Dein Wille geschehe auf Erden ...
... wie im Himmel.
Wo das nämlich selbstverständlich ist, ganz im Gegensatz zu „auf Erden“. Letztlich geht es hier um eine Präzisierung dessen, was „sein Reich auf Erden“ bedeuten soll.
Nicht also, dass das so eine Art Paradies sein soll, nicht,
wie es die Profeten sagten, dass der Leu und das Lamm gemeinsam vom heiligen
Brunnen trinken. Nichts ist’s mit der Aufhebung der Naturgesetze und schon gar
nichts und noch viel weniger mit der Einrichtung einer globalen Monotheokratie!
Njet! Ganz einfach: DEIN Wille geschehe!
Humanoide oder Androide?
Weil, ich meine, die Bitte ist ja eigentlich recht paradox,
angesichts unseres Gotteslobes an den „Allmächtigen“! Kann er denn SEINEN
Willen nicht einfach durchsetzen? Weil damit wären ja wohl alle Probleme
gelöst! Und wir würden als willenlose Wesen eine hübsche Staffage abgeben, auf
seiner Giganto-Modellbahn!
Andersrum:
Wenn’s denn auch so es bitzeli an UNS liegen sollte, was
dann? Das meiste Leid wo Menschen erleiden, haben ihnen Menschen angetan, sei
es direkt oder indirekt.
Als geobiologische Wesenheiten sind wir dieser unserer WELT ausgesetzt. Mit allen ihren Krankheiten und Erdbeben und so Zeugs.
Und trotzdem müssten sich viele Naturereignisse nicht so
katastrofal auswirken, wenn da nicht Menschen wären, wo .......... ! Und
müssten keine Menschenkinder sterben, an verseuchtem Wasser, an Fieber oder
Durchfall, und so!
Nichts ist unmöglich!
„Niemand, oh Herr, kann das Gesetz einhalten.“
So ähnlich beklagt sich so ein Frommer bei Jesus.
„Keine Sorge,“ meint der: „in mir IST das Gesetzt ERFÜLLT.“
Ja schon, aber .....
Ok, wenn wir denn schon nicht das Gesetz in seiner Gesamtheit erfüllen müssen, was wir ja scheint’s eh nicht könnten, was sollen wir denn tun?
Welches also ist das höchste Gebot?
„Du sollst Gott lieben von ganzem Herzen, und deinen
Nächsten wie dich selbst“
ABER sag mir: WER ist denn mein NÄCHSTER?
Den Rest könnt ihr nachlesen im Gleichnis vom barmherzigen
Samaritaner, Lk 10, 15-37.
Es liegt an MIR.
Und an DIR!
Und das Türchen für heute:
Ich weiss nicht, ob es sinnvoll ist, sich im 21ten
Jahrhundert post christum an Gebote zu halten, wo allenfalls für so
bronzezeitliche kriegerische Wüsten-Nomaden, entflohene Sklaven/GastarbeiterInnen
aus der Zeit von Ramses oder so, oder eine altsemitische Theokratie eine
gewisse Relevanz hatten.
Oder gar sich an irgendwelche „Gebote“ zu halten wo so, wie
sie gehalten werden sollen, nirgends geschrieben sind, in der Heiligen Schrift!
Ok, ich hab gelogen: Es ist absolut sinnlos und bescheuert!
Wie Katharina andernorts gesagt hat:
Es geht darum, die Tradition mit Blick auf die Aktualität zu
interpretieren!
„Du sollst Gott lieben von ganzem Herzen,






14 Kommentare:
Also und irgendwie, und so meine ich:
Es kommt glaub doch nicht so schaurig drauf an,
was ich mit meinen Händen mache,
im Bett, vor dem Einschlafen.
Aber es könnte vielleicht doch
ziemlich drauf ankommen,
was ich mit meinen Händen mache,
wenn ich NICHT im Bett liege!
Tja, auf gut altgriechisch geht's so:
so wie im Himmel "auch auf [den] Erden."
