Freitag, 12. Oktober 2012

Und Friede auf Erden .....

Auch wenn's wohl nicht allen Menschen ein Wohlgefallen sein mag, dass

AUSGERECHNET DIE EU
EIn kleines Land im Zentrum(!) leistet noch immer erbitterten Widerstand!


























den diesjährigen Friedensnobelpreis kriegt!

Und dies ja nicht nur drum, weil die Schweiz da sich ja nicht mitfreuen kann,
ganz entgegen den 4Mal , wo das IKRK, bzw. dessen Gründer H.D. damit geehrt wurde.

Nun denn, ob sich die EU damit in guter oder schlechter Gesellschaft befinden mag, überlasse ich eurer Beurteilung. (nur eine kleine Auswahl, übrigens)








Und wer wird wohl den Preis entgegennehmen dürfen?
Momentan liegt der Vorsitz bei Zypern.

Zypern?
Aufgrund der Ablehnung des Annan-Plans im Südteil, bei der sich 76 % der griechischen Zyprer gegen den Plan aussprachen, wurde die Republik Zypern am 1. Mai 2004 de facto als geteiltes Land Mitglied der EU.


Jaja, s'ist halt schon so eine Sache, mit dem Frieden!

Und dennoch:

Ich meine, der Preis ist hochverdient!

Was da so alles abgegangen ist, nach den beiden Weltkriegen, nach dem Kalten Krieg, nach dem Mauerfall, nach dem Balkankrieg und all den anderen Kleinkriegen ... !

Also, wie sie DAS geschafft haben, ich finde, NEIN, da ist auch ob all den aktuellen Problemen zunächst mal gar keine Häme angebracht!

150 Kommentare:

fufi hat gesagt…

Und irgendwie entbehrt das ganze ja nicht einer gewissen Prise Humor, dass der Preis in KRONEN berechnet wird?

Ok, aber die rund 1 Mio. Euro werden die aktuellen Probleme ja auch nicht nachhaltig lösen können.

Und überhaupt,
WIR Schweizer sind neutral. Und uns interessiert Norwegen und Zypern ja nur so weit, als dass wir hoffentlich gegen die denn gewinnen werden, im Tschüttelen!

;-))

zysi hat gesagt…

Wenn die EU den noblen Friedenspreis erhält (oder sich geben lässt), dann ist das für mich in etwa so, wie wenn sich die Russen und Chinesen über ihre Anstrengungen zur Meinungsäusserungsfreiheit loben.

Aber die Bildlegende ist insofern treffend fufi, als sich daran künftig die Friedenstauglichkeit der EU bemessen lässt (Juncker: geostrategisches Unding.....).

fufi hat gesagt…

Tja, Zysi

Du hast deinen Kommentar geschrieben, bevor ich meinen Nachtrag im Post gemacht habe.

Weisst du, in der heutigen Zeit einen "Friedens"-Nobelpreis vergeben zu wollen? - na, ICH möchte ja nicht der sein, der die Vergabe zu Verantworten hat.
Das scheint ja schwieriger, als eine eierlegende Wollmilchsau zu züchten.

Schau dir doch mal ALLE, und ich meine ausnahmslos ALLE PreisträgerInnen, inkl. der ausgezeichneten Organisationen an.

Ich denke, es kann ja bloss darum gehen, jemanden auszuzeichnen, wo einen mehr oder weniger kleinen Beitrag geleistet hat/leistet, um die Welt ein bisschen weniger kriegerisch und also ein Minimum "erträglicher" zu machen.

A quantum of solace, sozusagen!

zysi hat gesagt…

Tja fufi - ich schreibe meinen kommentar doch gerne nochmals.

denn egal in welcher zeit; einen solchen preis zu verteilen ist m.E. selbstbeweihräucherung. überflüssig, zweckentstellt und machtpolitisch begründet (für welchen empfänger auch immer).

soll ich's wagen? ich tue es; das nächste mal kommt ein empfänger aus dem arabischen frühling zu ehren.

fufi hat gesagt…

Verwunderlich eigentlich, dass nicht schon dieses Jahr.
Denn nächstes Jahr wird's vielleicht dort schon wieder tiefster Winter sein!

Orlando hat gesagt…

Tja, nun ist die EU vollkommen zum Götzen geworden. Man lese dazu auch Köppels Editorial über Kissinger und De Gaulle in der neuesten WeWo.

Wie kanns auch anders herauskommen, wenn eine wildgewordene Sozisau dem Kommitee vorsteht, das die Preise vergibt?

Hat ja auch sein Gutes: Die Sozischwuldemokraten aller Länder dürfen auf der EU-Brücke stehen und Cüpli saufen, während der Kontinent kentert und überall Wasser eindringt. Nur wirds diesmal keinen Marshall-Plan geben, weil sich die Amis das Geld zuerst bei den Chinesen borgen müssten. Aber Hauptsache jeder Negro in Detroit bekommt eine gratis Krankenversicherung.

@Zysi: Hat eigentlich die Muslimbrüderschaft den Preis schon? Oder wie wärs mit der friedliebenden Hamas?

Jaja, Fufi, die Schweiz das kleine Stachelschwein...das nehmen wir am Schluss mit der Brüsseler Feuerwehr, gell. Nur alles übsch einebnen, gleichmachen, nivellieren. Okay, die zentrale Gauregierung von Brüsseler Gnaden hat entschieden, alle straffälligen Asylbewerber im Tösstal einzuquartieren. Es gebe da nette Leute, die sich gerne um die kümmern möchten.

Kleine Frage: Was hat die EU geleistet um die Welt weniger kriegerisch zu machen? Erbitte genaue, präzise Antworten.
(mit Blick auf Jugoslawien, Irland, Baskenland, die Teilnahme vieler EU-Ländern am Afghanistan- und Irakkrieg etc.)

fufi hat gesagt…

Jaja Orli, die Welt ist aus den Fugen!

Die mächtigste Nation der Welt - God's own country - wird von einem Nicht-Weissen regiert.
Grossdeutschland 2.0 steht unter der Fuchtel einer ex-Ossi.

Bloss auf die Schweiz ist noch immer Verlass:
Denn wenn unser Volkswirtschaftsminister Schneider-Amman die Beziehungen zu Turkmenistan vertiefen will, tut er das mit Sicherheit nicht wegen der Interessen der Amman Group.
Die gehört ja eigentlich auch seiner Frau, gäll!

Orlando hat gesagt…

Nicht ablenken, Fufi, Frage beantworten. Ich glaube, sie ist präzise gestellt.

fufi hat gesagt…

Also Orli, und diesmal ganz alleine für DICH:

"Was da so alles abgegangen ist "in Europa", nach den beiden Weltkriegen, nach dem Kalten Krieg, nach dem Mauerfall, nach dem Balkankrieg und all den anderen Kleinkriegen ... !

Also, wie sie DAS geschafft haben, sich zwar mehr schlecht als recht miteinander zurechtzufinden, Hut ab!

Und die Afganischen und Irakischen Kriege wurden glaub NICHT von der EU angezettelt, sondern von so einem durchgeknallten US-Präsi, wo dafür allerdings NIE einen FNP kriegen wird?

fufi hat gesagt…

Und da noch ein Hinweis für all diejenigen, wo, wenn sie denn bloss EU hören, schneller Hecheln und Bellen als Denken können:

Ich hab mich in diesem Post NICHT zur Frage eines möglichen Beitritts der EU zur CH geäussert.
Aber falls wer dazu was veröffentlichen will:
Wie gesagt: Gastbeiträge sind stets willkommen!

fufi hat gesagt…

Und namal an Orli:
Weisst du noch, welche Nationen sich in den beiden Weltkriegen bekriegt haben? OHNE Rücksicht auf Verluste in der Zivilbevölkerung!
Sagt dir der Ausdruck "Franco-Diktatur" oder "Nelken-Revolution" was?
Weisst du noch, dass Griechenland bis 1974 von einer Militärjunta diktatorisch regiert wurde?
Und erinnerst du dich an "Tito"-Jugoslawien? Den "Warschauer Pakt", den "Prager Frühling"?Warst du damals in einer polnischen Werft, oder sogar in Ungarn, 1956, und kennst du die K.u.K.-Monarchie noch? Und haste sie gezählt, die Toten an der innerdeutschen Grenze?

Aslo bitte, in DIESEM SINNE hat die EU den Preis zu Recht verdient!

Spaghetti alla puttanesca hat gesagt…

Der Fall der Mauer sei Verdienst der EU und deshalb kriege sie den FNP. Und wie Jugoslawien zeigt, habe es ja wegen der EU keine Kriege in Europa gegeben und die EU habe aktiv am immer noch nicht existenten Frieden in Jugoslawien beteiligt. Und Europa habe sich wegen der EU und dem Euro geeint... oder eher es ist dennoch noch nicht auseinander gefallen wie wir ja an den Massenprotesten in Portugal, Spanien und Griechenland so gut sehen. Es waren so grosse Massenproteste dass die Medienzensur sie nicht mehr wegzensieren konnte.

Echt ein Witz, diese Preisvergabe. Ging ja auch an den Arafat und andere nette Terroristen. Selbst an den weit mehr Kriege als der GWB führenden Obama. Aber was kann schon von einem noblen Dynamitfabrikanten anderes erwartet werden.

So langsam aber sicher Frage ich mich schon, ob die Schweizer Sozis nicht doch alle ferngesteuert sind, wenn sie dazu ja und amen beten.

Orlando hat gesagt…

Nö, die EU-Länder England, Spanien, Dänemark und Polen haben den Irak-Krieg "angezettelt" und ruchgezogen - ein schlechtes Gedächtnis hast du, Fufi!

Wie friedlich alles ist, was die EU darstellt sehen wir am Athen-Besuch der Kanzlerin diese Woche: 7000 Polizisten mussten eingesetzt für die Sicherheit der Staatsleute - so viel wie noch nie in der groiechischen Geschichte. Und ide ist bekanntlich lang. Wahrlich, ein Friedenswerk, diese EU.

Wenn man den Friedensnobelpreis an De Gaulle und Adenauer oder meinetwegen an D'Estaing und Shmidt oder meinetwegen sogar an Mitterrand und Kohl verliehen hätte - so be it.

Aber an "die EU"... - wer ist damit überhaupt gemeint? Die EU-Kommission? Der Rat der Europäischen Union? Die EU-Aussenministerkonferenz? Die Eurovision? Der Euro? Das europäische Parlament? Die EU-Bürokratie gar? Die Völker in den 27 Mitgliedstaaten?

Ich würde ja den Friedensnobelpreis am loiebsten dem Kapitalismus geben! Er hat seit 1945 allüberall auf unserem Kontinent für Frieden und Wohlstand gesorgt wo er angewendet wurde. Je marktwirtschaftlicher und konsumgeiler ein Land wurde, desto friedlicher wurde es, und auch demokratischer. Umgekehrt fanden alle Länder, wo Kapitalismus abwesend war, zu Unfreiheit und Unrieden.

Lang lebe der Kapitalismus!

Übrigens: Frieden ist gar nicht unbedingt erstrebenswert. Ich meine in Nordkorea herrscht auch Frieden, ebenso in George Orwells Oceania. Frieden ist eigentlich recht billig zu haben: Kein Krieg ist keine Leistung. Man kann Frieden auch erzwingen. Die Abwesenheit von Krieg bedeutet jedoch noch lange nicht, dass eine Ordnung auch frei ist oder frei von illegitimer Herrschaft. Es gab auch so etwas wie stalinistische Friedhofsruhe, eine Gesellschaft, die de facto in Frieden lebt, aber völlig unfrei ist.

Friede ist en schlechter Indikator für die Dinge.

@Spaghettimonster: Ich nenne die ab sofort nur noch "Sozischwuldemokraten". Heute ganz selber erfunden. Ich finde , es trifft es auch sehr genau.

fufi hat gesagt…

@Spaghetti
Ich NIRGENDS geschrieben, der Mauerfall sei ein Verdienst der EU!

Deshalb nochmals an Dich und alle anderen, wo mich partout falsch verstehen wollen:
Nein, ich mag mich nicht schon wieder wiederholen!
Wer lesen kann, soll bitte DAS lesen, wo ich geschrieben habe.
Alle anderen dürfen meinetwegen weiter so vor sich hin brabbeln!

Orlando hat gesagt…

Meine Frage nicht vergessen, Fufi, gell! Was genau hat die EU (*1992) getan, um keinen Krieg zu führen?

Und weiter, du Friedensfreak: Wann bekommt die Nato den Friedensnobelpres, die das ganze erst ermöglicht hat? Wann bekommen die USA den Friedensnoblpreis, dass sie Westeuropas kaputten Arsch aus der Misere gerettet hat mit dem Marshall-Plan?

Übrigens, wann bekommt eigentlich die Schweiz den Friedensnobelpreis? Immerhin sind wir kriegsfrei seit 164 Jahren! Das soll uns erst mal einer nachmachen!

fufi hat gesagt…

Hach Orli, mit deinem letzten Abschnitt nimmst du mir ja schon die Wörter aus dem Maul!

Genau DAS ist nämlich die Leistung der EU, dass sich die Idioten heute nur noch verbal-parlamentarisch bekriegen, und nicht mehr wie früher martial, sozusagen.
Sie hat einen (w)irren Haufen ehemaliger Todfeinde dazu gebracht, sich irgendwie zivilisiert zu benehmen!


Und darfst übrigens 165 Jahre sagen, soweit der Sonderbundskrieg nämli am 27.11.1847 bereits beendiget worden wurde!

Und wenn du SO willst, könnten ja auch die USA den FNP kriegen, die bekämpfen sich nämlich nur nich kleinräumig mit Waffen. Grossflächig haben die ihren letzten Krieg 1865, heisst vor 147 Jahren beerdigt!

Und schliesslich eine kleine Geschichts-Lektion ganz alleine für dich:
Ein gewisser Goerge C. Marshall hat im Jahr 1953 den FNP erhalten, als Begründer des sogenannten "Marshall-Plans".
http://de.wikipedia.org/wiki/George_C._Marshall

So, und jetzt hol dir ne gute Flasche Kalterersee aus dem Keller, einen Serbel aus dem Kühlschi und back dir ein M-Budget-Bürli auf, setz dich damit auf deinen kleinen Balkon und geniesse den sonnigen Sonntag!

