Donnerstag, 31. Oktober 2013

Happy Halloween!


Ja, heute gibt sich die Lounge mal ganz amerikanisch-westeuropäisch-dekadent.

Oder irisch. Oder tierisch. Aber dekadent! Weil's Spass macht!

Ok, die Lounge gibt sich, aber sie übergibt sich nicht! Basta!


Jedenfalls:


Gibt's heute nicht nur eh und sowieso alles gratis, sondern auch noch Süssigkeiten à diskretion, und das sogar noch viel gratisser!


Und nicht nur das:

Jede und Jeder kriegt eine Maske ganz nach persönlichem Gusto, um damit alle anderen Gäste so ganz erschröcklichstens verschrecken zu dürfen. Zum Beispiel:



Für Politische












Für Musikalische














Für Historische













Für Filosophische















Für Natürliche















Beachtet bitte sowohl die politische Ausgewogenheit als auch die Gender-Correctness (ist nämlich mehr als bloss 1 3ttel!) 

Ach ja, und
für Alle, wo das ganz Spezielle lieben























Aber passt gut auf, dass euch in dieser Nacht nicht der Himmel auf den Kopf fällt!





















 Ich wünsch euch was!





59 Kommentare:

fufi hat gesagt…

Passend dazu der Artikel aus Wiki (Dankeschönn!)

Die Nacht der explodierenden Kröten!

http://de.wikipedia.org/wiki/Kr%C3%B6tenexplosionen_in_Hamburg

Orlando hat gesagt…

Fufi, bist das du auf dem schwarzweissen Bild?

Zweite Frage: Wer ist das rechts neben dem Nietzsche Fritz?

Die Tiere sind auch sehr schrecklich, vor allem das rechts (Nacktmull?). Ich glaube, wenn mir so ein Nacktmull begegnen würde ich würde zweimal kotzen. Und schiessen. Nein, besser ihn mit einer Motorsäge unter laufendem Erbrechen zerstückeln, bis man nicht mehr erkennen kann, was es ist. Und nochmal kotzen. Also nein! So etwas hässliches.

fufi hat gesagt…

Das ist Simone de B.!

Und wenn du den Nacktmull hässlich findest, gugle doch mal nach "Sternmull" oder "Gürtelmull" (wobei letzterer .... :grins:)

fufi hat gesagt…

Ach ja, und natürli ist das meine intelligenteste Heiligkeit!
Ziemlich schräg, gäll?

Orlando hat gesagt…

hahaha, du alter Sack ;-)

Nein, nein, ein properer Bursche, der da auf dem Bild, ein ganzer Kerl, Schalk in den Augen, gut gereift, Res-pect! Fufine kann stolz sein.

Aber zu den Mullen: Ich frage, was würden wir verlieren, wenn die Mulle alle ausstürben? Nichts. Ich meine, die wurden vom lieben Gott ja schon sowieso vom Angesicht der Erde ins Erdinnere verbannt, weil sie so hässlich sind.

Simone de Beauvoir? Das ist doch diese kommunistische, menschenverachtende Lesbe oder nicht? Komische Leute.

Anonym hat gesagt…

Orlando? Das ist doch dieser menschenverachtende, Clowns in den Arsch tretende neokatholische Autoerot, oder nicht? Komische Leute.

Tiger hat gesagt…

O, es ist umgekehrt. Die wurden so hässlich, weil sie niemand angucken musste uns es egal war, ob sie herzig waren oder nicht.

Aber fufi, einen netteren als diesen Mugshot hättest Du schon finden können, oder? Ich meine, es fehlt nur noch die Knastnummer 746 467 auf der Brust. Alter Panzerknacker. Immerhin kenne ich Dich mit einem Grinsen auf den Lippen, einem schalkigen, keinem debilen notabene...

fufi hat gesagt…

Ist doch hübsch hässlich, die fufi-Halloween-Maske?
(gröhl)

Und von wegen den Mullen:
Der Nacktmull ist äusserst interessant, da er gegen gewisse Reize (Säure, glaub, oder so) Schmerz- und verletzungsunempfindlich ist.
Und lebt auch in einem sehr komplexen sozialen System
Der Sternmull hält den Rekord vom "am Schnellsten 'merken dass etwas essbar ist' - bis es gegessen ist"
Und der Gürtelmull ist ganz einfach süss!

fufi hat gesagt…

Und damit möchte ich mich für's WE von euch verabschieden.
Ihr kennt euch ja unterdessen bestens aus hier, heisst:
Kein Hunger, Kein Durst!

Wünsch VIEL Spass!

Tiger hat gesagt…

Na, habt Ihr gemerkt, welchen Witz ich NICHT gerehasht habe am 31.?

Gern geschehen :-)

Anonym hat gesagt…
Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.
Tiger hat gesagt…

DEC 25 == OCT 31.

Tiger hat gesagt…

Das ist ein Geekwitz, den ich schon gebracht habe hier und den ich den Nichtinformatikern erspart habe.

Dankt mir nicht alle gleichzeitig.

Orlando hat gesagt…

Lasst euch nicht so schnell aus der Fassung bringen und in Schrecken jagen, wenn (...) behauptet wird, der Tag des Herrn sei schon da.
Lasst euch durch niemand und auf keine Weise täuschen! Denn zuerst muss der Abfall von Gott kommen und der Mensch der Gesetzwidrigkeit erscheinen, der Sohn des Verderbens,
der Widersacher, der sich über alles, was Gott oder Heiligtum heißt, so sehr erhebt, dass er sich sogar in den Tempel Gottes setzt und sich als Gott ausgibt.
Erinnert ihr euch nicht, dass ich euch dies schon gesagt habe, als ich bei euch war?
Ihr wisst auch, was ihn jetzt noch zurückhält, damit er erst zur festgesetzten Zeit offenbar wird.
Denn die geheime Macht der Gesetzwidrigkeit ist schon am Werk; nur muss erst der beseitigt werden, der sie bis jetzt noch zurückhält.
Dann wird der gesetzwidrige Mensch allen sichtbar werden. Jesus, der Herr, wird ihn durch den Hauch seines Mundes töten und durch seine Ankunft und Erscheinung vernichten.


