Sonntag, 18. September 2016

Bis ins siebte Geschlecht ....

Da hat scheints der Ständerat so ein Wiedergutmachungsgesetz gutgeheissen,
wegen dem Unrecht und so von wegen den Verdingkindern. Oder so.
Jedenfalls hat der TA dazu geschrieben:


«Jetzt können wir das Elend begraben»


Aber können wir es denn wirklich, fragt fufi?
Dieses Elend und Unrecht einfach so per Gesetz
und ein paar Batzen aus der Welt schaffen?

Weil, seht ihr: mein Urgrossvater wurde als Verdingkind verkauft, so um 1870,
von Schmidrüti nach dort wo ich heute lebe.

Aber irgendwie hat der es ja noch irgendwie gut gehabt,
denn immerhin schaffte er es dann noch,
in Zürich eine ehrenwerte Anstellung als Barrierenwärter zu kriegen.
Und eine Familie zu gründen und 12 Kinder zu zeugen,
von denen deren Neune überlebt haben.
Bevor er, mein Urgrossvater, kurz nach der Geburt des Jüngsten
am Suff verreckt ist.
Nun denn:
Eines der neun Überlebenden war mein Grossvater.
Der Sohn eines Verdingkindes.
Und mein Vater war der Sohn vom Sohn eines Verdingkindes.
Ich denke ihr versteht was ich meine:
Das Elend wurde damals eben gerade NICHT begraben,
zusammen mit meinem Urgrossvater.
Es wurde sozusagen weitergegeben, von Generation zu Generation.
Bis ins siebte Geschlecht?

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