Aber weiss ich denn, was ich glaube?
Tja, DA kann NichtNurMann sich das einfach machen, sehr,
sehr einfach!
Ich glaube an (Zutreffendes bitte ankreuzen,
Mehrfachnennungen sind möglich):
a – Die BIBEL
b – Dass es KEINEN GOTT gibt
c – Den MARKT
d – Die GERECHTIGKEIT
e – Den Marxismus-Leninismus
f – Die WIEDERGEBURT
g – EIN HÖHERES WESEN
h – EIGENE Glaubenssätze, wie etwa: "wqeutp2qurpetr1 245alk dqepkt 1$"
i – DAS und nur DAS was naturwissenschaftlich-mathematisch
bewiesen ist!
j – Ich bin Agnostiker
und glaube an grad gar nichts!
So, und jetzt mach’ auch ICH es mir (zuerst) einfach!
Und verzichte ganz auf einen Kommentar zu „c bis h“ und
widme mich zunächst nur denjenigen wo ein „i und/oder j“ angekreuzelt haben.
@ i:
Diejenigen wo glauben, sie würden wissen.
Also DIE machen es mir wirklich einfach, SEHR einfach, weil
DIE kann ich verweisen auf IHRESGLEICHEN,
zum Beispiel auf Sir Bertrand Russel:
bevor wir WISSEN, was wir GLAUBEN dürfen, sagt er!
oder, etwas neueren Datums, auf einen Herrn Martin Bojowald:
GLAUB-würdig soll sie sein, die mathematische
Naturwissenschaft, sagt er!
Alles klar?
@ j:
Diejenigen wo sich nicht entscheiden wollen.
Wobei, an’s 1te oder andere glauben die denn sehr wohl auch,
zum Beispiel an „d“ oder „g“, aber in der Frage ob „a“ oder „b“ wollen sie sich
denn halt um’s Verrecken (!?!) nicht festlegen. Ist ja aber irgendwie KEIN
theologisches oder religiöses Problem, sondern gehört recht eigentlich
psychiatrisch begutachtet: Weshalb will ich mich denn nicht entscheiden?
Fürchte ich die Konsequenzen meiner eigenen Entscheidung?
Habe ich Angst, DAS zu sein, wo ich wäre, wenn ich DAS wäre, was ich sein
möchte?
Vor ein paar Jahrhunderten hat sich übrigens ein gewisser
Blaise Pascal die Frage auch gestellt, nach „a“ oder „b“, und ist zum Schluss
gelangt, es sei wohl besser, an Gott zu glauben, weil wenn’s denn den wirklich
geben täte, würde das Ergebnis echt besser rauskommen, als wenn er NICHT an ihn
glauben würde.
BP gilt heute als einer der Begründer der Wahrscheinlichkeitsrechnung.
HACH, und jetzt wird’s schwierig!
Weil die Verfechter von „a“ und „b“ so ziemlich einfach
gestrickte Gemüter und deshalb argumentativ so ziemlich unerreichbar sind.
@ b:
Die wo WISSEN dass es keinen Gott gibt.
Nun denn, die möchte ich ganz einfach fragen, woher sie denn
dieses Wissen haben.
@ a:
Die wo WISSEN dass es einen Gott gibt und an die BIBEL „glauben“.
Nun denn, auch die möchte ich ganz einfach fragen, woher sie
denn dieses Wissen haben.
Und sind sie denn wirklich sicher, dass die Welt erst so ein
paar 1000 Jahre alt ist, und dass Moses damals das Meer geteilt hat, und dass
Hasen Wiederkäuer sind, und so.
Sind sie so sicher? Und weshalb?

Also ICH würde meinen, wenn sie jetzt sagen würden: „Weil
das in der Bibel steht“, dann wäre das ein ebensolcher Zirkelschluss als wie
wenn sie sagen täten: „Ich weiss, dass GOTT das so gesagt und in die Bibel
geschrieben hat.“
Ich weiss, dass ich NICHTS weiss
Hey, lüg mich nicht an, Sokrates, du antiker Sack!
Du weisst nämlich sehr wohl dass du VIEL, SEHR viel weisst
von dem wo in deinem (damaligen) Lebenskontext so als „Wissen“ gilt.
