Dienstag, 5. Juni 2012

Wollt ihr ewig leben?

Falls ja:
Dann würde ich euch raten, selbiges NICHT in Basel, Istanbul oder San Franzisco tun zu wollen.

Weil’s nämlich unterdessen geologischerseits längst bekannt ist, dass diese – beispielhaften – Städte bloss darauf warten, von einem gigantischen Erdbeben in Schutt, Asche und Sondermüll gelegt zu werden.


Istanbul von oben (nein! NICHT von unten!)


















 
NEIN!
Ich will das, was in den letzten Tagen in Italien geschehen ist NICHT irgendwie verharmlosen oder gar zu schlechten Witzen missbrauchen.

Aber was ich mich seither eben doch frage:
Dort, in Italien, in den genannten Städten und vielen weiteren Gebieten wird die Erde mit Sicherheit sich bewegen. Sprich: Alles von sich abschütteln, was sie zwickt und juckt.
Ernsthaft:
Erdbeben/Tsunamis etc. sind unausweichlich, wegen der Plattentektonik:


Afrika bewegt sich auf Europa zu, Nordamerika driftet Richtung Mars ... !
Und es wird keinesfalls so sein, dass sich „die Erde“ auch nur einen Mikroscheiss darum kümmern wird, was da über ihr so vorgeht.

Und auch wenn’s manchmal bloss im kleineren Massstab abgeht:
Erdrutsche, Ueberschwemmungen, Springfluten und ähnliches.

Gotthardeisenbahn, 5.6.12


Die Frage:
Weshalb haben denn die Menschen DIESE „Siedlungen“, von denen sie spätestens seit 50 Jahren WISSEN müssen, dass sie früher oder später zerstört werden – brutal zerstört – denn nicht schon längst verlassen?

Ist’s denn einfach eh schon zu spät, diese Millionen Menschen, diese milliardenteuren Industrien nach anderswo zu zügeln?


Baseler Chemie, vor langer Zeit!
















Oder verlassen sie sich einfach drauf, dass ein geologisches Augenzwinkern – je nach Situation – gute 100 Jahre dauern kann?

Dass es also SIE nicht mehr treffen wird?
Nach uns die Sintflut, sozusagen?

Ich weiss es nicht!
Aber irgendwie meine ich, wir können gar nicht anders.
Wir sind, wie alles Lebendige, stets vom Risiko umzingelt.
Alles Leben ist immer und überall von den jeweiligen, günstigen Umgebungen abhängig.
Das geht von der CH-Kleinfamilie bis hin zur arktischen Bärin mit 2 Jungen.

Zum TOD verdammt?

Zum LEBEN geboren!

70 Kommentare:

fufi hat gesagt…

Wünsch euch allen, dass ihr das Beste draus machen könnt!

Auch wenn's vielleicht in der eigenen Erfahrung, fufi weiss, wovon er spricht, auch bloss das hundertst-beste ist!

gby!

Meta hat gesagt…

Ewig leben? Nein danke. Warum die Menschen nicht auswandern? Frag mal die Bewohner von Bergtälern, die mindestens in der Vergangenheit derart Inzucht betrieben haben, dass rezessiv vererbte Krankheiten nach ihren Tälern benannt sind... Nicht nur die Materie ist träge.

Lagen am Meer werden auch nicht begehrter werden, aber vielleicht dauert das noch ein, zwei Generationen.

Gute Nacht.

Grünes Männchen hat gesagt…

Was haben wir gelernt aus der Goldfischen-Frage?

Ich zitiere Ingeniör Tiger:
"Der (kleine) Witz ist es, sich auf die Überlebensrate zu konzentrieren und nicht auf die Todesrate"

Und im Übrigen halte ich es mit good old Dr. Luther der gesagt haben soll (ja, ja, ich weiss, die Quellenlage ist da etwas kritisch):

"Wenn ich wüsste, dass morgen die Welt unterginge, würde ich heute noch ein Apfelbäumchen pflanzen."

PS: Aus Istanbul und San Francisco würde ich auch nicht auswandern, aus Basel ev. schon.

Anonym hat gesagt…
Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.
Tiger hat gesagt…

"Los Angeles" ist ja das Startkommando beim spanischen Fischerwettstreit...

Lina hat gesagt…

Weshalb in die ferne Stadt ziehen? Die Inzestschäden haben die marodierenden, aber konservativen Vorfahren bereits an mir verbrochen: Sperrigkeit, Trotz, Einzelgängertum.

