütteln, Misstände anzuprangern, Unangenehmes auszusprechen, auch wenn die Leute lieber weghören möchten und sich lieber einlullen lassen von angenehmen, glatten, mundgerecht konsumierbaren, sogenannten "konsensfähigen" Meinungsäusserungen, die nicht anecken?

Hier: http://www.cicero.de/salon/dresdner-rede-zur-biopolitik-lewitscharoff-trifft-den-wunden-punkt/57178

Orlando hat gesagt…

Die denkende und schreibende Zunft ist zahnlos geworden, gutmenschlich, durchsäkularisiert, eingemittet, Juste Milieu. Frühstücksfernsehen-tauglich. Wenn man sich ansieht, was Jahr für Jahr für Stoffe an den Literaturpreisen und im Feuilleton verhandelt und angepriesen werden: glattpolierte Belanglosigkeit. (Gesellschafts)kritik ist höchstens aus vulgärmarxistisch-weltverbessererischer Warte aus opportun - aber sicher und schon grad gar nicht von konservativer oder rechter Seite!

"'Wehret den Anfängen! - ach setzt selber einen brauchbaren!" (Botho Strauss, Anschwellender Bocksgesang)

Monsanto, Putin und die "Banksters" sind heute die grossen Schurken, feht nur noch Lotte Lenya, die singt: Was ist der Einbruch in eine Bank gegen die Gründung einer Bank?". Und Mackie Messer leistet einen Freiwilligeneinsatz in Guatemala, wo er mit Su-Chi aus Stockholm und Mndebele aus Johannesburg für den Weltfrieden vögelt.

Und währenddessen ermorden die Islamisten jeden Monat ein paar Juden irgendwo in Europa und schlachten vis-à-vis von der sizilianischen Küste 20 Christen ab, weil sie Christen sind. Hello Europe! We are here!

Aber solange wir Netflix und Zweifel-Chips (mit Paprika) haben ist uns alles scheissegal.

mila hat gesagt…

Hmm. Dazu kann ich nur eines sagen: O. versteht das (Ur-)Weibliche, Nährende nicht. Mit Un-Kritik hat das wenig zu tun. Aber sehr viel mit Verständnis (und Verständigung).

Für mich persönlich hat dies zur Zeit sehr viel mit einem Lied aus meinen Herkunftsland zu tun - dazu vielleicht später mehr, wenn ich es in Worte fassen kann:

https://www.youtube.com/watch?v=EZX4v9UW5l0

Tiger hat gesagt…

Also, ich habe Wish I Was Here heruntergeladen und guck den am Samstag mit den Kids.

Orlando hat gesagt…

Mörgeli hat absolut recht. Man wird Frauen künftig weniger ernst nehmen, wenn Sie behaupten Opfer von K.o.-Tropfen zu sein.

Könnt euch bei Jolanda Spiess-Hegglin bedanken.

http://www.blick.ch/news/schweiz/moergeli-teilt-aus-spiess-hegglin-ist-ein-ausgekochtes-luder-id3550566.html

Damit wäre diese Geschichte ad acta. Und Orlando hatte von allem Anfang an recht!

mila hat gesagt…

1 /

Ich möchte im Folgenden auf die Rede von Sibylle Lewitscharoff näher eingehen. Dazu muss ich vorweg sagen, dass ich zwar das Gefühl hatte, diese früher schon gelesen zu haben, aber dieser Eindruck täuschte: ich kannte sie nur auszugsweise aus dem Feuilleton, im Zusammenhang mit der daran geäusserten Kritik. Nachträglich bin ich nun froh, sie ganz gelesen zu haben, denn sie ist aus vielerlei Gründen, in der Tat, denk-würdig.

