Heute ist der 8. März!
Der Tag der Frauen!
Zuerst das Schlechte:
Leider haben die Frauen in meinem Büro heute KEINE Rosen bekommen.
Und das kommt daher, dass fufi heute NICHT im Büro gewesen ist.
Sonst hätte nämli jede von ihnen ein Rösli auf der Tastatur gefunfen, wenn sie denn zur Arbeit gekommen wären!
Und dann zum Guten:
Aber hier in der Lounge geht's anders: ALLE Frauen kriegen heute ALLES was sie möchten - naja, nicht ganz alles - aber jedenfalls GRATIS!
Und weil da irgendwelche sich unterdessen scheints für eine ECHTE Gleichstellung von Weibli und Männdli einsetzen wollen ....
siehe dazu:
http://www.tagesanzeiger.ch/zuerich/region/Gleichstellungsbuero-provoziert-die-Buergerlichen-mit-neuer-Stelle-/story/24876985
... kriegen auch alle Männdli - fast - alles, was sie möchten GRATIS!
Lasst mich doch bitte, zum Thema Gleichstellung, noch DAS sagen:
Fufi hatte sein Studium voreinigen Monaten abgeschlossen und bereits Erfahrung im kirchlichen Schurnalismus, als der Kirchenbote ZH eine/n RedaktorIn suchte.
Voraussetzung: Theologische Kenntnisse und schurnalistische Erfahrung.
Fufif Bewerbung kam kommentarlos zurück. Weil nämlich eine Frau eingestellt wurde, wo weder die einte noch die andere Voraussetzung erfüllte. Aber sie war eine Frau. Und es wurden rund Fr. 20'000 in ihre theologische und schurnalistische Ausbildung gesteckt. Learning by doing, eben.
Leider hat die Frau nach 1 Jahr gekündigt.
Also dasselbe zum 2ten.
Und wieder wurde eine - genial unqualifizierte - Frau der Bewerbung von fufi vorgezogen, obwohl der unterdessen noch 1 Jahr mehr an Schurnalistischer Erfahrung vorzuweisen hatte, und sich unterdessen in den interessierten Kreisen einen SEHR guten Ruf geschaffen hatte.
Und wieder die 20'000 Franken, und wieder die Kündigung nach 1 Jahr.
Ihr ahnt, wie's weiterging: The same procedure as every year!
Tja, ich weiss nicht ob's besser gewesen wär', oder ob's denn so besser war, wie's gekommen ist!
94 Kommentare:
Und weshalb mich das mit dem KB noch heute nervt:
1. DAS werdet ihr wohl verstehen können
2. War damals arbeitslos und habe als "freier" für eine kirchliche Presseagentur gearbeitet. Maximal 30 Zeilen à 36 Zeichen.
Bezahluch: Fr. 1.50 pro Zeile.
Nein, REICH bin ich damit nicht geworden.
3. Der KB wusste denn schon, was ich drauf hatte. Er hat mich denn auch mal angefragt, ob ich nicht irgendwelche "Specials" schreiben könnte.
Nun, sie haben immerhin anständig bezahlt.
Aber eben ... ?
Hm, fufi, ich bin nicht mehr Kirchenmitglied, weil mir ihre Scheinheiligkeit schon vor vielen Jahren zum Hals herausgehängt ist. Als ich den Kanton wechselte, meldete ich mich einfach nicht bei einer Kirchgemeinde an, und schon war ich draussen. Irgendwie kamen die dann doch zu meinem Namen und meiner Adresse, und ich musste es ihnen bekräftigen...
Und ja, ich weiss, wieso ich unsere Gemeinde hier scheinheilig nenne. Es sind nicht alle Mitarbeiter so, sicher nicht, die einen finde ich sehr toll (die Religionslehrerin meiner Tochter ist cool). Aber wie vor Jahren ein Pfarrer gegen den anderen mobbte und wie vom Kirchenrat ein langjähriger (guter) Mitarbeiter hinausgedrängt wurde, das ist sehr unappetitlich.
Weisst du, Tiger
Mir geht's eigentlich gar nicht um "die Kirche". Oder um den "KB ZH".
Mir geht's um die GUT-Menschen, wo andere diskriminieren, bloss damit sie sich gegenseitig ihr "Ach so Gut sein" bestätigen.
Schulterklopf und so.
Das mag Gendermässig abgehen, aber auch bloss das "nur im Bio-Laden einkaufen" - wir können's uns ja leisten, das 3fache zu bezahlen.
Und am Schluss, wenn denn die grosse Party abgeht, hocken sie alle zusammen im Wir-sind-die-Besten-Eggli und holen sich was runter.
Weil: Mit den söttigen mag sich ja niemand abgeben!
Passt nicht ganz zum Thema, aber fast, und weil's so härzig ist:
Schweigen und Freude
Es ist viel Schweigen
zwischen Männern und Frauen.
Viel Fremdheit auch,
wenn sie einander beschauen,
und Kummer.
Es eint viel Freude
die, die sich lieben,
Frauen und Männer. Sie
lächeln und schieben
noch eine Nummer.
von Robert Gernhardt (1937-2006)
Heute gefunden, vom grünen Männchen, das ganz, ganz sorgfältig die Zeitung durchgeblättert hat, ob sich darin etwas finde für Fufi, der sich so rührend kümmert hier in seiner Lounge, um Weibli und Männdli.
Ein nachträgliches Wort zum Tag der Frau - ein besseres, ungeschminkteres habe ich noch selten gelesen:
http://www.zeit.de/2012/11/Feminismus-Schlachtfeld-Frau/seite-1
Möge sie blühen, die Solidarität zwischen »all jenen, die in der heutigen Welt an Geschlechtszuschreibungen leiden«.
...und hier gleich auch ein konkreter Ansatz-Punkt:
http://www.zeit.de/2012/11/F-Haywire
Die Kehr-Seite möchte ich natürlich nicht vorenthalten:
http://www.zeit.de/karriere/2012-02/interview-antifeministen-hinrich-rosenbrock/seite-1
Die schönen Kicks von Gina Carano werde ich mir sicherlich reinziehen. Als Kick-Ass-Inspiration für den Fall der Fälle, sozusagen.
«Ich wollte keine dieser gängigen Zeichentrickschablonen, kein Sexobjekt. Gina ist sexy – aber kein Objekt», sagt «Haywire»-Regisseur Soderbergh über seine Hauptdarstellerin: «Im Gegenteil: Sie ist ein Profi und zufällig eine Frau. Ihre Sexualität trägt sie nicht vor sich her.» Soderbergh hat recht. Caranos beeindruckende Leinwandpräsenz ist zwar eine Mischung aus Muskeln und Weiblichkeit. Doch die 30-Jährige ist im Vergleich zu Actionstars wie Jolie oder Jovovich kein prügelndes Sexsymbol. Ihre Beine sind kräftig, die Lippen schmal. Eine schöne Frau, gewiss, aber nicht so, wie Hollywood Schönheit definiert. Carano sieht ein bisschen aus wie die stämmige Schwester von Catherine Zeta-Jones.
«Ich weiss auch nicht, warum es so befriedigend ist, Gina dabei zuzusehen, wie sie einen Kerl nach dem anderen fertigmacht», fragte sich Soderbergh an der Berlinale, wo er seinen Film kürzlich vorstellte. Der Grund dürfte, neben den ultrarealistischen und tatsächlich exzessiv eingesetzten Kampfszenen, die Absenz von plakativem Sexappeal sein. Oder vielleicht verkommen Caranos Reize auch einfach zur Nebensache, wenn sie einen Michael Fassbender mit einem «Dreieckswürgegriff», einer Art Beinschwitzkasten, bodigt. Und mit Blick auf Jovovich lässt sich sagen: Schöne Kicks statt schöne Beine.
http://www.tagesanzeiger.ch/kultur/kino/Schoene-Kicks-statt-schoene-Beine/story/26785802
Ich warte ja noch auf "Germany's Next Topfmodel - das Hausfrauencasting"
Vielen Dank für die Häppchen, mila, sitze auf meiner Nerd-Couch und habe mich krümmelmonstermässig durch die Lektüre durchgefuttert, fehlt nur noch die Sahne auf dem Häubchen. Daher als Abrundung und zwecks Belichtung* der Thematik aus einer anderen Perspektive schlage ich vor:
http://www.tagesanzeiger.ch/kultur/diverses/Abgehaengt/story/13667911
*Näheres zu "Lichtverhältnissen" ist zu lesen bei "Die, die unter der Couch tanzt" - ist aber nicht die gleiche Couch, wo ich gerade darauf sitze - im Fall - empfehlenswert, sehr gelungenes literarisches Charakterstilleben, musste heute noch unter der Dusche über das T-Shirt aus dem Caritas-Sack der Nachbarin lachen!
