Donnerstag, 29. Dezember 2011

As years go by ...

Und wieder mal:
Kriege, Katastrophen, Hunger, Folter, Mord, Totschlag.

Aber Pippa schwenkt trotzdem ihren hübschen Hintern!


OMG - Was für eine Nase!





















Der eine FCB wird Schweizer Tschütteli-Meischter,
der andere FCB wird Tschütteli-Verein des Jahres,
und die Zürcher Soziokulturellen hängen sich an einem Hafenkran auf.

Wie gehabt, also: The same procedure as every year?



















Was bleibt denn Gutes, vom Jahr das war?

Nun, ICH meine, da ist zuallererst fufines Liebe.

Das Zusammenleben mit Ihr und unseren Viechern (1Hund, 2 Katzen).
Was häufig genug nicht wirklich harmonisch/einfach war, und das hat im Fall wenig bis nichts mit den Viechern zu tun!

Aber wir werden alle gemeinsam ins neue Jahr rüberschlafen!

Und dann gibt’s da noch was ganz Handfestes, sozusagen,
und da wird's mir warm nicht nur um's Herz:

Und das ganz Schöne dabei ist:
Der Hafner, der uns diesen wunderbaren Ofen in die Stube gebaut hat, ist unser Freund geworden!

Ich wünsche Euch Allen viele gute Erinnerungen an 2011!

Und herzlichstens alles Gute, und so,
für's 2012!


Silvestergrüssend verbleibt fufi mit:
http://www.youtube.com/watch?v=_wMrsbzox8U

237 Kommentare:

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fufi hat gesagt…

Und so will ich denn das Jahr abschliessen mit einem Spruch des koreanischen Weisen "Unser ewig geliebter Vordenker" Kim Kong:

Hundi gut - alles gut!

Orlando hat gesagt…

Hiesse ich Pippa, würde ich meinen Arsch drauf wetten, dass 2011 ein ziemlich knackiges Jahr war - so unterm Strich, oder der Gürtellinie, oder so.

Ein paar tote Terroristen und Tyrannen, eine lästige Wirtschaftslage (die den Leuten den Kopf fast noch mehr verdreht, als Pippas Hintern) und eine politische Schweiz, die statt knackiger Füdlibürger(lichen) ein vertrocknetes Stück Bündnerfleisch in Amt und Würden installieren, das zwar keine Legitimität besitzt, dafür aber können alle jetzt ganz doll lieb und nett zueinander sein. Die Schweizer Füdliregierung hat gruusige Bibeli und verdient eine Tracht Prügel, wenn man mich fragt. Vier Jahre lang!

Im Übrigen stinkt auch Pippas royaler Furz ganz einfach nach Furz. So wie auch Aline Buchschacher frühmorgens vermutlich Mundgeruch hat. Mundgeruch ist menschlich. Dies war jetzt nicht unbedingt ein Kommentar zu deinem Blog, Fufi...

Lasst euch einfach nicht verarschen, Leute!

Knackärsche hin oder her - ich wünsche allen anwesenden Arschgesichtern einen guten Rutsch. Und dies kommt vom knackigsten Arschgesicht von allen, eurem

Orlando (Apfel, definitiv)

Zoé hat gesagt…

Pippas Rückenansicht geht mir ja irgendwie am Arsch vorbei, aber ich bin bekanntlich auch eine Frau... Über Ihre Gewaltphantasien sollten wir uns bei Gelegenheit jedoch dringend(st) unterhalten, Orlando.

Meine Silvestergrüsse sind etwas anderer Art, ich denke aber, man wird die Stossrichtung erkennen:

http://www.youtube.com/watch?v=0FRPg9DS-oA

Alles Gute allen, Zoé

Tiger hat gesagt…

Fufi: lesen und nochmals lesen. Das macht auch ganz warm ums Herz:

http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/buergerliche-werte-ich-beginne-zu-glauben-dass-die-linke-recht-hat-11106162.html

Tiger hat gesagt…

Ok, Leute, da Lina einen für einfache Geister wie mich nur scheinbar verständlichen Link auf ein Video gepostet hat, tu ich hier mal das gleiche mit einem IT-Link:

https://www.youtube.com/user/28c3#p/u/22/R2Cq3CLI6H8

Und pfannenfertig aufbereitet ohne Techgeschwurbel:

http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,806173,00.html

Der Film ist rund zwei Tage alt und beschreibt wie eine kleine Gruppe von deutschen Forschern ein RIESENLOCH im heutigen Internet gefunden hat. Wer will, kann mit dieser Methode eine praktisch beliebige Website lahm legen. Dass es noch nicht geschehen ist, ist mir schon etwas ein Rätsel. Es ist nämlich nicht einmal besonders schwer, ein bisschen mit der richtigen Hashfunktion herumspielen (die Dinger sind Standard und die meisten Realisierungen in den Systemen sind im Detail bekannt), sog. Kollisionen finden und die dann ausnützen, das reicht schon. Es braucht nur einen kleinen Bruchteil einer heutigen Internetleitung, um einen hochmodernen PC (und ja, da sind alle Systeme betroffen, auch Mac und Linux, das Loch ist sozusagen betriebssystemunabhängig) in die Knie zu zwingen. Er rappelt sich, je nach Konfiguration, zwar nach einer Minute auf, aber dann schickt man ihm einfach noch eine Bombe.

Und es geht nicht einmal um Cracken oder ähnlich. Man schickt einem Webcomputer einfach eine ganz normale Anfrage, einfach eine, die mit einigen seltsamen Daten gespickt ist. Der Server ignoriert diese Daten nicht einfach, er versucht sie, den Programmen, die laufen, zu servieren, und an dieser Aufgabe hat er richtig zu beissen.

Die Forscher haben die Sache vor zwei Wochen entdeckt und die diversen Verantwortlichen informiert... und zu hören bekommen: Jaja, wir arbeiten dran.

Sooo, wollen wir hoffen, dass die Informatikgemeinschaft diese Probleme (es sind ja mehrere, da diverse gängige Websprachen betroffen sind) schnell lösen kann. Dass die Probleme gelöst werden müssen, ist klar.

Hier seht Ihr, an wie wenig das Funktionieren der weltweiten Infrastruktur hängt.

Tiger hat gesagt…

Und vielleicht kommt Ihr auf die Idee, dass ein Server ja geschützt sei, wenn er auf diese seltsamen Daten einfach nicht zugreift.

Nee du. Ob ein Programm die Daten will oder nicht, ist dem Serverprogramm egal. Es versucht die Daten einzusortieren, wobei es scheitert.

Anna2 hat gesagt…

Danke für den Link, mila, äh, Zoé!

Den allseitigen Neujahrswünschen schliesse ich mich gerne an. Frage an alle: Haben Sie schon gute Vorsätze? Pflegen Sie überhaupt welche zu fassen? Ich schon, aber für 2012 muss mir noch was einfallen.

Gute Nacht.

Tiger hat gesagt…

Ja, ich auch wünsche Euch es guets Neus. Es ganz es guets neus.

Orlando hat gesagt…

@Zoé: Ist Fuditätsch eine Gewaltfantasie?
Sie, ich hatte Frauen, die da voll drauf abfuhren. Nun gut, es war eine. Aber total gesund im Kopf. Im Grunde wohnt fast allem, was irgendwie mit den Gesässbacken zu tun hat, eine sozusagen primordial-primatenhafte, primitive, potenziell prickelnde Lusthaftigkeit inne.

War nicht Hans W. Kopp, den die schwulen Linken publizistisch ermordet haben, mal in eine "Fuditätsch-Affaire" verwickelt?

Es ist Kulturgut.

p.s.: wenn man schon perfekt ist, oder das Gegenteil davon, wird man gerne einfallslos.

Tiger hat gesagt…

Fuditätsch ist Kulturgut! Impressionante. Wenn der Vater dem Sohne, der Lehrer in den 50ern dem Kind oder der O seiner Devoten den Hintern versohlt, dann ist das Kultur.

Man lernt nie aus.

fufifurioso hat gesagt…

Weisst du, Tiger

Wenn's denn bloss um irgendwelche bescheuerten Erziehungsmethoden und/oder erotische Spielchen geht, lasse ich "Fuditätsch" nur allzu gerne als Kulturgut gelten.

Wenn dafür
- Ehrenmorde
- Klitorisbeschneidungen
- Zwangsheiraten
- selektive Mädchen-Abtreibungen

und so aus der Liste der globalen "Kulturgüter" gestrichen werden!

Darfst ja gerne mal meinen Arsch tätscheln ....

fufi hat gesagt…

Ach ja, und von wegen den Klapsen auf irgendwelche Rückseiten:

Mit Pippa hatte ich die Ehre noch nicht.

Aber mit Pischa.
Was eine Kuh war, die so ganz in ihre Gedanken versunken nicht geschnallt hatte, dass die Melkzeit gekommen war.
Hab ihr also - eben! - und danach ist sie "bei Fuss" und schmusenderweise mit mir in den Stall getrottet.
Und ich würde DIESES Erlebnis nicht für 10'000 Pippa-Tätscheleien verkaufen!

Verweise gerne darauf:
http://www.tagesanzeiger.ch/kultur/buecher/Die-Entdeckung-der-Kuh/story/17841336

Tiger hat gesagt…

Ich schlage gar niemanden nie. Meine Kinder mussten nie und müssen nie einen Schlag oder Klaps befürchten...

Tiger hat gesagt…

So, für Euch, mein Lieblingslied von Lucio Dalla. Es geht ums neue Jahr. Ich habe es für Euch übersetzt, alle Uebersetzungen im Netz fand ich schlecht, unpoetisch, unbalanciert irgendwie.

Das hier ist eine Liveversion des Songs:
https://www.youtube.com/watch?v=yINxWynhArk&feature=related

Und das ist die Originalaufnahme: https://www.youtube.com/watch?v=rr7rwYA8WBI&feature=related


Das Jahr, das kommt

Lucio Dalla


Lieber Freund, ich schreibe Dir,
so hab ich etwas Unterhaltung.
Und weil Du so weit weg bist, schreibe ich umso fester.
Seitdem Du weg bist, gibt es eine grosse Neuigkeit.

Das alte Jahr ist zu Ende.
Aber irgendwas funktioniert noch nicht so ganz.
Man geht wenig aus am Abend, auch nicht an Feiertagen.
Manche haben sogar Sandsäcke vor den Fenstern aufgestapelt.

Man bleibt ohne Worte, über ganze Wochen hinweg.
Und denen, die nichts zu sagen haben, bleibt mehr Zeit für Anderes.
Im Fernsehen haben sie gesagt, daß das neue Jahr eine grosse Aenderung bringt, wir alle warten schon darauf.

Es wird drei Mal Weihnachten sein, und festen wird man, den ganzen Tag lang.
Jeder Jesus steigt vom Kreuz herunter,
und die Vögel kommen auch wieder zurück.

Es gibt viel zu essen, und viel Licht, das ganze Jahr lang.
Auch die Stummen können reden, derweil die Tauben das bereits tun.
Und man macht Liebe, wie man grade will.
Pfarrer dürfen heiraten, aber erst ab einem gewissen Alter.

Und ohne grosse Umstände schiesst einer in die Gegend
Vielleicht waren das die Superschlauen oder die Deppen jeden Alters.

Sieh, mein Freund,
was ich Dir schreibe und sage.
Und wie ich mich freue, in diesem Moment hier zu sein.

Sieh, lieber Freund,
was man so erfinden muss,
um etwas zum Lachen zu haben,
um die Hoffnung zu bewahren.

Und wenn dieses Jahr dann in einem Augenblick vorbei wäre,
dann sieh, mein Freund, wie wichtig es ist,
dass ich in diesem Augenblick dabei bin.


Dieses Jahr, das kommt,
wird in einem Jahr vorüber sein.
Ich bereite mich darauf vor.
Das ist sie, die Neuigkeit.

Anonym hat gesagt…

hmm..., tiger, was ich schon lange mal fragen wollte: alles wieder soweit ok bei ihnen?

IT ist ein fazinierendes gebiet, fufi, sie gibt einem profil oder auch nicht, sie produziert dubiose "whistleblowers" (der bescheuerte meili musste damals noch endlos-papierlisten raus schmuggeln um ubs-studer zu stürzen), die wahrscheinlich den snb-präsidenten zu fall bringen werden, und man kann damit herrlich über hinterteile sinnieren - was soll man auch anderes machen im tränenüberströmten pjöngjang, dessen inn wegen staatstrauer ein "sorry, we're closed" schild an der türe hat. und wäre astrid schon wieder zurück von der insel, sie könnte bestätigen, dass der fc arsenal etwas weiter an der white heart lane nur "the arse" genannt wird.

auguste - nachträgliches "prosit neujahr" allerseits

pöh! hat gesagt…

geniesst's, das letzte jahr, liebe leute. am 21. dezember ist der ofen ja endgültig aus: kollision mit einem asteroiden, sturz in ein schwarzes loch oder (mein favorit) zusammenprall mit dem planeten "nibiru"...

cheers!

fufi hat gesagt…

Die Zeit zum Schweigen ist vorbei!

Hier also meine Antworten, wenn ihr sie nicht fürchten möchtet!

Chronologisch, und deshalb zuerst an den Tiger:
Naja, dass auch dieses Jahr in 1 Jahr vorbei sein wird (unterdessen dauert's nicht mehr so lange) - nun, das ist für einen Mehrjährigen wie mich ja wirklich nichts Neues! J

Tja, Auguste,
Ich hab gehört, dass es welche geben soll - für unverwüstliche Lateiniker: "sunt, qui" - die NUR ein IT-Profil haben. Und auch das söttige ist dann meist recht profillos, billigstes Mittelmass, eben!
Und von wegen den "arses": Die nennen sich selbst ja "gunners". Wenn das denn nur nicht - nein, NICHT ins Auge - geht! Grins!
Und schliesslich der gute alte Wachmann Meili! Ich LIEBE ihn, ebenso wie den unterdessen Erz-bischöflichen Wolfgang "Die predigende Crèmeschnitte" Haas! Running Gags vom Allerfeinsten, aber das ist eine andere Geschichte!

Und schliesslich (wie gesagt: rein chronologisch!) @ pöh!
Die Angstmacherei stammt ja von den Inkas oder Mayas oder so. Jedenfalls von irgendwelchen Wilden, die erst durch ihre Eroberung/Unterwefung/Christianisierung in den niedrigsten Menschenstand emporgehoben wurden - denjenigen der Sklaven, nämli!
Heilige Scheisse!
Anyway!
Nachdem die Welt damals am 11.8.1999 (MEIN GEBURTSTAG!) entgegen aller anderslautendenden esoterischen Schreckmümpfelis dann nicht untergegangen ist, mag ich mit sowas schon gar nichts mehr zu tun haben! Welche Beleidigung! WUFF!

fufi hat gesagt…

Aber, pöh!, wenn schon dann bitte ein Schwarzes Loch.
Und zwar eines, das sich denn als Wurm, bzw. Weisses Loch "entpuppt"(!).
Dann wäre die Menschheit ja vielleicht wieder dort, wo sie hingehört.
Ich sag bloss: Steinzeit!

fufi hat gesagt…

Und nun noch was zum Bischof Wolfgang Haas ("Ich bin ein süsses rosa Schweinchen - habt mich lieb"):
Seinetwegen hab' ich mal bei einem Radio-Wettbewerb eine CD gewonnen!

Und das ging so:
Ich war am Abwaschen -Sie, das git's - und fufine hatte zuvor am Radio rumgespielt.
Jedenfalls kam da so ein Quiz, wo die Antwort Wölfi Häsli hiess. Und nachdem während rund ¼-Stunde keine richtige Antwort kam, hab ich dann den Abwasch das sein lassen, was er eigentlich sein sollte und angerufen. Bloss um dem Rätselraten ein Ende zu machen.
Und der Witz an der Sache:
Ich hatte nicht die geringste Ahnung, BEI WELCHEM SENDER ich denn WAS gewonnen hatte. Hab's erst erfahren, als ich die CD erhielt!
Nun, es handelte sich um einen gewissen "Kanal K", offenbar so eine Art LoRa vom Aargau!

fufi hat gesagt…

Ach ja, und der FCB wo Verein des Jahres wurde, ist natürichschtens der FC BAUMA!
Weil:
Anlässlich der FVRZ-Gala vom vergangenen Dezember wurde der FC Bauma zum "Verein des Jahres" gewählt. Grund für die Nomination und den Gewinn der Wahl war das vorbildliche und erfolgreiche Konzept unserer Marketingabteilung.

Soso?
Nun denn, am sportlichen kann's denn doch definitiv nicht gelegen haben!

www.fcbauma.ch

Tiger hat gesagt…

Danke der Nachfrage, Auguste, es ist soweit alles in Ordnung. Ich habe so sieben kg verloren, und essen muss ich in vielen kleinen Portionen statt in wenigen grossen, weil mein Bauch immer grad voll ist. Und trinken muss ich vor dem Essen, weil wenn ich während ihm trinke, dann füllt sich der Magen schneller, und ich kann noch weniger essen als vorher... tricky Sache. Manchmal habe ich Durst, weiss aber ganz genau, dass ich nichts hinunterkriege, das ist ein ziemlich lästiges Gefühl.

Aber das sind nur kleine Komfortprobleme.

Anonym hat gesagt…

hmm..., wissen sie pöh!, eine meiner lieblingsvorstellungen zum bevorstehenden weltuntergang ist ja die:

der kalenderverantwortliche der mayas, abreissblattlchú, glaubt man, hiess er, hatte damals einen der ersten burn-outl.

jahr ein, jahr aus musste er sich mit diesen langweiligen kalendern (das abbilden von leichtbekleideten weibern - zu reinen illustrationszwecken - hatten sie ihm auch verboten, nachdem die züchtig ganznacketen maya-weibsbilder dagegen sturm gelaufen waren) herumschlagen, weil er wusste, dass die abergläubischen dummköpfe um ihn herum schnurstracks das ende der welt ausrufen würden, wenn in ihren einfamilienstufenpyramiden in der einbauküche kein kalender hinge.

aber am kalendertag 21.12.2012 war endgültig schluss. er warf den bettel hin, einen poncho über, machte sich auf den weg auf die halbinsel yucatán, für die er reif war, und legte sich am strand mit ordentlich agavenbrandwein seines kumpels josé chuervo unter eine yuca ohne das ihn die ganze sache noch im geringsten juckte.

ende der geschichte.

auguste - jo maya, so kann's gehn im leben

Carolina fka Astrid hat gesagt…

Pöh wird sie sicher kennen, diese sehr frühe Version eines Weltuntergangs:
http://www.youtube.com/watch?v=lSZ2by7M9NI

Anonym hat gesagt…

hmm..., neustes aus dem pjöngjang inn...

m: orlando, liebster, ich bin zurück!
o: mila, zoë, daphne ihr seid wieder da, dem herr sei dank!
m: daphne ist heute gestorben!
o: ein dreier ist in diesen toten zeiten besser als gar nix.
m: war was besonderes los, liebster?
o: es ist zum heulen hier!
m: immer noch?
o: noch viel mehr - niemand ärgert sich mehr?
m: ah, liebster, gib dem jungen dicken noch etwas zeit?
o: hä?
m: wie?
o: ich mein doch fufi, sogar august - freundliche anteilnahme und nachsicht mir gegenüber - ausgerechnet mir!
m: das ist doch prima!
o: nein! ich bin immer noch ein big bad wolfe mit "e"!
m: big bad wolvies weinen aber nicht, liebster.
o: auch nicht, wenn sie "twilight" schauen?
m: es ist zum heulen hier!

fortsetzung folgt...

auguste - youtube: daddy never was the cadillac kind

Anonym hat gesagt…

hmm..., carolina, machten sie es so?

youtube: jo dee messina - heads carolina tails calfornia

...oder wars eher eine "anything but cheyenne"-entscheidung?

gut, dass sie wieder im land sind, gabi treibt bald alle in den wahnsinn mit seinen reflexiv-posts ohne fussnoten. gegen den sind heidi's posts reinste piktogramme in sachen klarheit. für einen shrink ist der wie ein lottosechser.

auguste - lieber falscher hase als falsche gabis

Zoé hat gesagt…

Ach Auguste, wenn Sie den Orlando und die Mila/Daphne/Zoé nicht hätten - was wäre das für ein langweiliges, uninspiriertes Lounge-Blogleben für Sie... Ich weiss allerdings nicht, ob das Forum sich allein mit Episoden aus dem Inn, vereinzeltem Austausch von Musikvideos, abgebrochenen (oder gar nie recht gesponnenen) Gesprächsfäden und ähnlichem auf lange Sicht aufrechterhalten lässt. Ein zweites Auguste-Standbein wäre da doch ganz nett, allein schon Fufi zuliebe!

Damit auch allen hier anwesenden ein Ciao; ich gedenke, mich in absehbarer Zeit auf keinem der üblichen Kanäle zu tummeln. Euch/Ihnen allen weiterhin viel Spass!

Carolina fka Astrid hat gesagt…

Auguste, ist schon klar, dass der neue Nick Stirnrunzeln auslöst - aber ich versuche, das Ganze so 'würdig' wie möglich durchzuziehen, inklusive offizieller Mitteilung an die MB-Redaktion. Was die aber nicht beeindruckt - komme nicht durch..... Vielleicht nimmt man mir ab, dass ich einen wirklich guten Grund habe.

Bin ich Gabis Pfleger? Und, wie Sie wissen müssten, shrink schon gar nicht! Aber Sie haben insofern den richtigen Riecher, als ich eine andere Meinung zu ihm habe als die im Moment angesagte. Sicher, mir gehen die Rechthabereien und ewig gleichen Stellentretereien auch auf den Geist, aber die kommen von anderer Seite auch - und oft sehr viel penetranter und humorloser. Gabi ist vorverurteilt worden auf eine, wie ich finde, üble Art und Weise - und sozusagen in alle Ewigkeit verdammt für etwas, was er nicht begangen hat. Und dass sich jemand dagegen wehrt, kann man ihm nicht ernstlich übelnehmen, oder? Die Methode - vielleicht.
Care to elaborate re 'falscher Gabi'? Falls ich jemals eine Antwort erhalte.......

Carolina fka Astrid hat gesagt…

Zoé/Mila/Daphne: Ich habe versucht, Ihnen heute im MB sozusagen einen Gruss hinterherzuschicken - man lässt mich aber nicht durch. Da Sie gerade hier sind, wiederhole ich meinen Post:

Daphne/Mila/Zoé, Sie können sich sicher erinnern, dass ich Sie fragte, ob wir uns nicht kennen - Ihre Nicht-Reaktion darauf machte alles klar. Ebenso Ihre Sprache und das, pardon, ständige Androhen Ihres Abschieds. Ich werde hier nicht verhehlen, dass es mir ähnlich geht wie Francesca: mir bleibt ein ungutes Gefühl, hier Teil eines von Ihnen lancierten soziologischen Experiments gewesen zu sein - vor allem weil Sie natürlich, wie Sie ganz richtig selber erkennen, dieses Experiment selber massiv beeinflusst haben. Aber sei's drum: Selbsterkenntnis ist der erste Schritt etc. etc.

Und ich füge noch etwas hinzu: ich nehme Ihnen Ihren Nickwechsel nicht übel, aber was mir nicht gefallen hat (und da hat wohl wieder meine berüchtigte Naivität zugeschlagen) ist, dass Sie gleichzeitig sozusagen Ihre 'Umstände' verändert haben: als Zoé/Mila hatten Sie keine Kinder, als Daphne waren da plötzlich zwei Töchter. Ich kann mich da nicht mal auf geltende Netiquette berufen, denn, hey, wir alle sind nur virtuelle Gestalten, aber gerade Sie, die ja jeweils mit hehren Zielen antraten und mit einem scheinbar höheren Verständnis für ethische Zusammenhänge ausgestattet waren, haben mich enttäuscht. Stupid little me.

Carolina fka Astrid hat gesagt…

Fufi, ich entschuldige mich dafür, Deinen Blog hier für Dinge zu benutzen, die eigentlich nicht hierher gehören. Sag' ein Wort und ich höre damit auf! Gute Nacht allerseits.