(2. Thessalonikerbrief, 2. Kap.)

Tiger hat gesagt…

Traurige Posaune

Anonym hat gesagt…
Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.
Orlando hat gesagt…

Hmm, mehr davon, por favor!

Und hier, was einen vernebelten Montag noch kotziger macht:

http://politblog.tagesanzeiger.ch/blog/index.php/21466/von-m-ttersorgen-und-parteistrategien/?lang=de

Wie viele Lügen darf eine Politikerin eigentlich beim Tagesanzeiger verzapfen? Absolut fehlgeleitet, die Frau )und jammert noch, dass sie als aaaarme Alleinerziehende nicht vom Eigenbetreuungsabzug hätte profitieren können, das als Argument, die strunzblöde Kuh- Dafür wird sie deutlich wohin die Reise gehen soll: Frauen an den Arbeitsplatz (von der Gebär- zur Arbeitsmaschine, denn ohne Erwerbstätigkeit zählt eine Frau heute nichts - den Feministinnen müssten sich die ubemalten Fingernägel aufrollen vor Schreck!), Kinder in die Krippe, zum Wohle von Volk(swirtschaft) und Staat! In der Kita soll beginnen, was leuchten soll im Vaterland!

Sportpapi hat gesagt…

Das braucht sicher Mut, versteckt hinter einer anonymen Maske Politker/innen zu beschimpfen, die für ihre Überzeugungen mit ihrer Person und ihrem Namen hinstehen. Und sie als Lügner zu bezeichnen, ohne diese Lügen aufzudecken.

Sportpapi hat gesagt…

Und hier kommt noch mein Ärger des Tages. "Privat"-Schulen brauchen nun also auch öffentliche Zuschüsse. "Volkswirtschaftlich" sinnvoll ist es halt. http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/Sparkanton-Bern-zahlt-internationaler-Privatschule-Millionen/story/16025957
Dass man droht, bei Turnhalle und Sportplatz Abstriche zu machen (wie viele Private), obwohl das Dreistunden-Sportobligatorium als einziges Fach national geregelt ist, ist dabei nur eine Randnotiz.

Orlando hat gesagt…

Ach, ich wusste gar nicht, dass Sportpapi ihr richtiger Name ist. Mutig, mutig, momoll.

Ferri (Jahresgehalt 133'000 Franken fürs "für ihre Überzeugungen hinstehen") ist eine hysterische Kuh. Zuerst schildert sie, wie ihre Ehe den Bach runter ging und sie dann fünf Jahre mit den Kindern zuhause blieb (das bekämpft sie ja heute, nicht).Damit nicht genug:

und das, obwohl ich während fünf Jahren zu Hause geblieben bin und gemäss Initiativvorschlag Anspruch auf einen Steuerabzug gehabt hätte. Aber: In dieser Zeit habe ich kaum Steuern bezahlt und hätte somit auch keine Steuerabzüge geltend machen können.

Logisch, Dumpfbacke. Einen Abzug kann man nur von etwas machen, was vorhanden ist.

Die Initiative ist so formuliert, dass sie insbesondere Familien zu Gute kommt, die gar keine Unterstützung nötig haben. Nämlich reichen Familien, bei denen der Papi jeden Tag arbeitet und das Mami jeden Tag zu Hause bleibt.

Eine Familie, die auf ein zweites Gehalt verzichtet, braucht sehr wohl Unterstützung. Und "reich" scheint für Frau Ferri jede Mittelstandsfamilie zu sein...? Das ist einfach Rubbish. Ausserdem ist die Roillenverteilung ja jeder Familie selber überlassen, oder. Oder wollen die Sozis da auch noch dreinreden?

77 Prozent der Frauen mit Kindern unter 15 Jahren sind berufstätig. All diese Familien könnten nicht von dieser Initiative profitieren.

Lüge! Sie profitieren schon vom bestehenden Fremdbetreuungsabzug. Und was ist, wenn diese 77 Prozent Frauen ihre Kinder statt in den anonymen Kinderkrippe von Freunden, Göttis, verwandten oder den Grosseltern betreuen lassen? Dann haben sie nach der Logik von Ferri keinen Anspruch auf Abzüge. Das ist absurd - und diskriminierend.

Was mir später, als ich wieder erwerbstätig wurde, wirklich geholfen hat, war der Fremdbetreuungsabzug. Mit der SVP-Familieninitiative laufen wir nun Gefahr, dass dieser Abzug gestrichen wird.
und weiter unten: Wollen wir wirklich all jene Familien per Bundesverfassung benachteiligen, die nicht das traditionelle Modell leben?

Das ist eine glatte Lüge. Der Fremdbetreuungsabzug steht überhauipt nicht zur Debatte. Lüge, Lüge, Lüge.

Es geht schlussendlich darum, wie wir unsere Gesellschaft gestalten möchten. Welche Familienmodelle wir bevorzugen wollen

Also soll jetzt doch nur das eine Modell bevorzugt werden, gell? Nämlich jenes, das die Kinder an den Staat abgegeben werden, gell? Hey, da schimmert fast so etwas wie Ehrlichkeit auf.

Also bei so vielen Lügen und Verzerrungen fragt man sich schon, ob Frau ferri ihre 133'000 p.a. überhaupt wert ist...