@Tiger, da müssen Sie sich noch etwas gedulden. Vorerst wird gesendet: "Germany's Next Flopmodel - Das futuristische Siebensiechencasting in Zeiten sinkender Männlichkeitsmarktwerten".
Es gibt einen Tag der Frauen, das weiss ich.
obs einen Tag der Männer gibt, weiss ich nicht.
Es gibt einen Tag des Waldes, der Vögel, der Mütter, der Baudenkmäler, meinetwegen.
ABER es gibt KEINEN Tag der Menschen!
Hab da - es war noch im letzten Jahrtausend - und ich war noch jung damals, sehr jung.
Hab jedenfalls damals was "gedichtet".
Weiss nicht mehr genau, wie's gegangen ist
Aber s'muss irgendwie SO gegangen sein:
Und denn han ich d'Wält aaglueget.
Und denn han ich d'Mänsche gsee.
Und d' Mänsche sind Fraue gsii.
Und d' Mänsche sind Manne gsii.
Und d'Manne
Und d'Fraue
Sind Mänsche gsii.
Lustig beim Zeitartikel Nr. 1: wenn man das Wort Frau rausstreicht und durch das Wort Mensch ersetzt, dazu das spezifisch Feminine durch eine männliche Perspektive ergänzt - dann erhält man doch glatt so etwas wie eine valable Gesellschaftskritik.
So wenig ich mich als Feministin sehe (geschweige denn als solche bezeichnen würde), so sehr muss ich den Damen Schmidt und Penny beipflichten, dass sich das (leidige) Thema offenkundig noch nicht erledigt hat (für keines der Geschlechter, wohlgemerkt). Insofern wäre es tatsächlich spannend zu sehen, was sich ent-spinnen würde, wenn die Rollengeschädigten aller Seiten sich zusammenfinden würden, um gesellschaftspolitische/kulturelle Szenarien zu entwerfen, in denen jede/r nach seiner façon glücklich werde könnte - ohne dafür schräge Blicke zu riskieren (wie sie im MB, und nicht nur dort, nach wie vor an der Tagesordnung sind).
Ich stimme zu, die ganze Geschlechtersache finde ich aber eh viel zu ideologisch und belastet mit Empfindlichkeiten und Betüpftsein auf allen Seiten. Und weil mir das halt wirklich profund aus dem Hals heraushängt meinen gewisse Leutinnen, ich sei so ein Standardmacho.
Im Rückblick ist es erstaunlich, wie enorm resistent Pippi war, als ich ihr meine Sicht auf den Feminismus sagte, die, auf den Punkt gebracht, etwa so war wie der kurze Text von fufi. Sie hörte mich zwar, aber es war wie wenn ich nichts gesagt hätte. Denn über Feminismus kann eh kein Mann reden. Der hat zu schweigen und der Frau zuzustimmen. Tja, und das tat ich halt nicht. Se rest is history.
[ Und diese Carano, die ziehe ich einem Püppchen wie Angelina Jolie sowieso vor. Die Frau hat eine *Figur* und ein richtiges Gesicht. Angelina sieht aus wie irgendwie genetisch zusammengekleistert, unecht.]
Also, mila, das mit dem cut-replace-Mechanismus im Zeit-Text, das stimmt voll. Diese Männerbewegung, die Antifeministen im Spezifischen, waren mir schon lange irgendwie unheimlich. Jetzt weiss ich endlich, warum.
Gernhardt? :-)
In jeder Frau, da steckt
ein Sexualobjekt.
Das muss der Mann erwecken,
sonst bleibt es in ihr stecken.
(Katharina, bitte nicht protestieren, so ists nicht gemeint, nur zum Amusement.)
Mila, danke für die Artikel. Ich kann mir auch nicht befriedigend erklären, dass viele ganz junge Frauen zu glauben scheinen, der Feminismus sei passé. Und fürchte, sie "kommen auf die Welt", wenn sie Kinder zur Welt bringen. Und hoffe, sie hätten doch recht, und meine Tochter habe es mal einfacher als ich, Kind(er) und Job zu vereinbaren. Sonst werde ich eine ururalte Grossmutter, wenn überhaupt.
Fufi, wollen wir jeden Tag zum Tag der Menschen erklären?
Meta, das tieferliegende Problem liegt meiner Einschätzung nach in diesem unsäglichen Machbarkeitswahn, mit dem wir alle so überaus erfolgreich imprägniert wurden. So glaubt eine jede, dass alles möglich sei, wenn sie es denn nur hart genug wolle - und zu diesem Zweck brav an sich arbeite. Zugegeben, das funktioniert eine Zeitlang recht gut, bis sie irgendwann an ihre persönlichen wie an strukturelle Grenzen stösst. Und merkt, dass sie allenfalls einem allzu trügerisch schönen Märchen aufgesessen ist.
Tag der Frauen.
The Other Women of America.
http://www.onemorelesbian.com/the-other-women-of-america-sizzle-real.html
Kat.
Warum dies im Kontext des Feminismus ausserordentlich wichtig ist: Die Logik der Argumente.
Equal Rights.
http://www.onemorelesbian.com/8-a-play-about-the-fight-for-marriage-equality.html
Kat.
Mila, aren't you describing the American Dream? In einem Land, wo man inzwischen less upwardly mobile ist als andernorts, aber immer noch so wählt, als wäre man es und würde eines Tages auch reich. Dort wird Selbstverantwortung auch gross geschrieben. Es betrifft nicht nur Frauen.
Guet Nacht.
Nein, Meta, ich spreche vom ganz allgemeinen Frauenalltag hier, aber vielleicht fällt mir das nur auf, weil ich von Frauen umgeben bin, die einst wollten. Und nun tingeln sie, zwei bis drei Kinder am Rockzipfel, der Karriere des Mannes zuliebe durch die ganze Welt (selbst ohne Job, wohlgemerkt), oder ziehen Kinder gross, während der holde Angeheiratete neben seinem anstrengenden Beruf und den nicht minder anspruchsvollen Hobbies auch noch in die absorbierende Lokalpolitik einsteigt - Mama wird ja zuhause das Baby schon schaukeln. Und dann gibts, der Klassiker schlechthin, immer noch die Fälle, wo die Sprosse den erfolgreichen Papi nur am Wochenende - wirklich - sehen.
Hätte ich den Eindruck, diese Frauen wären auch nur halbwegs glücklich: ich würde nichts sagen. Nur haben sie mit dem Familienmanagement, das allein auf ihren Schultern lastet, so viel um die Ohren, dass sie sich solche Fragen noch nicht einmal mehr stellen können. Und natürlich kann man jetzt einwenden: selbst schuld (verantwortlich), sie hätten sich mit wahlweise weniger ehrgeizigen oder egoistischen Männern zufriedengeben sollen. Nur waren diese Männer in ihrem Studium noch etwas anders gewickelt: d.h. bevor die Karriererealität sie einholte.
Kenne ich in meinem Umfeld nur einen einzigen, umgekehrten Fall? Nein. Und zwar unabhängig davon, wer vor der Familiengründung wie hoch qualifiziert war. Immerhin: ich kenne auch Paare, die sich die Verantwortlichkeiten des Alltags- wie des Berufslebens teilen. Sie scheinen mir die Entspanntesten von allen zu sein, aber vielleicht möchte ich mir das ja nur einbilden.