Zoé hat gesagt…

Astrid, im anderen Forum habe ich gesagt, was ich zu sagen hatte. Für Entschuldigungen sehe ich keinen Grund, denn ja, es war ein Experiment - wenngleich kein soziologisches, sondern ein rhetorisches. Doch solange Leute wie Gabi im MB rumstreunen, die ich als rhetorische Arrangements für interessant halte, menschlich jedoch für charakterliche Nullen, wäre es an Ihrer Stelle womöglich angebracht, sich hinsichtlich der eigenen kleinen Stockholm-Syndrom-Nummer an der eigenen Nase zu packen. Sie wissen, dass ich in dieser Hinsicht nur allzu gut weiss, wovon ich spreche, konnte man doch die Funktionsweise dieses Phänomen im letzten Jahr an mir gleich in mehreren persönlichen Konstellationen beobachten.

Würde Katharina die Chatprotokolle veröffentlichen (in vollständiger Form, wohlgemerkt, ohne ür sie günstige Kürzungen und Auslassungen), man könnte nachlesen, was durchwegs mein Anliegen war: Für nettere und inhaltlich ergiebigere Gespräche im MB zu sorgen. Das war, wie ich schon an anderer Stelle festhielt, anmassend und vermessen, und in diesem Punkt bin auch absolut bereit, über die eigenen Bücher zu gehen. Wieso ich das tat? Nun, nach meiner Erfahrung mit Tigri in der Bar/Lounge habe ich nach Möglichkeiten gesucht, ein handfestes Mittel gegen Trolle zu finden, eines, das die eine ganze Forumsgemeinschaft mit einbindet. Mit meinem damaligen Vorgehen hatte ich mich selbst diskreditiert, obwohl ich überzeugt war (und es noch immer bin), dass ich nichts als das, was ich als die Wahrheit über diesen Menschen hielt, geschrieben habe. Ich konnte nicht verstehen, dass andere diese simple Wahrheit nicht erkennen konnten - bis ich mich darauf zurückbesonnen habe, dass ich nicht der Gradmesser von Wahrheit bin. Und das es nur darum gehen kann, die Verhaltensweise von Trollen zu dokumentieren, in der Hoffnung, dass in der Form vielleicht auch für andere ein Licht aufgeht. Und leider, leider bin ich in dieser Hinsicht einmal mehr übers Ziel geschossen.

Einen Troll glaube ich immer noch erkennen zu können, wenn ich ihn sehe, und mittlerweile habe ich meine persönliche Trollliste personentechnisch erweitert. Sie scheinen es sehr gemütlich miteinander zu haben im MB, aufgescheucht wie sie gestern alle waren - und da will ich doch nicht länger stören. Meine Interessen sind anders gelagert.

Ich gehe je länger, je mehr davon aus, das menschliches Denken/Verhalten grundsätzlich ignorant ist, wodurch es mit schöner Regelmässigkeit zu blinden Flecken und diskriminierendem Auftreten andern gegenüber kommt; davon nehme ich mich selbst nicht aus, wie man den ominösen Chat-Protokollen entnehmen könnte. Gegen solches kommt nur eine Gemeinschaft an, wenn sie sozusagen kollektiv mit anpackt, nicht jedoch Einzelpersonen. Fast habe ich gehofft, Katharina würde über Nacht den ganzen Wust veröffentlichen - dann müsste ich jetzt sozusagen nicht die Kurzversion liefern. Sei's drum: von Charakteren wie ihr, Pippi, Gabi und Sportpapi, die selbst so gut wie nie über ihr eigenes Handeln und ihre festgezurrten Ansichten reflektieren (wenngleich sie behaupten mögen, ihre Gedankenwelt sei so offen wie keine anderen) lasse ich mir keine Vorhaltungen machen. Meine persönliche Erfahrung der letzten Monate - und ja, eine Therapie - hat mich sehr viel weniger von der Anerkennung anderer gemacht, als ich es früher war. Ihr Kommentar geht jedoch sicher nicht spurlos an mir vorbei Astrid, dessen können Sie versichert sein. In diesem Sinne ein herzliches Ciao.

Zoé hat gesagt…

Und yep, gemäss meinen obigen Ausführungen müsste ich mich selbst auch als Troll qualifizieren - einen der Ausführung "der stets das Gute will, und stets das Böse schafft". Dies ist einer der wenigen Vorwürfe von Gabi, die ich tatsächlich ernst nehmen (respektive annehmen) kann. Hingegen habe ich schon vorgestern(?), beim lustvollen Gabi-Bashing, eingestanden, dass ich prinzipiell an denselben Neurosen wie er kranke: Selbstverliebtheit und Selbstüberschätzung. Da dürfte noch die eine oder andere Tagebuchseite vollgeschrieben werden...

Orlando hat gesagt…

@Zoé

da sie wieder einmal alle ihre Postfächer in die Luft gesprengt haben, melde ich mich hier in dieser Notdurftanstalt zu ihnen, wo gescheiterte Theologen mit Tränensäcken und Verbalwichser in abgenutzten Clownskostümen zusammen - nun, wichsen:

Sie nennen Katharina "toxisch" - ich möchte korrigieren: Die ist ein ganzes Giftmülllager, wenn sie mich fragen! Wir erinnern uns: Sie täuschte vor genau zwei Jahren ihren eigenen Suizid vor der Bloggemeinschaft vor und brillierte einige Monate später mit der Fakestory von sich selbst, wie sie von ihrem Vater auf das brutalste in einem Verlies festgehalten und vergewaltigt worden sei, inklusive Abtreibung der daraus entstandenen Leibesfrucht. Nur zur Illustration, mit was für einer Frau man es hier zu tun hat...

Ich musste mich gestern schwer am Riemen reissen, nicht in die Tasten zu greifen, als ich das Geschehen und den Brunz, den diese Frau von sich gibt, mit wachsendem Staunen nachlas.

Womöglich erkennen sie aber so auch: you brought that on yourself. Vielleicht verstehen sie nun meine ablehnende Haltung diesem ganzen Tun gegenüber etwas besser. Auch die meisten anderen reagieren so. Das hat nichts mit "possessiven Ansprüchen" Olandos Mila gegenüber zu tun.

Sinn und Zweck ihres jüngsten Engagements liegen für mich nach ihren Äusserungen dort und hier in noch tieferem Dunkel als zuvor. Ich meine: Gabi in Ehren, aber viel kommt von dem nicht mehr, er ist mehr ein nölendes Gefäss für allerlei Projektionen geworden, an dem sich die holde MB-Weiblichkeit die Zähne ausbeisst.

Meine Zeit scheint im Moment abgelaufen. Ich kann im Moment in den derzeit vorhandenen Konstellationen wenig mehr erreichen als Blogger. Wie ich schon sagte: Der Wolf passt ja auch schlecht in eine Dressurschau von Zuchthündchen.

Was sie nach diesem Debakel auch tun: seien sie vergewissert, dass sie bei mir immer ein offenes Ohr und eine virtuelle Freundesschulter zum Anlehnen haben werden. Hearts caught fire!

Ihnen das Beste!

O.

Lina hat gesagt…

Zoé, populäre Blog-Gefässe, die das Mediokre, Geschwätzige, Extreme, Grobe, Primitive schätzen und fördern, mögen kommunikativ, linguistisch, soziologisch, psychologisch, medientechnisch nicht uninteressant sein - für dich sind sie reines Gift.

Kennst du "Die Gänsemagd" der Gebrüder Grimm? Bestimmt.

Prinzessin Zoé: Ich grüsse dich herzlich und wünsche einen guten Sonntag.

Stell die verdammte Sau-Kiste von Computer ein paar Tage ab, ja?

fufi hat gesagt…

Liebe C fka A (um Bits zu sparen!) und Zoé etc.:
Meine Lounge steht allen offen!
Und es gibt KEINE Zensur!

Gegenteilig: Ich freue mich allerbestens, wenn ich hier einen Platz geben darf, wo Missverständnisse geklärt oder Wasweissichwas in Frieden besprochen werden darf.

Offenbar hab ich da was verpasst, was nebenan abgelaufen ist.
Aber da bin ich unterdessen eben schon eher selten. Weil, soll heissen:
Wenn ich irgendwelche "Cyber-War"-Spiele spielen möchte, täte ich das wohl andersmässig tun.

You're welcome!

Carolina fka Astrid hat gesagt…

Danke Fufi!
Und ja, ich bin froh, dass ich drüben im Moment nicht durchkomme - Sie machen es einem nicht einfach, nicht doch noch nachzutreten, Daphne/Zoè/Mila. Ich muss wirklich sagen, es macht mich fast schon melancholisch, dass ausgerechnet die intelligente Z/M/D, die mir eigentlich immer etwas zu sagen hatte, zu guter Letzt doch noch auf dieses Niveau herabsinkt, auf dem nur noch Abrechnung zählt. Warum meinen Sie allen Ernstes, dass Ihr Nickbetrug andere Folgen haben sollte als der anderer Teilnehmer? Ich werde mich auch nicht mehr ob meiner 'Blossstellung' nebenan (die ja letztlich auch nur die Ihre ist) beklagen; aber ich wünsche mir, dass Sie Ihr letztes bisschen Stolz zusammenkratzen und Ihren mehrfach angekündigten Abschied endlich vollziehen. Schade, Zoè! Moralische Grösse sieht anders aus.

Zoé hat gesagt…

Liebe Lina, genau das tue ich im Moment - den Computer herunterfahren. Und ja, diese Gefässe und ich, das geht gar nicht, ich habe das jetzt ein für alle Male gecheckt. Wir hören uns!

Orlando, vielleicht sollte ich ja selbst die Chat-Protokolle veröffentlichen? Das wäre womöglich hilfreich. Nur habe ich noch nie viel davon gehalten, Persönliches ins Öffentliche zu ziehen, und werde es wann immer möglich auch in Zukunft vermeiden. Und yep - I brought that on myself: der Weg zur Hölle ist mit allerlei guten Vorsätzen gepflastert, wer sollte das besser wissen als ich...

Damit bin ich auch wirklich weg (sorry, Astrid, diese ständigen Verabschiedungen werden doch tatsächlich zu etwas wie einer leicht ermüdenden slapstick-Nummer!)

Blauer Eisenhut hat gesagt…

Aber hallo, ich wusste, dass die gute Zoé sich hier ausweinen wird, nachdem alle Felle davon geschwommen sind im MB. Und der gute Orlando steht auch schon bereit, sein Liebchen aufzufangen und zu retten, zwar tut er das in seiner etwas ungehobelten O-Art, aber doch sehr engagiert. Vielleicht hofft er auch, das Inn oder die Blumenecke damit etwas zu bereichern. Ganz sicher sogar, Selbstlosigkeit war noch nie seine Art, auch wenn er einen Narren gefressen hat an Zoé/Daphne/mila usw., die derweilen Eimer um Eimer Asche über ihr Haupt schüttet und und sie sich mit Wonne wegblasen lässt von den willigen Speichelleckerinnen. Alles wie gehabt, every procedure as every time!

Tiger hat gesagt…

Moment Zoé, mit "diesem Menschen" meinen Sie mich? Ich sei ein Troll? Ne aber das kann nicht Ihr Ernst sein. Ein Troll will durch Beleidigungen und verzerrende Kommentare provozieren, und das ist für mich ja absolut uninteressant.

Katharina hat schon einmal damit gedroht, Privates zu veröffentlichen, und hat's dann gelassen. Ich hoffe, sie tut's wieder. Sowas tut man nicht. Und, abgesehen davon, hätten sicher diverse Leute schriftliches Zeugs von ihr, das nicht besonders schmeichelhaft ist (wobei, was sie im MB so schreibt, ist ja bereits disqualifizierend genug eigentlich).

Und Sie, Zoé, unterlassen es bitte auch.

Mila hat gesagt…

@Tigri, nichts anderes habe ich, wie gesagt, vor. Solange die Gegenpartei sich ebenfalls daran hält.

@Eisenhut, denken Sie nicht, ich wüsste nicht, wer Sie sind (ich wusste es von allem Anfang an, wie die Chatprotokolle ebenfalls belegen würden) - und ich denke, den anderen ist es mittlerweile auch (glas)klar. Dabei haben Sie doch Stein und Bein geschworen, dass Sie hier nie mitschreiben würden... Noch so eine Inkonsequente wie ich, wie passend!

Sorry, @Astrid, mit Stolz hat das jetzt sehr wenig zu tun: lassen Sie sich nicht noch einmal von Eisenhut in die Irre führen, und denken Sie daran, was ich Ihnen damals hinsichtlich dessen 'Benutzer' gesagt habe. Es trifft hundertprozentig zu. Zumindest das musste noch einmal festgehalten werden.

fufi the host hat gesagt…

Ach du meine Fresse!

Da koch ich da hinten ein 1-Gang-5*-Menu
und ihr da draussen wisst nichts besseres als - na, ihr wisst schon.

Offeriere deshalb allen einen Apero,
liederlich, sozusagen:

http://www.youtube.com/watch?v=XKe5_GXsxj4

Zoé hat gesagt…

@Eisenhut, sie haben ja andernorts und selbst ihnen freundlich gesinnten Personen gegenüber auch behauptet, dass sie hier und in der Bar niemals (!) mitgeschrieben hätten - was nachweislich nicht der Wahrheit entspricht. Diesen wesentlichen Zusatz wollen wir keinesfalls unterschlagen, gell!

Yep, Nachtreten zeugt nicht von charakterlicher Stärke, ich schäme mich auch etwas dafür, ganz ehrlich. Nur habe ich vor, den kümmerlichen Rest meiner verbliebenen Integrität gegen heimtückische Angriffe aus dem Off zu schützen - mit jedwedem Mittel. Die eine oder andere hier schreckt, wie die Vergangenheit gezeigt hat, vor nichts zurück, wenn es darum geht, andere in den Schmutz zu ziehen; auch dass der Verdacht bisweilen auf andere, wiederum: befreundete Personen, fällt, scheint sie nicht weiter zu beunruhigen. Nun, ihre eigene Portion Dreck würde ich ihnen in diesem Fall nicht verwehren wollen. - War das jetzt deutlich genug? Ich hoffe doch sehr.

Carolina fka Astrid hat gesagt…

Mila, ich habe nicht die geringste Lust, in der Vergangenheit herumzuwühlen - egal, was Sie mir für Spielchen unterstellen, ich neige eher dazu, Menschen zuviele zweite und dritte Chancen zu geben als gar keine. Für mich hat meine Geschichte mit diesem Blog und dem MB angefangen, als ich anfing, mitzuschreiben. Die Geschichten aus düsterer Vorzeit interessieren mich nicht. Mal ganz davon abgesehen, dass wir alle (alle!) Dinge finden würden, auf die wir sicher nicht besonders stolz sein dürften.
Also: ich kann mich nicht erinnern, was Sie mir zum Eisenhut gesagt haben - sollte das eine Warnung sein, dann, ähem, danke, aber wovor?

Zoé hat gesagt…

Keine Warnung. Einfach nur die Wieder-Enthüllung von Eisenhuts Identität.

Zoé hat gesagt…

...die Annahme, es könnte Zappa sein, war beispielsweise einfach nur absurd. - Sorry, Zappa, hier ist eine schmerzhafte Entschuldigung angebracht: ich hätte diesen ziemlich abstrusen Hirngespinnsten umgehend den Garaus machen sollen, war jedoch aus diversen Gründen schlicht zu feige dafür. Jetzt wäre ich es nicht mehr.

Der nie preisgegebene Autorname, der mich damals von allzu viel Offenheit abhielt - Sie erinnern sich sicher daran, Astrid - war Botho Strauss; ich hatte Lina mit diesem in eher despektierlicher Weise verglichen, als ich gelegentlich in geschlossener Gesellschaft vor Wut vor mich hinschäumte. Es war der Maulkorb, den man mir nachfolgend verpasste; sozusagen die stete Erinnerung daran, dass ich versprochen hatte, Privates Privat zu halten. Weshalb, denken Sie, bin ich auch nicht mehr als mila in den MB zurückgekehrt? Ich liess mich gängeln. Doch allem Anschein nach war ich die einzige, die auch tatsächlich daran dachte, sich an das gegenseitig gegebene Versprechen des Stillschweigens zu halten. Es gilt jedenfalls zur Zeit nur noch auf Abruf.

Lina, auch an Dich geht eine dieser schmerzhaften Entschuldigungen. Die Suppe, die ich mir ganz allein eingebrockt habe - damals wie jetzt -, sie ist ziemlich bitter.

Lina hat gesagt…

Zoé, lass das! Mir schuldest du keine Entschuldigung. Du schuldest mir nichts, ich dir sehr viel.

So, fertig gesäuselt. Die Suppe ist inzwischen eiskalt, löffle sie halt nicht aus. Ausschütten tuts auch. Das, was noch im Mund klebt: ausspucken. Fertig.

Stell die verdammte Kiste jetzt endlich ab, schmaladisiaporcahuaracac! Oder brauchst du eine Runde in der maschina da schleppuns?

Wir lesen uns. Aber nicht hier, nicht dort. Lass uns gemeinsam verbal auf den Putz hauen, bald!

Inzwischen achte auf gute Verdauung!

Und jetzt: Kiste aus!

Zoé hat gesagt…

Diese Freundlichkeit, Lina, sie tut fast schon körperlich weh... Und da ich auf eine Behandlung mit der maschina di schleppuns nur zu gerne verzichte, bin ich jetzt auch definitiv-definitiv weg. Auf dass die restlichen Leichen im Keller ein ungestörtes Maskendasein fristen mögen - ich habe für meinen Teil genug davon zu Tage geschleppt, und sie da: es gefällt ihnen nicht an der Sonne, den ärmsten.

Zoé hat gesagt…

Zusatz: vor allem meinen eigenen nicht. Definitiv-definitiv-definites Aus.

Tiger hat gesagt…

Soo gefällts mir doch. Alle haben alle gern und die Idioten bleiben fern.

Und apropos Svarovski: http://www.amazon.de/gp/product/B003WUXMXW/ref=as_li_ss_sm_fb_de_asin_tl?ie=UTF8&tag=seoroo-21&linkCode=shr&camp=3206&creative=24798&creativeASIN=B003WUXMXW&ref_=sr_1_1&qid=1325955326&sr=8-1

Carolina fka Astrid hat gesagt…

Zoé, mir fängt diese Selbstkasteiung jetzt langsam an, weh zu tun. Auf die Gefahr hin, wieder die Psychotante zu spielen: sie nutzt nichts - im Gegenteil: sie führt, vor allem in extremis, eher dazu, in diesem Leidenskreis zu verbleiben und wie ein Brummkreisel (sorry!) einfach immer um dasselbe zu kreiseln. Absolut kontraproduktiv. Viel produktiver: schalten Sie den Kasten ab, gehen Sie in den Wald und schreien Sie ein wenig herum. Und wenn Sie wieder mal Weltverbesserungsphantasien haben, denken Sie an das hier zurück, sonst lassen Sie es. Glauben Sie mir, ich weiss, das wirkt.
Der entscheidende Satz ist folgender: Man MUSS gar nichts, man DARF, wenn man WILL. Amen und definitiv tschüss.

Zoé hat gesagt…

Astrid, diese letzte Fachsimpelei kann ich mir einfach nicht entgehen lassen:

Ja, sie sollte so richtig weh tun, diese öffentlich vorgeführte, nach Möglichkeit ungeschönte Selbstreflexion (man verzeihe mir, dass ich wie jeder andere Mensch auch nicht vollkommen aufrichtig zu mir selber sein kann, denn wäre ich es: ich müsste wohl durchdrehen); und zwar sollte der Vorgang als solcher nicht nur mir weh tun. Tatsächlich aber war das abermals der schier unausrottbare (unreflektierte) M/Z/D-Weltrettungsmodus, der sich putzmunter seine Bahn brach - bis er von Äusserungen wie gouvernantenhaft-elitäre Erziehungstante konsequent auf den Boden gebracht wurde.

Insofern: Der Schrei in den Wald folgt demnächst noch, und wenn ich an diese kumulierten Erfahrungen zurückdenke, dann von nun an eindeutig stets mit dem eingemeisselten Bild der Penelope Longstreet vor dem geistigen Auge. Eine treffendere Metapher als 'Carnage' für das Geschehen im MB und andernorts, wo es halt eben menschelt, fällt mir nicht ein, geht also bitte ins Kino - Ihr werdet leichteren Herzens (wenngleich mit arg strapaziertem Zwerchfell) nach Hause gehen!

Anonym hat gesagt…

hmm..., zoé & co. mir fehlt definitiv ein grosser "blätz" hintergrundwissen, um die letzten kommentare einigermassen einordnen zu können, also lass ich es. aber das kann ich ihnen als unbeteiligter sagen: ich schätzte sowohl mila als auch daphne (zoé lief mir kaum über den weg) wegen der grundhöflichkeit, -intelligenz und -anständigkeit, die aus ihren kommentaren sprach. ich empfand das immer als angenehm. dass sie auch ein herrliches casting für die "pjöngjang inn" dialoge waren, muss ich ja wohl nicht weiter ausführen. verstanden habe ich ihren gang in den vorhof der geistigen isolationszelle zwar nie, aber ich habe mir darüber auch nie den kopf zerbrochen - genau sowenig wie darüber, wer wohl hinter dem daphne-nick hätte stecken können. das war total irrelevant für den unbeteiligten poster.

machen sie, worauf immer sie lust haben im www, bloss halten sie genügend abstand - damit bin ich immer gut gefahren und damit manchmal auch...

youtube: alan jackson - if you want to make me happy

auguste - see y'all three

Carolina fka Astrid hat gesagt…

Ich habe Carnage schon vor Weihnachten gesehen: ich fand es, seltsamerweise, nicht besonders zwerchfellstrapazierend. Und Penelope Longstreet (als Sie erwähnten, dass Sie sich mit Ihr identifizieren, schien mir das gleich einleuchtend) fand ich traurig, sehr gut getroffen, sehr, sehr unfrei und völlig neben sich stehend (ist ja auch klar: bei sovielen Aufgaben, die zu lösen sind). Glauben Sie mir, Zoé, 'the God of Carnage', wie das Stück im Original heisst, ist nur unwesentlich beteiligt an dem, was wir alle uns (gegenseitig) so zufügen. Es menschelt einfach allüberall und ich glaube, dass diese Erkenntnis, wirklich zu Ende gedacht, zur Linderung besser geeignet ist als Masochismus und Selbstkasteiung.

Zoé hat gesagt…

Wie nett Astrid, dass Sie meine Fachsimpeleien verständlich zu Ende geführt haben! Darauf konnte man bei Ihnen eigentlich immer zählen. Insofern: Schluss mit Selbstkasteiung.

Auguste, der Dank geht auch an Sie. Sehen Sie, mein Problem war sicherlich, dass ich sowohl als mila als auch als Daphne automatisch von mir auf andere zu schliessen pflegte und dabei annahm, letztere müssten doch (wenn sie einigermassen vernunftbegabt wären), meinem 'leuchtenden' Beispiel hinsichtlich des Grundanstands folgen (an dem ich es bisweilen selbst arg schleifen liess, aber eben - die Zeit der Selbstkasteiung ist um). Insofern (nochmals) der Dank an Sie beide, dass Sie mich gerade mit den letzten Kommentaren vollends wachgerüttelt haben. Das vorher könnte man allenfalls als halbwachen Zustand bezeichnen, der noch allzu unangenehm an das (Alp-)Traumhafte grenzte - was sicher nicht an Linas und O.'s gutgemeinten und Eisenhuts eher unfreundlichen Weck-Versuchen gelegen hat...

Und nun: Schluss auch mit der Komik einer unfreiwilligen Slapstick-Figur. Machen Sie es mir bitte nicht noch schwerer, mich an meine Vorsätze zu halten, indem Sie mir noch mehr Denk-Würdiges zurückschreiben... Ich bin fürs Erste reichlich bedient!

