Tja, das Neue Jahr ist ja schon nicht mehr ein so ganz weisses Blatt.
Da hat's schon einige Tolggen im Reinheft.
Dennoch wollen wir doch alle weitrhin hoffen, dass es noch besser werden möchte als das letzte.
In diesem Sinne vergebe ich für den ersten Post eine Carte blanche.
Und zwar an den Tiger!
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2011, das verlorenste Jahr
Dieses Jahr hat vor allem eines gezeigt, mehr als alles andere: Die
Volkswirtschaft als Disziplin hat verschissen. Sie war unfähig, die
aktuelle Krise voraus zu sehen. Sie beschäftigt sich immer noch mit
veralteten Modellen wie dem Homo ökonomikus und mit den untauglichen
Ideen Friedmans und Smiths. Kurzum: der Kapitalismus funktioniert
schlecht. Das schwant neuerdings sogar der politischen Rechten, die
plötzlich auf die Idee kommen, dass die Linke nicht Unrecht haben
könnte. Klar, die Linke hat die gegenwärtigen Probleme auch nicht im
Detail vorausgesehen. Sogar ich war bass erstaunt, als die Krise
ausgerechnet auf dem US-Immobilien-"Markt" begonnen hat. Der
Finanzsektor, bereits durch das ewige wacklige Bauen auf Sand
geschwächt, folgte den Häusern auf dem Fuss.
Erinnert Ihr Euch, wie ich vor bald einem Jahr die Volkswirtschaftslehre
als handfeste Pseudowissenschaft bezeichnete, mit einer Validität knapp
unterhalb des Handlesens und der Astrologie? Tja, könnte ich jetzt
ausrufen "I told you!", wenn wir nicht alle zu leiden hätten unter dem
Crash.
Die Wirtschaft ist enorm instabil, das sieht man heute. Endlich, möchte
ich sagen. Leider gibt es haufenweise Verlierer der Verhältnisse, vor
allem in den USA. Legionen von Menschen werden arbeitslos und können die
Zinsen, die früher so schön niedrig waren, nicht mehr zahlen. Und sie
werden auf die Strasse gestellt, ihre Häuser verkauft, zu einem
Spottpreis. Legionen von Menschen wissen nicht, was ihnen geschieht,
warum die Rezepte, die bisher so gut funktioniert haben, plötzlich
versagen. Und die Banken?
Die Banken sind mitten an der Schaltstelle der Krise, sowohl der im
Immobilienbereich als (natürlich) auch der im Finanzsektor. Ja, die
Banken sind ganz entscheidend mitschuldig. Sie haben sich selbst und
einander gegenseitig hoch geschaukelt, haben auf windige Kredite noch
windigere gestellt. Ja, und gewisse Institute haben es immer noch nicht
begriffen, dass die Erde rund und die Zeit der riesigen Gewinnspannen
vorbei (und ausserdem Blocher abgewählt) sind. Beleidigt fordern sie
seit mehreren Jahren, dass die Staaten sie retten sollen, gefälligst,
weil sie so wichtig sind für alles und es ohne Banken nicht mehr geht.
Was natürlich stimmt. Banken sind also ganz zentrale Naben der
Wirtschaft, und diese verantwortungsvolle Rolle sollte sie demütig
machen. Stattdessen verlangen sie das von uns... Wie wenn der liebe Gott
selbst kurz nach der Erschaffung der Meere auch die Banken ins Leben
gerufen hätte.
Und so geht ein Jahr zu Ende, wo wir alle gesehen haben, wie extrem
nackt der Kaiser ist. Er ist nicht nur kleiderlos, er ist auch
abgemagert und seine Haut fault ihm am Arsch.
--
2011 war auch für mich ein katastrophales Jahr, in ganz vielerlei
Hinsicht. Und wenn marie meint, ich sei neuerdings schlecht drauf, hat
sie nicht ganz unrecht. Obwohl: So richtig gut drauf war ich irgendwann
im Jahr 2005 oder so.
Was 2012 kommt wird hoffentlich besser. Leider fehlt mir die Zuversicht.
Aber die brauch ich gar nicht, dafür haben wir ja Alfred E. Neumann.
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fufi meint dazu:
Befürchte NIE das Schlimmste!
Es wird nämlich noch viel schlimmer kommen!
259 Kommentare:
1 – 200 von 259 Neuere› Neueste»Sorry, aber für diese Form der pubertär-unhinterfragten, zum blossen stilistischen Habitus degenerierten Weltverachtung habe ich einfach nichts übrig. Bieder, destruktiv und langweilig, das. Kleinspiesserisch. Bar jedes Hoffnungsschimmers, und somit jegliche Diskussion im Keim erstickend.
Daher die postwendende Rückfrage: Für was schreibt (publiziert) man so was, was will man damit bezwecken - ausser einer aktualisierten (wenngleich wenig originellen) Aufbereitung von Dostojewskis Aufzeichnungen aus dem Kellerloch, zusätzlich versehen mit einer deftigen Prise Selbsthilfegruppenansatztherapeutischem? - Das wäre allenfalls ein Diskussions-Ansatzpunkt; der einzige, wenn man mich fragt. Then again: für Selbsthilfegruppengespräche hatte ich noch nie viel übrig, zumal wenn der eigene Weltkatzenjammer auf derart platte Weise vorgetragen wird.
Man verzeihe mir die unverblümte, ungeschönte Offenheit, aber wer sich die Mühe macht, einen Text ins Netz zu stellen, der will (hoffentlich) eine ehrliche Meinung dazu hören - et voilà, dies wäre dann also die meine.
ähm, tiger, us-immobilienkrise und banken-desaster begann im frühjahr 2007...
wenn du 11er horror willst, dann sind eher das die stichworte:
- fukushima
- breivik
- euro-krise
Pöh, ich weiss nicht: Lina schätzte Dich kürzlich ja als miesepetrig ein, ich dagegen tendiere dazu, diesen Deinen virtuellen Charakterzug als eine selbstgewählte Maske (gegebenenfalls auch als Schutzmechanismus) zu betrachten. Aber eigentlich siehst doch auch Du das Glas eher halbvoll (und nicht halbleer), oder? Falls es so sein sollte, wirst Du sicher nachvollziehen können, weshalb ich auf derart undifferenziert lamentierende Klagelieder mit heftig-intuitiver (und womöglich teils übertriebener, zudem auch persönlich verfärbter) Abwehr reagiere.
persönlich eingefärbter Abwehr. Grummel. Für heute wars das, Meerschwein-Alter-Ego.
Wehr ab, mila, easy, ich verkrafte das, von Dir erwarte ich nichts anderes. Klar, wenn ein anderer Name oben gestanden hätte als meiner, dann wärst Du sogar inhaltlich darauf eingegangen. So halt nicht, lass es.
Die Banken- und Finanzkrise hat dieses Jahr deutlich an Brisanz und Geschwindigkeit zugelegt, Pöh. Stimmt, sie ist nicht im letzten Jahr ausgebrochen, aber ihr hässlichstes Gesicht bisher hat sie sicher 2011 gezeigt.
Darf ich nicht pessimistisch sein, mila? Ein Optimist, ich wiederhole mich, ist ein schlecht informierter Pessimist. Wenn Du die Augen verschliessen willst, nur zu, Du bist in riesiger Gesellschaft.
Du darfst selbstverständlich alles, Tigri. Nur würde ich Deinem unreflektiert-behäbigem Rückzug auf die Position des (vermeintlich) aufgeklärten Pessimisten antworten:
"Nur Pessimisten schmieden das Eisen, solange es heiß ist. Optimisten vertrauen darauf, dass es nicht erkaltet." (Peter Bamm)
Insofern gibt es, wie gesagt, nichts Inhaltliches, das mich an einem Text wie dem Deinen reizen könnte (Autor hin oder her). Eine neue, eigene Sichtweise auf die Problematik? Nada. Ein Lösungsvorschlag? - Fehlanzeige. Sehr viel aus anderen Texten Zusammengewurschteltes? - Volltreffer! Vielleicht lässt Du Dich ja gelegentlich ebenfalls von Coelho inspirieren, der sagt:
"Wir sehen immer den besseren Weg, doch beschreiten wir nur den, den wir gewohnt sind."
@mila, ergänzend:
Ein Weg entsteht, wenn du ihn gehst.
Sehr richtig, Fufi (und wen/was auch immer Du zitierst). Und deshalb sehe ich mich eigentlich weder als Pessimistin, noch als Optimistin (immer diese Dualismen, von denen kann ja nichts Gutes kommen! - s. Watzlawick), sondern schlicht und ergreifend als Pragmatikerin.
Ja, mila, damit kann ich etwas anfangen, danke Dir (dass ich sowas noch sagen darf... sagenhaft). Ich bin in der Tat nicht konstruktiv hier, allerdings mit Absicht nicht. Und einen neuen Blickwinkel will ich über dieses Thema schon gar nicht schaffen. Es ist aus allen möglichen und unmöglichen Winkeln angeschaut worden. Ich wollte nur genau meiner abgrundtiefen Enttäuschung über die herrschende Klasse der Besserwisser Ausdruck verleihen.
Allerdings: kopiert habe ich nichts von nirgendwoher, nicht einmal Ideen. Sind alles meine. Wenn andere zufällig die selben haben sollten: Great minds, Du weisst schon.
Zusammengeschwurschtelt heisst nicht, dass man direkt abschreibt. Vielmehr, dass man das sich Angelesene nicht gut genug verdaut hat, um daraus eine pointierte Perspektive zu entwickeln (daran kranken, by the way, zahlreiche studentischen Arbeiten; über ihnen hängt insofern der stetige Ruch des potentiellen Plagiats).
Und wie gesagt, diese Weltverachtung, sie ist einerseits ziemlich öde, und andererseits speist sie sich aus kleingeistigem Ressentiment (gegenüber der erwähnten 'herrschenden Klasse der Besserwisser'). Es gibt effektivere Wege, um selbigen an den Karren zu fahren, wenn das denn das Ziel sein soll. Knackige Satire ist beispielsweise weit schmerzhafter als diese ganzen blutleeren Moralschriften, die derzeit so en vogue sind. Letztere prallen lautlos an denen ab, gegen die sie gerichtet sind. Noch nicht einmal Mückenstiche versetzen sie ihnen.
Wenn man also das empfundene Weltelend in eine Satire zu packen versteht, dann hält man in der Tat ein scharfes Schwert in den Händen, denn: die Satire ist blutreinigend. Die Satire darf alles. (s. Tucholsky)
schaut man sich ganz nüchtern die fakten an, mila (ich weiss, das ist nicht so dein ding), um eine mittelfristige prognose für die menschheit zu erstellen, so ist relativ offensichtlich, dass der weg in die zukunft durch ein verdammt enges nadelöhr führen wird.
und die qualität unserer (der menschheit) politischen und wirtschaftlichen führer, die uns durch die kommenden, schwierigen zeiten navigieren sollten, hat gerade mit kapitän schettino ein perfektes sinnbild erhalten.
nein, das glas ist, realistisch betrachtet, nicht halb voll oder halb leer - es geht bereits an die bittere neige. bad moon rising.
auf der anderen seite ist es natürlich schwierig, mit dieser aussicht jeden morgen noch aufzustehen, geschweige denn kinder grosszuziehen. darum verdränge ich das normalerweise und lebe nach dem prinzip "die lage ist zwar hoffnungslos, aber nicht ernst".
Jetzt hat gerade mein Windows gemeint, neu starten zu müssen zwecks Installation von Updates - und dabei meine Antwort an mila mitgerissen in den Orkus. Shit happens.
Schnell wegen des Plagiats: Weisst Du, ich habe viel gelesen und gesehen über die Krise, Ursachenforschung, Auswege, Ideen, Vorsch
Schau, mila, ich bin kein Wirtschaftswissenschaftler, ich bin in der Wirtschaft nur ein kleines Rädchen. Eines von Millionen allerdings, von Millionen, die seit einiger Zeit das unbestimmte Gefühl haben, dass irgendwas in der ganzen Maschinerie nicht stimmt. Nein, mehr noch, dass sie irgendwie ganz und gar nicht mehr stimmt, und dass sie Rädchen sind, die eine Wirtschaft am Laufen halten, die sie eigentlich so gar nicht wollen und mit der sie sich nicht identifizieren können. mila, die Unzufriedenheit, teils explizit (Occupy), grossteils aber unterschwellig, ist gross. Riesig.
Und das ist er, mein neuer Take auf die Krise: Sie wurde zwar ausgelöst durch die Fehlleistungen der Eliten, befeuert wird sie aber durch die Lustlosigkeit von uns allen kleinen Rädchen, die zum Mitdrehen verdammt sind, aber irgendwie nicht mehr wollen. So viele Leute spüren einfach, dass die Herrschenden sie nur noch benutzen wollen und dass sie eigentlich gar nicht ihr Wohl wollen. Die Herrschenden merken das selbst gar nicht so genau, weil sie eben halt auch blind sind auf diesem Auge.
Aber wer weiss, ob nicht die einen oder anderen Mitglieder des deutschen oder französischen Kabinetts etwa mich hier verstehen? Ob nicht auch sie sich einfach als Rädchen sehen, als grosse einfach?
Das ist meine Sicht, mila, und ich hoffe, sie reicht aus. Denn ich HABE eine Meinung. Ich sehe zwar schwarz, aber ich weiss, warum, und dass ich vorher einmal nicht schwarz gesehen habe.
Schettino, che schifo che non sei altro!
Stimmt, der Mann ist als Sinnbild anzusehen, gut beobachtet.
Ich war schon auf Costa-Kreuzfahrten, und die Kapitäne waren immer recht leutselige, lustige Typen, vielleicht sind sie darum als Kapitän nicht gerade die Idealbesetzung, wer weiss.
Pöh, eins verstehst Du falsch: die Fakten interessieren mich durchaus, nur interessiert mich das grössere, ganzheitliche Bild, das sich aus ihnen zusammensetzt (oder eben nicht...), noch viel mehr. Das verdammt enge Nadelohr, man könnte es - anstatt als Menschen-Fluch - auch als eine Menschheits-Chance sehen: erst in der Krise offenbart sich unser wahrer Charakter (habe ich das zufällig hier schon einmal angeschnitten...? Bei soviel Redefluss vergisst man bisweilen die eine oder andere Äusserung).
Was mich zu des Tigers Einwand führt. Ja, Mensch, Tiger, wenn Du schon mal erkannt hast, dass es mitunter an uns kleinen Rädchen liegt, was in Zukunft geschehen wird/soll: was bläst Du hier noch düster Trübsal, anstatt etwas Konstruktives zu unternehmen? Glaub mir, ich weiss sehr wohl, wovon ich spreche, weigere mich aber fortan, weiterhin das macht-lose Opfer zu mimen. Es wäre schön, wenn andere sich - wenigstens hier, auf einer rein imaginären Ebene - mir anschliessen würden. Steter Tropfen höhlt den Stein (nein, marie bin ich ebensowenig wie Astrid u.a., falls sich bei dem einen oder anderen dieser Verdacht durch das Aufgreifen des Spruches einstellen sollte).
Was mich zurück zu Tucholsy und seinen Rat-Schlägen bringt, wie man denn etwas mittels Satire bewirken könnte. Dazu der in meinen Augen aufschlussreichste Abschnitt:
"Wir sollten nicht so kleinlich sein. Wir alle – Volksschullehrer und Kaufleute und Professoren und Redakteure und Musiker und Ärzte und Beamte und Frauen und Volksbeauftragte – wir alle haben Fehler und komische Seiten und kleine und große Schwächen. Und wir müssen nun nicht immer gleich aufbegehren (‚Schlächtermeister, wahret eure heiligsten Güter!‘), wenn einer wirklich einmal einen guten Witz über uns reißt. Boshaft kann er sein, aber ehrlich soll er sein. Das ist kein rechter Mann und kein rechter Stand, der nicht einen ordentlichen Puff vertragen kann. Er mag sich mit denselben Mitteln dagegen wehren, er mag widerschlagen – aber er wende nicht verletzt, empört, gekränkt das Haupt. Es wehte bei uns im öffentlichen Leben ein reinerer Wind, wenn nicht alle übel nähmen."
Die zentralen Schlag-Worte (wiederum aus meiner Sicht): "nicht kleinlich sein", "kann boshaft sein, soll aber ehrlich sein", "einen ordentlichen Puff vertragen können", "sich mit denselben Mitteln wehren/widerschlagen, sich aber nicht verletzt, empört, gekränkt abwenden". - Klingelt es jetzt womöglich bei einigen hier? Richtig! Genau daran hatte so mancher aus unserer (nicht immer) so feucht-fröhlichen Runde in der Vergangenheit durchaus hart zu knabbern. Was jedoch daraus resultieren kann, wenn man sich Tycholskys Worte zu Herzen nehmen täte, ist eine gewisse Form von wohltuend-souveräner Gelassenheit, die einem die Dinge des Öfteren mal in einem etwas anderen, zuvor ungeahnten Licht erscheinen lässt.
Hm, also grosse Teile der SVP sind immer noch beleidigt wie sonst was, mila, dass Blocher abgewählt wurde... nichts von reinerem Wind...
An sich aber hast Du Recht, mila, das spreche ich Dir nicht ab, wirklich nicht. Ich meine, wenn man dem Tiger etwas nicht vorwerfen kann, ist es, dass er auf mangelhaft gefundenen Thesen beharrt.
Allerdings halte ich es für inakzeptabel, boshaft sein zu wollen. Ich halte Boshaftigkeit für unehrlich, anders als der Deutsche da. Ich will definitiv NICHT, dass mich jemand für boshaft hält.
Ansonsten, klar, Satire darf alles. Aber es ist immer noch Satire, mila, nicht die Wahrheit oder Wirklichkeit (die es ja eh nicht gibt)...
aah, es wird immer grotesker: das ominöse weltwoche "dokument" mit hildebrands kontenbewegungen wurde anscheinend am compi zusammengeschustert...
sind die eigentlich doof bei der wewo? hatten die echt das gefühl, das würde nicht auffliegen?
Pöh, das ist ja das Schöne: dass die Gesinnung der Leute sich nach einer gewissen Weile immer gegen die aufgesetzte Fassade durchzusetzen vermag. Das gilt für einzelne Herausgeber und Autoren (wobei ich de WW nach wie vor gerne lese, weil sich gelegentlich doch die eine oder andere Text-Perle darin verbirgt), das gilt für Ideologen jeglicher couleur, und insbesondere gilt es für diejenigen, die sich - in masslosem Verkennen der menschlichen Natur - als gegen jegliche Ideologismen gefeit betrachten und anderen aus dieser grotesken Fehlwahrnehmung heraus ihre minderbemittelte Ideologiebehaftetheit vorwerfen...