Kat, weisst Du, was mich davon abhalten würde, eine Show wie TOWOA zu schauen? Das Hochglanzformat. Auch hätte ich - von der Perspektive einer Hetera - eher das Bedürfnis, hinter die reellen Kulissen ganz unterschiedlicher Familienkonstellationen, nicht nur lesbischer, zu schauen. Ich frage mich deshalb, ob eine solche Show trotz ihrer good intentions tatsächlich ein Mainstreampublikum erreicht, oder nicht doch eher die einschlägigen Kreise.
Und ich bin ja wahrlich keine Reality-Show-Angefressene, aber 'Bridezillas' war etwas, dass ich mir in meiner New Yorker fast zwanghaft ansehen musste...
Meta, (und Katharina), ich empfehle Euch den neuesten Stern, der am Mittwoch herausgekommen ist. Das Hauptthema ist der Niedergang der USA ("Amerika, was ist aus Dir geworden?") , mit einer wirklich interessanten Reportage über eine sozial absteigende Familie in Florida.
Katharina, lies das doch mal, damit Du ein bisschen ein Feel dafür bekommst, wie die Europäer so über Euch denken. Es ist KEIN Bashing, es ist eine weitestgehend empathische Sache.
http://www.stern.de/video/diese-woche-im-stern-amerika-was-ist-aus-dir-geworden-1796653.html
Fragen Sie Frau Sibylle. Manchmal ist es etwas belanglos, was sie schreibt. Und manchmal bringt sie einen Wurf:
http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,819805,00.html
(ganz generell denke ich schon, dass man sich über sie etwas Gedanken machen sollte. Umarmt sie, wenn Ihr sie in Zürich herumstolpern sieht.)
That's it, Mila? Das Hochglanzformat? Und auf den zweiten Post, der wesentlicher wichtiger ist, gehen soviel ein: 0.
borniert.
Warum sollte eine Show, die das Thema lesbischer Frauen und ihr ganz alltägliches Leben beinhaltet, nun auch noch die Hetero-Sicht einbeziehen, die bis zum abwinken in anderen Shows idealisiert dargestellt wird? Gerade in diesen ‚Mainstream‘ Shows werden homosexuelle ja immer noch in den gängigen Klischees dargestellt und nicht eben als ganz gewöhnliche Menschen, wie diese Show dies versucht.
Ist übrigens auch eine Kritik an sehr populären Shows wie The L-Word und The Real L-Word, die hier sehr Mainstream sind. Es geht darum, dass wir in den Medien als das dargestellt werden, was wir sind, gewöhnliche Menschen, nicht die promiskuitiven Klubweiber mit Relationship Status ‚it is complicated‘ wie etwa in The L-Word, die unsere Szene so darstellt, als ob wir alle uns im Ghetto der Klubszene in West Hollywood bewegen würden.
Was an TOWOA geradezu revolutionär ist, ist die Einbeziehung afroamerikansicher Frauen, weil in jener ethnischen Gruppe das Thema Lesbisch sein bedeutend stärker tabuisiert ist als im WASP geprägten Mainstream, siehe einschlägige Diskussionen um Whitney Houston oder Oprah Winfrey.
Was wichtiger ist, ist der Entscheid des Berufungsgerichts betreffend Proposition 8, der landesweit richtungsweisend ist und den Weg ebnet zu Full Marriage Equality. Full Marriage Equality bedeutet, dass Paare unabhängig ihrer sexuellen Orientierung diejenige Rechtsform der Partnerschaft wählen können, die ihrer Beziehung am besten entspricht, also sowohl registrierte Partnerschaften als auch die rechtlich verbindlichere Form einer vollen Heirat. Bedeutet eben auch, dass registrierte Partnerschaften auch heterosexuellen Partnern offen stehen müssen.
Kat.
Kat, für den zweiten Post brauch ich mehr Zeit. Den Trailer vom ersten habe ich mir angesehen, und dies brachte mich auf den Gedanken, dass hier eben nicht das Alltägliche, sondern das Aussergewöhnliche gezeigt wird - zugegeben, man sollte nicht vom Trailer auf eine ganze Sendung schliessen.
Daher auch die etwas provokante Rückfrage, wer sich TOWOA anschaut. Gibt es dazu Erhebungen?
Mila, die Show TOWOA soll im herbst 2012 gesendet werden. Es gibt somit noch keine ratings. Ich vermute das rating wird in etwa dem von The real L-Word entsprechen.
The L-Word war hier ein instant Hit. Dazu hier:
http://www.nytimes.com/2005/02/06/arts/television/06gloc.html?_r=1&pagewanted=all
Kat.
Dammisiech, Mila, von der Spezies kenne auch ich genug. Auch und gerade unter Leuten, die zehn Jahre jünger sind, da scheint das wieder Mode zu werden. Eine Cousine zum Beispiel, die zwar einen Studienabschluss hat, dann aber gleich Kinder kriegte, und der Ehemann hat inzwischen eine Assistenzprofessur. Nu! Manchmal frage ich mich schon: machen sie es am Ende doch besser als meinesgleichen, die wir so elend spät Kinder in die Welt gesetzt haben? Können sie - anders als unsere Mütter, die es auch so gemacht haben - nach der Kleinkinderzeit nochmal durchstarten? Oder dank Nanny schon vorher? Das mit der Nanny hätte ich für mich nicht in Betracht gezogen. Vielleicht aber einfach zuwenig weit gedacht. Wenn das gut läuft, kann es richtig gut sein: z.B. wird das Kind ganz beiläufig bilingue, wenn zuhause eine Australierin oder Südamerikanerin mitarbeitet. Wobei Deine wohl schon bilingue werden. Wenn das mit der Nanny nicht gut läuft, hat man unendlich Aufwand für einen Scherbenhaufen. Das würde mich immer noch abschrecken.
Übrigens, hast Du Revolutionary Road gesehen/gelesen?
Kat, dann bin ich eben borniert. Ich habe bisexuelle Freunde und Freundinnen, von lesbischen weiss ich nicht, habe immerhin neulich im Mamablog ein Buch empfohlen, das grossteils von Regenbogenfamilien erzählt. Genügt es nicht, einander leben zu lassen? Muss man sich mit al-lem aus-ein-an-der-set-zen? Du tönst wie Orlando :-)
Gute Nacht!
Meta und Mila: was dem einen richtig erscheint, kann für den anderen der völlige Irrweg sein. Meine Eltern haben vier Kinder in die Welt gesetzt - es muss ein Geknorze gewesen sein, zwei sehr engagierte Aerzte, die, für mich ein Horror, die Kinder einfach haben kommen lassen. Es war ein Chaos, aber wir haben alle vier nie etwas vermisst - im Gegenteil, wir sind alle aufgewachsen mit der Sicherheit, man kann alles, wenn man nur will. Ich habe es ähnlich gemacht, sogar nochmal ein Kind bekommen, das im Alter von den anderen relativ weit entfernt war; ich selbst war in etwa demselben Alter, in dem nach meiner Kalkulation Meta ist - und das mit Karrieren, Chaos und sehr klarem Unverständnis der Umgebung, vor allem hier in der Schweiz. Who cares? Man orientiere sich an Menschen, die über ihre eigenen Begrenztheiten hinausschauen können, dann ist jede Lebensform, solange die Kinder Priorität haben, vertretbar.
Aber ich hatte Studienkollegen, die ihre Schwangerschaften in die Semesterferien gelegt haben, um möglichst ununterbrochen ihren Weg gehen zu können. In manchen Fällen scheint das geklappt zu haben, die Beziehungen haben gehalten, die Kinder scheinen gelungen, in manchen nicht. Kurz: ich glaube eigentlich nicht, dass sich viel geändert hat - es ist eine Frage des Selbstvertrauens.
Gute Nacht!
Carolina, mit Verlaub: gerade die Kindspriorität scheint mir in den erwähnten Fällen eines nahezu Vollzeit abwesenden Vaters nicht gegeben, von der Paarsekundarität ganz zu schweigen. Aber frau kann sich vieles schönreden (man vermutlich auch), insbesondere mit dem netten kleinen Wörtchen Selbstvertrauen. Das nicht selten die im Mund führen, die es nicht haben - das ist Ihnen in der Praxis sicher auch schon aufgefallen. Soviel zum Thema Begrenztheit, von der anderen Seite aus betrachtet.
