14. Juni 1991: Der helvetische Frauenstreik
14. Juni 2011: Der helvetische Frauenstreik reloaded
14. Juni 2011: Die beste Gelegenheit, die Lounge zu eröffnen
mit einem grossen Fettnapf-Rally!
mit einem grossen Fettnapf-Rally!
Achtung - fertig - LOS!
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14. Juni 2011 - wir feiern 20 Jahre Frauenstreik. Feiern? Was gibt's denn da zu feiern?
Und überhaupt, dass Frauen streiken gibt's ja wohl schon fast so lange, wie es Frauen und Männer gibt. Ich mag wohl bezweifeln, dass Lysistrata denn wirklich die erste war.
Und der Streik der Helvetierinnen war denn auch beileibe nicht der letzte. Da haben doch gerade letzthin so ein paar belgische Politikerinnen genau zu diesem NICHTS-Tun aufgefordert!
Jaja, und jetzt streiken unsere lieben Frauen schon wieder!
Ok, ich weiss schon, ihr streikt nicht als Sexworkerinnen, sozusagen, sondern als Erwerbstätige, auch wenn das in gewissen Fällen zusammenfallen mag. Ihr wollt nämlich
faire Frauenlöhne und echte Gleichstellung
(so stehts jedenfalls auf der Website der Gewerkschaft Unia)
Tja, wer könnte denn DA gegen sein?
Bloss: Die "Gleichstellung" ist seit 30 Jahren in der Bundesverfassung verankert. Es kann deshalb KEIN Gesetz geben, nach dem Frauen gegenüber Männern diskriminiert werden dürfen. BASTA!
Aber sie wollen scheint's nicht nur Gleichberechtigung, sondern "echte" Gleichstellung. Was immer das bedeuten mag. Dieselben Pflichten etwa, und dasselbe Rentenalter? Keinen Mutterschaftsurlaub mehr, weil's ja auch keinen Vaterschaftsurlaub gibt?
Von wegen der Militärpflicht:
Im Schwiizerländli ist es doch so, dass der Mann Gewehr bei Fuss an der Grenze steht und nach dem bösen bösen Feind Ausschau hält, sich dabei langweilt und bei Gelegenheit seinen Frust von der Seele säuft und dabei liebevoll Gilbertes Arsch tätschelt.
Die Frau dagegen ist für die "innere Kriegsführung" zuständig, was heisst: Sie erledigt dieselben Arbeiten wie immer und sorgt zusätzlich dafür, dass auch des abwesenden Vaters Aufgaben pflichtgemäss erfüllt werden.
Und mit der wehrpflichtigen "Gleichstellung" ist's auch in der vielzitierten israelischen Armee nicht allzuweit her. Anregungen dazu auf:
Bleibt die Forderung nach "fairen Frauenlöhnen".
Lasst euch das doch nochmal so richtig auf der Zunge zergehen: "faire Frauenlöhne"!
Nicht etwa Löhne, sondern FRAUEN-Löhne! Und nicht etwa leistungsgerecht oder so, sondern FAIR! Je nach Gusto ein Coupe-Romanoff oder ein 1 Liter Martini Bianco!
Also wenn ich Arbeitgeber wäre, hätte ich glaub kein Problem, zu beweisen, dass ich "faire Frauenlöhne" bezahlen täte - auch wenn Männer bei mir das doppelte Gehalt hätten. Sage bewusst nicht: verdienen würden!
Gleicher Lohn für alle, abhängig vom Stellenbeschrieb, den jeweiligen Anforderungen und der individuellen Erfahrung meinetwegen, müsste das heissen,
aber auf jeden Phall unabhängig vom Geschlecht!
Diese Pauschal-Anklagen und das feminin-intime Pauschal-Selbstmitleid gehen nicht nur mir auf den Geist!
Ja, ich find's eine Gigantoschweinerei, wenn Frauen in vergleichbaren Tätigkeiten weniger verdienen als Männer.
