Ihr kennt alle das Ergebnis.
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Lyrisch ausgedrückt:
Black tea well it's as good as
It's as good as
It's as good as it can be
But it's a cup of black coffee
That a working man needs to see
http://www.lyricsfreak.com/h/humble+pie/black+coffee_20154396.html
Und das tönt denn gar nicht schlecht,
nämli so:
http://www.youtube.com/watch?v=3tcAO0CON18
Nun denn:
Eine Runde Kaffee oder Tee, oder sonstwas für Alle!
96 Kommentare:
Womit die Jagd - xgüsi, DISS-klusion denn eröffnet sein soll.
Den Anfang hat Orli - wer denn sonst? - schon gemacht:
Orlando hat gesagt… am 7. November 2012 12:14
(hateigentlich noch verd. lange gedauert, meint fufi)
Schade, fast hätte es geklappt!
Zwischenstand heute Mittag
Barack Obama: 58,700,753
Mitt Romney: 56,454,081
Mit 50,2% hat Obama bisher ein schlechteres Resultat als George W. Bush bei seiner Wiederwahl 2004 (der erzielte 50,7%, als sich die USA immerhin in einem weitherum kritisierten Krieg befanden!). Und: Obama hat fast 10 Millioenn weniger Wähler als 2008. Dieser Präsident wird so was von einer lame duck in seiner zwoten Amtszeit :-D
Ach Orlando
Und schon wieder nimmst du die erstbeste Gelegenheit wahr, uns deine - gelinde gesagt - selektive Wahrnehmungsfähigkeit zu beweise.
Sogar oder gerade DU solltest es doch und tust auch ganz bestimmt wissen, dess es overseas NICHT auf die Stimmen der Wählenden, sondern der Wahl- was in diesem Fall auch tatsächlich Stroh- Männer sind drauf ankommt.
Und da sieht's für den Retroblikaner nämli ziemlich schitter aus!
Im allerallerbesten Fall (aktueller Stand 14:07 NZZ-Zeit):
235:303 = 43.7%:56.3%
Aber es könnte ja noch schlimmer werden:
206:332 = 38.3%:61.7%
Und die Moral von der Geschicht:
Trau keinem Orli niemals nicht!
Deshalb hat 2000 ja auch George W. Bush gewonnen.
Und DAS ist definitiv ein Grund zum Feiern, sogar nachträglich.
Kaffee und Tee ist etwas für Mädchen. Ich stehe drum eher auf Bourbon in einer weissen, reaktionären, waffenbegeisterten, kriegslustigen machoistischen, republikanischen, heterosexuellen, gottesfürchtigen Männerrunde.
Ich feiere darum hier nicht mit.
Aber Orli, da musst du doch gar nicht schmollen, wenn du dich immer noch im 2000 freuen kannst.
Und klar kriegst du einen Bourbon, gratis sogar!
Lieber Four Roses oder Jack Daniels?
Und ja doch Orlando, was wärest du lieber:
ein lahmer Erpel oder ein Verlierer?
Ein mittellautes, mässig begeistertes
Jeeeeeee.
--
Im Ernst: Mir ist ein Stein vom Herzen gefallen.
Schöne Feier, das hier. Ein paar rassistische Kommentare (weil die Rasse des Präsidenten scheint's eine Rolle spielt!) und sonst dröge Stimmung, jeder sitzt vor seinem kalten Kaffee und irgendwo im Hintergrund tickt eine Uhr.
Wenn Romney gewonnen hätte, hätte ich hier noch tagelang ausgelassen gejubelt und mir gedanken gemacht, wie man mit der Mehrheit von 234 Sitzen im Abgeordnetenhaus diesem katastrophalen Präsidenten (oooops, bin ich jetzt Rassist?) Einhalt gebieten könnte...!
C U later, terminator!
Wie gut, dass es Mitt Romney gab! Wie gut, dass er mit Paul Ryan einen obersten Schuldenbekämpfer zu seinem Vize machte! Wie gut, dass die Republikaner in Amerika fast gleich so stark sind wie die Demokraten!
Denn damit bleibt ein Prinzip erhalten, das verloren zu gehen drohte – das Leistungsprinzip. Es wurde und wird viel geschmäht. Dabei muss sich jede Gesellschaft die Frage stellen: Nach welchen Kriterien wollen wir uns aufbauen? Was soll zählen und über Einfluss, Macht und Wohlstand entscheiden? Früher waren es die physische Stärke und die Zahl der Kinder, dann kamen Geburt und Abstammung hinzu. Stände, Zünfte und Zugehörigkeiten, auch kirchlicher Art bestimmten über Rang und Würde.
Doch ob Kaste oder Adel, Erbschaft oder Glück: All solche Kriterien wurden nach und nach als ungerecht empfunden. Jede Art von Protektionismus gilt inzwischen als unfair. Das Individuum selbst will über sein Schicksal bestimmen dürfen. Der Mensch will Schmied seines eigenen Glückes sein.
Darum empört leistungslose Karriere, der anstrengungslose Wohlstand. Die Gehälter von Bankmanagern, Fußballprofis, Schauspielern, Künstlern und Showstars stehen in keinem nachvollziehbaren Verhältnis zu ihren persönlichen Fähigkeiten, Talenten und Risiken, die sie eingehen. In der Bildungspolitik stößt der enge Zusammenhang zwischen familiärem Hintergrund (reich) und Schul- beziehungsweise Universitäts-Abschluss (gut) unangenehm auf. Der Millionenerbe, der sein Vermögen verprasst, gilt nicht als Lebemann, sondern als Nichtsnutz.
Die eigene Leistung soll zählen, die ehrliche Anstrengung. Was auch sonst?
Doch das tut es nicht. Schon von Geburt an sind Menschen unterschiedlich. Groß, klein, stark, schwach, extrovertiert, introvertiert, eher schnell, eher langsam. Außerdem kann das Schicksal zuschlagen. Antriebsschwäche, Krankheit, Arbeitslosigkeit, Behinderung, Sucht, familiäre Nöte – nur für einen Bruchteil dieser Faktoren sind die Menschen selbst verantwortlich. Vieles trifft sie ohne ihr Zutun. Deshalb muss es neben der Leistung ein anderes Prinzip geben, das die Gesellschaft formt: der Zusammenhalt, die Solidarität. Der Starke hilft dem Schwachen.
Mitt Romney und die Republikaner wollten Amerika nicht gerechter machen. Im Gegenteil: Wären sie an die Macht gekommen, wären die gesellschaftlichen Gräben tiefer geworden. Außerdem wollten sie noch mehr Geld in die Verteidigung investieren. In praktische Politik übersetzt, waren ihre Pläne absurd.
Richtig allerdings war ein Teil der Rhetorik. Amerikaner sind heute pro Kopf höher verschuldet als Griechen. Mehr als 10 Billionen Dollar beträgt das Defizit. Um es einfach auszudrücken: Wer jedes Jahr mehr Geld ausgibt, als er einnimmt, überbetont das Solidaritätsprinzip und unterbelichtet das Leistungsprinzip. Amerika lebt weit über seine Verhältnisse. Das Land ist nicht so stark, wie es in seiner Lebenswirklichkeit tut. Die Relation aus Wohltaten, die der Staat verteilt, und Steuern, die er einnimmt, ist aus dem Lot.
Also erhöhen wir die Steuern, sagen die Demokraten. Das leuchtet ein, insbesondere wenn es vorrangig die wenigen Superreichen betrifft. Aber als einziges Ausgleichsinstrument zwischen Solidarität und Leistung taugen Steuererhöhungen nur bedingt. Durch das stetige Altern der Gesellschaft steigen die Ansprüche an Wohltaten schneller als die Produktivitätindizes der Gesellschaft. Wenn Jahr für Jahr die Ausgaben steigen und immer wieder durch höhere Steuern ausgeglichen werden, lohnt sich ab einem bestimmten Punkt die Leistung des Einzelnen nicht mehr.
