Nachgedanken über den Nazionaltag und so ......
Meine Heimat ist das oberste Tösstal
(für KennerInnen: Turbenthal bis Gibswil).
Und selbiges gehörte(!) vor vielen vielen hundert Jahren dem Kloster St. Gallen.
Später kam es irgendwie in den Besitz der Habsburger und wurde schliesslich zum Untertanengebiet der Stadt Zürich und wurde erst damit – untertänigst, sozusagen – Teil der Eidgenossenschaft.
Und dies zu einer Zeit, als eine künftige SCHWEIZ qua NATION noch nicht mal als Vision in den Köpfen der heutigen vorgesternorienterten Süpperschwiizern existiert hat!
Aber namal
Dass die Gegend, wo meine HEIMAT ist, unterdessen zur Schweiz gehört, ist ja eigentlich nichts mehr als ein historischer Zufall, eine Frage militärischer Stärke und diplomatischer Länderverteilung.
Beachtet bitte die Legende rechts oben, Untertanenland und "gemeine Herrschaften!"
![]() |
| F.W.Putzger, Historischer Atlas, 7. Auflage, Sauerländer/Payout, Seite 64 |
Untertanengebiet!!
Und wie gesagt:
Zur Eidgenossenschaft gehört sie, meine Heimat, letztlich glaub ja sogar bis heute bloss als Untertanengebiet?
Ein wunderschönes Lied dazu findet ihr hier:
Klick auf „Chelleländer Spinnerlied“, Hörmüsterli
Leider nur als Text im www:
Und zurück in die moderne, xgüsi: POST-moderne Urbanonationalität:
Auf den Punkt gebracht hat’s vor einiger Zeit die WW, denn:
Immerhin hat’s MEINE Gemeinde geschafft, im grossen Gemeinde-Rating an den Schluss aller zürcher Gemeinden zu gelangen. Siehe dazu:
Ein historischer Zufall!
Tja, wenn’s mit den Schlachten und so etwas anders gelaufen wäre, würde ich heute vielleicht in Oesterreich leben, oder Bayern (äxgüsi: Tüütschland).
Jedenfalls: Meine Heimat wäre dieselbige, aber meine Nation, DIE wäre eine ganz andere. Mit einer ganz anderen Geschichte, mit ganz anderen NationalheldInnen.
Und dennoch wär’s – was immer es wäre – jedenfalls wäre es: MEINE Nation?
Ebenso Zufall, wie dass mein Urgrossvater von der Gemeinde gleich nebenan als Verdingbub verkauft wurde, ins Dorf, wo ich heute lebe?
Nationalstolz – so?
Kann, darf, soll oder MUSS ich denn jetzt stolz sein auf diejenige Nation, zu der meine Heimat zufälligerweise gehört?
Andersrum: gehörte sie zu D oder A, könnte, dürfte, sollte, oder müsste ich denn ebenso stolz sein auf D oder A?
(Ok, tschüttelerisch wäre D nicht schlecht, und im Schifahren wäre A auch eine Option)
Oder ist das, was MEINE Nation so ganz furchtbar gut macht denn nur die Tatsache, dass ich (zufälligerweise?) in eine Heimat hineingeboren wurde, die zufälligerweise innerhalb der international anerkannten Grenzen ebendieser Nation liegt?
Ist also MEINE Nation bloss darum so schampar gut, weil ICH ... ?
- oder so?
Nun denn, es ist ja offenkundig:
NIEMAND kann eine Heimat haben, die zu keiner Nation gehört!
Und all die (äxgüsi) Irren wo sagen die Erde, die Welt, das Universum sei ihre Heimat – ach, machen wir uns doch nichts vor!, denn auch die freuen sich, wenn Federer Wimbledon gewinnt, oder der welsche Cousin Didi so furchtbar schnell ist ... ?
S’ist eigentlich auch interessant, aus welchen Nationen die denn so stammen, wo das oben zitierte so von sich geben. Jedenfalls wohl kaum aus Aserbeidschan!