Anonym hat gesagt…

hmm..., astrid & couch war ein gedanke. da bin ich ja mal auf meine carolina-assoziation gespannt in zukunft. ansonsten sind nick-wechsel überhaupt kein problem, besonders dann nicht, wenn sie mit "fka" eingeleitet werden. sweet home alabama - new nick carolina. jetzt müssen sie nur noch eine "rebel-flag" ins nickkästchen machen, wie pöh!s 42, und "i "herz" richard petty" quer drüber schreiben.

ich weiss nicht recht, was ich über gabi denken soll. wo soll der zirkus hinführen? im mamablog permanent gegen die feministinnen-fraktion zu felde ziehen, das kann man ja bei sich bietender gelegenheit und thema mal machen, aber wer dort drauf clickt kann doch selber lesen und die meisten können auch aussagen mehr oder weniger richtig einordnen. es ist ja nicht so, dass die radikalsten einlassungen einfach so stehen gelassen werden und auch nie wurden.

unlängst flippte er beinahe mal - bin ja gespannt, wo das letztlich hinführt. zwischendurch behandle ich die "maskuline raumforderung mit weiblichen nick" mal mit ein wenig clownschem cortison, sonst "verjagt" es bald mal jeden thread. meine übliche taktik, trollen (was er ja kein typischer ist) die eigene medizin in stärker dosierung zu verpassen, funktioniert hier nicht - der mamablog-thread verkäme zum "dornröschen gemach".

auguste - ...ihr gabi, seid die ausdauernste hier, aber...

pöh! hat gesagt…

auguste (was ja ebenfalls als weiblicher nick interpretiert werden könnt... und gabi kann durchaus die kurzform von gabriel sein...), du vermischst dornwittchen und schneerösschen...

der irrtum ist, dass gabi gegen "die feministinnen" ins feld zieht. tut er nicht. ihm gehen die personen gegen den strich, die sich dort als wahrer der absoluten wahrheit aufführen, apodiktische glaubenssätze verkünden, personen mit anderen meinungen grundsätzlich als feind betrachten und auch gerne und oft verächtlich machen und beleidigen... und dabei sich auch oft und ebenso gerne in widersprüche verwickeln... (tönt ein bisschen wie ein beschrieb unser aller lieblingspartei, gell?)

das problem ist, dass er dazu neigt, immer wieder dieselben uralten kamellen hervorzukramen... und diese schon sehr abgekämpften pferde bis zu ihrem erschöpfungstod und darüber hinaus weiterzureiten...

mila, vielen dank für die völlig überdrehte verabschiedungsnummer hier, das hat durchaus pythoneske züge! dabei wäre es so einfach: einfach keine verabschiedungen, vor allem keine "definitiv-definitiv-definite" verabschiedungen mehr...

fufi, richtig, wurmloch wäre natürlich definitiv am coolsten! und irgendwo im gamma-quadranten wieder rauskommen!

Anna2 hat gesagt…

Oh. Äh, Fufi, was gibts Feines? Haben Sie noch etwas übrig vom einen oder andern Gang? Alle brauchen es nicht zu sein, nach der Festtagsschlemmerei.

Alles Gute, Zoé/mila. Dass Sie Daphne waren, hab ich nie gecheckt. Spaziere halt ziemlich blauäugig in der virtuellen Welt rum. Insofern ist mir Ihr Bemühen um Anstand sympathisch. Die zwei Kinder nähme ich Ihnen gern ab, was wollen Kinderlose im "Mama"-Blog? Und sonst kriegen Sie noch welche, ja? Und hören bitte nicht auf zu arbeiten?

Gute Nacht allerseits.

pöh! hat gesagt…

und was um himmels willen sind denn "die chat-protokolle"? sowas wie die protokolle der weisen von zion? der beweis für die weltverschwörung des mamablogs?

dieses ganze virtuelle dasein in der blogosphäre spielt für einige hier ganz offensichtlich eine ungesund grosse rolle in ihrem realen leben... etwas mehr distanz wäre sehr empfehlenswert...

Carolina fka Astrid hat gesagt…

Auguste, das mit dem Rebelfähnli im Nickkästli überfordert mich völlig. Aber ich werde gern 'Sweet Home Carolina' vor mich hinsummen, wenn ich meinen neuen Nick eintrage.
Vorschlag betreffs Gabi: lassen Sie ihn doch einfach machen. Seine 'Gegenspielerinnen' sind alle in der Lage, sich zu wehren. Und für zerschossene threads ist er nun weiss Gott nicht allein verantwortlich.

Pöh: Diesen 'Ratschlag' hast Du damals auch mir gegeben - und ja, er war goldrichtig. Ist mir heute auch wieder eingefallen. Merkwürdig, welche widerwillige Anziehungskraft diese Blogs haben. Auch die, die sich scheinbar längstens verabschiedet hatten, scheinen ja immer noch à jour zu sein, so dass sie jederzeit mit Beteuerungen, zufällig gerade heute mal wieder reingeschaut zu haben, wieder einen neuen Abschied verkünden können.

Gute Nacht allerseits und Fufi, wie immer, danke für Deine Langmut!

MDZ hat gesagt…

@Pöh, Sie haben gleich zweifach Recht: diese ewigen Verabschiedereien sind, wenn sie nicht konsequent, sondern jeweils nur für ein paar Wochen/Monate am Stück durchgezogen werden, irgendwie kindisch - und zudem unoriginell. Daher die Rückfrage: Pythoneske Züge? Haben Sie mich damit zur (unfreiwilligen) Komödiantenritterin geweiht, oder war das Kompliment eher eines der Sorte 'zweischneidiges Schwert'? Nein, antworten Sie nicht, ich habe fürs erste auch so schon genug zu kabbern, während ich mir den Kopf wasche (oder waschen lasse; die Pflegekurspülungen von Lina pflegen in der Regel Wunder zu wirken, allerdings fürchtet es mich doch sehr vor ihrem Lockenstab), Wunden lecke, und vor allem: Tee trinke. Eine Erleuchtung hatte ich allerdings bereits (ich zitiere hierfür Gotthald Ephraim Lessing, Gott habe ihn selig): "Nur die Sache ist verloren, die man selber aufgibt." Ich denke, Sie alle werden es ohne mich (besser ohne mich!) ganz gut hinkriegen, zum Tagesgeschäft - der inhaltlich harten, aber rhetorisch fairen - Diskussion zurückzukehren.

Der zweite Punkt: ja, die ungesund grosse Rolle virtueller Foren. Sie können sich sicher einen Reim darauf machen, woher das zu kommen pflegt.

@Auguste: Die letzte Strategie, die ich versucht hätte: der glaubt selbst wirklich an das, was er schreibt (aka Spiegeleffekt, denn: er tut es in der Tat!). Wobei ich die charakterliche Nullnummer zurücknehmen muss, schliesslich kenne ich die Person hinter dem Gebaren nicht - und kann nur aus seinem Autreten meine sehr persönlichen Schlüsse ziehen. Wie heisst es so schön: Don't judge a book by its cover (tolle Rocky-Horror-Picture-Show-Songeinlage: http://www.youtube.com/watch?v=lwUjJXxoGy4). Im virtuellen Rahmen fällt dies einem zugegebenermassen noch schwerer als in der Realität.

@Anna2: Die lieben Kinderchen waren leider nur ein Produkt meiner blühenden Phantasie, ich gedenke jedoch, demnächst in die Produktionsphase zu gehen - das war letztlich auch der Grund, weshalb ich mich ursprünglich (überfordert vom Gedanken an sich) in den MB verlief, und dort in der Folge zeitweilig allzu intensiv hängen blieb... Keep up your own good work!

@Astrid: Was genau lässt Sie eigentlich immer diese leicht bösartigen Sticheleien, die so gar nicht zu Ihrem grosszügigen Grund-Charakter passen wollen, platzieren? Es kann ja nicht allein an der Enttäuschung ob des Fehlverhaltens von M/Z/D liegen, denn ich bin wahrlich nicht die erste, die in den Genuss eines solchen treatments von Ihnen kommt. Vielleicht denken Sie ja Ihrerseits gelegentlich darüber nach, ja? Ein korrekter, direkter, wohlgezielter Fusstritt in den Hintern ist etwas anderes als diese leicht anrüchigen, seitenplatzierten Hiebe in die Magengegend... - Sehen Sie, für das, dass ich eigentlich dem endlosen Karusselieren ein Ende bereiten wollte, mache ich mich ganz gut - zu gut - als Jetondame im sekludierten Verkaufshäuschen. Deshalb auch die (vorläufige?) Retraite in die reale Welt - zwecks Läuterung (ohne Selbstkasteiung). Schliesslich wollen wir nicht zu einer dieser toxischen Cybergestalten werden, vor denen es uns doch eigentlich graut (Spiegeleffekt!), nicht war, M/D/Z?

MDZ hat gesagt…

Ähem, und Sportpapi (nicht, dass ich Sie noch ungerechterweise vernachlässige): meine Therapeutin schwört auf das Prinzip der Hilfe zur Selbsthilfe. Leider habe ich mich in den letzten Wochen allzu sehr angestrengt, ihr nachzueifern (und mich dabei, wie man sehen konnte, heillos verritten). Sie brauchen sich jedoch grundsätzlich keine Sorgen machen, es geht mir gut, und ich bin auch in fähigen Händen (die das Mittel des gepflegt-gekonnten Arschtritts zur Kunstform erhoben haben - genau, Astrid, das war jetzt einer dieser vermaledeiten Seitenhiebe!).

Und jetzt war ich in der Tat geschwätzig genug, als Profilneurotikerin wollte ich mich im Grunde nie hervortun. Aber eben, es scheint doch etwas wahres an dem Spruch zu sein, dass man, wenn man sich (im übertragenen Sinn) allzu sehr bemüht, nicht wie die Mutter oder wahlweise wie der Vater zu sein, gerade erst so richtig Gefahr läuft, genau so zu enden.

Carolina fka Astrid hat gesagt…

Leicht bösartig, Z/D/M? Time to say good-bye.......

MDZ hat gesagt…

Eben!

MDZ hat gesagt…

Und nein, ich kann ihn mir doch nicht verkneifen, diesen letzten, sehr direkten Fusstritt (Ihnen hat man womöglich zu lange schon keinen anständigen mehr verpasst): vielleicht konnten Sie im Kino deshalb nicht lachen, weil Sie sich selbst nicht eingestehen können, dass in Ihnen so ein kleines bisschen Kate Winslet/Nancy Cowan steckt? Und natürlich würde ich Gabi umgehend in der Rolle des Christoph Waltz besetzen wollen, er würde darin ebenso brillieren wie der österreichische (?) Nachbar... Fragt sich nur, wer sich in die Rolle des John C. Reilly/Michael Cowan ergeben würde - gibt es eventuell Freiwillige?

Kurzum: Richtig, es menschelt überall, Astrid - auch bei Ihnen. An keiner Stelle habe ich gesagt, dass mein Nickwechsel über die Zweifel anderer erhaben wäre, nur weil er einem vermeintlich guten Zweck dienen sollte (und diesen eingestanderermassen gründlich verfehlte - von wegen gute Vorsätze, Hölle und so). Ich habe sogar erkannt - man stelle sich das einmal vor! - dass auch der öffentlich selbstbeweihräucherte, selbstreflexive Kurzschluss eben das war - ein Kurzschluss, noch dazu gespickt mit diversen Double-Standards; absolut Penelope-Longstreet-mässig halt. Seiner Enttäuschung über andere (und sich selbst gegenüber?) ungezügelt freie Bahn laufen zu lassen, ist jedoch ebensowenig souverän, wie am neurotischen Zwang zu leiden, die Welt auf die eigene, hübsch gezähmte Vorstadtidylle in Postkartenformat zurechtbiegen zu wollen. Reissen Sie sich also demnächst am Riemen, und machen Sie mit der Astrid weiter, die wir alle kennen und schätzen. Ich gedenke, dasselbe zu tun: zumindest im Hinblick auf das am-Riemen-reissen. Over and out.

Orlando hat gesagt…

@Zoé: Bravo, nun haben sie es fast geschafft und haben Schulterklopfen und balsamische Worte von den alten Bar-Idioten geerntet. Sie haben sich erfolgreich (selbst vor dem Einfaltspinsel A.) aus den Klauen des personifizierten Grossen Bösen Wolfes befreit und haben ein paar Runden als bunter Vogel gedreht. Dass sie so schnell abstürzen würden und krachend auf dem Bauch landen, konnten sie ja nicht wissen, als sie sich letzte Woche with flying colors "in die Gesellschaft von Menschen" zurückbegaben, gell.

Aber, merken sie's nicht? Ihre alten neuen Freunde mögen sie nicht wirklich. Sie sollen jetzt gefälligst einen Abgang machen. Man legt ihnen wortlos den Revolver hin. Nach zähneknirschenden Beteuerungen, wie intelligent man sie findet und ihre Videos mag, hat das Wohlmeinen der Gutmenschen schon ihr Ende. Wieso wohl? Wel es eben Arschlöcher sind, violà.

Und niemand, und schon gar nicht Arschlöcher, applaudieren gern und selbs- und neidlos dazu, wenn sich "a beautiful mind" entfaltet.

In einem Punkt hat Eisenhut absolut recht: Orlando hat immer gut zu seinen Frauen geschaut das gilt für Lina und es gilt für mila. Mit treffsicherem Instinkt hat er sie vor Gefahren gewarnt - aber sie wollten nicht auf den guten alten Orlando hören und haben sich in missliche Situationen begeben - with flying colors. Henu, was soll man sagen?

Astrid ist ein Frusthaufen: Das hilf- und belanglose, krampfhaft originelle Nonstop-Geschwätz aus ihrer Richtung versucht nur ihre grundsätzliche Orientierngslosigkeit und mangelnde Tiefe zu kaschieren. Intellektuell stark gefordert und charakterlich...nun, charakterlich in höchstem Masse instabil, würde ich sagen. Mit solchen Leuten ist kein Staat zu machen.

Und der ganze Rest des Operetten-Ensembles hier: sorry, I've no respect at all, guys. Das werde ich schon alsbald unter Beweis stellen, versprochen!

pöh! hat gesagt…

Orlando hat immer gut zu seinen Frauen geschaut das gilt für Lina und es gilt für mila.

woah, ob deine frauen solch gönnerhaft-herablassende sprüche wirklich schätzen?

und dass du keinen respekt und keine manieren hast, das musst du doch nicht mehr beweisen, das wissen wir doch alle bereits!

du big, bad wolf-e, du! grrrrr...

MZD hat gesagt…

Orlando, Sie wissen, mit der Bezeichnung "Freund/in" ging ich bereits in der Vergangenheit eher sparsam um. Dennoch wurde mir gerade kürzlich zum Verhängnis, das ich annahm, ich könnte eine alte "Freundschaft" wiederbeleben - der Wert dieses Wortes wird von den wenigsten mit der nötigen Sorgfalt bemessen. Lina und Sie bilden in dieser Hinsicht eine wohltuende Ausnahme, auf Ihrer beider Wort konnte frau sich jederzeit verlassen - wenn es einmal gegeben war.

Denken Sie aber nicht, es ginge mir hier um eine Art Beliebtheitskontest. Eher ist es so, dass ich in den vergangenen Jahren zu wenig frei von der Leber kommuniziert habe - jetzt holt mich dieser Mangel ein in Form einer fast zwanghaften Mitteilungsbedürftigkeit. Aber ich lasse es jetzt bleiben, ja?

Und bitte, während ich nicht dagegen gefeit bin, zunächst einmal das Beste von einem Gegenüber anzunehmen (nun, Gabi war diesbezüglich ein Betriebsunfall), gehen Sie mit anderen viel zu schnell - und viel zu streng - ins Gericht. Das war es, was mich bisweilen verstört hat, nicht das Wölfische als solches, habe ich doch der wilden Kreatur noch so gerne (und manchmal auch zu nachsichtig) das Halsfell gekrault.

Jedoch: wieso nehmen Sie automatisch an, dass ich mit der Gemeinschaft von Menschen ein virtuelles Forum meinte? :)

fufi hat gesagt…

@pöh!
Ist der Gamma-Quadrant dort, wo die Vulkane immer noch Bier spucken?
Der Weltuntergang hat nämlich schon längst begonnen! Damals nämlich, als die Menschen sich vom Fliegenden Spaghettimonster abwandten! Selber schuld, wenn sie jetzt nach Erlösung dürsten!

Und especially for you
Mathematiker, so sagen sie von sich selbst, seien Maschinen, die Koffein in Theoreme umwandeln.
Dann sind Physiker Maschinen, die Bier in Naturgesetze umwandeln. Prost!



@Anna2
Nachdem, was ich da so von und über drüben mitgekriegt habe, habe ich mich gestern für Grill-Kost entschieden. Du findest die Karte unter diesem Link:
(Etwas kompliziert, leider - aber lohnend!)

http://www.google.ch/imgres?q=714px-Cannibals+23232.jpg&hl=de&safe=off&sa=X&gbv=2&biw=1024&bih=587&tbm=isch&tbnid=51xQ_xTnj_4tuM:&imgrefurl=http://lexikon.freenet.de/images/de/thumb/f/f7/Cannibals.23232.jpg/&docid=uS5_gXsHJwObqM&itg=1&imgurl=http://lexikon.freenet.de/images/de/thumb/f/f7/Cannibals.23232.jpg/714px-Cannibals.23232.jpg&w=714&h=600&ei=jZ0JT66sCuH24QSNi72NCA&zoom=1&iact=hc&vpx=87&vpy=135&dur=203&hovh=206&hovw=245&tx=164&ty=92&sig=117805151622933135270&page=1&tbnh=120&tbnw=143&start=0&ndsp=18&ved=1t:429,r:0,s:0

S' hat noch vorigs, En guete!



@MZD

Für Dich habe ich das parat:

http://www.youtube.com/watch?v=6pJJ4Ps_AIE

Bist hier natürlich jederzeit willkommen, auch unter einem anderen Nick. Lass mich einen Vorschlag machen: Renate



@Orlando

Schade, hast du keine Dollars gekauft. Da hätte sich die Berghilfe nämlich mächtig gefreut.
Und die Flecken, die du da und dort hinterzulassen pflegst, hätte der Blocher wohl locker gereinigt.


@ C fka A (um Bits zu sparen)

This one is for you:

http://www.youtube.com/watch?v=suPVN-TNH_A&feature=related

Oh ich weiss, dass es schwierig sein kann:

http://www.youtube.com/watch?v=rZPcGmMhIWE

Und du hast da was von einem Lied namentlichstens "Seet home Carolina" geschrieben.
Fehlanzeige! S' heisst "Sweet home Alabama".
(Hoffe, damit keinen Fettnapf betreten zu haben!)

Aber vielleicht hast du ja eigentlich DAS da gemeint:

http://www.youtube.com/watch?v=UFAmbHSTKgM



Grinsend wünsche ich rundum was Gutes!

MZD hat gesagt…

Fufi, ehrlich, ich habs nicht so mit den 70ies, ausser, es ginge um Pink Floyd, David Bowie, Queen oder Led Zeppelin.

In der Bar erwähnte ich mal (leichtsinnigerweise), ich würde Selbstbespiegelung nicht unbedingt als die schlechteste aller Charaktereigenschaften einstufen. Und ich sagte auch, ich wäre dort, um mein Innerstes nach aussen zu kehren - um, nach erfolgter Läuterung, darauf wie ein 'bat out of hell' in das dämmernde Morgenlicht zu entschwinden (http://www.youtube.com/watch?v=8Q3H2UQYLzM).

Nun, ich habe durch die diversen Blogs hindurch diverse Larvenstadien durchgemacht, bis ich zu diesem, eminent wichtigen kam (man beachte bitte unbedingt die Implikationen des Videos):

http://www.youtube.com/watch?v=8yvGCAvOAfM

Man könnte nun meinen, ich wäre mittlerweile hierhin angelangt:

http://www.youtube.com/watch?v=acIU7yxzJ70&ob=av2n

Aber nein, das Grundthema lautet: Phoenix rising.

http://www.youtube.com/watch?v=k_dH6wp-qvQ

(videotechnisch aufgemotzt: http://www.youtube.com/watch?v=GF6kBNLTvaU&ob=av2n)

Es war wohl so etwas wie eine self-fulfilling prophecy. Allen (unfreiwillig) Beteiligten/Gequälten einen herzlichen Dank dafür!

fufi hat gesagt…

Tja, MZD da gibt's zwischen uns denn wohl einen zumindest musikalischen - Generation-Gap!
Ich verschon dich mit: The Who - My Generetion,
aber wenn dir die Zepps gefallen empfehle ich dir dringendst, mal dero Cover7Tribute-Band "Lez Zeppelin" zu hören.
Sind 4 Mädels, und die machen die Sache gut. Sehr gut. Süpergüet!
Findest sie natürli auf Youtube.
;-)nde Grüssli!

Lina hat gesagt…

MZD, lass mich aus "Süddeutsche Zeitung Magazin" (30. Dezember 2011) zitieren:

"Zum Jahreswechsel dürfen Sie sich entweder häuten, verpuppen und verwandeln. Oder sterben und wiedergeboren werden.
Was wählen Sie?
Was waren Sie?
Was werden Sie?"

In diesem Sinne: Grüsse zur guten Nacht.

Lina hat gesagt…

http://www.youtube.com/watch?v=5cPIFHBuU5k

Tiger hat gesagt…

Sweet home Carolina fand ich einen witzigen Witz... jetzt sag mir nicht, dass das nur ein Lapsus war...

Anna2 hat gesagt…

MZD: "Orlando, Sie wissen, mit der Bezeichnung "Freund/in" ging ich bereits in der Vergangenheit eher sparsam um. Dennoch wurde mir gerade kürzlich zum Verhängnis, das ich annahm, ich könnte eine alte "Freundschaft" wiederbeleben - der Wert dieses Wortes wird von den wenigsten mit der nötigen Sorgfalt bemessen. Lina und Sie bilden in dieser Hinsicht eine wohltuende Ausnahme, auf Ihrer beider Wort konnte frau sich jederzeit verlassen - wenn es einmal gegeben war." Hmmmmm, wem sagen Sie das? Tun Sie doch mal was, was Ihrem Ansprechpartner nicht passt, und schauen Sie, was dann passiert. Oder ist das einfach eine bilaterale Selbstbespiegelung, kreisen da die Narzissten umeinander? Meine Freundinnen und Freunde kann ich mir an den Fingern abzählen, und sie kennen mich alle seit mehreren Jahren, und keine/r hat mich gekauft oder ich sie. Gekauft heisst nicht notwendigerweise durch Geld, sondern auch durch übertriebene Geschenke, Gefälligkeitsdienste, den Glanz des Gegenübers und so weiter. Nein: zwischen Freunden besteht eine grundsätzlichere Affinität. Von dem her finde ich Ihre Verwendung nicht wirklich sparsam.

Oh, da fällt mir was ein -

Anna2 hat gesagt…

Lawrence Durrell, a sadly forgotten master of purple prose, in "Justine" - vorab ein Zitat aus ihrem fiktionalen Tagebuch:

"Idle", she wrote, "to imagine falling in love as a correspondence of minds, of thoughts; it is a simultaneous firing of two spirits engaged in the autonomous act of growing up. And the sensation is of something having noiselessly exploded inside each of them. Around this event, dazed and preoccupied, the lover moves examining his or her experience; her gratitude alone, stretching away towards a mistaken donor, creates the illusion that she communicates with her fellow, but this is false. The loved object is simply one that has shared an experience at the same moment of time, narcissistically; and the desire to be near the beloved object is at first not due to the idea of possessing it, but simply to let the two experiences compare themselves, like reflections in different mirrors. All this may precede the first look, kiss, or touch; precede ambition, pride or envy; precede the first declarations which mark the turning point - for from here love degenerates into habit, possession and back into loneliness." How characteristic and how humourless a delineation of the magical gift: and yet how true... of Justine!

Zitat Ende.

Es gibt auch solche "Freundschaften", die auf gegenseitigen Faszinationen beruhen, der gegenseitigen Kompensation von Defiziten, was immer. Schauen Sie genau hin.

Dieselbe Justine, incidentally, ein paar Seiten weiter in einer Klammerbemerkung über die Liebe: ("Damn the word. I would like to spell it backwards as you say the Elizabethans did God. Call it "evol" and make it a part of "evolution" or "revolt". Never use the word to me.")

He nu, nicht überraschend, wenn man die Sache so angeht!

Gute Nacht.

Orlando hat gesagt…

La main du Diable ou la main de Dieu - wie hübsch. Etwas was Gnomen nie verstehen werden (siehe direkt oben). Let's shed some light - denn es herrscht Dunkelheit im Lande geistiger Pygmäen, hier.

