Sonntag, 23. November 2014

De Föifer und s’Weggli


Wollen sie scheint’s für sich haben, die von der Gold-Initiative:












Versteh das wer kann, meint fufi und kratzt sich am linken Ohr (s’könnte auch das rechte sein!) Aber zum guten Glück werden sie dann doch noch etwas konkreter und sagen Deutsch und deutlich worum es ihnen denn wirklich geht:


Das Volksvermögen schützen
























Wirklich löblich eigentlich, die Absicht, nickt fufi zustimmend.
Aber wie halt so oft:
Das Gute wollen heisst nicht immer auch, das Gute tun.

Weil fufi hat schon wieder gerechnet.
Und er hat sich erinnert, dass 1% des Voulches 60% des Voulchsvermögens besitzt.
Und weitere 9% geschätzte 50% vom Rest des Voulchsvermögens.

Und dann hat er das in 1 Gleichnis verpackt, und das geht so:
Ein Voulch besteht aus 100 Menschen und besitzt zusammen 100 Franken.
1 Mensch besitzt 60 Franken.
9 Menschen besitzen zusammen 20 Franken.
90 Menschen besitzen zusammen 20 Franken.
Und jetzt seid ihr dran, mit Rechnen!

Und wer jetzt immer noch nicht weiss, für welche Kässeli die Initiative gut sein soll, dem ist imho nicht mehr zu helfen!




















Apropos helfen:

Da will ja noch so eine Initiative helfen, dass unser heiles Schwiizerländli für immer so heil bleiben soll, wie es in der Swissminiature sozusagen vorgebaut ist:

Beachtet bitte, dass ich NICHT vom Ballenberg gesprochen habe!



So lasset uns Afrikaner kastrieren

Weil NICHTS anderes bedeutet es letztlich, wenn die Initiative velangt, dass DAS da in der Verfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft festgeschrieben werden soll.




Im Namen Gottes des Allmächtigen

soll dann da stehen, in der Helvetizynistischen Bundesverfassung,
und hier in Klartext übersetzt:

Im Namen Gottes des Allmächtigen
Blablabla
Blablabla
Wir verpflichten uns, jährlich soundsoviele Millionen dazu zu verwenden, dass sich Afrikaner kastrieren lassen. Selbstferständlich freiwillig!
Blablabla
Blablabla


Ok, das betrifft ja nicht nur Afrikaner, sagen sie, weil: 
Zu Risiken und Nebenwirkungen
fragen Sie doch mal die 10 Inderinnen, wo da letzthin nach so einer freiwilligen Massensterilisation (80 Eingriffe an 1 Tag) gestorben sind. Ohjeh, DIE können Sie ja nicht mehr fragen, aber vielleicht die 20, wo mit mehr oder weniger schweren Komplikationen hospitalisiert werden mussten?

Anyway: Immerhin haben die Überlebenden mit dem Verkauf ihrer Reproduktionsfähigkeit umgerechnet 22 Franken verdient!

Ok, kann da wer ja sagen, damit würde das Übel an der Wurzel ausgerottet.
Tja, eine gewisse Logik kann dem nicht wirklich abgesprochen werden ..............
 

Nachtrag: Wegzug der Pauschalen?

17 Kommentare:

fufi hat gesagt…

Das ist einer der ganz wenigen Beiträge, wo sogar ich mir ein Mindestmass an politischer Korrektheit auferlegt habe.

Tiger hat gesagt…

Ecopop und Goldinitiative: Bei genauerer Betrachtung, ich stimme zu, sehr fremdenfeindliche und unsoziale Dinge. Ich stimme darum auch Nein, klar. Wenn mich dereinst meine Kinder fragen, wie ich denn 2014 abgestimmt habe, will ich keinen Tolggen im Reinheft haben (das sonst eher wie ein Rorschachtest-Musterbuch aussieht...)

Noch schnell, bevor ich in Medias Res (also in Sachen Medien) gehe, schnell das: Das Swissminiature ist hübsch anzuschauen, echt, und wenn man sich nicht ideologisch zuschütten lässt, ist es wirklich entspannend und lehrreich. Und die Züge, die rumfahren, sind ganz herzig.

Zu Ecopop: Natürlich muss das ein vernünftiger Mensch ablehnen. Allerdings mag ich es den HRlern schon schampar gönnen, dass sie sich einmal ganz, ganz heftig den Kopf kratzen müssen, wenn die Sache angenommen wird. Ja, und wenn sie sich den Kopf Wund gescheuert haben, kratzen sie sich an einer anderen Stelle. Ooooh, wie ich ihnen das gönne. Wenn Ihr also demnächst traurig aussehende Idioten auf der Strasse herumstolpern seht, Typen mit grossen Scheuerwunden am Hinterkopf, dann sind das HRler.

