Samstag, 8. Dezember 2012

Demokratie ist, wenn ...

.. die bedemokratischten Menschen genau das wollen,
wo wir wollen, dass sie es wollen!


Mögt ihr euch noch erinnern


Wie damals, in den frühen 1990er Jahren die gesamte westliche Welt gejubelt hat, als so Koranschüler wo sich „Taliban“ nannten zusammen mit so „Gotteskriegern“ (Mudschaheddin oder so) die Russen aus Afghanistan vertrieben haben? Nicht zuletzt dank der Militärhilfe der USA/CIA, insbesondere den „Stinger“-Raketen.
 

Und wisst ihr auch noch, wie die gesamte westliche Welt aufschrie, als diese Koranschüler und „Gotteskrieger“ eine Islamische Republik ausriefen, im „befreiten“(!) Afghanistan?
Aberneiaberau, SOWAS konnte ja denn schon nicht erwartet werden!


Mögt ihr euch noch erinnern


Wie die ganze westliche Welt gejubelt hat, als sie merkte, dass gewisse mittelmeerstaatliche Diktatoren – bisher feste militärische Verbündete und treue Bankkunden  - gestürzt würden, anstelle von „Unruhen“ und „Aufständen“ und so auf einmal von „arabischem Frühling“ und „Demokratie“ zu schwafeln begannen?

Und jetzt haben sie gewählt, in Aegypten. Und der demokratisch gewählte Präsident hat einen Vorschlag zu einer neuen Staatsverfassung vorgelegt.
Und die ganze westliche Welt schreit Zeter und Mordio!
Neineineinei! SOO haben wir’s denn NICHT gemeint, mit der Demokratie!


Es geht um die Menschenrechte, sagen sie.

Und vergessen dabei erstens, dass dieselbigen eine ur-westeuropäische Erfindung sind.
Und zweitens, dass sie schon immer sehr, sehr selektiv interpretiert wurden.
In den USA, zum Beispiel, brauchte es einen Bürgerkrieg, um gewisse Wesen den Status von Menschen zuzugestehen. Zumindest offiziell ......  .

Und auch die Partei, wo sich als diejenige des Schwiizer Voulchs aufspielt, die kümmert sich bei ihren Initiativen nicht im mindesten darum, ob deren Annahme das geltende Völkerrecht verletzen würde.
Aber da geht’s ja auch nicht um die Menschen-, sondern nur um die Völkerrechte.
Andererseits geben sich gerade die ja ziemlich betupft, wenn die Helvetik auch nur eine neue Industrienorm übernehmen MUSS, wo im Ausland definiert wurde. Aus völkischen Gründen!


Gods own country


Aber NIEMAND in der westlichen Welt stört sich daran, dass sich die USA selbstherrlich als Gods own country nicht nur bezeichnen und verstehen, sondern sich auch entsprechend aufführen. Oder dass „Bible belt“ schon fast eine geografische Bezeichnung geworden ist.
Oder dass Israel als Land JHWH’s bezeichnet wird, und das nicht nur von den Ultraorthodoxen.
Oder dass das Justizsystem des wichtigste arabischen Verbündeten des Westens auf der Grundlage der Scharia beruht:

Oder dass die CVP die sakramentale katholische EHE als einzig legitime Lebensform von Männli und Wiibli in der Bundesverfassung verankern wollte.

Und als sie davon Abstand nahm, hat’s zum Beispiel dem Herrn O. grad gar nicht gepasst.

Und last, but absoluteli nicht zulezt:
WER, in der westlich-aufgeklärten Welt stösst sich denn daran:


















Aber ALLAHS eigenes Land?


NEIN, sowas darf’s denn schon wirklich nicht geben!

Das erinnert mich an Jim Knopf und „Das Land, das nicht sein darf.“


Nachtrag am 2. Advent 2012
Das neue Papamobil wurde Papst Benedikt XVI von Daimler-Chef Dieter Zetsche im Vatikan überreicht.


97 Kommentare:

fufi hat gesagt…

Um DAS klarzustellen:

ICH möchte nicht in einem Land leben, deren Verfassung/Justiz auf Koran und Scharia basiert.
Ebensowenig übrigens wie auf der Thora oder sonst einem heiligen Machwerk!

Aber, wenn dies in einem Land eine Mehrheit will, und dies in demokratischer Weise kundtut?

Dürfen sie das?
Oder hat sogar die Demokratie ihre Grenzen?
(diese Frage hatten wir doch auch schon mal!)

fufi hat gesagt…

Und dass damals ein gewisser Ruhollah Musavi Chomeini die islamische Revolution, die zum Sturz des Schahs von Persien führte, aus seinem Exil in FRANKREICH steuerte ..... ?
S'scheint jedenfalls nicht, dass die westliche Welt damals was dagegen gehabt hätte.

Aber heute sind sie Islamisten und wollen die Atombombe bauen, die undankbaren Pöhsen!

Carolina hat gesagt…

Naja, fufi, bei den angeblich ach-so-demokratischen postaufständischen Wahlen in Ägypten hat Mursi versprochen, dass seine Muslimbrüder nicht an der Regierung beteiligt werden, ja, er hat sich sogar von ihnen pro forma distanziert. Und nach dem 'Staatsstreich ex officio', mit dem Mursi auf seine Worte zurückgekommen ist und die Scharia zur Gesetzesgrundlage eines islamistischen Staates machen will, was notabene der Wähler nicht wollte, darf man sich über die erneuten Aufstände in Aegypten wohl nicht wundern. Also, Deine Frage 'Aber, wenn dies in einem Land eine Mehrheit will, und dies in demokratischer Weise kundtut?' ist von den aktuellen Ereignissen eigentlich überholt worden, oder? Denn erstens will anscheinend keine Mehrheit einen islamistischen Staat und zweitens hat das Volk quasi-demokratisch dieses bereits kundgetan.......

Carolina hat gesagt…

Und noch etwas: wer sagt, dass sich niemand in der westlichen Welt am 'bible belt' stört? Es stört, inner- und ausseramerikanisch, darf aber ohne Gefahr für Leib und Leben diskutiert werden. Der Unterschied zu einem islamistischen Land ist immer noch, dass der bible belt nicht eine homogene kultur-religiöse Masse ist und dass, Merkmal jeder auch unzulänglichen Demokratie, die USA eine funktionierende Gewaltenteilung haben.

Anonym hat gesagt…

was fufi anspricht ist die grenzen der direkten demokratie. due USA hatte sehr bewusst nicht die form der direkten demokratie gewaehlt sondern die form der republik und was als rule of law bezeichent wird. ich setzte hier einmal dazu einen link: http://www.youtube.com/watch?v=j7M-7LkvcVw

Kat.

fufi hat gesagt…

Aber Carolina

Du weisst doch, dass ich's zuweilen über- oder sogar auf die Spitze treibe! (Was ein altbewährtes rhetorisch-kolumnistisches Rezept ist.)

Aber die Grundfrage bleibt unbeantwortet:
Darf aufgrund demokratischer Entscheide eine Diktatur eingerichtet werden (welcher Couleur auch immer)?

Orlando hat gesagt…

Demokratie ist wenn...

wir zum Glück einen Fufi haben, der immer sehr genau gewusst gahet hätte, was denn richtig und was falsch gewesen ist. Wenn wir mehr Fufis hätten, wäre der Khomeini und die Taliban niiiieee passiert!

einer Demokratie als Modus und das (äusserst umstrittene und umkämpfte und pluralistisch ausgelegte) Konstrukt "Demokratie" - d.h. eine angeblich nach den hehrsten Prinzipien von..ja, von was? - verwirklichte StaatsFORM. Letzteres gibt es nicht. Weil, siehe eben: Modus.

niemand dummdreist die Forderung stellt, er habe die einzig wahre und allgemeingültige Definition von Demokratie gefunden, weil wir wissen, dass jedes sich über die Demokratie stellende Prinzip im Kern eben genau undemokratisch ist. Sei es nun Allah, das sogenannte Völkerrecht oder Fufi.

immer genau jene über die Demokratie "nachdenken", die sich insgeheim eine Doktatur wünschen, wo alles klar und ordentlich ist und einem höheren Prinzip als dem wildwüchsigen LEBEN dient.

es kein "Volk" gibt, sondern eine Ansammlung von Bürgern, die miteinander halt irgendwie zu Rank kommen müssen

der Souverän das Volk ist und es das letzte Wort spricht - und nicht irgendeine doofe Regierung oder die Verwaltung oder ein Richter in Strassburg

linke Utopisten nie eine reale Chance haben werden!

Orlando hat gesagt…

due USA hatte sehr bewusst nicht die form der direkten demokratie gewaehlt

so'n rubbish. Historisch uninformed und realitätsblind. Als herrsche in der Direkten Demokratie nicht das Gesetz, pffff....

Und in welchem hehren Gesetz,m werte Kat, steht, dass es gt ist, wenn die USA Guantanamo betreiben und in einem Staat Schwule, die sich in der Öffentlichkeit küssen, verhaftet werden und im böhsen Texas arme alleinerziehende Mütter zum Tode verurteilt werden?

Huh?

Anonym hat gesagt…

orli, huh? unfaehig einer einigermassen niveauvolle diskussion zu folgen wie immer. asshole.

jedenfalls sind die ueberlegungen der founders der usa wirklich einige gedanken wert. und historisch uninformed ist eben rubish, weil eben eine analyse direkter demokratien ergibt dass... siehe video, you dumbass.

der video belegte ja eigentlich deine politiche sicht.. nicht? oder denklst du direkte demokratie sei wirklich faehig eine gerechte gesellschaft zu erzeugen.. nein. gerade deshalb ist die schweiz ja auch nur beschraenkt eine direkte demokratie. also. weniger single malz und mehr denke von orli. of course you don't like the rule of law thingy, since you are from the restoration ranks. reverse the wheel of time back to the catholic crank wheel of roasted flesh.

kat.

the last paragraph of course is rubish as usual from orli. he likes that gays are being arested for kissing. as to guantanamo.. aparently even obi wank bama did not fulfill his promise to close guantanamo. there must be a reason.