Wenn wir uns doch schon nur im virtuellen Reich von diesen zivilisatorischen Fesseln des Moralismus und des invaliden Nächstenliebe-Gedusels befreien und wahrhaft und echt uns selber sein können, dann frage ich mich schon, aus welchem Grund wir noch zögern sollten!? Radikale Lebensbejahung als Gegenentwurf zum gäbigen Nihilismus, zum kleingeistigen Modernismus - ja die Möglichkeit eines richtig vergnüglichen anti-kollektivistischen - und vor allen Dingen immoralischen - Experiments.
Rücksichtslosigkeit, Rauschhaftigkeit. Die einzig wahrhaft soziale Einstellung ist der rationale Egoismus (Ayn Rand). Unter dieser Prämisse werden Freundschaften möglich. Und deshalb: I celebrate myself!
Und Nietzsche lächelt hinter seinem Schnauz hervor:


"Ihr höheren Menschen, nach euch sehnt sie sich, die Lust, die unbändige, selige, - nach eurem Weh, ihr Missrathenen! Nach Missrathenem sehnt sich alle ewige Lust.

Denn alle Lust will sich selber, drum will sie auch Herzeleid! Oh Glück, oh Schmerz! Oh brich, Herz! Ihr höheren Menschen, lernt es doch, Lust will Ewigkeit,

- Lust will aller Dinge Ewigkeit, will tiefe, tiefe Ewigkeit!"

pöh! hat gesagt…

hehehe, orlando als westentaschen-zarathustra...

da hab' ich doch auch ein paar zuckersäcklein weisheiten vom guten fritz:

für die svp:
- Den Stil verbessern, das heißt den Gedanken verbessern.
- Man verdirbt einen Jüngling am sichersten, wenn man ihn verleitet, den Gleichdenkenden höher zu achten als den Andersdenkenden.

für orlando und sein verhältnis zu grossen denkern:
- Starke Wasser reißen viel Gestein und Gestrüpp mit sich fort, starke Geister viel dumme und verworrene Köpfe.

für orlando im speziellen:
- Auch die hohlste Nuss will noch geknackt sein.

für mila und ihre selbstkasteiung hier:
- Wer sich selbst erniedrigt, will erhöhet werden.

für mich:
- Wir müssen die Dinge lustiger nehmen, als sie es verdienen, zumal wir sie lange Zeit ernster genommen haben, als sie es verdienen.

und, last but not least, natürlich:
- Gott ist tot.

ein wahrer gemischtwarenladen der lebensweisheiten, der gute mann...

pöh! hat gesagt…

fufi, vulkan liegt im beta quadranten, romulanisches ale gibt's auch dort. der delta quadrant wird von der intergalaktischen svp (we are the borg - prepare to be assimilated. resistance is futile.) unsicher gemacht. im gamma quadranten tummeln sich die shapshifter des dominion...

also vielleicht doch besser im beta quadranten auftauchen...

Lina hat gesagt…

Klar, pöh!

Und, pöh! Du, pöh!, solltest nicht jede Kacke eines frauenfeindlichen, migränösen Syphilitikers, der in Sils Maria dauerspazierte und leider nicht subito in den See fiel und ersoff, für bare Münze halten, gelle, pöh!

Und ausserdem, pöh!: Alles Gute im Neuen Jahr!

pöh! hat gesagt…

was genau, lina, lässt dich, lina, darauf schliessen, dass ich das tue? "jede kacke" von nietzsche für bare münze zu nehmen? lina?

war's "zuckersäcklein weisheiten"? oder wars's "gemischtwarenladen der lebensweisheiten"? oder war's, lina, gar etwas drittes?

obwohl, den "antichrist" hab' ich dazumals mit vergnügen gelesen.

dir, lina, natürlich auch ein ebensolches neues jahr!

(ab dem 10. januar sollte dann aber doch langsam schluss sein mit den neujahrswünschen. finde ich.)

fufi hat gesagt…

jetzt lasst doch mal den Milanesischen Rossküsser liegen, wo er hingehört!
Bedenket Gottes Worte: Nietzsche ist tot!

Und @pöh!
Jetzt wird's mir aber langsam zu kompliziert mit den Quadranten, Ministranten, Sex-Tanten undsoweiter.
Da bleibe ich doch lieber im Bahnhöfli, Bauma!

Lina hat gesagt…

Hier sind die guten Wünsche bis zum 11. Januar erwünscht (möglicherweise aufgrund Verschiebung Julianischer/Gegorianischer Kalender). Wenn das in Pöhland anders ist: Sorry! War durchaus freundlich abgeschickt.

Meine scherzhafte Bemerkung bezog sich auf das "Gott ist tot".

Du bist leider noch immer komplett charmefrei und humorlos.

fufi hat gesagt…

Ach ja:
Hab grad vorher einen Hausbesuch vom Doktor bekommen.

Nichts Schlimmes!
Es war bloss der Herr Dr. Christoph Blocher, der mir meinen Kontoauszug brachte, wegen der Steuererklärung.
Aber ehrlich gesagt, ich bin sehr erstaunt, wieviel ich denn verdient haben sollund habe bisher auch gar nicht gewusst, wie reich ich bin!

Heil dir, Corruptia!

pöh! hat gesagt…

meine hauptwaffe: charmfreiheit... charmfreiheit und humorlosigkeit... meine zwei waffen: charmfreiheit und humorlosigkeit... und skrupellose effizienz... meine drei waffen: charmfreiheit, humorlosigkeit und skrupellose effizienz... und fanatische papsttreue... meine vier waffen... nein, unter meinen waffen befindet sich...

pöh! hat gesagt…

vom doktor, fufi? der herr blocher ist doch briefträger, hab' ich gemeint...

pöh! hat gesagt…

aber noch schnell ernsthaft, bzw. charmefrei und humorlos, lina: woraus hätte ich schliessen sollen, dass

a) sich deine replik jetzt genau auf das "gott ist tot" bezieht und

b) "jede Kacke eines frauenfeindlichen, migränösen Syphilitikers, der in Sils Maria dauerspazierte und leider nicht subito in den See fiel und ersoff" scherzhaft gemeint sein sollte?

fufi hat gesagt…

Tja, pöh!, mit den Herren Doktoren - und nicht nur mit denen - ist's halt schon so eine Sache, besonders, wenn sie denn auch noch Politiker sein wollen.

Da soll's welche geben, die scheint's noch zu blöd zum Abschreiben sind.

Und da solls doch auch irgendwelche erfolgreiche Volksschulabsolventen geben, die es zwar zum Unternehmer und militaristischen Oberst gebracht haben, aber dennoch den Unterschied zwischen "mein und dein" noch immer nicht kapiert haben.
btw: Zufall, dass der Zipp-Zapp-Zupp der Letzte ist, auf der Liste der Parlamentarierinnen?
Weil: es soll ja der letzte sein, den die Hunde beissen.
Oder ist der Letzte gar der Erste, der während der Legislatur "freiwillig" zurücktritt?
Jedenfalls kann's nicht weiter verwundern, dass www.bruno-zuppiger.ch derzeit "under construction" sein soll?

Nun, was ich damit eigentlich sagen wollte:
Es ist ja eigentlich ein gutes Zeichen für die Offenheit unserer Gesellschaft, dass gescheiterte Bundesräte und Doktoren - die Bewerbung als Ethik-Professor wurde bekanntlich von der HSG verworfen, jedenfalls als EHRLICHE Briefträger arbeiten KÖNNTEN! - Wenn sie denn wollten!

pöh! hat gesagt…

fufi, nichts gegen volksschulabsolventen, gell...

und das dilemma mit zipp-zapp-zupp ist, dass bei seinem rücktritt... nein, zum glück nicht mehr der schlüer, aber genau so schlimm, der gregor a. rutz nachrücken würde... auch eine ganz, ganz üble figur...

fufi hat gesagt…

lieber pöh!
:emoticon:
Da hast du mir aber einen gaaaanz grossen Leerschluck zur Verdauung gegeben!
Es war ein supermassives Loch, wo ich meine Sprüche entsorgen musste!

Aber sag mal: Wenn ich dich richtig verstehe, sprichst du da ja eh von der Liste der üblen Figuren in der CH-Politik?

Wusstest du, dass die Schrift recht eigentlich erfunden wurde, um Listen zu erstellen?
Listen der Guten
Listen der Einnahmen
Listen der Subventionen
und so ....

Lina hat gesagt…

Okay, pöh!, du bist eine Witzkanone erster Güte und hast den Charme eines Rudolpho Valentino.

fufi hat gesagt…

So, Lina und pöh!

Und jetzt reicht euch eure Hände, und dann gibt's ne Runde Gratis-Cüpli vür Alle!

OK?

pöh! hat gesagt…

warum so pampig, lina? wo hab' ich denn behauptet, ich sei witzig oder charmant? in meiner humorlosigkeit habe ich doch nicht mal deine "scherzhafte bemerkung" als solche erkannt...

pöh! hat gesagt…

übrigens, lina, entweder rodolfo oder rudolph, rudolpho geht gar nicht...

meine zwei waffen sind charmefreiheit und humorlosigkeit... und pedantentum... meine drei waffen sind...

Anna2 hat gesagt…

pöh, den kannte ich nicht, danke! "Man verdirbt einen Jüngling am sichersten, wenn man ihn verleitet, den Gleichdenkenden höher zu achten als den Andersdenkenden."

Hundertprozentig charme- und humorlos an Lina: Mit den Syphilitikerzitaten begonnen hat Orlando. Aber dem nehmen es "seine Frauen" nicht übel. Und an die andere "seiner Frauen": Dass Sie als Penelope Longstreet-Generikum ausgerechnet einen als Freund bezeichnen, der sich hier aufführt wie das Arschgesicht, als das er sich selbst und uns alle bezeichnet...? Talk about double standards. I rest my case. Und kehre zurück zum Alexandria-Quartett. Autistisch, dafür ohne die geringste Affinität zu Übermensch-Ideologien à la Ayn Rand. Good night.

MDZ hat gesagt…

Anna2, Sie erinnern sich, was jeweils (und gerade erst wieder) passiert (ist), wenn ich versucht habe, in einem Forum den diktatorisch-mässigenden Schiedsrichterstab zu schwingen? Eben. Fragt sich also, wenn MDZ nicht das Mass der Dinge sein kann, was die adäquate(re) Lösung sein könnte? Vielleicht, dass ein/e jede/r hier sich endlich einmal den zwischenzeitlich zu Ruhme gekommenen Arschtritt eigenfüssig verpasst, und man sich danach womöglich darauf einigen könnte, von Neuem zu beginnen? Mein Vorschlag an sie alle wäre: machen Sie tabula rasa. Räumen Sie auf mit allen unschönen Vorgeschichten, stellen Sie Ihre Eitekeiten hintan, kriegen Sie Ihre Ressentiments in den Griff - und lassen Sie gemeinsam etwas Rasant-Amüsant-Wahnwitzig-Haarsträubend-Überraschend-Schönes entstehen. Sie alle bringen das Rüstzeug dazu mit, weshalb wenden Sie es also nicht inhaltlich produktiv an, anstatt es bedauernswerter Weise dabei bewenden zu lassen, jeweils missliebigen Personen möglichst kunstvoll gegen das Schienbein zu treten?

Ich weiss nicht, wie es dem Rest von Ihnen geht, aber genau das ist es ja, was mich immer wieder dazu bringt, hier und andernorts teils wenig elegant meinen Hut zu nehmen: ich ertrage ins Persönlich-Private wuchernden Disharmonie(n) nicht, schon gar nicht auf Dauer. Und das bedeutet keineswegs, dass ich hier einen Konsens anstreben würde, oder gar eine Meinungsgleichheit. Keineswegs, das wäre auch mir, Penelope-Longstreet-kreuzbrav wie ich bin, schlicht zu langweilig. Aber etwas mehr gegenseitiger Respekt, etwas mehr Reflexion, bevor man den Nächstbesten übellaunig anpflaumt - wäre das wirklich so viel verlangt? Falls ja, sehe ich für mich definitiv keine Möglichkeiten, an Orte wie diese zurückzukehren. - Ihnen steht es natürlich frei, das anders zu sehen.

Und wenn wir schon bei diesen ganzen grossformatigen Literaturverweisen sind, möchte ich Ihnen zum Abschluss folgende zwei unterbreiten. Sie haben mich auf je eigene Weise in den letzten Tagen berührt, vielleicht gereichen Sie auch dem einen oder der anderen von Ihnen zur freudigen Einsicht? Ich würde es hoffen, denn eigentlich wäre ich gerne Teil einer vogelfrei-bunt-zwitschernden Blogschar. Nur eben nicht unter den gegenwärtig herrschenden Bedingungen; das kann (und will) ich mir nicht länger antun, stünde es doch diametral zu meinen (neugefundenen) Werten.

Ich komme damit zu Zitat Nr. 1:

"Beredsamkeit, die nicht mit der Logik übereinstimmt, Wahrhaftigkeit, die nicht mit der Vernunft übereinstimmt, Mut, der nicht mit der Gerechtigkeit übereinstimmt, Gesetzlichkeit, die nicht mit der sinngemäßen Anwendung übereinstimmt, sind wie ein irrender Wanderer auf schnellem Rosse oder wie ein Wahnsinniger, der ein scharfes Schwert schwingt." - Lü Bu We, Frühling und Herbst des Lü Bu We

Und gleich auch zu Zitat Nr. 2:

"Der Mensch rächt sich, weil er ein Recht darauf zu haben glaubt. Folglich hat er die ursprüngliche Ursache gefunden, und zwar das Recht. Also ist er nach allen Seiten hin beruhigt, rächt sich infolgedessen ruhig und erfolgreich, in der Überzeugung, dass er ein ehrliches und gerechtes Werk vollbringt. Ich sehe darin aber keine Gerechtigkeit, finde auch keine Tugend dabei; wenn ich mich also jetzt rächen wollte, so geschähe das nur aus Bosheit." - Fjodor Michailowitsch Dostojewski, Aufzeichnungen aus einem Kellerloch

Was immer Sie damit anfangen, seien Sie nach Möglichkeit geistvoll. Nutzen Sie diesen Raum je nach Bedarf für das Verrückte, das Dekadente, das Ausschweifende, das Asketische, das Analytische - Ihrer Phantasie sind prinzipiell keine Grenzen gesetzt. Vor allem aber: Trauen Sie sich endlich, seien Sie brillant. Nur zu - Sie alle haben es in sich, und wohl auch ein (tief verwurzeltes, leider jedoch gut verstecktes?) Bedürfnis danach, sonst wären Sie nie hier gelandet. In diesem letzen Punkt spreche ich bekanntlich aus bisweilen leidvoller, manchmal aber auch erhebender Erfahrung. Für mich war letzteres es in der Vergangenheit wert, mehrere Versuchsanläufe zu nehmen.

Anna2 hat gesagt…

MDZ, I just don't get it. Warum dürfen Sie dem Tiger sein Tigersein übel nehmen und ich dem Orlando sein Orlandosein nicht? Warum legen Sie an meinen Charakter höhere Massstäbe an als an denjenigen Ihres "Freundes"? Es ist offenkundig, dass der Typ ein Querulant ist. Er hat nicht nur mich, sondern auch fufis ganze Lounge wiederholt und primitivst angepflaumt, bevor ich ihn so widerlich zu finden begann, wie ich es jetzt tue. Und all das, weil ich nicht ins Pjöngjang Inn rüber wollte. Q.e.d., narzisstische Kränkung. Ich rede nicht so sehr über ihn, mir ist er egal, als *mit Ihnen* - wenn Sie schon beim Thema Selbstreflexion und so sind. Jedenfalls danke für Ihre guten Wünsche. Das mit der Brillanz überlasse ich liebend gerne anderen. Alle wollen brillant sein, alle wollen einen eigenen Blog... und wer liest, statt zu schreiben? Wer ist das Publikum für all diesen Glanz? Uns stille, langweilige Leser braucht es auch. Schlafen Sie gut!

Orlando hat gesagt…

Licht zieht eben auch Fliegen an, Schmeissfliegen. Wo ist meine Klatsche?

Leider habe ich nicht die Grösse, nicht die die Güte und schon gar nicht die Lust (Begriffserklärung siehe oben) - geschweige denn die kosbare Zeit, Himmel! - , hier den Clown zu geben - mir ist dieses Haus zu sehr von Angst, Gram, Wut, Mutlosigkeit verdorben. Gnome, die sich anderen Gnomen als rechte Gnomen empfehlen. Abwesenheit von Dreck, Schweiss, Körperbehaarung. In meiner Zirkusnummer werden Katzen an die Wand genagelt, es wird geraucht, geflucht, getrunken und ich haue dem entrüsteten Bürgertum, das in den Rängen sitzt und dämlich grölt, genüsslich die nackte Faust in die Fresse.

Das ist aber nicht poetisch, Orlando. Es ist nicht witzig und auch nicht nett. Nein.

Seiet Missrathene, ihr Geratene!

p.s.: Was ist laut dem Meister die Antithese? Ja, es ist der "letzte Mensch". Er ist des Lebens müde, geht kein Risiko ein, sucht allein Trost und Sicherheit. Sein Leben ist die Geborgenheit, zum Beispiel im grossen sozialen Ganzen an und für sich. Er ist Europa heute. Grosse Individuen kommen in seiner Welt nicht mehr vor. Seine Welt ist geprägt von Apathie ohne grosse Leidenschaften oder Commitment, unfähig zu träumen und man lebt darin so, dass man möglichst warm hat und niemandem weh tut und einem niemand weh tut. Der letzte Mensch sagt, er habe Glück gefunden, aber während er es sagt, zwinkert er mit dem Auge.

Mich dürstet. Was mach ich bloss mit meinem Durst?

Lina hat gesagt…

Diesen Brunnen leertrinken? Ich rate ab.

DZM hat gesagt…

Anna2, allein dass ich hier zwischenzeitlich wieder mitgeschrieben habe, zeigt ja, dass ich durchaus in einigen Punkten bereit bin, Eingeständnisse im Hinblick auf den Tiger zu machen - solange er mir nicht zu nahe kommt (sehen Sie, auch ich kann letzten Endes nicht ganz aus meiner Haut, Phoenix hin oder her). Wie Auguste bei früherer Gelegenheit sagte: wer mit den Leuten in diesem Etablissement nicht auskommt (oder nicht auskommen will), soll sich selbst hinauskomplimentieren. Ich habe mich daran gehalten, solange ich das Gefühl hatte, ich könnte einigen unter Ihnen nicht irgendwie doch zumindest ein klein wenig die Hand reichen.

Ihre Probleme mit Orlando fingen weit vor dem Pjönjang Inn an, seien Sie diesbezüglich ehrlich zu sich selbst. Und nicht nur Orlando hatte ein Problem mit Ihnen, auch Sie hatten ein Problem mit ihm. Nein, ich werde jetzt nicht nachtreten und den Ursachen nachgehen wollen, woher das wohl kommt, weil ich nicht nur wollen würde, dass Sie meine verbalen und nicht immer so brillanten Ergüsse lesen, sondern ich auch gerne die Ihren und die anderer lesen würde: zwecks Ergänzung, Horizonterweiterung, kritischer Erörterung - nennen Sie es, wie Sie wollen. So. Für mich heisst das eben tabula rasa - ich vergelte nicht (mehr) Gleiches mit Gleichem.

Aber wenn wir schon bei Ihnen sind: hat Sie jemand ursprünglich an den Haaren in die Bar geschleift? Sie sind doch ganz von allein gekommen, das gilt für alle hier. Und wie genau läuft das jetzt ab in der Lounge seit einiger Zeit? Wenn hier niemand auf den (hoffentlich!) kreativen Putz haut, regelmässig, ist sie auf lange Sicht dem Langweiligkeitstod geweiht - und das wissen Sie alle. Sie haben es also in der eigenen Hand, was Sie aus dem Ihnen von Fufi zur Verfügung gestellten Diskussionsraum machen wollen, aber wenn Sie mich dazu benutzen wollen, um Orlando oder jemand anderen aus diesen 'reinen' Hallen zu vertreiben, dann begebe ich mich doch lieber wieder in die geistige Reklusion. Oder in die Bar, zu einer weiteren Runde narzisstisch-katharsischer Selbstbespiegelung mit Orlando (stellen Sie sich vor, gerade erst kürzlich haben wir, noch bevor Sie mit Ihren Einwürfen kamen, über so etwas ähnliches gesprochen). Und wer weiss - vielleicht würde sich ja nach einiger Zeit auch das eine oder andere bekannte Gesicht wieder dort einfinden. Wenn nicht: tant pis. Die Blogwelt ist voller Möglichkeiten, man muss sie nur ergreifen wollen.

Und ich sage es gerne noch einmal: natürlich hätte es womöglich in dem einen oder anderen Fall etwas mehr Kritik (idealerweise in Form von Rückgrat-Beweisen) setzen müssen - jedoch weiss Gott nicht nur Orlando gegenüber. Aber Herrgottnocheinmalzumtausendsten - ich bin nicht die Blogwärtin, und ich eigne mich auch von meiner charakterlichen Ausstattung her so gar nicht für diese Rolle (leicht erregbare Sanguinikerin, die ich bin). Allerdings denke ich mittlerweile, dass erwachsene Menschen selbst in der Lage sein sollten, ihr öffentliches Verhalten zu regulieren (das gilt im übrigen auch für mich). Wenn ein wenig (Grund-)Anstand und ganz viel spannende Inhalte dabei rauskommen, wäre schon vieles erreicht - denken Sie nicht auch?

ZDM hat gesagt…

Kathartisch? Kathartisch. Aber ich müsste sicherheitshalber nachschlagen.

pöh! hat gesagt…

nein, orlando, licht zieht allenfalls motten an, aber keine fliegen und schon gar keine schmeissfliegen.

die dürften sich bei dir und deinem "Dreck, Schweiss, Körperbehaarung" viel wohler fühlen.

aber mal ehrlich, bist du nicht etwas zu alt für diese pubertäre musenalp romantik? sollte man die lebensphase, in der man sicher war, dass der "steppenwolf" für einem persönlich geschrieben wurde nicht irgendwann mal hinter sich haben und sich etwas weiter entwickelt haben?

ich hab's dir ja schon mal nahegelegt: mach, wenn du schon unbedingt hier schreiben musst, lieber wieder krawall, denn (und immerhin hast du das selber erkannt) das hier ist wirklich nicht witzig. es ist öd. und vor allem etwas peinlich...

p.s. dein ganzes ge-nietzsche funktioniert übrigens nur dann halbwegs, wenn du auch seine "gott ist tot" these akzeptierst - ansonsten zeigt es nur, dass du den mann überhaupt nicht verstanden hast...

hasta la vista, baby!

DMZ hat gesagt…

...aber um ganz deutlich zu sein in diesem einen Punkt, der mir doch sehr wichtig scheint: diese ganzen gott-losen (Klein-)Gemetzel - ich überlasse ihren Ausgang der Verantwortlichkeit jedes einzelnen von Ihnen. Bedenken Sie bitte auch, dass sich keiner von uns in der Vergangenheit hier durchweg mit Ruhm bekleckert hat; insofern würde ich auch von niemandem mehr verlangen wollen als das, was ich selbst zu leisten bereit bin. (Dies als Übersetzung dessen, was in den letzten beiden Texten zwischen den Zeilen steht.)

pöh! hat gesagt…

ach, komm, mila, orlando ist nichts anderes als der böse nachbar in "es kann der frömmste nicht in frieden leben, wenn es dem bösen nachbarn nicht gefällt" - er ist ein wichtigtuerischer, aggressiver und nicht zuletzt weinerlicher troll, der nur streit sucht . kreativ oder originell ist an dem kerl grad mal gar nichts.

was kümmerts dich, wie wir hier unsere zeit verbringen? wieso glaubst du uns vor dem "langweiligkeitstod" erretten zu müssen (apropos langweiligkeitstod: wieder mal bei "in vino veritas" vorbeigeschaut?)...

ja, wir sind durchaus selber in der lage, unser "öffentliches verhalten zu regulieren" (was immer das heisst). also schreib hier mit oder nicht oder whatever, aber spar dir doch deine ellenlangen, passiv-aggressiven erziehungstexte.

pöh! hat gesagt…

mila, weisst du was eine "DMZ" ist?

falls ja: hut ab vor der feinen ironie, falls nein, danke zufall für die feine ironie...

MZD hat gesagt…

Sagen Sie, Pöh, wollten Sie gestern eigentlich mit mir spielen, mich aus der Reserve locken? Ich kann mir nicht helfen, irgendwie hatte ich tatsächlich diesen Eindruck (wenigstens beim zweiten Lesen). Aber wenn es Ihnen nur darum gegangen sein sollte, mir noch ein Letztes über die Rübe zu ziehen, kann ich natürlich auch das akzeptieren.

