Ok, DA sind viele mit fufi einverstanden.
So lasst uns also mal alle gemeinsam in den Spiegel schauen, ja?
Und Fufi ist ganz besonders gegen jede religiös motivierte Gewalt. Und er ist ganz ganz besonders gegen "religiöse" Gewalt wo bloss irgendwelche kulturellen Eigenarten durchsetzen soll.
Und ganz absolut besonders ist fufi gegen politische Gewalt die "religiös" begründet wird.
Und weil fufi wie bereits gesagt Christ ist, kann, darf, will und muss er sich denen widmen, die sich ebenso als solche bezeichnen tun.
Und das hat er getan!
Hier also der 2te und letzte Teil des 3tten und letzten Teiles:
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Christus ist Jesus
a) Der Gekreuzigte: Gott
Zeichnet sich das Christentum unter den Religionen schon
aufgrund seiner Struktur durch Schwachheit aus, so noch viel mehr von seinem
Inhalt her. Ein Glaube, dessen grundlegendes Bekenntnis darin besteht, dass in
diesem Menschen Jesus Gott selbst sich geoffenbart und also Gott selbst sich am
Kreuz hat hinrichten lassen, kann sich seiner Umwelt gegenüber ganz einfach
nicht als intolerante und arrogant-rechthaberische Religion präsentieren. Auch
und gerade in der interreligiösen Begegnung wird sich ein Christ stets vor
Augen halten müssen, dass es Vertreter derjenigen Religionsgemeinschaft waren,
der Gott in seiner menschlichen Gestalt selbst angehörte, welche unter dem
Vorwurf der Gotteslästerung seinen Tod forderten. Ebenso seien hier auch diejenigen, die Jesus Christus vornehmlich
als Weltherrscher und eschatologischen Richter zu verehren und zu 'Himmel und
Hölle'-Spielen zu missbrauchen pflegen, wieder einmal daran erinnert, dass es
sich dabei um keinen anderen handelt als um denjenigen, der um der Welt und der
Menschen willen sein Kreuz auf sich genommen hat.
Die Beziehung eines glaubenden Christen zu seiner Umwelt
lässt sich folglich auf die paradox klingende Formel bringen, dass seine
Fähigkeit zu Toleranz gegen aussen direkt von seiner Intoleranz gegen innen
abhängt: Je kompromissloser er an seinem Glauben und dessen fundamentalen
Dogmen festhalten wird, desto freier, offener und undogmatischer wird er seinen
Mitmenschen begegnen können.
b) Die Botschaft: Evangelium
Schon die Bezeichnung, unter welcher der christliche Glaube
das Christusereignis zusammenfasst, zeigt, dass dessen Verbreitung und die Form
seiner religiösen Manifestation keinesfalls von Intoleranz geprägt sein kann:
Einem euaggelion mit Gewalt Beachtung verschaffen zu wollen, ist schierer
Unsinn.
Die Christenheit muss allerdings von allem Anfang an davon
ausgehen, dass die Umwelt ihre Verkündigung nicht in diesem Sinne wird
verstehen können, sie wird dies bedauern, aber sie wird nicht versuchen wollen,
ihre Mitmenschen zu ihrem Glück zu zwingen. Bloss wird sie sich hoffentlich
bemühen, ihre Botschaft noch überzeugter, überzeugender und inhaltlich
angemessener, mit Blick auf die herrschenden Zustände: jedenfalls etwas
fröhlicher auszurichten.
c) Die Forderung: Feindesliebe
Was immer die radikale Forderung der Feindesliebe an Fragen
bezüglich ihrer Praktikabilität aufwerfen mag, nimmt man sie von ihrer
Kehrseite her in den Blick, so wird jedenfalls deutlich, dass sie keinerlei
Differenzierung des eigenen Verhaltens je nach dem Gegenüber zulässt: Es gibt
nicht die geringste christliche Legitimation, einem Nichtchristen anders
entgegenzutreten als einem Christen, jener verdient dieselbe Achtung, ja
dieselbe Liebe wie dieser auch. Ein Christ hat keinen Menschen nach seiner
Religion zu beurteilen, sondern er soll im Umgang mit ihm, als minimalster Form
der Liebe, zumindest eine tolerante Haltung einnehmen.