Die mir liebsten Nicht-Ideologen sind übrigens diejenigen in der Maske des aufgeklärten Westlers, welche nicht im Stande sind zu erkennen, dass die Aufklärung - bei näherem Licht besehen - auch nur eine (höchst erfolgreiche) Spielart des ideologisch-dualistischen Schablonendenkens von aufgeklärt/nicht-aufgeklärt, gut/böse, richtig/falsch etc. ist. In solchen bizarren Fällen drohe ich vor Lachen aus meinem Bürosessel zu kugeln, im wort-wörtlichen Sinn: da wird wider die Patentrezepte anderer Weltverbesserer gewettert, nur um gleich darauf das eigene Patentrezept - das einzig zulässige natürlich! - aus der Schublade hervorzukramen. Oder, um mir eine Interpretation von Watzlawick anzumassen: die Welt geht nicht etwa an an fehlender menschlicher Intelligenz zugrunde, sondern an der Vielzahl unausgegorener Patendrezepte, die nicht als solche erkannt werden.
Ja, pöh, das ist peinlich. Aber gell, was wotsch, es ist die Weltwoche, die agiert in den letzten Jahren immer mal wieder mit windigen Mitteln.
http://www.nzz.ch/nachrichten/wirtschaft/aktuell/hildebrands_kontoauszug_weltoche_konstruktion_1.14395360.html
Tiger, die windigen Mittel: Du wirst sie überall dort antreffen, wo es menschelt. Und wo menschelt es? Richtig: überall! Soviel sollten wir mittlerweile doch gelernt haben... Dieses Moralinsauer-Entrüstete, es vermag mir allein schon deshalb nicht zu gefallen, egal aus welcher ideologischen Richtung es gerade angeweht kommt. Und die Richtung, sei Dir dessen versichert, sie wechselt nach Belieben (gleich dem, oder besser noch: analog zum Rad der Fortuna, ist man versucht, hinterherzuwerfen).
Damit einen schönen Nachmittag allerseits!
Huch, Tucholsky - Tucholsi - Tycholsky: Freudsche Versprecher im Sinne von 'kill your idols'?! Darüber muss ich erst mal ernsthaft grübeln.
Eben, mila, ich stimme Dir hier voll und ganz zu.
Meine Entrüstung beinhaltet kein Moralin, sondern sie ist nur Ausdruck einer tiefen Enttäuschung.
Ich bin der, der sagt: Was jemand sagt, soll stimmen, und zwar unabhängig von Zeit, Ort und Adressat. Ich bin NICHT bereit, der Weltwoche Kredit zu geben, den hat sie verspielt, und zwar schon vor einigen Jahren.
Wen hasse ich mehr, Mörgeli oder Köppel? Tja, knifflige Frage. Wahrscheinlich ist es Mörgeli.
Nein, Tiger, Du bist eben nicht der gleichen Meinung, denn ich bin, zusätzlich zu dem, was ich weiter oben angerissen habe, diejenige, die sagt: Was jemand sagt, ist seine (bestenfalls durchdachte und verschieden(st)e Quellen miteinbeziehende) Sicht der Dinge, abhängig von Zeit, Ort, Adressat und persönlichem Hintergrund (aka Erziehung, Charakter, Bildungsgrad, Kultureinfluss, soziales Umfeld etc.). Ich gebe jedem credit, der bereit ist, eine Perspektive, die sich als unzulänglich oder falsch erwiesen hat, zu überdenken; allerdings erst seit kurzem. Und ich versuche, niemanden zu hassen (was mir nicht immer so leicht fällt, aber seis drum).
Aus all dem lässt sich schliessen, dass ich das geistige Kind jener Postmoderne bin, auf die Orlando so verächtlich herunterzublicken pflegt. Vielleicht kommen wir aber gerade deswegen trotz aller inhaltlichen Divergenzen auf privater Ebene miteinander klar - ich als erwiesene Postmodernistin, er als erwiesener Konservativer der alten Schule: die Fronten sind klar, die Grenzen des Diskurses bekannt. Also kann es heftig zur Sache gehen, ohne dass daraus gröbere persönliche Betupftheiten entstehen. Oder dass man vom anderen erwarten würde, seine Meinung um 180° zu ändern (wenigstens nicht von heute auf morgen...).
Und ich versuche, niemanden zu hassen (was mir nicht immer so leicht fällt, aber seis drum). Aus all dem lässt sich schliessen, dass ich das geistige Kind jener Postmoderne bin, auf die Orlando so verächtlich herunterzublicken pflegt. Vielleicht kommen wir deswegen so gut miteinander klar, ich aus erwiesene Postmodernistin, er als erwiesener Konservativer der alten Schule: die Fronten sind klar, die Grenzen des Diskurses bekannt. Also kann es heftig zur Sache gehen, ohne dass daraus persönliche Betupftheiten entstehen.
Irgendwie hat sich da was verdoppelt - Fufi, bitte lösch doch bei Gelegenheit den dritten Passus, ja?
Und damit definitiv ciao für den Rest der sonnenbeschienenen Nachmittagsstunden.
Also, dann let's just agree to disagree, mila. Kannst Du Dich noch an mein allererstes Kompliment an Dich erinnern vor über einem Jahr im MB? Gilt immer noch.
(Und natürlich wird der aufmerksame Leser sogleich erkennen, worin ein gemeinsamer Angriffsvektor von mila/Orlando liegt, wenn man denn überhaupt von einem solchen sprechen kann: er richtet sich wider eine unreflektierte Lobpreisung der Moderne, wenngleich aus völlig unterschiedlichen Gründen.)
@Tiger: Das mit dem Aufwärmen alter Komplimente, das lass mal lieber sein... kennst Du doch die allergische Reaktion, die meinerseits daraus resultiert.
Ja. Weisst Du, ein Kompliment ist umso ernster gemeint, als der Aussprechende davon ausgehen muss, dass es nicht goutiert wird. Wie hier, Du hättest mich erstaunt.
Gut, dann halt Tadel. Wenn Du sagst, Du gehst, dann sagst Du nur, dass Du gehst. In Wahrheit gehst Du nicht.
Mir ist das ja einerlei. Aber manche Leute nerven sich unheimlich.
Es nervt, dazu noch unheimlich? Und ich hielt es für eines meiner charmanteren Laster...
Doch jetzt bin ich wirklich weg - die Sonne scheint viel zu schön, um sich den ganzen liebelangen Tag tiefgrübelnd über den Computer zu beugen.
Ich stimme schon wieder zu, mila, das reisst ein verdammt. Du erinnerst Dich sicher, wie sich manche Leute über Deine Tendenz aufgeregt haben, Dich abzukündigen und dann doch zurückzukehren. Ich habe mich hier gar nie auch nur minim drüber aufgeregt.
Sex sells!
Time is money!
Money makes the world go round!
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Wer wird Millionär!
Heute kaufen, übermorgen zahlen!
Der neue Borschle Cheyenne wartet auf SIE!
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Wieviele Grossmütter, Frauen, Kinder etc. werden denn täglich dem Teufel verkauft?
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Wo Blödheit die Norm ist,
bestimmt das Konto den Menschenwert!
Ich bin mit allem einverstanden und doch nicht. Den Weltuntergang seh ich woanders lauern als in der Wirtschaft, nämlich in unserem Umgang mit dem Planeten. Was die Börse macht, ist dem Erdball relativ egal. Im Gegenteil, richtig schlecht gehts ihm erst, wenn die Wirtschaft brummt. Unserer Spezies hinwiederum ist relativ egal, wie es der Erde geht. Mindestens bis die ganze Bevölkerung des Ganges-Deltas vor dem Hochwasser fliehen muss. Aber es ist genau so, wie pöh um 10:26 sagt. Amen!
Immerhin zum Jahreswechsel ENDLICH all die doofen Spiegelkopf-Birnen in der Decke, die ich nie gebraucht habe, weil sie völlig ineffizient sind, durch LEDs ersetzt. Darüber weiss ich jetzt ganz viel, falls jemand Beratungsbedarf hätte. Ich hatte welchen. Kam mir mit dem Thema ziemlich alleingelassen vor. Weder im Einrichtungsgeschäft noch im Elektrikergeschäft schien sich irgendwer fürs Thema Stromverbrauch zu interessieren. Dabei ist der offizielle Kurs derzeit, dass wir hierzulande Gaskraftwerke... würg. Nächster Plan: Solarzellen aufs Dach. Spart ein AKW, Leute! Es wäre ohne Komforteinbussen problemlos möglich, wenn eine Mehrheit mittäte und nicht nur an der Urne für die 2000-Watt-Gesellschaft stimmen ginge. In diesem Sinn stelle ich jetzt die Kiste ab und kehre zum Papier zurück.
Gute Nacht.
Tja, Katharina, lass mal die Experten ran, die berechnen ganz andere Potenziale. Du bist keine Expertin. Die Photovoltaik wird immer billiger, und im Tagi von heute ist eine ganze Seite über einen Experten, der alte Häuser so umbauen kann, dass sie ihre Wärme aus Wärmepumpen mit (im Sommer zusätzlich aufgefülltem) Erdregister tief in der Erde (bis 400m tief) holen. Bei Euch werden Kühlschränke sicher sehr grosse Verbraucher bleiben, trotz aller Fortschritte (neue Kühlschränke brauchen viel, viel weniger Strom als 30-jährige). Hier ist eigentlich nicht einzusehen, warum in der kalten Jahreshälfte die Kühl- und Gefrierschränke den Wärmeunterschied von 20 bis 40 Grad zur Wohnungstemperatur herstellen können, wo sie sich doch einfach mit der kalten Aussenluft betreiben oder zumindest ihre Elemente kühlen könnten. Im Moment müsste man bei uns die Kühlschränke HEIZEN, wenn sie einfach Luft von draussen zugeführt bekämen... (und heizen ist ja kein Problem, wir heizen ja eh die Wohnung...)
Abgesehen davon: Hast Du einen begehbaren Kühlschrank? Meiner verbraucht (ich habe grad nachgesehen) im Maximum 1.2 A, bei unserer Spannung also unter 300 W. Und da er ja nicht immer kühlen muss, irgendwann schaltet er sich ja aus, wenn es genug kalt ist drinnen (Thermostaten gibt es sicher auch bei Euch im Kühlschrank :-) ), denke ich mal, kommt er mit 100 W Leistung aus, gemittelt über den Tag. Das ist zwar immer noch mehr als ein rund um die Uhr laufender Fernseher, aber nur etwa ein Zwanzigstel von 2000 W. Katharina, Du kannst rechnen, bitte tu es auch, und verbreite keine Fehlinformation an die Adresse von Leuten, die sich nicht so leicht tun mit Zahlen.
Die 2000-W-Gesellschaft ist mit haufenweise kleinen und grossen Änderungen zu machen, an erster Stelle stehen sicher die Erwärmung der Innenräume und die Transporte. In der Isolation von Gebäuden besteht hierzulande ein riesiges Potenzial, in der Elimination von Schützenpanzern auch bei Euch.
Fufi, ich kann es doch nicht lassen und möchte kurz auf dein Fazit zu Tigris Text sowie den späteren Kommentar zur Diskussion eingehen:
Ein altes Sprichwort sagt tatsächlich: "Und aus dem Chaos sprach eine Stimme zu mir: 'Lächle, und sei froh. Es könnte schlimmer kommen.' Und ich lächelte und war froh. Und es kam schlimmer."
Soviel zum Thema self-fulfilling prophecy. Es ist nämlich ein Irrglaube anzunehmen, dass die Dinge zumindest so bleiben, wie sie sind, wenn wir sie nur ertragen und nicht (wenigstens) versuchen, sie zu ändern. Deshalb halte ich mich an Grönemeyers Leitmotiv 'Bleibt alles anders'. Ja, es gibt viel zu verlieren - aber was denn genau? Überleg Dir das mal, während Du (hoffentlich) dem guten, alten Herbie zuhörst, der bekanntermassen so viel in seinem Leben verloren hat, und sich dennoch nie vom (vermeintlichen) Schicksal unterkriegen liess:
http://www.youtube.com/watch?v=2XuONGCT9wM
@Katharina/Anna2, mein persönlicher Beitrag zur Stromersparnis 2012 (nebst der Tatsache, dass wir schon lange Ökostrom beziehen; wobei, wie 'öko' der ist, ist eine Frage für sich): ein Umzug in ein umgebautes Bauernhaus, respektive eine darin eingerichtete Wohnung; inklusive Schwedenofen. Die Katze wird sich freuen.
Glaubst Du wirklich, dass das Strom sparen wird? Wie denn?
Tigri, keine Fachsimpeleien bitte (jedenfalls nicht mit mir...). Ich freue mich einfach auf das Ding, und irgendeinen Beitrag zu einem gesünderen ökologischen Fussabdruck wird es schon leisten.
Naja, eben, Du freust Dich daran, und das ist schon einmal sehr gut. Erwarte aber nicht, dass ein altes Haus sehr sparsam ist, a priori. Wenn es gut isoliert ist, dann spart es zumindest Heizenergie.
Strom wirst Du benutzen wie vorher, denke ich mal (wenn Du keine Photovoltaik installiert hast oder eine Heizwärmekopplung oder lauter LED-Lampen oder alle Computer durch Tabletts ersetzt hast oder den neuesten AAA++++-Kühlschrank gekauft oder auf einen Wäschetrockner verzichtest oder eine neue, sparsamere Waschmaschine hast - was ja wahrscheinlich alles in Deiner bisherigen Wohnung auch gegangen wäre).
PS@Fufi: wer weiss, vielleicht ist Dir die Botschaft in dieser 'Verpackung' zugänglicher:
http://www.youtube.com/watch?v=uXYLmvKRnhI&feature=related
Grönemeyer, so viel sei angemerkt, war (immer noch) fähig, ein solches Lied zu schreiben, nachdem seine Frau und sein Bruder kurz nacheinander an Krebs verstorben sind. Think about that.
Energie (Öl, Strom, …) einsparen geht einerseits über Effizienz in Produktion, Überleitung und Verbrauch. Andrerseits, und da kommen wir als Endverbraucher nicht drum herum, auch über WENIGER Verbrauch. Weniger Tumbler, weniger Mobilität, weniger überheizte Räume, … Und das tut weh, drum wird davon nicht gerne gesprochen. Kommt auch drauf an, auf wie lange wir unsere Lebensweise auslegen wollen, nach uns die Sintflut?
Es ist doch immer wieder faszinierend, wie die Grundstimmung ausgerechnet in Gegenden, die im Ueberfluss leben, Rundum-Krankenversorgung haben, sehr niedrige Arbeitlosenquoten aufweisen und generell vom Glück begünstigt zu sein scheinen, in Richtung Weltuntergang geht. Ist das wirklich nur Verlustangst? Kein spiritueller Halt mehr? Ein diffuses schlechtes Gewissen? Lebensangst? Die Tatsache, dass wir Gedanken an Dinge, die wir nicht beeinflussen können, wie Krankheit, Tod und Verlust, nicht mehr ertragen können?
Es macht mich, je länger, desto mehr, fast schon wütend, dass aus dieser privilegierten Situation heraus keinerlei Dankbarkeit und Lebensfreude mehr zu erwachsen scheint. Ich weiss, ein altmodischer Gedanke - aber einer, der uns eigentlich regelmässig wieder kommen müsste! Und unwillkürlich habe ich wieder daran denken müssen, was meine Grosseltern und Eltern in Europa erleben mussten - und da jammern wir alle vor uns hin? Die hätten damals wirklich Grund gehabt, zu verzweifeln und für den Rest ihrer irdischen Existenz alle Hoffnung aufzugeben. Aber sie machten das Gegenteil!
Ich kenne eine gute Ablenkung von Jammern und Weltuntergangsstimmungen: gehen Sie raus und tun Sie etwas freiwillig, einfach so. Ich hätte diverse Freiwilligenpositionen im Angebot, die ich nicht besetzen kann - und ich weiss, dass es vielen Organisationen so geht. Ich nenne das meine private Relativitätstheorie: gemessen an dem, was andere Menschen durchmachen, sind die meisten von uns in einer beneidenswerten Situation.
astrid, ich jammere doch nicht über meine persönliche situation. ich versuche eine mehr oder weniger realistische einschätzung der welt und wo sie hinsteuert. bzw. wo unsere kapitäne unsere "costa mondiale" hinsteuern. nur wer blind ist oder sich so stellt, sieht die klippen und eisberge nicht...
klar sitzen wir in der luxusklasse (bzw. sind bedienstete dort...). nichtsdestotrotz hocken wir auf demselben kahn. dass wasser erreicht uns vermutlich etwas später als die leute in der dritten klasse, aber es wird auch uns erreichen.
ein bisschen freiwilligenarbeit ändert an diesem grossen bild nicht wirklich viel...
aah, seefahrtsmetaphern sind was wunderbares...
fufi, die liste der letzten kommentare scheint nicht zu funktionieren... ist immer leer. kannst du da mal einen blick drauf werfen?
oder ist das nur bei mir so?
Ja, Astrid, ich fürchte, Du machst die Augen zu vor den enormen Problemen, die die Welt so vor sich herschiebt, und die dabei immer grösser werden. Und die sind wirklich von ganz anderer Qualität als jene, welche die Leben der Leute vor hundert, siebzig, fünfzig Jahren so beeinflussten. Ob der Mensch die Klimaerwärmung beeinflussen kann oder nicht, sie kann uns tatsächlich killen (sie hat ja schon diverse Verheerungen angerichtet in der Form von gehäuften Naturkatastrophen).
Das gesagt: Ich habe im Moment Zeit für etwas Freiwilligenarbeit, echt. Schick mir doch eine E-Mail, wenn Du willst, an: alientempora@mailueberfall.de
pöh, Dein 'Realismus' ist für mich blanker Fatalismus. Die 'Klippen' und 'Eisberge' gehören zum Leben. Und dass Du diejenigen, die Deinen 'Realismus' nicht teilen, in die 'blind' oder 'sich blind stellend' Ecke stellst, ist schwach. Was mir aber ganz besonders aufstösst, ist Deine Trennung von Privat- und Weltbild. Privat setzt Du Kinder in die Welt, für die Du aber schwärzer als schwarz siehst... Bisschen seltsam, diese Logik. Aber natürlich kann - und will - ich nicht gegen Fatalismus und Zynismus anschreiben, das ist eine ganz individuelle Sache und gehört zur jeweiligen Persönlichkeit.
Und bei Dir scheinen sie so tief zu sitzen, dass Vorschläge von aussen, dass Dinge wie z.B. Freiwilligenarbeit einen ganz erstaunlichen Perspektivenwechsel nach sich ziehen können, natürlich dumm klingen. Mal ganz davon abgesehen: dann brauchen wir uns ja auch nicht mehr drüber zu unterhalten, wie wir unsere natürlichen Ressourcen schonen und einigermassen im Einklang mit der Natur leben können, oder? Ist ja eh alles zu spät.
Oh, Sicherheitsabfrage: nemodied! Der also auch, na dann, geben wir uns doch alle die Kugel.
Ja, Astrid, ich würde heute keine Kinder mehr machen. Dass ich sie über alles liebe, ändert daran nichts.
Unsere persönliche Situation ist vielleicht länger ok als die der Welt. Aber die Welt hat gravierende Probleme, Astrid, das schleckt keine Geiss weg. Und mit gravierenden Problemen meine ich solche, die mit grosser Wahrscheinlichkeit nicht gelöst werden. Das ist in der Tat realistisch, Astrid.