Was ich nicht tun werde, ist explizit auf O.’s Kommentar einzugehen, auch wenn es sicherlich Überschneidungen geben wird. Es geht mir um den Text als Text, dem man meines Erachtens tatsächlich als Ganzes in gewisser Hinsicht Unrecht getan hat, indem man ihn medial auf einen bestimmten Aspekt reduzierte. Lewitscharoff bettet ‚ihr‘ auf die Reproduktionsmedizin zugespitztes Problem in einen erweiterten Kontext von Leben und Tod. Was sie über das Altern, Sterben wie über lebensverlängernde Massnahmen zu sagen hat, ist in weiten Teilen konsensfähig - zumindest für Menschen, die sich ebenfalls mit grundlegenden Gedanken über unsere Selbstermächtigungstendenzen befassen, welche uns nebst anderem der medizinische Fortschritt in erweiterter Form beschert hat. Sie schildert diesen Kontext über weite Textstrecken differenziert und - wie ich meine - auch überaus einfühlsam. Zu Beginn setzt sie bei ihrer eigenen Lebensbiografie an und schildert ausführlich, inwiefern (respektive wie) diese ihr eigenes Verhältnis zu Tod und Leben geprägt hat. Sie selbst ist augenscheinlich im christlichen Gedankengut verwurzelt, dennoch man kann ihr ihn vielem zustimmen, selbst wenn man es mit dem Glauben anders hält. Worin also liegt der eigentliche Konflikt, der ihrer Rede einen Brandsturm der Entrüstung bescherte?

Nietzsche - um eine biografische Analogie zu ziehen - hat selbst erkannt, dass seine Philosophie in starkem Masse von seinem Leben geprägt war. Er brauchte keinen Arzt, der ihm diese Verquickung hätte von aussen attestieren müssen. Bei Lewitscharoff sehe ich umgekehrt dieses Bewusstsein nicht gegeben, zumindest nicht in einem wesentlichen Punkt. Sie selbst schildert sich als eine Frau, die aufgrund ihrer (in bestimmten Erfahrungszügen traumatischen) Kindheitserfahrung zeitlebens keine Kinder haben wollte. Meine Behauptung, die ich gleich noch ‚faktisch‘ untermauern möchte, ist nun die: wäre sie selbst Mutter, oder hätte sie nur auch schon einen (unerfüllten) Kinderwunsch gehabt, hätte sie gewisse Textpassagen in vorliegender Form nicht schreiben können. Dass sie sich selbst genötigt sah, sich nachträglich für diese zu entschuldigen, spricht ihrerseits Bände.

mila hat gesagt…

2 /

Zunächst geht sie von einer allgemeinen menschlichen Selbstermächtigung aus, die sie wie folgt in Worte fasst: „Mir ist, sowohl was das Leben anlangt als auch den eigenen Tod, die um sich greifende Blähvorstellung der Egomanen, sie seien die Schmiede ihres Schicksals, sie hätten das Schicksal in der Hand, seien gar die Herren über es, zutiefst zuwider. Das ist ein lächerlicher moderner Köhlerglaube, der einfach nicht wahrhaben will, dass wir alle eine fragile Mixtur aus unterschiedlichen Einflüssen sind, in der Familie, Biologie, Gesellschaft und Generationserfahrung eine gewaltige Rolle spielen, und es sehr schwer sein dürfte, das, was unserem ureigenen Inneren entspringt, trennscharf davon zu unterscheiden. Die Egomanen rechnen alles Glück, das ihnen winkt, dem eigenen Verdienste zu; wo hingegen alles Pech, das ihnen widerfährt, dann einzig und allein aufs Konto böser Widersacher geht.“ So weit, so gut. Manch einer wird geneigt sein, ihr in dieser Ausführung - für sich genommen - kopfnickend zu folgen, selbst wenn er ihrer darauffolgenden Rückführung auf die christliche Vorstellung der Erbsünde dezidiert nicht folgt. In meinen Augen hat sie ebenfalls recht, wenn sie weiter ausführt: „Wenn es nichts Höheres als uns selbst gibt, bleibt auch das innere Wissen um uns selbst klein, weil wir uns selbst nicht erkennen können. Es ist ein großer Trugschluss zu glauben, dass wir zur Selbsterkenntnis wirklich durchgreifend fähig wären. Wir sind es allenfalls in Teilaspekten. Modeln nur allzu gern das, was wir glauben, über uns zu wissen, in eine lügenhafte Heldensaga um, die uns glauben machen will, dass wir wichtiger, klüger, potenter oder umgekehrt, wenn diese Heldensaga ins Negative kippt, zerstoßener, gehudelter, verletzter seien als alle Geschöpfe, die je den Erdboden betreten haben.“

