Zunächst
@Orlando zu Part2 am 21. August 2011 21:09
Ich bin ja sehr gespannt auf Teil 3!
Gelingt es Fufi, doch noch so etwas wie eine klare Aussage zu machen, was geht und was nicht, was getan werden muss und was nicht...?
Tja, das frag ich mich unterdessen auch!
Nachdem ich mich hier
über das da nervte
und meinte, selbst was dazu sagen zu wollen.
Oder um es mit Calvin dem Comicer zu sagen, sinngemäss:
C: Je mehr ich über ein Thema lerne und nachdenke, desto komplexer erscheint es mir und desto weniger weiss ich, was ich davon halten soll und ob ich mich für die eine oder die andere Seite entscheiden soll.
H: Du meinst, je mehr du weißt, desto schwieriger ist das Leben?
C: RICHTIG! Ich habe deshalb beschlossen, nichts zu lernen und über nichts nachzudenken.
H: Du meinst, es ist einfacher, dumm zu bleiben?
C: Nenn es doch einfach "eine klare Meinung zu haben", ja!
Fazit aus part1&2:
Lange Zeit gab's in der Schweiz keine eigentliche Einwanderungs- oder gar Integrationspolitik. Daran änderten auch James Schwarzenbach und Valentin Oehen nichts.
Fremde galten weiterhin grundsätzlich als "bereichernd", sowohl im Wortsinn, als auch in einem übertragenen - das nannte sich dann "Soziokultur".
Und dabei ist's bis heute auch geblieben. Denn die SVP-Ausländer-raus-Politik kann nicht wirklich als Integrationspolitik gelten. Ebenso wie die linksgrüne alle-Ausländer-umarm-und-hätschel-Politik.
Und jetzt sind sie da, die Fremden, und sollen sich integrieren, gefälligst?
JA, gefälligst, meine ich!
Und ab sofort, sobald jemand hier für längere Zeit "leben" will!
Kein anständiger Gast scheisst den Gastgebern auf den Stubenteppich oder vergewaltigt ihre Tochter! Und wer würde denn schon wissentlich unanständige Gäste aufnehmen?
Andersrum: Nimm KEINEN Hund auf, von dem du nicht weisst, dass er stubenrein ist!
Und da hat Astrid ja so was von recht, wenn sie schreibt:
"ich sage ausdrücklich nicht Assimilation, denn das würde ausser Acht lassen, dass 'Fremdes', Anderes, Ungewohntes eine Bereicherung darstellen kann."
Mit Betonung auf dem letzten Wort: KANN!, meine ich! NICHT: IST, per definitionem!
Aber immerhin haben unsere Behörden ja unterdessen reagiert, und der Kanton ZH hat sogar eine "Fachstelle für Integrationsfragen" eingerichtet.
Da steht zum Beispiel:
"Dabei verstehen wir Integration als einen gesamtgesellschaftlichen Prozess, der sowohl die ausländische als auch die einheimische Bevölkerung miteinbezieht und in die Pflicht nimmt."
Weshalb soll ICH mich denn "in die Pflicht nehmen lassen" müssen? Was hab denn ICH verbrochen? Oh ja, selbstverständlich spreche ich schriftdeutsch, wenn's hilft! Ich will Niemanden, der sich ernsthaft integrieren will, daran hindern!

Ernsthaft, sage ich!
Kennt ihr den:
Arbeitsloser aus XY hat "ernsthaftes" Gespräch mit Sozi,
von wegen er solle sich jetzt endlich mal um Arbeit bemühen.
Kommt am nächsten Morgen und sagt: Du recht, ich wollen Arbeit. Wo gibt's Fussballclub?
Erfunden?
Aber die IntegrationsexpertInnen geben sich ja wirklich alle Mühe, und dazu verbraten sie Millionen mit ach so härzigen "sollte-lustig-sein-Plakaten":
"säg grüezi", "iss röschti", "lehr vo mir. Und ich vo dir" Tja, wie wär's umgekehrt?
Heilige Geldverlocherei.
Mehr dazu gibt's hier:
Und wenn's euch immer noch nicht übel geworden ist, googelt mal nach:
"integrationsfestival zürich"
aktuell gibt's dieses hochinteressante Integrations-Menu:
Noch NIE habe ich von irgend so einem Integrations-Affentheater gehört, wo es darum ging, die Fremden in UNSERE Kultur(en) einzubinden. Immer und immer geht's bloss drum, dass wir denn die IHRE "kennenlernen" = gutheissen, schätzen und so sollen.
Afrikanerin in bunter Landestracht an Integrationsfestival: so schön, so geil!
Fufi und fufine in Tösstaler Sonntagstracht zur selben Zeit am selben Ort: ?????
Und so weh mir das zu sagen tut:
DAS haben wir wirklich den Linken und den Netten zu verdanken!
DAS haben wir wirklich den Linken und den Netten zu verdanken!





49 Kommentare:
Was allerdings auch noch zu sagen ist:
Bei einem Ausländeranteil von rund 20% in der CH sind ja die meisten doch recht gut integriert? angepasst? zumindest recht unauffällig?
Und die schlimmsten Islamisten (zB) sind SchweizerInnen!
Ich bin Doppelbürger. Zähle ich jetzt zu den 80 oder den 20%? Oder zu beiden? Und dafür jemand anders zu gar keinen, damit die beiden Zahlen zusammen 100 geben?
Komische Fragen stellen Ingenieure, nicht.
Du, Tiger, zählst zu den Integrierten!
Heb alles Gueti, morn!
fufi
Fufi, das habe ich mich auch schon gefragt. Ich bin sogar Dreifach-Bürgerin oder wie nennt man das? Bin ich in der 20%-Statistik oder in der 80%?
Von mir auch, Tiger!
Fufi, noch etwas: ich habe mein Ticket weitergegeben - ich glaube, das Elend nachher kann ich mir nicht anschauen. Gebe mir lieber die Dröhnung auf der Terrasse.....
Wer ein Schweizer Staatsbürgerrecht hat, zählt logischerweise zu den 80! Daneben kann er soviele andere Staatsbürgerschaften besitzen, wie er will.
Fufi, ich werde jetzt stutzig: du findest also, dass Integration immer in eine Integration der Fremden in die Mehrheitskultur an einem Ort besteht? Ist es jetzt ein passiver Vorgang seitens des Gastgebers oder aber ein aktiver seitens des Gastes? Müssen WIR sie integrieren, oder sollen SIE sich integrieren? Integration ist demnach nach Fufi eine Leistung, die von den Fremden erbracht werden soll?