Orlando hat gesagt…

Und für alle, die etwas über Amerika lernen möchten, aber von den deutschsprachigen Medien nur biased Bullshit serviert bekommen:

http://www.ijreview.com/2013/11/91808-obamacare-deconstructed-one-video-tells-truth-obamacare/

Und Ronald Reagan, der einfache Schauspieler, hatte das Ganze schon im Jahr 1962 kommen gesehen:

One of the traditional methods of imposing statism or socialism on a people has been by way of medicine, It’s very easy to disguise a medical program as a humanitarian project. Congress is attempting to fool the nation into adopting just such a program. It is what what [Democrats and liberals] wanted all the time: socialized medicine, The doctor begins to lose freedom, First you decide that the doctor can have so many patients. They are equally divided among the various doctors by the government. But then doctors aren’t equally divided geographically. So a doctor decides he wants to practice in one town and the government has to say to him, you can’t live in that town. They already have enough doctors. You have to go someplace else. And from here it’s only a short step to dictating where he will go.… All of us can see what happens once you establish the precedent that the government can determine a man’s working place and his working methods, determine his employment. From here it’s a short step to all the rest of socialism, to determining his pay. And pretty soon your son won’t decide, when he’s in school, where he will go or what he will do for a living. He will wait for the government to tell him where he will go to work and what he will do. If Medicare passes into law, the consequences will be dire beyond imagining. And one of these days you and I are going to spend our sunset years telling our children, and our children’s children, what it once was like in America when men were free.

Sportpapi hat gesagt…

@Orlando: Genau weil Sportpapi nicht mein richtiger Name ist, verzichte ich auf feiges Pöbeln. Wenn ich feststelle, dass Feri mit Person und Name für ihre Überzeugung hinsteht, hat das gerade gar nichts mit ihrem Einkommen zu tun. Die 133 000 Franken verdient nebenbei noch mancher, der nie in der ersten Reihe steht, der sich nie eine Wahl stellen muss (die ja auch nicht gerade billig ist). Wo Sie im Text etwas hysterisches sehen, weiss ich nicht. Sie beschreibt am eigenen Beispiel, dass schlecht Verdienende, die Kinder zu Hause selber betreuen, von der SVP-Initiative nicht profitieren würden. Eben: Entlastung derer, die es nicht dringend nötig hätten. Das ist ja mal Fakt. "Einen Abzug kann man nur von etwas machen, was vorhanden ist." Aber genau das will die SVP-Initiative doch!
Das "reiche Familien" ist keine Lüge, sondern eine Bewertung. Für Feri eben Familien, die in der Lage sind, auf ein Zweiteinkommen zu verzichten. Ich würde dem auch nicht reich sagen, aber sicher auch nicht arm. "77 Prozent der Frauen mit Kindern unter 15 Jahren sind berufstätig. All diese Familien könnten nicht von dieser Initiative profitieren." Keine Lüge. Diese Familienprofitieren tatsächlich vom bestehenden Fremdbetreuungsabzug, sie können aber von der SVP-Initiative nicht profitieren. Ein simpler Fakt.
Weiter: "Der Fremdbetreuungsabzug steht überhauipt nicht zur Debatte." Wenn etwas, dann ist diese Ihre Aussage eine Lüge. Selbstverständlich steht der zur Debatte, wenn die Höhe des Abzugs für die Heimbetreuung am Frembetreuungsabzug orientiert ist. Es ist eine Option, beide Beträge zu senken, um die Steuerausfälle zu reduzieren.
Sie haben also keine einzige Lüge aufzeigen können. Zumindest nicht im Text von Frau Feri. Dass ihre Haltung/Meinung nicht passt, kann ich hingegen nachvollziehen (dazu habe ich mich an entsprechender Stelle längst geäussert). Fair bleiben sollte man trotzdem.
Ob Frau Feri ihre 133 000 Franken wert ist, entscheiden letztlich nur die Stimmberechtigten, die sie in ihr Amt wählen.

Orlando hat gesagt…

Bah, raten sie mal, wer am lautesten aufschreien würde, wenn Bürgerliche eine Direktsubvention für Frauen vorschlagen würde, die ihre Kinder zuhause betreuen...wer wäre da am lautesten und würde Fundamentalismus und Zetermordio schreien? Jawohl, Ferri und ihre SP-Frauen.

Deshalb ist es scheinheilig und gelogen.

Das gleiche mit dem zweiten Satz: Eine simple Lüge, wenn man sagt "die 77 Prozent könnten nicht profitieren", wenn sie innerhalb des Steuerharmonisierungsgesetzes längst von diesem Steuerabzug profitieren.
Seltsam auch: Dass es nur jene Leute betrifft, die Bundeststeuern bezahlen stört sie nur bei der SVP-Initiative for "Reiche": Das der Fremdbetreuungsabzug genauso nur die "reichen" Familien begünstigt, die nämlich Bundessteuern bezahlen, das stört die Sozis kein bisschen. Ach, das ist einfach zu durchschaubar und unaufrichtig. Und Sportpapi durchschaut es nicht. Hm.

Ausserdem: 77 % der Frauen mit Kindern unter 15 (!) Jahren...nun, ich kenne wenige Familien, wo die Mutter zuhause die Kinder betreut, bis diese volljährig sind. Und wenn, wäre dies ja eine Privatsache der entsprechenden Familie. Aber hier wird so getan als würde irgendjemand an den Herd gezwungen. Das ist einfach Chabis. Und das Volk wird dies auch entsprechend berücksichtigen, was diese SP-Futzis aus ideologischen Gründen und unehrlicherweise veranstalten.

Wer hinsteht und sagt: "Alle Kinder sollten in der Krippe aufwachsen (wie in Schweden) und alle Frauen sollten ein paar Tage nach der Entbindung gleich wieder an den Arbeitsplatz zurückkehren, alles andere ist reaktionär" - der oder die hätte meinen Respekt verdient. Nicht die verlogene Ferri.

