Bekanntlich haben sie's damals ja NICHT geschafft, Blei in Gold zu verwandeln.
Und auch wenn sie heutzutage Uran 23X (was im Fall noch viel teurer ist als Gold) in Blei verwandeln können, tja irgendwie scheint's halt doch kein Fortschritt zu sein!
Da könnens ja die Kleinsten der Kleinen, die Bazillen nämlich, noch um einiges Besser, weil DIE nämlich GIFT in GOLD umwandeln können. Ehrlich!

Mehr dazu gibt's hier:
http://www.nzz.ch/wissen/wissenschaft/aus-gift-wird-gold-1.17982686
Abt. Sun, Fun und Ballermann
Die Amtssprache(n) in Palma de Mallorca sind Katalanisch und Spanisch.

Abt. Friedenspolitik
"Es herrscht noch kein Friede in Vietnam", meinte der damalige Führer der nordvietnamesischen Kommunistischen Partei, Lê Đức Thọ, und weigerte sich deshalb 1973, den an ihn verliehenen Friedensnobelpreis entgegenzunehmen.
Ein gewisser Henry Kissinger war da anderer Meinung!
Abt. Technik
Die einzige Untersee-Luftseilbahn der Welt führt von Jericho (−230 m) auf den Berg der Versuchung zum Kloster Qarantal (−50 m).
Mehr dazu ist HIER zu lesen:
Abt. Lebensmittelskandale
Russische Forscher geben Entwarnung!

Im "Meteorit von Tschebarkul" konnten keine Spuren von Pferdefleisch nachgewiesen werden!
Und zum Schluss noch dies:
Das Komitte "Pro Abzocker-Initiative" dankt NOVARTIS und Herrn Vasella für die grosszügige 72-Millionen-Spende!
Aktualisierung am 19.2.2013, 15:00
Und was passiert JETZT mit den MillionenMilliarden, wo Vasella eigentlich hätte spenden wollen?
RICHTIG:
Da wird GAR NICHTS gespendet!
DAS Geld fliesst auf die Konten der Aktionäre!
Sorry, muss mich wieder SO ausdrücken:
19.2. / 1
An Orlando am 19.2., 10:20
Nun, irgendwie scheint's mir, dass die Geschichte denn doch dem massenmörderischen Herzchäferli RECHT gegeben hat?
Und naja, ich weiss ja nicht, wie der Kerl ausgesehen hat, aber NIXON war ja auch nicht wirklich eine Ougenweide!
19.2. / 2
An Orlando, auch am 19.2,, aber etwas später
Aber gerade DU solltest doch wissen, dass es immer die SIEGER sind, wo die Geschichte schreiben, weil scheint's die Geschichte immer den SIEGERN recht gibt, nöd war?
Zum Beispiel den LIEBEN Hebräern und nicht den pöhsen Kanaanäern!
Den LIEBEN Waldstätter-Bauern und nicht den pöhsen Habsburgern!
Dem LIEBEN Kapitalismus und nicht dem pöhsen Kommunismus!
Und so nebenbei:
Agent Orange und Napalm war ja eigentlich auch nicht die feine Art der Kriegsführung?
21.2. / 1
Freut mich, wie ihr alle so lieb seid zueinander!
Zur Belohnung gibt's für alle einen Rumi-Punsch (alkoholfrei) und ein Chäschüechli gratis!
21.2. / 2
Jaja, Grundeinkommen?!?
für's NICHTStun?
z.B. 14.4 Millionen p.a.?
Und es wären ja die, wo den Mehrwert generieren,
wo das Grundeinkommen garantieren möchten.
Aber solange es so Geldgeile Säcke gibt, wo sich
am liebsten morgens in ihrem Geldspeicher wälzen,
wenn DENEN ihr GELD denn soviel wert ist, dass
sie damit ................. ????
Und zu den 100'000 als individuelles Start-Up-Kapital?
Dafür gibt's - @carolina - nicht mal nen halben Ferrari!
Aber vielleicht könnte das die Heiratslust (LUST?!?) fördern?
Wobei eigentlich:
Ein Ferrari mit dem Kleber "Baby an Bord"?
Wenn bei Zoyota nichts unmöglich ist,
da will FERRARI ja nich hintanstehen, gell?
Letztlich geht's ja bloss um die ewige eine Frage:
Sozialstaat: JA oder NEIN?
oder vielleicht etwas konkreter:
FINANZIELLE Solidarität: JA oder NEIN?
21.2. / 3
"Wenn man keine Kohle hat, geht man arbeiten."
Können vor lachen?
Es soll vorkommen, dass man keine Kohle kriegt,
auch wenn man schwarz arbeiten täte!
22.2. / 1
"Beim Teutates, jetzt geht's los!", würde Obelix sich freuen.
Also an den Orli:
Fufi steht Mo - Fr um 04:45 auf, um einige Batzeli für fufine, s'Hundeli und s'Katerli zu verdienen.
Und an Carolina wo DAS da sagt:
"Soll ich daraus wirklich den Schluss ziehen, dass Arbeitslose alle (!) faule Säcke sind, die morgens nicht aus dem Bett kommen und nur die hohle Hand machen? Das wäre nämlich das, was Du machst, fufi......"
Nun, ich meine nicht, dass du damit meinst, dass ICH die hohle Hand machen täte .... .
Nun, vielleicht war's ein Missverständnis, weil ich meinte, dass VIELE zwar gerne arbeiten täten, aber der freie Markt halt - Mammon sei's geklagt - zuwenig Arbeitsplätze bereitstellt.
Besonders solche für Nicht-mehr-Junge und Nicht-Hochqualifiezierte.
Und für die paar offenen Stellen für Nicht-Hoch-Qualifizierte, nun, DA könnten die Firmen ja eh gleich ein Lotto veranstalten!
Das meinte ich mit Können vor Lachen!
22.2. / 2
Neinei, nöd 666,, schon eher 16, auch wenn's Orli denn glaub schon recht freuen mag:
Wenn sich "unnützes Wissen" mit der "Abzockerinitiative" kommt raus, dass
Rodulf Wehrli
seines Zeichens (666) Präsident von Economiesuisse
Doktor der Theologie ist. Und auch der Philosophie.
Aber er ist glaub Calvinist.
Mögt ihr euch noch erinnern, was ich zu Orli sagte:
Lieber wäre ich Atheist als Calvinist!
(Aber DAS ist schon wieder mal ein anderes Thema!)
22.2. / 3
Und damit ferabschiedet sich fufi das foton für dieses fochenende!
Weinkeller, Kühlschrank und so sind prallfollgefüllt, und wo die Geschirrschpühlmaschine steht wisst ihr unterdessen ja auch!
Ich wünsch allen ein schönes WE!
Cunw!
25.2. / 1
Naja, wahr ja bloss kurz mal weg!
Und der Bequemlichkeit halber nehm'ich's (habt ihr bemerkt: 2 "'" fast hintereinenander!) jetzt, also ich meine persönlich.
Und drum zunächst an Orlando:
Fufi war an der Scheidungsfeier seiner angeheirateten Kusine 4ten Grades im Obergoms.
Und hat im Stroh geschlafen.
Wofür übrigens viele Städter viel Geld bezahlen:
guugelt doch mal nach „schlafen im stroh“!
Erlebnis pur, Natur pur!Und also wenn fufi seiner angeheirateten Kusine 4ten Grades zum freudigen Ereignis nicht flatuliert hätte, wär' das ganze sogar CO2neutral gewesen!
Und irgendwie erstaunt's mich aber eigentlich nicht, dass unser aller lieber Orli den Unterschied zwischen Klima und Wetter auch und gerade heute noch nicht begriffen hat!
Und wenn du denn so gerne einen Linken verdreschen möchtest:
Hier stehe ich, ich kann nicht anders.
Aber ob du, seist du Rittersmann oder Knapp, in DIESES Loch hinabtauchen möchtest?
Ich meine, DA würde dich nicht mal ein Hafenkran wieder raufholen können!
Und an Carolina am 23.2., 12:21:
Hab ja bloss spielen wollen!Und ja, werde in dieser Hinsicht wohl mal Klartext sprechen müssen.
Und für heute zum Schluss noch dies:
Wenn Konzerne, Banken, Holdings und KMU's die Gesetze bis zum Aeussersten zu ihrem eigenem Vorteil auszureizen, DANN scheint das ja ganz ok zu sein.
Weil DA geht's ja nur um so paar MillionenMilliarden.
An Steuer-"Ausfällen"!
Aber wenn sich da ein renitenter Sozialfall getraut, die Gesetze bis zum Aeussersten zu seinem eigenem Vorteil auszureizen, DANN schreit die ganze Schweiz Zeter und Mordio.
Weil DA geht's um ein paar Tausend Franken, wo WIR mit unseren STEUERN bezahlen müssen!
Und damit ihr mich richtig versteht:
ICH finde BEIDES zum Kotzen!
Aber, wenn ich denn ehrlich bin, interessieren mich die Millionen halt schon mehr alls die paar Tausend .... !!!
104 Kommentare:
Off topic (is there even a topic?):
Man staunt schon, wie die Zensur-Tussis beim MB das handhaben. Ernsthafte Kommentare langjähriger Mamablogistas hängen fest, aber ich komme mit so etwas durch:
R. Strasser sagt:
18. Februar 2013 um 01:42
"Ist es wirklich so schlimm, wenn sich eine kinderlose Frau einen Hund oder eine Katze als Baby-Ersatz anschafft?"
Nein, schlimm ist nichts, weil doch eh alles scheissegal ist!
Gestern nach einem unerwartet ausdauernden und feuchtfröhlichen Abend mit Freunden in einer Bar von mir noch in die Tasten gehauen.
Fantastisch!
Ja, sowas ist schon toll, finde ich auch, O. Bin ja kein Paaaaadigänger, aber wenn es Leute hat, die man mag, dann ist das cool.
Aber hast Du in der Bar immer den Compi dabei? Oder hat Dein Telefon Tasten??? Meins nicht (mehr). Das heisst, doch, eine hat's. Wie beim Eifohn.
Die Zensur im MB ist, das wissen wir ja schon lang, etwas sehr sehr seltsam Gelöstes, inkonsequent, inkonsistent, unfair.
--------
fufi, ich finde, wenn es Vasella nicht gäbe, müsste man ihn erfinden. Solche Leute sind dafür geeignet, Zweifler von der Initiative zu überzeugen. Meine Stimme in meinem Kanton ist zwar sicher verloren, zumindest fürs Ständemehr, aber insgesamt hoffe ich doch sehr auf ein Durchkommen der Initiative.
@Tigri: kannst du lesen? Da steht "nach (einem Abend in der Bar) von mir in die Tasten gehauen".
@Fufi: Das muss aber ein ganz toller Kerli gewesen sein, dieser Le Duc Tho, so richtig ein sympathischer kleiner Kriegsverbrecher. Hat sein Nachbarland überfallen, dann in einen blutigen Bürgerkrieg gestürzt und schliesslich einen Vernichtungskrieg gegen die südvietnamesische Bevölkerung geführt. So richtig ein Knuddelbär von einem Weltverbesserer. Ein Schatz von einem Politiker, jööö. Ein richtiges massenmordendes Herzchäferli.
Wie bitte? WEM hat "die Geschichte" recht gegeben? Und wer ist "die Geschichte"? Linke Filmemacher und süperschwiitzer Hobbyhistoriker, slash: Feuilletonistinnen?
Oder heisst "de Geschichte recht geben", dass der Mörder, der am längsten überlebt, der Diktator, gegen den seine Feinde nichts auszurichten vermögen, dass die Lügner, die am längsten lügen am Ende recht erhalten?
Wer entscheidet übrigens, wer recht bekommt und wer nicht? Gibt es da ein objektives Kriterium?
Lesen? Nööö, ich kann nur schreiben. Mein Bruder ist der, der dafür nur lesen kann. Unsere Mutter muss uns zwei gefährlichen Intellektuellen ständig überwachen.
Wegen Vasella (altrumänisch für "Topf") und seinem Konkurrenzverbotszapfen (schweizerdeutsch "Topfkollekte"): Scheints verzichtet er auf die 72 Millionen. Das ist die dümmste aller Lösungen. Erstens hat er so den Klotz nicht und zweitens ist der Schaden in Bezug auf die Abstimmung angerichtet, Mehr oder Minder.
Vasella, ich danke Dir, danke, danke, danke. Wenn die Initiative durchkommt, dann wird sie tief in Deiner Schuld sein.
Habt Ihr Euch eigentlich die Abzocker-Initiative mal genauer angeschaut? Und den Gegenvorschlag? Die erstere wird Jahre brauchen, bis sie implementiert wird und dann ist sie noch ausgesprochen wirkungsdürftig - sie bedient niedere Instinkte wie Sozialneid, hat aber soviel nachhaltige Wirkung wie ein Klaps auf die gierigen Fingerchen. Der Gegenvorschlag hätte wenigstens den Vorteil, dass nur das Obligationenrecht geändert werden müsste - aber auch er ist zahnlos. Beide Varianten haben für meine Begriffe nur symbolischen Wert. Der Fall Vasella wäre übrigens mit keinem der beiden Varianten verhindert worden!
Die einzige stimmige und effiziente Methode wäre, börsenkotierten Firmen, die systemrelevant und/oder vom Staat mit Aufträgen versorgt werden (bzw staatliche Hilfe in Anspruch nehmen), Vertragsvorgaben zu machen, bei Firmen, die privat sind und auch privat wirtschaften, jedoch alles beim alten zu lassen. Im übrigen sind entsprechende Kontrollen längst implementiert, sie werden nur nicht angewandt - warum wohl?
Tiger, die Initiative wird durchkommen - und es wird ganze wirtschaftliche Sektoren geben, die Vasella zu Dank verpflichtet sein werden, weil die Minder-Initiative sich nämlich auf ganz wenige in Zukunft zu 'kontrollierende' Firmen beschränkt. Das, was dringend notwendig wäre, eine funktionierende Börsen-, Banken- und Versicherungsaufsicht, wird es auch durch diese Initiative nicht geben. Aber irgendein archaischer Rachegedanken wird zumindest kurzfristig befriedigt - wenn Dir das reicht......