Ich erinnere an mein Ramadan-Beispiel: soll sich der Kerl seinen Ramadan abschminken und gefälligst zu Hause bleiben, wenn er kein Geld für ein Ticket hat oder sollen wir ein Auge zudrücken, damit er bei seinen Brüdern sein kann in der anderen Stadt um Ramadan zu feiern?
Ist es eine Integrationsförderung wenn Gemeindebibliotheken Kinderbücher in Tamilisch und Türkisch und Portugiesisch anschaffen?
Ist Familiennachzug integrationsfördernd?
Ist es integrationsfördernd, wenn man jeden als SVP-Rassisten beschimpft, der sich gegen MASSENeinwanderung ausspricht....F U F I ???!!!
Sollte man jedem Frischankömmling einen Besen in die Hand drücken und sagen: schau dort in der Ecke liegt noch der Müll vom Partyvolk. Mache putze, suuber mache, allez hopp!
Oder sollte man dem Beispiel Dänemarks folgen und die Grenzen wieder zumachen?
Du bist das Problem, Fufi, und deinesgleichen, die SVP-Plakate verschandeln und lieber Hass predigen, als die Argumente einmal ernsthaft anzusehen. Es ist ja soviel einfacher, stur zu nörgeln und beleidigt zu schimpfen und alles beim Status zu zu belassen und das Problem zu verschlimmern. Das habt ihr jetzt rund 20 Jahre getan.
Selber schuld, wenn euch jetzt plötzlich das Unbehagen packt. Tja, die Wahrheit tut weh, richtig weh.
Hast du denn schon unterschrieben? Soll ich dir einen Unterschriftenbogen schicken? Du könntest unter Tösstaler Trachtenleuten sammeln...
Argumente können nicht nur effektiv für den Müll sein, sie können sogar für den Müll gemacht sein. Für den verachtenswerten, aber hilfreichen Menschenmüll, einfach zu verführen und zu benutzen und einfach zu dispose of. Dies ist das Vorgehen von Parteien wie NSdAP und SVP.
Nein, O, ich weiss, Du denkst, Blocher und Brunner und so weiter nehmen Dich als Mensch ernst, aber das tun sie nicht, die nehmen Dich ernst als Steuerzahler und als Wahlzettelausfüller und als Mehrheitstier in Abstimmungen. O, Du bist Kanonenfutter für sie.
Integration ist natürlich IMMER eine zweiseitige Leistung: Wir müssen sie integrieren und sie müssen sich integrieren lassen wollen. Das eine ohne das andere funktioniert mit Sicherheit nichts.
Fufi predigt keinen Hass, denke ich, er drückt Abscheu aus, und wenn Leute Mitverabscheuen wollen, dürfen sie, wenn nicht halt nicht. Ich hingegen empfinde im Angesicht der Rechten Hetzer sicher einen Abscheu, eine Angst gar. Und wenn ich ankündigte, dass es bald SVP-Sturmstaffeln geben wird, dann war das keine Koketterie. Die Partei erachtet sich selbst für immer wichtiger und konstituierenden für die Schweiz. Und bald wird es heissen: In der Schweiz gibt es zwei Arten von Parteien. Die SVP und die falschen.
Ja, wenn Gemeinden Bücher auf Albanisch kaufen, ist das Integration, denn das ist ja keine Hetzliteratur, das ist wertvolle Literatur, welche die Herzen der Leute öffnen kann und sie der menschlichen Kultur näher bringt. Und da sie ja das noch nicht auf Deutsch lesen können (was sie ja hoffentlich lernen), gibt man ihnen das auf albanisch, das ist hundert Mal besser als wenn sie sich in Kosovarenclubs zusammenrotten und den ganzen Abend nichts tun.
Ich glaube an Kultur, halt.
Familiennachzug ist integrationsfördernd, unbedingt. Schauen wir das Gegenteil an
Ein Gastarbeiter mit seiner Familie weit weit weg ist immer hin-und hergerissen zwischen dem Land, wo seine Lieben sind, wo seine Träume wohnen und hier, wo die ganzen Os so kühl sind zu ihm und wo er sich nicht willkommen fühlt, obwohl er im Zugdepot der SOB in Samstagern eine gute Arbeit leistet und dafür sorgt, dass der Voralpenexpress so sauber und gepflegt durch die heimeligen Gegenden tuckern darf von St. Gallen durch den Ricken, Rapperswil, über den Seedamm, am Ufer der Züriseeflanken hinauf, hinauf nach Einsiedeln, Rothenturm, über den Sattel nach Goldau und Luzern. Eine wunderbare Strecke. Die für ihn bald Heimat bedeuten soll.
--
Ich danke Euch, Leute. In wenigen Minuten holen sie mich. Dann tritt die Operation Tiger in die entscheidende Phase. Byebye.
Initiativtext:
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I
Die Bundesverfassung wird wie folgt geändert:
Art. 121 Sachüberschrift (neu)
Gesetzgebung im Ausländer und Asylbereich
Art. 121a (neu) Steuerung der Zuwanderung
1
Die Schweiz STEUERT die Zuwanderung von Ausländerinnen und Ausländern eigenständig.
2
Die Zahl der Bewilligungen für den Aufenthalt von Ausländerinnen und Ausländern in der Schweiz wird durch jährliche HÖCHSTZAHLEN UND KONTINGENTE begrenzt. Die Höchstzahlen gelten für sämtliche Bewilligungen des Ausländerrechts unter Einbezug des Asylwesens. Der Anspruch auf dauerhaften Aufenthalt, auf Familiennachzug und auf Sozialleistungen KANN beschränkt werden.
3
Die jährlichen Höchstzahlen und Kontingente für erwerbstätige Ausländerinnen und Ausländer sind auf die gesamtwirtschaftlichen Interessen der Schweiz unter Berücksichtigung eines
Vorranges für Schweizerinnen und Schweizer auszurichten; die Grenzgängerinnen und Grenzgänger sind einzubeziehen. Massgebende Kriterien für die Erteilung von Aufenthaltsbewilligungen sind insbesondere das GESUCH EINES ARBEITGEBERS, die INTEGRATIONSFÄHIGKEIT und eine ausreichende, EIGENSTÄNDIGE Existenzgrundlage.