Aber was mich betrifft:
Ich liebe einiges an der Schweiz. Zunächst die Berge, dann das Tösstal, dann die Töss, und schliesslich auch noch – ihr wisst schon.
Aber wenn mich ein Schweizer fragt, ob ich denn STOLZ darauf sei: NEIN!
Und jetzt wird’s kritisch:
Wie ist’s, wenn mich ein Deutscher, ein Ruander, eine Koreanerin fragt, ob ich denn STOLZ darauf sei, ein Schweizer zu sein?
Und äxgüsi, ganz besonders kritisch wird’s, wenn mir SCHWEIZER ein BILD der Schweiz vorhalten und fragen: bist du denn NICHT stolz darauf?
Nun denn, würde ich mich fragen, STOLZ kann ich ja glaub bloss auf was sein, was ich geschaffen oder wenigsten woran ich mitgearbeitet habe, verschtahsch was i meine?
Aber, wenn DIE bestimmen täten, was (nicht nur) MEINE Heimat sein soll, DANN wäre ich vielleicht wirklich heimatmüde.
![]() |
| Ob denn SEIN Zuhause auch MEINE Schweiz wäre? NEGATIV |
Bin ich aber nicht,
und drum lade ich euch alle ein zu meiner Geburtstagsparty am
11. August 2012, unter dem Motto:
„Folge deinem Herzen!“
Wir treffen uns um 17:00 am Bellevue:
Und bis dann grüsse ich euch alle mit einem Song , ja, von wem eigentlich?






28 Kommentare:
Ach ja, und wenn ich dqa immer wieder die Mär vin einem einig Volk von Brüdern (Schwestern gabs damals offenbar noch nicht), jedenfalls:
guugelt doch mal nach "Ital Reding" und "Greifensee"!
Naj, könnts auch gratis haben:
http://de.wikipedia.org/wiki/Mord_von_Greifensee
Aber, wie schon gesagt:
Das waren ja eh bloss Untertanen!
MUSS ich denn jetzt stolz sein auf diejenige Nation, zu der meine Heimat zufälligerweise gehört?
Du kannst tun und lassen was du willst. Das ist ein freies Land. Hoppla, wieso ist es (noch) frei? Wohl nicht wegen heimatmüden Jammeris wie dir.
Und von wegen Untertanen: Man kann sich natürlich noch Jahrhunderte später über Ungerechtigkeiten ereifern, die sich an Exemplaren aus unserem Stammbaum ereignet haben. Dann wären wohl wir alle pausenlos am Jammern. Wie die Schwarzen in den USA. Get over it!
Ob denn SEIN Zuhause auch MEINE Schweiz wäre? NEGATIV
Ohne ihn, der für sein Zuhause gekämpft hat, wärst du heute Untertan der Brüsseler Bürokratie, Fufi! Wie hast du gestimmt, am 6. Dezember 1992, hmmm, Fufi?
STOLZ kann ich ja glaub bloss auf was sein, was ich geschaffen oder wenigsten woran ich mitgearbeitet habe, verschtahsch was i meine?
Nun, ich weiss ja nicht, was du im Leben so gemacht hast, aber irgendwie finde ich, ich arbeite und denke jeden Tag an dieser Schweizerischen Eidgenossenschaft herum, bezahle meine Beiträge, helfe damit den Schwachen in der Gesellschaft, setze mich für die Schweiz - jawoll, unsere Heimat - ein und versuche mitzuhelfen, ihren inneren Zustand und ihre Position in der Welt zu verbessern. Aber möglicherweise bin ich eben ein böser Nationalist.
Und wenn dir Fufi nur die eigene Scholle, dein BLUT-UND-BODEN-Tösstal mit dem das Schicksal deiner Sippe so fest verbandelt ist, etwas Wert ist (und nicht die Schweiz, der du aus "purem Zufall" angehörst), kann ich dir auch nicht helfen. Das ist ja geradezu eine völkische Gesinnung, dein Blut-und-Boden-Denken, Fufi!
Nennen wir das mit der Nation doch einfach Schicksal, nicht Zufall. Und dann würde ich mit Nietzsche raten: amor fati.