Afrika reist nach Europa. Wohlan! Ich bin auf einem Stückchen afrikanischer Erde (in der Schweiz) geboren, mir soll das recht sein, wenn der Rest nachkommt.

Ewig leben. Eine apokalyptische Vorstellung. Jetzt leben, hier, intensiv, den Menschen in die Augen schauen, ihnen zuhören, vor allem jungen Menschen, den eigenen Kindern ein Ohr leihen und sie bestärken, ihre Leidenschaften zu verfolgen, damit sie in der Beschäftigung mit dem, was sie drängend und wichtig finden, Ewigkeit erleben mögen. Wir sind aufgehoben in der Zeit, wenn wir Dinge tun, die uns auf wohltuendste Art isolieren von unserer Realität oder was wir dafür halten, weil wir versinken, wie im Spiel, weil es uns fortschwemmt zu unserer Sache (und zurück - mit Resultaten, die inspirierter und wahrer sind als die, die in vollem Bewusstsein oder was dafür gehalten wird, "erarbeitet" wurden). Da leben wir einen Moment ewig, und das ist genug.

****

Otto Ineichen ist tot. Ein grosser Verlust.

fufi hat gesagt…

Aber, Aber Tiger am 6. Juni 2012 06:14!

Wenn jetzt das kleine Grüne Männchen das in der Schpanischprüfung von sich geben würde - weil: es hat ja hier schon so viel gelernt -:
Könntest du söttiges denn wirklich verantworten?

Das wär ja fast, als wie wenn ich ihn lehren würde, dass die Frechman den Feuerwehrmann al feuquihomme bezeichnen täten!

fufi hat gesagt…

OMG!

meinte "Frenchmen" und "als" und so!

Mein Tipp:
Kauft NIE eine "intelligente" Tastatur!

Anonym hat gesagt…
Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.
Grünes Männchen hat gesagt…

Die 1781 gegründete Stadt Los Angeles heisst ja ursprünglich:

El Pueblo de la Reina de Los Ángeles ("Das Dorf der Königin der Engel”)

Nehme mal an, dass das ein versteckter prophetischer Hinweis auf das dermalige Erscheinen der Hollywood-Königin Angelina Joli (*1975) in dieser Stadt sein wird, oder nicht??

fufi hat gesagt…

Nein, Katharina

Ich glaub kaum, dass es an der Intelligenz liegt,
sondern eher daran, dass fufi NIE Maschinen- oder Tastaturschreiben gelernt hat.

Was ihn allerdings nicht daran gehindert hat, sich damals einen recht guten Ruf als Journalist zuzulegen!

;.)

fufi hat gesagt…

Ach ja,Kat.

von wegen Los Angeles:

Soll heissen:
Los!
Angel(t)es!

Ein Witz, halt!

;-)

fufi hat gesagt…

@GM

Von wegen dem Namen der Stätte:
Wenn's denn brofetisch hätte sein sollen,
hätte es dann nicht eher
Dos Brangelinos
heissen sollen?

Tiger hat gesagt…

Meins war une plaisanterie, a joke, una barzelletta, una chanza, ein Witz. Nichts weiter. Das heisst, eher noch weniger, nämlich ein Kalauer, ein fauler Witz. Er kommt aus der gleichen Küche, die verkündet hat, dass man einen Western auch zu Ostern sehen könne, dass "Montevideo" auf Spanisch "Bergsender" heisse und dass gelte: Lieber arm dran als Arm ab. Herbert Feuerstein. Und wenn Ihr Euch wundert, dass eine Geistesgrösse wie Tiger Feuerstein kennt, wundert Euch nicht, das sind Jugendsünden halt.

Meta hat gesagt…

Lina, das mit dem Inzest in den Alpentälern war *nicht* persönlich gemeint. Das Engadin ist geographisch so offen, dass es mich sehr erstaunen würde, von einer Engadiner Krankheit zu hören... Abgesehen davon gibts die Inzucht, mit denselben Folgen, auch im Flachland. Bei uns ist in einer Schweizer Kurzgeschichte "dokumentiert", dass die Stämme der Eltern schon Generationen zuvor mehr oder weniger entfernt verwandt waren.

Möge er in Frieden ruhen. Mögen sie alle in Frieden ruhen.

Gute Nacht.

mila hat gesagt…

@Meta: Das musst Du hören/sehen:

http://lukesnellin.com/1780668

Tiger hat gesagt…

Gepflegte Langeweile, mila.