4
Es dürfen keine völkerrechtlichen Verträge abgeschlossen werden, die gegen diesen Artikel verstossen.
5
Das Gesetz regelt die Einzelheiten.
II
Die Übergangsbestimmungen der Bundesverfassung werden wie folgt geändert:
Art. 197 Ziff. 9 (neu)
9. Übergangsbestimmung zu Art. 121a (Steuerung der Zuwanderung)
1
Völkerrechtliche Verträge, die Artikel 121a widersprechen, sind innerhalb von drei Jahren nach dessen Annahme durch Volk und Stände NEU ZU VERHANDELN UND ANZUPASSEN.
2
Ist die Ausführungsgesetzgebung zu Artikel 121a drei Jahre nach dessen Annahme durch Volk und Stände noch nicht in Kraft getreten, so erlässt der Bundesrat auf diesen Zeitpunkt hin die
Ausführungsbestimmungen vorübergehend auf dem Verordnungsweg
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Entsetzlich, grauenhaft nicht? Es ist schon menschenverachtend, wenn da welche mit demokratischen Mitteln ein Anliegen durchsetzen möchten, weil sie finden 300'000 Neuzuwandeer pro Jahr sei dann sch es bitzeli viil?
Vielleicht müsste man mal Klartext reden, statt wild in der Gegend herumzufuchteln, Fufi. Hervorhebungen durch yours truly.
es ist klar eine bring-leistung (nicht -schuld!)
unter intergration verstehe ich eingliedern in eine gesellschaftliche ordnung. dieser vorgang können wir unterstützen oder verweigern. wenn jedoch der wille, entschluss der ausländer (vom nahen deutschen zum entfernteren marokkaner) nicht erkennbar ist, dann haben wir ordnungen einzuhalten und entsprechend zu handeln. klar sind die kuluturellen treppenstufen unterschiedlich hoch; aber dies ist keine entschuldigung, sondern ansporn.
NICHT wir haben die intergrationsleistung zu erbringen, in form von schlechten-gewissen-institutionen, sondern diese sollen eben die ethnischen gemeinschaften selber organisieren nach UNSEREN ordnungen und mit unserer anleitung/anweisung (den rahmen setzen wir: keine burkinischwimmerinnen; lebenretter-brevet ja / keine übersetzten bücher; die sprachkurse empfehlen / etc.)
das nun die versäumnisse (wenn nicht unterlassungsünden) über-koorigiert werden müssen, ist leider wahr.
Es ist eine Bring-SCHULD, die, wenn wirkliches Integrationsbestreben bewiesen wird, zu einer Leistung wird.
Was ist verwerflich am Beispiel Dänemark? Sie haben die Grenzen nicht 'zugemacht', sondern erlegen den Neuankömmlingen (ja, kontingentiert) klare Regeln auf. Wer als Saisonnier kommt, hat einen anderen Pflichtenkatalog (und Rechte, z.B. Familiennachzug) als ein angenommener Asylant oder ein Einwanderer. Verwerflich? Nein, das gute Recht eines souveränen Staates. Und, ich wiederhole, nur klare Aussagen und nicht diese verschwommenen Hetzparolen und Anbiederungen führen dazu, dass Rechtssicherheit für beide Seiten besteht.
Ich unterschreibe den Initiativtext, allerdings ist er mir immer noch zu wischi-waschi. Es ist unbedingt erforderlich, dass Behördenwillkür ausgeschlossen wird - wenn ich es richtig verstanden habe, will die SVP die Einwanderung wieder auf die Gemeinde-Ebenen zurückholen. Das halte ich für einen schwerwiegenden Fehler.
Wieso? Eingebürgert wird ja auch auf Gemeindeebene.
Tatsächlich überträgt die Initiative die Verantwortung der Regierung - ob nach dem Subsidiaritätsprinzip bliebe dahingestellt. Es geht um die Festschreibung von Grundsätzlichem, Astrid. Das alles harrt der genauen legiferen Ausgestaltung. Deshalb das ganze als grundsätzliche Forderungen auf Verfassungsebene. So funktioniert Politik, egal ob bei Entwaffnungs- oder Verwahrungsinitiative. In der Schweiz: sehr sehr langsam.
Nein! Integration ist eine Holschuld der Einwandernden.
Und tamlische Kinderbücher sind so etwa das Falscheste, was die Korrekt- und Gutmenschen machen. Das ist Multikulti-Mief der übelsten Sorte. Als wäre es heute ein Aufwand für Eltern, Bücher selber zu kaufen, wenn sie ihre Sprache und Kultur erhalten und weitergeben wollen. Das ist nicht Aufgabe einer Gemeindebibliothek.
Italiener, Portugiesen, Türken schaffens ja auch, wie @Zysi richtig sagt, sich selber zu organisieren. Wieso solltens dann die anderen nicht auch schaffen?
Und die oben enannten habens geschafft, als es noch keine Integrationsbüros gab.
Eingebürgert wird auf Gemeinde-, Kantons- und Bundesebene. Ich präzisiere: in der Vergangenheit haben die unterschiedlichsten Praktiken, meistens in den Gemeindeversammlungen, der einzelnen Gemeinden zu Willkür geführt: die Nase passt mir nicht, der hat mal meinen Hund bös angeschaut etc. Das ist zu verhindern. Wenn es klare Vorgaben gibt und diese erfüllt sind (und ich halte es für richtig, dass dazu selbstverständlich Vorstrafen und Auffälligkeiten beigezogen werden), muss eingebürgert werden. Das nenne ich Rechtssicherheit. Nur dann stehen wir als Schweiz nicht in der Schmuddelecke. Haben Sie bemerkt, dass nach dem ersten Gemurre es sehr still um die dänischen Praktiken geworden ist? Sie haben wohl nach Ansicht der meisten, auch der EU (!), eine Chance verdient - sie beruhen aber auf ganz klar festgelegten Pflichten und eben auch Rechten.