Nachtrag zur Klimadebatte:
http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/Atomausstieg-entzweit-Schweizer-Wissenschaftler/story/24871369
Ha, ha, ha, ha!
In your faces, suckers. Aber es geht wahrscheinlich nicht lange, bis die linken Journalisten und Agitatoren die Ausstiegsskeptiker als böse, von der "Atomlobby" bezahlte Marionetten bezeichnen.
Jaja, Orli!
Selbstverständlich darf ich DICH, ORLANDO, ja nicht überzeugen, sonst wäre ja deine ganze virtuelle Daseinsberechtigung sozusagen suizidal zunichte gemacht!
Und von wegen dem 6.12.1992:
------------------
Helvetia, hast widerstanden
Helvetia, hast widerstanden
und baust nicht an Europens Haus.
Auf dies' verdorb'ne Frauenzimmer
dich einzulassen, welch ein Graus:
Hat sie doch einst, in jungen Jahren,
sich hingegeben einem Stier!
(Erwähnt sei doch: Der Göttervater
Zeus selbst verbarg sich in dem Tier.)
Helvetia, hast dich verweigert
und gibst dich fürnehm-arrogant:
"S'ist jede halt sich selbst die Nächste,
Europa geh, küss mir die Hand!
Was hätt' ich von dir zu erwarten?
Erfahrung lehrt mich: Schlechtes nur."
(Nicht soll verschwiegen sein das Gute,
man heisst es allgemein "Kultur".)
Helvetia, du bist gefallen,
hältst dich für heilig, göttlich, rein.
Entziehst dich menschlicher Gemeinschaft
mit deinem giftigkalten "Nein!"
Einst galt's der UNO, heut' Europa:
Hast stets ins Abseits dich gestellt.
Nennst dich "neutral", aber in Wahrheit
bist du das Gespött der Welt.
Helvetia, bist alt geworden,
vergreist, verstockt, dick, faul und satt.
Kein Vorbild bist du mehr den Völkern,
lädst Schand' auf dich an Ruhmes statt.
Siehst nicht, wie ringsum Nationen
gemeinsam in die Zukunft gehn?
Nur du, lieb Heimatland, bleibst einsam
und stolz und stur im Kuhdreck stehn.
fufi, 9.12.92
Und von wegen dem "Heimat"-Bild, wo mir seine germano-helvetianische Heiligkeit samt Italo-secondo-Jüngern vermitteln will:
Dazu ist DAS da noch recht interessant:
http://www.tagesanzeiger.ch/kultur/ausstellungen/Hauptsache-Kind-Hauptsache-Schaf/story/30732784
mehr dazu gibt's hier:
http://www.kunstmuseumsg.ch/presse.html#overtherainbow
NEIN, sage ich, SOWAS hat mit MEINER Heimat NICHTS zu tun!
Und zum Schluss noch dies:
Orli, DU als bekennender Papist kannst mir sicher die Unterschiede erklären zwischen
Zufall - Schicksal - Vorsehung
Fufi, Dein Gedicht nervt mich. Es gibt noch eine riesige Grauzone (die im übrigen sehr bunt ist) zwischen Nationalismus und, tja, wie nennt man diese Haltung oben? Interessanterweise ist das auch eine Haltung, die viele Polen und Deutsche ihrem Land gegenüber haben: sie kritisieren es ständig, halten ihre eigene Nation für so unwürdig, dass sie, zumindest nach aussen hin, sich ständig für ihre eigene Existenz entschuldigen.
Alles, was Du oben skizziert hast, hat mehrere Seiten: die Schweiz hat sich gegen die EU entschieden, also muss sie damit leben; was in allererster Linie bedeutet, sich mit mühselig Einzel ausgearbeiteten Bilateralen aufzuhalten. Gleichzeitig musst Du Dich in der EU nur mal umhören: der Respekt für den Schweizer Weg wächst, immer mehr EU-Bürger fühlen sich gegängelt, nicht ernst genommen und regelrecht ausgeweidet.