C. hat gesagt…

Nochmal: ich glaube nicht, dass die Frage ist, ob aufgrund demokratischer Entscheide eine Diktatur eingerichtet werden darf, sondern ob wir, der Westen, der selbsternannte Hüter der Demokratie, einschreiten darf, wenn genau das passiert - Afghanistan, Iran, Irak etc etc. Daraus folgt, ob es wirklich möglich ist, einem Terrorregime eine Demokratie zu verordnen. Und aus dem Nein, auf das wir uns vermutlich einigen können, folgt die Frage, ob es legitim ist, sich (militärisch/politisch) einzumischen wegen massiver westlicher Interessen an einer kontinuierlichen Oelversorgung - oder weil Menschenrechte, wie wir sie aufrecht erhalten, mit Füssen getreten werden (Taliban).

Es ist ziemlich einfach, die USA immer als Einmischungs-Buhmann hinzustellen, wenn vor allem West-Europa gern nach ihnen schreit, wenn sie selber nicht mehr aus der Sch..... herauskommen. Damit möchte ich keine Generalvollmacht erteilen, aber ich glaube, dass es legitim ist, dass ein Staat seine Interessen und die seiner Verbündeten adäquat vertritt und verteidigt - solange 'das Volk' noch die Möglichkeit hat, dieses 'adäquat' mitzubestimmen, zu kritisieren oder sogar zum Teufel zu schicken.

Orlando hat gesagt…

@C: Die USA sind bald energieautark, Öl aus Arabien kaufen die schon gar nicht

http://www.usatoday.com/story/news/nation/2012/12/05/usa-energy-independence-renewable/1749073/

Wieso verlochen sie also Geld bei den Kameltreibern?

"Diktaturen Demokratie verordnen" - Japan, Deutschland, Ostblock? Natürlich funktioniert's.

Und was unser Fufi implziert, der pantoffelbewehrte Weltpolitiker im Lehnstuhl vorm Kaminfeuer, ist das sofortige Ende jeglicher Kooperation mit Drittweltregierungen, da sie böse Diktaturen sein könnten. Also müssen wir leider auch die Entwicklungshilfe abstellen, da sie ja doch nur für Waffenkäufe verwendet werden und den lokalen Oligarchien dienen.

Weltpolitik ist immer ein risk raking, so wie das Businessmachen in anderen Ländern. Was wir verlangen können sin minimale rechtliche Standards, mehr nicht. Und was wir superaufgeklärten Westler leicht vergessen: Der Rest der Welt tickt anders. Das haben wir ja am 11. September gesehen.

@Kat: ich habe aufgehört zu lesen bei "eine gerechte Gesellschaft erzeugen". Da zeigt sich wieder mal, wes Geistes Kind da spricht.

Recht ist nichts, das in Stein gemeisselt ist, dumbass, sondern richtet sich nach den Sitten, nach der Moral und dem Gerechtigkeitsempfinden der Menschen, auf die es anwendung findet. Alles andere wäre eine Tyrannei. Und deshalb gibt es Anwälte, Richter, appeal courts und letztlich Parlamente, die neues Recht schaffen. Und die Parlamente werdenGott sei dank immer noch vom Volk gewählt!

Dieser üble Rechtspositivismus führt auch denkerisch in eine Sackgasse, so wie sich die Nazis jederzeit darauf berufen können, sie hätten nach dem Gesetz gehandelt und nur ihre gesetzliche Pflicht getan.

Und ich sags jetzt zum letzten Mal, little perv: Wo haben die founding fathers von Ehe zwischen Männern und Männern oder Frauen und Frauen gesprochen?

Anonym hat gesagt…

http://www.dbjackson-author.com/blog/index.php/2012/05/10/gay-marriage-and-the-founding-fathers/

Kat.

Orlando hat gesagt…

They wouldn't have agreed to your permanent little change ideology that aims at the destruction of the very foundations of life, you little perv. They didn't have enough disrespect for their work. They clearly understood, that it is not change itself that brings progress, but that their idyllic world of freedom would only last when all free men can agree on certain terms, e.g. morality and cultural values that are a little older that some San Fran perverted gaping-ass motherfuckers who would like to impose their rotten lifestyle onto the rest of us. And spread AIDS.
You and the neo-hegelian pagan dialectical fanatics would go so far as to welcome change even in the form of terror and totalitarianism - as you have proved througout history.

or as you have proved in many statements about robots and other destructive aims of yours. phew!

Btw, who the hell is D.B. Jackson?

fufi hat gesagt…

Was ich damit fragen wollte:

Wie kann es denn sein, dass "wir" uns damit brüsten, dass "unsere" Verfassungen auf den "christlich-abendländischen" Werten basieren.

Aber "sie" dürfen keine Verfassungen machen, die auf islamisch-morgenländischen Werten beruhen.
Weshalb?

Friede auf Erden, meine ich, kann nur aufgrund von iughhzrdhz ertivmc,v dwkhgri jret jrtwpoiww2 fzewtuCSSDIP23985438571XVEFBGE32fdgqh wdfjgegzwtr7zw8e irg 28 024z2q nzg

Aber in 2 Wochen werden wir ja alle das schöne Liedlein singen.

fufi hat gesagt…

Und at Orli:
Du magst ja lesen können, aber mit dem Verstehen haperts glaub immer noch es bitzli?

marcus hat gesagt…

offtopic, büchertipp an carolina:

http://www.books.ch/detail/ISBN-9783100266057/Gonzalez-Tomas/Das-spröde-Licht

hat recht gute kritiken, kam soeben im radio, das thema (beziehungen, tod) dürfte dich interessieren. kostet nur 28.90 (oder lass es dir schenken...)

Orlando hat gesagt…

Fufi, mir ist schlicht wurscht was die Kameltreiber in ihren Landen für Verfassungen machen und welcher Gott ihnen dabei Pate steht. Sie haben sicher sehr gute Gründe dafür.

Ich bin sehr für Unterschiede. Ein jeder entscheidet in seinem Haus, was gilt und was nicht.

Wenn er aber Nachbarn und weiter weg liegende Länder bedroht, weil die scheint's der Satan sind, und Flugzeuge in Hochhäuser fliegen lässt, muss man das Nest zwischendurch mal wieder ausräuchern. Dasselbe gilt, wenn sie mit uns Geschäfte machen wollen oder wenn ihre Landmänner hier unter uns leben möchten – dann müssen sie ich uns anpassen, nicht umgekehrt.

Ich bin für eine Welt der selbstbestimmten und freien Völker, die ihren Göttern huldigen, soviel sie wollen. Ich bin gegen die UNO und Völkerrecht, weil Frieden nicht erzwungen werden kann, am Ende ja doch alle Konflikte mit einem Krieg gelöst werden müssen. Und das ist vielleicht auch gut so.

Ich bin für mehr Andersartigkeit, für mehr eigene Identität. Ich bin für lachende indische Kinder, für sanfte und weise ostasiatische Menschen, für mehr unterschiedliche Kultur und Identität, für den groben neapolitanischen Menschenschlag, für die norwegische Traurigkeit, für irische Melancholie und für südamerikanische Lebensfreude, für spanische Frömmigkeit und afrikanische Erdverbundenheit und schweizerische Bergvolk-Knorrigkeit! Ich bin gegen den internationalisierten, identitätslosen, ganz im Geiste lebenden, körper- und profillosen Weltenbürger, der bessere, bravere, konformere Gesellschaften "erzeugen" will.

Gerechtigkeit und Frieden, diese beiden grossen neuzeitlichen Chimären – sind sie nicht kläglich gescheitert? Und wie viel leid wurde in der Welt angerichtet, weil man beidem mit Gewalt zum Durchbrch verhelfen wollte?

"Und siehe, die Welt ist nicht verloren!" - pflegt der Meister mit Albert Anker zu sagen. Wir sollten uns ein bisschen weniger um die Welt sorgen, weil sie nocht so ist, wie sie in unseren kindischen Vorstellungen sein sollte, sondern wir sollten sie feiern jeden Tag das Leben feiern in seiner Vielfalt und dass zum Glück die Menschen noch nicht alle so durchgedreht sind, wie our little perv.

Amen.

fufi hat gesagt…

Tja Orli

Sie können ja machen was sie wollen, aber wenn sie was machen, was ich nicht will ...?

Erinnert mich irgendwie an den Alten im Asterix:
Ich habe nichts gegen Fremde, aber diese Fremden sind nicht von hier!
Ein Cüpli für wer die Stelle weiss!

Hach ja, und dann war moch das da:
"Gerechtigkeit und Frieden, diese beiden grossen neuzeitlichen Chimären – sind sie nicht kläglich gescheitert? Und wie viel leid wurde in der Welt angerichtet, weil man beidem mit Gewalt zum Durchbrch verhelfen wollte?"

Nun denn, Orlando, wenn's denn in deinem oder deines Meisters Sinn wäre: Möchten und sollen oder wollen wir denn ungerechte Kriege führen wollen, bis alles was nicht unserer einheiligen Gottesmeinung ist terminiert ist.

Welcome to Gods own planet. oder so?

Anonym hat gesagt…

"Ich bin für mehr Andersartigkeit" <-> "ideology that aims at the destruction of the very foundations of life, you little perv." the latter is your own sick perception based on your own projections.

but essentially, we in the west should let the Egyptians figure out their own form of government. and from what i can see, they were at least capable for the president to retract from the extension of his powers. if the constitution becomes islamist, we have no right to intervene as long as that fact is no threat to our interests, but we have the right to stop doing business with them.