Ich bin nicht rachedurstig (auch wenn es so aussieht vielleicht), und neidisch schon gar nicht. Nein, nur, eine "funktionierende Börsen-, Banken- und Versicherungsaufsicht" ist zwar nötig, wird durch die Initiative aber weder gefordert noch verhindert. Tun wir auch noch. Oder nicht.
@C.: Neid, Missgunst, Rache - das sind glaube ich die falschen Kategorien. Es ist ja nicht mal so, dass das ganze Geld irgendwo fehlen würde. Wenn es nicht (mehr) ausbezahlt wird, ist es einfach nicht vorhanden udn schon gar nicht in Umlauf. Ich meine, Vasellas, Ospels etc. können ja auch nur einen Bruchteil davon ausgeben. Drei Villen, ein Privatjet und Luxusgüter aller Art (die Arbeitsplätze, die daran hängen!) kosten ja auch nicht sooo viel. Und wieviel davon landet als Spenden irgendwo bei einer gemeinnützigen Stiftung, einem wohltötigen Zweck oder als einmalige Gönnerschaft eines Museums, einer Frschungsanstalt oder einer Universität?
Es gibt Schätzungen, wonach die sgenannten Reichen ihre soziale Verantwortung sehr wohl wahr nehmen. Wir wissen es nicht genau, weil darüber höflich geschwiegen wird in der Schweiz.
Vor allem nehmen Ospels, Vasellas und Co. niemandem etwas weg. Im Gegenteil, als Einkommen wird es versteuert, die Knete geht an den Staat und seine Sozialwerke, es entstehen Abgaben für AHV, AV und IV - es wurde mal errechnet, dass Ospel mit den Abgaben seinem Bonus etwa 20 Arbeitslose finanziert.
Nein, nein, die Empörung kommt anderswoher. Es ist eine moralische Empörung. Es ist auch nicht Neid, denn die meisten dieser Empörten nagen wahrlich nicht am Hungertuch und sind sozial bestens abgesichert. Die Umwelt- und Energiethemen werden langsam langweilig, jeder hat ein vom Staat bezahltes Solardingsbums auf dem Dach. Man empört sich höchstens noch über Wärmepilze oder offene Ladentüren im Winter. Jetzt haben die protestantisch-agglo-brav-eingemitteten Gutbürger etwas Neues entdeckt, woran sich ihr populistisch-primitiver Zorn entfachen kann. Die paar Dutzend Grossverdiener in den Chefetagen weltweit tätiger Konzerne. Man hat ja selbst schon alles, prasst wo man kann, fährt nach Australien in die Ferien, fährt ein nigelnagelneues Auto, zahlt die Hypothe fürs Häuschen im Grünen ab, hat jedes jahr die neustes Skiausrüstung und klotzt mit Skiferien in den Alpen...aber, man findet es einfach "aus Prinzip" nicht in Ordnung, wenn jemand Millionen verdient. Das ist dann irgendwie vage soziale Umweltverschmutzung, "unanständig", "obszön". Es werden fast ausschliesslich Begriffe aus dem moralisch-sittlichen Bereich verwendet. Das verrät den bigotten Hintergrund dieser leidenschaftlichen Empörung. Es ist die Empörung der "anständigen" Gutmenschen - es ist sogar ein Empörungsexzess, wenn man sieht, was diese Initiative fordert.
Ich finde, dass man darüber diskutiert eher peinlich. Die Schweizer verraten sehr viel über sich selber. Sie zeigen, was für eine verlogene bigotte Gesellschaft sie geworden sind. Moralische Empörung, weil man sinst nichts mehr fühlt, innerlich. Sich über Probleme aufregen, die gar keine sind. Luxusprobleme. Ein Zeichen für Wohlstandsverwahrlosung?
O, so gesehen, ist fast alles, womit wir uns täglich befassen, was wir diskutieren, ein Luxusproblem. Sie können mit Fug und Recht auch den Diskussionen im MB jederzeit den Wind aus den Segeln nehmen, in dem Sie jeweils auf das extrem hohe Klageniveau hinweisen. Und auch ich weiss nicht, wo ich die Grenze ziehen soll zwischen echtem und Luxusproblem.
Allerdings gebe ich eines zu bedenken: ich bin in einem Land aufgewachsen, in dem langsam, aber sicher die Mittelschicht weggebröckelt ist, in dem Bildung, soziales Weiterkommen und Selbstverantwortung wenig gelten und wenn, dann nur einer (mittleren und oberen) Oberschicht. Eine immer grösser gewordene Klasse von Abhängigen wird immer bedürftiger und abhängiger, die, die dafür aufkommen müssen, immer frustrierter oder eben reicher - und diese Reichen, das wird auch immer wieder laut betont, finanzieren einen Giesskannen-Sozialstaat, der den Rest der noch existierenden Mittelschicht (Lehrer, Aerzte etc) völlig demoralisiert. (Die Zahlen liegen irgendwo so: 50 % des gesamten Steueraufkommens werden von 10 % der Reichen aufgebracht, der Rest (weil auch Unternehmen sich oft genug um die Steuern drücken) zu einem grossen Anteil von einer ausblutenden Mittelschicht.
Soweit sind wir hier noch nicht, es gibt immer noch eine wohlhabende, gebildete und an Bildung interessierte Mittelschicht, aber das Frustrationspotential durch jemanden wie Vasella ist auch hier riesig. Auch Wirtschaftsführer, Manager, Bankiers und Gutverdienende greifen sich an den Kopf - obwohl sie natürlich wissen, dass es hier um wirkliche Einzelfälle geht. Insofern haben Sie vielleicht Recht: es geht weniger um Sozialneid als um ein Wissen darum, dass man in der Schweiz tunlichst schweigt, wenn man Geld hat, dass man vor allem vermeidet, sich selbst auch noch auf die Schulter zu hauen. Es gibt so eine Art Geheimbund der Schweizer Mittel- und Oberschicht, die darum weiss, dass man sich nicht zur Schau stellt, dass man Gutes tut, aber darüber schweigt (höchstens zur richtigen Zeit einen Journalisten auf die richtige Fährte bringt) - denn die Art und Weise, wie Reichtum oder auch nur Wohlhabendsein z.B. in GB zur Schau gestellt wird, sorgt für mentale Gräben, für eine Art verborgene Aushöhlung der Solidargemeinschaft.
Was ich für Wohlstandsverwahrlosung halte, ist nicht, dass man mit dem Finger auf einen Vasella zeigt (und das mediale/soziale Korrektiv funktioniert ja auch ohne Minder-Initiative ganz gut, wie man jetzt wieder sieht, wie man in den Fällen Hildebrandt, Barnevik etc auch schon gesehen hat), sondern dass man eine Volksverblödung unterstützt, in dem man jeden Bankmitarbeiter, jeden 'Manager', jeden Prokuristen als Abzocker bezeichnet, dass jegliche Differenziertheit und jegliche Einsicht in die Tatsache fehlt, dass uns auch hier die Wohlhabendsten und Reichsten einen der höchsten Lebensstandards der Welt ermöglichen.
Nun, grundlegende Fragen, wieviel Staat vs wieviel Selbstverantwortung (worum es im MB unterschwellig ja auch meust geht) finde ich kein Luxusproblem. Auch wenn Aussenbeziehungen und z.B. Migration betroffen ist, dann braucht es mehr Mitbestimmung durch das Volk (als Korrektiv) - ist überhaupt kein Luxus. Ohne Volksrechte hätten wir im Mittelland längst Verhältnisse wie in Berlin-Kreuzberg.
Die konservative Devise ist: Wer etwas verändern will, steht in der Bringschuld des besseren Arguments. Das geht aber in dieser Debatte völig unter, es wird nur noch sich empört. Nicht einmal die besonnene Frage cui bono/cui malo wird mehr aufgeworfen. Nochmal: Das Geld wird nicht "sinnvoller" eingesetzt oder anders verwendet, wenn es nicht mehr an Manager ausbehalt wird – es ist einfach faktisch inexistent aus volkswirtschaftlicher Sicht.
Und Minder hat die Unterstützung von sehr fragwürdigen Linken, die den Kapitalismus abschaffen möchten. Ich bin überzeugt der muss laufend kotzen, wenn er sieht, wer ihn unterstützt - dafür hat er ja sein Mundwasser, damit man es nicht riecht.
Ich kapiere den Link zu GB nicht. Thatcher (die phöööse "Neoliberale") hat die Grundlagen für die Geburt jener Mittelklasse ja erst geschaffen, von der sie reden. Dass danach über ein Jahrzehnt Labour über den Verhältnissen gelebt hat (was die Linken immer tun!) bedarf jetzt einer konservativen Korrektur. Das hat doch mit der Oberschicht oder den "newly rich" nichts zu tun. So eine Initiative wie die von Minder würde in England oder Amerika schlicht niemand verstehen. das hat schon mit den spezifischen Schweizer Verhältnissen zu tun und der Mentalität.
Die Raumplanungs-Scheisse ist übrigens auf dem gleichen Humus gewachsen: Diejenigen, die schon eins haben, wollen der nächsten Generation das Häuschen im Grünen verwehren. Ich wohne in der Stadt, schon mein Leben lang. Und ich bezahle es selber, weil's viel teurer ist. Aber hey, das bin ich. Ich bin dafür das alle ihr Häuschen haben, die eins wollen. Eigentum, gesunde soziale Strukturen, Familie: Das gehört für eine gedeihende Mittelschicht alles zusammen. Mehr Häuschen (dieser angekackte "Stadtwanderer" Loderer sagt "Hüüslipest") ist bessere Familienpolitik als alle zentralistisch-unausgegorenen Familieninitiativen zusammen.
Deshalb unbedingt: 1 x Gegenvorschlag und 2 x Nein am 3. März!
"Man hat ja selbst schon alles, prasst wo man kann, fährt nach Australien in die Ferien, fährt ein nigelnagelneues Auto, zahlt die Hypothe fürs Häuschen im Grünen ab, hat jedes jahr die neustes Skiausrüstung und klotzt mit Skiferien in den Alpen..." ich lebe sparsam, hatte 2012 (und bisher 2013) keine Ferien, verkaufe in ein paar Monaten meinen Kleinwagen (und nachher abe isch gar keine Auto Signorina), habe keinen Kredit of any kind, meine Skiausrüstung setzt Rost an und das letzte Mal war ich vor 5 Jahren in den Skiferien (und überhaupt Skifahren).
Orlando, mir sind Leute wie Vasella an sich egal. Es sind Arschlöcher, wie es viele gibt hierzulande. Eigentlich bin ich froh um sie, da sie geeignet sind, die überfälligen sozialen Veränderungen voranzubringen (contre-cœur natürlich)
Das Votum Carolinas ist in meinen Augen sehr gut und ausgewogen. Wem die Gesellschaft etwas Wert ist, wer die schweizerische Gesellschaft besser findet als diejenige im UK, in Deutschland, in Frankreich (und in Italien eh), der ist besorgt über die Entwicklungen hierzulande. Die Gesellschaft fällt auseinander. Wer verhindert, dass ein Karl Marx (und in England ein Friedrich Engels) des 21. Jahrhunderts das Volk zum Aufstehen bringt? Minder war dagegen ein ganz kleiner Schnuderbueb, der mal kurz mit seiner Gümelisteinschleuder herumgespielt hat.
Carolina, ich hoffe, Du sprichst mit dem blinden Bankenbasher nicht mich an. Ich kannte und kenne diverse anständige Bankenmitarbeiter (mind you, ich war mal selbst so was in der Art, ich arbeitete, tentatively, für ein Bank-Oppenheim-Ding). Und ich weiss, dass von den vielen, vielen, die ich nicht kenne, nur ein recht kleiner Anteil in die Abzockerkategorie gehört.
Was Du, mein lieber Orlando, Dir einmal in einer ruhigen Minute durch den Kopf gehen lassen musst, ist, wie Du Deine Glorifizierung der Schweiz und Deine Verhöhnung der Schweizer Bewohner übereinander legen kannst. Das passt nicht. Die Schweiz war IMMER ihre Bewohner. Ohne Bewohner kein Land.
"Die Gesellschaft fällt auseinander" - das behauptet ihr doofen Linken bei jeder sich bietenden Gelegenheit. Der Grund: Ihr wollt ja gerade, dass sie auseinanderbricht, damit ihr sie neu (und besser und "gerechter" und blablabla) wieder zusammensetzen könnt. Und die Macht übernehmen.
Die Mittelklasse, Orlando, ist in Europa ein Erfolg des Wirtschaftsbooms der späten 40er, der 50er und 60er Jahre. Thatcher hat sie NICHT geschaffen. Por favor, Orlando, POR FAVOR. Das war bei uns in allen Ländern so. Und in allen Ländern erodiert diese Schicht seit diversen Jahren.
Häuschen: Jooo, jooo, schon seit 80 Jahren (!) wird gewarnt vor der Hüslifizierung der Schweiz. Sie macht die Schweiz wirklich immer hässlicher, überall dort, wo sie zuschlägt (der Beispiele gibt es sooooo viele, eines zu nennen hiesse 1000 zu vernachlässigen). Ich war schon einmal Hausbesitzer, ich werde es nicht mehr werden, mit grosser Wahrscheinlichkeit, zumindest hierzulande nicht.
Orlando, ich will nicht, dass Du brutal geschlagen wirst von der Krise. Aber so halb brutal schon. Aber das wird wohl geschehen. Du wirst wohl in wenigen Jahren stark unten durch müssen. Und diesmal wird Dich Blocher nicht retten.
Naja, O, ich glaube halt in der Tat, dass Teile der Gesellschaft kaputt sind beyond repair. Was flickbar ist, soll man flicken. Was aber nicht kaputt ist, nicht.
If it ain't broken don't fix it. Alter Ingenieursspruch.
