Samstag, 3. November 2012

SEX wis well! – solange der Rubel rollt!

Und schon wieder hat das berüchtigte Homo-Virus zugeschlagen und ausgerechnet in der Lounge sich eingenistet.

Bakteriophag T2, mein Liebling!
Da bleibt dem Virologen fufi ja eigentlich gar nichts anderes übrig, als ein paar beruhigende Worte an seine Gäste zu richten, die da sind:


Natürlich nicht widernatürlich!


Denn söttiges Verhalten lässt sich denn nicht nur beim homo(!) sapiens sapiens beobachten, weil sowas nämli - und dies denn gar nicht allzu selten - auch im Tierreich vorkommt:

War ich gut, Schatz?
Und da geht denn auch mal so ein tierisch flotter Dreier ab ...
Merci Madame, Merci Monsieur ....

Von den schwulen Pinguinen und dem schwulen Adlerpärchen im Innsbrucker Zoo, wo sogar ein Ei ausbrütete und das geschlüpfte Junge aufgezogen hat (glaub!!) gar nicht zu reden.
Aber DIE leben ja unter widernatürlichen Bedingungen, meint’s Rimpelstulzli.
Da meint fufi: Leben wir Menschen denn heutzutage wirklich unter „natürlichen“ Bedingungen, zumindest evolutionssoziobiologisch gesehen?
Wie gesagt: 54. Stock, 7. Türe links!

Sicher ist sicher ist sicher ist,


dass NIEMAND wirklich weiss, woher diese Neigung kommt, sich lieber mit einem Exemplar des eigenen Geschlechts zu vergnügen, als dasselbe sozusagen kreuzweise zu tun.
(DAS weiss nämlich nicht mal Rimpelstulzchen!)

Und ebenso sicher ist, dass Homosexualität schon immer und in allen Kulturen und überall praktiziert wurde. In den einen als Selbstverständlichkeit, in anderen bloss bei speziellen Anlässen.

Das ist allerhöchste abendländisch-christliche Kultur, im Phall!
Und ganz besonders jene Kulturen/Religionen beweisen mit ihren Verboten und stetigen Wiederholungen derselben unter Strafandrohung ja bloss – ja bloss das EINE:
Dass „ES“ eben schon immer und zu allen Zeiten und überall praktiziert wurde!
„ES“ hat schon immer zur humanoid-sozialsexuellen “Normalität“ gehört, auch wenn „ES“ von den selbsternannten „Normalen“ bekämpft wurde und wird!

Denn alles was NICHT so ist wie ich, stellt MICH in Frage, und dabei will ICH der Beste, der Grösste, der Schönste und so sein und vor allem in den Himmel kommen.
Und wenn’s denn jetzt da solche gibt, wo sich NICHT nach MEINEN Regeln benehmen, und hach, und wenn ich’s denn ihnen gleichtun möchte?

Hier noch ein kleiner Hinweis: Die jüngste dieser heiligen Schriften stammt aus der ersten Hälfte des 7. Jahrhunderts und gilt als ältestes erhaltenes arabisches Prosawerk.
Tja, seither hat sich doch einiges geändert, auf der Weltscheibe, meint fufi.


Sie kämpfen einen Stellvertreterkampf,


unsere Sittenwächter und Moralapostel, wenn sie die paar wenigen, wo sich in nicht-mehrheitlicher Weise zu paaren pflegen verfolgen und diskriminieren!

Von Familie und Treue sabbern sie, und so. Und wollen dabei NICHT wahrhaben, dass es „glücklich verheiratete Familienväter“ sind, die sich Feierabends noch rasch einen Blasen lassen am Sihlquai, und wer sich die Dienste einer Domina oder eines Escort-Service leisten kann, ist bestimmt KEIN Sozialschmarotzer! Für weniger Begüterte tut’s denn auch ein ganz normales Puff.

Denn genau DIESE sind’s, die’s am allerschlimmsten treiben’s unsere männlichen Hausrinder nämlich. Die besteigen nämlich alles, aber auch wirklich alles, was so irgendwie nach dem Hintern einer Kuh aussieht:

Eine Melkmaschine - welche Freude!
Mehr dazu:

(Das erinnert mich doch an den alten Eisenbahnerspruch wo so geht: DER würde noch eine Dampflokomotive vögeln, wenn sie bloss einen Rock tragen täte!)

Dabei gäb’s doch so eine ganz einfache Lösung:
So lasst uns denn Autobahnen bauen, all over Switzerland!
Das funktioniert nämlich, und zwar so:
Da wurde doch letzthin der Uetliberg-Tunnel eröffnet, und die Autobahn durchs Knonauer Amt, und dann hat’s nicht wirklich lange gedauert, bis das „Waldhaus“-Bordell in Sihlbrugg Pleite gegangen ist.
So richtig heimelig, eigentli? - Nöd wahr?
Weil die „Kundschaft“ halt einen anderen Weg gefahren ist.
Sind sie denn aber auch wirklich früher nach Hause gekommen?
Ist’s „Autobahn-Brumm-Brumm“ denn doch noch geiler als das bezahlte Fremdvögeln?


Und zum Schluss noch dies:

Orlando schrieb am 2. November 2012 15:57
Nur: aus dem Schwulsein per se Rechte abzuleiten, halte ich für einen Irrweg.

Womit ich ihm definitivsten’s RECHT geben will!


Nein, selbstverständlich nicht!

Und ja, damit haste leider recht, dass „Schwulsein“ in linksgrünintellektuellkulturellen Kreisen, naja????
Fufi hat sich auch schon überlegt, als Sozi für den ZH-Stadtrat zu kandidieren, so als heterosexuell Verheirateter, wo fufine seit rund 32 Jahren treu war und ist.
Aber so was ist ja derart was von gäääähhhhn!

Bloss:
Wegen dem NICHT-Schwulsein per se Rechte(!) ableiten zu wollen?
Und vor allem:
Wegen dem Schwulsein per se Rechte(!) absprechen zu wollen?

NEIN! Sowas wären noch viel irrere Irrwege!

Alan Turing






































Darauf spendier ich doch gerne eine Runde Calvados!

63 Kommentare:

fufi hat gesagt…

Es sind sicher schon mindestens zehntausend Bücher zum Thema geschrieben worden. Und es werde sicher mindestens noch doppelt soviele Bücher zum Thema geschrieben werden.
Und dann, ja, dann wird die Menschheit genau gleich weit sein wie vorher, nämlich:
So klug als wie bevor.
Genauer: Ebenso dumm, ebenso blöd, ebenso borniert, ebenso wie sie's halt immer schon war.

Tiger hat gesagt…

Alan Turing (1912 bis 1954) ist einer der Urväter der modernen Computerei. Auf ihn gehen viele der heutigen Entwicklungen zurück, ja, auch das iPhone :-)

Zudem hat er den zweiten Weltkrieg wohl um ein paar Jahre verkürzt, indem er wesentlich dazu beigetragen hat, dass die verschlüsselten Meldungen, die an die Schiffe im Atlantik gingen, schon einen Tag nach deren Abschicken durch die Deutschen entschlüsselt waren. Das war der so genannte "U-Boot-Krieg".