Wo für mich die Unstimmigkeiten beginnen, ist an der Stelle, wo sie spezifischer auf die Selbstermächtigung der Frauen zu sprechen kommt. Sie fängt auch dabei anfänglich einfühlsam an und beschreibt das Dilemma von Müttern, die sich aufgrund von pränatalen Diagnoseverfahren vor die im Grunde unmögliche Wahl gestellt sehen, ob sie ein allenfalls behindertes Kind behalten möchten oder nicht. Auch potentielle gesellschaftliche Reaktionen auf Behinderungen („so etwas müsste heute doch nicht mehr sein“) lässt sie nicht unerwähnt. Zugleich ist sie aber auch keine strikte Abtreibungsgegnerin, wie man zunächst annehmen könnte - wie gesagt, ganz grundsätzlich geht sie äusserst differenziert mit verschiedenen Ausprägungen des Themas um. Dann kommen jedoch die Hammer, für die man sie letztlich öffentlich hingerichtet hat, wobei es zunächst so einsetzt: „Was mich hauptsächlich an all diesen Verfahren stört, sind allerdings nicht nur die Extreme, in denen eine ungebremste Vorausberechnungs- und Definitionsgier gegenüber dem eigenen Kind zum Ausdruck kommt, womit dubiose Firmen ihr Geschäft betreiben, es ist die Macht und zugleich die kaum zu tragende Bürde, die damit in die Hand der Frauen gegeben wird. Hat das Schicksal seine Hand im Spiel, ob und in welcher Form ein Kind zur Welt kommt, sind die Eltern, ist die Mutter wenigstens ein klein wenig entlastet, wenn das Kind nicht gar so hübsch aussieht, wie gewünscht, wenn es nicht gar so intelligent seine Schulaufgaben löst, wie erhofft. Die Verantwortung, die Eltern heute in unserer modernen Gesellschaft tragen müssen, die fortlaufend bestrebt ist, keine höhere Macht mehr anzuerkennen als nur die Macht des Menschen, ist sowieso enorm. Bleibt nur ein Mensch für diese Verantwortung übrig, nämlich die Mutter, ist der krankmachende Schaden für ein Kind fast programmiert.“

mila hat gesagt…

3 /

Weshalb soll nur eine Mutter für solches verantwortlich sein, wenn ein Paar sich gemeinsam für eine künstliche Befruchtung mit Fremdsamen entschliesst? Wo ist an dieser Stelle der (zumindest soziale) Vater? Mich dünkt, dass sie sich hier bereits zu sehr ein Problem vereinfacht zurechtschneidet, zurückführend auf die persönlichen Schwierigkeiten, die sie, wie sie selbst erwähnt, mit der frühen Frauenbewegung hatte. Auch äussert sie im Grunde weitreichende Annahmen, die nicht zulässig sind, etwa wenn sie sich fragt, wie ein Kind damit umgeht, wenn es erfährt, dass es künstlich gezeugt wurde - hat sie je mit ‚Betroffenen‘ gesprochen? Es scheint nicht der Fall zu sein, denn anders als bei vielen anderen Passagen führt sie kein paralleles Beispiel aus der Lebenspraxis auf. Sollten wir jedoch nicht genau mit solchen Kindern sprechen, bevor wir uns dazu entscheiden, ihre Existenz als ‚Halbwesen‘ zu beschreiben, wie Lewitscharoff es tut: „Ich übertreibe, das ist klar, übertreibe, weil mir das gegenwärtige Fortpflanzungsgemurkse derart widerwärtig erscheint, dass ich sogar geneigt bin, Kinder, die auf solch abartigen Wegen entstanden sind, als Halbwesen anzusehen. Nicht ganz echt sind sie in meinen Augen, sondern zweifelhafte Geschöpfe, halb Mensch, halb künstliches Weißnichtwas.“ Sie hält zwar gleich nachfolgend selbst fest: „Das ist gewiss ungerecht, weil es den Kindern etwas anlastet, wofür sie rein gar nichts können. Aber meine Abscheu ist in solchen Fällen stärker als die Vernunft.“ Aber sie hört sich selbst nicht wirklich zu, denn genau darum geht es: um ihre eigene Abscheu. Und das ist ein sehr persönliches Problem, dass nicht derart verallgemeinert werden kann, wie sie es in ihrer Rede implizit (explizit?) tut.