Wenn die HRler hierzulande nicht mehr so einfach aufs riesige Potential von aus dem Ausland kommenden günstigen und willfährigen Arbeitnehmern verlassen können, müssen sie auf die Schweizer zurückgreifen. Statt dem 25-jährigen italienischen (oder deutschen oder türkischen oder französischen oder indischen) Studienabgänger für 65000 Franken stellen sie wie der den 45-jährigen Schweizer für 100000 an. Der, und so ist es, heutzutags auf dem (Schweizer!) Arbeitsmarkt sehr sehr wenige Chancen hat. (In Wahrheit ist es natürlich diskriminierend, dass man bei einer Bewerbung Details angeben muss wie das Alter, das Geschlecht, die Nationalität, insofern sie keine Rolle spielt für den Job, Körpergrösse etc. . Wesentlich sollten eigentlich nur die Erfahrungen sein und die Ausbildung)

Auric Goldfinger hat gesagt…

wer nid eso druus chunnt, sollte nicht so grossmäulig über Nationalbank, Währungsstabilität und Volksvermögen herumtröten.

Den Durchblick haben ist im Fall nicht verboten!

fufi hat gesagt…

Naja, was mich betrifft hab ich bloss über das Voulchsvermögen mir so meine Gedanken gemacht!

Anonym hat gesagt…

Lieber Autor

Ecopop und MEI in die rassistische, kolonialistische oder sonst eine Ecke stellen ist einfach. Aber etwas gegen den jährlichen Zustrom von Personen in dieses kleine Land zu unternehmen, wäre etwas anderes. Leider scheinen Volksinitiativen mittlerweile das einzige Mittel zu sein, um den Politikern zu zeigen, wo unser Schuh drückt. Und wenn's sein muss, auch mit einer Durchsetzungsinitiative. Leider. Man wünschte sich auch anderes.

Beste Grüsse,
A. Tanner, ein Ecopop-Befürworter

an Urs P Gasches Sockenpuppe hat gesagt…

Die Schweiz wird ein Hort direktdemokratischen Totalitarismus, rationale Argumente spielen keine Rolle mehr.

@an Urs P Gasches Sockenpuppe hat gesagt hat gesagt…

Rationale Argumente = Argumente, auf die das störrische Schweizervolk noch nie gehört hat, seien sie von Napoleon, Metternich, Lenin oder Hitler vorgebracht worden oder jetzt von Barrosohollandemerkeljunckerschäuble.

fufi hat gesagt…

Sorry, A. Tanner

Ich hab da NICHTS in eine rassistische oder kolonialistische Ecke gestellt.
Ich hab bloss ausgedeutscht, was in der Initiative steht.
Also bitte: Nochmal ganz gut lesen ja!
Oder ist's schon too late dazu?

Und irgendwie habe ich hier nicht die Absicht gehabt, MEINE Lösung "gegen den jährlichen Zustrom von Personen in dieses kleine Land" - eines der reichsten weltweit, übrigens, siehe ganz ganz oben im Beitrag, aber eben hab ich bloss mal über die "Lösung" nachgedacht, wo andere mir zur Abstimmung vorgeschlagen haben!

Auric Goldfinger hat gesagt…

An den Nachdenker, Gutleser und Ausdeutscher:

1) Erschliesst es sich Ihrem Verstand, dass die Vermögenswerte eine Landes (=die Summe aller privaten Vermögen) nicht ganz genau das Gleiche ist, wie die Vermögenswerte einer Nationalbank (daher "Volksvermögen"), welche sie als Währungsreserven anlegt?

2) Wenn 1 % des "Volches" 60 % des Vemögens besitzt, können Sie mir dann auch sagen, welchen Anteil an den gesamten Steuereinnahmen natürlicher Personen die reichsten sagen wir 10'000 im Lande tragen?

3) In obiger Modellrechnung würde mich weiters interessieren, was passiert, wenn man die "ausländischen Milliardäre" nach Monte Carlo vergrault – zum Bsp. indem man die Möglichkeit der Pauschalbesteuerung abschafft; sprich: Ob dann am Ende mehr herausschaut für die vielen Steuerkässeli im Lande, oder eher weniger.