Der Nobelpreis der Informatik heisst "Turing-Award". Nuff said.

--

Turing nahm sich (höchstwahrscheinlich) das Leben. Das unmenschliche, repressive Vorgehen des Staates gegen seine Homosexualität stürzte ihn in eine Depression. Dieses Jahr wäre er 100 Jahre alt geworden.

fufi hat gesagt…

Ja, Tiger!

ICH meinerseits meine noch immer, dass das "Apple"-Logo mit dem angebissenen Apfel ....?
Weisst DU was darüber?

fufi hat gesagt…

@Tiger

Hast's verstanden, mit dem Calvados?

Prost!

Anonym hat gesagt…

“Wir sind aber weder pyromane oder Kriegsverbrecher geworden.” – sondern einfach die kleinen und ach so sauberen Rassisten die ihr immer wart.

70er Pothead Kind

Tiger hat gesagt…

Ja, schon, Turing starb an einem (vermutlich vergifteten) Apfel. Nur hat Jobs ja gemeint, das Applelogo stamme nicht von dort sondern sei eine Hommage an Isaac Newton, den Erforscher (unter vielem anderem) der Gravitation.

fufi hat gesagt…

Tja, Tiger, der heilige Steve hat ja wohl keinen noch Besseren neben sich dulden mögen.
Obwohl es NICHT gesichert ist, dass der olle Issac denn den Apfel auch noch angebissen habe - sowas scheint's nämli vor rund 6000 Jahren geschehen zu sein, wie die ID zu behaupten nicht aufhören wollen.

Und dennoch erstaunt's ja immer wieder, dass der angebissene Apfel in den Regenbogenfarben eingefärbt wird.
Zum Beispiel und gerade bei dieser Kampagne:

http://en.wikipedia.org/wiki/File:Apple_logo_Think_Different.png

fufi hat gesagt…

Ach ja, und ob der Apfel denn würkli ein Schneewittli-Apfel war, DAS ist und bleibt für immer ungeklärt, weil der Apfel nämlich gar nicht auf sowas untersucht wurde.
Wer hätte denn wegen einem toten Schwulen wo erst noch in Bletchley Park gearbeitet hat.

WER hätte sich denn damals freiwillig in DIESE Nesseln setzen mögen?

Orlando hat gesagt…

@Carolina:

(1/3)

Was ist eigentlich „natürlich“?

Ehe und Religion (im Sinne eines Glaubens- und Wertesystems) sind seit mehr als 5000 Jahren in praktisch allen Zivilisationen anthropologische Grundkonstanten.

Genauso wie in allen Kulturen und Epochen Homosexualität dokumentiert ist, so eben auch diese Grundkonstante der Ehe und Familie, die – seit es staatliche Gemeinwesen gibt – stets auch einen privilegierten Schutz genossen. Und meist liefern Religionen auch gleich den Überbau dazu. Und doch kommt die Ehe ohne religiöse Erklärung aus, weil sie nämlich auch von einem aufklärerisch-säkulären Standpunkt aus als das erkennbar ist, was sie ist: Ein Grundprinzip der Entwicklung der Menschheit, die zentralen Begriffe Vater, Mutter, elterliche Sorge sind tief in unserer menschlichen DNA gespeichert. Ich mag an dieser Stelle nicht das Tierreich bemühen, wie andere.

Nüchtern betrachtet: Was gilt hierzulande, wie definiert die Lehre und Praxis die Ehe?

„Das Institut der Ehe ist: die Willenseinigung zwischen Mann und Frau zur Begründung einer auf Dauer angelegten und öffentlich anerkannten Lebensgemeinschaft und die gesetzlich geordnete Verbindung zweier Personen unterschiedlichen Geschlechts mit Ausschliesslichkeitscharakter


Ich finde diese Definition sehr hilfreich denn sie führt direkt zur Fragestellung: Warum ist diese Verbindung „öffentlich anerkannt“, wieso ist sie „gesetzlich geordnet“?

Antwort: Es handelt sich um eine Privilegierung, um eine gesellschaftlich gewollte Bevorzugung, ein Modell, das besonderen Schutz verdient. Und das zu recht, was alle bestätigen können, die den Weg der Ehe und evl. der Familie gegangen sind.

Orlando hat gesagt…

2/3
Warum aber verträgt sich dies nun nicht mit der Forderung nach der Homo-Ehe?

Knackpunkt ist die Idee der Gleichstellung. Gleichstellung anderer Partnerschaftsformen und Verbindungen von Personen im rechtlichen Sinne. Wenn der Grundsatz (ein Mann und eine Frau) fällt, dann müsste man theoretisch (und im Sinne einer umfassenden Gleichstellung auch praktisch) jede willentliche Verbindung von zwei Personen als der Ehe gleichberechtigt zulassen, also etwa: Die Verbindung zwischen Vater und Tochter, zwischen Geschwistern, zwischen Kind und Erwachsenem, zwischen zwei Kindern, zwischen Frau und Hund etc. Und ausserdem auch noch Verbindungen mehrerer Personen miteinander: Polygamie, Mehrfachehen (wieso nicht: Jede Person kann in verschiedenen Ehen sein), Gruppenehen etc.

Ein weiteres Argument sind die Zahlen: 4%, vermutlich relativ konstant, jedenfalls keine signifikante Zunahme über die Jahre, also man kann kaum von einem wachsenden Bedürfnis sprechen.

Es gibt eine Vielzahl von Argumenten, die sodann gegen die aus der Gleichberechtigung erwachsenden Rechte sprechen: Wie steht es mit den Rechten der Kinder? Darf (oder bessser: soll) man einem Kind zum Beispiel mutwillig (und vom Gesetz wäre das dann ja geschützt) den Vater vorenthalten? Oder die Mutter?

Können wir uns wenigstens darauf einigen, dass ein Kind einen Anspruch darauf hat, dass beide Hemisphären des menschlichen Wesens, das Weibliche und das Männliche, an seinem Aufwachsen teil haben? Dafür braucht es keine Gesetzesgrundlage, vieles davon ist „common sense“ und es ist jammerschade, dass es so viele Alleinerziehende gibt. Studien haben einwandfrei gezeigt, dass zum Beispiel Kinder alleinerziehender Mütter ein soundsovielfach höheres Risiko haben, Ausbildungen abzubrechen, ungewollte Schwangerschaften als Teenager zu haben und (bei Jungs) anfälliger für Drogen und kriminelle Karrieren zu sein. Man kann jetzt argumentieren: Aber die werden drogenabhängig und kriminell, weil sie arm sind. Gegenargument: Wenn es die gleichberechtigte Homo-Ehe gäbe, würden ja nicht nur reiche Lesben und Schwulenpaare Kinder haben.

Daneben gibt es einen wichtigen politischen Grund gegen die Homo-Ehe: In einer offenen und freien Gesellschaft, wie wir sie in den westlichen Demokratien verwirklicht haben, geht der Lebensstil der Anderen niemanden etwas an, weder den Nachbarn noch den Staat. Wer sich mit wem zwecks sexueller und/oder partnerschaftlicher Auslebung und Glücklichmachung zusammentut ist nicht Gegenstand der Debatte.