Und das ist nur ein Beispiel! Aus einer politischen Haltung abzuleiten, dass Nationalstolz, sprich: Stolz auf das eigene Land, nicht möglich/angebracht wäre, liegt mir sehr fern. (Ich bin ja auch auf meine Kinder stolz, obwohl sich die Rolle der Eltern in Grenzen hält - aber eine Rolle haben wir, genau wie im Staat, da gebe ich O recht.)
Bis vor ein paar Jahren habe ich auf die Frage, wo meine Heimat sei, immer geantwortet: da, wo die Menschen sind, die ich liebe - also ist auch Heimat in, in meinem Fall, drei Staaten möglich. Ich fange an, das anders zu sehen: in der letzten Zeit habe ich erfahren, dass Landschaft, Kultur und, lach nicht, ein kollektives genetisches Gedächtnis meinen Heimatbegriff verändert haben. Heimatliebe und Nationalstolz sind für meine Begriffe auch und gerade NICHT von der jeweiligen politischen Situation abhängig - sie sind einfach. Als junger Mensch hätte ich diesen Gedanken nicht ausgehalten, heute bin ich überzeugt davon, dass man sich nicht einfach aus seiner Nation, seiner Heimat verabschieden kann. Man muss sie aushalten, an ihr wachsen, sie zum Wachsen bringen, seinen Beitrag leisten, egal, in welcher Form.
Tja, Carolina, was fängst Du mit solchen an wie mir, die sich ganz zufälligerweise als Schweizer wiederfinden? Und fufi: Ob Federer gewinnt oder Djokovic oder Nadal oder Murray, das ist mir recht einerlei, ich, ich gebe es zu, freue mich nicht extrem drüber, aber immer gleich. Ob die Italiener aus einem Turnier fliegen oder die Schweizer die Deutschen besiegen... das ist mir egal. Ab so lut egal. Kaum zu glauben? Kaum zu glauben.
Weiter: Ob es der UBS mies geht oder MorganStanley, ob die CS pleite geht oder Lehman Bros, das ist mir egal, ich finde alles schlimm. Klar, wenn die CS hopsgeht, ist das schon mühsamer für mich als wenn das irgend so ein windiges Bänklein hinten in der Türkei tut. Aber ansonsten, hey, was soll's.
Ich sag mir: Im Notfall bleibt mir immer der Selbstmord. This is the end, my only friend, the end.
Tja, Carolina, bedenke bitte:
Ich habe diesen Text vor knapp 20 Jahren geschrieben und ihn bloss als Antwort auf O.'s Frage publiziert.
Und damals gings ja NICHT um einen Beitritt zur EU und/oder zur "Währungsunion", sondern „nur“ um den Beitritt zum Europäischen Wirtschaftsraum EWR.
Siehe dazu auch:
http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/Norwegen-lebt-gut-mit-dem-EWR/story/26541917
Und ja, manchmal frage ich mich, ob’s denn wirklich besser ist so, mit den „Bilateralen“ und „Scheengen“ und so, oder ob wir das nicht viel einfacher – und mit Blick auf die Steuergelder – viel billiger hätten haben können.
War’s denn aber wirklich mehr als ein helvetisches Trötzeln?
Und zu deinem letzten Abschnitt:
EINVERSTANDEN!
Auch ICH hätte mir vor ein paar Jahren nicht vorstellen können, DAS zu schreiben, was ich heute schreibe betreffend meiner Heimat!
Und dennoch habe ich immer noch und je länger je mehr Mühe damit, meine Heimat mit – irgendeiner – Nation zu verbinden.
Wenn ich Deutscher wär, oder Oesterreicher, wär ich auf D oder A ebenso stolz wie ich es heute auf CH bin. Und ich würde mich wegen D und A wahrscheinlich noch viel mehr schämen und die ganze Sache kritisieren, als ich es heute in causa CH tue.
Für mich ist der Begriff „Nation“ das illegitime Kind des Begriffs „Königreich“.
Nachdem letztere abgeschafft wurden (gewaltsam, meistens) eigneten sich bloss erstere dazu, Kriege zu führen, kritische Geister abzuschiessen und so.