1. Tiger, tu mir die Liebe und bezieh nicht alles auf Dich selber - wir diskutieren hier und wenn Du Dich angesprochen fühlst, ok, hat aber nichts mit irgendeinem Beleidigungswillen meinerseits zu tun.
2. Ich glorifiziere die Schweiz in gewisser Hinsicht auch, Tiger. Sie ist und bleibt bis auf weiteres ein wahres Muster an Demokratie. Und ich habe sehr, sehr wenig Geduld mit Hinweisen auf den bösen Kapitalismus - die, die immer darauf herumreiten, haben ein kurzes Gedächtnis. Wir haben erst 1989/90 das lebende und gescheiterte Experiment des realen Sozialismus zu Grabe getragen und werden noch mindestens eine Generation brauchen, um den Schaden bemessen zu können.
3. O, der Verweis auf Thatcher ist richtig. Aber die Mittelschicht, die sie schuf, ist längst wieder dysfunktional. Heute ist Mittelschicht in England ein Synonym für schlechtbezahlte, unmotivierte, deprimierte Bildungsbürger, deren kulturelle und bildungsbürgerliche Ideale von der Entwicklung am Immobilienmarkt abgelöst wurden. Staatsdiener, diese von Frau Thatcher verachtete Kaste, ditto. Und hier zeichnet sich die Schweiz nach wie vor aus: eine funktionierende breite Mittelschicht, die immer noch motiviert und eigenverantwortlich handelt und ein Staat, der (wenigstens noch) genau weiss, wie sensibel die KMU, die das Herz der Mittelschicht bilden, sind. Dieses sehr sensitive Gleichgewicht wird durch jeden Fall Vasella wieder gestört - wenn auch nur 'mental' (mir fällt kein besseres Wort ein). Und ich halte es für absolut gesund, dass gerade bei Firmen, die am Tropf des Staates hängen (bzw umgekehrt wie Novartis) ein Schrei der Empörung durchs Land geht, wenn sich ein 22-Mio-Salär-Vasella auch noch den Nichtverrat seiner alten Firma mit 75 Mio bezahlen lassen will. Das ist gut-schweizerische Verhältnismässigkeit, die nach Wiederherstellung verlangt.
4. Ich bin nicht der Meinung, dass die Gesellschaft auseinanderfällt - aber ich sehe schon, dass Wachsamkeit nötig ist. Allerdings, Tiger, fürchte ich eben in einem anderen Sinne als Du......
Ich war eben einfach nicht ganz sicher, dass Du nicht zumindest mit einem Auge auf mich schieltest, Carolina, aber sicher, dass Du auf mich anspieltest war ich keineswegs (in meinem Satz findet sich ein "ich hoffe, dass Du mich nicht meinst", das zeigt meine Ungewissheit).
Die Gesellschaft in GB ist bereits auseinander gefallen, das sagtest du, Carolina, selbst ("Die Mittelschicht ist wieder dysfunktional"). Danke. Ich befürchte, dass es hier auch soweit kommen wird, und ich sehe klare Anzeichen dafür.
---
Carolina, ich guck die BBC-Serie "Luther", sehr toll. Leider haben die einen Polizisten einen für mich nicht so toll verständlichen Akzent (eigentlich nur einer, der junge Kollege von Luther, die anderen verstehe ich ziemlich gut, mit Kopfhörer geht es besser als ohne). Hoffentlich kommt eine zweite Staffel nach.
Irrtum Tigri. Das Stichwort lautet: Soziale Mobilität. Mittelklasse ist ein Phänomen, das immer eine (Eltern-)Generation betrifft. Die nächste Generation ist meistens entweder noch erfolgreicher oder sackt ab, je nachdem was die Individuen im Leben so machen. In immer selteneren Fällen gibt es mehrere Generationen von Mittekklasse innerhalb einer Familie. In immer häufigeren Fällen aber gibt es Ober- oder Unterschichtsdynastien.
Mittelklasse wird nicht vererbt. Häuser, Vermögen, mobiles Eigentum hingegen schon – deshalb muss man ja dafür sorgen, dass möglichst viel Eigentum enstehen kann!
Die Mittelklasse ist sozusagen ein temporärer Zustand in der Geschichte von Familien. Alle 20 Jahre gibt es eine Phase des Wachstums, in der ganze Bevölkerungsteile - quasi im Lift - ein paar Wohlstandsklassen hinauffahren. Die richtige Politik sorgt dafür, dass diese bleibende Werte schaffen, Eigentum und Vermögen aufbauen.
Thatcher hat mir ihrer Rosskur dafür gesorgt, dass beim nächsten Wachstumsschub ganze Landstruche von Leuten in den Mittelstand katapultiert wurden. She be praised!
Was ist denn in der Zwischenzeit passiert, @Carolina?
Ich kenne mich da zu wenig aus, vielleicht köpnnen sie dazu mehr sagen...?
übrigens, C., das Problem ist in der Tat das kurze Gedächtnis. In der Schweiz ja auch, wenn man sieht, mit welcher Leichtigkeit zum Beispiel eine neue Generation junger Frauen im Mamablog Gratisleistungen vom Staat fordert, weil anders die weiblich-emanzipierte westliche individuelle Freiheit anscheinend nicht mit einem Familienleben in Einklang gebracht werden könne.
Nachtrag: Oberschichtsdynastien, ist ja klar, das liegt in der Natur der Sache. Unterschichtsdynastien sind jedoch fast ausschliesslich eine Folge des Sozialstaats.
Schwer zu sagen, was passiert ist, O. Aber ich kann an meiner eigenen Familie ablesen, dass seit Thatcher einiges passiert ist. Meine Eltern, beide Aerzte/Chirurgen mit kostspieligen Ausbildungen, die sie sich selber finanzieren mussten, waren immer die typischen Philantropen - uns wurde früh eingeimpft, dass nicht der Staat uns etwas schuldet, sondern wir der Gesellschaft. Immer. Ohne Ausnahme. Vielleicht eine Art survivor's guilt, von den Eltern geerbt, die ganz klar working class waren und stolz auf das Erreichte waren, aber ihren Kindern keine Bildung, schon gar keine medizinische Ausbildung finanzieren konnten, aber eben die Haltung, dass sie durch eigene Leistung eines Tages zur middle class gehören würden. Ich würde sogar so weit gehen zu sagen, dass meine Eltern dieses grundlegende Misstrauen, das Thatcher gegenüber den upper middle classes hegte (als Spiegel dazu die Sehnsucht, dazu zu gehören), teilten - aber sie hielten Thatcher für die grosse Zerstörerin, die für social unrest, poll tax und ein zutiefst unsoziales Denken verantwortlich war. Widerspruch war und ist zwecklos. Meiner Meinung nach ist diese middle class, die ihren Wohlstand den Reformen unter Thatcher zu verdanken hatte, deshalb wieder untergegangen, weil ungebremste Einwanderung, völlig ineffiziente Regierungen, denen Schein wichtiger war als die Realität (Tony Blair!), ein unglaublich aufgeblähtes Sozialnetz (wir haben eine Weile in Camden gelebt und der running gag war immer, dass man (damals noch unter Livingstone) als einarmige, alleinerziehende, arbeitslose Lesbe ein Vermögen machen konnte. Dieses eigentlich zutiefst unsoziale social net, das Menschen wie meine Eltern demotivierte, die ihr Leben lang hart gearbeitet haben und zwar einen Haufen Auszeichnungen für ihre Philantropie erhielten, aber finanziell immer am Minimum herumschwammen, schon gar mit einem Stall voller Kinder und die sich auch wieder die Ausbildung dieser Kinder nicht leisten konnten, und sie zum Schluss mit einer lächerlichen Pension abspeiste, ist Zynismus pur. Es hat mich mehr geprägt als alle anderen Erfahrungen in meinem Leben, diese Beobachtungen, die meine Geschwister und ich machten, dass Menschen, die geradezu beseelt waren von dem, was man heute vielleicht Gutmenschentum nennen würde, aber am Ende völlig desillusioniert dastanden. Und genau dasselbe erlebten wir mit den Menschen, die uns umgaben, da gibt es endlose Geschichten. Und gleichzeitig ist GB von allen Ländern, die ich kenne, dasjenige, in denen political correctness absolute Urstände feiert - politisches Beim-Namen-Nennen, Ehrlichkeit ist ein Ding der Unmöglichkeit geworden. Wir wissen ja alle, was sich durch diese Unfähigkeit zur Wahrheit, dieses sich-Ducken vor moralischer Verantwortung in den Grosstädten England herausgebildet hat - Parallelgesellschaften, die völlig undemokratisch und längst unbehelligt walten können. Wenn sie nicht sowieso völlig dement wäre mittlerweile, würde Margaret Thatcher ihr England von vor 25 Jahren nicht mehr wiedererkennen.
Orlando, lies das, und Du siehst, wie eine Mittelklasse auseinanderbrechen kann. Orlando, die Mittelklasse hat es ja nicht immer gegeben. Sie ist ja erst nach dem 2. WK entstanden, eigentlich. Hierzulande gab es zwar schon so etwas in der Art, aber was in den 30ern Mittelklasse war, dem würden wir heute working poor sagen.
Die Mittelklasse ist also über Jahrzehnte gewachsen. Immer mehr Leute erwarben sich die Zugehörigkeit dahin, bis, so gegen Ende des Jahrtausends, der Höhepunkt überschritten war und immer mehr Leute langsam wieder abrutschten. Das geschieht so langsam, dass man sich mit Einsparungen hier und dort noch die Illusion leisten kann, dabei zu sein, aber insgesamt erodiert die Mittelschicht. Nun habe ich hier zwar keine Quellen, weil ich keine gesucht habe, aber ich bin sicher, man fände welche mit etwas Googlen.
Die Mittelschicht schrumpft also wieder. Das ist kein geräuschloses Ereignis. Die Verlierenden sagen das mitunter lautstark. Sie sind nicht happy, die neuen Armen zu sein. Und das, Orlando, das wird auch hierzulande zu grossen Unruhen führen. Und da in Bern nicht nur die FDP sitzt, sondern auch die SP, kann die herrschende Klasse nicht einfach die Armee auf die streikenden Massen werfen.
Ob Deiner Familiengeschichte, Carolina, erstaunt mich, dass Du keine militante Linke geworden bist. Aber, wie man ja weiss, kann man die Entwicklung von Leuten nicht voraus sagen.
Äh und noch was, Carolina: Die Lesbarkeit profitiert doch wesentlich, wenn Du
Leerzeilen
einschiebst.
Aye Aye Sir!
Du verstehst etwas nicht, Tiger: meine Eltern waren sozusagen die Linken, die Gutmenschen, die fest daran glaubten, dass sie auf dieser Welt waren, um anderen zu helfen. Dass sie dabei völlig aus den Augen verloren haben, dass Hilfe zur Selbsthilfe gefragt ist, dass man Menschen besser und würdevoller hilft, indem man ihnen nicht alles hinterherschiebt, sondern sie mit Mitteln zur Selbsthilfe ausstattet, hat nicht nur dazu geführt, dass sie alles, was in den privaten, familiären Bereich ging, als Nebensache betrachtet haben, sondern auch, dass sie sich immer gefragt haben, wo denn nun die Dankbarkeit bliebe. Letztlich haben sie bitter dafür bezahlt, dass sie ihrer linken Sozialromantik aufgesessen sind.
Und da siehst Du auch, Tiger, warum ich keine Linke geworden bin, sondern versuche, ein Freigeist zu bleiben, der Menschen zutraut, sich selber zu helfen, Stolz zu empfinden angesichts des selbst Erreichten - als ob sich ein Kreis schliesst von Grosseltern über Eltern zu Enkelin.
Und noch etwas: die englischen Verhältnisse lassen sich nicht auf die hiesigen einfach so übertragen, aber Wachsamkeit ist auf jeden Fall gefordert. Und vor allem Einsicht dahin, dass 'Geschenke' des Staates nie, nie, nie Geschenke sind - sie sind immer mit Bedingungen verbunden, wenn auch anfangs vielleicht kaum ersichtlich.
Tigri versteht vieles nicht. Er lebt irgendwie in einer Ständegesellschaft, wo man per Geburt eine bestimmte soziale Klasse hat. Das mag in Ländern noch heute zutreffen, die etwa ein grosses Industrieproletariat hatten oder andere historische Lasten zu tragen haben. In den Ländern des freien, demokratischen Westens gibt es aber keine starren Ständegesellschaften mehr - respektive allerhöchstens wenn es um den Zugang zu der Spitzenelite in Politik und Staat geht. Man wird z.B. in Italien nicht einfach so Senator oder Uniprofessor, wenn man Giovanni heisst und aus einer Fischerfamilie stammt.
Item, das Primat der freien Marktwirtschaft im Westen hat zu einer grundsätzlichen Durchlässigkeit einst starrer sozialer Schichten geführt. Und wie ich oben ausführte, ist diese Mobilität generationenübershreited: Es kommt alleine darauf an, was die Menschen in ihrem Leben zu leisten gewillt sind. Welchen Beruf sie ergreifen, welche Karriere sie machen, mit wem sie sich verheiraten, welche Ausbildung sie ihren Kindern auf den Weg geben. Auch ein Arbeiterkind kann karriere machen und ein erfolgreicher Unternehmer werden, auch ein Bauernsohn kann studieren und eine akademische Laufbahn einschlagen. Und das passiert ja auch, wenn auch die vielbeschworene "Chancengleichheit" unterschiedlich interpretiert wird und, das gebe ich zu, gewiss nicht in jedem Fall gegeben ist (ein Sohn einer alleinerziehenden Working-class-Mutter mit einem an Alkoholismus gestorbenen Vater, der bereits als Jugendlicher auf Abwegen gerät, hat kaum Hoffnung auf eine Karriere).
Das hat Maggie Thatcher gemein, als sie sagte: "There's no such thing as society, there's only individuals and their families".