Jeder Bürger kann sich sexuell frei entfalten, in eigener Verantwortung und mit wem er will, sofern er dafür geeignete Partner findet und sich innerhalb der Schranken des Gesetzes bewegt.

Das ist der Status Quo. Wer möchte da ernsthaft von Diskriminierung sprechen, bitteschön?
Und für diese Freiheit würde ich, O. , sogar mit der Waffe in der Hand kämpfen, wenn es nötig wäre.

Orlando hat gesagt…

(3/3)

Da ist unsere Gesellschaft liberal und das ist gut so. Das Prinzip "the pursuit of happiness" wird aber einmal mehr dahingehend missverstanden, dass Glücklichsein ein einforderbares Recht sei. Nicht mehr okay ist, wenn sich diese kleine Minderheit, die wie gesagt keinerlei Diskriminierungen in ihrem Lebensstil ausgesetzt ist, plötzlich daraus einklagbare Forderungen ableiten wollen. Das ist im eigentlichen Sinne un-sozial.

Soll ein Jude das Recht haben an der heiligen Kommunion teilzunehmen? Soll ein Imam in Biel ein Kalifat ausrufen dürfen und einen Harem einrichten? Soll ein Pädophiler seiner Neigung ungehemmt nachgehen dürfen, wenn seine Opfer einverstanden sind? Soll ein Kind im Rollstuhl ein Recht haben, in der Fussballmannschaft seiner Schule mitspielen zu dürfen?

Ein intelligenter Junger Student hat es in einem brillianten Artikel in einer Hochschulzeitschrift in Massachusetts so ausgedrückt:

At this point, many would argue that the happiness of same-sex couples would be enhanced by gay marriage, thus providing a compelling interest. This, in fact, is not the case. Society has already shown through prohibiting certain types of marriage that it does not view enhanced happiness as a compelling enough interest to encourage marriage of any kind. After all, if “enhanced happiness” was a compelling interest, it could be used to justify government subsidization of chocolate, which is proven to increase happiness through the release of certain endorphins. In fact, one could argue that the government should subsidize anything and everything that makes someone happy. Thus, “enhanced happiness” can clearly not be considered a compelling enough interest to justify the recognition and, therefore, subsidization of gay marriage.

Daraus entsteht das grosse Missverständnis, dass die Gesellschaft (und der Sozialstaat sowieso!) dafür da sind alle unsere Bedürfnisse zu befriedigen. Und hier sind wir eben in der Zwickmühle: Feministen, Gay-Aktivisten und viele Minderheiten-Leader sitzen im Gleichberechtigungs-Boot, während sie durch Eigenverantwortung in der Gesellschaft und Selbstorganisation viel mehr erreichen und weniger Zeit verschwenden würden. Alle schreien sie nach der ordnenden starken Hand des Staates, nach Gender-Quoten, minority civil rights, affirmative action und gleichen Rechten für Homo-Paare, auf dass der Götze Staat ihnen ihre Rechte gegen den Widerstand der Mehrheit auf dem institutionellen und juristischen (und undemokratischen!) Weg durchboxt.

Orlando hat gesagt…

(4/4) ;-)

Doch kann es eigentlich jemals Gleichberechtigung geben, wenn die Biologie (Gott?) schon einen Fingerzeig gibt und dafür sorgt, dass es zur Entstehung von Leben eben einen männlichen und einen weiblichen Chromosomensatz braucht, die zusammenkommen? Das ist doch schaurig ungerecht!

Common sense, Leute!

Dabei sollten wir eher streng reduzieren und rationalisieren, und anerkennen, dass es am Ende um das Individuum geht und nicht um gesellschaftliche Gruppen. Das ist natürlich ein philosophischer Ansatz. Lady Thatcher hat einmal gesagt: „There is no such thing as society, there’s only individuals and their families“. Die Familie wieder! Als Verbindung von Mann und Frau und ihren Nachkommen. Die vielbeschworene Kernzelle jeder Gesellschaft.

Und schliesslich: Es dürfte schon schwierig sein von „den LGTB“ als homo(hahah!)gene Gruppe zu sprechen, die durch ein kennzeichnendes Merkmal – wie etwa Hautfarbe, Ethnie oder körperlichem Gebrechen - identifizierbar sind. Geschweige denn, dass die verschiedenen INDIVIDUEN, die dieser soziopolitisch konstruierten Gruppe angeblich angehören, sich diskriminiert fühlen und unbedingt heiraten wollen.

Ja, und doch nicht einmal einwandfrei nachgewiesen werden kann, dass es sich um eine unabänderliche, mit wissenschaftlichen Methoden nachweisbare, über die blosse sexuelle Anziehung (die von konkreten Lebensumständen und –entscheidungen offenbar abhängt) hinausgehende Andersartigkeit handelt, die einen besonderen Schutz – ähnlich dem der Ehe – verdienen würde.

Dies ist die Frage, die zu beantworten ist: Bedarf dieser Lebensstil in unserer offenen, freien, pluralistischen Gesellschaft eines besonderen Schutzes?

Meine Antwort ist: Nein. Und ihre?

Auch die französische Feministin und Literaturwissenschaftlerin Julia Kristeva musste sich kürzlich der Vereinnahmung von LGTB-Gruppen erwehren:

Kristeva believes that the group identity adopted by some feminist, gay and ethnic leaders as a pedestal for their revindications is outdated and even, in her word, ''totalitarian,'' that freedom of the individual should take precedence over communitarianism, that political assertion of sexual, ethnic and religious identities eventually erodes democracy.

Das freie, eigenverantwortliche Individuum und sein Wohlergehen sollte im Zentrum solcher Auseinandersetzungen stehen. Und nicht die gewaltsame „Öffnung“ und damit Entwertung der Institution Ehe für alle möglichen anderen Konstellationen

fufi das lebende Fossil hat gesagt…

Mein lieber Orlando

Du bemühst "mehr als 5000 Jahre" für deine Argumentation.
Was evolutionsbiologisch ein Fliegenschiss auf einem verdunstenden Schweisstropfen ist, sozusagen.

Und kulturhistorisch gesehen eine ununterbrochene Abfolge von Kriegen, Mord, Totschlag, EHE(!)bruch, Uebervorteilung und Intrigantenstadeleien und was sonst noch alles die conditio humana auszeichnen mag.

Aber wenn du denn dich DARAUF berufen willst?

Orlando hat gesagt…

@Fufi: wenigstens neue Bilder hättest du uns suchen könnne, die gleichen hast du schonmal verwendet. Gähn.

Ja, selbstverständlich berufe ich mich darauf! Worauf sonst? Etwa auf einander fickende Pinguinmännchen?

fufi hat gesagt…

@Orlando
Ich bitte saumässigstens um Absolution - bildlich gesprochen!

fufi hat gesagt…

Neineinei Orlando!

Wenn du DAS da sagst:
"Doch kann es eigentlich jemals Gleichberechtigung geben, wenn die Biologie (Gott?) schon einen Fingerzeig gibt und dafür sorgt, dass es zur Entstehung von Leben eben einen männlichen und einen weiblichen Chromosomensatz braucht, die zusammenkommen?"