Dieses Gefühl ist in Amerika schon jetzt weit verbreitet. Wahrscheinlich war es für viele Menschen ein wesentliches Motiv, trotz der ideologischen Radikalität der Republikaner und den Persönlichkeitsschwächen Mitt Romneys dem Herausforderer ihre Stimme zu geben. Sie votierten in erster Linie nicht für eine Person oder Partei, sondern für ein Prinzip. In Amerika, einem Einwanderungsland, ist das Ideal einer „achieving society“ noch am Leben. Und darin kann man in der Tat auch etwas Gutes sehen.
(Malte Lehming, der Tagesspiegel)
Hey Orli,
erbitte gerne DEINEN Leistungsausweis zu veröffentlichen.
Hier und jetzt!
Wenn du denn wirklich schon mal was geleistet hast wo über den damaligen Sieg im Kindergarten-Töggeliturnier hinausgeht.
Weil, aber vielleicht müsstest dich ja schämen?
Was hast du bisher denn geleistet, Orlando?
O jemineh, Fufi! Danke für die Frage!
Ich muss doch gar nichts leisten, denn ich lebe ja nicht in Amerika, sondern hier, wo sich das sozialdemokratische Staatswesen um mich und alle anderen kümmern, die sich am Montag morgen um 8.00 gerne nochmal im Bett umdrehen.
Spass beiseite. Ich lebe in einem Kanton (fast hätte ich geschrieben: Kokon!), wo öppen jeder Vierte sich seine Krankenkassenprämie vom Staat mitfinanzieren lässt, weil das halt so ist. Sonst würde nämlich das System kollabieren, das der Herr Obama gerade in den U.S. of A. installieren will. Zahlen tut's hüben wie drüben der weisse, männliche, reiche Romney, resp. FDP/SVP-Wähler mit seinen Steuern.
Ich bezahlte vor Jahren während meines Studiums lächerliche 660 Franken pro Semester an Studiengebühren, den Rest übernahm wiederum der weisse, reiche Steuerzahler.
Ich habe mich knapp entschieden, nicht einen Job in der Verwaltung anzunehmen, sondern in der freien Wirtschaft draussen. Dort bezahlt mir kein Steuerzahler meinen Lohn. Und dort bin ich superschnellstens weg vom Fenster, wenn meine Leistung nicht stimmt. Und das ganze ohne geregelte Arbeitszeiten, ohne Beiträge an Pendlerkosten, ohne Mittagessengutscheine, ohne Vaterschaftsurlaub und gratis Weiterbildungen (was alles der weisse, reiche Steuerzahler bezahlt, wie gehabt).
Ich fahre auf Strassen und Schienen, die nämlicher Steuerzahler finanziert. Den Rest zahle ich mit dem absurd hohen Benzinpreis und den exorbitanten Kosten, die ich für ein 1.-Klasse-GA aufwenden muss. Und ich geniesse den Schutz einer Polizei und einer Verteidigungsarmee. Brauche ich mehr vom Staat? Nein.
Wirklich, ich wäre froh, ich würde die Namen der sieben Bundesräte gar nicht kennen! Denn das würde bedeuten, dass diese ihren Job richtig machen, als Diener des Volkes, und für uns das Beste herausregieren. Wenn die gut regieren würden und nicht soviel Mist bauen würden, sähen wir auch ihre Konterfeis nicht jeden Tag in der Zeitung. Von einer wirklich guten Regierung hört und sieht man nichts - wie bei einem guten Butler, einem Diener.
Wenn ein Mann eine Familie nicht ernähren kann, sollte er auch keine haben. Der Sozialstaat ist kein Vater- oder Mutter oder Familienersatz. Zum Glück ist das bei mir anders.
Ich bezahle - jetzt halt dich fest, Fufi! - die Wohnung selber, auch das Auto und die Ferienwohnung. Und ich engagiere mich ohne Entgelt gesellschaftlich und kulturell, helfe (manchmal auch finanziell) meinen Geschwistern und Eltern. Und ich bin tierlieb.
Ach ja, und ich bin ein weisser, mittelständischer Mann, der seine Steuern pünktlich bezahlt.
Ich benutze öffentliche Bäder, öffentliche Bibliotheken und öffentliche Theater (und frage mich, warum die eigentlich öffentlich sein müssen…) - ich bezahle ja auch für ein privates Fitnessstudio, kaufe aber auch auf dem freien Markt ein Buch und bezahle Eintritt in einem (privaten) Kino oder Zirkus.
Ich stelle mir ganz oft die Frage, was zur Grundausstattung gehören soll und was nicht. Was alles in den Service Public hineingehört und was nicht.
Ich brauche aber weder Logopädiekurse für unsere Kinder, die angeboten werden, weil es Logopäden gibt, noch brauche ich eine 80%-Quartierarbeiterin, die sich um ein funktionierendes Quartier kümmert. Auch brauche ich keine Gleichstellungsbeauftragten oder Gesundheitsbeamte, die sich für den Inhalt meines Kühlschrankes interessieren und Umweltreferenten, die überwachen, wie ich (mit meiner selber erworbenen Kehrichtsackmarke!) meinen Müll trenne oder nicht.
Et cetera.
Ich hoffe, damit einen Einblick gegeben zu haben in die berührenden menschlichen Facetten dessen, was ich – und Gott sei dank eine wachsende Mehrheit in diesem Land – unter eigener Leistung und eigener Verantwortung versteht. Thank you very much.
Orlando, du bist ein solcher Aufschneider. Nichts davon stimmt, keine Silbe und die faustdicken Lügen sind nicht mal orginell.
Das stimmt. Orlando ist ein unorigineller Pflock. Und er lügt.
Woher weisst du das so genau, Mahnerin?
Na, von dir, Mahner.
Ach so, ja, klar. Und woher weiss ich es?
Pöh, keine Ahnung, du hast wohl einfach geraten.
Stimmt, jetzt fällt's mir wieder ein. Danke Mahnerin!
Gern geschehen, Mahner. Bis zur nächsten Mahnung!
Orlando hat weder Auto noch Ferienwohnung.
Orlando ist ein kleiner Angestellter.
Orlando bezahlt nicht den Fufi.
Orlando ist Single.
Orlando lügt wie gedruckt.
Unerhört!
Weisst du was, Einfach so? Ich hege die Vermutung, Orlando heisst in Wirklichkeit überhaupt nicht Orlando. Dasist nur Tarnung! der heisst sicher ganz anders.
Tja, wenn ich da so die letzten paar Kommentare lese, dann meine ioch eigentlich:
Wenn's denn den Orlando nicht schon längst for mir gegeben hätte, hätt' ich ihn erfinden müssen.
Weil: Wer, wenn nicht ehr, ist der lebendigste Beweis für meinen 1. Hauptsatz?
:ichlachmichkringelig:
Und schliesslich Orlando:
Möchtest du lieber einen 4Roses oder einen Jack Daniel's?
Fufi, gib' mir doch einen doppelten G & T, bitte, easy on the T! Den brauche ich, nachdem hier Leute tatsächlich mit sich selber zu sprechen scheinen...... Wie in der Klapsmühle schon fast.
Fufi, am liebsten Makers's Mark, wenn hastdunix gerne einen Jim Beam.
Und für C. einen weiteren G&T, dann erkläre ich ihr in aller Ruhe, dass man die putzigen kleinen Anonyms, die geifernd und motzend und giftige Spekulationen absondernd durch die Blogwelt irren, ad absurdum (vor)führen muss.
Prost!
Tja, Leute, ich mag die Britischen lieber. Lagavulin is where it's at, nödwahr.
Drei G&Ts, O, und Sie können mir erklären, was Sie wollen - ich unterschreibe alles!!!! Und vielleicht erklären Sie mir auch grad, warum mir die geifernden und motzenden und giftigen Webgeister so bekannt vorkommen......
Fufi, noch einen doppelten, bitte - isch mir wurscht welche Marke...
(Oh Scheiss, Carolina hat uns erkannt!)
Schnell, Giftiger, verziehen wir uns!
He, und was ist mit mir?
Dich müssen wir zurücklassen, Kleiner. Und tschüss.