Same goes for israel/palaestina.

where i see an intervention justifiable is iran, if there is proof they build a nuke. IF....because that would represent a risk to us.

you detest conformity, as do I and yet you show utter intolerance to people like me who just want to live their life and say, that your moral position only applies to your own life, not ours.

Kat.

fufi hat gesagt…

Und da mein ich doch:

Stellt euch mal vor, bei den nächsten Bundeshauswahlen würde die PNOS sowohl im NR als auch im SR 70% der Sitze holen.
Und sie könnte während der Legislatur auch alle Initiativen und Referenden gewinnen.
So mit Wahleinschränkungen und Gesinnungsprüfungen und so.

Was meint ihr, wie die Verfassung und die Gesetze der Helvetier danach aussehen würden?
Demokratisch?

Aber das ganze wär ja urschweizerisch-direktdemokratisch abgegangen!

Und ja, das ist's ja leider:
SOWAS kann IMMER und UEBERALL passieren, nicht nur in Helvetistan!

fufi hat gesagt…

Ich meine, wenn zum Beispiel die USA mit Romney ihren Untergang hätten gestalten wollen, oder so!

Carolina hat gesagt…

Danke, marcus. Ihre gelegentlichen Empfehlungen rühren mich und sie sind immer spot on! Merci.

Carolina hat gesagt…

Point taken, O. Stimmt. Im Interview mit V Kauder heute in der Welt am Sonntag versucht er - er sagt, dass er selber diesen Erklärungsversuch als unzureichend sieht - die Panzerlieferungen Deutschlands an Saudi-Arabien zu erklären:
'Es gibt Situationen, in denen wir als Politiker schuldig werden. Die Interessen unseres Landes und unsere Werte sind nicht immer deckungsgleich. Man kann sie nicht gegeneinander ausspielen. Sie müssen in eine 'praktische Konkordanz' gebracht werden, wie es der grosse Verfassungsrechtler Konrad Hesse formulierte. Es geht um einen Ausgleich. Was das Beispiel Saudi-Arabien angeht: Hier gibt es in der Tat keine Religionsfreiheit und antisemitischen Tendenzen. Das Land spielt aber andererseits eine wichtige Rolle als Gegengewicht zum Iran. Es ist eine bittere Ironie: Die Saudis mögen selbst judenfeindlich sein, aber sie sorgen auch dafür, das der Iran die Juden nicht ins Meer treiben kann.'

Das nennt man, glaube ich, Realpolitik. Ich persönlich ziehe sie jeder Träumer-, Idealisten- und Gutmenschendiskutiererei vor, denn Gnade uns Gott vor einem Idealisten, der herausfindet, dass unsere Wünsche und Werte einen Preis haben.

Fufi, O hat es eigentlich bereits gesagt: selbstverständlich kann jeder Staat machen, was er will. Sobald er aber die Rechte eines anderen Staates oder dessen Wertesystem in Gefahr bringt, ist eine Einmischung legitim.

Orlando hat gesagt…

Möchten und sollen oder wollen wir denn ungerechte Kriege führen wollen, bis alles was nicht unserer einheiligen Gottesmeinung ist terminiert ist.

Hä? Wer hat sowas gesagt?

you detest conformity, as do I and yet you show utter intolerance to people like me who just want to live their life and say, that your moral position only applies to your own life, not ours.

Ich habe mich längst damit abgefunden, dass es welche wie euch gibt und dass auch ihr Gottes Kinder seid. Deswegen muss ich noch lange nicht jedes Verhalten tolerieren. Dass jemand seine sexuellen Vorlieben zum identitätsstiftenden Charakteristikum seines Seins emporstilisiert, halte ich für grotesk. Auch die ewige Sauertopf-Haltung, dass uns andere so brennend zu interessieren hat, was ihr in euren Schlafzimmern treibt, und das ihr euch als Opfer aufspielt, geht mir und nicht nur mir gehörig auf den Nerv. Das ewige sich Vergewissern, dass wir euch schon okay finden, trotz eurer affliction, dass ihr so verzweifelt 'normal' sein wollt. Und das ganze ohne einen klitzekleinen wissenschaftlichen Nachweis, dass es NICHT in 99% der Fälle eine freie Willensentscheidung ist, so zu leben, wie ihr das tut. Okay, dann macht doch, was ihr wollt. Erwartet aber nicht, dass wir anderen auch noch applaudieren. Gleiche Rechte wie Ehepartner - kommt gar nicht in Frage.

SOWAS kann IMMER und UEBERALL passieren, nicht nur in Helvetistan!
Ich meine, wenn zum Beispiel die USA mit Romney ihren Untergang hätten gestalten wollen, oder so!


Wie alt bist du eigentlich? Ja, Fufi, das kann passieren, Fufi! Es kann dich morgen aber auch das Tram überfahren oder ein Flugzeug auf dein Haus fallen. Und jederzeit kann uns der Himmel auf den Kopf fallen. Entsetzlich, wie gefährlich das ganze Leben ist, nicht?

@C: Yep, Realpolitik, genau darum gehts.
Was die Gutmenschen antreibt, in aller Welt, die UN-Friedensmissionare zu spielen und für eine "gerechtere Welt" zu sorgen, hat der kosovarische Autor Beqe Cufaj kürzlich in einem Roman festgehalten
http://www.nzz.ch/aktuell/feuilleton/literatur/beqe-cufajs-wagnis-eines-kosovo-romans-1.17741477

fufi hat gesagt…

Tja, Carolina

wenn du meinst:
"Fufi, O hat es eigentlich bereits gesagt: selbstverständlich kann jeder Staat machen, was er will. Sobald er aber die Rechte eines anderen Staates oder dessen Wertesystem in Gefahr bringt, ist eine Einmischung legitim."

Dann hat O ja eigentlich bereits eine Antwort auf meine Frage im Artikel gegeben:
DANN darf sich Aegypten nämlich locker eine islamistische Verfassung nach Koran/Scharia geben, weil bloss deshalb stellen sie ja noch keine Gefahr für die Rechte oder Werte eines anderen Staates dar.
Glaub?

Und an den Herrn O.:
Die Tiefflieger taten dies NICHT im Namen einer Nation, sondern irgend so ner dubiosen Organisation.
Verschwörungstheoretiker vermuten noch heute die CIA dahinter.

Carolina hat gesagt…

Tja, auch wenn es alle beelendet, so ist es wohl, fufi. Was ist denn die Alternative? Schon mal intervenieren? Eine Legitimation für eine Intervention ist eben mMn nur dann gegeben, wenn unsere Rechte durch irgendeine Form des Terrors, Drohungen oder Export des Islamismus gegeben ist.
Sag doch mal: Wie sonst lässt sich denn Deine Frage beantworten? Stellst Du zur Diskussion, dass Aegypten sich keinen fundamentalistischen Gottesstaat aufbauen darf? Wer soll das verhindern - ausser dem eigenen Volk? Und wo wäre der Punkt, an der Deiner Meinung nach eine Intervention, die ja nicht notwendigerweise militärisch sein muss, legitim wäre?

C. hat gesagt…

'beschnitten werden' in Zeile 4, pardon.

fufi hat gesagt…

Und weil heute der Tag der Menschenrechte ist, gibt's erst recht Freibier, Freicüpli, Freiglühwein, Freischinkengipfeli , Freichäschüechli and so on.
So viel ihr mögt.

Oder auch soviel ihr braucht, um DAS da runterzuspülen:

http://www.tagesanzeiger.ch/ausland/naher-osten-und-afrika/In-der-Scharia-haben-wir-die-perfekten-Menschenrechte/story/24716398

Zum CJC oder dem orthodoxen Judentum liegen dagegen zur Zeit und zum Glück keine aktuellen Schauergeschichten vor.
Vielmehr scheint der Maya-Kalender unsere aufgeklärten, weltoffenen ZeitgenossInnen zu beunruhigen!

fufi hat gesagt…

Siehst du, Carolina, genau darum geht's mir ja:

Wieso sollten wir uns darüber enervieren dürfen, wenn sie sich dort auf demokratischem - sag ich mal - Weg dazu entschieden haben, eine islamistische Diktatur zu installieren?

Und genau das meinte ich auch mit dem - hoffentlich - höchstlichstens irrealen Beispiel der PNOS in Helvetistan:
Gibt es irgendeine "höhere Instanz", die den Verfechtern der Demokratie das Recht gibt, einzuschreiten, wenn ein Volk sich demokratisch für eine Diktatur (oder so) entscheidet?

Wir kennen das ja vom Reichstag, und in einer zugegebenermassen sehr light-Version von Berlusconitalia.

DARUM geht's mir!
Ist friedliches Zusammenleben auch über unüberbrückbare Religions- oder allgemein: Ideologie-Grenzen hinweg möglich?

Ich meine NEIN.
Aber zum Glück haben wir ja - bei allen anderen Differenzen - immer und überall das uralte Interesse an:
Geld, Macht, Sex!

Und das reicht von Peking bis nach Pjöngjang, und das in westlicher Richtung!

fufi hat gesagt…

btw & off topic

Unterdessen pflügen sie hier den Schnee mit Bulldozern ... !