Dann ist das nämli gar nöd ungerecht, sondern schlichtestens und ebenso einfachstens und vor allemm allerhöchstens FALSCH!

Zur Entstehung von (neuem!) Leben genügt es nämlich, wenn ein Bakterium sich teilt. Was Abertausende von (nicht nur) E.choli jede Sekunde machen, in deinem Darm.

Oder wenn Blattläuse, Seesterne oder Komodo-Waraninnen sich parthenogenetisch replizieren.
Bei letzteren ist nun ganz besonders interessant, dass diese Weibchen, wenn sie sich OHNE Beiträgen von Männchen vermehren, jedenfalls dass ihre Nachkommenschaft dann AUSSCHLIESSLICH männlich ist!

Tja, DIE möchten glaub auch ihren Spass haben an der Sache, die Komodo-Waraninnen!

Und als wenn das noch nicht genug wäre, hat ja letzthin sogar der homo sapiens sapiens bewiesen, dass es zur Fortpflanzung denn grad gar keine maskulinen Spermatitäten braucht, sondern dass eine simple feministische Eizelle dazu denn mehr als genügt.

Zum Beispiel beim Schaf Dolly, oder bei Copycat, oder im Fall der vielenvielenvielen anonymen Labormäuse von denen die meisten - aber DAS ist wiederum eine andere Sache!

fufi hat gesagt…

Ach ja, und dabei geht es denn keineswegstens um die "Entstehung" des Klebens, sondern "bloss" um die Weitergabe desselbigen!

Orlando hat gesagt…

@Fufi: Bei der Haploidisierung, wie sie angeblich Nagy und Tesarik gelungen sein soll, muss die Eizelle immer noch von einem Spermium befruchtet werden, und die Eizelle muss immer noch von einer Frau stammen. Capisc?

"Wir sind uns bewusst, dass bei dem Verfahren schwerste genetische Defekte entstehen können", erklärt Palermo. Insbesondere bei der Halbierung des künstlich eingefügten Erbguts kann allerhand schief laufen.

Wie riskant die neue Technik ist, zeigt sich auch daran, wie selten es den Wissenschaftlern gelingt, damit ein Tier-Embryo zu zeugen. "Unsere Erfolgsquote liegt derzeit noch bei mageren sechs Prozent", berichtet Palermo. "Woran wir alle mit Nachdruck arbeiten, ist die Geburt eines auf diese Weise erzeugten Tieres."

Skepsis rührt sich unter den deutschen Babymachern. Für sie ist die Haploidisierung reine Zukunftsmusik. So kritisiert Wolfgang Würfel, Direktor einer Münchner IVF-Klinik, die "Ruhmsucht" einiger Kollegen. "Nur um in die Geschichtsbücher einzugehen, werden Versuche am Menschen veranstaltet, ohne die zellbiologischen Prozesse der Technik zu begreifen." Zwar ist auch Würfel verblüfft, "was die Natur alles an Manipulation zulässt". Doch er warnt: "Gleichzeitig kann sie auch üble Überraschungen bereithalten."
(Der Spiegel)

fufi hat gesagt…

Und ja, Orlando,
Ein weiteres Argument wo du da bringst, "sind die Zahlen: 4%, vermutlich relativ konstant"

Da frag im mich doch mal: Also bitte, sind diese 4%, solange unbewaffnet und so, denn irgendwie bedrohlich für unsere Wertegesellschaft?

Und dann das:
"Dies ist die Frage, die zu beantworten ist: Bedarf dieser Lebensstil in unserer offenen, freien, pluralistischen Gesellschaft eines besonderen Schutzes?

Meine Antwort ist: Nein. Und ihre?"

Meine Antwort ist ein glasklares JA!
Weil DIESE 4% bedürfen denn wohl des Schutzes vor denjenigen 10%, wo söttige als Abschaum, Missbildungen und biologische Verirrungen betrachten, meine ich.
Weil sonst könnten wir ja auch
alle Para- und Tetraplegiker, Bein- und Armamputierten, Trisomie21 und Spinabifidus und Contergan und was weissichfürwelchearmen Säcke,
jedenfalls macht wohl KEINE dieser Gruppen 4% aus, weshalb sie, in DEINER Argumentation ja auch keinen speziellen Schutz braucht?
Nun denn: Knallen wir sie alle ab!
Das ist am billigsten und danach haben wir die Gesundheitskosten wieder so richtig im Griff, gell?

fufi hat gesagt…

Neinei8, Orlando:
Die Eizelle muss NICHT von einem Spermatozoum befruchtet werden, dazu genügt eine Eizelle, etwas DNA-Extrakt aus einer beliebigen Körperzelle und ein kleiner Pieks, wo die Eizelle zur Teilung anregt.
Bloss die Eizelle, JA, DIE braucht's halt schon!

fufi hat gesagt…

Ach ja, und ZUVOR muss die Eizelle halt mal so richtig genetisch entrümpelt werden.
Aber dennoch: LEBEN kann auch aus sowas noch entstehen!

Und hier noch was zum Denken:
Weisst du, dass viele Lebewesen, Frösche z.B. aber nicht nur diese, tri-, quadro- oder gar pentaploid sind?
Erdbeeren sind zum Beispiel dekaploid,
und Epulopiscium fishelsoni 200'000ploid.

Aber wie gesagt, um Leben aus Leben hervorzubringen, braucht's das alles nämlich gar nicht!

Orlando hat gesagt…

Wieder falsch Fufi: erstens HAT er ein Spermium eingepflanzt und zweitens ist die Möglichkeit mit der Körperzelle nur eine theoretische (die noch nicht mal an Mäusen gelang). Und wie gesagt, wenn wir denn gleich so theoretisch bleiben wollen: Ohne männlichen Chromosomensatz (in der Körperzelle) funktioniert es gleichwohl nicht! Ich sehe gerade, dass das ja News aus dem Jahre 2002 sind! Also ist es in 10 Jahren intensiven Probierens nicht gelungen einen gesunden Embryo (sei es von einer Maus oder sonst einem Lebewesen) zu zeugen.

Bleiben wir bei den Fakten.

Orlando hat gesagt…

Ach (gähn) - Korrektur:

Doch kann es eigentlich jemals Gleichberechtigung geben, wenn die Biologie (Gott?) schon einen Fingerzeig gibt und dafür sorgt, dass es zur Entstehung von neuem menschlichen Leben eben einen männlichen und einen weiblichen Chromosomensatz braucht, die zusammenkommen?

fufi hat gesagt…

Lieber Orlando

Zunächst DIES:
Technisch IST es möglich, neues MENSCHLICHES Leben OHNE maskulinen Beitrag zu "erzeugen".

Und dann hab ich noch eine Bitte:
Verschon mich doch mit irgendwelchem biologischen
Halb- oder Möchtegern- oder IchHabMalGehört-Wissen, ja? Und den Zitaten von irgendwelchen "Experten".

Besten Dank und en schöne Sunntig!

Orlando hat gesagt…

Ächz! Jetzt stimmt es dann:

Doch kann es eigentlich jemals Gleichberechtigung geben, wenn die Biologie (Gott?) schon einen Fingerzeig gibt und dafür sorgt, dass es zur Entstehung von neuem menschlichen Leben eben männliche und weibliche Chromosomen braucht, die zusammenkommen?