*grein*
*geifer*
*grein*
Nun denn, C., Carolina, Orlando und Tiger (in alfapet'hischer Rei'henpholge)
Hab den Gift-, äh Whisky-Schrank geöffnet!
Bedient euch unscheniert!
Und alle anderen auch!
Und alle irrlichterndern Webgeister kriegen gratis einen Sirup und Schoggischtängeli.
Und ebenso gratis ein Debugging, wenn sie es denn wünschen!
Debuggen ist eine Scheissarbeit, ich habe monatelang debuggt (programmieren besteht zu einem hübschen Teil daraus...).
Ah und fufi, das Black-Coffee-Stück ist Soul vom Feinsten...
Fufi, guten Morgen. Nur ein kleiner Hinweis: C ist Carolina, einfach zu faul zum Ausschreiben ;-)
Und aus der Abteilung Whiskey noch etwas, was ich gestern beim Zahnarzt gelesen habe: Jack Daniels, der Firmengründer, starb an einer Blutvergiftung, nachdem er auf einen Tresor eingetreten hatte, an dessen Zahlenkombination er sich nicht erinnern konnte......
Schönen Tag allerseits.
offtopic, jedoch trotzdem interessant, heute im tagi (s. 8) oder auf
http://blog.tagesanzeiger.ch/deadline/index.php/1769/presse-demokratie-und-meinung-eine-rede-vor-den-aktionaren-und-freunden-der-basler-zeitung/
eine rede constatin seibt zur entwicklung power-finanzierter presse. nachvollziehbare argumentation und nicht ganz von der hand zu weisende konklusion. was meint ein insider wie orlando dazu?
Ich bin zwar kein "Insider", habe dort aber bereits kommentiert (als Otho de Lagery, gestern 18.12), und wurde nicht mal zensiert!
Seibt liefert ein Aufmerksamkeit heischendes Rührstück von einer Rede, ganz süss, wie er sich (der alte WOZ-Kommunist) auf die Seite des biedermeierlichen Linksmainstreams schlägt! Die Kernthese ist sowieso zweifach falsch:
1) Die BaZ (um die es gehen sollte), besteht zu etwa 80 % aus Tagi-Content, nur die Editorials und der Basler Regionalteil sind Eigenleistung, und etwas Kultur - die ja wohl kaum rchtsbürgerlich eingestellt ist. Nur wegen Somms Samstagskolumne ist es ja noch nicht ein rechtskonservatives Kampfblatt.
2) Die Weltwoche schreibt nicht gegen "den Mainstream". Sie schreibt gegen Links und seine Mitte-Derivate, die in der CH-Medienlandschaft weiss Gott genug Einfluss haben. Basta. Nichts mehr und nichts weniger.
Den Spruch mit dem "Parelleluniversum", in dem sich die Rechten befänden, ist nicht von Seibt, das hat Jon Steward von CNN in einer Debatte mit Bill O'Reilly schon lange vor Seibt ins Spiel gebracht.
Youtube - bill o'reilly jon stewart debate
Ich halte Seibt für einen sehr guten Journalisten. Aber auch er verkauft am Ende des Tages nichts weiter als seinen Senf zu allem möglichen. Und wenn Blocher und Köppel ihm eine Bratwurst hinhalten, dann klotzt Seibt erst recht mit seinem Senf.
Eine subjektive Analyse ist eben immer noch subjektiv. Und wenn Seibtli sagt, die Weltwoche werde gefürchtet, so wie auch Blocj^her gefprchtet werde, dann ist das zum Prusten.
Die werden sich am Apéro einen abgelacht haben, Seibt, Köppel, Blocher, Tettamanti, bei aviar und Moet Chandon! Hat wieder mal jeder seine Rolle formidabel gespielt!
Dass Seibt aber jetzt seinen Text seinem ergebenen Publikum aus Claquateuren vorlegt, um Streicheleinheiten und Affrmation bettelnd, ist wiederum...wie soll man sagen, stillos.
orlando, danke für die antwort. abgesehen von den intim-befindlichkeiten, die journalisten gegeneinander empfinden mögen, begrüsste ich den klartext, mit dem c. seibt seinen gedankengang ausdrückte. für mich bemerkenswert:
. eine "medienvielfalt holding ag", deren produktpalette sich ziemlich einseitig gestaltet.
. finanziell hochpotente, aber intransparente dunkelmänner, die die meinungsbildung in diesem land "unterstützen" (s. bspw. das peinliche bauern-spiel mit ospel, suter, bindschedler). ist doch störend, oder?
. demaskierung der anti-haltung der weltwoche. nb, nur eine vermutung: baut sich hier blocher auch eine prätorianer-garde auf, um unliebsame entwicklungen auch in seiner partei zu disziplinieren (bspw. fall zuppiger)? fortan genügt nur schon die drohung.
. c. seibts logik mit der konklusion, dass (1) diese unglaubwürdige art des journalismus über kurz oder lang ins abseits führt und (2) die millionen effizienter für eine (auch rechtsorientierte) medienvielfalt investiert werden sollten.
. die erstaunlich wenigen und unsachlichen kontra-argumente in der blog-diskussion (auch jene o. de lagerys)
ich denke auch, dass sich blocher, tettamanti & co. zugeprustet haben, schliesslich haben sie sich ihren hofnarren geleistet. ich nehme auch nicht an, dass sie in ihrem schützengraben noch empfänglich sind für kritik – zu tief hat sich zumindest blocher gedanklich eingegraben bzw. zu alt ist er, um noch springen zu lernen. statt einer versachlichung der diskussion über ideen und standpunkte werden wir wohl weiterhin "roger gegen roger" auf seichtestem niveau spielen.
hmm..., strasser, smart wäre gewesen, sie hätten herrn seibt für seinen (meines wissens/empfindens nach) ersten gelungenen satire-artikel ebenso überschwenglich umarmt, wie diese peinliche ansammlung von lobhuddlern - sie nennen die, glaub ich, claqueure. hat von denen eigentlich keiner je den deadline-blog gelesen, wo sich "der meister" über das lob als sicherste mordwaffe am publizisten auslässt - wohl nicht.
war die entsendung spillmanns eine verquere art liberalen liebeswerbens bei den "feuersteins" des helvetischen polit- und publizistikbetriebs oder bloss eine scheue annäherung an tito tettamanti? nachdem man sich ja kaum mehr noch weiter blamieren kann mit seinen präsidenten, könnte man bei der nzz ja zur abwechslung mal einen mit ordentlich kohle (die ihm wahrscheinlich auch bleiben wird bis zum ende) ins auge gefasst haben. neo-liberaler als tito wäre ja höchstens noch ebner, aber der ist fast schon mittellos relativ zu richtig reichen leuten. oder ospel, aber der ist immer noch hirnlos.
so bleibt am ende ein fragwürdiger, wenn auch launiger, vortrag vor fragwürdigem publikum. die frankfurter rundschau hat das handtuch werfen müssen, als die geldgeber streikten, die baz wird schlimmstenfalls in der tamedia landen, wenn der rechts-nationale subventionstropf mit oligarchischem aufhänger abgehängt würde. und die weltwoche? - manchmal erfrischend, aber meist nur noch belanglos.
auguste - die schwarmintelligenz schwimmt im mainstream
An den Tiger von heute Morgen:
Das mit dem Debuggen kenn ich doch auch, leider nur allzugut. Und besonders schlimm wird's ja mit den irrlichternden Web-Geistern im html-Code!
Da brauchen doch nicht nur working-men einen doppelten espresso - pro Halbstunde!
An C.
Hast meine tiefste Sympathie.
Aber irgendwie ist's ja schon enttäuschend, dass du den Punkt doch noch gesetzt hast!
@Auguste:
Du meinst mit "Schwarmintelligenz" aber nicht etwa die intellektuelle Grundlage direkt-demokratischer Entscheidungen?