Sofern Sie jedoch rhetorisch anbandeln wollten, würde ich Ihnen (gerade auch eingedenk Linas Reaktion) dringend empfehlen, etwas, nun, weniger ruppig vorzugehen. Dies gilt auch für Ihre Anbandelungsversuche Orlando gegenüber (ohne den Ihnen ja bisweilen ganz furchtbar langweilig zu sein scheint). So was nennt sich meiner Erfahrung nach Hassliebe, nebenbei bemerkt.

Orlando, ich goutiere die Schmeissfliegen nicht. Wirklich nicht. Mit den Motten hätte ich allenfalls leben können, war ich doch selbst so eine - wenn Sie sich recht erinnern mögen.

Daphne hat gesagt…

Ok Pöh, so geht das wirklich nicht. Soll heissen: ab in die Reklusion. Ihnen allen eine gute Zeit!

Orlando hat gesagt…

Diesen Brunnen? Nein, das Meer!

„Wohin ist Gott? rief er, ich will es euch sagen! Wir haben ihn getödtet, – ihr und ich! Wir Alle sind seine Mörder! Aber wie haben wir diess gemacht? Wie vermochten wir das Meer auszutrinken? Wer gab uns den Schwamm, um den ganzen Horizont wegzuwischen? Was thaten wir, als wir diese Erde von ihrer Sonne losketteten? Wohin bewegt sie sich nun? Wohin bewegen wir uns? Fort von allen Sonnen? Stürzen wir nicht fortwährend? Und rückwärts, seitwärts, vorwärts, nach allen Seiten? Giebt es noch ein Oben und ein Unten? Irren wir nicht wie durch ein unendliches Nichts? Haucht uns nicht der leere Raum an? Ist es nicht kälter geworden? Kommt nicht immerfort die Nacht und mehr Nacht? […] Gott ist todt! Gott bleibt todt! Und wir haben ihn getödtet! Wie trösten wir uns, die Mörder aller Mörder?“ (Aph. 125, Fröhliche Wissenschaft)

Nietzsche for Dummies. Ob jetzt mit Syphillis oder ohne: der Kerl hat das Drama des modernen Menschen gut beschrieben. Ich verweise auf die Eröffnungssequenz von Mad Men - ein Mann stürzt hinab (oder hinauf?), an Plakatwänden entlang. Taumel, Vertigo.

Wie trösten wir uns? Ja, wie?

Siehe oben: Es gibt den Weg der radikalen Lebensbejahung, der Selbstbeherrschung (und -entfaltung), es gibt den schöpferischen Impuls, der den modernen Nihilismus zu überwinden vermag - in dem sich der "letzte Mensch" so wohl fühlt. Und, wer weiss?, vielleicht kann man dann wieder Gott ins Auge blicken?

"To say 'I love you' one must know first how to say the 'I.'" (Ayn Rand)

Daphne hat gesagt…

Orlando, damit dürfte nun auch dem letzten klar geworden sein, welchen Narren ich an Ihnen gefressen habe. Für so was Dunkelfunkelndschönes muss man (frau) Sie einfach lieben. Ich zumindest. Was nicht heissen soll, dass ich Ihnen die Schmeissfliegen so leicht durchzugehen lassen gedenke wie teils noch in der Vergangenheit. Oder die Gnome. Oder die Arschlöcher (höchst unappetitlich, das!).

Bedenken Sie: der Wolf ist am Ende, ungeachtet der überaus scharfen Reisszähne und der ihn wesensmässig auszeichnenden urtümlich-archaisch-ungezähmten Wildheit, ein edles Tier. Im Gegensatz zur Hyäne, um ein aussagekräftiges Gegenbeispiel zu erwähnen - natürlich rein verständnishalber.

Lina hat gesagt…

Das Nichts, die Verirrung, der Sturz. Der Höllensturz? Daraus folgt der "moderne Nihilismus" (= Kinderkrippe und Homoehe?)?

Was Orlando irritiert: Uneindeutiges. Er will Ordnung in einen Laden bringen, der von der Unordnung und von der Differenz lebt. Er will Ordnung in den Menschen bringen, der leider höchst zwiespältig ist, ambivalent, so sehr Mistvieh, Idiot, Trottel und hoch irrational wie Liebender, Sorgender, Mitfühlender und zuweilen über Verstand ansprechbar, intellegibel handelnd.

Die Ordnung soll reaktionär sein; sie soll etwas herstellen, das es nie gab. Mit einem alttestamentarischen Gott in der Mitte, ein schlechtgelaunter Geselle, hardcorechristlich (nach Definition von Herrn Füglistaller aus Bremgarten oder Herrn Hugentobler aus Pfäffikon oder Mr. Soundso aus Alabama), der richtet und donnert, als gäbe es keine Theodizee, als seien alle Diskurse zur "Wahrheit" ungeführt geblieben. Zu seiner Rechten: Christoph Blocher.

Allesamt geeint in ihrem kleinen, heissen Hass auf das Intellektuelle und Kreative.

Für mich hat der feinsinnige Stilist und heitere Pessimist Jacob Burckhardt, der die Moderne für ein "räderschnurrendes Elend" hielt, Treffendes gesagt, nämlich, dass die neue Zeit all ihre "speciellen Literaturen und Culturen" opfert "gegen durchgehende Nachtzüge."

Das Problem scheint mir eben gerade nicht, dass es zu variabel und relativ zugeht, sondern dass die Tendenz zum Einheitlichen wirkt, zur Nivellierung. Die Nivellierung, das Mediokre wird verabsolutiert.

Lina hat gesagt…

Der Wolf ist so edel wie der Hamster. Wir wollen ihn edel.

Daphne hat gesagt…

Yep, Lina, wollen wir. Auch das hübsch frisierte, innere Meerschweinchen ist edel, auf die ihm eigene Art. Alles, was nicht Aas frisst, ist im Zweifelsfall edel, wobei ja selbst die Hyäne ihre Funktion erfüllt. (Und doch wäre wirklich nur zu gerne endlich ein Kätzchen, mit den vielfach thematisierten, schwarz-rot aufgemotzten Krällchen.)

Ich denke nicht, dass Orlando hier seine konservativ-reaktionäre Schiene fuhr, die auch mir seit jeher ein Stachel im Fleisch war - handelt es sich doch um eine Zusammenfassung längere Gespräche, die wir öffentlich und privat geführt haben, über Wochen und Monate. Aber soll er für sich selber sprechen; ich werde ungeachtet dessen die Zeilen so interpretieren, wie ich es tat. Diese Freiheit des Rezipienten nehme ich mir jetzt einfach mal heraus, schnurzfrech.

Und, äh, bei der letzten Sprengung meiner e-mail-Konti ist mir ein grober Schnitzer unterlaufen, ich habe, ergriffen von einem dieser unberechenbaren sanguinischen Zornesanfälle, Deine e-mail-Adresse sträflicherweise mit in die Luft gehen lassen... Du könntest Sie, wenn Du magst, dort hinterlegen, wo wir zuletzt miteinander diskutiert haben?

pöh! hat gesagt…

orlando, du bist in bester gesellschaft mit deiner nietzsche-verehrung:

Hammertyp! Ich bin immer wieder erstaunt, dass andern Leuten auch geile Sachen einfallen.
dieter bohlen über nietzsche, stern 41/2008

mila hat gesagt…

Aber hallo, Pöh, bekanntermassen bin ich die kritische Nietzsche-Verehrerin. Wenn es also um selbigen für/in alle/n Lebenslagen (vorzugsweise im Taschenformat) geht, bin ich die richtige Ansprechperson. Und wissen Sie, was meines Wissens nach das Grossartigste war, das Nietzsche je geschrieben hat? Genau:

„Man muss noch Chaos in sich haben, um einen tanzenden Stern gebären zu können.“ (Werk: Also sprach Zarathustra)

Zudem hat derselbe Nietzsche (war es derselbe? oder waren es womöglich doch mehrere? Verpuppt-Entpuppt-Verpuppte?) immer wieder in aller Deutlichkeit hervorgestrichen, dass Überzeugungen die gefährlicheren Feinde der Wahrheit sind als Lügen. - Aber wir wollen hier eigentlich keine Nietzsche-Exegese betreiben, nicht wahr?

Übrigens denke ich, dass ich wieder mila sein möchte. Genaugenommen: Mila X.0.

mila hat gesagt…

Widerspenstige, falls Sie hier unter Umständen mitlesen: Ihnen ist sicher klar, wer Amanda, diese 'dea ex machina' ist - Sie müssen nur auf die Schreibweise (Interpunktion, Eigenarten wie Hervorhebungen in Grossbuchstaben etc.) achten, sie wird von den meisten Nickwechslern amateurhaft/kurzsichtig vernachlässigt. Wodurch sie sich nur allzu schnell zu erkennen geben - sagt eine, die es wissen muss.

Und so leid es mir tut: der MB ist als Kapitel für mich definitiv gegessen. Deshalb diese letzte Anmerkung hier; es werden keine weiteren folgen. Nur ärgert mich, zugegebenermassen, dieser geradezu groteske Rückfall in Double Standards: von jemandem, der stets Wasser predigt, aber Wein trinkt, und zwar nicht zu knapp.

pöh! hat gesagt…

Ob jetzt mit Syphillis oder ohne: der Kerl hat das Drama des modernen Menschen gut beschrieben.

blödsinn. nietzsche hat seine eigene lebensuntüchtigkeit in einer "umwertung aller werte" zu etwas erstrebenswertem umzudeuten versucht. und herausgekommen dabei ist, neben einigen durchaus catchy aphorismen, v.a. dunkler kitsch, der mit sprachgewalt vernebelt, dass der inhalt irgendwo zwischen höherem blödsinn und unmenschlichkeit mäandriert.

nicht umsonst erwiesen hitler und mussolini nietzsche ihre reverenz: höherer blödsinn und unmenschlichkeit, verpackt in dunklen kitsch waren auch die hauptmerkmale ihrer ideologien.

pöh! hat gesagt…

mila, der tanzende stern ist ein paradebeispiel für den in schöne sprache verpackten blödsinn!

und war übrigens der spruch, der dieter bohlen obiges zitat entlockte.

mila hat gesagt…

Pöh, Sie haben ja erklärtermassen um Veritas einen grossen Bogen gemacht, deshalb kann ich es nachvollziehen, dass Sie hier noch einmal Themen durchkauen wollen, die wir dort bereits in aller Ellenlänge abgehandelt haben - mein individueller Bedarf hinsichtlich der Deutung der Person Nietzsches und Ihres bisweilen zweifelhaften Einflusses auf den schriftstellerischen Nachlass ist jedenfalls bis auf weiteres gedeckt (aber Orlando mag das anders in der Tat anders sehen).

Mein Fazit, würde ich mich denn zu einem aufraffen wollen, wäre dieses: jeder Denker ist zwangsläufig dazu verdammt, seine Biografie (und seinen Körper; danke, Lina!) in seine Arbeit(en) hineinzutragen - selbst die Cleversten unter ihnen. Und zumindest letzteren ist dieser Umstand auch nur zu deutlich bewusst. In Nietzsches Fall kann man die mitunter tragische Dimension dieses notwendigen Vorgangs in seiner ganzen Tragweite - gleichsam Schritt für Schritt, Werk für Werk -nachverfolgen, schrieb er doch zeitlebens um sein Leben. In aller Radikalität. Und manchmal auch mit einer geradezu atemberaubenden Sensibilität und Grösse.

mila hat gesagt…

...aber natürlich können Sie das alles für Blödsinn halten. Habe rein gar nichts dagegen! Sie wissen ja: de gustibus etc. pp.

So, und jetzt muss mila in andere Tastaturen hauen. Mussmussmuss!

pöh! hat gesagt…

paul valéry: "nietzsche ce n’est pas une nourriture, c’est un excitant."

ich will hier gar nichts durchkauen, du und orlando habt den alten fritz doch hier reingeschleppt (look what the cat dragged in!). ich erlaube mir einfach, darauf zu reagieren.

pöh! hat gesagt…

wenn's kein blödsinn ist, dann erkläre mir tumbem "letzten menschen" doch mal, was der sternenspruch bedeuten soll?

mila hat gesagt…

Orlando mag ihn hereingeschleppt haben, Du hast auf der Klaviatur weitergespielt, ich habe die Töne aufgefangen - ist doch ein halbwegs redliches Zusammenspiel. Aber eben, ich bin es etwas überdrüssig, dieses zuweilen irrlichternde "excitant" noch und nöcher in Schutz nehmen zu müssen, u.a. vor diesen ganzen Interpretationen, die es ausschliesslich in die Nazi-Ecke gestellt haben wollen...

Eins kann ich jedenfalls ruhigen Gewissens behaupten: ohne Nietzsche wäre die Philosophiegeschichte des 20. Jahrhunderts eine andere gewesen: kein Jaspers (yay!), kein Cassirer (doppel-yay!), kein Freud (zähneknirsch), kein Heidegger (gähn), kein Wittgenstein (?), kein Sarte (sehr ambivalentes yay) - sozusagen kein überhaupt. Und vor allem kein Foucault.

mila hat gesagt…

Was der Sternenspruch bedeutet? Ja, aber hast Du Linas Kommentar nicht gelesen?! Er bedeutet alles das, und ein Vielfaches, Unaussprechliches mehr.

mila hat gesagt…

Du hast auf die Klaviatur gedrückt - das wärs gewesen. Ich muss mir wirklich wieder angewöhnen, nicht derart hemmungslos in die Tasten zu hauen, sondern etwas mehr sorgfältiges Redigieren (potentiell auch: Kürzen) zu betreiben. Aber jetzt (Achtung: Slapstick!): tschüss fürs erste.

pöh! hat gesagt…

welchen kommentar von lina?

und was ist höherer blödsinn denn anderes, als etwas, dass alles und nichts bedeutet? bist es nicht du, die jeweils wert auf genaue sprache legt? und hier bewunderst du etwas, das das genaue gegenteil davon ist: einen esoterischen spruch, der zwar cool tönt, genauer betrachtet aber überhaupt nichts aussagt und somit von jedem nach eigenem gutdünken ausgelegt werden kann...

mila hat gesagt…

In einer Hinsicht verstehst Du mich völlig falsch, Pöh: ich bin die erste, die sich dafür aussprechen würde, dass gerade im Poetischen (nicht: Esoterischen) so manche Wahrheit verborgen liegt, die, un-fassbar respektive un-aussprechlich, wie sie für den zerstückelnden analytischen Geist ist, sukzessive an Bedeutung verliert, je mehr man sie in den Denk-Raum absoluter Klarheit zu ziehen versucht. Lina sagte: der Mensch ist zwiespältig, ambivalent. Genauso verhält es sich mit (vermeintlichen) Gewissheiten, und der grösste Irr-Glaube, dem man meiner Einschätzung nach überhaupt verfallen könnte, wäre derjenige an so etwas wie absolute Eindeutigkeit.

Es ist im Zweifelsfall solches Bewusstsein, das in die Wüste totalitärer Ansprüche führt. - Einmal mehr konnte ich es nicht lassen.

mila hat gesagt…

geistige Elendswüste. - Wieso fallen mir die träf(st)en Formulierungen erst im Nachhinein ein? Weil ich ob so viel spannenden Diskussionsstoffs zuvor nicht sorgfältig genug redigiere. Führen Sie mich also nicht weiter in Versuchung, Pöh, zumindest nicht jetzt, wo ich anderweitig zu tun habe.

Lina hat gesagt…

Das Raunende, das Verdunkelnde bei Nietzsche spricht mich nie an, die Emphase der Predigt selten, der allgemeine, saufreche Rhythmus, die ungeheure Modernität, angriffig, schnell, verknappt, scharf, diese Leidenschaft und zuweilen betörende Sinnlichkeit, die streng-befreite Sprache voller persönlicher Kraft: immer. Eine einsame Qualität, die grosse Bewunderung und heftige Abneigung fördert, wohl kaum Liebe. Nahrung ist das nicht, nein. Die Lektüre wirkt tonisierend, verstörend, sie treibt an oder ärgert. Sie gebärt keine Sterne, sondern Jünger, Anhänger, Neider, Nörgeler. Sie stiftet(e) nicht nur heilsame Verwirrung, sie ermunterte verwirrte Geister mit eiskalten Herzen. Wir können die Rezeptionsgeschichte nicht ignorieren, leider.

mila hat gesagt…

Ein Paradoxon, das Nietzsche selbst von sich behauptete, keine Schüler heranziehen zu wollen (die Neider und Nörgler hat er wohlweislich vorausgesehen)? Meinte er es womöglich nicht ernst, als er es niederschrieb? Und ja, die Rezeptionsgeschichte können wir nicht umgehen, weder im Guten noch im Schlechten - bekräftige insofern das 'leider', allerdings eingedenk dessen, dass sich selbst im Schlechte(st)en ein Lehrstück findet.

*und weg*

pöh! hat gesagt…

tja, das ist dann eben die frage: ist nietzsche philosoph oder poet?
für mich, wohl kaum überraschend, letzteres - für dich, ich pokere: beides (was für mich, wohl ebensowenig überraschend, nicht geht).

und mit dem un-aussprechlichen wären wir dann ja bei wittgenstein...

das ist wohl der grosse unterschied in unseren weltsichten: ich glaube, dass es absolute gewissheiten gibt:
die erde ist rund und kreist um die sonne, alles leben ist endlich, menschen gebären keine tanzenden sterne und gott ist nicht tot, es hat ihn nie gegeben (das mit dem tanzenden stern war ein kläglicher versuch, etwas weniger humorlos zu erscheinen... und charmefrei...).


fühl dich nicht gezwungen, hier jeweils gleich wieder was hinzuschreiben... mein zeugs steht auch morgen und übermorgen noch da.

und noch ein verspäteter guter vorsatz für dich: "ich verabschiede mich nie mehr in einem forum, egal wie sicher ich bin, dass ich dort nie, nie mehr etwas schreiben werde!"

mila hat gesagt…

Pöh, ich bin eine sozusagen intrinsisch Getriebene, wittere ich erst einmal diskussionswürdigen Diskussionsstoff - solche Fährten führen unter Umstanden zu stundenlangen Internet-Recherchen, kokettierenden Nachfragen, kaum mehr zu bremsenden schriftlichen Verarbeitungsversuchen (ich bin so ein Mensch, der seine Gedanken mit Vorliebe redend/schreibend ordnet)... Und da ich mir meine Arbeitszeit (leider) freier einteilen kann als die meisten anderen, sind mir von struktureller Seite her keine Grenzen gesetzt; allenfalls von selbstdiszinierenden Massnahmen. Doch wenn die lieben Argumentationspferdchen mit mila durchgehen... Du erblickst sicherlich das Dilemma. (Ob 'Freedom' eine Lösung böte? Wohl kaum für jemanden, der sich technisch nicht gern gängeln lässt.)

Ob Nietzsche Philosoph oder Poet ist? Kommt darauf an, welche seiner Schriften Du in Betracht ziehst. Auf jeden Fall hat er die Moral-, Wahrheits-, Wissenschafts- und Religionskritik auf neue Grundlagen gestellt, basierend auf einer bahnbrechenden, eben: modernen Erkenntnislehre.

Ist die Erde rund? Was sagt denn beispielsweise die Quantenmechanik dazu? Ich würde mich ja in dieser Hinsicht schon länger gerne belehren lassen. Einem Deiner Aufzählungspunkte würde ich allerdings jetzt schon glatt widersprechen: die Erde kreist nicht, wenn schon ellipsiert sie um die Sonne... Zum Rest definitiv ein ander Mal.

Und was die guten Vorsätze betrifft: diesbezüglich beschränke ich mich nach wie vor auf Daphnes numerologisch ermittelte NZZ-Jahres-Schicksalszahl: 6. Ich mag ja unter mehreren Namen laufen, doch hat dies keineswegs zu bedeuten, dass ich eine zwiegespaltene Oberpersönlichkeit wäre.

Lina hat gesagt…

„Man muss noch Chaos in sich haben, um einen tanzenden Stern gebären zu können.“ (Also sprach Zarathustra)

Grundsätzlich: Hoffnung für die Lebendigen, auch für die Unangepassten oder für die - in den Augen der Gesellschaft, die wacht und straft - schrägen Vögel, für die Ver-rückten, für die Aussenseiter, die Künstler, die belächelten Poeten und Vagabunden, für die sog. "Versager", für verkrachte Existenzen.

Angriff auf das geordnete, reglementierte, bürgerliche Bürolisten- und Erbsenzählerleben der Gekämmten und Geduschten, die ihre Ordner auf den inneren Regalen im Griff haben oder zu haben glauben, die s i c h im Griff haben, ihre Pläne, die Liebe, Steuern, "Hobbies", das (Vor-)Gärtchen ihres Lebens, das ihnen erscheint wie der geordnete Kosmos. Ordentliche Menschen, also, ordentliche Professoren. Die Braven. Die Verwalter. Die Wisser. Die Biedermänner. Die Beurteiler. Die Aasfresser, vollgestopft mit Sekundärtugenden.

Der tanzende Stern. Ein Kind? Das Kind. Denn drei Dinge seien uns aus dem Paradies geblieben, meint Dante: Sterne, Blumen und Kinder. - Sterne sind Kinder sind Blumen sind Sterne sind Kinder sind Blumen?

Mein eigenes strahlendes Kind als tanzender Stern, im Dialog mit mir und mit meinem inneren Kind, das ich mir bewahrt habe oder das sich bewahrt hat, das sich vor mir und meinem Willen, erwachsen zu werden, geschützt hat, das innere Kind, das heil geblieben ist, unerzogen, munter, lebendig, ein Milchschnäuzchen über dem Mund, lautes Lachen und Kichern, jederzeit bereit, ein Spiel zu spielen und auf Bäume zu klettern, auf den Boden zu spucken und imaginäre Purzelbäume zu schlagen. Das Kind in mir und vor mir: Im Dialog mit mir als erwachsener Mensch, der nur lebendig bleibt, wenn er im Gespräch mit dem inneren Chaos ist, dem Ungebändigten, Unaufgeräumten, auch Unbenannten, dem Unkontrollierten, dem Triebhaften, von überkandidelten Zivilisiertheiten und Sachzwängen, allgemeinen Freundlich- und Gepflogenheiten Unbeleckten.

Das Kunstwerk als tanzender Stern. Eine Melodie. Und der Tanz dazu. Die grosse Symphonie. Die grosse Stimme. Installation. Farbe, Form, Linie, Kontur, Bewegung auf Papier, auf Leinwand. Skulptur. Gedanken, Text, Poesie. Der Stern, der tanzend einlädt, mit ihm im Licht eine Runde zu drehen, bevor wir alle abstürzen. Der Stern, der eine Art Erinnerung in uns aufkeimen lässt, eine Ahnung über Urstoff, Gott, Materie, Geist, Schönheit, Heimat, Rhythmus. Der Stern, der ungeheuren Appetit macht und Mut.

Der tanzende Stern: ein Kind, die Kunst. Oder ein einziges Wort.

pöh! hat gesagt…

ja, natürlich bewegt sich die erde auf einer elliptischen bahn um die sonne... aber wir wollen mal nicht päpstlicher als der papst sein, sonst wäre die erde ja auch keine kugel sondern ein rotationsellipsoid...

so, jetzt muss ich aber weg!

mila hat gesagt…

Ein Wort: das war (pure) Magie, liebe Lina; reinste, Vergangenes heraufbeschwörende (und womöglich Zukünftiges ankündigende?) Magie. - Ok, das waren jetzt mehrere Worte: genau genommen - ja, genau genommen: wievele? zählen Adjektive als eigenständige Worteinheiten?

Verknappung fällt meinen munter vor sich hin plappernen virtuellen Alter Egos zur Zeit bekanntlich schwer, doch bleiben sie angesichts solcher Sprachkunst im Grunde sprach-los zurück.

Lina hat gesagt…

Mila, heute ist ein Tag, strahlend, prickelnd, hell, Verheissung und Versprechen. Ich werde mein Bestes geben. Mein Bestes. Alles, was ich habe.

Die E-Mail-Adresse wartet auf dich. Ich muss leider weg. Nicht ohne herzlichen Gruss, liebe Mila.

Anonym hat gesagt…

hmm..., wenn wolf und hamster edel sind - was ist dann "big bad wolfe"?