Lina hat gesagt…

Meta, ich habe meine Situation ironisiert, weit weg davon, betupft zu sein. Im Gegenteil. Hey!

Tiger, dass du in zwei Wochen deine neue Arbeitsstelle antrittst, freut mich sehr. Heftige Gratulationsstürme.

Katharina, nicht uninteressante, kritische Rezension gelesen (heutige NZZ, Text leider nur auf Papier greifbar). Miriam von Arx hat einen Film gedreht: Virgin Tales ("beklemmende Innensicht der religiösen Rechten in den USA").

Wo bist du, pöh!? Grüsse!

***

Carolina, wie geht es? Alles Gute!

Tiger hat gesagt…

11 Tage, Lina... Meta, ich schätze Lina etwa so unbeleidigbar ein wie mich.

fufi hat gesagt…

Zur geografisch-induzierten Inzucht:

Meine Klasse absolvierte ca. `75 einen „pro juventute“-oderso-Einsatz im Obergoms, genauer gesagt in Obergesteln.
Wanderwege markieren!
(BTW: Wanderer werden sich gewundert haben, dass gewisse markierte Wanderwege in Sackgassen enden würden. Bitte unter Jugendsünden abhaken!)

Was ich sagen will:
Damals – es gab noch keine Natels – fanden sich im Telefonbuch zu „Obergesteln“ bloss 3 Nachnamen: X * Imoberdorf, Y * Imwinkelried und 1 * Müller!
Die Resultate liessen sich täglichst sehen, sozusagen!

DA lob ich mir ja den Genpool des oberen Tösstals:
Da gibt’s und hat’s schon längst gegeben (alfabetisch):
Bosshard, Furrer, Jucker, Kägi und Rüegg. Und noch ein paar später, aber früh genug zugewanderte.
Bloss die Guyer-Zeller waren sich dann zu schade, um ihre Gene mit denjenigen der Alteingesessenen zu vermischen.
Aber diese Inzucht hat glaub keine geografischen Ursachen gehabt!

Meta hat gesagt…

Katharina, besser spät als nie: danke für den schönen kalifornischen Witz.

Mila, danke! A propos Musik: Habe soeben gelernt, dass auf REMs zeitlosem "Losing My Religion" nicht Gitarren, sondern Mandolinen gezupft werden. Gehört wohl eher in Fufis Lexikon des unnützen Wissens. Ebenso wie die Tatsache, dass die Dinger anders gestimmt sind als Gitarren, nämlich in Quinten, so wie Geigen. (Wie in aller Welt werden Gitarren gestimmt?)

Tiger, gepflegte Langeweile klingt in meinen Ohren anders. Unbeleidigbar ist niemand. Ich erinnere an eine Phase höchst unerfreulicher Reaktionen zwischen Dir und mila. Es ist erfreulich, dass das niemanden wirklich bleibend in die Flucht geschlagen zu haben scheint... hu, was für ein umständlicher Satz.

fufi hat gesagt…

Schliesse mich meta an Katharina an,
wegen dem Witz aus Southern California!

Dabei kommt mir dessen norddeutsches Pendant in den Sinn:
Was machen Ostfriesen bei Ebbe?
Sie verkaufen Land an die Oesterreicher.
Land, das direkt am Meer liegt!

Grünes Männchen hat gesagt…

Leute, zur Info:
heute von 20:15-22:50 bin ich dann imfall offline (muss Tschörmänis next Topmodell schauen).

Meta, die Gitarrenstimmung:
E - A - D - g - h - e’

Also immer eine Quarte, zwischen der 4. und der 5. Seite aus unerfindlichen Gründen eine Terz.

Gute Nacht!
(muss noch das Popcorn und so parat machen)

fufi hat gesagt…

@meta:
Wie in aller Welt werden Gitarren gestimmt?

Keine Ahnung!
Auf quartinten vielleicht?
oder Sextette?

Als Quintessenz meine ich:
In gewissen "Stil?"-Richtungen werden Gitarren GAR NICHT gestimmt.
Stimmt's?

fufi hat gesagt…

Aber aber, liebes GM

Da kannst du ja noch gut 3 Stunden bei uns höckeln bleiben!

Spendier dier und allen andern dazu auch nich ein Bierchen!

Und von wegen was du schauen willst:
Haste denn bisher noch nie eine Magersüchtige gesehen? Live?

