Abt. Haushalt
Hans Rosling zufolge ist die Waschmaschine die
bedeutendste Erfindung der industriellen Revolution.
Böse Zungen behaupten dagegen, dass die Männer die
Waschmaschine bloss deshalb erfunden haben, damit die Frauen mehr Zeit am Herd
verbringen können.

Abt. Neues aus Seldwyla
Also wenn’s einen Preis gäbe für „Das Rad neu erfinden“ dann
ginge der mit Sicherheit an die Regierung und die Bürgerinnen von Seldwyla.
Auch wenn ihre Neuerfindungen manchmal halt mehr, manchmal auch weniger Ecken
haben als so ein ganz normales Rad.

Jetzt wollen sie doch schon wieder so eine neue „Limmattal-Bahn“
bauen. Dabei haben sie die damals seit 1900 bestehende Dieselbige bereits 1930
mangels Rentabilität kremiert. Bloss die Linie 2 der VBZ durfte noch bis 1956 nach
Schlieren zuckeln.
Abt. Horribile Unfälle
Der schlimmste Unfall der Tösstalbahn ereignete sich
selbstverständlichstens in Saland, und zwar 1911 wo die Lokomotive
Nummer 11 auf „versehentlich stehengelassene Güterwagen“ auffuhr! Holy
Handgranate!
Und die Moral von der Geschicht:
Hütet euch vor Lokomotiven mit der Nummer 11!
Und damit
wünsch ich euch und uns allen
„en guete Rutsch“
und es schöns, gfreut’s 2014!
29 Kommentare:
Kommentar zum Örbi-Bildli:
Corinne zum Ruthli:
Ganz unser Schtil, gäll?
Ach ja:
UNSERE ist die Helle in 2ter Position.
Der kleine Rüde links von ihr hat keine Schance!
SIE spielt nämlich auf den Mann, sozusagen!
Wir werden Euch den Frieden schon bringen, und zwar mit militärischen Mitteln. Wir bomben Euch in den Frieden.
Wegen Corinne und Ruth: Die beiden könnten sich schon eine irgendwie hübschere Frise machen. Aber anscheinend ist so ein Megagewusel Voraussetzung für den Stadtrat.
Sorry!
Hab ganz vergessen die musikalische Begleitung mitzuliefern.
Johanna von Koczian - Das bisschen Haushalt
http://www.youtube.com/watch?v=RjCfRUjOqDk
Nöggi - Verliebt i Züri
http://www.youtube.com/watch?v=vTN1hsB99wk
(und auch wenn’s noch so weh tut: DAS müsst ihr euch einfach antun!)
Savoy Brown - Train to Nowhere
http://www.youtube.com/watch?v=ZndMjqFNTMo&list=RDZndMjqFNTMo
Für Freaks gibt’s auch noch das da:
status quo - slow train
http://www.youtube.com/watch?v=uB54mlPgYRQ
Und was sie im Silvesterstadel NICHT zeigen!
Tom Jones – Hound dog
http://www.youtube.com/watch?v=y_s4ejCCok8
Und, aber ja doch, könnte ein Neujahrswunsch sein, des Wirtes:
http://www.youtube.com/watch?v=MDStH49W5Hk
@Tiger
Meinetwegen.
Wenn das äussere Gewusel bloss nicht DAS GEWUSEL wäre, wo in ihren kleinen Köpfchen keinen Platz mehr hat!
Dir auch ein gutes neues Jahr!
Und allen hier drinnen auch! Möge 2014 mehr so werden wie 2013, eine Bewegung mehr weg von 2012.
Und örbi: warum so despektierlich? Wenn man von "Köpfchen" redet, so verniedlichend, dann will man damit ja seiner Verachtung Ausdruck verleihen. Das solltest Du, wenn schon, explizit tun. So hinterhältiges Getue ist wertlos und feig.
Orlando, wie musstest Du schlucken, als eine Lesbe Stadtpräsidentin wurde, du ARMER!!!
Ich meine es im Fall derart was von despektierlich!
JA, verachtend!