Ja, ich find's eine Gigantoschweinerei, wenn Frauen in jedwelcher Lebens-Situation allein aufgrund ihres doppelten X-Chromosoms gegenüber Männern benachteiligt werden.
Aber ich find's auch eine Gigantoschweinerei, wenn Männer in jedwelcher Lebens-Situation allein aufgrund ihres Y-Chromosoms gegenüber Frauen benachteiligt werden.
Aber bitte, ihr Frauen, sagt konkret WO ihr vom Gesetz benachteiligt werdet - Paragraph um Paragraph! Nennt die Arbeitgeber beim Namen, die euch weniger zahlen als Männern!
Verklagt sie! Es GIBT nämli einen "Gleichstellungsartikel" in der Bundesverfassung!
30 Kommentare:
Die "Benachteiligung der Frau" ist statistisch frei erfundener Hafenkäse (etwa so elegant gelogen wie Zappas Doktortitel...), barer Unsinn und - extrem ärgerlich - miserabel erzählt. Der narrative Super-GAU: weder Rhythmus noch Spannung, keine Pointe, stilistisch ein Debakel. Talentfrei dargestelltes Drama mit schnurrbärtigen Darstellerinnen. Linke Raserei in Lila.
Und doch habe ich heute im H&M keine lila Latzhose mehr gekriegt!
Ich habe alle aufgekauft, damit niemandem ein solches Missgeschick passiert, Fufi.
Fufi, ich habe dich vor Bösem bewahrt, vor Abscheulichem.
Bitte, bitte.
Ueee Lina, wieso ist Dr. Zappa nur Zappa? Oder besser: Woher weisst denn Du das schon wieder?
Tsessss!
Fufi, Dein Stück gefällt mir.
Beim Frauenstreik nahm ich so einen violetten Heliumballon mit in die Eltechvorlesung und stellte dem Prof eine Frage mit Heliumstimme... lustig.
Was Zappas Tröimli anbetrifft, bin ich sicher. Die Analyse kann ich dir gerne liefern. Wird schmerzhaft. Bin jetzt aber gerade pressant.
Ciao bello!
Die Weiterbildungszeiten und -intensitäten in gewissen medizinischen Bereichen stellen viele Ärztinnen vors fait accompli, dass eine Familie nicht mit einer freien Wahl der Subspezialisierung vereinbar ist. Ausser sie finden ein Prachtsexemplar von Mann, das voll mitzieht. Ich kenne mehrere Paare, wo abwechselnd sie oder er ein Jahr oder zwei arbeiten ging, um den Facharzt abzuverdienen. Die Regel ist sowas nicht. Einklagbar auch nicht, geht in Ordnung. (Die Regel beschreibt eine alte Patientin so: "Kaum gehen die jungen Ärztinnen in die Praxis, kriegen sie Kinder." Manche auch nicht mehr, da zu alt. Kenne mehrere von der Sorte.) Trotzdem wäre es an der Zeit, z.B. einen nicht-chirurgischen Untertitel für Gynäkologie zu schaffen. Der setzt heute einen OP-Katalog voraus, von dem frau von ferne den Eindruck hat, er diene allein dazu, Frauen abschrecken; um im nicht-chirurgischen Praxisalltag zu bestehen, muss eine Frauenärztin keine Hysterektomien können. Es braucht auch mehr Teilzeitstellen in der Weiterbildung. Das kommt alles, aber wahnsinnig langsam; in meinem letzten Jahr an einer öffentlichen Klinik bekam ich dreihundert Überstunden ausbezahlt. Als Überstunde galt alles über 55 Stunden die Woche. Es war nicht frauenfeindlich; es war menschenunwürdig.
Gute Nacht.
PS immerhin wurde was ausbezahlt. Frisch ab Presse habe ich bis zu hundert Stunden pro Woche gearbeitet, das war damals selbstverständlich. Mit 25 hätte ich nie für möglich gehalten, dass ich die heutigen Arbeitszeitbeschränkungen noch erleben würde. Für Assistenzärzte, d.h. junge Leute in der Weiterbildung, gelten heute vielerorts 50 Stunden pro Woche als Soll-Arbeitszeit. Das ist grossteils der vielgeschmähten Feminisierung der Medizin zu verdanken.