Ach ja, und gib dir denn noch deinen eigenen Senf dazu!
;-)

Da am Sonntag hat gesagt…

Warum bekommt die schweiz nicht den friedensnobelpreis?
Vielleicht, weil sie mit ihrer angestrengten neutralität (man könnte auch sagen: sich nur dort einmischen, wo das eigenwohl tangiert ist/war) in der nachkriegszeit wenig bis gar nichts dazu beigetragen hat, frühere feinde zu versöhnen, die armenhäuser europas aufzuräumen und wirtschaftliche stabilität auch dort zu schaffen, wo sie noch vor wenigen jahrzehnten undenkbar war? vielleicht, weil die schweiz immer noch so tut, als könnte man politisch neutral (diese ganz spezielle zynische schweizer mischung davon) sein, aber gleichzeitig von den europäischen errungenschaften profitieren und zwar in einem erheblichen masse? Vielleicht, weil die schweiz mitten in europa, umzingelt von eu-mitgliedern, immer noch so tut, als müsse sie sich gegen den bösen feind wehren, von dem sie aber gleichzeitig wirtschaftlich längst abhängig ist? vielleicht, weil für alle sichtbar, der leitspruch der schweiz einzig und allein zu sein scheint: gruess gott, tritt ein, bring geld herein?

ich bin glühender schweizer, viel im europäischen ausland unterwegs und daher sehe ich viele standpunkte, auf denen sich die schweizer und ihre politiker gerne ausruhen, mit sehr viel mehr distanz und manchmal peinlichen und unangenehmen gefühlen.

fufi hat gesagt…

@DA

Ja wirklich und meine Rede:
De Föifer und s'Weggli und na s'Schoggischtängeli dezue?

Klar dass "man" davon dick, satt und faul wird?

Da am Sonntag hat gesagt…

Verstehen sie mich nicht falsch, fufi. ich bin persönlich der meinung, dass die schweiz kein eu-mitglied sein sollte. als jemand, der jedoch international und zwar vor allem europäisch tätig ist, halte ich den nicht-beitritt der Schweiz zum ewr für den eigentlichen sündenfall. wäre blocher wirklich der voraussehende und unternehmerisch denkende und handelnde Unternehmer, als der er sich gerne aufplustert, hätte er soweit vorausdenken können, dass klar war, dass wir um jedes bisschen teilnahme am club würden kämpfen und verhandeln müssen, weil wir in unserer arroganz meinten, wir hätten es nicht nötig, dem ewr beizutreten. einen eu-beitritt damit zu vermischen, war höchst unzulässig.
wer heute noch meint, die schweiz stehe im europäischen raum immer noch hervorragend da, als ständige vermittlerin zwischen gut und böse, als neutrale beobachterin und schlichterin, ist blind oder hat keine ahnung. wir müssen uns überhaupt nicht darüber wundern, dass die umliegenden staaten uns für ein steuerhinterzieherparadies halten, dass wir von einem windigen amerikanischen anwalt zur aufarbeitung der rolle der banken gezwungen werden konnten - unsere Arroganz wird uns eines tages womöglich das genick brechen.

fufi hat gesagt…

@DA

und ich sag's gern nochmals:
Mit DIESEM Post habe ich keineswegstens über einen Beitritt der EU zur CH diskutieren wollen.
Da gings mir bloss(!) um den FNP!

fufi hat gesagt…

und DA stimme ich mit dir überein, leider:
"halte ich den nicht-beitritt der Schweiz zum ewr für den eigentlichen sündenfall."

Orlando hat gesagt…

Defätistisches Geschwätz.

Bei Da stimmt die Identifizierung der Probleme, aber nicht die Analyse der Ursachen und die Konsequenzen, die man ziehen muss.

Es gibt dies Theorie, die besagt, dass in Kulturen gibt es immer jene, die in der (Massstäbe setzenden) Kern-Kultur und andere, die am Rand derselbigen Kultur hausen. Die Innen-Orientierten und die Aussen-Orientierten. Letztere sind zwangsläufig immer bereit, Bestandteile ihrer Kultur aufzugeben, um Handel, Verkehr und etc. zu reiben, interkulturell zusammenzuarbeiten. Demgegenüber sind die im Innern der Kultur (typischerweise immer auch der König, das Machtzentrum, die Hauptstadt, das kulturell-spirituelle Zentrum einer Kultur) jene, die stärker an den Werten, der Tradition und der Weiterentwicklung der besagten Kultur verpflichtet sind.
Diese Theorie hat freilich nicht nur dort Gültigkeit, wo ein Kultur-Raum auch ein territorialer Raum ist. Denken wir an Russland, China oder die deutsche Geschichte.

Heute aber ist es genau umgekehrt: Durch die multikulturelle Völkervermischung (teils ein Produkt des Kolonialismus, teils der grossen Migrationsströme des 20. Jh.), findet eine räumliche Vermischung statt. Und die Rollen haben genau gewechselt: Die Eliten in den Machtzentrum haben die Kern-Kultur aufgegeben, orientieren sich "international" (was immer das sein soll) und verlieren den Halt und die Identität, welche die Kern-Kultur bietet. Demgegenüber wird diese nun von den Angehörigen "am Rand" gelebt und verteidigt (nicht mehr am geografischen oder gar gesellschaftlichen Rand, sondern einem virtuellen - es hat letztlich viel moderner mit dem Zugang zu Kommunikations-, Deutungs- und Definitionsmacht zu tun): Nämlich von denen, die in der gesellschaftlichen Realität mit den Folgen der Völker- und Kulturvermischung leben.

Wir sehen nämlich neuerdings bspw. in London, New York und in den Grossstädten Asiens, dass keineswegs eine Vermischung der Kulturen stattfindet (oder ein "melting into something new" wie idealiter in den USA), sondern dass es ein Nebeneinander ist, das nur funktioniert, solange der Dollar grün ist/wo der Sozialstaat nachhilft, dass jeder ein Auskommen hat (siehe London Riots).

Denn die Globalisierung und das Ende des Kolonialismus haben vor allem zu einem Erstarken und zu einem neuen Stellenwert der jeweiligen Kern-Kultur geführt und dies auschliesslich in den nicht-westlichen Kulturen. Das sehen wir im Islam, das werden wir mit anderen Kulturen genauso erleben.

Darauf sind wir sehr schlecht vorbereitet. Und es könnte hässlich werden.

Orlando hat gesagt…

Hahaha. EWR? Sündenfall?

Ja, darum gehts uns ja heute so schlecht, gell? Weil wir nicht dem EWR beigetreten sind gehts ns heute besser als irgend einem anderen Land auf diesem Planet, gell?

Ou, ja, Gelegenheit nachzufragen: Inwiefern genau ginge es uns denn (NOCH!) besser, wenn wir im EWR wären, ihr sauberen Herren Einander-Ins-Gilet-Greiner?

Erbitte präzise Antwort. Ist die Frage präzis genug gestellt? Sonst bessere ich gern nach!

Da am Sonntag hat gesagt…

Ich scheine da in ein wespennest gestochen zu haben, herr orlando. aber ich muss ihnen sagen, dass ich nicht das geringste bedürfnis habe, in diesem tonfall mit jemandem zu 'diskutieren'. aber vielleicht zeigt ihr scheinbarer hang zur ausfälligkeit exemplarisch, was ich meine: wenn man es sich gemütlich eingerichtet hat in seiner rechthaberei und sicherheit und seinem vergleichbaren reichtum, neigt man dazu, nicht mehr in der lage zu sein, aussenwirkungen in seine überlegungen mit einzubeziehen. wenn sie in einer branche wie meiner tätig sind (dazu könnten sie z.b. mal herrn spuhler befragen) ist goodwill eine der wichtigsten voraussetzungen für funktionierenden handel. und der geht sehr schnell flöten, wenn ein ganzes land sich abzuschotten scheint, von réduit faselt und als einziges kriterium für sein handeln die anhäufung von noch mehr reichtum bezeichnet.

Noch etwas, herr o: sie glauben, ich bin deutscher? nein.

Orlando hat gesagt…

Den sollte ich euch nicht vorenthalten, hilarious!

http://www.youtube.com/watch?v=pmnN7EMc8OI&feature=related

Orlando hat gesagt…

Das sind leere Worte, Da.
Na los, bringen sie doch ein Beispiel, wo denn der Handel flöten ging!
Wo der Goodwill verloren ging!

Ich verschliesse mich nicht einer Diskussion mit guten Argumenten. Aber so einer dummdreisten Behaupterei (à la es ginge uns besser, wenn wir Ja zum EWR gesagt hätten und damit auch das EU-Beitrittsgesuch, das die Herren Bundesräte gleich auch noch deponiert hatten damals, legitimiert hätten) begegne ich mit Ausfälligkeit, jawoll.

Auf Berndeutsch sagt man: Liefere, nid lafere.

Solange ihr nur hohle Propaganda bringt, tue ich das selbe, voilà.

Da am Sonntag hat gesagt…

1. es ist ihre Interpretation, dass ich gesagt hätte, es ginge uns besser, wenn wir ja zum ewr gesagt hätten - ich sagte, dass es uns viel arbeit und hinterherrennerei erspart hätte und den respekt der eu-staaten eingebracht hätte, wenn wir zwar unseren sonderweg weitergegangen wären, aber als zeichen des guten willens in den ewr eingewilligt hätten. das eu-beitrittsgesuch zu deponieren hielt und halte ich für ein verstoss gegen die verfassung.

2. für viele kmu ist der schweizer sonderweg, das festhalten an mittelalterlichen zoll- und handelsvorschriften eine wirkliche behinderung. die gleichzeitige sinnlose und verschwenderische subvention einer längst der vergangenheit angehörigen bauernschicht ist ein hohn und schlag ins gesicht derer, die sich tagtäglich in einem europäischen markt behaupten müssen, ihn aber nicht mitgestalten können, was bis zu einem gewissen grad bei einem ewr-beitritt möglich gewesen wäre.

3. sie sind ein schwätzer, herr o. ein eingebildeter, grossmannssüchtiger schwätzer und demagoge. es wird mir immer klarer, warum hier die kundschaft wegbleibt.

Orlando hat gesagt…

1. viel arbeit und hinterherrennerei erspart hätte

Unabhängigkeit hat ihren Preis. Besser als im aktuellen Debakel mitdrin zu hangen.

und den respekt der eu-staaten

Also, wo ich hingehe, sagen die Leute immer, sie beneiden uns für unseren Weg. Übrigens gabe es eine Abstimmung und die hat Blocher gewonnen, gegen alle anderen. Basta. 20 Jahre noch herumzwängeln ist schlechter Sportsgeist.

2. Sorry, das eine hat mit dem anderen nichts zu tun. Und ihr Argument ein "Schlag ins Gesicht" für die genannte Bauernschicht. Ich bin auch dafür, das Bauernland sukzessive umuzonen und mit hübschen Einfamilienhäusern zu zersiedeln. Aber wieso gehen sie dann nicht in die Politi, wenn sie slches möchten? Vielleicht weil sie dann sehen würden, dass die Bauern (als Staatsangestellte) nicht einfach auf der faulen Haut liegen und nichts machen, sondern sehr wohl um Innovationen und Schritthalten mit dem Zeitgeist bemüht sind. Würden sie nicht nur Beef aus Brasilien, Billigzeug aus dem Aldi und Überseeweine konsumieren, hätten sie das auch schon ängst festgestellt.

Wie bitte könnten sie "den Europäischen Markt mitgestalten", Herr Da? Bitte um genaue Erklärung, "bis zu einem gewissen Grad" ist etwas vage...

3. Wieso gleich persönlich werden? Dass hier niemand verkehrt hat andere Gründe, die sie nicht wissen können, denn sie sind erst vor kurzem hier aufgetaucht.

Ihnen eine gute Woche, Willy Loman ;)

Orlando hat gesagt…

Aah, und noch etwas Denkstoff mit auf den Weg:

Charity degrades those who receive it and hardens those who dispense it.

(George Sand)

Da kurz am Montag hat gesagt…

Herr O,danke für den denkstoff - er beweist, sofern an mich gerichtet, zwar leider wieder nur, dass sie nicht sorgfältig lesen, aber ich gebe ihnen gern eine, fast als kompliment gemeinte, anregung zurück:
http://invivo-invivo.blogspot.ch/2008/01/hermann-hesse-ber-eigensinn.html

Diesem ihrem eigensinn, der ihnen gegönnt sei und den ich für eine gesunde lebenseinstellung halte, stelle ich hier in der 'diskussion' ein grosses misstrauen gegenüber selbsternannten autoritäten gegenüber.

fufi hat gesagt…

Tja, mein allerherzigster Orli!

DAMIT:
"Inwiefern genau ginge es uns denn (NOCH!) besser, wenn wir im EWR wären, ....?
Erbitte präzise Antwort. Ist die Frage präzis genug gestellt?"
Gibst du dich ja wohl schon, wenn auch präzis, der allgemeinen Lächerlichkeit preis!

Ok, fufi mag ja ein Profet sein, aber ... :
Was wäre denn besser, wenn
Brutus den Cäsar nicht umgebracht hätte?
Petrus den Jesus nicht verraten hätte?
Ch.C. Amerika nicht entdeckt hätte?
Der FCZ letzte Saison Meister geworden wäre?

Bitte um präzise Antworten auf meine Fragen!

Orlando hat gesagt…

ein, er war nicht an sie gerichtet. Nehmen sie das alles doch einfach nicht so persönlich.

Denn der tragische Held, der Eigensinnige, zeigt den Millionen der Gewöhnlichen, der Feiglinge, immer wieder, daß der Ungehorsam gegen Menschensatzung keine rohe Willkür sei, sondern Treue gegen ein viel höheres, heiligeres Gesetz. Anders ausgedrückt: der menschliche Herdensinn fordert von jedermann vor allem Anpassung und Unterordnung - seine höchsten Ehren aber reserviert er keineswegs den Duldsamen, Feigen, Fügsamen, sondern gerade den Eigensinnigen, den Helden.

Ich nehme das (als "grossmannsüchtiger schwätzer und demagoge") jetzt auch nicht persönlich.

Ein heikler Text, übrigens, dieser Hesse. Das müsste man gründlich diskutieren. Fufi, CB von Hesse? Einen besseren Autoren findest du in unserer Mitte kaum...

Ihnen eine gute Woche.

Orlando hat gesagt…

Vielleicht können wir ja dann eine Linie ziehen, von Hesse zu Ayn Rand...*frohlock*

Da, interessiert am Montag hat gesagt…

Aus seinem zusammenhang gerissen könnte man diesen hesse-abschnitt tatsächlich für heikel halten. Im zusammenhang gelesen scheint er mir, in philosophischer sicht, direkt zu ayn rand zu führen und zwar in gerader linie. menschen, die dem sinn ihres eigenen lebens nachspüren, werden früher oder später bevormundung ablehnen oder ignorieren.
war es das, was sie interessiert, herr o?

Orlando hat gesagt…

Ah, ein Kenner. Haben sie sich durch die 1000 Seiten "Atlas" durchgearbeitet? Ich suche immer noch nach einer anständigen Synopse.

p.s.: ist nicht Felix Baumgartner ein Ubermensch/Superman unserer Tage? Irre.

Da hat gesagt…

Nein, herr o, habe ich nicht. ich habe auch ulysses nicht von vorne bis hinten gelesen, es war trotzdem ein wichtiger meilenstein in meiner persönlichen lebensphilosophie. 'atlas' ist für mich fast nicht lesbar, aber rands thesen haben mich mein ganzes leben lang begleitet. mein beruflicher fokus liegt in 'behavioural finance and economics', hat sich im laufe der zeit aber ausgedehnt (natürlicherweise, würde ich sagen) auf politik, speziell die mechanismen, mit denen menschen manipuliert werden und manipulieren. daraus resultiert die lebensaufgabe, die ich für mich defininiert habe: menschen immer wieder darauf hinzuweisen, wie sie z.b. durch die medien, eigeninteressen anderer und unterbewussten manipulationen dahin geführt werden, ihr eigenes sinngefühl aus dem augen zu verlieren.