Musste man sie deshalb aber als Dichterin wie Mensch medial vernichten, und haben somit die Stimmen recht, die schrieben: „Es gibt einen Punkt, der die Dresdner Rede vom 2. März gefährlich macht. Das ist das Tendenziöse, die Stimmungsmache, das tropfenweise verabreichte Gift. (…) Ihre Worte sind nicht harmlos, Frau Lewitscharoff. Aus falschen Worten wird falsches Denken. Und dem folgen Taten. Deshalb sind es gefährliche Worte.“ (Offener Brief von Robert Koall, Chefdramaturg am Staatsschauspiel Dresden) Kann man an ihrer Rede - wohlgemerkt, als Ganzes genommen - tatsächlich gut studieren, wie religiöser Fundamentalismus ins Menschenfeindliche umschlagen kann? Mir persönlich scheint das persönliche in diesem Fall gewichtiger als das religiöse, darüber hätte man entsprechend auch reden sollen. Umkehrt bin ich aber auch nicht geneigt, Alexander Kessler in seinen Cicero-Ausführungen kritiklos zu folgen. "Das waidwunde Lamentieren der vereinigten Deutungselite über Lewitscharoffs ‚gefährliche Worte‘“ mag in gewisser Hinsicht tatsächlich als Angstzeugnis vor genau den Fragen gedeutet werden, die Lewitscharoff stellte; mich beschleicht ohnehin bei jeglichem Shitstorm vermehrt das Gefühl, dass selbige nur deshalb so heftig ausfallen, weil (tatsächlich) ein wunder gesellschaftlicher Punkt getroffen wird, mit dem man sich nicht nüchtern (und ehrlich) auseinanderzusetzen vermag - hence the overreaction. Aber Lewitscharoff ist meines Erachtens in einem wesentlichen Punkt als Dichterin - wie Mensch - gescheitert: sie hat sich (zu sehr) an ihren eigenen Ressentiments abgearbeitet. Hierin ist ihre Rede eben keine poetische - zumal nicht, wenn man es als die höchste (Dicht-)Kunst betrachtet, wenn es einem Dichter gelingt, aus dem persönlichen fürs allgemeine zu schöpfen -, sondern im Grunde ein trauriges und in gewisser Hinsicht auch bemitleidenswertes Selbstzeugnis. Wenn jemand das eminent (Allgemein-)Wichtige erfolgreich aus dieser Rede gelyncht hat, dann war das sie selbst.

Orlando hat gesagt…

denn genau darum geht es: um ihre eigene Abscheu. Und das ist ein sehr persönliches Problem, dass nicht derart verallgemeinert werden kann, wie sie es in ihrer Rede implizit (explizit?) tut.

Doch, haargenau das muss der Dichter, der Denker.
Er muss frei sein von einer gleichmacherischen, jeden kreativen Impuls und Emotion unterdrückenden Konsensgesellschaft, die Denkverbote errichtet und auf dem besten Weg ist, per Gesetz Gedankenverbrechen im orwellschen Sinn zu katalogisieren und ahnden, wenn sich ein potentieller Adressat "verletzt" fühlt (siehe Debatte um die Erweiterung der Rassismusstrafnorm).

"aus dem persönlichen fürs allgemeine zu schöpfen": das genau tut sie doch, indem sie das scheinwerferdurchflutete und mikrofonbesetzte Podium für ihr Persönlichstes brauchte. Und was ist "Ressentiment" wieder für eine unscharfe Kategorie? Hätten Sie Thomas Mann in seinen Reden auch ein "Ressentiment" gegen die demokratisch gewählte Regierung Deutschlands unterstellt?

Der kritische Intellektuelle darf sich keinen Denkzwängen unterwerfen und schon gar nicht dem trägen Zeitgeist nach dem Maul plappern.

Übel nahm man ihr vor allem den Gebrauch des voraufklärerischen Wortes "Schicksal". Denn damit sprach sie den wunden Punkt ja an: der moderne Mensch in seiner Hybris muss dieses alte Wort als narzisstische Kränkung auffassen.