Ceterum censeo: Che schifo sto Schettino.
Falsch, Tiger! Ich beschäftige mich mit Problemen in meinem Umfeld, in denen ich einen klitzekleinen Teil zur Lösung beitragen kann - das geht von Frauenhaus über Kindersozialdienst zu Sterbebegleitung. Auf die Klimaerwärmung habe ich sehr, sehr wenig Einfluss, vor allem auch, weil die Diskussionen ideologisch in tiefsten Sümpfen stecken. Aber auf die Zustände in meinem Umfeld habe ich einen kleinen Einfluss - und ich schlage vor, da fangen wir alle an.
Oh, und noch etwas, Tiger: ich mache deshalb einiges, weil ich mehrfach in diesem Leben 'davongekommen' bin und der Meinung bin, dass das einen tieferen Sinn hat. Ich habe Verantwortung, vor allem für meine Kinder und für Menschen, die schwächer sind als ich und sich nicht wehren können - wenn wir alle uns erstmal um das kümmern würden, wäre die Welt wirklich ein besserer Ort.
Wenn Sie wirklich Zeit und ein wenig Aufwand investieren wollen, schauen Sie mal hier herein: www.benevol.ch. Das ist zumindest ein Anfang. Aber Sie können auch in Spitälern, Tierheimen, Alterszentren einfach anrufen - oft gibt es einen Koordinator, der Ihnen weiterhelfen wird.
astrid, ich bin nicht fatalistisch und versuche in dem kleinen rahmen, in dem ich das kann ja auch ein "gutes" leben zu führen - auch bin ich, entgegen aller vernunft, nicht ganz hoffnungslos. und wer, wenn nicht unsere kinder soll denn die karre schlussendlich aus dem dreck ziehen...
die eisberge und klippen von denen ich rede, sind nicht die, die jedes leben begleiten.
nein, die hier heissen peak oil, klimaveränderung, verschwinden des mittelstandes, völkerwanderung, bevölkerungsexplosion, energieversorgung, religionskonflikte, entfesselter kapitalismus...
und da die meisten menschen darauf reagieren wie du (finger in die ohren und laut singen) habe ich, wenn ich wirklich darüber nachdenke, kein wirklich gutes gefühl für die mittelfristige zukunft der spezies "mensch".
ich will mich auch nicht über freiwilligenarbeit lustig machen - nein, jeder der sich so engagiert hat meinen respekt.
ich wollte lediglich darauf hinweisen, dass die richtig grossen brocken, die auf uns zu kommen bzw. bereits da sind nach weltweit geeinten lösungsstrategien verlangen... und da sind wir so weit davon entfernt wie eh und je.
Von nun an wird alles, was ich sage, Dir, pöh, bestätigen, dass ich den Finger in den Ohren habe und laut singe, nicht wahr? Also lasse ich es. Aber den kleinen Hinweis kann ich mir nicht versagen: die Eisberge und Klippen, von denen Du redest, gibt es in jedem Leben, seit Anbeginn der Zeit. Je mehr Wohlstand wir haben, desto grösser werden die Verlustängste, die Bewahrermentalität. Unsere Zeit ist 'das Paradies', das es zu bewahren gilt? Dann lebst Du eigentlich längst im Reduit, denn Du vergisst völlig, dass das Leben uns, trotz aller Regeln, Versicherungen und Ratgeber, immer und wieder überraschen und schockieren kann und wird. Auch seit Anbeginn der Zeit.
komm, wir haben hier schon oft genug gestritten, dass du weisst, dass ich die dinge gerne garaphisch und etwas überspitzt darstelle - nicht gleich einschnappen!
würde gerne weiterdiskutieren, muss jetzt aber ganz dringend noch etwas arbeiten...
Zunächst an mila:
Ich gebe dir natürlich vollkommen recht darin: Die Hoffnung (ich sage auch: der Glaube) stirbt zuletzt. Das Problem liegt beim (Lebens-)Willen!
Und wer beides vereinen/bewahren kann, kann "Grosses leisten". Hut ab!
Dann an fka Astrid am 19. Januar 2012 11:54
Wo du recht hast, hast du recht! Und HIER hast du recht!
Selbiges geht ebenfalls an den Internet-Wanderer!
Denn eine Welt, in der auch nur EIN Kind keinen Hunger mehr leiden muss, et al., ist eine bessere Welt.
Und die hungernden Goofen, die vereinsamten Alten, die Krüppel mit der Minimalrente, die leben nämlich HIER und JETZT!
Unter UNS!
Irgendwie dreht und windet ihr euch, das EINE zu sagen:
Wir können eigentlich NICHTS zur "Rettung" der Welt beitragen.
Mögen wir denn auch zugrunde gehen, so lasst uns denn wenigstens erhobenen Hauptes zugrunde gehen.
Ach, ich kann's nicht lassen:
ALLE Schuld den Anderen!
Ich zitiere
"Tiger hat gesagt…
Ja, Astrid, ich fürchte, Du machst die Augen zu vor den enormen Problemen, die die Welt so vor sich herschiebt, und die dabei immer grösser werden."
Erstens mag ich's nur allzu gut verstehen, wenn wer davor die Augen schliessen täte - was ich fka Astrid aber niemals unterstellen würde!
Und zweitens: Wie sollten "wir" denn erst die "grossen" Probleme lösen können, wenn "wir" uns bei den "kleinen" schon so jämmerlich unfähig zeigen?
WIR aka MENSCHHEIT!
Aber keine Sorge: Zumindest die Bakterien werden lockerstens überleben!
und schliesslich an pöh! und alle anderen:
Nein, bei mir funktioniert's auch nicht mit den Kommentaren.
Seit da scheint's irgendwelche ach so nützliche Neuerungen implantiert wurden.
Hab zeitweise nicht mal mehr die Kommentare ansehen können.
Erinnert mich irgendwie an einen bekannten Politiker, wo gestorben ist, nachdem er eine Fliege verschluckte.
Wer weiss, was ich meine, weiss, was ich meine!
Eingeschnappt, pöh? War wirklich nicht meine Absicht. Und 'streiten' ist etwas anderes, oder nicht?
Danke, Astrid, ich schaue rein, klar. Allerdings geht mir schon manchmal die Hoffnung flöten, wenn ich so sehe, was abgeht und wie ignorant die Politiker und Wirtschaftsführer sind.
Und wenn wir Freiwilligenarbeit leisten, habe ich schon irgendwie das Gefühl, die Herrschenden verarschen mich und lachen über mich, und ich gebe ihnen die Möglichkeit, ihr Scheissspiel zu spielen. Ich meine, eigentlich ist Occupy die wahre Freiwilligenarbeit...
Tiger, wir sind alle ein Stück weit mit dafür verantwortlich, wie die Welt um uns herum ist. Einfach wählen und hoffen, die 'da oben' machen das schon, ist ignorant (sorry). Mit viel Glück schaffen sie Rahmenbedingungen, mit denen wir alle leben können - und auch da ist es in der Schweiz immer noch um ein vielfaches einfacher als in anderen (europäischen) Staaten.
Bei mir ist es umgekehrt - ich habe mich, seitdem ich das alles mache, von einer ausgewachsenen Zynikerin in eine halbwegs positive Frau verwandelt: sogar mein Rückfall letztes Jahr war so verkraftbar. Und ich sehe wirklich überall Hoffnung: die Menschen, die sich aus einer Kraft heraus, von der sie nicht mal ahnten, das sie da war, aus ihrem persönlichen Sumpf ziehen; eine kleine Armee von Menschen, die, ohne darüber gross zu reden, für ihre Mitmenschen sorgt, ihnen hilft, ein Stück begleitet - davon sehe ich viel mehr als von bösartigen, egoistischen und profitgeilen Wirtschaftsführern und Politikern. Erstaunlich ist auch, dass viele der von Ihnen so verhassten Wirtschaftsführer sozusagen ein second life haben, in dem sie, völlig ohne Eigen-PR, viel Gutes tun - das sehe ich vor allem in London. Und dass es Bedürftige gibt, von den auch Pfr Sieber sagen würde, dass sie keine guten Menschen seien. Verkehrte Welt da draussen!
Das kann sein, sehr gut, nur füllt es mich nicht mit Hoffnung leider.
@fka Astrid: Respect! Benevol, sehr gut.
So wie Tigri, pöh, Fufi (schon nur die Wahl der Nicks...!) dachte ich zuletzt als dämlicher renitenter Teenager mit Weltschmerz, der irgendwie wütend war, weil die "Kapitäne" soooo schlecht sind (und alt) und UNS ja sowieso nicht verstehen. Buäääääääh.
Eigentlich haben wir es mit einer Versammlung von waschechten Emos zu tun hier...:-)
Meine Interpretation: Diese Sorte Mensch ist leider zutiefst in einem Vaterkomplex gefangen und wird darin kulturell noch begünstigt (à la Dead Poets' Society), das ist seit 68 so, nichts neues unter der Sonne und was einen fast verrückt macht: meist ohne persönlichen Grund. Männer bleiben Jungen und verachten die alten Männer. Ales hat Robert Bly ja schon beschrieben, Astrid, aber das wissen sie sicher. Es ist eine Kultursache. Alles väterliche ist doof. Eine Ausprägung der Jugendkultur ist längst zur im Westen derzeit dominanten Kultur der Jugendlichkeit und der damit einhergehenden Weigerung, erwachsen zu werden, geworden.
Ich sehe darüber hinaus eine Form der Dekadenz, die nicht einfach mit Pessimismus abgetan werden kann. Es handelt sich - wie sie richtig darlegten - um einen grassierenden Wohlstandsdefätismus. Wie oft erlebe ich es bei kulturellen Veranstaltungen aller Art: zum Beispiel an einer Lesung eines Autoren der - unter Beifall - die Grenzen des Wachstums und die Tugend der Selbstbeschränkung als Zukunftsrezept verkauft, danach schlürft man Biowein, kauft ein signiertes Exemplar und verabredet sich für die Matinee am Sonntag in der Kunsthalle, fährt mit den ÖV nach Hause, über dem ein (von der Stadt zu zwei Dritteln finanziertes) Solardach thront - und sinkt mit einem selbstgerechten Seufzer in den Eames-Stuhl, hört noch eine Weile DRS 2 und nistet sich danach erschöpft vor lauter Gutmenschsein glücklich und in der Überzeugung irgendwie etwas für den Planeten getan zu haben in das Kissen.
Dekadenz kann ganz schick sein und muss nicht einhergehen mit Selbstzerstörung. Der fehlende Wille, sein bestes für Unsere Gesellschaft (gerade in der Schweiz, wo so viele Menschen auf altem Geld und Besitztum sitzen, das die Generationen vor ihren mit Tüchtigkeit, Fleiss und unbedingtem Leistungswillen erarbeitet haben) zu tun, und die Voraussetzung dazu zu schaffen, dass auch noch zwei Generationen nach uns auf dem aufbauen können, was wir geschaffen haben - dieser fehlende Wille zum Fortschritt, diese Ideologie des Rückschritts, ist es, was die Dekadenz unserer Zeit ausmacht!
Es ist eine besonders kommode und unreflektierte Form des Nihilismus.
Meine Güte! Leben bedeutet fortschreiten, erwachsen werden, reif werden, für unsere Nachkommen das Beste schaffen, ganz individuell im nächsten Umfeld, nicht nur als Kollektiv. Alles andere ist entweder zynisch, suizidal oder eben, dekadent.
Wer im Januar eine Herbstdepression hat, dem ist sowieso nicht zu helfen. Ich beantrage: get a life!
Liebe Astrid:
"Es macht mich, je länger, desto mehr, fast schon wütend, dass aus dieser privilegierten Situation heraus keinerlei Dankbarkeit und Lebensfreude mehr zu erwachsen scheint."
Du triffst des Pudels Kern, und es ist keineswegs ein altmodischer Gedanke! Gerade die Pluralität unserer (Lebens-)Wirklichkeit sollte uns doch gelehrt haben, das so vieles möglich ist, wenn man denn nur will.
Ich wäre übrigens für Freiwilligenarbeit zu haben; jetzt, nachdem ich meinen Tank 'aufgefüllt' habe. Die Strategie der klein(st)en Schritte, sie hat mich persönlich weitergebracht.
Ebenso: "gemessen an dem, was andere Menschen durchmachen, sind die meisten von uns in einer beneidenswerten Situation." - Absolut, aber das muss man erst einmal erkennen. Über Geschichten, wie Grönemeyer es vermutet? Ich glaube fest daran.
@Pöh: Das eigentliche Problem ist ja, dass diese Zweit- und Drittklass-Passagiere zu uns aufschliessen wollen (insbesondere, was den Konsum anbelangt) . Wer möchte es Ihnen verdenken? - Und: wer möchte sie da zur Vernunft oder gar zur Mässignung (nei aber au...) anrufen? Wir etwa?
Und ja, Seefahrtsmetaphern (to know the ropes etc.) sind grossartig, an-und-für-sich. Noch grossartiger ist es, an unsere Kinder zu glauben: dass sie (evt. im Gegensatz zu uns) die Fähigkeit erwerben werden, den Karren aus dem Dreck zu ziehen.
Und Pöh, oh Pöh: schon mal was von Tesla gehört? Frag bei Katharina nach!
@Fufi: Ja, der verflixte (Lebens-)Wille. - Aber: ist nicht allein Fufine es wert, die Willenssache anzukurbeln? Falls ja: Worauf wartest Du (noch)? Man muss die Dinge pragmatisch auf kleinste Puzzlestücke herunterbrechen: auf das, was zählt. (wenn Du so möchtest) Und ja: genau in dieser Hinsicht vermögen wir vieles beizutragen. Wenn wir denn nur wollen.
@Orlando, zu Ihnen später mehr. Nach einer Verdauungspause.
Astrid und Co., das ist alles gut und recht, aber warum so heftig? Ich kann ja die Dachluke isolieren, LED-Birnen und einen Kachelofen einbauen, eine Wärmepumpe im domus antiqua in Auftrag geben UND in meinem menschlichen Umfeld einen Beitrag leisten.
2011 war auch für uns kein einfaches Jahr. In meiner Familie sind gleich drei Menschen an Krebs erkrankt. (Danke für den Grönemeyer, mila!) Am meisten schmerzt das bei einem Kleinkind. Wir helfen, wo wir können. Das ist naturgemäss begrenzt. Aber seien wir doch ehrlich: es ist eine andere Baustelle als das Energiesparen. Und die beiden Baustellen beissen sich in keinster Weise.
Zu meiner Verteidigung sei gesagt, dass ich sogenannt schwierige Patienten anziehe, weil ich soviel Wert aufs (aufklärende, aber auch aufmunternde) Gespräch lege. Guérir rarement, soulager souvent, conforter toujours.
Und wieso das da:
"Meine Güte! Leben bedeutet fortschreiten, erwachsen werden, reif werden, für unsere Nachkommen das Beste schaffen, ganz individuell im nächsten Umfeld, nicht nur als Kollektiv. Alles andere ist entweder zynisch, suizidal oder eben, dekadent."
...wieso das da im Widerspruch stehen soll zum Montieren von LED-Birnen, soll mir mal einer erklären. Tut es eben nicht. Was haben Sie für Birnen daheim, sie Leuchte?!
Astrid, haben Sie den Eindruck, es würde mir an Dankbarkeit und Lebensfreude mangeln? (Es gibt hier Leute, die das finden und sehr unanständig gesagt haben; bisher wiege ich mich in der Illusion, das sei kein mehrheitsfähiger Standpunkt.)
ach, man muss es schon gar nicht mehr lesen, um zu wissen was drinsteht... *gähn... streck* ...
astrid: streiten war durchaus positiv gemeint, im sinne von engagiert diskutieren.
ich verstehe auch durchaus, was du meinst. und es ist auch klar, das es den teil auch braucht. und natürlich bin ich in meinem alltag nicht in permanenter weltuntergangsstimmung, im gegenteil.
meine hochrechnung gilt dann auch eher für die nächsten 50-100 jahre (wenn das kein optimismus ist, was dann?! ). wenn wir global auf diesem kurs weiterfahren, werden sehr, sehr stürmische zeiten auf uns zu kommen.
wir, homo sapiens sapiens, waren noch nie wirklich gut darin, die zeichen der zeit zu erkennen, wir müssen uns auch jedesmal mehrmals die finger verbrennen, bis wir merken, dass die herdplatte wirklich heiss ist.
und die herdplatte ist heisser, als sie's je war...
Pöh, ich gehe völlig einig mit Ihnen. Was mit unserer Energieversorgung abgeht, ist historisch absolut einmalig.
Das Wachstum unserer Spezies wie auch unser Wirtschaftswachstum seit der Industrialisierung ist eng an einen Energieverbrauch gekoppelt, der seit besagter Industrialierung explodiert ist und auf Dauer schwer aufrechtzuerhalten sein wird. Notabene sage ich nicht, er lasse sich nicht aufrechterhalten. Aber Gaskraftwerke könnens nicht sein. Wieso man explodieren muss, wenn man das hört, ist mir ein Rätsel! Es geht mir nicht darum, Weltuntergangsstimmung zu verbreiten, im Gegenteil. Ich sage doch bloss: schrauben Sie LED-Birnen ein. Spart glatte neun Zehntel Strom. (Pöh, Tigri, das betrifft nicht die physikalisch Vernunftbegabteren hier.)
Katharina, ich sprach von Photovoltaik. Natürlich "rechnet" sich auch das erst innert einer Generation. Das ist jedoch nur deshalb so, weil Energie viel zu billig ist. Ob das noch lange so bleibt, wenn Mühleberg...? Wenn Gaskraftwerke...? Jedenfalls scheint es mir nicht überrissen, einen vierstelligen Betrag und ein paar Quadratmeter Dachfläche zu investieren, um unseren gesamten Stromverbrauch selber zu decken. Vielleicht zieht ja noch der eine oder andere Nachbar nach. Es gibt bei solchen Dingen Nachahmereffekte. Wenn nicht mehr dicke Autos Statussymbole wären, sondern Solarpanels... träumen darf man wohl noch.
Gute Nacht.
das *gähn... streck* ging natürlich an den umwerter aller werte... nur um da keine missverständnisse aufkommen zu lassen!
so, nun muss ich noch ein paar kleine kinder rumschubsen und sie für ihre schwäche verhöhnen gehen. vielleicht noch ein wenig tierli quälen (alles schwächlinge). und zwei, drei sterne wollen ja auch noch geboren werden...
Emo? Wenn sich jemand hier einen waschechten Emo schimpfen kann, dann ich. Soviel vorweg. (Als Beweis: http://www.youtube.com/watch?v=pEVS1KY-exY)
Das Nicht-Erwachsen-werden-wollen (oder: das Peter-Pan-Syndrom): wer sollte es uns verübeln? Wir werden schliesslich 90. Anders formuliert: wir haben viel mehr Zeit, als die Generationen vor uns; wir sollten uns in dieser Hinsicht nicht beklagen. Ansonsten erinnere ich gerne an das gemeine Schicksal des vormodernen Menschen, dessen Freiraum zur Entfaltung ein sehr begrenzter (ähem...) war.