Eigentum und Vermögen sind der Schlüssel. Sozialistische Modelle führen immer zu Zwang und schliesslich zum Kollaps. Die richtige Politik muss also dafür sorgen, dass Vermögen und Eigentum gebildet werden kann und an die nächste Generation vererbt werden kann.
Der Mittelstand ist eine flüchtige Angelegenheit, eine Chimäre. Es ist ein vorübergehender Zustand auf dem Weg nach oben oder nach unten. Gute Politik ist, wenn die grosse Mehrheit der Individuen nach zehn Jahren mehr Einkommen, mehr Vermögen oder Eigentum haben als zehn Jahre zuvor. Wenn behauptet wird, der Mittelstand "erodiere", dann ist das meist eine Folge falscher, sozialistischer Politik: Der Staat braucht Geld und nimmt es bei der Mehrheit. Die ganz oberdoofen Sozis nehmens bei den "Reichen" - deshalb wandern die in dei Schweiz oder nach Belgien aus, wie der dicke Kerl in Frankreich mit der grossen Nase.
@C.: ie erwähnen die Bedingungen, die an "Geschenke" des Staates geknüpft sind. Ich würde sogar sagen, ein Staat, der Bürger in so grosser Zahl von sich abhängig macht, erhält zu viel Macht. Und er wird sie autoritär durchsetzen. Das war in der Geschochte immer so: Wer einen starken Staat will, bekommt einen autoritären Staat.
Deshalb bin ich auch nicht für ein bedingungsloses Grundeigentum, sondern für eine Einmaleinlage. Sagen wir 100 000 Franken zum 18. Geburtstag jedes Bürgers. Damit kann er machen, was er will. Studieren, Party, einen schnellen Schlitten kaufen, Wohneigentum erwerben, Sparen für schlechte Zeiten oder wasweissich. Damit wäre quasi eine totalitaristische Chancengleichheit gewährleistet. Im Gegenzug gibt es keinen Rappen Subvention, keine Sozialhilfe, kein Stipendium mehr. Das würde die Eigenverantwortlichkeit fördern und die Klugen würden das Geld als Grundstock zu einem eigenen Vermögen nutzen.
Da ich in dieser Hinsicht ja sehr pessimistisch bin und a) Carolina nicht anstecken will und b) nicht immer mit Orlando, dem notorisch Faktenresistenten, diskutieren mag (Du hast mich falsch gedeutet, was aber nicht schlimm ist), hier etwas ganz anderes.
Ich halte das BGE für theoretisch zwar ganz nett, aber praktisch völlig undurchführbar. Es hat mir noch niemand schlüssig erklären können, wer das bezahlen soll. Und ich fürchte, mit 100.000 Einmalzahlung an jeden einzelnen Bürger kämen wir auch nicht weiter in punkto Eigenverantwortung: was machen wir mit denen (und ich fürchte, es wird derer viele geben), die tatsächlich einen Ferrari kaufen oder das Geld sonstwo in den Sand setzen - verhungern lassen? Ihnen sagen 'I told you so'?
Ich bleibe dabei: die einzige wirklich zivilisierte Art, den Bürger zur Kasse zu bitten, ist nicht Leistung zu besteuern (da bin ich ganz bei Ihnen, O), sondern das, was er in Anspruch nimmt.
Tiger, wir haben uns überschnitten, also unsere Posts.....
Ich kenne diese Argumente von wegen Drogenlegalisierung, seitdem ich denken kann. Jemanden, der Crack verharmlost, wie dieser Herr das tut, kann ich nicht wirklich ernst nehmen, sorry. Crack ist eine Armendroge, die unglaublich schnell süchtig macht und für die Gesellschaft eine Riesenbelastung ist - irgendwo habe ich mal Zahlen re USA gelesen, habe aber jetzt keine Lust zu googlen. Und wenn ich Du wäre, würde ich bezüglich koksender Banker wahrscheinlich sagen: qed.
Es ist mir sehr bewusst, wie widersprüchlich die Gesellschaft in punkto legaler und illegaler Drogen handelt - nur glaube ich kaum, dass der Politik etwas anderes übrigbleibt als irgendwo eine Grenze zu ziehen. Wobei mir das kalifornische Modell allerdings deshalb sympathisch ist, weil es ohne grosse Widerstände z.B. MS-Patienten möglich ist, Shit einzunehmen.
Tiger, keine Ansteckungsgefahr. Ich bin gegen permanenten Pessimismus und Bedenkenträgerei immun - allerdings nehme ich mir das Recht heraus, darauf hinzuweisen. Du hältst Dich gut, finde ich, so allein unter Reaktionären bzw Neoliberalen (seit wann ist das eigentlich ein Schimpfwort?).
Naja, ich bin eigentlich ja kein Bedenkenträger, finde ich. Ich seh einfach schwarz, erlaubt mir das. Und wenn ich zwei Tage aufs Paroxetin verzichte, dann sogar SEHR schwarz. Die Leute hatten schon mehrmals die Befürchtung, jetzt bringe ich mich dann gleich um. Ich konnte sie beruhigen (so einigermassen zumindest). Suizidal bin ich nie, auch wenn ich zwei Wochen Psychopharmakaabsenz habe.
Auf das Zeugs will ich natürlich mittelfristig verzichten. Mal Kat fragen, wie sie das hingekriegt hat (nö, ich oute sie hier nicht, ich spekuliere nur).
Andere Drogen nehme ich nicht, kein Koks, kein THC, LSD, keine Amphetamine (ausser einmal, zum Probieren, Ritalin, das hatte eine lustige Wirkung). Opiate hatte ich im Spital zur Schmerzbekämpfung, Morphin, das ist ein geiles Zeug. Ich war aber froh, als ich zu Paracetamol zurückschalten konnte.
Allerdings habe ich gehört, dass man unter Paroxetin Reisecars in Tunnelnischen fährt. Seitdem fahre ich im Wallis nicht mehr durch Tunnels mit dem Car.
Ritalin habe ich nicht nur einmal gehabt, sondern so lang, bis die Packung fertig war. Meine Flirtfertigkeiten haben enorm profitiert in dieser Zeit (das ist rund drei Jahre her). Seither bin ich wieder ein Flirtpflock. Oder so.
Übrigens: War das ein Kompliment, Carolina? Das war ein Kompliment. Freut.
Es hat mir noch niemand schlüssig erklären können, wer das bezahlen soll.
Also, wieviele Menschen werden dieses Jahr 18 Jahre alt? 50 000, 100 000 oder gar 300 000? Sagen wir 200 000, das wären also 20 Milliarden. Ich weiss es nicht. Müsste man ausrechnen. Der Staat wäre der Broker. Null Zinsen oder Bedingungen. Selbstverständlich wird das Einkommen weiterhin versteuert.
was machen wir mit denen (und ich fürchte, es wird derer viele geben), die tatsächlich einen Ferrari kaufen oder das Geld sonstwo in den Sand setzen - verhungern lassen? Ihnen sagen 'I told you so'?
Nein, für die sind dann ihre Familien zuständig und nicht die Algemeinheit. Vielleicht findet sich irgend eine Kirche des barmherzigen Kreuzes, das ein Ospedale für solche Leute eingerichtet hat. Oder vielleicht gibt es Stiftungen reicher Säcke, die sich um diese Leute kümmern?
Also ehrlich, wenn man heute keine Kohle hat, geht man ja auch einfach arbeiten, oder? Wieso sollte das anders sein?
Nette Cocktail-Stories, Tigri.
Klar, O, kann ich mir so richtig gut vorstellen: wie all die Nehmer (siehe MB), die wie selbstverständlich den Staat für ihren Bedürfnisbefriediger halten, plötzlich eine Kehrtwendung machen und sich zu eigenverantwortlichen, sparsamen, selbstgenügsamen Bürgern verwandeln....
Und all die, die sich längst an ihre Subventionen, Zuwendungen und Gratisleistungen gewöhnt haben, die Firmen, die Bauern, die Alten, die Kranken - alles perdu? Dass ich nicht lache......
@Carolina: Verwandlung ist das Stichwort. Ich habe immer gesagt, ich bin ein Reformer. Re-Form. (Wieder) in Form bringen. Sozialstaatsexperimente à la Schweden und Finnland funktionieren nur bei Völkern mit einigermassen homogener etnnischer Zusammensetzung und Mentalitätslage. Und der Bereitschaft der Bürger, zwei Drittel ihres Einkommens dem Staat abzugeben....
Das Problem des Sozialstaates: Wer zahlt befiehlt. Das ist die Macht des Geldes. Auch in der Wirzshaft stellt der der bezahlt, Bedingungen. das ist ganz natürlich. Abet es besteht Vertragsfreiheit. Niemand ist gezwungen zu diktierten Bedingungen einen Vertrag abzuschliesen. Er kann sich andere Partner suchen. Das ist Wettbewerb. Im Sozialstaat gibt es keine Wahlmöglchkelut mehr. Die (meist kollektivistisch-anonymen) Befehler hocken in Bern oder Brüssel in irgendwelchen Amtsstuben. Und verwalten mein Leben für mich.
Ich sagte nicht, ich will die AHV, die LW-Subventionen, die IV abschaffen. Und wo werden in der Schweiz Firmen subventioniert?
@Fufi. Fufi, Fufi, tz tz tz.
Letztlich geht's ja bloss um die ewige eine Frage: Sozialstaat: JA oder NEIN?
oder vielleicht etwas konkreter:
FINANZIELLE Solidarität: JA oder NEIN?
Du lesen oben.
21.2. / 3
"Wenn man keine Kohle hat, geht man arbeiten."
Können vor lachen?
Es soll vorkommen, dass man keine Kohle kriegt,
auch wenn man schwarz arbeiten täte!
??
Ich habe in meinem Leben immer Arbeit (und Kohle) gekriegt, wenn es sein musste. Und mit meiner IV-Abgabe jene mitfinanziert, die nicht arbeiten können aus körperlichen Gründen.
Ich finde dieses Scheiss-Gejammere an den Haaren herbeigezogen und eine Beleidigung für alle, die am Morgen in der Frühe rausgehen, um sich und ihre Familien zu ernähren!
Während andere sich lieber nochmal im Bett umdrehen und weiterschlafen...
Ja, O, das wäre eine Revolution. Und die Verlierer gingen in die Millionen. Die Schweiz würde erfasst von sozialen Unruhen sondergleichen.
Eat the rich.
'Eat the rich', hmmm. Was hat es eigentlich mit Solidarität zu tun, wenn 'die Reichen' bzw auch normale Steuerzahler sich noch in den Arsch treten lassen müssen dafür, dass sie schön brav dem Sozialstaat geben, was der Sozialstaat will? Statt denen, die ihre Steuern zahlen, ohne Diskussion und ohne Dankbarkeit zu erwarten, auch noch Schimpf und Schande hinterherzurufen, würde ich vorschlagen, doch mal ein wenig zu relativieren. Mir ist übrigens, das würde ich sonst gar nicht laut sagen, in all den Jahren, in denen ich soziale Projekte betreue und Freiwilligenarbeit leiste, noch nicht ein einziges Mal ein Arbeitsloser begegnet, der sich gleichermassen engagiert - dafür aber einige 'Abzocker-Banker' und vor allem ganz viele (heutzutage schon fast als Schmarotzerinnen geltende) Hausfrauen. Soll ich daraus wirklich den Schluss ziehen, dass Arbeitslose alle (!) faule Säcke sind, die morgens nicht aus dem Bett kommen und nur die hohle Hand machen? Das wäre nämlich das, was Du machst, fufi......
Ich habe in meinem Leben viele Steuern bezahlt, im Moment ist es etwas weniger. Aber Steuerzahler zu beschimpfen, tue ich an sich nicht. Wenn sie etwas auf dem Kerbholz haben, dann schon.
Äh ja, und in den 90ern habe ich einmal in einem Jahr über 10000 Franken gespendet (das habe ich nur zusammengerechnet, damit ich es bei den Steuern angeben konnte, seither versteuere ich meine Spenden, das ist einfacher, und ich finde ja, dass wir einen recht guten Staat haben, der seinen Stutz verdient. Im Allgemeinen.).
Und dass ich heute bis 12 Uhr im Bett lag, lag an einer Grippe, bei der ich nicht so genau verstehe, ob sie jetzt ausbricht oder ob sie sich zurückzieht. Im Moment sieht es aus nach Letzterem.
"Eat the rich" ist nicht meine Position, aber es ist eine, die in sozialen Unruhen, die ich voraussehe, wenn der Sozialstaat nach den Rezepten von O umgebaut wird, garantiert aufkommen würde. Die meisten Leute brauchen keine 100000 für ihre soziale Sicherung, manche brauchen aber deutlich mehr.
Was hat Django gebraucht? Django "das D ist stumm"? Für ein menschenwürdiges Leben?
--
John Luther (Idris Elba) hat eine wirklich schöne Frau (Indira Varma). So eine hätte ich auch gern :-) Aber, ach, in der Schweiz gibt es keine solchen Schüsse...
Indira Varma war schon als Niobe in HBO's "Rome" schön. Aber ich habe verstanden, dass Lucius Vorenus sie totschlug.
Und nein, soziale Unruhen gibt es, wenn immer mehr Zigeuner und Leute aus Nordafrika und Kleinasien in unsere Sozialwerke einwandern und sich ausbreiten. Und sich erst nch aufführen, als seien sie hier zu Hause.
Ich verweise auf die Ausführungen Carolinas zur P.C. in England.
This is social unrest, not some petty socialist revolutionary utopia: http://www.youtube.com/watch?v=fd8iYLvlQaM
Oder hier: http://www.youtube.com/watch?v=p3NCaBLDPBY&feature=endscreen&NR=1
Hahaha, Carolina, stimmt, habe ich mir so noch gar nie überlegt: Freiwilligenarbeit, da sind traditionell ganz viele FDPler und Bürgerliche dabei...und Hausfrauen! Natürlich! Auf dem Land sowieso, da sind's dann diese schlimmen SVPler. Aber das geht nicht in den Schädel all der urbanen SP-Vollidioten rein, die sich dafür gern um Hafenkräne kümmern. Oder gegen ein McDonalds neben dem Schauspielhaus Unterschriften sammeln.