Anonym hat gesagt…
Der Kommentar wurde von einem Blog-Administrator entfernt.
Orlando hat gesagt…

I swear by my life, and my love of it, that I will never live for the sake of another man, nor ask another man to live for mine.

(als wäre es an die linken Gutmenschen gerichtet:) Don’t allow man to be happy. Happiness is self contained and self-sufficient. Happy men have no time and no use for you. Happy men are free men. So kill their joy of living. Take away from them whatever is dear or important to them. Never let them have what they want [….]Unhappy men will come to you. They’ll need you. They’ll come to you for consolation, for support, for escape. Nature allows no vacuum. Empty man’s soul-and the space is yours to fill.

To say 'I love you' one must know first how to say the 'I.'

Civilization is the progress toward a society of privacy. The savage's whole existence is public, ruled by the laws of his tribe. Civilization is the process of setting man free from men.


...und (laut Rand) natürlich auch 'from God'. Die Frau hat die Wechselwirkungen zwischen Individuum und Masse, zwischen dem Einzelnen und den "Viel-Zu-Vielen" (Nietzsche) eindrücklich in Worte zu fassen vermocht. Ohne die ganze Nihilismus-Diskussion um Nietzsche neu aufzurollen sei aber angemerkt, dass sich der einmal so von all seinen Abhängigkeiten befreite Mensch, der wahrhaft Freie Mensch "wie von allein zu Gott hin wenden" wird, wie es Novalis vorhersagte. Im Chaos postmoderner Atomisiertheit, wo jedes Tierchen seine Pfütze findet wie bei Ebbe am Strand, kann sich ein von Traditionen etc. befreiter Mensch zu Gott erheben - muss es sogar. Wer, wenn nicht der freie Mensch, wäre in der Lage, Gott und sein Gesetz als das Richtige zu erkennen?
Ich glaube, dies ist das Ziel, auf das all das hinausläuft, nicht die Freiheit des Menschen als Selbstzweck, als Paradies auf Erden. Aber eine Reinigung, die mit der nächsten Flut kommt, um im Strand-Bild zu bleiben. Insofern beschreiben Nietzsche und Rand nur Übergangsstadien. Wie sagte schon André Malraux: Le 21ième siècle sera religieux, ou pas.

@Anonym: Katharina ist ein ungarisches Fotomodell? Keine Exil-Lozärner Wissenschaftlerin? Keine lesbische Drillingsmutter in Sunny Hill? Wie enttäuschend aber auch...

Tja hat gesagt…

Katharina ist ein molliger Nerd ohne Zukunft, sie leiht sich Gesicht und Biographie von einer anderen. War das nicht klar?

Mitleser, der echte hat gesagt…

Nein, das könnt Ihr nicht machen! Was war unter diesem Link zu finden? Kann jemand weiterhelfen? Beschreiben? Hat jemand den Link? Hey, please!

Anonym hat gesagt…

Guckst du im Mamablog

Orlando hat gesagt…

Bitteschön: http://www.google.ch/search?hl=de&gbv=2&q=orsi+kocsis&biw=1280&bih=612&um=1&ie=UTF-8&tbm=isch&source=og&sa=N&tab=wi

War schon im MB gepostet von "Mark" um 10.51, dorther habe ich ihn.

Wer jemals geglaubt hat, Kat sehe aus wie ein Model, hat eh nicht alle Tassen im Schrank. Die einzige, die hier mit Sicherheit tiefstapelt ist Mila. Wir anderen sind durchschnittliche Füdlebürger, äusserlich zumindest.

Ich finde es tragisch, wenn Leute sich selber so völlig falsch einschätzen. Das ist eine Krankheit besonders vieler Frauen heutzutage. Sie glauben, sie seien wie die Weiber in Sex and the City und solchen Serien, und kopieren infolgedessen vor allem eins erfolgreich: Das Ansprüche stellen und finden sie habe es per Geburt verdient, ein perfektes Leben zu bekommen, kleine Prinzessinnen. Auf Händen getragen werden wollen sie und gleichzeitig auf die Männer herunterschauen und sie wie Dreck behandeln.

Tja. und dann kommt der Moment, wo sie sich einen Hund zulegen, oder sich in Panik von einem möglichst langweiligen Schluffi schwängern lassen. Man kann ihn ja notfalls immer noch entsorgen später. Oder solange streiten, bis der Mann pariert.

Und eines Tages stehen sie in einem Geschäft und sehen sich hübschen Schmuck und Ringe an und entscheiden, dass frau sich den Schmuck ja selber kaufen kann, schliesslich hat man selber ein Lohnkonto und ist auf die Männer nicht angewiesen.

Und dann sind sie wirklich nicht mehr auf Männer angewiesen. Und die Jahre vergehen und dann ist auch kein Mann mehr auf sie angewiesen.

Die haben sich längst mit jungen, hübschen Frauen aus dem Osten oder Süden getröstet, hehe.

Mitleser, der echte hat gesagt…

Okay, das ist definitiv das Gesicht, mit dem Katharina auftritt. Ich habe genug gesehen und denke mir meinen Teil. Danke, O.!

Anonym hat gesagt…

Katharina ist ein Kerl, der sich hier prächtig amüsiert auf Kosten aller Verarschten.

Carolina hat gesagt…

ich glaube kein Wort davon. Wo ist eigentlich alien, der doch angeblich 'Kontakt' mit ihr hatte? Und dass K ein Mann sei, glaube ich nicht - dass sie ab und zu mit anderen, auch männlichen IDs unterwegs war, schon eher. Der Verdacht liegt auch nahe, dass 'Mark' nicht unbedingt ein Er ist, oder?

Orlando: da haben Sie sich ja einen schönen Cliché-Lebenslauf zusammengestellt. Ich für meinen Teil musste mehrmals in meinem Leben untendurch und zwar so richtig. Und für Prinzessinnengehabe war weder Zeit noch Gelegenheit. Und die Biografien meiner Freundinnen/Schwester/Bekannten sehen auch völlig anders aus.
Und was das Aeussere betrifft: träumen ist erlaubt, oder? Der einzige, der immer völlig ehrlich war, was das betrifft, ist unser Gastgeber. Freiwillig.

Tiger hat gesagt…

Also, guys, ich möchte quer lesen, was Ihr so geschrieben habt hier, dann mache ich eine Antwort auf die Frage von Carolina (die ich noch nicht verstehe), ich war an einem Ort, wo ich irgendwie gar keine Lust verspürte aufs Internet. Dafür habe ich diverse neue Leute kennen gelernt, eine Marokkanerin und eine Ägypterin zum Beispiel.

Orlando hat gesagt…

@Carolina: Wovon träumen sie denn? Dass die feminazistisch-totalitäre Dauerbloggerin Kat aussieht wie ein Supermodel?
Oder dass einem die gleichen Dinge im Leben zustehen, wie Carrie und den anderen, OHNE dass man dafür so heiss aussehen muss wie die?
Dass am Schluss Mr. Big (sic!) treuherzig als Prince Charming auf Resevre bereitsteht, wenn alles andere schiefläuft? Er der sonst angenehm unanwesend ist, ein reicher "Geschäftsmann" der in der Welt herumkommt, damit sich Frolein störungsfrei amüsieren kann?

Es sind nicht die konkreten Lebensumstände, sondern die Tatsache, dass eine Kultur, in der die Frau auf den weissen, kapitalistischen, rassistischen, heterosexuellen, bürgerlichen Mann nicht angewiesen ist auch nicht verhindert, dass es sich umgekehrt genauso verhält. Deshalb werden ganz viele alte Frauen in 50 Jahren völlig allein sein.

Sie können ja dann diese Frauen fragen, ob das ein Cliché ist...

Mitleser hat gesagt…

Die Fotos sind genau so ein fake wie der ganze Rest, das war doch von Anfang an klar. Der mollige Nerd hat immer zu dick aufgetragen. Von der furchtbaren Missbrauchsgeschichte über den vorgetäuschten Suizid bis zu den künstlich gezeugten Zwillingen, natürlich Zwillingen, darunter tut er es nicht. Das Aussehen eines Fotomodells zusammen mit der wissenschaftlichen Ausbildung und den zwei Doktortiteln ist da nur eine Randnotiz. Durchgeknallt und aufmerksamkeitssüchtig. Krank!

Orlando hat gesagt…

Hm, träumen ist erlaubt, aber die Tatsache ist, dass an Frauen schnell der Zahn der Zeit nagt, anders und erbarmungsloser als an den Männern. Und sie werden bestimmt auch nicht weniger anspruchsvoll mit den Jahren, Männer dagegen schon.
So wie ich es einschätze, ist es für junge Frauen ein grosser Druck, einerseits ihre Jugend voll zu nutzen und dann noch Karriere und Familie aufzugleisen, bevor man 38 ist. Dazu der Imperativ, dass die moderne Frau möglichst nichts verpassen darf und mehrere Dinge "ausprobieren" soll, weil sonst die 40 Jahre Emanzipation für die Katz waren!

Denn, es ist und bleibt die Tatsache, dass es fundamentale Unterschiede ja Gegensätze sind, die Frauen von Männern unterscheiden. Die Vorstellung einer alten, erfolgreichen, reichen alleinstehenden Frau, die sich nimmt was sie braucht (in Umkehrung der in fast jeder Zivilisation als männlich attribuierten Eigenschaften) wird sich nicht so schnell in den Köüfen von Frauen und Männern einbürgern.

Das Alles-Wollen, eine typische Degeneration in wohlstandsverwöhnten Gesellschaften, sieht man ja am derzeitigen Kult um Geschlechtsumwandlungen, Recht auf Heirat und Kinder bei homosexuellen Paaren, legalen Abtreibungen, vor Gericht jederzeit als Opfer eines sexuellen Übergriffs klagen zu können, Beruf und Familie bezahlt zu kriegen etc. etc. Ewas biblischer formuliert: Es handelt sich um GIER. Und wie alle sieben Todsünden hat sie einen selbstzerstörerischen Kern. Das ist das weibliche Dilemma dieser Tage.

Der Jugendlichkeitskult ist keine Erfindung von bösen Hollywood-Kapitalisten, er findet sich in allen relevanten Mythologien und Narrationen. Was hingegen viel schlimmer ist, ist das Verschwinden der Achtung vor dem Alter - anderes Thema.

Dass sich alte Männer junge Frauen nehmen ist von Alters her gegeben. Umgekehrt nicht. Und wird es auch nie, weil junge (und alte) Männer auf junge Frauen stehen. Und weil Frauen anders reifen. Und andere Bedürfnisse haben als Männer.

Oder etwa nicht? Ich sage das alles ohne Häme, eher ein wenig traurig.

Und die Bedürfnisse, so wissen wir ja, sind gleich nach den "Gefühlen" heute das wichtigste, was es gibt.

Orlando hat gesagt…

Anmerkung: Selbstverständlich ist der Geschlechtstrieb die treibende Kraft im Verhältnis zwischen Männern und Frauen, ganz besonders, wo keine wirtschaftliche Not und Angst ums Überleben bestehen. Und dort verhält es sich klassisch nach dem dionysisch-apollinischen Kräftegleichgewicht. Wie denn sonst?

Carolina hat gesagt…

Ich sagte ja schon, Orlando, dass es vielleicht seinen Sinn macht, wenn man im Leben nicht einfach so durchflutscht, wenn es Ereignisse gibt, die so lebens- und bewusstseinsverändernd sind, dass die Frivolitäten, die Sie oben beschreiben, wirklich auch zu Frivolitäten werden. Ich sehe um mich herum keine Menschen, die den von Ihnen oben beschriebenen Weg gehen - ich sehe nur Menschlein, die Fehler machen, mehr oder weniger Bewusstsein entwickeln, vielleicht ganz andere Wege gehen, als ich das machen würde - aber letztlich spielt das keine so grosse Rolle. Ich glaube daran, dass alles zyklisch ist, darum kann ich keine Verbitterung oder Wehmut darüber empfinden, dass sich die Dinge ändern.
Alter hat für mich keinen Schrecken - man wird schliesslich nicht von einem Tag auf den anderen alt, man wächst hinein. Achtung habe ich nur vor den (neuen) Herausforderungen, die das Alter mit sich bringt Wenn ich mir so manche dieser alten Wutbürger anschaue, die ja oft diese Nimby-Unkultur vorleben (= not in my backyard), wundert es mich nicht, dass diese eine Generation hervorgebracht haben, die das Recht auf alles zur Religion erhebt. Aber dann sehe ich in der Generation meiner Kinder wieder etwas aufflackern, was vielleicht wirklich lange verschüttet war: Sinnsuche, nicht einfach nur Konsum; Dankbarkeit, nicht einfach nur Nehmen; freiwilliges Helfen, nicht einfach nur Ansprüche. Ich bin voller Hoffnung.

Carolina hat gesagt…

Wovon ich träume? Von K definitiv nicht. Aber ich habe natürlich Fantasien und es hat schon etwas faszinierendes, sich eine wie ein Supermodel aussehende Hollywood-Wissenschaftlerin vorzustellen, die uns arme Schweizer Tubeli mit ihrer ständigen Anwesenheit 'beglückt', weil sie uns aus unserer Ignoranz herausreissen muss.
Sie müssen zugeben, bei aller Märchenhaftigkeit und allen Zweifeln, die wir ja alle immer hatten, hat sie (muss ich wirklich 'er' sagen?) diese merkwürdige Rolle wirklich spannend ausgefüllt. Wenn es denn eine Rolle war - noch ist das ja wohl nicht bewiesen.

Orlando hat gesagt…

Das ist eine angewandte Strategie, der ich nichts entgegenzusetzen habe, Carolina.
Ich polemisiere und versuche dadurch dem Schrott etwas entgegenzusetzen, dagegenzuhalten, dem wir alle Tage so ausgeliefert sind. Wenn Schlagworte wie "gemeinsames Sorgerecht" und "Vereinbarkeit von Beruf und Familie" und "Mein Bauch gehört mir" - denen niemand mehr zu widersprechen wagt - muss man aufdecken, enthüllen, radikal ans Licht zerren, was, welche Geisteshaltung dahintersteht.

Was sie, Carolina, da wieder predigen ist "constant change" - wir sind einem stetigen Wandel unterworfen. Wenn das nun auch realiter so sein mag, so liegt im Wandel, der da als gepriesene Kraft ausgerufen wird (und nicht etwa dem, was verändert wird, nämlich der Mensch, welche Konsequenz der Change hat...) natürlich eine destruktive Kraft, wenn er als das Entwicklungsprinzip von Gesellschaften identifiziert wird. Das ist das verheerende. Dialektischer Fortschreiten, the devil at work.