Meta: „Genügt es nicht, einander leben zu lassen? Muss man sich mit al-lem aus-ein-an-der-set-zen?“ ärgert mich. Wenn uns das Recht zugestanden würde , so zu leben wie wir möchten, und unsere Beziehungen entsprechend auch rechtlich gestalten zu dürfen, würde ich dir recht geben. Leider ist dem eben nicht so. Die Geschichte von Proposition 8 zeigt das eben überdeutlich.
Weshalb sollte ich mir gefallen lassen, dass zwei Rechtsnormen bestehen, eine für heterosexuelle Beziehungen und eine für homosexuelle. Das ist ungerecht, diskriminierend und entwürdigend, weil es unsere Beziehungen entwertet. Darum geht es uns und darum ist der Gerichtsentscheid so wichtig.
Wir haben es einfach satt, dass ständig und überall ein tam tam darüber gemacht wird, dass unsere Beziehungen zufälligerweise Partner des gleichen Geschlechts haben. Es ist nicht statthaft, dass aus diesem Faktum uns überall juristische Steine in den Weg gelegt werden. das Thema umfasst so viel. Von Estate-laws über Vollmachten, Patientenverfügungen, Regelungen betreffend Krankenkassen und und und. Es ist einfach nicht recht, wenn Beziehungen, die eigentlich genau gleich wie ein verheiratetes Paar funktionieren, in eine Domäne des exotischen verbannt werden, das nicht den gleichen Rechtsschutz verdient wie für gleiche Beziehungen mit heterosexuellen Partnern.
Da regt mich deine Bemerkung ‚nicht mit allem auseinander setzten‘ eben schon auf, denn damit verweist du dies in eben dieses exotische Revier, wo Diskriminierung erlaubt sein soll.
Dieselbe Rechts Ungleichheit besteht in den Gesetzen der EU und auch denjenigen der Schweiz, wo Heirat nur heterosexuellen Paaren zugänglich ist und eingetragene Partnerschaft (mit unterschiedlichen Rechten und Pflichten) für homosexuelle. Wie Fufi oben ja erwähnte, gibt es Heteropaare, die lieber für sich eine eingetragene Partnerschaft als Rechtsform wählen würden, statt einer vollen Heirat. Die Diskriminierung besteht also in beide Richtungen. Die Gründe können in Religion und Homophobie gesucht werden. Auch darum ist dies so wichtig. Dazu ist vor dem europäischen Gerichtshof ein Verfahren ähnlich demjenigen gegen Proposition 8 in Kalifornien in Planung. Das Thema wird folglich also auch direkt oder indirekt die Schweiz betreffen.
Vielleicht ist es für Dich schwierig nachzuvollziehen, weil die Verfassungen recht unterschiedlich sind und für Europäer die Logik der amerikanischen Verfassung nicht einfach so klar ist (und umgekehrt natürlich auch).
Kat.
Mila, nur noch kurz: zumindest in meinem Fall und in dem meiner Mutter, das ist aber selbstverständlich nicht allgemeingültig, war Selbstvertrauen keinesfalls 'a given' - es ist/war ein Prozess. Schönreden? Nur dann, wenn sich das Schönreden paart mit Resignation. Andernfalls würde ich es Alltag nennen, erwachsen werden - das muss überhaupt nicht resignativ sein, mag aber so aussehen, wenn man immer noch etwas Spannenderes/Wichtigeres/Besseres hinterm Horizont vermutet.
Ja, Selbstvertrauen ist ein 'nettes', kleines Wort - für mich der Schlüssel zu allem.
Gute Nacht.
Carolina, was ich sagen wollte, war: die Fälle, die ich beschrieben habe, sind mit denen ihrer Mutter und Ihnen der Beschreibung nach nicht zu vergleichen. Mit Spannender/Wichtiger/Besser hat es auch grad mal nichts zu tun, sondern mit Selbstaufgabe (anstelle Selbstvertrauen). Hausfrau sollte man nicht aus Perspektivenlosigkeit oder Resignation werden, oder weil das Umfeld es erwartet.
Zum Rest später.
keine angst, katharina, wenn dann erstmal rick santorum euer chef ist, dann wird alles gut...
Kat, Deinen Ausführungen unter 23:37 habe ich wenig mehr hinzuzufügen. Vielleicht das:
Die Ehe - begriffen als zivilrechtlicher (nicht: religiöser) Stand - einem gleichgeschlechtlichen Paar zu verweigern, halte ich in der Tat für unwürdig - zumal für eine vorgeblich 'offene' Gesellschaft. Die Kirche als Hort institutionalisierter Religiosität mag es so halten, wie sie möchte: wenn sie das Sakrament verweigern will, kann man ihr dieses Recht nicht absprechen. Wobei ich mich dann halt fragen würde, wie viel mir unter diesen Umständen an ihrem Segen gelegen wäre.
I believe in everything;
nothing is sacred.
I believe in nothing;
everything is sacred.
- Tom Robbins, Even Cowgirls Get the Blues
Eine Ehe ist nur solange heilig, wie man ihr als einem heiligen Bund begegnet; und dieser Bund wird im Herzen geschlossen. Ob mit oder ohne Altarversprechen, könnte für mich keine geringere Rolle spielen. Ich respektiere jedoch, wenn andere aufgrund ihrer Überzeugungen die religiöse Dimension anders sehen.
Jetzt aber mal im Ernst, pöh: eine dieser Republikaner-Witzfiguren soll Obama gefährlich werden? Da müsste wohl vorher die amerikanische Wirtschaft gnadenlos einbrechen. Nur scheint zur Zeit eher das Gegenteil der Fall zu sein...
pöh!, wenn Santorum nominiert wird, dann wird Obama ziemlich sicher wiedergewählt. Der bietet einfach zuviel Angriffsfläche und ist eher ein Leichtgewicht. Bei Romney ist das allerdings nicht so sicher.
Werden die Beträge in den Kampagnenkassen betrachtet und wer an wen wieviel spendet, ist klar, dass Obama schon gekauft ist.
Kat.
natürlich wird die wahl bei diesen gegnern für obama ein fahrt im schlafwagen...
aber lustig ist's schon, was die wohl immer noch mächtigste nation der welt für witzfiguren als ernsthafte präsidentschaftskandidaten auffährt...
Na ja. Eigentlich finde ich es um ein Vielfaches belustigender, dass ein mafiöser alter Bock über zwei Jahrzehnte die Politik eines kerneuropäischen Landes diktieren konnte, Justiz inklusive... die Rede ist natürlich von Bunga Bunga-Silvio.
Sorry, jetzt muss/will ich mal mit Bibelsprüchen um mich werfen.
OHNE Vers-Angabe und so, und frei interpretiert, aber dennoch:
Zunächst @ mila am 12. März 2012 09:26
Unser Hochzeitsspruch lautete ungefähr so:
"Aber über das alles bindet das Band der Liebe ... "
Und nicht nur an Kat. und nicht nur von wegen der Möglichkeiten des Zusammenlebens, sondern von wegen ALLEN Möglichkeiten des Lebens:
Hier einer meiner biblischen Lieblingssprüche:
"Euch stehen alle Möglichkeiten offen. ALLES steht euch offen.
Aber bedenkt: NICHT alles führt zum Guten!"
Risiko, Verantwortung und Selbstkritik gehören scheint's auch dazu, eben!
Und NEIN, Kat., ist keinesfalls negatif und schon gar nicht gegen dich gesagt!
Ist übrigens beides von Paulus, von DEM Apostel also, der zu den "HEIDEN" ging!
Und dann noch was zum Bunga-Bunga-Präsidenten:
Da stürzt doch der gute Silvio B. zusammen mit dem Papst im Privatjet des Mafiabosses "Dottore Scopa", sie befinden sich auf dem Weg zur AIDS-statt-Gummi Konferenz, jedenfalls stürzen sie mitten im afrikanischen Urwald ab.