Noch eins zur SVP: ich bin mir überhaupt nicht sicher, wie ich abstimmen werde. In der Sache stehe ich, von ein paar Details abgesehen, klar für die SVP-Initiative ein. Aber die Art und Weise, wie es die SVP nicht lassen kann, aufs Populistischste niederste Instinkte zu bedienen, wenn es auch anders ginge (nämlich durch sachliche Argumente), befremdet und beschämt mich zutiefst. Ich glaube, dass sie hier einen gröberen Fehler machen - denn sie verschrecken viele, die in der Sache zustimmen, aber das Wie widerlich finden. Ich habe neulich meine (polnischen) Onkel und Tante vom HB in Zürich abgeholt und natürlich wurde das Riesen-Plakat mit den Marschstiefeln sofort zum Thema. Es macht uns, die ganze Schweiz, verdächtig und das kann es nicht sein.
okay, ob nun bring/hol oder schuld und pflicht - wortklauberein.
szenario:
mein bruder und seine frau verunglücken tödlich. ihr kind (bspw. 15jährig, also knapp mündig), mis göttimeitschi - käme zu uns in die familie, weil sie in diese WILL(E).
das ziel muss doch sein, dass wie ihr die ordnungen/regeln und gepflogenheiten unserer familie aufzeigen und sie dazu anleiten sich bei uns auch integrieren zu können. die bedingungen (essverhalten, freizeit-freunde, schulischer weg, egagement in der familie etc...) stellen wir aufgrund unsere verantwortung ihr gegenüber auf. sie hat diese in entschiedung getroffen und müsste allenfalls die konsequenzen tragen, wenn die abmachungen nicht eingehalten sind. das vollbringen also ist ihre aufgabe mit unserer unterstützung.
im geist hart im herz weich, dann klappts...
@astrid
sie widersprechen sich; zuerst das WIE (lange nase, böser blick) akkzeptieren und auf das WAS (Pflichten einhalten) fokussieren. später dann bei anderen dieses WIE (plakatgestaltung) kritisieren und das WAS aus den augen verloren; inkonsequent.
Sorry, Zysi, das verstehe ich nicht. Ich habe nur versucht zu kommunizieren (vielleicht nicht besonders konzis), dass ich jegliche Form von Willkür und Populismus in dieser Frage für kontraproduktiv halte. Das gilt für nicht auf klaren Regeln beruhende Einwanderung ebenso wie für in gröbster Weise polemisierende politische Plakataktionen. Sie gibt einfach der 'Gegenseite' Argumente in die Hände, die dann wieder von der eigentlichen Sache ablenken.
Ansonsten stimme ich Ihnen zu: wir machen die Regeln, in Verantwortung für die ganze Familie, hier: den Staat, die zu uns Kommenden haben diese zu respektieren und ihre Entscheidung, zu uns zu kommen, umzusetzen.
weiss nun wie sie's meinen; aber man muss auf derselben ebene wirken, wie die 'gegenseite'.
es ist einfach: bilder sagen mehr als tausend worte - darum schreibt und interviewt man nach eigenen gusto oder malt es eben hin ;-)
die einen haben ideologische plattformen wie sfdrs, tageszeitungen etc. die anderen plakate....
und was noch wirksamer ist: taten sagen mehr als 10-tausend worte: walks the talks
Nein, es gibt keinen Anspruch auf (anonyme, durch einen behördlichen Automatismus) Einbürgerung - und das ist auch richtig so. Das IST Rechtsstaatlichkeit. Alles andere Behördenwillkür. Die Schweiz ist föderalistisch - wem das nicht passt, kann sich ja ein anderes Land aussuchen, wo er von einem Bürogummi in der Hauptstadt eingebürgert wird. Hier läuft das anders.
Im Prinzip sollen auch Asylanträge von den Gemeinden bewilligt oder abgelehnt werden: so können sie selber bestimmen, wen sie drinhaben und finanzieren wollen. Das wäre freiheitlich, fair und eigenverantwortlich.
Dann könnten alle "fremdenfreundlichen" Gemeinden aufnehmen, durchfüttern und einbürgern soviel sie wollen - sie müssens dann einfach selber mit den Steuern bezahlen :-)
@Astrid: wo sehen sie Stiefel?
Deshalb habe ich den Abstimmungstext gebracht: wo genau vermissen sie die sachlichen Argumente?
Fragen sie ihre polnischen Verwandten doch, ob sie auch so empört sind, wenn in Warschau Gay Paraders zusammengeschlagen werden
Und schliesslich: Hätten sie die Güte uns eine Definition von "populistisch" zu geben? Ist das im Auge des Betrachters, also der Astrid?
Hey, wir sind ein ganz normaler Kleinstaat! Wieso sollten wir Musterknaben sein? Diese Denke wieder - aus dem geistigen Réduit! Tztztz.
1. Ich habe gesagt, dass ich den Abstimmungstext unterschreibe.
2. Ich habe nichts von Empörung von seiten meiner polnischen Verwandten gesagt. MIR war es peinlich und unangenehm - ihnen ist es lediglich aufgefallen. Und was hat das eine mit dem anderen zu tun? Seit wann gleicht man Unrecht mit Unrecht ab - oder Geschmacklosigkeit mit Geschmacklosigkeit? Mein Onkel und meine Tante haben im übrigen eine sehr hohe Meinung von der Schweiz - eine höhere als von ihrem 'eigenen' Land. Die hohe Meinung erhält halt bei diesen Aktionen eine kleine Beule. Aber, Orlando, das kann Ihnen völlig egal sein.
3. Wieso 'Güte', Orlando? Werden Sie eigentlich von der SVP bezahlt dafür, so eine Art Blogwart zu spielen? Egal, wo (auch der mögliche Wähler dieser Partei) die leiseste Kritik anbringt, ist O zur Stelle - entweder beissend ironisch oder sich dumm stellend. Es ist ganz einfach, Orlando: populistisch ist das, was Menschen für dumm verkauft. Ihnen die Fähigkeit abspricht, sachlichen Argumenten zu folgen. Es geht gegen den Grundpfeiler dieses Landes: dass nämlich der Schweizer Bürger stets als die höchste Instanz im Land gesehen wird. Durch die populistischen Aktionen gerät die SVP (ich sage noch einmal: ich bin keine Linke, sondern ein potentieller Wähler) in Gefahr, in die Schmuddelecke gedrückt zu werden - und das hätte sie noch nicht einmal nötig. Und 'meine Partei' nicht mehr kritisieren zu dürfen, Orlando, ist exakt das, was ich auf keinen Fall erleben möchte.
Fufi: um verspätet hier eines klar zu machen: Ich habe Respekt davor, dass Du zu dieser Meinung gekommen bist. Man kann anderer Meinung sein und einiges an Deiner Argumentation passt mir auch nicht in den Kram: aber Hut ab davor, dass Du die Grösse hast, das hier mitzuteilen.