Anna2
mir drängt sich bei all dem Karriere-Familie-Getue immer eine grosse Frage auf: Suchen sich Frauen ihre Männer nicht selber aus? Mein Mann hat vor 20 Jahren während meinem Karriereaufbau zu unseren drei Kindern geschaut, das war meine Bedingung die ich schon vor der Heirat gestellt habe. Ich hätte ihn nicht geheiratet und hätte sicher keine Familie mit ihm gegründet, wenn er damit nicht einverstanden gewesen wäre.
Sie sprechen von Assistenzärzten, ich nehme an, den Männern in dem Beruf wird es auch so gehen, also sehe ich die Diskriminierung nicht so ganz.
Saure Äpfel gibt es überall, kein Beruf ist reines Honiglecken, man muss immer abwägen, was mehr Gewicht hat, die positiven oder die negativen Seiten und sich entsprechend entscheiden.
Noch was zur Lohnungleichheit: ich arbeite seit längerem im Personalbereich einer mittleren Firma, ich habe jährlich mehrere Lohnerhöhungsanfragen von Männern, aber sehr sehr selten eine von einer Frau. Dort liegt in meinem Augen der Hase im Pfeffer, Frauen trauen sich nicht mehr zu fordern und kein Arbeitgeber wird mehr Lohn einfach so ausschütten.
Das traurige ist ja, dass in diesem Forderungs-Salat diejenigen völlig untergehen, die ein echtes Anliegen haben, nämlich die Bäuerinnen. Deren spezielle Situation (vor allem die der älteren, die keine Berufsausbildung haben) geht in den ewig-gestrigen, immer noch rein politisch motivierten Pfeif-Orgien unter (die im übrigen sogar Christine Brunner für lächerlich hält). Eine Frau, die keine Renten-, Erb- und Vermögensansprüche erwirbt, obwohl sie ein Leben lang harte Arbeit geleistet hat, kann sich kaum wehren. Die meisten Frauen aus anderen Gesellschaftsbereichen können sich wehren - sie können, wie Laura sagt, beim Personalleiter vorsprechen und das tun, was Männer sich auch herausnehmen, nämlich Forderungen stellen.
Chancengleichheit ist heutzutage eine Willensfrage - das still-vor-sich-hinjammern ist eine Wahl, für die niemand ausser der Betroffenen verantwortlich ist. (Im übrigen gibt es genügend Männer, die ewig die Faust im Sack machen, nicht für sich selber eintreten und ständig über Benachteiligung jammern).
Anna2, ich komme aus einer Arztfamilie. Eltern, die mehr oder weniger selbstverständlich erwarteten, dass wir Geschwister alle diesen Beruf ergreifen. Meine Geschwister haben das auch getan, nur ich bin abtrünnig geworden. Seit Jahren beobachte ich, wie sie (allerdings nicht in der Schweiz) mit den Herausforderungen umgehen, erst als Studenten, dann als 'residents' und schliesslich 'surgeons' bzw. 'practitioners'. Meine Schwester, verheiratet mit einem Arzt, die den Kinderwunsch verschoben hat, bis es ethisch fast nicht mehr zu vertreten war; meine Brüder, die sich beide Frauen gesucht haben, die ihre eigenen Karrieren hintangestellt haben, um ihre Männer 'aufzufangen' und ein Familienleben aufrecht zu erhalten.
Ich habe nichts als Respekt für alle Beteiligten. Laura, ich kenne nicht viele Menschen, die sich ihren Mann/ihre Frau aussuchten und sich dann für den Rest ihres Lebens darauf verlassen konnten, dass alle Einstellungen unverrückbar bleiben. Die Regel ist eher, dass alle feststellen, dass ein Leben eben nicht völlig planbar ist, dass Einstellungen, auf die man meinte, sich verlassen zu können, sich aufweichen, gar verschwinden unter einem Druck, den man sich nie vorstellen konnte. Diese Lebenserfahrung machen wir alle in unterschiedlicher Form, es würde helfen, wenn wir Frauen uns nicht ständig gegenseitig an den Karren fahren würden (ich nehme mich hier sicher nicht aus). Dass, was Anna2 in ihrer Ausbildung leisten musste, verdient einfach nur Respekt. Was für meine Begriffe keinen Respekt verdient, ist ständiges Jammern (auf undifferenzierte Demos gehen ist letztlich jammern) und Passivität.