@Auguste zum 2ten:
Das würde nämlich knallhart heissen:
"Den letzten fressen die Haie"
oder etwas sachlicher:
Wer verloren hat, hat verloren.
hmm..., dummerle ich wieder, hier noch was zum thema whiskey (bourbon-style)...
jerrod niemann - whiskey kinda way
alan jackson - if you want to make me happy
jana kramer - whiskey
highway 101 - whiskey if you were a woman
webb pierce - there stands the glass
keith whitley - tennessee courage
auguste - die jukebox hier musste wieder mal aufgefüllt werden, cheers.
Aber Carolina, zu was für Zahnärzten du aber gehst!
Du solltest dich vielleicht mal an etwas kultiviertere Exemplare wenden, weil du dann vielleicht sogar söttiges lernen könntest:
"Lully schlug dazu, wie damals üblich, den Takt mit einem langen, reich verzierten, schweren Stab auf den Boden, wobei er unglücklich seinen Fuß traf. Die Wunde entzündete sich rasch und infizierte sich mit Wundbrand. Da sich Lully weigerte, den Zeh amputieren zu lassen, verstarb er wenige Monate darauf."
http://de.wikipedia.org/wiki/Jean-Baptiste_Lully
Aber das waren ja auch Zehenärzte!
hmm..., fufi, für die einen ist es das, für die andern die schnellste schlange an der migros-kasse, wieder andere schwärmen für jobs und angebissenes kernobst, putin sieht schwarmintelligenz eher singulär, orlando, i.e. strasser, kann manchmal ins schwärmen kommen ganz ohne intelligenz, carolina schwärmt für gabis intelligenz - wie schlau ist das denn?
schwarmintelligenz comes in all shapes and sizes und manchmal kommt halt nur der schwarm, was je nach dem wie er/sie drauf ist, auch recht befriedigend sein kann.
auguste - ein schwärmer vor dem herrn, god bless taylor swift
@Auguste
Wenn wir denn schon über den Südstaaten-Fusel sprechen, darf DAS DA:
http://www.youtube.com/watch?v=AM95u8Xpjyk
nicht vergessen werden!
Whisky, Baby!
Ach ja, Auguste:
Welcome back!
This one is for you:
http://www.youtube.com/watch?v=mfqq2Jkv64c
Schwarm-Intelligenz an der Migros-Kasse tönt verdammt nach Lemmingen?
Oder erinnert an diejenigen, die damals wie die Wilden dotcom-Aktien gekauft haben?
@marcus:
Ihre Auflistung ist eine voller Irrtümer udn Denkfehler. Ist de BaZ fpr Sie eine "rechte" Zeitung? Wie und woran machen sie das fest? Weil Somm ein Buch über Blocher geschrieben hat? Vergiftet ein einziger rechter Journalist der jeden Samstag ein Editorial schreibt, den ganzen Topf?
"intransparente dunkelmänner": Wem gehört die Tamedia? Hellfrauen? Oder der stadtzürcher SP? Reichen, älteren Männern gehört ganz viel in diesem Land und kann man es ihnen verübeln, dass sie jene nicht besonders mögen, die es ihnen wegnehmen möchten?
Zuppiger: Hahaha. Der hatte Geld veruntreut und wollte gerade Bundesrat werden. Hätte die WeWo warten sollen, bis sich der Tagi oder Blick des Themas annimmt?
Mit fällt auf, dass, wenn die WeWo angreift oder die SVP, sogar Leute in Schutz genommen werden (z.B auch von Seibt) die Straftaten begangen haben: Hildebrand, Zuppiger, Roschacher. Der Feind meines Feindes ist mein Freund?
Und nein: Ich ehre Seibt nicht mit einer ausführlichen Textkritik. Dafür ist er mir dann doch zu doof. Ein alter linker Schwätzer, der glaubt zu allem seine Meinung beitragen zu müssen, die so kalkulierbar und absehbar und garantiert beschissen links ist wie die Sihl am Tamedia-Haus vorbeifliesst.
@August: Seibt hat die Kommenteure, die er verdient. Wer so weinerlich auf Empörung macht udn bestimmt beim Vortrag vor Erregung gezittert hat - der zieht diese Mischpoke ja auch an. Aber das weiss er, das ist ja das publizistische (nicht finanzielle) Konzept: das Sprachrohr sein für die sozischwuldemokratischen Grünbiedermeier im urbanen Züri. Die anderen lesen es und zucken mit den Schultern ob dieser Selbstspiegelung. Auch ich lese ihn jeden Tag, weil mich interessiert, wie die linksliberale Geistesgestörtheit funktioniert und wie oft sie auf blossen Irrtümern beruht. Ich schaffe es nicht ohne schmunzeln den Tagi (Realsatire: die Ausland"korrespondenten") und die WeWo zu lesen. Bei letzterer, weil es einfach schön ist, all das in wunderschöne Sätze gegossen zu sehen, was jeder denkt, was man einfach denken muss, was einfach auch so geschrieben werden muss.
Es ist auch eine Generationenfrage: Seibt und Konsorten gehören zu den alten Linken Säcken, die seit den Siebziger Jahren sozialisiert wurden und sind deshalb heute so autoritär und um den Angriff auf ihren Mainstream besorgt, weil sie jahrelang ohne Widerspruch auskommen mussten. Den Diskurs beherrschten sie in allen Redaktionstuben in Print, Funk und Fernsehen, die NZZ war eher die Ausnahem, eine alte freisinnige Dame, die sich vornehm zurückhielt, daneben gab es den Schmuddel-Blick.
Diese Zeiten haben sich geändert und werden sich weiter ändern. Das ist sehr gut so.
Hey Orlando:
Weshalb haste denn MICH nicht erwähnt?
Und apropos den alten Linken Säcken:
Wie würdest du denn die - NEIN: Nicht Herren! -
Ebner, Blocher, Villiger, Merz, Ospel, Grübel und so bezeichnen?
Alte rechts-asoziale Geldsäcke?
Vielleicht?
Und namal was zur Schwarm-Intelligenz:
Ob DAS denn auch ein intelligentes individuelles Verhalten beinhalten möchte?
Wie das denn so gut wie alle schwärmerischen oder sich bereits zu einem Schwarm zusammengeschlossenen Individuen der Art "homo s. s." von sich behaupten?
Aber nöd war: Wer denselben Mist scheisst wie ich, der Muss ja ebenso intelligent sein!
Wie ich???????????????
Mein Zahnarzt ist einer von der Sorte, bei dem mir immer dieser schreckliche Film in den Sinn kommt, wo der Alt-Nazi fragt: 'Is it safe?' Ich nehme mir regelmässig vor, ihn zu wechseln, aber er hat den grossen Vorteil, dass man immer warten muss - und weil ich regelmässig so nervös bin, dass ich k..... könnte, ziehe ich mir dann halt die diversen Blättli rein, das ist wie Prozac in Print. Schlimmer wäre ein Zahnarzt, bei dem ich gleich dran käme - oh Gott, da könnte ich mich ja gar nicht richtig reinsteigern....
August, schon mitgekriegt, dass die Schwarmintelligenz langsam zugunsten Gabis abdreht? Es gibt nur noch sehr wenige Alt, ähem, Blogger, die einfach nicht darüber hinwegkommen, dass er so schön den Finger in die Wunden legen kann.
So, jetzt ist Fussball - hoffen wir mal, dass die Deutschen nicht schon wieder einen auf die Sch..... kriegen. Oder vielleicht bin ich heute mal für Holland...
Fufi, hast Du mir nochmal einen G&T, purely for medicinal purposes, versteht sich? Vielleicht ende ich wie die Queen Mum, uralt und 'pickled'.....
@orlando, 19.48h
"ich halte seibt für einen sehr guten journalisten" vs. "dafür ist er mir dann doch zu doof", bzw. "ein alter linker schwätzer" – ja, was nun?
es stört uns also beide, dass intransparente geldgeber die meinungsmache beeinflussen. dass blochers finanzkraft und die peinliche statistenschieberei hier noch einen gang höher schaltet, hingegen nicht? nun gut. bloss: mit "man kann es ihnen nicht verübeln" ist kein wirkliches argument dagegen.
mit den restlichen wörtern kann ich nichts anfangen: sie sind zu subjektiv und zielen zu sehr auf die person (oder dessen "claqueure") und zuwenig auf die sache. aber danke trotzdem.
