Liebe in Zeiten des WWW
Ich danke Marie herzlich für diesen Beitrag!
Virtuelle Sinnlichkeit
Von Marie
Sich auf eine unromantische Weise an die Liebe anzunähern, ist ein schwieriges Unterfangen, denn der Begriff ist in unserer Kultur einerseits stark von der christlichen Sichtweise geprägt und artete im Zeitalter der sprichwörtlichen Romantik zum Kontrastprogramm aus. Und beides dominiert uns heute noch. Die Sehnsucht auf ein besseres, liebevolleres, gefühlvolleres Leben in harten Zeiten hält an. Nichts Modernes, nichts Neues also? Ein Aspekt, der einerseits gesellschaftlich auf Ablehnung stösst, gleichwohl aber zu faszinieren vermag, ist die Suche nach Liebe, nach zwischenmenschlichen Beziehungen im Internet.
Die Generation Internet wächst damit ganz natürlich auf. Wir hatten Radio, Rekorder, Fernseher, Video. Auch hier warnten Experten vor dem Verludern der Jugend und das Abstumpfen des Geistes bei zu hohem Konsum dessen (was durchaus seine Berechtigung hat/hatte). Doch ist die heutige Kritik an das Internet, so viele Welten sie uns auch beschert und damit bereichern kann, so viele Reisen in ungeahnten Gefilden mitsamt den unvorhersehbaren Folgen, genauso gerechtfertigt? Denn Bewusstsein, Wahrnehmung und menschliche Beziehungen werden dadurch zeitweilig aufs neue einschneidend verändert! Ob wir wollen oder nicht. Immerhin entstehen doch auch, fast wie in der Literatur, im Internet erfundene, wunderbar phantasievoll erfüllte Räume, auch abenteuerliche, die sonst nie möglich gewesen wären. Es kommt freilich auf den Mut und die Substanz an, die da freigesetzt werden und dabei weltweit ein globaler, immaterieller, neuer gesellschaftlicher Raum entstehen lassen. Jedenfalls kann ein freier gemeinsamer Innenraum entstehen, wo Verborgenes, Intimes ausgetauscht wird, wo eine gefährliche Berührung der Seelen stattfindet, die weder in der Familie, noch in normalen Freundschaften möglich ist. Weder Aussehen, Alter, noch Hemmungen und Schüchternheit oder soziale Unterscheide spielen im Internet eine Rolle. Anonymität heisst das Zauberwort. Auf einmal kann man über Themen diskutieren, die nicht denkbar wären, sähe man sich dabei in die Augen. Je nach Projektion des anderen wird nach eigenen Träumen und Wünschen erschaffen. Jedoch treffen diese Traumwesen bei einer realen Begegnung sehr oft hart und gnadenlos auf die physische und soziale Wirklichkeit.
Die Kommunikationswissenschaftler sind sich einig, dass „wegen der physischen Ferne im Netz zwischen Menschen eine besondere gedankliche Nähe entsteht“ und dabei kann „die eigene Identität phantasievoll gestaltet werden“. Wem im wirklichen Leben der Mut fehlt, sich zu outen, der findet im Internet Gleichgesinnte und kann sogar über den erotikbezogenen Erfahrungsaustausch hinaus viele Beziehungen eingehen, die für ihn verloren gewesen wären, hätte es das Internet nicht gegeben. Ein guter Freund von mir, bekennender Surfer auf zweckdienlichen Internet-Plattformen, vertraute mir vor einiger Zeit an, diese Dienstleistung für die Flucht aus seiner Ehehölle, zu beanspruchen, übrigens genau wie viele andere. Seine Flucht begründete er damit, aus den Zumutungen des neuen Kapitalismus mit seiner Gier nach Flexibilität und Mobilität, den natürlichen Feinden von Liebe, Partnerschaft, Familie und den daraus entstehenden Konflikten, zu entfliehen. Zudem macht ihm die Einsicht und die Verbindlichkeit einem anderen die ganze Welt zu bedeuten, das Leben schwer, würde ihn überfordern. Auf diesen Plattformen fiel ihm unter anderem auf, wie sensibel und absolut die inserierenden Frauen in ihrer Erfüllungssehnsucht sind, besonders lebenshungrig. Das erotische Geschehen ist allerdings nur Instrument für jene Sehnsucht (Er trifft sich übrigens selten mit diesen Frauen und über die inserierenden Männer konnte er keine weitereren Aussagen machen.). Die romantische Chatbeziehung verkommt fast zu einem realen Traum. Das erinnert markant an Michel de Montaignes Geisteshaltung des Sprunghaften, es sei so viel Schönheit da in diesen frischen Seitensprüngen und Wechseln, und am meisten da, wo sie nach „Lässigkeit und Zufall aussehen“. Dazu kommt die körperliche Abwesenheit des anderen, was die Angst vor leiblichem Versagen, ansteckenden Krankheiten, ungewollter Schwangerschaft oder sexuellen Übergriffen usw überflüssig macht. Doch geht es hier nicht um eine ganz neue Tendenz in den Beziehungen und um eine neue Zeit in dieser Substanz? Es ist schwierig, ambivalent, diese neue Treulosigkeit fassen zu wollen, sie ist des einen Freud, des anderen Leid, ist moralisch nicht festzumachen, weil sie selbst mit dieser Unfassbarkeit spielt. Wir sind dafür nicht geschaffen, jedenfalls die meisten nicht. In der Liebe und Sinnlichkeit ist es am bittersten und dramatischsten spürbar, äusserst problematisch, weil sich Schein und Sein, Betrug und Echtheit im Internet vermischen und diese Vermischung, die es in der Liebe immer schon gab, sich enorm steigern lässt, und zwangsläufig in Absurditäten endet. Jetzt aber erreicht diese Geisterwelt die Sinne, ein neuer immaterieller Raum entsteht im Internet, der aber wie ein Blitz auf das dafür unvorbereitete menschliche Biotop trifft, das nicht weiss, wie ihm geschieht, was es aushalten muss. Und dieses Leid ist vor allem verheerend in der Erotik und Liebe, wenn sie über dieses körperlose Gerät vermittelt werden. So werden von diesem neuen Medium viele zur Wahlmöglichkeit verführt, und es entsteht dabei genug Elend, weil die Weisheit dieser Einsicht heute (noch) nicht funktioniert.
Wenn die ganze Welt eine Bühne ist, wie Shakespeare sagt, und wenn uns eine Welt bevorsteht, die zu einem elektronischen Medienraum wird, wie McLuhan prophezeit, und wenn die virtuellen Datennetze der Zukunft jeden einzelnen in die Lage versetzt, an jedem beliebigen Ort jede beliebige Rolle in jedem Cyberspace zu spielen, was werden wir dann… tun?
202 Kommentare:
1 – 200 von 202 Neuere› Neueste»marie, danke für diesen interessanten Text. Ich würde jedoch ergänzen wollen, dass die Virtualität des Internets einen Aspekt in die menschliche(n) Gefühls-Welt(en) zurückbringt, den man schon verlorenen glaubte - wenigstens, wenn man der Sichtweise von Eva Illouz folgt. In einem unlängst veröffentlichten Magazin-Interview wies sie unter anderem darauf hin, dass das religiöse wie romantische Leiden, das in der Vergangenheit als eine "notwendige Reinigung und Erhebung der Seele" betrachtet wurde, beinahe gänzlich aus unserem Alltag verschwunden sei. Gleichsam im Umkehrschluss würde Leiden heute als etwas Pathologisches, der (geistigen) Gesundheit zuwiderstrebendes erfahren. Was sich damit zugleich aber aus unserer Erfahrung verloren habe, sei die Sehnsucht:
"Man kann durchaus sagen, dass die Sehnsucht eine verlorene Kunst ist. Es ist die Kunst, Abwesenheit und fehlende Erfüllung zu akzeptieren und zu lieben, es ist die Kunst, die Leere mit Hoffnungen und Fantasien zu füllen. In unserer Kultur verschwört sich in gewisser Weise alles gegen diese Kunst. Daran schuld ist vor allem der Kult um kurzfristige Befriedigung und dass man aus allem einen Nutzen ziehen will."
Es könnte sein, dass die weitläufigen Landschaften des world wide web uns paradoxerweise die kleinräumige Sehnsucht als zutiefst menschliche Erfahrung neu erschliessen.
danke mila und ich finde sehnsucht ein sehr schönes stichwort. ich selbst stehe dem www zwar ambivalent gegenüber, geniesse aber die vorzüge durchaus. für mich ist es immer wieder eine gratwanderung, diesem markt nicht zu verfallen und meine autentizität dabei zu verlieren.
aber sehnsucht im www neu zu erschliessen bedingt doch, dass wir die „längi zyt“ (nicht im sinne von langeweile, sondern eben ie nötige lange zeit) zuerst überwinden müssen, da dieses hoch beschleunigte wesen, ja alles andere als die nötige zeit beschert. denn genau diese aussage erfüllt doch dieser cyberspace: „in unserer kultur verschwört sich in gewisser weise alles gegen diese kunst. daran schuld ist vor allem der kult um kurzfristige befriedigung und dass man aus allem einen nutzen ziehen will.“ ob uns das internet diese zeit gibt, die wir dazu brauchen? damit wir lernen diese abwesenheit und fehlende erfüllung zu akzeptieren, zu lieben?
marie
marie, in Ermangelung geistiger Reflexionsfähigkeit aufgrund von frappanter Übermüdung lediglich/vorweg eine musikalische Vertiefung der Sehnsuchtsthematik.
http://www.youtube.com/watch?v=FHY5ss2LOV8
Ich bin mir sicher, Sie werden das Stück mögen. Ebenso denke ich, dass Kommunikation im Cyberraum sich genauso/gleichzeitig ent- wie be-schleunigend entfalten kann.
Internetflirten macht oberflächlich. In den Portalen kann man sich und seinen Wunschpartner mit einer (sehr unterschiedlichen) Anzahl Merkmalen beschreiben. Je nachdem, ob es um Beziehungen, Kurzfreundschaften oder Seitensprünge geht, für alles gibt es die geeigneten Plattformen (nur in der Schweiz sind wohl Dutzende tätig). Man sagt da, wie der Wunschpartner so aussehen soll und was er für ideale Eigenschaften haben soll, und die Plattform schlägt Partner vor. Man beschreibt sich, je nach Plattform geht das detaillierter oder gröber.
Ja, ich habe meine Erfahrungen gemacht, mit dieser Internetgeschichte (wenn auch nicht mit einem Datingportal). Und tja, ich kann sie nicht empfehlen. Denn die Komplexität eines Menschen kann nicht in die wenigen Worte gefasst werden, die in so einem Portal die Menschen zeichnen.
Das merkt man, wenn man etwas sensibel ist, beim ersten Reallifekontakt. Man sieht Aspekte des anderen Menschen, die man nicht entfernt erfahren hat auf dem Portal. Ja und? könnte man sagen, das ist doch so bei Beziehungen. Ja, stimmt, nur geben die Portale vor, eben sehr gut, optimal zu matchen. Und eben, wer sich auf dieses optimale Matching verlässt, wer also Aspekte des Kennenlernens ans Portal auslagern will, der geht de facto das Risiko ein, wichtige Aspekte der anderen Person zu vernachlässigen (und solche der eigenen natürlich auch... die meisten Leute sind recht blind, wenn es um sie selbst geht). Und vor allem geht er das Risiko ein, wertvolle Leute zu übersehen, weil sie halt nicht beschrieben haben, was sie so wertvoll macht.
Und das meine ich, wenn ich das Internetdating "oberflächlich" nenne. Für die Beziehungsanbahnung ist das Internetdating genauso schwierig wie das Reallifedating. Es funktioniert manchmal, meistens nicht.
So, das gesagt, wenn es lediglich um einen Seitensprung geht, dann mag das Internet sehr gut funktionieren. Aber da ist das, was Marie sagte: Für die meisten Leute gehört das Menschliche dazu.
Oh äh und den Vorwurf, ich bringe keine eigenen Ideen, den will ich diesmal nicht hören. Wenn Ihr das schon gehört habt, toll. Ich habe das nicht.
tiger, bring doch endlich mal eine eigene idee..!
Liebe Marie, danke für diesen schön geschriebenen Beitrag, der leider meine Montag-Morgen-Fähigkeiten überschreitet. Daher werde ich mich in die Arbeit stürzen und später wieder melden. Einen schönen Tag allerseits! (Vielleicht schaffe ich einen schnellen Kaffee im Sprüngli - ich bin die mit dem Löffel nach aussen.....).
Tiger, nur kurz: davon redet Marie ja die ganze Zeit: man muss schon eine entsprechende Haltung haben, um im Internet zu daten und auf eine Traumfrau/-mann zu hoffen. Ansonsten ist es einfach das Warten auf den Prinzen/die Prinzessin mit anderen Mitteln.......
Guckst Du hier, pöh...
Dating-Portal-Erfahrungen interessieren (wenigstens) mich in diesem Zusammenhang wenig bis gar nicht. Ich halte es eher mit maries prinzipieller Frage: "...wenn die virtuellen Datennetze der Zukunft jeden einzelnen in die Lage versetzen, an jedem beliebigen Ort jede beliebige Rolle in jedem Cyberspace zu spielen, was werden wir dann… tun?" – Wird nicht der virtuelle locus des Geschehens, in welchem sich ein altes Menschheitsbedürfnis neu formuliert – das karnevaleske Bedürfnis, eine Maske in einem Meer von Masken zu sein (eigentlich müsste Orlando jetzt hier sein...) – in gewisser Hinsicht zu einem schrankenlosen Sehnsuchtsraum, wo unmögliche Charaktere und Dinge, ja: Ereignisse, plötzlich möglich scheinen? Vom Kleinräumigen unserer reellen Wünsche gelangen wir so unversehens zum grand design einer potentiell-imaginativen (Selbst-)Verwirklichung.