Und nebenbei bemerkt: ich mag die grünen Schweizer Hügel (und Berge). Ich möchte nicht alle davon verbaut sehen. - Ist das bereits eine Ideologie des Rückschritts?
anna, ich bin sehr an der lampengeschichte interessiert... in etwa 2 jahren wird das bei uns sehr aktuell (grösserer umbau).
das es die "energiesparlampe" nicht wirklich bringt wird ja jetzt langsam dem letzten klar. insofern ist led sicher the way to go.
Wie gesagt, Anna2 und Pöh: erkundigen Sie sich zu Tesla. Sie wären weitaus optimistischer eingestellt, wenn Sie das täten.
Und Pöh: Tierliquälen? Nur schon die Erwähnung wirft ein schiefes Licht auf Dich... Sterne gebären sich aus (kreativem) Chaos - nicht aus (unkreativem) Nihilismus. Man sollte eben doch die Begriffe kennen... Bisweilen.
P.S. Wirtschaftlich argumentiert: Cleantech ist eine Wachstumsbranche und müsste es noch viel mehr sein, wenn die Leute eben nicht die Ohren zuhielten, "weil nicht sein kann, weil nicht sein darf". Nix da Rückschritt. Nix da von keinen Beitrag leisten. Die diversen Heiziger verdienen ganz schön an uns. Ich sehe das durchaus als antizyklische Investition wider die Krisenstimmung. Habe mir dafür 2012 ein Moratorium aufs Kleider- und Schuhekaufen auferlegt, nachdem die Buchführung 2011 gezeigt hat, was da alles versickert...
Und eben, ja, nochmals: Wir KÖNNEN einen Beitrag leisten. 90% gesparter Strom mit null Komfortverlust, das ist nicht nichts. Klar ist das mit der 2000W-Gesellschaft ohne eine gewisse Suffizienz schwierig, aber hey, 4000 Watt sind auch besser als 6000 Watt! In diesem Sinn bereue ich meine vorschnelle Zustimmung zur Weltuntergangsstimmung, Astrid. Sehe sie andererseits gerade durch Reaktionen wie Ihre auch irgendwo bestätigt. Ich hatte nicht bedacht, dass hier nicht nur hard-headed guys wie pöh und der Tiger mitlesen; die verstehen sowas nicht falsch.
Aber jetzt ab zur Zeitung. Vor lauter Krebstelefonaten immer noch nicht gelesen. Der Hausartikel, den Sie erwähnt haben, Tiger, interessiert mich sehr.
Gute Nacht!
P.P.S. pöh, mit dem grössten Vergnügen:
http://www.kassensturz.sf.tv/Tests/LED-Lampen-im-Test
Bei uns sind nun zwei Modelle in Betrieb, die nicht in dieser Übersicht erscheinen, weil ich im Eltop-Shop gesucht habe:
http://tinyurl.com/7p73qjt
Statt der 40W-Birnen in der Decke haben wir nun bei den dimmbaren Exemplaren die Philips Novallure 3W, bei den nicht dimmbaren die Lumidas 3.7W (läuft auf dieser Website unter eco-LED bulb). Licht in meinen Augen bei letzterer angenehmer. Den oben erwähnten Test hatte ich damals noch nicht gesehen. Der Elektriker bringt den Co-Testsieger LEDON bald mal vorbei. Für herkömmliche Birnen über 60W gibt es zwar LED-Alternativen, aber die sehen sehr, äh, speziell aus; momentan also eher was für nicht ganz helle Birnen, dort aber absolut konkurrenzfähig. Wir hatten uns vor vier Jahren schon mal umgeschaut und damals noch gar nichts Gescheites gefunden. Auch die Preise sind seither runtergekommen, obwohl sie natürlich immer noch vergleichsweise hoch sind. Wenn es bei Ihnen aktuell wird, werden LEDs voraussichtlich nochmals deutlich billiger sein.
Wünsche wohl zu ruhen.
mila, muss ich dir wirklich erklären, dass das nicht ein ansatz für ein philosophische diskussion war..?
danke, anna
grad bemerkt, mila: tierli quälen findest du also schlimmer als kleine kinder quälen... mmh...
Anna2: mein Mitgefühl. Kleinkinder...? Ich möchte gar nicht daran denken.
Eingedenk dessen: http://www.youtube.com/watch?v=6pfTXtyiZLs
Die Band gastiert übrigens diesen Frühling hierzulande.
Pöh, die Erklärung ist eine durchaus simple: ich habe eine Katze, aber noch keine Kinder...
Naja, mila und Astrid, Ihr macht mir wirklich den Eindruck von grösserer Realitätsverweigerung. Anna hat dagegen etwas Grosses gesagt: LED einschrauben und gleichzeitig menschlich Gutes tun.
Aber bitte bitte, lasst mir meinen Pessimismus.
Orlando ist aber schon gad total daneben. Ich bin erwachsen, habe Kinder, hatte nie ein Problem damit, die Jugend zu verlassen. Ich bin kein Emo, das letzte Mal geweint habe ich im letzten Frühjahr beim Hören von etwas Blues (meine Tochter hat sich gewundert: "Jetz brüelsch scho wider...") Nein, ich sehe die Realität halt, mila und Astrid, das tue ich wirklich, aber sicher nicht die gleiche wie Ihr (was ja kein Wunder ist, jeder sieht etwas Anderes). Derweil Ihr sie eher ausblendet und das Gefühl habt, ich täte das. Naja, schieben wir das halt hin und her. Wer hat Recht? Alle und keiner.
Dass Orlando nur scheinintelligent ist, ist ja nichts Neues. He, Orlando, schon gut. Schlüpf in Dein Bettchen und penn. Und lass uns Erwachsene diskutieren, gell? Jaaaa. Ist schon ok.
Wie auch immer. Leute, ich schäme mich, diesen interessanten Diskurs mit einem Weltuntergangstext gestartet zu haben. Das tut mir Leid, ich bitte um Verzeihung. Eure Texte hier waren zu 94.3% besser als meiner.
und da brauchst du wirklich die persönliche erfahrung dazu, um das gewichten zu können, mila?
Ah ja, und von wegen Tesla: Das ist ein Nischenprodukt, heute noch. Der Hersteller versucht grad in den Massenmarkt zu erweitern, aber es ist halt genau ein kleiner Hersteller. Der Automarkt ist, wie fast jeder, getrieben durch die Kunden, und die wollen noch vor allem Benzinrocheln. Ich muss ja nix sagen, ich habe auch eine. Nur hat die etwa 15% davon gekostet, was ein Tesla kostet. Und mein Konto in die roten Zahlen jagen, nur um einen umweltfreundlichen Wagen zu kaufen, das entspricht nicht meinem Begriff an Effizienz. Da pendle ich lieber per Zug, heize wenig zuhaus, kaufe keinen unnötigen Müll, recycle mein Zeugs (in der IKEA gibt's diese coole Recyclingtonne für in der Wohnung), fliege selten. 2008 bis 2010 gar nie.
Eh ja, ein bisschen was tu ich also schon. Wer aber wirklich viel tut, kommt sich heute schon verarscht vor (Energiesparlampen benutze ich, seit es sie gibt, bald kommen LED-Lampen, aber im Moment habe ich alle Birnen, die ich brauche). Warum? Weil jede kWh, die man mühsam einspart, sicher von irgendeinem gedankenlosen Orlando verbraucht wird.
Ja, ich nehme Orlando als Punchingbag. Eignet sich so gut dafür.
Hab ich mich auch gefragt, Pöh, aber ich denke, mila hat das einfach für den Gag geschrieben.
Anna, warum fühlen Sie sich angesprochen? Und war ich wirklich so heftig? Dann entschuldige ich mich dafür.... Ich spreche Ihnen ganz, ganz sicher nicht die Lebensfreude und Dankbarkeit ab - Ihnen zuletzt!
Mein (gähn, ja) Lieblingsthema ist dieses - und ich versuche, es kurz zu halten: Wir alle leben in einer Welt des Friedens, wir darben nirgends, unser Bildungs- und Gesundheitssystem ist vorbildlich - und trotzdem herrscht ein vages, diffuses Gefühl des Unwohlseins vor, in einer stärkeren Ausprägung die Angst, dass dieser Wohlstand und dieses Gutgehen nicht so weitergehen kann. Und das ist auch so - alles ändert sich, ständig, sogar in der Schweiz. Und da ein Weltuntergang relativ schmerzlos wäre - wir wären einfach weg, puff -, behaupte ich, dass es hier um eine Angst vor dem Leben bzw. dem stetigen Wandel geht. Und das muss man als erwachsener Mensch aushalten bzw so selbstverantwortlich wie nur möglich bewältigen. Eine der wenigen Möglichkeiten der Bewältigung ist für mich, vor seiner eigenen Haustür zu kehren - und, wenn das für Sie, Anna, bedeutet, sich um Energieeinsparung zu bemühen, îst das völlig in Ordnung für mich. Was gibt es da zu kritisieren? Meine Form der Bewältigung ist, dass ich ganz bewusst einer Gesellschaft etwas zurückgebe, was sie mir gegeben hat (zwei Gesellschaften, übrigens). Sie, Anna, machen das schon insofern, als sie als Aerztin das Wohl der Menschen jeden Tag im Auge haben. Ich habe es schon mal geschrieben: da in meiner Familie alle Aerzte sind, habe ich mir eine Art Grundrespekt bewahrt, zu dem ich nach wie vor stehe.
Allerdings habe ich meine liebe Mühe mit Sätzen wie 'die Herdplatte ist heisser als sie je war'.
Jede einzelne Generation hat diesen Satz in der einen oder anderen Form geäussert - die Generationen, die Weltkriege miterlebt haben, den kalten Krieg, das Waldsterben etc etc etc. -und das sind nur die des letzten Jahrhunderts.
Es ist, wie Du sagst, pöh: 'wir, homo sapiens sapiens, waren noch nie wirklich gut darin, die zeichen der zeit zu erkennen' - aber bislang haben wir es trotzdem immer geschafft, weiterzuleben. Die Alternative - was wäre das: sich hinzulegen und auf das nahe Ende zu warten? - wäre wirklich lächerlich. Also machen wir kleinen Menschlein das Beste draus: ziehen unsere Kinder gross, engagieren uns in unserer näheren Umgebung und versuchen, unser Leben mit Anstand und Würde zu leben.
Gag - yep. Ich halte es allerdings für die Krone der Witzlosigkeit, jemanden als punching bag zu bezeichnen: da war die Emo-Provokation als solche doch um eine Spur intelligenter. Es sollte jedoch mittlerweile hinlänglich bekannt sein, dass Orlando den Begriff nicht versteht - trotz mehrerer Belehrungsversuche meinerseits.
Hingegen hat er den Wohlstandsdefätismus ('Dekadenz kann schick sein') und dessen bisweilen bizarre Auswüchse sehr schön beschrieben. Nur würde ich dennoch dem von ihm propagierten Willen zum Fortschritt einen gewissen Willen zur Nachhaltigkeit entgegensetzen wollen. Wohin uns der ungedrosselte Fortschrittsglaube ökologisch wie ökonomisch (auch: soziopolitisch; anschauliches Beispiel: Detroit - eingängige Tagimagireportage von Daniel Ryser) gebracht hat, können wir nur allzu leicht an seinen vielfältigen Schattenseiten ersehen.
Insofern ein PS@Internet-Wanderer: Eben nicht 'Nach uns die Sintflut'. Sonst müsste ich die Einstein-Sentenz am Ende doch (noch) bestätigend rezitieren ('soll uns der Teufel holen').
"Also machen wir kleinen Menschlein das Beste draus: ziehen unsere Kinder gross, engagieren uns in unserer näheren Umgebung und versuchen, unser Leben mit Anstand und Würde zu leben."
Ich kanns nicht lassen: diese Botschaft muss einfach mit einem (ambivalenten) Soundtrack unterlegt werden:
Naked Lunch - Colors
http://on3.de/element/812/naked-lunch-colours
Ich habe selten so ein gutes Livekonzert erlebt wie das ihre (hatten wir es davon zufällig schon mal?). Mit im Gepäck (aka Vorprogramm) hatten sie Monta; erstaunlich, wie gewisse Musik die Dimension einer Albumaufnahme zu sprengen vermag, wenn man sie aus erster Hand der/s Künstler/s hört (dies gilt insbesondere für Lo-Fi-Aufnahmen; sie gewinnen vor Ort eine Tiefe, die man ihnen zuvor nicht zugestanden hätte).
Monta - The Brilliant Masses
http://www.youtube.com/watch?v=iauKYjfRejA
Jedoch, um mit einem (unzweideutigen) Ausblick zu schliessen - sozusagen als (potentielle) Liebeserklärung an das innere Kind:
http://www.youtube.com/watch?v=D9LopyqdzIw
(Der gute James mag dabei an die munter flanierende Reihe seiner Model-Freundinnen gedacht haben, aber das muss ja nicht für uns gelten?)
Astrid/Caroline, ich habe mich gefragt, ob ich diese Sache, die für mich zwischenzeitlich eigentlich gegessen ist, wirklich noch mal aufs Tapet bringen soll. Die Tatsache, dass Du sie weiterhin auf Nebenkriegsschauplätzen aufwärmst, gibt nun doch den Ausschlag dazu. Für einmal werde ich mich also (nach bestem Gewissen) wie eine zurechnungsfähige Erwachsene verhalten - und die Dinge zu einem ungeschminkten Abschluss bringen. Auch gebe ich gerne zu, dass mir das vorsichtig-auf-rohen-Eiern-Herumtapsen so gar nicht liegt, gehöre ich doch erwiesenermassen eher zu der Sorte Elefant-im-Porzellanladen.
Es ist weder Deine (durchaus berechtigte) Enttäuschung, an der ich mich stosse, noch Deine Phantasielosigkeit; Du behauptest Deinerseits, gute Gründe für Deinen offenen nick-Wechsel zu haben. Nun, ich hatte meine für mein gedecktes Manöver, und sie hatten keineswegs nur mit dieser Netiquette-Geschichte, die Dich so unsäglich nervt, zu tun. Was mich allerdings doch etwas betroffen macht, ist dieses kleinliche Unverständnis, das Du mir gegenüber demonstrativ an den Tag legst (während Du umgekehrt für Deine Enttäuschung jegliches Zugeständnis einforderst). Item.
Man muss in den virtuellen Foren, in denen wir uns bewegen, nicht mit jedermann/-frau klarkommen, und insbesondere besteht kein Grund dazu, Harmonie vorzugaukeln, wo keine vorhanden ist. Im reellen Leben sind wir solchen Verhaltenskodifizierungen sehr viel stärker unterworfen; weshalb sollten wir sie hier, in der weitaus ungezwungeren (auch: von derartigen Sozialzwängen befreienden) Atmosphäre der Cyber-Welt, umstandlos übernehmen? Überleg Dir jedoch eines: wenn Du das, was Daphne von sich gab, für zu respektierende (nicht zwingend: zu bejahende) Meinungen hieltest - weshalb sollte sich das um 180° gedreht haben, nur weil die Aussagen zufällig doch von mila stammten? Als Du mich damals fragtest, ob wir uns anderweitig bekannt seien, habe ich bewusst nicht geantwortet - und dachte, damit sei die Sache auch für Dich geklärt. Ähnliches hast Du selbst auch in einem Deiner Kommentare festgehalten. Weshalb also diese ganze moralinsaure Entrüstung, als sich schliesslich das bestätigte, was Du gemäss Eigenangabe ohnehin vermutet hast?
Ich halte nachdrücklich fest: Der Mamablog bildet seit längerem ein geradezu absurd anmutendes Metamorphosen-Sammelsurium einzelner regelmässiger Kommentierender; wer das mittlerweile nicht erkannt hat, an dessen Wahrnehmungsfähigkeiten darf gezweifelt werden. Dies soll keine Entschuldigung sein, und auch kein Versuch, meine eigene 'Verwandlung' in einem besseren Licht als diejenige(n) anderer erscheinen zu lassen. Der Zweck rechtfertigt, da gebe ich Dir und anderen zwischenzeitlich recht, nicht die Mittel. Nur muss man sich letztlich doch die Frage stellen, weshalb die Mamablog-Redaktion diesem kollektiven Treiben kein Ende setzt. Und: Solange Derartiges nach wie vor an der Tagesordnung (!) ist, sehe ich keinen Grund, weiterhin als Dein ganz persönlicher Sündenbock zu fungieren (Dir als Therapeutin sollte die Funktionsweise von Sündenbock-Konstrukten nur zu gut bekannt sein).
Zum Abschluss eine Bitte. Was auch immer Du mir zu entgegnen hast: schreib es hier. Meine Romanze mit dem Mamablog hat ein vielleicht nicht optimales, dennoch aber höchst befreiendes Ende gefunden - und wird unter keinen Umständen wieder aufgewärmt. Gewisse 'Beziehungen' sind nicht für die Ewigkeit, sondern lediglich für einen gewissen Lebensabschnitt gedacht. Und das ist auch gut so.
M/D/Z/M: Sie haben angefangen - als ich vor ein paar Tagen die Einträge von Ihnen im MB las, las ich da eine Referenz von Ihnen zu mir. Dieses im Gegensatz zu Ihrer Bitte, das sein zu lassen. Gepaart mit Ihrem, schon länger zurückliegenden, Hinweis, dass ich Spielchen spiele, ist mir die Hutschnur gerissen, irgendwann ist die Geduld mit Ihrer ständigen Inkonsequenz einfach verbraucht. Dazu stehe ich. Diese Spielchen sind ganz allein die Ihren, Ihre sprachlichen Schnörkel, gefühlt tausendfachen Verabschiedungen und Rechtfertigungen gepaart mit Selbstkasteiungen, die man irgendwann nicht mehr ernst nehmen kann, die Bitten um Schonung und Verständnis, die Sie aber anderen nicht gewähren, vier unterschiedliche Nicks und ausgedachte Lebensumstände..... Mein Fazit ist: so jemand muss ein derart ausgeprägtes Geltungsbedürfnis haben, dass ich mich zurückziehe. Ausnahme: wenn Sie mich in Ihre Spielchen mit hineinziehen. Ihr Hinweis auf die Therapeutin ist obsolet: wir sind hier definitiv nicht in Therapie - hier ist man für seine Glaubwürdigkeit selber verantwortlich: Heat - kitchen - get out.
Ich finde, wir haben Fufis Gastfreundschaft mit diesem Thema lange genug beansprucht, daher kann ich Ihrer Bitte nicht entsprechen: ich werde auch in Zukunft, sollte dieses Thema aufkommen, meine Meinung dazu sagen, einfach nicht mehr hier, sondern im MB. Mein hochoffizieller Nickwechsel, aus Gründen, die der MB-Redaktion ohne Mühe einleuchten, hat mit Ihren Spielchen nichts, aber auch gar nichts zu tun.