(nb auguste 18.32h: ich gehöre auch zu jenen, die den deadline-blog noch nie gelesen haben. erde an raumschiff: es gibt tatsächlich leute, die ihren (arbeits-) tag nicht in blogs verplempern)
hmm..., major tom (mein dienstgrad ist zwar eine stufe tiefer, dafür stimmt die andere hälfte) an ground control mit römischem einschlag: was musste sich leonardo von seinen dienstherren, für die er kriegsmaschinen - die ihrer zeit weit voraus waren -entwarf, wohl anhören, als er die entwurfskizzen zur "la gioconda" beschwingt und heiter zu papier brachte? "...zeit verplempern..." war wohl noch etwas vom höflicheren.
hatten die grössten genies schon einen schweren stand im uferlosen meer der menschlichen ignoranz, so darf sich ein dilettant, wie ich, wohl kaum beschweren, wenn es ihm ähnlich ergeht.
"der sicherste und einfachste weg zur grösse bleibt wohl das niedermachen der andern." (auguste web-clown ca. 11.00h). daneben soll es aber auch leute geben, die das "finger auf die wunde legen" nennen. die abstammung aus einem medizinisch geprägten umfeld, entschuldigt nicht alles.
youtube: david bowie - space oddity
auguste - ein dilettant und clown vor dem herrn
@Marcus: Womöglich haben sie mich nicht recht verstanden. Kann einer ein guter Arzt oder Anwalt sein und dennoch ein doofer Typ, ein linker Schwätzer? Ja, natürlich.
dass intransparente geldgeber die meinungsmache beeinflussen
Ich weiss nicht, wie das funktionieren soll. Der Geldgeber sitzt dann mit dem Journalisten im Büro und sagt ihm, was er schreiben soll? Ist beim Tagesanzeiger übrigens kürzlich passiert: Supino musste einschreiten, weil die linksliberalen Tagi-Redaktoren bei igrend einer Abstimmung die Gegenargumente nicht erwähnen wollten, bevor sie eine Abstimmungsempfehlung abgaben. Er (der Geldgeber) hat sie dann gewzungen.
Das Problem, ist dass es Medien gibt, die den (selbstgestellten oder per Gesetz geforderten) Auftrag haben, ausgewogen zu informieren. Der Tagi ist so eine Zeitung. Die WOZ nicht. Die Weltwoche auch nicht.
Seibt hätte also das ganze Geschwätz von wegen "Paralleluniversum" auf seinen früheren Arbeitgeber, die linke WOZ anwenden können. Jetzt fragt sich nur noch, inwiefern Seibt immer noch in der parallelen Wirklichkeit von Klassenkampf, Kulturzersetzung und Bilderberger-Verschwörungsszenarien herausgetreten ist. Oder hat er gar nach seinen vielen vielen Jahren Arbeit bei der WOZ diese kruden Theorien in seinen "Mainstream" mit hineingeschleipft, als er beim Tagi anheuerte, weil er Kohle brauchte?
Noch zu den alten Herren: Lieber reiche, alte Herren als junge Frauen, die noch nie in der Privatwirtschaft ihr Brot verdienen mussten und das Geld, das die anderen verdienen, so umverteilen wollen, dass sie sich für die Umversteilungsleistung ein schönes Honorar abzapfen können. usw.
Auguste, auf eine vage Weise scheint Ihr Post an mich gerichtet zu sein: könnten Sie das bitte mal ausdeutschen? Oder ausenglischen, wie Sie wollen/können. Da Sie Major Tom (???) erwähnen: völlig losgelöst von der eigentlichen Botschaft, Ihre Worte?
Augie heisst in Wahrheit Thomas und ist Hauptmann in der Schweizerischen Militärarmee. Und zuhause hat er eine Ordonnanzwaffe (die er wauch mal auf mich richten wollte). Geschieden, zwei Kinder, die in einem südeuropäischen Land bei der Mutter leben.
Nihil novi sub sole.
Beim Rest des Posts komme auch ich leider nicht draus.
Der Satz Os "Ich halte Seibt für einen sehr guten Journalisten." ist bemerkenswert. Das tue ich natürlich auch, ich halte ihn für einen der absolut herausragenden deutschsprachigen Journalisten der Schweiz. Marcus, Deine Untersuchung ist gut, meines Erachtens. Und auch die bittere Bemerkung, dass Seibt als Hofnarr eingeladen wurde und dass die hohen Herren zu tief in ihren gedanklichen Separees hocken, um noch zu sehen, was auf dem Parkett vor sich geht.
O: wo hätte Seibt diesen Artikel sonst mit einer vergleichbaren Aufmerksamkeit veröffentlichen können? Im Blick? In 20 Minuten? Nein, der TA war hier ideal.
O, dass Auguste in Wahrheit Thomas oder whatever heisst, interessiert mich und mit mir die grosse Mehrheit hier nicht. Wirklich nicht! Warum sollte es? Gibt uns das IRGENDEINEN Vorteil? Gibt es irgendjemanden irgendeinen Vorteil, zu wissen, wie ich IRL mit Vor- und Nachnamen heisse? Tja, schon, wenn er nach einem Weg suchte, mir zu schaden. Dann könnte dieses Wissen nützlich werden.
Willst Du mir schaden? Oder hast Du mir bereits geschadet? Schitt, hab's nicht gemerkt. Liegt wahrscheinlich an meiner psychologischen Ausstattung. Und an meiner allgemeinen Ungemerkigkeit.
Hey Tiger
Solltest dich vielleicht besser mal debuggen lassen?
;-))
An die beiden streitenden Zwillinge:
Orlando und Auguste und umgekehrt!
Da hat der Tiger ja schon recht, dass uns nämlich eure Familienverhältnisse und so denn wirklich nicht wirklich interessieren mögen!
Ihr erinnert mich irgendwie an Toni Vescolis Lied auf der Tegsass-CD:
„De Augie und ich“
Find’s nicht im WWW, ein Gratis-Cüpli für wer als erster den Link postet!
Was mich allerdings wundert ist, dass Orli über einen braven Hauptmann der besten Armee der Welt sich derart ereifern kann Wo dieselbige doch die Schweizer Unabhängigkeit und vor allem die Reichsten vor (Macht)-Verlusten bewahren soll?
Und ja, FALLS denn das mit der Geschichte von der SIG 220-Knarre, falls ....
JEDENFALLS:
Wär’s vielleicht denn nicht gerade heute Zeit, das was war gewesen sein zu lassen?
Stelle jedenfalls jede Menge Gratis-Cüpli/Wiskis/Stangen/Grüntee und so zur Verfügung um auf’s Begräbnis der Kriegsbeile anzustossen.
Und ein Schinken-Käse-Sändwich gibt’s auch noch.
Gratis!
Aber, aber. Tschuldige, wenn ich als Blog-Gedächtnis funktioniere und Augie hat ja selber geschrieben, er heisse Tom und sei Hauptmann (siehe oben, 11.11, hahaha, Fasnachtszeit für den Clown).
Auch die anderen Sachen sind längst bekannt. Aber ich wühle gern in alten Wunden, August hat sich etwa zwei Jahre lang einen Spass gemacht, meine damals noch aufrichtigen Bemühungen um Gerechtigekit und eine funktionable Bloggemeinschaft mit Häme und giftiger Überheblichkeit zu übergiessen.
Aber ach, wir sind, was wir sind. Das wissen wir beide.
Ich finde es schade, wenn er so schön sprachlich verschachtelte Posts schreibt, und dann kommt niemand draus, was er meint.
Orli:
Also wenn du gerne in alten Wunden wühlst und dementsprechend vergangene Kriege in die Zunkunft retten willst .... ?
Also ehrlich:
Ich das nicht verstehen, Mann!
Und wenn Augie früher mal das und dies von sich (preis-)gegeben hat:
Das tut uns denn auch wirklich nicht wirklich interessieren!
(Ich weiss dass ich mich wiederhole!)
Und bitte: Das mit der Knarre, wie war das?
