Welcher Goldfisch hat die grössere Überlebenschance? Derjenige, der einen 5-tägigen Sauerstoffmangel überleben muss, dem täglich 10% der Fische zum Opfer fallen?
Oder derjenige, der einen 10-tägigen Sauerstoffmangel überleben muss, dem täglich 5% der Fische zum Opfer fallen?
--------------------
fufi hat dazu gesagt:
--------------------
Tja, so wie die Aufgabe gestellt ist, ist sie NICHT zu beantworten
oder jedenfalls so, wie du sie hier darstellst.
Betreffen die 10 bzw. 5% den URSPRUENGLICHEN Anfangsbestand der Goldfische, oder den jeweils TAEGLICHEN Anfangsbestand?
Und WIEVIELE Goldfische sind’s denn, bitteschön?
Aber was hat denn schon JC so schön gesagt: Ich bin nicht zu den Toten gekommen, sondern zu den (Ueber-)Lebenden.
Zählen wir also mal die Fische, die überleben.
Und setzen wir die ursprügliche Anzahl fest auf rund 10’000’000’000’000’000’000’000’000 (bloss damit keine Dreiviertelfische übrigbleiben, oder zählen Fischfilets auch?, aber wenn ich’s recht gemacht habe, nützt auch das nichts!)
Im ersten Fall (10%/5Tage) sind es 0.9 hoch 5 = 0.59049 Fische
Im zweiten Fall (5%/10Tage) sind es 0.95 hoch10 = 0.59873693923837890625
----------
zysi meint:
---------
gm, fufi
rechnung korrekt
antwort = goldfisch 2 (10d/5%) hat eine um 0,9% höhere Überlebenschance
------------
Das Grüne Männchen ist verwirrt,
weil das Lösungsblatt NICHT recht hat?
http://mewo.educanet2.ch/abschlusspruefungmathe/.ws_gen/4/LMB1_2008.pdf
----------

Tja, da ist wohl die ganze Lounge gefordert!
Helft dem Grünen Männchen, sich in DIESER unserer Welt zurechtzufinden!
Danke bestens!
20 Kommentare:
Also, wie gesagt, wenn's denn SO berechnet würde:
Von hundert Goldfischen sterben am Tag 1 5% = 5, am Tag 2 namal 5% von der Ausgangsmenge = 5, und so weiter, DANN wären am Schluss würkli nur noch 50% = 50 am Leben.
Das Dumme ist nur, mit DIESER Berechnung, kommen auch die mit 10% und 5 Tagen bloss auf 50% = 50!
Aber wie sagte schon Kurt Gödel so ungefähr:
Wir können NICHT beweisen, dass die Mathematik richtig ist!
Und ja, GM, beherzige doch die alte 68er Regel:
Trau keinem Lehrer.
Und schon gar keinem über dreissig!
Dazu ne kleine Anekdote:
Nein, es war nicht 68 sondern 70 als der Lehrer versprach, er würde demjenigen, der DIESE Aufgabe lösen könnte, 5 Franken bezahlen (was damals für einen 6.Klässler VIEL Geld war.)
Es war das alte Skilift-Problem: Ein Skilift hat X Bügel. Wieviele Zwischenräume gibt es zwischen den Bügeln?
Nun, fufi hat dem Lehrer vor der Klasse an der Wandtafel bewiesen, dass es eben NICHT X-1 sondern doch X Zwischenräume sind.
(Lösung: 1 Bügel bildet mit 1 Zwischenraum 1 Paar, sozusagen.)
Tja, der Lehrer hat fufi dann 2 - in Worten: zwei - Franken gegeben.
Kopfrechnen, gerundet:
100-10%=90-10%=81-10%=72.9-10%=65.6-10%=59
100-5%=95-5%=90.25-5%=85.625-5%=81-komma-irgendwas-über-drei
Hier ging mir das Licht auf, dass der Fisch mit einem 5%igen Risiko über 10 Tage eher überlebt als der Fisch mit einem 10%igen Risiko über 100 Tage. Wenn man es auf 99%iges Risiko über einen Tag und 1%iges Risiko über 99 Tage aufteilt, wird es offensichtlich.
...und wenn ich den Thread in Sachen Wahrheit nochmals durchlese, würde ich sogar sagen: Ja, auf dem Lösungsblatt ist ein Fehler.
Bin echt gerührt, wie ihr hier in der Lounge mitgerechnet und mitüberlegt habt!
Danke! Danke! Morgen werde ich vor meinem Nachwuchs mit der richtigen Lösung plus korrektem Lösungsweg brillieren können (Fufis Lounge macht's möglich!).
Schlaft gut und träumt süss (hoffentlich nicht von Goldfischchen, Skiliftbügelzwischenräumen oder fiesen Mathelehrern ... )
He Leute ich mag Euch ja alle gell, aber ich bin immer mal wieder überrascht, wie Zahlophob gewisse Leute sind, die sonst sehr cleveres Zeugs schreiben...