Interessant: Res Strehles haben das McDonalds am Stauffacher noch in die Luft gesprengt. Moritz Leuenbergers haben gegen das "imperialistische Fast-Food-Kette" schon Unterschriften gesammelt. Und die Züriberg-Linken finden's nun nur noch "nicht passend", wenn bei Pfauen und Kunsthaus (zwei garantiert "Kommerz"- und SVP-freie Sphären) ein McDonalds steht, wo sich Jugendliche günstig verpflegen können. Ugh!
Wenigstens haben wir einen ähnlichen Frauengeschmack.
Die beiden Videos allerdings zeigen nur, was schon heute los ist in Bezug auf Rassismus und soziale Unruhen. Wenn der Sozialstaat demontiert wird, dann wird das deutlich stärker. Dann wird eine Rassistin in der U-Bahn oder im Bigbrother nicht auffallen.
Rassismus ist übrigens nur ein Ventil für die sozialen Probleme. Dass diese nicht verursacht werden durch zu viele Ausländer oder Soziahilfeempfänger sonder bestenfalls verschlimmert, das ist vielen bescheiden gebildeten Leuten nicht klar. Die soziale Spaltung wird verursacht von Regelungen, welche sie stützen, welche reichen Firmen erlauben, keine Steuern zu zahlen. Und befeuert wird sie von den Reichen, welche immer reicher werden auf Kosten der Armen, welche immer ärmer werden.
Tiger, gute Besserung.
Dann: es geht nicht darum, den Sozialstaat zu demontieren, sondern darum, das Giesskannenprinzip wieder abzuschaffen. Schaut doch einfach nach nebenan: da halten junge Leute, gesund, tatkräftig, zum Teil studiert (!), es für absolut selbstverständlich, dass der Staat von Geburt an für die Kinderversorgung zuständig ist. Dass diese Rundumversorgung einen Preis hat, fällt kaum jemandem ein. So etwas geschieht nicht von einem Monat auf den nächsten, sondern ist ein schleichender Prozess. Als ich in England aufwuchs, gab es auch schon Einwanderer und zwar mehr als im Rest von Europa (die kolonialen Altlasten) - aber viele hatten einen unbändigen Stolz, legten grossen Wert auf Bildung und trugen vor allem nicht den ideologischen Islam (-ismus) wie ein Banner vor sich her. In den 80er und 90er Jahren kamen ganze Generationen von Menschen, die nichts anderes als staatliche Rundumversorgung suchten und fanden, denn diese verdammte political correctness verbat es der Gesellschaft, dieses klar beim Namen zu nennen und diesen Einwanderern Auflagen zu machen. Wie es heute in England aussieht, wissen wir ja. (Oder wem das zu weit ist, nur mal nach Berlin gehen).
Natürlich sind wir nicht so weit, aber auch hier lässt sich schon gut beobachten, dass überall da, wo das Giesskannenprinzip angewandt wird (die Stadt Zürich ist für meine Begriffe ein Paradebeispiel dafür), die, die wirklich ein Anrecht auf Hilfe hätten, zu kurz kommen. Die Einsicht, dass Menschen Selbstrespekt nur dann haben können, wenn sie soweit wie möglich für sich selber kämpfen, ist fast verloren gegangen - ja, sie gilt schon fast als ketzerisch. (Ich würde gern von Pippi hören, ob ihr unbändiger und gerechtfertigter Stolz darüber, dass sie alleinerziehend zwei Söhne aufgezogen hat, unter sicher vielen Entbehrungen, nicht tausendmal besser schmeckt als wenn ihr der Staat alles hinterhergeschoben hätte).
Und dazu kommt, dass ich es einfach nicht fassen kann, dass die folgerichtigste Frage, nämlich die danach, wer diese Forderungen eigentlich alle bezahlen soll bzw wer die Umverteilung wie und wohin vornehmen soll oder auch: welchen Preis jeder von uns dafür zahlt, nie gestellt wird oder einfach verwedelt wird.
Seien wir ehrlich: verglichen mit vielen, die Hilfe dringend nötig haben, leben wir Diskutierenden hier alle wie die Made im Speck. Warum ist das so? Habe ich nicht das Recht, das, was ich erreicht habe, zu behalten, darauf stolz zu sein? Vor allem, wenn ich einiges an die Gesellschaft zurückgebe? Oder auch 'nur' Steuern zahle?
Menschen einfach Geld in die Hand zu drücken ist die schlechteste Option, wenn es um soziale Gerechtigkeit geht. Das macht träge, ein schlechtes Gewissen, aggressiv, unwillig, noch bedürftiger. Das wollte ich mit dem Beispiel meiner Eltern illustrieren. Wenn Sie mit meinen Brüdern reden, die beide mehrere Monate im Jahr für MsF unterwegs sind, die sich von wohlmeinenden Sozialromantikern (ihre eigenen Worte) zu Zynikern gewandelt haben, weil sie ständig mitansehen, wie das von den lieben Westlern geschickte Geld, mit dem sie ihr schlechtes Gewissen beruhigen, in den Taschen der war lords, der korrupten Politiker etc verschwindet, kriegen Sie das grosse Kotzen, ich verspreche es.
In meinem Fall hat das dazu geführt, dass ich freiwillig helfe, damit die Menschen, die sie benötigen, ihre inneren Reserven finden, um ihr Leben selber in die Hand zu nehmen - das ist übrigens auch der therapeutische Ansatz, von dem meine Kollegen und ich ausgehen. Er ist der einzige, wo ich tagtäglich Erfolge sehe.
PS (und dann langt es auch, sorry). Tiger, nein, ich kenne Luther nicht.
Nein, Rassismus ist ja eigentlich eine edle Geisteshaltung: Das Eigene mehr wertschätzen als das Fremde ist leider etwas in Verruf geraten. Heute muss man das Fremde besser als das Eigene finden.
Den Leuten ist es glaubs ziemlich egal, ob Tigri findet, dass Masseneinwanderung keine sozialen Probleme verursacht. Dass es nur ein Ventil ist wenn die Nachbarn im Miethaus mit einer Araberfamilie mit 7 Kinder zusammenleben muss, alle vom Sozialamt fürs Nichtstun bezahlt und die Wohnung, sowie das Auto, das Busabo, die TV/Internet-Anschluss, die KK und alle anderen Rechnungen, die Normalbürger so bezahlen, bezahlt freundlicherweise auch noch grad das Sozialamt. Und die Kinder können kein Deutsch und müssen mit Sonderprogrammen durch die Schule integriert werden, brauchen Stütze, Nachilfe, Sonderunterricht. Und so weiter. Vielleicht denken die ungebildeten Rassisten ja umgekehrt auch, Tigri sei "bescheiden gebildet" oder sonstwie bescheiden ausgestattet (sprich: unterbelichtet). Weil er die Probleme nicht sheen und schon gar nicht beim Namen nennen kann. das ist fast wie eine Behinderung. Eine Hirndysfunktion.
Ja, Tigri, du bist auch nur ein Ventil für meinen grossen Hass auf Dummköpfe.
Und von wegen McDonalds: Ich fände es sogar äusserst passend, beim Schauspielhaus einen zu eröffnen. Die hochnäsigen Typen gehen mir auf den Sack. Dass das allerdings Linke seien, halte ich für sehr falsch. Theatergänger sind oft unpolitisch.
Gegen ein Shop-in-the-shop von McDonald's im Kunsthaus hätte ich auch nichts einzuwenden.
Pippi, ja, sie ist schon stolz. Aber auch verbittert. Und sie hat eine Tendenz, die Schuld für ihr verkorkstes Leben (das so verkorkst gar nicht ist, sie hat eine Wohnung in der Mitte der schönsten Stadt der Schweiz und nette Jungs [die beide, verglichen mit ihrem Potenzial, Underachiever sind, aber das meine ich nicht negativ], sie hat einen Job und studiert, sie hat sogar etwas Land, geerbt, zwar irgendwo im Nirgendwo, aber doch) bei "den Männern" zu suchen.
Aber siehst Du, O, Carolina sagt es klar, es sind die Entwicklungen, die die ganze Sache noch viel, viel schwieriger machen. Der social unrest ist kein given, er kann bekämpft werden, und der Gewinn davon wäre gross, weil er der ganzen Gesellschaft zugute käme. Ich sage nicht, wirklich nicht, dass die Gesellschaft in ihrer Mitte eine riesige Klasse von Abhängigen schaffen und unterhalten soll, ich halte das für schädlich, staunstaun, nein, aber ich sage, dass wir auf der anderen Seite die sozialer Errungenschaften des 20. Jahrhunderts beibehalten müssen. Wenn nämlich irgendwann die Armen den Paradeplatz stürmen und Ermotti lynchen, dann ist es zu spät. Sowas DARF nicht geschehen, aber es WIRD geschehen, wenn es so weiter geht. Erinnert Ihr Euch an die brennenden Vorstädte in Paris? Die werden zurück kommen können. Ich will das nicht. Wirklich nicht. Aber die Gesellschaft muss etwas dafür tun, dass nicht.
"Rassismus ist ja eigentlich eine edle Geisteshaltung" - Orlando hat ja wirklich kein Problem damit, die empörendsten Sätze aufzuschreiben. Spinner.
"Menschen einfach Geld in die Hand zu drücken ist die schlechteste Option, wenn es um soziale Gerechtigkeit geht. Das macht träge, ein schlechtes Gewissen, aggressiv, unwillig, noch bedürftiger." Ich stimme übrigens zu, Carolina. Naja, nicht grad die "schlechteste", aber sicher eine schlechte Option. Die Leute krepieren zu lassen, O, ist aber eine deutlich schlechtere, auch vom christlichen Standpunkt her. Oder?
--
Ab Anfang April werde ich in der Stadt Zürich wohnen, dann ist endlich fertig mit dem ruhigen Landleben (ironisch gemeint, Freienbach ist Agglo).
MsF war einer der Empfänger meiner Spenden übrigens. Nicht der grösste, aber ein paar hundert Franken haben sie sicher erhalten.
Tiger, ich bereue es, Pippis Namen ins Spiel gebracht zu haben (falls Du da irgendwo bist, Pippi, entschuldige bitte!): es steht Dir (und mir und niemandem) NICHT zu, Interna über irgendjemanden hier zu verbreiten! Warum begreifst Du das nicht endlich? Es macht Dich im höchsten Grade unglaubwürdig und wärmt das ganze Zeugs, das monatelang hier herumwaberte, wieder auf - lass es einfach bleiben, Herrgott.
Kommt noch dazu, dass mir jede Diskussion verleidet wird, wenn Du mit so einem Zeugs kommst.
Sorry. Tut mir Leid. Ich habe zwar nicht den Eindruck, irgendwelchen scoop gebracht zu haben (die meisten meiner Details konnte man aus dem MB entnehmen), aber auch ein scüüplein ist schon zu viel.
Allerdings glaube ich nicht, dass Pippi hier mitliest. Kann mich ja irren.
Das hier hat mich überzeugt. Ich weiss zwar nicht so genau, wovon, aber es hat mich überzeugt.
Und das hier hab ich soeben gebastelt. Funktioniert ein bisschen.
That's cause Jesus Christ is my nigga.
Wo ist denn dieser Fufi übers Wochenende hin, wo? Hat er amänd ein Abzocker-Chalet in den Bergen und trägt so zur Zersiedelung des alpinen Raums bei? Jettet er mal eben schnell mit Fufine an die Wärme, Nizza übers Wochenende zum Beispiel? Wellnesst er in Bad Zurzach?
Fragen über Fragen. Wir wissens nicht. Er sagt uns ja nie etwas.
Unsere Michèle! Brava! Schon lange nicht mehr einen so guten Kommentar gelesen von Ihnen. Respekt.
Binsi rules. Die hat keine Angst vorm Elfmeter.
http://blog.tagesanzeiger.ch/steilpass/index.php/6696/impotent-durch-feminisierung/
Wer will, kann darin natürlich eine Chiffre für den Zustand des Mannes im Allgemeinen sehen. Nein, muss.
Mut hat sie ja, das muss man ihr lassen. Schade nur, dass keine Kommentare durchkommen - jedenfalls meine nicht, verschwinden alle. An diesem Kommentar mag ich besonders die Süffisanz, mit der sie diesen Eilenberger-Philosophen lächerlich macht. Penetrierungshemmungen - indeed.....
Mich interessiert Fussball auch nicht besonders, aber ich kann verstehen, dass es interessiert - nicht mal mehr der FCZ kann mich heutzutage so richtig hinter dem Ofen hervorlocken, nur bei EMs und WMs und Länderspielen werde ich aufmerksam - rege mich dann aber meistens über die unsäglichen Kommentatoren vor allem im Schweizer Fernsehen tierisch auf (well put, Michéle!). Die Krise kriege ich, wenn Fräulein Sutter da sitzt und ihren Senf dazu gibt......
Und die Chiffre für den Zustand des Mannes im Allgemeinen möchte ich nicht sehen - ist mir echt zu doof.
Ah, da sind ja Kommentare vom Gastgeber:
Fufi, es wäre schön, wenn Du mir mittlerweile soweit vertrauen könntest, dass ich nicht von Dir spreche, wenn wir hier eine Diskussion führe - wenn ich Dir etwas vorzuwerfen hätte, würde ich das klar heraussagen und nicht in eine allgemeine Aussage verpacken. Was ich meinte, und ich glaube, das weisst Du auch:
Diese Simplifizierungen, was Menschen und ihre Tätigkeiten angehen, diese schwarz-weissen moralischen Bewertungen, beelenden mich: wenn Banker grundsätzlich Abzocker und böse, böse Menschen sind, wenn Reaktionäre wie ich grundsätzlich gegen Umverteilung und naives Gutmenschentum eintreten (und ich habe diesen Ausdruck oben ganz bewusst gebraucht), ist das genauso dümmlich als Meinung wie wenn ich die Tatsache, dass mir noch nie ein Arbeitsloser angeboten hat, bei uns mitzuarbeiten, als Masstab dafür verwenden würde, dass alle Arbeitslose einfach nur Faulenzer sind. Warum Du die hohle Hand auf Dich beziehst, ist mir einigermassen schleierhaft.