White Xmas?

fufi hat gesagt…

In den USA wiederum ist das Recht auf freie Religionsausübung und auf Meinungsäusserungsfreiheit durch die Verfassung geschützt. Dennoch werden in mindestens sieben US-Bundesstaaten Atheisten per Verfassung vom öffentlichen Dienst ausgeschlossen. In einem Bundesstaat, Arkansas, werden Atheisten gar per Gesetz als Zeugen von Prozessen ausgeschlossen.

http://www.tagesanzeiger.ch/leben/gesellschaft/In-diesen-Laendern-lebt-es-sich-als-Atheist-besonders-gefaehrlich/story/30523268

C. hat gesagt…

Sag' Du es mir, fufi - ernst gemeint. Welches soll diese Instanz sein? Im Falle vom Dt Reichstag: wer hätte wann intervenieren können? Ägypten: Ausser UN-Wahlbeobachter zu schicken, zu hoffen, dass UNO und Diplomatie doch weitergekommen sind in den letzten Jahrzehnten (leider bricht da der Zyniker in mir durch), fällt mir nicht viel ein.
Friedliches Zusammenleben? Was meinst Du? In Ägypten? In einer fundamentalistischen Gesellschaft? In einer westlichen Demokratie?
Du hast sicher den Islam-Blog drüben verfolgt: meine Ansicht hat sich nicht geändert. Solange (wie Merkels Rede letzte Woche und Thema in den Sonntagszeitungen belegen) Christen die am meisten verfolgte Religion auf dieser Welt sind - oft genug sind dafür islamistische Gesellschaften, aber auch z.B. die Türkei oder Nordkorea verantwortlich, die den Christen z.T. jede Daseinsberechtigung absprechen -, sehe ich überhaupt keinen Anlass, den Islam mit Glacéhandschuhen anzufassen. Ich glaube also, in Antwort auf Deine Frage, dass ein Zusammenleben unterschiedlicher Religionen/Ideologien dann möglich ist, wenn für alle Parteien die gleichen Voraussetzungen gelten und eine überprüfbare Toleranz und Akzeptanz herrschen (z.B. Katholiken und Reformierte in der CH). Aber der Islam ist nicht einfach nur eine Religion, sondern eine Ideologie und vereint alle drei Gewalten in sich - und aufgrund des offensiven und aggressiven Charakters ihrer Exponenten halte ich auf lange Sicht ein Zusammenleben nicht für möglich (und auch nicht für wünschenswert).

C. hat gesagt…

Zu Deinem Post 17: 15 noch, fufi: Beklagenswert, aber wahrscheinlich auf politischem Wege zu lösen - während ein vom Islam Abgefallener oder dem Christentum in, sagen wir, Nigeria Angehöriger unter Umständen an Leib und Leben bedroht ist....

Darf ich Dich noch etwas fragen, fufi (echt kein an-den-Karren-fahren!): wie kommt es, dass die USA immer als Beispiel für alle möglichen Missetaten herhalten müssen? Ich bin weiss Gott nicht der Meinung, dass alles in Amerika ganz wahnsinnig toll ist, aber es fallen mir doch regelmässig viele, viele andere Staaten an, die ich für viel ekelhafter in ihrer Ideologie halte. Ist ein Land, dass Strömungen zulässt, die für uns, sagen wir mal, verdächtig sind (in den USA der bible belt) unter Generalverdacht? Und warum? Würde mich wirklich mal interessieren, denn ich komme aus einer anderen Kultur. Mich hat es immer, gelinde gesagt, verwundert, wie auf dem Kontinent die Amerikaner zum Sündenbock für so ziemlich alles gemacht werden. Das gab es zwar bei uns, in meiner Jugend, auch, aber trotzdem war da immer ein 'grudging respect' für eine letztlich doch funktionierende Republik. Interessiert mich.

Anonym hat gesagt…

Vielleicht sollten leute auf 'the continent' direkt mit amerikanern reden - so wie mir - statt ueber die amis und diejenige die in dem land lebt(e) demonstrativ zu umschiffen, Carolina.

Kat.

Anonym hat gesagt…

" trotz eurer affliction, "
" dass ihr so verzweifelt 'normal' sein wollt. "

it is first of all no affliction and most of us do not worry about what YOU perceive as 'normal'. from my point of view you are the most abnormal being i have encountered in many years, orly.

"dass es NICHT in 99% der Fälle eine freie Willensentscheidung ist" is nonsense and it does not even matter whether it is a choice or not. essentially you have no right to determine whom we love, or even make judgemental remarks about it. we happen to love whom we love. simple as that.

Kat.

fufi hat gesagt…

Carolina:
"Sag' Du es mir, fufi - ernst gemeint. Welches soll diese Instanz sein?"
Woher soll ich das denn wissen? Oder andersrum: ICH meine eben gerade, dass es eine solche Instanz weder gibt, noch dass sie denn - wenn es denn welche gäbe, wo meinen, dass es sie denn geben möchte - global anerkannt würde.

Genau DAS ist ja die Frage, die ich angesprochen gehabt haben wollte!

Und von wegen den USA:
Und da kann ich nur von meiner eigenen Mäjestät sprechen, aber dennoch:
Ich mags denn grad gar nicht, wenn sich wer (und das betrifft NICHT nur die USA) als ich weiss nicht was vom Allerbesten aufspielt und sich "Gottes eigenes Land/Familie/Sippe/etc." nennt, und dabei gegen innen alle gegen aussen kriegerisch vertretenen Werte "eyes wide shut" den Orkus runterspült.
Bigotterie, meine ich, oder das Kehren vor der eigenen Türe? Oder "ich nöd aber er hät au?"

Ich würde das mal so sagen:
Wenn sie sich als Weltpolizisten verstehen wollen, ok.
Aber dann sollten sie vielleicht bloss dann eingreifen, wenn eine Anzeige vorliegt?

Weil, es ist wie im richtigen Leben:
Bloss weil wer NICHT so lebt, wie so ein Polizist, NEIN das ist noch lange kein Grund, den zu verhaften.

Und bitte erwarte von mir in dieser Frage keine end-gültige Antwort!
Dafür ist ein anderer Zuständig!

fufi hat gesagt…

@Kat.:

"Vielleicht sollten leute auf 'the continent' direkt mit amerikanern reden - so wie mir"

Würde ich ja gerne .......... ???!!!???

C. hat gesagt…

'Vielleicht sollten leute auf 'the continent' direkt mit amerikanern reden - so wie mir - statt ueber die amis und diejenige die in dem land lebt(e) demonstrativ zu umschiffen, Carolina'

Wie meinen? Ich umschiffe Sie demonstrativ? Nein.

Anonym hat gesagt…

"Würde ich ja gerne ....." well here is the place. it is your own.

und denkt ja nicht, dass die amerikanische bevoelkerung in toto es ok findet, dass unsere regierung world cop gibt, dabei so etwa 14 billionen als defizit verbrennt, zu einer zweistelligen millionensumme PRO TAG.

die meisten finden dass sich andere laender gefaelligst selbts zusammenraufen sollen wenn es denn sein muss. umgekehrt natuerlich ist es ein gutes gefuehl, dass unser militaer jeden punkt der erde innert 24 stunden militaerich ehmmm bumsen kannn und unsere interessen notfalls auch so usw...

was fehlt ist checks and balances. und die uno hat dazu leider einfach versagt. es ist auch fraglich ob die nato fair vorgehen kann. die meinung auf der ami seite des teiches ist immer mehr, dass die euro-seite des teiches mehr von den schutzbuerden uebernehmen sollte. es gibt welche, die finden, das nato buendnis sollte us seitig gekuendigt werden, da es uns mehr verpflichtugen als vorteile bringt. stimmt, aber die unilaterlaen dinge wie die dronenkriege in somalia und yemen hebeln die checks and balances aus.

Kat.

C. hat gesagt…

Na ja, fufi, Du brauchst nicht allzu weit in Europa zu schauen und findest diesen starken Nationalstolz auch - als God's own country begreifen sich doch so einige. Und von wegen Weltpolizist: in England hat man, vielleicht deutlicher als 'on the continent' (if you don't mind, C) gesehen, dass die USA in vielen Konflikten des 20. Jahrhunderts angerufen wurden - dass sie dann die Funktion als Weltpolizist übernehmen, die ihnen regelmässig angetragen wurde, ist ihnen das wirklich vorzuwerfen? Ich erinnere an die Falklands, als ein ganzes Land vor Scham fast versunken ist: nicht mal dieses Pipifax-Inselchen konnte Thatcher's England damals ohne die Hilfe der Amerikaner zurückerobern. In Abwesenheit einer funktionierenden Sicherheitspolitik in Europa werden die USA auch weiterhin eine Vormachtstellung haben. Ich möchte mich auf keinen Fall zum Verteidiger Amerikas aufspielen, denn ich kritisiere vieles, aber die Frage bleibt: warum wird im westlichen Europa nicht z.B. auf China, auf Russland oder auch, was nationalistische Tendenzen angeht, auf Frankreich oder Britannien herumgehackt? Warum die Amerikaner?

Frager hat gesagt…

Katharinchen, sag mal etwas zum ungarischen Fotomodell, will you.

Orlando hat gesagt…

Halt!

Ich möchte auf einen bemerkenswerten Satz aufmerksam machen:

you are the most abnormal being i have encountered in many years, orly.

Ich habe echt ein Tränchen verdrückt, als ich das las. So ein schönes Kompliment habe ich in Blog-Zusammenhängen noch nie bekommen *snief*, nicht mal vom August. Es umschreibt, worum es mir im tiefen Grunde geht: Wenn Gott normale Menschen gewollt hätte, hätte er solche erschaffen. So aber obliegt es uns (und nicht einem Staat oder einer "gerechten" Gesellschaft oder einem zeitgeistigen Wohlfühl_Kodex) in unserer ab-so-lu-ten Freiheit das Richtige zu tun. Und wir wissen alle, was das Richtige ist. Es ist in unser aller Kultur einprogrammiert.

Und mit diesen salbungsvollen Worten verabschiede ich mich für ein paar Tage zwecks Aufenthaltes im nahen Ausland.

@Carolina: Ich unterschreibe etwa jede zweite Zeile von Ihnen. Die restlichen unterstreiche ich mit roten Wellenlinien und dem Randvermerk "was zur Hölle meint sie damit?". Gut so, weiter so!

Orlando hat gesagt…

@Frager:

Ungarn ist böse, wegen Orban - Fotomodell hin oder her. Aber deine Frage unterstütze ich.

C hat gesagt…

Gute Reise.