Selbstverständlich steht der zur Debatte, wenn die Höhe des Abzugs für die Heimbetreuung am Frembetreuungsabzug orientiert ist. Es ist eine Option, beide Beträge zu senken, um die Steuerausfälle zu reduzieren.

Das ist Kaffeesatzlesen. Bleiben wir doch einfach bei dem, worüber wir abstimmen, ja? Und das heisst, Abzüge für beide Betreuungsformen in gleicher Höhe, damit Gleichberechtigung herrscht. Und eine echte Wahlfreiheit der Menschen, für welches Modell sie sich entscheiden möchten.

Orlando hat gesagt…

A propos: Ich weiss nicht, in welchem Land sie leben, aber in meinem gewinnt man Wahlen mit einem guten Listenplatz, den Wahlkampf bezahlt (bei den Sozis sowieso) die Partei. Und als Präsidentin der SP-Weiber bekommt man den guten Listenplatz aus sicher. Auch wenn man eher blass und vollkommen unbekannt ist und obendrein noch lügt.

Sportpapi hat gesagt…

Feri hat deutlich formuliert, in welche Richtung sie die Gesellschaft lenken möchte. Dafür kann man sie kritisieren, gerade wenn man sich für Wahlfreiheit einsetzt. Verlogen ist da aber gar nichts. Und es hat nichts damit zu tun, dass ihre anderen Argumente deshalb trotzdem stichhaltig sein könnten.
Der Fremdbetreuungsabzug an sich ist ja auch völlig korrekt und genauso angemessen wie Arbeitswegabzüge etc. Störend ist die völlig übertriebene Subventionierung der Fremdbetreuung, die wirklich ein massiver Eingriff in die Wahlfreiheit bedeutet. Die aber auch von bürgerlicher Seite befürwortet wird, weil es volkswirtschaftlich eben nützlich ist. Die FDP fordert ja sogar nun obligatorische Tagesschulen für alle.
Ja, bleiben wir doch bei dem, worüber wir abstimmen. Abzüge für beide Betreuungsformen in gleicher Höhe. Umsetzbar entweder mit nicht verkraftbaren Steuerausfällen (bzw. Steuererhöhungen) oder mit der Senkung des Fremdbetreuungsabzugs. Eben.

Sportpapi hat gesagt…

@Orlando: Ich lebe in der Schweiz. Sie auch? Hier müssen die Kandidaten für die Listenplätze und den Wahlkampf viel Geld bezahlen. http://bazonline.ch/schweiz/standard/Gute-Listenplaetze-kosten-vielerorts-gutes-Geld/story/13203702. Auch die Sozis: http://www.tagblatt.ch/altdaten/nzz-altdaten/schweiz/Gewerkschaft-will-Geld-fuer-Listenplatz;art331,2578429

Orlando hat gesagt…

"Steuerausfälle" ist eh ein statisch-etatistisches Konzept, eine Vorstellung, dass dem Staat eine feste (womöglich immer wachsende) Summe zustehe und nicht die Ausgestaltung des Steuersystems genauso politisch-dynamisch wäre, wie alles andere auch. Das Geld bleibt bei den Leuten, die es verdienen - da kann man gar nicht dagegen sein. Respeaktive man muss gute Argumente dafür haben, wieso gerade dieses Geld so dringend für Aufgaben des Staates benötigt würde, und für welche.

"nicht verkraftbar" ist also eine Wertung, keine faktische Aussage. Wie gesagt. Der Staat soll dann mal einen Vorschlag präsentieren, wie er das lösen will. Höhere Steuern kommt gar nicht in Frage. Vielleicht muss er nur den Gürtel enger schnellen? Wer weiss, so funktioniert Politik.

Die FDP spinnt in dieser Frage. Komplett durchgedreht. Die Generation Markwalder: keinen Kompass, keine Haltung, nichts.

Ich weiss von einem Ständerat, der 20 000 Franken in den Wahlkampf (inkl. Obulus den Listenplatz) gesteckt hat. Gewinnt er, ist er für vier Jahre gewählt. In diesen vier Jahren in Bern verdient er 522'000 Franken.

Rechne.

Anonym hat gesagt…
Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.
Sportpapi hat gesagt…

@Orlando: Die SVP mit ihren Verbündeten ist ja schon mehrfach grandios mit ihren Sparprogrammen gescheitert. Ja, in der Regel sind sie ja noch nicht mal in der Lage, konkrete Vorschläge zu machen. Insofern sind die heutigen Staatsausgaben tatsächlich gegeben. Wäre aber schön, es würde mal eine Partei mit Volkes Segen das Steuer herumreissen. Aber das wird wohl nicht passieren. Gespart werden soll zudem ja sowieso immer nur bei den anderen.
Und ich rechne. Und höre den ganzen Tag, dass man für 600 000 Franken (und mehr) keine gute Leute mehr findet. Aber bei unseren gewählten Volksvertretern finden wir die 133 000 Franken wirklich zu viel?
@Katharina: Es ist Aufgabe der Politik, zu lenken. Es ist Aufgabe der Parteien und der Politiker, hier ihre Ideen im Wettbewerb einzubringen. Die besten erhalten am meisten Stimmen und setzen sich durch. Das nennt man dann Demokratie!
Das Gewerkschafter-Thema verstehe ich nicht. Dass die finanziellen Spiesse ungleich sind, ist klar. Die einen haben einen Milliardär im Rücken und lassen sich von der Wirtschaft für die Lobby-Arbeit entlöhnen, die anderen sammeln bei den Arbeitern das Geld ein. Klagen höre ich dazu selten. Hingegen wurdert sich niemand, dass die bürgerlichen sich diesbezüglich nach wie vor gegen jegliche Transparenz sperren. Wenigstens das wäre doch mal etwas.