Anstatt
„für den Kaiser und das Abendland“
zogen sie dann halt unter dem Wahlspruch:
„für Gott (!!!) und das Vaterland“
in den Krieg.
Und liessen sich gegenseitig massakrieren und massakrierten sich gegenseitig.
Und wussten eigentlich, wenn sie’s genau betrachteten, nicht weshalb.
Oh ja, ich weiss, wie wichtig Strukturen und Rituale sind, sowohl für Einzelwesen als auch für Gesellschaften.
Aber ich mag NICHTS von diesem, wenn söttiges denn primar dazu dient, andere auszugrenzen und sich selbst eine unheilige Heiligkeit zuzusprechen.
In diesem Kontext will ich auch festhalten, dass ich nicht nur das rechtsbürgerliche Geschwafel einer heilen(?) Schweiz im Sinne Albert Ankers, sondern ebenso das linksbürgerliche Gesabber von Multikulti und Bereicherung und so
herzlichst verabscheue!
Langer Schreibe kürzester Sinn:
HEIMAT verbindet Menschen!
NATIONEN trennen Menschen!
Siehst Du, Fufi, das sehe ich anders: ich glaube, dass Heimat etwas urpersönliches ist, für jeden ein wenig anders, eine, Achtung altmodisch, Herzensangelegenheit. Nationen sind 'einfach' Gebilde, die sich aus historischen und politischen Gegebenheiten entwickelt haben. Und natürlich trennen sie, sie können aber auch verbinden, im Vergleich und der Kritik zu Verbesserungen führen. Und ganz wichtig: die CH muss einen Vergleich überhaupt nicht scheuen, daher ist eine positive Haltung zu seinem eigenen Land einnehmen für mich fast schon eine Pflicht (natürlich nicht in so einer wir-sind-die-grössten-Mentalität).
Wie Du weisst, Fufi, habe ich ein Problem mit absoluten Statements wie '.... Nationen trennen Menschen....' Das sind mMn falsche Freunde, auf den ersten Blick einleuchtend, bei genauerem Hinschauen aber doch sehr polarisierend und einfach.
Tiger: ich verstehe Ihren Post nicht - ausser dass mal wieder die ewig gleiche Schwarzmalerei Programm zu sein scheint. Konsequenterweise können Sie dann auch jedes Diskutieren lassen, denn dann scheint ja sowieso alles sch.....egal.
Ja, Carolina, weisst du,
irgendwie meine ich zu glauben, dass wir dasselbe in anderen Symbolen "denken".
Was mir endlich Gelegenheit gibt, dich DAMIT zu grüssen:
http://www.youtube.com/watch?v=YW0cVp0WWkk
;;--))))
Ja, vielleicht habe ich ein Problem mit dem, was mir heute so als "Schweiz" verkauft wird.
Swissness ist's sicher nicht.
Geraniumbehangene Heimetli-Schweiz mit dem geladenen Sturmgewehr im Flur? Auch nicht!
Jeder neue Kebab- oder Falaffel-Stand und - XXXXX - als kulturelle Bereicherung?
Nun ehrlich, ich denke nicht, dass es "meine" Schweiz je gegeben hat, aber was mir heute als "Schweiz" (nicht nur) politisch angeboten wird, dazu kann ich beim besten Willen nicht JA sagen!
Mit Verlaub: Fällt niemandem auf, dass Os "Nachtrag zur Klimadebatte" keiner ist? Jedenfalls nicht zur Klimadebatte? Der Artikel bestätigt nur Altbekanntes: Die Akademie der Wissenschaften will Gaskraftwerke vermeiden. Die der Bundesrat in Betracht zieht. Weil in der Wissenschaft eben gerade ein Konsens in Sachen Klimawandel besteht, im Gegensatz zu Politik und Gesellschaft. QED.
Im übrigen bedanke ich mich herzlich für die Kränzchen von Carolina, dem Grünen Weibchen und anderen. Werde mich aber fortan kaum noch melden, dabei bleibts. Gute Nacht.