Kurzum: wir alle werden im Netz zu Erzählern – oder vielmehr noch: Verklärern – unserer selbst. Und noch während wir uns zu scheinbar souveränen Autoren unserer Geschichte(n) aufschwingen, kollidieren wir zwangsläufig mit folgenden Worten Nabokovs: "Literatur ist immer Erfindung. Alles Erdichtete ist etwas Erdachtes. Wer eine Geschichte 'wahr' nennt, beleidigt Kunst und Wahrheit zugleich." (aus: Gut lesen und gut schreiben.)
Die mere Ausschmückung des Gewöhnlichen ist diesem russisch-amerikanischen Sprach-Zauberer zufolge weniger bedeutenden Autoren überlassen: diesen sei nicht eigentlich daran gelegen, etwas an der Welt neu zu erfinden; entsprechend würden sie sich dahingehend beschränken, "nach besten Kräften aus einer gegebenen Weltordnung und herkömmlichen Erzählmustern das Beste zu machen". Dies könne auf eine oberflächliche und vergängliche Weise mitunter amüsant sein, insbesondere für weniger bedeutende – unmündige – Leser, die sich ihrerseits damit bescheiden, eigene Vorstellungen in angenehmer Verkleidung wiederzuerkennen. Der wahre Schrifststeller jedoch wisse, dass die Kunst(fertigkeit) des Schreibens im Grunde verlorene Liebesmühe ist, wenn es dabei nicht vorrangig um die Kunst geht, die Welt als Rohstoff für die dichterische Phantasie zu begreifen.
Nabokov definiert einen Autor folgerichtig als dreierlei: als Geschichtenerzähler, als Lehrer und als Magier; ein bedeutender Schriftsteller habe alle diese Elemente zwingend in sich zu vereinigen. Ein wahrhaft grosser Schriftsteller allerdings sei zuallererst ein Magier: im Idealfall gelingt es ihm, ein Kartenhaus zu errichten, während der Leser dabei Zeuge wird, wie aus selbigem "unversehens ein prächtiges steinernes Schloss mit Türmen und Zinnen wird".
Ich würde, Nabokov folgend, im Cyberraum jederzeit dem Magischen den Vorzug vor dem Reellen geben – um, mit etwas Glück vielleicht, über das Erdichtete zum abstrakt-wahren Kern einer Sache vorzustossen.
...würde ich es profaner ausdrücken (wollen), würde ich womöglich sagen: die virtuelle Kommunikation des world wide web unterliegt anderen – eigenen – Gesetzmässigkeiten, als wir sie von der Alltagserfahrung her kennen. Dies birgt per se Konfliktpotenzial, zumal wenn wir versuchen, uns unterschiedslos in diesen beiden doch sehr unterschiedlichen Gesprächs-Welten zu bewegen.
Bei marie habe ich viele Ausdrücke gefunden der Ambivalenz, aber "oberflächlich" ist wirklich mein Wort und meine Idee. Diese "entsprechende Haltung", carolina, versuche ich nur genauer zu definieren.
Generell sehen marie und ich das Internetdating ganz ähnlich.
Die Frage, die sich stellt, und die sich zweifellos schon stapelweise gescheite Wissenschaftler gestellt haben, ist, ob die heutige Zeit mit Internet, mit dem seichten Fernsehen (Benissimo wird abgeschafft! Wahrscheinlich war es zu anspruchsvoll), mit den schnell gelesenen und wirklich unbefriedigenden Gratiszeitungen (dagegen ist der Blick der "Geistesriese Daily"...), mit den Firmen, wo Selbstdarsteller immer weiter kommen als stille Arbeiter, wo ganz generell der Laute gescheiter wirkt als der Leise, ob also die heutige Zeit nicht ganz generell an Oberflächlichkeit leidet. Und das Datingverhalten nur ein Beispiel ist dafür.
Wie so oft gilt auch hier: man gebe bitte nicht dem Medium die Schuld am Nutzungsverhalten des Konsumenten, oder gar an dessen Oberflächlichkeit...
mila sehe ich sehr änlich wie sie bin aber ein wenig pessimistisch, da einige vermute ganz viele sich damit nicht auseinandersetzen und dieses virtuelle aufgrund ihrer begründung eben missbrauchen. ich will den cyberspace definitiv nicht verteufeln, ich beanspruche ihn ja auch und hab da auch meine erfahrungen gemacht, durchaus positive.
aber irgendwie verschwimmt dann erfahrungsgemäss bei einigen eine sagen wir mal moralische grenze und die lügen und betrügereien verkommen zum absurden, die durchaus zu verletzungen führen können und am ende wird man dabei sehr alleine gelassen und kann schlecht damit umgehen, da ja vor einem niemand sitzt, den man mit dieser verletztheit nicht konfrontieren kann. selbst die einsamkeit kriegt ein neues gesicht.
marie
als ob wir alle nicht andauernd irgendwelche rollen spielen würden... der cyberspace machts nur noch etwas einfacher.
aber ein neues phänomen ist das ja nicht wirklich, oder?
@tiger
ich bin eben froh, dass sie das wort oberflächlich in anführungszeichen gesetzt haben, da es heute ja in der tat nicht mehr als oberflächlich gilt.
ich finde es z.bsp. nicht wirklich negativ wenn man im leben ein wenig so tut als ob. aber das ausarten, dem stehe ich kritisch gegenüber. nur wo fängt die norma an und wo hört sie auf?
marie
Wir sind ja alle im Internet unterwegs, wir gehören also schon latent subtil virtuell zu einer zu tendenziell tendenziöser Tendenz neigenden Gruppe.
Ich bin seit über zwanzig Jahren im Internet unterwegs. 1994 habe ich mich damit beschäftigt, was es braucht, zuhaus einen Anschluss zu bekommen (die Hardware, ein Telefonmodem mit lichtschnellen 2400 Bit/s und einen Computer hatte ich schon, heute hat jeder Standardanschluss das 2000-fache davon), und hab mich vorerst einmal dagegen entschieden, weil es noch zu kompliziert war. Meine ersten Spuren in den Newsgruppen habe ich irgendwann Anfang der 90er hinterlassen. Ein Luddit bin ich also weiss Gott nicht.
--
Die eher bitteren Erfahrungen von marie habe ich nicht gemacht. Dass die moralischen Grenzen aufweichen, stelle ich auch fest, will das aber nicht am Internet festmachen. Das ist ein ganz allgemeines Problem.
Dass ein Mädchen das andere vollheult mit "Er ruft einfach nicht an..." gab es schon immer. Männer sind Schweine.
Aber eben, ich will niemanden verletzen. Und darum gehe ich gar nicht die Gefahr ein, jemanden zu verletzen. Seufz.
Ah ja, und mein erster Browser hiess "Mosaic", und einen anderen gab es eigentlich nicht (der Netscape kam erst später). Ein Kollege von mir sprach prophetisch von "Internetjunkies", die es gäbe... das konnte ich mir gar nicht vorstellen.
Mein erstes Mailprogramm hiess "mail" und war eine krude Kommandozeilenanwendung. Im Herbst 1991 schrieb ich meinem Kollegen am Nebencomputer eine E-Mail damit, und das war's dann für Monate mit E-Mail. Es gab keine Empfänger, die man nicht eh ständig sah. Das Internet faszinierte mich aber, lang, bevor es irgend einen praktischen Nutzen gab.
@marie: um Ihnen irgendwie konkret(er) antworten zu können, müssten Sie konkrete(re) Angaben machen: welche moralische Grenze? Welche Lügen und Betrügereien, welche Absurdität(en)? Und vor allem: welches Ausarten?
@pöh: neu nicht, aber anders. Deshalb: neu formuliert.
mila: nicht wirklich anders. im cyberspace verlangt das rollenspiel einfach weniger talent als im realen leben: hier kann sich jede(r) zwei kinder erfinden, aber nicht jede(r) ist ein frank abagnale...
pöh, es wird Sie nicht erstaunen, wenn ich das Ganze umgekehrt sehe... Wobei, genau besehen gilt das vielleicht erst ab einem bestimmten Grad der 'Verstellung'; insofern bräuchte es ein gewisses, fingerspitzenfertiges 'Talent', damit die 'Verstellung' – gleich einem Zaubertrick des begnadeten Illusionisten – aufgeht. Und natürlich bräuchte es ein Gegenüber, dass einem die 'Verstellung' (bereitwillig) abnimmt.
pöh bringt es eigentlich genau auf den punkt - mit ganz einfachen worten. ich habe laut rausgelacht - nicht über sie, aber ihre formulierung.
da sich dieses talent eben visuell entzieht, verlagert sich dieses "massenware" ins virtuelle. im realen leben fliegt dieses untalentierte idr auf. virtuell, kaum.
aber es ist ja nicht immer so, dass mann/frau auf der suche ist. trotzdem stellt sich die frage im zusammenhang ihres posts wieviel phantasie verträgt es denn virtuell? mir ist dies bewusst, aber anderen, denen das nicht bewusst ist?
echt, umgekehrt? das verstehe ich tatsächlich nicht.
nehmen wir den blog hier als beispiel: kommunikation findet nur schriftlich und asynchron statt. es ist relativ einfach, ein mehr oder weniger wasserdichtes alter ego zu konstruieren.
mach das mal im realen leben, in face-to-face kommunikationen... das verlangt dann doch einiges mehr an abgebrühtheit, schnelligkeit sowie die fähigkeit zum zwanglosen lügen...
Nun möchte ich aber einen Schritt weiter: Hat Dir, carolina, oder Dir, mila, schon einmal ein Typ im Internet versprochen, er sehe aus wie Frank Sinatra und sei gescheit wie Einstein, und dann, im RL, war er eher so eine Art Frankenstein? Ich meine, das gibt es ja, aber meine Lieben: Ihr kommt mir nicht als Frauen vor, die auf sowas wirklich hereinfielen.
Ich denke eigentlich, dass die kleinen, subtilen Ichfälschungen viel häufiger sind. Und zwar solche, die von den Fälschern gar nicht wahrgenommen werden. Sie nennen sich dann sensibel und feingeistig, dabei sind sie Pflöcke mit einer Vorliebe für... Benissimo. Sie denken, sie seien Dieter Meier, dabei sind sie nur Dieter Bohlen.
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sorry, etwas anderes: pöh ist eine *Frau*? Ich war bisher immer überzeugt davon, das sei ein Mann. Das wäre ja lustig, anscheinend interessieren sich ausser mir nur Frauen für die tieferen Schichten des Internetdatings.
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marie: Ich bin irgendwie eine Projektionsfläche. Manche Leute denken, ich sei auf der "Suche", und verabscheuen mich dafür. Als ob es schlecht wäre, zu suchen. Ich bin tatsächlich auf einer Suche, aber *nicht* auf der Suche nach einer Frau.
wie, um alles in der welt, kommst du auf die idee, ich sei eine frau, tiger???
von da: 5. März 2012 13:12 und dem Satz "ich habe laut rausgelacht - nicht über sie, aber ihre formulierung." Das kommt davon, wenn man auf die Grossschreibung verzichtet... wenn das "sie" gross gewesen wäre, wäre ich nicht in die Irre geleitet worden...
Echt jetzt - die 'Massenware' schafft es im Internet, sich (geradezu begnadet) zu verstellen? Da musste ich meinerseits ein bisschen lächeln, stellt sich mir in solchen Fällen doch die Frage, ob die (Cyber-)Welt nicht grundsätzlich getäuscht werden möchte...
Und pöh, wasserdichtes Alter Ego? Sehen wir denn nicht gerade hier drinnen, wie so manche Maske nach und nach fällt?
Aber vielleicht muss man die Frage ausgehend von der eigenen Zielsetzung beantworten, und meine Zielsetzung ist nicht, die übliche vis-à-vis-Kommunikation nahtlos ins Virtuelle zu verlagern. In diesem Raum möchte ich anderes erleben und vor allem: der bisweilen trügerischen Oberfläche entfliehen. So betrachtet ist es der tiefere Kern von Menschen und Dingen, der mich interessiert. Und dem ich hier auf die Spur kommen möchte.
"Sehen wir denn nicht gerade hier drinnen, wie so manche Maske nach und nach fällt?" - ja, ich stimme mila zu hier, das denke ich schon länger. Aber eben: nach und nach. Am Anfang kann sogar ein Gabi noch glaubhaft behaupten, alles im Griff zu haben.
mila, sie nehmen dieses medium als möglichkeit wahr, so etwas wie die möglichkeit des austausches von "ur-ehrlichkeiten" zu schaffen? im sinne von tiefer ehrlichkeit.
marie (sollte es oben nicht erscheinen)
naja, auch wenn's im cyberspace einfacher ist sich eine andere identität zu basteln, so geht's trotzdem auch hier nicht ohne eine gewisse sorgfältigkeit...
die meisten geplatzten alter egos hier scheitern am klassiker: wer lügt, muss ein gutes gedächtnis haben.
pöh, ich spreche nicht von dieser Art von Lügen oder gar von mehreren Alter Egos. Ich spreche allgemeiner von den Rissen bis hin zu Masken-Verlusten, die sich in den Bildern zeigen, die wir der Welt entgegenhalten.
marie, Ur-Ehrlichkeit – ja, aber nicht in dem Sinn, wie Sie es wahrscheinlich verstehen würden. In einem künstlerisch (respektive narrativ) verfremdeten – und dadurch gesteigerten – Sinn vielleicht.
Übrigens bin ich kürzlich auf folgende Perle gestossen, deren Existenz ich dem Rest von Euch nicht vorenthalten will:
Anna Ternheim - No, I Don't Remember
http://www.youtube.com/watch?v=EB_BO_33JAw
Einen schönen Rest-Nachmittag allerseits!
@mila
"In einem künstlerisch (respektive narrativ) verfremdeten – und dadurch gesteigerten – Sinn vielleicht."
ich habe es auch so in dise richtung gemeint. geht mir ähnlich und das ist durchaus mmn sogar anstrebenswert, da es einem neue, weite welten eröffnet.
schönes lied.
maskenverlusten? und woher weisst, du, ob dann darunter nicht einfach eine weitere maske zum vorschein kommt? woher weisst du, wann du dem "wahren" gesicht von jemandem begegnest?