Aber dazu vielleicht ein andermal.

Carolina hat gesagt…

Ich predige nicht, Orlando. Oder?
Nicht im konstanten Wandel per se liegt die 'gepriesene Kraft', sondern darin, dass wir Menschen uns, schon von jeher, diesem Wandel unterwerfen bzw ihn als Herausforderung zu begreifen lernen oder auch: einfach hineinwachsen.
Was ich eigentlich nur sagen wollte: ich bin viel mit ganz jungen und ganz alten Menschen zusammen: die ganz Alten haben oft ein sehr egozentrisches Weltbild, ihren Biografien entnehme ich, dass das auch in jüngeren Jahren so war. Bei den sehr jungen sehe ich viel weniger Tunnelblick, weniger Dogmatismus und mehr Nachdenklichkeit. Wir, die Generation(en) dazwischen, sind scheinbar die ewigen Bedenkenträger.

Schönen Nachmittag, muss an die frische Luft - so ein fantastischer Tag!

Carolina hat gesagt…

PS: Warum der Teufel, Orlando? Vielleicht ist es eine dieser gottgewollten Prüfungen?

Orlando hat gesagt…

Ich bin ja kein Pessimist, aber wer weiss, wenn man den heute Jungen dereinst nicht garantieren kann, dass sie 2900.- AHV (Minimalansatz) erhalten, praktisch Gratisbildung für ihre Kids, Aussicht auf ein Häuschen im Grünen, genug "Sackgeld" dank tiefer Steuern und billige Weltreisen dank starkem Franken...ob die dann auch noch so locker-leger sind.

Es ist eigentlich vor allem die Generation der nach 1945 geborenen, der Babyboomer, die ein egozentrisches Weltbild haben, finde ich. Und ich sehe nicht, dass nachkommende Generationen, inklusive unserer, da anders ticken würden...

Nein sie wollen es nicht verstehen: Wenn der Wandel per se als Modus des Guten gepriesen wird, Wandel um des Wandels willen, dann ist das gefährlich. Weil dann alles auf Sand gebaut wird und der Wind es schnell verweht. Wenn darüber hinaus allem Wandel noch das Etikett "progressiv" angeheftet wird, wird es vollends gefährlich. Weil es die Werte und die eigene Identität pulverisiert. Was hat dann Bestand, wenn Wandel per se als Fortschritt verstanden wird, wohin schaukeln wir uns da dialektisch Gegensätze verschmelzend und immer stetig aufs neue These-Antithese suchend und brav eine Synthese machens hin? Das geschieht meist mit Absicht (siehe oben Ayn Rand). Unstete, ungefestigte, identitätslose Menschen sind beherrschbarere Menschen.

Freie Menschen - das müsste das Ziel sein! Die "unterwerfen" (ihre Worte!) sich nicht einfach jedem Wandel, der grad so angesagt ist. Opportunisten tun das.

fufi hat gesagt…

Nun denn, Orli

Bei allem Respekt.
Aber als "freien Menschen" möcht ich dich ja nicht wirklich bezeichnen wollen.
Soweit du dennoch nicht im Chefi leben dürftest ... !

Mitleser hat gesagt…

Vom alien ist nichts mehr zu hören, der muss den Schock seines Lebens verdauen. Seine bevorzugte W.......vorlage hat nichts mit seiner angebeteten K. zu tun. Wie frustrierend.

fufi hat gesagt…

@Mitleser
Nicht wirklich themenbezogen, der Kommentar?
Und schon gar nöd intelligent, gäll?

Ne Gratis-Runde Sirup für Alle!

Carolina hat gesagt…

Nein, nein, Orlando, Sie unterstellen mir, dass ich Wandel gleichsetze mit Fortschritt, gar mit progressiv (das nur im Sinne von fortschreitend, nicht fortschrittlich). Wandel IST einfach, im Sinne von: alles fliesst. Und das Merkwürdige ist ja, dass, wenn Sie wollen, dass alles besser wird bzw 'das Gute' aus der Vergangenheit über die Gegenwart in die Zukunft verbracht wird, erstmal alles anders werden muss.

Tiger hat gesagt…

Hatte ich Kontakt mit Katharina? Ja, Mailkontakt. In Fleisch und Blut habe ich sie nicht gesehen. Ich denke nicht, dass das hier irgend jemand hat.

Was ich jetzt nicht machen werde, weil es mir viel zu viel Arbeit ist, ist, versuchen, herauszufinden, woher dieser Mark diesen Namen Orsi Kocsis hat. Wenn jemand von Euch das weiss, nur raus damit. Jedenfalls ist das mit Sicherheit Katharina, wie wir sie kennen (zumindest, wenn mich meine eingebauten optischen Mustererkennungsalgorithmen nicht trüggen). Warum hat sie also eine andere Identität angenommen? Ist sie in Wahrheit ein dicker Nerd mit psychischen Problemen?

Naja, so etwas kann man nicht wissen, ohne mit ihr zu reden drüber. Was sie aber sagen wird, und vielleicht stimmt das sogar, ist, dass ihr Orsi halt gleicht und dass sie ihr Bild als Lookalike herangezogen hat, um ihr wirkliches Bild nicht zeigen zu müssen.

Hm. So könnte es wirklich sein, und es ist nicht einmal so unwahrscheinlich, oder? Wieso sie ein Modell herangezogen hat, von dem einigermassen pornographisch angehauchte Bilder im Umlauf sind, weiss man nicht. Vielleicht hat sie aber begonnen, als Orsi noch anständiger war?

Wie auch immer. Katharina ist rund 15 Jahre älter als Orsi, und das glaube ich sogar.


Was Anderes: Ich war die letzten Wochen in einem gewissen Sinn unterwegs, wie gesagt, weswegen ich weder im MB noch hier postete. Ich mochte einfach nicht. Warum nicht? Hm, das werde ich Euch nicht öffentlich beantworten können. Wer mehr wissen will, schreibe an aliensoft@ist-allein.de . Wer weiss, vielleicht erzähle ich Euch mehr.

Saluti a tutti

fufi hat gesagt…

Aber weisst du, Orli

Ich habe hier wenige Nicks kennengelernt, die derart was von Ideologiegetrieben sind wie du.

Tja, SOWAS ist NICHT die Freiheit, die ICH meine!

Tiger hat gesagt…

Erreichen tut Ihr mich unter:

aliensoft@ist-allein.info

Die Adresse oben geht irgendwie nüscht.

Mitleser hat gesagt…

Lookalike, aber sicher doch. Keine Lüge ist so hartnäckig wie die Selbstlüge. Der Nerd hat sicher höchst achtbare Gründe, alle zu verarschen.

Tiger hat gesagt…

Sicher? Nein, sicher nicht, aber vielleicht.

Den Leuten immer zu misstrauen bringt einen auch nicht weiter, mein lieber Mitesser.

Orlando hat gesagt…

Es gibt kein richtiges Leben im falschen.

Also sprach Ulrike Meinhoff. Huch, so ideologiegetrieben bin ich, jawollen.

p.s.: Ich bin überaus stolz, von der "Ideologie" der Freiheit besessen zu sein. Thank you very much!

@Carolina: Das Change-Motto von Obama war nicht zufällig gewählt. Na gut, jetzt wird sein Arsch ja abgewählt und seine linksextreme Frau kann nach Chicago zurück. Und: Nein, nicht alles wandelt sich permanent. Das meiste bleibt ziemlich fix, Mondschein, Sonnenschein, Mann, Frau, Gut, Böse, Hell, Dunkel, Liebe, Hass, Gott, Mensch, warm kalt, rechts, links, oben, unten. Dialectic progression aims at clearing away all differences and dissoving opposites into something new. And when that's done, questioning that anew and look for a potetial new antithesis ans start over again. And so on. And so on, And so on. And this ideology, or rather: method, leads to a disintegration of everything that's most human and life-based: moral value and societal identity.

Am Schluss steht da, was Nietzsche und andere vor und nach ihm beschrieben haben: Das Nichts. Nihilismus. Nothingness. Die Nagetion des Lebens. Der Tod. Satanas!

Orlando hat gesagt…

Nagetion? Neee, "Negation", sollte es heissen.

eine Frage hat gesagt…

Was ist ein Yenolythiker?

Carolina hat gesagt…

Orlando, wir haben, glaube ich, wieder unseren üblichen 'Impasse' erreicht. Ich habe das schon mal versucht zu erklären, kann aber ganz gut nachvollziehen, dass Ihnen das 'beliebig' erscheint:
am Anfang meines (persönlichen) Weges, meiner Sinnsuche, nach diesem Ereignis, das meine Welt erstmal zum Stillstand brachte, stand die Erkenntnis, dass jeder einzelne von uns für den Verlauf der Welt völlig unerheblich ist. Unsere Leben sind so 'einfach' konstruiert, dass es fast zum Verzweifeln ist: wir werden geboren, wir leben, evtl gebähren wir, dann sterben wir. Diese an sich so einfache Erkenntnis ist für die meisten nur sehr schwer zu ertragen - daher ist es Menschen so wichtig, uns und unserer Existenz einen (philosophischen, religiösen, ideologischen) Ueber- bzw Unterbau zu geben. Meiner (immer persönlichen) Erkenntnis folgte diese Demut, von der ich immer spreche, nämlich eine Art innerer Frieden, der mich bis zu einem gewissen Grad von der ständigen Sinnsuche befreite. Aus dem mich-Nicht-mehr-so-wichtig-nehmen folgerte für mich, dass ich andere nicht mehr nach irgendwelchen äusseren Merkmalen einteilen muss, alt, jung, schön, hässlich, doof, was auch immer, sondern in ihnen einfach Menschlein sehe, die Fehler machen, auf Abwege kommen, andere Wege begehen als ich, genauso gültige. Was für eine Erleichterung: ich muss nicht predigen, muss nicht missionieren, muss niemanden versuchen zu überzeugen, ich mache nur ein Angebot (zur Selbsthilfe). Mehr kann ich nicht, denn ich bin zutiefst davon überzeugt, dass wir alle gleich sind, wenn der äussere Lack abgekratzt wird, Wir alle haben das Potential, gut, schlecht, böse etc zu sein, obwohl (und das ist wichtig) es in 100 Jahren völlig egal sein wird, ob wir je gelebt haben oder nicht.
Verstehen Sie jetzt, warum meine persönliche Wahrheit eher in 'alles fliesst' liegt? Warum mich das nahende Alter nicht wehmütig macht? Warum ich meine, nur vor mich selbst bestehen zu müssen?

Disclaimer: ich schwebe bislang noch nicht auf einem Teppich daher, manche sagen, es ist immer noch ein Besen;-) Sonst wäre es ja auch furchbar langweilig....

Orlando hat gesagt…

Nein, beliebig ist es nicht. Wenn man so wenig vom Leben hält, als nur einfach zu existieren, zu fressen, saufen, ficken, sterben, wenn man nur noch wie Candide resigniert seinen Garten bepflanzen und am Abend Pfeife rauchen möchte, wenn man all dem schönen, das wir da Kultur nennen, nichts weiter abtrotzen kann, als einen oberflächlichen, ästhetischen Reiz, wenn man behauptet es sei vollkommen "egal ob man gelebt hat" oder nicht, wenn wir völlig unerheblich sind und wie ein Blatt auf dem Wasser (oder wie in jener berühmte Anfangs- und Schlusseinstellung in "Forrest Gump": Eine Feder die sich im Wind treiben lässt) - ja dann ist dies nicht Demut (vor was?) sondern eine selbstgerechte, introvertiert-autistische und völlig gleichgültige Schau auf das, was wir beide glaube ich sehr übereinstimmend als "das Leben" nennen.

Dass alle Menschen (ob mit oder ohne Lack) gleich sein sollen, finde ich eine Horrorvorstellung. Wozu sich noch anstrengen und besser werden wollen?

Ausserdem ist es eine zynische Weltsicht: Was sagen sie zu den Aids-Kindern in Afrika? Carpe diem, es ist belanglos, ob ihr lebt, befreit euch von der "ständigen Sinnsuche", jeder einzelne von uns ist völlig unerheblich.

Ihre Weltsicht fällt ganz schnell in sich zusammen, wenn sie nicht mit dem goldenen Löffel im Maul geboren worden wären, Carolina.

Was anderes als predigen ist es denn, was sie hier tun? Sie predigen gegen andere "Selbsthilfe"-Angebote, insbesondere gegen religiöse, weil es ihnen nicht in den Kram passt dass nicht alle gratis in den Himmel kommen sollen. Tja, das Leben ist aber kein Ponyhof, wo man mit Blick auf den herbstlichen Zürisee seine Gedanken um die grosse 'meaninglessness of it all' kreisen lässt, jedenfalls nicht für die Mehrzahl der Menschen, die etwas höhere Erwartungen an sich und das Leben haben.

Manchmal habe ich das Gefühl, ihr Leute lebt in einer Blase, in der wir schon alle erlöst sind und das Paradeis auf Erden ausgebrochen ist.

Low expectations.

Carolina hat gesagt…

Ich sagte ja: es ist sehr, sehr schwierig. Viel leichter bzw weniger angsteinflössend ist es, tatsächlich zu meinen, man sei aussergewöhnlich. Das sind die, die sich über alle anderen erheben, ihre Heilsbotschaften für allgemeingültig und erstrebenswert halten. Was genau halten Sie denn den Aids-Kindern in Afrika entgegen, Orlando? Dass da ein Gott ist, der ihnen, für uns unverständlich, aber sich dann irgendwann erklärend, ein Scheissschicksal aufbürdet?

Verglichen mit sehr vielen Menschen geht es mir und meiner Familie tatsächlich sehr, sehr gut (auch wenn unser Ponyhof keine Seesicht hat). Ihnen sicher auch. Meine Schlussfolgerung und Dankbarkeit dafür äussere ich, in dem ich, soweit es mir irgendwie möglich ist, unserer Gesellschaft etwas zurückgebe - vor allem Zeit. Ich habe keinen einzigen fatalistischen Knochen in mir - mit 'gleich sein' meine ich auch, dass jeder Mensch das Recht hat, etwas aus sich machen zu können, aber eben auch das Recht, es nicht zu tun. Und schon gar nicht in meinem Sinne etwas für sich tun muss. Oder in Ihrem. Und Ihre ständigen missionarischen Hinweise darauf, dass nur ein Leben, das Ihren Gott beinhaltet, für Sie lebenswert sein kann, zeigt ja überdeutlich, woher Sie kommen. Aus der 'jeder-der-nicht-für-mich-ist- ist-gegen-mich'-Ecke.

Legen Sie es mir aus, wie Sie wollen, Orlando, die Tatsache, dass Sie schon wieder Zeter und Mordio schreien und jegliche Nachdenklichkeit dem üblichen O-schen Zynismus gewichen ist, spricht Bände. Aber auch Sie, mein Sohn, werden das Licht sehen (hihi).

fufi hat gesagt…

An die "eine Frage"

Ein Yenolythiker ist ein fufi, der sich sozusagen alphabetisch beschreibt, und dem zum "Y" nichts Gescheites einfällt!