d) Die Zukunft: Reich Gottes
Die Christen haben bezüglich der Aufrichtung des Gottesreichs
nur einen, dafür einen ganz klar definierten Auftrag, der dahingehend lautet,
sie sollen um sein Kommen beten. Weiter haben sie in dieser Sache nichts
anderes zu tun, als dieses sein Kommen der Welt anzukündigen, indem sie ihr das
Evangelium predigen.
Die Christenheit wird sich demnach nicht bemüssigt fühlen
dürfen, der Verwirklichung des Gottesreiches in der Welt auf eigene Faust etwas
nachhelfen zu wollen. Sie ist weder fähig noch beauftragt, die ganze Welt zum
Glauben zu bringen (doch bestimmt eher: zu zwingen), noch irgendein
politisch-religiöses Staatsgebilde zu installieren, das auch der
unverbesserlichste Sympathisant nur als billige Karikatur eines Reichs Gottes
zu bezeichnen vermöchte.
Hält sie sich aber an diese Vorgaben, dann wird die christliche
Welt wohl oder übel warten und beten müssen, dass Gott sein Reich selbst
aufrichten werde. Vorher hat sie ihr Verhalten nach der paulinischen Trias
'Glaube, Hoffnung, Liebe' zu richten, und sich vielleicht daran zu erinnern,
dass die grösste dieser drei die Liebe sei, und dass diese keine, auch keine
religiösen Grenzen anzuerkennen gewillt ist.
Allversöhnung?
Mit dem Thema der Allversöhnung ist ein ziemlich delikates
Problem angesprochen: Nicht nur, dass der Begriff verdächtig nach Indifferenz
und Libertinismus klingt , viel schwerer wiegt die Tatsache, dass ihre
Verurteilung als Häresie einen der wenigen Punkte darstellt, worin alle
christlichen Konfessionen übereinstimmen. Wer sich darauf einlässt muss also
befürchten, auf theologisches Glatteis zu geraten, zumal sie sich vom Neuen
Testament her nicht ausreichend begründen lässt. Gleichwohl halte ich sie
durchaus für vertretbar und sachgemäss, lassen sich doch gewichtige
systematische und auch biblische Argumente zu ihrer Unterstützung angeben,
deren einige ich abschliessend kurz skizzieren will.
In erster Linie ist auf hier auf das Bekenntnis zur Allmacht
Gottes zu verweisen, welches mit Blick auf seinen universalen Heilswillen (1Tim
2,4) zu dieser Behauptung führen muss, welche sich zweitens ebenfalls aus der
Endgültigkeit und der universalen Geltung des Heilsgeschehens in Jesus Christus
ergibt. Und drittens lautet auch der Missionsbefehl nicht etwa, sich an einen
kleinen Kreis von Auserwählten zu richten, sondern das Evangelium der gesamten
Menschheit zu verkündigen: "Gehet hin in alle Welt und prediget das
Evangelium allen, die erschaffen sind!" (Mk 16,15).. Nun kann jedoch nur
eine Tatsache verkündigt werden, die für den Adressaten zwar schon Gültigkeit
hat, worüber er aber erst noch informiert werden muss, was nichts anderes
bedeuten kann, als dass die ganze Welt in Jesus Christus tatsächlich mit Gott
versöhnt worden ist und sich nun im Zustand der Versöhntheit mit ihm befindet
(vgl. 2Kor 5,21).
Schliesslich darf nicht übersehen werden, dass Kol 1,20,
immerhin auch Heilige Schrift, expressis verbis vom friedensstiftenden
Kreuzesblut Christi spricht, das die Versöhnung Gottes mit allem, sei es im
Himmel oder auf der Erde, erwirkt habe.
