Ich muss gestehen, ich hab mit den Begriffen National, Nation, Nationalstaat und auch Vaterland etc. einige Mühe, weil sich damit nämlich mächtig Schindluderei treiben lässt, wie etwa Kriege anzetteln (SIC!), und so. Ich weiss aber auch, dass es dazu gar keine Nationen braucht, das hat die Geschichte ja ausgiebig gezeigt, und die Kämpfe zwischen den Wollishofern und den Aussersihlern sind ja ebenfalls legendär.
Aber zurück zur Schweiz:
Fufi ist nämlich Schweizer durch und durch.
Oder vielleicht eben gerade nicht?
Denn immerhin gehen seine "Wurzeln", jedenfalls auf der jeweils väterlichen Seite seiner Grosseltern, bis in Zeiten zurück, als die entsprechenden Gebiete noch gar nicht zur damaligen Eidgenossenschaft gehörten. Aber das ist 300 bis über 600 Jahre her.
Die Schweiz ist fufis HEIMAT!
Fufi ist zutiefst mit "seiner" Scholle verbunden - ob's am Nachnamen liegt? Erstmals erwähnt im Jahr 978, damals noch nicht als echter Nachname, sondern als Wohnortsbezeichnung.
Hierzu eine Anekdote:
Fufi und fufine fuhren mit dem Auto aus dem "Ausland" wieder heim. Fufine hat später gesagt: "Mit jedem Kilometer, mit dem wir näher zur Grenze kamen, hast du stärker "gestrahlt". Und wie immer, wenn fufi in die Schweiz zurückkehrt(e) gings am Zoll nicht ganz reibungslos ab (ja, s'ist so, fufi sieht ganz schlimm aus, glaub!). Was dem damaligen Hundi - Appenzeller-Weibchen - denn gar nicht passte. Und sie hat das dem Zöllner denn auch lautstark zu verstehen gegeben!Gut gebellt, Löwe!
Aber was bedeutet HEIMAT? - zumindest für fufi?
Es bedeutet jedenfalls KEIN heile Welt!
Kein-Postkarten-Geraniumgeschmücktes-Puure-Heimetli! KEINE Albert-Anker-Idyllen!
Hierzu ein Buchtipp:
Jakob Stutz, Siebenmal sieben Jahre aus meinem Leben, ISBN 3-7193-1264-X
Fufis Ur-Grossvater wurde an denjenigen Ort verkauft, wo fufi heute wohnt.
Als Verdingbub.
Auch DAS ist Heimat.
Oder gerade DAS?
Ich wünsche euch allen einen schönen Tag, mit meinem Lieblingslied, dem Lied, das an meiner Beerdigung gespielt/gesungen werden soll:




3 Kommentare:
Zum Thema "heimatliche Idylle":
hat sich soeben aus einem Gespräch mit fufine ergeben:
JA, fufi sass als Kind noch auf dem Wagen, zusammen mit den Milchtansen, den/die das Ross - Fanny hiess es - auf die 500 Meter höher gelegene Alp zog.
Ich bin sicher, dass der Sohn des damaligen Bauern, der die Alp heute bewirtschaftet, ganz froh ist um seinen Jeep und den Milchanhänger?
Wir wollen aufs freie Feld uns begeben
wo Völker Gespräche und Austausch haben:
die Tage mit Taten des Friedens beleben.
Wir wollen ein offenes Haus sein allen,
auch denen, die uns zu Fragen zwingen:
ein menschengerechtes Land bestellen
allen, die nach uns singen.
Wir wollen die falschen Legenden begraben
und uns nicht an neue Götzen verdingen:
die alten Gesänge ins Künftige wenden
und was nottut singen.
www.hymne.tagesanzeiger.ch
Ja da fiel Burki bös hinein. Die Musikusse sind eben manchmal etwas naiv. Prima la musica, poi le parole. Ja schon, aber...
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