Sei doch einfach ehrlich, und DAS würde dich als Filosofen
nämlich ehren, und sag doch ganz einfach dass du von ALLEM was du weisst, bloss
GLAUBST, dass du es WEISST!
Es ist absolut unmöglich, die Existenz von sowas wie "GOTT" zu beweisen.
Und es ist absolut unmöglich, die NICHT-Existenz von sowas wie "GOTT" zu beweisen.
DAS hat ein gewisser Herr Gödel bewiesen!
Und zum Schluss noch DIES
Und es ist absolut unmöglich, die NICHT-Existenz von sowas wie "GOTT" zu beweisen.
DAS hat ein gewisser Herr Gödel bewiesen!



16 Kommentare:
Ich danke Peter Schneider, bzw. einem anfragenden Leseer für den Input zu dem.
Ihr findet das im TA vom 21.10. auf Papier. Online hab ich's nicht gefunden.
Und dann gibt's da noch die 2 Arten vom "Glauben":
1) Ich glaube an den Markt/an Gott
im Sinne von: Der Markt/Gott wird's denn schon richten.
2) Ich glaube an die Gerechtigkeit
im Sinne von: und deshalb setze ich mich ein für Gerechtigkeit
(Anm. fufi: Selbstverständlich für Gerechtigkeit wie ICH Sie meine!)
Und mit so Agnostikern und NICHT-Religiösen hab ich heuer so ein ganz komisches Erlebnis gehabt, und das ging so:
Ich hab' so ne Einladung geschrieben, und mich dabei auf's FSM (Fliegendes Spaghettimonster) bezogen.
https://de.wikipedia.org/wiki/Fliegendes_Spaghettimonster
Worauf das strikt Agnostische geschrieben hat: "Ich binn denn imm Phall AUCH religiös", und das NICHT-religiöse hat gedroht: "Also wenn du was blasphemisches (SIC!) machst, komm' ich nicht!"
Ach du heiliges rosarotes Einhorn!
https://de.wikipedia.org/wiki/Unsichtbares_rosafarbenes_Einhorn
„Ausser dem Substrat kein Unterschied“. Für mich liegt exakt hierin der Unterschied. Ich möchte dies aus einer geisteswissenschaftlich begründeten (Laien-)Sicht darlegen.
Das menschliche Bewusstsein entsteht auf einem biologischen (neurologischen) Substrat. Es folgt damit - notwendig - anderen Gesetzmässigkeiten als ein künstlich geschaffenes. Plakativ gesagt: das Bewusstsein ‚aus der Dose’, oder der Geist ‚aus der Maschine‘, ist deshalb - bei aller zu erreichenden Kapazität - dem Geist aus einem Körper nicht gleichzusetzen (die Seelenproblematik lasse ich an dieser Stelle zunächst aussen vor). Einen Menschen muss man nicht zu einem Individuum machen, er ist es allein schon aufgrund deswegen, weil sich in einem menschlichen Körper Myriaden von Selektionsprozessen abspielen, wenn (respektive) bevor ein Gedanke ins Bewusstsein tritt. Diese Selektionsprozesse sind individuell, und bei keinem Menschen je deckungsgleich oder berechenbar. Zum einen filtern die Zellen wahrgenommene Reize, zum anderen treffen diese Reize auf ein bestehendes Bewusstsein, dass sich aufgrund von Herkunft, Erziehung, Geschlecht, Bildung, Kultur (um nur die groben Rahmenfaktoren zu nennen) als Wahrnehmungshorizont gebildet hat. Niemand kann genau voraussagen - auch keine Maschine der Welt -, welcher Reiz (gesendete Botschaft) zu welchem Gedanken (empfangene Botschaft) führen wird. Und in weiterer Konsequenz, zu welchem Handeln. Es gibt schlicht keinen Determinismus (obschon es einzelne wissenschaftliche Strömungen gibt, die uns genau das weismachen wollen).