In diesem Sinne möchte ich das letzte Wort gerne Karl Barth
überlassen:
"Das ist sicher, dass es kein theologisches Recht gibt,
der in Jesus Christus erschienenen Menschenfreundlichkeit Gottes unsererseits
irgendwelche Grenzen zu setzen. Unsere theologische Pflicht ist, sie als immer
noch grösser zu sehen und zu verstehen, als wir es zuvor getan haben."
4 Kommentare:
Das Zitat stammt aus einem Vortrag, den Barth 1956 unter dem Titel "Die Menschlichkeit Gottes" gehalten hat.
Interessierte kriegen den Text als pdf bei fortissimo@bluewin.ch.
Fufi ist Profet
DAS da hat fufi geschrieben, anno 1992
Eines der drängendsten Probleme unserer Tage liegt in der Bewältigung der kolonialen und neo-kolonialen Vergangenheit nicht nur des Westens, sondern auch des ehemaligen Imperi-ums östlicher Prägung.
Das Schicksal des Planeten Erde und seiner Bewohner wird nicht zuletzt davon abhängen, wie die brennende Frage nach dem Verhältnis der ersten zur dritten Welt beantwortet wer-den wird. Dabei müssen neben politischen, wirtschaftlichen und ökologischen Gesichtspunk-ten auch und vor allem kulturelle und religiöse Aspekte Berücksichtigung finden, denn dieser Konflikt ist in erster Linie das Produkt der Konfrontation der christlich-antiken und neuzeitlich-aufklärerischen Denkwelt mit dem Rest des Gedankengutes der Menschheit. In dieser Hin-sicht ist die heutige Lage mit derjenigen zur Zeit Troeltschs somit durchaus vergleichbar.
Von ebensogrosser Bedeutung ist auch der Zusammenbruch des kommunistischen Weltrei-ches, indem sich von daher einerseits eine Tendenz zur Absolutsetzung der eigenen politi-schen Weltanschauung ergibt, da sich ja das westlich-kapitalistische System als das wahre erwiesen haben soll, und der bedauerliche Verlust des ehedem einigenden Feindbildes an-dererseits zur Notwendigkeit geführt hat, neue Abgrenzungen, im Klartext: sich neue Feinde zu schaffen, was ebenfalls durch die Verabsolutierung der eigenen Position erreicht wird.
Das Resultat zeigt sich in einer grundsätzlichen Abwehrhaltung allem Fremden gegenüber, jedenfalls sofern es sich nicht in konsumierbarer Form einverleiben lässt, und im religiösen Bereich als beängstigendes Wiedererstarken von Antisemitismus und 'Antiislamismus'. (Symptomatisch dafür ist beispielsweise die Tatsache, wie Afghanistan nach Beendigung des Krieges zwischen den vom Westen gesponserten Mudjaheddin und der kommunisti-schen Besatzungsmacht vergessen wurde, und wie sich die vereinte westliche Welt nunmehr angeekelt abwendet, wenn dort eine Islamische Republik ausgerufen wird.)
Die innenpolitische Landschaft ist denn auch beinahe weltweit geprägt von Regionalismus und Nationalismus, von ethnischer Intoleranz und Abschottung ge-gen aussen. Besonders in Europa sind rechtsextremistisches Gedankengut ganz allgemein und speziell der National-sozialismus auf dem besten Weg zurück zur politischen Salonfähigkeit, eine erschreckende Parallele zur Zeit Barths.
NEIN. Orli und Kat.
fufi ist KEIN Judenhasser!
Ich bitte euch, das zurückzunehmen!
Nein, es geht nicht um mein gekränktes EGO!
Aber ich würde eben gerne die Gründe wissen, weshalb da wer auf "Nein" geklickt hat.
Von wegen Diskussion oder so!
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