(also fragte auguste)

auguste - sounds like orlando's bar here again, today

fufi hyanisticus hat gesagt…

@Daphne
Hyänen sind GEIL!
Da haben nämlich sogar die Frauen einen, naja, halt eben doch nur Pseudo-Penis!
Aber es ist nicht deswegen, dass fufi Hyänen mag!
Die Viecher sind echt schnuckelig!

equiditas fufi hat gesagt…

iam satis niecztis!
Würde der Lateiner vielleicht sagen?

Aber was er damit meinen täte:
Hört doch mal auf, über das alte Niechtsche zu streiten. Von Niechtsche kommt eh nichts Riechtsches!

Ok, er hat da ja mal den 2. Hauptsatz der Ernährungslehre formuliert:
Der Mensch ist, was er isst.
Der Mensch war, was er geschissen hat!
Bloss litt der Kerl unter intrazephaler Diarrhoe!

Weil nämlich:
http://www.stupidedia.org/stupi/Nietzsche

Ich denk, ich knutsch ein Pferd!

Guet Nacht, also!

mila hat gesagt…

Also, bei der Erwähnung von Hyänen habe ich stets folgende, wenig schmeichelhafte Szenerie im Kopf:

http://www.youtube.com/watch?v=MFe7_udohbY

Einen schönen Abend allerseits!

Anna2 hat gesagt…

Danke allerseits!

Das Nietzsch nietzschet, fufi?

Ob er wirklich um sein Leben schrieb, bleibe dahingestellt. Im übertragenen Sinn wohl schon. Seine Krankengeschichte generiert jedoch bis heute unzählige Publikationen. Sein gestörtes Verhältnis zur Geborgenheit dürfte sich aus dem Frauenhaushalt erklären, der ihn stets umsorgte. Ich halte den Schluss a minore ad maiorem in diesem Fall für nicht zulässig.

Anna2 hat gesagt…

O Mensch, gieb acht!
Was spricht die tiefe Mitternacht?
Scheiss auf die Geborgenheit.
DEIN Leben: es ist DEINE Zeit.
Schmeiss das Goof zum Fenster raus!
Das Boot ist voll in DEINEM Haus.
Soll's marodieren
in den Quartieren.
Kind, was flennsch?
Früh übe sich der Übermensch!
DU dieweil durchzuckst verzückt
ganze Nächte, ganz entrückt,
nts-nts-nts-nts, zugedröhnt,
wenn nicht grad DEIN Lover stöhnt.
Geil! Dionüüsisch! DEINE Zeit!
Denn alle Lust will Ewigkeit,
will tiefe, tiefe Ewigkeit!

hehe hat gesagt…

lando macht wieder zoff? will er sich wieder blamieren mit seinem üblen mundgeruch, nachdem mit ihm niemand so recht fiskutieren will in seiner johannis-höhle? mila hat er schon infiziert, schade. pass auf, lando, dein spiegel steht hinter dir...

Anna2 hat gesagt…

Rationaler Egoismus, pff. Ewigkeit, pff. Das Kind will die Mama, besonders wenn es mit einer Mittelohrentzündung darniederliegt; daher habe ich so früh Zeit. Also, wenn hier jemand épater les bourgeois spielen will, dann greife er bitte zu schwererem Geschütz als Fuditätsch-als-Kulturgut. Les bourgeois chanteraient seulement: Fais-moi mal, Johnny... http://www.youtube.com/watch?v=AxpGNj1GTBo und, um weiteren Epat-Versuchen vorzugreifen, das da gleich noch dazu: http://www.youtube.com/watch?v=dCHi5apc1lQ Nous, on se prend tous pour Voltaire. Non? Et l'un d'entre nous pour Casanova, bien sûr. Bonne nuit. Und danke für den Link zu Barbara, Lina; der hat mich zu den Vian-Aufnahmen zurückgeschickt.

Lina hat gesagt…

http://www.youtube.com/watch?v=-F_9fgtEKYg

mila hat gesagt…

Ach, hehe, was wäre so ein lustiges Bar/Lounge-Treiben ohne Sie! Wirklich, man hätte Sie vermisst, wenn Sie es unterlassen hätten, sich subito zurückzumelden! Nur schade, dass sich Ihre Originalität tatsächlich darauf zu beschränken scheint, fiese Seitenhiebe und Blutgrätschen auszuteilen... Es verfügt eben nicht jeder über den Ehrgeiz, auf einem neuen Blatt zu beginnen und - was, mit Verlaub, der springende Punkt ist - doch ab und an zu zeigen, was inhaltlich möglich wäre. In Ihrem Fall bin ich mir sogar sehr sicher, dass Sie vieles beizutragen hätten - tragischerweise begnügen Sie sich mit eher perspektivlosem Trollen. Nun denn, Ihre Entscheidung. Aber wie gesagt, auch auf diese Weise dürfen Sie sich gerne weiter mit beteiligen. Sie müssen allenfalls damit rechnen, dass man Sie gefliessentlich ignoriert, aber das ist nichts, worüber ich mir allzu grosse Sorgen mache - haben Sie doch schon in der Vergangenheit bewiesen, dass Ihnen die kalte Schulter anderer nichts ausmacht.

mila hat gesagt…

Anna2, so sehr mich der Gedanke an Voltaire verlockt, - verdanken wir ihm (im Verband mit anderen grossen Geistern seiner Zeit) doch das Geschenk der Encyclopédie und entstammen seiner Feder in alle Ewigkeit geflügelte Worte wie diese:

"Alles was du sagst, sollte wahr sein. Aber nicht alles was wahr ist, solltest du auch sagen."

und:

"Eines Tages wird alles gut sein, das ist unsere Hoffnung. Heute ist alles in Ordnung, das ist unsere Illusion."

- möchte ich jetzt einfach mal dieses Kätzchen (vorzugsweise Nermal) sein, wenn ich darf - darf ich? Und was ich mit schwarzrot meinte (nein, nicht 'Le rouge et le noir'), davon vermittelt folgende Verlinkung eine erste Ahnung:

http://www.youtube.com/watch?v=NrgcRvBJYBE

Wie schade, dass es sich beim Sänger um ein mörderisches Schwein handeln muss. But then again - die Frage um die Trennung von Kunst und Person, wir werden sie wohl nie abschliessend erörtern können.

mila hat gesagt…

(Nicht-)Trennung von Kunst und Person. Das (Nicht-) ist in diesem Fall ja in der Tat essentiell.

fufi hat gesagt…

Achtung rundum!
Kann nichts dafür wegen dem neuen Outfit!

Mag Nietzsche dennoch nicht. Devinitif KEIN Filosof, Poet auch eher negativ. - ??????
@Anna2
Was KANN das Nietzsche denn überhaupt anderes als Nietzschen? Ich meine, das Sein kann ja auch nichts anderes als seinen?

Und namal: fufi liebt Hyänen!

Orlando hat gesagt…

"Malfaisant, buveur, au demeurant le meilleiur fils du monde" (Rabelais, Pantagruel, 1532)

Natürlich ordne, strukturiere, bemesse, quantifiziere, bewerte, bestimme, interpretiere und urteile ich - ich habe (Gott sei dank!) einen Verstand mitbekommen bei der Geburt!
Eine heile Welt voller imperfekter, unfertiger, ambivalenter, irrationaler Blumenkinder mit gepiercten Bauchnäbeln (um die sich alles dreht) schilderst du, die so dämlich in die Welt grinsen wie Anna Rossinelli, ja, das ist ein Ort in dem man sich treiben lassen kann, wo sich alles nach unten nivelliert, wo das Mediokre Urständ feiert.

Nebenbemerkung: Habt ihr gesehen wie das Gelhaar und seine "starke und eigenwillige" Paki-Frau im Strassengraben liegen, nachdem die Dampfwalze über sie hinweggerollt ist? Der gerupfte Gockel spielt noch den mondänen English-Speaker im Moment seiner Schmach - ein Spekulant und ein Gauner und ein Lügner. Hihihi, ich frag mich schon, was (oder, frei nach G. Blocher: welche Wildsau) als nächstes vor die Flinte hüpft...? Ich krieg mich nicht mehr ein vor Schadenfreude! Im Tagi: ein ganze Seite Leserbriefe gegen Blocher. Den überbringer der schlechten Nachricht verteufeln. Tja.
Siehst du das meine ich mit Nihilismus: die totale Relativsetzung jeglicher Werte. Natürlich geben in solch einer Gesellschaft die Hasardeure, die Wirbellosen, die Parvenus, diejenigen, die ihre Ansichten und werte nach der Frühlingsmode ausrichten den Ton an.
Dem Schawinski möchte ich einmal so richtig fest weh machen.

So unpoetisch Orlando, nein! Wie wüst, deine Worte.

ja, und: "Hass auf das Kreative, Intellektuelle"? Kunst darf keine Entschuldigung für Dummheit, Ignoranz und Geltungssucht sein. Jeglicher "Kulturbetrieb" fürdert das Mediokre und vernichtet das Starke, Echte. Ein Unternehmer ist für mich ein grösserer Künstler als Hirschhorn. Und was zur Hölle soll "intellektuell" sein?

Ich glaube, hierin unterscheidet sich der Elitarismus Nietzsches von deinem, die du gnädig auf die unperfekten Menschen im Tal herablächelst: das Starke muss sich gegen das Schwache durchsetzen und es zerstören, wobei es nicht um biologisch-soziale Kriterien gehen kann (Gott bewahre!), nicht um Revolutionen, Volksstürme (ausser, sie machen Spass!), Bürgerkriege und Parteiprogramme, sondern um den Kampf gegen moralische Schwäche, Dekadenz, nihilistische Verwahrlosung. Darum geht es im Übermensch-Komplex. Es ist ein Kampf, der eher IM Menschen ausgefochten wird. Es ist der Kampf eines jeden gegen seine lebensuntüchtigen Anteile. Deshalb lese ich derzeit so gerne Ayn Rand.

Der tanzende Stern - bin berührt.

Und noch mehr Nietzsche zum Abschluss: "Des Mannes Gemüth aber ist tief, sein Strom rauscht in unterirdischen Höhlen: das Weib ahnt seine Kraft, aber begreift sie nicht." (Zarathustra)

Schönen Abend.

Lina hat gesagt…

"...ich habe...einen Verstand mitbekommen bei der Geburt!"

-- Wie alle Menschen. Wie potent dieser Verstand ist, lautet die Frage, nicht ob du einen hast.

"Eine heile Welt voller imperfekter...ambivalenter...Blumenkinder mit gepiercten Bauchnäbeln...schilderst du."

-- Da hatte ich wohl gerade die Agneta-Perücke auf. Da war ich wohl mit Drogen zugemüllt. Ich kann mich nicht erinnern, so etwas Beknacktes geschrieben zu haben; es muss von dir sein.

"Gelhaar", "Paki-Frau", "Strassengraben", "Dampfwalze", ""gerupfter Gockel", "Schmach", "Gauner", "Lügner", "Wildsau", "Flinte", "Schadenfreude", "Hasardeure", "Wirbellose", "Parvenus", "so richtig fest weh machen"

-- Düster.

"Ein Unternehmer ist für mich ein grösserer Künstler als Hirschhorn."

-- In einer Demokratie ist es erlaubt, jeden Standpunkt zu vertreten, und sei er noch so dämlich.

"...die du gnädig auf die unperfekten Menschen im Tal herablächelst."

-- Du sprichst nicht von mir.

"...das Starke muss sich gegen das Schwache durchsetzen und es zerstören."

-- Dunkelbraune Kacke. Darwin rotiert im Grab.

"Des Mannes Gemüth aber ist tief, sein Strom rauscht in unterirdischen Höhlen: das Weib ahnt seine Kraft, aber begreift sie nicht." (Zarathustra)

-- Stimmt. Der Zugang zu den Kloaken bleibt so mancher Frau verschlossen. Sie ahnt den Gestank und begreift nicht, weshalb die hübschesten Chanel-Täschchen so klein sein müssen, dass die Gasmaske keinen Platz findet. Damn it!

Orlando hat gesagt…

"Beknackt", "dämlich", "Kacke", "Kloake" - Das ist aber nicht poetisch, Lina. Es ist nicht witzig und auch nicht nett. Nein!

Das Fluchen solltest du bei Gelegenheit übrigens noch üben. Das klingt noch nicht wie ein reaktionärer Punk, sondern eher wie eine Gouvernante auf Speed.

Sonst ist es okay. Mit "düster" hast du recht gut erfasst, worauf ich hinaus will. Ich habe mich noch nie jemandem als licht-leichtes, luzid-heiterhelles Sünneli angedient. Vielleicht - wenn du nur tief genug in deinem Chanel-Täschchen gräbst - finden sich ja auch düstere Spuren von Unflätigkeit, Sumpf, haariger Feuchte, dunkler Wollust, "ewiger Sehnsucht" (vgl. die entspr. Stelle in Richard Strauss' Sinfonischer Dichtung "Also sprach Zarathustra"; nein das findest du so nicht auf Youtube, ich kann nur das hier bieten: http://www.youtube.com/watch?v=G-1fXW-_3Ig)

Und um die Reihe "Nietzsche für Dummies" abzuschliessen: muss ich noch auf den apollinisch-dionysischen Komplex hinweisen?

Und bevor ich wieder in die schröckliche Unterwelt hinabsteige:

"Nothing can corrupt and disintegrate a culture or a man’s character as thoroughly as does the precept of moral agnosticism, the idea that one must never pass moral judgment on others, that one must be morally tolerant of anything, that the good consists of never distinguishing good from evil.

It is obvious who profits and who loses by such a precept. It is not justice or equal treatment that you grant to men when you abstain equally from praising men’s virtues and from condemning men’s vices. When your impartial attitude declares, in effect, that neither the good nor the evil may expect anything from you—whom do you betray and whom do you encourage?

But to pronounce moral judgment is an enormous responsibility. To be a judge, one must possess an unimpeachable character; one need not be omniscient or infallible, and it is not an issue of errors of knowledge; one needs an unbreached integrity, that is, the absence of any indulgence in conscious, willful evil. Just as a judge in a court of law may err, when the evidence is inconclusive, but may not evade the evidence available, nor accept bribes, nor allow any personal feeling, emotion, desire or fear to obstruct his mind’s judgment of the facts of reality—so every rational person must maintain an equally strict and solemn integrity in the courtroom within his own mind, where the responsibility is more awesome than in a public tribunal, because he, the judge, is the only one to know when he has been impeached." (Ayn Rand, The Virtue of Selfishness, 1964)

Lina hat gesagt…

Pennäler-Prosa. Im besten Fall: verschroben.

Dazu zweierlei: ein Wunsch, ein Blick zurück.

1. Orlando, ich wünschte mir, du würdest dich nicht mehr aufs Evangelium beziehen, deine unausgegorenen Gedanken zu grundieren.

2. pöh! hat mich ernsthaft und über längere Zeit für Orlando gehalten.

Der flüchtige, sich stets entziehende Sprachwitz-Auguste hat vorgegeben, mich für Orlando zu halten, um mich (und Orlando) zu ärgern; Astrid sekundierte, Lemming, der sie ist. Auch andere machten mit bei der Lina=Lino=Orlando-Jagd: wider besseres Wissen.

Aber pöh!, er war felsenfest davon überzeugt, dass Lina und Orlando die selbe Person seien. Ich könnte jetzt sagen: pöh! ist ein stupider, ein einfältiger Typ. Er ist aber nicht stupid. Er mag trocken sein, ein mechanistisch gestimmter Mensch mit den üblichen Ingenieur- oder Technikerallüren, mit der Überheblichkeit des Autodidakten, unterfordert, kenntnisreich, etwas ungelenk, meistens miesepetrisch drauf, nicht unsensibel, nicht unsympathisch für meine Begriffe. Er ist intelligent, nimmt vieles wahr.

Darüber muss ich eine Runde nachdenken.

mila hat gesagt…

Ok, Orlando, ich werde Ihnen jetzt Mal eine Lektion in drei Akten erteilen. Passen Sie gut auf, und vor allem: versuchen Sie zu lernen.

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Akt I

Widerspenstige, es gibt Bücher und Einbände, deren Patina sich mit stetem Gebrauch erneuert, vertieft, dazugewinnt, mag sich zwischenzeitlich auch die eine oder andere Ecke abgewetzt haben. Dies sind die Bücher, die über Generation von Hand zu Hand weitergereicht werden, deren Seiten und Vorsatzblätter vollgeschrieben sind mit Anmerkungen, Notizen, Kritiken, Repliken, kurzum: allem, was das Leben einem anträgt. Es sind dies die Bücher, die leben, und von einem gelebten Leben zeugen. Und dann gibt es noch die ganze Instant-, Thrill- und Schundliteratur, mit der man sich kurzweilig die Zeit vertreibt, deren Taschenbuchcover jedoch allzu schnell zu zerfleddern pflegen, und deren Inhalte man nach der Lektüre umgehend wieder vergessen hat - selbst wenn man sich phasenweise intensiv und womöglich auch mit einigem Gewinn damit befasst hat. Für mich gehören Sie in die Kategorie der lebend-lebendigen Bücher: halten Sie unbedingt daran fest.

Ich bin, wie Sie wissen, meinerseits fest entschlossen, fortan grell ausgeleuchtete Sezierstuben zu meiden, in denen (teils vermeintliches) Lebenswissen analytisch zerstückelt, gewogen, bemessen und portionsgerecht abpackt wird, um es - in nunmehr breitenwirksamer Aufbereitung - an sorgfältig anvisierte Abnehmer zu verfüttern; mein beruflicher Alltag ist hinreichend mit solchen Vorgängen eingedeckt (insofern: seen it, done that). Wohlgemerkt: solche Ergründungen verfügen über einen eigenen Reiz, nur will ich, Daphnes pingeliger Tüpflischiessereien müde geworden, stattdessen - man ahnt es - als mila (wieder) tanzen, tanzen, tanzen! Und singen. Nach Möglichkeit in schummriger Beleuchtung, wie es meinem Nachschattengewächs-Naturell ökologisch am Stimmigsten entgegenkommt. Meinem persönlichen Hymnus für das Jahr 2012 gereicht insofern sein Titel als wohlweisliches Omen:

Sing - http://www.youtube.com/watch?v=hTgnDLWeeaM&ob=av2e

Und zwecks verstärkender Wirkung:

Planetary (GO!) - http://www.youtube.com/watch?v=UvfNmXbVHi4

An beidem dürften Sie, so wie ich Sie mittlerweile kennengelernt habe, ihre helle Freude haben (Pathos braucht der Mensch, und nicht zu knapp, möchte er zumal nicht an geistiger Kleinräumigkeit elendig zugrundegehen) - und vielleicht auch Inspiration finden. Besonders würde ich mich freuen, wenn Sie sich folgendes zu Herzen nehmen würden (womöglich wäre es gar einen Eintrag im besagten Lebens-Buch wert?): "You've got to make a choice, if the music drowns you out." - Wie ich diese Zeilen interpretiere? Verwickeln Sie sich nicht in die missstimmigen Kakophonien anderer, nutzen Sie ihre Energie lieber dafür, frohen Mutes an ihren eigenen Arien zu üben. Gewisse vergangene Lektionen mögen (für Sie wie für mich) heilsam gewesen sein, nur kommt irgendwann die Zeit, einen endgültigen Strich darunter zu ziehen - überlassen Sie sie also getrost denen, die sie noch nicht gelernt haben.

In derselben Weise werde ich die Motti hinter mir lassen, unter denen mein bisweilen etwas unglücklich-ver(w)irrter Stern von 2011 stand:

We're all to blame - http://www.youtube.com/watch?v=aUultIb2pPc&ob=av2n

(Dies sozusagen stellvertretend für den Weltkatzenjammer, dem ich bisweilen anheimzufallen drohe; die Musik ist gewöhnungsbedürftig, bis hin zur vollständigen Ungeniessbarkeit für den einen oder anderen; der Text könnte jedoch treffender nicht sein.)

Famous last words - http://www.youtube.com/watch?v=8bbTtPL1jRs&ob=av2e

(Dies sozusagen als introspektives Sinnbild des mitunter wenig zielführenden self-beating-up milas - oder Daphnes? Zoé war für derartiges viel zu nüchtern, sie kann es demnach nicht gewesen sein.)

mila hat gesagt…

Akt II

Gabi, Ihre händeringenden Bemühung um Daphnes Aufmerksamkeit, ich kann sie nicht länger reaktionslos mitansehen - so kaltherzig bin ich dann doch nicht. Insofern entbiete ich Ihnen aus jener Ferne, welche Sie kürzlich als Exil bezeichneten, die ich jedoch einen Gestaltungsraum nenne, einen Abschiedsgruss in Form einer retrospektiven Zusammenfassung der 'Beziehung' der beiden. Und damit dürfte dann auch (endlich!) gut sein, ja?

Na na na - http://www.youtube.com/watch?v=egG7fiE89IU

(Die regulären Mit-Streitenden - streitend im Sinne von streitbar: kämpferisch, kampflustig, scharfzüngig, leidenschaftlich, furios; wenn möglich nicht im Sinne von: zanksüchtig, aggressiv, militant, gehässig; man wähle sich jedoch nach Belieben ein individuelles Stück aus dieser Bonbonnière aus - mögen mir diesen wiederholten Aufguss verzeihen, nur bin ich eben der Meinung, er würde den Nagel nicht nur treffen, sondern sargdeckelsicher im Kopf versenken.)

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PSI, das Inhaltliche:

Selbstverständlich ist es kein Sexismus, wenn man ein jeweiliges Gegenüber zunächst einmal als Frau oder Mann wahrnimmt - egal in welchem Kontext. Unserer Ur-Bestimmung als geschlechtliche Wesen können wir uns auch in einem professionellen Umfeld nicht ohne weiteres entledigen, im Gegenteil: die Ausgangslage als solche mag in dem einen oder anderen Fall zu unhinterfragten Sexismen führen. Nimmt man (oder frau) sie jedoch als Anstoss für weitergehende Reflexionen, ist Vieles hinzugewonnen.

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PSII, das Persönliche:

Sagen Sie, Sie waren nicht zufällig auch noch als Hotel Papa unterwegs? Das wäre in der Tat ein schwerer Schlag für Daphne, hatte sie doch an selbigem zwischenzeitlich (prekärerweise?) Gefallen gefunden.

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PSIII, das Allgemeine:

Danger Days ist in meinen Augen - soviel sollte mittlerweile überdeutlich geworden sein - 'maybe the one of the most underrated records of 2010'. Teenager, die ihr inneres Kind noch nicht mit der gutbürgerlichen Abgestumpftheit der Erwachsenen zu Tode gewürgt haben, wissen, warum sie diese Musik lieben.

Und ich weiss auch, weshalb ich dieses Lied meinem Mann widmen möchte (der doch so manches Mal den Kopf über mein zwischendurch gänzlich sinn-freies Treiben hier schüttelt, und mir dennoch den dafür nötigen Freirraum gibt):

http://www.youtube.com/watch?v=ITIPYRcKbKI

(Ich denke, damit hätte ich nun die erwähnenswertesten und/oder aufschlussreichsten Stücke des Albums durch.)

mila hat gesagt…

Akt III

Lina, Du hattest natürlich recht: der dunkelraunende Nietzsche, für gewisse Gemüter ist er Gift. Deshalb übe man sich lieber an den jeglicher sprachlichen Verdunkelung entledigten Aphorismen, bevor man sich an den 'Zarathustra' heranwage. Allein schon Nietzsche zuliebe.

Orlando hat gesagt…

"Unausgegorene Gedanken" - Die Gedanken sind frei, wer kann sie erraten / sie fliegen vorbei, wie nächtliche Schatten. / Kein Mensch kann sie wissen, kein Jäger erschießen. / Es bleibet dabei: Die Gedanken sind frei!

"Die Philosophen haben die Welt nur verschieden interpretiert; es kömmt darauf an, sie zu verändern" (Karl Marx, 1845)

Arrogant witches! Tz.

mila hat gesagt…

Ha! Witches - das gefällt! Was meinst Du, Lina: wann treffen wir uns wieder?