Mit dem "Einander-Gernhaben" ist's dann nicht getan. Eine Verstehenshilfe:
8 Bleibt keinem etwas schuldig, abgesehen davon, dass ihr euch untereinander lieben sollt. Denn nur wer seine Mitmenschen liebt, der hat Gottes Gesetz erfüllt. 9 Alle Gebote, die Gott Mose gegeben hat - wie zum Beispiel: «Du sollst nicht die Ehe brechen, du sollst nicht töten, du sollst nicht stehlen, du sollst nicht neidisch sein auf das, was anderen gehört". -, ALLE DIESE GEBOTE lassen sich in einem Satz ZUSAMMENFASSEN: «Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.» 10 Denn wer seinen Mitmenschen liebt, tut ihm nichts Böses. Deshalb ist die Liebe das Entscheidende an Gottes Gesetz.11 Liebt also euren Nächsten, denn ihr wisst doch, dass es Zeit ist, aus aller Gleichgültigkeit aufzuwachen. Bald wird Christus WIEDERKOMMEN und uns ENDGÜLTIG erlösen. Dieser Zeit sind wir jetzt näher als zu Beginn unseres Glaubens. 12 Bald ist die Nacht vorüber, und Gottes Tag bricht an. Deshalb wollen wir uns von den finsteren Werken der Nacht trennen und uns statt dessen mit den Waffen des Lichts rüsten. 13 Wir haben vor niemandem etwas zu verbergen und wollen ein gutes, anständiges Leben führen; ohne üppige Gelage und Saufereien, ohne Ausschweifungen und Sittenlosigkeit, ohne Streit und Eifersucht. 14 Statt dessen soll Jesus Christus in allem euer Vorbild sein. Hütet euch davor, euern Leib mit seinen Wünschen und Begierden zum Mittelpunkt eures Lebens zu machen.
(Röm, 13:8-14)
Manche schön klingende Slogans versteht man eben erst in ihrem Originalkontext richtig.
Welcome back, Orli!
Aber irgendwie haben dir die Ferien nicht gut getan.
Warste in Urugay, vielleicht? Oder in Jamaica?
In Bordoo gar, oder in St.Saphorin?
however:
Nein, ich versteh' DEINE Texte nicht so wirklich.
Aber ich hab ja auch bloss die BIBEL studiert!
Meinste es denn so:
http://www.youtube.com/watch?v=wt3cYpFLJiM
oder eher so?
http://www.youtube.com/watch?v=uBudjp2QINw
Die Quintessenz aus deinem Text oben: Gebote halten ist passé, Gott hat uns lieb, wir sind erlöst und vögelifrei - wir müssen einander nur fest gernhaben.
Das stimmt nicht. Oder besser: Das ist nicht, was die Bibel sagt (oben, lesen). Wer selektiv liest kommt eben manchmal auf komische Gedanken...;-)
Hm Orlando. Gebote halten. Tust Du das denn? Getreulich? Und wie steht es mit der Bergpredigt? Sorry, dass ich schon wieder frage. Eine pain in the ass, diese Bergpredigt.
@Tigri: Tust du mir den Gefallen, ja, und liest mal nur den Wikipedia-Eintrag zur Bergpredigt, bitte, nur ein einziges Mal. Und dann sagst du mir bitte, inwiefern die Bergpredigt KEINE Bekräftigung der alttestamentarischen Moralgrundsätze und der Tora ist (wie das Fufi in seinem Christmas-Spirit so vehement und unablassig behauptet).
Zur Verdeutlichung - aus der von dir so geschätzten Berchpredicht:
Denn wahrlich, ich sage euch: Bis Himmel und Erde vergehen, wird nicht vergehen der kleinste Buchstabe noch ein Tüpfelchen vom GESETZ, bis es alles geschieht.
19 Wer nun EINES VON DIESEN KLEINSTEN GEBOTEN AUFLÖST und lehrt die Leute so, der wird der Kleinste heißen im Himmelreich; wer es aber tut und lehrt, der wird groß heißen im Himmelreich.
(Matthäus, Kapitel 17)
Tja Orli, zumindest bezogen auf soziale Ge- und Verbote ist's ja eigentlich klar, dass wenn alle, du weisst schon, dieselblichen entweder sowieso erfüllt würden, oder unnötig wären.
Gebote sind was für Krämerseelen!
Und nun etwas Textkritik, das ist im Fall ganz profane Literaturwissenschaft und NICHT etwa so hochheilige Theologie!, zu Mt. 17:
Vers 19 ist bestimmt KEIN Wort des historischen Jesus, sondern eine sogenannte "Gemeindebildung".
Wie das zu interpretieren sei, überlasse ich andern.
Und jedenfalls:
Lieber der Kleinste im Himmelreich als der Grösste woanders!
Gäll, Orlando?
Weil im Hintergrund von Mt. 17,19 steht das Problem der "Heidenchristen", bzw. der "Heidenmission".
Mehr dazu gibt's in Apg.
Und was willst du mir mit deinen letzten drei Posts genau sagen...?
Es tut mir leid, wenn ich den einen oder andern Kommentar habe löschen müssen.
Aber ich möchte nicht, dass sich meine Gäste - ihr wisst schon.
Aber zur Beruhigung:
Euer Wirt kennt nichts, GAR NICHTS!
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