Ich sage ja: es darf für das Geistesleben keine "Anstandsregeln" geben. Das sollte egentlich auch eine Lehre aus Charlie Hebdo sein, oder irre ich mich da?

p.s.: dass sie sich entschuligt hat, ist ohne belang. Das Gedachte ist ausgesprochen, veröffentlicht. Raus ist raus :-)

mila hat gesagt…

Wissen Sie: raus ist zwar raus. Aber wirklich raus ist nur das, was durch die Kritik publik wurde. Der ganze (wertvolle) Rest war zu diesem Zeitpunkt schon vergessen, und die Rede als solche wird es in Kürze auch sein. Schade, eigentlich - es hätte mit mehr dichterischer Umsicht (wohlgemerkt, nicht: Vorsicht) und (Mit-)Menschlichkeit anders kommen können. So hat das Ganze, abgesehen von einer sehr abrupten, punktuellen Konjunktur, einen eigentlichen Null-Wert. Ausser man sieht in der Rufschädigung einen Mehr-Wert.

Orlando hat gesagt…

Im Gegenteil: Der wertvolle Rest wäre vergessene Vergangenheit, eine der vielen banalen Sonntagsreden eben, wenn der Skandal nicht gewesen wäre! Wie viele mündige Leser haben die Rede erst gelesen, weil so viel Lärm darum gemacht wurde? Wir beide zum Beispiel...

Verschwörungstheoretiker könnten sagen: sie hat das bewusst inszeniert und die empörungssüchtigen Medien dadurch instrumentalisiert :-)

In der medialen Öffentlichkeit kann man nur noch auffallen, wenn man entweder lustvoll gegen die Spielregeln verstösst oder aber sich ihr konsequent verweigert (das macht einen dann wieder interessant, zum "Rätsel").

Besonders schön daran: wie man die berühmten pawlowsch-deutschen Schäferhunde weckt wenn man Begriffe wie "Halbwesen" udn "Abscheu" verwendet, auffällig garniert durch "in meinen Augen", "ich übertreibe, klar", "ich bin geneigt".

Meine Meinung: natürlich ist es ein wenig widerwärtig, ein menschliches Wesen zu "verabscheuen" oder zu als "Halbwesen" zu bezeichnen. Aber ganz pragmatisch: der Zweck heiligt die Mittel.
Im Dienst einer guten Sache, einer hochbrisanten überdies, der Zurechtrückung von Gundtatbeständen, die sie in ihrem Text beabsichtigt, des Aufrüttelns, Warnens, Mahnens usw. – als Kassandra MUSS es ihr erlaubt zu sein, etwas über die Stränge zu schlagen. Na ja, es ist ja niemand zu Schaden gekommen dadurch.

mila hat gesagt…

Ich sehe das weniger optimistisch als Sie - ich habe die Rede zu Zeiten besagter Konjunktur bewusst umsteuert; sie schien mir der vollumfänglichen Lektüre aufgrund der plakativen Auszüge nicht der Lesezeit wert. In diesem Sinne denke ich, dass dieser Text, der einen sehr breiten gesellschaftlichen Diskussionskontext hätte anstossen können, als eigentliches Selbstzeugnis noch nicht einmal mittelfristig überleben wird. Eigentlich ist er bereits in der Versenkung verschwunden.

Die Frage wäre also, worum man sich als Dichter bemühen sollte: den kurzfristigen Skandal unter Medientrommelwirbel, oder die nachhaltige Wirkung. Wenn ich es selbst mit dem Dichten ernst meinen würde, wüsste ich, was von beidem ich wählen würde - man müsste es allerdings auch entsprechend umsetzen können. Insofern kann nicht sagen, ob Lewitscharoff in ihren eigenen Ansprüchen gescheitert ist - weil ich ihre Absichten nicht kenne. Ich vermute allerdings, dass sie selbst vom heftigen Gegenwind heftig erschrocken ist und sich daher auch zum Zurückrudern genötigt sah. Eine echte Kassandra hätte letzteres meines Erachtens nicht getan, sondern noch eins draufgesetzt.

Das, was Sie in Formulierungen wie "in meinen Augen", "ich übertreibe, klar", "ich bin geneigt" hineinlesen, sehe ich jedenfalls nicht. Das sind typisch weibliche Vorsichtsformulierungen, bei einem Mann hätten sie allenfalls ein anderes Gewicht. Was wiederum für die These sprechen würde, dass Lewitscharoff letztlich von einem zuvor weder vorhergesehenen noch erwarteten 'vollen' (Rezeptions-)Ausmass ihrer Worte auf dem falschen Fuss erwischt wurde.