Und werden natürlich sofort von den indigenen Naturverbunden gefangen genommen.
Die Frage ist: Tod? oder Bunga-Bunga?
Der Papst meint, er hätte noch so viel zu tun, bis er denn alle seine Schafe gemolken hätte und wählt also "Bunga-Bunga".
Ich erspar' euch die Einzelheiten, aber als der gute Silvio sah, wie der Papst hat sich von DIESER Welt verabschieden müssen, sah er der Realität ins Auge und wählte, ganz der adlige Cavaliere, als den er sich denn fühlte - den Tod.
Nun denn, er hatte seine Wahl getroffen:
Tod durch Bunga-Bunga!
Und falls ich auch nur 1 Fettnäpfchen ausgelassen habe bitte ich untertänigst um Nachsicht!
@pöh, haben die nicht mehr vorhandenen Ziffern (ich meine die launischen 4 und 2) auf Ihrem Hausnummernschild etwas zu bedeuten? Kann man an ihnen die aktuelle Mondphase ablesen, oder was? Würde mich sehr interessieren.
Ja also mit diesem Tag der Frau weiss ich nicht so recht, was anfangen. Man vergisst das ja auch immer wieder. Da habe ich meiner Frau viel lieber mal einen Blumenstrauss gepostet, ganz unerwartet. Sie hat auch viel getan für die Familie und für mich.
Grünes Männchen, Du offenbarst eine grässliche Bildungslücke. Mich schaudert.
https://de.wikipedia.org/wiki/Per_Anhalter_durch_die_Galaxis
und:
https://de.wikipedia.org/wiki/42_%28Antwort%29
Die letzte Folge der Serie heisst "Mostly Harmless", ein ziemlich brutal cooler Titel, finde ich (mostly harmless ist die Erde gemäss Enzyklopädie).
Etwa so cool wie die Bemerkung des Bühnenbauers zum neuen Produktionsgango in "Boris", wie er seinen Kaffee wolle: "Leggermente lungo" (nicht gut übersetzbar).
Mila, noch kurz: sollte man irgend etwas aus Perspektivenlosigkeit oder Resignation machen? Auch wenn Sie diese Argumentation ausgeschlossen haben: die Verantwortung kann einem wirklich niemand nehmen.
Natürlich gibt es diese Fälle,die Sie beschreiben, wie eben die anderen auch - ich weiss, hört sich beliebig an, ist es auch. Wenn ich das überhaupt sagen kann (keinerlei statistische Relevanz), sehe ich vermehrt Frauen, die keine Entscheidungen treffen können/wollen/müssen - die noch mit 40 hadern, ob sie jetzt Kinder haben wollen oder nicht, die vor lauter Zögerlichkeit alles halbherzig tun, sich alle Optionen offenlassen und dann irgendwann an einem Punkt ankommen, an dem ihnen der Lebensmut, die Lebensfreude und die Selbstverantwortung abhanden gekommen sind, weil sie sich nie auf eine einmal getroffene Entscheidung eingelassen haben.
Meine Mutter hat immer gesagt: Ihr jungen Leute denkt viel zu viel nach (ich hasste diesen Satz, aber heute sehe ich langsam, ähem, dass er vielleicht eine gewisse Berechtigung hat - nur, es hat mir auch niemand beigebracht, wie ich mir das Denken abgewöhnen soll).
Kat, ein Stück weit rennst Du offene Türen ein. Selbstverständlich würde ich jederzeit für volle Rechte für gleichgeschlechtliche Paare stimmen. Soweit kennst Du mich glaubich inzwischen. Mir welchem Recht forderst Du Antworten auf kommentarlos gepostete Links? Es interessiert nun mal nicht jede alles gleich aktiv. Können wir uns darauf einigen, dass ich Predigten über den Ölpreis halte und Du über die Rechte von Homosexuellen, und dass Du mit meinen Predigten weniger einverstanden bist als ich mit Deinen? Ich habe nie widersprochen, aber mir stinkt es, wegen einem Nichtkommentar als borniert angegiftet zu werden. Kollektiv. Nichtsdestotrotz.
Carolina: "man orientiere sich an Menschen, die über ihre eigenen Begrenztheiten hinausschauen können" - amen!
Herr Oettli, ich glaube, da sind Sie nicht allein: ich neige dazu, den Tag der Frau (des Hundes, des Saxofons, der dritten Welt, der Ozonschicht, der Berge etc etc) wie den Muttertag als völlig belanglos anzusehen. Wenn mein Frausein bzw. Muttersein an einem Tag des Jahres ins Gedächtnis gerufen werden muss, ist das, je nach Sichtweise, Realsatire oder grausam.
PS an Kat: die rechtlichen Ungleichheiten sind gerade in diesem Buch "Familienbande" ein grosses Thema. Ich kenne es durchaus. Ich muss einfach nicht zu allem meinen Saft dazugeben. OK? Ich versteh die Aufregung nicht.
Meta, wobei ich die erste bin, die zugibt, wie gross die Lücke ist zwischen Theorie und Praxis......
Carolina, sehr einverstanden: im Leben bereut man vor allem die Dinge, die man nicht getan hat. Das Abwägen, Zaudern und Prokrastinieren ist von irgendeinem Analytiker mit der Geschichte vom Dornröschen verglichen worden. Nur dass wir Sterblichen nach hundert Jahren nicht mehr taufrisch wachgeküsst werden, sondern nur noch vergammeln.
Tiger, die 42 ist von pöhs Konterfei verschwunden! Das heisst noch nicht, dass das grüne Männchen eine Bildungslücke hat. Oder lese ich da was falsch?
Gute Nacht.
Du versuchst, mit Katharina zu diskutieren, Meta. Sorry, mission impossible. Die Frau ist undiskutierlich. Da kann man noch so einverstanden mit ihr sein, egal, man wird zusammengestaucht als elendes reaktionäres homophobes Schwein.
P.S., Carolina, da Du grad online bist: schon wieder amen. Die Elterngruppen meiner engeren Umgebung interessieren mich schmerzlich wenig. So wenig, dass sich mir alleine ernsthaft ein Ortswechsel aufdrängte, aber mit einem Kind ist das ein so grosser Schritt, dass ich - you guessed: abwäge, zaudere und prokrastiniere. Wir haben sehr liebe Menschen um uns. Halt nicht in der Nachbarschaft von shiny happy people, nur pärchenweise auftretend. Gute Nacht!
Meta, Grünes Männchen hat nach der Bedeutung der Ziffern 4 und 2 gefragt, und ich habe die Antwort geliefert. Abgesehen davon meine ich das mit der Bildungslücke ja eh nicht Ernst.
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In theory, theory and practice are the same. In practice, they are not.
-- Lawrence Peter
"man orientiere sich an Menschen, die über ihre eigenen Begrenztheiten hinausschauen können" - kein schlechter Rat, wenn man nach der berühmten Nadel im Steckhaufen suchen möchte... Das mut- bist lustlose Hadern scheint sogar noch vor 40 einzusetzen, und macht auch um die Männerwelt keinen nennenswerten Bogen.
Kurzum: es gibt Tage, da könnte man an der Welt verzweifeln. Gut, gibts auch noch die anderen.
PS@Meta: Wir alle provozieren von Zeit zu Zeit (gerne), haben unsere kleinen (oder grösseren) Ausraster, sind ungerecht. Und jede/r einzelne hier hat ihr/sein heikles Thema, oder gar deren zwei. Solange wir uns am Ende immer noch argumentativ auseinandersetzen können, sollten wir jedoch das Kind nicht mit dem Bad ausschütten.
PS@Orlando: Wie lange sind Sie jetzt eigentlich schon weg? Zu lange, wie mir scheint. You are dearly missed.
...um jedoch auf einer halbwegs versöhnlichen Note zu enden:
Peter Gabriel - My Body Is a Cage
http://www.youtube.com/watch?v=dTZQ2IB_x7c
"Dearly missed"??? mila, schliift's??? Ich vermisse ihn etwa so sehr wie einen Achsenbruch, einen Blechschaden oder das GOTO in Java!