Kurz: lassen Sie mich in Ruhe und ich lasse Sie in Ruhe. Ein Minimum an Konsequenz bei Ihren Ankündigungen und Vorhaben wäre, zu diesem Zeitpunkt, schon sehr viel. Ansonsten täte es auch ein gewisser Stolz: der würde sich z.B. darin zeigen, im MB Ihre Kritik anzubringen - als wenn nicht der MB, wie bei den meisten, eine gewisse gruselige Anziehungskraft hätte, der man sich nur schwer entziehen kann. Die ständigen Beteuerungen des Gegenteils sind nicht besonders glaubwürdig.
Ja, mila, die Kommentare im Mamablog enttäuschen mich in den letzten Monaten sehr oft. Nicht immer allerdings, manchmal ist die Diskussion richtig toll.
Weisst Du, mich kratzt Dein Spiel mit Nicks nicht, auch wenn ich es nicht durchschaue. Ja, ich habe es erst gecheckt, als Du immer von DMZ redetest. Aber Anna ist dadurch schon verwirrt worden, und Du, mila, solltest das schon Ernst nehmen und nicht einfach weg wischen. Wenn Du viele Worte machst, wird es auch nicht besser.
Und von wegen Orlando: Wer so unzimperlich im Austeilen ist wie er muss halt auch über sich ergehen lassen müssen, wenn er als Abreagierboxsack hinhalten muss. Und ich bin ganz sicher, dass er damit kein Problem hat, im Gegenteil, er lebt von Streit, je mehr, desto wohler fühlt er sich. Er hasst Harmonie von Herzen.
mila, ich bitte Dich, ein kleines Bisschen Deiner wissenschaftlichen Wurzeln auszupacken und zu schauen, was so abgeht. Unsere Umweltsituation ist wirklich etwas, was es vor fünfzig, hundert, tausend Jahren nie gab. Die Umwelt kippt langsam. Wir krepieren darum auch nicht an einem Knall (ich stimme zu, das wäre schmerzlos), wir krepieren langsam und sterben aus. Bis es soweit ist, vergehen vielleicht noch ein paar Jahrhunderte, aber das Wort von Einstein über den Krieg, das mit den Keulen, das stimmt eben auch in Bezug auf die Klimaerwärmung.
Dass wir persönlich vielleicht nicht brutal zu leiden haben unter dem Klimazeugs, darf uns ja nicht beruhigen. Die meisten von uns haben Kinder, welche vielleicht so 30 Jahre länger leben sollten als wir. Und es wird immer ungemütlicher. mila, die Anzeichen sind ja wirklich alle ziemlich eindeutig: Gletscherschmelze, vermehrte Naturkatastrophen und steigende Durchschnittstemperaturen. Dass wir den Klimawandel mitverursachen, ist mir zwar klar, aber es ist erstmal gar nicht relevant.
Ausserdem: Sagt Euch doch alle Du. Das ändert am vorhandenen bzw. fehlenden Respekt nichts.
Warum mila und Astrid einander mit Scheisse bewerfen, verstehe ich nicht. He, Ihr habt einen gemeinsamen Feind in mir!
Ich willl auch den Nick wechseln! Ab jetzt heisse ich Meta, ohne formerly known as und ohne Zahl.
Damit klar ist, wer ich war, leiere ich an meinem eigenen Lieblingsthema weiter: Katharina, Kühlschrank? Let's do the math. Unser jährlicher Stromverbrauch war zu dritt nie über 1600 kWh, trotz familientauglichem Kühlschrank samt Tiefkühltruhe. Inzwischen ist er kaum noch über 1000 kWh und wird mit den LEDs sinken. Wenn ich richtig rechne, entspricht das einem konstanten Verbrauch um 120 Watt. Das ist nicht einmal ein Zehntel des Energiebudgets in der 2000W-Gesellschaft. Natürlich sind da Mobilität, graue Energie, Heizung etc. pp. nicht dabei. Aber am Kühlschrank alleine solls nicht scheitern. Oder gibts bei denen auch sowas wie Hummers?
Carolina (wenn schon, denn schon): wenn ich nicht angesprochen war, dann umso besser. Danke fürs Feedback! Bei mir ist die Weltuntergangsstimmung rein ökologisch und bezieht sich auf die Welt, nicht den Menschen. Und ich hab sie seit dreissig Jahren. Aber wir haben als Kind schon Ökolopoly gespielt. Neben Monopoly. Dass unsere Vorfahren es viel härter hatten, ist absolut unbestritten.
Mila, Kitano ist notiert, mit Vorbehalt. Klingt nicht unbrutal.
Gute Nacht.
P.S. Weltuntergangsstimmung: http://www.youtube.com/watch?v=edmxadIa8K0
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Astrid, was soll ich dazu noch sagen? Dass es eine geradezu grässlich-grassierende Unsitte ist, unreflektiert von sich auf andere zu schliessen? Was Sie beispielsweise Geltungsbedürfnis nennen, könnte man auch als (bisweilen allzu) reges Interesse an einem kommunikativen Austausch mit anderen interpretieren. Nur: der Austausch von Meinungen (wohlgemerkt nicht: das endlos-monologisierende Repetieren von Überzeugungen) bedingt eben, dass man offen bleibt für andere Ansichten. Davon habe ich im MB in den letzten Monaten herzlich wenig beobachtet. Auch kann ich so gut wie gar nichts mit diesem Annabelle-Lifestyle-Spin anfangen, ist mir dieses Modegeschwätz doch eine klitzekleine Spur zu belanglos. Und wenn per Zufall doch noch das eine oder andere heisse thematische Eisen angeschnitten wird, sind sie sofort zur Stelle: die frustrierten Gestalten, die jeweils bei solchen Anlässen aus ihren einsamen Löchern hervorkriechen, um kollektiv in einen Abgesang auf den Feminismus einzustimmen. (Dass der Abgesang eher auf sie selbst zurückfällt, scheint sie wenig zu kümmern - oder aber sie merken es noch nicht einmal).
Zudem habe ich mehrfach betont, dass ich Bullying nicht als Kavaliersdelikt betrachte, und wie könnte man diese sich über Wochen und Monate hinziehenden, böswillig-ehrverletztenden Kampagnen gegen einzelne Bloggende schon anders bezeichnen? Allein wenn ich mir vorstelle, was für eine Energie man(n) aufwenden muss, um über einen so langen Zeitraum am selben Ball zu bleiben - irgendein (privater? beruflicher?) Frust muss sehr tief sitzen. Nur muss ich mich damit glücklicherweise nicht mehr herumschlagen, nd verstehen wird man die Funktionsweise von verbaler Aggression wahrscheinlich erst, wenn man sie selbst einmal an der eigenen Haut erfahren hat.
Als Zoé, die nur in Veritas und in der Lounge operiert hat (und jederzeit für jeden als ehemalige mila erkennbar war), kam ich sehr gut damit klar, in der kleinräumigen Abgeschiedenheit eines geschlossenen Forums zu agieren. Jedenfalls bis zu Tigris Einfall (wohlgemerkt, Tigri, der nie auch nur einen Fuss in selbiges Etablissement setzen wollte...) und der unsäglichen Hirschmann-Causa. Ich denke, es fiele mir auch jetzt nicht schwer, mich in geistige Reklusion zurückzuziehen - was meinen Sie, Orlando, sollen wir uns wieder auf leicht narzisstisch angehauchte Selbstgespräche verlegen an dem Ort, an dem vor gut einem Jahr alles begonnen hat? Der Gedanke reizt mich, sehr sogar, hat es mir die höchst elegante Vorstellung eines sich schliessenden Kreises seit jeher angetan. Und wer weiss, vielleicht würde ja auch die eine oder der andere von hier aus einen Sprung in die Bar - über den eigenen Schatten hinweg - wagen?
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Ein letztes noch: neben meinen zahllosen Lastern habe ich doch auch die eine oder andere Tugend, auf die ich durchaus stolz bin. Eine davon ist, dass ich im Allgemeinen nicht dazu neige, nachtragend zu sein. Angesichts dieser geballten Ladung von sich selbst eingenommener Hypokrisie könnte jedoch sogar ich in Versuchung geraten, Unsinnigkeiten wie ewige Feindschaft etc. zu schwören. Jedoch - wozu? Es gibt so viele Küchen im world wide web, weshalb also sollte man zwingend dieselbe(n) beackern wollen?
Damit komme ich einmal mehr zu einem dieser Abschiedsgrüsse, deren Inkonsequenz Sie, Astrid, so sehr verabscheuen. Wobei - waren nicht Sie es, die hier in der Lounge (und in Veritas) wiederholt irgendwelche Mamablog-Geschichten aufwärmen musste...? Aber was sag ich da: Katharinas, Pippis und Zappas Namen, sie sind Ihnen natürlich jeweils nur rein 'zufällig' über die untadeligen Lippen gerutscht... Insofern denke ich, dass Sie sich von meiner musikalischen Botschaft zum Schluss garantiert auch nicht betroffen fühlen werden.
http://www.youtube.com/watch?v=9o0Z9MmmtSg
Anna2, Pöh - ich würde mich natürlich freuen, Ihnen gelegentlich über den virtuellen Weg zu laufen. Allerdings könnte ich es gut nachvollziehen, wenn diverse Gründe für Sie gegen einen Ortswechslel sprechen. Fufi, take care - und denk daran, zu viel Defätismus hat noch nie zu was Gescheitem geführt. Dito Tiger.
Defätismus? Sorry, das verstehe ich nicht, aber wahrscheinlich ist das auch nicht ganz das Wort, das Du gesucht hast.
Heee, Mila! Da wollen Sie vor Bullying fliehen und ziehen sich ausgerechnet mit dem grössten Bully ins Separé zurück? Ist das Ihr Ernst? Das will ich nicht hoffen.
A propos doing the math: im Magazin heute ist ein gruusiger Sauna-Artikel, die eine Leistung in kWh angibt. Da scheint bei den meisten Leuten einige Verwirrung zu grassieren. Reminds me of John Allen Paulos' "Innumeracy". Zugegeben, ich finde Zahlen zum Energieverbrauch auch schrecklich unsexy und rechne alles dreimal nach, weil ich mir nicht über den Weg traue. Bei dieser Gelegenheit bitte ich die anwesenden Zahlenjongleure um Korrekturen, falls ich mich tatsächlich verrechne, siehe Post zum Kühlschrank oben.
So, ab ins Kino!
astrid, lies mal das interview mit frank schirrmacher im tagi magi...
hmm..., neues aus dem pjöngjang inn...
m: und lieber, wie gefällt es dir?
o: i'm loving me!
m: eigentlich, dachte ich mehr aus kundensicht.
o: die lieben mich auch!
m: ...möglicherweise auf ihre unergründliche weise, vielleicht.
o: eni liebt mich!
m: wer ist eni?
o: na eni! unsere eni!
m: ich habe kein eni!
e: höre ich meinen namen?
o: wie gefällt dir das hier?
e: nettes teil - vielleicht etwas zu klein für mich!
m: träum weiter und verabschiede dich wieder.
e: plagieren und muliplizieren liegt mir nicht so wie andern.
o: eni mehrfach - das muss ich mir gleich mal vorstellen.
m: also, was hältst du von tigers idee?
o: tiger liebt mich auch?
m: ironie?
o: die auch?
m: ich glaub, ich muss hier raus!
o: bitte bleib, mila!
m: habe ich was anderes gesagt?
e: also, was ist jetzt mit den "i love orando" t-shirts - habt ihr eines in "real woman" grösse?
auguste - barplay based on an idea of a stripy guy
pöh, habe ich, habe ich - so von Optimist zu Pessimist..... Warum: fandst Du ihn überzeugend/Deine Grundeinstellung bestätigend/kritisch/überraschend?
Meta: Zufällig 'Intouchables'? Haben ihn gerade gesehen und fanden ihn wunderbar - voller Lebensfreude, Optimismus und Humor. Berichten Sie bitte, wie es Ihnen ging?
Vielleicht etwas für Dich, pöh?
Tiger: Habe gerade erst Ihren Post gesehen, in dem Sie sagen, dass Sie keine Kinder mehr in die Welt setzen würden. Das macht mich schon fast traurig. Es gibt nur eine Sache, die ich bereue in meinem bisherigen Leben: nicht MEHR Kinder in die Welt gesetzt zu haben. Sie haben mich mehr Lebenserfahrung, Freude, Leid, Reibung, Arbeit, Hoffnung und Optimismus gelehrt als alles andere - und ich hätte gern noch mehr davon.
Pöh, übrigens: der Artikel, der mich heute im Tagi Magi viel mehr gepackt und schockiert hat, war der über die finnischen Saunierer..... Was es alles so gibt auf dieser Welt....
jup, den habe ich natürlich auch zuerst gelesen...
Voll erfüllt, Auguste, der Lacher des Tages. Eni hat übrigens eine wirklich gute Figur, wenn ich das sagen darf... (ich lauf ja nicht Gefahr, zu schleimen, bei Eni gibt's für mich nix zum Schleimen...)
Pöh, tja, ich kenne das, der Unterschied von Leistung und Energie ist nicht simpel zu verstehen für PhysikallergikerInnen. Ein netter und brauchbarer Vergleich, finde ich, ist der mit Distanz bzw. Geschwindigkeit. Die Distanz entspricht der Energie, die z.B. in kWh gemessen wird (üblicherweise ja einfach in Joules, J, aber bei Nahrung auch in Kalorien, cal), die Geschwindikeit der Leistung, die man in W misst. Und ein k als Buchstabe vor der Einheit (also eben W oder m) heisst einfach, dass der Wert davor mit 1000 zu multiplizieren ist.
Nein, das SI-System ist nichts Kompliziertes eigentlich. Aber eben, wer Physik vermeidet, wird auch Simples nicht verstehen (wollen). Damit muss man lesen.
Tja, und Astrid, sorry, es ist so. Wir Menschen gehen mit der Welt um wie Schettino mit der Concordia.
hmm..., tiger, wir parken sie ziemlich schräg zur pol-achse an einem beschissenen fels irgendwo im universum?
youtube: joe diffie - third rock from the sun
auguste - schettino sei dank, "shit happens!" ist auf absehbare zeit definiert worden
When you're spinning round, things come undone.
Hörst Du, mila. Also überlegs Dir nochmal.
Carolina, danke für die Empfehlung. Es waren die vier letzten Episoden von (à propos Tolggen im Reinheft!) Lars von Triers "Geistern". Weil meine Nase komplett zugeschwollen ist und ich also zu nichts zu gebrauchen bin. Hatte kinderfrei und Lust auf sowas wie einen Fernsehabend. Und weil Spitäler bei uns so... wie sagt man loom large auf deutsch? Dräuen? Und weil ich auch mal ein anderes Arztbild sehen wollte als das von Nick Hornby in "How To Be Good". Es hat mir gut gefallen, auch wenn es wie bei Trier chaotisch, ambivalent und am Schluss recht verwirrend war. Erinnerte manchmal fast an etwas von David Lynch. Vielleicht sollte ich mal Dr. House aus der Videothek holen...
Ich bin weder Pöh noch hehe, empfinde jedoch nur letztere Unterstellung als beleidigend... oder habe ich Sie falsch verstanden, Katharina?
Gute Nacht.
...dafür sass Lina gestern um 15:00 im Kino, sich "Intouchables" zuzuführen (Arthouse Le Paris). Reihe 1, Platz 13. Saal pumpevoll. Grandiose Atmosphäre. Nebst Genickstarre und verspannter Rückenmuskulatur: beste Unerhaltung aus Europa. Anrührend, amüsant, leichtfüssig, frech. - Ja, das ist eine Empfehlung.
Nein, Lina, gestern war ich ausnahmsweise NICHT im Le Paris, kurz vor Neujahr ging ich dort George Clooney schauen. Was ganz ganz lustiges ist mir passiert... ich gehe mit Ivana noch schnell in einen Secondhandladen vor dem Kinostart und da gratuliert mir eine andere Kundin zu *ihr*... Ist mir noch nie geschehen sowas. Ich meine Ivana ist ja schon superschön (die Iris Berben von Herrliberg), aber sowas... lustig.
Empfehlung registriert, von beiden Seiten. Nachmittagsvorstellungen sind was Wunderbares. Gute Nacht.
Erschlagen ob so viel cinéastischer Kulturalität zieht sich fufi das Foton verschämt in sein schwarzes Loch zurück und zieht sich einen s/w B-Horror-Movie aus den 50ern rein.
Zum Beispiel:
Jack Arnold - Der Schrecken schleicht durch die Nacht!
Da wird sich die Nacht aber fürchten!
:grins:
B-Movies sind kult. Intouchables war der zweiterfolgreichste Film 2011 in Frankreich, eine Komödie. Also kein cineastisches Schwergewicht (oder, wie Köppel einst meinte im Magazin, ein "Scheissfilm", erinnert Ihr Euch?). Und der Clooneyfilm war zwar keine Komödie, aber ein Lars von Trier ist er auch nicht.
https://encrypted.google.com/url?sa=t&rct=j&q=das%20genre%20des%20scheissfilms&source=web&cd=1&ved=0CCAQFjAA&url=http%3A%2F%2Fwww.falki-design.ch%2Fpics%2FScheissfilm.doc&ei=3agdT5LvEseE4gTOw6nuDQ&usg=AFQjCNF8ANGO-tUMvGONvp6xPnSietGCRg&cad=rja
langer Link, sorry.
Tiger, ich habe mir Ihren, mit Verlaub: ziemlich besch..... Link angetan - haut bei 'Les Intouchables' nicht hin, wenn das Köppels Kriterium ist: '..Der Scheissfilm speist seine Kunstmelancholie nicht zuletzt aus der Quelle erotischer Enttäuschung....'
Er kann auch kein Produkt eines 'semidepressiven' Regisseurs sein, denn er strotzt nur so vor Lebensfreude und Lebenslust (und da ist er weit mehr als eine Komödie!). Das fängt bei der Anfangsszene an und hört erst mit dem Abspann auf......
Also vielleicht kein Film für Sie!
Tiger, ich kannte den Artikel nicht und finde ihn lustig! Ganz unerwartet - den Autor würde ich nämlich mit einem Wort bezeichnen, das gleich anfängt wie das von ihm typisierte Genre. Einwand: selbst nach Köppels Kriterien scheint mir der Gattopardo kein Scheissfilm zu sein, obwohl er Visconti auflistet als Regisseur von solchen Filmen. Der hat seine lustigen Seiten. Die Trilogie Rot-Weiss-Blau habe ich nie verstanden und irgendwo den Eindruck bekommen, das sei vom Regisseur so beabsichtigt...
Trier macht ganz sicher eine Menge "Scheissfilme" in diesem Sinn, und nach Breaking The Waves habe ich mir die nicht mehr angetan. "Geister" hat mich interessiert als David Lynch meets Arztserie. Als junge Assistentin habe ich im Nachtdienst E.R. geschaut, wenn es ging, und schätzte es gar nicht, wenn ausgerechnet dann ein Notfall kam. Das kommt davon, wenn man ohne Fernseher aufwächst.