Orlando hat gesagt…

Es ist doch so: manchmal wissen wir, dass wir uns offenen Auges, schnurgerade, mit Anlauf und Gejohle geradewegs in die grösste Scheisse hineinreiten. Und niemand hält uns zurück. Niemand stand zwischen Lewitscharoffs Mund und dem Mikrofon, in das sie ihre Worte sagte.

Ich kannte davor gerade mal ihren Nachnamen vom Hörensagen. Vielleicht wollte sie gar keinen "breiten gesellschaftlichen Diskussionskontext anstossen". Vielleicht verschwendete sie keinen Gedanken an die Frage "worum man sich als Dichter bemühen sollte", um welche "nachhaltige Wirkung" man besorgt sein müsste. Vielleicht wollte sie einfach ranten. Vielleicht trieb sie dionysische Ungezügeltheit und Leidenschaft ("Abscheu stärker als Vernunft").

Vielleicht ist sie eine der Leidenschaftlichen, von denen Cicero-Autor Kissler schreibt.

„Ich stelle dar, ich greife an.“ Genau das ist des Poeten Beruf. Thomas Bernhard wusste noch, dass man die Dinge aufblasen muss, um sie sichtbar zu machen. Nichts anderes tat Sibylle Lewitscharoff. Sie stellte dar, sie griff an, sie blies auf. Eine Gesellschaft, die daran derart geschlossen Anstoß nimmt, will den Dichter weg haben aus ihrer Mitte. Sie will ihn ersetzen durch jene Hohepriester des juste milieu, die unmittelbar vor Lewitscharoff an selber Stelle im Staatsschauspiel ihre „Dresdner Rede“ hielten: Heribert Prantl, Jürgen Trittin, Roger Willemsen. Über Demokratie, Umweltschutz, Ökologie.

Genau. Je suis Sibylle.

fufi hat gesagt…

Off topic, vielleicht.
Aber irgendwie kompatibel mit dem Frauenproblem vom 8. März.

AN ALLE STUDIERTEN HIER,
und solche die ihr Studium vielleich irgenwann noch abschliessen werden:

Seid ihr Schwiizer-Sünneli-tauglich?
Oder bloss so egoistisch selbstverwirklichte und infolgedessen ökonomisch unnütze GEISTES-Idioten?

http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/Die-SVP-sticht-in-ein-Wespennest/story/15282770

Also wenn ich's mir recht bedenke, sind die Juristen und Ökonomen eigentlich keine Naturwissenschafter.
Aber als Geisteswissenschafter möchte ich sie denn doch auch nicht bezeichnet haben wollen.
Sind das überhaupt "Wissenschafter"?
Und egoistisch-selbstverwirklichend sind sie nämlich auch.
Bloss selbstverwirklichen die sich fürnehmlich mit Geld.
Und Geld regiert die Welt.

mila hat gesagt…

@O.: Let's agree to disagree. Ich halte Dichter ebenfalls für leidenschaftliche Menschen - aber solche, die mit ihrem Geschriebenen (oder Gesprochenen) immer eine Breitenwirkung entfalten möchten. Sonst würden sie nur im stillen Kämmerlein produzieren, und sich nicht öffentlich zu Wort melden (respektive publizieren). Und mit den Konsequenzen müssen zuletzt sie leben können - die Gesellschaft kann sich nach Bedarf (bisweilen zu recht) darum foutieren.

