Freitag, 24. April 2015

Schimpansen auf Adrenalin


Ihr werdet mir wohl glauben, dass ich ein bekennender Öffentlicher bin und deshalb meinen Verkehr nur öffentlich zu machen pflege.
Auch wenn ich, ich geb’s ja zu, auch mal privat verkehre, mit meinem/unserem Gagöppeli.
















Nicht ganz unnötige 8'200 km waren’s in den letzten 11 Jahren, wobei etwa 15 - 20 Tagessätze à 120 km auf das Konto „9999 - Fremdbestimmt“ verbucht werden dürfen.


Neulich in der S3

Da reisten heute doch 3 Mädels (naja, ich schätze zwischen 18 und 30), jedenfalls offenbar aus Sambia, mit der S3 von Zürich in Richtung Wetzikon. Mit 3 Kindern, von denen sich jedoch nur 1 1deutig einer Mutter zuordnen liess.

Und ja doch, die unterhielten sich prächtig. Und ja doch, nicht wirklich im Flüsterton, sondern so ungefähr in der Lautstärke der Teilnehmerundinnennnen am Ausflug vom Senioren-Wandergrüppli der katholischen Kirche Effretikon (glaubt mir, nach 10 Jahren weiss ich, wovon ich spreche!) Und ja doch zum 3tten: Eine von ihnen verfügte über das, was ein Opernkritiker vielleicht als „tragende Stimme“ bezeichnen täte.



Das kann ja nicht gut kommen!

So weit so gut und soweit auch kein Problem, wenn in Effi eben nicht genau das besagte Wandergrüppli nicht auch noch in die S3 eingestiegen wäre.

Weil die hatten jetzt, zumal der Zug schon ziemlich voll war, 2 grosse Probleme:
1tens konnten sie nicht sich in den gewohnten Rudeln auf den S-Bahn-Sitzen niederlassen und
2tens wurde ihnen die Lärm-Hoheit von den erwähnten 3 Frauen streitig gemacht.
Holy Shit!



Fuck off, fucking Swiss, fuck Switzerland!

Sowas kann ja nicht gut gehen, dachte ich, et voilà:
Es dauerte keine 3 Minuten, bis seitens des Wandergrüpplis die ersten Reklamationen kamen, das Lautstärke-Volumen bitte etwas herunterzufahren. Was auf der Gegenseite selbstverständlich das Gegenteil bewirkte. Und so weiter und so weiter.
Ich kam mir vor wie im Affenwagen.


Und als erfahrener Tierpfleger wollte ich die Situation etwas beruhigen, aber was macht IHR denn, wenn ihr zwischen 2 verfeindeten Schimpansenhorden steht?
Eben!

Die einen töteten mich mit Blicken, die Andere hat mir den obigen Untertitel diktiert.



Und zum Schluss noch dies:

2 der 3 Frauen haben sich danach an mich gewandt und gesagt, die 3tte habe sie halt manchmal nicht so alle. Sie haben sich für sie entschuldigt.
Und die Situation hat sich eh entschärft, weil das Wandergrüppli nämlich in Pfaffikon ausgestiegen ist.
Zum Glück ist es NICHT mit dem gleichen Postauto weitergefahren wie ich,
das Wandergrüppli!
Der Lärm im Zug hat mir nämlich gereicht!

2 Kommentare:

fufi hat gesagt…

Voll kuul im Fall!

Schon die ersten 2 Besuchenden von/in diesem Post haben ein JA und ein NEIN dreingeschrieben.

So let the games begin!

fufi hat gesagt…

Ok, würde die jeweiligen Gründe eigentlich ganz gerne kennenlernen?!?

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