Ein künstliches Substrat muss, um ein Bewusstsein erzeugen, zunächst mit statistischen Daten und Algorithmen gefüttert werden. Natürlich könnte man jede Maschine individuell füttern, nur widerspricht das erklärtermassen dem Grundziel der Berechenbarkeit, respektive Zuverlässigkeit. Ein so ‚bestücktes‘ System mag irgendwann sogar in der Lage sein, sich auf Basis von ‚deep learning‘ autopoeitisch weiterzuentwickeln. Aber Individualität, im oben verstandenen Sinne, wird aus einer systematischen (oder systematischen) Operationalisierung heraus nicht entstehen. Wir - die (Erst-)Erzeuger - würden uns darauf einigen müssen, einem solchen Bewusstsein den Status eines Individuums zu verleihen. Es wird nicht von sich aus, per se, ein Individuum sein.
- 2 -
Daraus folgt in meinen Augen, dass eine Maschine nie dem entsprechen wird, was Ljudmila Ulitzkaja in ‚Die Kehrseite des Himmels‘ als die Essenz der conditio humana beziffert hat: „"Aus dem ungeschriebenen Gesetz der Verflechtung von allem mit allem folgt auch dies: Der Reichtum eines einzelnen Menschenlebens hängt davon ab, wie viele Fäden dieser Mensch festhalten kann. Die gesamte menschliche Kultur ist nichts anderes als ein gigantisches Geflecht aus Myriaden von Fäden, in dem genau so viele bewahrt werden, wie du selbst festhalten kannst." Eine Maschine wird vielleicht alles beliebige - programmierte wie selbstentwickelte - speichern können. Vielleicht wird sie sogar eines Tages damit verbundene Empfindungen simulieren können. Aber es wird immer bei einer Simulation bleiben (dazu folgt noch eine Ergänzung weiter unten). Und weswegen sollten wir etwas schaffen wollen, dass das Beste des, respektive: am, Menschen - seine Fähigkeit zur Empfindung - simulieren, aber nicht generieren kann? Falls wir das denn überhaupt werden wollen, denn wie oben angemerkt, sehen die Fortschrittspropheten des Maschinenzeitalters den Vorteil der künstlich geschaffenen Intelligenz darin, dass sie unbestechlich und in diesem Sinne gefühlsunbeirrt ist - selbst bei einer ‚ethischen‘ Entscheidung. Dies ist der ‚menschliche Makel‘, dessen ‚Risiko‘ es zu minimieren und weitestmöglich auszuschalten gilt. Dies ist das erklärte Ziel. Auf Seite des menschlichen Substrats gilt die Bestrebung wiederum der weitestmöglichen Abschaffung des körperlichen ‚Risikopotentials‘. Das Altern und Sterben soll - wenn nicht gleich ganz verunmöglicht - so dann doch zumindest solange wie möglich hinausgezögert werden. Ungeachtet dessen, dass Altern wie Sterben den haltenden Rahmen der genuin menschlichen Erfahrung bilden, im Sinne von Eck-Punkten. Und ich kann mir vorstellen, dass so mancher sogar, gut und gerne, mit der Vorstellung liebäugeln würde, Bewusstseinsunsterblichkeit auf einem nicht abschaltbaren Server zu erlangen, sofern die Technik dies eines Tages erlaubt.
Meine Befürchtung ist, dass wir mit dem potentiellen ‚Fluch‘ dieser Technologie(n) nicht werden umgehen können. Aufgrund der alt(bekannt)en Hybris, mit der wir uns seit Menschengedenken selbst das Bein stellen, wobei die Frage nicht zuletzt auch die ist, ob wir uns diesmal allenfalls auch das Genick brechen könnten - aber eigentlich will ich gar nicht in dystopische Hysterien verfallen. Mag man sich auch eines Tages darauf einigen, einer Maschine den Status eines Individuums zu verleihen, wird mich das insofern nicht berühren, als ich in diesem künstlich erzeugten Bewusstsein nie eine Art- oder Geistesverwandtschaft erkennen werde. Somit auch keinen Bruder, keine Mutter, kein Kind. Was ich gegebenenfalls erkennen (und anerkennen) könnte, wäre die darin steckende, meine eigene (bei weitem) überragende Intelligenz. Aber darin wird keine ethische Überlegenheit gründen, denn der Sitz unseres Gerechtigkeitsempfindens - das Gewissen - liegt meiner Überzeugung nach nicht im Kopf, sondern in der Seele (auch wenn sie uns in den letzten zwei, drei Jahrhunderten mit dem Materialismus den Glauben an deren Existenz mehr oder weniger gründlich ausgetrieben haben). Und nein: ich denke nicht, dass es je eine Seele aus der Konsole geben wird. In unserer Ganzheitlichkeit an körperlicher, geistiger und seelischer Substanz und Erfahrung wird uns eine Maschine niemals gleichkommen. Entsprechend wird sie auch nie die Poetik generieren können, die Ljudmila Ulitzkajas Worten innewohnt. Respektive: man zeige mir dereinst die Maschine, die in der Lage ist, echte, tiefe, wahre Kunst zu schaffen (wir sagen auch nicht umsonst: zu ‚gebären‘). Einen Roman wie - um ein aktuelles Beispiel zu nennen - ‚So fängt das Schlimme an‘ von Javier Marías. Dann werde ich vielleicht meine Worte überdenken, vorher nicht.