...das ist das unkalkulierbare Risiko im Spiel, pöh. Eines, das auch im 'richtigen' Leben nicht zu vermeiden ist. Wir müssen es wohl oder übel in Kauf nehmen, wenn wir auf einen anderen Menschen einen Schritt zu machen.
*jetzt aber*
nur mache ich im "wahren leben" einen schritt zu auf menschen - und meine chancen (falls ich nicht gerade auf einen pathologischen lügner treffe) sind nicht soooo schlecht, relativ nahe an sein "wahres" wesen heranzukommen...
hier mache ich einen schritt zu auf einen nick - im besten fall erfahre ich damit einen kleinen aspekt eines echten menschen...
Komisch, pöh. Mir fällt es leichter, einen pathologischen Lügner im Netz zu entlarven. Aber ich glaube, Sie wollen uns eine Geschichte erzählen...?
Du. Sorry. Die Macht der Gewohnheit.
mila, was denn für eine geschichte..?
Keine Geschichte? Über Dich, über uns, über wen-auch-immer? Schade. Ich war schon voller Erwartung.
...you know: great expectations. Or, alternatively, high hopes.
Zunächst geht's ja um die "Anonymität".
Da gibt's welche, die bewusst "die innere Sau" loslassen. Und solche, die das von sich geben, was sie sich - bisher und wohl auch fürderhin - nicht von sich zu sagen getrauen möchten. So im Sinne: Ich bin ja kein XY, aber .... ?!?!!
Und DAZU braucht's weiss Gott kein WWW !
Die können sich nämlich auch einem Tschütteli-FanKlub anschliessen, oder irgendeiner Partei beitreten.
TrittbrettfahrerInnen!
Und dann gibt's noch andere.
Und das sind die, die - ich wag's mal so zu sagen - in der "Realität" aufgrund irgendwelcher Gegebenheiten einfach nicht DAS sein dürfen, was sie eigentlich sein könnten.
Ich weiss, dass ich damit über mich spreche.
Wenn meine Arbeitsgschpänli mein hieriges Profil lesen täten, würden sie sich nämlich wohl darin bestätigt fühlen, in ihren Klagen gegenüber dem Scheff. Wie etwa:
Er hat seinen Schreibtisch nicht aufgräumt.
Er ist unrasiert.
Er kommt nicht mit uns ans freiwillige Team-Essen.
Kurzum: DER ist anders. Er passt nicht zu uns!
Siehe dazu das Buch des ehemaligen Bischofs von Woolwich
John A. T. Robinson: Gott ist anders!
(grins!)
Und schliesslich gibt's noch diejenigen, die ganz einfach gerne mit anderen diskutieren.
ZUM GLÜCK!
fufi dein beitrag gefällt mir. und ich mag chefs, die ihr pult nicht aufräumen und wegen mir muss sich niemand rasieren (tue ich ja auch nicht ;-) ). dazu äusserst sympathisch, wenn selbst der chef nicht ans freiwillige team-essen geht. eben, wenn er anders ist.
marie
...und danke für die buchempfehlung, werde ich mir zu gemüte führen.
(immer noch marie)
Das problematische im Netz ist, dass man sich da so geben kann wie man sein möchte, aber nicht ist. Man kann den Chatpartnern etwas vorspielen was gar nicht existiert. Nun, ist es halt bequemer, sich im Netz als etwas zu verkaufen was man nicht ist, anstatt an sich zu arbeiten, so zu sein wie man eigentlich sein möchte. Immer mehr Menschen vereinsamen vor dem PC; dass es Leute gibt, die schon Monate oder jahre die Wohnung nicht mehr verlassen haben ist traurige Realität.
Liebe Eni am 5. März 2012 17:14
Genau DARUM geht's mir ja gerade!
Man (MANN?) kann sich so geben, wie man (MANN?) gerne sein möchte.
Aber gerade DIES kann sich auf 2 Arten lesen:
Ich will nicht das sein, was ich bin.
Oder aber:
Ich wäre gerne das, was ich eigentlich meine, sein zu können!
Und an marie
NEIN, ich bin NICHT der Scheff!
Aber s'ist irgendwie ja auch besser so.
Denn wenn ich als Scheff gemobbt würde, wär's ja noch verreckter!
Siehst du, da gibt's einen im Team. Der ist VamilienFater, und Sehr, Sehr ordentlich.
Irgendwann hab ich ihn mal gefragt, wer und was denn dieses berühmte Mädel sei, worüber sie sich denn so unterhielten.
Er meinte:
Das ist eine oberheisse 3-Loch-Stute.
Virtuelle Realität?
Reale Virtualität?
Zum Kotzen!
Ich kapiere nicht, wieso niemand über die Anregung spricht, wonach sich die Leute ja selbst nicht sicher sind, wer sie sind. Oft ist das, was sie meinen, zu sein, auch nur eine Maske.
Was natürlich sein kann, ist, dass mila et al. meine Beiträge gar nicht lesen, weil sie darin eh nur Schrott vermuten. Ist das so?
Stute, fufi? Ist ja zum Wiehern!
Es tut mir leid, dass ich so wenig Zeit habe - ich würde mich gern mehr beteiligen an dieser Diskussion.
Bitte verzeiht, wenn ich daher nur ein paar Gedanken 'hineinwerfe':
Es bleibt, wie immer, zu klären, mit welcher Geisteshaltung Menschen an alles in ihrem Leben herangehen. Mit Verlaub: ich höre und sehe relativ viel Negativismus in den Beiträgen hier, zuviel Vorrats-Enttäuschung, zuviel Lebenspessimismus, zuviel impliziertes 'früher war alles besser'. Dieses Lamento ist so alt wie der Mensch selber, das wisst Ihr selber. Es hat immer schon Menschen gegeben, die die Vergangenheit verklärter wahrnahmen, als ihnen vielleicht guttat. Daher erlaube ich mir, ein paar Dinge aus meiner praktischen Erfahrung beizutragen (die philosophisch-literarischen Aspekte überlasse ich anderen, Fleissigeren - wobei ich mir immer ketzerisch die Frage zu stellen erlaube, inwieweit schöne Zeilen mit einem 'gelungenen' Privatleben korrelieren):
Meiner Erfahrung nach sind 'Oberflächlichkeit', 'Konsumrausch', 'Suchtverhalten' in allen möglichen Formen etwas, das schon immer der jungen Generation vorgeworfen wurde. Dass Wandel stattfindet, heisst nie per se Verschlechterung - die Herausforderungen verändern sich, mehr eigentlich nicht. Und ich sehe um mich herum viele, vor allem jüngere Menschen, die damit genauso gut oder schlecht zurecht kommen wie wir früher. Aber anders, selbstverständlich.
Ich würde behaupten, dass es, Internet hin oder her, immer die grösste Herausforderung für Menschen und ihr Paarverhalten war und sein wird, den anderen 'hinter der Maske' zu sehen. Ich behaupte auch, dass es der eigenen Seelenhygiene am zuträglichsten wäre, wenn wir gar nicht erst diesen Anspruch stellten, sondern 'den anderen' so akzeptieren, wie er sich uns darstellt. Keine Erziehungs- und Ummodelierungsversuche, dann könnte man selber nämlich auch das sein, was man ist.
Sich 'hinter einer Maske' darzustellen, ist das Natürlichste der Welt - damit leben zu können, wenn jemand hinter die Maske blicken will, ist das ewige Dilemma.
Danke, Carolina.
@ fufi
Aber das ist ja genau das Problem. Da geben Menschen vor etwas zu sein, dass sie nicht sind weil sie sich in ihrer eigenen Rolle nicht wohlfühlen, aber anstatt in der realen Welt etwas an sich zu verändern, flüchten sie in die virtuelle Welt, weil es bequemer ist, nicht an sich zu arbeiten und im Netz weiss kann schliesslich niemand wissen, dass man lügt, dass sich die Balken biegen.
Das mit der 3-Lochstute tönt mir doch schon stark nach einem verheiratetem Mann, der schon seit geraumer Zeit im Ochsenstall schlafen muss, weil Frau das so bestimmt hat. Lustigerweise sind gerade diese Frauen die eifersüchtigsten.
So hört auf, über 3LS zu schwätzen, sonst bring ich die Röte gar nicht mehr aus meinem Gesicht...
Ich drücke es jetzt mal sehr, sehr vorsichtig aus, Carolina: 'schöne' Zeilen korrellieren in meinem Fall nicht nur mit einem 'gelungenen' Privatleben (was immer Sie auch darunter verstehen wollen), sie sind auch der Seelenhygiene zuträglich - insofern wenigstens ich von Zeit zu Zeit hinter meine Maske blicke. Gute Nacht.
Ist es nicht fantastisch, dass ich hier im www als grünes Männchen auftauchen kann, einfach so, urkomma plötzlich und dann auch gleich wieder verabschieden, und weiter surfen, im www, um an anderer Stelle noch ein paar hübsche Feen und ausgeflippte Tigerenten zu treffen?
Fufi, Sie haben eine hübsche Lounge, Kompliment!
nope, mila, keine geschichten. schon gar keine über mich - geschichten in blogs und foren haben meist etwas suspektes, schöngefärbtes bis hin zum erstunken- und erlogensein (sexattacken auf arme fieberkranke männer, selbstmordopfer, die quietschfidel wiederauferstehen, etc.).
argumente und meinungen (am liebsten eigene, nicht bloss angelesene) - die sind im cyberspace viel eher mein ding...
ach, und charmefreiheit und humorlosigkeit, die kann ich auch noch bieten...
Mustererkennungsmechanitznutz: Das grüne Männchen bin nicht ich (was ich leider erwähnen muss, da gewisse Leute das sonst nicht merken...).
pöh, wildere nicht in fremden Gefilden. Andere sind hier viel profilierter, charmefreier und humorloser.
mila kommt mir zum Beispiel trotz ihrer gelegentlich schwer aufblitzenden Selbstironie sehr wenig dazu geneigt vor, über sich zu lachen.
Lustig, pöh. Nach einem Jahr des Argumentierens sehe ich die Sache etwas anders. Es sind zunehmend die Geschichten, die mich interessieren, nachdem ich mittlerweile beinahe blind voraussagen kann, wer sich zu welchem Thema in jeweils welcher Art äussern wird. Bei den Geschichten weiss man hingegen nie so genau, was am Ende unterm Strich herauskommen wird. Und suspekt oder nicht: gegen besagten Strich gelesen, verraten sie - wenngleich in den meisten Fällen eher unfreiwillig - doch so einiges über ihren Verfasser. So, wie Deine Mikro-Geschichte der Charmefreiheit und Humorlosigkeit es über Dich tut.
Und gleich bist Du mir um ein Vielfaches sympathischer.
Guten Morgen.
Mila, care to elaborate? Warum ganz, ganz vorsichtig?
mmh, was sagt denn meine "mikro-geschichte" von charmefreiheit und humorlosigkeit über mich aus?
Darf ich auch noch meine Meinung zum Thema abgeben?
Also ich finde:
Die Stärke des Kommunikations-Mediums Internet liegt darin, dass es verschiedene Kommunikationsformen, welche durch Medien wie z. B. dem Brief, dem Telefon oder dem Radio und Fernseher schon da waren, in sich vereinigt. Im Internet ist sowohl one to one-, one to many- als auch many to many- Kommunikation möglich. Die Tendenz des Mediums geht hin zur Kommunikation mit anderen, heraus aus der eigenen abgeschlossenen Welt. Das Internet fördert dörfliche Interaktionsstrukturen, in denen man sich kennt, entgegen seiner oft unterstellten Anonymität und Unverbindlichkeit. Menschen, die in einer Wohnumgebung mit hoher Breitbandanschluss-Dichte leben, haben signifikant höhere Kontakte zu ihren Nachbarn (und zwar über alle Medien) als Internet-Nichtbenutzer. Ausserdem steigen die Kontakte und nachbarschaftlichen Hilfeleistungen auch ausserhalb der direkten Wohnumgebung.
Sorry, wenn ich hier irgend jemandem dreinquatsche, ich will keinesfalls die angeregte Diskussion durcheinanderbringen,
Was z. B. Ihre Gedanken zu Netz und Geschichten ("wir alle werden im Netz zu Erzählern") anbelangt, mila, gehe ich ganz mit Ihnen in dieser Meinung einig.
Schöns tägli
Das Grüne Männchen
PS: Ich bin nicht der Tiger, und auch sonst kein Tiger, das kann ich hier bestätigen, zu Ihrer Beruhigung, Herr Tiger, für alle die nicht über die nötigen Mustererkennungsmechanismus-Synapsenverbindungen verfügen.
Grünes Männchen (hihi):
Warum sollten Sie sich entschuldigen fürs 'Dreinquatschen'?
Sie haben das schön ausgedrückt, was ich ganz ähnlich empfinde: das Internet ist, 'richtig' genutzt, ein unglaublich faszinierendes, lehrreiches und die Kommunikation anregendes Mittel. Ich selbst habe in ca 10 Jahren Internet mehr alte Beziehungen wieder aufgenommen als in all den Jahren davor (auch ganz ohne Facebook) und wenn ich sehe, wie unbefangen meine Kinder ihre Kontakte, Freundschaften und Netze pflegen können, halte ich das für einen riesigen Vorteil. Allerdings hat man, wie übrigens bei allen Medien, eine Verantwortung, auf die negativen Nebenwirkungen hinzuweisen. Ich bin z.B. der Meinung, dass in 10 Jahren kein Mensch mehr verstehen wird, dass es heute angeblich nicht möglich ist, Kinderpornografie zu bannen. Das hat nichts mit Zensur zu tun, sondern mit Ausmerzung krimineller Straftaten.
Ich betonte es nur, weil ich hier alien bin.