Der Biologieunterricht ist eine Weile her...

fufi hat gesagt…

Nachtrag zu vorher: Wenn die DNA, wo in so ein ausgeräumtes Ei implementiert wird, von einem Männchen stammt, DANN ist natürli(???) schon ein maskuliner Beitrag dabei!

Orlando hat gesagt…

@Fufi:

Technisch IST es möglich, neues MENSCHLICHES Leben OHNE maskulinen Beitrag zu "erzeugen".

NEIN, ist es nicht!
Es ist bloss theoretisch möglich. Und ob dieser Organismus dann lebensfähig wäre, steht noch einmal auf einem anderen Stern.

Orlando hat gesagt…

...DANN ist natürli(???) schon ein maskuliner Beitrag dabei!

Es ist immer ein "maskuliner Beitrag" dabei, weil alles menschliche Leben aus weiblicher und männlicher DNA besteht.

Hergott noch mal, ist das hier ein Kindergarten!!!

Es geht im Übrigen um die Homoehe und nicht um Biologie-Schulstoff.

fufi hat gesagt…

@Orlando am 4. November 2012 14:42

Fertilisationstechnisch und biogenetisch befindest du dich mal wieder total auf der Verliererseite!
Und nicht mal logisch gesehen hast du recht, weil:
Stellen wir uns mal vor - wovor uns der liebe Gott allerdings behüten möchte - jedenfalls: Orli würde sich Klonen lassen.
Dasselbe Erbungut, und dennoch: NEUES Leben, denn niemand möchte ja behaupten wollen, dass Orli und sein kleiner Klon denn ein und dieselbe Person sein wollten?

Und was das Erbgut angeht:
DAS ist nämlich eh nur die Hälfte des Kuchens!
Viel relevanter sind die epigenetischen Vorgänge, wo da schon von der Befruchtung an auf das werdende und später seiende Wesen Einfluss nehmen.
Tja, Orli könnte sich denn noch schwer wundern, dass und daran verzweifeln, ob das, was da sein Klon sei, wirklich ER sein sollte!
(Hab da übrigens NICHT von pädagogischen und anderen umweltpolitischen Einflüssen gesprochen!)

Siehe dazu auch:
http://fufislounge.blogspot.ch/2011/08/zum-heutigen-tag-aller-busis.html

Und zur Weiterbildung empfehle ich für Anfänger:
P. Spork: Der zweite Code, 978-3-499-62440-7
Fortgeschrittene lesen bitte:
B. Kegel, Epigenetik, 978-3-8321-9528-1

fufi hat gesagt…

Und hier noch ein Buchtipp:
C.Göldenboog: Wozu Sex?, 978-3-421-05784-6

fufi hat gesagt…

Und @Orlando

Also ICH hab glaub im Post NICHT über die Homo-Ehe gesprochen?

fufi hat gesagt…

Und, Orlando, soweit Ich mich erinnern kann,
hast DU als erster die Biologie ins Spiel gebracht - als Fingerzeig Gottes, nämlich.
Und ebenfalls die 4%-Hürde!

fufi hat gesagt…

Und namal an Orlando von wegen den Bildli:
Aber der mit dem Stier, der ist nicht schlecht, gäll?

Gott hat gesagt…

Und bei einem Mann sollst du nicht liegen, wie man bei einer Frau liegt: ein Gräuel ist es.

Das sage ich selber im 3. Mose 18, Vers 22.

Tiger hat gesagt…

"Beug ihm den Kopf in Kindestagen; schlag ihn aufs Gesäss, solange er klein ist, sonst wird er störrisch und widerspenstig und du hast Kummer mit ihm." (Sirach 30,12)

sagst Du auch, und noch viel mehr ziemlich Brutales und Unsinniges. Also bitte. Man kann im AT vieles nicht sehr ernst nehmen.

Carolina hat gesagt…

O, Sie müssen mir ein wenig Zeit lassen - ich habe viel um die Ohren. Aber ich melde mich. Werde mir erlauben, den kleinen biologischen Umweg mit Fufi zu ignorieren.......

Orlando hat gesagt…

Ignorieren sie ruhig, C. Das gehört sowieso zu Fufis (Ablenkungs-)Taktik, wenn er merkt, dass jemand gute Argumente hat, die ihm nicht passen: ablenken, verwirren, sich in Details verlieren, Unterstellungen und emotionales Rumoren.

Jesus hat gesagt…

OH MEIN VATER!

Welche Freude, dass DU auch mal mit mir zusammen in fufis Lounge kommst!

Da will ich fufi denn gerne bitten, den Hasenbraten aus dem Ofen zu nehemen und heute Abend bloss gestampftes Manna auf Hostie, mit Weihwasser à discrétion zu servieren.

Weil, gell Papi, Hase magst ja nicht so sehr, weil das ist ja so was Abscheuliches, wo du in deiner Autobiographie in 3. Mose 11,6 und 5. Mose 14,7 - nicht ganz zutreffend zwar - als Wiederkäuer erwähnst, wo aber halt keine ganz gespaltenen Hufe hat, jedenfalls ist's dir ein Greuel.
Und einen Greuel will dir fufi wohl schon nicht auftischen! DA bin ich mir sicher!

Und weisst du, Paps, ich kenne auch noch einige andere, wo Hase nicht gern haben, auch wenn er gerade bei denen im Pfeffer liegt!

Alle Besucherinnen und Besucher von fufis Lounge wo nicht an mich und meinen Vater glauben bitte ich, euch mit diesem improvisierten Menu zufrieden geben zu mögen.
Denn es wäre ja irgendwie so ziemlich pietätlos, wenn fufi euch gerade heute Brot und Wein auftischen würde?

Maria hat gesagt…

Oh ja, Jesus, ich freue mich ja auch so, dass Gott heute auch hier ist!

Es ist ja so lange her, seit wir das letzte Mal alle miteinander ausgegangen sind.
Lasst uns darauf anstossen!

Herr Wirt, eine Runde Cüpli für alle!

Paulus hat gesagt…

SO COOL!

Allerheiligen in fufi's Lounge!

Da mach ich doch auch gerne mit und - bitte ein Cüpli auch für mich - Danke - und was ich denn eigentlich sagen wollte:
Da hab ich doch auch mal was geschrieben, in meinem ersten Brief an die Korinther, in Kapitel 13, was sie heute ungefähr so übersetzen:

1 Wenn ich die Sprachen aller Menschen spreche
und sogar die Sprache der Engel,
aber ich habe keine Liebe –
dann bin ich doch nur ein dröhnender Gong
oder eine lärmende Trommel.
2 Wenn ich prophetische Eingebungen habe
und alle himmlischen Geheimnisse weiß
und alle Erkenntnis besitze,
wenn ich einen so starken Glauben habe,
dass ich Berge versetzen kann,
aber ich habe keine Liebe –
dann bin ich nichts.
3 Und wenn ich all meinen Besitz verteile
und den Tod in den Flammen auf mich nehme,
aber ich habe keine Liebe –
dann nützt es mir nichts.
4 Die Liebe ist geduldig und gütig.
Die Liebe eifert nicht für den eigenen Standpunkt,
sie prahlt nicht und spielt sich nicht auf.
5 Die Liebe nimmt sich keine Freiheiten heraus,
sie sucht nicht den eigenen Vorteil.
Sie lässt sich nicht zum Zorn reizen
und trägt das Böse nicht nach.
6 Sie ist nicht schadenfroh,
wenn anderen Unrecht geschieht,
sondern freut sich mit,
wenn jemand das Rechte tut.
7 Die Liebe gibt nie jemand auf,
in jeder Lage vertraut und hofft sie für andere;
alles erträgt sie mit großer Geduld.
8 Niemals wird die Liebe vergehen.