Gajz om
im Ernst: Ist das nachvolluziehbar die Ortograüähie grausam verhackstäckelt jnter Stilnoxö Septsake Socjtl Ueig wp uisammengejhöftt ist auseinend anderer frfemdeds kopokmmt sicjh nachdê.
-Stilnox is ein geles Zeugs!
"Dearly missed"?!?!?! Um Gottes Willen!!!!!!! Seit der Kaputtmacher nicht mehr hier ist, sind endlich Diskussionen möglich. Gute Gespräche, die mich als Mitleserin sehr freuen. Das kann Mila nur ironisch gemeint haben. Hoffentlich taucht der nie mehr auf. Wir können nur hoffen hoffen hoffen hoffen. Niemand vermisst den.
Ah genau, das Ist der Harry Potter Effekt: Stilnox 30 Min vorher nehmen umd schON sSIEHt jede Zeitung aus wie der DAILY pROPHET. hEISSER TIPP vom ALIEN
Meta: borniert ist eine Provokation? wer sich aufregt bin nicht ich.....zudem war borniert nicht direkt an Dich gerichtet. Verstehe daher Deine Aufregung überhaupt nicht. Es ist einfach ein Thema, das mir sehr am Herzen liegt. Also, relax a little, ok?
Zum Ölpreis: die jammern hier weil der nun etwas höher ist, aber immer noch weit unter europäischem Niveau.
Dafür machen die in Kanada Unsinn wie die Gewinnung von Öl aus Ölsand, ökologisch eine echte Katastrophe. Oder im Golf wird das Moratorium von Tiefbohrungen aufgehoben.
Umgekehrt schaffen die es nicht mal, an der Ostküste so etwas wie einen ICE oder einen TGV auf die Gleise zu stellen. Ein Transportmittel, das ideal wäre, weil die Städte recht nahe aneinander liegen, zudem die Bahnhöfe direkt im Zentrum sind. der Acela, der dem TGV abgekupfert ist, 'rauscht' mit 'sagenhaften' 80 MPH dahin. Warum? der Gleisbau scheitert an diversen lawsuits.
Resultat: Das Teil fährt auf dem Gütergleis. entworfen für sehr lange Züge, die gemächlich dahintuckern, aber sehr viel Tonnage sehr ökologisch transportieren können (1 Gallone Diesel transportiert eine Tonne Fracht über etwa 400 Meilen, immerhin).
Federal Bureaucracy at work. ja da rege ich mich schon auf.
Kat. - Mit der kann schon diskutiert werden, so krallig sie manchmal ist.
pöh!: Selbstverständlich ist es peinlich und einem Land wie der USA unwürdig, was zur Zeit als präsidiale Wahlkampagne durchgeht.
Was die Republikaner da abziehen ist eine groteske Komödie. Bei den Republikanern gäbe es eigentlich sehr gute Leute. Ron Paul zum Beispiel ist in wesentlichen Punkten, die die hiesige Krise betreffen, 'right on the money'. . Leider fällt er aber auch mit homophoben Ideen auf, somit für mich nicht wählbar. ein Widerspruch, denn er ist der einzige, der darauf pocht dass das Amt zurück auf Verfassungstreue geht, was leider nicht mehr der Fall ist. diese Kritik betrifft sowohl Obama als auch G.W. Bush.
Und Mitt Romeny als gemässigter (oder in Tea Party Lesung Massachusetts Liberal) jemand, der Mittler und Überbrücker sein könnte. Die Republikanische Partei dekonstruiert sich zur Zeit eben selber, was nicht gut ist.
In beiden Parteien fehlen allerdings Frauen. Hillary Clinton, die eigentlich das Rüstzeug hätte, will nicht mehr mitmischen. Warum wohl?
die ganze Wahlsache ist ein abgekartetes und gezinktes Spiel:
Obama's Wahlkampfschatulle ist mit dem zehnfachen aller republikanischen Kandidaten zusammen gefüllt. das meiste Geld stammt von den Wallstreet Fatcats. deshalb eben er ist gekauft. er hat keine der Wahlversprechen aus seinem letzten Wahlkampf eingelöst, die die Finanzkrise betreffen (Wiederinkrafttreten des Glass-Seagall Act wäre da zentral) dann Guantanamo Bay, und keine Reduktion des War on Terror durchgesetzt, der unter seinem Amt sogar stärker geführt wird als unter Bush, einfach mehr verdeckt. Dieses Land unterhält weltweit knapp 1000 Militärstützpunke. Das ist für die Verteidigung dieses Landes nicht notwendig, aber für die Verteidigung von Interessen von global agierenden Kreisen eben schon. Aber eben. Dann sollen die das selber bezahlen und die Leute zu dem Scheiss selber stellen. Vielleicht wäre es in diesem Kontext eben nicht so schlecht, wenn die Bundesregierung bankrottgeht, um diesen Wahnsinn zu stoppen.
Er muss sich auch mindestens 2 Verfehlungen gegen die Verfassung gefallen lassen (die neue Version des NDAA und der von beiden Häusern nie abgesegnete Einsatz in Libyen).
Trotzdem: Alternative? Keine.
Kat. Pissed at the State of the Union.
42! Ich hab's!
@Tiger: Vielen Dank für die Behebung des Mankos in meiner Bildungslücke. Jetzt ist natürlich alles klar.
Allseits gesegnete Bettruhe wünscht
das Grüne Männchen
Kat, Du schreibst, Ron Paul sei der einzige, der darauf poche, dass das Amt zurück auf Verfassungstreue geht. - Was genau meinst Du damit?
In der Tat ist es - rückblickend betrachtet - eine veritable amerikanische Tragödie, dass Clinton die parteiinterne Ausmarchung damals nicht für sich entscheiden konnte (wobei sie, so weit ich informiert bin, mehr Stimmen auf sich vereinigte als Obama). Diese ganzen Ver-Fehlungen Obamas, die Du aufzählst: ich denke nicht, dass sie unter ihrer Ägide möglich gewesen wären. Was mir allerdings nicht ganz klar ist: ist Obama schlichtweg ein gekaufter Mann, oder wollte man bewusst jemanden an der Spitze, der keine Hands-on Erfahrung hat - um ihn, je nach situativem Bedarf, als Spielball für eigene Interessen benutzen zu können?
Anders gefragt: ist er korrupt, oder einfach nur unfähig? Ich denke da auch an seine dubiosen Chicagoer Verbindungen, welche die tonangebende Presse pikanterweise kollektiv schöngeredet hat.
wow! mamablog. der gymi-thread. habt ihr das gesehen???
die irren weiber vom mamablog verlieren jegliche fassung und gebärden sich wie harpyien. da wird skrupellos auf niederstem niveau ausgeteilt...
und was ist mit auguste passiert? der arme kerl mutiert immer mehr zum gimp der "schwesternschaft" - und ist überhaupt nicht mehr gewitzt, sondern nur noch arg peinlich...
unterhaltsam, aber auch etwas verstörend.
pöh, unterhaltsam, aber etwas verstörend sind auch Deine Spitzen. Es gäbe hier genug Material für eine anregende Diskussion (selbst für Dich), aber Du möchtest lieber ein bisschen mit Blick auf den MB zeuseln?
...oder sollte es Dir am Ende einfach nur darum gehen, Auguste wieder in die Lounge zu locken?
Anders gefragt: ist er korrupt, oder einfach nur unfähig?
meinst du solches "diskussionsmaterial"..? da mag ich ehrlicherweise bloss die augen verdrehen und ein gähnen unterdrücken...
*augenverdreh* *gähnenunterdrück*
Siehst Du: mir geht es ebenso mit diesen unsäglichen alten Räubergeschichten, die sich in schöner Regelmässigkeit die MB-Bahn brechen... Nihil novi sub sole, möchte frau da sagen.
Im Übrigen war obige Frage durchaus ernst gemeint, keineswegs rhetorisch. Ich habe mir noch kein abschliessendes Bild zu Obama machen können. Du?