Vorsichtig, weil ich in diesem für mich doch wichtigen Punkt nicht falsch verstanden werden möchte. Schreiben ist für mich in den letzten Monaten zu einem Erfahrungsprozess geworden - einem Medium, in dem die scheinbar fest gesetzten Differenzierungen zwischen Schreiben, Denken und Lesen sich nach und nach aufgehoben haben. Oder um es mit Vilém Flusser zu sagen:
"Es ist falsch zu sagen, dass die Schrift das Denken fixiert. Schreiben ist eine Weise des Denkens. Es gibt kein Denken, das nicht durch eine Geste artikuliert würde. Das Denken vor der Artikulation ist nur eine Virtualität, also nichts. Es realisert sich durch die Geste hindurch. Strenggenommen kann man nicht denken, ehe man Gesten macht. ... Wer sagt, dass er seine Gedanken nicht auszudrücken vermag, der sagt, dass er nicht denkt." (Die Geste des Schreibens, S. XX)
In einer solchen Sichtweise erhält der Akt des Schreibens eine genuin epistemische Funktion: für mich sicherlich (auch) einen der Selbstdisziplinierung, wie dies von Foucault thematisiert wurde; 'l'écritur de soi' als Bestandteil einer 'Sorge um sich'. Wobei Selbst-Entwurf und Selbst-Gestaltung bei Foucault immer auch Selbst-Stilisierung ist: ein Spiel mit sich stetig neu eröffnenden (und potenzienden) Möglichkeiten.
Das Foucaultsche Subjekt ist nun allerdings ein wesentlich stoisch denkendes Subjekt, das seinen inneren Überzeugungen gemäss handelt - indem es sich vom geläufigen Marktgeschrei der Meinungen unabhängig macht. Es ist, wie Hanko Uphoff andernorts festhielt, ein Subjekt, "das seine Überzeugungen nicht aus Meinungsumfragen ableitet". Der vielleicht spannendste Aspekt von Foucaults Selbstsorge-Konzept ist jedoch, dass er damit gerade nicht den Weg eines "ausschliesslich nach rationalistischer Methodik verfahrenden Erkenntnissubjekts" (Zitat Uphoff) meint. Vielmehr stellt sich für ihn das Verhältnis von objektiver 'Wahrheit' und subjektivem 'Seelenheil' als ein im Grundsatz prekäres dar. Was Sie, Carolina, also gerne als philosophisch-literarisches Theoretisieren bezeichnen (abtun?), ist – folgt man zumal Foucault – in Tat und Wahrheit eine lebenslange Praxis der Selbst-Prüfung mit dem Ziel, sich darüber Klarheit zu verschaffen, ob man "guten Gewissens sagen kann: Ich bin auf dem richtigen Weg." Erst in dieser Prüfung erlangt das Subjekt denn auch "innere Festigkeit gegenüber seiner Situation in der Welt". (Zitate Uphoff)
Dafür muss es sich allerdings mit der Welt (und nicht etwa mit dem vollständig auf sich selbst zurückgeworfenen Tagebuch) auseinandersetzen, und hierfür bietet das Netz (ganz im Sinne des grünen Mannes) weit umfassendere Interaktionsmöglichkeiten, als wir sie noch vor dem virtuellen Zeitalter kannten.
PS@pöh: Das würdest Du jetzt gerne wissen... Nur müsste ich dazu zu einer psychogrammatisch durchsetzten (Makro-)Erzählung über Dich ansetzen, und ich weiss nicht, ob Dir das am Ende so recht wäre. Also lasse ich Dich lieber die unpersönlich-mysteriöse, obschon gerne mal auch zur persönlichen Provokation neigende Argumentationsmaschine pöh bleiben – selbst wenn ich für mich meinte, den Menschen pöh nun doch schon mehrfach (angenehm) dahinter hervorblitzen gesehen zu haben.
Übrigens sind es gerade die kleinen Macken und Schwächen, die Menschen für mich sympathisch machen.
mila, wo ich bei deinen texten immer sehr schnell das interesse verliere:
- Oder um es mit Vilém Flusser zu sagen: ...
- ...wie dies von Foucault thematisiert wurde: ...
- ...wie Hanko Uphoff andernorts festhielt...
mag mit meiner mangelnden akademischen bildung zu tun haben, aber das ist für mich alles sehr abgehoben und mässig interessant.
ich glaube eben, dass du über den menschen pöh! nicht wirklich etwas wissen/aussagen kannst, was über das hier von seiner kunstfigur zum besten gegebne hinausgeht...
du hast nur mein geschreibsel, dass du interpretieren kannst - das wird eine seeeeehr spekulative hochrechnung...
Schau, pöh, für mich ist eine derartige Auseinandersetzung mit der (Text-)Materie eine (lebens-)notwendige Grundlage für mein eigenes Denken. Sicherlich entspringt sie in hohem (wenngleich nicht ausschliesslichem Mass) der akademischen Sozialisierung, aber ich sehe wirklich nicht ein, weshalb ich mich a) mit fremden Federn schmücken sollte, und b) zwanghaft etwas neu formulieren müsste, das ein anderer bereits formvollendet ausgedrückt hat.
Damit ciao fürs Erste!
Für mich muss philosophisch-literarisches Theoretisieren ständig mit der Praxis abgeglichen werden. Ganz konkret: ich kann nicht die Schriften S de Beauvoirs bezüglich der Befreiung der Frau bewundern, wenn ich weiss, dass sie ihrerseits in einer klagvollen und traurigen Abhängigkeit von Sartre lebte. Oder anderes Beispiel: Nietzsche, als Philosoph und Schriftsteller, erklärt sich mir nur durch seine Biografie.
Die 'lebenslange Praxis der Selbstprüfung' bleibt meines Erachtens eine akademische Uebung, wenn sie nicht die eigenen Eigenarten, Umstände, Gene und Biografie berücksichtigt - und wer kann das schon von sich sagen? Daraus folgt für mich, dass es keinen 'richtigen' oder 'falschen' Weg für mich gibt - es gibt nur einen Weg, eine Folge von Entscheidungen, welchen Abzweig ich wann nehme und den ich erst im nachhinein werde beurteilen können. Wenn ich meinen persönlichen Weg mit einer Haltung der Selbstbestimmtheit, unter Einbezug von Zweifeln und Aengsten und der Verantwortung für meine Nächsten gehe, dann ist jeder Weg der richtige.
Hmm. Der Vorwurf der Charmefreiheit/Humorlosigkeit dürfte jedenfalls dem Menschen und nicht etwa der Kunstfigur pöh nahegegangen sein – repetitiv, wie Du die Sache stets von Neuem aufs Tapet bringst. Aber das ist zugegebenermassen hoch spekulativ.
Und nur keine Sorge: kleine Eitelkeiten dieser Art sind die Achillesferse eines so gut wie jeden hier, mich eingeschlossen. Deshalb: wenn Dich meine Texte langweilen, dann überlies sie doch in Zukunft gefliessentlich, anstatt mir wiederholt unter die Nase zu reiben, wie nichts-sagend sie für Dich sind...
Aber ja doch, Carolina: die Unstimmigkeiten sind es, die diese Schriften (für mich wenigstens Nietzsches...) umso lesenswerter machen. Und natürlich kann man (wenigstens rückblickend) sagen, dass der gewählte Weg mit allen seinen Abzweigungen bis zu einem gegebenen Zeitpunkt der richtige war – wenn aus vergangenen Erfahrungen entsprechende Lehren gezogen wurden. Die Reflexion darüber zeichnet in gewisser Weise auch die nachfolgende Fortsetzung fort, doch erst auf dem Sterbebett werden wir uns selbst die Rechnung abschliessend präsentieren. Und hier scheint es so zu sein, dass Menschen am Ende ihres Lebens nicht selten einiges bereuen (wie kürzlich im Tagi angesichts einer einschlägigen Buchpublikation nachzulesen war).
Nun: dieses Bereuen möchte ich durch bewusstes (Er-)Leben gerne so weit möglich vermeiden.
*Klappe-die-zweite*
Ich bin jetzt mal ehrlich: Eigentlich wollte ich Ihnen, Mila, versichern, dass ich phil.-literar. Theoretisieren nicht 'abtue', sondern im Gegenteil zu schätzen weiss. Aber dann ist mir eingefallen, dass hier genau der Grund liegt, warum ich mein Literaturstudium nie zum Beruf gemacht habe: ich bin ein durch und durch auf Praxis ausgerichteter Mensch, das Studium kam mir über weite Strecken vor wie 'academia gone wild' und die Bewohner dieses ganz speziellen Elfenbeinturms waren in der Regel nicht gerade die, ähem, sozial Kompetentesten.
Was mich jedoch brennend interessiert, sind Menschen, die mitten in einem down-to-earth Job stehen (wie Meta z.B. als Aerztin, bei Ihnen weiss ich es nicht) und ihre Liebe zur Literatur und zur Philosophie in ihr Leben eingebaut haben, als Zugabe sozusagen, nicht als Daseinszweck. Insofern höre ich mich wohl tatsächlich an, als ob ich diese Diskussionen 'abtue'. Das hat aber nichts mit Ihnen zu tun, sondern nur mit mir selbst - und ich habe ja immer die Wahl, das zu überlesen.
Und pöh kann ich nur versichern, dass es mir ähnlich geht wie ihm - und das als Akademikerin.
Carolina, ohne mich auf eine (Makro-)Erzählung zu Ihnen einzulassen gebe ich Ihnen dasselbe wie pöh zu bedenken, nämlich, dass niemand Sie zwingt, meine Texte zu lesen, noch weniger, Sie zu kommentieren... Die Kunst des Überlesens ist tatsächlich... eine Kunst.
Und wer weiss, würden Sie Ihre Äusserungen tatsächlich so (be)wert(ungs)-frei rüberbringen, wie Sie wahrscheinlich denken, dass Sie es tun: ich könnte womöglich sogar etwas damit anfangen. So aber ziehe ich mehr Schlüsse im Hinblick auf Sie aus Ihrem Geschriebenen als auf mich.
"In einer solchen Sichtweise erhält der Akt des Schreibens eine genuin epistemische Funktion"
warum nicht einfach "schreiben hilft mir, klarer zu denken"? weil zu verständlich?
wenn ich auch mal zitieren darf (den ollen schopenhauer): Wer etwas Sagenswertes zu sagen hat, braucht es nicht in preziöse Ausdrücke, schwierige Phrasen und dunkle Anspielungen zu verhüllen; sondern er kann es einfach, deutlich und naiv aussprechen, und dabei sicher sein, dass es seine Wirkung nicht verfehlen wird.
repetitiv: jup, bin ein grosser anhänger des running nose prinzips...
running gag prinzips, whetever...
whatever...
Ui, Mila, das nennt man jetzt aber eindeutig 'Projektion'. Dieser leicht beleidigte Unterton lässt vermuten, dass Sie in mich und meinen Intentionen etwas hinein interpretieren, das Sie selber nicht loslässt.
Und, um den Kreis zu schliessen, daher muss man solche Chats hier tatsächlich als eindimensional und Geschichtenportal betrachten: es fehlt mir die Geste, beweisen zu können, dass mein Geschreibsel viel harmloser ist als Sie vermuten und Ihnen fehlt Sie, um diese Harmlosigkeit auch tatsächlich zu sehen.
Das letzte Sie muss klein sein.....
An pöh: Bazinga!
pöh, ach pöh, ich sags mal so: ich bin weder pöh, noch Carolina, und ich schreibe so, wie halt nun mal mila der denkerische Schnabel gewachsen ist (sinnbildlich gesprochen). Kurzum: lass mir doch meine Umständlichkeit(en), meine Prätentiosität(en), meine Verdunkelung(en) - oder tun sie Dir in irgendeiner Weise weh? Es gibt genug andere, hier und andernorts, die Schopenhauers Diktum nur allzu gerecht werden.
Having said that: ich gedenke weder für Dich, noch für einen anderen etwas an meiner Ausdrucksweise zu ändern. You can take it - or leave it. Feel free to proceed as you wish.
sheldon, bist du's?
Leicht beleidigter Unterton - weshalb denn? Sie lesen ja meine Texte offensichtlich sehr aufmerksam. Und auf den Applaus kommt es mir nun wirklich nicht an (soviel meinerseits zum Thema 'Projektion').
Mir geht es in dieser ganzen Diskussion ausschliesslich um eines: so, wie Sie sich die Freiheit nehmen, als hands-on 'Praktikerin' aufzutreten, so nehme ich mir die Freiheit, die Dinge (und das Leben) von einer etwas anderen Warte aus zu analysieren. Und für meine Beobachtungen genau die Worte zu wählen, die ich wählen möchte.
Aber das sage ich doch die ganze Zeit, Mila! Ich gehe ausschliesslich von mir aus - warum sollte ich Ihnen dasselbe Recht verweigern? Und mir scheint, obwohl er das besser selber sagen könnte, dass es pöh nicht anders geht.... Er redet von seinen Befindlichkeiten, Sie dürfen selbstverständlich so reden, wie das für Sie stimmt. Aber alles als persönliche Beleidigung zu nehmen, ist wirklich nicht in meinem Sinne, Mila.
der sheldon war für carolina...
es sei dir unbenommen, mila, das so zu handhaben. du darfst auch gerne weiterhin deine elitären spitzen ("Es gibt genug andere, hier und andernorts, die Schopenhauers Diktum nur allzu gerecht werden.") verschiessen und dich für etwas besseres als den gemeinen plebs halten.
und ich, ja, ich werde halt (ganz im sinne von "feel free to proceed as you wish) dann dein geschreibsel für das zwar dünkelhafte, aber letztendlich ziemlich leichtgewichtige und irrelevante geistige onanieren (sorry) einer unterbeschäftigten phil I akademikerin halten...
(na, wenn das nicht komplett charmefrei war, dann weiss ich aber auch nicht...)
Sagen Sie, haben Sie je von mir den Vorwurf gehört, Sie sollten sich doch bitte etwas präziser (und weniger in Allgemeinplätzen) ausdrücken, wenn ich Sie denn intellektuell ernst nehmen soll? In der Tat haben Sie diesen Vorwurf oft genug gehört, jedoch nie von mir (warum wohl?). Komisch, von Ihnen höre ich umgekehrt unterschwellig permanent den Vorwurf, "ich solle doch endlich mal vom Elfenbeinturm heruntersteigen", sprachlich wie inhaltlich.
Korrigieren Sie mich bitte, wenn ich mich irre. Und hierbei geht es keineswegs um persönliches 'Einschnappen', sondern schlicht und ergreifend um eine Anmassung Ihrerseits.