Orlando hat gesagt…

Nachdem sie den Gratis-Support bei den Mainstreammedien haben, sammeln sie noch Geld bei den Arbeitern? Unverschämt!

Transparenz? Ja, dann verratet mir doch mal, welche Parteien bei den Hunderttausenden Staatsangestellten in den Kantonen, Städten und beim Bund hoch im Kurs sind? Doch nicht etwa die Staatsapparat-Lobby von SP und Grünen! Es ist klassische Klientelpolitik - manchmal so blind und stur ideologisch, dass die Klienten sich jetzt allenthalben von der fetten alten Sozialdemokratie und ihren obskuren Chefideologen abwenden (z.B. die Lehrer, in der Migrationspolitik schon lange, und am 24. in der Familienpolitik).
Das sind nämlich die, die dafür sorgen, dass die Etats der öffentlichen Haushalte immer weiter wachsen, jammern, wenn sie stagnieren ("Kahlschlag am Service Public") und über den Gedanken lächeln, man könnte den ganzen Staatsapparat mal etwas zurückfahren, so wie sie gerade eben.
So schafft man Systemzwänge, indem man dem tumben Volk einredet, es brauche all den Mist und noch jede Landgemeinde braucht Logopädinnen, Schulzahnarzt und ein eigenes Freibad.

Der Mensch ist träge und der Wähler immer erst im Nachhinein klüger. Das wird sich früher oder später rächen. Und die Bürgerlichen müssen wieder die Sauerei aufputzen.

Auf den ganzen oberen Teil, der an mich gerichtet ist, kann ich beim besten Willen nicht eingehen., Sie widersprechen sich da etwa dreimal selber und danken allen Ernstes darüber nach, ob wir schlechte Politiker haben, weil es "in der Politik" zu wenig attraktive Verdienstmöglichkeiten gibt...das ist zwar nicht ganz so arg, aber doch fast so dümmlich, wie El Arbis Kommentar zu den Whistleblowern heute:
http://blog.tagesanzeiger.ch/stadtblog/2013/11/04/die-whistleblower-der-anderen/

p.s.: Ist es etwa keine Kampagne, wenn Ferris Konterfei und ihr Lügentext jetzt schon zwei volle Tage an bester Stelle auf dem Newsnetz prangt, mitten in der heissen Abstimmungsphase? Wahre Überzeugungstäter diese Newsnetzler. Ein SVP-Anliegen könnte das dort nicht mal mit den Milliarden vom Zürichberg kaufen. See the bias?

Sportpapi hat gesagt…

@O: Jaja, Widersprüche überall. Wie die Lügen, die Sie angeprangert haben, aber keine einzige belegen konnten. Weshalb auch sich mit so Kleinigkeiten abgeben...
Welche Parteien bei den Staatsangestellten hoch im Kurs sind weiss ich übrigens nicht. Beim Militär? Bei der Polizei? In der Verwaltung? In den Schulen? Wenn sie dazu genauere Hinweise haben, bitte ich um einen Beleg.
Ich lächle keineswegs über den Gedanken, man können den Staatsapparat mal etwas zurückfahren. Nur bei der Umsetzung happerts. Auch da wo - wie meist - satte bürgerliche Mehrheiten an der Macht sind. Denn auch die erkaufen sich ihre Wahlsiege nicht mit Sparmassnahmen. Dass bürgerliche Parteien daneben tatsächlich viel Geld aus der Wirtschaft erhalten und auch die dafür verlangten Gegenleistungen erbringen ist ja offensichtlich. Noch einmal: wenigstens Transparanz über die Parteispenden wäre zwingend in einer Demokratie.
Das tumbe Volk in den Landgemeinden stimmt übrigens an Gemeindeversammlungen genau über solche Anliegen wie Freibäder etc. ab. Und an Gemeindeversammlungen treffen sich vor allem bürgerliche, ältere Herren. Aber auch die merken, dass eine attraktive Gemeinde aus mehr besteht als nur aus einem tiefen Steuerfuss.
Zur Kampagne: Die besteht üblicherweise aus mehr als einem einzelnen Blog-Beitrag. Und wenn. Tatsächlich kauft der SVP-Milliardär doch ganze Zeitungen. Auch wenn diese dann nicht mehr zu den Mainstream-Medien gehören. Aber was lesen Sie denn beispielsweise in Blick und NZZ zum Thema? Und, vor allem: Womit werden wir täglich bezüglich 1:12-Horrormeldungen bombardiert?

fufi hat gesagt…

@Orlando am 5. November 2013 17:01

SOVIEL zur von der Voulchspartei achsohochgelobten "Demokratie", heisst "VOULCHS"-Vertretung?
Ver-Tretung?

fufi hat gesagt…

Und @Katharina und ALE anderen hier:
"Feri hat deutlich formuliert, in welche Richtung sie die Gesellschaft lenken möchte." und woher nimmt Feri sich das Recht, "die Gesellschaft" in irgendeine Ricthung zu lenken?"

Woher kann denn IRGENDWER sich das Recht nehmen wollen, "die Gesellschaft" zu DEUTSCH: die WELT lenken zu wollen?

Oh, ich weiss, DIESES UNRECHT nehmen sich leider allzuviele, WELTWEIT, vom Kleinsten bis zum Grössten.
Weshalb ich hier auf eine Namensliste verzichten will!

Es geht nämlich, kurz gesagt, von der Krippenbetreuerin am Anfang bis zur Pfarrerin am Ende des Lebens!