Carolina, Missverständnis? Tigri sagt ja selber, Intouchables sei "kein cineastisches Schwergewicht (oder wie Köppel einst meinte..."
Ja, Meta, ich finde den Artikel auch gut, ich meine, seither geht es nur noch bergab mit Köppel :-) . Ich wusste, als ich den las, dass man vom Mann noch viel hören wird, obwohl er ja schon Magazin-Chefredaktor war.
Klar, ich mag ihn überhaupt nicht, er ist mir nur leicht sympathischer als Mörgeli. So zwischen Blocher und Mörgeli.
Aber Carolina, wenn Du meinst, ich habe keinen Humor, dann irrst Du Dich gewaltigstens... ich habe sehr viel davon, denke ich. Intouchables (ohne Les) werde ich mit grosser Wahrscheinlichkeit auch angucken gehen (ich finde sicher nicht, das sei ein Scheissfilm, da hast Du ungenau gelesen; Beim Trailer habe ich mich schon scheckig gelacht), vielleicht kommt sogar Ivana wieder mit, dann haben wir was zu Disutieren nachher (haben wir ja eh immer).
https://www.youtube.com/watch?v=uGe6J_5Izfw
Tiger, Meta, stimmt: kein Missverständnis meinerseits, sondern 'shoddy reading' - sorry!
Und Tiger: über Ihren Humor habe ich kein Wort verloren - es ging mir eher um Ihre, ähem, doch pessimistisch zu nennende Weltsicht. Aber eben: schlampig gelesen!
Gute Nacht allerseits und viel Spass mit Ivanka beim Schauen des Films - lohnt sich sehr.
Ivanka ist gut... klein ist sie nun gar nicht, sogar leicht grösser als ich...
Nur schnell: Ich habe kein Problem mit optimistischen Leuten, die auch wirklich ausleben, was sie *fühlen*. Den aufgesetzten Optimismus, den so viele zur Schau stellen hingegen, den finde ich sehr öde.
Und ich finde eben schon, dass Optimisten nur uninformierte Pessimisten sind (Spruch (c) Tiger).
@Tiger: Ivanka interessiert hier eigentlich niemanden. Jemand hätte Dir das bei Gelegenheit sagen müssen, und da es niemand tat, tue ich es jetzt. Gern geschehen.
PS@Tiger: Hast Du eigentlich auch noch ein anderes Thema als Klöppel, SVP, den drohenden Weltuntergang, Dich selber...? Das Repertoire liesse sich sicher erweitern.
@Meta: E.R. - aber nicht etwa wegen Clooney? Ich meine, nichts gegen Clooney, aber als Mann fände ich den Hugh Laurie doch um einiges spannender (House, M.D. serientechnisch übrigens auch)... und musizieren kann der auch noch!
@Lina: Soll der kurze Zwischenruf bedeuten, man würde Dich hier allenfalls wieder vermehrt antreffen? Das wäre schön.
@Astrid/Carolina: solange Du nicht in meinen persönlichen Tanzbereich kommst (Dirty Dancing, remember), bin ich bereit, eine inhaltliche Koexistenz mit Dir zu führen. Gegen jegliche individuellen 'Übergriffe' werde ich jedoch mit scharfer Munition zurückschiessen. Also, was darf es sein: Krieg oder Frieden?
@Pöh: Gehe ich recht in der Annahme, das 'Ghost Dog' zum Arsenal Deiner Lieblingsfilme gehören könnte? Schade, dass sich jemand wie Forrest Whitaker neuerdings bei 'Criminal Minds - Team Red' verdingen muss. (Das Original schaue ich übrigens gerne, aber diese ganzen Spin-Offs, sie sind in meinen Augen ein grosses Unding.)
Ich denke, fürs erste wärs das. Wenn nichts zurückkommen sollte, auch gut. Dann wüsste ich zumindest, woran ich bin.
Das dachte ich auch, Katharina. Es ist nunmal so. Haha und wegen der Frau: Wieso sollte sich jemand interessieren? Keine Ahnung, wieso erwähnte sie Carolina, mich zur Präzisierung provozierend? Auch keine Ahnung. Also bitte mila, scopati nel ginocchio (kleiner Mix aus verschiedenen Sprachen) und verdammt nochmal: Wer lesen kann, ist im Vorteil. Du musstest schon einmal zu Kreuze kriechen wegen ungenauen Lesens (was ich stark fand). Ich bin nicht einfach das Defaultarschloch hier.
Ob ich noch andere Themen habe als die genannten? Klar, haufenweise, aber nicht zu jeder Zeit. Zum Beispiel die neue Fernsehserie New Girl, sehr lustig. Oder Bücher oder Frauen oder Programmiersprachen oder Kinderspiele oder glutenfreien Food.
Mila: Kein Exil gefunden? Was ist denn jetzt eigentlich mit Ihrem 'eigenen' Blog - der mit den gelehrten Diskussionen und schönen Worten, in dem Sie nicht auf den Pöbel Rücksicht nehmen mussten, der einfach nicht versteht, dass Mila immer nur das Gute und Schöne und Harmonische will, auch gern mal auf Kosten des Guten, Schönen und Harmonischen? Für immer geschlossen? Auch der 8.000ste Abschied nicht vollzogen? (Pippi hatte völlig recht - sie prophezeite, dass Sie innerhalb von zwei Wochen zurück seien - nur dass auch diese kurze Zeitspanne zu lang war).
Ihr 'persönlicher Tanzbereich' ist mir mittlerweile völlig gleichgültig - irgendwie schaffen Sie es ja auch noch, die/den Gutwilligste(n) davon zu überzeugen, dass Sie den erhobenen Zeigefinger mit Substanz verwechseln, warum sollte ich mich da rausnehmen?
Nein, ich werde mich an gar nichts halten, was Sie mir diktieren wollen, sondern genau das sagen, was mir passt. Und im Gegensatz zu Ihnen bin ich da sehr konsequent.
Auguste, das Pjöngyang-Inn ist wieder geöffnet!
Tiger, sorry schon wieder: Ivana. Keine Absicht.
Genaues Lesen? Genaues Lesen. Ivana interessiert dennoch im Allgemeinen nicht (sollte ich mich irren, bitte ich um entsprechende Korrekturen) - selbst wenn sie tatsächlich eine 'Iris Berben' sein sollte (weshalb übrigens dieser Einwurf - doch nicht etwa als Imagepolitur...?). Und bitte keine Programmiersprachen, danke.
New Girl finde ich übrigens auch witzig, und dabei stehe ich so gar nicht auf Sitcoms (jedenfalls nicht seit der ewig ungeschlagenen Nanny...).
Carolina, konsequent? Ich lächle gerade etwas (alters)milde ob so viel - ich wiederhole mich auch für Dich gerne - Hypokrisie. Du wärst sicher gerne eine moralische Instanz, und der eine oder andere mag das tatsächlich so sehen: ich jedoch nicht (mehr). Wer so oft das eine predigt und das andere in actu vorführt wie Du (und es dazu noch nicht einmal erkennt), der hat für mich jede Glaubwürdigkeit eingebüsst. Aber wie gesagt, das ist ausschliesslich meine Meinung.
Und ich diktiere doch nicht, ich gebe nur freundlicherweise meine eigene Marschrichtung vor. Deine Wahl.
Kindisch übrigens, diese Siezerei. Wobei, mit Marcel Zufferey habe ich damals denselben Unsinn abgezogen. Man lernt eben nie aus - sorry, Marcel! Trotz der zahlreichen Differenzen war das einfach nur kindisch.
Und wieso Pjöngjang Inn? Ich kann Orlando hier nirgends entdecken. Der ist anderweitig beschäftigt, was ich ihm nicht verdenken kann.
PS@Auguste: ich unterlasse es jetzt mal, Sie auf meine Seite ziehen zu wollen. Wir können uns ja trotzdem gerne wieder mal über den Doppelpass im Speziellen und die Bundesliga im Allgemeinen unterhalten - äusserst spannende Ausgangslage derzeit für die zweite Saisonhälfte, so spannend wie lange nicht mehr, wie mir scheint.
Ja, Mila, konsequent - und zwar in dem Sinne, dass ein Abschied ein Abschied ist, ein nein ein nein und ein ja ein ja. Und hier zum Abschluss dieses wirklich leidigen Themas noch ein Zitat von Ihnen selber - ich könnte es schöner nicht sagen:
'....man kann unzulänglich sein, ohne es selbst zu merken – in solchen Fällen projiziert man die eigene Unzulänglichkeit gerne auf andere und bleibt stur auf seiner Position (der einzig richtigen eben…) bestehen. Menschlich-allzumenschliches Verhalten, das. Und man kann authentisch auftreten, und dennoch falsch sein –dann ist es aber keine Frage eines bewusst gewählten Auftritts, sondern des Wesens. – Erstaunlich, was man hier so alles übers Mensch-Sein lernen kann; kein Wunder eigentlich, dass der inhaltliche Austausch dabei auf der Strecke bleibt.....' (Mila, MB 12:17)
Easy Carolina.
Nein, mein Image ist nicht mehr zu polieren, es hängt ja sicher nicht von Äusserlichkeiten ab, oder, mila. Mein grimassierendes Face seht Ihr ja bei meinen Posts hier, ja, das bin ich, in einem fotografischen Meisterwerk meiner Tochter, die mein Telefon ausprobierte, bei uns im Lift.
Wegen der Frau nochmals: eigentlich wollte ich nur mein eigenartiges Erlebnis neulich beim Stadelhofen erzählen, und dazu brauchte es halt etwas Hintergrundinformation. Das war deren einziger Zweck. Ich war mir immer sicher, dass es Frauen nicht interessiert, wenn ein Mann eine gut aussehende Frau kennt.
Ich bin sicher, mila sieht so aus wie die schöne Schwester von Melanie Winiger und Carolina wie eine junge Kurnikowa.
New Girl: dann haben wir wenigstens *etwas* gemein, mila. It's Jess.
Carolina, Dein Problem ist ganz offensichtlich, dass Du Dich selbst viel zu wichtig nimmst - das hindert Dich (wie auch Gabi) daran, anderen wirklich zuzuhören. Während Du Dein übliches, löbliches (gelebtes?) Lebensweisheiten-Programm abspulst, versucht er, anderen (sein) Denken beizubringen - er ist dabei allerdingsnicht sehr erfolgreich, wie mir scheint; Du agierst da, mit Verlaub, weitaus geschickter. Für mich dennoch nicht geschickt genug.
Und dass Du ein Problem mit Frauen in Titanengrösse hast, hast Du ja in der Vergangenheit hinlänglich bewiesen... Wobei ich nie so recht verstanden habe, weshalb Du Dich unbedingt aus diesem Begriff herausnehmen wolltest. Unzulänglichkeitsgefühle? Ressentiments? Aber nein doch, nicht bei der konsequente Carolina...
Tiger, jetzt lass doch mal die Ivana sein. Und hör auf, über das Aussehen der Frauen in diesem Forum zu spekulieren - du wärst mir auf Anhieb gleich sympathischer.
Man sieht, die Rechtschreibefehler nehmen zu, Madame ist demnach auf dem Sprung. Ich mache aber sehr gerne an dieser Stelle später weiter, Carolina. Wenn Dir denn danach sein sollte (und wie ich Dich jetonverteilende Suppenköchin mittlerweile kenne, dürfte das ziemlich sicher der Fall sein). So long also!
'Problem mit Frauen in Titanengrösse'? Sorry, you've lost me.
Aber ich sehe es ja schon als Fortschritt an, dass Sie ankündigen, später wieder da zu sein. Hurray, kein Abschied für immer...
Mila, ich habe heute frei, das stimmt, aber aufs Jetonverteilen und Suppekochen habe ich keine Lust - was immer das auch heisst.
Mila, du findest mich ab und an hier, na klar.
Ivana hin, Ivana her. Mich interessiert sie. Ich mag Ivana.
Ich war übrigens mit zwei sackattraktiven Männern im Kino (1. Reihe, Plätze 12 und 14). Einer jung, der andere bereits 24, wie ich ;-). Vater und Sohn.
Cheerio!
Ach nee, Carolina, diese lange Leitung, ich hätte sie Dir nicht zugetraut. Hier mal ein bisschen was austeilen, dort mal ein bisschen rumsticheln, Zappa neben bei mal grundlos verdächtigen, der grosse, böse Eisenhut zu sein, Pippi immer wieder mal hinterrücks (vorzugsweise in der Lounge) an den Karren fahren, obwohl die Sache zwischen euch doch eigentlich 'bereinigt' war, Linas umgänglich-vermittelnde Seite als etwas langweilig zu betiteln... Doch doch, ich sehe dahinter ein unbewusstes Eskalationsprogramm. Soviel fürs erste - später, wie gesagt, gerne mehr. Jederzeit.
Ok, Lina, dann aber raus damit: wer ist Ivana? Habe ich nicht mitbekommen. Und bis später!
Wer ist Ivana? Keine Ahnung. Ich mag ihren Namen, ich mag sie, weil sie den armen Tiger mit Freundschaft verpflegt. Ich mag sie, weil sie Komplimente generiert. Das ist gut.
Mila, das können wir gleich bereinigen: ich habe gesagt, dass ich diesen Mist nicht mehr diskutiere - und daran halte ich mich. Ich habe bessere Dinge mit meiner Zeit zu tun als die unerquicklichen Tage in diesem Blog ad nauseam zurückzuverfolgen. Wir alle wissen, dass wir uns alle nicht gerade mit Ruhm bekleckert haben, oder?
Mit Orlando habe ich es so gehalten: es hat lange genug gedauert, aber ich habe damals irgendwann die Konsequenz gezogen, dass ich mich komplett von ihm fernhalte - das ist so und bleibt so.
Aber jetzt hier mit Ihnen das alles nochmals durchzuhecheln, Ihre Andeutungen mit Aufmerksamkeit zu versehen und damit wieder genau da zu sein, wo Sie anscheinend Ihre Profilneurose befriedigen können - no way!
Da, wo ich es für nötig hielt, meine Entschuldigungen zu machen, habe ich das getan. Wenn ich danach wieder angegangen wurde, habe ich mich gewehrt, was wohl legitim ist.
Also Mila, Fazit: ich für meinen Teil ziehe mich lieber ganz hier zurück als die alten Geschichten, die ich verdaut habe (Sie nicht?), hier wieder aufs Tapet zu holen. Und ich würde das noch nicht mal als Niederlage ansehen, sondern nur als konsequentes Verhalten.
Das mit der Titanengrösse verstehe ich immer noch nicht.... Aber vielleicht wäre es besser, Sie behalten es für sich, Mila.
Das war ein WITZ, mila... Und wenn Du endlich meine Witze detektieren würdest, dann wärest DU mir sympathischer... nein, verstehen ist nicht nötig, detektieren langt...
=======MILA WEGLESEN=======
Wer ist sie Lina? Eine Freundin halt, ich meine, eine sehr sehr gute Freundin halt... Ich bin wirklich begeistert von ihr, sie ist hinreissend (und hier rede ich nicht vom Aussehen). Mein Kompliment an sie war "Ich fände Dich schön, auch wenn ich blind wäre.". Hat ihr gefallen.
=======MILA WEGLESEN fertig=======
Das mit der Titanin verstehe ich glaubs. Ist aber unwichtig.
Carolina, zufällig wären wir hier genau der gleichen Meinung: Vergangenes sollte man in der Vergangenheit belassen. Nur hatte ich den Eindruck, dass Du unbedingt in diesen alten Angelegenheiten rumstochern wolltest - so weit es mich betraf, wenigstens. Aber derart einseitig funktioniert das Spiel eben nicht, und mein Gedächtnis reicht erstaunlich weit zurück. Dass Du allerdings vor der eher harmlosen Titaninnen-An-Spielung zurückschreckst, erstaunt mich nun aber doch - hielt ich Dich doch vormals für eine (Du Dich selbst wohl eher nicht: damals nicht, und wie es scheint - auch heute nicht; mein Instinkt hat mich nicht getrogen).
Schade - ich hätte gerne auch mit Dir die Uhren wieder auf Null gestellt, im Sinne der oben angebotenen Koexistenz. Da das mit uns nicht zu klappen scheint: viel Spass derweil im MB!
PS@Lina: Ok, das kann man unkommentiert so stehen lassen.
*auf den Zug renn*
Merke: mila versteht keine Tigerwitze, und dabei dürfte es auch in Zukunft bleiben. Deshalb: keine An-Spielungen mehr auf milas Äusseres, oder es gibt Krach im Hause Fufi.
*doppelrenn*
ok, mila, in Ordnung. Spekulationen über Äusserlichkeiten sind eigentlich wirklich überflüssig.
Berichte, wie der Linas, allerdings nicht. Mich amüsieren die. Warum, mila? Nun, bei Lina finde ich oft noch einen zweiten Boden in ihren Posts, den ich oft selbst auch einzubauen versuche. Das ist amüsant, auch über die eigentlich vermittelte Information hinaus. Die dann gar nicht mehr besonders relevant sein muss, da schon die Form anziehend ist.
Mila, nicht wegen Clooney. Dr. House war nach meiner Zeit, leider. Ich gucke so Sachen seit der Schwarzwaldklinik sporadisch, wie andere Heftli beim Zahnarzt lesen, amüsiere mich oft köstlich und schüttle manchmal den Kopf. Als ich die Lizenz zum Töten hatte, d.h. zum Staatsexamen, habe ich mir ein Bastei-Lübbe-Arztheftli am Kiosk gekauft. (Das mit der Lizenz ist nicht von mir.)
Was die Siezerei betrifft: Ihr eigener hochgeschätzter Orlando hat das in der Bar so gehalten, und für manche von uns ist es dabei geblieben. Aber hey, ich habe schliesslich auch den Nick gewechselt. In dem Sinn: machen wir Duzis?
Lina, gratuliere zur Kinobegleitung.
*auchwegrenn*
ach, der gute alte "scheissfilm" artikel vom köppek roger...
ich mag ihm da ja nicht grundsätzlich widersprechen, möchte aber doch anmerken, dass das filmverständnis (bzw. wohl das kunstverständnis) vom guten roger an einem ganz, ganz kleinen ort daheim ist.
man lese nur mal diesen seinen erguss zu "watchmen" (3. abschnitt):
http://www.weltwoche.ch/ausgaben/2009-12/artikel-2009-12-editorial-indian.html
wer den film gesehen hat (oder noch besser: den comic gelesen hat) fragt sich, wie er auf diese verquere interpretation kommen kann...
und mila, ich wäre dir dankbar, wenn du mich für mich selber sprechen lassen würdest("ivanka interessiert hier eigentlich niemanden."). ich kann mich schon selber mitteilen, wenn mich etwas stört.
danke.
"geister": wohl das beste, was der gute lars je gemacht hat!