' I'm not Sheldon! I'm the Flash! And now I'm going to the Grand Canyon to scream in frustration *takes two quick steps*: I'm back'
Es sei Dir, pöh, wie gesagt, freimütig belassen. Aber wenn es Dir im Grunde darum geht, mich zu provozieren (zu einem Gespräch, einem Schlagabtausch, oder weiss-der-Gugger-was-auch-immer Dir vorschwebt), dann musst Du Dich doch etwas geschickter (nicht:charmanter) anstellen - wenn Du verstehst, was ich meine.
masturbieren! onanieren tun glaubs nur wir männer...
scissors cuts paper, paper covers rock, rock crushes lizard, lizard poisons Spock, Spock smashes scissors, scissors decapitates lizard, lizard eats paper, paper disproves Spock, Spock vaporizes rock, and as it always has, rock crushes scissors.
' Anyway, the housekeeper in the faculty residence didn't speak any English. When I finally managed to convince her I was sick, she said, "Möchtest du eine Darmspülung?" '
einer meiner liebsten:
die jungs haben gerade die originale zeitmaschine aus "the timemachine" auf ebay erstanden.
pennys kommentar dazu: "it looks like something elton john would drive through the everglades."
Das war schon besser. Jedoch: Sticks and stones (and rocks) may break my bones (but words will never hurt me - at least not yours; hat irgendwie auch was mit dem Foucaultschen Subjekt zu tun; dies allerdings nur am Rande bemerkt). Einen strahlend schönen Nach-Mittag wünsche ich!
*Klappe-die-dritte*
mila, war obiges an mich? weil, die scissors etc. gingen an carolina...
Ups. Das habe ich in der Tat nicht mitgekriegt. Find den sticks & stones-Spruch dennoch toll, ätschibätsch. Oder so ähnlich.
wir warfen uns gegenseitig "big bang theory" zitate zu...
Für Nicht-Eingeweihte wie mich nicht erkennbar... Bin aber auch eher, wie ich eingestehen muss, der Wilfred-Typ. Wie auch immer.
welcher wilfred? der originale oder der amerikanische mit frodo?
mila, wie kommst du übrigens dazu, das "scissors"-zitat auf dich zu beziehen? wenn man die quelle nicht kennt müsste einem das doch sehr dadaistisch erscheinen... fragt ehrlich verwundert der pöh!
pöh, wie ich Dich kenne (nicht kenne, meine ich natürlich), haben die seltsamen Verrenkungen Deines whatchamacallit eine Bedeutung, oder? Bitte um Aufklärung!
Noch etwas: Anfangs habe ich BBT auf Englisch geschaut, hat mich nicht so wahnsinnig überzeugt. Dann haben mich meine Kinder mit der deutschen Version zwangsgefüttert und zum ersten Mal musste ich zugeben, dass ich die deutsche Version einer amerik. Serie besser finde - ich glaube, es hat etwas mit den Stimmen zu tun; im Original scheinen sie mir zu 'bland'.
Meint ihr mit "BBT" diese Sendung mit den durchgeknallten Physis?
Kenne sie nicht, aber fufine ist davon begeistert!
In diesem Zh. bitte 2 Witze, Physi-Witze!
Was ist der Unterschied zwischen einer Amsel?
Es gibt keinen. Beide Beine sind gleich lang. Besonders das Linke!
Und dann:
Mathematiker sind Maschinen, wo Kaffe in Theoreme verwandeln.
Physiker sind Maschinen, wo Bier in Naturgesetze verwandeln.
fufis 1. Studium war Physik, höchst unerfolgreich zwar, aber er wäre glaub ein guter Physiker geworden!
Ach ja, und von wegen dem "Big Bang".
Der Ausdruck stammt von einem gewissen Fred Hoyle, ganz, ganz grosser letztjahrhundertiger Kosmologe, wo die Urknalltheorie vehement abgelehnt hat.
Der sagte nämlich in einem Interview (so ähnlich):
Do they really think, that the universe has been created in a "big bang"?
Holy handgranate!
Ja, genau die Sendung, Fufi. Fufine hat einen guten Geschmack!
Apropos Urknall und das vorige Blogthema:
der nachfolgende Link zeigt meines Erachtens exemplarisch auf, warum der Mensch diese ewige Angst vor dem Tod mit sich herumträgt. Dieses Zitat habe ich als sehr wahr empfunden: 'Er (der Mensch) weiss so viel über den Kosmos wie noch nie zuvor. Und zugleich muss er sich seine absolute Bedeutungslosigkeit eingestehen und ertragen.'
http://www.welt.de/debatte/kommentare/article13901315/Haben-wir-den-Himmel-als-Sehnsuchtsort-verloren.html
Hu, zwei Tage weg, hundert Kommentare! Jaja, das Zwischennetz. Es beschert einem gut informierte Patienten wie schlecht informierte, und ich bekenne: mir hat es in meinen Anfangszeiten in dieser unwirtlichen Stadt gleich zwei schöne ungläubige Thomasse beschert, wofür ich ihm ewig dankbar sein werde. Sonst? Ermöglicht es Fufi, hier eine Lounge zu führen. Erweitert meinen musikalischen Horizont. Dass die Toten Hosen auch so ruhig können...!
Lina, möge sie in Frieden ihre Kreise ziehen, hat mal (correct me if I am wrong) geschrieben: "Ich behaupte: Hier sind sie echt." Über die Loungebesucher. Nähme mich wunder, wie sie das heute sieht. Aber weg ist sie, hinter den sieben Bergen. Oh, pardon: ich bin im Geiste immer noch beim Schneewittchen.
Where is the wisdom we have lost in knowledge?
Where is the knowledge lost in information?
(So oder ähnlich Eliot im Waste Land - ich habs sonst nicht mit Eliot, but damnit, weisere Worte zur Halbwertszeit des medizinischen Wissens - und zu dem über Mobiltelefone, MP3-Players and all that jazz - sind dünn gesät.)
Liebe in Zeiten des WWW
dazu hat justement heute DRS2Aktuell einen Beitrag gebracht, für wen's interessiert, so zum hören als Bettmümpfeli, der kann sich hier bedienen:
http://www.drs2.ch/www/de/drs2/sendungen/drs2aktuell/2643.bt10215457.html
Im Internet finde eine Art «Neo-Romantik» statt, heisst es da, gepaart mit Nutzenoptimierung und Effizienz. Sehr interessant!
Meta, liess sich nicht jeder in seiner Jugend irgendwann, irgendwo von 'Hier kommt Alex' berauschen? Nach 'Kauf mich!' habe ich die Band zugegebenermassen aus den Augen verloren, jedoch hat mich eine kürzlich gesehene Doku über Campino daran erinnert, weshalb ich ihn und seine Mannen damals eigentlich richtig gut fand. Und eben, im Zusammenhang mit der Erwähnung eines Auftritts als Mackie Messer wurde auf das Zwischen-Spiel mit Birgit Minichmayr verwiesen. Ist übrigens nicht die einzige tiefgründig-eindrückliche Ballade der Hosen (und nein, ich meine jetzt nicht 'Alles aus Liebe')
'Nur zu Besuch':
http://www.youtube.com/watch?v=cIQuItwVO0w
Ebenfalls empfehlenswert: das Metallica-Biopic 'Some Kind of Monster'. Hartschalige Jungs, die in der St. Anger-Gruppentherapie aus ihren Herzen keine Mördergruben (mehr) machen - faszinierend. (Hier wäre es naheliegend, 'Nothing else matters' zu erwähnen, ich würde jedoch lieber auf 'I Disappear' aus 'Mission Impossible 2' zu sprechen kommen - das beste feature in diesem insgesamt doch ziemlichen enttäuschenden Sequel: http://www.youtube.com/watch?v=tGm5jijjMBg)
"Und der Haifisch, der hat Zähne, und die trägt er im Gesicht..." ja, ja.
PS@Grünes Männchen:
Wenn Sie sich denn schon einen alternativen Nick zulegen müssen - weshalb dann ausgerechnet diesen? Reichlich unästhetisch, das. Ich beisse übrigens nicht, wenn man mich mit interessantem Gedankenfutter füttert. Oder, wenn ich es bedenke: vielleicht beisse ich gerade dann (an).
Womit ich hingegen gar nichts anfangen kann: wenn andere zwecks persönlicher Belustigung vorgeführt werden sollen. Ich denke, Sie wissen, worauf ich anspiele. Ist auch mein letztes Wort zu diesem doch sehr leidigen Thema.
carolina: sehr harmloses, kleines experiment. wollte nur schauen, ob und wann's jemandem auffällt.
Du hast den ersten preis gewonnen. leider ist es bloss ein klassisches goldiges nüüteli, dafür in einem silbernen niene-wägeli...
big bang theory auf deutsch??? - sorry, ich bin originalsprachen-faschist, ich verabscheue synchros aufs heftigste. sie bereiten mir körperliche schmerzen und sie sind des teufels!!!
*dreimal-bekreuz-und-über-die-schulter-spuck*
(ok, es gibt ausnahmen: die schnoddersynchros von rainer brandt (z.b. "die zwei") sind natürlich schon wieder eine eigene kunstform...)
für fufi:
heisenberg fährt auf der autobahn und wird von der polizei angehalten. der polizist verlangt nach führerschein und fahrzeugpapieren, schaut sich diese an und fragt:
"herr heisenberg, wissen sie, wie schnell sie gefahren sind?"
"nein", antwortet heisenberg, "aber ich weiss, wo ich jetzt bin!"
Huch - schon wieder daneben? Ich sollte es wirklich lassen.
und der hier ist zwar frauenfeindlich, aber (für physiker zumindest) lustig:
was haben magnetfelder und frauen gemeinsam?
beide lenken nur ab und verrichten keine arbeit!
wie meinen, mila?
einen hab' ich noch:
eine gruppe von mathematikern und eine gruppe von ingenieuren fahren mit dem zug zu einer tagung. jeder der ingenieure hat sein eigenes billet, aber die ganze gruppe von mathematikern hat nur ein einziges.
plötzlich ruft einer der mathematiker: "der kondukteur kommt!", worauf sich alle mathematiker in eine der toiletten zwängen. der kondukteur kommt, kontrolliert die ingenieure, sieht, dass das wc besetzt ist und klopft an die tür : "billet bitte!". einer der mathematiker schiebt das billet unter der tür durch und der kondukteur zieht zufrieden weiter.
auf der rückfahrt beschliessen die ingenieure den selben trick anzuwenden und sie kaufen nur ein einziges billet für die ganze gruppe. dabei stellen sie verwundert fest, dass die mathematiker diesmal überhaupt keine fahrkarte haben...
wieder ruft einer der mathematiker: "der kondukteur kommt!". sofort stürzen die ingenieure auf das eine wc, die mathematiker machen sich etwas gemächlicher auf den weg zum anderen. bevor der letzte mathematiker die toilette betritt, klopft er bei den ingenieuren an: "billet, bitte!"
die moral von der geschicht':
ingenieure benutzen die verfahren der mathematiker, ohne sie zu verstehen.
(und banker übrigens auch...)
Rezept, pöh! zu missfallen:
1 x Puder, Light Beige
1 x Lippenstift, Rouge Allure
2 x Maskara, Black
20 x Nagellack, Rouge Pourpre
2 Ohrringe
3 Tropfen L'Air Du Temps
1 Steak
Kochanleitung:
Zwei Stunden im Bad, bis die Ohrringe sitzen. Steak in die Pfanne hauen.
BBT müsste MEINE Serie sein. Was lerne ich daraus, dass es sie nicht ist? Und The IT Crowd ebensowenig?
a) Ich bin nicht der Geek, für den mich manche vielleicht halten
b) Seriengeschmäcker sind etwa so individuell wie der Buchgeschmack
Neulich hatte ich Spass an der Serie, die Katharina erwähnte, Pan Am, dann natürlich an Homeland, fa bel haft, True Blood gefällt mir erstaunlicherweise ganz gut, Fringe hat mir gepasst (jetzt habe ich alles gesehen wo gibt's), dito Dexter und natürlich New Girl (das vergleichsweise mager an Material ist). The Mentalist war auch sehr nett. An Scrubs ist keine Comedy herangekommen, aber sowas gibt es ja auch nur einmal im Jahrzehnt.
Was ich manchmal zwangsweise gucke ist Das Haus Anubis, aber gell, ich geh nicht den Gofen ihren Geschmack vorschreiben.
Sag mir, welche Serie Du magst, und ich sage Dir, was für ein Mensch Du bist.
Gestern habe ich ein paar Leute von "Ja imam talenat", der serbischen Talentshow, geschaut, und gopf, Mila, die Leute sind irrsinnig gut.
Diesen Witz, pöh, verstehe ich jetzt nicht. Bin halt nur ein dummes Ingenieur.
ablenkung: wo hab' ich denn behauptet, dass ich keine magnetfelder mag?
tiger: natürlich bist du kein nerd, dazu gehört ja nicht nur das ganze compi/naturwissenschaftszeugs, sondern ein grossumfängliches trivia-wissen über comics, games, sci-fi, fantasy usw. usf. - das ist doch eher nicht dein feld, so wie ich dich hier erlebe...
und btw: scrubs ist schon ok, die ultimative spitalserie ist allerdings "green wing"!
oh, armes, kleines ingenieur...
also, hier einer speziell für dich, wo der ingenieur gut wegkommt:
ein physiker, ein mathematiker und ein ingenieur sind in einem hotel untergebracht. das hotel fängt nachts an zu brennen. was machen der physiker, der mathematiker und der ingenieur?
der ingenieur sucht einen feuerlöscher, findet ihn, löscht das feuer und legt sich wieder hin.
der physiker verbrennt beim versuch die temperatur des feuers zu messen.
der mathematiker verbrennt auch, denn er sucht einen feuerlöscher, findet ihn, legt sich dann aber beruhigt wieder hin mit der erkenntnis: es gibt eine lösung und die ist eindeutig.
Johann Wolfgang von pöh! sagte weiter oben:
"Soll dein Kompass richtig leiten, hüte dich vor Magnetstein' und Weibern, die dich begleiten!"