Ja, ich bekomme jeden Monat eine niedrige vierstellige Summe aus Herrliberg überwiesen für meine Aktivitäten in zwei Blogs zum Wohle von Partei und Vizepräsident.
Ach, mich interessiert das Thema, ich will wissen, was die Leute wirklich stört. Ich finde es sogar gesund, wenn sich ein gewisser urschweizerischer Reflex meldet, gegen eine zu einlussreiche Person etc. Aber bitte beachten sie, dass 70% der Schweizer nicht SVP wählen. Kritisiert wird diese Partei aber, als besässe sie faktisch die Regierungsmehrheit und treibe das Land in den Ruin.
Ich will argumentieren und die Argumente entlarven wenn nötig, nachweisen, dass sie aus böswilliger und unreflektierter Ressentiment-Paranoia entspringen und ebensowenig ernst genommen zu werden brauchen, wie gewisse Provokationen der SVP.
Mir wäre - aus Gründen der sachlichen politischen Argumentaton - sehr lieb, wenn man endlich diese (auch international vorhandene) rechtskonservative Bewegung als ein völlig normales und natürliches Faktum respektieren könnte. Um der guten Argumente im politischen Diskurs willen! Damit man sich auf Augenhöhe begegnen kann.
Wettstreit der Ideen. Und danach können wir ein Bier trinken.
Meine Güte: 30% Wähler und die anderen machen so ein Geschrei. Wissen sie ich habe den Anti-SVP-Wahlkampf vor vier Jahren als widerlich empfunden und die ganze Abwahl als so bösartig, dass ich mich echt schämte für dieses Land.
Zufällig decken sich meine und die SVP-Meinung in einigen essentiellen Punkten ja. Ich bin ein ewiger Dissident. Ich gehöre nicht zum Mainstream. In einigen Punkten bin ich liberaler, in anderen noch rechter.
"Schmuddelecke": ja wissen sie, wenn sie jahrelang in eine Rolle gedrückt werden, gefällts ihnen eines Tages darin. Es gab Zeiten da wäre man in bestimmen Milieus 1000 gesellschaftliche Tode gestorben, wenn man sich als Eher-Befürworter des Irak-Feldzugs geoutet hätte. In einem Klima der Intoleranz treibt das Deviante lustvolle Blüten. Das macht einen frei und man solidarisiert sich mit anderen Outcasts.
Genau so funktioniert das übrigens mit der Kunstfigur Orlando.
Tja, Orlando, ganz ähnlich auch mit der Kunstfigur Psychotante!
Es leuchtet mir vollkommen ein, was Sie sagen. Mit einem einzigen Unterschied: Mir beweisen das Geschrei um eine knapp-30%-Partei, dass sie eben einen Nerv trifft. Und genau wie sie es schafft, wie sich das für eine demokratische Partei gehört, dass Ausschläger nach allen Seiten hin eine Heimat in ihr finden können, könnte sie es auch, mit mE einiger Leichtigkeit, schaffen, dass sich auch die Astrids etc in ihr so fühlen könnten, dass sie sich nicht für ihre Wahl schämen müssten.
Diese bestimmten Milieus, in denen man gesellschaftlich tot ist, wenn man bestimmte Linien vertritt, bestehen nämlich aus einigen, die die Faust im Sack machen, weil sie politisch einigermassen heimatlos sind. Und statt eine Partei zu sein, die, ich sage es schon wieder: niedrigste Instinkte bedient, könnte man die SVP-Politik hervorragend verkaufen, in dem man einfach auf Argumente setzt, auf Anstand etc. Die Blocher-Abwahl ist Geschichte, sie erklärt sich auch daraus, wie sich die SVP damals und heute darstellt (man kann bis heute nicht sagen, dass Blocher einen guten Job im Justizministerium gemacht hat - ebenso wie die SVP nicht sagen kann, dass sie sich selber sehr angreifbar macht). Will man (mehr) Menschen auch moralisch abholen, muss man das zuerst mal vormachen. Mir persönlich tut es in der Seele weh, wie die SVP, deren Parteiprogramm mir wesentlich näher liegt als das der SP, einen hohen Prozentsatz an Wählern abschreckt, anstatt ihn abzuholen.
Aber mal von all dem abgesehen: es braucht auch Leute wie Sie, die 'ewigen Dissidenten', die Querschläger, die Menschen aufwecken, sie dazu zwingen, ihre Positionen zu überdenken - wenn Sie das aushalten, finde ich das völlig in Ordnung. Nur stellt sich dieselbe Frage, die sich auch der SVP stellen sollte: womit erreicht man mehr - mit Konfrontation und Polemik oder mit (in der Politik sauschwierigen Form von) Sachlichkeit? Ich weiss es ehrlich nicht. Aber ich weiss, wovon ich mich besser abgeholt fühle.....
Hier noch eine Frage für Sie: Wenn Sie in England wählen dürften, wen bzw. welche Partei würden Sie wählen?
Ich will niemanden "abholen". Das ist das, was die reformierten Kirchen machen, die Leute abholen. Weil sie ihren Auftrag nicht mehr erfüllen wollen und das Evangelium verkünden und somit sonst nichts mehr bieten können.
Der Papst hingegen ist so aktuell wie eh und je. Der muss niemanden "abholen", auch nicht die Frust-Studis, die in Madrid demonstrieren. Und trotzdem gehen 1,5 Millioenn Jugendliche zu ihm hin. Völlig freiwillig übrigens.
Ich sage die Wahrheit und nichts als die Wahrheit. Und wenn man mich nicht hören will, dann sage ich es noch ein bisschen lauter.
Nein, die Zeit des freundlichen Flüsterns und der warmen Worte sind vorbei. Man muss niemanden respektieren, der einen durch den Dreck zieht.
Meine bürgerliche Traumpartei besteht aus einigen wenigen CVPlern (Pfister, Wehrli, Frick, Brunner etc.), den wirtschaftliberalen, "neoliberalen" Kräften der FDP und der gesamten SVP minus Bauern. Bauern gehören auf den Ballenberg.
GB: das ist ganz klar - Tories. Und in den USA Republikaner, In Frankreich keine Ahnung, in Italien PL, in Spanien PP, in Belgien Vlaams Belang, in Polen die Kaczynski-Partei, in Ötsrreich FPÖ, in Deutschland FDP. Vielleicht würde ich auch oft so wählen, dass es der Linken maximal schadet.
