Freitag, 3. April 2015

Ist Leiden sinnlos?


Selbstverständlich JA!

Aber mal zunächst: Woran leiden wir denn?

An Krankheiten

Ziemliche Scheisse. Da hat uns die Evolution ja wirklich was Bescheuertes eingebrockt.
Mit diesen Viren und den Bazillen und was uns da auch noch so krank macht.
Und dem genetischen Zeugs, wo vielleicht schon bald heilbar ist.
Oder hat gar der Liebe Gott die Welt so eingerichtet, dass wir unter solchen Krankheiten leiden müssen? dürfen? sollen?


An der Welt, den Umständen, den zufälligen Ereignissen

Jetzt hat sie mich verlassen, meine Freundin, obwohl ich doch seit Jahren immer gemacht habe, was sie mir befohlen hat!
Ich wäre ja so viel lieber Polizistin geworden als Hausfrau!
Weshalb ist gerade MEIN Mann von einer besoffenen Kantonsrätin der Grünen zum Krüppel gefahren worden?
Blindwütendes Schicksal? oder Gottes Fügung?


DER MENSCH! – es gibt nichts Schlimmeres!

Aktuell gab’s da in Südfrankreich 1 Suizid mit 150 Toten.
Und der IS tötet ja nur Heuchler, vom Glauben Abgefallene und Ungläubige.
Und der Vater wo seinen Sohn auf offener Strasse zusammengeschlagen hat, irgendwo im Züribiet, hat’s doch nur gut gemeint.
Und der andere Vater, wo seine 14jährige Tochter in die Geheimnisse der körperlichen Liebe einführt, will sie ja auch nur auf ihre künftige Rolle als Ehefrau vorbereiten.
Und dann gibt’s die Eifersüchtigen, die Rachsüchtigen, die Selbst- und die anderen Gerechten, und die plagen, quälen, töten und foltern auch gerne, wenn’s denn sein muss.
Und das meist im Namen irgendeiner höheren Gerechtigkeit. (-> Ethik!)
Und Abu Graib und Guantanamo und Auschwitz  und so Gulags und (nicht nur) chinesische Umerziehungslager sind ja eh bloss propagandistische Lügen.
Und Und Und Und Und - - - ad absurdiam nauseatisticam

Ist söttiges Leiden sinnvoll?


Vom unsinnigen Sinn des Leidens

Erst meine Krankheit hat mir die Augen geöffnet!
SEIN Schicksal hat MEINEM Leben eine Wende gegeben!
Der Tod meiner Mutter hat mir einen neuen Weg gezeigt!

Musste da wirklich wer leiden, damit WIR entlich(?) was merken können, was wir ebenso hätten merken können, wenn wir denn bloss früher schon - hach ja - jedenfalls ohne dass deswegen wer hätte leiden oder verrecken müssen?

2 Kommentare:

fufi hat gesagt…

Ja selbstverständlich hat mir "mein Leiden", ich sag mal was gebracht.
Ich hab , e.g., erst in der Psychoanalyse gelernt, dass ich Denken kann.

Bloss: Hätte ich DAS denn nicht auch, zum Beispiel über liebevolle Förderung erhalten können?
MUSSTE ich deswegen wirklich "leiden"?

fufi hat gesagt…

Und klar doch kann's sein, dass wer wo leidet, Hilfe findet im Leiden eines anderen - im Leiden Jesu, zum Beispiel.
Aber ehrlich: Macht DAS denn das eigene ebenso wie das fremde Leiden auch nur um 1 Jota sinnvoller?

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