Sorry, dies geht off-topic an Kat, bezugnehmend auf einen Kommentar im MB. Man sehe mir auch die Vertipper nach, angesichts der frühen Morgenstunde. Im ersten Teil sollte es zum Beispiel "(oder systemischen)" heissen.
Und noch ein letztes: ist es nicht eigentlich ironisch, dass sie - nachdem sie Gott mehr oder weniger erfolgreich aus der Welt geschafft haben, uns neue Götter - die buchstäblichen dei 'ex machina' - heilsversprechen?
mila mila....als erstes: AI, bzw. in gegenwärtiger Technologie Deep Learning und was damit heutzutage als artificial specialized intelligence machbar ist und existiert, sind keine Von Neumann Maschinen, also nicht algorithmisch-iterativ, wie ein konventioneller Computer, der in der Tat einfach programmierte schritt für schritt Instruktionen an einer eingefütterten, sehr strukturierten Datenmenge abarbeitet, bis das signal end-of-dataset erfolgt. das ist DER wesentliche Punkt, den alle in der (massen-) medien diskussion zum thema komplett missverstehen.
Ich habe gesagt: WENN, oder FALLS, die drei Grundgesetze der Robotik auf deep learning abbildbar WAEREN.
deep learning benutzt stochastische verfahren. das bedeutet: es ist eben NICHT deterministisch. im Gegensatz zu jedem Code, der für eine von neumann maschine, also jeder laptop, handy, server, browser, die alle ein gefüttertes dataset anhand der nomenklatur des datasets, e.g. hier auf fufis lounge etwas html und javascript, iterativ-algorithmisch abarbeiten, geschrieben wurde. hier etwa was der browser daraus auf deinem gerät rendered bzw darstellt.
deep learning und support vector maschinen - dabei ist maschine im sinne der systemtheorie benutzt, nicht im sinne auf welchem substrat diese implementiert ist. der menschliche organismus ist in dieser sichtweise auch eine deep learning machine und sozial-kultureller kontext eine support vector machine - sind nicht programmiert, deterministisch. Im Wesentlichen ordnen sie Muster einer Taxonomie zu. Die Taxonomie wird von aussen vorgeschlagen, also im AI Kontext: hier sind bilder von autos. Dies ist ein auto (beispielfoto). Dann antwortet die ai mit zuordnungen von bildern zu auto (der tutor markiert, auto – kein auto je nach vorschlag) usw. dies wird erfolgreich auf proteine angewendet, die in der medizin so wichtig sind. ein kleinkind mit seinem bootstrap an kognitiven genetisch übertragenen basismustern verhält sich genau gleich. Die eltern sind tutoren und natürlich alles wesentlich komplexer als hier gesagt und was mit ai heute so gemacht wird – oder gespielt, wenn wir die hype subtrahieren…. mMn sind ethische Konzepte, wie sie die drei grundgesetze der robotik als hypothetisches ethisches regelwerk postulieren, nicht abbildbar. Das scheitert schon an fragen zu semantik (google translate soll als beispiel dieses ungelösten problems stehen). Aber: die zehn gebote als ethisches regelwerk für menschen, rational gesehen eigentlich als grundgesetze solide, verstehen wir fleshlinge ja schon, aber handeln wir danach? Sind diese sicherheitschecks, die wir rational ja alle verstehen, uns daran hindernd, dagegen zu verstossen? – Nein. Ist das nun freier wille?