Hahahahahaha...stell dir vor es ist Frauenstreiktag - und keine geht hin!
Kein Wunder, die mussten alle arbeiten oder konnten die Kinder gestern nicht ausserplanmässig in der Kita deponieren.
Ich lache mich kaputt!
Dafür wurden und in bestem medialem Hype die alten Bilder von den hässlichen linken Emanzenweibern zugemutet, wie sie auf dem Bundesplatz sitzen, wäh, hässlich, haarige schlechtangezogene unförmige Kampflesben mit irrem Blick. Die verfaulten Überreste der Züri-brännt- und Reitschulejugend, die keinen Mann abgekriegt haben.
Ein paar Hundert schweizweit. Hier bei uns waren's keine Dreissig. Alle ü50, alle aus dem linksgrünen Sumpf. Die gleiche Type, die man auch am Flüchtlingstag antrifft (wo die PKK munter ihren "Führer" auf Fahnen und Plakaten feiert, der vom vom bösen "Unrechtsregime" gefangengehalten wird).
Wie ich diese Linken verachte!
das problem der miesen löhne / miesen anstellungsbedingungen scheint mir eher an typische "frauenberufe" (pflegeberufe, verkauf) gekoppelt, als an lohnunterschiede zw. mann und frau für dieselbe arbeit.
Pöh, sehe ich auch so. Und auch daran, dass Frauen sehr viel öfter Teilzeit arbeiten.
I.
"Wie viel weniger verdient eine Frau als ein Mann, nur weil sie Frau ist? Dieser Frage wird in der Schweiz seit 1998 systematisch nachgegangen. Die neuste schweizweit gültige Studie wurde im letzten Jahr vom Büro Bass im Auftrag des Bundes verfasst. Das Resultat: Frauen verdienen bei gleicher Arbeit und Leistung 9,4 Prozent weniger. Wie kommt es also, dass nach wie vor ein doppelt so hoher Prozentsatz als Lohndiskriminierung verbreitet wird? Ein Teil der Antwort findet sich in der Bass-Studie. Der Rest ist Vermutung: Hier dient eine Zahl wohl auch als Kampfbegriff.
Ein Drittel ist diskriminierend
Ausgangspunkt jeder Berechnung ist dabei der monatliche Durchschnittslohn. So verdiente gemäss der Lohnstrukturerhebung (LSE) des Bundesamtes für Statistik ein erwerbstätiger Mann im Jahr 2008 im Durchschnitt netto 6427 Franken pro Monat. Eine erwerbstätige Frau kommt dagegen nur auf 3745 Franken. Die Lohndifferenz beträgt demnach nicht nur 20, sondern 41,7 Prozent. In dieser Berechnungsart nicht berücksichtigt ist jedoch, dass Männer weniger Teilzeit arbeiten als Frauen. Wird das herausgerechnet, ergibt das den sogenannten standardisierten Durchschnittslohn. Er beträgt brutto bei den Männern 7516 Franken und bei den Frauen 5634 Franken, was eine Differenz von 25 Prozent ausmacht."
II.
