Ich glaub, ich darf im Namen von ganz Gallien - ja: GANZ Gallien - dem Tiger alles Gute und gutes operatives Gelingen und dann auch noch gute Besserung wünschen! Auf dass er sich denn bald wieder in voller Pracht und voller Kraft den täglichen Blog-Herausforderungen stellen kann!
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Und meine ebenso-besten Wünsche gehen hiermit an Bianca aka Kim.
Ihr findet sie hier:
http://meintriplenegativerweg.blogspot.com/
Ich würd euch gerne helfen, euch heilen!
In diesem Sinne
Bhüet's eu der Lieb Gott!
9 Kommentare:
hmm..., auch wenn ich jetzt ein bisschen wie mila daher komme - aber ich habs nachgeschlagen, selbstfindung muss nicht an einem stück durchgezogen werden - die besonderen umstände bedingen einen kurzen hiatus vom denken von wichtigen gedanken.
youtube: tim mcgraw - live like you were dying
ihnen das mit auf den weg zu geben, tiger, ist zwar wie bier nach münchen zu tragen, aber hier liegt noch das eine oder andere kopfschütteln rum mit ihren streifen drauf.
machen sie es gut, und kommen sie gesund zurück, und in den schwierigen momenten, denken sie einfach dran, dass die letzte wurst noch nicht gebraten ist am etzel, und dass sie die minenfelder und katzenklappen-stromschläge des pjöngjang inn's überlebt haben - alles andere ist dann nur noch kindergeburtstag.
auguste - thinking with squeezed thumbs
Tiger, viel Glück! Und Bianca, ebenfalls viel Glück! "Die Einschläge rücken näher", wie mein Exmann zu sagen pflegte, wenn ein Gleichaltriger schwer erkrankte. Sie beide sind ja wirklich entsetzlich jung für solche Bösartigkeiten. Auch ich drücke die Daumen.
fufi, danke, und auch allen anderen, und Dir Bianca alles Gute. Und ich kann nicht schlafen. Bin ich nervös? Keine Ahnung, aber es sieht irgendwie so aus.fufi, danke, und auch allen anderen, und Dir Bianca alles Gute. Und ich kann nicht schlafen. Bin ich nervös? Keine Ahnung, aber es sieht irgendwie so aus.
Und mein Telefonbrowser verdoppelt alle Texte, sorry.
Leute, ich liebe Euch alle.
FUFI!!!!!!!!!!!!
Soo heute kann ich scheints die Intensivstation verlassen und habe endlich wieder anständigen IP-Zugriff. Meine Augen funktionieren auch schon viel besser, ohne Augen geht lesen so schwer. Heute hab ich den ersten Food bekommen seit Montag: 5ml Hustenlöung. Ffffein! Bald kommt ein anständiger Post. Byebye
Soo heute kann ich scheints die Intensivstation verlassen und habe endlich wieder anständigen IP-Zugriff. Meine Augen funktionieren auch schon viel besser, ohne Augen geht lesen so schwer. Heute hab ich den ersten Food bekommen seit Montag: 5ml Hustenlöung. Ffffein! Bald kommt ein anständiger Post. Byebye
Leute, ich habe mich soeben aufgerafft, einen längeren Account zu machen von meinem Ereignis, ich habe ihn per E-Mail verschickt, aber von den meisten von Euch habe ich selbige ja nicht. Der Bericht ist zwar lang, aber hoffentlich nicht zu öde geschrieben. Lest, wenn Ihr Lust habt.
Für die guten Wünsche danke ich sehr. Sie haben GENÜTZT! Und fufi danke ich fürs tolle Lokal hier.
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Operation Tiger. Debriefing
Also, Leute, hier eine etwas kürzere Zusammenfassung meiner Dinger hier. Ich bin immer noch etwas reduziert, nach einer Stunde Arbeit an irgendwas bin ich fix und foxi.
Am Dienstag bin ich eingerückt und wurde am Mittwoch Morgen operiert, die Operation ging mit Anästhesie und Aufwachen sicher so acht oder neun Stunden. Sie verlief aber gut, ich wurde noch am Mittwoch geweckt, und durfte einigermassen erstaunt feststellen, dass die mich Umgebenden keine Flügel am Rücken hatten und ich keine Harfenklänge hörte. Dafür war es in der Intensivstation sonst nicht sehr ruhig, irgendwie war immer Betrieb. Seltsam nur, dass es dennoch zuweilen zehn Minuten dauerte, bis sich jemand auf mein Knopfklingeln herbemühen konnte. Weil: ich war ja ultraimmobil. Ein Taschentuch zu nehmen vom einen Meter entfernten Tischchen war ein Ding der Unmöglichkeit.