Meta, würden Sie mir erzählen, wie diese Arztserien und -Heftli auf Sie wirken? Bei meinen Brüdern blitze ich mit diesen Fragen immer ab - dabei würde es mich ehrlich interessieren, wie jemand 'vom Fach' darüber denkt (und fühlt). Ist wahrscheinlich jedes Mal anders, aber Sie scheinen wenigstens nicht alles direkt abzulehnen und von sich zu weisen, was (wenn auch vielleicht amateurhaft) mit Ihrem Beruf zu tun hat....
'Lizenz zum Töten' - das wiederum kenne ich von meinen Brüdern auch.....
Pöh: Selbstverständlich. Ich bat ja um entsprechende Korrekturen, insofern: Sorry. Die 'Watchmen'-Verfilmung fand ich übrigens recht langweilig - im Gegensatz zu den 'Batman'-Verfilmungen von Nolan (gilt insbesondere für den ersten Teil). Und Hellboy (favorisiere ebenfalls Teil 1). Und Iron Man.
Meta, auch wenn ich das durchgängige Siezis mit Orlando weiterhin aufrecht erhalte, nehme ich das Du gerne an. Dieselbe teils ungläubige Faszination, die Du Arztromanen und -serien gegenüber aufbringst, hege ich für historische Romane und -serien. Köstlich, einfach nur köstlich, was einem da bisweilen als 'Geschichte' präsentiert wird.
@Tiger: Natürlich erfreue ich mich an Linas Doppelbödigkeiten. Wie könnte es auch anders sein.
...will damit nicht gesagt haben, dass ich nicht (selbst-)kritisch über gesellschaftlich wahrgenommene Rollenvorstellungen nachdenke. Aber der Divergenz unterschiedlicher Perspektiven kann sich am Ende niemand so gänzlich entziehen: beim besten Willen nicht.
Ivana Trump?
Grace Kelly?
Heidi Klum?
Silvia Sommerlath?
Janis Joplin!
http://www.youtube.com/watch?v=ju9yFA1S7K8
@Fufi: Über Janis Joplin schrieb Leonard Cohen folgende unvergessliche Zeilen:
I remember you well in the Chelsea Hotel
you were famous, your heart was a legend.
You told me again you preferred handsome men
but for me you would make an exception.
And clenching your fist for the ones like us
who are oppressed by the figures of beauty,
you fixed yourself, you said, 'Well never mind,
we are ugly but we have the music.'
Besser gehts nicht, von einem künstlerischen Standpunkt aus betrachtet. Hier die nonchalante Interpretation von Rufus Wainwright, die ich zuvor schon im MB geposted habe; sie ist jedoch so schön, sie verdient sicherlich einen reminder...
http://www.youtube.com/watch?v=f4rQ03pl2Og
Hat eigentlich schon jemand in das neue Cohen-Album reingehört?
Ja, habe ich, Mila. Schon auf meinem iPhone. Ich finde, es ist das Schönste seit dem letzten Album von Johnny Cash....
Gut! Die Vorbestellung wurde blind getätigt, und jetzt habe ich eine Rückversicherung, dass es sich nicht um einen Blindflug gehandelt haben dürfte...
"watchmen" war natürlich das wesentlich ambitioniertere werk als die zwar durchaus unterhaltsamen, aber auch sehr mainstreamigen batman, iron man, x men etc.
ich würde "watchmen" als auf hohem niveau gescheitert bezeichnen. immerhin hat snyder den beweis erbracht, dass moore recht hat: das teil kann nicht kongenial verfilmt werden.
für den durchschnitts-superhelden-kinogänger ist "watchmen" aber sicher nicht gemacht, der findet ihn halt dann schnell einmal "langweilig".
'auf hohem Niveau gescheitert' - das kommt mir irgendwie bekannt vor... Und bitte, ich habe lediglich/leidig unterhaltsame Sachen wie Spiderman etc. nicht aufgeführt. Unterschlagen habe ich dafür 'Sin City'. Und 'V for Vendetta'. Und 'From Hell'.
Ist das nicht toll, da kann ich gleich zwei Sachen miteinander verbinden:
a) Von wegen Arztserie: Scrubs werde ich noch lange vermissen. Das Stück nachher ist die Titelmelodie (allerdings in einer anderen Version)
b) Auch so ein Cover von Wainwright
https://www.youtube.com/watch?v=Em-73v1RCFs
die beste arztserie: "green wing"
Doctor's Diary (die eingedeutschte Version von 'Green Wing'?). Mit der unvergesslichen 'Frau Dr. Haase, bitte zum OP!'
Damit einen schönen Abend allerseits!
Watchmen? Grafisch so schön, dass ich es nicht übers Herz bringe, es zu entsorgen. Alles andere: kannitverstan.
Link zum ganzen Album (I had no idea): http://www.npr.org/2012/01/22/145340430/first-listen-leonard-cohen-old-ideas
Und da ich als Meta ab sofort alle duze, Carolina: Erzähle ich Dir gerne. Man spielt ja eine Rolle, unter anderem. Im Studium habe ich realisiert, dass die Patienten diese Rolle manchmal ganz anders sehen als der Mensch im weissen Kittel: auf der Notfallstation mit Drogenabhängigen, die gelinde gesagt unwirsch reagierten, wenn sie aus dem Koma zurück und auf den Aff geholt wurden. Das führte zu einem Teilzeitjob in der Notschlafstelle. Arztserien sind natürlich fiktiv, aber etwas übers Rollenbild, das ihr Autor hat, sagen sie doch.
Von den "Geistern" habe ich nur die zweite Staffel erwischt. Da versucht ein überschwenglicher schwedischer Chirurg einen Kunstfehler zu vertuschen, der ein Mädchen schwerst behindert hinterlassen hat; sein subdepressiver Klotz von Chef denkt nur an die Bettenbelegung; dessen aalglatter Sohn zieht alle Register des Betrugs, um durchs Staatsexamen zu kommen; der Spitalverwalter zieht mit aggressivem Dauergrinsen aus, die Macht der Chefärzte zu beschneiden; die wiederum treffen sich in einem Keller als Geheimloge mit absurden Attributen; der Oberarzt lüftet seine Ressentiments darüber, dass er nur Oberarzt geworden ist, und endet (vom schwedischen Chirurgen vergiftet, dem er auf der Schliche ist) als Zombie; eine alte Patientin sieht Geister und Dämonen; und die Medizinstudenten schauen Splatterfilme und wetten darauf, wie schnell der Ambulanzfahrer nachts als Geisterfahrer auf der falschen Strassenseite von A nach B kommt... ayayay. Im Intro ist jeweils die Rede davon, dass die aufgeklärte Wissenschaft den Geistern zuwenig Raum lässt, sinngemäss, den Wortlaut habe ich vergessen. Es wäre offenbar eine dritte Staffel geplant gewesen, aber der Tod mehrerer Darsteller kam dazwischen.
Mein erster Gedanke war: Hat Trier so viel schlechte Erfahrungen mit Medizinern gemacht? Die Biographie des Herrn ist jedoch so eigenartig, dass er vielleicht einfach hier eine gewisse Lust am Tabubruch ausgelebt hat. Er scheint in einem Umfeld mit relativ festen Werten aufgewachsen sein, auch wenn seine Eltern Kommunisten und Nudisten waren statt das traditionelle Gegenteil. Ich habe jedenfalls viel gelacht. Nicht dass ich den Drang hätte, jemanden zu einem Gemüse zu reduzieren. Aber diese ganzen Helfen-Heilen-Retten-Geschichten sind mit so unglaublich starken moralischen Imperativen behaftet, dass es befreiend ist, mal so dubiose Figuren vorgesetzt zu bekommen. Es gibt tatsächlich machtbewusste Chefärzte, die nicht zu Fehlern stehen können. Als kleine Minderheit, aber trotzdem.
Gute Nacht.
mila, V for Vendetta schau ich gerade, ich habe das neulich im Internet gefunden und heruntergeladen. Ganz famos. Und Natalie Portman ist eine wirklich prächtige Frau ("prächtig" um das Wort "hinreissend" nicht zu wiederholen).
(kein doppelter Boden in diesem Post)
P.S. pöh, haben Sie auch den ersten Block gesehen? Wie entsteht der "kleine Bruder"? Das Riesenbaby der Freundin des Oberarztes, auch Ärztin, gezeugt von einem Dämon, einem untoten Chefarzt, der vor Jahrzehnten sein uneheliches Kind ermordet haben soll oder so... Rätsel über Rätsel. Die Sentimentalität der Mütter bei Trier sticht hervor; sonst herrscht reiner Zynismus. Überhaupt bin ich versucht, das Vorkommen von weiblichen Märtyrerfiguren als zusätzliches Scheissfilm-Kriterium zu betrachten.
Ein derartiger Film über Mütter, wie es Geister über Ärzte war, würde wahrscheinlich einen Aufschrei provozieren.
Nein, ich habe auch kein Anzeichen für eine geplante Ausstrahlung im deutschsprachigen Raum gefunden. Aber alle Folgen von Homeland habe ich gesehen. Fa bel haft. Die letzte am Tag nach der Ausstrahlung in den USA... das Internet ist da schon fix.
Die Folgen 1 bis 5 von Pan Am habe ich gefunden. Sowie die Folge 12, welche ja erst vorgestern erstmals ausgestrahlt wurde. Mal sehen, ob das meinen Geschmack trifft. Fernsehserien sind EXTREM geschmacksabhängig. Dem einen gefällt Dexter, der andere findet ihn doof und sieht lieber The Mentalist, oder Lie to Me, oder In Therapy.
@Pöh, nachdem ich nun auch endlich dazu gekommen bin, Schirrmachers Auftritt im Magazin zu begutachten, würde ich meinen, dass selbiger sehr viel mehr auf meiner Linie liegt als auf Deiner oder Fufis/Tigris:
"Wir Journalisten müssen dafür kämpfen, dass die Medien Orte der Reflexion bleiben. Unsere Leser wollen eben nicht zu Börsenjunkies im Geistigen werden, das ist unsere grosse Chance. Krisen beinhalten auch immer die Renaissance von Reflexion. Wir müssen nur radikaler werden."
In meinen frohlockenden Ohren hört sich das nach Aufbruch, nicht nach Abgesang an; selbiges gilt auch für das abschliessende Fazit:
"Meine ganze Hoffnung ist - und deshalb bin ich gar nicht pessimistisch -, dass diese Gruppen der Gesellschaft, die früher oft erzkonservativ waren, eine Evolution durchgemacht haben. Die sehen plötzlich, dass der innere Frieden einer Gesellschaft etwas kostet. Sie hätten nie damit gerechnet, dass dieser innere Frieden durch eine von Spekulanten geführte Bank gefährdet wird."
Im Grunde zieht er ein ähnliches Fazit wie der Film 'Der Tag, an dem die Erde still stand': wir Menschen setzen oftmals erst am Rande eines Abgrunds jene Kräfte frei, die unser langfristiges Überleben sichern. Kulturpessimistischen Niedergangsszenarien, wie sie sich jede Epoche angesichts der vorherrschenden Probleme jeweis individuell entwirft, kann insofern weiterhin mit einer Prise gelassener Skepsis begnet werden - meinst Du nicht auch? Interessant scheinen mir in dieser Hinsicht u.a. die Überlegungen des Pulitzer-Preisträgers Jared Diamond, der sich vor nicht allzu langer Zeit die Frage stellte, weshalb gewisses Gesellschaften überleben, andere jedoch untergehen.
@Meta: Ich würde ja vermuten, dass gerade diese (allzu) machtbewussten 'Götter in Weiss' jene sind, die sich auf persönlicher Ebene mit so einigen Defiziten herumschlagen... Oder anders ausgedrückt: nur Menschen, die dauernd um ihre Autorität bangen (müssen), klammern sich an diese wie an einen Grashalm, der ihnen jederzeit abhanden zu kommen droht - eine diskussions-würdige These?
@Katharina: Christina Ricci, eine mir sehr sympathische Schauspielerin (Mermaids! The Ice Storm! Buffalo 66! Sleepy Hollow! ), schien mir im Pan Am-Trailer etwas gar dünn. Schade, war sie doch zuvor eine der wenigen Hollywood-Schauspielerinen, die sich in einem kurvigen Körper wohlzufühlen schienen.
PS@Katharina: Du siehst, leider habe ich zu Pan Am inhaltlich nichts beizutragen, also verlege ich mich auf Nebensächliches... Das Dilemma ist ja in der Tat, dass man gar nicht (mehr) nachkommt, allen guten TV-Produktionen zumindest eine faire Chance zu geben. Bei uns wartet so einiges auf eine Durchsicht, so etwa die zweite Staffel von Boardwalk Empire (die von The Walking Dead haben wir hingegen nach der ersten Episode umstandslos durchfallen lassen), Homeland, Skins die dritte; auch kündigt sich demnächst wieder der HBO'sche Königsclash an, The Killing wird sich ebenfalls fortsetzen, dito True Blood... Eigentlich ist es zum Verzweifeln.
PS@Meta: Die These liesse sich natürlich beliebig auf die Mütter ausweiten. Wie auch auf jede andere gesellschaftliche Rolle, die einem gerade so einfällt.
Ja, True Blood, nicht sehr tiefgründig, aber lustig.
Weisst Du, mila, ich würde Deinen Optimismus gerne teilen. Wenn aber der Klimawandel kräftig anklopft, ist es zu spät. Das sagt nicht einfach ein Deprotiger, das sagen viele, viele, die es wissen müssen.
Frau Ricci ist wie immer sehr herzig. Lustigerweise spielt sie keine Reiche, wir ihr Name vermuten liesse.
Ansonsten habe ich den Moment nicht gefunden, wo die Sache tiefgründiger wird als ein halber Zoll.
Und wie ein Igel sieht sie auch nicht aus.
True Blood, nicht tiefgründig? Wie in jeder guten Fantasy- oder Horrorfiktion wird eine Analyse zum Zustand einer bestimmten Gesellschaft - hier derjenigen der Südstaaten im Besonderen und der USA im Allgemeinen - doppelbödig in den Plot eingeflochten. Man müsste sie nur erkennen können (was zugegebenermassen kein leichtes Unterfangen ist, wenn man sich vom durchweg guten Aussehen der DarstellerInnen ablenken lässt).
Und was die Leute, die es wissen müssen, betrifft, sind diese sich hinsichtlich der Aussichten und Folgen des Klimawandels keineswegs einig, auch wenn der Tiger das zu wissen meint. Das war schon bei der Atomenergie so, auch beim Waldsterben, sowie bei zahlreichen anderen Risikodiskursen (Gentechnik, Nanotechnolgie, CERN - you name it). Doch ist es am Einfachsten, mit der hysterisch heulenden Masse mitzuheulen, anstatt die Sache etwas differenzierter in den Blick zu fasen. Weil dann könnte man ja zur Feststellung kommen: alles schon mal dagewesen - womit es sich aber leider auch erübrigen würde, die Apokalypse als unmittelbar bevorstehendes Ereignis heraufzubeschwören. Keine gute Aussichten für notorische drama queens.
@mila
http://www.perlentaucher.de/buch/22405.html
(als Beispiel - und bitte zuerst lesen, dann antworten)
...es folgt noch das übliche PS, diesmal an Tigri: Weisst Du, uns Frauen beschäftigt der in den letzten Jahrzehnten grassierende Hunger-/Trainingswahn in der Unterhaltungsindustrie durchaus, weswegen wir eben die (ehemaligen) Kurven einer Christina Ricci nur zu gerne lobend erwähnen, schien sie uns doch ungleich menschlicher als diese ganzen hyperschlanken, zurechtgestutzten Schauspielerinnen mit Size-Zero-Modelmassen (aus demselben Grund mögen wir übrigens auch Scarlett Johansson, Rachel Weisz und Kate Winslet; eine Charlize Theron kann hingegen wirklich nichts für ihr herausragendes Genmaterial, und deswegen mögen wir auch sie). Um das zu verstehen, müsste man(n) vielleicht aber doch eine Frau sein. Wobei: Euer Geschlecht scheint in dieser Hinsicht momentan rapide aufzuholen, oder verspürst Du etwa keine Komplexe, wenn Du im Showbizsegment zunehmend mit durchtrainierten Prachtexemplaren wie Alexander Skarsgard, Stephen Moyer - und zur Zeit besonders eindrucksvoll: Taylor Kitsch (aka John Carter) - konfrontiert bist?
Die Erwähnung, dass Natalie Portman prächtig aussieht, hat im Gegensatz dazu keinerlei - noch nicht einmal die klitzekleinste - gesellschaftliche Relevanz, sorry. Und dass wir über Deine persönlichen Präferenzen mittlerweile bestens im Bilde sind, ist Dir doch sicherlich bewusst. Weshalb also immer wieder mit demselben Zeugs aufwarten, dem zudem irgendwie - wenigstens meinem Empfinden nach - der Ruch das Labrig-Labernden anhängt?
des Labrig-Labernden. Oder: Fusselig-Faselnden. Kannst gerne wählen. Will sagen: Small-Talk in allen Ehren, aber ein bisschen Substanz sollte darin schon enthalten sein - zumindest gelegentlich.
@Internet-Wanderer: Stimme dem Historiker Fried zu. Zivilisationen sterben aus, der Mensch überlebt (bis jetzt jedenfalls). Und wenn die westliche Zivilisation sich irgendwann tatsächlich überlebt haben sollte, wird sich auf ihrem Untergang ein neuer Aufstieg begründen (oder auch nicht). Ergo sollten wir die Bedeutung einzelner Kapitel aus der Menschheitsgeschichte nicht überschätzen, und schon gar nicht diejenige unseres eigenen. Wie man in dieser Hinsicht etwas relaxter wird, demonstriert die Schlusssequenz der Rocky Horror Picture Show in geradezu vortrefflicher Weise:
http://www.youtube.com/watch?v=fhyClodR780
Aber bis es so weit ist, erlaube ich mir, vorsichtig optimistisch (und zugleich zutiefst pragmatisch) daran zu glauben, dass wir Menschen auch dieses Mal den Rank irgendwie noch kriegen werden - und sei es in letzter Sekunde. Sollten wir es nicht schaffen, nun - ich verweise abermals auf das Einstein-Zitat.
Wegen True Blood: Die Serie hat mich ja wirklich sehr erfreut, es hat sicher öfters etwas Doppelbödiges. Die Verhältnisse in den (Süd-)Staaten werden allerdings nur so nebenbei erzählt, so richtig ein Problem sind sie nicht. Die Serie ist ausserdem viel besser als die Bücher, auf denen sie beruht. Die sind, finde ich, einfach doof, ich habe mal etwas reingeschneuggt. Die Frauen sind in der Tat meist herzig und lieb oder schön und furchterregend, und die Hauptdarstellerin ist famos (die hatte ja einen Oscar gewonnen als Kind). Das Titellied passt perfekt, Auguste hat sicher Freude dran (Jace Everett, Bad Things, https://www.youtube.com/watch?v=vxINMuOgAu8), und wenn ich nicht minderschwul wäre, würde ich mich sofort in Alexander Skarsgård verknallen, den Obervampir (nein, nicht den, der in Beton gegossen wird).