Hallo alle zusammen!
Ja, ich finde, Integration IST eine Bring-Schuld.
Denn wenn der Wille zur Integration fehlt, nützen alle "säg grüezi" Plakate einen dünnen Sch...!
Allerdings sollten die "Integrierten" den "Integrationswilligen" dabei helfen, meine ich auch.
Und @Orlando:
Ja, ich finde fremdsprachige Kinderbücher gut, solange die Eltern und so, und vielleicht - hoffentli - mags den Kleinen helfen, eine Ahnung von DER WELT/Kultur zu kriegen, in die sie sich später - hoffentli - integrieren werden!
Und @Orlando zum 2ten:
Ich habe mich bis anhin bloss über "Integration" ausgelassen, NICHT über irgendwelche (Massen)-Einwanderungsprobleme. Und schon gar nicht über Einbürgerungsfragen.
Aber was noch nicht war, kann ja vielleicht noch werden? Frag dazu mal den ollen Darwin?
Und bedenke: Neo-Liberalismus war vorgestern!
Jetzt heisst's : Aufrüsten und Tee trinken!
Astrid: brava. Die Methode stinkt mir an der SVP auch.
Ob die tamilischen Kinderbücher so schlecht sind? Die Kids lernen dabei immerhin, wie eine Bibliothek funktioniert, und werden später auch deutsche Bücher da holen. Und vielleicht Einheimische kennenlernen. Aber klar, man kann alles privat anbieten. Fördert einfach die Ghettoisierung. Ich denke schon, dass es Angebote braucht, die dem entgegenwirken. Der Ghettoisierung, nicht dem Deutschlernen.
Im Irak ging es ums Öl. Das tat es wahrscheinlich von Anfang an. Der Staat ist ein künstliches Gebilde, nach dem Sieg über die Osmanen auf dem Mist des Westens gewachsen. Man lese dazu nicht nur Wikipedia, sondern bitte auch Alfred Döblins Babylonische Wandrung. Auszug:
http://www.physiologus.de/irak.htm
Auch in Libyen geht es ums Öl. Was in Syrien passiert, interessiert uns gas-guzzlers weit weniger.
Seien Sie doch mal ehrlich, all Sie Neoliberale dieser Welt. Auch der Sieg im Irak wendet Peak Oil nicht ab. Was dann kommt, wissen die Götter. Ökonomische Turbulenzen werden noch das Mindeste sein. Ohne fossile und ohne neue Energiequellen soll der Erdball imstande sein, etwa eine Milliarde Menschen zu ernähren. Man rechne.
Rechte und Linke haben je ein vorgeformtes Set von Antworten aufs Problem: die Rechten wollen die Einwanderung beschränken, was fürs globale Problem nicht weiterhilft; die Linken wollen erneuerbare Energien fördern, was noch nicht mehrheitsfähig ist, weil die grosse Mehrheit schlicht die Augen verschliesst.
Hier nochmals:
http://www.youtube.com/watch?v=F-QA2rkpBSY
Bartlett ist als Kämpfer gegen die Überbevölkerung verstanden worden, Immigrationsgegner lieben ihn. Er redet jedoch ebenso gegen die Energieverschwendung an, die uns zur Selbstverständlichkeit geworden ist.
Gute Nacht.
P.S. Tiger, geben Sie gelegentlich ein Lebenszeichen?
P.P.S. Das mit der Milliarde scheint umstrittener zu sein, als meine Quelle meinte. Meinetwegen auch mehr.
Die Immigration ist mir im Grunde egal. Da heule ich weder mit den Grünen noch mit der SVP. Man braucht nicht zu allem eine Meinung zu haben. Irgendwo müssen die Leut schliesslich leben. Stinken tuts mir trotzdem, wenn ich - selten - Veterinärmedizin betreiben muss (Jargon für: null sprachliche Verständigung möglich).
Man kann eine Beschränkung der Bevölkerungsgrösse auch befürworten, wenn einem die Immigration egal ist. Es gibt einen klaren Zusammenhang zwischen weiblicher Bildung und Geburtenzahl, auch in der Dritten Welt. Ergo ist unter meinen vielen Gutmenschprojekten seit x Jahren eine Swissaid-Patenschaft zum Thema Frauen. Ist doch wirksamer, als die Grenzen zu sperren. (Das ist übrigens der einzige Irrtum, den ich in Bartletts langem Referat finde: Bildung der Frauen senkt die Geburtenzahl in Ländern, wo sie zuvor sehr hoch war.)
Endgültig gute Nacht.
@Fufi: Das sind Kinderbücher AUS den Herkunftsländern, weiss der Teufel, was da drin steht...also, erstens hilft denen kein Kinderbuch aus Sri Lanka, irgendwas von der Schweiz zu verstehen. Zweitens: wenn die erst mit "der Welt in die sie sich integrieren werden" in Kontakt geraten, wenn sie schon Kinderbücher lesen und in der Bibliothek ausleihen können, dann ist das doch etwas zu spät, nicht?
"Neoliberalismus" sei von Vorgestern? (ich setze es immer in Anführungsstrichen, weils eigentlich einfach Liberalismus ist) Dann hast du gar nichts vom Wesen der freien Marktwirtschaft verstanden: Zyklen, Haussen, Baissen, der ganze Tanz ums goldene Kalb. Das Interesse von 99.999% der Menschen ist es, zu Wohlstand und finanzieller Unabhängigkeit zu gelangen und sich die individuellen Träume zu erfüllen, da kommt jeweils jede Hochkonjunktur recht. Die letzte - ca. 2003 bis 2008 - hat Millionen von Mittelständlern zu reichen Menschen gemacht, und zwar auch in sog. Schwellen-. und Entwicklungsländern.
Leider macht die Politik (vor allem die linke) in der Zwischenzeit - heisst in der Zeit zwischen dem Auf- und dem nächsten zyklisch-natürlichen Abschwung - so viele Fehler, dass die nächste Talsohle fürchterliche Konsequenzen für alle nach sich zieht. Das erleben wir jetzt gerade: der Euro ein Krüppel, USA massivst überschuldet, ganze Länder am Abgrund. Wegen linken Rezepten mit aufgeblähten Staatsbudgets.