Tiger hat gesagt…

Ich bin schweeer beleidigbar, es gibt eigentlich meines Wissens nur ein Wort, das mich trifft. Abhängig vom Sprecher natürlich.

GM, ich habe ja von Musik wenig Ahnung, theoretisch, aber dass zwischen g und h keine Terz liegt, scheint schon klar, nicht?

Gepflegte Langeweile: Country muss sich etwas abstrampeln, um nicht langweilig zu werden. Wenn er zu sauber daher kommt, dann begibt er sich in gefährliche Wässer.

Grünes Männchen (schon im Homedress, parat für GNTM) hat gesagt…

Zwischen g und h liegt genau genommen eine grosse Terz, Tiger, das musst du mir jetzt einfach glauben.

Mir ist aber bei der Auflistung der leeren Gitarrenseiten ein kleiner Fehler unterlaufen.

Hier korrekt:

E - A - d - g -h - e’

Finde den kleinen Unterschied!

Anonym hat gesagt…
Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.
Tiger hat gesagt…

Dass von g nach h eine Terz ist und keine Sekunde (wie ich seltsamerweise dachte), hätte mir eigentlich innert genau dieser Sekunde klar sein müssen... sorry, Götter der Harmonielehre. Ich bin gut im Musikhören, schlecht im Musikverstehen, eine Null im Musikmachen.

Lina hat gesagt…

"Todeslust". Mordlust, Katharina. Die Beschreibung der Praktiken in fundamentalistischen Kreisen weist in drei Richtungen: tiefste Lebensangst, irregeleitete Triebe/Perversion und Selbsthass, der sich - transformiert in starre Moralität und ( durch Pseudo-Religion geadelte) Gefühlslosigkeit - in bizarrer Weise auf den gemeinsamen Feind, die Freiheit (und damit verbunden: Ambivalenzen), niederlässt.

Du bist im Visier der Meute: als Naturwissenschaftlerin und als unabhängige Frau. Unter dem Deckmantel, die natürlichen Ordnungen herzustellen, treibt es diese Leute, das Lesbentum totzuschlagen, sichtbarer (!) und potenzierter Ausdruck von Emanzipation und Aufklärung, von Freiheit. Letztlich geht es um den antimodernistischen Angriff auf die Freiheit des Menschen. Da für die Fundamentalisten nur Männer Menschen sind, ist eine lesbische Frau ein höllisches (!) Ärgernis.

Unterwegs, iPad vergessen, fertig mühselige Tipperei.

Tiger hat gesagt…

Dafür hat man heutzutags noch ein Laptop, Lina. Ich weiss, ich bin altmodisch... Aber ich bin nicht bei Facebook und benutze eine externe Webcam: alles hoffnungslos veraltete Verhaltensweisen.

Das ist etwas, Katharina, was sogar eine wie Du als hierzulande weniger schlimm als bei Euch sieht: Der Evangelismus, diese archaische, moralistische (und im Gefolge unmoralische) Neigung, sich als richtig und die anderen als falsch anzusehen. Wie Frau von Arx im Interview sagte: Schwer zu verstehen.

In der Schweiz gibt es auch Evangelikale. Die sind aber sowohl gemässigter als auch deutlich einflussloser als bei Euch. Ich habe solche in meinem Bekanntenkreis, sie haben nie versucht, mich in irgend einer Art zu beeinflussen oder gar zu bekehren. Sie akzeptieren mich. In den USA heisst es wohl: Wer nicht für uns ist, ist gegen uns.

Tiger hat gesagt…

Und Katharina: Leute zu killen widerspricht ihrem Selbstverständnis diametral, Du musst also nicht so direkt Angst haben vor ihnen. Dass Du ein gutes Feindbild abgibst, auch in vielen Bereichen, die Lina gar nicht erwähnte, ist ja klar.

fufi hat gesagt…
Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.
mila hat gesagt…

country? auguste (wenn er noch hier wäre) würde sich ob so viel ignoranz im grab umdrehen...

fufi hat gesagt…

@Lina am 8. Juni 2012 12:54

Würde dir ja gerne widersprechen, aber leider - LEIDER! - hast du so was von recht!

Möchte das Ganze - von wegen "wääck" auch nicht weiter kommentieren.

