Wir Christen haben bezüglich der Aufrichtung des Gottesreichs nur einen, dafür einen ganz klar definierten Auftrag, der dahingehend lautet, wir sollen um sein Kommen beten. Weiter haben wir in dieser Sache nichts anderes zu tun, als dieses sein Kommen der Welt anzukündigen, indem wir ihr das Evangelium predigen.
Die Christenheit wird sich demnach nicht bemüssigt fühlen
dürfen, der Verwirklichung des Gottesreiches in der Welt auf eigene Faust etwas
nachhelfen zu wollen. Sie ist weder fähig noch beauftragt, die ganze Welt zum
Glauben zu bringen (doch bestimmt eher: zu zwingen), noch irgendein
politisch-religiöses Staatsgebilde zu installieren, das auch der unverbesserlichste
Sympathisant nur als billige Karikatur eines Reichs Gottes zu bezeichnen
vermöchte.
Bis ans Ende der Welt
Tja, da scheint's aber so einen "Missionsbefehl" zu geben, in der Bibel.
Mehr oder gar Alles dazu erfahrt ihr hier:
http://de.wikipedia.org/wiki/Missionsbefehl
Ich kann und will nicht auf die diversen Einzelheiten eingehen, WIE und weshalb diese doch recht verschiedenen Texte gerade SO entstanden sind (sowas nennt sich in der profanen Literarturwissenschaft übrigens "Textkritik"!)
Interessant ist aber:
Das "Evangelium" als Begriff gab es erst nach der Auffahrt Jesu in den Himmel. Klaro, deshalb wurde der Missionsbefehl den Jüngern ja auch erst NACH der Auferstehung Jesu gegeben!
Und interessant ist zudem:
Mt sagt zuerst in Kapitel 28:
15 Dann sagte er
zu ihnen: Geht hinaus in die ganze Welt, und verkündet das Evangelium allen
Geschöpfen!
Bevor die Nachmaligen IHRE interpretationen dazu geschrieben haben!Ach ja, und da gibt's noch den Vers 14, wo SO geht und VOR Vers 15 kommt:
14 Später
erschien Jesus auch den Elf, als sie bei Tisch waren; er tadelte ihren Unglauben
und ihre Verstocktheit, weil sie denen nicht glaubten, die ihn nach seiner
Auferstehung gesehen hatten.
Ganz cool ist im Fall auch Apg 1, 6f, wo das da drin steht:
6 Als sie nun
beisammen waren, fragten sie ihn: Herr, stellst du in dieser Zeit das Reich für
Israel wieder her?
7 Er sagte zu
ihnen: Euch steht es nicht zu, Zeiten und Fristen zu erfahren, die der Vater in
seiner Macht festgesetzt hat.
Das Türchen für heute:
Wie sich menschengemachte Paradiese doch gleichen .....




5 Kommentare:
Tja, Icordo scheint der Sache auch nicht wirklich zu trauen!
WENN es etwas gibt, was mich zum Eintritt in die Kirche bewegt, dann sind es solche Texte, toll:
Christoph Dieckmann
Tiger:
Welchen Text meinst du jetzt damit?
;-)
Den, der kommt, wenn Du auf den orangen Link klickst, oder!
Aber Tiger
Wie enttäuschend!
;-))
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