Und ACHTUNG: Ich wiederhole mich schon wieder - oder nein, ich tu's NICHT, hab's ja schon mal gesagt!
Wisst ihr, ihr beiden Zwillinge:
Ich schätze euch al Gäste - auch wenn ihr durchas NIE die einfachsten sind!
hmm..., fufi, da meine dienstwaffe seit 2007 in fettiges tuch mit plastik drum praktisch unberührt an einem kindersicheren ort lagert, und ich strasser erstmals 2009 in einem mamablog-thread begegnete, ihm physisch aber auch nie nur einen buchstaben näher kam, als es digital möglich war, ist die von ihm immer mal wieder gerne kolportierte waffengewaltandrohung nichts weiter als ein hirngespinst mit mittlerweile fast schon folkloristischem charakter. das andere trifft zu, aber daraus habe ich noch nie ein geheimnis gemacht - im gegenteil. nihil novi...
den post, den unser freund nicht versteht, ist ausnahmsweise auch nicht an ihn, sondern an den mann mit dem sandalenfilm-nick gerichtet - ob der auch noch eine klassische cäsar-fransenfrisur hat? warum sich immer wieder leute gedanken zu meiner zeiteinteilung machen, ist mir allerdings schleierhaft. mal hab ich mehr, mal hab ich weniger davon. je nach auftragslage und kreativer anforderung.
auf englisch würde ich "finger in die wunde legen" in den konkret vorliegenden fällen als hundskommunes "bullying" von einem ideologisch verbrämten gesellen übersetzen, carolina. und weil es sogar schwarz auf weiss daherkommt, irritiert es mich jedes mal etwas, wenn ich ihm begegne und noch mehr irritiert es mich, dass andere das offensichtliche nicht erkennen (wollen). aber eben, es nützt die grösste schrift nichts an der wand, wenn...
auguste - wandzeichenversteher vor dem herrn, god bless ibrahimovic
hmm,...elegant, August. Jetzt bekomme ich schon fast ein schlechtes Gewissen, dass ich immer so überaus schonungslos in den Wunden gestochert habe.
Ich erinnere mich, es muss Anfang 2010 gewesen sein, dass sie die Griechin mit dem grossen Mund priesen, die ihren Buben etwas vorlas. Scheisse August, was ist denn passiert?
Kein Wunder schützten sie fortan ihre Ersatzfrauen im MB. Gefielen sich als Prätorianergarde der grossen starken Pippi. Teilten den Blog in Gut und Böse, rieben sich (vergebens) an jedem auf, der nicht lieb war, wie sie zu ihrer Frau. Sie spielten das Drama noch einmal durch. Abwehrmechanismus nennt man das glaubs auf Psychologisch.
Und ich musste ja geradezu idealtypisch das verkörpern, wovor sie sich fürchteten: verbittert, böse, einsam, sexuell gestört - der Kerl mit der Gummipuppe. Sie haben in mich (und in Max, später in Girardet, jetzt Gabi) hineinprojiziert wovor sie sich für sich selbst, für ihr eigenes Schicksal fürchteten!
Und dann die Ukrainerinnen, Lenka, Lena, Luna und Ljuba? Das waren doch auch sie! Nicht dass sie dadurch unsympathischer würden, gar nicht. Kommen sie, raus mit der Sprache, jetzt spielt es doch keine Rolle mehr. Man kommt sich ja nicht näher als ein paar Buchstaben, weiss auf schwarz.
Der traurige Clown, August. Ich weiss, dass sie das ganze auch nicht als Selbsthilfegruppe verstehen. Aber ich gebe Ihnen einen ernstgemeinten Rat voller aufrichtiger Hassliebe:
Was sagt dein Gewissen? – Du sollst der werden, der du bist! (Nietzsche)
p.s.(für Uneingeweihte): "Ukrainerinnen" bezieht sich auf einen anonymen Literaten, den "red light Pilcher", der im Maxblog seine Liebeserlebnisse im Rotlichtmilieu von Zürich und Wetzikon schilderte und sie jeweils ausgiebig mit einem Soundtrack aus Youtube - Clips unterlegte. Das war im Frühsommer 2010. Alle vermuteten, dass es August ist. Es war übrigens äusserst spannend und nicht ohne Talent verfasst. Ein Fortsetzungsroman. Der leider abrupt Abbruch nahm.
Dass ich das noch erleben darf: O als Psychologe. Bitte, bitte weitermachen!
Auf die Gefahr hin, von C. ausgelacht zu werden: Strasser verkörperte A.s im Verborgenen schlummernde aber mächtige Anteile, absolut respektlos Klartext zu reden und den ganzen Gender-, Feministen- und linksdrehenden Diskursschrott frontal anzugreufen, ohne Rücksicht auf Befindlichkeiten und Spielregeln. Strasser war das dunkle, das in jedem Mann schwelt, das nach draussen will und das Weib in die Küche befehlen und von hinten nehmen. O.s.ä.
Der gezähmte Mann hingegen sucht den kuscheligen Schutz, ihm ist es unangenehm, von Frauen angeschrien, von Frauen mit Liebesentzug bestraft zu werden. Mami, nein, bitte hab mich wieder lieb! Dafür betont er mit Nachdruck Männlichkeitsattribute, als erwerbbare Identitätspatterns: Fussball, Militär, Motorräder, Rockmusik, Topshot im Beruf, permanente Abspielungen auf sexuelle Potenz. Wie oft hat man den Clown schreiben sehen: "echte Kerle" tun dies, tun das (nicht), etc.
gez. Dr. Sigmund Strasser
Irgend so ein "Sigmund Freud" hat scheint's mal gesagt:
Alle haben eine helle und eine dunkle Seite.
ICH sage: ICH habe ZWEI dunkle Seiten!
So lasst uns denn die Sau zum Eber gehn!
(Auf dass wir in 1 Jahr eine Giganto-Metzgete veranstalten können!)
http://www.youtube.com/watch?v=DLOth-BuCNY
hmm..., sorry sigi, heute reicht meine zeit nicht, um hinter meine maske zu blicken, vom weiteren "werden" gar nicht zu reden. ich werde auf den einen oder andern punkt aber zurückkommen.
auguste - sekt oder selters?
Tja, Auguste
Ob Sekt oder Selters, DAS weiss ich auch nicht.
Rate dir jedenfalls dazu:
http://www.youtube.com/watch?v=m8e0UQrW5GI
@Carolina: Na, wie war ich? ;-)
Sagen wir mal so: ich lache, aber es ist definitiv kein Aus-Lachen, sondern eher ein anerkennendes.... Reicht Ihnen das als Lobhudelei ;-)
PS: Kann ja die Reaktion kaum abwarten.....
Ein kleines Lob alle paar Tage reicht ja völlig - auch wenn es nur gehudelt ist.
p.s.: ach, wie ich Augie kenne...ist ihm so viel Aufmerksamkeit um seine Person suspekt. He'll chicken out :-)
hmm..., strasser, wo soll man da anfangen...?
ich denke, es ist verkehrt max, girardet, gabi oder auch sie in den selben topf zu werfen. die beiden erstgenannten hatten komplett andere agenden als sie und gabi. der und sie weisen verblüffende ähnlichkeiten auf, was thematisches sendungsbewusstsein, selbstüberschätzung und hemmungslose rücksichtslosigkeit angeht. gabi ist einfach die noch etwas zwanghaftere, anstrengend langweiligere und intellektuell einfacher gestrickte ausgabe ihres "strassers". nebenbei, himmler würde ich auch in etwa so charakterisieren.
was meine private "kleinasiatische katastrophe" angeht, bin ich der falsche, sie schlüssig zu erklären. da gehörten zwingend zwei dazu. nur soviel - aus erfahrung stehe ich bi-kulturellen verbindungen heute äusserst skeptisch gegenüber, wenn sie erst später im leben eingegangen werden - secondos und einheimische hier kein problem (oder nur die üblichen wie flachbildschirmgrösse oder ein dickes oder zwei halbfette auspuffrohre am bmw oder mercedes). die ehefrau aus asien oder osteuropa hingegen - a recipe for desaster. ein grund und eine erfahrung, die ein faible meinerseits für ukrainerinnen eher unwahrscheinlich macht. ausser natürlich, sie halten mich für einen, der aus erfahrung niemals klüger wird.