Aber, fufi, dann bin ich mal ehrlich: sag' doch mal was zu diesen Erfahrungen, die meine Familie und ich gemacht haben, setz' doch mal all das, was Du gern beklagst - mangelnde Solidarität, mangelnder Umverteilungswillen etc - in Relation dazu. Ich finde es extrem schade, dass Deine und Tiger's eher in die linke Richtung tendierende Weltanschauungen (ich bemühe mich, vorsichtig zu sein!) nur sehr, sehr selten (sondern oft nur ironisch) auch mal ernsthaft meinen oder Os eher konservativen Haltungen entgegengestellt werden, im Sinne von 'eine Diskussion führen'. Dabei würde es mich wirklich interessieren.
So, wünsche Dir trotzdem ein erbauliches Wochenende.
Na, kommen sie. Weil im ganzen Schulwesen nur noch Frauen arbeiten, kommt es automatisch zu einer Feminisierung des Mannes. Wo nur noch kooperative, einfühlsame, empathische, überallesdiskutierenkönnen Eigenschaften im sozialen Zusammenleben schon bei Kindern gefördert werden (und zum Beispiel Buben mit Gendertherapeuten Brot backen müssen um die weibliche Seite in sich zu entdecken - echt, ist in einem Kindergarten von Bekannten gemacht worden!) - da steht es in der Herausbildung spezifisch männlicher Eigenschaften wahrlich nicht zum Besten.
und ich weiss, jetzt kommt gleich die süffisante Frage: Höhö, was soll den das sein, "männliche Eigenschaften", höhö?
Ich werde nicht den Fehler begehen und mich in einer Antwort verheddern, keine Angst. Nur dies:
Buben müssen allein sein, im Wald spielen, sich von der Gruppe abheben, an einem Holzstück schnitzen, mit der Lupe Ameisen verbrennen, manchmal Einzelgänger sein, free spirited und auf sich selber gestellt! Dieses webliche Weichspül-Sozialkompetenz-Gequatsche tötet den Bub im Bub.
Da gibt's dann Softies draus, die ganz gut mit Frauen können in Beruf, Studium und Freizeit, die weibliche Freunde haben, nette Kumpel sind, die zuhören können und sich im Zweifelsfall auf die Seite der Frauen schlagen. Gummimänner mit Gummimeinungen und ohne inneren männlichen Drive. Ich meine den Drive, notfalls die Welt zu erobern. Oder einen Hirsch zu töten.
Die sukzessive Eliminierung des Männlichen nun selbst im Sport zu beobachten, beschreibt Eilenberg als Feminisierung. Binswanger gibt ihm nicht unrecht, das haben sie falsch gelesen, Carolina. Im Gegenteil...
Und hört doch mal auf mit dem ständigen "Mut" - schon bei Seibt, als er einen Vortrag bei Tettamenti hielt und Blocher und die Weltwoche angriff. Das ist doch kein Mut, die werden bezahlt um den Scheiss zu schreiben und zu provozieren (und Leserzahlen zu generieren). Das hat mit Mut überhaupt nix zu tun. Eher mit Kalkül.
Und müssen sich nicht mal vor Leserkommentaren fürchten, wie sie ja selber sagen.
Noch was: Der Mann ist so als Wesen 200 000 Jahre alt. Der wird die paar Jährchen Genderquatsch schon heil überstehen. Das ist nur die neueste Mode, wie Glockenhosen. Das geht vorüber.
Solange uns keine Vagina wächst ist alles in Ordnung. Das geht in dem ganzen Weibergeschrei manchmal vergessen.
"Fräulein sutter"- erst jetzt gelesen. LOL!
Hihi, das Nächstbeste nach Vagina-Wachstum: sich eine backen, möglichst mit Hilfe eines Genderbeauftragten. LOL!
Habe ich falsch gelesen? Möglich, ich führe es mir bei Gelegenheit nochmals zu Gemüte.
Sie meinen also, Fräulein Sutter hat auch nicht genügend allein im Wald spielen dürfen? Keine Ameisen verbrannt? Halte ich für durchaus möglich, gebe aber zu bedenken, dass das, was Sie als Notwendigkeiten für Buben aufführen, nicht unbedingt eine Geschlechtssache ist, sondern sondern möglicherweise Persönlichkeit? Eine meiner Töchter hasste es, in die Krippe zu gehen - sie war noch ganz klein, kam sich ständig bedrängt vor, wollte lieber allein spielen und sein (hat eine Weile gedauert, bis Mami das mitgekriegt hat), war später dann eine ganz Waghalsige, hat als Pfadileiterin eher zu viel als zu wenig riskiert etc. Unser Sohn dagegen macht zwar gern sein eigenes Ding, spielt mit Leidenschaft Fussball und bastelt merkwürdige Jedi-Ritter aus Lego zusammen, liebt es aber, von weiblicher Gesellschaft umgeben zu sein, mitzulachen, ernst genommen zu werden und herumzublödeln. Muss ich mir Sorgen machen?
Zum Thema Fussball: ich habe neulich irgendwo gelesen, dass die meisten Männer Frauen, die auch Fussball schauen, sich auskennen und gerne mitreden, gar nicht leiden können, es sich aber selten zu sagen trauen. Meine Männer haben da gar keine Hemmungen, die Sportschau ist sozusagen die Heilige Messe - definitiv ohne mich.
Und ich finde das völlig ok. Seitdem in den 80er Jahren die Klötenshorts abgeschafft wurden, Fussballer sich nicht mehr die Tops vom heute unbehaarten Oberkörper reissen dürfen und nicht mehr aufeinander herumspringen dürfen, hat der Fussball für mich doch sehr verloren ;-) Und ich stehe nicht so auf Metrosexuelle wie Beckham - der ist für mich die Definition von nicht-männlich.
"Binsi rules" - when Orlando says that, she is definitely off the game and the radar. false snake she is sometimes. Does not have the guts to hump her woman.
Kat.
Soccer, what's the bfd? homophobia alert if one hugs another one in the winning team after the game. pfhhhhh. it is called joy over a win. that is all.
I'll have baileys on the rocks, barman. And TURN UP THE HEAT, Puleeeeeze!
Homophobia? Definitely not in my case! Bring the hugging and jumping and dry humping back, please!
Oh, I was just referring to some reports where they ask if the player was gay because he hugged some other player. so what. happens all the time in the crude and macho game called american football. boloni.
on the other hand I know that some players where kicked out of soccer because there were allegations of being gay, or they came open about it. bfd.
I watched some soccer games and I find the sport, the team play and artistry intriguing. not easy to play. not a fan, though and i would not sit through an entire season of championships.
Kat.
p.s. TURN THE HEAT UP. It is sooooo cooold.
hmmm Orlando, was ist Rassismus? Die eigene ethnische Gruppe, Herkunft und Wurzeln zu ehren und eine Präferenz dahingehend zu haben, finde ich, ist nicht Rassismus.
Obama abzukanzeln, weil er ein Mischling ist, ist Rassismus, oder dass seine Hautfarbe und Ethnie Thema des Wahlkampfes ist (auf beiden Seiten übrigens wo die einen dann fragten: is he black enough), das ist Rassismus, Ihn wegen seiner Performance zu kritisieren und dazu zu sagen das ganze sei monkey business, ist nicht Rassismus. Etwa dort ziehe ich die Grenzen.
Aber: "soziale Unruhen gibt es, wenn immer mehr Zigeuner und Leute aus Nordafrika und Kleinasien in unsere Sozialwerke einwandern" empfinde ich als rassistisch. dazu muss ich aber sagen, dass meine Mama, die ich sehr ehre, Roma-Wurzeln hatte. Aber nie bei der Gemeinde um Stutz anfragte. Andere Hilfe schon, die ihr aber verwehrt wurde.
Kat.
Carolina, individuation ist nicht was ich meine. Ich weiss nicht wie man das auf psychologisch nennt. Ich sprach evtl von alteren, vorpubertierenden buben. Vor den leider von frauendominiert-durchsozialisierten gesellschaften verbotenen initiationsphase zum mannsein. Dazu später mehr.
Kat, sobald man darüber nachzudenken beginnt, wird es unscharf. Und dann zählt nur noch die subjektive auslegung, eben das gefühl. I feel im a victim of racism, so i am. Ich fühle also bin ich.
Ich würde nie mit einer noncaucaucasian frau was haben. Bin ich jetzt ein rassist?
hmm..., bevor ich mich dem bundesliga-teil der "heiligen messe" zuwenden muss - goddam junkie i am - noch ein paar gedankensplitter:
tiger - typisch inscheniör: form follows function. was immer sie damit vorhaben, zeigen sie ihr das ding erst nach dem vögeln, wolowitz.
carolina - wenn sie becks "daive" nennen, wie trigger delboys bruder rodney, wird er gleich sympathischer, obwohl ich den jungen einfach mag, trotz all dem scheiss, den er sich überall hin ritzen liess. hatten sie schon einmal einen stürmer auf der couch, der sich über anhaltende "penetrationsarmut" - die seuche unserer nati seit 1291 - ausgelassen hat? loved the expression by the last readable blogger in the whole ta-universe. may the force remain strong in her.
strasser - sie lesen fussball-blogs? was immer sie gerade reinschütten dieser tage, wechseln sie den stoff, das sind nicht mehr sie. "nie etwas mit einer noncaucaucasian" ist natürlich nicht schwer, alter schwerenöter, von der sorte gibt es meines wissens gar keine.
kat - sind sie jetzt wieder eidgenossin mit sack und pack oder nur auf urlaub/durchreise? ich glaub, ich hab da etwas den faden verloren.
auguste - needin' a few kicks now
Sie meinen, Auguste, ich müsste das 'Daive' dann auch in so hohen Tönen aussprechen? Cutie Becks hat ja eine ziemlich unmännliche Stimme, finde ich - das hilft meiner Abneigung nicht. I adore Del Boy, though. One of my favourite scenes of all time when he glides to the floor after having thought the swingy thingy behind the bar is still fixed - just love it.
(Wer übrigens auch so eine Stimme hat, ist Viktor Röthlin - da könnte sonstwer auf meiner Bettkante sitzen und ich in äusserster Not sein, aber mit dieser Stimme wäre alles aus.....).
Nein, diese Form der Penetrationsarmut ist mir in meiner Praxis noch nie begegnet - ich glaube, Fussballer gehen auch heute noch nur in allerhöchster Not in die Psychotherapie. Kenne aber den 'Fall' eines Schiedsrichters, der sich zum coming-out entschied, nachdem er seinen aktiven Dienst beendet hatte und sich heute noch darüber wundert, dass sich kein Mensch dafür interessiert (hat).
Aber wahrscheinlich hat Katharina Recht - als Fussballer offen schwul zu sein, dürfte nicht einfach sein. Mein Grossvater selig und seine Freunde auf der Tribüne gebrauchten noch das altmodische Wort 'pansy' und als mein älterer Cousin mal 'pussy' sagte, musste er das Stadion verlassen und nach Hause gehen.....
PS: Höre gerade, dass die Bayern-Pansies die Fischköpfe so richtig vom Platz geblasen haben - keinerlei Penetrationsarmut in der Bundesliga heute.......
Neues vom Tage:
- Res Strehle bezieht endlich Stellung gegen die in der Weltwoche gegen ihn erhobenen Vorwürfe: Nicht selber, sondern ganz feige durch den dienstbaren Ultralinken und Euroturbo Daniel Binswanger, seinen Nachfolger beim Tagi-Magi, in ebendieser Postille. Wer mag, lese die verzweifelte, auf den Mann (den WeWo-Autor Phillip Gut) gespielte und unoriginelle Empörungsschrift, welche vor allem eins aussagt: So böswillig darf man dem Strehle seine Vergangenheit - über deren Details in Terrorfreunden-WGs, der Positionierung innerhalb des linken Spektrums sowie wie denn die Artikel in der WoZ gemeint sein könnten, in denen er solidarisch-glühend über eine Terroristin und eine Mörderbande schreibt dieser sich ausschweigt - doch nicht auslegen. Tztztz. Meimeimei.
- Wenn ein Journalist einem anderen Journalisten voirwirft, dieser sei ein schlechter Journalist, dann sind ersterem die Argumente offenbar gänzlich abhandengekommen. Er bezeichnet Gut ja sogar als "Gegner". Aufschlussreich, denn Daniel Binswanger ist ja doch gar nicht beteiligt...?!? Hm.
- Wer seine Zeit sinnvoller einsetzen möchte, lese den wirklich gescheiten Text zur Klimahysterie im gleichen Tagi-Magi. Und man blicke hernach aus dem Fenster und erfreue sich an der verschneiten Landschaft.
Fazit: Vielleicht ist Binswanger ein Klon von Strehle (oder ein ferngesteuerter Roboter) und vielleicht ist das mit dem Klimawandel doch alles gar nicht so tragisch (Hockey-Kurve, pfff...).
@Carolina: Sie sollten endlich das Buch "Iron Jack" von Robert Bly lesen (und ich sollte es endlich mal fertiglesen), dann würden sie alles verstehen, was es in der Mannsein- (und -werdung) -Debatte zu wissen gibt. Bly bezieht sich stark auf Jung, mythopoetische Rollenmuster und Alexander Mitscherlich ("Die vaterlose Gesellschaft").
@Augie: Nein, Fussball interessiert mich zu wenig, sorry. Ich anerkenne die sportliche Seite und die Faszination für das Spiel, aber es lässt mich so kalt wie modernes Ballett oder Pflanzenlehre. Ich hielt Fussball als Massenphänomen immer für einen Ersatz, einen streng kodifizierten, sehr harmlosen und etwas lächerlichen Männlichkeitskult, der so männlich eben gar nicht ist. Ich kann den Unterschied zwischen einer Gruppe braver Buben, die mit Lightbier und fettarmen Chips Fussball gucken und einer Gruppe Frauen, die Sex and the City gaffen oder Schuhe einkaufen gehen, schlicht nicht erkennen.
