Donnerstag, 18. Juni 2015

Treibt sie ab, die blöden Bullen!


Und genau DARUM geht’s heute!

(Zufälligerweise kurz nach der PID-Abstimmung, dazu siehe auch weit unten!)

Weil nämlich die blöden Bullen unerwünscht sind, in der Milchwirtschaft, was wiederum der rechtsbürgerlichen ihre 2theiligste Kuh ist, nach der Armee.
Ok, ich würde glaub allerdings auch keinen Soldaten melken wollen!

Zum Einstieg das hier:



Das falsche Geschlecht, halt?

Mit den Milchkühen ist’s leider dasselbe wie mit dem humanoiden Nachwuchs:
Der Bauer weiss nicht, ob es ein Junge werden wird, oder ein Mädel.
Aber an Jungs hat der Milchbauer dann schon grad gar keine Freude, weil DIE geben nur Arbeit, und keine Milch, und als Fleischvieh können sie diese Viecher auch nicht verkaufen, weil die Hochleistungsmilkakühe – sprechen wir mal von den Holsteinerinnen – weil DIE sind darauf gezüchtet worden, dass sie nämlich bloss aus Haut, Knochen, Euter und einem grossen Rahmen bestehen.
 
DA gibt’s sozusagen und wirklich KEIN Fleisch am Knochen!



Die Tierärztin sagt

Selbstverständlich könnten wir diese Bastarde abtreiben, und das sogar ohne grosse Gefahren für die Nun-halt-nicht-mehr-Mutterkühe.
Bloss checken wir im Ultraschall nicht das Geschlecht, sondern bloss ob da was Lebendiges heranwächst oder eben nicht.
Aber einfacher wär’s halt würkli, den Samen für die – ohnehin - künstliche Befruchtung von denenundenen zu kaufen, wo bloss DoubleX-Spermien vom Stier verkaufen.
Ist zu ziemlich vielen % sicher, aber halt vielleicht etwas teurer?
Und ja doch: Auf „natürliche Weise“, tja, vielleicht wird hierzulande doch noch das einte oder sogar das 2te Kälbli SO gezeugt, pro Jahr?



Der Evolutionsbiologe sagt

Selbstverständlich ist’s ein biologisch-physiologisch-energetischer Unsinn, eine Kuh ein Kalb zuerst mal austragen und dann auch noch in’s Stroh fallen zu lassen und danach die Leibesfrucht der Kuh so mir nicht’s dir nicht’s der Entsorgung anheim fallen zu lassen!



Alice Schwarzer sagt

Mein ich doch das: Diese Kühe sollten sich doch parthenogenetisch fortpflanzen.
Sowas funktioniert ja auch bei Blattläusen, Seesternen und Komodo-Waranen.
fufi meint dazu: Komodo-Waraninnen planzen sich nur dann parthenogenetisch fort, wenn grad mal gar keine Männchen zur Hand sind, sozusagen. 


Und deshalb produzieren sie Männchen, parthenogenetisch, diese Weibchen!
Hab keine Ahnung übrigens, WIE sie das machen, im Phall, parthenogenetisch!



Da kräht doch kein Hahn danach

Was eigentlich auch nicht weiter verwunderlich ist, weil Hähne gibt’s ja heute eh fast keine mehr. Die werden nämlich auch getötet, konkret: vergast, kaum sind sie aus dem Ei geschloffen.
Ok, ich hab ein bisschen geschummelt:
Vergast werden nur diejenigen Hähne, wo aus Eiern von Legehennen schlüpfen. Diejenigen wo aus Eiern von Fleisch-Hennen kriechen, werden zuerst noch etwa 3 Monate gemästet, bevor sie geschlachtet werden und auf unseren Fitness-Tellern landen.

Und auch dazu hab ich was zu lesen, nämlich DAS da:



Tja, s’ist ja so einfach: Wer nicht rentiert wird terminiert!



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Weitere Stimmen zum Thema, aus den TA-Kommentaren geklaut


Sacha Meier



Diese Entwicklung halte ich nicht nur für ethisch unkuhl, sondern auch ökonomisch ist es ein Unsinn, Eintagskälber zu züchten - um sie gleich wieder zu entsorgen. Viel sinnvoller wäre es, mit den Methoden der Fortpflanzungsmedizin die Eier ausserhalb der Kuh zu befruchten, das Geschlecht zu selektieren und anschliessend in die Gebärmutter der Mutterkuh einzupflanzen. Zudem haben wir ja das letzte Wochenende die PID angenommen. Damit könnten viele Erkrankungen ausgeschlossen werden - was wiederum die Marge des Bauern erhöhen würde.


Und das Schlusswort will ich dennoch DIESEM Herrn überlassen

Martin Kaske

Erschreckend, wie hier von Laien, die ganz offensichtlich nie auf einem Milchviehbetrieb waren, vernichtende Urteile über Landwirte gefällt werden. Als Tierarzt, der täglich auf Höfen unterwegs ist, sehe ich ganz überwiegend Landwirte, die über ein hohes Berufsethos verfügen und sich verantwortungsvoll und mit viel Einsatz und Engagement um ihre Tiere und speziell auch Kälber kümmern - unabhängig von deren Geschlecht und Marktwert. Diese sollte man in den Mittelpunkt einer Reportage stellen, denn sie sind in der Praxis ungleich häufiger als angebliche oder tatsächliche schwarze Schafe, von denen gemunkelt wird, die aber keiner wirklich kennt.