Ich glaub, die einzigen Probleme wo Zürich hat sind Nagelhäuser, Hafenkräne, Velowege und Parkplatzbefreite Wohnsiedlungen.
Aber ein Kongresshaus, ein Stadion, ich meine so was RICHTIGES, nein: SOWAS bringen sie nicht zustande!
GAnz abgesehen von den Steuer-NICHT-Einnahmen von den Banken, wo ihre früheren Verluste noch auf Jahre hinaus von der Rechnung abziehen dürfen. Dafür wird denn halt mal wieder beim Personal gespart, wie damals wo die Cüpli-Sozi-Corinne gemeint hat:
Also wenn wir beim Personal sparen, da werden die Bürgerlichen ja kaum was dagegen haben, gellen Sie!
Ach ja, und noch das:
Eigentlich kämpfe ich lieber mit der feinen Klinge als mit dem Zweihänder.
Ach ja, es bleibt ein kleiner Trost:
Filippo und die Seinigen sind uns bisher erspart geblieben.
So lasst uns doch mit den etwas weniger Schlechten zufrieden sein!
Jetzt chumi drus.
I feel for you. Wir haben Demokratie, da kommt etwas, was Du "etwas RICHTIGES" nennst, halt manchmal nicht durch.
Wer wäre denn besser gewesen als Stapi als Corinne oder Filippo? Ich sehe leider keine Alternative. (apropos: ist Richard Wolff eine? Hmmmmm.)
Aber: Örli klingt irgendwie wie eine Verniedlichung von Orlando... https://www.youtube.com/watch?v=1MLry6Cn_D4
OMG!
Jetzt hab ich mich doch eine temporäre BL/LB Lesagthenie erlitten.
Örbi ist mein Name!
Örbi vom Hafenkran!
Ach ja, und dann bitte ich denn doch sehr um Äxgüsi,
falls ich zu verwechselnden Verwirrungen verführt habe
mit meinem Freund Örli vom Nagelhaus!
Tschulligung!
Und noch was zur Züricher Kultur und so:
NAGELHAUS ist im Phall kein volksdümmlicher Ausdruck für BORDELL!
Nur so, meine ich, im Phall!
Und damit wünsch ich euch allen es guet's Neus!
Apropos Bordell. Örli hin, Nagelkran her, Du hast ein Puff.
@Katharina am 31. Dezember 2014, 01.02
Send in the drones...haha, das ist wirklich gut. Und Schwuli-Sondheim liefert den Soundtrack zu Kats Gewaltfantasien. Wie ging das nochmal? Drohnen, Blasphemie und irgendwas mit rationaler Disziplin...? Und morgen werden im Circus wieder Christen verbrannt!
Im Übrigen wird es schwer sein, von mir irgend ein Wort zur "Islamisierung" zu finden. Und schon gar nicht über eine "Response" dazu, so einfach gestrickt bin ich nicht gerade - das ist eher die Art unbedarfter US-Politiker, die nach ein paar Jahren an einer libruhl Ostküstenuni meinen die Welt müsse an ihrem Wesen genesen.
By the way, als Geschichtsnachhilfe: die Europäischen Kulturen waren schon ein paar Jährchen (Ein-)Wanderungskulturen, bevor die Halle auf Ellis Island erbaut wurde, das können die U S of A nicht für sich pachten. Und hier herrscht auch kein Einheitsbrei in Sprache, Politik und Lebensart. ich meine, was unterscheidet einen Seattler von einem Miamianer? Nichts, Monokultur.
Das plurale Nebeneinander von Kulturen in ihren eigenen Verwaltungseinheiten - statt grosseuropäische Gleichmacherei. Vielfalt, Selbstverwaltung statt Monokultur! Das kann man störend finden, ich finde es genial. Ich nenne es die Rückkehr der Identität einer Gruppe, Nation, Religion, Familie, Geschichte und Kulturräume: das wird die Menschen der Zukunft konstituieren und sicher nicht Gender, sozialer Status, Einkommen, politische Einstellung oder Grad der globalen Vernetztheit, das sind postmoderne Chimären.