Ich finde meine Posts übrigens, von kleinen Bezugsproblemen abgesehen, durchaus, äh, ok - ich verstehe alles ;-)

Tiger hat gesagt…

Die Schweiz ist Tell's own country oder Blocher's own country, wenn es nach einem hübschen Teil der Helveten geht... (Carolina: den Apostroph lässt man im Deutschen weg, der gehört nur im Englischen hin...) Ja, in den meisten Ländern wohnen Leute, die sich "im auserwählten Land" wähnen, und das ist natürlich lächerlich, denn per definitionem kann nicht jedes Land auserwählt sein, ausser die einen Länder sind auserwählter als die anderen... und hier wird es lächerlich (spätestens hier).

Ansonsten und generell finde ich die Beiträge von Carolina sehr gut. Trotz Unbescheidenheit kommt immer mal wieder eine kleine Selbstironie durch, und das macht erstere schon fast wieder wett. Weiter so, Carolina (hätte ich jetzt nicht sagen sollen, so änderst Du den Modus garantiert, damit Du mir JAAA nicht gefällst).

Wegen dem Fotomodell: Die Dame ist wirklich sehr dekorativ, sie hat neben einem knackigen Bödi auch ein wirklich herziges Gesicht, und ich bin übeerzeugt, dass es das ist, was Katharina dazu bewogen hat, Orsi Kocsis (wie sagt man das übrigens? Kotschsis? Cock-sis? Kotz-Sis?) zum Alter Ego zu wählen (neben der Ähnlichkeit). Was soll's? Geht mal meinen Namen googlen und Ihr findet einen schwulen Pornostar mit durchaus ansehnlichem Mitglied (und einem Körper, den man mit den entsprechenden Genen nur durch mindestens ein Jahr lang 2 Stunden/Tag Fitnesscenter und persönlichen Trainer erhalten kann).

Katharina: Ich WILL ja mit Dir reden, umsgottswillen. "Au Premier" im Bahnhof Zürich, diesen Donnerstag, 13.12. (13. Geburi meiner Tochter), 19 Uhr. Wenn jemand kommt, komme ich auch (braune Kappe). Untersteh Dich aber bitte, ohne die Kleinen aufzutauchen.

Ägypten: ein ganz schwieriges Kapitel. Zuerst einmal handelt es sich ums älteste Land der Welt. Mit haufenweisen enorm wichtigen Kulturgütern. Es geht nicht um ein Land, wo ein paar Nomaden sich die Wüstengestrüppe abspenstig machen, damit ihre Kamele nicht verhungern.

Zuerst sollte einmal sichergestellt werden, was das Volk wirklich will. Wenn es bei der Wahl nicht das gleiche wollte wie heute, ist das schade, aber so geht Demokratie. Dass in Ägypten in Bezug auf Demokratie keine Tradition herrscht, ist aber klar. He, Ägypten ist zehn Mal so alt wie unsere Demokratie, oder noch älter (Zahlen findet Ihr in der Wikipedia). Wenn es aber im Moment nur Puff gibt, dann braucht es einen neuen Präsidenten. Und wenn das Parlament nicht mehr passt, dann braucht es Neuwahlen. He, Italien ist jahrzehntelang gut gefahren mit ewigen Regierungswechseln :-), die alle demokratisch legitimiert waren. Dagegen ist Monti ein Sesselkleber.

Im Moment herrschen in Ägypten stellenweise bürgerkriegsähnliche Zustände, und ein Präsident, der etwas auf sich in einer Demokratie gibt, tritt zurück. Wenn er dann nach Neuwahlen doch wieder gewählt werden sollte, dann ist er wahrlich demokratisch legitimiert. Aber die Zustände gehen nicht.

Und dass die Scharia Grundlage des Gesetzes werden soll, das ist natürlich Bullshit. Das wollen viele Ägypter nicht, sehr viele.

Dass der „arabische Frühling“ nahtlos in eine Demokratie mündet, hat wohl niemand ernsthaft erwarten können.

Frager hat gesagt…

Tiger Tiger. Spricht einiges dafür, dass Katharinchen kein Frauchen ist, sondern ein Schwanzträger. Nur so. Gibt Anhaltspunkte. Warum müsste sie sonst ein Fotomodell aus Ungarn als Bildli nehmen, wenn sie denn selber eine hübsche Dame wäre? Da staunt der Laie.

Tiger hat gesagt…

Frage, Frager: was für Anhaltspunkte genau?

Tiger hat gesagt…

Wusste ich es doch. Nur heisse Luft beim Frager. Oder wenigstens so warm wie ein Furz.

Carolina hat gesagt…

Ui, Tiger, ich würde früh reservieren - der halbe MB wird womöglich ums Au Gratin herumschleichen......

Und jetzt mal ganz unbescheiden: danke, Tiger - glaube ich..... Aber ich werde wahrscheinlich weiter genau diesen Fehler machen, da bin ich doch ziemlich renitent. Und wenn man bedenkt, dass die ganze Lounge mit einem RS-Fehler begonnen hat und sich mal umschaut, dann würde es mich gar nicht wundern, wenn in 10 Jahren diese Entlehnung aus dem Englischen bei uns amtlich würde.

Tiger hat gesagt…

Ja, in der Tat, häufig gemachte Rechtschreibfehler haben die Tendenz, zur Regel zu werden...

Au Premier, nicht Gratin. Gibt's das auch? Jedenfalls habe ich den Premier schon öfters für erste Dates benutzt, ist schön belebt... :-)

Bis jetzt hat sich niemand gemeldet. Allein gehe ich nicht :-) Katharina!!!

Tiger hat gesagt…

Au Gratin gibt's auch, aber das ist ja auf der anderen Seite vom Bahnhofplatz.... uaaa, da muss man ja ZU FUSS hinlaufen!!! Neeedu. Au Premier ist im Bahnhof selber...

Anonym hat gesagt…

Das soll der Papst sein, da neben Zetsche??? (apropos: OrSCHI KotSCHISCH)

Erst dachte ich, es wäre ein Foto seiner silbernen Hochzeit. In der Vergrösserung sah die alte Frau im langen weissen Kleid aber eher wie seine Omi aus.

Oups... Und apropos Islamdebatte: Hoffentlich wird nach diesem Beitrag von mir in Rom nicht die Schweizerischen (oder die Österreichische? Oder am Schluss gar die Ungarische???) Botschaft abgefakelt!

((der Unaussprechliche))

Anonym hat gesagt…

Naja... Also wenn K. ihrem "Pädo", der sie trotz allem hündisch bewinselt wie immer, sogar noch "die Kleinen" mitbrächte, dann wär das schon sehr schräg... Eine Art "Vertrauensbeweis" sozusagen.

:-)

((d.U.))

fufi hat gesagt…

Tja, die Orsi Kocsis ist ja ein ganz hübsches Meitschi.
Wie die wohl als Frau aussehen wird?

fufi hat gesagt…

fufi macht keine Rechtschreibefehler, obwohle er die RS gemacht hat (aber damit war seine Militärkarriere denn auch schon zu Ende).

Und die macht er denn schon grad gar nicht in fufi's Lounge!

Aber fufi liebt '

Carolina hat gesagt…

Fufi, guck mal von Deinem Hügel runter: der schönste Sonnenuntergang seit langem, mit Bergpanorama - soooo schön.
Für morgen habe ich dem Kind Schlitteln auf dem Bachtel versprochen - ab Freitag verwandelt sich alles in Pflotsch!

Deswegen, Tiger, kann ich leider morgen weder ins Au Gratin noch ins Au Premier kommen - habe Rücken vom Schneeschaufeln.......
(Aber interessieren würde es mich doch......)

fufi hat gesagt…

Und gell, Tiger:

Im au Premier gibt's (Achtung: ' ) auch einen Lift, und der ist äusserst nütlzich (nüztlich, meinte ich, NEIN: nüpflich, latürnich), besonders nach dem ersten Date.
Weil der mit der Treppe runter?
Holy shit!

fufi hat gesagt…

Also Carolina
wenn du heute schon einen Rücken hast vom Schneeschippen, WAS hast du dann morgen nach dem Schlitteln?

http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Tolypeutes_matacus,_Naturhistorisches_Museum_Wien.jpg&filetimestamp=20100520210103

fufi hat gesagt…

Und Caroline,
von wegen dem Sonnenuntergang:

Die allerschönsten weil unvergesslichsten Sonnenuntergänge hab ich im Herbst 2004 erlebt.
Das war nämlich so:

Als wir im Sept.04 in unsereWohnung zogen, stand dieselbige seit Feb.04 leer. Und das haben Wespen benutzt, um sich auf dem Balkon ein Gigantonest einzurichten, was wir dann nicht zerstören wollten.
Und es ergab sich, dass die Wespen jeweils zu Sonnenuntergang von Osten her, wo ein kleiner Hügel mit grossen Tannen steht, nach Hause flogen. Und weil es ein grosses Wespennest war, waren es hunderte, tausende oder sogar dutzende von Wespen, wo nach hause flogen, das heisst: der Himmel war voll von Wespen.
Und ich stand mittendrin, auf dem Balkon, und sie flogen um mich herum, links und rechts. Und es geschah zuweilen, dass sich eine in meinen wenigen Haaren verhedderte, und wenn ich sie süüferli befreite geschah mir nichts. GAR nichts.

Das ging 2 Monate lang so, bis die Wespen sozusagen von sich aus beschlossen, das Zeitliche zu segnen.

2 Stiche waren zu verzeichnen, der erste traf den Kater und ging auf’s Konto“Pass auf, womit du spielst“. Der 2te traf mich auf der Glatze und bedeutete: Unter 1000en gibt’s immer mindestens einen Idioten!