@ablenkung die zweite:
"nö!"
zwischenruft da pöh!
missverstanden wurde das,
ausserdem wars nur ein spass!
oder
ich hab' gar nichts gegen die frauenbewegung, wenn sie nur so da liegen machts viel weniger vergnügen...
den spass, herr pöh!, hat sie verstanden
sie wollte halt ein bitzli kritibeanstanden
dies, um den fernen pöh! zu grüssen
und zu lassen Enörgie hier flüssen
das wars auch schon, mein lieber freund
ich sage ciao und geh geschweund
Grüne Menschen, eigentlich entschwundene Ablenkungsmanövrierende, ein dichtender pöh - ich gebe es zu, ich verliere so eben mal den Durchblick (wenngleich nicht auf unangenehme Weise). Und schweige fürs erste.
Mila, wer soll das Grüne Männchen sein? Er(?) ist ausgesucht höflich - kennen wir ihn/es? Und warum ist der Nick unästhetisch?
Und hat O eigentlich jemals die Frage beantwortet, ob er an seinem Ferienort nicht doch irgendwo einen PC mit Internetanschluss hat bzw ein iPad/iPhone?
pöh: ja, ist denn heut' scho Tag der Frau? Muss mal schnell nebenan nachschauen.....Nein, erst morgen. Aber ich finde, es kann Dir keiner übelnehmen, wenn Du Frauen lieber in Bewegung hast.....
Und was das Synchronisieren von BBT angeht: Ich bin Muttersprachlerin Englisch - glaube mir, ich hasse Synchros genauso. Aber in diesem einen Fall mache ich eine Ausnahme. Die deutschen Stimmen sind, äh, stimmiger.
meinereinem möcht' fast scheinen
dass auf hübschen steingeiss-beinen
(nicht so behaart, jedoch so zierlich)
diese ablenkung sich anschlich..?
Steingeissen leben im Engadin, gell?
Da ich eine absolute Null im Reimen bin, habe ich einen Limerick für die Mathematiker hier geklaut:
'Tis a favourite project of mine,
A new value of pi to assign.
I would fix it at 3,
For it's simpler, you see,
Than 3 point 1 4 1 5 9.
jep, carolina...
versuche immer noch mein image von charme- & humorlosigkeit, das in der region graubünden herrscht, loszuwerden.
bin mir allerdings nicht ganz sicher, wie charmant der vergleich von bündnerinnenbeinen mit steingeissbeinen daherkommt, zu meiner verteidigung möchte ich aber sagen:
weshalb ich's tat?
ich verrat's euch hier im stillen:
nur aus dem einen grund,
nur um des reimes willen!
(der ästhetische pöh!sel)
pöh!
Super, der Witz mit den Ings und den Maths im Zug!
Aber der mit dem Hotel, der zeigt doch glasklarstens, dass sich die Ings bloss um IHR Problem kümmern.
Zu Risiken und Nebenwirkungen wenden Sie sich bitte an Ihren Physi, Mathi oder Chemi!
Bitte hiermit, die Ings zu resozialisieren.
Vielleicht gibt's dazu sogar Nachdiplum- oder Migros-Kurse?
Bösartigstes Grinsen!
Der Mathematiker, der Physiker und der Ingenieur wurden mit einer Konservendose und ein paar Bleistiften in einen kahlen, weissen Raum gesperrt.
Der Mathematiker wird einige Tage später gefunden, tot, er hatte an die Wand geschrieben "Behauptung: Die Dose ist offen. Beweis:" - und beim Beweisen anscheinend nicht weitergewusst und war verhungert.
Der Physiker hingegen hat überlebt. Er kritzelte die ganze Wand voll und hat dabei den schwächsten Punkt der Dose berechnet, wo er sie mit einem kleinen Stupf mit dem Stift öffnen konnte.
Der Ingenieur hat auch überlebt, aber den Stift gar nicht benutzt. Der ganze Verputz seiner Zelle war weggeschlagen, er hatte die Dose einfach mit roher Gewalt geöffnet, indem er sie so lange an die Wand knallte, bis sie nachgab.
Letzteres ist nicht so falsch. Für uns muss etwas vor allem *funktionieren*.
Hab Tigers Antwort erst jetzt gelesen, nachdem ich meinen Comment auf Word-qua-Texteditor geschrieben habe (Hauptsache es funktioniert!)
also:
Und hier noch die legendäre Antwort vom dipl.ing. Daniel Düsentrieb zur Frage nach der schönsten mathematischen Formel:
e hoch i*pi gleich minus eins.
Das sei so, sagen sie, scheint's.
Auch wenn ich's nicht versteh,
das tut mir gar nicht weh!
Bin auch nicht irritiert,
solang's denn funktioniert!
Was selbstredend bedeutet, dass
"e hoch i*pi = i-Quadrat"
oder andersrum:
Die "(Wurzel aus "e hoch i*pi") = i"
Alles klaro?
Falls ja:
Schaut mal hier rein:
http://de.wikipedia.org/wiki/Eulersche_Identit%C3%A4t
da ist was dran
sie schlich sich an
auf beiden stelzchen
nicht ein pöhlzchen
weit und breit
die fiese maid
die charme und witz
- und das gab chritz -
des guten pöh!
nicht sah
er fand: gagah
und da geschah
das wunder,
er: ein causeur, gar munter
mit kapriolen hin zum ingeniöhr
dem nichts zu schwöhr
et cetera, jaja
und das gefiel ihr sähr
aber das malheur
passiert, s'stand da
verdammter mist aber aaa
das Härz ihr schwär(z)
wie mach ichs gut?
wie sag ichs meinem pöh! ?
nur mut, nur mut!
- ja, ich sprech zu mir
oh dear oh dear oh dear -
sorry mein süser
sagt der steingeiss-lüser
das ende vom schwank
ich muss auf die bank
schneepulvergrüzze
und ein paar küzze
sagen wir: vier
Unterhalten sich ein Mediziner, ein Ingenieur und ein Informatiker, wer wohl zuerst auf der Welt war.
Mediziner: Also das war ja wohl ein Mediziner. Denn schon in der Bibel steht, Gott schuf Eva aus der Rippe von Adam. Das ist eindeutig ein chirurgischer Eingriff.
Ingenieur: In der Bibel steht aber, am Anfang war das Chaos. Und man braucht einen Ingenieur, um das in den Griff zu kriegen. Daher muss ein Ingenieur der Erste gewesen sein.
Da lehnt sich der Informatiker zurück:
Und wer, meint Ihr, hat das Chaos erzeugt ???
Anmerkung zysi: wahlweise kann es anstelle des 0-1-matikers auch ein mathematiker sein ;-)
Fufi, nicht vergessen, dass ich hier der expert-in-residence für die Clubschule-Nachdiplomae (oder wie immer die dort heissen) bin.... Worin sollten denn die Ingenieure nachdiplomiert werden, wenn ich fragen darf? (Man muss ja schon grinsen, wenn Physiker und Mathematiker den Ingenieuren was (genau?) unterstellen.....).
Tiger, woher wussten Sie, dass ich (auch) ein Ingenieur bin - mit einem Ikea-Regal zum Beispiel. Kann alle zur Verzweiflung bringen mit meinem Geheule, aber am Ende steht's - wenn es sein muss, mit Dübeln an die Wand geknattert:-))
Sorry, Carolina, wenn ich denn da in deinem Garten gejätet habe!
Und was Ings lernen sollten?
ALLES -oder vielleicht bloss EINES:
Dass sie nämlich OHNE ihre Brille VIEL mehr sehen täten ... ?
Lass es mich anders sagen:
Ings sind "angewandte Wissenschafter" - MACHER.
Ebenso wie Architekten und Juristen.
Und es kann keineswegstens erstaunen, dass DIESE Berufsgruppen - gemessen an der Gauss-Kurve - in den Fundi-Christen-Zirkeln massiv überfertreten sind!
Macht euch die Erde untertan - Tun wir ja!
Nein, nein, Tiger: meins ja nicht bös - grins!
Und ich weiss, dass es auch andere gibt!
Ich selbst hab nur 1 gekannt, einen Onkel. El.-Ing., Direktor damals bei der BBC.
Hat sein Velo auf den reservierten Direktoren-Parkplatz gestellt.
Oder den Vauxhall-Combi, wo hinten rechts die Scheibe fehlte und mit Plastikfolie zugeklebt war. Er sagte dazu: Weshalb soll ich es flicken? Meine Jungs und Mädels werdens sicher in 1 bis 3 Monaten wieder zertrümmern.
Und s'Auto läuft ja noch, oder?
Btw.: War auch fast der einzige in der Family, wo mich verstanden hat!
fufi, ings sind dann eben auch angewandte theologen, sie flicken was die theologen verbiegen ;-)
aber die ings-klischees (teile und herrsche) sind halt einfach da - aber etwas musst den ing's auch zu gute halten (siehe onkel) - sie wissen im gegensatz zu anderen branchen, dass wir alle im selben universalen entropiesee baden ;-)
und wenn wir gerade dabei sind; hat ER nicht alles vorher schon im voraus geplant und dann angewandt :-)^2
selbst im schärfsten richter & henker ruht verschütt ein kleines fünkchen dichter & denker... und so kann es durchaus vorkommen, dass auch ohne inneres chaos eine tanzmaus geboren wird.
keine angst, das tierchen ist harmlos und trägt weder pest noch cholera mit sich rum.
darum: nicht gleich mit dem besen totschlagen.
du hast recht/ich bin es/die geiss/zwei beine hat sie/krumm nicht, aber kahl/die blöde/witz und charme/ihm abgesprochen/pöh!/da er nun munter ist/und lustig/bereut sie/tut ihr leid/entschuldige!/grüsse/und vier küsse
wenn das ein totschlag ist per besen, fress ich einen.
nein, nein, nein, nein! das hab' ich auch nicht so verstanden, sondern genau so wie in deiner erklärung!
das meinige war gar nicht direkt an dich gerichtet, sondern eher so allgemeiner natur ans restpublikum.
...vielleicht sollte ich doch wieder zu klartext zurückkehren, versuche ich blumig zu schreiben, so ziehe ich anscheinend die missverständnisse an wie o. die schmeissfliegen...
Rezept, pöh! zu gefallen:
1 x Puder, Light Beige
1 x Lippenstift, Rouge Allure
2 x Maskara, Black
20 x Nagellack, Rouge Pourpre
2 Ohrringe
3 Tropfen L'Air Du Temps
1 Besen
1 Steak
Kochanleitung:
Zwei Stunden im Bad, bis die Ohrringe sitzen. Steak in die Pfanne hauen und ab durch den Kamin.
Die Hexe fliegt in den Supermarkt; sie hat den Rosmarin fürs Steak vergessen.
Schönen Abend, pöh!
first@Hexe
Wiederholst du dich da nicht?
dann @Zysi
Siehste, ich hab eigentlich nichts grundsätzliches gegen Ings!
Gegenteilig!
Ich freu mich nämlich ob unserem Kühlschrank, und fufine ob der Waschmaschine.
Und wir beide mögen denn auch die Oelheizung gerne schätzen!
Ach ja, und wenn ich da was verbiege, rufe ich doch auch den Sanitärmann an!
Mag ja sogar auch eine Sanitärfrau sein.
Hauptsache es funktioniert!
Und von wegen dem im Voraus geplanten:
Mag ER ja getan haben, hat aber glaub nicht damit gerechnet, dass das, was ER da so nebenbei auch noch geschaffen hat, naja, DAS mag sich halt einfach nicht dran halten!
Hat nämlich Aepfel gegessen!
Aber wenn ich's mir recht bedenke:
Am Schluss wird ER und zu Kaffe und Gipfeli einladen!
(nur kurz) Carolina, aber nein: Orlando ist doch kein grüner Mann. Suchen Sie an anderer Stelle.
Nein, nein, Mila, habe das Grüne Männchen nicht für O gehalten, war ein Bezugsfehler meinerseits, sondern die ersten Ablenkungen... Aber das scheint sich ja nun erledigt zu haben...
Guten Morgen!
Ablenkung I-IV, carolina, fufi, Hexe I-II, mila, pöh, Tiger, Zusammenfassung, Zysi - habe ich jemanden vergessen - ?
Es ist 6:25 Uhr, einen schönen Tag wünscht das Grüne Männchen, Musik kann ich leider keine Senden über diesen Sender.
@Mila, zu meine Identität scheint Sie zu beunruhigen. Dazu kann ich leider nur so viel sagen:
"mon vrai nom est Sherlock Holmes".
La tragédie du language, fürwahr. Sagen Sie, waren Sie schon mal im Théâtre des Noctambules (was für ein herrlicher Name!), Herr Grünmann? Und wäre das nicht eine geradezu grotesk sinnige Metapher für unsere kleine Truppe hier?
"En faisant jouer le tragique et le comique, catégories fondatrices de l'art dramatique, et en questionnant l'ordre social structuré par la communication, le théâtre de Ionesco dévoile ce que l'idéologie de la communication masque: la nécessité pour les êtres humains de s'écouter et de se comprendre."
Ich bin Din und Du bisch min.
...ist das jetzt so was wie ein martinesker Moment zwischen Marsianern?