Und dann müssen wieder wir Bürgerlichen ran und den Saustall ausmisten und die ganze Scheisse gesundschrumpfen, die wirtschaftliche Produktivität ankurbeln und die sozialen Luxusprogramme zusammenstreichen. Während ihr Linken einen Herbst lang vom "Bedingungslosen Grundeinkommen" lallen dürft und wie der Seibt den Kapitalismus totschwatzt, während ein paar irregeleitete Kids Häuser anzünden und Geschäfte plündern.
Währenddessen harren wiederum Millionen Jugendliche der Lösung der Probleme, damit sie in einem, zwei Jahren wieder in einen Konjunkturzyklus hineingeraten, wo die Unternehmen noch und nöcher Leute einstellen und ihnen eine gute Zukunft ermöglicht.
Aber: die Linken und die Doofen stehen schon Schlange und werden die immergleichen Fehler wieder machen, nach Keynes den Staat anschwellen und der ganze Mist beginnt von vorn.
@Anna2: zum Glück muss ich hier ja nicht j e d e n Schmarrn kommentieren...
Gute Lösungsfindung, Fufi. Ja, Integration ist eine Bringschuld, von jenen, die neu sind, aber auch von jenen, die schon da sind. Simple menschliche Pflicht. Kampfrhetorik von rechts denunziert dies wohl mit "nett".
Auf die Masseneinwanderungsinitiative mag ich nicht eingehen, Die SVP hat bei mir seit den späten Achtziger Jahren ihre 10 Chancen gehabt auf dieses doppelbödige Spiel mag ich gar nicht mehr eingehen. Zum Glück haben wir jetzt eine anständigere Alternative, die BDP. Warum Angst vor Masseneinwanderung (Achtung Ironie), wo es sogar Leute gibt, die in diesem Land auch 10 Mio. Einwohner zumuten? Vielleicht noch dies: Genau diese Partei hat uns die Bilateralen eingebrockt, nun torpediert sie diese wieder.
Fufi, zu Ihrer Sammlung im Horrorkabinett, soeben gelesen in meinem Leibblatt als Werbung: "Kosovaren schlitzen Schweizer auf - Masseneinwanderung stoppen".
Die Intelligenzskala dieser Partei ist wohl nach unten offen, eine ruhigere, sachlichere und respektablere Diskussion somit hinfällig.
@Gast: die, die schon hier waren, haben sich meinem einwandernden Elternteil gegenüber stets tadellos verhalten, wir können uns da gar nicht beklagen. Zu fordern, die müssten auch eine Leistung erbringen heisst, ihnen unterstellen, sie seien unnett, genuin fremdenfeindlich und man müsse sie anhalten, ihren Teil der Leistung zu erbringen.
Seit Jahrhunderten ist dieses Land eine äusserst erfolgreiche Integrationsmaschine. Was sie erzählen ist Blödsinn.
Aha, "der Gast" wäre lieber in der EU. Gehen sie doch, ist ja nicht weit von hier.
"Kosovaren schlitzen Schweizer auf" - ist nicht in Interlaken genau das passiert, mein Herr/meine Dame? Überdies scheint das Opfer SVP-Mitglied zu sein. Die Ermittlungen müssen jetzt zeigen, ob die Tat politisch oder rassistisch motiviert war.
Es scheint normal geworden zu sein in diesem Land, dass Kosovaren Messer zücken und um sich schiessen, während die Linken und netten Korrektmenschen dazu betreten wegsehen und es totschweigen!
Orlando: selber Schmarrn. Schon mal was von Grenzen des Wachstums gehört? Sie, gerade Sie, sollten sich Professor Bartlett ansehen. Ein "konstantes" Wachstum ist nicht konstant, sondern exponentiell. Auch wenn es "klein" ist, z.B. 1%. Das heisst: es wird immer schneller und überfordert irgendwann den Planeten, und wir merken es erst in letzter Minute, siehe Bartletts Vergleich mit den Bakterien in der Flasche.
Im Ernst: ich habe seit Jahrzehnten Aktien und habe durch alle Krisen Buy und Hold praktiziert. Jetzt nicht mehr. Der Markt hat keine Zukunft, weil das Wachstum keine Zukunft hat. Sie werden es noch erleben, ausser wenn Sie sich demnächst zu Tode saufen.
Was wächst da überhaupt? Spielzeugfabriken in China. Plastikramsch. Unnötige Reisen um den Erdball, von Menschen, aber vor allem von Waren: Tausende von Kilometern in die Fabrik, Abertausende von Kilometern zum Verbraucher. Ver-braucher, denn *brauchen* tun wir den ganzen Schrott ja nicht wirklich... Ist das wirklich wünschenswert?
Nein!
Schmarrn, Teil zwei: Ist die Schweiz schuld an der galoppierenden Entwertung der UBS? Oder haben wir Schweizer Steuerzahler die Vabanquespieler der Bank retten dürfen? So herum läuft das. So herum musste der Saustall gesundgeschrumpft werden. (Zum Glück hat mir Ospel vor Jahren schon so gegruust, dass ich meine sämtlichen UBS-Aktien mit grosser Überzeugung verkauft habe, das Stück zu siebzig Franken damals. Es war die erste Aktionärs-GV, an die ich je ging, und es ist die einzige geblieben. Seither delegiere ich sämtliche Aktienstimmen an Ethos. Schweigen kann man nicht, Eigentum bedeutet Verantwortung.)
Ehrenwort: ich steh kurz davor, sie zu beschimpfen. Ich rette mich in die Kleinschreibung von "sie", was sie betrifft.
Ehm, die Eidgenossenschaft hat am UBS-Kredit sogar noch ein Riesengeschäft gemacht, bei 15% Zinsen.
Auf diesen depressiv-esoterischen Antiwachstums-Mist lohnt sich wirklich nicht einzugehen.
Eine Kultur die nicht leben und gedeihen will, ist dekadent. Und verbaut den eigenen Kindern jede Zukunft. Das nenne ich mal zynisch.
@Orlando am 24. August 2011 17:22
"Ich sage die Wahrheit und nichts als die Wahrheit. Und wenn man mich nicht hören will, dann sage ich es noch ein bisschen lauter."
Und was tust du, Orlando, wenn du noch lauter und noch viel lauter und dann so laut schreist, wie du nur kannst. Und es will dich noch immer niemand hören?