Anonym hat gesagt…
Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.
fufi hat gesagt…

That's it, Katharina

Auch wenn wer mir was was aus "good intent" antun will, so will mir wer was antun! Mich in SEIN Weltbild versorgen!

Ich meine: ICH weiss, dass "die Welt" besser sein könnte.
Aber ich weiss NICHT, wie die "bessere" Welt aussehen sollte!

Sportpapi hat gesagt…

@Katharina: Und wo ist nun der Widerspruch zu dem, was ich sage? Ausser dass ich natürlich nicht glaube, dass nach Studium der Geschichte und Abwägen aller Vor- und Nachteile einzig und allein die US-Amerikanische Spielart von Demokratie als überlegen übrig bleibt. Konkordanz statt Konkurrenz und direktdemokratische Mitsprache ist mir da doch näher. Aber hat ja auch mit der Grösse des Landes zu tun, dazu zu führen ist. Zuletzt weiss ich aber nicht, wie es Entscheide des Staates, der Mehrheit, geben kann, die nicht Freiheiten von einzelnen beschneiden.

Speaker hat gesagt…

Spiel Federer 6:4, 6:3

Orlando hat gesagt…

Lügen, die Sie angeprangert haben, aber keine einzige belegen konnten

Du lesen, oben stehen.

Wenn Sie dazu genauere Hinweise haben, bitte ich um einen Beleg

Und wo ist der Beleg, der der böse alte Mann in Herrliberg Millionen in die SVP buttert? Wer sein Geld wofür ausgibt ist (zum Glück) in unserem Lande genauso Privatsache, wie wer wen auf seinen Stimmzettel schreibt, gell. Und das ist gut so.

Und an Gemeindeversammlungen treffen sich vor allem bürgerliche, ältere Herren

So, so?

Leider heute abermals keine Zeit zum Rumdiskutieren. Leute. Sportpapi hat ab und zu valable Punkte, das muss man ihm lassen. Schön wäre, wenn er anerkennen könnte, dass man dann trotzdem ganz anderer Meinung sein kann. Wahrscheinlich der Lehrer in ihm, der durchdrückt.

Sportpapi hat gesagt…

Haha, Orlando. Die paar "valablen Punkte" nehme ich als Kompliment. Ich anerkenne sehr wohl, dass man anderer Meinung sein kann. Aber wenn mir jemand sagt, ich sei im Unrecht, dann soll er/sie es doch belegen. Das hat mit anderer Meinung nichts zu tun.

fufi hat gesagt…

Wer recht hat hat Recht!
Alle anderen sind Linke!
aumeiomei!

Anonym hat gesagt…
Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.
Orlando hat gesagt…

Es ist ja seltsam, dass sich eine politische Denkrichtung ausgerechnet das seit jeher in der Kultur als Begriff für das Unrichtige, Lätze, Falsche, Danebene, Abweichende etc. geltende Adjektiv gibt. Vielleicht hat es damit zu tun, dass im Kopfe etwas nicht stimmt, in dem sich solche Ideen einnisten können? Fair is foul and foul is fair - eine nachhaltige Verwirrung der Begriffe und der Verlust von Orientierung. Oben wir unten und unten oben. Dunkel Licht und Licht Dunkel. Die marxistische Methode, die allzuoft einfach leichtfertig übernommen wird, gerade in der hstorischen, sozialen oder leider ganz allgemein geisteswissenschaftlichen Welt. Gefangen im Dialektismus: Um Neues zu schaffen müssen zwei Gegensatzpaare zunächst zur Auflösung gebracht werden. Von der Widersprüchlichkeit des Allzumenschlichen zum neuen Menschen, der besser und gerechter und gesünder etc. ist.
Und weil sich gewisse Dinge (Begriffe, Werte, Inhalte, Postulationen, Ideen und Bilder) hartnäckig dagegen sträuben, ihrer Zerstörung - der Annihilation im hergeleiteten Gegenteil - zugeführt zu werden, stilisiert und bewundert der Linke aus Prinzip das Verkehrte. Das ist seine Denkkrankheit, dass er diesen Trick selber nicht mehr durchschaut.

Dies immer vorausgesetzt, dass wir und die Welt wirklich existieren und nicht nur aus Simulacra zusammengesetzt sind.

Sportpapi hat gesagt…

Es ist ja nicht eine politische Denkrichtung, die sich so bezeichnet, sondern gewählte Parlamentarier wurden nach ihrer Sitzordnung so benannt. Letztlich ist es sogar eine Frage der Perspektive. Aber man könnte es ja auch weitertreiben. Ist denn die Linke immer noch Opposition, ist sie progressiv oder nicht mittlerweile konservativer als "die Rechte"? Und staatstragend. Wer, wenn nicht die Linke, sollte heute so bezeichnet werden?

Orlando hat gesagt…

Sie ist nicht staatstragend, sie ist staatsgläubig. Linke haben Angst vor dem prallen, freien, saftigen Leben, weshalb ein gütiger, sorgender Staat für Fairness, Gerechtigkeit und Friedefreudeeierkuchen sorgen soll.
Linke hassen Erfolg, Reichtum, Selbstverwirklichung, Begabung, Konkurrenzkampf, Wettbewerb, Glück. Linke fürchten sich vor Eigenverantwortung, vor Risiken, vor den Mühen des schöpferischen Kampfes für die persönliche Happiness gegen alle Widerstände, sie möchten mehr Verwaltung, mehr Lenkung und mehr Unselbständigkeit statt Innovation, Leistung und Individualismus. Sie wollen die Einbindung der Menschen in das Kollektiv, sie fürchten sich vor dem freien, un-abhängigen Individuum, vor dem Wesen des Menschen an sich. Linke geben den Umständen, "der Gesellschaft", den Umständen die Schuld, wenn Menschen böse sind, unglücklich sind oder Misserfolg haben - aber nicht den Menschen. Sie machen Entschuldigungen udn erheben das Unglücklichsein zur Tugend (deshelb sehen sie immer und überall Opfer von irgendwas). Sie wollen die Gesellschaft besser kontrollieren, besser steuern und besser nach ihren Vorstellungen gestalten.