Ich gehöre in meinen Hobbys und Interessen eben schon stark zu dieser duchfeminisierten Sozialkultur. Wie durch ein Wunder habe ich mir aber im Kern meine Männlichkeit bewahrt, respektive sie neu erfunden. Die ist nämlich nicht gegeben, man muss das ganze Leben lang daran arbeiten. Nicht im Therapiezirkel oder bei einem (oder noch schlimmer: einer) Shrinkonkel. Es geht auch nicht um Selbsterfahrung und Bewussteinserweiterung, sondern um den Prozess der Selbstwerdung (es ist alles schon angelegt in uns, 200 000 Jahre Männlichkeit, noch ganz ohne Fussball sondern viel grundlegender), darum den gesellschaftlich-kulturellen Ballast der Effeminiertheit abzuwerfen, Atlas shrugs, und...ja, vielleicht seine Penetrationslust wieder zu entdecken!
"Caucasian", stimmt, das sind ziemlich viele. Also, let me rephrase: Ich würde nie mit einer nichtweissen, nicht-europäischstämmigen Frau etwas haben. Das heisst, Milliarden von Asiatinnen, Afrikanerinnen und haufenweise indigene Mixturen werden nie in den Genuss der Orland'schen Liebeskunst kommen. Macht mich dies zum Rassisten?
Danke für die Auskunft.
"Iron John", nicht "Jack".
Das mit Binswanger/Strehle hat mich verwirrt ;)
O: 'Macht mich dies zum Rassisten?' Nein, aber vielleicht zu einem Kostverächter?
Ich setze das Buch auf meine Leseliste, die so lang wie mein Arm ist.....
Ich hatte schon mal Mühe, 'männlich' zu definieren. Für mich ist ein richtiger Mann eben einer, der über solchen Gender-Diskussionen steht (das gilt auch für Frauen übrigens).
Musste mir heute schon eine Tirade über Binswanger anhören - ich lese ihn seit Monaten nicht mehr, weil ich ihn für einen I..... halte. Vielleicht bereitet er sich auf Uebernahme des Chefpostens vor? So richtig gut fand ich RS's Antwort auf die Aufforderung, sich endlich zu äussern: er lasse sich nicht den Zeitpunkt seiner Wortmeldungen diktieren.... Worauf Zimmermann (glaube ich) ganz anmerkte, wenn sich das Blocher oder Mörgeli leisten würden.....
Also, C, ich kann schon diskutieren, mit O zu diskutieren ist aber absolut unergiebig, weil eine Diskussion schnell untergeht in seinen Höhnereien, seinem Spott, seinen verbosen Abdriftereien auf nicht relevante Nebengeleise. Und vor allem duch sein penetrantes Nichteingehen auf die Meinung anderer. Mit O diskutiert NIEMAND, er würde genau mit sich selbst diskutieren, wenn das möglich wäre.
C, wenn Du mir eine Meinung hinstellen willst, die ich angucken kann und wo ich meine Meinung darüber ausdrücken kann, dann tu das ruhig.
Beispiel: Warum boten Dir Arbeitslose keine Mitarbeit an? Erstens müssen sie ja wissen, dass Du ihnen Arbeit geben kannst. Zweitens wäre es gut, wenn sie diese Arbeit auch können. Drittens sind sie vielleicht auf der Suche nach Arbeit ihn ihrem Beruf und möchten sich nicht verpflichten für etwas, was das behindert.
Das dritte Argument ist ja wohl eigentlich keines, aber sicher oft vorgebracht.
Viertens gibt es vielleicht einen Grund, warum sie arbeitslos sind, und das sind vielleicht genau die Gründe, warum sie nicht helfen können, psychische oder physische Probleme etwa.
Und jetzt kommen wir zu den orlandschen Gründen: Faulheit. Carolina, Arbeitslose sind sicher mitunter faul. Ich zweifle da gar nicht. Faulheit ist ja sehr verbreitet, auch unter den Angestellten.
Warum ironisieren Linke die Rechten oft nur? Das hat diverse Gründe. Ein Grund ist ein Minderwertigkeitsgefühl. Linke sind im Rennen um besser schneller brutaler halt notorisch unterlegen und sie würden auch gern mal gewinnen. Darum kämpfen sie gar nicht, weil die Rechten mit ihrem Wesen und der Art, alle Fragen auf ein paar anscheinend wesentliche zu reduzieren und alle anderen zu verlachen, sie einschüchtern.
Orlando, was hast Du gegens Brotbacken? Ich backe super gern Brot, das wird immer super. Neulich haben Bürli so ausgesehen wie ein Mickymaus, das war sogar lustig (fanden sogar die Kinder). Im Fust habe ich für 40 Franken eine kleine Brotbackmaschine gekauft, mit der spart man viel Geld, Zeit und Strom. Brotbacken ist sehr männlich, finde ich.
Orlando, damn it, ich pfeif auf Deinen männlichen Spirit! Ich will keinen Hirsch abknallen, ich will die Welt nicht erobern! Und wenn Du die Welt erobern gehst, dann komm ich und knall Dich ab. Ich bin ein richtiger Mann. Allerdings definiere ICH, als richtiger Mann, was für mich ein richtiger Mann ist. Und nicht so ein Würstchen wie Du!!!
Und Deine Kinder, C, sind genau so wie sie sein müssen: Nämlich so, wie sie sind. Ein Bub, der Spass an Mädchenvergnügungen hat: Per fekt. Ein Mädchen, das gern rumruecht: Per fekt. Ich hatte als Junge männliche Freunde. Ich hätte gerne mehr Mädchen im Freundeskreis gehabt, aber das war nicht so möglich, leider.
Mein Cousin und ich, wenn wir uns treffen, geben uns immer einen Kuss auf die Wange. Das ist sowas von nicht schwul. Wir sind weder homophil noch homophob. Wir sind nur homo (im Sinn von "Mensch").
Kat, wir haben leider keine Outdoorheizung. Stay inside the kitchen if you can't stand the cold. No more southern Gelifoohnie (bitte im steirer Tonfall aussprechen).
Kat, Deine Kurzdefinition von "Rassismus" finde ich gut. Orlando, dass Du nie etwas anfangen würdest mit einer Nichtweissen, ist nicht rassistisch. Rassistisch wäre, wenn Du sagtest, dass nicht weisse Frauen in irgendeinem Sinn schlecht sind. Was Du aber sagst: „sobald man darüber nachzudenken beginnt, wird es unscharf.“ ist verdammt unorlandisch. Nein! Ein wahrer Orlando zweifelt nie! Ein wahrer Orlando denkt scharf nach, und das, worüber er nachdenkt, wird dabei immer schärfer! Klarer! Eindeutiger! Fieser!
Auguste: Katharinabella ist meines Wissens Urschweizerin geworden, sie ist in den Schoss der Heimat zurückgekehrt und wohnt in Beckenried, Sursee oder Meggen (also, da wohnt sie definitiv mal nicht, aber irgendwo in der Gegend schon). Im Telefonbuch steht sie nicht. Warum nicht? a) sie ist Promi oder will es werden und hat darum gebeten, nicht aufgenommen zu werden (so, wie mein Bruder... nein, der Grund ist ein anderer). b) sie hat kein Festnetztelefon sondern nur ein mobiles (so, wie ich), und mobile Telefone stehen im Allgemeinen nicht im Telefonbuch.
Orlando, Du unwissenschaftlicher Troll, Du. Untersteh Dich, etwas über den Klimawandel zu sagen. Von einem Wissenschaftshasser wie Dir werde ich NIE etwas annehmen.
Also, Leute, ich geh jetzt meine Einzahlungen machen. 10000 Franken wollen um die Welt geschickt werden.
Ausserdem ist heute ja der V-Day, auf gut italienisch ist das der Vaffanculo-Day. Irgendwie kennt das Konsulat in Zürich meine Adresse nicht, darum kriege ich keine Wahlunterlagen. Was heisst "Vaffanculo"? Naja, alles Mögliche, hier aber heisst es soviel wie "Haut ab, Ihr Arschlöcher."
Das hier ist eine der absolut klassischen Szenen des italienischen Kinos: http://www.youtube.com/watch?v=jb3OWgjg_ls ,
und hier kommt das wüste V-Wort auch vor. Hier heisst es einfach "Du Arschloch!"
Und am Schluss: "era occupato." "es war besetzt."
Michèle Binswanger und Peter Wälty (Chefredaktor Newsnet) sind im Fall ein Paar seit einiger Zeit, er geht jetzt zu 20 Minuten. Ist doch furchtbar interessant. Nur so kam die heil aus der Alexander-Müller-Scheisse heraus. Da hat die ja unglaublichen Mist gebaut, im Vorübergehen mal kurz eine Existenz zerstört, dabei hatte sie nicht einmal das Original-Material. Nicht die feine Art. Und Strehle musste dann zu Kreuze kriechen. Sonst hätte die Michèle den Konzern ein schönes Sümmchen gekostet, gell.
Bitte, gern geschehen.
http://www.youtube.com/watch?NR=1&v=XoMReSc_c3Q&feature=fvwp
Das wirklich Lustige kommt wieder erst ganz am Schluss.
Sieh an, woher willst Du jetzt DAS alles wissen? Gerüchteküche?
Erstens Mal war Alexander Müller ja wohl selbst blöd, so etwas Missverständliches zu twittern. Das KANN ja nur falsch aufgenommen werden. Dass er es nicht entfernt als Mordaufruf gemeint hat, ist mir klar, und wahrscheinlich auch der Mehrzahl der Journalisten. Aber der Tweet war strunzdumm.
Über Twitter habe ich im Rahmen meines Textes über die Privatsphäre ja kurz geschrieben. In 140 Zeichen unmissverständlich zu sein ist sehr schwierig. Ich, zum Beispiel, versuche es gar nicht. Ich habe in meinem Leben etwa 2 Tweets abgesetzt, ohne grossen Inhalt.
Dann verstehe ich nicht, was Ihr immer mit Michèle Binswanger habt. Die Frau ist gescheit und hübsch, leider wirkt sie auf mich immer etwas traurig. Wahrscheinlich liegt das an ihren Augen.
Mi raccomando.
Sieh an, @Sieh an!. Das ist ja aufschlussreich...
Ein Insider?
Es gilt das gleiche wie beim Strehle: Wenn jemand über Familie, Beziehungen, Erziehung, Mann und Frau schreibt (und damit sogar Preise gewinnt), da spielt es eine nicht unerhebliche Rolle wie sie oder er es denn selber so hält. Rekapitulation: Binsi fabuliert in der deutschen Presse etwas von ein Mann genügt einer modernen Frau nicht, dann verlässt sie ihren Mann und ihre Familie, schreibt beim Tagi und Newsnetz über was sie will und erhält damit sozusagen die Lizenz zum Töten (Alex Müller), hüpft mit den Nesnetz-Chef ins Bett (how convenient). Was kommt als nächstes in dieser Biografie einer nach Entgrenzung dürstenden Frau? Wir dürfen gespannt sein.
Debakulös, wenn man mich fragt.
Es gibt in der Schweizer Denk- und Meinungselite einen Graben zwischen den linken Sauhunden (und -hündinnen) und den Vernünftigeren. Erstere sind laut und haben den moralischen Zeigefinger stets zuhanden der wohlstandsverblödeten Aggloschweizer parat, die sie im Grunde verachten. Das linke Mantra ist auf Zerstörung des Althergebrachten, der Tradition und der bürgerlichen Gesellschaft aus. Strehles und whonot sind im Grunde Jünger Adornos, laute, ätzende, unzufriedene, entgrenzte Proponenten der ollen Kulturkritik.
Ein isschen aufzeigen, wo diese Denke herkommt und wie sie wirkt war die Intention der Weltwoche-Geschchte über Strehle. Man kann sich über die Machart des Stücks streiten, aber vielen Menschen wird das die Augen öffnen, was diese linken Sauniggel im Grunde wollen, wofür sie eingestanden sind früher und wofür sie heute noch einstehen (solange sie sich ja nicht davon distanzieren!), egal wie gutmenschlich und eloquent sie sich geben mögen. Wer sich wie und wie schnell mit Strehle gegen die böse Weltwoche solidarisiert hat, liest sich wie ein who is who der Schweizer Oberlinken, die innerlich ver-rot-(t)tet sind, obwohl man das nicht sieht, wenn sie mit dem Cüpliglas an Vernissagen rumstehen.
Bei dem meisten intelligenten Lesern bleibt nach der Episode um Strehle unterm Strich ein Gschmäckle zurück.
We know what you did last summer, Strehle.
Und Bitchwanger? Ach, wir lassen uns überraschen.
Und gerade als man denkt, es kann nur noch besser kommen:
http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/Kopfgeld-auf-renitenten-Sozialhilfebezueger/story/16045977
Ich habe gerade unheimliche Lust, einen Linken so richtig windelweich zu prügeln. Ist Pöh in der Nähe? Oder meldet sich sonst einer freiwillig?
Gehen Sie doch mal in den MB - da bieten sich einige an.......
Arrrrrggggghhhhhhhhh!
100 Punkte für ihre Wortmeldungen dort! Ich hätte die Energie und Geduld nicht (mehr).
Äh was ist denn los? Da gibt es also einen Typ, der sich arrogant aufführt und der Gesellschaft auf der Tasche liegt und andererseits gibt es da diesen doofen Sozialhilfebezüger in Berikon. Der erste hat grad sein 72-Millionen-Geschenk ausgeschlagen und der zweite hätte gern 10000 Franken, um seine Miete bezahlen zu können (an seinen Vermieter, der ja nicht Pestalozzi heisst) und sein Essen (das er bei der Migros, bei Coop, beim Aldi und beim Mac kauft, keine Staat-Zuschussgeschäfte). Die 10000 Franken gehen also wieder in den Wirtschaftskreislauf.