Bloss:
JC hat gesagt:" Wer nicht gegen mich ist, idt für mich."
die CHRISTEN haben, ca. 50 Jahre später gesagt: "Wer nicht für uns ist, ist gegen uns!"
(für Kat. und andere Interessierte: Textkritik!)
Und DABEI ist's scheints geblieben!

Heilige Scheisse!

Anonym hat gesagt…

„Wenn die Gaukler, Dilettanten, die leichtfüßigen Intellektuellen sich vordrängen, wenn der Wind allgemeiner Hanswursterei sich erhebt, dann lockern sich auch die uralten Institutionen und strengen professionellen Körperschaften: das Recht wird elastisch, die Kunst nervös, die Religion sentimental. Dann erblickt unter dem Schaum das erfahrene Auge schon das Medusenhaupt, der Mensch wird natürlich und alles wird möglich.“

Arnold Gehlen, Der Mensch im Lichte der modernen Anthropologie, 1983

Anonym hat gesagt…

„Wenn die Gaukler, Dilettanten, die leichtfüßigen Intellektuellen sich vordrängen, wenn der Wind allgemeiner Hanswursterei sich erhebt, dann lockern sich auch die uralten Institutionen und strengen professionellen Körperschaften: das Recht wird elastisch, die Kunst nervös, die Religion sentimental. Dann erblickt unter dem Schaum das erfahrene Auge schon das Medusenhaupt, der Mensch wird natürlich und alles wird möglich.“

Arnold Gehlen, Der Mensch im Lichte der modernen Anthropologie, 1983

Tiger hat gesagt…

ja, mila, wenn er überhaupt in einem Grab liegen täte... vielleicht ist er ja ein Vampir und schläft in einem solchen Grab...

Der Begriff "Country" ist sehr sehr weit, das weiss ich. Er reicht von Bluegrass bis Cajun, von Rockabilly bis Americana. Und darum ist viel Musik entfernt dem "Country" zuzuordnen. Auguste würde sich also kaum drehen (wo immer er grad liegt).

Meta hat gesagt…

Als ich mal ennet dem Teich praktiziert habe, klopfte es mitten in der Sprechstunde sehr laut an die Tür. Herein kamen zwei Polizisten, je ca. zwei Meter lang und bewaffnet bis an die Zähne. Sie sagten als erstes, betont höflich: May we ask you to please step out, ma'am? Der Patient wurde in Handschellen abgeführt. Die Empfangsdame hatte ihn gefragt, ob sein Termin bei Dr. A oder Dr. B sei. Und er hatte geantwortet, Dr. A natürlich, denn den Dr. B würde er erschiessen, wenn er ihm übern Weg liefe, der habe nämlich die Gesundheit seiner Frau auf dem Gewissen.

Kurz zuvor hatte es wieder etliche Tote an einer Abtreibungsklinik gegeben. Es reime sich jeder und jede darauf zusammen, was er oder sie will. Nite!

Anonym hat gesagt…
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Anonym hat gesagt…
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Anonym hat gesagt…
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Grünes Männchen hat gesagt…

Tiger zu Katharina:
"Du musst also nicht so direkt Angst haben vor ihnen."

Direkt nicht, aber indirekt ist die Angst berechtigt. Vertreter dieser "christlichen" Kreise greifen zwar nicht selbst zum Baseballschläger, morden aber indirekt, indem sie gezielt gegen Homosexuelle aufhetzen und Lügen über sie verbreiten.

Zu hören in
dieser Kontext-Sendung von min. 18:15 bis 22:00.

Tiger hat gesagt…

Erschreckend. Allerdings sind die beiden Adjektive "freichristlich" und "nationalsozialistisch" ja eigentlich nicht äquivalent. Eigentlich sind sie ja sogar ein Widerspruch, was auch jedem ernsthaften Christen gleich einleuchtet. Was jetzt implizert, dass die amerikanischen Freichristlichen eigentlich gar keine Christen sind. Was sind sie dann? Ich hab grad keinen Ausdruck für sie, die Teepartygänger.

Anonym hat gesagt…

Der kategorische Imperativ der guten Laune = sich von einer verheirateten Mehrfachmutter einen blasen lassen, während man mit 110 km/h in einen Baum rast.

Hey, alles wird möglich!
"Fair is foul and foul is fair" (Macbeth, 1. Akt).

Ambivalenz leben, Ambivalenz - sein! Gefangen in den Ewigkeit vortäuschenden Strudeln einer absolut(istisch)en Gegenwart. Welche Temperatur auch immer herrscht: es wird schon die richtige sein. So denken die Gutgelaunten, während das Feuer ihnen schon die Haut versengt hat. Um welches Feuer es sich handelt, muss man ja wohl nicht erklären.