Noch was zu den Terroristen: Woolwich liegt eben nicht in New Jersey und die alten Europäer haben andere Anknüpfungspunkte in der Geschichte, um ein solches Massaker zu deuten, Ich freue mich jedenfalls auf die Europaparlamentswahl ;-)
Aber wenn das Denken an der kalifornischen Mittagshitze schon so unscharf ist, kann man ja auch noch den Breivik bemühen. Der ist aber doch ein ziemlicher Singulär. Dass ein Einzelner sowas anrichten kann und stösst auf so wenig Gegenwehr - phu! Und hat sich nicht artig selber exekutiert wie Venner. Das hinkt also hinten und vorne.
Dabei ist mir der zwotere sogar sympathisch. Ein Romantiker alter Schule.
Nein,nein, nicht die angebliche Islamisierung ist das Problem, sondern die Irrlehre des angeblich dialektisch-prozesshaften Fortschreitens der Geschichte, die im akademischen Mainstream leider Überhand hat. "Zwischen den Kräften des Hergebrachten und denen des ständigen Fortbringens, Abservierens und Auslöschens wird es Krieg geben", prognostizierte Botho Strauss schon vor zwanzig Jahren.
Dort müssen wir ansetzen.
Allen die besten Wünsche für das Neue Jahr.
Ein Held. http://www.youtube.com/watch?v=YZSuPfHQjr4
Das sollte hier stehen. Tut es aber leider nicht. Darum kopiere ich es gleich. Sorry.
Mir gefällt, wie wir uns hier implizit drauf geeinigt haben, und ja, ich war irgendwie der letzte, der's geblickt hat, newa, unseren Senf immer unter die neueste Geschichte von fufi zu schreiben, auch wenn er sich auf einen Kommentar unter der vorvorletzten bezieht. Well done, guys (das sage ich all denen, die sowas gerne hören, also nicht Kat oder Orli, denen es aaabsolut egal ist, wie das ankommt, was sie tun, was ich sehr cool finde).
Übrigens könnt Ihr mein google-+-Konto angucken. [Ohne Anspielung auf Euch: Wie mein Vater selig jeweils sagte einem etwas lästigen Dummkopf: Huere n Affe (mit ausgesprochenem "e" am Schluss, wie ein "ä", obwohl das nur eine Einzahl ist, er hat seine italo-Sprachfärbung nie abgelegt, obwohl er super deutsch konnte).] Ohne meinen Namen zu wissen, könnt Ihr das nihicht, darum das hier. Das bin ich mit ungefähr 2. In einem Herrenhemd der Epoche.
Das war alles Intro.
Easy, Kat. Um mich auf einen Mindframe zu programmieren, ist man ungefähr 40 Jahre zu spät. Bei fufi beisst man wohl genauso auf Granit wie bei Dir und Orlando (und bei Carolina, wäre sie doch nur wiedermal hier). Die Kinder, die ich unterrichtet habe im Herbst, total rund 45 aus drei Klassen, haben mich übrigens alle sehr gut gefunden. Das tut weisch wie gut im Fall. Weil ich, ich war oft recht unsicher. Ihr solltet ihre feedbacks lesen, die sind alle sowas von schmeichelhaft, das ist humbling. Kritik hat's auch etwas gegeben, aber nur ganz leichte, und natürlich gerechtfertigte (ich wollte, dass sie mich kritisieren). Eine (oder einer, weiss nicht) schrieb "Herr Leonardi hat alles schlecht gemacht. Scherz. Mir hat es super gefallen." Die haben sogar kapiert, wie mein Humor funktioniert, das ist spitze.
Wenn ich mir keine Meinung gemacht habe über etwas, dann bin ich schon noch formbar. Aber das kommt sehr selten vor.
Katharina, ich glaube auch, dass Europa absteigt, vor allem relativ zu anderen aufsteigenden Ländern wie China. Occhio al Brasile. Die USA werden mittelfristig aber ebenso ihren Einfluss verlieren, und da sie den Kolonialschock der Europäoischen Länder nicht durchgemacht haben, wird das ihnen sehr weh tun.