2: „Ein künstliches Substrat muss, um ein Bewusstsein zu erzeugen, zunächst mit statistischen Daten und Algorithmen gefüttert werden. Natürlich könnte man jede Maschine individuell füttern, nur widerspricht das erklärtermassen dem Grundziel der Berechenbarkeit, respektive Zuverlässigkeit. * Ist falsch, weil: sowohl die uns bekannten biologischen substrate als auch die bekannten künstlichen substrate sind nicht deterministisch programmiert (ausser etwa bei einem neugeborenen simple verhaltensmuster, die das entdecken und korrelieren erst ermöglichen, etwa reaktionen auf geräusche und visuelle stimuli, die die motorik stimulieren, zwecks entdecken. Das entdecken selber ist dann ein beispiel eines stochastischen mustererkennens und bewertens, vereinfacht gesagt. Bewusstsein, Intelligenz, Empathie dabei nebenbei implizit unabhängig vom substrat bestehend. Dies ist etwas spekulativ, ich weiss, aber quantenphysik unterstützt solche Hypothesen. Ein anderes Substrat für intelligenz und empathie sind einige species von Meeressäugetieren und erstaunlicherweise Krähen. Dies nur zu substrat und sich davor hüten, das eine substrat von einem anderen auszusondern.
zwar sagts du richtig, dass statistische daten teil des kognitiven lernens sind, aber du unterlässt, zu erwähnen, dass unser eigenes kognitives verarbeiten stochastischer natur ist. Ohne der stochastik, oder einem relevanzfilter, wären wir alle psychotisch. Und ich weiss, wie es ist, denn der relevanzfilter einen bug hat, sozusagen.
Wir alle denken zu sehr in anthropozentrischen kategorien. Einerseits die ganze angst um ai, die verbreitet wird (schwarzenegger als ikone…. Vielleicht nicht, denn als gouverneur war er grottenschlecht…). Andererseits missverstehen die meisten was AI ist und tut. Das missverstehen bezieht sich auch auf kurzweil kurzschluss und co, technikverliebte, die am liebsten eine cortane gekoppelt mit oculus rift und teledildonik als ihr paradis wünschen, sine mortem sacrodicti zoltan istvani pompuous pope…
wir reden aneinander vorbei, mila, du, weil dir das technische verständnis abgeht und du anscheinend nie mitgekriegt hast, dass ich vor einigen entwicklungen warne, sie aber nicht in toto ablehne. Ich, weil ich philosophie als untaugliches instrument sehe, mit solchen fragen umzugehen. Auf hybris und ‚sie nahmen uns unseren gott und nun verspechen sie uns neue götter gehe ich nicht ein, nur ML schwafelte was von sich selber einen gott basteln, und er verstand auch nicht, dass ein Roboter als US Präsident satire ist.
also ich denke wir diskutieren hier weiter, nicht mb.
Gerne weiter reden, zu Wochenbeginn. Mein Wochenende ist erst mal mit 'prallem' Alltag gefüllt: Krankenhausbesichtigungs- und sonstigen Besuchsterminen, sowie Einkaufs- und Haushaltsarbeiten... Just your everyday normalcy.
Nur kurz vorweg: Wenn Du meine Folgekommentare im MB noch gelesen hast, siehst Du, dass auch ich meinerseits nicht jeder AI Entwicklung skeptisch gegenüber stehe - ich sehe darin durchaus auch genuine Chancen (das wäre die potentielle 'Segens-'Seite). Und ich denke im Übrigen auch nicht, dass die 'Spezies' Mensch einer anderen 'Spezies' keine (eigene) Würde zugestehen sollte - im Gegenteil. Aber Anthropozentrismus - verstanden im basalsten Sinn, dass wir nun mal durch Menschenaugen auf die Welt blicken und diese in Menschenbegriffen fassen - wird für mich gerade da gefährlich (beziehungsweise, missbräuchlich), wo wir Menschenbegriffe umstandslos auf andere 'Entitäten' übertragen. Respektive, er wächst sich dann zu Anthropomorphismus aus. Und damit wird man weder dem Menschen, noch dem jeweils anderen Wesen gerecht - unabhängig davon, ob es sich dabei um ein Gottwesen, ein Tier oder einen Roboter handelt.