Gott, der Echte hat gesagt…

An den kleingläubigen Kleingeist wo meint, sich mit irgendwelchen Bibelstellen-Zitaten aufspielen zu müssen:

Hast du unterdessen denn immer noch nicht bemerkt, dass ich auch noch ein NEUES Testament geschrieben habe? Worin ich in Gestalt meines Sohnes "das Gesetzt" zur Genüge und allerdefinitivstens erfüllt habe?

Auf immer und ewig. Amen!

Gott hat gesagt…

Ja, natürlich, habe ich. Aber meine Einstellung hat nicht geändert. Ich habe nur hinzugefügt, dass derjenige den ersten Stein werfen soll, der ohne Schuld sei. Das ändert aber kein Jota an meiner Auffassung. Und wer sich Christ nennen will, tut gut daran, doch auch all das zu lesen, was ich u.a. im 3. Mose in direkter Rede gesprochen habe! Kein Werterelativismus, bitte.

Orlando hat gesagt…

Tja, wenn man selber keinen so sachlichen und differenzierten Text zustandebringt wie Orlando, dann bleibt ja nur noch das themenfremde Rumalbern, gell.

Übrigens: Heute Nacht gewinnt Romney! Yeehaw!

Orlando hat gesagt…

Broder, wiedermal. Trifft den nagel auf den Kopf.

Die feinen Leute von der Ostküste, die ihre Kinder auf private Schulen schicken und sich über die dummen Rednecks aus dem Süden lustig machen, wählen Obama, weil sie schon reich sind und weil ein schwarzer Präsident ihnen ein Gefühl vermittelt, das sie trotz ihres Reichtums nirgendwo kaufen können: liberal und tolerant zu sein und keine Ressentiments gegenüber Farbigen zu haben.

Romney bedient das Bedürfnis nach materieller Sicherheit, nach einem Umzug vom Trailer in ein Häuschen mit Garten, einem neuen Auto und billigerem Benzin. Obama bedient das Verlangen nach emotionaler Zusammengehörigkeit.

Romney ist kein großer Rhetoriker, kann aber frei sprechen. Obama ist ein glänzender Redner, aber nur so lange, wie er vom Prompter ablesen kann. Käme Romney auf die Idee, eine Obama-Rede zu halten, wäre dies sein Ende. Andersrum würden die Leute Obama zujubeln, denn es kommt nicht darauf an, was er sagt, sondern dass er es sagt, Obama.

Wenn Obama eine Rede mit den Worten "My fellow Americans...", anfängt, klingt das wie der Auftakt zu einer lustigen Familienfete. Dieselben Worte, gesprochen von Romney, hören sich wie die Einleitung zu einer Mormonenfeier an, bei der weder getrunken noch getanzt werden darf.

Obama ist ein Entertainer, Romney eine Spaßbremse. Obama wird jeder Patzer verziehen, sogar wenn er die Ermordung von vier Amerikanern in Libyen als "nicht optimal" bezeichnet; wenn Romney aber von einem "Ordner voller Frauen" spricht, der ihm auf den Tisch gelegt wurde, hört das globale Gelächter gar nicht mehr auf.

Dabei sind sich die beiden politisch weit ähnlicher, als es die Obama-Fans vor allem in Deutschland wahr haben wollen. Obama hat versprochen, Guantanamo zu schließen und sich nicht daran gehalten. Romney würde so ein Versprechen gar nicht erst abgeben.

Obama hat keine Skrupel, Drohnen gegen vermeintliche Terroristen einzusetzen. Romney hätte überhaupt keine Skrupel. Bei fast allem, worauf es den europäischen Gutmenschen ankommt, liegen Obama und Romney so nah beieinander wie Greenpeace und Robin Wood in der Ökologie-Debatte. Die innenpolitischen Differenzen sind schon relevanter, vor allem in der Gesundheitspolitik.

Aber das kann nicht der Grund sein, warum 90 Prozent der Deutschen Obama ihre Stimme geben würden, wenn sie mitwählen dürften.

Warum nicht eine schwarze Lesbe als US-Präsidentin?

Im Grunde ist es egal, ob Obama im Weißen Haus bleibt oder zugunsten von Romney ausziehen muss. Kennedy war der erste Katholik im höchsten Amt der USA, Obama der erste "Afro-Amerikaner". Romney wäre der erste Mormone. Bis es so weit war, galt es als undenkbar.

Irgendwann werden die Amerikaner einen Juden und einen Moslem zum Präsidenten wählen. Oder eine Frau. Eine schwarze Lesbe, eine geschiedene Katholikin, eine ledige Muslima.

Denn allem Geunke und Geraune vom Niedergang zum Trotz sind die USA immer noch das Land der unbegrenzten Möglichkeiten, so geteilt und zerrissen, wie es sich für eine Demokratie gehört und so einig und geschlossen, wie es eine Weltmacht sein muss, die ihre schützende Hand auch über diejenigen hält, die sie hassen und verachten.

Das ist es, was die Größe dieses Landes ausmacht.


(aus "Die Welt")

Dem ist nichts hinzuzufügen.

fufi hat gesagt…

An Gott und seinen ergebenen Adlatus Orlando

Also, wenn ich dich, Gott, richtig verstehe, hast du die Welt so vor ungefähr 6000 Jahren erschaffen.
Und darin ziemlich viele Knochen und so Zeugs versteckt, weshalb wir Ungläubigen meinen sollten, das wäre schon Millionenmilliarden Jahre her.

Und du erlaubst uns Menschen zwar, uns TECHNISCH weiter zu entwickeln, aber soziokulturell willst du uns auf dem Stand von vor 3000 Jahren halten?

Und DU, Gott, musst dich als den "lebendigen Gott" anbeten lassen, aber deine Gläubigen verbieten DIR, lebendig zu sein, weil sie alles, was du je von dir gegeben hast, in Stein zu meisseln pflegen.
Und DANN nicht mehr auf DICH hören wollen.

Armer, lieber Gott!
Armer Adlatus!

fufi hat gesagt…

Hey Orli

Weshalb magst du denn noch in einem Land leben, dessen nicht nur politisches Gedankengut von der engstirnigen Abwehrhaltung der SVP geprägt ist!

Wandere doch aus!
Das Land der unbegrenzten Möglichkeiten wartet auf DICH!

Ob es dich denn mit offenen Armen empfangen würde, DAS, ja das habe ich damit NICHT gesagt haben wollen!