das einzige, was ich ihnen literarisch in sachen "red light pilcher" bieten könnte, wäre eine reportage aus dem ort des geschehens; eine art "auf den spuren von red light pilcher...". aber danach steht mir der sinn nicht im moment.
was meine zelebrierte "echte kerle" männlichkeit angeht, die zielt auf ein publikum, das einen text auch ohne 763 emoticons drunter richtig einordnen kann. die meisten scheinen das hinzukriegen, und die andern lesen meine posts längst nicht mehr.
zum "hündischen" meines wesens ist eigentlich nur anzumerken, dass ein "big bad wolfe (mit "e") vielleicht einfach nicht smart genug ist, um zu schnallen, wann man die rute hoch tragen oder auch mal den bauch zum kraulen hinstrecken muss. it's a jungle out there.
und damit es bildlich wird, wie ich es geniesse, wenn trolle glauben, sich mit mir anlegen zu müssen...
youtube: vier fäuste für ein halleluja
....ab 37.00 geht's los. es lebe die schlagfertigkeit.
Hauptmann Tom, Sie sind mir nachdenklich tausend mal lieber als wenn Sie mit Ihren doch ziemlich hohlen Drohungen kommen, die schon sehr nach Imponiergehabe (das erlaube ich mir als Restfrau in diesem Blog einfach mal) und Markieren aussehen. Wir haben ja schon öfter über Ihre Definition von 'Troll' diskutiert - in the eye of the beholder and all that. Und da Sie merkwürdig inkonsequent nur die 'Trolle' verfolgen, die irgendwelche niedrigen Instinkte in Ihnen selbst bedienen, die anderen aber auch noch unterstützen (da hat O völlig Recht), müssen Sie sich einfach gefallen lassen, daran gemessen zu werden.
Was die Nachdenklichkeit angeht: Ich kenne Ihrer und Os Vorgeschichte nicht und es interessiert mich auch nicht, aber die Trennung einer Familie ist für meine Begriffe nichts, was man gegen jemanden verwendet - es ist so oder so immer eine kleine Tragödie, die auch uns selber ereilen könnte.
Ganz recht, Carolina, sie kennen die Vorgeschichte nicht. Dann können sie mir aber auch nicht unterstellen, ich hätte Augies Trennung gegen ihn verwendet.
Ehrlich gesagt, es macht mich ein wenig betroffen, dass der Clown das hier erstmals so offen bekennt. Es tut mir sogar aufrichtig leid.
Und man fragt sich, rückblickend: War man doch zu hart in manchem was man sagte? Andererseits, wer erklärte zuerst, dass die Blogwelt zu klein sei für beide, dass einer vom Platz gehen werde etc. das ganze gewürzt mit niederträchtigen Bemerkungen über unterstellte private Details? Wer triumphierte, ja jubelte über den Ausschluss von Orlando und Max durch Binsi? Wer beschädigte Maxens mit Herzblut und unter schwierigsten gesundheitlichen Bedingungen aufgebauten Blog nach wenigen Wochen derart nachhaltig, dass er zumachte?
Lassen wir die Vorgeschichte besser weg.
Ich habe eigentlich nur wenige Bemerkungen: des Clowns Stärke lag seit jeher im treffsicheren Zweizeiler, über welche ich (manchmal selbst wenn sie gegen seinen Intimfeind Strasser gerichtet waren) oft schmunzeln musste. Hätte er es dabei belassen! Aus dem Stänkerer wurde ein gewisse Blogger obsessiv mobbender Blogwart, aus dem Blogwart eine tragische Figur. Manchmal tut es mir fast schon leid, wie sie ihn jetzt anpöbeln, die wilden Jungen. Wie jener Dialog, als er einem (Beno?) vorhielt, er schreibe am Samstagabend, er habe wohl kein Sozialleben - worauf der andere entgegnete, er, August, schreibe das an einem Sonntagnachmittag, wo normale Leute mit ihren Familien etwas unternähmen, was er als Bubenlutscher (osä) ja nicht könne.
Kein Stil, unzivilisierte Bande! Und eben deshalb vielleicht eine logische Folge der autoritären Gesinnungskontrolle, die unser Freund befürwortet und betreibt und dabei ein Verhalten an den Tag legt, das selbst unappetitlich und unter allen Gürtellinien ist. Das fällt jetzt auf ihn zurück.
Btw, es ist eine Beleidigung und ein Irrtum, mich auf der gleichen Stufe wie Gabi zu verorten. Ich habe keine Mission, hatte nie eine. Ich greife das Linke und das Doofe an, wo es mir vor die Nase läuft. Apropos: über die Kraulung und Pinselung meines Bauch müssen sie sich keine Sorge machen. Im Gegenteil.
p.s.: Bei 0.37 spielen Bud und Terrence mit anderen Männern ein Kartenspiel. Und bescheissen. Ja gut, das wird halt die Message sein...
Da lasse ich Euch Mannen dann mal allein, denn '4 Fäuste für ein Halleluja' könnt Ihr von mir nicht verlangen.....
Sie heisst De Vil, wie de-vil, devil.
Uiuiui, stimmt. War da womöglich Dr S F zugange, mein unterbewusster Wunsch, KEINE Hexe zu sein?
Marcus, falls Sie irgendwo herumschweben: was sagen Sie zu Köppels Replik auf Seibt, heute im Tagi?
Was sagen sie dazu?
Das ist eigentlich interessanter, ich glaube nicht dass marcus eine Antwort zustandebringt ohne die (absehbaren) Wortfolgen "Roma-Cover", "Herrliberg einfach" oder "Basler Läckerli und EMS Chemie" ;-)
ACHTUNG!
Ich spreche NICHT über Seibts Elaborat, sondern über Köppels Replik!
Und DIE tönt für mich so:
Sabber sabber sabber ICH HA JA GAR NUET GMACHT sabber sabber ABER ER HAET AAGFANGE sabber sabber sabber UND ICH BIN DENN SOWIESO sabber sabber De ALLERGROESCHT sabber sabber sabber sabber UND DE ALLERBESCHT sabber sabber sabber ABER ER HAET AAGFANGE sabber sabber ER ISCH SONEN BOESE, SONEN BOESE!
Und weil er sich ja gegenüber dem Herrn ex-Professor Mörgeli keine Blösse geben will, muss auch er sich denn halt auch noch so richtig öffentlich lächerlich machen, wenn er DAS da von sich gibt:
Das Geschäftsmodell der "Weltwoche" ist die Wirklichkeit.
Ich meine:
Das Grossmehrheitlichste, was RK da sagt, sind reine Behauptungen die, und das liegt wohl in der Natur der Sache, sich weder beweisen noch widerlegen lassen.
Aber EINES ist ganz sicher:
Die Story mit den gravierenden Mängeln im SDZH beruhte eindeutig NICHT auf "Recherchen" der WW sondern wurde von den pfeifentrillernden Frauen Wyler und Zopfi (hat da wer WoZ gehört?) an die WW verkauft.
fufi war dabei!
Aber, das ist doch gar nicht gut, wenn man einander nicht mehr zuhört in der Demokratie, Fufi und nur noch auf die Person spielt und die "Anderen" verteufelt, Fufi!
Immerhin hat die Weltwoche als erstes Missstände öffentlich be-schrieben, was für einige fast schon ein Frevel war und ist, gell Fufi.
Aber als moderne Intellektuelle glauben wir alle natürlich nicht an die Wirklichkeit, resp. wir wiasen wir als Konstruktivisten natürlich, dass wir uns die Wirklichkeit erschaffen. Auch die gesellschaftliche, politische, wirtschaftliche und kulturelle - di Medien, die sind ja richtige Wirklichkeits-Konstruierer! Ja, dürfen denn Herr Köppel und seine Zeitung nicht auch mitmachen in diesem Spiel der Wirklichkeitskonstruktion?