Nüt für unguet!
;-))

fufi hat gesagt…

Nun denn Orli, WENN du DAS wirklich ernst meinst:
"Ich bin überaus stolz, von der "Ideologie" der Freiheit besessen zu sein."

DANN bist du ja in allerbester Gesellschaft mit den 67er-Hippies und den 68er-Revoluzzern!
Also ehrlich, SO WAS hätt ich dir ja NIE zugetraut.

Deshalb sei, im Namen der Lounge, DIESES Lied ganz speziell DIR, Orlando, gewidmet:

http://www.youtube.com/watch?v=fA51wyl-9IE

Tiger hat gesagt…

Keine Seesicht im Ponyhof? Das ist ja grausam.

Sag mal O, ich meine, das ist wirklich eine nette Frage, wie kommst Du damit zurecht, dass Du in 100 Jahren NIE MAN DEM mehr auch nur EIN KLEINES BISSCHEN WAS bedeutest?

Orlando hat gesagt…

Ich habe weder meine "Heilsbotschaft" für allgemeingültig erklärt, noch habe ich ein einziges Mal Gott erwähnt. Das ist einzig und allein ihre Hineininterpretiererei.

Natürlich erhebe ich mich über die (meisten) anderen. Ist ja klar. Das "Andere" ist ein Konzept, das sehr wichtig ist, weil es einen unlösbaren Gegenpart zum Ich ist. L'enfer c'est les autres. Ja, es sind diese Widerparte, die das Leben spannend und reich machen, sich an ihnen abarbeiten, sehen, ob man sich verändert, ob das Andere sich verändert durch die Wirkungen, die man auf es ausübt.
Und manchmal, nein, meistens, gibt es einen heftigen Zusammenprall aus dem beide Pole völlig intakt wieder auseinandergehen. Aber aus den Kräften, die beim Zusammenprall freigesetzt wurden, zapfe ich die Energie ab, oh ja.
Ein kolossales urhaftes Schauspiel, immer wieder.

Da sitze ich wie ein kleiner Junge, der an einem Holz schnitzt staunend da auf meinem Felsen und beobachte, wie sich die Himmel grollend und blitzend entladen, als krachendes Gewitter.

Dagegen der domestizierte Kack, wo man die Gegensätze miteinander zu versöhnen, die Pole ineinander zu verschmelzen, die antipodialen Kräfte abzuschwächen versucht, in Harmonie zu zwingen versucht, alles gleich abschleifen, plattdrücken auf die Standardgrösse, ja, ja, Gleichheit muss sein, alle Menschen sind gleich - ein wahraft freier Mensch muss sich ja dagegen geradezu auflehnen!

Ganz zu schweigen davon, dass eine slche sinnentleerte, autistisch um sich selbst kreisende Wohlfühl-Weltsich auch langweilig ist bis zur Unerträglichkeit.

fufi hat gesagt…

WAS, Orlando, möchtest Du uns damit sagen?

Carolina hat gesagt…

Warum kommt mir bei Ihnen immer der Gedanke, O, dass Sie hier in der Anonymität den Revoluzzer spielen, den furchtlosen Löwen, den Othello, anderen ein stinklangweiliges Leben unterstellen, in Wahrheit aber eher ein Gratiano sind, ein zahnloses Hauskätzchen?
Einer, der Profanität zu hassen vorgibt, sich aber in Wirklichkeit danach sehnt? Ich entspreche wahrscheinlich zu einem guten Teil Ihrem oft geforderten Familienideal - ja, was denn nun?
Wenn Sie darauf bestehen, ersetze ich das Wörtchen 'gleich' durch 'gleichwertig' - aber damit werde ich Ihren Furor genauso wenig dämpfen wie mit dem Hinweis, dass Ihre angebliche Freiheit sehr nach Gedankengefängnis tönt.

Zapfen Sie, mein Lieber, zapfen Sie - wie ein Vampir, der so gern ein fürchterliches Ding wäre, während er doch zu einem romantisch verklärten, verklemmten Darsteller in Jungmädchenromanen verkommen ist.

PS: Orlando, wenn Sie nicht aufhören, mir Haiti-Toiti (wie immer man das schreibt) und Goldküstentussimässigkeit zu unterstellen, fange ich ungeniert wieder mit dem Sie-wissen-schon auf dem Balkon in Paris an.

Carolina hat gesagt…

Fufi, ist doch klar: Orlando langweilt sich mal wieder - wir sind ihm nicht genug. Also fängt er an, uns ein langweiliges Leben zu unterstellen. (Könnte ein Zitat von Rösli Zuppiger sein, haha).

Orlando hat gesagt…

Dass es falsch ist, wenn man schon fürs mitmachen einen Preis bekommt. Den Preis soll einer erhalten: der Sieger. Nur das ist fair.

Und dass es richtig ist, wenn der Wirt selber entscheiden kann, ob er ein Raucherlokal führen will oder nicht.

Und dass es einen Grund gibt, wieso das ganze Universum nicht einfach in einem Punkt zusammenfällt.

Und dass ich selbstverständlich recht habe.

Carolina hat gesagt…

Das Beste ist ja, Orlando: ich stimme Ihnen absolut zu. Bis auf den letzten Satz natürlich;-)

Carolina hat gesagt…

Hier noch etwas, über das sich die Frau mit dem langweiligen Leben schampar aufregt:
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/berliner-arbeitsgericht-gibt-muslimin-mit-kopftuch-recht-a-861973.html

Tiger hat gesagt…

Hm. Carolina, für einen Schweizer ist so ein Urteil wirklich ziemlich unverständlich. Ein Arbeitgeber kann doch frei entscheiden, wen er einstellt. Wenn er halt jemanden nicht will, weil ihm seine Kleidung nicht passt und der sie nicht ändern will - so what? Dann soll er ihn nicht nehmen dürfen. Finde ich. Dies hat mit Kopftuch ja/nein ja nichts zu tun.

Die Frage, ob das Kopftuch zulässig ist, ist ein bisschen interessanter. Meine Freundin hier, die Ägypterin, trägt es, weil es halt kulturell so üblich ist. Für uns ist es üblich, dass Männer Hosen tragen und keine Röcke, und keinen stört das. Was mich aber noch interessanter dünkte, war, als sie sagte, dass sie zwar von der Familie dazu gedrängt wird, ein Kopftuch zu tragen, dass sie sich aber herausnehmen würde, einmal ohne herumzulaufen (ich sag Euch dann, ob sie lange Haare hat). Wirklich bemerkenswert wurde es, als klar wurde, dass es der Koran einer Frau das Kopftuchtragen keineswegs vorschreibt. Es ist wirklich rein kulturell bedingt. Auch Hunde sind in islamischen Ländern keineswegs religiös gesehen verachtet (obwohl das manche Moslems anders sehen würden, aber im Koran finden sich Hunde nicht) - sie besitzt zwei kleine Hunde, zuhause in Kairo. Und die Gebetsteppiche: Die sind nicht obligatorisch, beten darf man auch ohne. Dass ein Koran entheiligt ist, wenn er einmal zu Boden fällt, ist ebenso eine Sage. Wer ihn in Verachtung zu Boden wirft, der tut etwas Falsches und der Koran ist danach schon nicht mehr sehr sauber und sollte ersetzt werden.

Unterm Strich: Ich habe in wenigen Tagen mehr über den Islam gelernt als in den 43 Jahren zuvor. Shukran Sherihan.

Orlando hat gesagt…

Das hat nicht das geringste etwas mit der Religon des Prohpeten Mohammed zu tun, der einer der ganz grossen Männer war.

Dasselbe Problem bei Carolina und dem dummen Journalisten, der heute im Tagi/Newsnetz etwas über seinen Besuch bei der ICF faselte (es war übrigens Reda El Arbi, der als Stadt-Satiremagazin-Herausgeber eben mal ein paar Hunderttausend Franken zum Fenster herausgeworfen hat - für nichts und wieder nichts): Sie verwechseln das Christentum oder den Islam mit einer Art sektiererischen Lebensstil - ein freiwilliges sich Hineinbegeben in die Unfreiheit von Gesetzen, klosterähnlich und lebensfeindlich etc.

Das ist so ungebildet und eigentlich oberpeinlich für die Religionskritiker, die sich so gewitzt fühlen. Erwähnter Text ist hier nachzulesen: http://blog.tagesanzeiger.ch/stadtblog/index.php/3092/besuch-beim-icf/

Da trifft dumm auf dümmer. Die Antwort des Burschen im Text (wegen den Schwulen) hätte lauten müssen: "Gott hat die Menschen frei gemacht in ihren Entscheidungen. Damit ist eine hohe Verantwortung verbunden, denn er hat uns frei dazu gemacht, damit wir von selber das Richtige tun. Und er hat eben auch gleich in vielen Fällen den Weg vorgegeben, was Falsch und was Richtig ist. In anderen müssen wir abwägen und interpretieren, was Gottes Wille ist. Und er hat auch einige Gebote aufgestellt, nur knappe kurze zehn, die fast nicht einzuhalten sind, das ist das wirklich radikale und ungemütliche. Wir sind frei. Er überlässt uns die Entscheidung. Nicht jeder kann damit umgehen. Ich weiss nicht, ob Gott jene bestraft, die es nicht versuchen oder scheitern. Er liebt nachweislich alle. Wenn die seine Liebe nicht erwidern und lieber ohne ihn durchs Leben gehen, so ist das ihre freie Entscheidung. Die Hölle ist nicht eigentlich ein christliches Konzept. Ebensowenig wie das Kopftuch eine islamische Erfindung ist. Das sind kulturelle Vorstellungen und menschgemachte Normen. Und nur auf dieser Ebene können wir das diskutieren. Das gleiche mit Homosexuellen. Es ist eine kulturelle Praktik, eine freie Entscheidung, nichts weiter. Und nur auf dieser Ebene sollten wir das diskutieren. Was Gott will ist klar. Das steht in der Bibel."

Womit wir wieder bei der Koptuch-Hündchen-Teppich-Koranaufdenbodenwerfgeschichte wären.

Orlando hat gesagt…

Ich meine: Wer sich so entschieden gegen Gott und seinen Bund mit den Menschen stellt - der muss ja dann auch nicht erstaunt sein, wenn er von anderen Menschen kritisiert wird, oder?

Vielleicht als Denkhilfe Reverend James Robison (Amerika ist uns 30 Jahre voraus!): http://www.youtube.com/watch?v=AVn3SEHYU2o

Tiger hat gesagt…

Die drei Heiligen des Islam sind Mohammed, Moses und Jesus. Ich denke, das ist vielen nicht bekannt.

Tiger hat gesagt…

500 Internal Server Error

Sorry, something went wrong.

A team of highly trained monkeys has been dispatched to deal with this situation.
If you see them, show them this information:
MwBCEsRaZkirGDR42HVBiFPQzjJrHLZVYKEEdvf2LhV0_vry4Tp_LQcDMvIQ...

Manchmal sind sie schon humorvoll, diese Amis.

Mitleser hat gesagt…

"Er liebt nachweislich alle." genau das ist falsch. So von wegen nachweislich.

Mitleser hat gesagt…

Der Wixer fand eine kleine heisse Muslima und frisst den ganzen Koran Scheiss, nur damit er sie poppen kann.

Tiger hat gesagt…

Idiot. Die Frau ist verheiratet. Mir sagt das Wort "Respekt" etwas.

Tiger hat gesagt…

Ah ja, und von wegen Wixer. Ich erinnere an den netten entsprechenden Ausspruch von Woody Allen.

Orlando hat gesagt…

Buääh, buäääh, Gott hat mich nicht gern...:'-(

Dann unternimm etwas.

Carolina hat gesagt…

Wen meinen Sie eigentlich, Orlando? Reda el Arbi oder mich?
Wenn Sie mir nachweisen können, dass ich jemals jemanden wegen seiner Religion angegriffen habe, lade ich sie auf den Ponyhof ohne Seeblick ein. Ich betreibe auch keine Religionskritik. Aber ich beharre auf dem Recht eines jeden, ohne das Bild Gottes, wie Sie es für unumstösslich halten, durchs Leben zu gehen. Und dazu gehört, dass ich mir das Recht herausnehme, die (angeblich) kulturellen Aspekte des Islam BEI UNS zu kritisieren, wenn sie sichtbarer Ausdruck von Nichtanpassung sind. Gleichermassen verteidige ich auch Ihr Recht, zu glauben, was sie wollen. Aber Ihre 'Gott liebt Dich' Missioniererei muss ich nicht als Argument akzeptieren, oder?
Schon gar nicht, wenn nach Ihrer Schreibart die, die zu dumm und zu ungebildet sind, Ihre Dogmen ungefragt zu übernehmen, sowieso Ihrer Ansprache nicht würdig sind. Wie immer, erledigt sich dann jede Diskussion mit Ihnen von selbst.
Mir scheint, dass ein 'Da' schon einiges mehr zu sagen hat, nachdenklicher und gelassener ist - kann es sein, dass er begriffen hat, dass unsere Freiheit am Ende des Weges liegt und nicht am Anfang?

Orlando hat gesagt…

Sie müssen akzeptieren lernen, dass Christen ihre Entscheidungen, Meinungen und Haltungen nicht nur im stillen Kämmerlein praktizieren, sondern sie in der Öffentlichkeit, mutig gegen viel geifernde Anfeindung und Verspottung, vertreten werden.

Das ist in einer Demokratie nun mal so. Das hat mit Mission nichts zu tun.

Wenn Sie es nicht etrtagen könnem, wenn jemand von Gott spricht, dann müssen Sie in einer atheistischen Dikatatur leben, zum Beispiel in Nordkorea. Dort werden Sie von keinem Christen belästigt.

In Amerika ist es in den letzten dreissig Jahren opportun geworden, zu seiner Religion öffentich zu stehen, seine Positionen und Werturteile auf seine Religion zurückzuführen - das ist gelebte Demokratie und gelebte Religionsfreiheit. Und das wird von den Gegnern akzeptiert. Ja, sie kopieren es sogar. Religion spielt eine Rolle. Für Religionshass ist ein Platz in einer Demokratie.

Wenn sie jetzt immer noch von "Missioniererei" reden, entlarven sie sich als erstaunlich lernunfähig. Wie gesagt: Ich hatte Gott mit keinem Wort erwähnt. Ich will auch keine überzeugungsarbeit leisten, sondern nur die Fehler und die Widersprüche in eurem liebgewonnenen Denken vorführen. Ich stelle nur nicht jedem Argument von mir die Formulierung "also, ich finde", "Meine Meinung ist...", "nach meinem Dafürhalten..." voran.

Insofern, Carolina, greifen sie mich laufend "wegen meiner Religion" an.

Orlando hat gesagt…

Für Religionshass ist ein Platz in einer Demokratie.

Kein Platz, sollte es heissen, kein Platz.