Wenn der Mann krank und arbeitsunfähig ist, dann ist es ein Fall für die IV. Oder? Wenn die Gemeinde nach wie vor zuständig ist, dann gibt es irgendwas, das wir nicht wissen. Ein Fall für fufi, wenn ich das richtig sehe.
Soo, O und C, ganz ruhig Blut bitte. Guckt die Sache ganz detached an und fragt Euch, wer wann was tun kann und hätte tun können. Behaltet den Humanismus im Hinterkopf bitte.
O: Binswanger hat Mann und Familie verlassen? Du spinnst also einfach so das Gerücht von "Sieh wahn" weiter? Frag Binwanger doch selbst: michele.binswanger@tages-anzeiger.ch . Sie wird wohl kurz kühl lächeln, wenn sie ihren neuen Spitznamen Bitchwanger liest.
...der sich arrogant aufführt und der Gesellschaft auf der Tasche liegt
Inwiefern liegt Vasella der Gesellschaft auf der Tasche? Da bin ich aber jetzt gespannt auf die Argumentation!
Indem sein Bonus von den Medis bezahlt wird, die wiederum zu einem grossen Teil von den KK-Prämien bezahlt werden, die wir, also die Gesellschaft, bezahlen.
Houuuu Mann, muss man Dir eigentlich alles erklären?
Ein bisschen Anerkennung für die kleine humoristische Ablenkung wäre auch nicht grad unnett. Und zur Abwechslung etwas inhaltliche Beschäftigung mit meinen Einwürfen wäre ganz willkommen.
--
http://de.webfail.com/dbdc1497105
mila: http://de.webfail.com/3f2c9f8c68b
Drillsergeant Schnurrli: http://de.webfail.com/b7944e6e130
Die Links zum Drücken:
http://de.webfail.com/dbdc1497105
http://de.webfail.com/3f2c9f8c68b
http://de.webfail.com/b7944e6e130
Und weil Vasella jetzt auf den Bonus verzichtet, zahlen wir weniger Prämien/haben mehr Geld für die Kultur übrig...?
Ja, das ist eine humoristische Ablenkung.
Eine inhaltliche Beschäftigung mit deinen Einwürfen lohnt sich nicht, denn mit O zu diskutieren ist aber absolut unergiebig
Und so diskutiere ich nur mit "ergiebigen" Partnern.
Bersani und Grillo werden zusammen deutlich über 50% sein. Berlusca out! Out! OUT!
Fuori dalle balle! Oder, wie Bossi in seinem Dialekt (der ist wie der der Tessiner) sagen würde (wenn er das zu Berlusconi auch so nicht sagen würde): Fö di ball!
[Robotercheck: oLostA, wie passend!]
Nööö, hätte sie behalten können oder spenden, wie er es ja angeblich wollte. Das mit dem Humor war denk gemünzt auf die Gegenüberstellung und Verwechslung des Sozialbescheissers und Vasellas.
Das wegen dem unergiebig: Sorry, ich war inkonsequent. Ich bin konsequent inkonsequent.
Hee, wir leben in einer Marktwirtschaft, wenn sich die Eigentümer von Novartis entschieden haben, ihrem Unterhund Geld zu geben, dann sollen sie beim Entscheid bleiben und der Unterhund auch. Jetzt wars aber nicht so, so what. Ist mir egal.
Aber eben, Du hast Recht mit unergiebig. Sorry, ich muss practisen was ich preache. Ah, ich kauf einen neuen TV: BenQ GW2750HM, ist zwar nur ein Monitor, aber sehr gut und günstig, und zum Fernsehgucken habe ich ja eine Mediabox (Cablecom) mit HDMI. Einen schönen, guten TV, gross, brauchbar auch als Supermonitor für den Compi, für 250 Franken, was wotsch no mee. Für einen hin-und-wieder-TV-Gucker wie mich ideal.
Hahahahahahahahahahahaha!
Viva l'Italia!
Compagni, non è più tempo di parlare ma di fare; non è più tempo di concioni ma di azioni, e di azioni romane.
Se considerato è come crimine l'incitare alla violenza i cittadini, io mi vanterò di questo crimine, io lo prenderò sopra me solo.
Se invece di allarmi io potessi armi gettare ai risoluti, non esiterei; né mi parrebbe di averne rimordimento.
Ogni eccesso della forza è lecito, se vale a impedire che la Patria si perda. Voi dovete impedire che un pugno di ruffiani e di frodatori riesca a imbrattare e a perdere l'Italia.
Tutte le azioni necessarie assolve la legge di Roma.
Heu! Heu! Heu! Alalà!
(Gabriele D'Annunzio)
@Fufi!!
Weil DA geht's um ein paar Tausend Franken, wo WIR mit unseren STEUERN bezahlen müssen!
Richtig. Während wir morgens um 6 Uhr aus dem Bett müssen, darf sich der nocheinmal umdrehen. Weil wir es ihm bezahlen.
Wenn Konzerne, Banken, Holdings und KMU's die Gesetze bis zum Aeussersten zu ihrem eigenem Vorteil auszureizen, DANN scheint das ja ganz ok zu sein.
Weil DA geht's ja nur um so paar MillionenMilliarden.
An Steuer-"Ausfällen"!
Wie bitte? Welche Gesetze werden ausgereizt? Welche KMUs "unterschlagen" MillionenMilliarden und wie?
Sorry, du hast keine Ahnung von volkswirtschaftlichen Zusammenhängen. Und von betriebswirtschaftlichen schon grad gar nicht. Ich glaube das ist der Vorteil, den wir Bürgerlichen gegenüber den Linken imemr haben werden: Wir wissen über das Geld Bescheid. Dass es nicht auf Bäumen wächst, dass es jemandem gehört und dass man nur sein eigenes zum Fenster rauswerfen sollte.
Die soziale Verantwortung von Unternehmen ist es nicht, Steuern zu bezahlen, sondern Arbeitsplätze zu schaffen, erfolgreich zu sein, zu investieren, zu wachsen und Löhne auszubezahlen.
Aber wer nie in der freien Wirtschaft gearbeitet hat, kann dies vielleicht schlicht nicht verstehen...?!
Und, Fufi...willst du von jetzt an nur noch in deinem Blogeintrag mit uns kommunizieren? Ich meine, ist etwas unschön und auch etwas seltsam, wenn der Hausherr da oben auf der Kanzel zetert und mordiot, schimpft und beschwichtigt, und man zuerst gar nicht genau weiss, was er jetzt meint, weil man unsere Kommentare ja nicht sieht...
Fufi, ich fände es auch schön, wenn Du wieder hier in den unteren Gefilden mitmachen würdest - es dauert immer ewig, bis ich mal mitkriege, dass Du kommentiert hast und dann das ewige Herumscrollen..... (wobei ja im Moment ein ganzer Haufen Themen hier abgehandelt werden und jedes einzelne es wert wäre, länger dabei zu bleiben).
Ich halte das Beispiel des Sozialhilfeempfängers auch für völlig überbewertet - daraus einen Beispielfall für das Verhalten aller oder auch nur vieler SHE zu machen, ist genauso doof, wie am Beispiel Vasella das gesamte Wirtschaftssystem der Schweiz beklagen zu wollen......
Heute in unserer Lokalzeitung ein Interview mit Nicolas Lindt, der sich im Dunstkreis von Strehle etc befand und Gründungsmitglied der WoZ war - im Oberland ist er bekannt als konfessionsloser Trauerredner und ich habe ihn gerade vor zwei Monaten erlebt, er gefällt mir. Aber es würde mich mal interessieren, ob jemand wie er, der sich öffentlich und ganz bewusst von der Gewaltbereitschaft eines bestimmten linken Umfeldes lossagte, heute noch in der Linken als Verräter gilt? Das meine ich überhaupt nicht sarkastisch, übrigens, es ist eine ehrliche Frage....
http://zol.ch/bezirk-hinwil/wald/Nicolas-Lindt-Der-Finger-auf-dem-wunden-Punkt/story/25846076
(Leider nur ein ganz kurzer Abriss des Interviews)
Eine Weile hat sich hier jemand zu Wort gemeldet, der viel in Italien zu tun hatte und damals schon ziemlich desillusioniert war - 'da' oder so ähnlich. Sind Sie noch irgendwo? Ihre Meinung zu den Wahlen würde mich interessieren. Man ist ja versucht zu sagen (Tiger, hör mal weg), dass es doch einfach nicht sein kann, dass 30% der (wählenden) italienischen Bevölkerung diesem W..... auf den Leim kriechen?
Fufi, hast Du jetzt Flöhe? Das letzte Mal, als wir unserem Sohn zuliebe (Pfadilager-Besuch) im Stroh schlafen müssten, waren wir alle übersät mit juckenden, roten Pusteln..... Da geh ich ja noch lieber in einen Camper (aber nur, wenn er kein holländisches Kennzeichen hat).
Die linke Weltanschauung war geprägt von Intoleranz und Verachtung für alles, was die Schweiz ausmacht.
Warum formuliert Lindt das bloss im Imperfekt?
Apropos, da fällt mir etwas ein, was mir seit Tagen unter den Nägeln brennt (stimmt der Satz???):
Dass Maurer die Patrouille Suisse abschaffen wollte (will?) bzw ohne das Schweizer Kreuz fliegen lassen will, ist eine riesige Sauerei, finde ich. Ich habe sie in London, in Berlin und natürlich regelmässig bei uns fliegen sehen und es geht mir - und vielen anderen, insbesondere Nicht-Schweizer Zuschauern - das Herz dabei auf (es interessiert mich nicht, warum das so ist). Für relativ wenig Geld ist diese Flugstaffel ein identitätsstiftendes Mittel erster Klasse - sie macht gerade im Ausland vieles an Vorurteilen wieder wett, denen die Schweiz heutzutage ausgesetzt ist.
Es gibt für mich wenig Schöneres, als an einem schönen Sommertag den Uebungen der Patrouille Suisse zuzuschauen - dass da natürlich die Stadt Zürich mit ihren lächerlichen Nachhaltigkeitsargumenten, die genau zu O's Einwand oben passen, die PS am Züri-Fäscht ignoriert, passt wirklich ins Bild.
Okay, da bin ich nun etwas ratlos. Zwar finde ich es auch wirklich erhebend udn heimatlich anmutend, am JFK oder in Dubai oder Madrid die Heckflosse mit dem Schweizerkreuz zu sehen (obwohl ich meist gar nicht mit Swiss fliege, weil die anderen so viel günstiger sind). Auch fand ich das gestörte Getue am Züri-Fäscht auch komplett zum Kotzen. Die Show war erstklassig!
Aber da kann ich nun wirklich nicht mitreden. Ist denn die PS bekannt im Ausland? Ich finde, wofür wir geschätzt ja sogar geliebt werden im Ausland, ist dass wir stur und konservativ sind. Und nicht jeden Bockmist mitmachen, weil es die anderen auch tun. Die Abschaffung de Bankgeheimnis war ein schlechtes Signal in die Welt. Ein Signal der Schwäche und des Anpassertums. Kein Wunder bei solchen Leuten in der regierung. Backstabbers und kompasslose Opportunisten.
Es gibt gewisse Rezepte, die verändert man nie. Ich denke an Fondue oder an Zürigschnätzletes. Manchmal muss man auch nur etwas mehr Gas geben und aus dem, was ist, etwas besseres rausholen, wie die Schweizer Weinbauern seit etwa 15 Jahren. Dafür hatten wir nie eine Autoindustrie und auch kaum Eurovisionconcours-Gewinner. So what?
In der Politik heute scheint aber der Zwang zu herrschen, all die Scheisse, die im Ausland gemacht wird, auch zu machen. Mächtiger Zentralstaat (der qua Bundesvefassung nun auch die Familien regulieren soll), reichen Menschen das Geld stehlen, der EU beitreten, Bankkunden bei ausländischen Steuerhyänen verpfeifen und den Wirtschaftsstandort schädigen, indem man aus der Kernenergie aussteigt. Lauter so Zeugs.
Ehat's the matter with the Swiss? Könnten ein Vorbild für die Welt sein und verspielen alles.
Hat das am Ende mit der Intoleranz und Verachtung zu tun, von der dieser Lindt spricht?
Dazu noch das Interview mit Philipp Gut, dem Autor des Strehle-Artikel:
http://www.telezueri.ch/webtv/?&channel_id=84&video_id=295697
Gut: "Man sollte die Fehler der Zeit im Zweiten Weltkrieg aufarbeiten - aber man sollte auch die Geschichte des Linksradikalismus aufarbeiten".
Gillia ist für einmal ein wirklich klasse Gesprächsführer!
Gilli, Markus Gilli, meinte ich natürlich!
Zum Sozialll"hilfe"bezüger, der vor Bundesgericht ging...
Das Bundesgericht hat ja in der Sache schon recht. Nur ist interessant, was die Zeitung rausfindet, wenn sie wirklich mal recherchiert:
Der 23-jährige Mann bezog seit Juni 2008 Sozialhilfe, tauchte aber wiederholt nicht zu Gesprächsterminen auf, und verweigerte sowohl die Ausbildung wie auch die Arbeitssuche. Angeblich litt er unter Depressionen und Rückenschmerzen. Vorgängig war der junge Mann bereits wegen Sozialhilfemissbrauchs verurteilt und mit einer Geldstrafe gebüsst worden, weil er zusätzlich zu den Sozialleistungen auch noch Arbeitslosengelder bezog, dies der Gemeinde aber verschwiegen hatte. Im Bundesgerichtsurteil ist zudem von einer Ferienabwesenheit die Rede, was die Vermutung nahelegt, dass der Sozialhilfeempfänger, statt sein Leben in die Hand zu nehmen, lieber in die Ferien fuhr.
Läck, ICH würde mich in deiser Gemeinde ja vor Scham verstecken, wenn ich der wär. Ist das peinlich. Ich hoffe dass seine Eltern nicht dort wohnen, die Armen. So einer ist keinen Eltern zu gönnen.
Kommentar veröffentlichen