Sag mir, welche Serie Du magst, und ich sage Dir, was für ein Mensch Du bist.
hab' mal zu verschiedenen kategorien meine liebsten serien aufgelistet...
na, analysier mal drauflos, tiger...
animation
futurama
simpsons (bis etwa season 10)
family guy
american dad
archer
frisky dingo
sealab 2021
comedy uk
flying circus
fawlty towers
the office (uk)
i’m alan partridge
garth marengis darkplace
green wing
league of gentlemen
spaced
the mighty boosh
comedy us
seinfeld
the larry sanders show
curb your enthusiasm
the flight of the conchords
arrested development
dream on
30 rock
sci-fi/fantasy uk
misfits
no heroics
the hitch hikers guide to the galaxy
space 1999
red dwarf
the prisoner
sci-fi/fantasy us
firefly
battlestar galactica (reboot)
farscape (eigentlich nicht us, sondern aus)
buffy, the vampire slayer
babylon 5
star trek (alle bis auf voyager – biäch)
v
diverse
game of thrones
rome
psychoville
carnival
life on mars (uk)
walking dead
the singing detective
deadwood
the west wing
klassisch ("altes zeug")
sledge hammer
the avengers (die mit emma peel!)
i, claudius
nun denn, sage mir, tiger: was für ein mensch bin ich? bin mal gespannt...
pöh mag buffy - da bin ich platt, popkulturelle referenzen hin oder her. einige nicht wirklich durchdachte ergänzungen meinerseits:
walking dead - nur die erste staffel
game of thrones - i can hardly wait...
neuerdings: homeland, the killing (das dänische original)
die vampire von true blood fehlen natürlich
dito die hbo-klassiker sopranos, oz
(evt. auch die erste staffel von spartacus)
und nicht zu vergessen: the shield und jericho
(von 24 ganz zu schweigen)
und ich würde meinen, dass nicht die serien per se etwas über dich aussagen (auf deren basis hätten wir reichlich gemeinsamkeiten, was mir doch recht absurd erscheint...), sondern das feinsäuberliche klassifikationsbedürfnis.
jep, pöh! mag buffy... bzw. und genauer: pöh! mag joss whedon
die vampire von true blood... naja... twilight für erwachsene. hat mich nicht wirklich gepackt.
sopranos, oz, six feet, the shield, the wire, breaking bad... es fehlen bestimmt noch mehr.
spartacus, yup, ein guilty pleasure... bin ein fan von john hannah... und xena macht ja auch mit.
und 24... find ich (und das ist meine ganz persönliche meinung) ganz üüüüüüübel.
klassifikationsbedürfnis und listen: "high fidelity" erklärt dir das.
Ohjemine, pöh!
Die LETZTE Serie, die ich so plusminus regelmässig sah, war "Fascht e Familie".
Früher, viel früher noch "Raumschiff Enterprise"
(ja, das hiess damals so!)
What about me?
what about you, fufi?
ganz einfach: du bist, im gegensatz zu mir, kein nerd. sei froh darüber und geniess es! ;-)
The Wire hat mich letztlich nicht vom Hocker gerissen, obwohl es vom Feuilleton kollektiv zum Serien-must-have-seen schlechthin hochgejubelt wurde. Liegt womöglich an der ziemlich unverständlichen Baltimorer (Nuschel-)Sprachausprägung. Dafür war ich umso heller vom literarischen Schaffen von David Simon ('Homicide') begeistert.
True Blood: nun ja, ich gebe es zu, ich könnte Alexander Skarsgard Stunde um Stunde selbst bei der sinn-freisten Tätigkeit zuschauen (was nicht heissen soll, dass True Blood komplett sinnfrei ist). Und come on: wer sich bei der ersten Staffel von 24 nicht alle Nägel abgebissen hat, dem ist wahrlich nicht zu helfen...
Die männliche Listenmanie ist mir trotz Nick Hornby immer noch ein unergründliches Rätsel. Jedenfalls bringe ich es nie über mich, filmische, literarische oder musikalische Zusammenhänge irgendwie sinnvoll zu be- respektive einzuschränken. Daher keine Top-Listen von mir.
24 ist ein reines spannungsvehikel - das reicht mir nicht. ausserdem, ich geb's zu, kann ich sutherland junior auf den tod nicht ausstehen... ganz im gegensatz übrigens zum senior.
das mit den listen hast du nicht ganz verstanden: wir (die männer) würden gerne die ultimativen top-3/5/10/... listen erstellen (zu was auch immer) - nur ist dies unterfangen jeweils im vornherein zum scheitern verurteilt, da einem immer wieder etwas einfällt, das da auch noch reingehören würde. darum sind meine obigen listen ganz bewusst unvollständig und ohne reihenfolge!
(und die "kategorien" nur zur besseren übersicht).
aber, falls der tiger mal noch hier vorbeischnürt: ich bin immer noch sehr an meiner charakterisierung aufgrund meiner tv-vorlieben interessiert!
fufi
ich hoffe doch er spendiert nussgipfel; meinen können dann auch noch haben ;-)
serien:
u.v.a.: the roots from alex haley
Reines Spannungsvehikel...? Würde ich glattweg bestreiten. Aus dem Subtext sind zahlreiche Aussagen zur Lage der (amerikanischen) Nation herauszulesen. Zudem fasziniert die Figur des Jack Bauer - nicht der olle Kiefer. Obschon der mit 'Lost Boys', 'Flatliners', 'A Few Good Men', 'The Vanishing' und 'Dark City' sehenswerte Auftritte absolviert hat. (Anmerkung: 'Melancholia' habe ich noch nicht gesehen.)
eine der besten doku-serien:
"the civil war" von ken burns - bildungsfernsehen, wie es besser fast nicht geht!
...und eben:
Weshalb (überhaupt) ein Vorhaben in Angriff nehmen, das vorweg zum Scheitern verurteilt ist...?
oh ja, "a few good man" - nicht nur der kiefer, sondern auch, noch viel, VIEL schlimmer, tom the curse... mich schaudert!
und die anderen sind nicht wegen sondern trotz der föhre halbwegs vernünftige streifen...
Weshalb (überhaupt) ein Vorhaben in Angriff nehmen, das vorweg zum Scheitern verurteilt ist...?
weil das gefühl, dass dies jetzt tatsächlich DIE liste ist, stärker ist!
...und weil's spass macht. und zu (nerd-)diskussionen führt.
Haha, pöh, Vorurteile hast Du wohl keine... Nun denn: wenn ich einfach nur gut unterhalten werden möchte, dann schaue ich (rate mal?) etwas in der Richtung von Mission Impossible I. (Oder, wahlweise, The Rock, mit diesem Coppola-Verwandten, den ich sonst nur schwer ertragen kann... vielleicht noch in 8MM.)
Und wenigstens 'Dark City' ist nicht einfach nur halbwegs vernünftig, sondern geradezu brillant.
...und auch 'Legend', 'Interview with a Vampire', 'Magnolia' sowie 'Eyes Wide Shut' sind nicht trotz, sondern inklusive Cruise veritable Filmperlen. ('Minority Report' erwähne ich unter ferner liefen.)
*ichmerkeichereiferemichgerade*
@pöh!
Nunja, vielleicht sind MEINE Süchte halt einfach nicht TV-orioentiert .... !
@zysi
natürlich spendiert fufi Nussgipfel!
Aber kannst auch Salamibrötli haben, oder Fischchnuschperli mit Rahmschpinat!
ach, wer keine vorurteile hat, der werfe das erste glashaus!
"dark city"... mmmngjaaaah... ich mag den eigentlich auch. mein hauptproblem damit ist auch nicht der nadelbaum, sondern die plot-/logiklöcher, die so gross sind, dass ganze sternenzerstörer durchfliegen könnten. und er halt dann doch nicht rasant genug inszeniert ist, dass die einem nicht auffallen...
aber jennifer connelly lenkt natürlich von vielen ungereimtheiten ab...
Das ist so eine Diskussion, die ich mit meinem Mann auch immer führe: "aber diese ganzen Logik-Löcher und/oder Übertreibungen...!" (zwar nicht bei 'Dark City', da sind wir uns sehr einig; aber doch bei 'MI: I' etc.).
Und ja, wenn frau sich ihr Aussehen beliebig zusammenstellen dürfte, dann käme am Ende womöglich so etwas schneewittchenhaftes wie Jennifer Connely dabei raus...
ächz, der vampir-cruise... vorbote von twilight...
und "eyes wide shut", kubricks alterssünde und sein einziger schlechter film (wenn's denn sexuelle obsessionen sein müssen, dann schau' ich mir doch "lolita" von ihm an).
zudem... ist... der... film... sowas... von... langsam... und... alle... figuren... sprechen... in... einem... tempo... dass... man... sie... ohrfeigen... möchte...
Twilight...? Du kennst die Bücher von Anne Rice ganz offensichtlich nicht ('The Vampire Lestat' schlägt 'Interview with the Vampire' übrigens um Längen). Ich hatte mir ja vorweg Sorgen gemacht, wie Cruise den Lestat geben würde - und musste mir eingestehen, dass er die Aufgabe entgegen Erwartung so schlecht nicht (ein)gelöst hat.
Und nein, 'Eyes Wide Shut' ist auch filmisch ein Genuss, nicht nur literarisch. Die Geschmäcker sind eben doch sehr verschieden.
coole vampirfilme sind:
(reihenfolge, wie sie mir einfallen)
- 30 days of night
- nosferatu von murnau
- nosferatu von herzog
- shadow of the vampire
- dracula von coppola
- the fearless vampire killers
- dracula (hammer)
- the monster squad (dracula, werwolf, mumie, das ding aus dem sumpf & die mumie im selben film! das kann nur gut herauskommen! hihi)
- from dusk till dawn
- john carpenter’s vampires
- blade 1+2 (guilty pleasure)
Easy, pöh, Du bist ein Serienjunkie von der Unterart der Serienjunkies :-)
Dein Geschmack ist zwar einigermassen mainstreamig (wie wahrscheinlich der der meisten Leute ausser Mila und O) tendiert aber zu schrägerem Humor. Gefällt.
Ok, pöh. Bin dabei bei:
- 30 days of night (josh hartnett IS a guilty pleasure)
- nosferatur/murnau (gesehen mit orchestraler untermalung: ein lebensmoment)
- shadow of the vampire (lovelovelove willem dafoe)
- coppolas dracula! (allein der legendäre annie lennox-song...)
- from dusk till dawn: wo die vampirgeschichte einsetzt, gehts leider bachab...
- blade 1 (hell, yes!)
- carpenter's vampires (etwas für die midnight hour)
...und, äh, ich meinte jetzt keineswegs 'Los Muertos'. Trotz meiner Jon Bon Jovi-Infatuation.
mainstreamig!? erklären, tiger!
was ist z.b. an
archer
frisky dingo
sealab 2021
i’m alan partridge
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the mighty boosh
the larry sanders show
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the flight of the conchords
misfits
no heroics
red dwarf
the prisoner
firefly
psychoville
carnival
life on mars (uk)
the singing detective
mainstreamig? würde mal behaupten, dass du von der hälfte von dem zeugs noch nie was gehört hast!
from dusk till dawn: ach was, dort wo die vampirgeschichte einsetzt, taucht salma hayek auf! zwar nur kurz, aber hallo!
Wenn ich schwul wäre, fände ich Skarsgard unwiderstehlich, mila. Minority Report hat mir gefallen, trotz Cruise. Die Geschichte davon ist genial (sie ist von einem der besten US-Schriftsteller des letzten Jahrhunderts, Philip K. Dick).
äh, Mainstream meint nur, dass diese Vorlieben nicht unheimlich selten sind (wenn sie es wären, hätten die Serien ja gar nicht erst überlebt). In der Tat, habe ich von einem Teil der von Dir aufgezählten Sachen nichts gehört, was ich allerdings nicht unbedingt als Gegenbeweis dazu sehe, etwas sei "Mainstream". Wer bin ich schon? Ein Urteil ist das beileibe nicht. Wenn jemandem die Simpsons etwa gefallen, so ist das zwar Mainstream, aber sicher nicht schlecht, oder. American Dad ist subtil subversiv, gefällt mir. Er geht mir aber recht schnell auf den Wecker jeweils.
...ist aber auch das einzige nennenswerte aus der restlichen filmhälfte, nebst dem sagenhaften soundtrack natürlich:
http://www.youtube.com/watch?v=Hk0tHeotroA
(wurde in der bar schon mal gepostet, jedoch ohne die lyrics)
tiger: american dad ist alles andere als subtil... aber lustig.
such mal ein paar "archer"-folgen (ab 2009, nicht die 70er krimi-serie) - geheimagenten-spoof, sehr lustig, sehr clever, sehr schön gemacht (die einzige serie, bei der ich jedesmal den ganzen vorspann ankucke).
oder "flight of the conchords" - "new zealand's 4th most popular guitar-based digi-bongo acapella-rap-funk-comedy folk duo" auf der (ziemlich erfolglosen) suche nach erfolg und ruhm in new york. herzerwärmend, charmant, naiv, sprühend von bizarr-absurden einfällen... und sehr, sehr lustig!
"the mighty boosh" - etwas vom schrägsten, das in der comedy-landschaft rumgeistert... und wahrscheinlich ein fall von love it or hate it.
Danke, pöh, ich merk mir die Namen und suche ein wenig. Ein paar Archer-Folgen habe ich schon gefunden, die anderen Sachen verstecken sich noch.
Oh! Übereinstimmender Erfahrungsbericht eines forschenden Kollegen in den USA und meiner Wenigkeit in Kanada: da sitzt der Europäer in der Tischrunde oder hinten in einem vollen Auto, das noch acht Stunden zu fahren hat, und meint, er könne englisch... bis diese Seriendiskussionen beginnen.
Ich habe keinen Fernseher. Halt, doch, theoretisch ein grosses Dings mit einem handtellergrossen Bildschirm mit schröcklicher Auflösung, im Keller und seit vielen Jahren unbenutzt, ich schwörs. Wäre es ein Mensch, es wäre längst erwachsen, so alt ist es. Ab und zu komme ich in Versuchung, etwas Illegales zu tun - denn Fernsehkonzession ist nicht, obwohl alle Jahre mindestens ein Kontrolltelefon kommt - und es hervorzunehmen, z.B. bei Federer-Finals. Aber eben. Also, Fufi, was heisst das nun? Dass ich das Teil endlich loswerden sollte? Vielleicht wäre es als Antiquität von Interesse...?
Dr. House muss ich vielleicht mal in der Videothek holen. Ein Beamer ist vorhanden. Was ist Green Wing?
Ist Zysi Mathematiker? Ist pöh Physiker? (Letzteres würde mich nicht erstaunen.) Die restlichen Figuren verwirren auch mich, aber tant pis, solange sie so lustig und freundlich sind!
Ärztewitze gibt es auch ohne Ingenieure und so: Der Internist weiss alles und kann nichts. Der Chirurg kann alles und weiss nichts. Der Pathologe weiss alles und kann alles, aber leider zu spät.