Aber klar Fufi, du musst stolz sein auf deine Heimat, deine Nation, dein Vaterland und deine Muttersprache und auf die Glühwürmchen in deinem Garten, WEIL sie zu Fufi gehören, ob zufällig oder notwendig ist doch egal. Hauptsache, es ist etwas, was zu Fufi gehört, und weil Fufi Klasse ist, ist auch alles, was mit Fufi in Verbindung steht auch Klasse!
Danke für die Einladung zu deiner Geburtstagsparty! Du kannst mich in der Masse nicht übersehen, ich bin klein und grün, wie der Name schon sagt.
Hallo Meta, schön wieder von Ihnen zu lesen und Gute Nacht, gleichfalls.
Habe heute noch ein schönes Gute-Nacht-Gedicht aus dem Tagi ausgeschnitten und extra aufbehalten für die feierliche Gute-Nacht-Stunde hier in Fufis Lounge:
Zwielicht
Dämmrung will die Flügel spreiten,
Schaurig rühren sich die Bäume,
Wolken zieh'n wie schwere Träume -
Was will dieses Graun'n bedeuten?
Hast ein Reh du, lieb vor andern,
Lass es nicht alleine grasen,
Jäger zieh'n im Wald und blasen,
Stimmen hin und wieder wandern.
Hast du einen Freund hienieden,
Trau ihm nicht zu dieser Stunde,
Freundlich wohl mit Aug' und Munde,
Sinnt er Krieg im tück'schen Freiden.
Was heut müde gehet unter,
Hebt sich morgen neugeboren.
Manches bleibt in Nacht verloren -
Hüte dich, bleib' wach und munter!
Joseph von Eichendorff
korr.: *tück'schen Frieden*
Meta, das 'kaum' lässt immerhin etwas hoffen.....
Fufi, let's agree to disagree......
GM, wir sehen uns dann bei Fufis Geburtstagsparty mit vielen anderen aliens......
Gute Nacht allerseits
PS: Die Sternschnuppennächte beginnen heute......
@meta
Freue mich ausserordentlich, dich mal wieder bewirten zu dürfen und werde die zukünftig mit ebensogrosser Freude weiterhin tun.
Und zum "Nachtrag" meine ich:
irgendwie ist ein Beitrag,
wo KEIN Beitrag ist,
eben halt doch ein Beitrag!
bloss sagt der Beitrag NICHTS zum Thema?
@GM
Da haste ja sowas von recht!
Ich streite mich halt immer noch mit dem Comic-Calvin, ob das Schicksal des Universum jetzt in ihm oder doch, wie ich überzeugt bin, in MIR seinen definitifen Höhepunkt erreicht hat!
@Carolina
Be sure, I do agree!
Und habe das Glück gehabt, meine ganz eigene(???) Sternschnuppe bereits am Mittwoch gesehen zu haben!
Wünsch dir und allen anderen hier dasselbige!
Unda ja, von wegen HEIMAT wie ich sie meine:
Hört doch mal DA rein:
http://www.youtube.com/watch?v=ezxb2ixAfBs
Da heisst's nämlich:
"Morgen früh, wenn Gott will, wirst du wieder geweckt ... "
Und es heisst nämlich WENN Gott will, und nicht WANN Gott will!
Hey, Fufi, du willst uns jetzt aber nicht schon in die Heia schicken mit den Röschen?
Ich gehe noch nicht ins Bett, sondern ab in die Badi!
Endlich wieder einmal ...
Saluti!
Hab glaub nichts von
"Gute Nacht"
gesagt?
Ueberlass ich nämli gerne anderen!
:grinsundgutenachtallerseits:
Gute Güte! Diese Lounge lässt man 5 Minuten allein und schon kraxelt der Wahnsinn auf allen besoffenen Vieren in der Gegend herum und treibt Schabernack.
Also vor der Fülle von Schwachsinn kapituliere ich für heute Abend. Aber macht euch was gefasst für morgen, vor allem du, Fufi!