"Doch auch diese 25 Prozent sind noch nicht der Prozentsatz, den eine Frau bei gleicher Arbeit und Leistung weniger als ein Mann verdient. Abzuziehen davon sind die objektiven Faktoren. Dazu gehören die Unterschiede in der Ausbildung, der Dienstjahre, der Funktion und der Branche. Herausgerechnet werden zudem Lohnunterschiede zwischen Ledigen und Verheirateten und zwischen Ausländern und Schweizern. Die ursprünglich 25 Prozent Lohndifferenz reduzieren sich so auf einen nicht erklärbaren Unterschied von 9,4 Prozent. Doch selbst diese Zahl ist als Mass der Diskriminierung der Frauen zu hoch. So gilt diese unerklärte Differenz nämlich nur für die Privatwirtschaft. Im öffentlichen Sektor beträgt die Lohndiskriminierung laut Bass-Studie nur 3,5 Prozent. Ebenfalls tiefer ausfallen würde die Diskriminierungsrate, wenn die durch die LSE erfassten Daten umfangreicher und präziser wären. Laut Peter Moser vom Statistischen Amt des Kantons Zürichs müsste man darum korrekterweise von «maximal 9,4 Prozent» sprechen. Auch das Büro Bass selbst relativiert sein Resultat: «Dabei gilt es zu beachten, dass offensichtliche, direkte Lohndiskriminierungen heute relativ selten sind.»
III.
Die Lohndiskriminierung der Frauen ist demnach gar nicht so gross, wie allgemein angenommen wird. Das heisst jedoch nicht, dass diese Zahl auch tatsächlich sämtliche Lohnnachteile erfasst, denen Frauen ausgesetzt sein können. Was diese Berechnungen nicht zeigen, sind nämlich die sogenannten indirekten Lohnbenachteiligungen. So wirkt es sich lohnmässig auch aus, wenn Frauen im Elternhaus oder von den Unternehmen weniger gefördert werden als Männer. Ebenfalls ein Karriere- und Lohnkiller sind eigene Kinder, weil auch sie dazu führen können, dass eine Frau nicht das Einkommen erreicht, das sie von ihrer Leistung und Fähigkeit her erreichen könnte. Ein Hinweis darauf, wie gross insgesamt diese Lohndiskriminierung sein könnte, liefert die Einkommensstatistik. Die Hochrechnung dieser Löhne in der Privatwirtschaft auf die gesamte Bevölkerung ergibt einen Lohnnachteil der Frauen von 52,3 Prozent. Oder anders ausgedrückt: Die Männer in der Schweiz verfügen über mehr als zwei Drittel aller Einkommen. Dies insgesamt als Lohndiskriminierung zu bezeichnen, ist jedoch sehr problematisch. Das würde nämlich nur dann zutreffen, wenn Frauen und Männer in Bezug auf Arbeit und Lohn keinerlei Wahlfreiheit hätten.
Sonderfall 20 Prozent
Noch nicht geklärt ist damit, woher die Zahl 20 Prozent stammt. Sie ist innerhalb der ganzen Zahlenflut ein nicht sofort verständlicher Sonderfall. Sie bezeichnet nämlich die Differenz der Medianlöhne. Diese sind definiert als diejenigen Löhne, bei denen es gleich viel höhere wie tiefere Löhne gibt. In Zahlen ergibt das 6197 Franken für Männer und 4954 Franken für Frauen. Die Differenz ist 19,8 oder eben gerundet 20 Prozent. Vorteil dieses Medians ist, dass er besser als der Durchschnitt anzeigt, wie hoch ein durchschnittlicher Lohn tatsächlich ist. Darum wird er in der Statistik auch bevorzugt verwendet. Als Mass für Lohndiskriminierung ist er jedoch ebenso gut oder schlecht wie alle anderen Durchschnittszahlen geeignet. In diesem Sinn ist es eher Zufall, dass die Zahl 20 und nicht die Zahlen 25, 41,7 oder 52,3 Karriere gemacht hat."
Jann Lienhart, gestern im "Landboten"
hmm..., sieh mal an fufi, in ihrer jukebox findet sich sogar die alternativ-route für landfrauen, ihre wünsche anzubringen - weniger lila und noch weniger denim:
youtube: shania twain - any man of mine
auguste
Auguste, und das sind 'unsere' Minimalforderungen:-)
hmm..., das war fast zu befürchten, astrid.
auguste
Sieh an sieh an, bei fufi kehrt sogar Auguste ein, nicht wie drüben bei O, wo man ihn ja fast nie gesehen hat.