Und Sie, Orlando, beherzigen Sie bitte beim nächtlichen Studiengang in der Klausur, welch unaussprechlich schlimme Veränderungen die von Karl Marx in die Welt geworfenen 'Interpretationen' von Wirklichkeit nach sich zogen. Ebenso: es geht nicht an, dass Sie einfach nach Belieben sich in den philosophischen Fundkästen der Welt bedienen, wenn Sie doch eigentlich unermüdlich gegen das anwettern, wofür ein bestimmter Repräsentant steht... Nachsitzen, aber subito!

mila hat gesagt…

Und ein weiteres PS, diesmal an die Adresse von Orlando (ich kann es heute, wie mir scheint, nicht lassen, mich ständig selbst nachzuverbessern):

Orlando, mir ist sehr klar, dass Ihr innerer Wolf Sie nachgerade (intrinsisch) dazu antreibt, aller Heuchelei die unausgesprochenen (aber gedachten) Paki-Worte in die verlogene Kehle zurückzudrücken - oder aber, sie endlich (!endlich!) ans Tageslicht zu befördern. Nur: können Sie dies nicht auf eine etwas doppelsinnigere, changierend-oszillierende Art und Weise tun, die Sie selbst nicht stets aufs Neue in den Augen der anderen wie einen begossenen Pudel in der Traufe stehen lässt? Ihrer Möglichkeiten sind viele, Ihrer Finesse prinzipiell keine Schranken gesetzt. Soviel weiss ich.

Und ehrlich: Sie können unmöglich als die Cyber-Version von Julien Sorel enden wollen, welcher ein einziges Mal in seinem Leben die ungeschminkte Wahrheit sprach - und für diese Untat von den ignoranten Geschworenen zum Tode verurteilt wurde. Denken Sie an das Zitat von Voltaire, hinsichtlich des rechten Gebrauchs von Wahrheit. - Und überhaupt, wie stellen Sie sich das eigentlich vor: wie sollten denn Lina und ich die Rollen der Madame de Rênal und der Mathilde auch nur ansatzweise gerecht aufteilen? Können Sie das ganze Ausmass des Dilemmas, dass Sie damit anrichten würden, wirklich nicht erkennen!? Bitte, tun Sie uns das nicht an - alles, nur das nicht. So sehr ich Linas Lockenwickler fürchte, so sehr zittere ich vor ihren Boxhieben. (An mindestens ein blaues Auge mögen auch Sie sich sicher erinnern, ich selbst schweige über meine eigene Statistik.)

Bedenken Sie zudem, dass Stendhal sich im Roman nie dezidiert gegen Heuchelei ausgesprochen hat; vielmehr sah er sie - Sekundärprodukt der Eitelkeit, die sie ist - als unausrottbaren Bestandteil der menschlichen Charakterausstattung. Und jetzt mal ehrlich, Ayn Rand: "To be a judge, one must possess an unimpeachable character; one need not be omniscient or infallible, and it is not an issue of errors of knowledge; one needs an unbreached integrity, that is, the absence of any indulgence in conscious, willful evil." - Wie langweilig ist das denn?!

mila hat gesagt…

...wenn ich es nicht besser wüsste, ich müsste annehmen, dass nicht nur mila/Daphne/Zoé ein und derselben Feder entspringen. Eine Stante-Pede-Unmöglichkeit, der verspielten Eingebung eines genius loci entsprungen, der seine Hand mit mild-nachsichtiger Güte über einen Ort kreativen Schaffens hält? Ich weiss es nicht. Ich ahne nur. Und danke. Allen. Wie lange es auch immer anhalten mag.

pöh! hat gesagt…

lina, ich war nie "felsenfest davon überzeugt" dass du und orlando identisch sind, ich habe das auch nie so gesagt, meiner erinnerung gemäss. aber keinesfalls wollte ich das risiko eingehen, einem orlando-hoax aufzusitzen, wohl oder übel dabei in kauf nehmend, dir unrecht zu tun.

es ist mir auch seit längerem klar (genauer: nach einer eloquenten abstrafung irgendeines besonders doofen orlando-rants in der weinschenke drüben), dass du und orlando nicht dieselbe person seid und ich habe mich hier auch für mein misstrauen entschuldigt.

falls du das nicht gesehen hast: ich bin mir jetzt sicher, dass du nicht orlina bist, und ich entschuldige mich für den verdacht.

deine charakterisierung von pöh! ist nicht ganz falsch, für den hier schreibenden pöh! sogar recht genau. dass der allerdings nur ein aspekt des realen pöh!s ist, muss ich dir wohl kaum erklären...

aber eines will ich doch klargestellt haben: ich bin nicht humorlos. wirklich nicht! und das weisst du auch. das war ziemlich gemein ;-)

pöh! hat gesagt…

"pennäler prosa". sehr schön. genau das ist's.

Anna2 hat gesagt…

Es ist gar nicht so einfach, was einzuwerfen, wenn so schön geschrieben wird. Aber ich lese mit und freue mich über diejenigen von milas Links, die Youtube heute ausspuckt. Für Marx' "kömmt" bin ich seit Jahrzehnten dankbar. Fragt sich nur, was man konkret verändern will. Mein guter Vorsatz für 2012 ist ganz banal: weniger schimpfen. (Ach, nicht hier. Hier eher mehr. Aber ich bin nicht überall so eingeomt.)

Lina, was Du und Orlando aus meiner Sicht gemeinsam habt, ist nicht in erster Linie die Sprache, sondern der Mut zum verbalen Exzess, zum Himmelhochjauchzenden wie zum Zutodebetrübten, zu dezidiertem Lob und Tadel, und zwar an verschiedensten Fronten - um nicht zu sagen: zu heftigen persönlichen Zu- wie Abneigungen, die sich meinesgleichen nicht immer erschliessen. Die meisten hier sind dem lokalen Klima entsprechend gemässigter, oder sie begeistern sich für ein thematisch umschriebenes, eher vorhersehbares Themenspektrum. (Ich z.B. für energetische Sanierungen, hechel, freu - Wärmepumpe in Auftrag, möge uns das Gewerbe gnädig sein.) Damit sieht man einander vielleicht schon mal ähnlich, so von weitem. Achtung Jung-Psychoblabla, das zufällig gut zu Rand passt: auf der Achse judging/perceiving würden Sie wohl beide einen hohen J-Wert erreichen. Das empfinde ich in diesem Kollektiv als ungewöhnlich. Was die sprachliche Finesse betrifft: Lina könnte vermutlich schon einen Orlando erfinden bzw. vorschieben, umgekehrt würde wohl kein Schuh draus.

Le rouge et le noir habe ich nie gelesen. Sollte ich, mila? (Hab noch fast den halben Durrell vor mir, und in Mountolive wird das Ganze unerwartet zur Geheimdienstintrige, it just keeps getting better.)

Gute Nacht!

Anna2 hat gesagt…

(P.S. Also wenn ich schon beim Psychoblabla bin, würde ich in Ihnen beiden eine/n ENFJ vermuten. Das kann sehr gut falsch sein, was sagen schon ein paar Zeilen im Internet - aber die Spezies ist nicht sehr häufig, d.h. sie fällt auf.)

mila hat gesagt…

Wissen Sie, Anna2, auch milas inneres Meerschweinchen war nicht immer so nett-adrett, wie es sich nach aussen gegeben hat. Locken hin oder her, diese Viecher können echt fies sein, wenn sie sich dazu aufraffen, aber dazu ein ander Mal mehr, denn: für heute hat es sich bereits zu ausgiebig ausgetobt und möchte jetzt nicht auch noch den Spiegel vorgehalten bekommen - von wegen dem J in ENFJ.

Aber Obacht, Orlando könnte es für ein Kompliment halten, von Ihnen als ethisch-intuitiver Extravertierter bezeichnet zu werden; in der Tat ist es nicht die schlechteste aller Jungschen Konstellationen, was mich daran erinnert, dass ich meine bei Gelegenheit ermitteln muss...

Und wie ich vermutet habe, Sie heimlich-gut-SchreiberInnen, Sie - raus mit den verborgenen Schätzen. Milas Meerschwein braucht Futter, und auch Ihr Dämonchen, in welcher Gestalt auch immer es daher kommt, will (lustvoll) spielen. Hoffentlich.

Orlando hat gesagt…

Scheisse, Lina und Orlando werden typologisiert. Das betrübt die Lina aber sehr, denn sie will nichts weniger, als mit Orlando in einer Typengruppe sein - und schon gar nicht in einer Schublade. Sie möchte lieber tanzende Sternchen, Poesie im Personalstil und ephemere, "tonisierende" Totschlagtexte liefern und darnach die Stümper (wie z.B. Orlando oder pöh) gönnerhaft motivieren. Sie, die gestrenge Richterin über Gegorenes und Unausgegorenes. Sie, die Oberlehrerin in der Disziplin des Gärungsprozesses! Sie, die sie tadelt und rügt und jenes Mass anmahnt, welches sie in schwachen Sekunden zum Mittelmass stempelt. Seltsam.

@mila: Nein, ich möchte dieses verlogene Establishment vor ein Volksgericht stellen und schnell zu drakonischen Strafen verurteilen. Es ist etwas ganz grundsätzlich faul im Staate Dänemark, wenn ein fehlgeleiteter, moralisch korrupter und längst der Lüge überführter Beamter (Gehalt: 1 Million Franken pro Jahr!) von den Vielen in Schutz genommen wird. Als wäre das Bisschen Gelhaar, eine "starke Frau" und ein paar naheliegende Entscheide als NB-Chef etwas Aussergewöhnliches.

Ich freue mich ausserordentlich heftig, dass der alte Politiker mit Eiern den aalglatten Trendsetter-Spekulanten mit Starallüren zur Strecke gebracht hat.

Ah, und nochwas, mila: Ich glaube meine Rolle habe ich gefunden. Als "edler Wilder" im pastellfarbenen, aseptischen Blogwelt-Getriebe der Guten, Verständnisvollen, "Uneindeutigen" (oh, und "Intellektuellen", fast vergessen!) verhelfe ich den verblödenden Inkompetenten sehr gerne gelegentlich zum wohligen Schauer des sich von Orlando abgrenzen Könnens.

Gern geschehen.

pöh! hat gesagt…

nun eignet sich jemand, dessen track record insidergeschäfte bei der übernahme der ems chemie, ausverkauf von schweizerfirmen ins ausland, üble visionen mit spezi ebner, abstimmungsbetrug, gewohnheitsmässiges lügen, bruch des bankgeheimnisses und so weiter umfasst, halt nicht so wirklich als moralische instanz.

mila hat gesagt…

Sehr richtig, Pöh, und deshalb wäre mein erster Rat an Orlando: Kill your idols! (dazu gäbe es, wenn ich mich recht entsinne, ebenfalls einen Soundtrack) Nur so kommt man als zur-Peitsche-Aller-gewordenen-Entität einigermassen zu Glaubwürdigkeit; fragen Sie eine, die es wissen muss. Item: Eifern Sie also, wenn Sie denn unbedingt müssen, Ayn Rand ('unimpeachable character', 'absence of any indulgence in conscious, willful evil') nach, los los! Ansonsten müsste ich Sie in dieselbe Kategorie mit Leuten stecken, die das Recht auf Seitenhiebe und Magentritte als das (gesunde) Gegenteil von political correctness verstehen.

Und, Orlando, bei der Beschreibung Linas hatten Sie eigentlich jemand ganz anderes vor Augen. Geben Sie es zu.

mila hat gesagt…

Dämönchen. Wer möchte, darf natürlich auch einen ausgewachsenen Dämon für sich beanspruchen. Und ich möchte es selbstverständlich auch nicht unterlassen, an die ursprüngliche Bedeutung des griechischen Wortes zu erinnern:

"Ein Daimon (griechisch δαίμων daímōn, Plural: daimones) ist in der griechischen Mythologie und Philosophie ein Geistwesen. Der Begriff kann sich auf einen Gott oder auf die Seele eines Toten beziehen; meist sind aber Wesen gemeint, die einer von Göttern und Menschen zu unterscheidenden Klasse angehören. Die daimones vermitteln zwischen Göttern und Menschen. Ein besonderes Konzept ist das des 'persönlichen' Daimons, die Personifikation der Schicksalsbestimmung eines Menschen."

Passt doch wunderprächtig - insbesondere als Ergänzung zum genius loci.

mila hat gesagt…

...und Orlando, sehen Sie nur, was die algorithmische Zufallsrecherche des WWW mir beschert hat - nur so, weil Sie Ihrerseits Dänemark erwähnt hatten:

http://www.socioniko.net/de/1.1.types/et.html

Orlando hat gesagt…

@mila: nein, wen denn? Ich fand Annas Ausführungen zum ersten Mal seit langem interessant.

@pöh: sie Moralist, es geht doch gar nicht um Moral hier, es geht um Macht, es ist ein Powerplay. Kashyagate, die Leute fühlen sich einfach verarscht von diesen Leuten.

Villa Hildebrand, Abend des 15. August 2011:

K: could you pass me the jam, please
P: yes darling.
K: How was your day?
P: well, we spoke about exchange-rate regime, an we'll probably...(inaudible)
K: I bought them artworks for the Gallery today, they're marvellous!
P: ...in two weeks: What, honey, that's fantastik!
K: Oh, and then I called the bank and bought some dollars.
P: hmmh. Is there any milk left?
K: It's in the fridge, sweetie.
P: (walks to kitchen)
K: I bought some dollars, peanuts, just some dollars for the gallery, or not.
P: (comes back with the milk) 'bout them...
K: Dollars?
P: No, the artworks, what ist it exactly, darling?
K: Oh, its womens pottery from the Ulubundi era in central Ethiopia.
P: Well, how marvellous, darling. That sound interesting!
K: Thank you, hubby.
P: Tell me more about that.
K: All right, well they were...(goes on about pottery for the rest of the night)

pöh! hat gesagt…

wenn's nicht um moral geht, was soll dann das ganze? weil rechtlich, soweit ich informiert bin, hat sich hildebrand ja nichts zuschulden kommen lassen.

mila hat gesagt…

@Orlando: Na mich natürlich.

Und übrigens, Anna2: es ist gut zu wissen, dass sich nun auch die dritte 'unheimliche Schwester' im Bund eingefunden hat. Zu welcher Zeit wir uns treffen, ist Ihnen ja bekannt - nur wo? An der Brücke, oder doch auf der Heide? Egal: Hauptsache, es blitzt, donnert und regnet aus allen Kübeln!

Lina hat gesagt…

pöh!, du wolltest nicht einem "Orlando-Hoax aufsitzen"?

In die unterste Schrankschublade verbannt, ertastete ich im Dunkeln eine Decke aus Katzenfell, Sprengstoff mit abgelaufenem Datum, ein Zusammensetzspiel (2 Teile, Sujet: Herrliberg im Herbst), Wörterbücher (u.a. "Die schönsten Flüche aus aller Welt"), ein Roman von Ernst Jünger, Nietzschefragmente und ein Pissoir. In der rechten Ecke der untersten Schublade raunte ein Mann, er kam auf mich zu und drückte mir wortlos einen Putzlumpen in die Hand.

Danke, pöh!

Wer solche Kommentatoren-Gschpöhnli hat, braucht keine Feinde.

Peter K. hat gesagt…

Der Vorwurf der Devisenspekulation an Ph. Hildebrand entbehrt bei genauerem Hinsehen jeder Grundlage. Niemand, der von Spekulation oder Finanzen etwas versteht, würde sowas ernsthaft behaupten. Mit dem Weggang hat die Schweiz - und notabene strengere EK-Regeln weltweit und damit eine Reduktion des Systemrisikos - sehr viel verloren.

mila hat gesagt…

So, ich habe nachgeforscht, und musste Erschütterndes erfahren: ich scheine eine Widergängerin von Maxim Gorki - Gorki, dem Bitteren - zu sein (brrr; selbst in diesem vermaledeiten Hang zur rastlosen Emigration sind wir uns auf den ersten Blick ähnlich):



http://www.socioniko.net/de/1.1.types/lf.html



Und als logisch-sensorisch introvertierte Pragmatikerin würde ich dringend empfehlen, dass wir gewisse Themenkreise in Zukunft einfach meiden (die Angesprochenen wissen, was ich meine). Ansonsten müsste ich mir tatsächlich noch die Haare raufen, und es wäre doch himmelschade um all die wohlfrisierten, glänzendschönen Locken, die gerade erst diese ganzen unsäglichen Pflegespülungen über sich ergehen lassen mussten ... Eine Tortur, sag ich Euch. 



Lina, weisst Du übrigens, welches Lied ich lange Zeit mit Dir in Verbindung gebracht habe:



http://www.myspace.com/video/sparky/taking-back-sunday-make-damn-sure/4285638



Und jetzt sieh Dir mal an, wohin uns das gebracht hat.

mila hat gesagt…

"Gorkis Skepsis gegenüber der Oktoberrevolution von 1917 war der Grund für seine zweite große Auseinandersetzung mit Lenin. Gorki war zwar grundsätzlich für eine soziale Revolution, meinte aber, dass das russische Volk dafür noch nicht reif sei; die Massen müssten erst das nötige Bewusstsein entwickeln, um sich aus ihrer Misere zu erheben. Er sprach später von seiner damaligen Furcht, dass die Diktatur des Proletariats zur Auflösung und Vernichtung der einzigen wahrhaft revolutionären Kraft führen könnte: der bolschewistischen, politisch geschulten Arbeiter. Diese Vernichtung hätte auf lange Zeit auch die Idee der sozialen Revolution selbst kompromittiert [...]."

Doch, doch, das hört sich recht vernünftig an - allemal vernünftiger als manches andere, dass aus der sozialistischen Ecke kam. Die Einstellung "Fiat iustitia, et pereat mundus.", dieser Wahlspruch Friedrichs I. und zugleich komprimiert-retrospektive Zusammenfassung der marxistischen Geisteshaltung (à la mila), schien mir immer schon recht bescheuert.

mila hat gesagt…

das/dass - arrghhhh! Zeit, für heute einen Schlusspunkt zu setzen.

mila hat gesagt…

...ich kanns doch nicht lassen, aus aktuellem Anlass. Ich halte mich aber für einmal sehr kurz:

Mein 'Prayer' damals: http://www.youtube.com/watch?v=T8oRFcA0mFM

Die mehrfach durch den Blog-Reisswolf gedrehte mila hält es heute (so gerne sie bekanntlich immer noch tanzt) eher mit Meister Eckhart:

"Wenn das einzige Gebet, das du im Leben sprichst, 'Danke schön' ist, würde das schon genügen."

Orlando hat gesagt…

Ja, ja, oben-unten, hell-dunkel, begabt-beknackt, Poesie-Kloake, intellektuell-unausgegoren: Das ist die dichotome Welt der Lina. Wer anderer Meinung als die Aristokratin aus den Bergen ist, wird in niedere Schubladen gesteckt, verunglimpft, der mangelnden Helligkeit bezichtigt und vom hohen Ross herab auf den Platz verwiesen - ganz so, wie früher Aristokraten mit dem gemeinen Volk sprachen: herrisch, wie mit einem ungezogenen Kind. Argumentieren? Nö, gibts nicht. Wir machen uns doch die frisch manikürierten Hände nicht schmutzig! Wer sind wir denn schliesslich?

Nun, mit wem willst du sonst kommunizieren? Ist ja keiner da. In wessen ("düsterem") Licht willst du zu leuchten beginnen? Pöhs? *schmunzel*

@mila: Gorki disqualifiziert - er befürwortete soziale Revolutionen. Dazu zweierlei:

1) Revolutionen sind etwas für Schwachköpfe und Inkompetente. Die versuchen nicht, die Welt von Grund auf zu verändern, sondern nur neue Machtverhältnisse (zu ihren Gunsten) herzustellen. Die Geschichte ist gepflastert mit schädlichen Folgen von frenetisch bekreischten Revolutionen. Was mich nicht hindert, die Französische für einen singulären Akt von Kühnheit der Vielen anzusehen.

2) sozial - es ist meine tiefe Überzeugung, dass die Veränderung im Kopf passieren muss. Dies aus profundem Antimarxismus heraus: die Verhältnisse sind immer geprägt durch das, was in den Köpfen der Leute passiert, respektive welche Wirklichkeiten sie leben wollen, weil sie verantwortungsbewusst, glücklich, stark und moralisch im Reinen sind und einen Sinn sehen. Die Leute, die ähnliche Ziele haben, werden deshalb zusammenfinden und sich organisieren. In einer Demokratie verläuft dies über Mehrheiten, 50 plus.
Die "sozialen" Welt- und Gesellschaftsverbeserer hingegen wollen die Verhältnisse ändern, um einen besseren, glücklicheren, verantwortungsbewussteren etc. Menschen hervorzubringen - was heisst, dass jemand (sie) Kontrolle über die Menschen ausüben muss, um diesen Prozess zu überwachen. Daher führt es immer in den autoritären Staat.

Es heisst, dass die Konservativen Change immer für gut befunden haben, wenn sie davon nutzniessten. Das ist logisch: denn der echte Konservative fühlt, dass er in einer Tradition steht, die von grösserer Verbindlichkeit ist, als was der heutig-moderne Verstand erfassen kann. Dahingegen umtreibt den Sozialen ein abstrakt vorliegendes Konzept von der Idealgesellschaft, das meist mit allem Vorhergegangenen bricht und in der sich das Individuum einfügen muss. Zwang, Druck, totalitäre Mittel sind die Folge.

Anna2 hat gesagt…

Lina, Schublade ja, auf indirekte Anfrage; verbannt nein, unterste schon gar nicht. Ernst Jünger: jaa. Grad kürzlich gedacht, wenn O Deutscher wäre, wäre der sein Leibautor. Oder Ernst von Salomon.

mila, unheimliche Schwester? Machen Sie mal nen Punkt! Noch ärger als Freundinnen. Nennen Sie uns lieber Hexen. Passt immer. ISTJ? Aha. Nachvollziehbar, S etwas überraschend, auch gut. Ich google sowas nicht via Socionics, sondern via das westliche Äquivalent, Myers-Briggs oder Keirsey, z.B. auf www.personalitypage.com. Immer cum grano salis, es riecht fast ein bisschen nach Astrologie... Wenn Astrid da wäre, könnte sie sicher eine besser qualifizierte Meinung zum Thema abgeben.

O, interessant? Erstaunlich. In dem Fall gut, dass ich "mich dürstet" nicht reflexartig kommentiert habe mit "Komatrinken", wonach es mich sehr gelüstet hat. Ist halt doof, falls jemand tatsächlich suizidal sein sollte. Oser, vouloir, savoir, SE TAIRE. Letzteres haben sie noch vor sich. Auch und gerade unter der Gürtellinie.

Anna2 hat gesagt…

A propos, der Tiger ist so schweigsam?

Résumé

Razors pain you
rivers are damp
acids stain you
and drugs cause cramp.

Guns aren't lawful
Nooses give
Gas smells awful
You might as well live.

Dorothy Parker

Zu Hildebrand hat Peter von Matt alles gesagt, Interview heute im Tagi. Möge er uns lange erhalten bleiben.

Anna2 hat gesagt…

Und an Astrid:

O Mensch, halt ein vorm Krankenhaus!
Gehn dem einmal die Kranken aus,
so greift man auch auf dich zurück,
und du verbleibst dort Stück für Stück.

Robert Gernhardt

Gute Nacht!

mila hat gesagt…

@Orlando: Lesen Sie das Zitat genau. Da steht nämlich: "die Massen müssten erst das nötige Bewusstsein entwickeln, um sich aus ihrer Misere zu erheben." - Eben. Sehr vernünftige Denke, für einen Sozialisten (mit solcherlei Gesellen habe ich ansonsten nicht viel am Hut). - Sie sehen: Oberlehrerin, Aristokratin, das alles passt so viel besser zu mir als zu Lina.

PS@Orlando: All die schöne Lockenpracht, sie ist dahin. Das Meerschwein, es gleicht zur Zeit eher einem begossenen Pudel. Selber schuld.

@Anna2: Hexen, unheimliche Schwestern - in diesem Kontext ist es dasselbe (Sie Schlingel wissen das natürlich). Ich wiederhole mich einfach nicht gerne. Myers-Briggs habe ich mir auch angeschaut (spannend, das! fast so spannend wie mein NZZ-Numerologie-Experiment), aber die fachkompetente Antwort würde ich mir eventuell von anderer Seite einholen. Die Angesprochene schweigt still, und gefällt sich in ihrem Schweigen. Wohlweislich, oder einfach nur voraussehend?

PS@Anna2: Das S erstaunt sie? Mich auch.