Orlando, bitte nicht so kulturbefehlsgewalttätig. "was unterscheidet einen Seattler von einem Miamianer? Nichts, Monokultur." Das stimmt natürlich nicht. Erstens Mal ist der Latinoanteil in Florida ("blühend" auf kastilianisch) viel viel höher als in Washington (wo es dafür viel mehr Asiaten hat), was die Menschen deutlich anders ticken lässt. Dann sprechen sie anders, und das Wetter ist natürlich radikal anders, was wiederum die Kultur beeinflusst. Ausserdem kommt kein Betriebssystem aus Miami, kein weltweit tätiger Buchhändler und keine führende Flugzeugfabrik.
"Das plurale Nebeneinander von Kulturen in ihren eigenen Verwaltungseinheiten - statt grosseuropäische Gleichmacherei. Vielfalt, Selbstverwaltung statt Monokultur!" - keine Frage, das passt mir auch. Ich will nicht, dass die Schweiz in die EU geht, auch nicht, wenn die EU ein tolles Land wäre. Sie soll gewisse Aufgaben teilen, so, wie es schon heute passiert, in Teilen auch noch mehr, aber ich halte die EU nicht für eine gute Sache, nicht mehr, weil sie gewalttätig ist und undemokratisch. Sie hätte Erfolg haben können, wenn sie vor 400 Jahren gegründet worden wäre, aber heute ist es zu spät.
Ich denke, dass es interessant wäre, anzuschauen, wieso europäische Amokläufer oft politisch motiviert sind, amerikanische oft aber nicht. Ausnahmen sind wichtig hier, klar. Wieso wollen Amis in ihrer Mehrheit Knarren zuhaus haben, Europäer aber nicht? Wieso sind in Montreal Wohnungstüren oft nicht einmal verriegelt, während man in den USA mancherorts über den Haufen geknallt werden darf, wenn man nur den Weg vom Gartentörchen zur Haustür betritt? Ich hatte eine Flinte, und war gottenfroh, als ich sie abgeben konnte, sie war immer ein Fremdkörper hier, obwohl ich ganz gut ballern konnte damit (noch heute gewinne ich an jeder Chilbi ein paar Viecher für die Kids). Ich kann Gewehre auseinandernehmen, putzen, pflegen, zusammensetzen, damit zielen, schiessen, treffen, kein Problem, wahrscheinlich besser als so mancher stolze US gun owner. Aber ich beziehe kein Selbstbewusstsein daraus.
Klein Tiger.
Kleines Rätsel: WO ist die Strasse auf dem 4. Bild?
Alte Platte - und kommt in einer kleinen Replik nicht ohne vier(!)fache Erwähnung des Wortes "faschistisch" aus. Schwach. Weil die Worthülse als Platzhalter für alles mögliche dient: Hier vor allem für "denkt nicht so wie ich als Ami-Lesbe". Oder eben die hetero-"Terroristen" mit dem Vergewaltigungsparadigma, nicht?
Scheinbar verstehen modern-verblödete Menschen Strauss' "Bocksgesang" nicht so recht. Und auch nicht, in welchen Traditionen dieser Text steht. Hier wäre eine CB geradezu angebracht. Aber ehrlich gesagt, den Zu-Doofen das Offensichtliche erklären...ne,m da binich mir doch zu schade. Wer meinen dahingeworfenen Posts zu folgen ausserstande ist, hat eh schon verloren. Und verpasst das mithin Substanziellste an diesem Blog.
Was war noch? Ach ja, East Coast libruhl cunt. Sandra Fluke und andere Dummweiber. Und servile man groupies. Sandra verlangte als Studentin einer katholischen Universität, dass der Steuerzahler ihre Pille bezahlen müssen, weil ihre böse Alma Mater dies nicht tue. Damit wirklich auch jede rumficken kann, wie es ihr gerade passt. Ohne jegliche Selbstverantwortung. Den Schaden zahlt der dumme Steuerzahler.
