Rückblick auf 2011:
Osama ist tot, Muammar G. ist tot, Kim Kong ist tot, und Assad ist's auch schon übel. Grund zur Freude, also?
Osama wurde zwar nicht im Schlaf umgenietet, aber er hatte seine wichtigste Hand trotzdem nicht an der Waffe, als er beim Anschauen der Porno-Videos überrascht wurde
Muammar war wehrlos, als er abgeknallt wurde.
Bloss der olle Kim, tja, dem hat scheint's auch die beste, teuerste westlich-abscheulich-dekadente Höchstleistungsmedizin nichts geholfen. Aber dem war ja eh schon lämgst nicht mehr zu helfen!
3 Diktatoren und/oder Terroristen weniger, definitif!
Ist die Welt damit besser geworden?
Nun, was die al-Kaida betrifft - keinste Ahnung.
Der olle Kim hat die Diktatur scheint's nahtlos weitergegeben.
Und in Libyen - wer weiss, wie das denn kommen wird?
Oder in Tunesien:
Freude herrscht bei den VorzeigeDemokraten.
Aber nicht in den Gemeinden mit Durchgangszentren!
Dürfen wir uns freuen?
Wenn Terroristen und Diktatoren ermordet werden?
Wenn Staaten im Chaos/Bürgerkriegen verenden?
Wenn nationale Trauer ein MUSS ist, bei Strafandrohung?
Dürfen wir uns freuen?
Zum Beispiel der Fall der Mauer und so.
Da haben doch so viele sofort geschrien:
"Wir haben gesiegt! Der Kapitalismus hat gesiegt!"
Aber NIEMAND von denen hat damals die Menschen gefragt:
Seid ihr jetzt glücklich? Geht's euch jetzt besser?
NEIN:Es ging ihnen keinen Dreck besser.
Aber sie hatten die Hoffnung:
Hey, lasst uns Kapitalisten werden.
Lasst uns Autos kaufen, TV, Villen und Nutten!
Und doch geht's ihnen heute sogar noch schlechter als vorher.
Weil die Kapitalisten ja scheint's gerne unter sich bleiben.
Am WEF zum Beispiel.
Und jetzt verachten wir sie,
die Verlierer der Geschichte,
in Ungarn, zum Beispiel, oder in Sachsen.
Diese UnDemokratischen Nationalisten.
Wääck!
Aber WIR, WIR dürfen uns freuen?
7 Kommentare:
Ich bedanke mich bei Orlando für den Gedanken-Input!
Es wird solange nicht besser, bis der Oberkommandierende Blocher abgetreten ist!
O weh, o Wahn!!
@Orlando
Auch wenn du dich nicht erinnern willst:
DU hast mit dieser Frage angefangen!
Das Thema kommt mir bekannt vor. Ich bemühe mich um eine kurze, knappe Antwort:
Man darf sich über Osamas und Gaddafis Tod freuen, weil es, unter dem Lack der Zivilisation, einen Sinn für Gerechtigkeit in jedem Menschen gibt, der nur durch auf diese altestamentarische Weise befriedigt wird. Das ist zwar unangenehm, weil viel schwieriger zu akzeptieren als ein Verweis auf unseren gesellschaftlichen 'Gloss', aber zutiefst menschlich.
Und Fufi: darf ich darauf hinweisen, dass die Mauer letztlich gefallen ist, weil die Menschen von innen daran gesägt haben? Ich verweise auf das neue Stasi-Museum in Berlin - sehr, sehr eindrücklich! Ich bin ausserdem der Meinung, dass die Reintergration West- und Ostdeutschlands fast schon als Musterbeispiel für gelebte Solidarität herhalten kann - alle gemachten Fehler und Menschtümeleien inbegriffen.
Wer freut sich, wenn Staaten im Bürgerkrieg versinken? Niemand, würde ich sagen, ausser vielleicht den zynischsten. Aber letztlich hat es etwas mit Selbstbestimmung zu tun, dass wir das akzeptieren. Jede Intervention durch den Westen wurde (mit Recht)immer beklagt. Also müssen wir es aushalten, dass diese Staaten sich ihre eigenen Rechtsformen suchen - und das kann dann auch durchaus ein islamistisches Regime sein.
PS: Was Blocher jetzt mit diesem Thema zu tun hat, entzieht sich mir.
Man darf sich über Gaddafis und Saddams Tod nicht freuen, denn wenn man es täte, würde man damit die archaischen Teile in sich bekräftigen, die "alttestamentarischen" Teile. Wir sind Menschen, und wir WOLLEN neutestamentarisch sein. Die Todesstrafe hat dabei keinen Platz mehr. Wir haben eine moderne Justiz, die ohne Selbstjustiz auskommt, wo die Gerechtigkeit ausgelagert ist an möglichst neutrale Schiedsrichter. Ich halte dies für die einzige Art, wie wir unsere Menschlichkeit beweisen können.
Das hat mit der Selbstauflösung des Stasiregimes in der DDR wenig zu tun, und auch nicht damit, dass archaische Länder halt archaische Staatsformen wählen. Beides fand und finde ich durchaus in Ordnung. Dass ich ObL gerne in Den Haag gesehen hätte, verdammt nochmal, bleibt aber Tatsache. Saddam übrigens auch. Nur wurde dieser von seinen eigenen Leuten gekillt, und das finde ich schon viel annehmbarer als bei ObL, wo die US-Navy kam.
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