Donnerstag, 9. April 2015

Von Märtyrern und falschen Lückenbüssern

Ich hab eben, wie ich das alle Tage mache, mir die Biographie des einen

Tagesheiligen

angesehen, auf
www.heiligenlexikon.de












Und das ist heute Dietrich Bonhoeffer.

Der wurde nämlich genau heute vor 70 Jahren von den Nazis ermordet.
Genauer: Gehenkt, und davor musste er sich nackt ausziehen,
vor dem Gehenkt-werden!

Ich möchte diesen Text hier reinstellen, von Bonhoeffer:
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Bonhoeffer in einem (Brief an Renate und Eberhard Bethge aus dem Gefängnis Berlin-Tegel an Heiligabend 1943

Zunächst: es gibt nichts, was uns die Abwesenheit eines lieben Menschen ersetzen kann, und man soll das auch garnicht versuchen; man muss es einfach aushalten und durchhalten; das klingt zunächst sehr hart, aber es ist doch zugleich ein großer Trost; denn indem die Lücke wirklich unausgefüllt bleibt, bleibt man durch sie miteinander verbunden. Es ist verkehrt, wenn man sagt, Gott füllt die Lücke aus; er füllt sie garnicht aus, sondern er hält sie vielmehr gerade unausgefüllt, und hilft uns dadurch, unsere echte Gemeinschaft miteinander – wenn auch unter Schmerzen – zu bewahren. Ferner: Je schöner und voller die Erinnerungen, desto schwerer die Trennung. Aber die Dankbarkeit verwandelt die Qual der Erinnerung in eine stille Freude. Man trägt das vergangene Schöne nicht mehr wie einen Stachel, sondern wie ein kostbares Geschenk in sich.

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Das Ganze findet ihr hier:

https://www.heiligenlexikon.de/BiographienD/Dietrich_Bonhoeffer.htm


Bonhoeffer in einem (Brief an Renate und Eberhard Bethge aus dem Gefängnis Berlin-Tegel an Heiligabend 1943

Zunächst: es gibt nichts, was uns die Abwesenheit eines lieben Menschen ersetzen kann, und man soll das auch garnicht versuchen; man muss es einfach aushalten und durchhalten; das klingt zunächst sehr hart, aber es ist doch zugleich ein großer Trost; denn indem die Lücke wirklich unausgefüllt bleibt, bleibt man durch sie miteinander verbunden. Es ist verkehrt, wenn man sagt, Gott füllt die Lücke aus; er füllt sie garnicht aus, sondern er hält sie vielmehr gerade unausgefüllt, und hilft uns dadurch, unsere echte Gemeinschaft miteinander – wenn auch unter Schmerzen – zu bewahren. Ferner: Je schöner und voller die Erinnerungen, desto schwerer die Trennung. Aber die Dankbarkeit verwandelt die Qual der Erinnerung in eine stille Freude. Man trägt das vergangene Schöne nicht mehr wie einen Stachel, sondern wie ein kostbares Geschenk in sich.

6 Kommentare:

Tiger hat gesagt…

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Gebraut nach dem deutschen Reinheitsgebot

Perlenbacher Premium Bier (sic!)

Beste Rohstoffe garantieren höchsten Genuss
"

genehmigt? Ist nicht ganz so übel.

Tiger hat gesagt…

Bonhoeffer hat uns eines der sicher schönsten (ökumenischen, Orlando) Lieder geschenkt. Geschrieben in der Haft der Nazis am Ende von 1944. Nur wenige Monate später war er tot, hingerichtet, auf direktes Geheiss Hitlers.

https://www.youtube.com/watch?v=aN7dGz6NH5M

Von guten Mächten wunderbar geborgen

Von guten Mächten treu und still umgeben
Behütet und getröstet wunderbar,
So will ich diese Tage mit euch leben
Und mit euch gehen in ein neues Jahr

Noch will das alte unsre Herzen quälen
Noch drückt uns böser Tage schwere Last
Ach Herr gib unsern aufgeschreckten Seelen
Das Heil, für das du uns geschaffen hast.

Und reichst du uns den schweren Kelch, den bittern
Des Leids, gefüllt bis an den höchsten Rand
So nehmen wir ihn dankbar ohne Zittern
Aus deiner guten und geliebten Hand.

Doch willst du uns noch einmal Freude schenken
An dieser Welt und ihrer Sonne Glanz,
Dann wolln wir des Vergangenen gedenken,
Und dann gehört dir unser Leben ganz.

Lass warm und hell die Kerzen heute flammen,
Die du in unsre Dunkelheit gebracht
Führ, wenn es sein kann, wieder uns zusammen.
Wir wissen es, dein Licht scheint in der Nacht.

Wenn sich die Stille nun tief um uns breitet,
So lass uns hören jenen vollen Klang
Der Welt, die unsichtbar sich um uns weitet,
All deiner Kinder hohen Lobgesang.

Von guten Mächten wunderbar geborgen
Erwarten wir getrost, was kommen mag.
Gott ist bei uns am Abend und am Morgen
Und ganz gewiss an jedem neuen Tag.

fufi hat gesagt…

Ja doch, Tiger!

Und genau DAS wünsch ich DIR auch von Herzen!

fufi hat gesagt…

Und da gibt's noch die andere Sache, mit dem "Lückenbüsser"-Gott.
Wo besonders gerne von den "aufgeklärten" Christen dazu missbraucht wird, die immer kleiner werdenden Lücken zu erklären, wo die "Naturwissenschaft" bis dato eben gerade NICHT erklären kann.
Gott als Quantenmechaniker?
Gott als derjenige, wo die Anfangsparameter so einstellt, dass es so kommen musste, wie es gekommen ist? Und gleichzeitig machen sie sich über die lustig, wo vor ein paar hundert Jahren den ebenso naturwissenschaftlichen "Uhrmacher"-Gott erfunden haben?

Ich verweise gerne darauf:
http://de.wikipedia.org/wiki/Physikotheologie

NEIN!
Keiner wo DAS wirklich ernst meint mit SEINEM Gott kann denselbigen denn in irgendeinster weise als "Lückenbüsser" missbrauchen dürfen!

fufi hat gesagt…

Gegenteiligst möchte ich mich allerdings auch fragewn, weshalb GOTT denn, als er vor ein paar 1000 Jahren das Universum geschaffen hat, ich meine zum Beispiel die 2.7 Kelvin Strahlung, oder die Dinosaurier-Skelette!

Tiger hat gesagt…

Danke, fufi. Wünsch ich Dir auch.

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