Wir haben ja in Bälde eine ganz ähnliche Entscheidung zu fällen, als Schweizer Prämienbezahler: Muss ich als Abtreibungsgegner die Lifestyleentscheidung von wildfremden Frauen bezahlen, die sich nicht unter Kontrolle haben? Muss ich es bezahlen, wenn eine Frau in diesem Land (in dem doch Millionen für Sexköfferchen und Sexaufklärung ausgegeben werden! - und in dem es je nicht an der Tagesordnung ist, dass junge Frauen auf dem Heimweg oder von Verwandten vergewaltigt werden) "unverhofft" schwanger wird und jetzt gerade natürlich unbedingt abtreiben will - weil ein Kind zu haben, das man selber gezeugt hat, offfenbar gerade nicht in die aktuelle Lebensplanung hineinpasst?
Ich meine, niemand käme auf die Idee, eine Tätowierung, eine Brustvergrösserung oder eine Nasenverkleinerung oder eine Haarimplantation durch die Krankenkasse zu bezahlen - all diese medizinischen Eingriffe sind aber genauso wie die herkömmliche Wurzelbehandlung oder eine Zahnziehung eine private Entscheidung des Patienten/der Patientin und ganz offenbar nicht eine Krankheit im eigentlichen Sinne.
Wieso muss Frau Sandra in der Schweiz also eine schmerzhafte Wurzelbehandlung voll selber bezahlen, aber eine Abtreibung ist für sie gratis?
Dazu kommt: Bei einem Magenband, bei Nikotinpflastern, bei Diabetesbehandlungen, kurz: bei allen Behandlungen, DIE AUCH AUF SCHLECHTE LEBENSFÜHRUNG VORHER zurückzuführen sind, geht es darum Leben zu retten, die Gesundheit zu verbessern/erhalten, das Leben zu schützen. Das ist bei der Abtreibung anders: Hier wird Leben VERNICHTET! Und nicht aus gutem Grund, sondern nur, weil die Mutter vorher nicht aufgepasst hat und "es" gerade nicht passt.
Das ist ein erheblicher Unterschied, den es eben im Lichte der hier geführten Diskussion zu den fundamentalen Werten zu beachten gilt!
Die Frau soll in jedem Fall die letzte Instanz sein, die über ihren Reproduktionswillen frei entscheidet! Dies hat der Gesetzgeber so verfügt mit der Fristenlösung im Jahre 2002 (und mit der gleichzeitigen, deutlichen Ablehnung der Verbotsinitiative) - und das ist einer freien Gesellschaft würdig. ABER: Niemand hätte vor elf Jahren damit gerechnet, dass pro Jahr 11'000 Babys abgetrieben werden - mehr als eines pro Stunde!
Und schon gar nicht richtig ist dies, wenn dies über die Allgemeinheit abgerechnet wird, die ja richtigerweise im Einzelfall auch nichts zu melden hat. Das ist ein privater Entscheid, idealerweise zwischen der Mutter und dem Vater - da hat die Masse der Prämienzahler also auch finanziell nicht dafür geradezustehen!
Das ist stossend, und um genau darum geht es zusehends in den westlichen Gesellschaft. Um nur ein kleines Beispiel aus unserer (natürlich extrem europäisch-"faschistischen") Lebenswirklichkeit zu erwähnen...
Katharina...
a) freut es mich, dass Du die Snowden-Enthüllungen nicht rundweg als falsch verteufelst
b) habe ich durchaus einiges davon kapiert, obschon ich mich eigentlich eher bestätigt gesehen habe als überwältigend belehrt.
Mein google-+-Konto enthält Zeugs, das einerseits absolut harmlos ist und uninteressant für jeden NSA und das er zweitens auch sonst einfachst herausfinden kann (wie heissen meine Katzen? Welche Haarfarbe haben meine Töchter? Wie alt bin ich). Wenn er den fufiblog untersucht, dann findet er wesentlich Wichtigeres heraus von mir.