Misstrauet dem Wort "progressiv", ihr guten Leute! Und schaut euch genau an welche Art von Fortschritt derjenige meint, der dieses Wort benutzt, um seine Haltung zu umschreiben...

Papst Felix V. - der Friedfertige hat gesagt…

Leider, Leider muss ich dir zumindest teilweise RECHT(!) geben, Orli.
Zumindest was die heutigen LINKEN betrifft.
Bloss das mit der "Selbstverwirklichung"?
Vielleicht meinst DU was andres dabei?

Orlando hat gesagt…

Nein, nein, die Linken haben den Begriff verdreht, sie wollen auch Selbstverwirklichung, aber nur reglementiert und nur für bestimmte "Opfer"-gruppen: Ausländer, Schwule, Emanzen, Kriminelle und lernschwache Schüler sollen sich selber verwirklichen (das nennen sie dann Chancengleichheit).
Hier eine Liste von Menschen, die sich nicht selber in millionenteuren vom Staat bezahlten Förder- und Hilfsprogrammen verwirklichen dürfen sollen: Hoppla, sie umfasst nur ein Exemplar - nämlich den weissen, heterosexuellen, westlichen, ungesund lebenden, nichtlinken Mann.

Der soll schweigen und die Selbstverwirklichung der anderen bezahlen mit dem vielen Geld, dass er als Raubtierkapitalist auf dem gfürchigen freien Markt verdient.

Papst Felix V. - der Friedfertige hat gesagt…

Falsch, Orli:
Sie wollen SICH SELBST(??) verwirklichen, auf dem Buckel derjenigen ... !
Schulterklopf statt Schenkelklopf!

Aber die Ungesunden Noch-Lebenden werden's wohl nicht mehr erleben!
Seufz!

Papst Felix V. - der Friedfertige hat gesagt…

Und es soll übrigens auch andere geben, wo recht gut dafür bezahlt werden, dass sie sich selbst verwirklichen.
Nicht nur der CVP-Ständeratspräsi, beispielsweise, oder die Präsidentin der AIDS-Hilfe Schweiz.

Anonym hat gesagt…
Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.
Anonym hat gesagt…
Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.
Spaminator hat gesagt…

Boy
Kot
Roda
Pesta

das ist kein Test.

Orlando hat gesagt…

Ah, jetzt gehts wieder. Heute morgen probiert, mehrmals, da ging es nicht.

Und mittlerweile hab ich vergessen, was ich sagen wollte...

Sportpapi hat gesagt…

Aha. Dann versuche ich doch auch noch einmal, meine Gedanken zu sammeln. Wie fufi schon sagt, hat Orlando vielleicht für einmal sogar ein bisschen recht mit seinen Aussagen über "die Linken". Die "Rechten" auf der anderen Seite, die immer noch das Schlagwort "liberal" auf den Fahnen tragen, sind längstens nur noch gut bezahlte Lobbyisten, immer bedacht, der Wirtschaftselite in den Arsch zu kriechen, immer darauf bedacht, ja niemanden daraus zu verärgern, immer in der Angst, möglicherweise ein bisschen Wohlstand zu verlieren, wenn sie mal endlich wieder einmal mit etwas Rückgrat Politik betreiben würden. Da haben sich die Bürgerlichen noch für Freiheiten eingesetzt, nicht nur für ihre Pfründen und die Interessen ihrer Auftraggeber.
Es gab eine Zeit, da war bürgerliche Politik wirklich noch staatstragend. Aber was ist von Parteien zu halten, die am liebsten den Staat in der Badewanne ersäufen würden? Wo sind sie hin, die Parteien, die Politiker, die wirklich noch "staatstragend" waren?
@Katharina: Welcher Linke Zürcher soll wie Espenlauf zittern vor Angst wegen irgendeiner amerikanischen Person, sogar unabhängig von Geschlecht, sexueller oder politischer Orientierung. Man liest die Wortmeldungen, ist manchmal interessiert, manchmal aber auch irritiert oder verärgert. Aber ängstlich?

Orlando hat gesagt…

Also, Fufi: Wieso der SR-Präsident überhaupt reisen muss ist mir schleierhaft. Den Scheiss angefangen hat aber jemand anderes, wie könnte es anders sein, eine SP-Tussi. Bruderer hat als NR-Präsidentin den ganzen Guguus aufgezogen, mit einer eigenen Kommunikationsabteilung und "Repräsentationspflichten" und dem ganzen Quark. Auf solche dummen Ideen kommen auch nur die dekadenten VollzeitpolitikerInnen.

Was bedeutet staatstragend?

Ein Wort, das nur im obrigkeitsgläubigen deutschen Sprachraum denkbar ist. Es bedeutet, dass sich jene Parteien, die keine Ideen oder kritischen Geist haben, den Status Quo verwalten und eine fette Bundesverwaltung und einen starken Staat als Ziel und Zweck ihres Daseins machen. Die SP ist eine staatstragende Partei geworden, weil für sie alles gute von "big governement" und hyperreguliertem Dirigismus bis hinein ins Privatleben und die Wirtschaft kommt.

Simulacra are copies that depict things that either had no reality to begin with, or that no longer have an original (daus dem erwähnten Wikipedia-Eintrag)

Auf wen träfe dies besser zu als auf uns hier? ohne Internet gäbe es uns nicht, sondern nur uns als Originale, und wir wären uns nie begegnet. Hingegen sind die Dinge, die wir verhalndeln und die Leidenschaft für unsere Positionen sehr real. Das, und allein das, lässt hoffen. In Baudrilards und Derridas Köpfen möchte jedenfalls ich nicht hausen müssen...brrrr, mich friert bei dem Gedanken.