Nein, es ist nicht so, dass ich mir wieder ein Wespennest wünschte (zumal fufine auf deren Stiche reagiert, allergisch ist zu wenig gesagt), aber es war schön.
Ganz einfach schön!

fufi hat gesagt…

Oh Mann, welche Vehler:
CarolinA hab ich gemeint,
und beim Sonnenuntergang latürnich vom WESTEN her!
Hoffe, hab damit in kein Wespennest gestochen und verabschiede mich glaiûb besser, für heute!

Carolina hat gesagt…

Fufi von Fufi's (!) Lounge: Den Rücken habe ich erst seit heute nachmittag so richtig - nachdem ich Kind das Schlitteln versprochen habe. Versuche noch ein wenig zu intrigieren, damit jemand anders morgen übernimmt - aber der beisst einfach nicht an......... Naja, der Abend ist ja noch jung, aber ich nicht; heute spüre ich jedes einzelne meiner Lebensjahre, aber deftig. Tschüss Fufi - gute 'Besserung'!

C. hat gesagt…

Schön, das mit den Wepsen, natürlich nicht für Allergiker. Ab und zu mal verirrt sich ein Bienenschwarm in unseren Garten, da ein Nachbar von uns imkert. Faszinierend. Nur die Hunde tun, als wenn Ausserirdische landen würden.....

Tiger hat gesagt…

Wuff wuff! Tiger machen sonst eher Miau. Oder Groooaaaarrr.

Katharina hat das "Pädo" zurückgenommen, Unaussprechlicher. Wäre sonst in der Tat etwas seltsam.

Nache ZH gehe ich morgen Abend nur dann, wenn jemand sagt, er/sie komme auch. Einen Gintonic kann ich auch zuhaus machen (ja, ich muss Tonic kaufen, stimmt). Auf dem Bachtel war ich im Juni, sehr schön. Jetzt ist es nicht so gastlich.

Tiger hat gesagt…

Übrigens erinnere ich mich lebhaft, wie unser Geschichtslehrer in jeder Prüfung fünf oder so Begriffe gab zum Definieren und jeweils einen Satz verlangte. Und eine Definition mit "ist, wenn" war von vorneherein inakzeptabel...

"'Fruchtbarer Halbmond' ist, wenn man in der ersten Monatshälfte aussät" zum Beispiel (totaler Quatsch, aber ich rede ja vom "ist wenn") oder "'Palais Wilson' ist, wenn französische Tennisspieler ihre Bälle benennen."

Wäre es nicht sünd und schad, wenn so ein gewitztes Kerlchen wie ich der Welt verloren ginge? Ich meine: nein.

Anonym hat gesagt…

no, i would never appear in a publicly announced meeting like this, tiger. sorry. not with all the creeps looming around here. besides.. Frager is not a tripod. more like a longstocking with a candy stuck to her privates. or else some crackpots from newsnet trying to save their sorry little blog franchise.

try central Switzerland next. not the sump in zurich at the main station.

try this:

http://www.winkelried.ch/

we bought something nearby.

kat.

Tiger hat gesagt…

Mein GA bringt mich überallhin... tell me quando quando quando (e dove).

Tiger hat gesagt…

Eh ja, ich war nicht in Zürich heute, wäre sicher todlangweilig gewesen...

fufi hat gesagt…

Und exklusiv für den Tiger:

Eine Definition ist, wenn:
Die Definierung einer definitiven Definition definitiv durch die Definition definiert wird, die durch die Definierung definitiv definiert wurde.

Alles klaro?

fufi hat gesagt…

Und in deiner Sprache, Tiger:

Dim Definition as IstWenn

:grins:

Orlando hat gesagt…

Jetzt schaut euch mal diese Schisse an:
http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/Nicht-so-verbissen-Leute/story/17541041?comments=1

Dabei hat Mörgeli komplett falsch gefragt!

Er hätte twittern sollen:

Wollen die Linken, dass künftig auch eine Frau mit ihrem Hund eine eingetragene Partnerschaft eingehen und die Welpen, die der Hund mit einer anderen Hündin hat, adoptieren kann?

oder:

Wollen die Linken, dass auch Geschwister heiraten und die Kinder des einen Geschwisters adoptieren können (dann wäre also ein Onkel gleichzeitig der Papi oder Mamis Lebenspartnerin gleichzeitig die Tante...)?

Uäääk! Kotz!

Die spinnen, die Schweizer. Zum Glück: andernorts lacht man über derlei spiessig-hyperkorrekte Perversionen.

Ich sage nur dies: Wenn eine Gesellschaft keine Schwulen, Hexen, Mörder und Aussätzigen mehr hat (weil sie die alle "integriert" hat), dann fehlt ihr - genau das: die Schwulen, Hexen, Mörder, Aussätzigen, also jene, die sie ausgrenzen muss. So eine Gesellschaft lebt in einem Paralleluniversum, das wie eine Blase zerplatzt, sobald es am Boden der Realität ankommt. Autsch!

Ahh, ich bin in der Stimmung für ein zünftiges rhetotrisches Pogrömchen heute!

fufi hat gesagt…

Tja, Orlando, in 1 gebe ich dir vollkommen recht:
Nach seinem Tweet zu urteilen hat der gute Ch.M. schon grad gar nicht verstanden, worum es da bei der Debatte denn überhaupt gegangen ist!
(aber er ist ja auch kein Professor!)

Und von wegen deiner Lust auf verbale Ausfälligkeiten: Schreib doch rasch eine CB!

Carolina hat gesagt…

Ja, man merkt es, O, Sie müssen gute Luft getankt haben. Damit Sie auch etwas zu täubelen haben:

Es geht nicht mal so sehr um die (wie so oft, unsäglichen) Kommentare eines Mörgeli, sondern um ein einfaches Prinzip, welches Herr M, Herr B und einige seiner Konsorten einfach nicht begreifen: wenn ich etwas erreichen will, dann strecke ich zuerst mal meine Fühler aus und überlege mir, wie und wo man Menschen abholt, damit sie denken: ja, da hat er Recht, das würde ich unterschreiben. Die meisten Menschen haben ob ständiger Polarisierungen ein Unbehagen - vor allem die Schweizer sind ein Völkchen, dass ein hoch entwickeltes Sensorium für Egomanie und Eigennutz hat, damit erreicht man beim Wahlvolk nur Erschrecken und Distanz. Man muss einfach annehmen, dass die Herren (und leider wird die gesamte Partei, die sie vertreten, durch dieses herrische und unempathische Getue versaut) - und das wird Ihrem Pogrömchen noch ein wenig auf die Sprünge helfen - keinerlei emotionale Intelligenz haben, wie vielfach bewiesen in den letzten Jahren. Die causa Mörgeli ist ein Beispiel dafür, was passiert, wenn man nicht den geringsten Schimmer von seiner eigenen Aussenwirkung hat: man wird, aus scheinheiligen Gründen und sobald irgendwie möglich, entfernt. Im Falle Blocher ist die Sache komplizierter, da er so eine Art Herrgott-Funktion hat - aber kaltgestellt ist er allemal (kommt dazu, dass nur sehr wenige den Mut haben, ihm zu sagen, dass seine Art eine Unart ist).

Schade, Schade, denn die intelligenten, nachdenklichen Wähler kann so etwas einmal mehr nur abschrecken - denn so ein blödes Gehabe ist einfach völlig kontraproduktiv.

Orlando hat gesagt…

Carolina, die Schweiz ist ein Mehrparteiensystem. Es geht hier doch nicht darum, 50+ für sich zu begeistern und eine Regierung stellen zu können. Klar, die SVP hatte solche Träume mal, vor den letzten Wahlen (35% etc). Das ist aber unschweizerisch und damit muss man sich abfinden.

Es ist gerade das Fehlen von "emotionaler Intelligenz", dass Argumente roh auf den Tisch kommen können, nicht das jeden letzten Wähler überzeugen Wollen, das diese Partei so gut macht. Viele anderen Politiker verwechseln Politik mit einem Beliebtheitswetbewerb, wo es darum geht, möglichst geschmeidig und als glatte Kerlin rüberzukommen. Gerade der Umstand, dass sogar urbane Gefühlsmenschen und taktvolle Bünzli bisweilen insgeheim applaudieren, wenn der Mörgeli oder der Blocher wieder etwas sagen - was sich in den Erfolgen niederschlägt, die diese Partei nicht unbedingt so sehr in Wahlen, aber in Abstimmungen erzielt - zeigt eben eines: Dass sie für jene Seite steht, die schwer Eingang findet in den öffentlichen Diskurs, die zu dem ehrlichen, ungeheuchelten, rohen, im unkorrekten Dunkeln agierenden Bestände unseres Denkens als Staatsbürger ausmacht, das eben AUCH ein wichtiger Teil des Ganzen ist. Das habe ich jetzt extra psychologogespührig formuliert.

Die Linken wachen im Diskurs, die Rechte wacht über den Diskurs.

Als Politiker ist das doch ganz in Ordnung, wenn man von einem von drei Wählern geliebt wird und von den anderen beiden gehasst. So bleibt man sicher im Gespräch.

Kümmern wir uns doch lieber um die Argumente selber, und nicht darum, wer was wie und in welcher Tonlage sagt. Dann hätten wir schon viel erreicht.

Ich finde, es gibt drei Bereiche, Caroline, in denen "Nachdenklichkeit" (ihr Lieblingswort) nichts verloren haben: In der Liebe, in der Politik und in all jenen Berufen, in denen etwas (materielles oder immaterielles) erschaffen wird. Leider gibt es davon nicht mehr so viele in unserer sog. Dienstleistungsgesellschaft, wo Horden von Geisteswisenschaftlern den ganzen Tag nur noch nachdenken.

Mit anderen Worten: Wir sollten leidenschaftlicher leben, uns kompromisslos für unsere Überzeugungen einsetzen und ab und zu einen Baum pflanzen.

Aber das ist ein anderes Thema.