Carolina hat gesagt…

Ich greife Sie an 'wegen Ihrer Religion'? Nein, ich greife Ihre Ausschliesslichkeit an, Ihre Unfähigkeit bzw Ihren Unwillen, anderen einen Glauben, eine Meinung, eine Haltung zu unterstellen, die zwar nicht die Ihre ist, aber trotzdem zu respektieren ist. Nochmals: Ich habe es oft genug gesagt, Sie haben das Recht, von Ihrer Warte aus sogar die Pflicht, Ihre Religion zu vertreten und zu verteidigen - für die bei uns immer noch vorherrschenden christlich-jüdischen Grundwerte stehe sogar ich ein. Aber sobald dieser Kampf in Angriffe ausartet gegen die, die, wie gestern in Ihrem Post 19:55, mit Ihren Bibelzitaten nichts anfangen wollen bzw, stellen Sie sich vor, können, hat das nur noch mit Sauglattismus und Rechthaberei zu tun. Und das wird mit der Zeit ein wenig langweilig.
Es hat eben auch etwas mit Demokratie und gelebter Religionsfreiheit zu tun, den Glauben (welcher auch immer) anderer zu respektieren.

Orlando hat gesagt…

Wieso sorgen sich eigentlich jene, die sich um Gott und seine Gesetze einen Dreck scheren, so darum. ob sie in den Himmel kommen oder in die Hölle?

Genau damit beginnt es, Caroline: Dass man das, was man nach allem, was man selber so denkt, für Fasch hält, zu "respektieren" beginnt. Ganz nach der Haltung: Mir doch egal, wenn sich der andere ins Verderben stürzt, sich mit Drogen vollpumpt, sich vor seinen Kindern eine Kugel in den Kopf jagt, eine Ehe zerstört, und andere mit ins Verderben reisst. Uns doch egal, es ist sein Leben, seine Entscheidungen, die muss man "respektieren".

Nein, kann man nicht. Und daher muss jeder, auf seiner Wertebasis, in dieser éffentlichkeit, dieser Gesellschaft zu der wir nun einmal verdammt sind, Einfluss nehmen, damit es Gesetze, Regeln und so etwas wie eine öffentliche Moral gibt, die als Korrektiv wirkt.

Wenn wir anfangen, jede "Diversity" und jede Devianz noch "zu respektieren", dann destabilisieren wir den Kerngehalt unserer Kultur. Kein WUnder wollen das vor allem jene, die diese Kultur hassen und sie zerstören wollen. Gegen jene darf man nicht freundlich sein, nicht nett und "nachdenklich" und konziliant. Man muss sie bekämpfen udn Stellung beziehen.

Nichts anderes mache ich hier seit Jahr und Tag.

Sie können öffentichtlich mit anderen Meinungen (oder besser: dieser anderen einung) nicht umgehen, müssen sie als "Missionierung", als potentiell totalitär, respektlos oder nicht nett diffamieren. Das verrät eben mehr über sie, als über mich oder meine Positionen.
Seit wann ist es eine Verletzung von Menschenrechten, wenn man jemanden als dumm bezeichnet?

Ihre Überempfindlichkeit bezieht sich kaum nur auf Stilfragen, oder?

Ich wüsste übrigens nicht, wann ich zum letzten Mal ein Bibelzitat gebracht habe...

Carolina (very tired) hat gesagt…

Ach, Orlando, Sie können Ihr Kreuzrittergetue nur deshalb aufrecht erhalten, weil Sie immer und immer wieder mir und anderen das Wort im Munde herumdrehen. Solange Sie nicht das geringste Verständnis dafür entwickeln, dass Sie mit Ihrer Art und Weise das Gegenteil von dem bewirken, was Sie bewirken wollen, können Sie von mir aus weiter gerne gegen Windmühlen kämpfen..... Nennen Sie es von mir Stilfragen - ich nenne es Anstand. Over and out.

Orlando hat gesagt…

Hahaha, das war jetzt aber sehr unanständig von ihnen. Sie kommen eben für gewöhnlich nicht gerade als das Sensibelchen rüber, als das sie sich hier jetzt verkaufen möchten, Astrid alias Carolina. Aber eben. Wenn sie mal jemand an dem festnagelt, was sie sagen, dann verlieren sie die Contenance.

Der springende Punkt ist: Sie wollen meinen Standpunkt gar nicht verstehen, geschweige denn gelten lassen. Und wenn sie mich angreifen und einen "Kreuzritter" schimpfen, und ich etwas entgegne, dann fangen sie gleich an zu heulen. Sie möchten lieber Verteufeln, Diffamieren und am Schluss - wenn ihnen gar nichts mehr in den Sinn kommt - wegen Anstandsfragen klagen.

Was sie nicht sehen wollen: Dass sie ihren komischen Standpunkt des Leben-und-leben-lassen eben genau auf Christen nicht anwenden wollen. Das ist ihr Widerspruch. Leben sie damit. Mit ihrer Inkonsequenz.

Darum geht es, und nicht um irgendwelche Stilfragen. Die machen es nur leichter für sie, auch nicht mal einen Millimeter von ihrer vagen Abwehrposition abzuweichen.

So einfach ist das Leben vielleicht auf dem Ponyhof ohne Seesicht. Wenn Prinzesschen böse ist schmollt sie, bis sie ein neues Pony bekommt.

Hier gibts kein neues Pony.

keine Frage hat gesagt…

Hat der Typ eigentlich einen Zufallsgenerator mit Buchstaben gefressen?

fufi hat gesagt…

Verstanden Orlando!

Es darf NICHT heissen:
"Für Religionshass ist ein Platz in der Demokratie."
Sondern es sollte heissen:
"Für Religionshass ist kein Platz in der Demokratie."

Also, wenn der Herr Freud senior darüber nicht Kotzen täte, würde er drauf Kacken?

Prinzessin auf dem Ponyhof (ohne Seeblick) hat gesagt…

Och Mann, die olle Kamelle wieder - das Prinzesschen, das Sensibelchen etc. Und dann noch mein alter Nick - dient das eigentlich der Bestrafung oder was? Meinen Sie allen Ernstes, ich sitze heulend am Laptop, weil Orlando mich mal wieder durchschaut hat? Dream on.
Und so wie Sie reagieren, muss ich sagen: der Ausdruck 'Kreuzritter' gefällt mir immer besser......

Wissen Sie was, Orlando, mir fehlt Mila. Ich wünschte, sie würde mal wieder vorbeischauen und in ihrer unnachahmlich klaren Art (das ist ein Kompliment, Mila!!!!) das analysieren, was wir hier zusammenkritzeln. Von ihr kann ich Kritik annehmen, wäre mir sogar lieb. Aber von Ihnen? Ich habe halt immer den Eindruck, dass Sie Ihr Gegenüber immer erst mal demontieren müssen, um sich dann besser, grösser und schlauer zu fühlen. Aber das darf man nicht sagen, weil dann sofort der Vorwurf kommt, man lege auf Stilfragen mehr wert als auf den Inhalt...... Nun ja.

fufi hat gesagt…

Ich meinte damit:
Was so ein "K" alles bewirken kann?

Und dazu, wenn auch absolutely off topic,
aber dennoch recht interessant:

Wisst ihr eigentlich, wie nahe das Gute dem Schlechten verwandt ist?
Zumindest altgriechisch:
kalos = gut
kakos = schlecht

Wie oben gesagt, da kann ein "k" doch ziemlich viel ausmachen.
Oder ebe nöd!

fufi hat gesagt…

An "keine Frage"

Nein, der ist so zur Welt gekommen!
(Ich hab die Schreie der Hebamme gehört!)

Tiger hat gesagt…

Carolina, Komplimente an Mila, das geht nicht. Das habe ich ja auch einmal versucht, mit übelsten übelsten Konsequenzen.

Tiger hat gesagt…

http://www.leponyhof.ch/ Dort könnte sich die Loungegemeinde eigentlich einmal treffen. Nur so eine schüüche Idee.

Tiger hat gesagt…

Confucius didn't say


Man who wants pretty nurse, must be patient.

Passionate kiss, like spider web, leads to undoing of fly.

Lady who goes camping must beware of evil intent.

Squirrel who runs up woman's leg will not find nuts.

Man who leaps off cliff jumps to conclusion.

Man who runs in front of car gets tired; man who runs behind car gets exhausted.

Man who eats many prunes get good run for money.

War does not determine who is right; it determines who is left.

Man who fight with wife all day get no piece at night.

It takes many nails to build a crib, but one screw to fill it.

Man who drives like hell is bound to get there.

Man who stands on toilet is high on pot.

Man who live in glass house should change clothes in basement.

Man who fish in other man's well often catch crabs.

Prinzessin auf der Knallerbse hat gesagt…

Gar nicht so uninteressant, der Ponyhof. Aber kann natürlich mit meinem nicht mithalten;-)

Komplimente an mila? Wo sie Recht hat, hat sie Recht. Das ist alles.

Tiger hat gesagt…

Ach he, wenn Du im Satz "das ist ein Kompliment, Mila!!!!" nur drei statt der vier Ausrufezeichen gebraucht hättest, hätte ich sicher niemals die absurde Idee gehabt, es handle sich um ein Kompliment...

Aber easy, ist mir auch schon geschehen, dass ich mich an meine Texte falsch erinnert habe und jemand mich erinnern musste. Dumm nur, wenn es gabi oder so ist...

Das Rest. Le Ponyhof ist gleich neben meinem Bruder (und Elias Canetti hat ja auch dort gewohnt, vor vielen Jahren).

mila hat gesagt…

Carolina, Ihr Votum schmeichelt mir natürlich, und ich möchte umgekehrt das Kompliment zurückgeben: von Ihnen lasse ich mir ebenfalls gerne gelegentlich die Leviten lesen. Wer anderen nicht (wirklich) zuhört, gewinnt nicht(s) im Leben - so einfach ist das.

Dennoch, dies hier ist nicht (mehr) der Ort, an dem ich mich wohl fühle (respektive authentisch sein/wirken kann), auch möchte ich die Halbpatzigkeiten aus meinem Leben streichen. Deren gab es in der Vergangenheit schlicht zu viele. Dazu (typischerweise) ein musikalisches Sinnbild:

Aviatic - Goodbye Beautiful Day
http://www.youtube.com/watch?v=2q1ic0OHoTE

Wer mich sucht, findet mich fortan unter los-wort.blogspot.com. Das einzige, was ich mir von den Eintretenden erbitte, ist ein Quentchen Aufgeschlossenheit - sowie Verständnis für meinen zugegebenermassen kapriziösen Stil. Momentan handelt es sich um ein persönliches scrapbook; mit Hilfe anderer könnte es sich zu einer Ideenplattform entwickeln. Und mit scrapbook meine ich: scrapbook. Die Rezensionstexte sind keineswegs in Stein gemeisselt, sondern bedürfen für eine Weiterentwicklung einer äusseren Kritik.

Carolina hat gesagt…

Ich verstehe, mila. Und ich respektiere Ihre Konsequenz - ich werde immer wieder rückfällig;-)
Bei Gelegenheit schaue ich sicher hinein.....

Tiger hat gesagt…

ah, capito, die darf. ich nicht.

naja, ist mir nicht wichtig, aber dass mila nicht nur einfach "kapriziös" ist sondern sich selbst viel viel viel zu wichtig nimmt, geht mir sehr auf den Keks. mila, das ist sooo orlandesk.

Also, Leute, kleine Bekanntmachung: mila stinkt beim Scheissen.

Tiger hat gesagt…

Auf jeden Fall ist Milas ein weiterer Bescheidwisserblog. Wie weiland Os. Unendlich öde.

Orlando hat gesagt…

@Tigri: Du stinkst auch ohne auf der Toilette zu sitzen, und zwar vom Kopf her.

---------

Tz, tz, tz. Ach je, die kleine unverstandene Frau. Ja, ja, Männer hören nicht zu und Frauen parkieren schlecht ein - alte Geschichte.

Carolina muss sich schlicht daran gewöhnen, dass in Zukunft die Christen prononcierter auftreten werden. Get over it! Die Zeiten der linksdrehenden Diskurshoheit sind vorbei.

Ihr höre ihr sehr genau zu: Ihr postmoderner Beliebigkeitspluralismus endet i.d.R. genau an den Rändern, dort, wo man Toleranz und Respekt (z.B. vor den Christen) üben sollte, und sich als ressentimentgeladene Allergikerin outet, wenn dan tatsächlich und real jemand von seiner Religion spricht. Wie das eben in Amerika heutzutage ganz normal ist.

Carolina mit ihrem aggressiven Auftreten und dem schnellen Vorwurf, eine solche Meinungsäusserung sei "missionarisch", hätte es schwer dort.

Es geht um Respekt und Anstand, sehr richtig. Und Carolina wird mir bestimmt zustimmen wenn ich fordere: ein jeder kehre zuerst einmal vor seiner eigenen Türe.

Vertreibungsopfer No 5 (vielleicht auch nicht) hat gesagt…

'Carolina mit ihrem aggressiven Auftreten....'
Orlando, der Experte für Aggressivität, Polemik und Wortverdreherei sind doch eindeutig Sie hier. Es bleibt die Frage von Tiger von vor ein paar Tagen, paraphrasiert: Was wollen Sie eigentlich? Einfach einen auf dicke Hose machen? Menschen überzeugen? Missionieren? Dampf ablassen? Egal, was: vielleicht sollten Sie Ihre Art des Auftritts irgendwann mal überdenken, falls es wirklich Ihr Ziel ist, andere zum Nachdenken zu bringen. So, wie Sie es immer und immer wieder hier praktizieren, machen Sie sie nur aggressiv - aber vielleicht reicht Ihnen das ja..... Vielleicht haben Sie ja auf Ihrem Schreibtisch einen Block, auf dem Sie Vertriebene abstreichen....
Apropos Anstand: ich rede Sie immer noch direkt an - fällt Ihnen was auf?

Prinzessin C hat gesagt…

PS: Sie hören übrigens genau so weit zu, bis Sie wieder Ihre Schubladen aufgerissen haben, in die Sie missliebig gewordene einsperren können, damit Sie Ihnen, anscheinend in Ermangelung von Phantasie und wirklichem Diskussionsinteresse, die üblichen Phrasen um die Ohren dreschen können. Mila hat absolut Recht: wer nicht mehr in der Lage ist, das zu hören, zu sehen, zu spüren, was um ihn herum vorgeht, steht einfach still und ist eigentlich ein ganz armer Siech.