Also, nichts gegen dich, Orli, aber was mich betrifft, so glaube ich NUR EINEM wo sagt, er sage die Wahrheit. Und DAS bist sicher nicht DU!
Und wenn du DAS da denn wirklich "ernst" meinen möchtest, woran ich nicht zu zweifeln wage:
Vielleicht würde ich auch oft so wählen, dass es der Linken maximal schadet.
DANN mag ich allerdings an deinem Verständnis von "Demokratie" im Sinne eines persönlichen, aufbauenden Einsatzes zugunsten der ganzen "Nation" zweifeln.
@Anna2
Klar geht's um's Oel - die kaltgepresste in Biomasse gegossene Sonnenenergie.
Aber NICHT nur, s'geht nämlich auch um's Gas und die Kohle - besonders um Letztere!
Und bald geht's auch um Soja und Mais, Nahrung der Armen, aber vor allem Nahrung der Reichen, in Form von Rindshuft und so, und NOCH vor allerem um den Bio-Treibstoff für die Panzer der Reichsten!
Und dann, ja: Was dann?
keine Metastasen. bin total kokeine Metastasen. bin total ko
@Anna2
Dem mit der Bildung der Frauen und der Geburtenzahl kann ich in dieser Vereinfachung nicht zustimmen. Da lädst du den Frauen nämlich eine Verantwortung auf, die sie weder tragen können noch sollen! DA -, ja liebe M.B.! - DA spielen nämlich auch die Männer mit, manchmal (häufig bis meist?) leider auf eine echt bescheuerte Art und Weise!
Klar kann (!) Bildung helfen, aber dazu müssen auch noch einige andere, externe sozusagen, Bedingungen gegeben sein.
Andersrum: Weshalb kriegen Frauen Kinder?
1. Weil sie vergewaltigt wurden
2. Weil sie "familiär" ausgenutzt wurden und werden, bis hin zur Vergewaltigung
3. Weil sie damit hoffen, ihre Altersvorsoge zu sichern
4.1. Weil sie einfach nicht aufgepasst haben
4.2. Weil sie sich ein Kind wünschen
Aus MEINER bescheidenen Sicht ist nur Punkt 4 akzeptabel.
Und Frauenbildung hilft bloss im Punkt 4.1., heisst bei der Aufklärung über Verhütung.
Und auch hier spielen NICHT nur Religion und so eine gewichtige Rolle, sondern auch ganz simpel: Wie bringt Frau einen geilen Schwanz dazu, sich freiwillig eine Pelerine anzuziehen?
Ich meine: Frauenbildung ist ein wichtiger Punkt, aber er muss in einem Gesamtkonzept umgesetzt werden, was ich "Menschenbildung" nennen möchte, inklusive des so-called Women-Empowerment. Oder so!
Und insofern denkt die Philosophin von neben leider nicht weit genug, wenn sie meint, dass "die Männer" ein MENSCHENwürdiges Leben führen können sollten. Da würde ja auch ein "MÄNNERWÜRDIGES" Leben genügen?
Sollten nicht vielmehr ALLE MENSCHEN ein MENSCHENWÜRDIGES Leben führen "dürfen"(?!?)
Tiger: gratuliere!!! Wenn das angebracht ist. Was ich hoffe.
fufi, der Zusammenhang besteht nicht auf der individuellen, sondern auf der gesellschaftlichen Ebene. In Gesellschaften, wo eine Frau so viel wert ist, dass sie anständig ausgebildet wird, darf sie auch den Entscheid treffen, nicht zehn Kinder zu haben. Insofern sind wir uns glaubich einig.
Und natürlich sind die Männer beteiligt. Einer meiner Exfreunde hat Ende Studium, noch vor Mitte zwanzig, ein langes Praktikum in Lambarene gemacht. Er wurde dauernd gefragt, wieviele Kinder er hat, und er wurde ebenso dauernd ungläubig bemitleidet, weil er noch keine hatte.
Leben und gedeihen kann man hervorragend ohne den Götzen des exponentiellen Wirtschaftswachstums. Zynisch ist die Verschrottung des Planeten, wie es ihresgleichen betreibt, o.
Den Gewinn macht die Nationalbank inzwischen schon. Was wäre gewesen, wenn die UBS pleite gegangen wäre? Es war ein denkbares Szenario. Ganz undenkbar ist es nach wie vor nicht.
Den Vorwurf der Esoterik weise ich weit von mir. Was die Depression betrifft: hey, wer säuft hier schon wieder? Nicht ich.
Gute Nacht allerseits. Möge Sie der Sturm verschonen.
Danke Anna! klar ist das angebracht, wieso auch nicht? In 2h bin ich im normalen Zimmer, dann nehmen Sie die ganzen 20 Schläuchlein endlich raus. Es normalisiert sich langsam!nicht? In 2h bin ich im normalen Zimmer, dann nehmen Sie die ganzen 20 Schläuchlein endlich raus. Es normalisiert sich langsam!
Hey Tiger!
Wünsch dir was!
Lieber Tiger!
Scheinst ja schon wieder recht bei Kräften zu sein!
Aber bitte, lass Pippi draussen, ja?
Danke!
Tiger, ich wünsche Ihnen wirklich von Herzen gute Besserung und freue mich, dass alles bislang 'gut' verlaufen ist....
Aber: wie wäre es, wenn Sie ein neues Blatt aufschlügen bei dieser doch sehr einschneidenden Gelegenheit und Leute, die hier nicht mitdiskutieren, aus dem Ganzen herauslassen. Ihre Meinung können Sie auch von sich geben, ohne sich auf irgend jemanden zu beziehen, mit dem Sie mal zu tun hatten....
Nur ein Vorschlag - und denken Sie bitte an eins: ich habe mich neulich bei K und P im Blog öffentlich entschuldigt. Seitdem ist Ruhe. Vielleicht sollten wir alle es dabei belassen.
Wie gesagt: gute Besserung.
Lieber Tiger!
Ich will mich Astrids Worten anschliessen!
Es mag eine alte Sonne sein, die am Donnerstag aufgegangen ist.
Aber es ist eine NEUE Sonne über Dir aufgegangen!
Mist, verpasst! Was hat er gesagt, was hat er gesagt?
Ha, in meiner Bar hätte es nie derlei Zensur gegeben!
Gute Besserung, Tigri! Sonst gerne auch auf ha2pe@yahoo.com
Orlando: :-))
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