Tiger hat gesagt…

O, als ich Software herstellte, musste ich viel, sehr viel, nachdenken. Ich hoffe, es gibt keine Softwareleute, die nicht nachdenken.

Orlando, Dein Lob der Empathielosigkeit kann ich gar nichts abgewinnen. Wenn sich die Empathielosen bewusst würden, wie viel sie der Tatsache zu verdanken haben, dass nicht alle so empathielos sind wie sie, wäre viel gewonnen. Wo wäre O, wenn er inmitten von lauter Os aufgewachsen wäre und leben würde? Ich sag's Euch: im Dreck.

Carolina hat gesagt…

Noch ein kleines Gschpürschmi-Update für Sie, O: ich bin ein extrem leidenschaftlicher Mensch (mein armer Gatte kann das bezeugen), aber ich habe soviel Verstand behalten, um mich meiner jeweiligen Umgebung anzupassen oder, 'kompromissloser' ausgedrückt, taktisch handeln und denken zu können, um etwas zu erreichen, von dem ich überzeugt bin, dass es richtig ist. Wenn ein Politiker das nicht kann, versagt er schon auf einer ziemlich tiefen Ebene.
Und wir reden hier von einem Politiker bzw einer politischen Partei.
Einer, der so abgehoben ist, dass er nicht mehr sehen kann, dass er seiner Partei schadet (z.B. indem er drei Wähler für sich gewinnt, sich aber mit demselben Auftreten zwei Todfeinde schafft - wenn es doch wohl im Interesse der Partei wäre, er würde sich nicht jeglichen Zugang für immer zu den neuen Todfeinden verbauen), gehört gefeuert. Geben Sie mir politisch inkorrekt jeden Tag, O, aber bitte nicht von Soziopathen, die den kompletten Tunnelblick haben.

fufi hat gesagt…

Von wegen dazu:
Da hat letzthin wer in unserem lokalen Fondueblättli einen Leserbrief geschrieben zu einem Auftritt von Ch.M. in ichweissnichtmehrwelcher Sache.
Fazit:
Anfänglich sei er zur SVP-Idee eigentlich sehr positiv eingestellt gewesen. Aber nachdem der Referent 2 Stunden lang bloss über alle und alles - gelinde gesagt - gelästert habe, hätte er seine Meinung denn halt doch noch geändert.

DAS hat nämli NICHTS mit fehlender emotionaler, aber sehr viel mit fehlender politischer Intelligenz zu tun!
Weil: Die wo mit mir einig sind muss ich nicht eh noch zusätzlich anheizen, aber die anderen sollte ich überzeugen wollen.

Tiger hat gesagt…

Also, ich hatte auch schon das Gefühl, Carolina "Frau Vaisselle" zu nennen, auch schon "Anita Fetz", auch schon "Vreni Spörri", auch schon "Natalie Rickli". Irgendwie hat sie von allem etwas. Ah ja, natürlich hat sie auch etwas von Maggie Thatcher und von Ursula Koch.

Keine Beleidigung, Carolina. Du hast auch etwas von Michelle Obama.

Und fufi: Unsere lokale Raclettepostille lese ich gar nicht. Ist nur deprimös.

Ah ja, unsere Gemeinde hat gestern Abend mit der entscheidenden Mithilfe von Tiger den Steuerfuss von 70 auf 80 Prozent erhöht. Ist doch toll, nicht?

Tiger hat gesagt…

Lest das mal: http://www.woz.ch/-344a . Das ist ja sehr unterhaltsam.

Der letzte Satz im Artikel lässt aufhorchen.

Carolina hat gesagt…

Ursula Koch? Bloody hell. Fehlt nur noch Ruth Genner - die Frau treibt mich auf die Bäume..... 'Frau Vaisselle'? Hmm. Maggie Thatcher? Das nehme ich jetzt einfach mal als Kompliment.... Ich sehe allerdings viel, viel besser aus und halte rein gar nichts von pinkem Gesichtspuder:)))

Leider muss ich das Psychologen-Pogrom jetzt abbrechen. Habe die polnische Verwandtschaft zum Gansessen da - sie (die Gänse natürlich) brutzeln friedlich im Ofen, die Klösse und das Rotkraut sind angesetzt, jetzt kommt das Dessert dran. Zwischendurch treibt es mich sicher mal wieder her.... Schönen Samstag!

C. hat gesagt…

PS, Tiger: Ihr habt einen Steuerfuss von 70 Prozent? Na, dann kann man gut auf 80% erhöhen. Unsere Gemeinde hat einen der höchsten Steuerfüsse gesamtschweizerisch!!!!!! Fufis, glaube ich, auch, oder?

fufi hat gesagt…

Nun, ob gesamtschweizerisch weiss ich nicht, aber unser Fondueblatt hat jahresanfangs gejubelt, dass der Steuersatz um 1% sinke.
Später dann so verschämt der Hinweis, dass das sei, weil der kantonale Höchststeuersatz um 1% gesenkt worden sei ... ?
Freude herrscht!

Tiger hat gesagt…

Klar kann man den erhöhen, logisch. Allerdings sind wir ja im Kanton SZ und da heisst 80% etwas Anderes als in Wald, Wangen-Brütti- oder Wallisellen.

Interessant war an der Gemeindeversammlung, dass eigentlich nicht viele Voten gegen die Steuerfusserhöhung zu hören waren und diverse dafür. Die Abstimmung am Schluss ging aber knapp aus. Die anonymen Steuersparer sind überall. Aber diesmal haben sie abgeloost (zwei o, damit man das Wort so liest, wie es ausgesprochen wird...).

Interessant ist, dass unsere Gemeinde vor gut 30 Jahren noch als "Steuerhölle" verschrien war. Heute beherbergen wir einen der grössten Finanzplätze der Welt (in einem bestimmten Finanzmarkt, fragt mich nicht).

fufi hat gesagt…

Und à propos Carolinas brutzelnde Gänse:

Der kleine Hansli beschwert sich: Mami, es isch esoo heiss!
S'Mami: Bis ruig und lass endli emal die Bachofetüüre zue!

In diesem Sinne:
En Guete, rundume, und en schöne Aabig!

Orlando hat gesagt…

Tigri, du Schwachkopf, mir ist es egal, wenn du der Gemeinde mehr von deinem Geld geben willst, das ist dein Problem. Hat man den Steuerfuss einfach so mal erhöht, weils grad so gäbig ging und die anonymen Freunde der Staatsmacht grad in der Mehrheit waren, oder gibts dafür eine Begründung?

Das muss eine wahre Republik der Idioten sein da bei euch.

@Fufi: Anfänglich sei er zur SVP-Idee eigentlich sehr positiv eingestellt gewesen. Aber nachdem der Referent 2 Stunden lang bloss über alle und alles - gelinde gesagt - gelästert habe, hätte er seine Meinung denn halt doch noch geändert.

Da wechselt offenbar jemand seine Meinungen wie die Unterhosen...weisst du, die Unentschlossenen, die Grashalme im Wald, die Anpasser und Opportunisten, die ihre "Meinungen" danach ausrichten, wo grad der modische Wind herweht - die sind weniger die Klientel, welche die SVP ansprechen will, glaubs.

@Carolina:

Resultate Mörgeli Christoph, 1960, Schweizerische Volkspartei, bei den letzten vier Nationalratswahlen im Kanton Zürich:

1999: 99'267 Stimmen, 10. Rang aller Kandidaten
2003: 126'662 Stimmen, 5. Rang aller Kandidaten
2007: 151'468 Stimmen, 2. Rang aller Kandidaten
2011: 132'717 Stimmen, 3. Rang aller Kandidaten

Also, es ist nicht etwa so, dass er "sich und seiner Partei schadet", und wenn doch, tut er dies au doch sehr hohem Niveau...;-)

Oder ist Carolina am End' eine jener heimlich SVP wählenden, die aber nicht dazu steht, es aber möchte, aber vor der Meinungshoheit ihrer linken Kollegen und Bekannten kuscht? Hätte Carolina lieber eine geschmeidige Pascale Bruderer, die aber das SVP-Gedankengut vertritt, das Carolina so gefällt? Oder warum hat wohl Carolina Angst davor, dass Mörgeli "der Sache" und der Partei schade?

Wie gesagt, ich möchte lieber über Inhalte diskutieren und nicht über Stilfragen.

Dobrze, dobrze, Karolina praca w kuchnie...smacznego i Boze Narodzenie!

Orlando hat gesagt…

Grashalme "im Wind", nicht "im Wald"...

Tiger hat gesagt…

Der Steuerfuss wurde erhöht, weil die Gemeinde sonst unweigerlich weit in die Miesen fällt (sprich: Schulden macht). Der Gemeinderat besteht vorab aus Bürgerlichen. Die SVP war natürlich dagegen, aber das ist ja gar nicht Ernst zu nehmen, die sind ja eh gegen alles.

In unserer Gemeinde ist die Staatsquote so ungefähr die höchste im Kanton, aber sie ist etwa so, wie in Wädenswil und Horgen.

Aber, O, dass C nicht zu ihren politischen Präferenzen stehen könnte, wenn sie wollte, traue ich ihr total nicht zu, das grenzt schon fast an Beleidigung.

Pascale Bruderer hat als Hauptvorzug in meinen Augen ihre Sexyness. Sonst finde ich sie ziemlich unsympathisch. Da gefällt mir Natalie Rickli schon viel besser (leider ist sie mir neulich recht misstrauisch begegnet, als ich sie fragte, ob sie Natalie Rickli sei. Sie sagte sowas wie "und wer will das wissen?")

Tiger hat gesagt…

Und dass O seine Frau-am-Herd-Sprüche auf Polnisch codieren muss...

O Jesteś tchórzem tchórz

Anonym hat gesagt…

Mehr! Mehr von Orlando, mehr von Carolina, Mila, von den diversen, angeblich nur widerwillig sich hier aufhaltenden Anonymen. Und ja, auch vom Tiger.