"Wieso muss Frau Sandra in der Schweiz also eine schmerzhafte Wurzelbehandlung voll selber bezahlen, aber eine Abtreibung ist für sie gratis?" - Hm, gute Frage. Ich hatte grad so eine Behandlung, und weil ich sie verschleppt hatte (mit Hilfe von stündlichen Ibuprofendosen, die irgendwann nicht mehr wirkten...) und es zu einer üblen Entzündung gekommen ist, musste ich 5 Mal zum Zahni, und es tat wirklich weh, und die Sache kostet mich sicher weit über 1000 Franken.
Nur hat Sandra ja scheints nicht verlangt, gratis abtreiben zu können sondern gratis die Pille zu kriegen. Was ja schon ein bisschen was anderes ist. Orlando, bitte. Sorgfalt, keine Propaganda. Keine Verhetzung. Ehrliche und gute Argumente ziehen viel besser.
Die Frage ist, ob man das mit der Abtreibung irgendwie gescheiter machen könnte. Also nicht grad gratis, und nicht als Lääfstäälchoice, sondern als gravierende Sache. Und das ist sie ja notabene für die meisten Abtreibenden. Noch. Wenn es so weitergeht, dann wird sich das ändern. Ich kenne Frauen, die abgetrieben haben. Noch habe ich nicht mit ihnen darüber wirklich geredet, aber auch, weil die Sache schmerzhaft ist für sie.
Orlando, wenn eine mittellose, möglicherweise schon verschuldete Person, 10000 Franken abdrücken muss für eine Abtreibung, dann ist das schlecht. Wenn sie die gratis haben kann, auch. Vielleicht kann man sie mit einer grösseren Kostenbeteiligung hier erziehen? Statt 10% bis zur Franchise vielleicht immer 30% verlangen? Das täte schon weh...
Und dann noch was: Sollte man nicht verantwortungsvolle Frauen, die wegen einer unverschuldeten Pillenpanne schwanger wurden, anders behandeln als gedankenlose Chicks? Ich finde schon.
auch, weil die Sache schmerzhaft ist für sie
Sorry, 11'000 Mal "schmerzhaft"....irgendwann glaubt man den Stuss einfach nicht mehr. In der Schweiz wird am Fliessband abgetrieben und ganz offenbar ohne die geringsten Bedenken. Von mir aus, dann sollen sie's aber selber bezahlen.
Was bitte ist eine "unverschuldete Pillenpanne"? Sie bekommen gartis Pillen und sind zu doof, sie zu schlucken?
Übrigens: ich bin ein Anhänger der Nidations-These: Leben beginnt nach allem, was wisseschaftlich vernünftig ist, im Moment der Einnistung der befruchteten Eizelle in der Blastozyste. Und jetzt die Preisfrage: Wann ist das beim Menschen? jawohl, 5 bis 6 Tage nach der Befruchtung.
Ist eine Arbeitswoche zuwenig Zeit, sich Gedanken zu machen, ob man richtig und sicher verhütet hat oder ob man allenfalls die Pille danach schucken sollte? Und - wie gesagt - lernen das die Frauen nicht schon in der Schule? Offenbar nützt's wenig.
Und: Wenn den Frauen doch die freie Wahl, ob sie jetzt ein Baby haben oder nicht, so am Herzen liegt, dann darf diese Entscheidung auch etwas kosten. Sorry, es ist weder vom Sinn noch vom Geist der Krankenversicherung her logsch, dass diese Operation von der Allgemeinheit bezahlt wird, das habe ich oben ausgeführt. Ein Baby ist keine Krankheit und wenn wir die Geburt über die KK finanzieren, dann geschieht das eben, um das neue Menschenleben zu schützen, nicht in erster Linie die Mutter.
Wenn Abreibung gemäss Fristenlösung legal ist, um die Entscheidung allein der Mutter zu überlassen, dann soll diese ntscheidung auch wirklich frei sein. Heute ist sie das nicht: Die heutige Praxis sendet das Signal aus, dass es okay ist das Zeug wegzumachen, inkognito, desinfiziert, geruchlos und im stillen Kämmerchen und niemand redet dir drein. Hier, nimm, hier hast du die Kohle dafür.