Der "natürliche Mensch": Robespierre, der vollendete Humanist, liess schwere Eisen auf wehrlose Hälse niederschnellen. Er, der Jünger Rousseaus (300 Geburtstag am 28.6.), Terror der Konformität. Jeder, der den Gemeinwillen angreift, stellt sich außerhalb der aufgeklärten Gemeinschaft. Und kann im Prinzip abeknallt werden. Oder besser: Interniert.

Und zu den 4%: Der Junge im Rollstuhl kann nun mal nicht Football-Captain werden. Niemand will ein pummeliges Mädchen als Balletteuse sehen. Der Tagedieb ohne Schulabschluss wird nie Professor. Wer keine Stimme hat wird keine Operndiva. Pickelface wird nie Homecoming Queen und der Klassenbully wird nicht erfolgreicher Künstler im Village. Ein muslimischer Pakistani wird kaum je Rabbi und das Judenmädchen nie Bischöfin. Der schwule Junge wird gehänselt werden (wie der mit Sprachfehler, jener der erst spät den Stimmbruch kriegt und der kleine Fette erst!) und die beiden Lesben werden nie ihre Vaginalschleimspur vor den Traualtar ziehen.

Wir sollten uns unserer Verschiedenartigkeit erfreuen und sie nicht den anderen Menschen als Teil ihres Lebens aufdrängen. Wieso denn? Seid ihr so frustriert, anders als der grosse Rest zu sein?

Wir sind nicht gleich. Und das ist gut so.

Tiger hat gesagt…

"Wir sind nicht gleich. Und das ist gut so." Komisch, mit dem Rest des Posts konnte ich nicht besonders viel anfangen. Ich dachte ständig: "Ja und? Äh ja was, u de?" Ist das ein Pladoyer gegen die Aufklärung, gegen die Bergpredigt, gegen die Renaissance? Oder was oder wie? Ich sage aus voller Kehle: Boh?

Wie auch immer, wenn man es gut findet, dass wir nicht gleich sind, der muss auch akzeptieren, dass es Leute gibt, die anders sind als man selbst. Ja, muss er. Es gibt Schwule und Lesben, es gibt Schwarze und Gelbe, es gibt Moslems und Hindus. Es gibt sogar Buddhisten.

Es gibt katholische Pfarrer und es gibt Investmentbanker. Es gibt Sozialarbeiter und Mafiabosse. Es gibt Freichristen und Pornodarstellerinnen. Es gibt Frauen und Männer.

Wie auch immer, O, ich denke schon, dass Du auf einem guten Weg bist. Kann mich ja irren.

Grünes Männchen hat gesagt…

Ja, Orli ist an und für sich ganz o. k.. Wenn er nur nicht diese Hass-Prediger-Marotte hätte, dass er uns Lebensfrohen ständig mit dem Untergang und dem apokalyptischen Höllenfeuer drohen müsste, wenn wir nicht so rigoros-moralisch und pessimistisch drauf sind, wie er.

Zitat: "So denken die Gutgelaunten, während das Feuer ihnen schon die Haut versengt hat. Um welches Feuer es sich handelt, muss man ja wohl nicht erklären."

Anonym hat gesagt…

Siehe oben, Gehlen. Und Mt 10:34.

Es geht um einen (innerlichen und äusserlichen, um einen metaphorischen und ideologischen) Konflikt. Nicht um Pessimismus. Im Gegenteil: was hätte der Gerechte denn schon zu fürchten?

Es geht darum, weiter zu denken, die Dinge konsequent zu Ende zu denken. Das empfinden einige "leichtfüssige Intellektuele" als ein Angriff auf 'die Freiheit des Menschen'. Es irritiert sie. Sie möchten lieber in ihrer Wellness-Selbsaffirmation 'isoliert von der Realität' und 'Ewigkeit im Moment' suchend (was für ein Gewäsch!) gefangen bleiben. Wie die Schnecke in ihrem Schneckenhaus.

Händel hat es im Messiah genau getroffen. Gerade vor dem berühmten, LEBENSFROHEN!!!, in Wunschkonzerten so beliebten Hallelujah-Chor (hehehe...!).

http://www.youtube.com/watch?v=boVPHufoFLE

"Thou shalt break them."