Die Diskussion um AI ist letztlich eine Reflexion über Wer bin ich.
https://www.youtube.com/watch?v=lbLI9aX5eVg
Zunächst in Kürze: Die Frage, 'wer ich bin' beziehungsweise 'wer wir sind' wird in meinen Augen nicht im Rahmen dieser Diskussion beantwortet werden. Dafür muss man sich vielmehr ins Zentrum des inneren Seins 'werfen' lassen (ein Satz, der mir seit einem kürzlichen Gespräch mit einem Zen Mönch nachhängt) - zumindest in meiner Auffassung. Alles andere ist zwar eine spannende und in vielerlei herausfordernde und aufschlussreiche Kopfspielerei, wird aber zu keiner Antwort hinsichtlich der 'conditio humana' führen.
Ich bin zur Zeit etwas 'sleep deprived' und daher geistig nicht voll 'zurechnungsfähig'. Aber das ist absolut ok. Ich mache gerade andere Erfahrung durch, im Entwicklungszug des neuen Lebens, das in meinem Körper heranwächst. Und als ich heute morgen um fünf Uhr (fast schon ironischerweise) 'Sleeping at Last' gehört habe, hat sich mir der Sinn eines Lieds, das schon vor gut zwei Jahren wichtig für mich war, auf seelischer Ebene neu erschlossen - es war, glaube ich, das erste Mal, dass ich in meinem Leben tatsächlich vor Freude geweint habe. Auch wenn diese Freude noch von Schmerz, oder eher noch: dessen umfassendem - im Sinne von geteiltem menschlichen - Verständnis durchzogen war. It is now that I can truly, whole-hartedly say: we were indeed made in the image of the figure eight.
Sleeping At Last - Sun
https://www.youtube.com/watch?v=lOQrfLFDUKY
Liebe mila,
da wünsch ich euch allen doch zunaächst mal einfach 5% von allem:
Das ALLER-BESTE nämlich!
Und was das "im Sein" betrifft:
Wir können uns analysieren, und uns aufgrund unserer Analyse verhalten,
wir können uns auch analysieren lassen, und uns gemäss der FREMD-Einschätzung verhalten.
Aber SEIN - DAS können wir nur selbst!
Was immer das denn heissen mag .............................
dann empfehle ich dir den link oben mal anzuschauen. Edward Frenkel dekonstruiert so einiges. Das Unvollständigkeitstheorem (Gödel) wurde hier ja von fufi falsch dargestellt.
auf deinem jetzigen trip ist eine auseinandersetzung aber in der tat nicht opportun. das allerletzte was wir in der Diskussion brauchen sind christliche transhumanisten ... das gibt es sogar.... und weitere born agains. Das war eigentlich schon mit dem Wort Hybris klar. Mich befremdet dann, wie du gewisse Wörter in ‚Apostrophen‘ setztest, eine Art Mockery, hinter der dein Unwissen und wohl etwas Arroganz sich maskiert.
Ich habe mich in meinem Nachdenkensprozess immer weiter von solchen spirituellen Hülsen (‚inneres Sein‘) entfernt.
Frenkel redet dann später von seinem eigenen 8-fluss Moment und dekonstruiert damit seine anfänglich gute logische Beweiskette mit Dingen wie 'your true self' und stuss wie left brain, right brain. er fällt in den gleichen Wahrnehmungsfehlschluss, den er zu widerlegen versucht. der Fehlschluss, den auch du ständig machst: es darf nicht sein also ist es nicht (betreffend AI). Ich habe nirgends von conditio humana geredet. ich sage immer, ohne kritische Hinterfragung unserer anthropozentrischen Sicht (notgedrungen, da wir schlussendlich als homo sapiens ein spezifisches kognitives Instrumentarium besitzen, das zwar erstaunliche Plastizität hat, aber bei Quantenmechanik eindeutig an seine Grenzen gekommen ist) kommen wir nicht weiter. Philosophie, so meine Meinung, wird keine neuen Erkenntnisse bringen, zumal Philosophie der Entwicklung hinterherhinkt, odernur darauf reagiert, so etwa, was Intelligenz an und für sich ist.