Carolina hat gesagt…

O, zu allererst: Ich ignoriere diese biologische Diskussion zwischen Ihnen und fufi nicht, weil ich an fufi etwas auszusetzen hätte (ganz im Gegenteil), sondern weil ich sie für überhaupt nicht zielführend halte.

Weiter: ich tue mir mit der Beantwortung Ihrer posts 4/4 schwer, das gebe ich offen zu. Die Gründe liegen wohl auch darin, dass ich aus einem Umfeld stamme, in denen philosophische Diskussionen, Werteermittlung, Sinnfragen mit Ungeduld abgehandelt wurden. Sie galten als Zeitverschwendung, wenn man doch stattdessen ein Kind operieren konnte. Unsere Eltern fanden es völlig selbstverständlich, uns kurzfristig in die Nähe irgendeines Flüchtlingscamps umzusiedeln, damit sie helfen konnten. Sinnfragen waren für sie schnell beantwortet: man tut was man kann - hadern nutzt sowieso nichts, alles ist wie es ist. Daher werden Sie (wie in der Vergangenheit schon) mit meinen Einlassungen vermutlich nicht 'glücklich' sein.

Sei's drum: Philosophisch gebe ich Ihnen auf der ganzen Linie Recht (bitte um Entschuldigung, wenn sich philosophisch/politisch hier vermischen). Der einfachste (und gleichzeitig schwierigste) Sinn unser aller Leben besteht darin, sich fortzupflanzen. Um unseren Nachwuchs zu schützen, hat sich das Konzept der Ehe bzw.einer verbindlichen, durch den Staat geschützten Beziehung bewährt. Aber hier geht es schon los: es gibt genügend Paare, die aus welchen Gründen auch immer, keine Kinder haben; Alleinerziehende, die ihre Aufgabe gut machen; schwule Männer, die mit ihrer Sexualität hadern und sie ausleben oder nicht, ohne lifestyle-gesteuerte Monster zu sein. Können wir allen Ernstes diesen Menschen einen Lebenssinn absprechen? Natürlich nicht. Da ich unbedingt an 'das Schicksal' glaube (sie dürfen gern ein anderes Wort einsetzen), bin ich zutiefst davon überzeugt, dass alles, was kreucht und fleucht, alle menschlichen Spielarten, alles was nach Abweichung vom Normverhalten und Abnormalität aussieht, eine Bedeutung hat (gottgegeben ist?). Sie erinnern uns immer und immer wieder daran, uns nicht auszuruhen, sondern staunend und lebensfreudig zu entdecken, wie unglaublich vielfältig diese Welt ist. Warum sonst gäbe es diese Andersartigkeit und diese Veränderungen überhaupt? Werte, die von einer Generation zur nächsten transportiert werden, überdauern und erstaunlicherweise brechen sie sich immer wieder Bahn. Die 10 Gebote sind zeit- und kulturübergreifend - aber das auch nur, weil sie von verschiedenen Generationen/Kulturen unterschiedlich interpretiert und ausgelegt wurden bzw. Kirchenrecht durch 'common law' ersetzt wurde.
Insofern kann ich beim besten Willen nicht erkennen, warum unsere Kultur in Gefahr ist, durch die Schwulenehe, Alleinerziehende oder andere Formen des Zusammenlebens unterzugehen.
Die oberste Maxime einer Gesellschaft muss sein, dass niemand durch individuelle Verwirklichung, gleich welcher Art, zu schaden kommt. Dass also Kinder möglichst behütet und geschützt aufwachsen können, dass Behinderte einen ganz besonderen Schutz geniessen, dass wirklich Schwache ein Auffangnetz haben. Insofern haben alle, die (noch) nicht selber nach sich schauen können, unseren besonderen Schutz. Das gilt selbstverständlich nicht für Schwule, denn wo ist hier Schwäche gegeben? Wenn Schwule aber diskriminiert werden, sieht die Sache schon anders aus. Denn alle Gruppen innerhalb einer grösseren Gemeinschaft geniessen das Recht auf Nichtdiskriminierung, wenn auch nicht auf besonderen Schutz.

C. hat gesagt…

PS: Ich wette auf Obama.

Gott hat gesagt…

Ach Fufi. Bleib auf dem Teppich. Wenn ich vor 2'500 Jahren von etwas behauptet habe, dass es mir ein Gräuel sei, gilt das auch für heute noch ("derselbe gestern, heute, ..." – Du erinnerst Dich?). Wenn Du also an den Christengott glaubst (ich zwinge es Dir ja nicht auf), wie kannst Du solches negieren? Sei heiss oder kalt, aber sei nicht lau. Zu Deiner Beruhigung: Ich habe inzwischen eingesehen, dass es euch nicht so einfach ist, nach meinen Prinzipien zu leben, deshalb biete ich ja die Vergebung in Jesu an. Vergebung heisst aber nicht Werterelativismus, ein feiner Unterschied!

fufi hat gesagt…

Und ja, lieber Gott, was mich eigentlich auch noch interessieren täte:

Weshalb haste denn damals, vor ein paar tausend Jahren, nicht nur echtgläubite Altisraeliten gemacht, wo später rechtgläubige Juden gezeugt haben und noch später die lieben gute Christen?

Ist's denn wirklich nötig gewesen, all die Ungläubigen und das Pack auch noch zu machen, bloss um diesen Grümpel später in der Hölle zu verfeuern?

Also ehrlich, DAS mag ich denn schon nicht wirklich verstehen!

fufi hat gesagt…

Und ja, mein allerliebster Gott,
wenn du dich angesichts all dessen was - NICHT in deiner Schöpfung - sondern bloss und alleinigstens auf dem Steinklumpen wo wir unsere WELT nennen, nun :
Wenns dir da wirklich was vom allerwichtigsten ist, dass es keine Männchen mit Männchen und keine Weibchen mit Weibchen treiben dürfen.

Nun denn, DAS mag ich denn schon grad allergarnichtstens verstehen.
Aber DU scheinst ja GOTT zu sein, und ICH bin ja bloss fufi, gäll?

Tiger hat gesagt…

Sempre la stessa cosa. Per leggere le cose di Orlando devo mettermi a spalare merda. Scusatemi, ma qui non ci sto.

C hat gesagt…

Wie meinen, Tiger? 'Merda' verstehe ich allerdings....

Francis Rossi hat gesagt…

Oh my God and my dearest Orlando

This one is dedicated just for you:

http://www.youtube.com/watch?v=Cfjo1x-Ce_g

And please take care of yourself and your God,
'cause there are people who have NO God of there own!

Orlando hat gesagt…

@C:

diesen Menschen einen Lebenssinn absprechen

Das habe ich auch nicht, ich habe gesagt jeder soll (und kann) auf die Weise sexuell glücklich werden, die ihm behagt. Aber daraus kann er keine Rechte ableiten und schon gar nicht die gleichen, wie die geschützte, exklusive, privilegierte weil zukunftsträchtige Institution der Ehe.

dass alles was nach Abweichung vom Normverhalten und Abnormalität aussieht, eine Bedeutung hat

Es hat eine Bedeutung: es bestätigt deutich, was die Norm ist und sein sollte udn worüber wir uns freuen sollten was wir unseren Kindern wünschen sollten. Zum Beispiel Gesundheit. Und nicht Behinderungen.

kann ich beim besten Willen nicht erkennen, warum unsere Kultur in Gefahr ist, durch die Schwulenehe, Alleinerziehende oder andere Formen des Zusammenlebens

Ich habe mich rein nur auf die Homo-Ehe bezogen. Und dennoch: Wie können wir so tn, als ob es okay sei, wenn ein Kind ohne ein Eternteil aufwächst, wie können wir so brandschwarz uns selber anlügen, wenn wir (die wir meist in intakten Familien mit Vater und Mutter aufgewachsen sind) aus lauter Dekadenz sagen, das brauchen Kinder alles nicht, sie können auch in alternativen Beziehungsmodellen glücklich werden, gefälligst, denn das ist modern. Es ist zynisch.