Da am Samstag hat gesagt…

herr o, sie sind ein merkwürdiger vogel. ich hatte eigentlich nach unseren diskussionen letzte woche gedacht, in ihnen einen intelligenten, leidenschaftlichen und neugierigen diskutanten zu finden. aber wenn ich ihren austausch mit carlina nachlese, komme ich dann doch ins zweifeln. ich bin noch nicht lange genug hier, um die vorgeschichte zwischen ihnen zu kennen, aber muss ich das überhaupt? carlina versucht sehr wohl, auf sie einzugehen, die dinge von ihrer seite darzustellen, ohne ihre seite zu verteufeln. sie gehen jedoch gar nicht darauf ein, sondern scheinen wie ein bulle auf ein rotes tuch zu reagieren.
mir scheint, einiges von dem, was carlina sagte, hat doch etwas mit dem freien menschen zu tun. besonders mit ihrem satz, dass der mensch von gott (an den ich, wie sie wissen, auch nicht glaube) mit einem freien willen, ja ganz frei ausgestattet sei, hadere ich ebenso wie c. mein weg sieht, ebenso wie von c beschrieben, anders aus - aus einem unfreien, weil von allen möglichen frühen eindrücken, ängsten und einflüssen verschlossener mensch habe ich mich irgendwann auf den weg gemacht, meinen ganz ureigenen weg zu finden. wie man das einem mitmenschen absprechen kann, wie sie es mit c. tun, kann ich nicht verstehen. es sei denn, es treibt sie nicht einfach nur leidenschaft um, eine von mir bewunderte eigenschaft, sondern eben doch ein missionierungsgedanke (wobei für mich das wort m ebenfalls negativ belegt ist, mit dem beigeschmack von intoleranz und überheblichkeit). da ist dann jegliches berufen auf ayn rand doch nur makulatur.

Orlando hat gesagt…

Sehen sie, ich würde sie nie "eine arme Sau" nennen, ich würde sie nie fragen "machen sie hier einen auf feuchtes Höschen?", oder "was wollen sie eigentlich hier, mit ihrer resignativen Weltsicht andere davon zu überzeugen versuchen, dass Christen alle böse böse Fundamentalisten sind, die wie orthodoxe Juden durchs Leben gehen nur einfach ohne schwarze Kleider und Schäfchenlocken".

Das wäre deutlich unter meinem Niveau.

Sehen sie es doch mal so: Orlando ist manchmal etwas schwer von Verstand. Er kommt bei Sätzen wie

ich greife Ihre Ausschliesslichkeit an, Ihre Unfähigkeit bzw Ihren Unwillen, anderen einen Glauben, eine Meinung, eine Haltung zu unterstellen, die zwar nicht die Ihre ist, aber trotzdem zu respektieren ist.

oder

Sie haben das Recht, von Ihrer Warte aus sogar die Pflicht, Ihre Religion zu vertreten und zu verteidigen - für die bei uns immer noch vorherrschenden christlich-jüdischen Grundwerte stehe sogar ich ein

oder

ich beharre auf dem Recht eines jeden, ohne das Bild Gottes, wie Sie es für unumstösslich halten, durchs Leben zu gehen.

oder

mit 'gleich sein' meine ich auch, dass jeder Mensch das Recht hat, etwas aus sich machen zu können, aber eben auch das Recht, es nicht zu tun. Und schon gar nicht in meinem Sinne etwas für sich tun muss. Oder in Ihrem.

oder

zapfen Sie - wie ein Vampir, der so gern ein fürchterliches Ding wäre, während er doch zu einem romantisch verklärten, verklemmten Darsteller in Jungmädchenromanen verkommen ist.

nicht wirklich draus, wie das zusammenhängt, und woran sich die Dame denn eigentlich stört. Haben sie von mir jemals etwa in die Richtung gehört à la "mein Gott ist der beste, alle sollten meinen Glauben teilen oder sterben"? Nein haben sie nicht. Werden sie auch nie.

Weil mir ist es herzlich egal, ob sie zu den gleichen Erkenntnissen gelangen, wie ich, oder nicht. ABER: Ich nehme mir das Recht heraus diese meine Erkenntnis zu verbreiten, wo ich will. Ich nehme gewiss keine Rücksicht darauf, ob ich dabei jemandes "Gefühle" verletze, wie die Swiss in der Türkei: http://www.bzbasel.ch/schweiz/kreuz-ist-trumpf-swiss-werbung-provoziert-muslime-125390340.

Herrgott, wo leben wir eigentlich?

fufi hat gesagt…

Weisst du Orli

Manchmal mag ich dich einfach nicht verstehen:
Da bezeichnest DU dich als bekennenden Hatholik, und schimpfst MICH einen "Friedensfriek".
Do ye remember Jesus Christ?

Und da schimpfst du wen, dass er vom Kopf stinke, wo wir dir alle doch am Liebsten eine Binaca schenken möchten, weil das, was du aus deinem Mund rauslässt, weisch, was i meine:

10 Dann rief Jesus die Menschenmenge zu sich: »Hört, was ich euch sage, und begreift doch:
11 Nicht was ein Mensch ißt, macht ihn unrein, sondern das, was er denkt und redet.«
Mt 15, 10f

Orlando hat gesagt…

@Da

Das ist ja alles schön und recht, erwarten sie jetzt, dass ich eine Standing Ovation für "ihren Weg" veranstalte? Jeder geht seinen "ureigenen" Weg, aber nur ich werde angegriffen, wenn ich meine Überlegungen zur Wichtigkeit einer abendländisch-christlichen Werteordnung für MEINEN Weg hier reflektiere.

Wie tolerant ist denn das?

wie man das einem mitmenschen absprechen kann, wie sie es mit c. tun, kann ich nicht verstehen.

Bitte, wie? Was will ich ihr absprechen? Wo bitte habe ich mich überhaupt zu ihrem ureigenen Weg geäussert? Suichen, sie, mein Freund, sie werden nichts finden.

Ich bin es, der hier angegriffen wurde von der Dame, die alle paar Monate aus der Versenkung auftaucht, einen Streit anfängt um dann im Protest zu gehen.

Also, ihr wollt mir den Mund verbieten und finden es sehr unangenehm, seid überempfindlich weil ich den Namen GOTTES erwähne (und dabei mit keiner Silbe von jemandem verlange, ohn anzuerkennen oder wasauchimmer), während ihr im gleichen Atemzug davon schwärmt, wie gott-los eure ganz persönliche Weltsicht ist? Wtf?

Wie gesagt, ich werde der Missioniererei bezichtigt. Das ist fern von allem, was ich will.

Weiter oben - um den Anschluss wieder zu finden, Da - habe ich es schon ausgedrückt: In der Postmoderne findet jedes Meerestierchen seine Pfütze, wie bei Ebbe am Strand. Aber die nächste Flut kommt bald.

Und um wieder mal saisonal aufzutrumpfen:

Die Blätter fallen. Fallen wie von weit,
als welkten in den Himmeln ferne Gärten;
Sie fallen mit verneinender Gebärde.

Und in den Nächten fällt die schwere Erde
aus allen Sternen in die Einsamkeit.

Wir alle fallen. Diese Hand da fällt.
Und sieh dir andre an: es ist in allen.

Und doch ist Einer, welcher dieses Fallen
unendlich sanft in seinen Händen hält.


War jetzt Rilke auch ein evangelikaler Fundi auf Mission, oder was?

fufi hat gesagt…

Weisst du, Orlando

Kannst du das, wo da immer wieder mit immer neuen Beleidigungen sagen willst, nicht einfach mal, in Stein gemeisselt schicken an

fufis Lounge
3.Strasse linksoderrechts
HierUndDaUndUeberall

Ich werde deine höchstpersönliche "Orlando-Stele" gerne im Hinterhof aufstellen.
Zwischen dem Hundeversäuberungs- und dem Kinderspielplatz.
Auf dass du ein ewig-versteinertes Leben geniessen mögest!

Da am Samstag hat gesagt…

ich bin doch enttäuscht. ihre wahrnehmung ist doch sehr einseitig, herr o. von offenem herzen kann keine rede sein, sie steigern sich in etwas hinein, was ich beim besten willen nicht finden kann. mir scheint, sie haben ein ganz anderes problem: kann es sein, dass sie es nicht ausstehen können, dass ihnen irgendjemand paroli bietet? oder haben sie ganz einfach ein persönliches problem mit carlina?wenn dem nicht so ist, vielleicht könnten sie die fragen von 'der dame' beantworten, was genau sie eigentlich bezwecken? ich verstehe es nämlich auch nicht. ich sehe hier nur jemanden, die auf ihre verbalinjurien mit zunehmender resignation und aggressivität reagiert, worauf sie dann mit falschen unterstellungen und relativ unmännlichem beleidigtsein reagieren.
herr fufi, vielleicht können sie mir das ja besser erklären.

ps: carOlina, pardon.

Orlando hat gesagt…

Antworten auf alle ihre Fragen:

1) Nein.
2) Nein, eher sie mit mir. Seit ich damals Hirschhorn gegen den Vorwurf des sexuellen Missbrauchs in einem Fall in Schutz nahm. Ich habe null Problem mit C. Ich glaube, sie wurmt es, dass ich locker ausspreche, was sie selber insgeheim denkt.
3) Gegenfrage: Was 'bezwecken' sie hier? Ich scheibe hier, seit es diesen Blog gibt, meine Gedanken auf. Und das sind nicht wenige. Hat damit zu tun, was ich gerade lese oder was mich gerade beschäftigt. Manchmal kommt ein Gedankenaustausch zustande. Meist werde ich heftig kritisiert und angegriffen (so wie aktuell vom Fufi, der keine Silbe darüber vergeudet, welchen Teil meiner Ausführungen er missbilligt). Ist das ein Zweck? Ich weiss es nicht. Mir hilft es, meine Gedanken zu schärfen und aus den Reaktionen auf mein Geschreibsel schlauer zu werden

Ein Defizit habe ich: Ich muss nicht andauernd anderen Leuten auf die Schulter klopfen, sagen "ich bin bei ihnen" oder "das haben sie aber jetzt sehr schön gesagt" und "Solidarität, Schwester" etc. Das machen die Linken unter sich andauernd um sich gegenseitig zu versichern, dass sie ganz ganz gute Menschen sind, und es ist zum kotzen. I.d.R. signalisisre ich Zustimmung und Interesse an jemandem dadurch, dass ich mich überhaupt mit jemandem unterhalte. Nicht jeder hat dieses Privileg.

Was bedeutet das, ein "offenes Herz"? Können sie mir das genauer umschreiben?

Carolina hat gesagt…

Kennen wir uns, Da?

Orlando: Ich habe ein Problem mit Ihnen? Insofern, als ich Ihre Ausfälligkeiten fürchterlich finde, ja. Aber ganz allgemein: why do you think I keep coming back for more? A tendency towards S&M, to collect my weekly kick up the a...?

Orlando hat gesagt…

@Carolina: Geben sie mir bitte ein Beispiel einer Ausfälligkeit, die sie hier meinen, im obigen Dialog! Nur ein einziges, dann lerne ich vielleicht verstehen, was sie dazu treibt, aus mir das Monster zu machen, das ich nicht bin. Nachweislich.

Danke.

fufi hat gesagt…

@Carolina

Bitte gib KEINE Beispiele!
Das würde jedweden Speicherplatz sprengen!

Tiger hat gesagt…

Da, Deine Enttäuschung ist zwar bedauerlich, war aber vorauszusehen, mit der Kenntnis von O (die ihnen abgeht, dem sagt man seit H.K. "Gnade der späten Geburt"). O ist fundamental fies, intrigant, selbstverliebt. Er kennt nur eine Person die Recht hat, und deren Name beginnt mit O und hört auf mit rlando. Alle anderen haben bestenfalls unrecht, im Normalfall sind sie Arschlöcher. Nein, sich darüber zu ereifern ist zwecklos.

Aber ja, ich bedaure das auch, aber ich habe mich gewöhnt. O ist gescheiter als ich, aber auch viel viel viel fieser.

Dafür komme ich bei den Frauen besser an. Ist doch auch etwas.

Da am Samstag hat gesagt…

"Carolina hat gesagt…

Kennen wir uns, Da?"

Da!

fufi hat gesagt…

DaDa?

der echte da hat gesagt…

нет, мне жаль (zu mehr reicht es nicht)....

herr o: mehr später.

Орландо hat gesagt…

Мы ждали и ждали, Товарищ!

C. hat gesagt…

Das letzte Mal als ich schaute, Orlando, war hier noch keine Anwesenheitspflicht (falls Sie mich meinten).

Ihre Frage von 13:58:
Mein Post 18.10/12:05: darin versuche ich, völlig anständig, zu erklären, was meinen Weg bestimmt hat - und ich zolle sogar vorauseilend Verständnis dafür, dass Ihnen dieser Weg völlig fremd ist.
Ihre Antwort darauf unterstellt mir Zynismus, Langweile, mit dem goldenen Löffel im Mund geboren zu sein etc etc.
Und jedes Mal, wenn sich jemand gegen Ihre Ausfälligkeiten (ja, ich wage mal zu behaupten, jeder hier sieht sie als Ausfälligkeiten) wehrt, kommen Sie mit der Klage, man sei ein Sensibelchen.

Ich bin sehr gespannt auf die Definition eines offenen Herzen, die Da Ihnen hoffentlich noch gibt. Für meine Begriffe ist ein offenes Herz eines, dass in seinem Gegenüber dieselben Aengste, Befürchtungen, Hoffnungen, denselben Eigensinn und dasselbe Vertrauen ERKENNT, dass es selber mit sich trägt. Ein wirklich offenes Herz kann deshalb auf Beschimpfungen, Wortverdrehungen, Missionierungsversuche verzichten - es ruht in sich und weiss, dass jeder einzelne Mensch auf jede singuläre Art und Weise den Frieden mit sich selbst finden muss.

Und jetzt noch eine Frage an Sie, Orlando: wo genau sehen Sie bei mir Religionshass? Wenn Sie mir das darlegen können, schulde ich Ihnen - aber vor allem mir selbst - eine Entschuldigung.

Орландо hat gesagt…

Lesen sie noch einmal genauer nach, Carolina. Wir hatten über Kat und Orsi und Frauen und den Zahn der Zeit geredet. Nach ihrer ersten Erwähnung, dass alles zyklisch sei etc., antwortete ich: "Das ist eine angewandte Strategie, der ich nichts entgegenzusetzen habe, Carolina."

Dann redeten wir über Wandel und ich erläuterte ich, wie missbräuchlich die Notion vom permanenten Wandel verwendet wird. Dann wurde es philosophisch und ich erläuterte, wieso ich so eine Weltsicht als autistisch und potentiell zynisch ansehe, die sie verbreiteten (in bewusster scharfer Abgrenzung zu meiner, a priori!).

Der goldene Löfel bezieht sich auf uns alle, Carolina, dasd habe ich im selben Post veredutlicht: Ob ihre gepriesenen Kinder so viel besser sind als die bösen Alten, wird sich daran messen, ob sie AHV und 3. Säule haben, im gleichen Umfang etc. Das war nicht auf ie persönlich gemünzt. Ich habe keine Ahnung ob sie an der Goldküste leben oder einen Ponyhof haben, es ist mir auch scheissegal. Es ist aber symptomatisch, dass sie das immer auf sich persönlich beziehen...

Und dass ich eine Welt, in der alle gleich sind und nur fressen, saufen, kopulieren und sterben, langweilig fände - dazu stehe ich nach wie vor.