Tja, mila, mir passen Frauen mit normaler Figur auch viel besser als übermässig schlanke, echt. Meine Tochter schrammt im Moment etwas in der Nähe des Übergewichts herum, was mich gar nicht beunruhigt (im Gegensatz zur Grossmutter), die grössere zumindest. Die andere ist schlank und rank und zwar von ganz allein, sie isst immer nur wenig, seit je. Aber von allem, und sie geht nicht kotzen danach und leidet extra Hunger. Gute Gene, auch sie, anscheinend :-)
mila, wieso kannst Du nicht einfach ganz entspannt mit mir übereinstimmen: We agree to disagree?
Ah noch was: Hab ich Probleme, weil alle Typen im TV so durchtrainiert sind? Nein, bin ich ja auch. Scherz beiseite. Nein, habe ich nicht, wirklich. mila, merk Dir: die meisten Männer, die etwas Wert sind, merken, dass es meistens nur mit dem Verzicht auf Hirn möglich ist, eine Figur zu ertrainieren wie die schlanken Supermodels, und dass es VIEL besser ist, eine Frau mit Kopf am Esstisch sitzen zu haben als eine Supertusse.
Wenn die Frau dann eine Supertusse mit Hirn ist, umso besser... :-)
Tigri, falls es noch nicht klar geworden sein sollte: ich möchte mich ja nur zu gerne gaaanz entspannt im Loungesessel zurücklehnen - indem ich Dich der Unterhaltung mit anderen überantworte. Diese Supertussen mit Hirn, sie interessieren mich nun wirklich nicht. - Also, möchte sich hier jemand mit Tigri über selbige Supertussen und seine sonstigen Vorlieben, was das weibliche Geschlecht angeht, unterhalten? Ich wäre dem Abnehmer/der Abnehmerin zu ewigem Dank verpflichtet.
Auf Dein Gekeife von wegen Substanz gehe ich gar nicht ein. Mein letzter Post hat durchaus welche, hier und da.
Natalie Portman habe ich erwähnt von wegen V for Vendetta.
Eingeschnappt? Jetzt schon? Für meine Verhältnisse war ich eigentlich ziemlich nett zu Dir, und ich gedenke es, in etwa auf demselben Level zu belassen - zumindest solange Du mich direkt adressierst mit Sachen/Dingen/Belanglosigkeiten/Äusserlichkeiten, die mich nicht im Geringsten interessieren. Es gibt hier drinnen allerdings Leute, die Dir meine Erfahrung nach gerne zuhören. Sprich mit Ihnen, nur zu - ich bin letztlich nur eine unter vielen!
Ich bin ja auch ein Mann, mila. Wenn "Supertusse" nicht etwas leicht Abschätziges hätte, was ich wirklich nicht mitgeklungen haben will, würde ich behaupten, dass Lina so eine ist.
Meta, ich habe ja zwei Generationen Aerzte in der Familie: meine Eltern haben sich bis heute nicht daran gewöhnt, dass sie den Halbgott-in-Weiss-Status verloren haben - ihnen ist ihr ganzes professionelles Leben lang soviel nicht-hinterfragender Respekt, soviel, äxgüsi, Aftergehorsam entgegengebracht worden, dass sie die Schilderungen meiner Geschwister für völlig übertrieben, ja fast böswillig halten. Die schildern eher das Gegenteil: rabiate, auf ihren 'Rechten' (die sie vorher oft genug gegoogelt haben) bestehende Patienten, die mit einem ganzen Forderungskatalog bewaffnet sind - zur Not wird mit Klage gedroht (ich beziehe mich hier allerdings auf angelsächsische Verhältnisse). Als Kontrast dann die von Krieg und Unruhen geschüttelten Länder, in denen MsF arbeitet: meine Brüder sind oft genug nach ihrer Rückkehr von einem Einsatz extrem genervt, wenn nicht sogar aggressiv, wenn sie ihren fordernden 'Wohlstandspatienten' gegenüberstehen. Ich hoffe, irgendwann wird sich das Pendel wieder auf ein gesundes Patienten-/Arztverhältnis einschwingen - in der Zwischenzeit habe ich völliges Verständnis für die Notwendigkeit von etwas 'light relief'. Das würde meinen Brüdern auch nicht schaden, denn Humor oder Fiktion kann sehr wohl die eigene Perspektive etwas zurechtrücken und nicht nur der Unterhaltung, sondern auch der Balance dienen.
Und dann hat die Sicht auf den Aerztestand sicher auch etwas mit dem Alter zu tun: für mich ist es fast unerträglich, wenn Sie/sorry: Du über Dich angreifende Druggies berichtest oder Notärzte heutzutage fast Begleitschutz brauchen, weil sie oft genug Gewalt in ihren Einsätzen ausgesetzt sind. Ich empfinde das als absolut widerwärtig, da bin ich ganz altmodisch.
Ja genau! Red doch mit Lina, sie hat es Dir, wenn ich mich recht erinnere, mehrfach angeboten - und Dich zugleich gebeten, von mir abzulassen. Es wäre doch geradezu unanständig, einen derart freundschaftlich geäusserten Rat zu ignorieren.
Genau, Carolina: wenn ich lese, dass Zürcher Notfallsanitäter mit stichfesten Westen austgestattet werden sollen, dann wird mir speiübel.
Ich könnte jetzt auch mit dem schönen Vergleich kommen, dass heutzutage jeder meint, er/sie wäre ein gleich ein 'Experte' (egal in welchem Gebiet), nur weil er/sie gelernt hat, halbwegs passabel mit dem Internet umzugehen. Aber ich lass jetzt mal sein, und verabschiede mich bis auf weiteres.
Lina hat schon einen Mann, mila, ausserdem ist sie 24 (if I remember correctly), und das wäre für mich ja schon fast pädoverdächtig.
mila, bitte, ich will nur von Dir, dass Du normal bist und anständig mit mir. Sonst will ich nichts von Dir. Ich hoffe, das ist beides ok so für Dich.
...und ich, Tigri, wollte nur die Grenzen frühzeitig abstecken, frei nach dem Motto: 'Wehret den Anfängen'. Oder: 'Bis hierhin, und nicht weiter'. Nicht, dass wir wieder in derselben Misere landen wie letztes Mal, gell. Und jetzt entschuldigst Du mich bitte (meine Umgangsformen sind gar nicht so schlecht, wie es manchmal den Anschein hat).
Au revoir also. Ich wundere mich wirklich, wirklich, warum immer die falschen Frauen das Gefühl habe, ich wolle was von ihnen. Die richtigen merken es dafür irgendwie nicht... mit wenigen Ausnahmen...
@mila
Ich kenne diesen Herrn Schirrmacher echt nicht. Bin ich deswegen ein Banausianer?
Anyway: Kannst du mir einen Linke geben zu dem, was du meinst?
Dennoch ein 1er Kommentar: Wenn der Herr schreibt
"Wir Journalisten müssen dafür kämpfen, dass die Medien Orte der Reflexion bleiben."
Dann frage ich mich, WELCHE Medien denn aktualiter noch "Orte der Reflexion" sind / sein sollten / sein wollen / sich als söttige zu verkaufen erdreisten!
@Carolina
Verstehe das mit den MSF-Aerzten sehr wohl!
Ohne weitere Ausführungen, aber dennoch: Hör dich mal auf den RAV's um, oder in den Sozialhilfezentren! Von wegen den Ansprüchen!
Und schliesslich:
Einen "passenden" Hausarzt zu finden, ist etwa einen 5er mit Zusatzzahl wert.
Also meiner praktiziert rund eineinhalb OeV-Stunden entfernt.
(Ok, hab in der Nähe noch meine Aerztin für Notfälle)
Bestens, wir verstehen uns! Also hinfort mit Dir, Tigri, erkunde neue Gewässer - und verlasse die alten Bahnen, die doch nur Dich (und ganze Foren) ins Unglück stürzten!
Fufi, es gibt genug Orte der medialen Reflexion, man darf sich einfach nicht auf einen einzelnen beschränken. Aber leider ist das Magazin online nicht verfügbar - vielleicht liegt es ja in Deinem Stammcafé auf? Schirrmacher ist einer der berühmtesten (wenn nicht der berühmteste) (Mit-)Herausgeber einer Qualitätszeitung aus dem deutschen Nachbarslande.
So, und jetzt war selbst ich inkonsequent genug.
:-) wenn ich dereinst wieder eine Idee für eine CB habe hier, für eine optimistische diesmal, dann werde ich sie zu Papier bringen und sie fufi schicken, der sie dann vielleicht veröffentlicht oder nicht. Themenvorschläge an:
aliensoft@ist-allein.de
Übrigens, falls Du meinen solltest, ich würde zu streng mit Dir ins Gericht gehen: in kürzester Zeit hast Du es geschafft, Bemerkungen zum Äusseren/zur Attraktivität von
- Eni
- mila
- Astrid
und natürlich Lina zu machen (von Natalie Portman, Iris Berben aka Ivana, Christiana Ricci und Konsorten ganz zu schweigen); dazu das 'Kontaktangebot' im MB an maries Adresse, das ich hier nur in einem Nebensatz erwähne, da es einen anderen Blog betrifft. Also: kannst Du gewisse, für andere teils eher unangenehme Muster in Deinem Verhalten erkennen? Bei Deiner Intelligenz sollte das eigentlich ein Leichtes sein.
Und: gratuliere. Eine derart beeindruckende Liste in kürzester Zeit - in einem einzigen Thread gar - das hat noch kein Mann hingekriegt, meines Wissens.
Für die doofe Mail-Domain kann ich nichts... GMX hat alles noch viel blödere Namensvorschläge für Gratismailadressen.
@mila
War's im TA-Magazin? Und falls ja in dem vom letzten Samstag?
Und von wegen der Reflexion:
Mag vielleicht elitär sein, aber ich bevorzuge es, selbst zu reflektieren, anstelle das anderen zu überlassen.
Minderheitswertig, ich weiss schon.
Und dass ich dazu nicht bloss den BLOCK und TELE-ZH "konsumiere", .... :-)
Ja, Tiger. Habe ich. Habe dir explizitest (d.h. verbal) und nicht nur via den fahrlässigen Hüftschwung oder/und via die erweiterte Pupille angeboten, mir übertriebene, bitte fantasievoll-übertriebene, verschnörkelte, bombastische, gerne auch höchst unrealistische, vor allem aber überflüssige Komplimente zu machen - Tag und Nacht. Hier, überall. Mir macht das gaaaar nichts aus. So glaube mir doch endlich! Nun verstehe ich natürlich, was dich davon abhält: meine Jugend. Die Aura des Knospens. (Und damit einher gehend: das Verbot, das schreckt, die Widernatürlichkeit.) Auch für mich eine wahre Plage. Immer den Ausweis zeigen, wenn der Film ab 16 ist. Demütigend.
Natürlich kann mir hier wieder einmal niemand folgen. - Alte Säcke!
Tiger, jetzt einmal unter uns...Komm doch bitte rasch ins Separée!
Danke.
Also...Wirke ich wie eine 24jährige Schreiberin? - Du musst nicht sofort antworten. Lass dir Zeit, Tiger!
An alle: Bitte entschuldigt, dass ich hier so unzuverlässig auf- und abtauche. Wie im wahren Leben, ist eine gewisse Zuverlässigkeit, eine minimale Präsenz derjenigen, die sich als minimal zugehörig empfinden, eine wichtige Ingredienz für das Gedeihen von vergnüglichen oder kontroversen Gesprächen, hier: für das Wachstum eines munteren, eigenwilligen Kommentarbaums.
Ich habe zur Zeit nicht nur vor dem Bildschirm viel zu tun. Also: kein kokettes Getue, ein Sich-rar-Machen aus Kalkül. Nicht, dass mir das jemand unterstellt hätte. Einfach so: z.K.
Schönen Abend!
Wow, was muss man tun, um so viel Verbiestertheit anzusammeln? Get a life und erzähl mal einen Witz! Nicht alles, was man sagt, muss so Ernst sein! Komplimente sind in Ordnung! He, ich will wirklich niemanden abschleppen, weder hier noch drüben, das interessiert mich nicht! Nicht alles, was man tut, tut man mit Hintergedanken, oder? Ich jedenfalls, wenn mir die Beine Linas zum Beispiel zu Gesicht gekommen wären, und sie mir gefallen hätten, wieso umsgotzwillen könnte ich das nicht sagen, ohne gleich in Flirtverdacht zu geraten? Ich finde diese Körperabscheu ziemlich blöd und die Quelle von viel Üblem hierzulande. Das wäre nur genau ein Kompliment e basta. Und es kann Quell sein der Freundlichkeit, der Freundschaft zwischen Menschen. Der das Leben vereinfacht und verschönert.
Okay, ich erzähle einen Witz.
Drei Entchen schwimmen hintereinander auf dem See. Das erste sagt: Hinter mir schwimmt ein Entchen. Das zweite: Hinter mir und vor mir schwimmt ein Entchen. Das dritte Entchen aber: Hinter mir und vor mir schwimmt ein Entchen.
Wie ist das möglich, Tiger?
Das dritte Entchen hat gelogen.
Im Dezember steckte meine Tochter im Bus fest. Der Busfahrer musste Schneeketten montieren. Wartezeit: über eine halbe Stunde. Der Fahrer kam druch die hinere Tür in den Bus, entschuldigte sich und forderte die Insassen auf, sich Witze zu erzählen, die tote Zeit zu überbrücken. Das taten die Fahrgäste dann - und hatten einen Höllenspass. Den Anfang machte eine Frau. Meine Tochter: Sie war schon alt (wahrscheinlich 40, Anm. Lina, 24 Jahre), aber ich habe sofort gesehen: Die ist lebhaft, die ist noch lange nicht tot.
Der Witz der Frau:
Steht ein Mann auf dem Trottoir. Auf dem Arm: ein Krokodil. Sagt der Polizist: Gehen Sie doch in den Zoo mit dem armen Tier. Der Mann nickt und geht. Aber, sagenhaft, der Mann mit dem Krokodil auf dem Arm steht am nächsten Tag bereits wieder da. Der Polizist wird ärgerlich: Ich habe Ihnen doch gesagt, Sie sollen mit dem Krokodil in den Zoo gehen! Der Mann: Waren wir. Heute gehen wir ins Kino.
Und, Tiger: Der Vater und sein Sohn im Kino. Die belegten Plätze 12 und 14 neben mir (Reihe 1!): Der sackattraktive Sohn, er ist nicht nur des sackattraktiven Vaters ältester Sohn, sondern auch meiner.
Jetzt rechnet der Tiger: Sie war schwanger mit zehn. Das ist selten. Aber möglich. Vor allem bei den Naturvölkern in den Bergen (keine Fernsehrer, viele, viele Lawinen).
Ich zwicke dich am Ohr. - Ciao!
@Lina
Obergröhl!
Kennst du den Unterschied zwischen einer Amsel?
Es gibt keinen!
Beide Beide sind gleich lang.
Besonders das Linke!
Beine, meinte ich!
BEINE!
Ok!
Lina hat mich herausgefordert!
Also:
Mein Lieblings-Blondinenwitz:
Was denkt eine Blondine, wenn sie 5 Meter vor sich, auf dem Trottoir, eine Bananenschale liegen sieht?
"Scheisse, jetzt ghei ich scho wider uf d'Schnurre!"
Lina, das ist NICHT WITZIG. Ich muss das der Tierschutzliga melden. Dieser "Witz" ist scheusslich und jugendzersetzend. Kein Wunder, geht immer mehr Respekt verloren vor den Instanzen! Jawoll!
Ausserdem ist ein Krokodil viel zu schwer zum Tragen. Dann lieber drei Entchen.
(merkt man, ich guck grad Pan Am, da haben die einen Leute genau diese Hardcorehaltung. Katharinas Tipp war nicht schlecht.)
Ich (87, gefühlt) bin umgeben von Leuten (ich meine jetzt in meiner Familie, nicht hier im Blog, aber da natürlich auch, haha), die sich ständig auf Kosten der armen, armen SVP ergötzen - auch, um mich ärgern. Ein Beispiel:
Toni Brunner fährt nachts an einem Polizisten vorbei. Er lässt das Autofenster runter und ruft: "Sie, ich bin Toni Brunner, ich bin SVP-Präsident, war an einer Versammlung, habe aber fast nichts getrunken und bin auf dem Heimweg!" Der Polizist winkt Brunner weiter.
Kurz darauf fährt dieser wieder an einem Polizisten vorbei. Brunner ruft wieder: "Sie, ich bin Toni Brunner, ich bin SVP-Präsident, war an einer Versammlung, habe aber fast nichts getrunken und bin jetzt auf dem Heimweg!"
Auch dieser Polizist winkt Brunner weiter.
Dann passiert das Ganze ein drittes Mal; erneut bringt Brunner sein Sprüchli: "Sie, ich bin der Toni Brunner, ich bin SVP-Präsident..." Der Polizist antwortet: "Isch scho recht, du huere Aff. Aber jetzt fahr endlich usm Kreisel use..!"
Fufi, Deine Haltung in Ehren, aber wie bloss willst Du reflektieren - ohne geistiges mediales, literarisches und lebensweltliches Futter im Dauernachschub? Das musst Du mir bei Gelegenheit dann doch mal näher erklären; die Rechnung ging schon bei Descartes nicht so ganz auf.
Und Tigri, anderen eine Verhaltensweise aufzudrängen, die diesen erwiesenermassen negativ aufstösst, ist nun wirklich kein höfliches Verhalten, selbst wenn man(n) doch bloss klitzekleine Witzchen reissen und munzige Komplimentchen anbringen wollte... Es gibt die richtige Adresse dafür (danke, Lina!), und dann gibt es noch die sogenannte No-go-Area (Interessierte nebst mir mögen sich bitte darin eintragen, ansonsten bleibt es schlicht und ergreifend bei einer Auflistung - mir nämlich). Und nachdem somit die Fronten geklärt sein dürften, und ein Nein nie mehr in ein potentielles Vielleicht oder gar Ja umgedeutet werden kann - selbst beim besten Willen nicht - können wir wieder zum Tagesgeschäft zurückkehren, oder?
Dass das eine derart anstrengende Zangengeburt sein musste, ist mir allerdings wirklich, wirklich ein höchst unerfindliches Rätsel, ausser eben man(n) bevorzugt negative Reaktionen gegenüber gar keiner Reaktion... Aber sei beruhigt: nachdem dies endgültig ausdiskutiert ist (ich für meinen Teil habe dem nichts mehr hinzuzufügen), werde ich Dich noch nicht einmal mehr mit negativen Reaktionen belästigen - ich hoffe doch, Du tust mir denselben Gefallen?
@mila
Bitte nochmals lesen, und ganz besonders das:
"Und dass ich dazu nicht bloss den BLOCK und TELE-ZH "konsumiere", .... :-) "
Wie geht das? Naja, Du hast ihn adoptiert. Oder: Er ist zwei Jahre alt, dann ginge das. Aber: mit zwei in eine Komödie für die Grossen? Naja, nicht wahrscheinlich. Also sechs müsste er mindestens sein.
Also, hmmmm, Lina ist frühreif. Aber das wussten wir ja schon.
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