Ist Ihnen denn nicht bewusst, dass Sie eine Leserschaft haben, die Sie alle schmerzlich vermisst? Im MB und auch sonst? Auch wenn der leicht verruchte Rahmen der Bar besser passte - die Lounge hat so ein bisschen was von Kirchen-Jugendtreff - wünscht man sich als Leser doch auch hier regeren Austausch. Aber das Tösstal ist halt schon ein bisschen abgelegen, man muss ja hinterher noch fahren.

fufi hat gesagt…

Hey Anonymes, du hast die Adresse!

Wo bleibt deine Carte Blanche?

Tiger hat gesagt…

Na das klingt ja toll.

Meine CB folgt bald, fufi, gell?

Anonym hat gesagt…

Tia, was den Stoersatz betrifft, ist der Kanton Nidwalden halt formidabel. Dank all den teutonischen Industriekapitaenen, die sich dann im Hotel Winkelried zu Stansstad bedeppert saufen. Auch sonst machen die einige buerokratenfuerze aus bern nicht so mit. republikaner halt. ganz anderes als das idiotische Luzern, das mit groessenwahnsinnigen staedteplanerischen projekten, die sie eh nicht finanzieren koennen, die affluenten verscheuchen und den charme und das cachet der stadt kaputtplanen. wieviel erstklassige, seit generationen als familienbetriebe weltweit bekannte gastronomie und hotellerie betriebe muessen den noch geopfert werden fuer eine furzokratie der pseudo concept gastronomen, wo nur wichtig ist, wie eklektisch der text zum wein toent. eine landschaftliche perle mit world class hotellerie geht dabei kaputt. statt qualitaet sinologische eklektitaet vom caterer.

anonym. der MB hat sich seine blog franchise selber zerschossen.

kat.

Orlando hat gesagt…

@kat

Ich war diese Woche einige Tage in einer italienischen Stadt. Was ich dort an ehrlicher, ungekünstelter und gekonnt eleganter Gastfreundschaft erlebt habe, jagte mir fast den Nuggi raus. Da braucht es für Kundenorientierung keine Konzepte, das ist geradeheraus und hat Klasse. Und ich meine das nicht nur aufgrund der für uns natürlich äusserst attraktiven Preise. In der Hotellerie findet man alles, auch miese Abstiegen, klar. Aber eben auch Grandeur die an vergangene Zeiten erinnert. Stil und Klasse. (Ich frage mich jeweils, wieso ich für ein paar Tage ein Luxushotelzimmer nehmen sollte, wo ich um Lichtjahre protziger wohne als zuhause, wenn ich sowieso meist auswärts bin und dort ja nur schlafe). Manchmal frage ich mich, wie wir in der Schweiz überhaupt noch ausländische Gäste haben, bei den Preisen und dem verkrampft-pingelig-gekünstelten Getue.
In der Gastronomie spricht in Italien halt einfach die überragende Qualität der Produkte und eine Exzellenz in deren Zubereitung für sich, da baucht es keinen aufgemotzten Firlefanz um Regionalität, Önologie und Slow Food - es ist einfach gut und toll und war es schon immer. Im Sommer ist man dort von Touristen überschwemmt und macht tüchtig Kasse, aber das trifft auf unsere Städte ja eigentlich auch zu.

@Anonym: Ich schreibe längst nicht mehr für ein Publikum. Ich sitze faul in dieser Lounge und warte, was mir vor die Nase kommt und zerlege es dann genüsslich in wenigen Kommentaren. Wenn ich gerade Lust dazu habe. Dank für das Kompliment an die Bar.

@Tigr: Klar, wenn man Schulden macht, muss man sofort die Steuern erhöhen, damit man noch mehr Geld mit Schaufeln zum Fenster rauswerfen kann. Oder wieso ist man in die Miesen geraten, etwa weil man von unvorhergesehenen Katastrophen heimgesucht wurde? Sind Dutzende Hochverdiener plötzlich weggezogen? Spüren die Weltfirmen, die in der Gemeinde domiziliert sind, plötzlich die sogenannte Finanzkrise? Nein, Bürger Tigri, erklär' uns mal das Loch in der Gemeindekasse. Oder bist du als Umverteilungsfan einfach hingegangen um die Steuern zu erhöhen, weil das irgendwie gut ist, so wie Schweden und so? Und haben all die SP-Sozialarbeiter-Fütze ein feuchtes Höschen gehabt, nachdem die Gemeindeversammlung beschlosen hat, dass die Gemeindekasse mehr Knete bekommt?

fufi hat gesagt…

@Orlando

Danke auch fürs Kompliment an die Lounge!

Beste Gans-Brutzlerin im Oberland, nicht polnisch sprechend hat gesagt…

Warum reden Sie mich nicht direkt an, O? Warum die bescheuerte 3. Person? Distanzierung? Sarkasmus?
Nicht ich habe mit den Personenvergleichen bzw dem Stil einer Diskussion angefangen. Es ist mir relativ gleichgültig, mit wem sie mich in einen Topf werfen wollen.
Ich habe schon mal gesagt, dass ich bekennende Wechselwählerin bin - mit zunehmender Tendenz zur ich-weiss-nicht-was-wählen-Wählerin. Und nein, ich wechsle meine Meinungen nicht wie die Unterhosen, aber ich beobachte scharf, weniger einzelne Persönlichkeiten (ich weiss z.B. nicht, wofür eine P Bruderer steht, ist mir auch wurscht), sondern Tendenzen, Meinungsmache, Tagi-wir-bringen-auch-dieses-Thema-noch-in-den-Mainstream-Geschreibsel, Medienmanipulationen aller Couleur. Und das mir wichtigste ist, Menschen Eigenverantwortung zuzugestehen, ihnen vorab das Vertrauen zu geben, dass sie mit ihrem Leben selber zurecht kommen. Diesen Anspruch sehe ich immer weniger bedient, aber noch am ehesten von einer SVP. Daher beelendet es mich, wenn eine sachliche Diskussion regelmässig abgleitet, weil 'meine linken Kollegen und Bekannten' (schliessen Sie nicht immer von sich auf andere, O!) nicht verstehen können, wieso ich eine Partei unterstütze, die einen Mörgeli in verletzender und polemischster Art und Weise wüten lässt, die Kampagnen wie die unsäglichen Schäfli und Springerstiefelscheisse im HB zulässt, von der, da hat Fufi absolut Recht, sich denkende, empathische und anständige Menschen verabschieden, weil sie vom Stil angeekelt sind. Schlechter Stil mag als reine Oberflächlichkeit abgetan werden, hat aber eben oft genug die Folge, dass Inhalte gar nicht erst zur Kenntnis genommen werden.

Orlando hat gesagt…

Dan habe ich ja recht. Sie verhalten sich so, weil es ihre Partei ist. Carolina ist eine SV-Frau. Und hat nicht mal einen Dutt und die Küchenschürze um...

Schäfli und die Minarette haben nachweislich genau gewirkt. Es waren politisch höchst konzise Kampagnen und haben etwas zum Ausdruck gebracht, was die Menschen beschäftigt, was aber die linken Meinungswächter mit einem Denk- und Redeverbot belegt haben. Carolina, Hand aufs Herz: Haben sie etwa GEGEN die Ausschaffungs- und Minarettinitiativen gestimmt? ;)

Wir sollten Prof. Dr. Mörgeli dankbar sein, dass er sogar seine Karriere aufs Spiel setzt um der Meinungsfreiheit eine Gasse zu schlagen.
Ja, ich halte Mörgeli für einen modernen Winkelried!

Übrigens ist hier bislang noch jeder eine Antwort au die Frage schuldig geblieben, WAS GENAU Mörgeli im Verlauf der Jahre denn so schlimmes gesagt und geschrieben habe. Nur zu, ich bin offen, das in aller Ruhe zu diskutieren.

Dafür würde wohl eine Sammlung der Beleidigungen, Verunglimpfungen und Beschimpfungen, die er im Laufe seiner Karriere ähnlich wie viele andere SVP-Vertreter über sich hat ergehen lassen müssen, mehrere Bände füllen.

Orlando hat gesagt…

Übrigens: wenn wirklich alle, die sich jetzt so gegen Mörgeli ergeistern, jede Woche seine (einzige) Kolumne gelesen hätten, um zu ihrem negativen Urteil zu kommen, dann hätte die Weltwoche vermutlich eine höhere Auflage als 150'000.

Carolina hat gesagt…

Orlando, Sie dürfen mich einordnen, wo Sie wollen. Bin ich halt eine SV (sic)-Frau und ab und zu bin ich das, ja. Kein Dutt, aber Küchenschürze ganz gern mal.

Mörgeli ist ein Hetzer, ein Polemiker, wie er im Buche steht. Ich habe ihn einmal bei einer Führung im Bundeshaus erleben 'dürfen' - ich hatte das Gefühl, es spricht ein ständig grinsender Eisschrank zu uns. Augenhöhe ist bei ihm gar nicht möglich, denn er ist so von sich überzeugt, dass er es nicht für nötig befindet, auf Argumente, Fragen oder gar, Gott bewahre, Anregungen einzugehen. Er spult sein Programm ab und ich hatte das Gefühl einer grossen inneren Leere und Eiseskälte. (Der andere Politiker, bei dem es mir ebenfalls kalt den Rücken hinunterläuft, ist übrigens Bastien Girod - brrrr).

'Ja, ich halte Mörgeli für einen modernen Winkelried!' Da kann ich Ihnen leider auch nicht helfen, O. Ich persönlich halte ihn (ganz altmodisch) für ein A....loch.

Ach übrigens: Sie brauchen mich jetzt nicht daran erinnern, dass mein Post völlig subjektiv, emotional und faktenfrei ist - genau diese Reaktion löst nun mal der Herr Professor in mir aus.

Kommentar veröffentlichen