Ich war auch superschwach. Meine Stimme war irgendwie ein langsames, undeutliches, heiseres Krächzen. SMSe schreiben ging prinzipiell nicht, nicht etwa, weil die Anästhesie meinen Ortographiesensor, meine Stilfernsteuerung, meinen Syntaxoszillometer oder meinen patentierten Sprach-O-Matic lahmgelegt hatte, nein, meine Augen konnten sich ganz fundamental nicht fokussieren. Sie wanderten immer, von allein. Spaciges Feeling. Was tut der clevere Inschenör in so einer Lage? Scharf nachdenken. Dumm nur, dass das auch nicht mehr funktionierte. Ich war irgendwie auf dem cerebralen Niveau eines Bibelis. Seid lieb zu Hühnern, ich weiss jetzt, wie das ist.
Aber irgendwie kam aus dem Stammhirn die rettende Idee "MMS", und so schickte ich meiner Mutter so eins mit einer Sprachnachricht, die erste solche, die sie erhalten hatte.
Ivana bekam ein Telefon, und meine Mutter und meine Kinder, und dann war meine gesamte Konzentrationsfähigkeit erschöpft. Meine Mutter verteilte Euch einen kurzen Statusbericht (danke Mami).
Die nächsten Tage will ich im Zeitraffer durchgehen. Jeden Tag ging es mir etwas besser, das Morphium hatte auch endlich weniger Mühe mit meinen teuflischen Schmerzen, ich konnte mich ein bisschen konzentrieren, meine Mutter kam täglich (mindestens, so genau weiss ich es nicht, vielleicht auch mehrmals täglich) meine Kinder kamen und waren beeindruckt von den 20 Schläuchen, die mir aus der Nase und den Schlüsselbeinwunden ragten (mittlerweile sind es gerade noch 5, plus den Blasenkatheter, eine tolle Erfindung, hoffentlich merkt die Wirtschaft nie, wie viele Toilettenpausen sich damit einsparen liessen... Naja, so toll dann doch nicht, Sex ist damit für Frauen praktisch und für Männer absolut unmöglich, und das wäre doch eher blöd). Ich übte Atmen, zuerst nur Ein- dann einen Tag später tatsächlich auch Ausatmen, und am Samstag war meine O2-Sättigung so toll, und auch die anderen Werte, dass man zur Ansicht kam, ich würde jetzt nicht mehr jede Sekunde wegkrepieren, wenn ich im normalen Zimmer wäre. Man verlegte mich also, und ich bekam weiterhin Besuch. Aber etwas hat mich umgehauen, oder hätte, wenn ich nicht auf dem Bett gefahren worden wäre. In meinem Zimmer war ein RIESIGER Strauss Rosen, geschickt von... nein, ich offenbare sie jetzt nicht, aber sie ist eine verdammt gute Freundin, wenn sie sowas macht, einem Typen, den sie nur vom Forumschreiben kennt, einen Blumenstrauss schickt. Imaginatevi! DANKE!!!
Am Samstag und Sonntag kamen einerseits meine Brüder Beni und Alessandro mit seiner Freundin und anderseits Ivana mit NOCH einem Blumenstrauss (Privatnachricht: Die beiden wurden vom Hausgärtner jetzt in neue Vasen umgesetzt und mit einer Permanentflüssigkeit haltbarer gemacht, und die Rosen entfalten sich prächtig) und mein Chirurg hatte einige weitere tolle Nachrichten in petto: erstens hat man bei der Biopsie keine Metastasen gefunden, was eine spätere Chemotherapie möglicherweise überflüssig macht, zweitens darf ich Zältli lutschen (Werther's Original, Apostroph in der Quelle schon vorhanden) und drittens gibt's am Mittwoch für mich eine Suppe. Eine Suppe!! Das wird die beste Suppe meines Lebens. Mein Körper ist sich mittlerweile so an die Zucker- und Fettlösung vom Mediständer gewöhnt, ich weiss gar nicht mehr, wie Food schmeckt.
Soo, das wär's. Ich bring den Tag durch mit im Bett liegen, Boris schauen, im Bett liegen, Zeitung lesen, im Bett liegen, Telefonieren. Ach ja, und dann gibt's noch diese kleine Erfindung von ein paar phantasiebegabten Amis aus den frühen 70-ern, wie heisst das nochmal, ach klar, Internet.
Also, Leute, Ihr seht, ich bin leidlich guter Dinge. Mein Schlaf ist grauenhaft trotz Temesta, wenn ich huste, tut der ganze Bauch weh danach (weswegen ich wohl nicht zu weit an einer Resyl-Abhängigkeit vorbeisegle), und ich habe geschwitzt wie die Sau in den letzten Tagen, wo es so heiss war. Insomma, perfetto ne.
Gut, soviel zu meiner kleinen Statusmeldung von heute. Etwas Ausführliches kommt dann morgen. Scherz natürlich. Ich hoffe inständig, damit kann die Operation Tiger einstweilen zu den Akten gelegt werden, zumindest für die nicht unmittelbar Beteiligten.
Also, wie gesagt, visitors are greatly appreciated.
Liebe Grüsse
Patrick
spiegel
spiegelung
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