Wie zum Henker macht Ihr Eure Steuererklärung??? Wenn ich es ja schon kaum schaffe (bei mir liegt es natürlich nicht an den Zahlen sondern am von mir teilweise besessenen komplizierten Firmenkonstrukt auf den Bahamas, den Aleuten und den Faröerinseln...)
Hey Tiger!
Frag nicht WIE, sondern WANN!
Das WIE ist nämlich klar:
Mit dem Progrämmli nämmli
wo ich vom Steueramt abgesogen habe.
Vorteil:
auch die ganz grossen Zahlen haben Platz in 1 Zelle.
Nachteil:
Das Teil erkennt und korrigiert alle Bescheissereinen aus den Vorjahren.
Wesshalb sich denn auch so viele lieber an einen treuen Untreuhänder wenden.
corruptio bisher noch nicht interruptus.
Und, äxgüsi, zysi
(bitte, bitte nicht mir böse sein!)
Du sagst:
"GF2 hat eine um 0,9% höhere Überlebenschance"
Ich meinerseits rechne:
GF1: 59.05%
GF2: 59.87%
Was, in Prozenten von Prozenten wohl, meine ich, eher 0.15% entspricht.
Aber hast ja recht!
DARAUF würde ich meine Familie ja auch nicht mehr verwetten!
GF1: 0.59049 => 59,049 % = 59,0 %
GF2: 0.59873 => 59,873 % = 59,9 %
Erklärung: Um auf die Stelle nach dem Komma zu runden, schaut man sich die zweite Stelle hinter dem Komma an: Eine 1-4 wird abgerundet, eine 5-9 aufgerundet
1-2-3 wer richtig rundet ist dabei ;-)
ob nun relativ oder absolut sei dahingestellt, wenn die katze kommt ist's eh gebellt
also, ich runde jetzt den fyrabe iii...
häbets rund
Und für dijenigen, die's noch nicht bemerkt haben sollten, obwohl ich glaube, dass es hierzulounge keine söttigen geben möchte, aber dennoch der Wasweissichwashalber:
Die wunderbare Formel ist - wie ihr ja wie gesagt schon längst bemerkt haben werdet, die Partitionsformel von Ramanunjan.
Aber gälled, s'isch ja scho immer wider schön, dere aneme andere Ort z'begägne!
Mein aus unerfindlichen Gründen schlecht laufendes Reggae-Studio in Feuerland habe ich noch vergessen...
Katharina,
das ist alles etwas to much complicated für mich. Mein mathematisches Fassungs- und Vorstellungsvermögen ist kläglich auf der Strecke geblieben, beim Versuch nachzuvollziehen, was Sie da geschrieben haben.
Aber danke einewäg, dass auch Sie sich des Goldfischchen-Problems angenommen haben!
PS: Die Lösung auf dem Lösungsblatt ist übrigens erwiesenermassen falsch (der 2. Fisch und nicht der 1. Fisch, wie dort angegeben, hat eine grössere Überlebenschance), das hat mir der für die Web-Site Verantwortliche freundlicherweise bestätigt, nachdem ich ihn per Mail auf den Fehler aufmerksam gemacht habe.
@GM
WAS für ein Erfolg der Lounge-Gemeinschaft!
Da verteil ich die gesalzenen Erdnüssli (=Peanuts) ja grad gratis, bis zum 21.12.2012!
(What a nice date to get married!)
Und @Katharina
Klaro!
Das Leben richtet sich nach anderen Methoden als der Schulmathematik!
Oder liegt's bloss an den Parametern?
Danke jedenfalls für deinen interessanten Beitrag!
Aber dennoch, @Katharina
so wie du das beschreibst, geht's um eine Population und die Frage, ob diese denn unter welchen Bedingungen überlebensfähig sein soll.
Was heisst: da geht's nicht bloss um die Mortalität, sondern auch um die Fertilitätsrate.
Und davon ist - wie du richtig sagst - in der "abstrakten Rechenaufgabe" - keine Rede!
Da geht's sozusagen individuell zu und her!
@GM
Welch grandioser Sieg der Lounge über alle Niederungen jeglicher Falschheit!
http://www.youtube.com/watch?v=oXo6G5mfmro
und @Katharina
Wie du richtig sagst, ist das Leben halt meistens etwas komplizierter, als dass es mit High-School-Formeln in ein festes Schema gepresst werden dürfen oder sollen könnte!
Long live life!
Katharina, die Aufgabenstellung lässt nichts von einem Tipping Point vermuten, wahrscheinlich liegt der ziemlich tief bei den Fischen, um die es geht. Die menschliche Lunge kommt ja mit Luft zurecht, die sehr wenig bis total O2-haltig ist.
Wegen der Fertilität: Ein Fisch, der am Ersticken ist, denkt nicht mehr ans Ficken. Scheint mir logisch.
(Was ist das Gegenteil von einem Vogel, der fischt?)
Katharina:
Nochmals Dank!
Lerne gerne, was du hier lehrst!
@Tiger:
Es soll scheint's Menschen geben, die gerne Vögel wären, weil sie dann den ganzen Tag fliegen könnten.
Und es sollscheint's noch viel mehr Männer geben, die gerne Fliegen wären ... !
Kommentar veröffentlichen