Danke, ich bin gespannt auf die Antworten.

fufi hat gesagt…

@Goldfinger

ad1: Wenn die Initianten mit "Volksvermögen" das "Staatsvermögen" meinen, dann sollen sie dich bittesärr DAS schreiben, wo sie MEINEN!
Aber s'ist mir schon klar, SO lässt sich mehr Angst schüren, weil als Argentinien damals den Staatsbankrott ausgerufen hat, ist nicht gleichzeitig das Volk bankrott gegengen. Besonders nicht einige ... !

ad2: Nein, kann ich nicht sagen. Aber das steht weder in der 1 noch der anderen Abstimmung zur Debatte.
Was ich aber sagen kann: Je höher das Einkommen desto kleiner die effektive Steuerbelastung.
Sag ich mal wer wo 60K verdient zahlt 5K Steuern. es bleiben 55K.
Ein Tschütteler Namens Alex Frei hat sich dagegen damals, als der Meister vom Bundesrat Maurer empfangen wurde lauthals bei diesem beschwert, dass ihm von seinem Lohn von 1'500K nach Steuern bloss noch 1'000K blieben zum Leben, pro Jahr.

ad3: Nach den bisherigen Erfahrungen von Kantonen, wo die Paschalität abgeschafft haben ist's immerhin so, dass die Steuereinnahmen nicht zurückgegangen sind. Und wie ich geschrieben habe: Wenn nur 10% NICHT wegziehen täten, dürfte das die Ausfälle der anderen mindestens kompensieren. Natürlich NICHT nach Gemeinde, Kanton und so.

Und namal ad 2 und 3: Wenn SIE Verlässliche Zahlen dazu haben: Bitte im Kommentarfeld reinschreiben. Danke

Auric Goldfinger hat gesagt…

1) Wieder falsch: Das Nationalbankvermögen gehört eben grad nicht dem Staat. Letzterer muss sich Geld bei der SNB leihen, wenn er welches braucht.
Darum musste die Regierung ja bei der SNB betteln gehen, als sie die UBS, CS etc. retten wollte, anno 2008. Die SNB hat dann all die angeblichen Schrottpapiere à 35 Mrd. Dollar der UBS abgekauft. Diese Papiere sind , wie Sie sich erinnern können, mittlerweile gewinnbringend (+5,3 Mrd) wieder verkauft worden oder die UBS hat sie zurückgekauft. Dies als Beispiel für die Tätigkeiten der SNB.

2) am Bsp. der direkten Bundessteuer lässt sich dies sehr gut illustrieren: Im Stichjahr 2009 bezahlten die "ärmsten" 1 Mio. Schweizer Steuerpflichtigen gar keine Steuern. Das einkommensschwächere Bevökerungsdrittel (29 %) bezahlten 0,4 % der Steuern. Dagegen kommen die obersten zwei Einkommensstufen (11,8% der zahlenden Pflichtigen), das heisst Leute die von 121'000 aufwärts verdienen, kommen für 72% des Ertrags der direkten Bundessteuer auf. Hinzu kommt die Progression auf kantonaler Ebene.

Zu 3) später. Man müsste vielleicht mal in Gemeinden nachfragen, die in letzter Zeit einen "reichen pauschalbesteuerten Ausländer" wegen Wegzugs verloren haben...

fufi hat gesagt…

@Goldfinger

ad 1: Wem gehört denn das Vermögen der SNB? Dir und Mir? Und falls ja: Weshalb muss ich diesen meinen Teil des Vermögens denn nicht versteuern? Und wem gehört mehr vom Vermögen? Dir oder mir? Und wenn ja weshalb?
Bitte besinne dich darauf, dass ich im Beitrag mich auf die (recht unkompliziert geschriebene) Initiative und deren populistische werbetechnische Umsetzung beschränkt habe.
So tiefgreifende währungspolitische Diskussionen, ok, weshalb nicht, aber hier gehts um Gut oder Böse, heisst: JA oder nein.

ad2: Wie gesagt, DARUM geht's in KEINER der Initiativen!
Aber von wegen der Steuerbelastung der natürlichen Personen, tja, da müssten dann doch auch noch die indirekten Steuern mit einbezogen werden. Die Tabaksteuer und die Hundesteuer, zum Beispiel.
Und nicht zu vergessen die Mineralöl- und vor ganz allemstens die Mehrwertsteuer. Weisch was I meine?