Darf nur die Wirklichkeit des Tagi gelten, wonach im Zürcher Sozialdepartement rein gar nichts gewesen ist?
Und dann, Fufi: Du schreibst, Zopfi und Wyler hätten ihre Story der WeWo "verkauft"! Gegen Geld? Oder was?
Das ist ein schwerer Vorwurf, Fufi. Und sogar strafrechtlich relevant, das weisst du.
Ok, ich nehm's zurück von wegen den Frauen:
Die haben die Story NICHT verkauft!
Und von wegen den konstruierten Wirklichkeiten - darüber zu streiten ist ebenso müssig wie die Frage, ob GC oder FCZ.
Weil die Antwort von allen Seiten her ja eh klar ist: ICH habe recht.
Und ja, wenn's denn bloss ein Spiel wäre - oder andersrum: wenn's nicht welche geben täte (lateinisch: sunt qui) wo das Geschreibsel der WW ebenso für die blanke, reine Wahrheit halten wie die gedruckte Dünnkacke irgendewelcher - paradoxerweise eben gerade NICHT - Sehenden, aber auch dann wär's ja nicht so schlimm, wenn sie dann bloss nicht auch noch ihre Kreuzchen machen dürften, auf diesen farbigen Zetteln!
Aehhh, wenn ich mal unterbrechen darf: jeder, aber wirklich jeder, der sich auf EINE (in jedem Fall konstruierte) Wirklichkeit eines Blättchens, eines Ereignisses, eines Fernsehsenders, eines Moderators, einer Partei, überhaupt allem, wo sich mehr als drei Menschen zusammenfinden, allein verlässt und diese zum Gradmesser seiner Entscheidungen macht, ist für mich völlig unglaubwürdig. Persönlich mag ich RK überhaupt nicht, finde CS charmant, aber wenn es um Meinungsbildung geht, muss ich mehrere Zeitungen lesen, um ein Korrektiv oder idealerweise mehrere zu haben. Sowohl RK als auch Seibt sind begabte Schreiberlinge (fast hätte ich gesagt: Demagogen), aber sich einzureden, dass einer immer Recht habe, der andere immer falsch läge, ist, da fällt mir nicht mal ein Wort ein, obernaiv.
Mal ganz oberlehrerhaft gesagt: der, der mich am meisten nervt und aufregt, bringt mich am ehesten weiter im Denken.
Womit ich dir, Carolina, zu 100 pro recht geben will!
S'kommt mir ja sonst so vor wie in der schaurig traurigen Geschichte vom alten Ehepaar, wo mit dem Auto vor einer vielbefahrenen Strasse hat warten müssen:
Fahr los! hat s'Müetti gesagt, rechts ist frei!
In diesem Sinne muss ich also dann O's Frage an mich so beantworten:
Von seiner Warte aus hat RK absolut Recht, genauso wie Seibt von seiner. Ich kann bei beiden nichts Verwerfliches entdecken, wobei ich zugeben muss, dass mir die Basler Zeitung herzlich egal ist. Was mich allein interessiert ist eine Offenlegung der Interessen - bei dem Versuch der Verschleierung gehen bei mir sämtliche Sirenen los. Auch hier also noch keine Entscheidungsfindung möglich, denn beide haben ganz klar und legitimerweise Eigeninteressen.
Was mich aber eher für die RK-Seite votieren lässt ist die Tatsache, dass mir scheint, dass die WW tatsächlich mehr und effizienter als Korrektiv für bereits gemachte Meinungen gelten kann (das gilt für mich in besonderem Masse für ZH, wo ich den Klüngel beurteilen kann). Für mich hat z.B. der Tagi ein klares Glaubwürdigkeitsproblem dahingehend, dass er eine Sozialromantik vertritt, die längst abgewetzt und darnieder liegt. Und da ich natürlich weiss, dass das in von der anderen Seite der politischen Skala regierten Städten/Kantonen nicht anders ist, bloss dass da vielleicht etwas anderes darniederliegt, erlaube ich mir eine Beurteilung von Fall zu Fall. O wird toben, aber ich bekenne mich klar zum Wechselwählertum. In diesem Fall halte ich RKs Replik für einleuchtender als Seibsts Polemik.
An Orli:
"di Medien, die sind ja richtige Wirklichkeits-Konstruierer!"
Und ob sie das sind! Aber das wissen wir ja schon längst, und setzen uns drum immer denjenigen Filter auf, der uns hilft, aus dem jeweiligen Medium nur die nackten Fackten zu extrahieren - oder wenigstens das, was wir dafür halten!
Nun aber eine irgendwie wirklich witzige Geschichte zu diesem Thema, und die hab ich for gut 40 Jahren im Deutschen MAD gelesen, und da gings um die Sesamstrasse wo gerade der Buchstabe "R" Rklärt wurde, ausgestrahlt a) von einem konservativen und b) von einem progressiven Sender.
bei a) wurden Riesengewinne gemacht und Reserven angehäuft.
bei b) machten sie Rabatz und Revolution
bloss das Krümelm0nster kümmerte sich weder um b noch um a und machte Rbsensuppe!
In diesem Sinne spendier ich eine Runde für alle!
Jetzt hab ich's endlich gelesen:
Also, Köppel macht ziemlich intelligent schlicht eine Aufzählung, welche Sauställe durch die Weltwoche ausgemistet wurden, welche Skandale ans Licht gezerrt wurden. Und zeigt so, was den (im Text unausgesprochenen) Investigativjournalismus vom Meinungsjournalismus unterscheidet: Das Resultat steht nicht schon am Anfang fest, wie bei Seibt. Es ist ja nicht so, dass Seibt Nachforschungen angestellt hätte, um die WeWo mit unangenehmen Wahrheiten zu belasten, er hat einfach alle Anti-WeWo-Meinungen zusammengetragen (dies allerdings recht gekonnt).
Leute wie Seibt treiben damit die Lagerbildung voran, die ihm offensichtlich am Herzen liegt: Wir und die Bösen. Wober er mit seinen ultralinken und etatistischen Positionen so ziemlich jede Abstimmung in diesem Land verlieren würde (z.B. Erbschaftskonfiszierungen).
Seibt hat die ganze Swissairgeschichte als Meinungsschreiber beobachtet, als öfentlicher Meinungsrichter (denn die böse, alte FDP war ja angeklagt!), und er "forscht" gerne im unappetitlichen Weltverschwörungssumpf (Bilderberger etc.).
Seibt betreibt nichts weiter als zeitgeistnahen Thesenjournalismus, der vor allem eins will: Seinem Publikum gefallen. Blocher, SVP, Republikaner, Reiche, Wirtschaftsbonzen, Finanzderivate sind böse - darauf muss mein Text hinauslaufen. Das ist die Schlussfolgerung meiner These. Und so arbeitet er dann. Sucht Details zusammen, die dazu passen. Und salbt kräftig demagogisch ein.
Nun hat natürlich auch die WeWo thematische Schwerpunkte. Bei den Lieblingen der SVP-Feinde und bei bekanntermassen linken Etatisten schaut man eben etwas genauer hin, zerzaust ihre Fehler und stellt sie auch mal bloss. Bei der SVP und bei Bankern tut sie dies weniger - weil es alle anderen Kollegen bei all den anderen Blättern schon machen.
Aber hey! - die weWo hat gerade mal 77'000 Abonnenten und etwa zwei Dutzend Mitarbeiter. Und ist die einzige Zeitung, die hinsteht und sagt, nein, wir stehen nicht linksliberal sondern rechts der Mitte.
Eine Bedrohung für dei Demokratie? Für die Schweiz? Für die Presselandschaft?
Offenbar macht sie doch etwas richtig...:-)
Schön, dass du's auch noch gelesen hast, Orlando!
Magst du dich noch erinnern an den Blick damals, wo der Käfer täglich einen Spruch zur Aktualität gemacht hat?
Nun, die WW wird wohl bald auch so was einführen unter dem Titel: Doktor Mörgeli meint!
Aber ob's denn so erfolgreich werden wird wie das damals mit dem Dr. Sommer?
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