@Tigri: Ja, die Verschiedenartigkeit akzeptieren. Akzeptieren, dass wir nicht alle gleich sind. Dass es keine Gleichheit geben kann, ausser (möglicherweise) vor Gott.

fufi hat gesagt…

@Orli

Nicht schlecht, der mit Mt. 10,34.
Aber mal ehrlich, wenn ich dann etwas weiter hinten Mt. 26, 51f lese, dann meine ich, ich müsste das vörige glaub schon mal überdenken.
Nöd wahr?

Und bitte nicht weiter anonym, du weisst weshalb!
Wie wär's mit Lori?
Konnotation zu Papageien nicht mitgemeint!

;-)

MItleserin hat gesagt…

"Vaginalschleimspur"

Orlando, dein Thema, ganz klar (und traurig): tiefer tiefer tiefer Hass auf Frauen.

Anonym hat gesagt…
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fufi hat gesagt…

Tja, manchmal denk ich auch, dass orli bloss ein 5-Finger-System schreibt.
Weil er nämlich die anderen 5 Finger beim Schreiben in seiner Hose hat!

uf züritüütsch: en elände Grüsel!

Nein Orli, sowas ist NICHT nötig, wir verstehen dich auch so.
Aber wir wissen nicht, wie lange wir dich auch so verstehen wollen?

Hoffe eigentlich, dass du unter "Anstand" langsam dasselbe verstehen zu mögen lernst, was der Rest der Lounge darunter verstehen mag.

OK?

Tiger hat gesagt…

Ach Leute, lasst Euch doch nicht provozieren.

Anonym hat gesagt…
Der Kommentar wurde von einem Blog-Administrator entfernt.
Anonym hat gesagt…
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Tiger hat gesagt…

Wow wow, hört hört, O ist auch im Bett ein Superhengst, der besorgts Euch, da wird jede Lesbe begeisterte Hetera und jede Hetera schwärmt noch nach Jahren vom O und seinem Wundertool, 8 cm dick und 25 cm lang, gesegnet mit einer Ausdauer von Stun den.

Anonym hat gesagt…

Es geht doch nicht um Tools, du törichter Narr!

zysi hat gesagt…

orlando, fufi

ich meine Mt 10,34. 25,51ff passt vorallem dann mit 25,52:
Da spricht Jesus zu ihm: Stecke dein Schwert wieder an seinen Ort; denn alle, die das Schwert nehmen, werden durchs Schwert umkommen.
was ja auf 1. Mo 9,6 führt:
Wer Menschenblut vergießt, des Blut soll auch durch Menschen vergossen werden; denn Gott hat den Menschen nach seinem Bild gemacht

Anonym hat gesagt…

Nein, das sagt Jesus in situ ja nur, damit "die Schrift erfüllet werde". Providentia.

Wer in diesem Moment in Gottes Heilsplan reinpfuscht, der wäre ja wirklich ein Idiot. Wie als in "Back to the Future" (USA 1985) Marty McFly fast verhindert hätte, dass seine Eltern in den Fünfzigerjahren zusammenkommen.

Und zu Mose 9,6: ich verstehe ehrlich gesagt nicht, was das soll. Eine Rechtfertigung der Todesstrafe? Dafür gleich anschliessend (Mose 9,7) das Berühmte: "Seid fruchtbar und mehrt euch und regt euch auf Erden, daß euer viel darauf werden".

Einige hier wollen nicht mehren, nicht fruchtbar sein - nicht das ewige Leben (siehe Titel dieses Threads). Sie kennen nur den wohligen Schauer des Augenblicks, eine gutgelaunte WEllnesskur im absoluten Jetzt, und sind doch innen ganz leer.

Innen leer, hohl, wie das Gras, das im Wind zittert.

Anonym hat gesagt…
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Lina hat gesagt…

Katharina, mich würden Deine Gedanken zum Thema "Naturwissenschaften und Frauen" interessieren. Wo und wie müsste angesetzt werden, um mehr junge Frauen für die Naturwissenschaften zu begeistern?

Vielleicht als CB? Falls Du einmal Zeit hättest und Lust?

Gute Nacht!

zysi hat gesagt…

orlando

ja
ja
schliesst 1.mo 9,6 die todesstrafe aus?

wer selber töpfer sein will, macht eben töpflein und füllt diese.