Der Frauenstreik vor 20 Jahren war gar kein richtiger Streik und ist es auch heute nicht. Ein Streik ist nur dann ein Streik, wenn man die Arbeit niederlegt ohne Erlaubnis des Arbeitgebers und das tat keine der pseudo streikenden Frauen. Bei meinem damaligen Arbeitgeber kam damals ein Rundschreiben mit der Erlaubnis unbezahlt frei zu nehmen am Streiktag, dass aber so viele Mitarbeiter/innen wie nötig die Stellung halten müssen, damit der Betrieb im gewohnten Gange weiter läuft. Bei widerhandlung wurde mit fristloser Kündigung gedroht wegen geschäftsschädigendem Verhalten. Bei den TV-Befragungen der "streikenden" Frauen gaben alle die Anwort, dass sie ebenfall unbezahlt frei genommen haben, nur eine war dabei, welche vom Chef einen Tag geschenkt bekam, was ja widerum diskriminierend gegenüber der männlichen Belegung war.
Lohngleichheit ist erstrebenswert, aber es kann nur eine Gleichheit erreicht werden, sofern die Funktion die Gleiche ist. Man kann ja schliesslich auch nicht fordern, dass Tomaten und Gurken gleich viel kosten. Genauso verhält es sich in den verschieden Berufen, der Filialleiter wird immer mehr verdienen als der Hilfsarbeiter.
Dass die 20% also einfach eine coole Zahl ohne wirklichen Realitätsbezug ist, ist mir schon klar, danke J. Lienart. Dennoch, wie dieses Büro Bass meint, "Frauen verdienen bei gleicher Arbeit und Leistung 9,4 Prozent weniger.". Das ist klar und deutlich, und kann uns nicht zu Freudentränen rühren. Ob es jetzt 10 oder 20 Prozent sind, es ist zu viel. Bei einem genügend grossen Sample sollte diese Zahl sich der 0 annähern.
Also echte Landfrauen singen das:
http://www.youtube.com/watch?v=XiGiozxaiS0&feature=related
Gilt aber bloss für söttige, die an die ewige Liebe glauben - und an den Storch?
Dennoch: eines der allerallerschönsten Liebeslieder!
Wünsch euch damit einen guten Abend und
schöne Träume!
Danke, Astrid! Ja, die Bäuerinnen. Und Frauenberufe im allgemeinen. Die Physiotherapie ist auch so ein Fall, die haben jetzt einen vertragslosen Zustand. Gratuliere übrigens zum Widerstand gegen den elterlichen Berufswunsch.
Laura, die Diskriminierung ist bei den sehr langen Aus- und Weiterbildungen ganz simpel: Ein Mann kann mit vierzig ebenso problemlos Vater werden wie mit fünfundzwanzig. Und ein Mann findet - rein statistisch gesehen! - mit grösserer Wahrscheinlichkeit eine Frau, die ihm für den Workaholismus "den Rücken freihält", wie es so schön heisst. Einen Facharzttitel abzuverdienen geht nun mal meistens bis über dreissig, in chirurgischen Subspezialitäten locker bis in die Lebensmitte. Auf anderes hat Astrid bereits geantwortet. Was Sie sonst sagen, hat grossteils seine Berechtigung. Natürlich ist es immer ein Abwägen. Haben Sie hier zwischen den Zeilen noch nicht gelesen, dass ich meinen Job liebe? Dennoch würde ich den weiten Weg bis zum heutigen beruflichen Beinahe-Idealzustand nicht wieder machen. Im aktuellen Kontext wollte ich bloss zur Räson mahnen: ganz so einfach, wie es fufi, Lina und Co. darstellen, ist es für die Frauen in gewissen Biotopen doch noch nicht. Auch wenn ich absolut damit einverstanden bin, dass man, pardon: frau auch zuviel jammern kann.
Alles wird besser. Prost!
Anna, ich stehe den Landfrauen/Bäuerinnen nicht gerade nahe. Aber es ärgert mich regelmässig wieder, wenn aus einer relativ luxuriösen Position heraus laut 'Diskriminierung' geschrien wird - frei nach dem Motto: wer am lautesten schreit, hat am meisten zu verlieren.