@Pöh: Wo um Himmels willen sind Sie? Es schreit hier förmlich nach einem dieser trockenen Kommentare, mit denen Sie sich einen Namen gemacht haben.

@Peter K.: Von Devisenspekulationen verstehe ich wenig, jedoch scheint mir die Hildebrand-Affäre im Gegensatz zur Guttenberg-Chose ein gar kleiner Wurf; typisch schweizerisch halt. Bei Guttenberg konnte frau sich wenigstens tatsächlich noch entrüstet empören. Oder umgekehrt.

mila hat gesagt…

PSII@Anna2: Genau, auf dieser page war ich auch. Und wissen Sie, was mir besonders gut gefallen hat? Das hier:

"In general, the ISTJ has a tremendous amount of potential. Capable, logical, reasonable, and effective individuals with a deeply driven desire to promote security and peaceful living, the ISTJ has what it takes to be highly effective at achieving their chosen goals - whatever they may be."

Irgendwie tröstlich angesichts der Tatsache, dass hier wieder einmal alles den Bach ab zu gehen droht. Ins Positive gewendet, würde dies nämlich bedeuten, dass ich bislang einfach nur die falschen Ziele (ähem...) anvisiert habe. Then again: (M)ein Pech, dass ich dem Konzept des positiven Denkens wenig abgewinnen kann...

mila hat gesagt…

PSIII@Anna2: Übrigens, Sie haben nicht verraten, wie Sie sich selbst klassifizieren würden - sozionisch oder nach Myers-Briggs, das ist mir einerlei (ahnen Sie jetzt vielleicht, wieso meine liebste Volksweise 'S'isch mehr alles ei Ding' ist? siehe http://www.youtube.com/watch?v=76P_rCr5HoY).

Sie müssen wissen: ich habe mir vorgenommen, andere weniger mit labels zu versehen, an denen sie sich womöglich stören könnten. Selbst wenn die labels zutreffen sollten.

Ihnen allen einen schönen Sonntag, ich werde meinen wohlweislich im Museum verbringen. Tun Sie sich unterdessen einen Gefallen, und metzeln Sie nach Möglichkeit nicht alles nieder - gell, Orlando?

Orlando hat gesagt…

Ja, weil es ist ja von grosser Relevanz, was ein linker Literaturprofessor über den Nationalbank-Chef und die Volkspartei denkt, gell...!

Vor drei Tagen, Kashya Hildebrand im TV: "Herr Blocher mag viel Geld haben, wir aber haben Gott!"

Nur so zum zeigen.

Hildebrand oder Wulff könnten ein Meerschweinchen überfahren haben, es ist unerhebblich ob der eine sein Eheweib hat walten lassen und der andere seinem Eheweib ein schmuckes Häuschen gkauft hat mit geliehenem Geld. Entscheidend ist was danach kam: Vertuschen, Leugnen, etwas zwischen Reue und unter dem Deckel behalten (die Berghilfe wartet bis zum heutigen Tag auf die 70'000 Franken Spenden von Hildebrand), Untersuchungen manipulieren, die Öffentlichkeit häppchenweise und nur soviel zu informieren, wie es gerade sein muss, etc.

Hätte Hildebrand so etwas wie Eier, hätte er weitergekämpft, was meint ihr eigentlich - der Bundesrat und die halbe Schweiz wäre voll hinter ihm gestanden im intakten Anti-Blocher-Reflex (Anna, den Bericht auf Seite 3 von Patrick Feuz hätten sie gestern lesen sollen, nicht den langweiligen von Matt! Tz.)

@mila: Wieder falsch, Massen können kein Bewusstsein haben, nur Individuen. Im Zentrum der Auseinandersetzungen des 20. Jahrhundertrs steht dieser Gegensatz und er wird vermutlich im Auge des schrittweisen Aufwachens der ostasiatischen Völker an Brisanz gewinnen. Letztlich wird die Frage zu entscheiden sein, welche Formen der Organisation erfolgreicher ist: das Kollektiv, die geführte, Schutz und Sicherheit bietende straffe Gesellschaftsform oder die offene, freie Form des Westens, die auf die Kooperation selbstverantwortlicher Individuen setzt.

@Anna: Okkultismus, Geheimgesellschaften, okay, jedem das Seine - aber geben sie doch bitte das Tetrragramm korrekt wieder: wissen, wollen, wagen, schweigen ist die Reihenfolge.

Orlando hat gesagt…

p.s.1: Für das Fehlen von Reglementen, von businessethischen Guidelines für Kader der SNB kann Hildebrand zwar nichts, aber es kann auch nicht wirklich zu seinen Gunsten ausgelegt werden, oder? Überdies hat man wohl bisher darauf vertraut, dass die betreffenden Leute Ehrenmänner sind und von selbst gar nicht auf solche Ideen kommen würden - nun diese Hoffnung wurde enttäuscht. Ab ins Schämieggeli!

p.s.2: in der pluralistischen Zivilgesellschaft herrscht ein Wettbewerb der Ideen und Werte. Die tauglichen setzen sich durch und die anderen erleiden Schiffbruch, oft erst nachdem die Gesellschaften Experimente gewagt haben und unter schrecklichen Schäden dafür bezahlt haben. Für den Konservativen sind die richtigen Ideen und Werte stets in einer Kongruenz zum grösseren Ganzen, zur Tradition, zur Überlieferung, zum kompromisslosen Abstellen auf das Individuum mit seinen Fehlern und Tugenden, auch zu einem intakten Verhältnis des Menschen zu seinem Menschsein (anthropologische Konstanten). Sie nehmen sich und ihre Zeit nicht so wichtig sondern fühlen sich eingebettet in einen langsamen Strom einer nicht wirklich gerichteten Geschichte (und schon gar nicht einer auf ein bestimmtes Heilsziel ausgerichteten Weltgeschichte, etwa einer idealen Gesellschaft). Das macht frei. Diese Freiheit kann aber nur bestehen, wenn das Individuum frei bleibt, als Träger von Entscheidungen, von Werten und Ideen. Individuem mit ähnlichen Ideen und Werten werden sich zusammenschliessen und die gemeinsamen Geschicke nach rationalen Gesichtspunkten und aufgund geteilter Werte gestalten. Und darauf hoffen, dass sie im Wesentlichen in der Mehrheit bleiben!
Heute wird das Individuum vor allem von einer Seite bedrängt, unter Druck gesetzt, in Formen des Kollektivismus gezwängt, entmündigt und zur Teilhabe gezwungen: Vom Staat. Dieser entfaltet - ist er einmal zu einer gewissen Grösse angewachsen - eigene Machterhalts- und Gestaltungsmöglichkeit und ist deshalb ein gefundenes Fressen, ja. ein Wirt für jene geworden, die Veränderungen durch Zwang herbeiführen wollen. Verwaltungen, Behörden und andere (para-)staatliche Institutionen formulieren, implementieren und vollziehen ideologische Zielsetzungen, die sich immer mehr weitgehend einer demokratischen Kontrolle entziehen. Die Konservativen misstrauen daher den abstrakten Gesellschafts-Ingeneering Ideen und wie diese in starken Machtzentren, z.B. dem Staat oder der EU auftreten. Sagte nicht kürzlich ein SP-Nationalrat, "der Staat ist unsere Firma" (bezogen auf seine Partei, die Partei der Welt- und Gesellschaftsverbesserer).

Die Masse (wie von Canetti beschrieben) muss atomisiert werden, um kollektivistischen Ideologien keinen Raum zu bieten. Globalisierung, Internet und ein radikaler Individualismus scheinen diese Entwicklung scheinbar zu begünstigen - vorerst. Aber der Angriff auf die Freiheit droht jetzt von diesen Monstern, die wir in Sehnsucht nach ein bisschen Sicherheit, Geborgenheit und Bequemlichkeit nach dem Kriege schufen und die da heissen: ein ineffizienter und überfetteter Zwangs-Sozialstaat und regulatorische Eingriffe des Staates in die Wirtschaft. In beiden Bereichen haben verantwortungslose Politiker bar jeder Vernunft über die Jahrzehnte versagt und das Problem für unsere Generation und die folgenden eine riesige Hypothek hinterlassen. Weil sie an den Staat glaubten und seine Kompetenzen stetig weiter ausbauten.

Unnötig zu erwähnen, dass es stets die vielgeschmähten Konservativen waren, die davor gewarnt haben...!

fufi hat gesagt…

Nichts Neues unter der Sonne also, auch im 2012!

Orlando sitzt im Trötzli-Egge und schwurbselt zufrieden vor sich hin, indem er sich mit fremden möchtegern-filosofischen Federn derart zudeckt, dass er aussieht wie ein gerupfter Gockel, wo dennoch am neoliberalfreien Makt als Zuchthahn verkauft werden soll!

Die Mädels überbieten sich in emotionalintellektuellen Kapriolen, sodass ich Esel schliesslich wirklich nicht mehr weiss, welchen Heustock ich mir denn zuerst einverleiben soll.

Aber was ich denn wirklich wissen möchte, ist:

1) Anna2: Was meinst Du mit dem "NZZ-Numerologie-Experiment"?

2) Und kann mir wer erklären, was mit den kryptischen Akronymen "ENFJ", "ISTJ" gemeint sein soll?

Tiger hat gesagt…

Äh fufi, ich meine, nicht, dass ich Dir sagen wollte, was Du zu tun hast, nicht wahr, also nur so im Sinne einer Anregung... willst Du hier nicht einmal einen neuen Text reinstellen? Klar, der, den ich Dir neulich geschickt habe, ist vielleicht ein bisschen zu pessimistisch (obwohl ich ja der Überzeugung bin, dass ein Optimist nur ein unzureichend informierter Pessimist ist), aber wer weiss, vielleicht gibt es zuversichtlicheres Zeugs zum Veröffentlichen?

Tiger hat gesagt…

Anna, schnell, diese woche musste ich meiner australischen Cousine ein bisschen die Welt zeigen, für den Blog blieb keine Zeit. Dafür hat sie jetzt den Gletschergarten gesehen.

mila hat gesagt…

Orlando, zum Schämieggli: bevor Sie sich dahingehend äussern, sollten Sie meinen Rat beherzigen: Kill your idols! Zwecks Inspiration: Voice of Germany Verlinkung - ist es nicht herzerwärmend, wie die hochkarätigen Konkurrenten dieser Castingshow in solchem Gruppenmomenten zusammenkommen, um wie aus einem Guss in die Welt hinaus zu wirken? Und ich mag mich ja täuschen, aber ist nicht Xavier der optische Widergänger von Jabba the Hut's pet? So, wie er als Doktor Ton von seinem Richterstuhl aus sein Gelächter auf die unwürdigen Menschelein niedergehen lässt? (Aber Achtung: persönliche Vergleiche mit Nena würde ich übel nehmen - sehr, sehr übel.)

Item. Wer in besagter Posse vollends zum Schmierenkomödianten gerät, ist ein gewisser Magnat, der vom Herrliberg aus Wasser in die Welt zu predigen pflegt, sich selbst in der Vergangenheit jedoch nachweislich mit reichlich mittels Insiderwissen unter den Nagel gerissenen Wein eindeckte (das wesentliche dazu wurde bereits von Pöh erörtert). Auch habe ich den Vergleich zu Kollege Guttenberg, nicht zu Kollege Wulff - diesem bemitleidenswerten Raffzahnbruder im Geiste - aufgeworfen. But then again: wer würde in ähnlicher Situation nicht ähnlich handeln? Lichtfiguren wie Ayn Rand, Pastorentöchter wie Angela Merkel - wer sonst noch? Die Werte von ausgewiesenen Konservativen: nicht selten sind sie eitel Schall und Rauch, wenn es ans Eingemachte - den eigenen Profit - geht; wenigstens darin ähneln sie ihren linken 'Erzfeinden'. Wie das Fazit lauten muss? Richtig: es menschelt überall. Doch auch hier abschliessend ein Denkanstoss zur weiterführenden Überlegung:

"True stability results when presumed order and presumed disorder are balanced. A truly stable system expects the unexpected, is prepared to be disrupted, waits to be transformed." (Tom Robbins, Even Cowgirls get the Blues, S. 237). - Gern geschehen!

@Fufi: Die NZZ am Sonntag brachte zum Jahreswechsel ein Numerologie-Special, wo ein jeder seine Schicksalszahl für 2012 ermitteln konnte - für den freien Hausgebrauch sozusagen. Praktisch, das! Hat es mir zumal erspart, mir eigens gute Vorsätze für die nächsten Monate zusammenklauben zu müssen. (Die zweite Erklärung überlasse ich Anna2, da sie die Suppe der Jungschen Persönlichkeitstypologie - aus der wiederum unterschiedliche Weiterentwicklungen wie die Sozionik erwuchsen, mit den überaus glatten Charakterzuordnungen Hamlet, Gorki, Dostojewski, Don Quixote etc. (leider nicht: Voltaire) - eingebrockt hat.)

mila hat gesagt…

Es will nicht klappen mit der Verlinkung der 'Kill your Idols'-Version von Team Nena. Daher ersatzweise ein Glanzstück von James Morrison & Team Xavier:

http://www.the-voice-of-germany.ch/video/clip/258285-james-morrison-team-xavier-up-1.3032238/

mila hat gesagt…

in solchen Gruppenmomenten. unter den Nagel gerissenem Wein. 'ausgewiesenen'. Und zu allem Überdruss muss auch noch der letzte Satz des ersten Kommentars geradezu ungeniessbar verschachtelt sein. Grrr... grrr... (Man halte mir zugute: wenigstens führe ich Selbstgespräche, die als solche deklariert sind).

Anna2 hat gesagt…

Tetragramm? Ich zitiere Axel Munthe. Woher hatte es der? Feuz natürlich gelesen. - Vom Kollektivismus bedrängt fühle ich mich persönlich weit stärker als vom Staat durch Normierungen, wie sie uns die Werbung als Ziel vorgeben will. Weibliche Teenies in den USA und Westeuropa: ununterscheidbar dünn, langblondhaarig, gutgefönt, bis hin zur Intonation, direkt aus US-Fernsehserien, mit lokalen Variationen, but still. Wer nicht so aussieht und so tut, gehört nicht dazu.

Mila, meine liebste Volksweise ist das Guggisberglied. Variante E-moll.

Fufi, um die eingebrockte Suppe auszulöffeln: http://de.wikipedia.org/wiki/Myers-Briggs-Typindikator. Cum grano salis, weil man sich in diesen Tests selbst einschätzt, und man kann sich (wie natürlich auch andere!) durchaus falsch sehen. Von dem her, mila, neige ich dazu, mein Schublädli schön geschlossen zu lassen. Lina, falls Dich der Einwurf wirklich stören sollte, tut es mir leid. Als ausgesprochen introvertierter Mensch bin ich manchmal ungeschickt. Aber was solls, Du hast Dich selber gefragt und damit halt irgendwie schon auch das Publikum.

Genug Kapriolen. Gute Nacht.

mila hat gesagt…

Anna2, ich verrate Ihnen jetzt ein kleines Geheimnis: auf Gorki (ISTJ) bin ich gekommen, indem ich der (praktischerweise) systemimmanent angelegten Fährte zum zugewiesenen Idealpartnerprofil des Hamlet (ENFJ) folgte - et voilà, es schien sich auf wunderbare Weise einzufügen, das Zufallsprodukt. Etwas enttäuscht war ich allerdings schon, musste ich doch bei der numerologischen Jahreszahl-Ermittlung wenigstens mein (richtiges) Geburtsdatum mitberücksichtigen...

Cum grano salis - das mag sein, ich will das gar nicht in Abrede stellen. Ich bin mir aber ziemlich sicher, dass man sich, setzte man sich etwas intensiver mit den verschiedenen Typen auseinander, im Zweifelsfall gleich mit mehreren identifizieren könnte; daher mein Misstrauen gegenüber jeglicher vorgefasst-kategorischen Labelisierung, die nicht wenigstens mit einer tüchtigen Prise Humor vorgenommen wird. - Gute Nacht, und einen guten Wochenstart!

mila hat gesagt…

...und ja, die liebste Volksweise meines Mannes: das Guggisberglied. Daher meine Kenntnis der Eicher-Variation.

fufi hat gesagt…

Allerheissesten Dank für den Link zum Persönlichkeitstest!

S'ist, wie's schon immer war: Eine Bestätigung!
Ergebnis Kurztest: Fürsorger
Ergebnis Langtest: Komiker

Frühere Ergebnisse:

Astrologie:
Löwe mit Aszendent Jungfrau
Horoskop:
ALLE Himmelskörper im introvertierten Sektor, ausser Mars(?), was mein allerpersönlichstes Anliegen repräsentiert.

Numerologie:
Hohepriesterin und Wagen.

Enneagramm:
Künstler mit Denker-Flügel

Bei den drei schamanischen Krafttieren bin ich mir auch nach einigen Jahren noch nicht sicher, was das dritte wäre, nach Kamel und Faultier. Wahrscheinlich Fledermaus.
Aber vielleicht hab ich VIEL mehr als 3 Krafttiere!

In fufis Zodiac jedenfalls bin ich ein Esel.
Wer versteht, versteht's!

Tja, und fufi kann's ja nicht lassen:
Und schliesslich Feldenkreis:
MITTELPUNKT!

fufi hat gesagt…

Und an die Adresse aller orthodoxen JungianerInnen:

Archetypisch gesehen wäre fufi ein Trickster.
Sagen sie!

;-)

mila hat gesagt…

MB-Replik (da die Leitungen für einige von uns gesperrt zu sein scheinen - womöglich liegt es aber auch einfach an dieser unsäglichen 600-er Regel:

Widerspenstige, da hätten Sie die Antwort darauf, weshalb ich mich von hier zurückgezogen habe - und mich gleich auch wieder zurückziehen werde. Ich frage mich ernsthaft, wieviel Heuchelei, Selbstgespräche (nicht nur Gabis…), Wortklauber- und -verdrehereien, persönliche Betupftheiten und Eitelkeiten etc. ein Forum überhaupt vertragen kann. Item. Würde ich bleiben, würde früher oder später meine destruktive Seite wieder aufblitzen, und für Destruktives ist mir meine Zeit mittlerweile doch zu schade - und zwar jede einzelne Sekunde, die ich damit verbracht habe und damit verbringen würde. Gegen Gabis etc. hilft im Grunde nur eines: striktes Ignorieren. Dafür aber bin ich - Sie ahnen es - einfach nicht konsequent genug (das mag vielleicht am Meerschwein liegen, wer weiss). Doch wenn man mich, wie Mme de Pompadour es gestern tat, in dieselbe Kategorie wie Gabis abstellen will, dann kann ich das nicht unkommentiert auf mir sitzen lassen; Gabi ist allenfalls mein böser Zwilling, sicher jedoch kein Geistesgenosse.

Zu Ihrer Detailfrage: Z= Zoé, aka Mitschreiberin in einem anderen Blog. Im MB ist sie nie in Erscheinung getreten. Im Gegensatz zu Morgan, der im Anschluss an mila und vor Daphnes Auftauchen für kurze Zeit Trolle zu jagen pflegte, aber das ist wiederum eine Geschichte für sich. Kurzum: Parallel hat hier nie einer von milas Nebennicks sein Unwesen getrieben.

Sportpapi, seien Sie sich versichert: Gabi dürfte über keine der Aussagen, die hier gefallen sind, ehrlich empört gewesen sein. Empörung ist meiner Einschätzung nach einfach eines seiner vielen, mehr oder weniger geschickt eingesetzten Stilmittel, um allzu gutmeinende Mitkommentatoren auf seine Seite zu ziehen. Und jetzt entschuldigen Sie mich bitte, ich habe anderswo nach Sternen zu greifen - was soll mich da der schnöde Grund kümmern, wo man sich weiterhin damit zufrieden gibt, einander fröhlich gegen das Schienbein zu treten? Nicht die Bohne kümmert er mich - solange man mich zukünftig aus solchen Spielchen aussen vor hält… Doch halt - auch dagegen gibt es ein probates wie einfaches Mittel: schlicht und ergreifend nicht mehr mitzulesen! Das mir diese geradezu brillante Idee auch erst jetzt kommen musste: ganz schön blöd, was.

(Nachtrag: Dies kann man nun auch getrost als mein letztes MB-Wort fassen - Inkonsequenz hin oder her.)

mila hat gesagt…

Fufi, meine numerologisch ermittelte Jahresaufgabe ergab folgendes:

"Mögen Sie Liebesfilme? Lieben Sie Krimis? (Zwischenruf mila: Jaaa... - wenn sie denn nicht gleich jedes Klischee kolportieren.) Das trifft sich gut, denn mit Ihrer Jahresaufgabe 6 gehts 2012 um 'Sex and Crime'. Den 'Crime' erleben Sie am besten auf der Leinwand (Einschub mila: Unbedingt, am Wochenende ist Fincher angesagt.) Davor und danach leben Sie harmonische und liebevolle Beziehungen in der realen Welt - zu Mensch und Natur, aber vor allem zu sich selbst. Lieben heisst Respekt und Achtung haben. Und da können Sie jetzt ein Vorbild für Mitmenschen sein. (Replik mila: Na ja...) Zeigen Sie, was 2012 in Ihnen steckt, und Sie werden für Ihr Motto 'Ich liebe die Welt, und die Welt liebt mich' bewundert werden."

Daran schliesst sich noch folgender 'Erfolgstipp': "Visionen umsetzen. Sensible und mutige Durchsetzung der eigenen Interessen."

Mal ganz abgesehen davon, dass solche Botschaften Verheerendes bei den Penelope Longstreets dieser Welt auslösen können (eine passende Metapher hierfür bietet womöglich Chuck Palahniuks 'Lullaby') - was würde wohl passieren, wenn ein geschätzter 9-tel der Menschheit (die Jahreszahlen gehen von 1-9) plötzlich beginnen würde, seine Visionen und Interessen "sensibel und mutig" umzusetzen? Nicht auszudenken, das... oder wie der Philosoph Michael Schmidt-Salomon kürzlich in einem Interview festhielt:

Zum Abschluss bitte noch eine kleine Empfehlung für das kommende Jahr, auf welche Weise Trockennasenaffen wie wir den schmalen Grat zwischen Blauäugigkeit und Zynismus weiterhin meistern können…
Schmidt-Salomon: Im Moment sind viele sogenannte Wutbürger auf der Straße, die dem moralischem Motto „Empört euch!“ folgen. Mir wäre es lieber, sie würden sich in ihrem Protest nach dem rationalen Motto „Entblödet euch!“ richten, denn die große Konfliktlinie unserer Zeit verläuft nicht zwischen Gut und Böse, sondern zwischen klug und blöde! Es ist wirklich zum Haareherausreißen: Von klein auf werden an uns die Maximen der universellen Verblödungsmaschinerie herangetragen, die da lauten: Schere dich nicht um Argumente! Gehe den Dingen nicht auf den Grund! Sei kein Narr, der gegen die Absurditäten des Systems aufbegehrt, sondern ein Tor, der der dummen Horde folgt! Frage niemals nach dem Sinn des Ganzen, sondern passe dich an die herrschenden Gepflogenheiten an – auch wenn sie noch so himmelschreiend blöde sind!
Welcher Ausweg aus dem derzeitigen Disaster ließe sich also finden?
Schmidt-Salomon: Diesem Anpassungszwang an die herrschende Dummheit würde ich gerne die Kernbotschaft der Entblödung entgegensetzen. Sie lautet: Schere dich um Argumente! Gehe den Dingen auf den Grund! Sei ein Narr, der gegen die Absurditäten des Systems aufbegehrt – kein Tor, der der dummen Horde folgt! Passe dich herrschenden Gepflogenheiten nicht an, wenn sie himmelschreiend blöde sind, sondern frage nach dem Sinn des Ganzen! Man stelle sich vor, es würden sich weltweit mehr und mehr Menschen auf diese Weise entblöden – das würde die politischen Verhältnisse nachhaltig zum Tanzen bringen…

fufi hat gesagt…

Tja, Mila, ich glaub da hat wer doch mal gemeint, dass gegen Dummheit sogar Götter den Kampf verlieren täten?

;-(

Tiger hat gesagt…

Passende italienische Geste:

Oberkörper ruckartig nach hinten ziehen, die Stirn runzeln, die Handflächen mit gestreckten Armen nach vorn richten, die Arme etwa im 20-Grad-Winkel neben den Oberkörper halten.

Und dann ausrufen: "Ooooooo."

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