9 Kommentare:

fufi hat gesagt…

Soll ich's jetzt sagen?
Darf ich's jetzt sagen?

Ich WIIl es jetzt sagen:
Und daneben verrecken sie wie die Fliegen,
an Hunger!

Schöne neue Welt!

Tiger hat gesagt…

Ich habe übrgiens noch eine deutlich einfachere Methode gefunden, Tagionline gratis zu lesen. Interessiert sich jemand? Einfach hier schreiben, ich sag's dann. Ist vor allem cool auf dem Telefon ohne Tastatur.

Bauer Globi hat gesagt…

Nein, Abtreibung ist keine Lösung!
Weil die Kühe müssen kalbern, jährlich, damit ihr Hormonhaushalt ihre jährliche Milchleistung gewährleisten kann.
Heisst: Kein Kalb -> keine Milch!

In diesem Sinne betrachten Sie diese kleinen Munelis wo da so mirnichtsdirnichts terminiert werden ganz einfach als Kollateralschäden der freien, aber dennoch hoch subventionierten NICHT nur Schweizer Milchwirtschaft!

fufi hat gesagt…

Tja, weshalb spritzen die denn nicht einfach diese Hormone den dummen Kühen ins Hirn?
Oder meinetwegen auch sonstwohin?

Tiger hat gesagt…

Weisst Du, fufi, der einzige Weg, dem ethischen Probem bei der Tieraufzucht zu entgehen ist es, Vegetarier zu werden und auf sämtliche tierischen Produkte weitestgehend zu verzichten. Also kein Pouletschnitzel mehr, kein Cervelat, kein Steak, keinen Salami, keinen Döner. Wer besonders streng mit sich sein will, der verzichtet auf Eier, Milch, Käse, Lederschuhe etc..

Ersteres habe ich mir überlegt, wirklich. Ich bin noch dran, und manchmal denke ich, ich will als Vegetarier sterben. Vegan möchte ich nicht werden, ich denke, dass es ok ist, Milch zu trinken und Käse zu essen.

Also, diese Coop-Initiative ist sehr gut, weil sie den Konsumenten nicht entmündigt. Aber für mich ist sie eigentlich nicht sonderlich wertvoll.

Zum Zweinutzungshuhn: Wer sagt denn, dass hier durch Züchtung und genetische Optimisationifizierung nicht noch beträchtliche Effizienzsteigerungen möglich sind? Wenn die Schweiz die Quelle einer neuen Huhnrasse wird, die weltweit verbreitet sein wird und die für alle Nutzungen geeigneter ist als die heutigen Hühner, dann soll mir das Recht sein.

Persönlich, denke ich, sollte ich aber dennoch vegi werden.

fufi hat gesagt…

Nicht schlecht, Tiger, aber auch nicht wirklich gut!

OK, das mit den Tieren wär damit ja gelöst, aber wie steht's denn danach mit den Pflanzen?

Ich frag mich, ehrlich!, ob so ein Kopfsalat das denn wirklich mag, wenn er von seiner Wurzel abgetrennt und in einen Plastiksack verpackt wird.
Und den Unterschied zwischen einem Ei (böse) und einer Tomate (gut), naja, irgendwie kann ich das nicht wirklich nachvollziehen.
Weil:
Immerhin ist das Ei, nachdem es vom Huhn gelegt wurde, also es hängt nicht mehr irgendwie am Huhn. Gegenteiligst zur Tomate, wo nämlich noch am Tomatenstrauch hängt, bevor sie "geerntet" wird, die Tomate.

Vegan?
WIR töten nur Pflanzen!

Und noch was von wegen der Milch:
Kühe, wo NICHT gemolken werden,
tja, die verrecken nach ein paar Tagen!

fufi hat gesagt…

Und das Ei ist ja, so mal biologisch gesehen, nichts anderes als eine Tomate, nämlich:
Die Frucht desjenigen Lebewesens, wo sich auf diese Weise fortplanzen tut!

Tiger hat gesagt…

Logo, dazwischen, einen Mozzarella zu verspeisen oder eine Tomate sehe ich auch keinen prinzipiellen Unterschied. Immerhin wäre ohne die beiden Dinge kein Caprisalat mehr möglich, und das wäre ein kulinarischer Verlust.

Die Frage ist natürlich schon, wieso es ethischer sein soll, den Apfelbaum um seinen Apfel zu erleichtern, der ihm vielleicht grad erst ans Herz gewachsen ist, als zum Beispiel ein Huhn zwecks Fabrikation vo Chicken Nöggets zu meucheln. Naja, wenigstens kann man sich die Frage einmal stellen.

Ungemolkene Kühe? Die kann man doch sicher abstillen, dann krepieren sie nicht mehr. Ausserdem sind sie ja Resultat von jahrhundertelanger Züchterei, wo die Milchleistung gesteigert wurde.

fufi hat gesagt…

Hey Tiger
Kühe abstillen heisst: SIE zu melken!

Und ja doch, ich weiss schon, dass Äpfel=Früchte und Beeren nicht dasselbe sind wie etwa ein Endiviensalat.
Vielleicht dazu später noch etwas ausführlicher, aber für heute soll DAS da genügen:

Die Humanoiden haben ein Allesfresser-Gebiss und keinen Wiederkäuer-Magen. Ob das vielleicht einen Hinweise geben mag, wie sie sich "natürlicherweise" ernähren sollten?

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