Dabei: wenn tatsächlich viele Frauen in Not sind, müsste man als diejenigen, die das bezahlen, unsere Verantwortung wahr nehmen und die Frauen nicht in ihrer Entscheidung allein lassen, sondern sie aktiv beraten.
Wer da seine Skrupel hat stimmt Ja am 9. Februar.
Unverschuldet ist es, wenn die Pille nicht wirkt, obwohl man nichts dazu getan hat (etwa Antibiotika genommen hat).
Danke für die Abstimmungsempfehlung. So weiss ich immer zuverlässig, wie ich nicht stimmen soll.
Hm. Ein Unfall ist aber eine unverhoffte Schwangerschaft zweifelsfrei. Die Unfallversicherung, die auch jeder hat, bezahlt also. Also, sie müsste. Einverstanden? Oh, nicht, Orlando? Tja. Mit Logik hat er's ja nicht so.
Was ich mich frug: Woher kommt der seltsame Name "Saland"? War da einmal ein Tanzsaal, wo man auch saufen konnte, was dann aber abgestellt wurde ("Saal and sauf") oder wurde dort die Sturmabteilung gegründet ("SA-Land") oder stammt von dort die gemischt synchron/asynchrone Netzwerktechnologie D ("S/A LAN D")? Man weiss es nicht.
Die bedeutendste Erfindung des 20. Jahrhunderts? Hmmm.
Schlampen würden wohl sagen: Die Pille. Alte "faschistische" Kriegshasen wie ich: die Atombombe.
Nein, ehrlich: Ich glaube, das Kopiergerät ist eine ganz wichtige Erfindung, Radio, Fernsehen und Internet natürlich. Und ganz allgemein: Datenträger. Und was ist eigentlich mit dem Kühlschrank/Tiefkühler? Ich meinem, woher würde ich die Eiswürfel für meinen Drink hernehmen?
Gut, all das hat eben auch zur Entfremdung beigetragen. Der Frau von ihrem Körper, des Mannes vom Krieg, des Arbeiters von seiner Arbeit, des Nutzers von der Information. Und die Kunst? Die Verwirrung könnte seit Walter Benjamin ("Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit") nicht grösser sein.
Man könnte sagen: we're really fucked up! Aber wann glaubte dies die Menschheit von sich selber schon nicht! Dabei standen wir immer schon auf den Schultern von Riesen - eine lange Linie geht von uns zurück zu allem, was auf der Welt jemals war. Es gibt keinen Urzustand zu dem wir zurückkehren könnten. Unsere Technologien versperren uns dazu den Weg. Unser Heil liegt im Morgen.
Und wir? Trotz aller unserer Werke: Ein instabiles Bündel voller Emotionen, Ängste, körperlicher Bedürfnisse und einer physischen Hülle, die gegen winzige Käfer machtlos ist, frisst, säuft, kackt, fickt und stirbt, bevor Gott mit dem Finger schnippen kann. Einen Drittel unserer Zeit verbringen wir im Traumland ("Was spricht die tiefe Mitternacht" - Nietzsche).
Trotz all unserer Technologie (und dazu wären die durch Wohlstand perfektionierten Annehmlichkeiten des ganz normalen Lebens in weiten Teilen der Welt zu zählen) sind wir weder rationale Geschöpfe noch wüssten wir all dies gerade im Umgang miteinander zu nutzen. Neid, Missgunst, Hass, Gier - in Worten, Taten und Gedanken trachten wir jeden Tag nach dem Schaden anderer und dem Vorteil für uns selber. How can there be peace when we are not at peace with ourselves?
Nein, trotz aller Hybris müssen wir die Fackel der Menschlichkeit - in dieser unserer doch sehr begrenzten Vorstellung davon, wer wir sind und was uns umgibt in der Tiefe des Alls - aufrecht halten und in eine Zukunft schreiten, die so ungewiss ist, wie eh und je. Die Fackel wiederum brennt seit dem Anfang von Allem. Sie wurde uns übergeben. Und wir müssen sie weitergeben.
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