Ein Wunder, dass nicht der vielfachanonyme Mitwixer in den poly-kakophonen Kanon einstimmte. DAS wäre doch ein Habitat gewesen für den/die.
Gute Nacht und - @Meta - süsse Träume!
Hach, also: Wo beginnen?
1) Simone Meier: Wie gestört muss man eigentlich sein, um für den Tagi über Kunst schreiben zu dürfen? Henu, ich besuch meine Ausstellungen selber und mache mir meine Gedanken darüber. Zu empfehlen derzeit: Renoir in Basel, "Deftig Barock" im Kunsthaus. Wobei bei letzterer nicht ganz klar wird, wieso (und warum diese) man den barocken Bildern zeitgenössische Wursteleien entgegenstellen muss. Manches macht Sinn als Kommentar, aber vieles ist nichtssagendes Geschmiere. Ich meine die ewig langweiligen Rauminstallationen mit Lämpchen und Glitzerzeug in einer Ecke, dazu öde Videos...na ja. Dafür geh ich liebend gern jeweils noch schnell zu Hodel, Böcklin und zu Füssli herunter, wenn ich dort bin. Das Zeug berührt mich so vielemale mehr...
2) Ja Fufi, es war natürlich ein Zufall, dass der Bundesrat ein paar Monate vor der EWR-Abstimmung diskret und hoffnungsfroh ein EU-Beitrittsgesuch an Brüssel gestellt hat, gell. Für wie dumm lässt du dich eigentlich halten. Zu deinem zornigen Gedicht (du Wutbürger, du!) muss man nichts sagen, folgende Zeilen disqualifizieren es von selbst: Siehst nicht, wie ringsum Nationen / gemeinsam in die Zukunft gehn? / Nur du, lieb Heimatland, bleibst einsam / und stolz und stur im Kuhdreck stehn.
3) Bayern befand sich 1871 in der genau gleichen Situation wie die Schweiz 122 Jahre später. Die Argumente für einen Beitritt zum Deutschen Reich waren fast haargenau dieselben wie darnach in der Schweiz. Leider ist der schwule König eingeknickt und hat fortan nur noch schöne Schlösser gebaut. Und siehe, welch super Geschichte die Bayern danach mit ihrem Reich erlebt haben. Fazit: Niemals einknicken.
4) Aha, Tigri ist ein Zufallsschweizer. Dann ist er also auch ein Zufallsmann und Zufallsvater. Er postet nur zufällig hier. Er hätte nämlich genausogut als Floh im Fell einer Katze auf die Welt kommen können. Oder gar nicht. Das ist alles Zufall.
5) Grünes Männchen, wenn schon Eichendorff, dann schon lieber so:
O könnt ich mich niederlegen
Weit in den tiefsten Wald,
Zu Häupten den guten Degen,
Der noch von den Vätern alt,
Und dürft von allem nichts spüren
In dieser dummen Zeit,
Was sie da unten hantieren,
Von Gott verlassen, zerstreut;
Von fürstlichen Taten und Werken,
Von alter Ehre und Pracht,
Und was die Seele mag stärken,
Verträumend die lange Nacht!
Denn eine Zeit wird kommen,
Da macht der Herr ein End,
Da wird den Falschen genommen
Ihr unechtes Regiment.
Denn wie die Erze vom Hammer,
So wird das lockre Geschlecht
Gehaun sein von Not und Jammer
Zu festem Eisen recht.
Da wird Aurora tagen
Hoch über den Wald hinauf,
Da gibts was zu singen und schlagen,
Da wacht, ihr Getreuen, auf.
Ja, O, ich halte es in der Tat für einen Zufall. Dass ich Schweizer bin, ist wohl auch Zufall, ich hätte ebensogut als Sklave in Indien zur Welt kommen können: http://www.ted.com/talks/lisa_kristine_glimpses_of_modern_day_slavery.html
Kuckt diesen Film. Wenn Euch nicht ein paar Mal die Tränen kommen, ist vielleicht etwas mit Euch faul... Schrecklich, was Menschen einander antun können.
homo homini lupus!
Kommentar veröffentlichen