Mittwoch, 10. Juni 2015

Doppelte Zwillinge und Lottogewinne


Was haben die doppelten Federer-Zwillinge mit Frau Martullo gemeinsam?
Richtig, sie haben NICHTS, aber schon grad gar nichts zum Vermögen beigetragen, wo ihre Väter angehäuft haben.

Und bloss weil sie deren Leibesfrucht – nun ja, bestimmt jedenfalls diejenigen ihrer Mütter sind, also und irgendwie soll jetzt das ganze Vermögen einfach so in ihren Schoss fallen?
So wie im Märchen von den Sterntalern?


Das ghört jetzt ALLES mir!

Werden sie sagen, wenn ihre Väter mal nicht mehr sein werden. Ok, s’können auch Mütter sein, wie etwa im Fall des bundesrätlichen Paares Schneider-Amman, wobei auch der Papa nicht wirklich in Armut sterben wird, glaub, als (Alt-)Bundesrat?

Aber ja doch, ich weiss doch genau, dass sich dieses Denken seit rund 5'000 Jahren  ind unseren Kleinhirnen eingebrannt hat, und zwar evolutionär, als Folge der patriarchalisch-agrarischen Lebensweise.
In DIESEM Sinne denke ich, dass für die Heimetli der Eltern und die Werchschtatt wo schon der Grossätti betrieben hat schon andere Regeln gelten sollten als für, zum Beispiel:



Und wer Glück hat, hat gewonnen, die anderen haben halt verloren.
Wie ein Lottogewinn, wo im Fall auch steuerpflichtig ist
Können wir uns unsere Eltern auswählen?
.
Behandelt doch Erbschaften wie (einmalige) Einküfte, was sie ja eigentlich auch sind.

8 Kommentare:

fufi hat gesagt…

Aber vielleicht wär's besser, mal das GANZE Steuersystem zu, naja, überprüfen wäre zu wenig gesagt.
Ich denke da an die Mehrwert-, die Benzin- und nicht zuletzt an die Tabak- und die Alkoholsteuer, wo diejenigen wo wenig haben nämlich um viel, viel mehr belasten als diejenigen, wo VIEL haben.

Und präventiv an Orli:
Wie heisst es doch irgendwo so schön:
Jeder soll geben was er KANN!

Orlando hat gesagt…

Die 5 reichsten prozent tragen heute etwa 80 prozent des gesamten steueraufkommens.

Die ärmsten 20 prozent (die am meisten leistungen beziehen) zahlen gar keine steuern.

Das ist die realität jenseits von linkem wunschdenken. Ist schon schaurig ungerecht das system, nicht?

Private vermögen und ihre verwaltung und vererbung gehen den staat nichts an. Das ist das geld das häuser baut, ausbildungen ermöglicht, jobs schafft, konsum schafft, luxusgüter konsumiert und investiert wird.

Wenn der staat all dies macht ist es immer schlechter, dss wissen wir aus der geschichte.

Wir wollen eine prosperierende gesellschaft und keine sozialistische einöde. Dreimal NEIN zu erbschaftssteuer, fernsehgebübr und hochschulstipendien.

fufi hat gesagt…

@Orli

Bitte ergänze deinen Kommentar um folgende Punkte:
WIE VIEL % des gesamten Volkseinkommens geht zugunsten der reichsten 5 Prozent?
WIE VIEL % des gesamten Volksvermögens gehört den reichsten 5 Prozent?

Ich meine, DIESE Angaben wären noch ziemlich wichtig, um deinen Kommentar realitätsnah zu diskutieren!

fufi hat gesagt…

Ach ja, Orli, und DAS wär auch noch ganz interessant, bitttesehr:
WIE VIEL bleibt den reichsten 5 % noch, NACH den Steuern?

Und WIEVIEL davon brauchen sie, dochdoch, ich sags ganz bewusst so:
zum LEBEN?
Weil das Leben kann doch eigentlich nicht wirklich viel teurer sein, für die Reichen, als für die Armen?
Falls ja: Bitte um Begründung weshalb!

fufi hat gesagt…

Und ja, ich weiss, das Folgende hat nicht eigentlich was mit den Erbschaftssteuern zu tun, aber dennoch:

Da gab's doch den Tschütteler vom FC Basel, Alex Frei, mit Namen, wo sich öffenbtlich darüber beschwert hat, dass ihm von seinem "Lohn"? nach Abzug der Steuern bloss noch eine gute Million übrigbleibe, pro Jahr, heisst: bloss 80 und 1 paar Tausender pro Monat!