Meine Eltern sind heute wohl froh, dass wenigstens ein 'Kind' einen anderen Weg gewählt hat - der Preis, den meine Geschwister zahlen mussten für eine hervorragende, aber auch extrem anspruchsvolle Arbeit, war und ist teilweise sehr hoch. Zwei von ihnen sagen wie Sie heute, dass sie das nicht noch einmal machen würden, obwohl sie ihren Job lieben.
Apropos Frauen in bestimmten Biotopen: ich sage nicht, dass es einfach ist, sich in diesen zu behaupten. Aber es ist möglich und, mit dem entsprechenden Willen, erreichbar. Viel mehr gilt für Männer auch nicht.
Fufi, falls Du noch nicht in der Heia bist: heute beschränke ich mich auf eine Cola Zero - die Mondfinsternis ist nicht zu sehen, auch Alkohol hilft da nicht weiter. Gute Nacht!
Ah!
Hier seid Ihr also alle hin?
Ich kam mir in der leeren Bar ja benahe vor wie beim blinde Kuh spielen - obwohl, müsste das heutzutage nicht blindes Rind heissen?
Na egal, jedenfalls, hier seid Ihr also.
Und fufi, ich gebe es gerne zu: ein guter Start.
Hier noch mein Schnaps zum Thema Frauenlöhne:
Zu den absoluten Löhnen der geschätzten und auch der nicht geschätzten Damen im Vergleich zu den Männern kann ich nicht viel sagen, da alle meine Frauen staatlich besoldet, ergo klassifiziert waren: Stelle x Dienstjahre = Salär oder so.
In der Privatwirtschaft, wo ich mich rumsuhle, geht es aber anders zu und her:
100% Arbeit = 100% Lohn.
80% Arbeit = 75% Lohn.
60% Arbeit = 50% Lohn.
Und da zum grössten Teil Frauen Teilzeit arbeiten, ist klar, dass deren Salär tiefer ist.
Und das ist auch richtig so.
In all den Firmen, in welchen ich in meinem langen Leben tätig war, gab es etwas Gemeinsames: die Blockzeit oder etwas ähnliches.
Für die, welche nicht wissen, was das ist: Blockzeit ist die Zeit, zu welcher alle trotz Gleitzeit anwesend sein müssen, also z.B. 9:00-11:30, 13:30-16:00. Ich kann also um 07:00 oder um 09:00 beginnen, ab neun ist Anwesenheit Pflicht.
Und warum ist das so: natürlich nicht, weil dann der Scheff seine Schäfchen zählen will (das dürfte die Ausnahme sein), sondern weil nur so alle Prozesse, alle Abläufe, an welchen mehrere Leute wechselnd beteiligt sind, möglichst schnell und ohne Stau erledigt bzw. koordiniert werden können.
Sobald aber Leute 20% oder 40% oder sogar mehr fehlen, wird das verunmöglicht: in einer Firma mit 100 Leuten, von denen 20 Teilzeit arbeiten, aber zu unterschiedlichen Zeiten und Tagen anwesend sind, kann es dann u.U, Wochen dauern, bis alle Leute an einem Tisch sind.
Und das kann sehr wohl sehr viel Geld kosten, vor allem dann, wenn Termine wichtig sind, wenn dringende Probleme anstehen oder generell flüssigees Vorankommen wichtig ist.
Darum ist es aus meiner Sicht klar und richtig, dass Teilzeit Arbeitende im Regelfall weniger verdienen, denn sie stören oft die Abläufe.
(Dass die Nachteile von TZ je nach Beruf unterschiedlich stark ins Gewicht fallen ist klar, aber sie fallen immer ins Gewicht).
Hier kann man sich wenigstens gepflegt aufregen über die anderen Gäste. Demnächst steigt sicher wieder eine virtuelle Kneipenschlägerei.
Ich bin schon wieder ständig im 'falschen' thread.... Sorry!
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