Anonym hat gesagt…

Der Zysi ist ein huren geiler Siech! (sorry, alle Nicht-Berner: das ist bei uns die höchste Ehrbezeugung, wo gibts).

mila hat gesagt…

Ich muss ja nicht eigens erwähnen, wie sehr mich das gestrige Geschehen be-elendet. Ihr macht es einem unmöglich, in irgendwie sinnvoller Weise mitzuschreiben.

Meta, gäbe es nicht einen anderen Ort, wo man sich treffen könnte? Ich weiss, Du stehst zu Deinem 'hic Rhodos, hic salta'-Grundsatz, aber das hier mache ich einfach nicht mehr mit - auch nicht zum Paninibildchen tauschen.

fufi hat gesagt…

An den Anonymen, der zwar längst unter seinem Nick erkennbar ist, aber sich auch dann noch unter dem Mäntelchen der Anonymität verstecken will:

Ich hab mal gesagt, dass ich alle anonymen Kommentare, worin andere persönlich angegriffen werden löschen werde.
Zum Beispiel die vom 9. Juni 2012 20:31 und vom 9. Juni 2012 20:34.

Und ich mag’s auch nicht wirklich, wenn der ehemalige Betreiber einer zwielichtigen Bar, wo es damals so geliebt hat, seine Gäste zu beleidigen, meint, er könne dieselbigen in meine lichthelle Lounge verfolgen, bloss um weitere Beleidigungen von sich geben zu dürfen und Unfrieden zu säen.
Es gibt nämlich Grenzen. Grenzen NICHT nur des Anstandes!
Und ich meine, gerade Christen sollten erkennen, dass der liebe Gott vielleicht mal fragen könnte: „Was hast du damals gesagt, in der Lounge?“

Tiger hat gesagt…

mila, meinst Du nicht, dass ohne den notorischen eloquenten und enthusiastischen Hobbystörer O der Ort @ fufi's ein sehr netter Ort wird, wo Leute unterschiedlicher Erfahrungen und unterschiedlicher Ausbildungen, Überzeugungen und Vorlieben gepflegt Meinungen austauschen können, langweilig, wie O sagen würde, aber dafür funktionierend?

Naja, vielleicht bin ich einfach zu optimistisch.

Ich habe jetzt ein paar Foren gesehen, und leider sieht es so aus, als ob nur etwas ein Forum dauerhaft von Miesmachern und schlechtem Groove rettet: Wenn das Forum riesig ist und aus potenziell vielen zehntausend Schreibern besteht. Das gibt es schon, Slashdot, aber das ist halt ein Specialinterestforum. Das nette dort ist, dass die Beiträge von den anderen Schreibenden bewertet werden können (wie Schulnoten halt). Für eine Diskussion ist das aber ungeeignet.

Was man aber echt mal probieren sollte, wäre, ein Forum zu machen, wo sich die Kontribuenten KENNEN, persönlich, also nicht nur im Internet. Ich sehe in Wahrheit ja nicht so aus wie ein Büsi. Ich glaube, wirklich, dass man anständiger umgeht mit jemandem, den man persönlich kennt, zumindest potenziell. Das gilt nicht für alle Leute, aber doch für einige. Darum möchte ich an die Anregung unseres allseits geschätzten fufi erinnern, uns einmal zu treffen. Wärt Ihr dabei? Dann suchen wir per Doodle einen Termin.

Wer weiss, vielleicht hätte dann mila auch nicht mehr den Eindruck, ich sei ein Dödel (vielleicht wäre sie dann sicher, dass ich ein Dödel bin, aber das muss man halt riskieren gell)

fufi hat gesagt…

@Tiger am 10.6, 13:08

Hab glaub so was auch schon gesagt!
Bloss:
5 fuzewk gh3irl3ug h4ezukwgb3qzw

fufi hat gesagt…

Also bitte Orli,
wenn du da am 9. Juni 2012 22:25

vom Heilsplan sprichst!

Kennst du den?
Bist du Gott?
Oder biste wenigstens reich?
Stinkreich?
Von wegen der calvinistischen Theorie
der doppleten Prädestination?

Falls NEIN
wäre etwas mehr Demut nicht unangebracht,
meint fufi!

Meta hat gesagt…

Mila, erst jetzt gesehen. Kann ich gut verstehen. Wie erreiche ich Dich, bevor Du in den Weiten des Cyberspace entschwindest?

Mitleser hat gesagt…

Ihr seid nicht reif für einen Roland Strasser. Noch nicht. Stellt euch seinen Argumenten.

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