Drogensucht, Selbstmörder aus Verzweiflung, Pädophilie ist auch eine dieser "gesellschaftlichen Tatsachen". Dennoch sollten wir nicht unsere Ideale und Werte danach ausrichten oder?

Das gilt selbstverständlich nicht für Schwule, denn wo ist hier Schwäche gegeben? Wenn Schwule aber diskriminiert werden, sieht die Sache schon anders aus. Denn alle Gruppen innerhalb einer grösseren Gemeinschaft geniessen das Recht auf Nichtdiskriminierung

Wie können denn Schwule diskriminiert werden? Reicht es schon, wenn jemand sagt: "Du Schwuchtel" oder muss der Täter dreinschlagen, damit es eine...ja, was denn, eine "antihomosexuelle Handlung" ist? Wo ist die Grenze, im "Gefühl" der Betroffenen? Ab wann soll die Polizei einschreiten?
Oder ist es schon Diskriminierung, wenn einer am Fernsehen einen Witz über Schwule macht?

Und wie steht es dann mit den Rechten der Heterosexuellen? Können die auch diskriminiert werden? Zum Beispiel, wenn zwei Männer sich in der Öffentlichkeit küssen? das verletzt doch auch die religiösen Gefühle vieler Mitbürger?

Ich darf einen Schwüppel nicht Schwüppel nennen, aber jedermann darf blasphemische Reden schwingen? Das ist doch nicht gerecht!

Oder sehen sie mich an Ecce Homo: Ich werde ja laufend in meinen politischen und religiösen Gefühlen verletzt hier. Da tritt soger einer als mein Gott auf! Da will mich Fufi aus meiner Heimat werfen! Ich bin ja hier auch eine Minderheit. Und ich fühle mich entsetzlich verletzt manchmal...

fufi hat gesagt…

Aberneiaberau Orlando!

Ich lach mich kringelig:
"die geschützte, exklusive, privilegierte weil zukunftsträchtige Institution der Ehe."

Meinst du damit die Hälfte, wo NICHT geschieden wird, oder auch die 2ten und 3tten mit dem ganzen Patschworknachwuchs?
Also ich glaub, um die - rein zahlenmässige - Zukunft der Menschheit zu sichern brauchts definitif KEINE Ehe!

Und wie stehts mit den rund 20% von Kuckuckskindern in den "funktionierenden" Ehen?

Und dem bezahlten Fremdvögeln vom Herrn Papa und dem ebenso - wenn auch umgekehrt bezahlten - Fremdvögeln der Frau Mama?

Kein Problem, solange da ein Ehe-SCHEIN vorhanden ist, meinst du?

Aber wenn da wer sein Schwänzli - HACH MEIN GOTT!

fufi hat gesagt…

@Orlando am 6. November 2012 18:13

Ach du Arme:
"Und ich fühle mich entsetzlich verletzt manchmal..."
Söll ich dich in Arm näh, oder chasch so öppis nöd mit dine religiöse Gfühl zämebringe?

C hat gesagt…

Oooohhh, Sie Armer. Sehen Sie es doch mal so: wenn man über Witze über eine eigene Religion/Behinderung/Schwulsein etc lachen kann, strahlt das eine Gelassenheit aus, die nach aussen hin kundtut, dass man sich sicher ist, auf dem richtigen Weg zu sein. Und Sie als religiöser Mensch können das doch eigentlich, oder? Was ficht Sie es an, wenn irgend jemand Witzchen über Sie macht? Wirft doch eigentlich ein bestimmtes Licht auf den Verursacher, nicht Sie.
Und nein, ich bin unbedingt dafür, dass das, was heute als politisch inkorrekt gilt, dazu gehört auch das Witzchen machen über Minderheiten, aufhört - das alles hat nämlich eine Ventilfunktion, ohne die die Dinge im Untergrund stattfinden und viel weniger überprüfbar sind.

Wie bei Diskriminatierung immer, sind die Grenzen fliessend. Den einzigen Ausweg, den ich sehe, um dieses sich-bei-jeder-Gelegenheit-benachteiligt-Gefühl zu entledigen, ist eine Akzeptanz bzw Respekt dieser Gruppierungen - dann darf alles offen verhandelt werden. Klingt ziemlich schwammig, ist ziemlich schwammig, aber ich fürchte, es ist ein ungeheuer langwieriger Prozess. Und was ist die Alternative?

Orlando hat gesagt…

Das war durchaus sarkastisch gemeint. Wie sie wissen, habe ich keine Gefühle. Gefühle hat man nur, wenn man links ist. Dafür lache ich selber sehr viel, über mich und die anderen hier. In fact, wenn ich nicht selber lache, tuts sonst keiner und das ganze hier wäre eine traurige Angelegenheit.

Also, was bleibt denn jetzt von der angeblichen Diskriminierung übrig? Ich kann "Schwüppel" sagen, aber nur wenn ich es nicht/nicht ganz/nicht so sehr/eher nicht ernst/nur halbernst/nur im Halbernst/mit hinterfragender Sympathie/mit Akzeptanz aber doch kritisch/mit akzeptierender Fundamentalkritik sage (unzutreffendes bitte streichen)?

Und wie soll das mit der Ventilfunktion funktionieren?

Tiger hat gesagt…

Der Tigeranslator meint:

Immer das Gleiche. Um die Sachen von Orlando zu lesen müsste ich mich ans Scheisseschaufeln machen. Sorry, aber da bin ich nicht dabei.

Tiger hat gesagt…

O, nur eine kleine Anregung: Jemanden Schwuchtel zu nennen, ist eine Beleidigung. Wenn sich zwei Schwule auf der Bahnhofstrasse küssen, dann nicht. Ersteres interessiert auch die Justiz.

Quite simple actually.

Orlando hat gesagt…

Schade, fast hätte es geklappt!

Zwischenstand heute Mittag

Barack Obama: 58,700,753

Mitt Romney: 56,454,081

Mit 50,2% hat Obama bisher ein schlechteres Resultat als George W. Bush bei seiner Wiederwahl 2004 (der erzielte 50,7%, als sich die USA immerhin in einem weitherum kritisierten Krieg befanden!). Und: Obama hat fast 10 Millioenn weniger Wähler als 2008. Dieser Präsident wird so was von einer lame duck in seiner zwoten Amtszeit :-D

Alan Turing hat gesagt…

2 zu 9!

Habt ihr was gegen mich?

Oder habt ihr was gegen Schwule und Lesben?

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