So. Jetzt aber raus an die Sonne.
Mila, du erwähnst ja auch immer einen O., den kein Mensch interessiert. Du bringst ihn daurend ins Spiel und schiebst ihm Komplimente in den A... Wieso willst du anderen den Hinweis auf den MB verwehren???? Sehr speziell. Ich bin aktiv im MB und empfinde die Hickhacks als sehr, sehr schade.
Tja, vor Clinton hätte ich veritable Angst gehabt. Die Frau kommt mir nicht nur viel korrumpierbarer vor als Obama, sondern auch viel korrupter.
So unterscheiden sich die Eindrücke.
Aber ist Obama unfähig? Naja, er wirkt wirklich eigenartig gehemmt. Ja, mich ärgert das. Ich sehe vier weitere Jahre voraus mit einem Obama, der von Change faselt und meint, jaja, er könne das, einfach, um die Öffentlichkeit zu anästhesieren. Und eben: vielleicht auch sich selbst.
Was aber AUCH sein könnte, ist, dass er nach der Wiederwahl endlich einen Gang herunterschaltet, Gas gibt, den Finger herausnimmt, sich einen Tritt in den Allerwertesten verpasst (you get the point). Ja, das könnte es. Weil er dann ja persönlich nicht mehr sehr viel zu verlieren hat.
Und wer weiss, vielleicht wird aus den USA doch noch die Hoffnungsnation, als die wir sie sehen wollen. Weil, mila, Hauptsache nicht Wesley Clark, oder?
Gestern habe ich aus Solidarität in meiner Buchhandlung ein Buch gesucht und gekauft (ich sagte ihnen das mit der Solidarität, und sie hatten Freude), ja, ich suchte lang, keines ist mir so recht entgegen gesprungen (das hätte ich fast gekauft), aber am Ende kaufte ich das hier.
Ja, ich bin mir über die Ironie bewusst, dass ich hier amazon-Links poste, aber über die Buchpreisbindung positiv rede. Persönlich ist sie mir recht egal, auf die paar Kröten, die ich im Jahr zusätzlich ausgegeben hätte, wenn die Buchpreise gebunden worden wären, auf die kommt es nicht mehr an. Eigentlich sind tiefe Buchpreise für mich eine Gefahr. Ich kaufe eh immer viel zu viele Bücher. Ich habe mittlerweile ein eigenes Büchergestell mit den "todo"-Büchern. Aber: Ich finde Buchhändler halt schampar sympathisch, und ich würde den BB2000 vermissen, gäbe es ihn nicht mehr.
Mitleserin, hab Geduld mit mila. Sie hat da irgendwas Emotionales mit O. So eine Hassliebe. Das bindet halt aneinander, was weiss ich. Aber, he, ist doch egal, oder? mila ist selber gross.
Pöh hat ein neues Nummernschild an seinem Raumschiff. Beeindruckend!
Hm, nicht wirklich anders, Männchen, nur etwas anders geschrieben.
Nicht schlecht, pöh!, deine neue Hausnummer! Aber knapp daneben ist halt auch daneben!
SO wird KEIN Pöstler je dein Haus finden, um dir die Millionen von der dir bisher unbekannten Erbtante aushändigen zu können!
Mein Rat: Ziehe um!
Und zwar an den Anfang der Strasse!, weil:
i(hoch 2) * e(hoch (i*π))
Sorry, mit dem aktuellen Text-Editor kann ich die entsprechende Hausnummer halt nicht so schön schreiben, wies eigentlich ist.
Aber immerhin: sie ist eindeutig!, und DAS wird ja wohl JEDER Pöstler versthen, gäll!
hihi, fufi, wollte auch für 42 was mit komplexen zahlen basteln, aber das hätte in dem kleinen feld keinen platz gehabt...
and now for something completely different...
ha, ich kann wieder schreiben im mb. scheine meine strafe abgesessen zu haben...
Ha, pöh, mein Spracherkennungsapparat hat also funktioniert! Habe nämlich gerade an Dich gedacht! Hihi!
'Speak politely to an enraged dragon' (or cat, in this instance)!
ist ja im moment ein ziemlicher zoo dort drüben!
was die einander auf die hucke geben... und die redaktion schaut tatenlos zu. versteh' ich nicht ganz...
Bin noch am Aufholen - aber Du weisst ja, ich bin die Verachtungswürdige, daher narrenfrei (äh, clownfrei).
@eowyn: so comes snow after fire, and even dragons have their ending.
Well, yes, but in the meantime:
'Never ever laugh at live dragons'
Fare thee well, R....
i was not engaged to kill dragons, that is warrior's work...
aber sie hin und wieder etwas zu ärgern, dazu fühle ich mich schon bemüssigt.
Well, carry on the good works, not-dragon-slayer.....
Kat: "borniert" war Deine Reaktion darauf, dass null Kommentare auf Deinen Link eingingen. Aber ja, in meiner beschränkten Erfahrung kann man mit Dir durchaus diskutieren, wie krallig auch immer. Peace! And trains to the East Coast. Es ist zu schade: eine meiner hartnäckigsten Erinnerungen an die USA ist genau jenes lange, langgezogene, langsame Güterzug-Pfeifen nachts. Und doch gibt es Landsleute von Dir, die allen Ernstes sagen, es komme einer Kriegserklärung gleich, wenn Iran die Strasse von Hormuz blockiere. Anstatt mal über ihre Gewohnheiten und ihre Zuggleise nachzudenken. Dafür kannst Du natürlich nichts. Ich weiss nicht, wovor ich mehr Angst habe: vor Peak Oil oder vor der Reaktion der USA darauf. Es sind ja nicht die Kinder der Politiker, die in diesem Krieg fallen würden...
Mila, von Obama hatte ich high hopes. Er löst sie teilweise auch ein. Dass sein Land endlich eine Krankenversicherung hat, die den Namen verdient, ist gut. Dass er von Öl als "fuel of the past" spricht, hat konservative Kommentatoren zu enragierter Hochform auflaufen lassen. Das mit Wall Street ist bedauerlich, wenn es stimmt. But we Swiss are in no position to throw stones. Die Intransparenz unserer Parteienfinanzierung ist geradezu mittelalterlich.
Meta, seid Ihr noch am Dschungelbuch? Meine ältere Tochter hat für ihren kleinen Bruder einen alten Favoriten ausgegraben, den wir wirklich alle nur empfehlen können: 'Im Düsterwald' von Avi - sie ist noch auf der Suche in ihrem Gerümpel nach den nächsten Teilen, die sie auch verschlungen hat. Wirklich wunderbar - der Kleine ist 'spellbound'......
Uebers Wochenende habe ich mir an jedem Ampelhalt, im Flieger, auf dem WC und sonstwo das Neue von Joan Didion 'Blue Nights' einverleibt. Unputdownable! Der Vorgänger 'The Year of Magical Thinking' ist eines der ganz wenigen Bücher, die ich immer und immer wieder hervorhole......
@Meta: 'fuel of the past' - das ist keine mutige, sondern lediglich eine wahre Aussage.
Ansonsten möchte ich heute einfach Gott dafür danken, dass er Charlotte Gainsbourg erschaffen hat. Damit sie im Magazin-Interview Sätze sagen kann wie:
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Was ist das Wichtigste, was ein Mädchen heute lernen muss?
Ich glaube, Mädchen sollten wissen, dass es Frauen nicht leicht hatten, dahin zu kommen, wo sie heute sind. So lernen sie auch, worauf sie ein Anrecht haben, worauf sie bestehen können.
Sind sie eine Feministin?
In meiner Familie bin ich oft die, die sich auf die Seite der Frauen stellt, die hochhält, dass man stolz sein kann, eine Frau zu sein, dass Frauen stark sind. Aber ich finde, aktivistischer Feminismus hat oft etwas Lächerliches. Obwohl es durchaus Dinge gibt, für die wir noch kämpfen müssen.
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Und noch mehr danke ich Gott für Jennifer Egan. 'A Visit from the Goon Squad' hatte ich schon bestellt, bevor mir ihr Interview in derselben Magazin-Ausgabe (lesen!) in die Hände fiel.
