Samstag, 5. Dezember 2015

Grosse Erwartungen

aktualisiert am 16. 12.2015

Kein Aldi? Kein Lidl? Kein Bleiben!

Da haben sich doch, so schteht's im 20Minuten vom 3.12.15, nachdem ihnen ein anderes Wohnlokal zugewiesen wurde, also haben sich da so ein paar Flüchtlinge/Asylanten/Asylbewerber/Wirtschaftsflüchtlinge/Scheinasylanten (je nach Gusto das Zutreffende ankreuzen), jedenfalls sollen sie sich darüber beschwert haben, dass es am neuen Ort weder Aldi noch Denner gebe, und so.
Den entsprechenden Artikel findet ihr hier:
http://www.20min.ch/schweiz/news/story/-Hier-gibt-es-nicht-einmal-einen-Aldi-oder-Denner--23362742

Und weil die neue Location auch keine Einzelzimmer mit Dusche, Bad, WC, Internet und Kabel TV habe, weigerten sie sich zusätzlich, so stehts im selbigen Artikel, ihre neue Unterkunft zu beziehen.
Infos zur Unterkunft gibt's hier:
http://www.chasa-muntanella.ch/


Aber so Unzufriedene gibt's offenbar auch anderswo:
"Einige Personen haben sich die Umstände in Deutschland anders vorgestellt. Das führt im Moment dazu, dass viele Personen, vor ­allem aus Afghanistan, in die Schweiz kommen möchten." 
Dies habe ich von DA:
http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/einige-migranten-haben-sich-deutschland-anders-vorgestellt/story/17553784


Aber ehrlich gesagt, um DIESE Ansprüche geht's mir eigentlich gar nicht!
Vielmehr interessiert mich:

WAS erwarten WIR von IHNEN?

Tja, DAS soll hir die Frage sein.

Klar ist:
1. Sie sollen sich an unsere Gesetze halten.
Schon weniger klar ist:
2. Sie sollen sich hier integrieren.
3. Ziemlich unklar ist die Forderung, dass sie hier arbeiten sollen.

ad 2.
WAS verstehen WIR unter "Integration"
Dass sie sich in einer offiziellen Landessprache unterhalten können? Französich, e.g.?
Oder müssen sie das Walliser Idiom ebenso fliessen, ich sag mal nur: verstehen, wie etwa das Seislerische under den Thurgauer Dialekt?
Und müssen die Frauen, wenn sie den Schweizer Psalm singen, das Kopftuch abnehmen?
ad 3.
Vor einem positiven Entscheid dürfen sie nicht arbeiten. Das ist das 1e. Und ob sie danach denn überhaupt eine Stelle finden könnten, DAS ist das Andere.

Hierzu ein Beispiel, was zwar nicht direkt mit dem Thema zusammenhängt, aber eben irgendwie doch:
Ich hab mal in so einem Arbeitsintegrationsprogramm geschafft, für Jugendliche. Und da war einer, wo im Kosovo die Matur gemacht hatte, und gerne an der ETH Mathematik studiert hätte. Sein entsprechendes Wissen entsprach knapp dem SEK B Nivo.
Ach ja, und da war auch noch der Lehrer aus Afrika, wo die weisse Ärztin in ihren Ferien derart von seinen Qualitäten im Vögeln hat überzeugen können, dass sie ihn kurzerhand mit in die CH nahm. Leider ist ihr dieses Souvenir dann sehr, sehr bald verleidet. Mit verheerenden Folgen für's Andenken aus Afrika.


Sorry, ich bin abgeschweift

Aber es bleibt die Frage:
WAS dürfen WIR denn erwarten, von IHNEN? 
 



















"Darf ich jetzt wieder zur Schule gehen?"

Ich danke Schaad für diese seine Zeichnung im TA vom 15.12.2015.
Und beachtet bitte die Lehrpersonen im Hintergrund. So es denn keine Karikaturen wären, wären sie .., tja, was wären sie denn? Leerpersonen?

4 Kommentare:

fufi hat gesagt…

Also 1 und 2 sind für mich Minimalanforderungen. Und DIE können auch ALLE von sich aus erbringen.
Bei 3 ist etwas schwieriger, weil da halt auch die helvetianischen Arbeitgeber gefordert werden. Leider.

Aber bei der ganzen Sache geht mir 1 Satz nicht aus dem Sinn, den ich früher mal ich-weiss-nicht-mehr-von-wem gelesen habe:
Schon früh muss sich krümmen lernen, was ein guter Schweizer werden will!

fufi hat gesagt…

Naja, SO schampar abwegigig ist das ja nicht, was Schaad gezeichnet hat.
Weil immerhin und offenbar gibt's ja auch so Edelweiss-Foolards, was so ne SVP-Kantonsrätin am Montag bewiesen hat. Und sowas lässt sich nicht nur um den Hals, sondern auch um den Kopf knüpfen.

Erich Halbherr hat gesagt…

Meine Mutter trug manchmal auch Kopftuch. Von mir aus. Gesicht verhüllen hingegen geht nicht. Oder den Schwimmunterricht verweigern. Zudem: Raus mit den Kreuzen aus den Klassenzimmern !

fufi hat gesagt…

Aber ja doch, das Kopftuch ist beileibe keine muslimische Errungenschaft, sondern in so manchen Religionen und patriarchalen Strukturen beheimatet.
Schwimmunterricht? DARUM geht's ja keineswegs, das Problem dabei ist vielmehr, dass beim Schwimmen vielleicht ein Stückchen Haut des Mädels der Öffentlichkeit präsentiert würde. Welche Schande!
Welche Idiotie!

Und die Kreuze in den Schulzimmern? Gibt's denn sowas noch in CH? Also ICH, Jahrgang 1958, hab NIE sowas gesehen in der Schule!
Aber ja, meinetwegen müsst's ja auch nicht sein.
BLOSS: Die Abzuhängen wegen den NICHT-Christen, wo da bei uns zur Schule gehen?
NJET!
Toleranz ja, aber Aufgabe der eigenen Kultur, damit sich ja kein Fremdling an UNSERERIGER stören möcht, NEIN, kommt nicht in Frage!

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