Die Toten Hosen kannte ich in meiner Jugend nicht. Dates me!
Gute Nacht.
Oh, da habe ich vergessen: meta, natürlich, guten Morgen! bzw. gute Nacht!
Und: grünes Weibchen? Très enchenté!!! (il me semble, si je ne me trempe, que je vous ai déjà rencontrée quelque part?)
@Fufi: Raumschiff enterprise! Jaa, das waren noch Zeiten. Und davor: Wicky und die starken Männer! Und noch vorher: Augsburger Puppenkiste. Und wie hiess noch die Gute Nacht-Sendung für die Kleinen, ich meine, als es gerade mal drei Kanäle gab und ab 10 Uhr abends das Pausenzeichen kam bis morgens um 6 Uhr (es sah ungefähr so aus:)
http://4.bp.blogspot.com/_B_1QO_0ccJc/RuaJ8MT_FgI/AAAAAAAABeM/goYnB1jV4TU/s400/Testbild.jpg
- Spielhaus, hiess sie, glaube ich... (nicht zu verwechseln mit der gleichnamigen Sendung aus der DDR - nicht dass mich hier jemand noch Moskau einfach verschickt!)
Und Fufi, danke übrigens für alles Gratis, nehme ich sehr gerne entgegen, du bist ja fast so grosszügig wie der liebe Gott (iustificati gratis per gratiam ipsius etc. etc. etc., Röm 3,24)!
Ein Jammer, dass die Pflaumen beim zh KB diese jungen weiblichen Schnepfen deinem wahrlich nicht zu gering vorhandenem schurnalistischem Genie vorgezogen haben!
Doch dafür haben wir dich ja nun hier, in Fufi's Lounge, und die ist hundert bis eine millionmal besser als der dröge zh KB, oder?
@Die Grünschaft: jetzt bitte nicht den ganzen Dialog durchspielen... und falls Sie es doch nicht lassen können, dann bitte etwas Ausdruck in die Abschlussgeste legen. Schliesslich reden wir hier nach wie vor über virtuelle Sinnlichkeit (wenigstens theoretisch).
@Meta: wie hast Du bloss all die Jahre über ohne diese epischen Federer-Finals leben können...? Wobei, ich gebe es zu, die der letzten Jahre mir wahrscheinlich das eine oder andere graue Haar auf Vorrat beschert haben. House mag ich nicht mehr, seit die Cuddy-Geschichte so furchtbar schief ausgegangen ist. Ein unhappy ending war hier von der Zuschauerin schlicht nicht vorgesehen - und wird entsprechend nicht akzeptiert. Da bin ich zugegebenermassen strikt: die Abschlussfolgen von Lost habe ich mir auch nicht mehr angesehen, da sie auf absehbaren Un-Sinn zusteuerten. Schade drum.
Faszinierend, wer sich hier für was interessiert - und ich finde schon, dass der Tiger Recht hat, wenn er sagt, die Film-/Serienvorlieben sagen etwas über den Charakter aus - nur was?
pöh, etwa 3/4 der von Dir genannten Serien kenne ich nicht oder nur vom Hören-Sagen. Allerdings wäre ich hochsuchtgefährdet, wenn ich mir nicht selbst Grenzen beim TV-Schauen setzen würde - ich habe eine Art alternatives Büro, nämlich ein Sofa, vor dem Bildschirm installiert, auf dem ich multitaske: Fernsehschauen, MB und Fufiblog verfolgen, gewisse kosmetische 'Operationen' verrichten, kuscheln mit Tier und Mensch, einen riesigen Stapel Zeitungen und Zeitschriften abarbeiten, Klientenakten sortieren etc. etc. Wenn ich nicht noch ein paar andere Jöbli hätte, würde ich wahrscheinlich 150 kg wiegen und dort wohnen.
My kind of television: Crufts (now on again) und 'one man and his dog' (leider abgesetzt) - ersetzt jede Meditationsübung.
Von Hunden und Menschen... - Carolina, ich denke, womöglich würden auch Sie Gefallen an 'Wilfred' finden...? (kenne nur die U.S. Version)
Ich schaue mal rein, Mila. Könnte durchaus ein....
'sein', sorry!
pöh! ich vergass ja vollends - den 'tanz der vampire'!
und weil ich polanskis höchsteigene musical-inszenierung in wien gesehen habe, hier auch noch das:
http://www.youtube.com/watch?v=-vHRHun-zPE
(wer erkennt die steinmanschen musikalischen motive?)
jup, tanz der vampire... oder, wie oben erwähnt, im original: the fearless vampire killers...
und weg. im moment nur die zeit für diese kurze klugscheisserei!
Was soll ich dazu sagen? Für einmal war ich zu sehr auf die deutsche Umschreibung fixiert...
Serienglotzer? Synoym für "Nerd"? Soso.
Um dem Leser launige Listen zu ersparen, ein Spaziergang unter die Nerd-Couch, die ich bestens kenne:
Ewige Dämmerung. Chips und Cola (seine Grundnahrungsmittel), zwei Pappteller mit schimmligen Pizzastücken (von letztem Herbst), plattgetrampte Turnschuhe (New Balance) und schlammfarbener Rucksack (Salomon), Schmuddel-T-Shirt (aus dem Caritas-Sack der Nachbarin) und ausgebeulte Jeans (aus der Jugend), 5000 zerfledderte Donald-Duck-Comics, zwei vollständige Ausgaben von "Herr der Ringe", jede zweite Seite verklebt.
Lichtverhältnisse: diktiert von drei flimmernden Monitoren und dem kleinen Fernseher.
Auf der Couch:
ER. Nein, es ist nicht pöh! Er sitzt grinsend da - in löchriger Superman-Unterhose, mit Bauch und Brille plus einer (variablen sowie unsichtbaren) Portion Autismus. Hörbar: das Stilprinzip "exaltiert kindisch" gemischt mit Gutmütigkeit und maulfaulen, träfen, sehr klugen Sprüchen sowie Sentenzen à discretion. Im schütteren Haar: Staub von der Gloriastrasse. Schneeweisse Haut. Die Fingernägel lang, Trauerränder. Dichtestes, sagen wir ruhig: undurchdringliches Schutzschildwissen (auch üppige, spröd daher kommende Überlegenheitsphantasien) und - für Eingeweihte - eine kultivierte Sensibilität.
Die schräge oder abwegige Serie mit dem spezifischen Humor: eine verdammt ernste Sache, weil identiätsstiftend; sie begründet eine Art Geheim- und Männersprache, der Schlüssel zu einer spezifischen Community, im Notfall mit sich selbst. In-sich-Hineinlachen als Religionsersatz. Als Sexersatz. Als Dauer-Kompensation.
"Nerd" als selbstironisches Label, um auf einen überdurchschnittlichen IQ hinzuweisen? Warum nicht.
...und hier noch der Rosmarin.
DU kennst so einen Nerd??? Wow, ich dachte, den gibt's nur in der Legende. Glaub mir, ich kenne keinen einzigen, der auch nur ANNÄHERND so wäre. Vergiss nicht, dass, wer leidlich erfolgreich ist als Techie, mindestens einigermassen sozialkompatibel ist.
Heute sprach ich mit einer alten Freundin, einer "Geekin", und ihr kamen die Tränen beim Gespräch über den Tod (mir auch). Nicht sehr klassisch irgendwie.
doch etwas seeeehr klischiert geraten, die nerd-beschreibung: der schmuddel-peter pan, der vor glotze und compi das leben verdämmert.
herr der ringe ausgaben habe ich sieben, und für eine habe ich 400 sfr gelöhnt (verklebte seiten hat keine, eine ist allerdings sehr zerlesen - 5 mal hab ich's bisher gelesen, und ich werd's bald wieder mal in die finger nehmen... aber ich schweife ab...), ich habe eine grosse comicssammlung, liebe sci-fi und fröne ganz allgemein in meiner freizeit gerne dem gepflegten eskapismus - und noch lieber dem trivialen, grellen.
aber ich komme normalerweise durchaus sozialkompatibel daher - hygiene- und überlegenheitsfantasienmässig, ich habe sogar nicht-virtuelle freunde (auch nicht-nerdige. sogar weibliche, nicht-nerdige!). ich habe geregelte arbeitszeiten, die ich ohne allzugrosse mühe einzuhalten vermag. ich bin ein verantwortungsbewusster papi und ehemann und geb nur selten unsummen für sinnlosen kram, wie z.b. 400 sfr für eine erstausgabe vom lord of the rings, aus.
das steak bitte bleu - mir ist leicht vampirig zumute...
Wenns nur die Erstausgabe von Tolkien ist - bei uns lagern kistenweise Star Wars-Figuren rum (in ungeöffneten Verpackungen, wohlgemerkt). Und ich staune abermals: pöh, Dir war das ja wirklich ernst mit der Analyse. So was aber auch. Eine ver-rückte Woche.
Meine WG-Partner - Inf, Eltech, Physiker, Mathematiker; ich habe die Typen geliebt, hey!
Bleu.
Zunächst @meta am 8. März 2012 21:19
Verkauf doch das Teil, oder noch besser: Verschenk es!
So nach dem urchristlichen Motto:
Und führe mich nicht in Versuchung!
;-)
Ach ja, und freue mich für dich, dass du in deiner Jugend KEINE toten Hosen kanntest!
:grinsundgröhl:
Und von wegen den Federer-Finals, speziell denen von Wimbledon, am TV:
Die fanden nämlich meist DANN statt, wo auch die geilste TdF-Etappe lief.
Weisch, was i meine?
:bösartig dreinschau:
Und damit zurück zu meta:
Hätte da denn auch noch was zu verschenken, nämli:
1 Plattenspieler Technics
1 MC-Tape-Deck Technics
Weshalb ich das sage? Weil ich hab schon von einigen gehört, wo ab der CD/DVD/BlueRay-Euphorie vergessen haben, dass sie noch alte Schätze beherbergen!
Und schliesslich für Jäger und Sammlerinnen:
Hab noch nen Würfel-Mac zu verschenken:
http://www.google.ch/imgres?q=macintosh+se&um=1&hl=de&biw=1024&bih=587&tbm=isch&tbnid=IMwHHwVo_-rcUM:&imgrefurl=http://68kmla.org/forums/viewtopic.php%3Ff%3D7%26t%3D13956&docid=ev-ePRGyAS71XM&imgurl=http://www.voser-clan.ch/Mac/images/MacSE1_40.jpg&w=360&h=480&ei=TSRbT5eFGJPS4QS8vIDXDw&zoom=1&iact=hc&vpx=498&vpy=183&dur=2297&hovh=259&hovw=194&tx=112&ty=166&sig=113602166608665578167&page=1&tbnh=118&tbnw=93&start=0&ndsp=19&ved=1t:429,r:16,s:0
Ist ebenso brauchbar wie Windows Vista, nämlich gar nicht.
Aber macht sich gut, neben dem Cheminée, oder so?
Muss natürlich alles bei fufi abgeholt werden.
Selbstredend durch Freunde, NachbarInnen oder den lokalen Pfarrer.
Schliesslich wollen wir das Bankgeheimnis ja bewahren, gälled?
Und zum Schluss an "Richtigstellung":
Warst du das "theologische" dort drin?
Hätt ja noch echt spannend sein können!
an die, die unter der couch tanzt ...
"undurchdringliches Schutzschildwissen"
ohjemineh!, wär ich doch nicht so intelligent,
ich wär - naja, ob ich gesünder wär?
Aber vielleicht ging's mir besser?
Vielleicht?
So wie's ist tanze ich nämlich den TherapeutInnen derart was von auf der Nase rum!
Hab da letzthin was absolut interessantes zu diesem Thema gehört.
Ja, es war eine Predigt.
Aber die Frau hat's auf den Punkt gebracht!
Ihr findets hier, und dann unter dem 19.2.12!
http://www.radiopredigt.ch/prediger_detail.php?nequid=393&sprache=d
undurchdringliches Schutzschildwissen
Und namal an die, die unter der couch tanzt ...
Da war ich doch während 3 Jahren bei einer Psychiaterin "in Behandlung".
Da musste ich mir eigestehen, dass das alles bloss vergeudetes Geld und verschwendete Zeit sei. Die "Therapie" brachte mich nämlich kein mikromü "vorwärts"!
Ich sagte ihr, dass das Ganze mir nichts bringe und ich mich deshalb verabschieden möchte.
Da begann sie zu heulen und grännte: bin ich denn nicht gut?
ICH nahm sie in den Arm und sagte: Doch, doch. Sie sind gut, sehr gut sogar!
Das ist im Phall wahr!
Tja, fufi, da würde ich auch heulen: drei Jahre lang ein gesichertes Einkommen und dann wagt es der Klient, diese nur einseitig befruchtende Beziehung einfach aufzukündigen - auch eine Psychiaterin hat ja schliesslich Fixkosten.....:-)
Bist Du am Ausmisten, Fufi? Nicht aus Versehen Du-weisst-schon-was rauswerfen! Viel zu schöner Tag heute - geh lieber in den Garten, es ist Zeit, zum ersten Mal den Grill anzuwerfen....
Wünsche allerseits ein gutes Wochenende.
Radikale Anerkennung der autobiographischen Gülle, auf der individuelle Bewegung und Sosein gewachsen ist. Zum Abgrund hin, darüber hinaus? Wie auch immer der Fall - nie tiefer als in Gottes Hand. Grosse Verletzungen brauchen Zeit, und sie sind das Vehikel für Humor, wie bitter, dunkel oder heiter auch immer. Humor als Instrument der Befreiung von Herrschaft. Mit Kunst nachhelfen, wenn das Lachen absäuft. Und dem Du in die Augen schauen.
Nein, Nein, Carolina!
Nicht am ausmisten.
Dagegen wär der Augias-Stall ja eh bloss ein Meersäuli-Gehege!
Hab da bloss so nen SmallTalk aus dem Nähkästchen von mir gegeben.
Die, nein: MEINE Pandora-Büchse hab ich denn schon geöffnet. Aber das würde ich ja sicher nicht öffentlich tun.. und schon gar nicht ungefragt!
;-(
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