@Fufi: Seit wann sind Ökonomen 'Wissenschaftler'? Wenn man dem gegenwärtigen Feuilleton-Blätterrauschen Glauben schenken will, sind sie allerhöchstens Vertreter einer Pseudo-Wissenschaft. ;)

Spass beiseite - ich bin der Meinung, dass jeder, der sich für ein Studium gemäss Nachweis qualifiziert, das Recht haben sollte, das zu studieren, woran ihm oder ihr gelegen ist. Denn was ganz sicher nicht passieren wird, ist, dass alle Germanistinnen, Soziologen etc. in Scharen zu den Naturwissenschaften überlaufen werden, wenn man den Zugang zu den Geisteswissenschaften künstlich reguliert. Deshalb ist dies in meinen Augen der falsche Ansatz, weil damit kein Anreiz für etwas anderes geschaffen wird. Sondern nur eine Problemverlagerung (so viele KV-Stellen kann es gar nicht geben, um den potentiellen 'Überschuss' aufzufangen...)

fufi hat gesagt…

........ und SOOOOO viele Stellen für Automechaniker gibt's nämlich auch nicht. Aber wer will denn schon Metzger werden, e.g.?

Orlando hat gesagt…

Jeder soll sich im Studium selbstverwirklichen können – aber dann bitteschön auf eigene Kosten. Man sollte das akademisch ausgebildete Prekariat nicht auch noch fördern: Daher: Semestergebühren von mindestens 2000 Franken oder ein NC in den "soften" Geisteswissenschaften. Höhere Studiengebühren würden die Selbstverantwortung und den Ehrgeiz fördern.
Ein NC wäre aber der bessere Weg, weil dann nur die wirklich Hellsten und Begabtesten zugelassen werden. Wir brauchen leistungsbewusste Akademiker, nicht mediokre Allerweltsakademikerinnen mit Abschlüssen in Ethnologie, Theaterwissenschaft und Gender Studies.
Mehr Qualität als Quantität beim akademischen Nachwuchs ist gefragt. Und weniger Rumtrödeln auf Staatskosten!

Die SVP hat Recht: Angesichts eines eklatanten Mangels an Mint-Absolventen (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) sowie des Mangels an Ingenieurinnen und Ingenieuren muss man Gegensteuer geben. Dann muss die Wirtschaft auch weniger teutsche Nerds importieren. Oder die Forschung ins Ausland verlegen.

Die SVP hat recht. Wie immer (meistens).

Orlando hat gesagt…

Und nicht zu vergessen: Die Kantone finanzieren den akademischen Müssiggang und trotz Bologna selbstverliebt-bohemehaftes Studileben nicht nur mit der Hochschulfinanzierung sondern je auch noch mit hunderten Millionen an Stipendien jedes Jahr!

Man mache dies mal den Lehrlingen klar, die mit ein paar hundert Fränkli pro Monat auskommen müssen und ihren Eltern zur Last fallen. Schon irgendwie unfair oder, von den einen (die am morgen um 7.00 im Betrieb stehen) Drill und Dispiplin zu fordern und den anderen ihr Frohnerleben und ihre Selbstverwirklichung gerade doppelt zu sponsoren, oder?

fufi hat gesagt…

@Orli
"Jeder soll sich im Studium selbstverwirklichen können – aber dann bitteschön auf eigene Kosten."
Wie war das doch mal mit dem Recht auf Bildung?
Soll das wo du meinst heissen:
Wenn du DAS studierst, wo DIE PARTEI will, dann ist's gratis.-
Andere Studiengänge musste halt leider selbst bezahlen?

Wie war das doch mal mit dem Recht auf Bildung?

Und vor allem:
Es gibt KEIN Recht einen Tschopp zu kriegen.
Mit oder ohne wasweissichwelchen AusbildungsAuszeichnungen.
DARÜBER bestimmt der Markt!
Und DA meint DIE PARTEI zynisch:
Tja, Pech gehabt! Vor 2 Jahren wärste noch gefragt gewesen!

ABER: Es gibt ein Recht, Sozialhilfe zu beziehen, wenn ALLE Arbeitsvermittlungsversuche kein positives Ergebnis gebracht haben.
Und DAS hat NICHTS mit Selbstverwirklichung qua Studium zu tun,
sondern mit dem AchSoHeiligenArbeitsMarkt.
Aber passt DER PARTEI natürli au nöd.

Aber von all den LehrabgängerInnen (SchreinerInnen, MetzgerInnen, DetailhandesangestelltundInnen, KVundInnen) wo keinen Tschopp finden nach der bestandenen Lehre?
Weil sie nämlich noch keine Berufserfahrung haben?
Was kümmert's DIE PARTEI?
Gegenteilig: DAS ist der Pool, wo später DIE PARTEI wählen wird!