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Warum überhaupt noch Romane schreiben, fragt man heute in Artikeln. Den Leuten würde im Zeitalter von iPad und sozialen Netzwerken die Geduld dazu fehlen. Die Art von Identifikation, die einst Proust oer Dostojewski boten, sei nicht mehr zeitgemäss. Ihr Buch nennt sich zwar Roman, Sie spielen aber mit der Form. Ist das die Antwort, erfinden Sie den Roman neu?
Mir ist es nicht wichtig, ob man 'Der grössere Teil der Welt' Roman nennt. Es ist Fiktion. Punkt. Und die wird auch im digitalen Zeitalter überleben. Wir müssen einfach weiterhin wirklich gute Bücher schreiben. Jede Art von Kunst macht etwas mit uns, das nur sie leisten kann. Sie ist aufregend. Sie erweitert unsere Erfahrung. Das Internet dagegen ist doch ziemlich langweilig. Nennen Sie mich altmodisch.
Mila: "Ron Paul sei der einzige, der darauf poche, dass das Amt zurück auf Verfassungstreue geht. - Was genau meinst Du damit?" der einzige ist wohl übertrieben.
Einmal geht es um die Überprüfung der Rolle des Federal Reserve und dessen Verfassungskonformität. Grösstes Problem: no oversight by congress.
http://www.ronpaul2012.com/the-issues/end-the-fed/
weiter, dass das Wahlsystem per se einer Revision bedarf:
http://en.wikipedia.org/wiki/Ron_Paul#Refusal_to_endorse_the_Republican_candidate
Weiter, dass der Patriot Act eben nicht verfassungskonform ist und dem Präsidenten macht zugesteht, die dem Amt aus der Verfassung heraus nicht zusteht.
NDAA zum Beispiel ist ein direktes Resultat aus dem Patriot Act. die neueste Version sieht sogar vor, dass amerikanische Bürger unbefristet und ohne ordentliche Anklage und Verfahren interniert werden können. ein krasser Verstoss gegen die due process Klausel der Verfassung.
Seine Wahlkampagnenseite zeigt dann aber auch warum ich nie für ihn stimmen könnte.
Kat.
Mila: " In der Tat ist es - rückblickend betrachtet - eine veritable amerikanische Tragödie, dass Clinton die parteiinterne Ausmarchung damals nicht für sich entscheiden konnte“
Eigentlich war die Nomination Obama’s eine rassistische Entscheidung. Sie war nur möglich, weil die Stimmen für Hillary Clinton aus Florida und Michigan, weil diese den Wahltermin vorverlegten, ohne das demokratische Zentralkomitee dafür um Erlaubnis zu fragen.
Diese bürokratische Finte wurde aufrechterhalten, und vehement von radikalen aus der afro-amerikanischen Szene verteidigt, um das Meme des Traumes Martin Luther Kings aufrechtzuerhalten.
Es war nicht direkt Wahlbetrug, aber ein sehr schmutziger Trick. Genauso schmutzig, wie Obama in der Kampagne 2008 über Hillary Clinton falsche Informationen in Umlauf setzte.
Rein numerisch und selbst mit dem ‚Ständemehr‘ hätte Clinton die Nomination gewonnen und damit auch die Wahl selber, denn Mc Cain, der eigentlich viele Independent Votes für sich hatte, hatte sich mit der Nominierung von Sarah Palin als Vize selber ins Off gesetzt. Die obskure Entscheidung über Palin’s Nomination war untrügerischer Hinweis darauf, wie er die Kabinettsbildung vornehmen würde, und daher untragbar.
Kat.
Meta: " Und doch gibt es Landsleute von Dir, die allen Ernstes sagen, es komme einer Kriegserklärung gleich, wenn Iran die Strasse von Hormuz blockiere.“ Ich sehe das eher so, dass das Äquivalent dazu ist, wenn jemand das Messer an die Halsschlagader setzt. Die Strasse von Hormuz ist nun einmal der Weg, wo der Grossteil des Öls, das weltweit konsumiert wird, durchgeht.
Iran, bzw der Machthaber dort, weiss das und spielt sein Spiel des Zündelns, um eine Kriegsgefahr als Angst aufrecht zu erhalten, damit wegen der nuklearen Prestige Projekte Druck abgelassen wird.
Würde tatsächlich blockiert, so müsste die USA militärisch die Blockade auflösen, was problemlos sein sollte. Iran wird sicher nicht blockieren, weil sie damit den Handelsweg ihres eigenen Öls abgraben. Selbst nach China (dem Land mit dem grössten Wachstum an Ölkonsum weltweit) kann nur über den Seeweg beliefert werden.
Kat.
Mila, "Fuel of the past" ist beispielsweise von Newt Gingrich zornigst ridikülisiert worden, no less. Ich verlinke das nicht, weil ich dem Typen keinen Besuch bescheren will. Was da abläuft, ist surreal.
Von Jennifer Egan habe ich in jenem Interview erstmals gelesen und gedacht, das Buch muss ich auftreiben. Bin immer hintendrein, weil ich kaum aktuelle kaufe, sondern warte, bis sie in den Bibliotheken auftauchen, womöglich auf englisch; das Bücherregal ist voll genug.
Carolina, danke für den Hinweis auf Avi! War mir neu, Rezension bei kinderbuch-couch.de klingt spannend.
Kat, einverstanden mit Deinen Überlegungen zu Hormuz.
Gute Nacht.
@Meta: Ist es nicht immer wieder herrlich, wenn Relikte vergangener Zeiten über andere Relikte sprechen, als wären es keine Relikte?
@Kat: Danke für die Klarstellungen! Eine Frage noch: weshalb haben sich Florida/Michigan gegen die Parteiweisungen hinweggesetzt, und damit riskiert, dass die Stimmen ungültig würden?
"Wir müssen einfach weiterhin wirklich gute Bücher schreiben." DU schreibst Bücher, mila? Echt jetzt? Ich meine, solche, die *gelesen* werden? Und zuvor *gekauft*? Und, gasp, die erst noch "gut" sind???? Jetz hör aber uuf.
Ich bin von den Socken. Von - den - Socken.
Wie sieht zeitgemässer Feminismus aus? Zur Zeit trägt er einen bestimmten Namen: Marina (& the Diamonds). 'Primadonna (girl)' dekonstruiert so subversiv, wie eben nur Popmusik es kann, ganz nebenbei den zuckersüss-bonbonfarbenen Kern all dessen, was Frauen (und Männer) heute noch in den Ruin treibt. Und das mit den 'Stilmitteln' einer Katy Perry. Just love, love, love it.
...you say that I'm kinda difficult
but it's always someone else's fault
http://vimeo.com/38383865
Naja, mila, Du bist ja zweifellos kind of difficult.
Ergänzend noch die Sicht einer Vivienne Westwood, der Pop-Ikone schlechthin:
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Was halten Sie von der Popkultur unserer Tage?
Popkultur ist ein Widerspruch in sich, denn was populär ist, ist selten originell oder von Rang. Sollte ich eine Rebellin sein, dann rebelliere ich gegen die vulgären Anmassungen der Popkultur. Man fragt nur noch, was hip und cool ist und erhebt Celebrities zur neuen Weltreligion. Ein Nonkonformist dagegen würde sich dafür interessieren, was schön ist und einen zum Denken stimuliert.
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Überhaupt: eine Frau die Sätze sagt wie: "Dieses Gewese um Schönheit wird immer unerträglicher. DIe Menschen sollten sich mehr anstrengen, weniger dumm zu sein, denn das würde sie am besten kleiden.", nun, eine solche Frau ist mit 70 erfrischender als so manches junge, hippe Gemüse. Ähnliches scheint auch eine Marina zu denken, wenn sie obige (herrliche) Persiflage auf eine Katy Perry etc. abliefert.
ophelia in zwei variationen:
kashmir:
http://www.youtube.com/watch?v=Hlsb83b4lOs
natalie merchant:
http://www.youtube.com/watch?v=aaVpFf8fcUM
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