Dann wurde es hässlich, Carolina. Während sie mit "Kreuzritter", "Paris/Balkon" (?) und "Vampir" kamen, nahmen sie meinen Rant gegen den dummen Journalisten zum Anlass, mir Missioniererei zu unterstellen.

Irgendetwas muss sie ganz fürchterlich betroffen gemacht haben in meinem 18. Okt. 19.55. Was war es genau, Carolina?

Wenn da etwas Inhaltliches war, dann erklären sich ihre nun einsetzenden, impulsiven Ausfälligkeiten eben: inhaltlich. Wenn nicht, dann müssen sie mir ihren folgenden Satz erklären: ich greife Ihre Ausschliesslichkeit an, Ihre Unfähigkeit bzw Ihren Unwillen, anderen einen Glauben, eine Meinung, eine Haltung zu unterstellen, die zwar nicht die Ihre ist, aber trotzdem zu respektieren ist.

Das heisst, sie haben ein Problem mit dem WAS ich sage, nicht WIE ich es sage. Dass ich irgend ein anderes Gelübde oder irgend eine Freidenkerschule angegriffen hätte ist eine reine Erfindung von Ihnen, eine Unterstellung.

Das heisst aber auch, Carolina, dass sie ein Problem mit Christen haben, wenn sie sich so äussern, wenn sie das, was sie glauben, auch aussprechen. Alle sollen es dürfen, LGTB, Perverse, Islamisten, Hasslinke, Nihilisten, Abtreibungs-Enthusiasten, aber wenn ein Christ eine christliche Botschaft in den Raum stellt, ist es das grösste Ärgernis, Carolina?

Ein nach allen Seiten offenes Herz betrachte ich als ein ziemlich nutzloses Ding. Ein gutes Herz zu haben, scheint mir wichtiger. Deshalb reiche ich gerne die Hand zur Versöhnung, Carolina.

Орландо hat gesagt…

"ihre gepriesenen Kinder" - bezieht sich nicht auf ihre Kinder, sondern auf jene kommende Generation, von der sie weiter oben sprachen, gell.

C hat gesagt…

Orlando, ich werde die letzte sein, die nicht zugibt, dass sie Empfindlichkeiten hat, Befindlichkeiten, wunde Stellen, an denen man mich wirklich treffen kann. So wie Sie auch, so wie jeder Mensch. Das sind für meine Begriffe keine Schwachstellen, sondern für mich stellen sie, es wird doch etwas kitschig hier, die Punkte dar, an denen mein persönliches Lernen anfängt. Insofern gebe ich Ihnen Recht, wenn Sie sagen, dass eine aggressive Reaktion meinerseits zeigt, dass ich wieder mal aus dem Lernmodus herausgefallen bin. Aber Orlando, jetzt mal wirklich ehrlich: glauben Sie wirklich, ich bin die einzige, die sich von Ihnen angegangen, 'falsch behandelt' und ständig belehrt fühlt? Wenn Sie es so meinen, wie Sie es mir oben erklären, warum schreiben Sie es dann nicht so? Wenn Sie doch aus Erfahrung hier wissen müssen, dass kaum noch Gesprächspartner bereitstehen, weil sie, das interpretiere ich jetzt mal so, sich genauso angegangen fühlten wie ich, weil halt die meisten solche Empfindlichkeiten haben? Ich will damit nicht meine eigenen Unzulänglichkeiten entschuldigen, von denen ich weiss, dass ich sie habe (also meistens jedenfalls;-). Aber ich bin ständig auf der Suche nach Menschen, die mir 'neue' Gedanken, Ideen und Vorstellungen präsentieren, die mein, zugegebermassen gemütlich eingerichtetes Leben, etwas durcheinanderrütteln, mich herausfordern, wütend machen und damit zeigen, dass sie einen Nerv getroffen haben. Und klar treffen Sie einen Nerv bei mir - deswegen komme ich ja immer wieder auf Sie zurück. Aber bitte, bitte, bitte überlegen Sie sich ab und zu, was Sie wie sagen - mir und scheinbar den anderen Ehemaligen hier auch gäbe es die Möglichkeit, generöser zu sein und nicht jedes Mal erst Aggressionen abbauen zu müssen.

Das ist alles etwas hastig geschrieben - ich komme heute abend nochmal darauf zurück, muss wirklich weg.

Da am Sonntag hat gesagt…

Der definition carolinas schliesse ich mich weitestgehend an, mit dem zusatz, dass ein offenes herz vor allem ein verletzliches, grosszügiges ist. nur wenn es erkennt, dass alle menschen diese verletzlichkeit haben, kann es auch ein gutes herz sein - nämlich verzeihend. und wem das zu esoterisch klingt: man nennt es auch empathie. um mich nicht misszuverstehen: allumfassende empathie ist, da gebe ich ihnen recht, ein wirklich nutzloses ding, aber das meine ich auch nicht: ich meine das einfühlungsvermögen, das notwendig ist, um die wertvorstellungen und haltungen anderer zu verstehen und dann bewerten zu können. dieses empathie, das was ich offenes herz nenne, ist essentiell, um veränderungen in mir selbst bewerten, ablehnen, zustimmen oder durchführen zu können. nur diese offenheit ermöglicht es mir, mich persönlich weiterzuentwickeln. ein anderer begriff, der diesem nahe kommt, ist nächstenliebe.

ich verfolge mit grossem Interesse ihre und carolinas diskussion. bitte korrigieren sie mich, aber mein eindruck ist, dass da sehr viel mehr gemeinsamkeiten sind als sie beide denken.

Orlando hat gesagt…

Ich möchte eigentlich niemanden "angehen". Ich operiere aus meiner Warte auf einer ziemlich rationalen Ebene, wo Gefühle keine Rolle spielen sollten. Ach, die Gefühle!
Heutzutage kommt man ja fast schon vor Gericht, wenn man jemandes Gefühle verletzt. You hurt my feelings, you must be a fascist...

Natürlich klinge ich auch manchmal emotional, wenn mich etwas so anscheisst, wie der Artikel im Stadtblog (siehe oben). Und ja, meine kraftvolle, polemisch auf die Spitze getriebene Sprache ist quasi ein permanenter usnahmezustand, wie das wirkt. Doch ziele niemals auf Personen (resp. auf die Personen hinter den Nicks) sondern - ich meine: ziemlich punktgenau - auf das Argument.

Klar, ich nehme Einordnungsversuche vor, Wertungen von Statements, denke weiter, als was da steht, interpretiere und versuche auf den Kern des Arguments, auf die zugrundeliegende Haltung oder Denkschule zu schliessen. Sie, Carolina, sprechen das ja an, wenn sie sagn, dass sie immer wieder zurückkommen, weil ich neue Aspekte bringe, die herausfordern.

Nichts weniger will ich, Aber vielleicht eben auch nicht mehr. Ich bin nachweislich jene Person hier, die in drei Jahren am wenigsten über sich selber preisgegeben hat - aus gutem Grund. Und natürlich hat das auch mit den Positionen zu tun, die ich vertrete.

Wenn wir also diesen Denk- und Reflexionsraum aufrechterhalten wollen, und weiterhin spannende Themen diskursiv ( = wir müssen uns nicht alle fünf Minuten versichern, dass wir alle im Grunde gleicher Meinung sind, "ich bin ganz bei ihnen", und uns hier bloss im gegenseitig selbstbestätigenden Wohlfühl-Smalltalk den Themen annähern*) angehen wollen, sollten wir also die Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit aufbringen, uns klipp und klar den Grund unseres Unbehagens mitzuteilen. Sonst droht immer wieder die Abwärtsspirale.

Orlando ist lebendige Irritation, das werde ich nicht so schnell ändern. Und ja, ein Grossmaul bin ich manchmal auch. Love it or leave it.

@Da: Ja, Nächstenliebe. Dafür muss es zuerst einen Begriff vom Nächsten geben, das Andere meine ich ja die ganze Zeit. Empathie? Siehe Ayn Rand, oben: To say 'I love you' one must know first how to say the 'I.'

*als Bsp. siehe die Huntington-"Diskussion" im aktuellen MB-Thread

C. hat gesagt…

'Orlando ist lebendige Irritation, das werde ich nicht so schnell ändern. Und ja, ein Grossmaul bin ich manchmal auch. Love it or leave it'

Ich werde mir erlauben, den Mittelweg zu nehmen, Orlando, irgend etwas zwischen Liebe und Wegrennen. Wie Sie vielleicht mittlerweile wissen, halte ich die Kombination Selbstreflektion/Widersprüchlichkeit/Herausforderung für sehr verführerisch. In diesem Sinne werde ich auch versuchen, etwas abgeklärter und weniger rote-Tuch-mässig auf Sie zu reagieren.

'Ich operiere aus meiner Warte auf einer ziemlich rationalen Ebene, wo Gefühle keine Rolle spielen sollten. Ach, die Gefühle!'

Darüber musste ich jetzt doch lachen: ist nicht Glauben die stärkste emotionale Bindung, die es gibt?

Gute Nacht allerseits und Fufi, falls Du das noch liest, alles, alles Gute morgen!





Tiger hat gesagt…

http://www.youtube.com/watch?v=bDXa4FkAw-4&feature=related

Orlando hat gesagt…

Nein, Glauben hat nict vor allem mit gefühlen zu tun. Es ist eine rationale Angelegenheit. Hey, wir hatten doch da mal eine Reformation, remember? Und auch wenn es nur eine einzige, heilige, richtige Kirche gibt, so können wir den protestantischen Approach nicht einfach ignorieren. Sola scriptura.

Selbstreflektion - Widersprüchlichkeit - Herausforderung: Mit zwei Dingen kann ich nicht dienen, das ist zunächst mal diese ewige Selbstbezogenheit, alles auf einen selber und seine Wahrnehmung und seine Gefühle herunterzbrechen und zum Ausgangspunkt für jedwede Betrachung zu machen, als wöre man der erste verdammte Mensch, der auf die Erde geworfen wird.
Zweitens weiss ich nicht, was mit Widersprüchlichkeit gemeint sein soll. In sich selber widersprüchlich sein, und das soll sexy sein? oder einfach vor den Widersprüchen (Gegensätzchkeiten?) kapitulieren und die daraus resultierenden Konflikte zu ignorieren, unter den Teppich zu kehren, Schwammdrüber, damit wir nur ja niemandem auf die Füsse steht...? Das wäre dann ein sehr schweizerischer Weg, konfliktscheu und seldwyla-like. Brrr.

In einem Punkt sind wir uns glaub ich einig, Carolina – eitel und impulsiv, wie wir beide nachmal sind: Alles, bloss nicht langweilig!

;-)

C. hat gesagt…

Orlando:

Mit Selbstreflexion meine ich, vor allem auf die letzten beiden Tage bezogen, seltene Einsichten in sich selbst - diese sind, wenn sie dann kommen, mir persönlich viel mehr wert als ständiges Relativieren und lösen bei mir Respekt aus. Mehr nicht.

Ihr letzter Satz? Direct hit.

Eines unserer Kinder hat sich kürzlich zur Taufe entschlossen - die Begründung, die mir am meisten eingeleuchtet hat war der Satz, dass Glaube wohl die bedingungsloseste Form der Liebe sei. Seitdem wir unsere Kinder nicht taufen liessen, habe ich auf diesen Moment gewartet: dass eines von ihnen aus freiem Willen mit wirklich offenen Sinnen seinen Weg, seinen Glauben findet. Wir haben uns so manches Mal gefragt, wie wir reagieren würden, wenn eines Nonne oder Priester werden würde. Heute wissen wir es: mit Freude, nicht unbedingt der Gemeinschaft wegen, die sie ausgewählt hat, sondern weil sie selbst, ganz unbeeinflusst von uns, auf ihre innere Stimme hört. Daher wiegt bei mir der Vorwurf, ich sei ein Religionshasser, so schwer: ich hoffe wirklich sehr, dass das nicht der Fall ist. Im Gegenteil, die Mischpoche, aus der ich hervorgegangen bin, fordert mich immer wieder heraus, sie nervt, sie quält, sie macht mich glücklich, weil ein Konsensus darin zu bestehen scheint, dass der spirituelle Weg eines jeden anders aussieht, aber essentiell ist.

C. hat gesagt…

Ein Gedanke an Fufi: sollte jetzt gerade operiert werden. Alles Liebe, mein Freund!

Orlando hat gesagt…

Gratuliere. Glauben sie, diese Entscheidung hat etwas damit zu tun, dass sie ihre Kinder nicht taufen liessen?
Und, da sie es schon erwähnen, Carolina: Wie sieht denn ihr eigener spiritueller Weg aus?

Schalom! Was für ein Nachmittag für Ponyhöfe oder andere Beschäftigungen (z.B. die Jagd), a clear sky and crisp tempereratures.
Ich liebe den kontemplativen Reiz des Herbstes.

C. hat gesagt…

Naja, wenn man, wie Sie das augenscheinlich tun, davon ausgeht, dass es nur eine wirklich wahre religiöse Heimat gibt, dann hat die Nichttaufe das Einlaufen in den Hafen verzögert. Aus unserer Warte, die damals den Kindern eine informierte, freie und eigenständige Entscheidung ermöglichen wollte, war es die richtige. In kurz: ich weiss es nicht. Aber mein eigener spiritueller Weg wird von der Entscheidung des Kindes berührt, es macht mich selber freier, denn ich kann mir ganz sicher sein, dass das Erkennen bei ihr gut 'funktioniert'. Auch wenn das 'corny' klingt: nach anfänglichen Zweifeln freue ich mich einfach nur. Ich habe ja schon mal angedeutet, dass ich so ein jüdisches Mame-Verhalten habe, das gute alte Loslassen fällt mir schon extrem schwer. Gerade weil sie ihren eigenen Weg geht und das mit soviel Vertrauen und Ueberzeugung macht, kann ich sie gut ziehen lassen (Rückschläge leider nicht ausgeschlossen).

Mein eigener spiritueller Weg? Oy vey..... Ein andermal, Kind liebt den Reiz des Herbstes auch.

Tiger hat gesagt…

Frau fufi meinte grad am Telefon, er werde grad operiert und habe sich sehr über unsere guten Wünsche gefreut. Das gebe ihm Kraft.

Orlando hat gesagt…

Er wird am Hals operiert und kann gleichzeitig telefonieren? Wahnsinn, diese moderne Medizin!

Tiger hat gesagt…

Wer lesen kann, O, ist klar im Vorteil. Also nomal bitte.

Orlando hat gesagt…

Ach, Frau Fufi. Die kenne ich halt nur als Fufine. Tschuldigung.

Tiger hat gesagt…

Also eigentlich finde ich es ja enorm pubertär von mir, so schnippisch zu sein. Sorry.

fufi hat gesagt…

Also
wenn sich der bekennende Katholik
am 22. Oktober 2012 12:06
auf die Reformation beruft,
dann verstehe ich entweder die Welt nicht.
Oder Orlando.
Mei Tipp: 2

Orlando hat gesagt…

Die Reformation war gut - für die RKK!

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