Und wie gesagt, und dies ad3:
Das ist eine BUNDESWEITE Abstimmung.
Dass es unter Gemeinden und/oder Kantonen Gewinner und Verlierer geben mag, ist nicht auszuschliessen.
Aber sind es nicht diejenigen, wo sich FÜR die Pauschalen einsetzen, wo gleichzeitig den "Steuerwettbewerb" zu Ihren Gunsten ausreizen?
De 5er UND s'Weggli?

fufi hat gesagt…

@Goldfinger ad3:Pauschale
Ein erstes Ergebnis habe ich dir in diesem Beitrag im Nachtrag eingestellt.
Und siehe da: Knapp die Hälfte der ex-Pauschalen leben und steuern immer noch hier! (soviel zu meiner Modellrechnung!)

Auric Goldfinger hat gesagt…

Ich habe gestern einen längeren Text zur Goldinitiative geschrieben und warum es sich dabei um einen vernünftigen Vorschlag handelt. Leider funktionierte etwas beim Abschicken nicht und der Text war plötzlich weg. Sehr schade, ich weiss nicht woran das lag. Nochmal mache ich das nicht.

Zu Ihrem Zeitungssusschnitt: Die Stadt Zürich taugt für diese Angelegenheit wenig als Vergleich, weil sie (und nur dies "beweist" der Artikel) für Reiche derart viele Vorteile bietet, dass diese ganz offensichtlich sogar bereit sind zu einer sehr viel höheren Steuerlast dort wohnen zu bleiben.

Man sollte bei so einer Erhebung auch nicht den Steuervogt fragen sondern einen Betroffenen!

Für eine ländliche, kleine, finanzschwache oder anderswie periphere oder benachteiligte Gemeinde aber sind die Spiesse da viel kürzer, wie wollte sie mit dem Angebot der Stadt Zürich mithalten? Das heisst, wenn eine Gemeinde, z.B. an landschaftlich attraktiver Lage einen, vielleicht zwei Pauschalbesteuerte hat, die durch ein Ja des Stimmvolks plötzlich sehr viel mehr Steuern zu bezahlen hätten sind die "Reichen", die ohnehin nicht dort arbeiten, ganz schnell wieder weg, und die Gemeinde kann schauen wo sie die willkommenen hunderttausenden pauschalen Franken hernimmt (die bisher ja jeweils den Freibadbetrieb, den Dorfplatzum- und den Spielplatzneubau ermöglichten...).

Das Geld fehlt und der reiche Ausländer über alle Berge (oder eben sogar in der Stadt Zürich!). Also muss die Gemeidne den Steuerfuss erhöhen, um Freibad, Spielplätze und die Sanerung des Gemeindehauses zu finanzieren. Das heisst, die Bürger müssen mehr bezahlen.

Das beweist: Wir alle tragen die Kosten und bezahlen künftig mehr, wenn wir die Pauschalbesteuerung abschaffen.

Man nähme so den schwächeren Gemeinden das Instrument aus den Händen, attraktive Steuerzahler anzulocken, wovon alle profitieren. Das ist ein Angriff auf den bewährten Föderalismus in der Schweiz und muss abgewehrt werden. Deshalb NEIN am 30. November!

fufi hat gesagt…

@Goldie

Hab erwartet, dass du den Artikel weil vom TA verreissen würdest!

Aber was du da propagierst ist der Kampf der Gemeidnen gegen Gemeinden und der Kantone gegen Kantone:

"Man nähme so den schwächeren Gemeinden das Instrument aus den Händen, attraktive Steuerzahler anzulocken, .... "

Und da frag ich mich denn doch, ob da wirklich vor allem die schwächeren Gemeinden profitieren.
Bäretswil, zum Beispiel, oder Safenwil. Oder etwa Gstaad?

Oder ob's nicht eher so ist, wie du selbst sagst:
"Die Stadt Zürich taugt für diese Angelegenheit wenig als Vergleich, weil sie (und nur dies "beweist" der Artikel) für Reiche derart viele Vorteile bietet, dass diese ganz offensichtlich sogar bereit sind zu einer sehr viel höheren Steuerlast dort wohnen zu bleiben."

Und wenn du die Initative als "Angriff auf den bewährten Föderalismus in der Schweiz", heisst: den Steuerwettbewerb verteidigen willst, nun ja, DANN frage ich mich wirklich, ob ich solidarisch sein solle mit der Familie Gygax, wo alle Vorteile bloss für sich selbst will!

fufi hat gesagt…

Und ja, irgendwie sagt das denn schon vieles, wenn nicht sogar alles:
"Man nähme so den schwächeren Gemeinden das Instrument aus den Händen, attraktive Steuerzahler anzulocken, ...."

Föderalistisch? Meinetwegen.
Solidarisch?

fufi hat gesagt…

Zum Volks-oder wessenauchimmer Vermögen

http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/geld/Das-sind-die-reichsten-Schweizer/story/20443285

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