Interessant ist ja, dass schon jetzt klar ist, dass die entwicklung anthropomorpher ai psychosoziale probleme hervorrufen wird (mit völlig irrationalen gewaltausbrüchen). Macht es also Sinn, eine anthropomorphe maschine zu bauen? Oder macht es sinn, sich von der einen simulation (also unsere ‚Realität‘) In eine andere Upzuloaden? Vielleicht für Game Süchtige.
Die ganze Szene der Transhumanismus Fan boys dreht sich ja um sie selber. Diejenigen die wirklich an diesen technologien arbeiten,halten sich aus der szene raus.
Uebrigens: der Tesla S ist nun seit einem software upgrade ein selbstlernendes autonomes auto – in the wild – und unbemerktvon allen. Ha!
Ich möchte an dieser Stelle eigentlich nur noch einige Missverständnisse klar stellen.
Apostrophen setze ich nicht in 'mockery', wie Du es wahrnimmst. Ich verwende sie für Begriffe, die in ihrer Viel- oder Mehrdeutigkeit für mich unscharf besetzt sind. Wie schnell man aneinander vorbei redet, wenn man meint, man würde dasselbe meinen, wurde mir erst wieder neulich klar, als der Zen Mönch und ich uns unter anderem darüber unterhalten haben, weswegen der Zen ein Glaube, aber keine Religion ist. Define 'Glauben' und 'Religion'. Obwohl ich die Lektion, dass die 'grossen' Begriffe letztlich mehr verschleiern, als sie enthüllen, eigentlich schon früh gelernt habe - im Rahmen meiner Foucault-Lektüre. Aber man lernt eben nie aus.
Der Begriff der Hybris entstammt dem griechischen Denken und ist dort als Konzept stark verwurzelt, respektive durchzieht die gesamte Mythologie. Man könnte sogar entgegen Deiner Darstellung argumentieren, dass der Gedanke der (ungemässigten) Selbstermächtigung umgekehrt in der Bibel angelegt ist, in der Aufforderung 'Macht Euch die Erde untertan'. Aber auch das wäre zu einfach gedacht.
Von trans- oder posthumanistischen Träumen bin ich nicht befallen, im Gegenteil: mir genügt vollkommen, was ich in mir trage. Ich halte das 'mar adentro' für noch lange nicht hinlänglich erforscht, und richte entsprechend mein Acht- und Aufmerksamkeit darauf. Aber um es zu befahren, brauche ich kein 'enhancement'.
Dir wünsche ich eine gute Reise, wo immer Dich Dein Weg jetzt gerade hinführt. Jeder Weg, der begangen wird, führt zu einem Ziel - und viele Wege führen nach Rom (nein, das ist kein christlicher Kommentar, sondern eine blosse Redewendung). Ich für meinen Teil habe keine Mühe, das zu akzeptieren - ich wüsste auch nicht wieso. Jeder Weg ist individuell in dem Sinne, dass er dem Individuum entspricht, das ihn auf sich nimmt. Aber ich habe Mühe damit, wenn man meine Worte im Schnellschussverfahren, aus welchen Gründen auch immer, gegen mich (insbesondere auch als Person) verwendet. Zumal ich darin keine sinnvolle Verständigungs- oder Austauschbasis erkennen kann.
Doch noch ein PS:
Die 'conditio humana' ist, da gebe ich Dir übrigens recht, eine Beschränkung. Insofern sie innerhalb der Grenzen dieser 'menschlichen' Welt angelegt ist. Aber wir als 'Spezies' haben es noch nicht einmal geschafft, diese Grunderfahrung halbwegs anständig zu meistern. Nun im posthumanistischen 'enhancement' eine Lösung für dieses Dilemma zu suchen, u.a. indem wir 'ethische' Entscheide 'unbeirrbaren' Maschinen überlassen (oder selbst zu Teil-Maschinen werden), halte ich für eine Illusion. Eine der uralten Sorte, auch wenn sie uns heute im zeitgemässen Mantel des 'bigger, better, faster, more' unterkommt.
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