Tiger hat gesagt…

Orlando: MINT-Leute sind zu wenige, sie werden händeringend gesucht? Glaubst Du das wirklich? Das ist Propaganda, Orlando. In Wahrheit sucht die Industrie MINTer, die unter 30 sind. Sobald einer zu alt ist, ist er nicht mehr eligibel. Auch wenn er noch so gut ist, wenn er noch so viel gesehen hat und getan hat und wenn er Sprachen kann und flexibel ist - ist er zu alt, wird er nicht angeschaut. Das ist die Wahrheit, Orlando, und wenn Du das Gegenteil behauptest, dann beweise es bitte.

--

mila, die Ökonomie als Geisteswissenschaft zu bezeichnen, ist eine Beleidigung für jede echte Geisteswissenschaft. Die Ökonomie hat die schlimmste Wirtschaftskrise nicht vorhergesehen.

Die Ökonomie ist etwa ähnlich valide wie die Physiognomie oder das Handlesen. Die Graphologie ist eine knallharte Wissenschaft dagegen (und wir wissen ja, was für ein Mumpitz die ist).

fufi hat gesagt…

Hab ich doch, auch Theologie studiert.

Da frag ich mich doch, so ganz modern:
Ist ein SOFTWARE-Ing. denn wirklich ein NATUR-Wüsseschaftler?
Und nicht ganz so modern meine andere Frage:
Isst denn Mathematik eine NATUR-Wissenschaft?
Und phalls JA: Wie stet's mit der VERSICHERUNGS-Matemathik?

Orlando hat gesagt…

Ökonomen und Juristen kann man überall einsetzen, Lehrer braucht es ebenso - wer möchte seine Kinder schon von Tütschen oder Össis unterrichtet haben...?
Und allerorten höre ich vom Pfarrer- und Priestermangel, die sollten wir ebenfalls verstärkt ausbilden. Mehr Religion ist sowieso gut.

Diese Gruppen sind also vom NC und von höheren Studiengeldern auszuschliessen. Ihr Studium kostet übrigens auch nicht sehr viel (im Gegensatz etwa zu den Horden von ZHdK-, späteren sog. "Kulturschaffenden", die einen ganzen Palast an bester Lage samt teuren Gerätschaften gratis in den Arsch geschoben bekommen).

Hm, wenn ichs mir recht überlege: Im Grunde sollte man die Theologen auch gleich die Kinder unterrichten lassen: DAS wäre mal eine Effizienzmassnahme und ein kultureller Fortschritt! Ein wenig Drill und Gottesfurcht - dann gibts weniger Saugoofen wie dieser Carlos!

Andererseits, wenn ich sehe, was für häretischen Nonsense die da (vor allem an den evangelisch-theologischen Fakultäten) so betreiben, graut mich fast noch mehr als...vor gitarrenspielenden Jungfräuleins an den PHs, die von Genderbeauftragten indoktriniert werden und behaarte Achselhöhlen haben.
Oje, ein Dilemma! Zum Glück gibt's katholische Internate!

fufi hat gesagt…

UFF!
Hab schon gemeint, Orli meine MICH mit dem "herätischen Nonsense"!

fufi hat gesagt…

Haste recht Orli, mit den katholischen Internaten.
Da spielen nämlich nur geweihte schwule Priester oder Nonnen Gitarre, und wenn sich das Zögling gut benimmt, darf's auch mal mit dem Priester oder der Nonne im Bett schlafen.
Für Zöglinge wo sich nicht gut benehmen, gibt's halt Strafen, aber die sind immerhin abgestuft, so nach 50 shades of grey!

Tiger hat gesagt…

Einem zünftigen Informatiker ist es egal, ob seine Wissenschaft als Natur- oder als Geisteswissenschaft durchgeht. Die Mathematik ist aber eigentlich mehr Geistes- als Naturwissenschaft, die Physik dagegen eindeutig Naturwissenschaft. Dass die Mathematik eine Hilfswissenschaft ist für die Physik macht sie nicht zur Naturwissenschaft, sie ist eigentlich ja die Krone der Wissenschaften... Aber alle diese SIND Wissenschaften, was man für die Ökonomie ja wirklich nicht behaupten darf. Ökonomie ist geschwurbeltes Glaskugellesen.

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