@Sportpapi: Wenn ich lesen muss, wie manche Leute über "die Wirtschaft" reden, dann ist für mich schnell klar, dass sie sich noch keinen einzigen Tag in ihrem Leben in der freien Wirtschaft draussen die Finger schmutzig gemacht haben. Das sollen andere, die Dummen, die ihr Geld nicht vom Staat bekommen.
"Aber Orlando", wird es jetzt heissen, "die Verwaltung, die Strassenbauer, die Lehrer, die Spitalangestellten erbringen doch grosse Leistungen für 'die Allgemeinheit' und dafür brauchen sie doch dein mühsam im Konkurrenzkampf und auf dem freien Markt und nicht ind er geschützten Werkstatt erwirtschaftetes Geld, das ist doch sehr böse was du sagst".
Fuck you. Ich finde, wir sollten alle diese Leistungen privatisieren. Dann hätte der Staat in einem Grossraumbüro im Berner Wankdorf Platz.

Das war jetzt auch mal ein staatstragender Vorschlag: Wo wenig Staat, da ist er auch nicht so schwer zu tragen.

Sportpapi hat gesagt…

Lustig ist ja, Orlando, dass an den meisten Orten, wo Staatsaufgaben privatisiert worden sind, diese zwar deutlich schlechter, in der Regel aber keineswegs billiger gelöst werden. Die meisten Leute wissen das, sehen das, und stehen weiteren Privatisierungen sehr skeptisch gegenüber. Aus Erfahrung klug geworden, müsste man da sagen. Und: Zum Glück war die Schweiz hier nie Vorreiter.
Aber Orlando, hier das was wirklich zu sagen ist: All die, welche in der Privatwirtschaft einen guten Lohn verdienen und sich beklagen, dass die Leute im öffentlichen Dienst hier wenigstens einigermassen mithalten möchten, sollen doch mal in der "geschützten Werkstatt". Wo sie sich praktisch entschuldigen müssen, dass sie für gute Arbeit auch einen guten Lohn erhalten. Weil der Lohn öffentlich an der Gemeindeversammlung diskutiert wird. "Geschützte Werkstatt", obwohl gerade die Staatsangestellten in der Öffentlichkeit stehen. Es gibt einen guten Grund, weshalb Gemeindeangestellte und Lehrer immer häufiger nicht mehr in der Gemeinde wohnen. Es gibt einen guten Grund, weshalb kluge Köpfe die Universitäten verlassen und in die Privatwirschaft gehen. Weshalb wohl sind die öffentlichen Anstellungen - insbesondere Lehrer - im ArbeitsMARKT gar nicht so begehrt? Erklären Sie mal, statt dumm zu schwätzen!

fufi hat gesagt…

@Orli wo DAS da von sich gibt:

"Also, Fufi: Wieso der SR-Präsident überhaupt reisen muss ist mir schleierhaft. Den Scheiss angefangen hat aber jemand anderes, wie könnte es anders sein, eine SP-Tussi."

Also wenn's denn wirklich SO wäre, dass die, wo DU meinst, gescheiter wären?

Tja, ich meine:
Wenn irgendwer irgendwann und irgendwie Scheisse macht, also, was ich meine ist, dass ich meine, dass da wer, wo sich sowasvonsovielbesser zu sein meint, eigentlich dieselbige Scheisse nicht auch selbstiglich machen SollteMüssteTäte?
Es sei denn, er wär halt doch nicht sowasvonsovielbesser?

Anonym hat gesagt…
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Anonym hat gesagt…
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Sportpapi hat gesagt…

@Katharina: Die staatliche Lösung wäre selbstverständlich die Einheitskasse, nicht so ein Scheinwettbewerb, den wir ja auch in der Schweiz erleben. Insofern ist das Beispiel nicht passend. Bzw. eher ein Beleg dafür, dass es einfach Bereiche gibt, in denen der "Markt" nicht spielt, weil dann künstlich mit "Risikoausgleich" etc. immer neue, immer wieder doch nicht "faire" Regeln geschaffen werden müssen. Ansonsten findet der Markt eben nicht bei den Leistungen, sondern ausschliesslich bei der Risikoselektion statt. Kennen wir ja bestens.
Im weiteren bitte ich einmal mehr, genau zu lesen, was ich schreibe betreffend Staatsform. "Ausser dass ich natürlich nicht glaube, dass nach Studium der Geschichte und Abwägen aller Vor- und Nachteile einzig und allein die US-Amerikanische Spielart von Demokratie als überlegen übrig bleibt." Von der Schweiz war da nicht die Rede. "Konkordanz statt Konkurrenz und direktdemokratische Mitsprache ist mir da doch näher." Eine ganz persönliche Vorliebe. Das "Seitengepinkel" darfst du mir dann gerne erklären, wo du das gefunden hast. Ansonsten habe ich ein paar Punkte aufgeführt und ausgeführt, die eine Diskussion wert wären, auch zum Thema staatstragend. Eine wissenschaftliche Definition war aber nicht dabei, falls du das gesucht haben solltest. Ob jemand nun lieber in der Schweiz oder den USA oder sonst irgendwo auf der Welt lebt (sofern er/sie eine Wahl hat), ist mir eigentlich egal. Dass die Schweiz aber nur depressive Selbstmörder oder sonst unglückliche Menschen beherbergen soll, ist aber wohl ein Witz. Und über mangelnden Zuwanderungsdruck müssen wir uns wahrlich nicht beklagen. Also echt jetzt!

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