Und da gab's auch die Vize-Amts-Scheffin einer Stadt im Mittelland, nennen wir sie Güllen, die Stadt meine ich. DIE, nein, JETZT meine ich NICHT die Stadt, die also spielte zwar in einer unteren Liga, aber das waren doch knapp 15k pro Monat, wenn auch brutto.
Und die hat dann den Job gekündigt, weil ihre Work-Life-Balance scheint's nicht mehr gestimmt hat. Ok, so weit so gut.
Bloss: Dass sie IHREN Kündigungsgrund dem ganzen AMT mitgeteilt hat, ich meine damit auch jenen, wo bei 100%-Anstellung so 5 - 6k verdienen, monatlich, jaja, Freundinnen hat sie sich damit KEINE gemacht!
Und es wurden ihretwegen nicht allzuviele Tränen vergossen!

fufi hat gesagt…

Und namal ja doch!
Ich weiss ja schon:
Zuerst wird das Einkommen versteuert, und danach auch noch das Vermögen, und und und.
Und vollkommen ungerecht sind die "linearen Steuern", wie MwSt, Benzinsteuer und so.

Genau DESHALB wäre ich eigentlich für bloss 1 Steuer, und das wäre die Einkommenssteuer, mit ALLEN Einkommen natürlich, und an die jeweilige Steuerkraft angepasst! (DIESE allerdings dürfte NICHT linear verlaufen!)

Wie hab ich gesagt, nei: WAS hab ich zitiert:
Ein jeder gebe so viel, wie er KANN!

Tiger hat gesagt…

Zur PID gab's von mir jetzt doch nur wenig, sorry.

Zum Vererben gibt's jetzt etwas mehr. Ja, ich habe Erfahrung. Mein Vater starb, als ich 40 war, und ich erbte so rund 60000 Franken. Kaum sehr viel.

Der Gini-Koeffizient, also das Mass der Ungleichheit der Vermögensverteilung hierzulande, steigt. In einem Land, wo alle genau gleich viel haben, ist er 0, in einem Land, wo eine Person alles Geld besitzt und alle anderen nix, ist er 1. Naja, er wird noch anders angegeben, aber wie auch immer: Die Schweiz gehört zu den Ländern mit dem ungleichsten Vermögensaufteilung. Wenn in jeder Generation nun alle Leute mit dem gleichen Vermögen anfingen (also das Vererben nicht mehr ginge, sondern über den Staat an die Bevölkerung verteilt würde, dann hätten wir zwar nicht einen Koeffizient von 0 aber doch einen sehr tiefen. Heute ist er dafür sehr hoch (ich fand grad nicht heraus, wie hoch, aber er ist, je nach Quelle zwischen 0.58 und 0.8, die Ungleichheit ist also enorm).

Also: Soll man das Erben abschaffen? Nun, alle Familien, die etwas zu vererben haben, würden damit viel verlieren. Es ist nicht unlogisch, dass vielen von ihnen das nicht passt. Wir haben ja lesen können, wieviel in der Schweiz so vererbt wird pro Jahr. Ungefähr. Wenn jeder Schweizer einfach gleich viel davon kriegt, so wären das wohl so zwischen 6000 und 10000 Franken. Im Jahr. Ohne Arbeit. Folgeeffekte sind natürlich nicht berücksichtigt, und ich schlage Euch vor, dass Ihr auf wildes Spekulieren verzichtet.

Wer also einige Millionen erbt, und hier drin gibt es ja so Fälle, der ist auf der Sonnenseite des Erbens, heute, und der würde ganz gewaltig einschauen. Wäre das gerecht? Ich weiss es nicht, ich sage nicht von vorne herein "Nein".

Tiger hat gesagt…

gelesen: "Dabei könnte alles ganz einfach sein, denn Geld genug ist vorhanden. Wenn die privaten Haushalte in Deutschland zwischen 7 und 10 Billionen Euro besitzen, der Staat dagegen mit etwa zwei Billionen verschuldet ist, müsste man nur ein wenig umverteilen. Aber dagegen sperren sich selbst jene, die dabei nichts abgeben müssten."

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